Juli 19, 2026

Die Vollmacht, die Christus seiner Gemeinde gibt

Serie:
Passage: Matthäus 16:19-20

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Lass uns beten. Himmlischer Vater, wie wunderbar ist dein Wort! O Herr Jesus Christus, wie wunderbar ist deine Liebe! Deine Liebe, die so groß ist, dass du das Himmelreich verlassen hast und Mensch wurdest. O Herr, was für eine Demut, aber auch was für eine Liebe, die alles verlässt und Mensch wird. Und nicht irgendein Mensch, sondern ein Baby, das in einem Stall geboren wird. Schwach, hilflos. Ja, das richtige Wort ist einfach nur menschlich. Gott wurde Mensch in Christus Jesus. O Herr, was für eine Liebe! Und wenn es nur das gewesen wäre, wäre es wunderbar. Aber es ging noch weiter.

O Herr, du lebtest für uns. Dreiunddreißig Jahre, jeden Tag, gebunden an diese Erde. Gebunden an diese Naturgewalten. Gebunden an menschliche Limitationen. Du hungertest. Wir sehen dich müde, Herr Jesus. Wir sehen dich sogar versucht vom Satan selbst. Und Herr, warum? Weil wir es nicht konnten. O Herr, weil wir nicht gehorchen konnten. Weil wir das Gesetz nicht erfüllen konnten. O Herr, du hast für uns gehorcht und für uns gelebt und für uns die Gerechtigkeit des Gesetzes erfüllt. Und selbst dort bist du nicht stehen geblieben, o Herr. Du gingst ans Kreuz und du nahmst die Strafe unserer Sünde auf dich. Herr, du hast für uns bezahlt. Herr, was kann größere Liebe sein? Wie kann Liebe noch mehr dargelegt werden?

Aber Herr, der Himmel schwieg nicht. Drei Tage später besiegtest du den Tod. O Herr, was für ein Sieg! Was für eine Zuversicht, die Macht des Todes besiegt! Der Erstgeborene unter vielen Brüdern, der Lebendig Gewordene, der uns jetzt das Leben schenkt. Was für ein wunderbares Evangelium! Was für eine wunderbare Botschaft! Und dann gingst du, Herr, mit dem Versprechen, dass du wiederkommst. Und Herr, wir sehnen uns danach. Wir sehnen uns nach deiner Wiederkunft, Herr Jesus. Wir sehnen uns auf eine Welt und auf einen Zustand, wo wir mit dir sind und wo wir nicht mehr sündigen, wo wir frei sind.

Aber Herr, du weißt es besser. Und du bist vollkommen. So wenden wir uns auch an dich für unser Leben, Herr, hier auf dieser Erde. Herr, wenn wir jetzt dein Wort öffnen und uns deinem Wort unterordnen, so sprich zu uns. Lass uns wissen, Herr, wie wir leben sollen. Lass uns wissen, was dein Wille ist. Und vor allem lass uns wissen, was deine Gemeinde ist, Herr, sodass wir treu wandeln, sodass wir dich verherrlichen und sodass unser Fleisch immer mehr zurückgedrängt wird und wir immer mehr nach dem Geist wandeln und dir ein Wohlgeruch sind. Bewahre uns vor Ablenkungen, bewahre uns vor Umständen, die uns die Aufmerksamkeit rauben. Gib uns klare, nüchterne Gedanken. Und Herr, für mich bitte ich dich, dass du mir klare Worte schenkst, um deiner erkauften Gemeinde, die du mit deinem Blut erkauft hast, dein Wort zu verkündigen. Dies alles bitten wir dich in deinem Namen. Amen.

Bitte setzt euch. Auch ich möchte euch alle sehr, sehr herzlich begrüßen zu unserem Gottesdienst. Der Gottesdienst ist der Tag, an dem eine neue Woche beginnt. Und diese neue Woche beginnt damit, dass wir es beginnen, indem wir uns versammeln und unseren Herrn anbeten. Und es ist ein Vorrecht, diesen ersten Tag der Woche ganz Gott zu widmen. Nicht als ein Sabbat, nicht als ein Ritual, das uns verordnet ist aus Gesetzeswegen, sondern als Tag der Freude, weil Christus alles erfüllt hat.

So schlag mit mir auf, bitte, Matthäus Kapitel 16. Und heute werden wir uns die Verse 19 bis 20 anschauen. Und wie ihr wisst, befinden wir uns gerade in einer Reihe über die Gemeinde. Und wir haben uns in den letzten Wochen verschiedenste Textstellen angeschaut, die uns heute zu unserer Predigt führen. Und ich möchte beginnen mit einem kurzen Rückblick. Bevor wir heute in den Text einsteigen, wollen wir uns kurz ansehen, wo wir gerade stehen in der Argumentation von Matthäus in Kapitel 16. Jesus hat gepredigt, Jesus hat Wunder getan, Jesus hat Kranke geheilt, Jesus hat Dämonen ausgetrieben und sogar Tote wieder zum Leben erweckt. Doch obwohl die Volksmenge seine Macht gesehen hat, haben sie nicht erkannt, wer dieser Jesus wirklich ist. Jesus nun stellt eine der wichtigsten Fragen an seine Jünger. Er nimmt sie mit nach Caesarea Philippi und er fragt sie: „Ihr aber, was sagt ihr, dass ich bin?“ Und wir wissen, dass Petrus ihm antwortet und sagt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Und auf Grundlage dieses Zeugnisses fängt etwas völlig Neues an. Es fängt an, dass Christus seine Gemeinde baut. Christus baut seine Gemeinde auf dieser Grundlage. Und wir haben uns angeschaut, dass diese Grundlage ganz klar und ganz feststeht. Und Jesus sagt zu Petrus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen.“

Und wir haben uns im Rahmen dieses Bekenntnisses angeschaut, dass die Gemeinde auf dem richtigen Fundament steht. Die Gemeinde, die Jesus baut, hat das richtige Fundament. Und wir haben mit einer Lehre aufgeräumt, dass viele Menschen anders in der Geschichte christliche Bekenntnisse haben. Die Menschen bekennen, dass Petrus dieser Fels ist. Und wir durften feststellen, dass Petrus nicht dieser Fels ist. Sondern wir dürfen feststellen, dass die Gemeinde Christi auf dem Bekenntnis, und zwar der Wahrheit, die auf Jesus hinweist oder die Wahrheit über Jesus bekennt, die Gemeinde gebaut ist.

Wir durften feststellen, dass die Gemeinde nicht auf einen Menschen gebaut ist. Sie ist gebaut auf Jesus Christus selbst, auf der Wahrheit, wer er ist. Und es ist nicht alles, was Jesus sagt. Nachdem Jesus das Fundament gelichtet hat, richtet er den Blick auf den Baumeister. Und wir haben gesehen, dass Jesus sagt: „Ich werde meine Gemeinde bauen.“ Und wir haben uns damit beschäftigt, was für eine intime und was für eine großartige Verheißung das doch ist. Nicht Petrus baut die Gemeinde, nicht die Apostel bauen die Gemeinde und nicht einmal die Gemeinde selbst baut sich auf.

