May 31, 2026

Das leere Gesetz und der vollkommene Christus

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Passage: Kolosser 2:16-17

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Möge dem Namen des Herrn alle Ehre zuteilwerden. Schlagen wir auf und lesen Kolosser, Kapitel 2, die Verse 16 bis 23: „So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus. Und den Kampfpreis soll euch niemand nehmen, der seinen eigenen Willen tut in scheinbarer Demut und Anbetung der Engel, der auf das eingeht, was er in Visionen gesehen hat, grundlos aufgeblasen von der Gesinnung seines Fleisches, und nicht festhält das Haupt, von dem aus der ganze Leib durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst. Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Berühre nicht, schmecke nicht, betaste nicht, was doch alles zur Vernichtung durch den Gebrauch bestimmt ist nach den Geboten und Lehren der Menschen. Das alles hat zwar einen Anschein von Weisheit in eigenwilligem Gottesdienst und in Demut und im Nichtverschonen des Leibes – also nicht in einer gewissen Wertschätzung – dient aber zur Befriedigung des Fleisches.“

Allmächtiger und guter Vater, wir danken dir für diesen schönen Tag, den du uns heute geschenkt hast, und danken dir dafür, dass du uns dieses, dein Wort, geschenkt hast. Wir bitten dich darum, Vater, dass du mich führen mögest, diese Worte zu verkündigen und zu erklären. Und wir bitten dich für alle Zuhörenden, dass dein Wort in ihnen wirken möge. Wir bitten dich darum, dass du diese Predigt von Anfang bis zum Ende führen und leiten mögest. Möge durch jedes Wort allein dein heiliger Name verherrlicht werden. Amen.

Wir befinden uns in der fortlaufenden Betrachtung des Kolosserbriefes. Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv mit der Genugsamkeit des Werkes Jesu Christi beschäftigt. Wir haben gesehen, dass durch das vollkommene Opfer Jesu Christi Gottes Gerechtigkeit und heiliger Zorn zufriedengestellt worden sind und so das Werk Christi ausreichend ist. Christus hat die Trennung, die zwischen uns und Gott geherrscht hat, vernichtet.

Durch die Gnade Gottes sind uns unsere Sünden vergeben worden, und wir sind mit Gott versöhnt worden. Der Schuldschein, der gegen uns in Satzungen bestand, den hat Gott durch Jesus Christus zerrissen und ans Kreuz genagelt. Er hat am Kreuz triumphiert. Heute möchten wir genau daran anknüpfen.

Wir wollen uns die Verse 16 und 17 anschauen. Eine traurige Beobachtung, die wir heutzutage in der Christenheit feststellen können, ist, dass Christen sich unterwerfen lassen – nämlich von verführerischer und listiger Rede falscher Lehre. Diese Lehre ummantelt sich in verführerischen Worten, sodass sich Gläubige davon verführen lassen und sich solchen Satzungen und falschen Lehren unterwerfen. Christen lassen sich ablenken und beherrschen von Philosophien, menschlichen Traditionen und Täuschungen.

Weil sich solche Dinge auch in die Gemeinde von Kolossä eingeschlichen haben, schreibt Apostel Paulus diesen Brief. Es geht um eine Art von Lehre, die sagt: Christus alleine ist nicht genug; wir müssen darüber hinaus unsere eigenen Werke hinzufügen. Wir haben jedoch in der fortlaufenden Betrachtung gesehen, dass die Wahrheit der Schrift ist, dass Christus absolut genugsam ist, dass er vollkommen ist und dass kein Mangel in ihm ist. Er ist unser Erlöser und ist in jeder Hinsicht unseres Lebens genugsam.

Wenn wir uns nun die Verse 16 und 17 anschauen möchten, tun wir das unter dem Titel „Die Lehre des Gesetzes und die Vollkommenheit“. Wir sehen, dass Vers 16 mit dem Wort „so“ beginnt. Dieses einleitende Wort fordert uns auf, uns anzuschauen, was bisher gesagt worden ist. Wir müssen den vorherigen Abschnitt betrachten, insbesondere jenen von Vers 9 bis 15.

