Die Genugsamkeit des Werkes Christi – Teil 1
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Möge der Name unseres Herrn, möge der Name Jesu Christi verherrlicht werden. Schlagen wir auf: der Brief des Apostel Paulus an die Kolosser, Kapitel 2, und lasst uns lesen die Verse 6 bis 15. Kolosserbrief, Kapitel zwei, die Verse sechs bis fünfzehn:
„Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen hat, so wandelt in ihm. Gewurzelt und aufgebaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung. Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und Lehrenbetrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgemäß. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes in der Beschneidung des Christus. Mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Und euch, die ihr Tod ward in den Vergehungen und in dem Unbestimmtensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den Entsatzung bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte. Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.“
Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, unser Mund ist wahrlich voller Jubel. Unser Herz ist so froh, wenn wir darüber nachsinnen dürfen, dass du uns in Christus Jesus erlöst hast und für ewig erkauft hast. Wenn wir darüber singen, wie weder Todesmacht noch Satans Mann, noch irgendeine andere Macht uns aus deiner Hand reißen kann und uns von deinem Sohn trennen kann. Vater, wir möchten niederfallen und dich anbeten für dieses Werk, das du vollbracht hast. Wie eng du uns mit Christus eins gemacht hast, sodass kein Blatt mehr zwischen uns und ihm hineinpasst. Dass wir überhaupt gar nicht mehr – weder durch unser eigenes Tun noch durch das Tun irgendeines anderen Wesens oder einer anderen Kraft – von diesem Christus, mit dem wir eins gemacht worden sind… wir können nicht mehr getrennt werden. Und dafür danken wir dir, dafür beten wir dich an.
Vater, wir danken dir, dass du uns so mit Christus vereint hast, dass er uns eine neue Natur geschenkt hat, uns zu einer neuen Schöpfung gemacht hat, sodass das Alte vergangen ist und Neues geworden ist. Du hast uns beschnitten in unseren Herzen. Hast das alte steinerne Herz hinweggenommen, uns uns ein neues Fleisch an das Herz gegeben – ein Herz, das Dich liebt, das sich nach dir und deinem Gesetz sehnt und nach Gehorsam und Heiligung strebt. Das war dein Werk, dein Wunder, das du allein vollbracht hast. Und dafür danken wir dir.
Vater, ich bitte dich, dass wenn wir uns jetzt deinem Text widmen und diesem Abschnitt widmen, dass du uns alle segnest und uns die Aufmerksamkeit und die Achtsamkeit schenkst zu lernen, was du in Christus für uns vollbracht hast. Wie genugsam, wie reichlich all das Werk ist, das du in Christus bereits vollbracht hast. Möge uns doch mehr und mehr bewusst werden, dass wir nirgendwo anders hin müssen, keine andere Quelle suchen müssen, weil alles in Christus genug sam ist. Weil er genugsam ist. Lehre uns das auch durch die heutige Verkündigung. Verherrliche dich durch die Worte, leite mich und wirke durch diese Worte, durch deine Worte in den Herzen der Zuhörer. Mögest du verherrlicht werden in allem. Im Namen Jesu Christi. Amen.
Setzt euch gerne. Ich habe vor kurzem meine Illustration gehört, wo ich da auch an einen meiner Arbeitskollegen denken musste, der kürzlich sein Baby bekommen hat. Die in der Gebetsstunde wissen auch davon, wir haben dafür gebetet.
Vor circa eineinhalb Wochen hat mein Kollege sein Kind – erstes Kind – auf die Welt gekommen. Und woran mich diese Illustration erinnert hat, ist, als der Kollege mir davon erzählt hat, dass seine Frau schwanger geworden ist, und als die ersten Untersuchungen stattgefunden haben, hat er mir ein Bild vom Ultraschall geschickt. Ja, das ist ganz typisch, dass man dieses Bild vom Ultraschall zeigt oder versendet. Ich muss ehrlich sagen, ich bin mit Ultraschall-Bildern nicht besonders; ich kann da nicht sehr viel erkennen, leider. Ich bin mir sicher, viele von euch können das besser. Aber das ist etwas, was man gerne teilt, dieses Ultraschall-Bild – das erste, wo eben etwas vom Kind zu sehen ist.
Jetzt, wo das Kind aber geboren ist, sendet er mir natürlich und teilt mit mir Bilder vom Baby selbst. Es wäre verrückt, wenn er mir nach der Geburt immer noch Bilder des Ultraschalls zeigen würde. Jetzt, wo das Baby da ist, braucht man das Ultraschallbild nicht mehr, denn das Baby, das ich… das dort – ja, im Ultraschall in einer nicht so klaren Form, wo man nur lediglich so die Formen und die Gestalten erkennen konnte – so war es im Ultraschall zu erkennen. Jetzt ist aber das Baby selbst da. Jetzt braucht es nicht dieses unklare Bild, Ultraschall-Bild vom Baby. Jetzt ist das Reale da. Das Baby selbst ist da. Ich kann es sehen. Ich kann die Bilder davon sehen, seine Hände und Füße und das Gesicht. Und es wäre wahnsinnig, jetzt noch das Ultraschallbild, sich darauf zu fokussieren, das zu teilen. Denn das Baby ist ja da.
In dem Text, den wir uns heute anschauen, oder zumindest beginnen, uns heute anzuschauen, geht es teilweise auch um dieses selbe Prinzip. Wir haben nämlich im Alten Bund einen Schatten von Dingen bekommen, ein Abbild von einer Realität, das lediglich ein Schatten, eine nicht eindeutige bzw. eine nicht klare Form von dem war, worauf es eigentlich zeigen sollte. Wir werden uns heute mit der Beschneidung beschäftigen, die hier in diesem Text erwähnt ist. Wenn wir die Beschneidung hören, dann denken wir an die alttestamentliche Beschneidung, wie das männliche Kind des israelitischen Nachkommens am achten Tag an der Vorhaut beschnitten werden sollte.
Wir werden heute aber sehen, und in diesem Text sehen, dass diese Beschneidung lediglich ein Schatten war. Lediglich ein Abbild von einer Realität, auf die diese Beschneidung zeigen sollte. Denn wir werden heute im Text sehen: die Beschneidung, die in Christus geschehen ist. Dass die Beschneidung, die die wahre Realität von dem ist, worauf die physische Beschneidung – die Beschneidung des Alten Bundes – lediglich hingewiesen hat, als Abbild und als Schatten. Wir werden heute sehen, wie der Gläubige in Christus beschnitten ist. Und wie Paulus das Reale betont, auch eben im Kontrast zum Schatten, im Kontrast zum Sogenannten – um sozusagen – des Ultraschallbildes. Und wir werden sehen, dass es ähnlich wie beim Baby wahnsinnig wäre, keinen Sinn machen würde, wenn wir immer noch uns auf den Schatten fokussieren und den Schatten vorhalten, während doch eine viel tiefere Realität innerlich in Christus geschehen ist.
Wir haben gesehen, und das begleitet uns durch diesen ganzen Brief, und jetzt gerade, wo wir uns diesem Herzabschnitt – dieses Herz dieses Briefes – and these wichtigen abschnittens comes, where Paulus the Irrlehre, that he’s in Colosse eingeschlichen hat, adressiert. Kurze Wiederholung: Es geht um eine Mischung zwischen heidnischer Philosophie und jüdischer Gesetzlichkeit. Eine Irrlehre, die sagt, dass Jesus allein nicht genug ist, sondern dass man Engel anbeten muss, dass man Visionen haben muss, dass man jüdische zeremonielle Gesetze wie den Sabbat und Speisegesetze und – wie wir heute sehen – auch Beschneidung befolgen muss, um wahre Geistlichkeit zu erreichen.
Paulus warnt in diesem Brief vor dieser Irrlehre. Er adressiert sie und betont die Erhabenheit und die Genugsamkeit von Jesus Christus. Vergangene Woche oder in den vergangenen Wochen haben wir zwei Befehle gesehen.
Er, der erste Befehl, ein quasi positiver Befehl, war: Wandelt in Christus, so wie ihr ihn empfangen habt. Vergangene Woche haben wir uns mit einem zweiten Befehl beschäftigt, eher negativ in dem Sinne, dass er ein Befehl ist, der sagt: Hütet euch vor leerer Menschenweisheit. Paulus sagt: Hüte dich für all dem, was ich weg von Christus gefangen nehmen will. All dieser leere Betrug, sei es Philosophie, seien es andere Religionen, seien es irgendwelche Denkweisen oder Weltanschauungen, die dich weg von Christus ziehen möchten. Hüte dich vor allem, fliehe von diesem Ding. Wieso? Weil sie nach den Überlieferungen der Menschen sind, weil sie dich unter diese Elemente der Welt wieder versklaven will, unter die Gesetze und Gebote, und weil sie nicht christusgemäß sind.