Die Gemeinde, die Jesus baut, sie gehört ihm, er erhält sie, er führt sie und wir haben vor allem gesehen, er vollendet sie. Und am Ende letzter Woche haben wir uns mit einer wunderbaren Verheißung beschäftigt, und zwar der Verheißung, dass die Pforten des Hades sie nicht überwältigen werden. Wir haben gesehen, dass Jesus hier nicht von einer ängstlichen Gemeinde spricht, die sich hinter Mauern versteckt, sondern wir haben darüber geredet, dass ganz im Gegenteil der Tod, der Hades, das Totenreich zurückzieht und versucht, die frohe Botschaft des Evangeliums rauszuhalten.

Wir haben gesehen, dass mit dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi der Tod für ein für alle Mal besiegt wurde. Das Evangelium entreißt jedes Mal Menschen aus der Gewalt des Todes, errettet sie und bringt sie in das Reich Christi. Liebe Geschwister, was für eine wunderbare Wahrheit es ist, dass die Tore des Hades nicht eine sich verteidigende, eine sich zurückziehende, sich versteckende und hinter Mauern verbarrikadierende Gemeinde beschreibt, sondern eine Gemeinde, die im Vormarsch ist und Menschen durch das Evangelium aus der Macht des Todes befreit.

Wir haben damit aufgehört zu sehen, dass Paulus in 1. Korinther 15 die Frage stellt: „O Tod, wo ist dein Stachel?“ Liebe Geschwister, der Tod und die Auferstehung Christi hat den Tod besiegt und damit uns Leben gegeben. Also haben wir festgestellt, dass die Gemeinde auf Christus steht, sie gehört Christus. Und wir haben auch festgestellt, dass sie von Christus bewahrt wird. Eine wunderbare Verheißung, die heute noch gültig ist. Und es ist wichtig für uns als Gemeinde, dass wir verstehen, dass wir einen wunderbaren Jesus haben, der diese Gemeinde baut und diese Gemeinde erhält.

Heute geht es weiter, weil die Frage, die sich stellt, ist: Wie tut er das? Wie baut Christus seine Gemeinde? Und es ist wichtig für uns zu verstehen, dass Jesus hier noch nicht fertig ist. Versteht ihr, Jesus hört nicht auf und sagt: „Die Tore des Hades oder die Pforten des Hades werden euch nicht überwältigen“, sondern er führt den Vers fort und wir lesen in Vers 19 weiter. Und somit kommen wir zu unserem heutigen Text und zu unserer heutigen Stelle. Der Titel unserer Predigt heute ist: Die Vollmacht, die Christus seiner Gemeinde gibt. Die Vollmacht, die Christus seiner Gemeinde gibt. In Matthäus Kapitel 16, 19 bis 20, sehen wir drei Wahrheiten über die Vollmacht, die Christus seiner Gemeinde gibt, sodass wir prüfen können, ob wir treu handeln. Und die Gliederung werden wir uns in drei Abschnitten anschauen.

Als Erstes werden wir uns in Vers 19 die anvertraute Vollmacht anschauen. Zweitens die ausgeübte Vollmacht, auch in Vers 19, und in Vers 20 werden wir uns mit der begrenzten Vollmacht beschäftigen. Die anvertraute Vollmacht, die ausgeübte Vollmacht und die begrenzte Vollmacht. Lasst uns lesen von Gottes Wort. Erst Matthäus Kapitel Sechzehn, Vers Neunzehn. Und da lesen wir: „Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.“

Eine wunderbare Wahrheit, die wir hier sehen, und eine wunderbare Klarheit im Wort Gottes. Unser erster Punkt heute ist die anvertraute Vollmacht. Und wir befinden uns im ersten Abschnitt dieses Verses: „Und ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben.“ Lass uns nochmal kurz zusammenfassen, wo wir hier stehen.

Nun, nachdem Jesus das Fundament seiner Gemeinde preisgegeben hat, und nachdem er sich selbst als Baumeister vorgestellt hat, und nachdem Christus versprochen hat, dass selbst die Pforten des Hades seine Gemeinde nicht überwältigen können, stellt sich für uns die Frage: Wie baut Christus seine Gemeinde? Wie gelangen Menschen überhaupt in dieses Reich? Wie sammelt Jesus Sünder aus der Finsternis in sein Reich?

Und es ist faszinierend für uns festzustellen, was Jesus nicht sagt. Ist euch aufgefallen, dass in diesen Versen Jesus nicht von einer militärischen Macht spricht? Jesus spricht nicht von politischem Einfluss. Er spricht nicht von wirtschaftlicher Stärke, und er spricht auch nicht von menschlicher Weisheit. Er spricht noch nicht einmal von Wundern. Ist das nicht faszinierend?

Ist es nicht so, dass wenn wir aus menschlicher Perspektive nun dieses wunderbare, offenbarte Geheimnis der Gemeinde sehen, und aus menschlichen Aspekten Pläne schmieden würden, was würde der Mensch machen? Er würde versuchen, Macht auszuüben in der Politik. Er würde versuchen, Macht auszuüben, Einfluss auszuüben in der Kultur. Er würde versuchen, die Medienlandschaft, er würde versuchen, die menschlichen Einflussbereiche, die Menschen kontrollieren und die Menschen führen und in eine gewisse Richtung lenken, zu übernehmen.

Und Geschwister, es gibt Christen, die diesen Weg einschlagen. Aber es ist wichtig und es ist ganz entscheidend für uns, heute festzustellen, dass das nicht das Mittel ist, das Christus seiner Gemeinde vorschlägt. Was ist denn das Mittel, das Christus seiner Gemeinde vorschlägt? Er sagt: „Ich werde dir die Schlüssel geben.“

Was ist ein Schlüssel? Ich meine, es ist keine fragwürdige Frage. Jeder von uns weiß, was ein Schlüssel ist. Ein Schlüssel baut aber kein Haus, richtig? Ein Schlüssel schenkt auch kein Leben, richtig? Ein Schlüssel öffnet oder verschließt eine Tür. Verstehen wir, dass Jesus hier nicht von einem magischen Schlüssel redet, wie ein Zauberstab, den wir wedeln und wodurch Menschen gerettet werden? Das ist nicht, was Jesus hier sagt.