Was steht denn in diesem Abschnitt vorher, wenn wir das wiederholen? Es heißt dort unter anderem, dass die ganze Fülle der Gottheit in Christus leibhaftig wohnt. In ihm sind wir alle zur Fülle gebracht. In Christus ist uns eine Beschneidung geschehen, die nicht mit Händen geschieht. Wir sind durch den Glauben auferweckt worden. In Christus sind uns alle unsere Vergehungen vergeben worden und der Schuldschein gegen uns ist gelöscht worden.

Von dort kommend geht es nun in Vers 16 weiter: Wegen all dem soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes, Neumondes oder Sabbats. Weil Christus am Kreuz triumphiert hat und der Sieger ist, soll euch niemand richten. Christus hat uns am Kreuz so einen großen Sieg geschenkt. Was wollen wir darüber hinaus?

Und weil das so ist, kann und darf uns niemand richten wegen Speise, Trank, Fest, Neumond oder Sabbat. Im zweiten Kapitel in Vers 8 haben wir bereits gesehen, dass Paulus warnt: Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß.

Diese Dinge sind also nicht Christus gemäß, sondern folgen den Überlieferungen der Menschen und den Elementen dieser Welt. Das Problem, das sich in Kolossä einschlich, ist folgendes: Wir wollen Christus, aber wir wollen zu Christus noch unsere eigenen Werke hinzufügen. Auf menschliche Überlieferungen wurde in dieser Irrlehre, die sich einschlich, sehr viel Gewicht gelegt. Deswegen adressiert der Apostel Paulus dies hier.

Das Hauptziel hier ist, uns unsere Freiheit in Christus zu rauben und uns einzuschränken. Das Ziel der Irrlehrer ist, dass man sich von Christus abwendet; das ist eine sehr gefährliche Sache. Paulus warnt deswegen die Kolosser: Lasst euch nicht durch Menschenweisheit oder Menschenüberlieferungen die Freiheit nehmen, die euch Christus geschenkt hat.

Damit haben wir uns in den letzten Wochen beschäftigt, unter anderem mit den Versen 14 und 15: Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und hat ihn aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte.

Empfangen. Diesen mit dem Kreuz sind sie.

Diese Dinge sich aufzuzwingen, als wären sie noch Gebote, die wir halten müssen, wird uns von Christus entfernen. Das ist die Warnung, die der Apostel Paulus uns gibt. Dasselbe oder ein ähnliches Problem ist auch der Gemeinde in Galatien begegnet; ihr kennt das vielleicht. Lasst uns Galater Kapitel 5, die Verse 1 und 2 lesen: „Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten. Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden lasst.“

Der Apostel Paulus spricht: Warum lasst ihr euch wieder in eine Sklaverei hineinführen, wo ihr doch von Christus frei gemacht worden seid? Steht nun fest darin; steht fest in der Freiheit, die Christus euch geschaffen hat. Kommen wir zurück zu Vers 16 in Kolosser Kapitel 2. Dort heißt es: „So richtet euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder wegen eines Feiertags, Neumonds oder Sabbats.“

Es handelt sich hier um Gesetze, die dem Volk Israel von Mose gegeben worden sind. Zum Beispiel haben wir im dritten Buch Mose, Kapitel 11, im ganzen Kapitel die Gebote und Bestimmungen bezüglich dessen, was die Israeliten essen dürfen und was sie nicht essen dürfen. So gibt es viele Gebote aus dem Alten Testament, aus dem Gesetz Moses, bezüglich Speise und Trank.

Lasst uns einige wenige Beispiele lesen. In 3. Mose Kapitel 10, Vers 7 bis 9 heißt es: „Vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt, denn das Öl der Salbung des Herrn ist auf euch.“ Und sie taten nach dem Wort des Mose. Und der Herr redete zu Aaron: „Wein und berauschendes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Begegnung hineingeht, damit ihr nicht sterbt. Eine ewige Ordnung für eure Generationen. Und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen.“

Hier haben wir ein Beispiel für die Gebote bezüglich der Getränke, insbesondere für die Priester, die kein berauschendes Getränk trinken durften, wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingingen. Wir sehen dies zum Beispiel auch in 4. Mose, Kapitel 6.

