Die Erhabenheit Jesu Christi – Teil 1
Schlagen wir auf Kolossabrief Kapitel 1 und lesen die Verse 15 bis 20. Kolosserbrief, Kapitel 1, die Verse 15 bis 20. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Throh oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen, und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat. Denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Durch ihn sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.
Lasst uns beten.
Unser Vater im Himmel. Würdig ist dein Sohn. Würdig ist er, der ewig, von der ewiglich her von dir hervorgegangen ist. Würdig ist er allen Ruhmes, allen Lobpreises, aller Ehre. Jede Autorität und alle Vollmacht besitzt er. Er ist vor allen. Über allen, und alles, was existiert, besteht durch ihn. Er ist nicht nur Urheber von allem, was geschaffen ist, er ist auch Sinn und Ziel von allem, was existiert. Wir leben und wir atmen für diesen Sohn.
Vater, wir stehen vor solchen Worten. Und wir fühlen uns—oder ich fühle mich—unwürdig und unfähig, diesen Worten über deinen Sohn gerecht zu werden: Darüber zu predigen und darüber zu verkündigen, welche Wahrheit über die Person deines Sohnes hier ist und hier offenbart ist. Was offenbart wird über sein Wesen, über seine Position, über seine Ehre und seine Vollmacht. Vater, du hast für uns diese Worte niedergeschrieben: Zur Belehrung, zur Überführung, zur Rechtweisung und zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit auch durch diese Worte jeder Mensch richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet. Und so kommen wir vor deinen Thron der Gnade und deinen Thron der Liebe und bitten dich in aller Beugung und in aller Demut. Verherrliche dich und verherrliche deinen Sohn durch die Verkündigung dieser Worte.
Möge Jesus Christus groß gemacht werden vor unseren Augen. Möge er groß gemacht werden in unseren Herzen. Und mögen wir dadurch erbaut werden. Lass uns die Herrlichkeit deines Sohnes in dieser Stunde sehen, sodass wir verwandelt werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in dasselbe Bild. Ihm zur Erde. Amen.
That’s stuff, Janna. Wie oft hast du dich heute, bevor du hierher gekommen bist, im Spiegel angeschaut? Einmal vielleicht, kurz nachdem du das—bevor du das Haus verlassen hast. Mehrere Male vielleicht, in verschiedenen Spiegeln.
Ob es der Spiegel im Bad, ob es der vielleicht Ganzkörperspiegel in der Wohnung, der Spiegel im Aufzug, der Innenspiegel im Auto. Wie oft hast du dich heute angeschaut im Spiegel? Wie oft schaust du dich an einem Tag an? Bis zu zehnmal vielleicht? Okay, vielleicht schaust du—bist du jemand, der dich nichts, der sich nicht so oft im Spiegel anschaut.
Wie oft denkst du darüber nach, was andere über dich denken? Wie oft erfüllt es deine Gedanken, was andere Menschen von dir halten? Ob du gut ausschaust, ob du von ihnen ernst und wahrgenommen wirst? Ob sie dich mögen oder nicht mögen? Ob du beliebt oder nicht unbeliebt bist? Ob sie dich witzig finden oder nicht?
Wie oft denkst du über dich selbst nach, über deine Vergangenheit, deine Gegenwart, deine Zukunft? Trauer über die Vergangenheit, Sorge um die Zukunft? Wie oft denkst du nach über deine Bedürfnisse, deine Nöte, deine Erfolge und Errungenschaften? Wie oft denkst du nach über deine Sünden und dein Versagen? Wir alle sind davon geprägt, über uns selbst nachzudenken, uns selbst anzuschauen, über uns selbst zu reflektieren und unsere Gedanken mit uns selbst zu erfüllen.
Nicht nur das: Wir leben in einer Generation, in einer Zeit der Technologie, die darauf abgezielt ist, durch Algorithmen und alle möglichen Dinge alles so anzupassen, wie wir es mögen.
Auf unsere Geschmäcke, auf unsere Ziele, auf unsere Vorlieben. So ist es leicht, fixiert zu sein und fasziniert zu sein über sich selbst und mit sich selbst beschäftigt zu sein.
Liebe Geschwister, ich möchte euch heute einladen, dem Rat von Robert Mary McShane zu folgen. Robert Mary McShane, wir kennen ihn durch unseren Leseplan, der gesprochen hat. Im englischen Original hieß es: „For every look at yourself, take ten looks at Christ.“ Für jeden Blick auf dich selbst, wirf zehn Blicke auf Christus.
Wir stehen vor einem Text, der in gewisser Weise einzigartig ist. Fast nirgendswo sonst im Alten, im Neuen Testament, in gewisser Weise in der ganzen Schrift, hat man so eine Darstellung und so einen Abschnitt, der Christus auf diese Weise darstellt. Dieser Text aus Kolosser Kapitel 1 ist in diesem Sinne fast einzigartig.
So, bei einem Text wie heute, lasst uns also die Fixierung und die Faszination von uns selbst ablegen und auf diesen Christus blicken, der uns präsentiert wird in diesem Text in all seiner Erhabenheit. Im Betrachtung dieses Textes werden wir in gewisser Weise zehn Blicke auf Christus werfen, nicht unbedingt zehn an der Zahl, genau, aber wir werden auf jeden Fall einige Blicke auf Christus werfen. Und mögen diese Blicke doch überragen über die Blicke, die wir auf uns selbst werfen, sei es unser Erfolg, sei es unser Versagen. Und der Christus, den wir dort sehen, überstrahle unseren Blick auf uns selbst.
Der Titel der heutigen Predigt, und ich kann euch schon sagen, dieser Titel wird nicht heute vollständig betrachtet werden, ist die Erhabenheit Jesu Christi. Die Erhabenheit Jesu Christi, heute Teil eins.
Dieser besondere Text über Jesus: In welchem Zusammenhang befindet er sich hier im Kolosserbrief? Ich glaube, wir haben es mittlerweile wirklich oft gehört, und trotzdem möchte ich es kurz wiederholen. Der Hintergrund dieses Briefes des Apostel Paulus an die Gemeinde in Kolosse ist der Bericht, den er von Epaphras – der aus dieser Gemeinde kommt, wahrscheinlich diese Gemeinde gegründet hat – eine Reaktion auf diesen Bericht von Epaphras ist.
Dass es sich in Kolosse eine gefährliche Irrlehre einschleicht: ein Mix aus jüdischer Gesetzlichkeit und heidnischer Philosophie, eine Vorstufe der Gnosis, die später im zweiten Jahrhundert wirklich ihre wahre Form gefunden hat. Die letzten Endes sagt, dass Jesus nicht genug ist. Jesus ist nicht genug für Heil und auch nicht Verheiligung.
Man müsse jüdische zeremonielle Gesetze beachten, um gerettet zu werden beziehungsweise um eine höhere Stufe der Geistlichkeit zu erreichen. Nicht nur das: Heidnischer Philosophie hat sich damit vermischt und eine Vorstellung hervorgebracht, dass man, dass es eben eine Art mystische Geistlichkeit zu erreichen gibt, die erreicht wird durch Visionen, durch Anbetung von Engeln und solchen Dingen.
Diese Irrlehre beinhaltet auch diese Art Dualismus, die sagt: Alles Geistliche ist gut und alles Irdische oder Fleischliche ist per se böse. Alle Materie ist sündhaft, alles Geistliche ist heilig oder positiv. Und das bedeutete für diese Lehre auch, dass sie einerseits die Gottheit Jesu leugneten. Jesus ist nicht Gott, sondern er ist nur ein höheres, ein göttliches Engelswesen, eine herabgestufte Version, viele Ebenen unter dem wahren Gott. Er ist aber auch nicht wahrlich Mensch, denn wenn er Mensch wäre, dann wäre er aus Materie bestehend, und weil Materie ja sündhaft und böse ist, kann er auch nicht wahrer Mensch gewesen sein.
Das ist, wie gesagt, auch diese Vorstufe, die sich dann eben auch in dieser Irrlehre der Gnosis befindet. Die Idee davon ist strikt asketische Lebensweise, zeremonielle Gesetze, um eine höhere, mystische Form der Geistlichkeit zu erreichen.
Und Paulus von Beginn an in diesem Brief kämpft und trotzt dieser Irrlehre. Wir haben gesehen, dass sich Paulus in einem Gebet befindet beziehungsweise in der Beschreibung seines Gebetes befindet für die Kolosser.
In den Versen 3 bis 8 haben wir gesehen, dass er für die Kolosser Gott Dank darbringt, für ihren Glauben, für ihre Liebe, für ihre Hoffnung. Er dankt Gott für die Grundlage, auf der all das basiert, nämlich dem Evangelium, das in ihnen wirkt, so wie es auch in der ganzen Welt geschieht.
