March 1, 2026

Die Erhabenheit Jesu Christi – Teil 3

Series:
Passage: Kolosser 1:15-20

Automatisch generiertes Transkript

Möge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden.

Schlagen wir auf den Kolosserbrief, Kapitel 1, und lassen uns lesen die Verse 15 bis 20. Kolosserbrief, Kapitel eins, die Verse fünfzehn bis zwanzig. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen, und er ist vor allem und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe. Denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen. Indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, sei es was auf der Erde oder was in den Himmel ist.

Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel. Wir sind dir dankbar, dass wir uns wie nun wieder deinem Wort widmen dürfen. Dein Wort schenkt Leben, dein Wort erquickt, dein Wort erhält die Augen. Dein Wort macht weise. Wir durften davon singen: Christus allein ist es, der uns rettet. Nicht andere Heilige, nicht unsere eigenen Werke, Christus allein. Auf ihn zu schauen ist das Kostbarste, was wir tun können. Auf Christus zu blicken, für ihn zu leben, ist der Sinn und der Zweck unseres Lebens. Und so sind wir dir dankbar, Vater, dass wir uns nun heute zum dritten Mal wieder diesem Text widmen dürfen. Und auch weiterhin bleibt unser Anliegen, dass Christus groß gemacht werden möge. Dein Sohn, dein geliebter Sohn, der Sohn deiner Liebe, wie du ihn hier nennst. Er möge groß gemacht werden vor unseren Augen. Führe die Stunde der Verkündigung, sodass Christus groß gemacht wird und die Gemeinde erbaut wird. Dass wir erkennen mögen und staunen mögen über die Erhabenheit deines geliebten Sohnes. Dass wir anerkennen mögen, dass er das Zentrum und das Haupt von allem ist. Und wie viel mehr er dann das Zentrum unseres Lebens sein müsste. Bringe uns ins Staunen. Verwandle uns durch den Blick auf Christus von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Und mögest du auch diese Stunde der Verkündigung dafür nutzen, deinen Sohn zu verherrlichen. Im Namen Jesu Christi. Amen.

Setzt euch gerne. Wahrhaftig schöne Lieder sind es, die wir singen dürfen. Gerade die beiden neuen Lieder, die wir singen, auch heute gesungen haben, wo es in dem einen Lied darum ging, wenn wir Christus auf der Erde wandeln sehen, sein göttliches Handeln sehen. Wie er am Kreuz bezahlt für viele Sünder Schuld, wie Gott darin offenbart wird und wie unser Herz jauchzt über die Größe unseres Gottes, wenn wir den Christus schauen. Wenn wir davon singen, wie Christus allein, diese Wahrheit, die in der Reformation wiederentdeckt und wiederbelebt wurde, Christus allein ist der Erlöser. In Christus allein ist Erlösung. Nicht durch die Kirche, nicht durch den Papst, nicht durch die eigenen Werke oder Sakramente. Christus allein ist der Erlöser. Und es ist so passend, wenn wir uns derzeit in so einem Text wie diesem hier aus dem Kolosserbrief beschäftigen, die Größe, die Erhabenheit, die Genugsamkeit Christi auch in den Liedern zu besingen, die wir in der Gemeinde haben.

Das Zitat von Robert Murray M’Chayne begleitet uns durch diesen Text, und ich möchte euch wieder erneut daran erinnern, wo Robert Murray M’Chayne gesagt hat: „Für jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Christus.“ Für jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Christus. Und ich möchte dich fragen, ähnlich wie zur vergangenen Woche, wie hast du diesen Rat in der vergangenen Woche umgesetzt? Hast du dir Zeit genommen, bewusst über Christus zu reflektieren? In Momenten, als deine Gedanken auf dich fixiert waren, deine Bedürfnisse, was andere über dich denken, deine Erfolge oder dein Versagen?

Konntest du dich aufhalten und deine Blicke auf Christus wenden? Hast du innegehalten und gedacht, habe ich heute schon über Christus nachgedacht, auf ihn geblickt, auf seine Erhabenheit? Als du dich im Spiegel betrachtet hast oder als du einfach erfüllt von dir selbst warst und Gedanken über dich selbst, konntest du deine Aufmerksamkeit auf Christus legen? Konntest du Jesus Christus den Vorrang in deinem Leben geben, der ihm gebührt, den er aus der Natur seiner Person heraus besitzt? Den Vorrang, den er hat? Konntest du auf seine Erhabenheit blicken? Die Tatsache, dass er das Bild des unsichtbaren Gottes ist, dass er der Erstgeborene aller Schöpfung ist?

Diese Woche ist es unter der Woche so schön sonnig geworden. Ihr habt euch sicherlich auch so gefreut über das gute Wetter, das wir hier in München auch erleben konnten, nach langer Kälte und grauem Wetter. Als es diese Woche so sonnig wurde, hast du daran gedacht, wie Jesus es ist, der die Sonne aufgehen lässt, der die Erde auf ihrer Laufbahn um die Sonne hält? Wie das ganze System, wie unser Planet rotiert und sich bewegt, wie die physikalischen Gesetze und die Naturkonstanten, die dazu führen, dass überhaupt die Sonne aufgeht, die Erde im richtigen Winkel geneigt ist, sich in der richtigen Geschwindigkeit und richtigen Entfernung um die Sonne herum bewegt. Dass diese Dinge und diese physikalischen Gesetze, die dahinterstehen, alle erhalten werden von Jesus Christus. Wenn Jesus diese Dinge nicht aktiv bestehen lassen würde, würde alles in sich zusammenfallen. Hast du daran gedacht, als es diese Woche so sonnig geworden ist? Hast du daran gedacht, dass diese Sonne scheint, nicht für dich, sondern für ihn?