Vierter Mose, Kapitel 6, ab Vers 1: Der Herr redete zu Mose und sprach: Sage den Söhnen Israels: Wenn ein Mann oder eine Frau ein besonderes Gelübde ablegt, das Gelübde eines Nasireers, um sich dem Herrn zu weihen, so soll er sich des Weins und des Rauschtranks enthalten. Er soll weder Essig von Wein noch Essig von Rauschtrank trinken; er soll keinerlei Traubensaft trinken und weder frische noch getrocknete Trauben essen. Alle Tage seiner Weihe soll er nichts essen, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zu den Schalen. Hier sehen wir Gebote bezüglich Speise und Getränk, die speziell für diejenigen galten, die das Gelübde eines Nasireers abgelegt hatten. Ein Beispiel hierfür sehen wir in Richter Kapitel 13, wo dieses Nasireer-Gelübde auf Simson angewendet wird.

Diese Gebote bezüglich Speise und Getränk haben ihre Wurzeln im Gesetz des Mose im Alten Testament. Sie sind nicht einfach zufällig aufgetaucht, sondern wurden im Gesetz begründet und daraus abgeleitet. Wenn man diese Gebote studiert, sieht man, dass es Gesetze gab, die für einzelne Personen oder besondere Gruppen galten. Manche hatten zum Ziel, die körperliche Gesundheit des Volkes Israel zu bewahren. Andere wiederum dienten dazu, dass sich das Volk Israel von den anderen Nationen unterscheidet, geheiligt ist und abgesondert für Gott dasteht.

Obwohl diese Gesetze dem Volk Israel durch Mose gegeben wurden, sehen wir durch den Herrn Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz, dass diese Gebote aufgehoben beziehungsweise beseitigt worden sind. Wir sehen beim Herrn Jesus selbst, wie er während seiner Zeit auf Erden über diese Gebote gesprochen hat, unter anderem in Markus Kapitel 7 und Matthäus Kapitel 15.

In Markus Kapitel 7, ab Vers 17 heißt es: „Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort.“ Damit erklärte er alle Speisen für rein. Er sagte aber: „Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ Wir sehen hier, dass Jesus für sein damaliges Publikum etwas Revolutionäres lehrte.

Ihr sagt: Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in das Herz hinein, sondern in den Bauch und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärt Jesus alle Speisen für rein. Wir sehen in den Evangelien, dass diese bösen Dinge stattdessen von innen aus dem Menschen herauskommen. Für die Juden war es erschütternd, als Jesus solche Worte sprach. Diesen revolutionären Gedanken und diese Lehre haben sie zunächst nicht begriffen.

In Apostelgeschichte 10, Vers 9 bis 14, sehen wir auch die Erscheinung, die Petrus hatte – mit dem Tuch, das vom Himmel herabkommt. Diese Vision ist euch vielleicht bekannt: Dreimal erscheint sie ihm, und er wird aufgefordert: „Schlachte und iss!“ Petrus verweigert sich jedoch dreimal, obwohl Gott zu ihm sagt: „Was Gott gereinigt hat, das nenne du nicht unrein.“ Auch in Apostelgeschichte 15 sehen wir diese Thematik wieder. Wir erkennen also, dass diese Speise- und Trinkgebote ihr Ende am Kreuz gefunden haben.

Wir sehen jedoch, dass falsche Lehrer versuchen, diese Gesetze wieder einzuführen. Sie wollen die Gläubigen erneut unter das Joch solcher Gebote unterwerfen. Wenn wir uns die Religionen dieser Welt anschauen, sehen wir, dass sie alle darauf basieren, dass der Mensch Werke tun muss. Das Christentum ist jedoch die einzige Religion, die lehrt, dass man nicht basierend auf seinen Werken gerettet wird. Da man unwürdig ist, sich durch eigene Werke vor Gott zu rechtfertigen, nimmt Gott den Unwürdigen an und rettet ihn allein aus Gnade.