Wir haben gesehen, das ist quasi die zusammengefasste Begründung, wieso wir Lehre, Philosophie ablehnen. Ein Wort. Wieso wir das ablehnen, in einem Wort zusammengefasst: Wir lehnen es ab wegen Christus. Er ist der Grund, wieso wir all diese Lehre, leere Menschenweisheit ablehnen. Sei es Gesetzlosigkeit, sei es Gesetzlichkeit; wir lehnen beides ab. Denn in Christus – denn Christus ist genug. Vergangene Woche haben wir quasi gesehen, Paulus begründet die Ablehnung dieser leeren Menschenweisheiten mit der Person Jesu Christi, mit der Genugsamkeit der Person Jesu Christi. Wir haben gesehen: Christus ist über alles erhaben und genugsam. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Vollkommene, vollständige Gottheit, ohne Mangel und ohne Fehl wohnt im Menschen, im Gottmenschen Jesus Christus. Und weil er so voll ist, so vollkommen ist, sozusagen aus seiner Fülle dürfen wir schöpfen, denn wir sind in ihm zur Fülle gebracht. Auch in unserem Zustand gibt es keinen Mangel, nichts, das fehlt, denn in Christus sind wir vollendet. Alles zum Leben und zur Gottseligkeit ist uns geschenkt in Christus. Wir haben gesehen, auch er ist erhaben über alle Mächte und Gewalten. Kein Engel, kein Dämon, keine – nichts anderes steht höher als Christus. Wieso lehnen wir also leere Menschenweisheit und betrügerische Philosophien ab? Wegen Christus und wegen der Genugsamkeit seiner Person, weil er ausreichend ist. Du brauchst nicht mehr als Christus, und es gibt auch nicht mehr. Es gibt nicht mehr als Christus, denn die Fülle seiner Person ist genugsam.
Damit haben wir uns vergangene Woche beschäftigt. Nachdem Paulus also jetzt einmal den Gegläubigen aufgefordert hat und gesagt hat: „Wandle in Christus, wie du ihn empfangen hast“, und auf der anderen Seite sagt: „Hüte dich vor diesen leeren Philosophien“, führt er nun weiter aus – das ist jetzt die Fortsetzung seiner Argumentation –, wieso wir diese leere Menschenweisheit verwerfen. Er hat in den Versen 9 bis 10 (damit haben wir uns vergangene Woche beschäftigt) gesagt: Wegen der Genugsamkeit der Person Jesu Christi verwerfen wir diese leere Menschenweisheit. In seiner Fülle brauchen wir diese nicht, denn er ist vollkommen und über allem erhaben. Und in den Versen 11 bis 15 geht diese Argumentation weiter. Wieso lehnen wir Lehre, Menschenweisheit ab? Nicht nur wegen der Genugsamkeit der Person Jesu Christi, sondern auch der Genugsamkeit seines Werkes. Seine Person und die Fülle seiner Person ist ausreichend, und sein Werk, das Heilswerk Jesu Christi, ist genugsam, ausreichend. Deswegen lehnen wir das ab.
Und daher ist der Titel der heutigen Predigt – und wir werden uns heute nur einen Vers anschauen – der Titel der heutigen und der folgenden Predigten wird sein: Die Genugsamkeit des Werkes Christi. Die Genugsamkeit des Werkes Christi, heute Teil 1. Denn in diesem Text, in diesem Abschnitt werden wir die verschiedenen Gründe sehen, die Paulus anbringt, wieso wir diese leere Menschenweisheit ablehnen. Wir haben vergangene Woche gesehen: die Genugsamkeit seiner Person. Wir werden sie heute und in den folgenden Wochen sehen: die Genugsamkeit seines Werkes. Und heute werden wir uns… Und wir werden die verschiedenen Aspekte seines Heilswerkes anschauen.
Und heute werden wir uns nur mit dem ersten Aspekt beschäftigen: die Genugsamkeit der geistlichen Beschneidung. Die Genugsamkeit der geistlichen Beschneidung. Lasst uns beginnen im Vers 11: „In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes in der Beschneidung des Christus.“
Paulus fährt also seine Argumentation, geht hier weiter. Christus, die Fülle seiner Person ist genug, deswegen lehnen wir und hüten wir uns vor diesen leeren Philosophien. Und weiter geht es: In Christus sind wir beschnitten worden mit einer Beschneidung. „In ihm“ heißt also natürlich: in Christus. Das „ihm“ in diesem Satz ist der Christus, der, der uns in Vers 8 wörtlich nochmal eben erwähnt wurde, wo es heißt, dass diese leere Philosophie nicht christusgemäß ist. Denn „in ihm“ geht in Vers 9 weiter und hier wieder in Vers 11, „in ihm“, also in Christus.
Und wenn wir von diesem Christus reden, wenn wir den unmittelbaren Zusammenhang nehmen, ist das nicht einfach nur Christus. Sondern es ist der Christus, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt. In diesem Christus sind wir beschnitten worden. Es ist der Christus, in dem wir zur Fülle gebracht sind. In diesem Christus sind wir beschnitten worden. Es ist der Christus, der das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht ist. In diesem Christus bist du beschnitten worden. Das ist das „ihm“, wovon hier die Rede ist.
Vor allem, wenn wir die Verse 9 bis 10, diesen unmittelbaren Zusammenhang nehmen – diesen makellosen Christus, diesen vollkommenen Christus, diesen erhabenen Christus –, in ihm, in der Einheit mit ihm. Christus und in der Einheit mit Christus, das ist die Sphäre, wo diese Aktivitäten geschehen. In ihm, in der Einheit mit ihm. Nur der, der eins mit diesem erhabenen und genugsamen Christus ist, nur der eins mit diesem Christus ist, über den sind diese Dinge, die hier beschrieben werden, sind wahr.
Er redet hier von: „In ihm seid ihr auch beschnitten worden.“ Beschnitten worden – das Wort, das hier verwendet wird, ist das typische neutestamentliche Wort für Beschneidung, die wir ursprünglich aus dem Alten Testament natürlich kennen. Wenn wir in das Alte Testament schauen, lesen wir in Genesis Kapitel 17, die Verse 9 bis 11, wie Gott mit Abraham den Bund schließt, dessen Zeichen die Beschneidung ist.
Genesis Kapitel 17, die Verse 9 bis 11. Dort lesen wir, Genesis 17, 9 bis 11: „Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen. Dies ist mein Mund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir. Alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden, und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden. Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.“
Wir sehen also die Beschneidung, die wir im Alten Testament in der – äh – beschrieben bekommen und hier sehen, ist das Zeichen des Bundes zwischen Gott und Abraham und den Nachkommen Abrahams, dem Volk, das aus Abraham entsteht. Es war ein Zeichen, das das Volk Israel, die Nachkommen Abrahams, mit den restlichen Nationen auf der Welt unterschieden hat. Es war ein Zeichen, das ausgedrückt hat, dass die Nachkommen Abrahams, dass das Volk Israel für Gott abgesondert sind. Es war ein Zeichen ihrer Heiligung für Gott im Unterschied zu den restlichen Nationen.
Wir sehen auch im Gesetz Moses, dass es geboten wird, in 3. Mose Kapitel 12. Und wir sehen auch Jesus, der natürlich das ganze Gesetz erfüllt hat an unserer Stelle. Auch er wurde beschnitten. Das sehen wir in Lukas Kapitel 2. Und damit haben wir uns in der Auslegung von Lukas auch beschäftigt. Das ist also die Beschneidung, die wir aus dem Alten Testament, die uns wahrscheinlich als erstes einfällt, wenn wir vom Beschneiden reden. Wir können uns denken, dass die Irrenlehre in Kolosse Elemente beinhaltet hat, die Beschneidung für Heil und wahre Geistlichkeit forderten.
Wir haben ja gesehen, und wir sehen auch hier, weil er weiter sehen im Kapitel 2, dass diese Irrenlehrer gefordert haben, dass man das zeremonielle Gesetz halten soll. Wir lesen später in den Versen 16 von Speise und Trank, Feste und Neumonde und Sabbat. Also diese jüdischen zeremoniellen Aspekte des Gesetzes, auf die wurde anscheinend hingewiesen oder man sollte sie halten laut dieser Irrlehren. Es wurde gesagt: „Berühre nicht, schmecke nicht, betaste nicht.“ Und so wie Paulus hier die Beschneidung heranbringt, können wir uns vorstellen, dass auch das etwas war, was die Irrlehrer in Kolosser gefordert haben. Dass das Teil von wahrer Geistlichkeit, vom Heil auch sein kann, dass man beschnitten werden muss.