Dann in den Versen 9 bis 14 haben wir besser gesehen, dass Paulus auch seine Fürbitte für die Kolosser beschreibt. Seine Fürbitte zusammengefasst ist, dass die Kolosser des Herrn würdig wandeln. Sie sollen würdig ihres glorreichen Herrnens wandeln. Dafür müssen sie erfüllt sein, kontrolliert sein, gedrängt sein in der Erkenntnis seines Willens.
Und in ihrem würdigen Wandel sollen sie Gott, dem Vater, danksagend wandeln, der sie gerettet hat. Der sie versetzt hat, der ihnen einen Anteil am Erbe der Heiligen geschenkt hat, und der sie versetzt hat aus dem Reich der Finsternis, aus dem Reich Satans und der Sünde, und sie versetzt hat in das Reich des Sohnes seiner Liebe: in das Reich Jesu Christi.
Und wenn wir jetzt zum Vers 15 kommen, befindet sich Paulus theoretisch gesehen noch in diesem Gebet, noch in dieser Beschreibung, wie der Vater uns gerettet hat und wofür wir dankbar sein sollen. Und in diesem Gebet, in diesem Verlauf, macht er jetzt einen Exkurs innerhalb seines Gebets, um die Kolosser über die Person Jesu zu belehren. Wer dieser Jesus ist, in dem sie Erlösung, die Vergebung ihrer Sünden haben? Wer ist dieser Sohn seiner Liebe, der Sohn der Liebe des Vaters, in dessen Reich sie versetzt worden sind?
Also es ist quasi, und wir werden es später sehen, wenn wir Vers 20 und 21 weiter anschauen, dass es quasi weiter darum geht, wofür Sie dankbar sein sollen, für die eine weitere Beschreibung der Erlösung ist, aber eben in diesem Gebet er jetzt einen kurzen Exkurs macht über die Person Jesu Christi und wer er ist.
Und in diesem Abschnitt werden wir mehrere Aspekte der Erhabenheit Jesu erkennen. Und heute werden wir beginnen, lediglich beginnen mit den ersten zwei Aspekten der Erhabenheit Jesu Christi. Die ersten zwei Aspekte der Erhabenheit Jesu Christi. Und das erste ist sein Gottesbildsein. Erstens: Sein Gottesbildsein. Zweitens: Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Zweitens: Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung.
Also erstens: Sein Gottesbildsein. Ja, also ich habe es aufgeschrieben mit „Sein Gottesbild-sein“. Zweitens: Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Diese Aspekte werden wir beginnen, heute zu sehen. Lasst uns beginnen mit erstens: Sein Gottesbildsein. Sein Gottesbildsein. Vers 15: „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“ Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes.
Wer ist dieser Er, von dem in Vers 15 hier die Rede ist? Das „Er“ in diesem Vers ist im Original, im Griechischen, nicht das Pronomen „er“, sondern es ist das Relativpronomen eigentlich: der. Also es ist eine Fortsetzung von Vers 14, wo in Vers 14 heißt: „In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.“ Der das Bild des unsichtbaren Gottes ist. Also es ist eine Fortsetzung von Vers 14, ein Relativsatz, der quasi den näher beschreibt, indem wir die Erlösung haben. Wer ist dieser „in ihm“, der in Vers 14 gesagt wird? Es ist Jesus Christus, beziehungsweise wenn wir den Wortlaut von Vers 13 nehmen, es ist der Sohn seiner Liebe. Es ist der Sohn der Liebe des Vaters oder der vom Vater geliebte Sohn. Das ist dieser Er, von dem in Vers 15 die Rede ist.
Was in Vers 15 beginnt, ist dieser quasi dieser Relativsatz, der diesen Sohn seiner Liebe näher beschreibt, detaillierter betrachtet. Den, indem wir die Erlösung haben, die Vergebung unserer Sünden, wird ab Vers 15 näher und detaillierter betrachtet. Dieser Jesus Christus, dieser Sohn der Liebe des Vaters, ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Das Wort Bild, das hier verwendet wird, im Griechischen ist es das „Eikon“. Wenn ihr das hört, denkt ihr vielleicht an das englische Wort „Icon“.
Oder im Deutschen das Äquivalent, mehr oder weniger, wäre „Ikone“, auch wenn es nicht unbedingt genauso verwendet wird. „Ikone“ beschreibt teilweise wortwörtlich ein Bild von etwas, eine Repräsentation bzw. eine Abbildung von etwas. Das Wort Bildeicon beschreibt ein Bild, eine Repräsentation, eine Abbildung von einer Sache.
Ich glaube, das Einfachste, um sich das vielleicht deutlich zu machen, ist, wo das Wort in den Evangelien vorkommt: Lukas Kapitel 20, Vers 24. Dort geht es um die Frage – da fragen die Pharisäer und Herodianer Jesus –, ob man dem Kaiser Steuer zahlen darf. Dann in Lukas 20, 24 heißt es. Sagt Jesus: „Zeigt mir einen Denar. Wessen Bild“ – und das ist das Wort hier ‚Icon‘ – „Wessen Bild und Aufschrift hatte er?“ Sie aber antworteten und sprachen: „Des Kaisers.“
Also, das römische Geld, die römische Währung, zum Beispiel in der Form eines Denars, hatte das Bild des Kaisers auf der Münze. Damals war der Kaiser Tiberius auf den römischen Münzen bzw. auf dem römischen Geld vorzufinden: Ein Bild von ihm, ein Abbild von ihm, eine Repräsentation des Kaisers Tiberius. Wie die römischen Münzen damals aussahen: Da war ein Bild oder beziehungsweise eine Abbildung des Kaisers auf der Münze zu finden. Also, so wird das Wort zum Beispiel im Neuen Testament verwendet.
Und hier ist also die Rede dann davon, dass Jesus die Abbildung und Repräsentation Gottes ist, und zwar des unsichtbaren Gottes. Jesus ist also das Bild, die Abbildung, die Repräsentation von dem unsichtbaren Gott. Das wird genauso genannt, zum Beispiel in 2. Korinther Kapitel 4, Vers 4, wo es heißt: „Den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.“
2. Korinther Kapitel 4, Vers 4. Paulus redet davon, wie der Teufel den Sinn der Ungläubigen verblendet, damit sie das Licht des Evangeliums nicht sehen von der Herrlichkeit des Herrn, des Christus. Und Christus wird beschrieben, als der Gottesbild ist. Der der das Abbild von Gott ist, Gottes Repräsentation.
In Hebräer Kapitel 1, Vers 3 wird das auch näher beschrieben, wo wir diese Idee des Bildes, in Bezug auf Jesus, noch etwas näher beschrieben finden. Hebräer Kapitel 1, Vers 3: „Er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, Hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zu Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“
Seht ihr die Idee des Bildes, wie sie hier in Hebräer 1, 3 etwas näher beschrieben wird? Jesus ist die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes. Er ist der Abdruck seines Wesens. Jesus ist also die exakte Repräsentation von Gott. Er ist wesensgleich mit Gott. Er ist die exakte Upbilding des unsichtbaren Gottes, die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, the abdruck seines Wesens. Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, Abdruck seines Wesens: Das alles beschreibt uns näher, was es bedeutet, dass Jesus das Bild des unsichtbaren Gottes ist.
Ambrosius von Mailand, ein Bischof aus dem 4. Jahrhundert, hat Folgendes gesagt: „So wie der Abdruck des Siegels auf dem Wachs das Ebenbild des Siegels selbst ist, so ist Christus das Ebenbild, die vollkommene Darstellung Gottes.“ Ja, also wenn ihr euch die Siegel aus der alten Zeit vorstellt, wo das Siegel mit dem Wachs aufgedrückt, aufgestempelt wird. Die Form, in die das Wachs gepresst wird, der flüssige Wachs, ist die exakte Repräsentation, die vollkommene Abbildung vom Original, von diesem Stempel sozusagen. Und so ist Jesus die vollkommene Darstellung Gottes.
Um vielleicht den Vergleich zu ziehen, was nicht ein Bild ist: Hebräer Kapitel 10, Vers 1. Hebräer Kapitel 10, Vers 1: „Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich dabringen, die den Zunahenden für immer vollkommen machen.“
Versteht ihr? Also, hier in Hebräer ein ganzer Kontext, but here gets darum that the Gesetz, also der alte Bund, ein Schatten zu künftige Dinge ist, and not the Ding selbst hat. Also, das Gesetz, der alte Bund, ist nicht die exakte Darstellung und die vollkommene Abbildung der zukünftigen Dinge. Sie sind ein Schatten. Also, sie sind eine Repräsentation geringerer Qualität, weniger exakt, und deswegen werden sie Schatten genannt, and gegenübergestellt zu einem Ebenbild. Also, ein Ebenbild, das wäre die exakte Repräsentation. Das Ebenbild wäre die vollkommene Darstellung dieser Sache, but ein Schatten ist es eben nicht.