Wenn Jesus über einen Schlüssel spricht, spricht er über ein Bild, über etwas, das Zugang gewährt oder Zugang ausschließt. Ein Schlüssel ist ein Bild für eine anvertraute Vollmacht, Zugang zu gewähren oder auch Zugang zu verwehren. Doch bevor wir uns die Frage stellen, was die Schlüssel öffnen, müssen wir uns zunächst die Frage stellen, und das ist absolut wichtig für uns: Wem gehören diese Schlüssel? Wem gehören diese Schlüssel? Und Jesus spricht hier zu Petrus in Vers 19, und was sagt er dem Petrus? Er sagt: „Ich werde dir die Schlüssel geben.“ Wem gehören die Schlüssel? Das bedeutet, die Schlüssel gehören Jesus selbst. Es sind seine Schlüssel. Verstehen wir das nicht? Petrus, dem der Schlüssel gehört. Es ist wichtig, dass der Schlüssel nicht den Aposteln gehört, der Schlüssel gehört nicht der Gemeinde, der Schlüssel gehört noch nicht einmal der gesamten Christenheit. Der Eigentümer dieses Schlüssels, derjenige, der das Eigentum besitzt, ist Christus selbst. Er ist der Besitzer, er ist der Alleinentscheider und Verwalter, wem er die Schlüssel anvertraut.

Warum betone ich das? Liebe Geschwister, es gibt eine Kirche, die katholische, die sagt, dass diese Schlüssel dem Petrus gehören und dass Petrus bestimmt, wer in den Himmel kommt und wer nicht in den Himmel kommt. Aber der Text, das Wort Gottes, in Klarheit verkündet uns: Es sind nicht die Schlüssel Petrus. Es ist der Schlüssel Christi. Er ist Eigentümer, er ist Besitzer und Verwalter.

Nun haben wir festgestellt, wem diese Schlüssel gehören. Und jetzt müssen wir uns natürlich die Frage stellen: Was bewirkt ein Schlüssel? Und wie schon angedeutet, ist ein Schlüssel ein Instrument, das Zugang gewährt oder Zugang verwehrt. Ein Schlüssel ist ein Symbol, ein Bild für Vollmacht. Und das ist nicht etwas Neues in der Bibel. Diese Schlüssel wurden bereits einmal im Alten Testament, und schlagen wir dazu auf Jesaja Kapitel 22, Vers 22, gebraucht. Und wir sehen das ähnliche Bild, das uns Klarheit darüber verschafft, was mit diesem Schlüssel und mit der Eigenschaft oder auch der Verantwortung dieses Schlüssels kommuniziert wird.

Schlagen wir auf Jesaja Kapitel 22, Vers 22, und das Wort Gottes spricht: „Und ich werde den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, er wird öffnen und niemand wird schließen, und er wird schließen und niemand wird öffnen.“ Das ist ein faszinierendes Bild. Hier im Alten Testament, hier im Buche Jesaja, ist der Schlüssel ein Zeichen für eine übertragene Vollmacht. Eliakim handelt hier nicht in seinem eigenen Namen, er handelt im Auftrag des Königs. Er verwaltet die Vollmacht, die ihm gegeben wird, um das Tor zu öffnen oder zu schließen.

Also wir sehen bereits im Alten Testament, dass der Schlüssel ein Symbol für eine Vollmacht, für eine Verantwortung ist, Zugang zu gewähren oder auch Zugang zu verwehren. Also dieses Bild wurde schon einmal benutzt, um diese Vollmacht, übertragene Vollmacht, zu illustrieren.

Aber für uns stellt sich noch eine weitere Frage. Okay, wir haben verstanden, dass es Vollmacht ist, Zugang zu gewähren, aber auch Zugang zu verwehren. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Zu was? Und was ist der Inhalt dieses Zuganges? Lass uns aufschlagen Lukas Kapitel 11, Vers 52. Lukas Kapitel 11, Vers 52. Und dieser Text gibt uns nochmal einen Einblick, wie Jesus selbst hier Schlüssel in einer Rüge und einer Ermahnung gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten nutzt.

Lukas Kapitel 11, Vers 52. Und in Lukas Kapitel 52, die berühmte Weherede des Herrn Jesus, sagt er: „Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die hineingehen wollten, habt ihr gehindert.“ Jesus selbst benutzt das Bild eines Schlüssels in Verbindung mit der Wahrheit oder auch Erkenntnis, die in das Reich Gottes hineinführt. Und was ist sein Vorwurf gegenüber den Pharisäern und den Schriftgelehrten? „Ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die hineingehen wollten, habt ihr gehindert.“

Sehen wir hier, wie Jesus dieses Gebild gebraucht? Ich möchte nochmal zusammenfassen. Die Gemeinde ist nicht der Eigentümer dieses Schlüssels. Die Gemeinde ist – oder anders formuliert – die Gemeinde hat eine delegierte Vollmacht erhalten von Christus selbst, Menschen Zugang zu gewähren und Menschen Zugang zu verwehren. Das ist die Funktion eines Schlüssels. Und nicht nur das. Wir sehen, dass Jesus selbst diesen Schlüssel in Verbindung bringt mit der Erkenntnis der Wahrheit. Also, was ist denn dieser Schlüssel? Liebe Geschwister, es ist das Evangelium. Es ist das Evangelium. Nochmal genauer formuliert hier in Matthäus Kapitel 16: Es ist die Wahrheit über Christus. Es ist die Wahrheit, dass Christus der Messias ist und der Sohn des lebendigen Gottes. Das Evangelium.

Und Jesus überträgt die Aufgabe, die Vollmacht, diese Wahrheit Menschen zu gewähren oder auch sie zu verwehren. Liebe Geschwister, warum ist das so wichtig für uns? Wir haben eine wunderbare Aufgabe vom Herrn empfangen. Gleichzeitig ist diese Aufgabe nicht ein Machtinstrument, wie es heute zum Beispiel die katholische Kirche benutzt, wie es zum Beispiel sogar bis zum heutigen Tag die katholische Kirche durch den Ablassbrief handelt, für Geschäftszwecke gebraucht. Sondern es ist eine Botschaft, die Menschen befreit von dem Reich der Toten und ihnen lebendiges Leben gibt.

Gleichzeitig, durch die Erkenntnis und die Offenbarung, dass der Eigentümer nicht wir sind und dass die Macht nicht von uns ausgeht, bewahrt uns diese Wahrheit vor Stolz. Liebe Geschwister, wir entscheiden nicht über das Heil eines Menschen. Wir verfügen nicht über den Himmel. Wir sind nicht Herren über das Reich der Himmel. Es ist sein Schlüssel und es ist sein Reich. Wir haben nur eine übertragende Verantwortung bekommen, eine Vollmacht.

Gleichzeitig bewahrt es auch uns vor Angst. Ist es nicht so? Denn wenn wir das Evangelium verkündigen, reden wir auch nicht in unserem eigenen Namen. Wir verkündigen das Evangelium nicht, weil wir Zuwachs bekommen wollen, weil wir etwas anzubieten haben. Nein. Wir verkündigen das Evangelium, um Menschen in sein Reich zu führen. Die Gemeinde Gottes hat eine übertragende Vollmacht oder eine anvertraute Vollmacht von Christus bekommen.