Die Forderung der Beschneidung, diese Problematik der Beschneidung, ist etwas, was wir bereits ganz früh in der Geschichte der Gemeinde sehen. Wenn wir zum Beispiel in die Apostelgeschichte schauen, nachdem mehr und mehr aus den Nationen auch gläubig geworden sind, sehen wir, wie dieses Problem der Beschneidung bereits früh in der Geschichte der Gemeinde auftaucht. Lasst uns lesen: Apostelgeschichte, Kapitel 15. Apostelgeschichte, Kapitel 15, ab Vers 1, ein paar ausgewählte Verse. Apostelgeschichte, Kapitel 15, ab Vers 1.
„Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht gerettet werden.“
Wir sehen also: Es kommen Leute aus der Gemeinde in Judäa herab zu den Gemeinden, wo Paulus gedient hat, and sagen: „Wenn ihr nicht beschnitten seid nach der Weise des Mose, könnt ihr nicht gerettet werden.“ Und wir sehen später, and Barnabas nach Jerusalem geschickt, um das mit den Aposteln zu klären. We sehen, dieses Apostelkonzil findet statt. Und in Vers 5 sehen wir wieder: „Einige aber von denen aus der Sekte der Pharisäer, die gläubig waren, traten auf und sagten, man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten.“
Wir sehen also ganz früh, kurz zur Zeit, nachdem es begonnen hat, dass auch Keiden gläubig geworden sind, sehen wir dieses Problem der Beschneidung, wie es aufgetaucht ist in der Gemeinde. Was ist die Antwort der Apostel und später auch des ältesten Jakobus hier auf dieses Problem, das aufgetaucht ist? Wir sehen in den Versen 8 bis 11 folgende Argumentation von Petrus, der ja als erstes den Heiden das Evangelium gebracht hat:
„Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab, wie auch uns. Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben ihre Herzen reinigte. Nun denn, was versucht ihr Gott, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten? Vielmehr glauben wir durch die Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise gerettet zu werden, wie auch jene.“
Petrus argumentiert: Die Nationen, die vor meinen Augen gläubig geworden sind, sind ohne Beschneidung gläubig geworden, genauso wie wir. Gott hat keinen Unterschied zwischen ihnen und uns gemacht. Weil sie unbeschnitten waren? Nein, sie sind genauso wie wir gerettet worden. Genauso haben sie den Heiligen Geist empfangen wie auch wir.
And here we should where it is. Petrus sagt hier, dass die Herzen gereinigt werden müssen und gereinigt worden sind von den Nationen hier. Etwas, das viel tiefer geht als diese oberflächliche physische Beschneidung, sondern es geht um die Reinigung des Herzens, die demonstriert worden ist bei den unbeschnittenen Nationen.
Wir sehen also, dieses Problem ist früh aufgetaucht und das Problem hat auch einige Gemeinden begleitet, leider. Wir sehen das auch in der Gemeinde in Galata war die Beschneidung ein Problem. In dem Rahmen dieser Gesetzlichkeit, des Problems der Gesetzlichkeit, das dort aufgetaucht ist. Und Paulus adressiert es direkt, zum Beispiel sagt er ganz deutlich in Galater, Kapitel 5, Vers 6. Galater, Kapitel 5, Vers 6.
Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnitten-Sein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube. Also weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit hat in Christus irgendeine Kraft, sondern das, was zählt, ist der durch Liebe wirksame Glaube.
Auch in 1. Korinther Kapitel 7, Vers 19 macht Paulus unmissverständlich klar: „1. Korinther 7, Vers 19: Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts. Sondern das Halten der Gebote Gottes.“ Ja, deutlicher geht es kaum: Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes.
Wenn also Paulus jetzt hier im Kolosser Kapitel 2, Vers 11 davon redet, dass wir in Christus beschnitten worden sind, redet er offensichtlich nicht. Sondern Paulus redet here from einer Beschneidung, die anders ist, die in Christus geschehen ist. Und diese Beschneidung hat die folgenden drei Eigenschaften. Das sehen wir in den Versen 11. Drei Eigenschaften der Beschneidung, die in Christus geschehen ist: Erstens, die Beschneidung ist nicht mit Händen geschehen. Zweitens, die Beschneidung ist dem Ausziehen des fleischlichen Leibes geschehen. Und drittens, die Beschneidung ist durch Christus geschehen. Drei Eigenschaften dieser Beschneidung in Christus. Und wie wir sehen werden, werden wir daran auch die Genugsamkeit dieser geistlichen Beschneidung erkennen.
Beginnen wir mit der ersten Eigenschaft dieser Beschneidung. Erstens: Die Beschneidung ist nicht mit Händen geschehen. Das sagt der Vers ja ganz deutlich hier: „In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung.“ Mit was für einer Beschneidung? „Die nicht mit Händen geschehen ist.“ Das erste hier beschriebene Merkmal oder die Eigenschaft dieser Beschneidung ist in Christus ist, dass sie nicht mit Händen geschehen ist.
„Nicht mit Händen geschehen“ ist sehr wörtlich, können wir sehr wörtlich und deutlich verstehen. Im Griechischen ist das die Verneinung – ihr kennt das im Griechischen, wenn eine Verneinung ist, dieses „A“ vorne steht. Ist das die Verneinung von dem „mit Händen geschehen“? Also, wie es hier auch direkt übersetzt ist oder schön übersetzt ist: nicht mit Händen geschehen.
Es wird verwendet, um zum Beispiel, wenn wir jetzt das Wort „Mithentengeschehen“ anschauen in der Schrift, um Werke zu beschreiben, physische Werke zu beschreiben. We zum Beispiel an Tempel in contrast to geistlich. When also mit Handy geschehen is, is this physical that not too. Was geistlich ist.
Ja, zum Beispiel in Apostelschichte Kapitel 7, Verse 47 bis 48. Apostelschichte Kapitel 7, 47 bis 48, wir sehen die Rede des Stephanos, wo er sagt: „Salomo aber baute ihm ein Haus. Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht.“ Salomo baute Gott den Tempel. Er baute Gott ein Haus, ein physisches Haus, ein mit Händen gemachtes Haus.
Stephanus betont hier, und eigentlich wiederholt er die Worte, die wir auch in Jesaja, im Propheten Jesaja finden, wo es dann heißt: „Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind.“ Ja, in Jesaja geht es weiter, denn der Himmel ist sein Thron und die Erde ist der Schemel seiner Füße. Dieser Gott, der Geist ist, wohnt nicht in physischen Gebäuden, nicht in Händen gemachten Tempeln – der Höchste. Geht weit über das Physische hinaus. Ist viel größer und viel umfassender, viel größer und viel erhabener, als es so ein physisch gebautes Haus sein kann.
Wir sehen also: mit Händen gemacht, physisch. Im Kontrast dazu haben wir Gott, den Höchsten, für den der Himmel sein Thron ist und die Erde der Schemel seiner Füße ist, der Geist ist. Im Hebräerbrief haben wir oft diese Formulierung „mit Händen geschehen“ bzw. „nicht mit Händen geschehen“, weil der Hebräerbrief natürlich den alten und den neuen Bund sehr oft an vielen Stellen miteinander vergleicht. Der alte Bund, der viele Dinge mit Händen geschehen hat, wohl viele Dinge mit Händen geschehen sind; im neuen Bund aber viele Dinge eben nicht. Mit Händen geschält.
Während im Alten Bund – im Hebräerbrief sehen wir es immer wieder – viele Dinge in physische Natur waren, die ein Schatten waren und Bilder waren auf die Realität, ist im Neuen Bund die Dinge geistlicher Natur. Ein Beispiel nur – wie gesagt, im Hebräerbrief findet man das oft – ein Beispiel nur: Hebräer Kapitel 9, Vers 11.
