Gottes Willen erkennen
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Möge der Name des Herrn Jesus verherrlicht werden. Die Verse 9 bis 14.
Der Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Kolosse, Kapitel 1, Verse 9 bis 14. Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten: Dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um des Herrn würdig zu wandeln, zu allem Wohlgefallen, Fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden.
Dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht. Er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Amen. Amen. Lasst uns beten.
Die tiefen Wahrheiten, die in diesem Brief, in diesen Versen stecken, zu verstehen. Hilf durch deinen Heiligen Geist, Verständnis zu geben über dein Wort. Möge dein Wort mit den Herzen der Zuhörer in ihren Herzen wirken. Wir bitten dich im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen. Amen. Setzt euch gerne.
Wir möchten uns heute damit beschäftigen, wie der Apostel Paulus für die Kolosser in den Versen 9 bis 11 betet. Also heute werden wir uns die Verse 9 bis 11 anschauen.
Wir haben uns in den vergangenen Predigten damit beschäftigt, dass der Apostel Paulus dem Herrn dankt für den Glauben der Kolosser. Die Liebe, die sie zu den Heiligen haben, und auch die Hoffnung, die sie in den Himmel aufbewahrt ist. Er redet davon in Vers 3 im Deutschen, dass er dem Herrn Jesus Christus, Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, alle Zeit für diese Dinge bei den Kolossern Dank darbringt. Und nicht nur das, weiterhin haben wir in Vers 6 gesehen, dass das Wort der Wahrheit des Evangeliums, das Sie gehört haben, auch in der ganzen Welt wächst und Frucht bringt.
Die heutige Predigt möchten wir uns in drei Punkten anschauen: Als erstes Erfüllt sein mit der Erkenntnis seines Willens. Zweitens: würdig des Herrn wandeln.
Wir sehen in Vers 9, dass er dafür bittet, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet. Und dann heißt es, dass man wächst in der Erkenntnis Gottes. Dann als drittes sehen wir, dass es darum geht, gekräftigt mit aller Kraft zu sein.
Wir haben bisher im Kapitel 1 schon gesehen, dass die Kolosser Glauben an Christus haben, Liebe zu den Heiligen und die an der Hoffnung im Himmel festhalten. Wenn die Kolosser all das bereits haben, wieso muss Paulus jetzt weiter für sie beten und für Bitte tun?
Und genau das werden wir im Laufe der heutigen Predigt sehen, dass der Apostel Paulus trotzdem für sie Fürbitte leistet. Im Vers 9 lesen wir davon, dass der Apostel Paulus betet für die Kolosser, dass sie mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werden. Das Leben eines Gläubigen muss die Wahrheiten, die er glaubt, offenbaren. Alles, was der Gläubige tut, sei es, jeden Schritt, den er tut, jede Entscheidung, die er trifft, alles, was der Gläubige tut und redet und denkt, muss gegründet sein in seinen Überzeugungen und in den Dingen, die er glaubt, die das Gute und das Gerechte und das Heilige verwirft. Und unser Leben muss in dieser Welt aber entsprechend der Wahrheit und des Glaubens und unserer Überzeugungen sein.
Unser Wandel muss mit der Wahrheit zusammenhängen, an die wir glauben. Nur wenn unser Wandel gewurzelt im Wesen Gottes ist, wer er ist, dann leben wir Christus wohlgefällig. Unser Leben, unser geistliches Leben, muss bestimmt sein vom Wort Gottes. Nur wenn wir das Wort Gottes erkennen, werden wir Gott erkennen. Wer Gottes Willen erkennen möchte, muss das Wort Gottes kennen. Nur dann werden wir auf rechte Weise wandeln. Nur der einzige Weg, um recht zu wandeln, um wohlgefällig zu wandeln, ist das Wort Gottes; dort beginnt es. Wie wollen wir Gott anbeten, ihm würdig oder wohlgefällig wandeln, wenn wir ihn nicht aus seinem Wort heraus erkennen?