Als Nächstes müssen wir uns die Frage stellen: Welche Schlüssel sind das? Jesus spricht hier nicht einfach von irgendwelchen Schlüsseln. Lasst uns nochmal den Vers anschauen hier, und ich denke, das ist absolut wichtig für uns zu verstehen. Er sagt: „des Reiches der Himmel“. Und das ist auch wichtig für uns. Jesus sagt nicht: „Ich gebe euch die Schlüssel der Gemeinde.“ Jesus sagt nicht: „Ich gebe euch den Schlüssel für die Ekklesia.“ Versteht ihr hier, warum das so wichtig ist?

Jesus benutzt hier ein Wort, das er die ganze Zeit im Matthäus-Evangelium gebraucht hat. Und es ist wichtig für uns zu verstehen, dass das neue Konzept hier die Gemeinde ist, aber das Reich der Himmel ist nicht ein neues Konzept. Das Reich der Himmel wurde bereits in Matthäus Kapitel 3, Vers 2 von Johannes dem Täufer verkündigt. In Matthäus Kapitel 3, Vers 2 spricht Johannes der Täufer: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen.“ Und dann in Matthäus Kapitel 4, Vers 17, Jesus selbst spricht dort und sagt: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen.“

Jesus verkündigt von Anfang an das Reich der Himmel. Matthäus‘ gesamtes Evangelium ist aufgebaut, um zu zeigen, dass der König dieses Reiches gekommen ist. Das Reich der Himmel, nachdem Jesus in Matthäus Kapitel 4, Vers 17 gesagt hat, ist nah gekommen, in Matthäus Kapitel 5. Bis Matthäus Kapitel 7 beschreibt er den Charakter eines Himmelreichbürgers in der Bergpredigt. Die Bergpredigt wird auch als die Konstitution oder das Grundgesetz des Himmelreichs wahrgenommen. Jesus spricht: „Glückselig welche…“, und dann beschreibt er in seinen Segnungen den Charakter und die Identität und die Eigenschaften eines Himmelreichbürgers.

In Matthäus Kapitel 13, und das ist ganz wichtig, vielleicht schlagen wir das vielleicht auf, fängt Jesus etwas an zu sagen, das komplett anders ist. Er sagt in Vers Elf: „Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben.“ Jesus fängt an, nicht vorher gekannte Wahrheiten über das Reich der Himmel in Gleichnisform seinen Jüngern zu geben. Und wir lernen, und hier müssen wir kurz anhalten: Das Reich der Himmel wird von den Juden als ein Reich wahrgenommen, das durch apokalyptisches Gericht und die Herstellung des davidischen und salomonischen Reiches verstanden wird. Die Juden verstehen bis zum heutigen Tag, dass der Messias kommen wird und ein Reich aufbauen wird in Israel, das physisch und politisch wahrhaftig in Israel sein wird und dass der Messias vom Thron Davids herrschen wird.

Aber Jesus in Matthäus Kapitel 13 fängt an, in den sogenannten Himmelreichsgleichnissen Wahrheiten zu sagen, die nicht vorher in der biblischen Offenbarung bekannt waren. Und wir lernen durch diese Gleichnisse – und es würde mir die Zeit rauben, durch dieses Kapitel mit euch durchzugehen –, dass das Reich durch die Wiedergeburt geschehen wird. Das ist das Gleichnis vom Sämann, oder wir können auch sagen, das Gleichnis der Böden. Nur ein Samenfeld erbringt gute Frucht. Also, wir sehen, es wird viel gestreut, aber nur einige kommen, wenige kommen zum Glauben.

In Vers 24 sagt Jesus: „Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem guten Samen.“ Und hier ist es ganz wichtig, und das ist so eine Stolperfalle in der Auslegung: Jesus beschreibt mit jedem dieser sieben Gleichnisse oder sechs – das kommt darauf an, wie man zählt – einen Aspekt vom Reich der Himmel. Im ersten beschreibt er, dass der Same gesät wird und nur wenige in dieses Reich hineinfinden. Im zweiten Gleichnis offenbart er, dass das Reich und die Kinder des Reiches gleichzeitig mit den Söhnen des Ungehorsams existieren werden und dass es am Ende ein Gericht geben wird.

Also, er beschreibt, dass es nicht ein politisches, apokalyptisches Reich sein wird, das kommt, alles vernichtet und nur noch die Guten leben, sondern er besagt, dass die Söhne des Gehorsams und die Söhne des Ungehorsams gleich existieren werden und er am Ende kommt und Gericht üben wird. Und ich könnte jetzt weitermachen und weitermachen. Das Senfkorn beschreibt das Wachstum. Der Sauerteig beschreibt den Einfluss.

Und Jesus erklärt es: Das Gleichnis des verborgenen Schatzes gibt uns Einsicht über den Wert und die Werte. Das Gleichnis der kostbaren Perle und das Gleichnis des Netzes und das Gleichnis des Hausvaters geben uns Eindrücke, dass dieses Reich völlig anders ist und eine gesamte andere Ausdehnung, Wachstum und Ausprägung haben wird, als die Juden es erwartet haben.

Und es ist wichtig für uns zu verstehen, weil es ganz, ganz wichtig für uns ist zu verstehen, dass das Reich Gottes nicht die Gemeinde ist. Die Menschen in der Gemeinde sind Himmelreichbürger. Aber das Reich Gottes ist eine zukünftige, es ist eine zukünftige Realität, die physisch und wirklich im Land Israel für tausend Jahre existieren wird.

Und es gibt Gemeinden und es gibt Christen, die treu und gläubig und wahrhaftig sind, die sagen, dass Israel durch die Gemeinde ersetzt und erfüllt wurde. Und diese Lehre vertreten wir nicht, weil die Schrift eine klare, physische und zukünftige Reich Gottes in Israel vorhersagt. Und es ist wichtig, dass wir verstehen, dass die Gemeinde nicht das Reich Gottes ist.

Und woher wissen wir das? Jesus spricht in der Bergpredigt, als er sie lehrt, zu lernen, wie zu beten ist: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, Matthäus 6, Vers 10, wie im Himmel, so auch auf Erden.“ In der Apostelgeschichte, als Jesus auffährt, fragen die Jünger: „Wie ist es denn nun mit dem Reich?“ Und Jesus sagt: „Es ist euch nicht gestattet, der Vater setzt an, wann das Reich beginnt.“ Gleichzeitig aber in Kolosser 1, Vers 13 lesen wir: „Er hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.“

Und das ist ganz wichtig: Auch wenn die Gemeinde nicht das Reich Gottes ist, ist die Gemeinde das Herrschaftsgebiet Gottes auf der Erde. Und wir als Gläubige sind Reichsbürger des Reiches der Himmel. So, wie haben wir das zu verstehen? Wir haben es so zu verstehen, dass wir hineinversetzt sind in das geistliche Reich Gottes. Nicht in das Physische, nicht in das Wortwörtliche, sondern in das Geistliche. And this is without us to see, weil ich wünschte, I had six weeks on the Himmelsreichness for first austen. Weil in diesen Himmelsreichsgleichnissen Jesus verkündet, dass das Himmelreich, das Reich Gottes, in verschiedenen Stadien und mit verschiedenen Ausprägungen progressiv, fortlaufend sich erfüllen wird.