Als du geatmet hast. Bei jedem deinem Herzschlag, der dir vielleicht aufgefallen ist, ist dir bewusst geworden, dass all das erhalten wird von Jesus Christus. Jeder Prozess, sogar das Atmen, das uns ja keine Mühe bereitet, etwas, was wir automatisch tun, dass das etwas ist, was Jesus Christus in der Macht seines Wortes trägt. Und ohne ihn gäbe es deinen nächsten Atemzug nicht. Hast du darüber nachgedacht, dass du von ihm geschaffen wurdest und für ihn geschaffen wurdest?

Wir beschäftigen uns in diesem Text heute. Zum dritten Mal kommen wir, und so der Herr will, zum letzten Mal zu diesem Abschnitt von den Versen 15 und 20. Und in diesem Text geht es um die Erhabenheit Jesu Christi. Und wir haben uns bereits einige Aspekte dieser Erhabenheit angeschaut und möchten auch heute fortfahren, all diese Aspekte seiner Erhabenheit zu sehen. Wir haben gesehen, dass Paulus sich eigentlich in der Beschreibung seines Gebets für die Kolosser befindet und in dieser Beschreibung seines Gebets für sie beginnt er, einen Exkurs zu machen im Rahmen seines Gebets, um sie Kolosser über die Person Jesu Christi zu belehren.

Die Kolosser hatten mit dieser Irrlehre zu kämpfen, die eben auf sie zugekommen ist. Und diese Irrlehre leugnete die Gottheit Jesu Christi. Jesus war nur eine Art Engelswesen oder göttliches, kleineres Wesen, das sehr viele Ebenen tiefer war als das wahre Göttliche. Jesus war gleichzeitig auch kein Mensch laut dieser Irrlehre, denn alle Materie war böse und alles Geistliche war gut, also konnte Jesus nicht wahrlich Mensch sein, denn alles Materielle, alles Physische ist böse. Dieser Irrlehre zu trotzen, beschreibt Paulus hier Jesus in all seiner Erhabenheit, seiner Göttlichkeit, aber auch, wie wir heute sehen werden, in seiner Menschlichkeit, indem er den Kolossern, die er hat, heute Jesu Christi präsentiert.

Wir haben bisher gesehen, die verschiedenen Aspekte. Erstens, der erste Aspekt der Erhabenheit Jesu Christi, sein Gottesbild sein. Die Tatsache, dass Jesus, er wird hier in Vers 13 genannt, der Geliebte, der Sohn seiner Liebe, also der geliebte Sohn des Vaters, dass er das Bild des unsichtbaren Gottes ist, bedeutet, dass er die exakte Abbildung und die vollkommene Repräsentation des unsichtbaren Gottes ist. Gott ist unsichtbar.

Er wohnt in einem Licht, das unzugänglich ist. Aber Jesus ist die Offenbarung dieses unsichtbaren Gottes. Er ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit. Das ist er bereits als ewiger Sohn. Das ist er bereits gewesen, bevor er Mensch geworden ist. Als Sohn ist er der wesensgleiche Abdruck des Vaters. Aber natürlich ist er das auch als Fleisch gewordener Mensch. Jesus hat, niemand hat den Vater gesehen, aber der Sohn hat ihn uns kundgetan, indem er Fleisch geworden ist und Gott uns offenbart hat, so wie wir es auch in diesem Lied gesungen haben. Jesus ist also das Bild des unsichtbaren Gottes, die exakte Abbildung, die vollkommene Repräsentation.

Wir haben zweitens, und damit haben wir uns auch vergangene Woche und auch die Woche davor schon beschäftigt, zweitens seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Jesus wird genannt, der Erstgeborene aller Schöpfung. Wir haben gesehen, dass das bedeutet, ist, dass es hier nicht um chronologischen, den chronologisch Erstgeborenen geht, sondern dass dieser Titel Erstgeborene etwas ist, was den beschreibt, der die größte Autorität und den größten Anspruch auf das Erbe hat. Jesus ist also derjenige mit der größten Autorität und dem Anspruch über die gesamte Schöpfung. Wenn er hier Erstgeborener genannt wird, bedeutet, dass er der Herr und König über alles Geschaffene ist. Ihm gehört alles und er hat Anspruch und Autorität über allem.

Weiterhin haben wir gesehen, dass er Urheber und Ziel der Schöpfung ist. Alles ist von ihm geschaffen und alles ist für ihn geschaffen. Kein Molekül, kein Atom auf dieser Erde existiert, das nicht Jesus Christus gehört und zu seiner Ehre, zu seinem Wohlgefallen geschaffen wurde. Er ist Urheber und Ziel und Zweck der Schöpfung. Er ist der Sinn eines jeden Sinn und Zweck eines jeden Geschöpfes. Und wir haben gesehen, er hält alles Geschaffene zusammen. Und er hat Vorrang vor allem. Den Kolosser, an denen gesagt wird, Jesus sei nur ein kleineres Engelswesen, eine Art, eine Göttlichkeit niederer Stufe. Denen trotzt Paulus und sagt, er ist über allem. Er ist Herr und König über allem. Er ist wesensgleich mit Gott, die vollkommene Abbildung dieses Gottes. Kein Engel kommt an diesen heran. Kein Engelswesen ist nötig, denn Jesus steht über ihnen allen.