Hebräer 9, Vers 11: „Christus aber ist gekommen als Hohepriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist.“ Christus, ja, der bessere, höhere Hohepriester, der finale Hohepriester, ist der Hohepriester der zukünftigen Dinge. Is durch das größere und vollkommene Zelt, das nicht mit Händen gemacht is. In contrast zu dem Zelt, das mit Händen gemacht was. Das physische Zelt der Begegnung, that in Exodus ja gebaut worden is, with all these instructionen. Das war das physische Zelt, das war das Zelt, das mit Händen gemacht worden ist. Im Hebräerbrief woanders heißt es: die Hütte, die mit Händen gemacht worden ist.
Christus ist aber durch das Zelt gekommen, das nicht mit Händen gemacht ist. Das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist. Wenn also etwas nicht mit Händen gemacht ist, wenn etwas nicht durch Hände geschehen ist, dann steht es im Kontrast zu Dingen, die physischer Natur sind – die physischer Natur sind, denn das, was nicht mit Händen gemacht ist, ist geistlicher Natur. Wenn also Paulus hier sagt, eine Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, geht es um eine Beschneidung, die nicht physischer Natur ist, sondern geistlicher Natur ist.
Im Epheserbrief, Kapitel 11 und 12, haben wir das auch konkret in Bezug auf die Beschneidung – Kapitel 2, 11 bis 12. Epheser 2, 11 bis 12: „Deshalb denkt daran, dass ihr einst aus den Nationen dem Fleisch nach, Unbeschnittener genannt von der sogenannten Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht, zu jener Zeit ohne Christus waren, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsicht der Bündnisse der Verheißung. Und ihr had keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“
Wir waren unbeschnittene, wir wurden Unbeschnittene genannt von der sogenannten Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht. This is also the physical Beschneidung, die wir in Genesis 17 gesehen haben, die in 3. Mose 12 geboten worden ist, die mit Hemden geschieht. Das ist die physische Beschneidung der Vorhaut. Im Kontrast zu Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht, aus Efässer, haben wir hier Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist. Also eine Beschneidung, die… die geistiger Natur war. Eine Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht.
Und dieses Konzept einer geistlichen Beschneidung ist nicht neu im Neuen Testament. Sie ist dem Alten Testament nicht fremd. Wir haben im Alten Testament – sehen wir bereits – dass die mit Händen geschehene Beschneidung, also die physische Beschneidung, bereits verwendet wurde als ein Symbol und als ein Symbol für die geistliche Beschneidung, die innerlich geschieht, die auch hier beschrieben wird.
Wir haben bereits im Alten Testament gesehen – und damals, einige von euch waren noch nicht da, aber die, die da waren, könnt ihr euch vielleicht an die Auslegung von Lukas Kapitel 2 erinnern, als wir die Beschneidung Jesu angeschaut haben. Und da haben wir uns beschäftigt, dass wenn man sich die Beschneidung und die Beschneidungsgebote anschaut, vor allem das Kapitel 12 des Dritten Buches Mose. Ja, ist ein kurzes Kapitel. Ihr könnt es gerne mal dieses ganze Kapitel nochmal durchlesen. Da geht es auch um die Reinigung der Frau nach der Geburt, wie lange sie unrein ist bei der Geburt eines Sohnes, bei der Geburt einer Tochter und welche Opfer dann gebracht werden müssen nach der Geburt eines Kindes. Und wir haben damals schon gesehen in der Betrachtung von Lukas 2, dass die Beschneidung und auch dieser ganze Zusammenhang mit der Reinigung der Frau und ihrer Unreinheit eine Illustration für die Sündhaftigkeit des Menschen war.
…und der Notwendigkeit der Reinigung. Denn wieso muss eine Frau Opfer darbringen? Wieso ist sie unrein, wenn sie ein neues Leben in die Welt gebracht hat? Es war ein Symbol, es war ein Hinweis darauf für die Sündhaftigkeit des Menschen. Denn wenn ein neues Kind auf die Welt gekommen ist, ist auch ein neuer Sünde auf die Welt gekommen – ein in Adam gefallener, der Sünde versklavter Mensch, der, wie David es in Psalm 51 ausgedrückt hat: „In Schuld bin ich geboren.“ Und wie er in Schuld geboren ist.
Und wir sehen die zeremoniellen Gesetze aus 3. Mose, Kapitel 12, wie sie ein Hinweis auf diese Sündhaftigkeit sind, wie sie darauf hinweisen, dass Reinigung notwendig ist, bereits von Geburt des Kindes an. Denn ein Sünder, ein in Adam gefallener, ist auf diese Welt gekommen. Wie die Tage der Reinigung der Mutter, so deutet auch die Beschneidung des männlichen Nachkommens, dass er, wenn ein Kind geboren ist, ein weiterer Sünder auf die Welt gekommen ist, der Sühnung braucht und der Reinigung braucht. Aber nicht nur dort sehen wir, dass die physische Beschneidung bereits ein Hinweis und ein Symbol auf tiefere geistliche Realität war, sondern wir sehen das durch das ganze Alte Testament. Es gibt so viele Beispiele, wir werden einige lesen. Ihr müsst die Stellen nicht aufschlagen, weil es einige sind und wir schneller durchgehen, aber schreibt euch gerne die Stellen auf.
3. Mose, Kapitel 26, Vers 41. 3. Mose 26, Vers 41. In dem Kapitel 26 geht es um den Segen und Fluch des Volkes Israel: der Segen, wenn sie gehorchen; der Fluch, wenn sie ungehorsam sind. Dort heißt es in Vers 41, wenn das Volk Israel dann Buße tut, nachdem all der Fluch über sie gekommen ist, dann heißt es (3. Mose 26, 41): „Ich meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer Feinde bringen. Ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demütigt und sie endlich ihre Schuld bezahlen.“
Wir sehen, Gott redet hier davon. Ja, in diesem Zusammenhang, wenn das Volk Israel Buße tut, nachdem all der Fluch auf sie gekommen ist, und redet davon, ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demütigt. Wir sehen also bereits hier im dritten Buch Mose: Gott verwendet die Beschneidung als Illustration für etwas Innerliches, für etwas Tieferes, nämlich die Beschneidung des Herzens. Hier geht es konkret: Sehen wir, dass sich das Herz demütigt. Es geht um Buße in diesem Zusammenhang.
In 5. Mose, Kapitel 10, Vers 16. 5. Mose, Kapitel 10, Vers 16. Heißt es: „So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr.“ Auch hier: „Beschneidet die Vorhaut eures Herzens.“ Darum geht es Gott hier. Euer Herz muss sich ändern. Es geht in diesem Zusammenhang auch wieder darum, sich zu demütigen, Gott zu demütigen, Buße zu tun. „Verhärtet“, und genau wir sehen es auch, „verhärtet eure Nacken nicht mehr.“ Ja, es geht natürlich nicht um den physischen Nacken und die Verhärtung des physischen Nackens. Nein, es ist eine Illustration für Herzenshertigkeit, für die Weigerung, Buße zu tun und sich zu demütigen. Und genauso geht es hier um: „Beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens.“ Es geht um Veränderung des Herzens. Es geht um Umkehr und Buße.
5. Mose, Kapitel 30, Vers 6 auch wieder. Segen und Fluch werden beschrieben. Und nachdem all der Fluch über das Volk gekommen ist, heißt es in Kapitel 30, Vers 6 (in 3. Mose wurde es quasi als Frage, ob sie endlich ihr unbeschnitztes Herz demütigen): Hier ist es eine Verheißung Gottes. Gott verheißt und sagt: „Mose, dieses Volk wird von mir sich abkehren, ich werde es bestrafen und all den Fluch auf das Volk kommen lassen, das ich hier dir gegeben habe.“ Aber danach verheiße ich diesem Volk, 5. Mose 30, Vers 6: „Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden. Damit du den Herrn, deinen Gott, liebst, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dass du am Leben bleibst.“ Seht ihr auch hier die Veränderung zu 3.
Mose? Ob sich ihr Herz, unbeschnittenes Herz, demütig – hier verheißt Gott: „Ich werde euer Herz beschneiden. Damit ihr mich von ganzem Herzen liebt.“ Seht ihr die Beschneidung des Herzens als eine tiefere geistliche Realität, das das Herz befähigt, Gott ganz zu lieben? Eine innere Veränderung. Davon ist hier die Rede.
Jeremia 4,4: Gott sagt: „Beschneidet für euch für den Herrn.“ Jeremia 4,4. In Jeremia 9,25, im B-Teil heißt es: „Denn alle Nationen sind unbeschnitten, und das ganze Haus Israel hat ein unbeschnittenes Herz.“ Alle Nationen sind unbeschnitten – das könnte physisch oder geistlich zu verstehen sein, theoretisch. Dann wird noch hinzugefügt: „und das ganze Haus Israel hat ein unbeschnittenes Herz.“ Ja, das Haus Israel ist an der Vorhaut physisch beschnitten. Aber ihr Herz ist unbeschnitten, genauso wie die Nationen unbeschnitten sind.