Weil die Juden aber die Erwartung hatten, dass alles sofort und gleich und mit einem apokalyptischen Ereignis stattfinden wird, konnten sie das, was Jesus ihnen angeboten hat, nicht nachvollziehen. Und warum ist das für uns auch wichtig? Weil das Reich Gottes eine Zukunft hat. Beten wir nicht heute noch: Dein Reich komme?

Und es gibt eine weitere große, große Irrtumsgeschichte, und zwar, dass das Reich der Himmel und das Reich Gottes, so wie andere Evangelien es beschreiben, zwei verschiedene Wirklichkeiten sind. Aber das Reich der Himmel, so wie Matthäus es beschreibt, und das Reich Gottes, wie die anderen synoptischen Evangelien es verbringen, ist dasselbe. Wir müssen nur eines verstehen: Matthäus war ein Jude. Die anderen waren zumindest Heiden. Von Lukas wissen wir es. Von Markus können wir es annehmen, können wir es vielleicht glauben, aber Matthäus als Jude, der Levi hieß, konnte nicht den Namen des Herrn aussprechen. Und deswegen nennt er das Reich der Himmel. Und es gibt verschiedene Stellen, wo beides im Austausch verwendet wird: das Reich Gottes und das Reich der Himmel.

Also ein kleiner Exkurs zum Reich. Jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer Predigt, und ich weiß, wahrscheinlich rattern bei euch die Köpfe und ihr versucht, alle möglichen Teilbereiche zusammenzusetzen. Ich kann nur sagen: Fortsetzung folgt. Wir werden nach dieser Serie, wahrscheinlich im September, durch die Apostelgeschichte predigen, Vers für Vers. Und das Reich der Himmel oder das Reich Gottes wird ein großes Thema sein dort.

Also bitte ich euch, euch zu gedulden und zu verstehen, dass das Reich Gottes eine wunderbare, sich fortlaufend ausprägende Wahrheit ist. Aber das Reich Gottes ist nicht die Gemeinde, aber die Menschen in der Gemeinde sind Bewohner und Bürger des Reiches Gottes. Und das Reich Gottes wird physisch, lokal und in einer katastrophalen Weise mit Gottes Gericht bei seiner zweiten Wiederkunft wiederhergestellt werden. Und darauf sehnen wir uns. Und darauf freuen wir uns. Weil er dann das tausendjährige Reich, das sogenannte Millennium, einläuten wird, wo er regiert. Und die Gemeinde wird mit ihm sein, nicht als Untertanen, sondern als Regenten dieses Reiches.

So kommen wir zurück zu unserer Predigt und zu unserem Text. Zwar ein bisschen größerer Umschwung oder, wie sagt man, ein Exkurs, aber jetzt müssen wir zurückkommen zu der Predigt und zu unserem Text. Also was Jesus hier sagt, ist: Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben. Vielleicht muss ich das noch sagen. Wie kommt denn jemand in das Reich der Himmel? Johannes Kapitel 3, was sagt Jesus zu Nikodemos? Du musst vom Neuen geboren werden. Also können wir auch sagen, dass jeder, der vom Neuen geboren ist, ein Bürger des Reichs der Himmel ist.

Also, wie sehen wir denn das praktiziert? Wo hat denn Petrus diesen Schlüssel, den er vom Herrn Jesus Christus bekommen hat, eingesetzt? Und das wird ganz deutlich in der Apostelgeschichte. In der Apostelgeschichte ist Petrus derjenige, der zum ersten Mal nach dem Tod und dem Auffahren des Herrn Jesus Christus das Evangelium für die Juden öffnet und etwa 3000 Juden zum Glauben kommen. Und nicht nur das, es ist in Apostelgeschichte 8 Petrus, der das Evangelium den Samaritern verkündet und dass die Samariter in das Reich Gottes hineinkommen als Gläubige. Und dann in Apostelgeschichte 10 sehen wir, dass es Petrus ist. der zum ersten Mal Heiden das Evangelium verkündet, und sie empfangen den Heiligen Geist und werden, ohne zuerst Juden werden zu müssen, in das Reich Gottes aufgenommen. Ist das nicht bemerkenswert? Juden, Samariter, Heiden. Schritt für Schritt öffnet Christus durch die Verkündigung des Petrus den Zugang zu seinem Reich.

Nicht Petrus baut die Gemeinde, nicht Petrus rettet Menschen. Christus baut seine Gemeinde. Christus rettet Menschen. Petrus gebraucht lediglich treu die Schlüssel, also den Zugang. Er gewährt den Zugang, den Christus ihm anvertraut hat. Damit erfüllt sich genau das, was Jesus hier in Matthäus 16 verheißen hat.

Geschwister, ist das nicht ein gewaltiges Vorrecht? Überleg doch: Jesus hätte Engel senden können. Jesus hätte jedem Menschen persönlich erscheinen können, allen Erwählten persönlich. Er hätte den Himmel öffnen können. Doch stattdessen gebraucht er seine Gemeinde. Jedes Mal, wenn das Evangelium von dieser Kanzel gepredigt wird, jedes Mal, wenn Eltern ihren Kindern von Christus erzählen, jedes Mal, wenn ein Missionar einem unerreichten Volk das Evangelium verkündigt, gebraucht Christus, werden die Schlüssel des Reiches gebraucht, um Menschen Zugang zum Himmel zu gewähren.

Darum lautet unsere erste Wahrheit: Die Gemeinde besitzt keine eigene Vollmacht. Die Gemeinde besitzt keine eigene Vollmacht. Sie verwaltet treu die Vollmacht, die Christus ihr anvertraut hat.

Kommen wir zu unserem zweiten Punkt: die ausgeübte Vollmacht. Und wir lesen in Vers 19, Matthäus Kapitel 16, Vers 19: „Und ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmel gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst.“

Wie wird diese Vollmacht ausgeübt? Jesus spricht nun von zwei Begriffen, die uns heute völlig fremd sind. Vielleicht hören wir uns das gerade an und wir denken an Zauberei. Und leider, leider werden diese zwei Begriffe, das Binden und das Lösen, oft mit Dämonen in Verbindung gebracht, dass Dämonen gebunden werden und dass sie gelöst werden. In der charismatischen Bewegung ist das eine laufende Praxis, dass Menschen herumlaufen und binden und lösen, anscheinend Menschen. Oft werden andere denken, es gibt besondere Kräfte, die ausgeübt werden. Und manche denken, es ist eine Vollmacht, durch die die Gemeinde selbst über Himmel und Hölle entscheidet.