Und so kommen wir heute zu den Versen 18 bis 20. Und diese Verse 18 bis 20 enthalten mehrere Aspekte. Ich habe sie versucht zusammenzufassen unter dem Aspekt drittens. Also wir hätten erstens sein Gottesbild sein, zweitens seine Vorrangigkeit über alle Schöpfungen, drittens seine Errungenschaften als Mensch. Drittens, seine Errungenschaften als Mensch. Vers 18: „Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem Vorrang hat.“ Es beginnt mit, und er ist das Haupt des Leibes. Und verbindet natürlich den Vers 18 mit dem, was Paulus vorher beschrieben hat. Es wird deutlich, Paulus ist noch nicht fertig. Es geht noch weiter. Es war Paulus noch nicht genug, Jesus zu präsentieren, als den, der über allem ist. Über die Schöpfung ist, der das Bild des Unsichtbaren Gottes ist. Es war noch nicht genug zu zeigen, dass Paul, dass Jesus, der der alles geschaffen hat, durch den alles geschaffen wurde und zu dem alles geschaffen wurde. All das war noch nicht genug. Es geht weiter. Er möchte den Sohn seiner Liebe weiter erhöhen und so dieser irrele trotzen. Er sagt, der geliebte Sohn des Vaters ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung und das Haupt des Leibes der Gemeinde.

Und hier sehen wir, dass es, und hier und vor allem dann auch in den Versen später, beginnen wir zu sehen, dass sich etwas verändert, nämlich: Bisher ging es sozusagen um die universelle Erhabenheit Jesu Christi. Sein Gottesbildsein, seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung, das sind alles Eigenschaften, die er in seiner ewigen Natur als Sohn Gottes bereits besitzt bzw. besessen hat.

Sie sind allgemein wahr und ewig und als Schöpfer in seinem göttlichen Wesen verankert. Er musste dafür, all diese Dinge ist er in seiner Natur als Sohn Gottes. Er musste dafür kein Mensch werden, er musste für diese Dinge nicht am Kreuz sterben. Als Sohn Gottes ist er bereits über das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung und über und vor allem.

Nun wird aber unsere Aufmerksamkeit auf konkretere, nicht so diese universellen, die gesamte Schöpfung und alles diese universellen Quellen bezogen, sondern jetzt geht es um konkretere Aspekte der Erhabenheit Jesu Christi. Aspekte, die er nicht nur als ewiger göttlicher Sohn innewohnend besitzt, sondern insbesondere als Fleisch gewordener Gott, als Gottmensch durch seinen Gehorsam und Triumph errungen hat. Es geht um Errungenschaften des Herrn Jesus, insbesondere auch als Mensch, als Mensch, als Gottmensch. Denn als Gott und als Sohn Gottes ist er sowieso über allen und vorrangig. Als Mensch hat er das aber durch seinen Verdienst errungen, über allem erhoben zu werden. Wir werden später weiter verstehen, was ich weiter tiefer sehen, was ich damit meine. Aber beginnen wir mit dieser Beschreibung: Er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde.

Jesus ist also das Haupt, die Gemeinde ist sein Leib. Die Beschreibung der Gemeinde als Leib ist sehr üblich im Neuen Testament. Wir finden sie hier im Kolosserbrief auch immer wieder jetzt vor, im Epheserbrief, im ersten Korintherbrief, sie ist es sehr üblich. Es ist eine einzigartige Beschreibung für die Gemeinde. In dem Sinne, es gibt viele Beschreibungen und Bilder für die Gemeinde, die üblich sind, die auch für das Volk Israel im Alten Testament verwendet wurden. Aber die Beschreibung und die Illustration des Leibes, die gibt es nicht im Alten Testament für das Volk Israel, die gibt es nur für die Gemeinde im Neuen Testament. Während es sich auch auf eine Ortsgemeinde beziehen kann, wenn vom Leib die Rede ist, also auf eine lokale Versammlung, geht es hier um die weltweite Gemeinde, um die universelle Gemeinde, wo alle Gläubigen der neutestamentlichen Zeit eingeschlossen sind. Es geht um die weltweite Gemeinde.

Jesus ist das Haupt dieser Gemeinde. Einige Verse später, in Kapitel 1, Vers 24, sagt Paulus auch: „Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht, von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib. Das ist die Gemeinde.“ Die Gemeinde ist der Leib Christi. Und Paulus freut sich, alles, was noch aussteht, zu ertragen um des Leibes Christi willen, um der Gemeinde willen.