In Vers 9 sagte er: „Deshalb hören auch wir nicht auf von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten.“ Paulus hat also von den Kolossern hier gehört, von dem Tag an, da wir es gehört haben. Von wem hat er es gehört? Von Epaphras. Epaphras ist ja zu Paulus gekommen und hat ihm von den Kolossern berichtet. Von dem Tag an, da Paulus von Epaphras diese Dinge gehört hat, den Bericht empfangen hat, hört er nicht auf, für die Kolosser zu beten. Und wer sind diejenigen, die beten? Wir können Paulus natürlich, aber wir können wahrscheinlich auch Timotheus und Epaphras selbst mit in diese Gruppe hineinnehmen, die für die Kolosser beten.
Wie beten sie? Sie hören nicht auf. Wenn sie davon reden, dass sie nicht aufhören zu beten, dann war das Gebet für die Kolosser eine Gewohnheit, eine ständige Gewohnheit des Apostels Paulus und der anderen. Und wofür bitten sie, was ist ihr Anliegen? Dass sie mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werden! Denn der Wandel des Christen beginnt in der Erkenntnis Gottes. Deswegen betet er dafür, dass sie mit der Erkenntnis des Willens Gottes erfüllt werden. Nur wenn wir Gott erkennen, seinen Willen, und damit Gott erkennen, werden wir auch seinen Willen und seinen Maßstab erkennen. Nur danach, nur dann können wir dementsprechend auch nach diesem Maßstab wandeln. Wir sehen auch, dass es heißt: erfüllt werden mit der Kenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis.
Es geht also darum, wenn wir zusammenfassen, in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, dass die Erkenntnis seines Willens geschehen soll, und wir die Prinzipien daraus empfangen, um dies in unserem Leben anzuwenden. Die Erkenntnis selbst, also das Wissen, das man empfängt, soll in Weisheit geschehen. In Weisheit geht es darum, dieses Wissen auch anwenden zu können, dieses Wissen umzumünzen, so dass es auch Auswirkungen hat in unserem Leben. Weisheit, bei Weisheit geht es um Anwendung von Erkenntnis.
In Sprüche 1 heißt es, die Furcht des Herrn ist der Beginn, ist der Anfang der Weisheit. Da sehen wir, dass dieses Wissen, dass diese Erkenntnis über die Furcht des Herrn eben auch in Anwendung, in Schlussfolgerung und in Prinzipien sich verwandelt.
Wir sehen in Vers 9: Er betet dafür, dass sie die Erkenntnis des Willens Gottes in aller Weisheit und geistlichem Verständnis haben. Und dann in Vers 10 kommt jetzt der Zusammenhang. Was ist das Ziel davon? Was ist der Zweck, dass sie seinen Willen erkennen? Um des Herrn würdig zu wandeln, zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes. Wenn also das Ziel ist, des Herrn würdig zu wandeln, fruchtbringend zu sein und zu wachsen, dann ist die Voraussetzung dafür die Erkenntnis seines Willens und damit erfüllt zu sein.
Nur wenn wir seinen Willen erkennen, mit dieser Erkenntnis gefüllt, erfüllt sind, nur dann werden wir seinen Maßstab, seinen Willen verstehen und auch sehen in unserem Leben, wie wir seinen Willen anwenden. Nur dann werden wir würdig, ihm würdig wandeln. Dies wird uns dazu bewegen, diese Prinzipien, die wir daraus erkennen, die Weisheit, die aus dieser Erkenntnis herauskommt. Das ist es, woran wir festhalten und davon erfüllt sein müssen, was dann unser Leben dazu bewegen wird, ihm würdig zu wandeln.