Wer Christus Werke noch hinzufügen möchte, der fällt von der Gnade hinweg und wird von Christus gefangen weggeführt. Wir sehen, dass es auch heute noch diese falschen Formen des Christentums gibt, die zum Beispiel gebieten, sich freitags bestimmter Arten von Speisen zu enthalten. Oder die Siebentags-Adventisten, die immer noch den Sabbat so halten, wie er im Alten Testament geboten wurde. Wir sehen verschiedene falsche Formen des Christentums, die eben genau das tun, was Paulus hier beschreibt.

Zum Beispiel im Katholizismus sehen wir, dass freitags kein Fleisch gegessen werden soll, sondern nur Gemüse. Ähnlich sehen wir einige dieser Gruppierungen und falschen Formen des christlichen Glaubens. Niemand soll euch richten wegen Speise und Trank, wie wir schon gesehen haben. Als Nächstes sehen wir die Vorschriften betreffs eines Festes, eines Neumondes oder Sabbats. Diese Dinge sind Gebote aus dem Alten Testament, aus dem Gesetz Moses.

Wir sehen zum Beispiel im Gesetz Moses unterschiedliche befohlene Feste: Wir haben das Passahfest, den Tag des Fünfzigsten und das Laubhüttenfest unter anderem. Also sehen wir im Alten Testament diese verschiedenen Feste, die geboten werden, oder Gebote und Opfer, die man zum Neumond – also zum Monatsende bzw. Monatsanfang – bringen soll. Auch Sabbat-Gebote gab es unterschiedliche im Alten Testament. Über solche Dinge sagt der Apostel Paulus, dass euch niemand richten soll. Christen sind solchen Arten von Geboten nicht mehr unterworfen und müssen diesen nicht mehr folgen.

Denn wir haben in den vergangenen Wochen gesehen: Christus ist genugsam. Er ist ausreichend und vollkommen für uns. Er ist unsere Zufriedenheit, er ist unser Alles. Wir können und dürfen dem nichts hinzufügen. Das ist es, was Paulus hier adressiert – diese falschen Lehrer, die sagen, Christus allein sei nicht genug, und man müsse sich neben Christus auch noch diesen Geboten unterwerfen.

Und so sagt der Apostel Paulus: Lasst euch von niemandem richten bezüglich solcher Dinge. Lasst euch nicht eurer Freiheit rauben, die euch in Christus geschenkt ist und die er durch seinen Triumph errungen hat.

Wir werden hier sehen, dass der Titel „Die Lehre des Gesetzes und die Vollkommenheit Jesu“ lautet. In Vers 17 kommen wir nun zu dieser Vollkommenheit Jesu. Dort sehen wir, wie die Gesetze ein Schatten der künftigen Dinge sind. Der Körper selbst aber ist des Christus.

Denkt an einen Schatten: Kann ein Schatten irgendetwas von selbst tun? Nein. Wie könnte man dann den Christus beiseite lassen und sich auf den Schatten fokussieren? All diese Gesetze waren nur ein Schatten. Der Künftige, der gekommen ist – der Körper – ist unter uns. Wieso sollten wir uns dann noch mit dem Schatten beschäftigen? Der Schatten hat keinen Nutzen mehr, denn der Körper dieses Schattens ist unter uns. Der Messias ist gekommen, aber wir schauen uns oft noch das gemalte Bild des Messias an, anstatt den Realen zu betrachten. Der Reale, auf den das Bild zeigen sollte, ist bereits da.