Wenn wir die Illustration des Leibes nehmen, was betont diese Illustration? Woran denken wir, wenn wir über einen Leib nachdenken? Es betont die Eigenschaft der Gemeinde, dass sie ein lebendiger einheitlicher Organismus ist. Dieses Bild des Leibes wird verwendet, um die Einheit der Gemeinde und die Notwendigkeit jedes Gliedes zu beschreiben. Zum Beispiel in 1. Korinther 12 wird dieses Bild sehr detailliert betrachtet: die Gemeinde als Leib. Wir werden ein paar Verse lesen, 1. Korinther Kapitel 12, ab Vers 12 bis 27. Wir werden nicht jeden einzelnen Vers lesen, aber nur ausgewählte Verse aus diesem Abschnitt. 1. Korinther Kapitel 12, ab Vers 12. Hier sehen wir, wofür diese Illustration des Leibes steht und was sie verdeutlicht.

1. Korinther 12, Vers 12: „Denn wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl viele, ein Leib sind, so auch der Christus. Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“ Also hier sehen wir, die Idee des Leibes beinhaltet: Ja, ein Leib hat viele Glieder, die Gemeinde hat viele Glieder, aber sie gehören alle zu einem Leib. We are verschiedene, aber wir sind eins in Christus. We are alle mit demselben Geist in diesen Leib hineingetauft worden. Und dann Vers 14: „Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.“

Und dann geht die Illustration los ab Vers 15, wenn der Fuß sagt: „Ich brauche die Hand nicht.“ Oder: „Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib.“ Gehört er deswegen nicht zum Leib? Nein, natürlich. Jedes Glied ist notwendig. Jedes Glied wird gebraucht. Das ist die Idee hinter diesem Bild des Leibes.

Vers 24, wie gesagt, nur auserwählte Verse hier aus diesem Abschnitt. Vers 24: „Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dabei dem Mangelhafteren größere Ehre gegeben, damit keine Spaltung im Leib ist, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander haben. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit. Und wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.“

Ihr aber seid Christi Leib und einzeln genommen Glieder. Wir sehen also, die Idee und die Illustration des Leibes betont die Einheit der Gemeinde, trotz dieser verschiedenen Glieder. Es betont, dass ein Leib ein lebendiger Organismus ist, der wächst und der lebt. Und das ist also die Gemeinde, sie ist der Leib Jesu Christi. Er ist das Haupt dieses lebendigen Organismus. Das Haupt gibt dem Leib Leben. Ohne das Haupt gibt es keinen lebendigen Leib. Du kannst ohne Hand leben, du kannst ohne Fuß leben, aber du kannst nicht ohne Haupt leben. Das Haupt ist in gewissermaßen das, was dem Leib das Leben schenkt. Jesus ist das, was dem Leib Leben schenkt.

Später in Kolosser wird das Bild wieder verwendet. Kolosser Kapitel 2, Vers 19. Kolosser Kapitel 2, Vers 19. Dort, Paulus warnt hier vor den Irrlehrern, die nicht am Haupt festhalten, die nicht an Christus festhalten, sondern sich von ihm entfernen. Und er beschreibt sie und sagt: „Und nicht festhält das Haupt, von dem aus der ganze Leib durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.“

Diese Irrenlehrer halten also nicht fest vom Haupt, und das Haupt ist es, von dem aus der ganze Leib zum Wachstum Gottes wächst. Das Haupt ist also, vom Haupt geht das Wachstum aus. Das Haupt ist die Quelle von Leben und Wachstum. Demnach ist Jesus die Quelle von Leben und Wachstum in der Gemeinde. Von ihm aus kommt alles für die Gemeinde. Er ist der Lebensgeber, er ist der Versorger, er ist das Heil, der Segen, Verheißungen, alles kommt von Christus. Er ist das Haupt der Gemeinde dieses Leibes.

Epheser 4, 15 bis 16. Auch dort haben wir oft in diesem Brief den Vergleich des Leibes. Epheser Kapitel 4, 15 bis 16: „Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.“

Alles wird also vom Haupt, von Jesus, zusammengefügt. Dann hast du die einzelnen Glieder in der Gemeinde, die eben nach dem gottgegebenen Maß dienen und wirken und zum Erbauen dienen. Und so wirkt er, das Haupt des Leibes, das Wachstum zu seiner Selbstauferbauung in Liebe. Und wo wollen wir hinwachsen? Zu ihm, zum Haupt.

Christus ist also Quelle von Leben und Wachstum der Gemeinde. Er ist auch das Ziel des Wachstums der Gemeinde. Die Gemeinde wächst aus Christus zu Christus. Von Christus zu Christus. Wir haben es bereits in der Schöpfung gesehen, in den Versen 15 bis 17. Die gesamte Schöpfung wurde von ihm und durch ihn geschaffen, und sie wurde zu ihm hin, für ihn geschaffen. So ist auch die Gemeinde. Die Beziehung zwischen Haupt und Leib derartig, dass von ihm alles kommt. Er ist der Lebensgeber, er ist der Versorger, er ist aber auch das Ziel der Gemeinde, zu ihm hinzuwachsen. Das ist das Ziel der Gemeinde.

Jesus ist also diese Illustration Haupt und Leib bedeutet also, Jesus ist der Versorger und die Quelle des Wachstums für die Gemeinde. Sie ist aber auch das Ziel. Aber das Bild des Hauptes zeugt auch davon, dass Jesus die Kommandozentrale ist. Das Haupt ist die Kommandozentrale des Leibes. Vom Haupt aus kommen die Befehle.