Wir sehen auch im Neuen Testament, wie diese Überwendung ins Neue Testament getragen wird. Wieder der Stephanus. In seiner Rede, Apostelgeschichte 7,51. Apostelgeschichte 7,51, dort heißt es – jetzt habe ich in meinen Notizen denselben Vers von oben kopiert, deswegen muss ich den nochmal kurz aufschlagen – Apostelgeschichte, Kapitel 7, 51: „Ihr Halstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr.“
Kurzer Seitenkommentar (das ist jetzt nicht so wichtig, aber seht ihr, wie die Sprache von Stephanus vom Wort Gottes geprägt ist?): „Ihr Halstarrigen und unbeschnittenen Herz und Ohren.“ Genau das hat doch gesehen, da haben wir doch zum Beispiel in 5. Mose 10,16 geschrieben: „Beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet eure Nacken nicht mehr.“ Seht ihr, wie erfüllt Stephanus vom Wort Gottes war, dass wenn er geredet hat, sein Wort das Wort Gottes war? Seine Worte waren so vom Wort Gottes erfüllt.
Er sagt: „Ihr Halsstarrigen“ – wieder die Weigerung, Buße zu tun, die Herzenshärtigkeit. Halsstarrigkeit und dann: „Unbeschnittenen an Herz und Ohren.“ Ihr Herz, ihre Ohren sind unbeschnitten. Sie hören nicht, sie widerstreben dem Heiligen Geist, sie weigern sich, Buße zu tun, sie weigern sich, Gott unterzuordnen.
Wir sehen, in der ganzen Rede geht es darum, wie das Volk sich den Gott eingesetzten Anführern nicht unterordnet und letzten Endes auch Jesus nicht untergeordnet hat. Er sagt: „Unbeschnitten an dein Herz und Ohren.“ Sie waren alle beschnitten am Fleisch, aber ihre Herzen, ihre Ohren waren unbeschnitten – waren unverändert, fern von Gott.
Und wir haben in der Lesung vorhin gehabt: Römer Kapitel 2, 28 bis 29. Auch das ist, wie gesagt, aus dem Alten Testament heraus. Es ist kein neues Konzept, diese geistliche Beschneidung. Römer 2, 28 bis 29: „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch ist die äußerliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung, sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist. Und Beschneidung ist die des Herzens im Geist, nicht im Buchstaben. Sein Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.“
Was macht einen wahren Juden aus laut Paulus hier? Nicht die äußerliche Beschneidung. Die kann jeder machen, die Beschneidung im Buchstaben. Jeder kann dann das Lob von Menschen sozusagen bekommen und sagen, er ist beschnitten, er gehört zu Gott. Äußerlich. Ist das das Merkmal? Aber der ist ein wahrer Jude, der es innerlich ist, der im Herz, im Geist beschnitten ist. Es geht also um eine geistige Beschneidung, eine innerliche Veränderung.
Wir sehen also: Bereits seit dem Alten Testament gibt es das Konzept der inneren geistlichen Beschneidung. Es geht um eine viel tiefer gehende Veränderung als das, was die äußerliche Beschneidung ausmacht. Es geht um Veränderung und Reinigung des Herzens. Auch hier schauen wir, wenn wir in den Kolosserbrief schauen, ein paar Verse später: Vers 13, Kapitel 2, Vers 13, dort heißt es: „Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches.“ Wir sehen hier, wie „Tod in den Vergehungen“ parallel dazu ist, dass man unbeschnitten am Fleisch war.
Und dann heißt es: Tot in Vergehungen, parallel zu unbeschnitten seinem Fleisch, hat er mittlebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Wir waren tot in Vergehungen, unbeschnitten am Fleisch. Und das wurde nicht gelöst, indem wir am Fleisch beschnitten worden sind, sondern mit dem Lebendigmachen in Christus und dem Vergeben unserer Sünden.
So wie Unbeschnittenheit — also ein Bild auf geistlichen Todes und Ferne von Gott, wie wir es in der Fässer gesehen haben: War auch bereits die physische Beschneidung ein Bild auf geistliche Auferweckung und geistliche Erneuerung? Wir sehen also die erste Eigenschaft dieser Beschneidung: Sie ist nicht mit Händen geschehen. Sie ist von geistlicher Natur. Ein Konzept that aus dem Alten Testament gab, also in dem Sinne nichts Neues is, and where es um innere Veränderung andering geht.
Was genau passiert bei dieser geistlichen Beschneidung? Wir sehen die zweite Eigenschaft. Zweitens: Sondern im Ausziehen des fleichlichen Leibes. Also hier ist der Kontrast: Wir haben die Beschneidung negativ — sie geschieht nicht mit Händen, ja, keine physische, nicht physischer Natur — positiv stattdessen: Sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes. Statt der physischen Beschneidung geht es also um das Ausziehen des fleischlichen Leibes.
Und wenn wir das hören — im Ausziehen des fleischlichen Leibes — hört sich das erst einmal wieder sehr physisch an, als würde es sich um etwas Körperliches, Äußerliches gehen. Aber Paulus würde sich ja gerade direkt widersprechen, wenn er gerade sagt: „Es geschieht nicht mit Händen, es ist nicht physischer Natur“ — ach ja, stattdessen geht es aber um etwas der physischen Natur. Nein. Wenn Paulus auch, wenn er Worte verwendet wie „Ausziehen des fleischlichen Leibes“, redet er von geistlichen Realitäten und nicht körperlichen, äußerlichen Prozessen. Geistliche Realität: Das Ausziehen des Fleisches.
Diese Verwendung dieser Begriffe — fleischlich, Fleisch oder Leib und so weiter — dass sie nicht physisch zu verstehen sind, sondern geistlich zu verstehen sein können, sehen wir ganz oft im Neuen Testament, gerade auch im Zusammenhang von den ähnlichen Prinzipien bzw. Konzepten. Dort reden wir auch vom Leib oder vom Fleisch, obwohl nicht vom physischen Leib oder physischen Fleisch die Rede ist.
Römer Kapitel 6, Vers 6. Dort heißt es — Römer Kapitel 6, Vers 6: Da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sein soll, dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Hier haben wir also auch den alten Menschen, der mitgekreuzigt ist, den Leib der Sünde, der abgetan sein soll, dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Und uns bewusst: Es geht hier nicht um den physischen Leib, sondern es geht um geistliche Realitäten: Unsere alte Natur, der alte Mensch, wie er hier genannt wird.
Galater Kapitel 5, Vers 24. Galater Kapitel 5, Vers 24: Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Auch hier haben wir das Fleisch, was natürlich nicht physisch zu verstehen ist. Some as our alter nature to the soundhafte, falling nature, that flesh samt the leadenschaft and begin. This alter that Sunday geliebt had, God gehassed had, that God had, sondern auf seinen eigenen Wegen ging. Wie es in Römer 3 beschrieben wird: Die Natur, die keine Furcht Gottes hatte, die durch und durch verdorben war, diese alte Natur. Das Fleisch mit den Leidenschaften, mit den Begierden wurde gekreuzigt.
Epheser Kapitel 4, dort haben wir es auch, aber lassen wir Epheser 4 aus. Epheser 4, 22 bis 24, falls ihr die Notiz haben wollt: Epheser 4, 22 bis 24. Aber wir sehen dasselbe auch im Kolosserbrief, Kapitel 3, 9 bis 10. Kolosserbrief, Kapitel 3, 9 bis 10: Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den Neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn geschaffen hat, der ihn erschaffen hat. Ihr habt den alten Menschen ausgezogen.
In dem Erfaserbrief heißt es: „ihn abgelegt und einen neuen Menschen angezogen“. Wenn also hier vom Ausziehen des fleischlichen Leibes die Rede ist, geht es nicht um physische Veränderung, sondern der fleichliche Leib beschreibt unsere sündhafte Natur – der alte Mensch, den Leib der Sünde, wie er in diesen Versen eben beschrieben wird. Es ist die Natur eines Menschen ohne Christus, der natürliche Zustand und die natürliche Natur eines Menschen, die völlig verdorben ist und der Sünde unterworfen ist. Das ist der fleischliche Leib, von dem hier im Kolosserbrief die Rede ist.