Um es anders zu sagen, Jesus ist kein Schatten. Jesus ist das Bild, ist das Ebenbild, die vollkommene Abbildung des unsichtbaren Gottes. John Eadie, ein schottischer Theologe aus dem 19. Jahrhundert, hat das folgendermaßen gesagt: „Christus ist das Bild Gottes. Kein Merkmal fehlt, keines ist fehl am Platz, keines ist in seiner Vollkommenheit beeinträchtigt oder in seinem Glanz getrübt.“ Christus ist das vollkommene Bild Gottes. Ohne Schaden, ohne Makel, ohne dass irgendetwas beeinträchtigt ist oder etwas an seinem Glanz fehlen würde.
Der Bezug zum unsichtbaren Gott, weil das ist ja Christus – er ist das Bild des unsichtbaren Gottes – richtet unsere Aufmerksamkeit auf den Aspekt der Offenbarung. Denn wir sehen hier Bild und unsichtbar ja gegenübergestellt. Paulus hätte sagen können, „Er ist das Bild Gottes.“ Nein, er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Also, wir haben auf der einen Seite Gott, der unsichtbar ist. Dann haben wir Christus, der die exakte Abbildung dieses unsichtbaren Gottes ist. Also, die Gegenüberstellung ist hier quasi: Jesus ist die Abbildung, die Repräsentation, die den unsichtbaren Gott sichtbar macht, offenbart.
Denn Gott ist unsichtbar. Gott ist unsichtbarer Geist. Einige Verse – ihr müsst sie nicht aufschlagen, sondern hört hier gerne zu. Johannes 1,18: „Niemand hat Gott jemals gesehen.“ Johannes 6, Vers 46, also Johannes 1,18, Johannes 6, 46: „Nicht, dass jemand den Vater gesehen hat.“ 1. Timotheus 1,17: „Dem König der Zeitalter, aber dem Unvergänglichen, Unsichtbaren, alleinigen Gott sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ 1. Timotheus 1,17.
1. Timotheus 6, 15 bis 16. 1. Timothe Plus Kapitel 6, 15 bis 16: „Die wird zu seiner Zeit der selige und alleinige Machthaber zeigen, der König der Könige und Herr der Herren, der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann. Dem sei Ehre und ewig Macht. Amen.“ Gott ist unsichtbarer Geist. Er wohnt in einem unzugänglichen Licht. Kein Mensch hat ihn gesehen, und ein Mensch kann ihn auch nicht sehen. Hebräer Kapitel 11, 27 wird von Mose gesagt: „Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht, denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren.“ Fast schon wie ein Titel Gottes, wird hier Gott beschrieben als der Unsichtbare. Erster Johannes vier, Vers zwölf: „Niemand hat Gott jemals gesehen.“ Gott ist also unsichtbar. Das ist eine Eigenschaft Gottes. Er ist unsichtbarer Geist.
Wenn also Jesus das Bild The former up and the exact representation that these are, then better that he is, that this God is in given unzugang is zugänglich macht, diesen unsichtbaren Gott sichtbar macht.
Wir haben es heute in einem der neuen Lieder gesungen. Dieses erste Lied, „Du großer Gott,“ einer meiner Lieblingslieder, das so viel Lehre eigentlich beinhaltet. Er offenbart sich in der Schöpfung in den ersten beiden Strophen. Und wenn ich Jesus sehe, auf der Erde wandeln. Christus offenbart den unsichtbaren Gott. Christus macht den, der unzugänglich ist, zugänglich. Den, der unsichtbar ist, er macht ihn sichtbar. Wir können zurück an den DNA denken oder an den Kaiser. Nicht jeder x-beliebige Mensch kann einfach beim Kaiser auftauchen und den Kaiser sehen. Ja, man braucht eine Audienz, und natürlich kriegt diese nicht jeder.
Aber jeder kann das Bild des Kaisers auf dem Geld sehen, auf der Münze sehen. So ist Gott in seiner Unzugänglichkeit, in seiner Unsichtbarkeit. Nicht zugänglich für Menschen, aber Christus, der das Bild dieses unsichtbaren Gottes ist, macht ihm zugänglich. Er ist der Abdruck seines Wesens, die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, sodass Philippus gesagt hat: „Zeige uns den Vater.“ Jesus sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
Nicht, weil Jesus und der Vater die exakt selbe Person sind. Der Vater und Sohn – Jesus ist nicht der Vater – sie sind zwei unterscheidbare Personen. Aber der Sohn ist wesensgleich mit dem Vater. Und wer den Sohn also gesehen hat, wer diese exakte, diese perfekte Abbildung des Vaters, des Gottes im Sohn gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Ihm fehlt nichts. Jesus fehlt nichts, dass er den Vater nicht repräsentieren könnte. Jesus hat keinen Mangel, wie wir es vorhin im Zitat gehört haben, sein Glanz ist nicht getrübt. Dieser Abdruck ist die vollkommene Repräsentation des unsichtbaren Gottes, der Herrlichkeit und des Wesens des Vaters. Deswegen: Wer den Sohn gesehen hat, wer Jesus sieht, hat den Vater gesehen.
Deswegen, ich habe viele Verse, Freunde, gelesen, ihr habt vielleicht gemerkt, ich habe nur den ersten Teil dieser Verse gelesen, denn in Johannes 1, Vers 18 heißt es: „Niemand hat Gott jemals gesehen.“ Ja, aber danach heißt es: „Der einzig geborene Sohn, der in des Vaters Schoße ist, der hat ihn bekannt gemacht.“ Johannes 6, Vers 46 habe ich vorhin gelesen. „Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte.“ Aber dann geht es weiter: „Außer dem, der von Gott ist. Dieser hat den Vater gesehen.“ Was für ein Privileg! Ist uns bewusst, liebe Geschwister, dass Gott so heilig, so erhaben ist? Er bewohnt ein unzugängliches Licht. Wir könnten nichts über diesen Gott wissen, wenn er sich nicht offenbaren würde.
Und ja, wir könnten etwas durch die Schöpfung wissen. Wir wissen durch unser Gewissen, dass es ein Gesetz gibt und dass Gott, that is a gets rich and falsch. Aber Jesus Christus, er ist die vollkommene Darstellung. Er ist die exakte Repräsentation. Er macht zugänglich, was für uns Menschen absolut unzugänglich gewesen wäre. Wie groß ist dieser Jesus? Wie erhaben ist er? Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Er macht sichtbar, was unsichtbar wäre. Er macht offenbar, was verborgen ist. Er bringt Licht, wo eigentlich nur Dunkelheit gewesen wäre.
Und besonders als Mensch auf dieser Erde hat Jesus den Vater auf vollkommene Weise repräsentiert. Die Idee des Bildes, liebe Geschwister, wir haben uns quasi den neutestamentlichen lexikalischen Begriff angeschaut. Aber wir müssen dieses Wort natürlich auch biblisch betrachten. Wie wird es denn biblisch verwendet und was hat es biblisch zu bedeuten? Und es ist unmöglich, dieses Wort nicht, wenn es so in Bezug auf Jesus verwendet wird, darin zu vergleichen, dass nämlich dieser Jesus darin triumphiert hat, worin der erste Adam, der im Bilde Gottes geschaffen wurde, gescheitert ist.
Adam und Eva wurden im Bilde Gottes geschaffen. Und wenn wir Adam als Repräsentant herausnehmen, als im Bilde Gottes geschaffen, um genau das zu tun: um Gott auf der Erde zu repräsentieren, so über die Erde zu herrschen, wie Gott über alles herrscht, die Erde zu füllen mit vielen Bildern Gottes, Abbildern und Repräsentationen Gottes, damit wir über die Erde herrschen, so wie Gott herrscht. Diese Herrschaft des Menschen und die Herrschaft Adams sollte auf diesen Gott hinweisen als Repräsentant. Aber er hat versagt in seiner Sünde. Aber dieser Jesus, er hat darin triumphiert. Er war die vollkommene Abbildung, der perfekte Repräsentant Gottes. Das wahre Bild, oder nicht das wahre Bild, sondern das vollkommene Bild dieses unsichtbaren Gottes.
Aber ich möchte auch euch davor warnen, das Bild sein Jesu nicht nur auf seine Menschwerdung zu beschränken. Wenn wir über Offenbarung und Jesus auf Erden und wie er Gott repräsentiert hat, denken, denken wir schnell an den Menschen Jesus auf der Erde.