Das Haupt hat die Vollmacht über den Leib. Die Entscheidungen und die Befehle, die vom Haupt aus gesendet werden, das ist das, was der Leib ausführt. So ist also Jesus als Haupt des Leibes, der Gemeinde, derjenige, der die Vollmacht über den Leib hat. Er hat Vollmacht über die Gemeinde. Er entscheidet, was die Gemeinde tun soll. Er befiehlt der Gemeinde. Er herrscht über seinen Leib. Und der Leib hat den Befehl, seines Hauptes zu gehorchen.

Epheser 1, 22 bis 23. Vor einigen Monaten habe ich über diesen Text auch gepredigt, und mittlerweile auch auf unserer Webseite zu finden als Aufnahme. „Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles erfüllt.“ Alles sei den Füßen unterworfen und als Haupt über alles wurde Christus der Gemeinde gegeben.

Epheser 5, 23 und 24, auch das beschreibt die Haupt-Leib-Illustration. „Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Retter des Leibes. Wie aber die Gemeinde sich den Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem.“ Wie die Gemeinde, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist, bedeutet, die Gemeinde hat sich dem Christus unterzuordnen.

Das Bild vom Haupt zum Leib ist also eins, das sowohl den versorgenden als auch den herrschenden Aspekt der Beziehung Jesu zur Gemeinde beschreibt. Es zeigt auch eine gewisse Intimität. Haupt und Leib sind unzertrennlich miteinander verbunden. So unzertrennlich und eng sind wir mit Christus verbunden. Wir hatten es vorhin in 1. Korinther 12: Wir sind in den Leib hineingetauft worden, hineingetaucht in Christus, in diesen Leib, in Einheit mit ihm, in enger Gemeinschaft mit ihm.

Versteht ihr, eine Gemeinde, die mit der Irrlehre konfrontiert wird, dass Jesus nicht genug ist, bezeugt Paulus, dass Jesus die Quelle, der Herrscher und das Ziel der Gemeinde ist. Es braucht keine Visionen. Man muss nicht Engel anbeten. Jesus, von ihm kommt alles, was die Gemeinde benötigt. Er ist das Ziel von allem, was die Gemeinde tun soll. Er ist der Befehlshaber über die Gemeinde. Die Gemeinde ist von Jesus und für Jesus. Die Gemeinde ist Jesu Herrschaftsgebiet. Er hat die Gemeinde mit seinem kostbaren Blut erworben und zu seinem Eigentum gemacht. Niemand anderes herrscht über die Gemeinde: Nicht ich, nicht du, nicht der Papst, nicht der Kanzler. Niemand herrscht über die Gemeinde als Christus allein. Er ist das Haupt der Gemeinde.

Und wir haben gesehen in Epheser 1, wenn man den Zusammenhang liest, er wurde der Gemeinde gegeben, nachdem er in den Himmel aufgefahren ist, durch die Errungenschaft seines Lebens, durch seinen Gehorsam bis zum Tod, durch seinen Tod am Kreuz und dann in seiner Auferstehung und der Macht seiner Auferstehung, mit der er über allem erhoben worden ist und das Haupt über alles der Gemeinde gegeben worden ist. Deswegen ist dieser Punkt sozusagen zusammengefasst in seine Errungenschaften als Mensch. Er hat die Gemeinde erworben als Mensch, als Gottmensch, als Messias, als Erlöser.

Paulus hat immer noch nicht genug, er fährt fort: „Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten.“ Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten. Das „er“ hier in „er ist der Anfang“ ist im Originalen eigentlich wieder ein Relativpronomen, also „der“. Also wortwörtlich heißt es eigentlich: „Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde, der der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten ist.“ Also, es ist ein Relativpronomen. Im Deutschen ist in den meisten Übersetzungen für die Leserlichkeit ein Punkt und dann eben ein Pronomen, das Pronomen „er“ daraus gemacht worden. Aber eigentlich ist das ein Relativpronomen, eine Fortsetzung. Und wer ist dieser „er“ oder wer ist das „der“? Er ist das Haupt des Leibes, und das Haupt des Leibes ist wer? Der Erstgeborene aller Schöpfung ist wer? Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Und wer ist das? Er ist der, in dem wir die Erlösung und Vergebung der Sünden haben.

Und wer ist das? Es ist der Sohn seiner Liebe, der Sohn seiner Liebe, der Sohn seiner Liebe ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten. Ähnlich wie das Wort „Erstgeborene“ ist das Wort, wie wir es die letzten Male betrachtet haben, kann Anfang hier auch zeitlich verstanden werden, aber das Wort beinhaltet auch die Idee des der Ursache, der anfänglichen Ursache. Was meint Paulus damit, wenn er hier sagt, Jesus ist der Anfang? Der nächste Teil des Verses macht es natürlich für uns deutlicher. Er verbindet es mit, er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten.

Jesus ist also der Anfang bzw. die anfängliche Ursache, der Urheber derer, die aus den Toten auferweckt werden. Der Erstgeborene aus den Toten, wir haben gesehen, das bedeutet nicht derjenige, der chronologisch der Erste unbedingt ist, sondern es geht um den, der die größte Vollmacht hat und über allen gesetzt ist. Jesus ist also, wenn er der Erstgeborene aus den Toten ist, ist er der Oberste, der über allen Gesetzte von denen, die aus den Toten sind, die aus den Toten auferweckt werden.