Wenn wir nach seinem Willen wandeln wollen, dann heißt es gleichzeitig, dass wir nach seinem Wort wandeln sollen. Wie setzen wir das in unserem Leben um? Es beginnt damit, dass wir den Willen Gottes aus seinem Wort erkennen und uns damit füllen. So aus dieser Erkenntnis seines Willens gewinnen wir die Prinzipien, die wir anzuwenden und umzusetzen haben in unserem täglichen Leben, sodass wir ihm würdig wandeln. Dieses Prinzip ist etwas fortlaufendes, es muss etwas tägliches, fortlaufendes in unserem Leben sein. Nur so, wenn wir das tun, aus seinem Wort seinen Willen erkennen, diesen Willen in unserem Leben anwenden und umsetzen, nur dann werden wir ihm zum Wohlgefallen wandeln.
Wenn wir des Herrn würdig wandeln wollen, nur wenn unsere Gedanken, unser Sinnen, unser Herz erfüllt ist mit dem, wer Gott ist. Was sein Wille ist, wie er ist in seiner Eigenschaften, in Heiligkeit, in Macht, in Reinheit und all diese Eigenschaften Gottes, nur dann werden wir auch ihm würdig wandeln können.
Dieses Gebet, was der Apostel Paulus hier für die Kolosser betet, ist so ein wichtiges Gebet für das geistliche Leben eines Gläubigen. Wir haben nicht die Zeit, uns alles anzuschauen, aber oft betet er mit demselben Gedanken für die anderen Gemeinden. Eigentlich in allen Briefen, fast in allen Briefen, haben wir dieses Gebet und diesen Bericht über das Gebet des Apostel Paulus, dass er alle Zeit oder unaufhörlich immer stets für die Gemeinden, für die Heiligen betet. Und auch der Inhalt des Gebets ist oft in dem Gedankengang sehr ähnlich.
Nur wenn wir erkennen, wer Gott ist, wie er ist, was sein Wille ist, können wir auch ihm würdig wandeln: fruchtbringend und wachsend.
Lasst uns einen Vers lesen, 1. Thessalonicher, Kapitel 2, Vers 11. Im Deutschen Kapitel 2, Vers 12: [Wir haben euch] ermahnt und getröstet und beschworen, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft. Hier erinnert Paulus die Thessalonicher daran, wie sie mit ihnen umgegangen sind, die Thessalonicher ermahnt und beschworen. Wozu haben sie sie ermahnt? Des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft.
Wir sehen ähnliche Worte in Epheser Kapitel 4, Vers 1: „Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn, wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.“ Paulus ermahnt die Epheser: Wandelt würdig der Berufung. Es gibt diese Berufung, mit der ihr berufen worden seid. Sie ist hoch, sie ist erhaben. Dieser Gott selbst und all seinen Eigenschaften. Ihr sollt ihm würdig wandeln, ihm entsprechend wandeln.
1. Johannes Kapitel 2, Vers 6 lesen wir folgendes: „Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.“
Nur wenn wir Gott selbst erkennen, in der Kenntnis wachsen, in der Erkenntnis seines Willens wachsen. Wir sollen so wandeln, wie er, Christus, gewandelt ist. Wir sollen ihm würdig wandeln. Nur wenn wir ihn erkennen, können wir ihm würdig wandeln und ihm entsprechend wandeln.
Wie sieht dieser würdige Wandel zu allem Wohlgefallen aus, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes? Hier geht es also darum: Dieser würdige Wandel sieht aus, fruchtbringend in jedem guten Werk und erwachsend durch die Erkenntnis Gottes.
Dieses Fruchtbringende, es ist die Veränderung, die bei einem Gläubigen geschieht und die daraus resultiert, dass er den Willen Gottes erkennt. Gott selbst erkennt, und seinem Willen entsprechend wandelt er dann und wird seinem Willen entsprechend verwandelt. Dazu sind wir berufen worden. Das ist sehr wichtig in unserem Leben. Lasst uns Psalm eins und zwei lesen.
Psalm 1, 2 und 3: Sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Laub nicht verwelkt. Alles, was er tut, gelingt.