Und es geht um das Ausziehen des fleischlichen Leibes. Was bedeutet das, das Ausziehen? Das Wort, das hier verwendet wird für „Ausziehen“, kommt nur einmal im Neuen Testament vor. Und laut dem Lexikon ist es folgendermaßen: Es hat zwei Präfixe, und unter der Verwendung zweier Präfixe ist das ein starker Ausdruck für „vollständig von sich wegnehmen“. Also das Ausziehen – das Wort, das hier verwendet wird, ist ein starker Ausdruck für vollständige Wegnahme.
Ja, es ist nicht nur… das heißt, in dieser geistlichen Beschneidung wurde dieses Fleisch, wurde unsere alte, sündhafte Natur vollständig weggenommen. Das passt zu dem, was wir gerade in Römer 6 und Galater 5 gelesen haben: Ja, dass der alte Mensch gekreuzigt worden ist. So überlebt die alte Natur, das Fleisch, nicht diese Veränderung. Während die Irrlehrer in Kolosse sagen: „Wir brauchen die physische Beschneidung, nur das rettet uns oder nur das macht uns wahrlich geistlich“, entgegnet Paulus ihnen: „Du als Gläubiger bist bereits beschnitten.“ Und zwar geistlich, und damit ist deine alte, sündhafte Natur vollständig weggenommen.
Wenn diese innere, sündhafte Natur ausgezogen ist, weggenommen ist vollständig – was möchtest du noch mit der physischen Beschneidung? Wenn das, worauf die physische Beschneidung hingewiesen hat – die geistliche und innere Realität des Tötens und des… und dass der Kreuzigung deines alten Menschen, deiner alten, sündhaften Natur in Christus geschehen ist – was möchtest du denn noch mit der physischen Beschneidung? Was erhoffst du dir damit zu erreichen, dich physisch beschneiden zu lassen, wenn die geistliche Realität, worauf sie hingewiesen hat, die physische Beschneidung, in Christus bereits geschehen ist?
Und wenn wir die Sprache der geistlichen Beschneidung des Herzens durch die Schriften durchsehen – wir haben bereits gesehen: einige Verse, Galater Kapitel 5, Römer Kapitel 6, Erferser 4, Kolosser 3 – dann erkennen wir ganz deutlich, ganz schnell: Es geht um nichts anderes als die Neugeburt, das übernatürliche Werk Gottes, bei dem er den toten Sünder auferweckt und ihm neues Leben sowie eine neue Natur schenkt. Die geistliche Beschneidung ist Inhalt oder betrifft die Neugeburt. Und bei der Neugeburt, bei dieser geistlichen Beschneidung, wird dem Gläubigen nicht nur eine neue Natur dazugestimmt zu erhalten; die neue Natur wird nicht auch krampfhaft einfach nur drüber gestülpt. Nein, die alte Natur wird entfernt, vollständig, und ihm wird eine vollkommen neue Natur geschenkt. Das ist es, wovon wir hier reden.
Was ist die Sprache der Neugeburt, die wir in der Schrift finden? Die wohl uns bekannteste Stelle, die wir sehen, wenn wir über Neugeburt reden, ist Johannes Kapitel 3. Und wenn wir Johannes Kapitel 3 lesen, können wir gleich eigentlich auch zu Jesekel Kapitel 36 gehen, wo wir sehen, was geschieht. Hesekiel Kapitel sechsunddreißig, Abwehr fünfundzwanzig; Hesekiel sechsunddreißig, Abwehr fünfundzwanzig: „Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen und ihr werdet rein sein. Von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben. Und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben, und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.“
Ein neues Herz wird geschenkt, der Geist wird geschenkt, Wasser wird auf einen gesprengt und man wird gereinigt. Aber nicht nur das: Das alte Herz wurde auch weggenommen. Das steinerne Herz wurde weggenommen und ein fleischeres Herz wurde gegeben. Wir sehen also eine vollständige Erneuerung der Natur, eine 180-Grad-Wende. Wir haben vorhin in den Versen in Mose, 3. Mose und 5. Mose, gelesen. Gott davon spricht, dass das Volk doch sich beschneiden lassen soll im Herzen, doch Buße tun soll, doch umkehren soll und dem Herrn gehorchen soll. Und hier sehen wir, dass Gott verheißt: „Ich werde euch verändern. Und werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.“
In 2. Korinther 5,17 lesen wir – 2. Korinther 5,17: „Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; siehe, Neues ist geworden.“ Seht ihr, das Ausziehen des Fleischern des Leibes – das Alte ist vergangen. Es ist weg, es wurde entfernt. Neues ist geworden; eine neue Schöpfung ist da.
Titus Kapitel 3, Vers 5. Titus Kapitel 3, Vers 5: „Er rettete uns nicht aus Werken, die in Gerechtigkeit vollbracht wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“ Es ist die Waschung der Wiedergeburt. Wir haben bereits gesehen, in 3. Mose 12 wird deutlich: Die Beschneidung deutet auf die Sündhaftigkeit hin, deutet darauf hin, dass hier Sühnung, dass hier Waschung und Reinigung und Erneuerung stattfinden muss. Und wir sehen: In der Wiedergeburt sind wir gewaschen worden und durch den Heiligen Geist erneuert worden.
Bei dieser geistlichen Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, wird unsere Natur vollständig erneuert. Das Herz, das Gott gehasst hat, das auf seinen eigenen Wegen ging, Sünde liebte – es wurde hinweggenommen und ein neues Herz wurde uns geschenkt. Ein Herz, das Gott liebt. Ein Herz, das Gott sucht und danach strebt, Gott zu gehorchen, Gottes Willen zu tun. Diese Neugeburt, diese geistliche Beschneidung ist ein zentrales Ereignis im Zeugnis eines jeden Gläubigen. Es ist diese quasi unerklärliche 180-Grad-Wende, die in jedem Zeugnis eines Gläubigen vorhanden sein muss.
Es ist oft nicht, wenn wir uns daran erinnern, ist es oft nicht dieser eine Moment oder dieser eine Tag. Manchmal ist es auch eher eine Phase, wenn wir uns versuchen, daran zu erinnern oder es festzulegen. Aber es gibt diese Zeit oder diesen Moment oder eben diese Zeit, wo ganz klar das Vorher und das Nachher voneinander trennt. Es gab das Vorher, wo das alte Herz noch geherrschte, war, da war, wo die alte Natur noch da war, wo man vielleicht religiös war und dies gemacht hat und das gemacht hat, aber Gott gehasst hat in seinem Herzen. Entweder in Selbstgerechtigkeit und in Gesetzlosigkeit seinen eigenen Wegen gegangen ist, Sünde geliebt hat.
Aber es gab dann dieses übernatürliche Ereignis, diese unerklärliche Wendung: Das, was du vielleicht zum Beispiel von klein auf gehört hast, hat plötzlich angefangen, „Klick“ zu machen. Plötzlich hast du angefangen, das Wort Gottes zu lieben, Gott zu lieben und hattest diesen Sehnsucht nach Gott und danach, nach seinem Willen zu leben. Das ist die Neugeburt, das ist die geistliche Beschneidung, wo der fleischliche Leib ausgezogen worden ist, wo du verändert worden bist und zu einer neuen Schöpfung gemacht worden bist. Wo du gereinigt worden bist und erneuert worden bist.
Das Herz wurde beschnitten, das alte Herz wurde abgeschnitten und entfernt, und ein neues Herz wurde geschenkt. Das ist die geistliche Beschneidung, von der hier die Rede ist. Sie ist nicht mit Händen geschehen. Du erwiders an dieser Stelle vielleicht: „Aber wenn die alte Natur vollständig entfernt wurde – ist ja vollständig entfernt worden ist – warum sündige ich noch? Warum sündige ich noch, wenn die alte Natur doch vollständig entfernt ist?“ Und das ist eine legitime Frage.
Wir müssen verstehen – und wir werden es auch im Laufe der weiteren Verse, es wird uns deutlicher werden, wenn wir auch vom Tod und der Auferstehung und der und der geistlichen Taufe reden: Wir müssen verstehen, dass unsere Natur vollständig erneuert wurde. Es gibt keine zwei Naturen. Eine neue Natur. Und ein neues Herz mit einem neuen Willen und neuen Bestreben geschenkt wurde, wir von der Strafe und auch der Macht der Sünde befreit worden sind.