Aber das ist nicht, was hier gemeint wird, liebe Geschwister. Die erste Frage der Auslegung ist immer: Wie hätten die Jünger es verstanden? Immer wieder muss ich diesen Satz wiederholen: Die Bibel ist nicht an uns geschrieben, aber die Bibel ist für uns geschrieben. Die Bibel ist an die Menschen, der Juden, an die Juden geschrieben worden, die in dieser jener Zeit gelebt haben. Das war Matthäus‘ erste Zielgruppe. Also müssen wir verstehen, wie hätten sie das verstanden?

Binden und Lösen waren bekannte Begriffe. Für einen Juden des 1. Jahrhunderts waren diese Ausdrücke nichts Neues. Die Rabbiner verwendeten diesen Begriff regelmäßig. Es ist eine rabbinische Redewendung. Binden bedeutet, etwas als verboten oder verbindlich zu erklären. Lösen bedeutet, etwas freizugeben oder für erlaubt zu erklären. Ich wiederhole das: Binden bedeutet, etwas als verboten oder verbindlich zu erklären. Lösen bedeutet, etwas freizugeben oder für erlaubt zu erklären.

Es ging also zunächst um das Aussprechen eines Urteils. Was bedeutet das? Es geht nicht um Magie, es geht nicht um eine mystische Kraft und es geht nicht um übernatürliche Rituale. Es sind juristische, rabbinische Begriffe. Und hier ganz besonders geht es um die Anwendung der Wahrheit Gottes. Aber Jesus geht hier noch einen Schritt weiter, und ich glaube, es ist wichtig, dass wir verstehen: Er spricht nicht einfach von rabbinischer Autorität. Er spricht von der Autorität, die nun der Gemeinde gegeben wird. Was bedeutet das? Jesus sagt nicht, dass die Gemeinde den Himmel kontrolliert. Er sagt nicht, dass die Gemeinde nach Belieben entscheidet, wer gerettet wird und wer verloren geht. Liebe Geschwister, lasst uns festhalten: Christus allein entscheidet, wer gerettet und wer verloren geht. Es ist nicht der Mensch. Jesus Christus allein rettet. Jesus Christus allein richtet. Aber Christus hat seiner Gemeinde die Aufgabe gegeben, sein Evangelium treu zu verkündigen. Und genau dort, wo Menschen auf dieses Evangelium sich bekehren, spricht die Gemeinde das Urteil Gottes aus.

Wenn ein Mensch Buße tut, an Christus glaubt und ihm nachfolgt, darf die Gemeinde mit voller Gewissheit sagen: Dir sind deine Sünden vergeben. Nicht, weil die Gemeinde diese Vergebung erzeugt hätte, sondern weil sie verkündigt, was Gott bereits verheißen hat. Und wenn ein Mensch Christus ablehnt, wenn ein Mensch im Unglauben verharrt, das Evangelium verwirft, dann muss die Gemeinde ebenso treu sagen: Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht.

Geschwister, das Evangelium ist klar. Und wir können mit Klarheit zu Menschen sprechen auf der Basis und der Autorität dieses Wortes: Deine Sünden sind dir vergeben. Und wir vergeben sie nicht. Wir geben keine Absolution, sondern wir sprechen aus, was Gott in seinem Wort gesagt hat. Und wir können mit Klarheit sagen: Wenn jemand Christus ablehnt und jemand sagt, ich will nicht, ich möchte leben, wie ich es möchte, ich möchte mein eigener Gott und Herr sein, dann müssen wir mit Klarheit sagen: Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht.

Und auch das ist kein menschliches Urteil. Es ist die treue Verkündigung dessen, was Gott bereits im Himmel verkündet hat. Also, mit anderen Worten können wir sagen: Die Gemeinde schreibt nicht das Urteil des Himmels, sie verkündigt das, was im Himmel bereits beschlossen worden ist. Ich wiederhole, und das ist ein gewaltiger Unterschied: Die Gemeinde schreibt nicht das Urteil des Himmels, sondern sie verkündigt das Urteil des Himmels.

Und jetzt könnte man natürlich sagen, aber das ist nicht, was der Text sagt, oder? Hier steht: „Und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmel gebunden sein.“ Und hier möchte ich gerne, dass wir uns ganz klar werden, und ich muss euch ein bisschen jetzt darum bitten, ein bisschen eure Schulmützen aufzusetzen und Grammatik mit mir zu üben.

Also, die Grammatik hier im Deutschen kann uns den Eindruck vermitteln oder auch erwecken, dass Petrus zuerst handelt. Petrus bindet etwas oder löst etwas, und anschließend schließt sich der Himmel dementsprechend an. Man könnte vielleicht zu dem Eindruck gelangen, dass Petrus handelt und dann, auf der Basis dessen, was Petrus getan hat, der Himmel nachzieht. Aber das ist nicht, was der Text sagt.

Bereits in unserer Elberfelder hier, oder ich weiß auch nicht, vielleicht habt ihr eine Schlachter oder eine Luther, können wir sehen, dass hier ein Passiv angedeutet wird im Deutschen. Und zwar, es steht hier: „wird in den Himmeln gebunden sein.“ Und das ist vielleicht auch eine bisschen schwache Übersetzung. Ich möchte euch sagen, dass eine wahrhaftige Übersetzung oder vielleicht eine mehr wortgetreue Übersetzung folgendermaßen heißen kann. Und zwar: „Und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein.“ Ja, das ist so, wie wir es verstehen.

Aber im Urtext ist das Wort „binden“, das Wort „binden“ im Urtext ist ein Futur Perfekt Passiv. Und ja, ich weiß, manche von euch sind in Deutschkursen und ihr handelt gerade mit diesen Begrifflichkeiten. Aber es ist eine grammatikalische Form. Futur heißt Zukunft. Perfekt heißt, es ist vollendet. Und Passiv ist, dass es etwas ist, das nicht aktiv getan wird, sondern etwas, das bereits geschehen ist. Also mit diesem, und das ist im Koine-Griechischen ganz klar, und es ist sehr, sehr selten. Ja, also man findet das nicht oft in der Bibel, aber genau hier, genau an dieser Stelle wird der Futur Perfekt Passiv genutzt. Und dann muss sich das folgendermaßen übersetzen. Und zwar: Und was du auf Erden binden wirst, wird im Himmel gebunden gewesen sein. Oder, wir können auch sagen, wird im Himmel gebunden stehen. Versteht ihr den Unterschied? Vielleicht schaut ihr jetzt noch mal in eure Bibel, wie es übersetzt ist. Das wäre, also die Übersetzer versuchen nicht, euch irrezuleiten mit der Übersetzung, die bei euch in der Bibel steht. Aber man trachtet immer danach, einen Text möglich, also im Englischen sagt man immer „flow“, dass es sich schön anhört, dass es fließt. Und leider manchmal geht es auf die Kosten der Klarheit. Okay?