Wer wird sein wie jemand, der ein Baum, dessen Laub nicht verwelkt? Derjenige, der seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über das Gesetz des Herrn sinnt, nach Frucht zu bringen in dem guten Werk – dieser veränderte Wandel.
Christus hat uns zuerst geliebt und sich selbst vor uns hingegeben. Wir sehen es am Apostel Paulus, die Liebe, die er für die Menschen hat und sie zu Christus führt.
Wenn unser Leben nicht verändert wird vom Wort Gottes, fruchtleer ist von der Veränderung, die aus der Erkenntnis des Wortes Gottes kommt, dann werden wir den Völkern, die verloren gehen, kein Zeugnis sein können. Nur wenn unser Leben, informiert vom Willen Gottes, fruchtbringend in jedem guten Werk ist, ein Zeugnis und damit ein Licht ist, nur dann werden wir auch ein Zeugnis und ein Licht eben für die Menschen sein, die verloren gehen.
In Vers 11 kommen wir zum dritten Punkt: Nun eben mit Gekräftigtsein, mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden. Bevor wir in den Vers 11 genauer einsteigen: Wir sehen in diesen ganzen Versen am Ende des Tages, dass Paulus immer wieder Christus und Gott selbst ins Zentrum stellen. Es ist die Erkenntnis des Willens Gottes, die wir brauchen. Es geht darum, herrnwürdig zu wandeln und wachsend in der Erkenntnis Gottes. Es geht darum, mit gekräftigt zu sein nach der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren.
Also Gott ist im Zentrum von allem, was Paulus hier den Kolossern lehrt, die eben in der Gefahr stehen mit diesen Philosophien und dieser Irrlehre, die letzten Endes sagen: Christus ist nicht genug. Gott ist nicht genug. Wir brauchen diese höhere Ebene der Erkenntnis oder der Sache. Paulus in diesem Gebet sagt immer und immer wieder, eigentlich die ganze Zeit: Es ist Gott und es ist Gott allein, es ist Christus und Christus allein. Es ist die Erkenntnis seines Willens. Es geht darum, ihn würdig zu wandeln, zu wachsen in der Erkenntnis Gottes und gekräftigt zu sein nach seiner Herrlichkeit. Es geht um Gott, und Gott ist genug.
Paulus, auch in seinem Gebet, wie wir es bisher auch schon gesehen haben, in seinem Gebet finden wir bereits auch den restlichen Inhalt des Briefes vor, beziehungsweise diese Prinzipien, gegen die er kämpft. Nämlich diese Irrlehre, die sagt: Christus ist nicht genug. Wir brauchen mehr als Christus. Wir brauchen etwas anderes als Christus. Und er sagt auch in diesem Gebet: Es ist Christus, es ist die Erkenntnis seines Willens, es ist die Wahl, würdig zu ihm zu wandeln. Es geht nicht um irgendwelche Engel oder sonstige Dinge. Es geht darum, in der Kenntnis Gottes zu wachsen. Es geht darum, gekräftigt zu sein mit seiner Herrlichkeit. Es geht um Christus. Es geht um Gott.
Und wir haben gesehen, Vers 9, die Erkenntnis seines Willens, damit erfüllt zu sein. Wir haben in Vers 10 gesehen, des Herrn würdig zu wandeln, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes. Und nun als drittes sehen wir in Vers 11. Als letztes betet also Paulus dafür, dass die Kolosser in ihrem Wandel gekräftigt werden oder gekräftigt sind, mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden. Wir sehen also, es geht darum, mit Kraft Gottes diesen Wandel zu vollziehen. Und zwar das Ziel ist auch hier zu allem Ausharren. Es geht also um das Ertragen von schwierigen Situationen, von Leid.