Sind wir noch in der Gegenwart der Sünde? Wir sind noch nicht von der Gegenwart der Sünde befreit worden. Die alte Herrschaftsstruktur wurde gebrochen. Wir werden es in Römer 6 sehen, auch in der kommenden Woche. Wir müssen und wollen diesem alten Meister der Sünde nicht mehr gehorchen, aber die Aktivität der Sünde ist leider noch da. Die Natur ist weg. Unsere versklavte Natur ist weg. Aber unser – die Aktivität der Sünde ist noch da. Wir befinden uns immer noch in unserem gefallenen Leib.
Und wir müssen verstehen: Bei der Erneuerung deiner Natur geht es nicht darum, dass du nicht mehr sündigen wirst, sondern dass dein innerer Mensch vollkommen erneuert ist, frei von der Macht der Sünde. Befreit worden ist, sodass du als Gläubiger – du kannst zwar noch sündigen, aber du musst nicht mehr sündigen wie früher. Und du willst nicht mehr sündigen wie früher. Das ist deine neue Natur.
Und wir werden sehen, wir werden weiter sehen, wie es danach darum geht; der Befehl ist: Lebe entsprechend deiner Natur. Lebe entsprechend dieser neuen Natur, die nach Gott geschaffen ist. Aber dazu werden wir noch kommen. Wir haben es vorher in Kolosser 3 schon gesehen: Belügt einander nicht! Wieso? Weil ihr den alten Menschen ausgezogen habt und einen neuen Menschen angezogen habt. Leb also entsprechend deiner neuen Natur. Darum geht es dann in der Praxis. Aber in der inneren Natur sind wir bereits eine neue Schöpfung. Und das Alte ist wahrlich vergangen und entfernt worden.
Die dritte Eigenschaft dieser Beschneidung: Sie ist nicht mit Händen geschehen, sie ist geistlicher Natur. Zweitens: Es geht um die vollständige Erneuerung des Herzens, das Vergehen der alten, sündhaften Natur und der Schaffung und Schenkung der neuen Natur. Und drittens: Die Beschneidung ist eine in der Beschneidung des Christus. Die geistliche Beschneidung hat einen Urheber. Es ist Christi Beschneidung. Und er ist es, der diese Beschneidung vollzogen hat. Es ist keine Beschneidung, die ein Mensch vollziehen kann. Daher kann es sich nicht um die physische Beschneidung handeln. Ein weiterer Grund. Sondern Christus ist es, der diese Beschneidung vollzieht, und zwar am Herzen.
Wir haben in den Versen vorher gesehen, dass Gott es ist, der die Neugeburt bewirkt, ja nicht durch unsere eigenen Werke, die wir in Gerechtigkeit verbracht hätten, hat Titus gesagt, sondern von Gott durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, durch die Waschung der Wiedergeburt. Und hier sehen wir in der Beschneidung des Christus. So ist die Beschneidung des Christus. Es ist seine Beschneidung. Er vollzieht sie im inneren Menschen.
Und wiederum: Wer ist dieser Christus, der diese Beschneidung vollzieht? Wenn wir wieder den Zusammenhang nehmen, den unmittelbaren Zusammenhang: Es ist der Christus, in dem die Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt. Es ist der Christus, in dem wir zur Fülle gebracht sind. Es ist der Christus, der das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht ist. Wenn dieser genugsame Christus, wenn dieser erhabene Christus dich an deinem Herzen beschnitten hat, wenn du seine Beschneidung empfangen hast – was möchtest du noch mit der alten physischen Beschneidung?
Die geistliche Beschneidung, die so viel tiefer geht als das Äußere: Sie wurde von dem Herrn der Herren vollzogen und sie erneuert deine Natur vollständig. Die Beschneidung des Alten Mundes war lediglich ein Bild für diese geistliche Realität. Nun aber hat der bessere Mose im besseren Bund die bessere Beschneidung vollbracht an Gläubigen.
Die Realität ist da und seine Beschneidung, die geistliche Beschneidung, ist absolut genug. Lasst uns zum Schluss kommen. Wir haben heute gesehen, dass Paulus seine Argumentation fortsetzt, wieso wir leere Philosophien ablehnen. Alles, was uns von Christus entfernt – wieso lehnen wir sie ab? Wegen Christus. Wegen seiner Person, die Fülle seiner Person, die Genugsamkeit seiner Person. Und wir haben heute begonnen zu sehen, auch, wir lehnen all das ab wegen des genugsamen Werkes Jesu Christi. Das, was er vollbracht hat, das Heilswerk, das er vollzogen hat. Es ist genug. Es ist ausreichend.
Daher, hütet euch vor diesen leeren Philosophien. Paulus sagt, hütet euch vor denen, die euch wieder in die Beschneidung, in die physische, äußerliche Beschneidung ziehen wollen. That was Christmas mit euch verbracht hat, is so viel größer, so viel mehr und ging so viel tiefer als das, was diese Irrlehrer von euch wollen andern. Seine Beschreibung ist eine, die nicht mit Händen geschehen ist. Sie ist geistlicher Natur. Sie ist, und es ist etwas, das aus dem Alten Testament bereits immer wieder angedeutet worden ist. Es geht um etwas Geistliches. Es geht um die innere Veränderung des Menschen.
Er hat euer Fleisch, den fleischlichen Leib, ausgezogen, vollständig entfernt. Er hat diese alte, sündhafte, der Sünde versklavten Natur entfernt. Sie ist gekreuzigt worden mit ihm. Und er hat euch ein neues Herz geschenkt – ein Herz, das Gott liebt, das nach Gott strebt, das Gott gehorchen kann und will. Es ist die Beschneidung, die dieser Christus vollbracht hat, der so erhaben und so eine Fülle hat.
Paulus warnt die Geschwister. Ja, ähnlich wie ich am Anfang erzählt habe: mein Kollege. Wie wahnsinnig wäre es, wenn er jetzt noch das Ultraschirl-Bild teilen würde, diese unklare Form des Kindes, und das Abbild des Kindes teilen würde, wenn das reale Kind doch jetzt bereits zur Welt gekommen ist? Wie wahnsinnig wäre es, sich dann mit dem Abbild und dem Schatten abzugeben und noch daran festzuhalten, wenn die Realität doch bereits da ist, wenn Christus den Gläubigen geistlich beschnitten hat? Und diese geistliche Beschneidung, sie ist genugsam. Du brauchst nicht die äußerliche Beschneidung noch dazu. Du brauchst nicht das zeremonielle Gesetz und die Sabbatte und all das noch dazu, denn Christus hat dich in deiner Natur erneuert.
Was können wir daraus lernen, liebe Geschwister? Erstens: Erfreue dich an der Beschneidung deines Herzens durch Jesus Christus. Liebe Geschwister, wir haben vielleicht nicht die größte Gefahr in unserem Zusammenhang oder in unserem Kontext, dass Leute uns damit verführen, uns physisch beschneiden zu lassen. Aber nee, seht, wir haben uns die letzten Wochen oft damit beschäftigt. Seht die physische Beschneidung oder als Repräsentation vor all alle Philosophien, all Lehrenbetrug der Gesetzlichkeit, die uns unter die Elemente dieser Welt versklaven möchten und sagen: „Das, was Christus mit uns gemacht hat… du brauchst noch dies, du brauchst noch das. Du brauchst noch Heilige,“ wie es die katholische Kirche sagt, „oder den Papst und diese Sakramente, du musst die Checkliste noch erfüllen. Du brauchst noch weltliche Weisheit, Philosophien und Psychologien, um wirklich geistlich zu sein.“
Gerade wenn du – wir haben es vergangene Woche auch gesehen – gerade wenn du frustriert bist und dir Veränderung wünschst, mit deiner Sünde kämpfst und denkst: „Ich brauche einen Trick, ich brauche diese magische Formel, um mich verändern zu lassen“, dann erscheint die Philosophie, dann erscheint Gesetzlichkeit, dann erscheint der leere Betrug so verlockend. Aber ist dir bewusst, dass Christus dich geistlich beschnitten hat, dass er deine Natur vollständig verändert hat, dass die alte Natur gekreuzigt ist? Und du ein neues Leben geschenkt bekommen hast, ein neues Herz mit neuem Willen und neuem Und einer Freiheit in Christus, dass du nun endlich ihm auch gehorchen kannst, nicht mehr der Sünde dienen musst.
Die Sünde in deinem Leben, die in dir wohnende Sünde, wie sie Paulus in Römer 7 nennt, sie schreit noch, sie ruft noch nach dir. Aber Paulus sagt: Halte dich der Sünde für tot, denn in der Natur bist du ihr bereits gestorben. In deiner Stellung bist du bereits dieser Sünde gestorben mit Christus. Wenn du dich also frustriert wirst, wenn die Verführung kommt, probier das – sei es Beschneidung, sei es irgendeine Gesetzlichkeit, sei es weltliche Weisheit oder Philosophie: Entgegne ihr damit, dass du in Christus bereits beschnitten worden bist.