Und was wir hier auch verstehen müssen, das hört sich so ein bisschen gebrochen an. Niemand spricht so mehr. Aber, zumindest in meiner Bibel wird zumindest dieses Futur Perfekt Passiv angedeutet mit dem kleinen Wort „sein“. Okay? Also, die Nuance an dieser ganzen Sache ist, es betont, dass der Zustand im Himmel bereits feststeht, wenn die Handlung auf der Erde ausgeführt wird. Ich wiederhole, die Nuance ist: Es betont, dass der Zustand im Himmel bereits feststeht, wenn die Handlung auf der Erde ausgeführt wird. Und das dreht die gesamte Geschichte um. Weil mit anderen Worten, die Gemeinde setzt den Willen Gottes nicht fest. Sie spricht auf der Erde aus, was im Himmel bereits beschlossen ist. Darum besitzt die Gemeinde niemals eine unabhängige Autorität. Ihre Vollmacht ist immer eine abgeleitete Vollmacht. Sie steht vollständig unter der Herrschaft Christi und unter der Autorität seines Wortes.

Und wo sehen wir diese Vollmacht praktisch? War Matthäus 16 einfach nur eine Ankündigung? Nein, liebe Geschwister, in Apostelgeschichte 2, Vers 37 fragen die Menschen, die Zuhörer, nachdem Petrus gepredigt hat: „Was sollen wir tun, Brüder?“ Und Petrus sagt in 2,38: „Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden.“ Und was geschieht? Und nun, die nun, Vers 41, sein Wort aufnahmen, wurden getauft und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan. Was sehen wir? Nicht Petrus rettet Menschen, Christus rettet Menschen. Aber Christus gebraucht die Predigt des Petrus, um die Tür seines Reiches für die Juden zu öffnen. Und dasselbe sehen wir in Apostelgeschichte 8 und dasselbe sehen wir auch in der Apostelgeschichte 10, in 8 mit den Samaritern, in Apostelgeschichte 10 mit den Heiden. Petrus hatte das unglaubliche Vorrecht, zum ersten Mal die Tür des Reiches auch für die Völker weit zu öffnen. Juden, Samariter, Heiden.

Und jetzt stellt sich für uns natürlich die Frage, und die müssen wir beantworten: Hat diese Macht nur Petrus? Oder haben wir sie auch? Ist diese Verheißung und diese Schlüssel und diese Macht nur dem Petrus gegeben worden? Oder ist das auch etwas, das die Gemeinde als Gesamtheit für sich in Anspruch nehmen kann? Und ich sage euch, Geschwister, es ist wichtig, dass wir nicht einfach sagen, ja, Jesus hat es Petrus gesagt, also stimmt es auch für mich überein. Grammatikalisch könnte man solch eine Aussage nicht halten. Weil alle Aussagen, die Jesus zu Petrus tätigt, sind zweite Person Singular: Du! Aber das Wort Gottes hilft uns. Matthäus Kapitel 18, Vers 18. Matthäus Kapitel 18, Vers 18. Nur zwei Kapitel später sehen wir und wir lesen, Jesus spricht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer irgend auf der Erde binden werdet, mit dem Himmel gebunden sein. Und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.“

Zu wem spricht Jesus hier? Habt ihr den Unterschied gemerkt zwischen Matthäus Kapitel 16 und Matthäus Kapitel 18? In Matthäus Kapitel 16 spricht Jesus zu Petrus. Und in Matthäus Kapitel 18, Vers 18 spricht Jesus zu wem? Er spricht zur Gemeinde. Er spricht über die Gemeinde und er spricht über die Gemeinde zu allen Jüngern. Und wisst ihr, was er hier noch mal ganz konkret bespricht? Es geht um Gemeindezucht. Und liebe Geschwister, hier sehen wir diese Macht zu binden und zu lösen auch auf einer negativen Weise. Und das ist es zu binden. Wiederum sage ich euch, es ist nicht unsere Macht. Es ist nicht unsere Autorität. Es sind nicht wir, die wir herumlaufen und sagen – und ihr seht das in anderen Gemeinden, in anderen Richtungen, wo Leute einfach Macht sprechen, sagen: „Du bist gelöst“ oder „Du bist gebunden.“ Es ist das Wort Gottes. Es ist ein Urteil, das bereits im Himmel feststeht, das wir verkündigen.

Und es wird nochmal härter, und ich möchte euch das zeigen. Johannes Kapitel 20, Vers 23. Und vielleicht schlagen wir das auf. Johannes Kapitel 20, Vers 23. In Johannes 20, Vers 23 lesen wir: „Er spricht zu allen Jüngern: Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind die Sünden vergeben; wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten.“

Jesus meint damit nicht, dass Menschen selbst Sünden vergeben könnten. Und das wissen wir, oder? Nur Gott kann Menschen Sünden vergeben. Aber die Gemeinde kann aufgrund des Evangeliums und dem Wort Gottes Menschen Vergebung zusprechen. Sie darf sagen, aufgrund des Evangeliums, wem Vergebung zugesprochen werden darf und wem sie nicht zugesprochen werden darf.

Mit anderen Worten, die Gemeinde entscheidet nicht über den Himmel. Sie verkündigt treu, was der Himmel bereits entschieden hat. Ich wiederhole: Die Gemeinde entscheidet nicht über den Himmel. Sie verkündigt treu, was der Himmel bereits entschieden hat.

Liebe Geschwister, welche eine Verantwortung hat Christus seiner Gemeinde gegeben! Nicht neue Wahrheit zu erfinden, nicht eigene Maßstäbe aufzustellen, Regelwerke aufzustellen, nicht kulturellen Trends hinterherzulaufen, sondern was ist denn die Verantwortung, die wir haben? Treu das zu verkündigen, was er bereits festgesetzt hat. Verstehen wir das?

Und wir können sehen, dass es bereits Menschen gibt, die diese Macht missbrauchen, zu ihren Gunsten interpretieren, die Gemeinde zu einer Institution machen, die sie nicht ist. Liebe Geschwister, ich möchte betonen: Die Gemeinde hat keine Macht, unabhängig von Christus und seinem Wort.

Und deswegen setzt Jesus unmittelbar nach dieser Tatsache Grenzen zur Vollmacht. Jetzt kommen wir zu unserem dritten Punkt: die begrenzte Vollmacht. Die begrenzte Vollmacht, Vers 20. In Vers 20, Matthäus 16, Vers 20, lesen wir: „Dann gebot er den Jüngern, dass sie niemandem sagten, dass er der Christus sei.“

Also, nachdem Jesus seiner Gemeinde eine gewaltige Vollmacht anvertraut hat, setzt er sich sofort eine Grenze. Und das überrascht uns, oder? Also, ich weiß nicht, wie ihr diesen Text wahrgenommen habt, aber es ist nicht so, dass wir eigentlich denken müssen: Es ist klar, Jesus ist Gott. Es ist klar, Jesus ist der Messias. Lasst uns rausgehen und das Volk rufen, damit sie alle die Wahrheit erkennen und zu ihm gehen, zu Christus.