Ja, so wie zum Beispiel auch im Lied, dass ja die Jesu Wandel auf Erden und sein Tod am Kreuz betont wird oder beschrieben wird.
Aber es ist wichtig hier zu beachten: Hier heißt das nicht, er wurde das Bild des unsichtbaren Gottes, als er Mensch geworden ist, sondern ER IST. ER IST. Er ist die exakte Repräsentation des unsichtbaren Gottes, wesensgleich mit dem Vater, seit Ewigkeit her und bis in alle Ewigkeit. Er ist diese Repräsentation, er ist das Bild. Dieses Präsenz zieht sich durch alle Zeit hindurch. Er ist nicht nur, nicht erst als er Mensch geworden ist, Bild des unsichtbaren Gottes geworden, sondern bereits als ewiger Sohn ist er das Bild des unsichtbaren Gottes.
Denn, wie gesagt, die Idee des Bildes hat auch einen alttestamentlichen Bezug. Wir haben bereits gesehen, in der Schöpfung, dass der Mensch im Bilde Gottes geschaffen worden ist, aber als Repräsentant. Aber die Idee von Bild hat auch die Idee, ist eng mit Sohnschaft verbunden.
Denn wir sehen ja, im Stammbaum Jesu wird in Lukas 3 zum Beispiel, dieser Stammbaum, der quasi Marias Stammbaum folgt, wird ja immer zurück von Josef, quasi die Generationen, zurück bis Adam, wird die Generation gegangen. Und dann jeder der Sohn des Noahs, und so weiter, und so weiter. Und dann heißt es, dass Adams. Des Gottes. Adam, der im Bild, Bilde Gottes geschaffen worden ist, wird präsentiert wie ein Sohn Gottes, weil er ja im Bilde Gottes geschaffen worden ist.
Und wir sehen auch im Alten Testament, 1. Mose Kapitel 5, Verse 1 und 3: So wie Adam im Bilde Gottes war, so ist der Sohn Adams im Bilde Adams? Also Genesis 5, 1 und 3. Heißt es: Dies ist das Buch der Generationenfolge Adams. An dem Tag, als Gott Adam schuf, machte er ihn Gott ähnlich. Ja, also im Bilde Gottes wurde Adam geschaffen. Dann in Vers 3: Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn, ihm ähnlich, nach seinem Bild, und gab ihm den Namen Seth.
Also die Idee des Bildes hat auch, wenn wir den alttestamentlichen Bezug herstellen, auch die Idee von Sohnschaft. Nämlich, dass der Vater und diesen Sohn dieselbe Natur teilen. So wie Adam die Natur eines Menschen hat, so hat so Seth, der in seinem Bild ist, ist ihm ähnlich, ist auch menschlicher Natur.
Ja, wir haben Elias in unserer Gemeinde, er ist das Bild von Philippe, kann man sagen. Er ist ein Abbild, eine Repräsentation von Philippe. Er teilt dieselbe Natur wie Philippe. Sie sind nicht dieselbe Person, sie sind zwei unterscheidbare Personen, aber sie teilen dieselbe Natur. Sie sind wesensgleich, in dem Sinne, in ihrer Menschheit.
So ist also Jesus, wenn wir von seinem Bildsein reden, nicht nur als Mensch und in seiner Inkarnation das Bild des unsichtbaren Gottes, sondern als Sohn ist er, der von Ewigkeit her vom Vater ausgegangen ist. Ist er das Bild und die exakte Abbildung des Wesens des Vaters? Als ewiger Sohn ist er das bereits. Denn und weil er in seiner ewigen Natur als Sohn die exakt wesensgleich mit dem Vater ist, ist er auch in seiner Menschwerdung die vollkommene Offenbarung Gottes.
Von der Ewigkeit her war er bereits dieses Bild des unsichtbaren Gottes, weil er vom Vater ewiglich ausgegangen ist. Er ist der Sohn innerhalb der Dreieinigkeit, der wesensgleich ist mit dem Vater, der dieselbe Natur teilt wie der Vater. Und weil er eben von der Ewigkeit her schon diese exakte Repräsentation des Vaters ist, hat er es auch in seiner Menschwerdung vollkommen dargestellt.
Jesus ist also ewiglich schon das Bild des unsichtbaren Gottes, bevor er den Namen Jesus trug als der ewige Sohn. Und in seiner Menschwerdung hat er ihn auch uns offenbart und uns zugänglich gemacht.
Dieser ewige Sohn, der in der Gemeinschaft mit Vater und Geist in vollkommener Harmonie und Liebe, in aller Genugsamkeit existiert hat, er, der schon von Ewigkeit her die Ausstrahlung und der Abdruck seiner Herrlichkeit und seines Wesens ist, ist Mensch geworden. Und in seiner Menschheit hat er dann auch uns die exakte Ausstrahlung und den Abdruck des Wesens Gottes offenbart und präsentiert.
Das ist dieser Jesus. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, von Ewigkeit her und in seiner Menschwerdung.
Kommen wir zu zweitens: Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung.
Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Die zweite Bezeichnung hier – die erste war ein Bild des unsichtbaren Gottes – die zweite Bezeichnung hier für Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Und die Beschreibung der erstgeborenen aller Schöpfung zieht sich bis in Vers 17. Also es beginnt hier im B-Teil von Vers 15 und dann Vers 16 und 17. Da geht es weiter um genau diese Beschreibung. Sie wird nun näher und detaillierter begründet, erläutert und dargestellt.
Wir lesen diese Bezeichnung und viele von euch, die vielleicht auch schon diese Gespräche und Diskussionen geführt haben, ich habe sicherlich. Wir Zeugen Jehovas, mit Muslimen und Ähnlichen schon diese Gespräche geführt. Viele verwenden diese Bezeichnung, „der Erstgeborene aller Schöpfung“, um zu demonstrieren oder zu behaupten, dass Jesus lediglich ein geschaffenes Wesen ist. Er ist halt der Erste that geschaffen worden. Jesus ist ein geschaffenes Wesen, er ist halt nur der Erste, der geschaffen wurde und über alles gesetzt wurde, aber er ist der Erstgeborene der Schöpfung. Das ist etwas, was, wie gesagt, heute zum Beispiel Zeugen Jehovas so ein Vers dafür verwenden würden.
Aber das ist auch schon seit jeher eine Irrlehre, die zum Beispiel auch Arius im 4. Jahrhundert verbreitet hat, um zu beweisen, dass Jesus ein geschaffenes Wesen ist. Arius im 4. Jahrhundert, und auf seine, auf diesen Arianismus, auf diese Irrlehre hin, ist ja dann das Konzilium von Ninzea hat stattgefunden und wurde dann das Bekenntnis von Nicea erstellt, um eben Arius und seine Lehre, der Arianismus, zu verurteilen und darauf zu antworten.
In dieser falschen Auslegung wird quasi gesagt: Der Erstgeborene einer Familie ist halt der älteste Sohn, das erste Kind von den gezeugten Kindern. Und so ist Jesus, also der Erstgeborene der Schöpfung, das heißt, er ist einfach der Erste, chronologisch der Erste, der geschaffen wurde. Deswegen ist Jesus nicht Gott, sondern nicht Schöpfer, sondern Geschöpf.
Und das Wort in der Bibel wird teilweise auch so verwendet, um einfach den Erstgeborenen zu beschreiben. Zum Beispiel Jesus in seiner Menschwerdung wird der erstgeborene Sohn von Maria genannt. Lukas 2, Vers 7: „Und sie gab ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.“ Jesus war der Erstgeborene von Maria. Er war ihr erstes Kind, er war der älteste. Er war der Erstgeborene.
Nach dieser Irrlehre sei also Jesus das erste geschaffene Wesen, und danach kam halt der Rest. Das Bekenntnis von Nicea beschreibt diese Position von Arius, beziehungsweise dem Arianismus. Er, im Sinne von Jesus: „Es gab eine Zeit, da er nicht war.“ Also es gab also eine Zeit, wo Jesus nicht existiert hat, nicht war. Und dann gab es eine Zeit, wo er war. „Er war nicht, bevor er gezeugt wurde.“ Also er war nicht, er hat nicht existiert, bevor er gezeugt wurde, bis er also in Existenz gerufen wurde.
Und Arius, oder eine andere Form dieser Beschreibung dieser Position, ist: „Er sei aus dem Nicht-Seienden geworden.“ Er sei aus dem Nicht-Seienden, also er war nicht, er existierte nicht. Und aus der Nichtexistenz ist er zur Existenz geworden, ist er geworden.