Woher kommt Ausharren? Alles immer wieder aus der Kenntnis seines Willens. Erfüllt zu sein damit, mit der Erkenntnis Gottes aus seinem Wort, wer Gott ist, was sein Wille ist, was seine Verheißungen sind. All diese Dinge, die Erkenntnis darüber informiert uns und ist es, was uns zum Ausharren bringt. In Jakobus Kapitel eins, Vers zwölf, lesen wir folgendes: Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. Wir sehen also in Jakobus: Diese Verheißung zum Beispiel, auch diese Dinge sind es, die wir erkennen aus dem Wort und die uns eben dieses Ausharren schenken. Ein weiteres Vers zum Ausharren: 2. Korinther Kapitel 4.
2. Korinther Kapitel 4, Vers 8. Der Apostel Paulus spricht von seinem Ausharren: Verfolgt, aber nicht verlassen. Niedergeworfen, aber nicht vernichtet. Ihr könnt gerne das ganze Kapitel mal lesen, hier beredet und berichtet Paulus von seinen Leiden. Aber wir sehen, dass er in diesem Leiden ausharrt. Er erträgt dieses Leiden, und er bricht unter diesem Leid nicht zusammen, sondern er erträgt es. Er harrt aus mit der Erkenntnis und dem Vertrauen in Christus, wer er ist und seinen Verheißungen.
Er sagt hier: zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden. Es soll nicht nur ein Zähneknirschen des Ertragens sein, sondern mit Freuden, mit Geduld und Langmut haltet und ertragt alle Versuchung, alles Leid, was kommen möge. Ausharren mit Langmut und Freuden. Ausharren und Langmut mit Freuden, das ist etwas, was Gott wohlgefällig ist.
Und das alles – wie schaffen wir es, auszuharren in aller Langmut mit Freuden? Es ist, gekräftigt zu sein mit aller Kraft, nach der Macht seiner Herrlichkeit. Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 8: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist. Und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“
Paulus betet dafür, dass sie gekräftigt werden mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit. Lasst uns einen weiteren Vers lesen, Epheser Kapitel 3, Vers 16. Dort heißt es, er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen. Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke.
Es geht also darum, seinen Willen zu erkennen, ihm würdig zu wandeln, und dieser würdige Wandel soll gekräftigt sein mit der Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit. Also in dem Willen Gottes, nach den Maßstäben Gottes sie zu verstehen und darin gekräftigt zu werden.
Das Gebet des Apostel Paulus hier ist etwas, was etwas Wiederholendes, Fortlaufendes, Tägliches sein sollte in unserem Leben. Jeder von uns, der gläubig geworden ist, nach seiner Bekehrung: Das war der Anfang darin, dass wir Gott wohlgefällig wandeln wollten, dass wir ihm Frucht bringen in jedem guten Werk.
Und es geht aber darum, dass wir nicht stehen bleiben bei diesen Dingen, sondern es geht darum zu wachsen, voranzuschreiten in diesen Dingen. Das Wort zu lesen, zu studieren, ihn zu erkennen, dem Wort zu gehorchen. Unser Leben muss so sein, dass das Wort Gottes absolute Priorität hat. Wenn wir ihm die oberste Priorität geben, dann wachsen wir im wohlgefälligen Wandel zu ihm, im Frucht bringen und in der Erkenntnis Gottes.
Der Apostel Paulus, wenn er das betet, und mit ihm ja wahrscheinlich auch Epaphras und Timotheus, das ist ein Gebet, das auch aus dem Zeugnis von ihrem Leben Zeugnis gibt. Wir sehen beim Apostel Paulus, welche Leiden er ertragen musste, wie er ausharren musste, wie er zum Beispiel im Gefängnis war und sogar im Gefängnis gefesselt. Den Herrn lobpreiste und ihn anbetete. Also wir sehen, wie er durch die Erkenntnis Gottes und seines Willens würdig gewandelt ist und eben in Leid mit Kraft ausgeharrt hat.