Lasst uns dazu Hebräer Kapitel 10, Vers 1 lesen: „Denn da das Gesetz einen Schatten der künftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich darbringen, die Hinzunahenden für immer vollkommen machen.“ Und in Vers 5 heißt es weiter: „Darum spricht er, als er in die Welt kommt: Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet.“

Diese Gesetze sind ein Schatten dessen, was kommen sollte; ein Schatten der Person, die kommen sollte, nicht der Dinge Ebenbild selbst. Wie wir in Vers 5 sehen, hat Gott Schlachtopfer und Opfergaben nicht gewollt, sondern einen Leib bereitet. Wir müssen uns vor Augen halten: Den Schatten können wir gar nicht fassen. Es wäre wahnsinnig, den Schatten festzuhalten, aber nicht die Person, die zu diesem Schatten gehört. Die Realität – der Körper, auf den dieser Schatten hingezeigt hat – ist Christus. So lasst uns am Körper festhalten und nicht am Schatten.

Was können wir für unser Leben aus diesen Versen lernen? Unser Wandel ist nicht etwas, das wir durch von außen auferlegte Gesetze führen, sondern er fließt aus der engen Beziehung und Einheit mit Christus heraus. Niemand darf uns zwingen, uns damit drohen oder darüber richten, dass wir solche alten Gesetze befolgen müssen. Wenn wir uns solchen Dingen unterwerfen, dann verlieren wir unsere Freiheit in Christus.

Wer von seiner eigenen Gerechtigkeit, seinen eigenen Werken und seiner eigenen Gesetzestreue umkehrt und mit leeren Händen zu Christus kommt – nur derjenige wird gerettet werden. Denn Epheser 2, 8 bis 9 spricht davon, dass wir aus Gnade gerettet sind durch den Glauben. Das kommt nicht aus uns, sondern es ist eine Gabe Gottes; nicht aus unseren Werken, sodass sich niemand rühme.

So werden wir also ohne Werke gerettet, sondern allein durch Christus und den Glauben an ihn. Aber auch wir Gläubigen müssen vorsichtig sein gegenüber jeder Art von Einfluss und Dingen, die sich in unser Leben oder in unsere Gemeinde einschleichen können. Es sind Einflüsse, die behaupten: „Wenn du eine höhere Geistlichkeit erreichen willst, dann musst du dies und jenes tun.“

Wenn wir jedoch von unserer eigenen Gerechtigkeit hinwegblicken und unser Vertrauen allein auf Christus setzen, wird der Heilige Geist uns erneuern, einen neuen Menschen in uns schaffen und uns retten. Während manche sagen: „Tu dies und tu das nicht, um gerettet zu werden“, spricht der christliche Glaube: „Du kannst überhaupt nichts tun.“ Erkenne deine Schuld vor Gott an und komme mit leeren Händen zu Christus statt mit deiner eigenen Gerechtigkeit, und du wirst gerettet werden.

Christus ist unser Alles. Egal welche Last wir im Leben tragen oder welchen Kampf wir gerade kämpfen: Christus ist absolut genug für uns. Er ist viel besser als all diese menschlichen Traditionen und menschlich auferlegten Gesetze. Christus ist genug.

Amen. Amen. Allmächtiger und guter Vater, wir danken dir für all die Worte, die du uns geschenkt hast, und für deine Hilfe, diese Worte zu verkünden. Unser Gott und Vater, wir danken dir, dass du deinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde herabgesandt hast. Wir haben nichts getan, sondern du bist gekommen, hast uns zuerst geliebt und hast uns gerettet. Lass uns jeden Tag vor Augen haben, dass du allein genug für uns bist.

Wir bitten dich darum, Vater, dass du uns bewahren mögest in dieser Welt, in der wir leben, die so voller Täuschungen und Verführungen jener Art ist, die wir heute gesehen haben. Wir bitten dich, dass du uns davor bewahren und behüten mögest.

Wir danken dir, Herr, dass du uns nicht den Schattendingen überlassen hast, sondern dass du selbst gekommen bist – als die Erfüllung und das Wahre dieser Dinge. Wir danken dir dafür. Wir danken dir für deine Worte, Vater, und bitten dich, dass wir in deinen Worten verwurzelt wandeln. Lass uns in unserem irdischen Leben hier auf dich hören und leben. Amen. Amen.