Und das Konzil von Nicea verdammte diese Position als Irrlehre und verdammte sie, also belegte sie mit diesem Anathema, was ja quasi die Verdammnis bedeutet. Diese Interpretation – Jesus als Erstgeborenen aller Schöpfung – ja, Erstgeborene ist das erste Kind, beziehungsweise der erste, die erste chronologisch Erste dieser Sache. Deswegen, wenn Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist, ist er die erste Schöpfung, also ist er ein geschaffenes Wesen und nicht Gott. Diese Interpretation ist falsch und wir werden sehen, wieso.
Erstlich, Paulus würde sich selbst widersprechen. Er redete gerade davon, dass Jesus das Bild Gottes ist, und wir haben gesehen, was das bedeutet: die exakte Repräsentation von Gott, wesensgleich mit ihm, die vollkommene Darstellung von Gott. Und damit einfach sagt er, dass er Gott selbst ist. Also das wäre in sich ein Widerspruch. Später hier in Vers 19 sagt er: „Der ganzen Fülle gefiel es, in ihm zu wohnen.“ In Kapitel 2, Vers 9 wird das weiter erklärt, denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit, leibhaftig. Also Paulus sagt hier ganz deutlich, ein paar Verse später, dass Jesus die Fülle der Gottheit besitzt, also vollkommene Gottheit hat. Also er redet hier nicht davon, dass Jesus einfach nur irgendein Engelswesen wäre oder ein geschaffenes Wesen wäre, sondern dass er die Fülle Gottes besitzt.
Außerdem: Das ganze Ziel vom Kolossabrief ist ja, den Irrlehrern zu widersprechen, die sagen, Jesus sei nur ein Engelswesen. Das heißt, wenn Paulus hier damit sagt, der Erstgeborene aller Schöpfung, damit will er eigentlich sagen, dass Jesus geschaffen, ein geschaffenes Wesen ist, dann würde er den Irrlehrern ja recht geben und ihnen überhaupt nicht widersprechen. Aber natürlich, das sind so diese einfachen beziehungsweise oberflächlichen Gründe.
Der wahre Grund oder der tiefere Grund, wieso diese Interpretation falsch ist, ist einem in dem falschen Verständnis des Wortes Erstgeborene. Diese Interpretation ist falsch und vor allem kurzsichtig. Denn Erstgeborener kann die chronologische Reihenfolge bedeuten, der Erste einer Sache zu sein, von Kindern zum Beispiel. Aber wenn man das Wort eben biblisch betrachtet, bedeutet es sehr viel mehr, als nur chronologisch das erste Kind beziehungsweise das erste einer Sache zu sein.
Der Erstgeborene steht für den, der die höchste Autorität und den größten Anspruch auf das Erbe hat. Dafür steht der Erstgeborene im biblischen Zusammenhang und im alttestamentlichen Zusammenhang. 5. Mose, Kapitel 21, Vers 17: Dass man dem Erstgeborenen, dass man ihm zwei Teile von allen gibt, was sich bei ihm befindet. Denn er ist der Erstling seiner Kraft, ihm gehört das Recht der Erstgeburt. Das ist der Erstgeborene, 5. Mose 21, Vers 17. Ihm wird der doppelte Anteil. Also alle Kinder kriegen einen Anteil, der Erstgeborene kriegt den zweiten Anteil. Es ist sein Recht. Wieso streitet, wieso Stiehl Jakob Esau das Erstgeburtsrecht? Weil es etwas zu bedeuten hatte. Es gab ihm Autorität, es gab ihm Anrecht und Anteil, auf besondere Weise auf das Erbe.
Und dieser Erstgeborene ist biblisch sogar manchmal eben nicht, ist nicht immer der chronologisch Erstgeborene. Ironischerweise ist es oft. Das ist manchmal sogar das Gegenteil. Was meine ich damit? Wir finden in der Bibel stattdessen, dass Gott den zum Erstgeborenen ernennt beziehungsweise den zum Erstgeborenen erwählt, der ist chronologisch überhaupt gar nicht. We sehen in der Bibel, Erstgeborener verwendet in einer Art Ernennung und Bestimmung Gottes, die unabhängig von dieser chronologischen Sichtweise ist. Was meine ich damit?
Wir haben gesehen, dass das Wort Bild diesen alttestamentlichen Bezug hat, in Bezug auf die Schöpfung, in Bezug auf Sohnschaft, und die Bedeutung vertieft. So handelt es sich auch bei dem Wort Erstgeborener um ein Wort, dessen Bedeutung durch die biblische beziehungsweise genauer gesagt durch die alttestamentliche Verwendung eine weitere Tiefe erhält. Zum Beispiel, 2. Mose 4, 22. 2. Mose 4, 22: Mose soll zum Pharao sagen: „So spricht der Herr: Mein erstgeborener Sohn ist Israel.“ Was ist hiermit gemeint? Israel war nicht chronologisch das erste Volk, das existiert hat. Bereits in Genesis 11, bevor Abraham überhaupt ausgesondert wurde, gab es das Volk der Chaldeäer, zumindest namentlich genannt. Und es gab natürlich auch mehr. Abraham wurde erst in Kapitel 12 ausgesondert, und der Dame Israel tauchte erst viel später auf, als Jakobs Name geändert worden ist. Gut, dass wir im Leseplan alle diese Dinge gelesen haben, so sind sie sicherlich frisch im Kopf bei euch.
Und bis Jakob wirklich als Volk genannt werden könnte, da könnte man auch natürlich sagen, dass noch mehr Zeit vergangen ist. Auch ist Israel nicht ein erstgeborener Sohn in dem Sinne, dass Gott viele andere Völker als Söhne sich irgendwie Er hatte dann keinen Zweitgeborenen oder keinen zweiten Sohn. Nein, was bedeutet das, wenn Gott sagt: „Mein erstgeborener Sohn ist Israel“? Gott hat unter allen Völkern dieses Volk als seinen Erstgeborenen ernannt. Und gibt ihm damit vor allen anderen Völkern Recht und Anteil auf Segen, auf Verheißung, auf die Offenbarung Gottes. Letztendlich gibt er Israel den vorrangigen Anteil. Gott hat sich diesen Volk auserkoren, den höchsten Anteil zu haben an Gott, so that Israel, ja, durch Israel, ja, die Nationen kennenlernen können und Gott offenbart wird. Israel hatte diese besondere Stellung, und in diesem Sinne war Israel der erstgeborene Sohn Gottes.
Ein weiteres Beispiel, und das macht das sehr deutlich: Jeremia Kapitel 31, Vers 9. Jeremia Kapitel 31, Vers 9: „Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbechen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel zum Vater geworden und Ephraim ist mein Erstgeboren.“ Und liebe Geschwister, ich finde es unheimlich witzig. Ephraim wird hier als Erstgeborener bezeichnet. Ephraim war alles andere als ein Erstgeborener. Erst einmal war Ephraim ein Sohn Josefs, nicht Jakobs. Also er war sogar eine Generation versetzt als die Kinder Jakobs und die anderen Stämme Israels. Selbst wenn wir sagen: „Okay, aber weil Jakob darum gebeten hat,“ und wie gesagt, wir befinden uns gerade in diesen Kapiteln, am Ende von Genesis, ähm, in unseren Lesungen – selbst wenn ihr sagt: „Okay, Jakob hat um Ephraim und Manasseh gebeten, und sie zählen genauso wie die anderen“ – Ephraim war nicht mal unter den Söhnen Josefs der Erstgeborene. Ich glaube, heute oder morgen müssten wir Genesis Kapitel 49 lesen.
Und Josef sieht es als Übel an, dass Jakob Ephraim so segnet, als wäre Ephraim der Erstgeborene, obwohl Manasse, der Sohn Josefs, eigentlich der Erstgeborene ist. Erinnert beziehungsweise, wenn ihr dann lesen werdet: Jakob kreuzt seine Arme und segnet Ephraim mit seiner Rechten und Manasse mit seiner Linken, obwohl Amanasse der Ältere ist. Also ist Ephraim also alles das Gegenteil vom Erstgeborenen, sozusagen, in gewisser Weise. Wir sehen also, wenn Gott sagt: „Ephraim ist mein Erstgeboren,“ es geht nicht um darum, dass er der Erste von allen Kindern Jakobs oder Josefs wäre. Es bezeichnet eine Art, eine Vorrangigkeit, eine Auserwählung und Aussonderung, die in diesem Zusammenhang letztendlich auf Gottes Bestimmung zurückzuführen ist, nicht die chronologische Reihenfolge, sondern Gottes Ernennung.