Vorher ging es darum, dass Jesus der Erstgeborene, also der Vorrangige, über alle Schöpfung ist. Hier geht es darum, dass Jesus der ist, der die Vollmacht über den Tod hat und der Oberste von allen ist, die aus den Toten auferstehen. Er ist der Urheber und der Oberste dieser Gruppe von Menschen, dieser Mensch, dieser neuen Menschheit, die aus den Toten aufersteht. Er ist der Anführer dieser Wiederherstellung von denen, die aus den Toten auferstehen. Er ist der Anfang, der Anführer, die anfängliche Ursache und der Erste, der Oberste, der, der mit der größten Vollmacht von denen, die aus den Toten auferstehen.

Es ist wichtig, diese Beschreibung von Jesus in diesem Zusammenhang zu verstehen. Paulus geht es hier darum, die Erhabenheit Jesu zu betonen. Und er tut es, indem er unsere Aufmerksamkeit auf die Auferstehung lenkt und darüber, dass Jesus der Erstgeborene, also der Oberste derer ist, die aus den Toten auferstehen. Und wir dürfen die Erhabenheit Jesu aufgrund seiner Verstehung nicht unterschätzen.

Denn was ist die größte oder unter den größten Mächten, die seit dem Sündenfall in 1. Mose Kapitel 3 über den Menschen und über die Schöpfung herrscht? Welchem Feind kann der Mensch nicht fliehen, auch wenn er alles Mögliche tun versucht? Dem Tod. Seit dem Sündenfall unserer Vorfahren, seit dem Fall Adams, herrscht der Tod über die Menschheit und über diese Schöpfung. Und über die Schöpfung, genau darum wird es in Vers 20 später gehen, aber erst über die Menschheit.

Wenn es etwas gibt, was den Menschen beherrscht, was unglaubliche Macht über jeden Menschen hat, ist es der Tod. So viel der Mensch auch versucht, dem Tod zu entkommen, er ist der Macht des Todes ausgeliefert. Wir sehen den Effekt des Todes um uns herum. Der Tod, der große Feind, herrscht seit dem Sündenfall über die Menschheit und über die Schöpfung.

Aber dieser Jesus Christus, der Gottmensch, er ist Mensch geworden, als Mensch auf diese Erde gekommen, geboren von der Jungfrau Maria. Er lebte ein heiliges und vollkommenes Leben, war gehorsam bis zum Tod am Kreuz, wo er den Zorn Gottes für Sünder auf sich nahm, wo er starb und begraben wurde. Dieser Jesus Christus, er konnte vom Tod nicht gehalten werden. Das Grab ist leer, das Grab konnte ihn nicht halten, der Tod konnte ihn nicht halten. Er ist wieder auferstanden.

Und wir müssen verstehen, liebe Geschwister, er ist nicht so wiederauferstanden, wie Lazarus auferweckt wurde oder der Sohn der Witwe auferweckt wurde. Denn Lazarus ist auferstanden, diese anderen Menschen, die auferweckt worden sind, sind auferstanden, aber sie sind wieder gestorben. Dieser Jesus doch, Römer 6, Vers 9, sagt: „Da wir wissen, dass Christus aus den Toten auferweckt nicht mehr stirbt, der Tod herrscht nicht mehr über ihn.“

Versteht ihr, wie die Erhabenheit Jesu Christi in seiner Auferstehung demonstriert ist? Der Tod herrscht nicht mehr über ihn, dieser Feind, den kein Mensch und kein Geschöpf entfliehen konnte. Die Macht, die über jeden Menschen geherrscht hat, sie herrscht nicht mehr über diesen Menschen. Über diesen Gottmenschen, Jesus Christus, den Fleisch gewordenen Sohn Gottes, herrscht der Tod nicht mehr. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten. Er ist der, der mit einem Auferstehungsleib, einem verherrlichten Leib auferstanden ist. Er ist der, der wahrlich, der den Tod besiegt hat und überwunden hat. Die Macht des Todes ist durch seine Auferstehung überwunden. Die Macht des Todes wurde nicht durch Lazarus’ Auferstehung überwunden, nein, durch die Auferstehung Jesu Christi. Die Macht des Todes ist überwunden, so wie es in 1. Korinther 15, Vers 55 heißt: „Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?“ Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus. Der Stachel des Todes, der Sieg des Todes ist nicht mehr. Denn Jesus hat überwunden. Jesus hat triumphiert über Tod, Sünde und Teufel.

Lasst uns einige Verse aus dem 1. Korintherbrief lesen. 1. Korintherbrief, Kapitel 15. 1. Korintherbrief, Kapitel 15, Vers 17. Erster Korintherbrief, Kapitel fünfzehn, Vers siebzehn: „Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig. So seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verloren gegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten Menschen von allen.“

Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, und hier haben wir die ähnliche Sprache wie Erstgeborene, der Erstling der Entschlafenen. Denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus, sodann die, welche Christus bei seiner Ankunft, dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggenommen hat.