Was können wir hier aus dem Gebet des Apostel Paulus lernen für unser Leben? Sprichst du dieses Gebet für dich, für dein Leben? Betest du für die Geschwister in dieser Gemeinde, dieses Gebet? Wir haben gesehen, was der Wille Gottes ist durch diese Verse.
Wenn du den Willen Gottes wissen willst, zuallererst ist es der Wille Gottes, dass du errettet wirst, dass die verloren gehenden Nationen gerettet werden. Denn dort beginnt alles. Wenn du nicht errettet bist, dann wird von einem nicht unerlösten Menschen kein gutes Werk ausgehen. All sein Denken und Handeln ist auf diese Erde gerichtet.
In 1. Timotheus 2, beginnend in Vers 1, redet Paulus davon, dass Gebete, Fürbitten und Danksagung getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Rettergott, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
1. Thessalonicher Kapitel 4, Vers 3. Du willst den Willen Gottes für dein Leben wissen? Es ist deine Heiligung. Ist Heiligung, fortschreitende Heiligung in deinem Leben vorhanden? Von Tag zu Tag, von Zeit zu Zeit, gehst du voran und schreitest du voran in Heiligung.
Der Apostel Paulus hat nicht nur für alle Gemeinden dies bzw. ähnlich gebetet. Beten wir auch für alle Heiligen. Auch dieses Gebet, was noch zum Beispiel in Epheser Kapitel 1, Fünfzehn bis siebzehn steht. Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, für euch zu danken. Und ich gedenke euer in meinen Gebeten, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
Er betet unaufhörlich alle Zeit für alle Gemeinden. Der Apostel Paulus tut das. Römer 1, Vers 9. Römerkapitel 1, Vers 9: Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist an dem Evangelium seines Sohnes diene, wie unablässig ich euch erwähne, alle Zeit in meinen Gebeten, indem ich flehe, ob es mir wohl durch den Willen Gottes endlich einmal gelingen wird, zu euch zu kommen. Der Apostel Paulus zieht hier Gott als Zeugen heran für sein Gebet für diese Menschen. Beten wir für alle Gemeinden, für alle Heiligen.
Wie ist unser Bibellesen in unserem Leben? Entspricht unser Leben dem, was wir lesen? Verwandeln wir uns durch das Gelesene von Herrlichkeit zu Herrlichkeit mehr und mehr in das Bild des Herrn Jesus?
Im Vers hieß es, fruchtbringend in jedem guten Werk, in allerlei guten Werk. Denn unsere guten Werke sind es, die so wichtig sind und so ein wichtiger Bestandteil dessen sind, wenn wir anderen das Evangelium verkünden wollen. Wir sind dazu berufen worden, Christus seinem Bilde ähnlich zu werden und wie er zu wandeln: täglich eine fortlaufende Verwandlung, ein fortlaufendes Voranschreiten in der Christusähnlichkeit. Erleben wir, erfahren wir Kraft in unserem Leben? Gibt es Ausharren in unserem Leben, Leid, Veranfechtung, Verfolgung, um diese Dinge zu ertragen?
Ich habe jetzt viele Fragen an euch gestellt. Wie können aber diese Dinge in Realität werden im Leben? Denn ihr, als ihr das heilige Wort aufgenommen habt und gerettet worden seid, seid ihr mit dem Heiligen Geist versiegelt worden? Wir sind nicht allein. Du als Gläubiger bist ein Tempel des Heiligen Geistes. Er wohnt in dir. Er befähigt dich und befähigt durch das Wort, dich zu erkennen und auch verwandelt zu werden. Die Bibel macht deutlich: Aus uns selbst heraus können wir nichts tun. Gott wirkt aber durch uns.