Und das beste Beispiel hier ist Psalm 89. Und ich kann euch empfehlen – wir haben nicht die Zeit dafür hier – ich kann euch empfehlen: Lest euch, und wir werden uns ja mehrere Wochen in diesem Text befändigen. Lest euch mal Psalm 89 und in Kolosser diesen Abschnitt ab Vers 15, Kapitel 1, Vers 15 parallel zu, und ihr werdet sehen, wie sehr dieser Psalm auch zu dem passt, was hier beschrieben wird. Psalm 89. Schlage die ihm auf, wir werden ein paar Verse daraus lesen. Psalm 89. Es ist ein Psalm, wo der Psalmist Ethan, der Esrachiter, den Bund Gottes mit David beschreibt und Gott dafür anbetet.
Psalm 89, nur um ein paar Verse zu lesen, damit wir etwas den Kontext haben. Verse 4 und 5, Psalm 89, 4 und 5: „Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten geschlossen, habe David, meinem Knecht, geschworen. Bis in Ewigkeit will ich deiner Nachkommenschaft Bestand geben und für alle Generationen bauen deinen Thron.“ Es geht also um den Bund, den Gott mit David eben geschlossen hat. Der natürlich auf David bezogen ist, aber eben auch auf seine Nachkommenschaft, und in dem Sinne natürlich auch eine messianische Perspektive beinhaltet, dieser Psalm 89. Dann Vers 21, um zu springen: „Ich habe David gefunden, meinen Knecht, mit meinem heiligen Öl habe ich ihn gesalbt.“
Meine Hand soll beständig mit ihm sein. Und mein Arm soll ihn stärken, kein Feind soll ihn bedrängen. Vers 24: Ich will seine Bedränger vor ihm zerschmettern. Vers 25: Meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein. Vers 27: Er wird mich anrufen: Mein Vater bist du, mein Gott, und er fällt meiner Rettung. Und dann Vers 28: So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten unter den Königen der Erde.
Hier sehen wir, dass Gott zu David spricht und über David natürlich auch über seine Nachkommenschaft bzw. den Messias. Ich will ihn zum Erstgeborenen machen. Hier sehen wir schon, Erstgeborene, es geht hier nicht um, wie du auf die Welt gekommen bist oder wie du chronologisch geschaffen worden bist. Es ist etwas, was Gott macht. Und was ist hier? Erstgeborenen machen, zum Höchsten unter den Königen der Erde. Was ist also hier? Was bedeutet es in diesem Zusammenhang, Erstgeborener zu sein? Es bedeutet, zum höchsten König unter den Königen der Erde zugemacht zu werden. Ich will dich zum Erstgeborenen machen. Was bedeutet das, zum Höchsten unter den Königen der Erde?
Wenn ihr euch erinnert, es ist wieder, manchmal habe ich das Gefühl, Gott wusste, dass, oder er wusste, natürlich wusste er es, aber ich sehe eine gewisse Ironie darin. Dass God wusste that the Irrlehre über den Erstgeborenen auftauchen wird, and he had over the Bible versprenkelt the Gegenteil vom Erstgeborenen auswählt, um ihn Erstgeborenen zu nennen. Denn David, wenn ihr euch an die an Samuel erinnert, an das Buch Samuel erinnert, war erneut das Gegenteil vom Erstgeborenen. Er war der jüngste der Söhne Isais, der nicht mal bei der Familie war, sondern auf dem Feld bei den Schafen war, um sie zu hüten. Und er war auch chronologisch, wenn wir sagen, Erstgeborene bedeutet der König unter den Königen zu Erden zu sein. Er war nicht der erste König, der existiert hat. Ja, es gab viele Könige vor ihm, also sogar in Israel gab es einen König vor ihm und auch unter den anderen Völkern gab es natürlich Könige vor ihm.
Also Erstgeborener bedeutet, und deswegen, liebe Geschwister, nur ganz kurz, wir können lexikalisch, griechisch, hebräisch viele Wörter erklären und lernen und so weiter. Und es ist auch gut und es ist wichtig. Aber ich möchte betonen, die Bibel ist der beste Ausleger der Bibel. Wenn ihr das Wort Erstgeborener verstehen wollt, tut es lexikalisch griechisch-hebräisch. Ich sage nicht, dass ihr es nicht tun sollt, aber vergesst nicht, das biblisch zu tun. Was bedeutet dieses Wort in biblischem Zusammenhang?
Und ihr seht, Erstgeborener, ja, es wird verwendet um den Ersten chronologisch, wie Jesus als Erstgeborener Marias ist, aber es wird eben. Eben auch verwendet. Und gerade in diesem messianischen Kontext, gerade in diesem Kontext über David, wird es verwendet, um zu sagen, er ist der Erstgeborene, das heißt, er ist der Höchste unter dem König der Erde.
Was möchte also Paulus hier sagen, wenn er sagt, Christus ist der Erstgeborene aller Schöpfung? Möchte er sagen, Christus ist chronologisch gesehen einfach halt der Erste, der geschaffen wurde? Nein, es geht darum, dass Christus Absoluten Vorrang hat über alle Schöpfung.
Deswegen ist der Punkt 2 seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. David war der Jüngste, er war der Hirte, er war der, der am weitesten entfernt war vom König sein. Gott macht ihn aber zum Erstgeborenen, also zum Höchsten. Zum höchsten König, also zum König mit der größten Autorität, mit der größten Macht. Und Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Das bedeutet Er hat Vorrang, er hat Autorität, er hat Vollmacht über alle Schöpfung. Wenn wir uns so vorstellen, wenn im Gesetz Moses der Erstgeborene doppelten Anteil des Erbes bekommen hat, dieser Erstgeborene über alle Schöpfung bekommt. Allen Anteil über alles Erbe. Ihm gehört die gesamte Schöpfung. Er hat Anteil an alle, er hat den ganzen Anteil am Erbe, nicht nur den doppelten.
Wenn David als Erstgeborene der Höchste unter den Königen der Erde war, ist dieser Erstgeborene der König der Könige und der Herr der Herren, der Autorität hat über nicht nur die Könige der Erde, sondern über die gesamte Schöpfung, sowohl irdische und menschliche andere materielle Autoritäten als auch über geistliche andere Autoritäten. Und genau darum geht es ja in den Versen danach. Darum geht es ja in den Versen danach.
Dieser Erstgeborene ist der Urheber aller Schöpfung. Er ist der Sinn und Ziel aller Schöpfung. Er ist die größte Autorität, denn alle Autorität ist von ihm geschaffen worden, sei es sichtbar, unsichtbar, Throne, Herrschaften, Gewalten oder Mächte. Er hat Vorrang vor allem und Anspruch auf alles. Das ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Er hat Recht auf alles.
Psalm zwei, Vers acht. Gott spricht zum Sohn, von seinem zu seinem zu seinem Sohn: „Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und zu deinem Besitz die Enden der Erde.“ Seht ihr, was Erstgeborener bedeutet? Ihm gehört alles.
Hebräer Kapitel 1, Vers 2. Nachdem Gott eben durch die Propheten auf verschiedene und vielfältige Weise geredet hat, spricht er in den letzten Tagen durch den Sohn und hat er sich durch den Sohn offenbart. Und dann kam Vers 2. Diesen hat er am Ende, und dann Vers 2 eben, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat. Seht ihr, was es bedeutet, dass Jesus der Erstgeborene ist? Wie kurzsichtig es ist, einfach nur dieses Wort als chronologisch anzusehen und nicht biblisch zu verstehen, und zu welcher Irrlehre es natürlich führen kann! Siehst du die Erhabenheit dieses Herrn? Als Erstgeborener ist er über allen, hat Vorrang vor allen und Anspruch auf alles. Sein Erbe ist alles.
Vers 16 bis 17, nur kurz. Deswegen gesagt, wir werden mehrere Wochen in diesen Texten sein. Nur ganz kurz, Vers 16 und 17: „Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Drone oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen worden.“
Ich habe ja gesagt, der Gedanke über die Vorrangigkeit Jesu zieht sich jetzt bis Vers 17 fort. Also es ist kein neuer Punkt, sondern es ist eine Fortsetzung dieses Punktes. Und dieses „denn,“ „denn in ihm,“ Vers 16 beginnt mit „denn,“ dieses „denn“ verbindet hier Vers 16 zur Aussage vorher. Also dies hier, Vers 16 und 17, sind die Begründung beziehungsweise die Erläuterung, inwiefern Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist. Ja, inwiefern er den Vorrang und den Anspruch auf alles hat. Es ist der Beweis beziehungsweise die Erläuterung dafür, inwiefern er eben Erstgeborener ist.