In Adam kam der Tod in diese Schöpfung, und in Adam sind alle gestorben. In Jesus, in seiner Auferstehung liegt der Anfang und die Ursache der Auferstehung der Menschen. Die Verherrlichung, die Erlösung des Leibes. In diesem Sinne ist Jesus der Anfang, der Erstgeborene aus dem Toten. In seiner Auferstehung ist er der Erste, der Oberste, der die Vollmacht hat, die anderen Erlösten aufzuerwecken. Versteht ihr, seine Auferstehung macht die Auferstehung der anderen überhaupt möglich. Deswegen ist er der Anfang, der Erstgeborene. Er ist diese anfängliche Ursache, der, der die Vollmacht hat. In Johannes heißt es, dass er die Vollmacht hat, sein Leben zu geben und wieder zu nehmen. Mit der Kraft seiner Auferstehung werden die Gläubigen auferweckt werden. In dem Sinne ist er der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten.

In Apostelgeschichte 26 verteidigt sich Paulus, Verse 22 und 23, dass er nichts sagt außer dem, was auch die Propheten und Mose geredet haben, dass es geschehen werde, dass der Christus leiden sollte. Dass er als Erster durch Totenauferstehungen Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den Nationen. Schon die Propheten und Mose haben davon geredet, dass Jesus der Erstling, der Erstgeborene der Auferstehung sein wird.

Offenbarung 1, Vers 5: Dort heißt es: „Jesus Christus, der der Zeuge ist, der Erstgeborene aus den Toten und der Fürst der Könige der Erde. Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut.“ Hier haben wir auch die beiden Aspekte wie aus Kolosser. Hier heißt es: der Fürst der Könige der Erde, er ist der Erstgeborene aller Schöpfung.

Und dann haben wir aber auch den Erstgeborenen aus den Toten, den Anführer, den Obersten und die anfängliche Ursache der Auferstehenden. Die große Macht des Todes, die seit dem Sündenfall geherrscht hat, ist besiegt und überwunden. Und das durch den Gehorsam des Menschen, des zweiten Adams, des Gottmenschen Jesus Christus. Er ist der Anfang, der Höchste, der Erstgeborene aus den Toten. Dann heißt es weiter: „damit er in allem den Vorrang hat.“ Das ist der Zweck, das ist das Ziel davon, dass er der Erstgeborene aus den Toten ist, damit er in allem Vorrang hat.

Du fragst dich: „Vielleicht haben wir nicht die letzten beiden Wochen damit verbracht, zu beschreiben, dass Jesus bereits den Vorrang vor allem hat. Wie kann es jetzt das Ziel der Auferstehung sein, dass er jetzt Vorrang in allem hat? Er hat doch schon Vorrang in allem. Wie kannst du jetzt sagen, dass das Ziel der Auferstehung war, dass er in allem Vorrang hat?“

Da ging es, bisher in den Versen 15 bis 17, ging es um seine Vorrangigkeit als Sohn Gottes, die er aus seiner Natur heraus hat. Das habe ich vorhin erklärt. Als Sohn Gottes, als das Bild des unsichtbaren Gottes ist er durch die Natur seiner Person und durch die Schöpfung Der Vorrangige über allen. Hier geht es aber um den Menschen, Jesus Christus, der in diese Welt hineingekommen ist, der vollkommen gehorsam war an unserer Stelle, der Gottes Willen vollkommen vollbracht hat. Gehorsam war bis zum Tod. Er wurde zu Unrecht an dieses Kreuz genagelt. Er wurde gerichtet, nicht wegen seiner eigenen Sünden, sondern wegen der Sünden anderer. Aus Gehorsam Gott gegenüber.

Und wegen diesem Gehorsam, weil er selbst an diesem, als er an diesem Kreuz hing und alle Sünden der Erwählten getragen hat, selbst als er dort hing, hat er den Willen Gottes gemacht und sich im Wohlgefallen des Vaters verhalten. Und sein Lohn und die Demonstration seiner Unschuld und des angenehmen Opfers war die Auferstehung als Erstling. Versteht ihr? Es geht nicht um den Vorrang, den er hier hat, in seiner Natur als ewiger Sohn, als Sohn Gottes, sondern es geht um die Vorrangigkeit, die er sich errungen hat, als vollkommener Mensch. Und das ist ein Aspekt, den wir nicht vernachlässigen dürfen. Ja, er ist wahrer Gott, er ist aber auch wahrer Mensch. Und als Mensch wurde er in allem versucht, aber war ohne Sünde, war gehorsam und ist unschuldig an dieses Kreuz genagelt worden, hat die Sünden nicht seine eigenen Sünden getragen, sondern unsere Sünden getragen.

Und dieser Gehorsam und dass die Annahme des Opfers Jesus Christi ist, demonstriert in seiner Auferstehung. Er ist durch diese Auferstehung präsentiert und demonstriert als der Anführer der Wiederherstellung, als der Anführer und das Haupt derer, die ihm in der Auferstehung folgen werden. Und die Wiederherstellung der Schöpfung, die unter den Fluch geraten ist, damit er in allem Vorrang hat. Als Mensch hat er sich diesen Vorrang verdient. Nur ein Mensch ist im Himmel, weil er es sich verdient hat, und das ist Jesus Christus, der Gottmensch.

Offenbarung 1,17 bis 18, dort heißt es: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht, ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades.“ Er war tot, und siehe, er ist lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und jetzt hat er die Macht. Er hat die Schlüssel des Todes und des Hades. Er hat Vollmacht über den Tod. Er hat Vollmacht über den Hades. Denn er war tot und war lebendig.