In ihm ist ja alles – und ich wiederhole mich, ich weiß, aber genau darum geht es ja in diesem Text. Alles für Leben und Gott Seligkeit wurde dir bereits in Christus geschenkt. Auch ein neues Herz, das ihm gehorchen kann. Suche nicht woanders. Erfreue dich an dieser Beschneidung deines Herzens durch Jesus Christus. Er hat es vollbracht, du hast dazu nichts beigetragen. Es war ein souveränes und übernatürliches Wunder Gottes, dich zu erneuern, dich zu einer neuen Schöpfung zu machen. Oh, liebe Geschwister, wie sehr dürfen wir uns daran freuen! Wie sehr dürfen wir uns daran festhalten – wir brauchen nicht mehr.
Du brauchst keine. In diesem Zusammenhang bei der geistlichen Beschneidung ist oft von einer geistlichen Herztransplantation die Rede. Dein geistliches Herz wurde transplantiert. Du hast ein neues geistliches Herz bekommen von Christus. Er hat die OP durchgeführt. Es ist die Beschneidung des Christus. Lass dich nicht verführen von menschlichen Ritualen, Gesetzlichkeiten, zeremoniellen Gesetzen oder irgendeinem anderen, anderer weltlichen Menschenweisheit, die dich verführen möchte. In Christus hast du alles, was du brauchst, auch die neue Natur, die dich befähigt, ihm zu gehorchen.
Also erstens: Erfreue dich an der Beschneidung deines Herzens. Zweitens: Wandle entsprechend deiner neuen beschnittenen Natur. Wir werden uns damit weiter näher beschäftigen, vor allem auch in Kapitel 3 und fortlaufend. Aber das ist doch der Befehl des Neuen Testaments. Was haben wir vor einigen Wochen gesehen? Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn empfangen habt, so wandelt wir in ihm.
Wie haben wir Christus Jesus empfangen? Wir haben ihn als den empfangen, der uns geistlich beschnitten hat, mit dem wir gekreuzigt worden sind der Sünde, der uns ein neues Leben geschenkt hat, der diese alte, sündhafte Natur entfernt hat. So haben wir Christus empfangen. Wie du nun also Christus empfangen hast, so wandle in ihm. Halte dich der Sünde für tot. Du musst ihr nicht mehr gehorchen. Sie hat keine Macht mehr über dich.
Was im Umkehrschluss bedeutet, lieber Bruder, liebe Schwester: Du hast keine Ausrede. Du kannst nicht sagen: „Oh, die Sünde ist… sie ist zu mächtig, oh, die Versuchung, sie ist zu stark, ich kann ihr nicht widerstehen.“ Doch, du kannst! Du kannst, denn Christus hat dich geistlich beschnitten. Er hat dieses Fleisch, diese alte Natur vollständig entfernt. Du kannst widerstehen. Du kannst gehorchen. Du hast keine Ausrede. So lebe! Lebe entsprechend deiner Natur. Lebe entsprechend dessen, dass Christus dich beschnitten hat am Herzen. Denn du kannst.
Drittens an den Ungläubigen: Flehe den Herrn Jesus an, dein Herz zu beschneiden. Die Beschneidung des Herzens, die kannst du nicht vollbringen. Keine Werke dieser Welt, keine Religion in dieser Welt, keine Selbstgerechtigkeit wird dein Herz beschneiden. Du musst den Herrn, den Gott, der allein dieses übernatürliche Wunder wirken kann, anflehen: „Beschneide mein Herz, Herr.“ Es ist eine übernatürliche Operation, die du nicht vollbringen kannst. Dein Herz, es ist verdorben.
Römer 3 sagt: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. Da ist keiner, der Gott sucht. Da ist keine Furcht Gottes in ihren Augen.“ Mit so einem Herz wirst du vor diesem heiligen Gott nicht bestehen. Und du kannst nichts aus dir selbst heraus tun, dieses Herz zu verändern. Alles, was du tun kannst, ist lediglich oberflächlich.
Du kannst dich abstauben, du kannst dich. Du kannst dich äußerlich waschen, das bringt alles nichts. Du brauchst eine geistliche Herztransplantation. Und diese kann nur Gott bewirken: der Gott, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern an Stelle von Sündern ans Kreuz genagelt hat, ihn auferweckt hat. Dieser Gott kann dein Herz verändern und erneuern. So flehe ihn an.
Flehe den Christus an, der dessen Beschneidung diese geistliche Beschneidung ist. Flehe ihn an, dass er dein Herz beschneidet, dass du von Neuem geboren werden wirst. Denn du musst von Neuem geboren werden. Wer nicht von Neuem geboren ist, wird das Reich Gottes nicht sehen. So flehe diesen Gott an, dir die Neugeburt zu schenken.
Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, unser Herr Jesus Christus: Über dich zu reden – die Fülle deiner Person, die Genugsamkeit deines Werkes – es ist so eine Freude zu sehen, dass wir nichts anderes brauchen. Und auch in Wahrheit einfach nichts anderes haben als dich, Jesus Christus. Du bist der Hirte unserer Seelen. Du bist sozusagen der Chirurg, der unser Herz erneuert hat, das alte Herz entfernt hat und ein neues Herz uns geschenkt hat.
Vater, Herr Jesus, wir möchten dir danken für die physische Beschneidung, die bereits von Anfang an auf diese geistliche Realität hingewiesen hat: die Notwendigkeit einer Reinigung, die Notwendigkeit des Entfernens unserer sündhaften Natur, die Notwendigkeit für Erneuerung. Wir danken dir, dass es nicht bei diesem physischen Symbol, bei diesem Schatten geblieben ist, sondern dass du uns die Realität in Christus Jesus geschenkt hast.
Herr Jesus, du hast uns beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist. Sondern geistlich hast du uns eine neue Natur geschenkt und unsere alte Natur vollständig entfernt. Vater, wir fühlen uns vielleicht – das ist nicht etwas, was wir fühlen oder ertasten können, sondern es ist eine geistliche Realität. Und wir können die Auswirkungen dieser Veränderung in unserem Leben beobachten. Und wir danken dir dafür.
Wir danken dir, Herr Jesus, dass du uns aus der Macht der Sünde befreit hast, sodass wir dir nun dir gehorchen können und dir gehorchen wollen. Du bist unser neuer Herr und Meister. Und wie lieblich ist es, dir zu folgen, dir zu gehorchen und nach deinem Willen zu leben. Ich danke dir, Herr Jesus, für die geistliche Beschneidung. Ich danke dir dafür, dass sie genugsam ist; dass sie uns so vollständig erneuert hat, dass wir nichts anderes brauchen, um uns zu erneuern, sondern dass uns alle geschenkt ist, diese neue Natur geschenkt ist.
Jesus, ich bitte dich: So wie wir dich empfangen haben, so wie wir diese geistliche Beschneidung empfangen haben, ich bitte dich, lass uns dementsprechend wandeln, der Sünde uns für tothaltend, Gott aber lebend in dir. Dass wir nun unsere Glieder dir zur Verfügung, der Heiligkeit und Gerechtigkeit zur Verfügung stellen und nicht mehr der Sünde und unserem Begierden. Lass uns Kraft und Nahrung schöpfen aus der geistlichen Beschneidung, dass aus unserer neuen Natur, aus der Wahrheit und der geistlichen Realität, dass du uns geistlich bestritten hast. Lass unseren Wandel aus dieser geistlichen Realität herausfließen.
Ich bitte dich darum und ich flehe dich an für diejenigen, die noch unbeschnitten sind an ihren Herzen. Erbarme dich ihrer, Herr Jesus. Erbarme dich diesen Sündern – Sünder wie auch wir es waren. Erbarme dich ihrer und beschneide ihre Herzen. Schenke ihnen die neue Geburt. Reiß heraus ihr altes Fleisch, ihre Liebe zur Sünde, ihre Liebe zu sich selbst, ihren Stolz, ihren Stolz, ihre Selbstgerechtigkeit und die Herzenshertigkeit, die sich weigert, sich zu demütigen. Reiß alles heraus und schenke ihnen ein neues Herz: ein Herz, das sich dir demütigt, das deine Herrschaft über ihr Leben annimmt und dich liebt. Darum bitte ich dich, Herr Jesus. Amen.