Versteht ihr? Deswegen, Erstgeborene nur chronologisch zu verstehen, macht überhaupt keinen Sinn, wenn danach ja Paulus davon redet, wie er eben im Sinne des Anspruchs und im Sinne des Vorrangs Erstgeborener ist, in den Versen 16 bis 17. Und nur um es auch zusammenfassend zu sagen: Verse 15 bis 20, vielleicht habt ihr es schon gemerkt, ich habe es versucht zu betonen, wie oft das Wort „alles“ auftaucht. In den Versen 15 bis 20 taucht das Wort „alles“ siebenmal vor. Beziehungsweise das griechische Wort taucht achtmal vor, denn in Vers 19 heißt es ja „der ganzen Fülle.“ Das ist auch dasselbe griechische Wort von allem. Also es taucht achtmal insgesamt vor. Siebenmal ist es im Deutschen mit „alles“ übersetzt. Und in Versen 16 bis 17 taucht es viermal auf.
Jesus, und wie gesagt, wir werden detailliert das nächste, so der Herr will, nächste Woche anschauen. Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung, denn Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung, weil alles in ihm geschaffen wurde, alles durch ihn geschaffen wurde, alles zu ihm hin geschaffen wurde. Er vor allem ist und alles durch ihn besteht. Seht ihr den Aspekt der Erstgeborenheit hier? Alles ist in ihm, alles ist durch ihn, alles ist für ihn, er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Jesus ist Urheber der Schöpfung.
Er ist das Instrument, mit dem alles geschaffen wurde. Er ist das Ziel und der Zweck der Schöpfung. Er ist durch den alles geschaffen worden ist. Er ist der, durch den alles, was geschaffen ist, bestehen bleibt, besteht gerade. Er ist vor allem und alles gehört ihm.
Aber das werden wir uns im Detail zu der Herwell in der nächsten Woche anschauen. Was haben wir heute gesehen? Paulus hebt die Erhabenheit Jesu hier hervor und trotzt damit der Irrlehre, die sich bei den Kolosseinen einschleicht.
Jesus ist nicht nur ein Engel, er ist nicht nur ein göttlich angehauchtes Wesen von niederer Ebene. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Die exakte Abbildung Gottes, die vollkommene Repräsentation ohne Marke. Er ist das Bild und die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit, der Abdruck seines Wesens. Sowohl als ewiger Sohn ist er das, als auch als Fleisch gewordener Mensch und Messias. Er ist die Offenbarung Gottes schlechthin.
Und er ist über die gesamte Schöpfung erhaben. Er hat Vorrang. Über allem. Er ist kein Geschöpf, sondern er ist der Schöpfer. Alles, was existiert, ist von ihm geschaffen, durch ihn geschaffen und zu ihm hingeschaffen. Er ist der Sinn, das Ziel und der Zweck der gesamten Schöpfung.
Wie können wir diese Wahrheiten in unserem Leben anwenden? Erstens: Staune über die Erhabenheit Jesu. Staune darüber.
Und liebe Geschwister, das soll keine leere Floskel sein. Staune darüber, das muss man halt sagen. Sondern ich rede wirklich davon, umzusetzen, das umzusetzen, was Robert Marie McShane gesagt hat: „Für jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Jesus.“
Und ich rede konkret über deinen Blick, darauf deinen Blick zu werfen, was wir heute über diesen Jesus erfahren haben. Gedanken, die unseren Verstand übersteigen, aber mit denen wir uns beschäftigen müssen. Ich möchte dich dazu ermutigen, ich möchte dich dazu drängen, dir Zeit im Tag zu nehmen, über diesen Jesus nachzusenden, innezuhalten, stillzuhalten in all deiner Geschäftigkeit, in all deinen Dingen, die du zu tun hast, innezuhalten am Tag und über diesen Jesus nachzudenken und über seine Erhabenheit zu staunen.
Versuche es doch wirklich mal so umzusetzen, wie Robert Mary McShane es gesagt hat: Jedes Mal für den, für das du in den Spiegel schaust, denke zehn Minuten, zehnmal über Jesus Christus nach.
Setze es um, dich mit ihm zu beschäftigen. Staune über ihn. Wie er das Bild des unsichtbaren Gottes ist. Von Ewigkeit her, wie diese Harmonie und Liebe und Beziehung zwischen Vater und Sohn existiert, wie sie sich gegeneinander erfreuen und einander verherrlichen.
Der Vater und der Sohn, der Sohn, der ewig vom Vater ausgegangen ist. Denke darüber nach, wie dieser Sohn in seiner Menschwerdung sich, das Bild Gottes geworden ist, das, was du sehen kannst und anfassen kannst. Wie er offenbart hat als Mensch diesen unsichtbaren Gott, wie er dir zugänglich gemacht hat, was für dich eigentlich unzugänglich wäre. Staune doch über diesen Menschen. Staune über diesen Gott. Staune über diesen Gottmenschen.
Staune darüber, wie hoch erhaben er über alles ist. Liebe Geschwister, achtmal in diesen Versen, siebenmal wird es als „alles“ übersetzt, kommt das vor?
Es gibt nichts, also wenn es noch irgendeinen Zweifel gibt, dass etwas größer oder stärker als Jesus wäre, Paulus sagt: alles, alles, alles, alles. Er ist über allem, er ist der Erstgeborene, er ist der höchste König, er ist der mit der höchsten Autorität, mit der größten Vollmacht.
Alles andere ist ihm unterworfen. Ihm gehört alles. Er ist der Erstgeborene und hat Anrecht auf alles. Er ist der Urheber der Schöpfung. Er ist das Instrument, mit dem alles geschaffen wurde. Und er ist das Ziel der Schöpfung.
Das ist Jesus Christus. Das ist der Sohn Gottes. Denke darüber nach. Das nächste Mal, wenn du dich im Spiegel betrachtest, denke darüber nach. Das nächste Mal, wenn deine Gedanken erfüllt damit sind, wer du bist, was Leute über dich denken. Lege diese Gedanken ab und schau zehnfach auf Christus.
Das nächste Mal, wenn du dich im Spiegel betrachtest, frage dich: Habe ich über Jesu Erhabenheit nachgedacht? Das nächste Mal, wenn du besorgt bist, was deine Kollegen oder deine Freunde oder andere Menschen um dich herum über dich denken: Habe ich darüber nachgedacht? Wir haben Jesus ist.
Seht ihr, wie all das — mein Aussehen, was andere Menschen über mich denken, meine Kämpfe, Bedürfnisse, Schwächen, Stärken? All das verblasst in der Erhabenheit Jesu. All das wird fast bedeutungslos, wenn wir die Größe dieses Herrn sehen.
Zweitens, erstens: Staune über die Erhabenheit Jesu. Zweitens: Ruhe in der Erhabenheit Jesu.
Ruhe in ihm und in dem, wie groß er ist. Wir haben gesungen heute: Wie groß bist du? Ruhe in seiner Größe. Auf diesen Jesus, auf seine Erhabenheit zu schauen, ist Balsam für deine Seele. Es ist Nahrung für deinen verschmachteten Geist. Auf ihn zu schauen, ist der feste Anker in jedem Sturm. Wenn dein Blick sich weg von dir selbst hin zu Christus wendet, wenn du ihn zu deiner Zuflucht machst, darin darfst du ruhen. Denn er ist größer als deine Sünde. Er ist größer als deine Anfechtung. Er ist größer als die Feinde in dieser Welt.
Er ist größer als jeder Politiker. Er ist größer als jeder Widersacher, jeder Verfolger, jeder Spötter. Er ist größer als deine Anfechtung und dein Kampf. Auf Jesus zu blicken, auf seine Erhabenheit zu blicken, schütz dich vor falscher Lehre, wie er es hier in Kolossa tun soll. Auf seine Erhabenheit zu sehen, ermutig dich im Kampf gegen Sünde. Es tröstet dich in deinem Versagen. Denn Jesus ist über allem, auch über deine Unzulänglichkeit. Deine Vorrangigkeit nimmt dir die Angst: Angst vor der Hölle, Angst vor dem Feinden dieser Welt, Angst vor Krankheit, sei es Krankheit, sei es Krieg, sei es Verfolgung, sei es Tod. Sei es Angst vor Engeln oder Dämonen, falls du solche Mächte fürchtest. Jesus ist Herr über dies alles.
Und wir werden erst später ab Vers 18 dann auch über seine Erhabenheit in Bezug auf die Gemeinde und auf die Rettung schauen. Und das werden wir noch sehen. Und wir werden sehen, wie sehr dir diese Erhabenheit Ruhe schenken kann.
Drittens, und das ist der letzte Punkt: Bete diesen erhabenen Jesus an. Dieser erhabene Jesus ist würdig all deiner Anbetung und all deiner Hingabe. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes und er ist der Urheber und Ziel der gesamten Schöpfung.