2. Korinther Kapitel 6, Vers 16, der B-Teil sagt: „Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“
Liebe Geschwister, lasst uns dieses Gebet des Apostel Paulus auch selbst beten. Aber heutzutage ist es oft so, dass das Gebet etwas das ist, was am geringsten in unserem Leben geschätzt und umgesetzt wird. Und wenn wir beten, dann beten wir für unsere Familie, unseren Beruf, unser Auto, unsere Gesundheit. Auch wie Paulus es hier getan hatte, mit geistlichen Dingen im Blick: Beten wir auch außerhalb von uns selbst für die Geschwister, die wir in der Gemeinde haben, aber auch eben für die Geschwister in der Welt. Ihr seht, wie es Christen in der Welt heutzutage geht, wie zum Beispiel den Christen in Nigeria, wie viele Menschen dort sterben. Wieso dürfen wir unser Gebet nicht erweitern als nur der Christ, der vor unseren Augen ist?
Kirchengeschichte, liebe Geschwister, wie Menschen Gottes gebetet haben, zum Beispiel zu senden, dass Gott doch Menschen senden möge an Orte, wo wir nicht gehen können. Und das ist auch für uns eine Lehre, auch wenn wir nicht gehen können und an Orte zu missionieren oder Missionar zu werden, auch wenn wir vielleicht diese oder jene Sache nicht tun können oder diese Art des Dienstes nicht tun können. Wir können beten, und unser Gebet wird Dienst und wird in diese Welt hinausgehen.
Wir singen ein Lied zur Heimat dort oben. Dort heißt es ja: Wir sind hier nur zu Gast auf Erden. Was braucht ein Gast hier? Petrus nennt uns Fremdlinge. Was wollen wir? Wir können auf all die Dinge schauen, die wir nicht tun können oder die wir nicht schaffen, aber was wir tun können, ist beten. Wir können. Also lasst uns beten.
Lasst uns beten, wie der Apostel Paulus gebetet hat. Lasst uns, denn es geht letztendlich nur um den Herrn Jesus Christus, es geht um Gott, ihn ins Zentrum zu stellen, auch ins Zentrum unseres Gebets. Und eben für das geistliche Leben auch zu beten, wie der Apostel Paulus es hier für die Kolosser getan hat. Amen. Amen. Lass uns beten.
Ein mächtiger und guter Vater wie er. Wir danken dir für die Gnade und die Kraft, die du geschenkt hast, heute dein Wort zu verkündigen. Vater, wir bekennen dir unseren Mangel an Gebet und bitten dich, dass du uns doch als Priorität in unserem Leben schenkst zu beten, so wie du möchtest, dass wir beten, zum Beispiel für alle Menschen, für alle Könige und Menschen mit Autorität. Wir danken dir, dass du uns die Wichtigkeit des Gebets vor Augen geführt hast.
Vater, wir bitten dich, dass du uns bewusst machst, was wir verlieren und was wir verpassen, wenn wir uns eben nicht im Gebet dir anvertrauen, wenn wir diese mächtige Waffe des Gebets ungenutzt lassen, die du uns geschenkt hast. Lass uns doch treu sein im Gebet.
Vater, hilf uns darin zu wachsen, eben nicht nur für uns oder für die Dinge, die vor unseren Augen sind, zu beten, sondern eben auch unseren Blick zu erweitern und für alle Heiligen zu beten, für alle Menschen auf dieser Welt zu beten, für Missionare und ähnliche zu beten.
So möchten wir dich bitten, Vater, für alle Gemeinden auf dieser Welt hier, die Licht sind an den Orten, in die du sie gestellt hast, die kämpfen für die Wahrheit und das Evangelium verkündigen. Vater, dass sie doch wachsen mögen in der Kenntnis deiner selbst, wachsen mögen in der Kenntnis deines Willens, damit sie erfüllt sein mögen, um dir würdig zu wandeln.
Vater, wir staunen darüber, mit welchem Anliegen der Apostel Paulus für diese Gemeinde und für die Gemeinden betet. Lasst uns davon lernen, dass auch wir doch beten mögen mit Anliegen und mit Hingabe.
Wir bitten dich im Namen Jesu Christi. Amen.