Aber was sagt Jesus? „Dann gebot er den Jüngern, dass sie niemandem sagen, dass er der Christus sei.“ Ist das nicht merkwürdig? Hat Jesus nicht gerade erklärt, dass seine Gemeinde Menschen in das Reich Gottes hineinrufen soll? Warum verbietet er nun, von ihm zu reden?

Liebe Geschwister, die Antwort liegt hier im Kontext. Die Jünger haben bestimmte Dinge gerade verstanden, die sie vorher nicht verstanden hatten. Sie haben verstanden, wer Jesus ist. Das Bekenntnis des Petrus war klar: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Aber was sie noch nicht verstanden haben, ist, warum – oder wofür, vielleicht „wofür“ ist besser – Christus gekommen ist. Ich wiederhole: Sie haben verstanden, wer Christus ist, aber sie haben nicht verstanden, wofür Christus gekommen ist. Warum? Vers 21. Was sagt Vers 21? „Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse, von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse.“

Schaut genau auf den Text in Vers 21. „Von da an“, sagt Matthäus. Matthäus markiert hier einen neuen Abschnitt und eine neue Offenbarung in seinem Dienst. Bis hierhin ging es vor allem um die Person Jesu, wer er ist, was er tut, um zu beweisen, dass er der Messias und Gott ist. Aber von nun an geht es darum, sein Werk zu offenbaren. Zum ersten Mal im Matthäus-Evangelium kündigt er seinen Tod an. Zum ersten Mal spricht er von seiner Auferstehung, und zum ersten Mal erklärt er, dass der Weg zur Herrlichkeit über das Kreuz führt. Zum ersten Mal erklärt Christus: Der Weg zur Herrlichkeit führt über das Kreuz.

Die Jünger verstehen den Christus, aber noch nicht das Kreuz. Woher wissen wir das? Weil Petrus unmittelbar danach Jesus zurechtweist und sagt: „Gott behüte dich, Herr, dies wird dir keinesfalls widerfahren.“ Hier sehen wir, dass Petrus Jesus liebt, aber den Weg des Königs ablehnt. Er bekennt den Christus, aber er versteht den Erlöser noch nicht. Er kennt die Person, aber das Werk versteht er noch nicht. Und genau deshalb sagt Jesus: „Geh hinter mich, Satan.“

Warum, liebe Geschwister? Weil ein Evangelium ohne Kreuz kein Evangelium ist. Hätten die Jünger jetzt gepredigt: „Der Messias ist da, er ist gekommen“, dann hätten die Menschen fragen können: „Was hat er getan?“ Die Antwort wäre unvollständig gewesen. Denn Christus muss erst sterben. Er muss auferstehen. Er musste das Werk der Erlösung vollbringen. Erst dann konnte das Evangelium vollständig verkündigt werden.

Liebe Schwester, ist euch aufgefallen, was Jesus hier eigentlich tut? Er gibt seiner Gemeinde eine gewaltige Vollmacht: die Schlüssel des Reiches, die Autorität zu binden und zu lösen. Und unmittelbar danach sagt er: „Ihr schweigt.“ Warum? Weil die Gemeinde niemals unabhängig von Christus handelt. Sie bestimmt weder den Zeitpunkt noch den Inhalt noch die Botschaft. Die Gemeinde empfängt alles von ihrem Herrn.

Ich wiederhole: Die Gemeinde handelt niemals unabhängig von Christus. Sie bestimmt weder den Zeitpunkt noch den Inhalt noch die Botschaft. Sie empfängt alles von ihrem Herrn. Versteht ihr, was das für uns bedeutet? Die Gemeinde besitzt keine kreative Autorität. Die Gemeinde besitzt eine dienende Autorität, aber wir sind nicht berufen, eine neue Botschaft zu erfinden oder zu erweitern oder etwas zu sagen, das Christus nicht geboten hat. Wir sind nicht berufen, das Evangelium an unsere Kultur anzupassen. Wir sind nicht berufen, irgendetwas von diesem Evangelium wegzulassen, was heute Menschen nicht mehr hören wollen.

Unsere Aufgabe ist viel einfacher und gleichzeitig viel schwieriger. Unsere Aufgabe ist treu. Wir sagen nicht mehr, wir sagen aber auch nicht weniger. Wir sprechen dort, wo Christus gesprochen hat. Und wir schweigen dort, wo Christus schweigt. Das ist die einzige Autorität, die wir als Gemeinde haben.

Liebe Geschwister, wir haben uns heute drei Wahrheiten angeschaut. Und zusammenfassend haben wir erkannt: ein wunderbares Bild der Gemeinde. Die Gemeinde empfängt ihre Vollmacht von Christus. Die Gemeinde übt ihre Vollmacht durch die treue Verkündigung des Evangeliums aus. Und die Gemeinde bleibt dabei immer der Autorität Christi und seines vollendeten Evangeliums untergeordnet.

Und Geschwister, darauf dürfen wir mit großer Zuversicht dienen. Nicht, weil wir große Menschen sind. Nicht, weil wir außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen, sondern weil wir dem großen König der Könige, Herr der Herren, dienen, der seine Gemeinde baut, ihr Vollmacht gibt und ihr bis zum Ende treu bleibt.

Darf ich dich fragen, wie es mit deiner Treue aussieht? Darf ich dich fragen, wo du versucht bist, Dinge wegzulassen, Dinge nicht zu verkündigen? Darf ich dich fragen, wo du über deine Kompetenzen hinausgehst und selbst Autorität für dich in Anspruch nimmst, die du nicht hast?

Und all diejenigen, die nicht Christi sind, liebe Freunde, wir möchten mit Zuversicht sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, weil du dem Herrn dein Leben gegeben, deine Sünden bekannt und dich abgewendet hast und ihm nachfolgst. Aber wenn nicht, müssen wir auch mit voller biblischer Autorität sagen: Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. So rufe ich dich auf: Tu Buße. Vertraue auf den Herrn. Rufe ihn an. Er wird dir vergeben. Er wird dich aufrichten. Er wird dir seine Vergebung zusprechen und er wird dich in sein Reich willkommen heißen. Möge sein Name allein verherrlicht werden.

Himmlischer Vater, wir danken dir für dein Wort. Und Herr, auch wenn heute viele schwierige Themen und schwierige Konzepte besprochen wurden, bitte ich dich doch, dass du deine Kinder segnest, sie ermutigst und ihnen klarmachst, Herr, dass du es bist, der alles in seiner Hand hält und nicht wir.

Und ich bitte dich, Herr, dass diejenigen, die nicht deine sind, Buße tun, Herr, und ihr ganzes Vertrauen auf dich setzen und umkehren. Segne jene, Herr, die deine sind, dass sie ruhen in der Wahrheit, dass die Vollmacht der Gemeinde völlig und absolut in Christus gründet, dem, dem die Gemeinde gehört.

In Jesu Namen, Amen.