In der gesamten Menschheitsgeschichte fragen sich Menschen: Was ist der Sinn des Lebens? Was ist das Ziel meines Lebens? Was will ich mit meinem Leben erreichen? Wenn du heute hier sitzt und dich fragst, was ist der Sinn oder das Ziel deines Lebens: Es gibt nur eine Antwort: Jesus. Ihn. Er ist das Ziel deines Lebens. Du wurdest geschaffen von ihm, für ihn. Du wurdest nicht für deinen Job geschaffen. Du würdest nicht dafür geschaffen, deine Vorstellungen und deine Ziele zu erfüllen auf dieser Erde. Du wurdest nicht für Wohlstand erschaffen. Du wurdest auch nicht für deine Familie, deinen Mann, deine Frau oder deine Kinder geschaffen. Du wurdest geschaffen für Jesus Christus. Von ihm, für ihn. Er ist der Sinn, das Ziel und der Zweck deines Lebens.
Du würdest dafür geschaffen, ihn anzubeten. Und um es einfach zu halten: Ihn anzubeten bedeutet ganz einfach, ihm zu gehorchen, sich ihm niederzuwerfen, sich ihm zu unterwerfen. Wir beten nicht nur Jesus an, wenn wir singen. Nein, wir beten Jesus an mit jedem Atemzug, den wir tun. Beziehungsweise haben wir die Gelegenheit dazu, ihn anzubeten, mit jedem Atemzug. Indem, wenn wir ihm gehorchen, beten wir ihn an.
Wenn du also heute hier bist und nicht an diesen Jesus glaubst, dann rufe ich dich zur Buße auf. Ich rufe dich auch auf, dein Vertrauen in ihn zu setzen. Er ist dein Schöpfer. Und wenn du nicht Zuflucht bei Jesus findest, wird er dein Richter sein und dich verdammen in die ewige Hölle. Denn dein Leben gehört ihm, und du wurdest von ihm, für ihn geschaffen.
Wenn du aber in deinem Leben merkst und dein Leben betrachtest und siehst, dass du dein Leben verbracht hast, als würde es dir selbst gehören: Nach deinen eigenen Zielen, nach deinen eigenen Vorstellungen, nach deinen eigenen Maßstäben hast du dein Leben bisher geführt und hast Jesus das geraubt, was ihm gehört, nämlich dein Leben. Dann sollst du wissen, dass Jesus eines Tages Rechenschaft von dir fordern wird. Und er wird dich richten, wenn du nicht an ihn glaubst und nicht Zuflucht in seinem Opfer am Kreuz gefunden hast.
Aber dieser erhabene Jesus, wir haben es gesehen, er ist als Mensch auf diese Erde gekommen und hat sein Leben für Sünder wie dich gelassen, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht gerichtet wird, sondern Vergebung seiner Sünden empfängt und ewiges Leben hat.
Jeder, der davon umkehrt, sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen und Richtlinien zu leben, sein Leben nach seinen eigenen Begierden und Sünden zu leben; wer davon umkehrt und sich zu Jesus wendet, sich ihm unterwürft im Glauben an sein Opfer am Kreuz, dem schenkt Jesus ewiges Leben.
Und für jeden, der bereits an Jesus glaubt, ist die Botschaft trotzdem dasselbe: Bete diesen erhabenen Jesus an. Erinnere dich daran, dass ihm alles gehört. Er ist die Erstgeburt. Er hat Anrecht auf alles. Und das bedeutet auf alles in deinem Leben.
Wenn es also in deinem Leben einen Aspekt gibt, den du ihm nicht unterwürst, beziehungsweise den du ihm nicht unterwerfen willst, dann erinnere ich dich: Gott, der Vater, hat ihm Anteil an den Nationen gegeben und zum Erbe das Besitz, zum Besitz gegeben, die Enden der Erde. Ich möchte dich daran erinnern, dass er zum Erben aller Dinge eingesetzt worden ist, dass du von ihm und für ihn geschaffen worden bist. Er ist Sinn und Ziel deines Lebens. Alles gehört ihm. Du wurdest von ihm für ihn geschaffen. Du wurdest von ihm für ihn erlöst. Dein Leben gehört nicht dir, nicht deiner Arbeit, nicht deinem Wohlstand, nicht deiner Familie, nicht dir selbst. Dein Leben gehört dir nicht, es gehört Christus.
Und ein so schöner Gedanke: Wir haben so viel über das Bild des unsichtbaren Gottes gesehen. Was ist unser Ziel als Gläubige? Wonach streben wir? Und welches Ziel werden wir eines Tages erreichen? 2. Korinther 3, Vers 18. Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.
Liebe Geschwister, unser Ziel als Gläubiger, unsere Finish line und unser Lebenssinn ist, dem Bild Jesu ähnlich zu werden, dem Bild Jesu gleichförmig zu werden. Das wird ja auch in Römer 8, 28 und 29 gesagt: Er hat uns vorherbestimmt, seinem Bilder ähnlich zu werden, gleichförmig zu werden. Das heißt, deine Lebenserfüllung, der Sinn und Zweck deines Lebens, besteht darin, Christi Bild zu werden. Nicht genauso, wie er das Bild des unsichtbaren Gottes ist, aber ähnlich. Zudem ist unser Ziel, ein Abbild und eine exakte Repräsentation von Jesus Christus zu sein. Und in der Ewigkeit werden wir ihm gleich sein, wie es in 1. Johannes heißt. Wir werden sündenlos sein, wir werden frei sein im verherrlichten Leib. Das ist der Sinn deines Lebens, und das ist es, was sich in der Ewigkeit erfüllen will.
Was für eine Schönheit, was für eine Poesie! Der, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, hat sich offenbart und Menschen gerettet, damit sie seine Abbilder werden. Seht ihr die Heilsgeschichte? Seht ihr den Heilsplan? Sehst du, dass das das Ziel deines Lebens ist? Alles andere ist diesem Ziel und diesem Zweck untergeordnet. Dein oberstes Ziel ist es, Christus ähnlicher zu werden.
Lasst uns also schauen. Lasst uns auf Christus schauen. Lasst uns zehnfach auf Christus schauen, denn ihn zu sehen, verwandelt dich in dieses Bild. Du willst dein Lebensziel erreichen, du willst dein Leben nicht vergeuden und deinen Sinn nicht verpassen: Schaue auf Christus, staune über seine Erhabenheit. Schaue zehnfach auf ihn.
Und du wirst verwandelt werden in seinem Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Ihm möge aller Ehre zuteil werden.
Lasst uns beten.
The gross I got. Wenn ich die Welt betrachte, wenn ich dein Wort betrachte und wenn ich deinen Sohn betrachte, dann jaucht‘ mein Herz, dir großer Herrscher, zu. Wie groß bist du? Wie groß bist du? Wie groß bist du, Herr Jesus Christus?
Ewiger Sohn. Eine Person der Gottheit, der Dreieinigkeit. Ewiglich her vom Vater ausgegangen. Die exakte Darstellung und das vollkommene Abbild von Gott.
Nicht nur von der Ewigkeit her, du hast dich erniedrigt und hast diesen Gott, diesen Unsichtbaren, diesen Unzugänglichen, den, den niemand gesehen hat. Du hast ihn ausgelegt, du hast ihn erklärt, du hast ihn dargestellt, du bist die Exegese von Gott, der unsichtbar ist. Du hast ihn uns offenbart und du hast uns den Zugang zu ihm geschenkt.
Du, der du der Erstgeborene bist. Dein Anrecht und dein Anteil ist alles. Alles, was existiert. Alles in der Schöpfung. Du bist vor allen, du bist über allen und dir gehört alles.
Herr Jesus, wir beten dich an. Wir fallen vor dir nieder. Und wir bekennen dir oder anerkennen. Wir erkennen an, dass auch unser Leben nicht uns selbst gehört.
Nicht dieser Welt, nicht anderen Menschen, nicht unserer Familie, sondern dir. Auch nicht uns selbst gehört unser Leben. Es gehört dir.
Und du wirst Rechenschaft fordern von dem, was wir dir geraubt haben, was dir gehört. Sei es unsere Zeit, sei es unsere Fähigkeiten, Talente oder Gaben, die du uns geschenkt hast, unser Verstand, unser Atem, unser Mund, unser Herz. Es gehört dir alles.
Vater, wir singen oft in diesem einen Lied: „Mein Leben will ich Christus weihen, sodass sein Wesen durch mich scheint, als Spiegel seiner Herrlichkeit.“ Das ist mein Gebet, Vater. Mögen wir ein Spiegel der Herrlichkeit, des Jesus Christus, deines Sohnes, des Sohnes deiner Liebe sein. Möge sein Wesen durch uns scheinen. Dir zur Ehre. Amen.