Philipper Kapitel 2 macht das auch sehr deutlich. Philipper Kapitel 2. Philipper Kapitel 2, ab Vers 5. Verse, die vielen von euch sicherlich wohlbekannt sind. Philipper Kapitel 2, ab Vers 5: „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.“

Aber er entäußerte sich und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist und der Gestalt nach, wie ein Mensch befunden wurde. Gott, der ewige Sohn Gottes, hat die menschliche Natur hinzugenommen, ist den Menschen gleich geworden. Und dann erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, zum Tod am Kreuz.

Und dann Vers 9, das ist wichtig. Darum – warum? Weil er Gehorsam bis zum Tod war, darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit mit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beugt, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen. Und jede Zunge bekennt, dass Jesus Christus Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters. Warum wurde Jesus erhoben? Weil er gehorsam war bis zum Tod. Aber war Jesus nicht schon überall? Ja, als ewiger Sohn. Ja, aber als Mensch ist er erhoben worden aufgrund seines Gehorsams. Er hat es errungen. Er hat es sich verdient. Aufgrund seines Gehorsams wurde er erhoben. Versteht ihr jetzt? Er ist der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat. Als Mensch hat er auch den Vorrang in allem. Durch seinen Gehorsam hat er über den Tod triumphiert und ist das Haupt derer geworden, die aus den Toten auferstehen. Er hat Vorrang über alle Schöpfung. Als ewiger Sohn bereits über die gesamte Schöpfung, sowohl der alten gefallenen Schöpfung als auch der neuen wiederhergestellten Schöpfung. Darum geht es bei den Auferstehungen der Toten. Die Gläubigen, die aus dem Toten auferstehen, sie sind Teil der neuen Schöpfung, die einen verherrlichten Leib haben, die frei vom Fluch der Sünde sind. Und er ist der Anführer von ihnen. Er hat Forderung über alle Schöpfung, der Gegenwärtigen und auch der neuen wiederhergestellten. Er hat Vorrang in allem, sowohl als ewiger Sohn als auch als Mensch.

Vers 19: Denn es gefiel der ganzen Fülle in ihm zu wohnen. Denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen. Das denn zeigt uns, es geht hier um die Begründung dafür, warum bzw. wie Jesus der Erstgeborene aus den Toten sein kann. Warum ist es möglich, dass dieser Jesus der Anführer dieser aus den Toten Erweckten ist? Wie kann dieser Mensch Jesus über Tod triumphieren und so über den Tod erhaben sein? Wie geht das? Weil es der ganzen Fülle gefiel, in ihm zu wohnen. Weil es der ganzen Fülle gefiel, in ihm zu wohnen. Was ist hier die ganze Fülle? Die ganze Fülle ist hier wie ein – das ist das Subjekt. Es gefiel der Fülle in ihm zu wohnen, aber was ist denn die Fülle? Bevor wir dazu kommen, dass in ihm bezieht sich natürlich auf Jesus. Es gefiel der ganzen Fülle in Jesus zu wohnen, dem Sohn der Liebe. Und bevor wir zur Fülle kommen, es ist die ganze Fülle. Ja, es ist Fülle und es ist ganze Fülle. Es ist vollkommen, ohne dass etwas von dieser Fülle fehlt, die ganze Fülle wohnt in Jesus.

Aber was ist denn diese Fülle? Kolosser 2, Vers 9 beantwortet es uns, wo Paulus wieder diesen Begriff verwendet und näher beschreibt. Kolosser 2, Vers 9: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Die Fülle ist also die Fülle der Gottheit. Es geht darum, dass die Fülle der Gottheit in Jesus Christus, diesem Menschen, leibhaftig wohnt, diesem Gottmenschen. Es geht hier um das Geheimnis der Inkarnation, der Fleischwerdung des Sohnes Gottes. In dem Menschen Jesus Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Gottheit in ihrer Fülle ohne Mangel, ohne Makel, ohne Betrübnis in ihrem Glanz, wohnt in Jesus Christus, dem mensch gewordenen Jesus Christus.

Was bedeutet das? Es ist die Lehre der zweifachen Natur des Herrn Jesus Christus. Eine Person, zwei Naturen. Jesus ist wahrhaftig Gott und wahrhaftig Mensch. Eine Person, zwei Naturen. In der Sprache des Konzils von Chalcedon, 451 nach Christus, dort heißt es: „in zwei Naturen, unvermischt, unverändert, ungetrennt und unteilbar.“ Zwei Naturen, unvermischt. Gottheit und Menschheit haben sich nicht vermischt. Unverändert. Die Gottheit Jesu hat sich nicht verändert, als er die menschliche Natur mit dazu angenommen hat.

Sie ist auch nicht ungetrennt, gleichzeitig ist sie aber auch ungetrennt. Man kann nicht Jesus aufteilen in 50% Gott oder hier 50% Mensch, ist ungetrennt und unteilbar. Man kann diese Dinge nicht separieren. Zwei Naturen, eine Person. Oder in unserem Lehrbekenntnis heißt das ähnlich, und da ist natürlich auch an die Sprache dieses Konzils angelehnt: „Zwei vollständige, vollkommene und unterschiedliche Naturen, die göttliche und die menschliche, in einer Person vereint, ohne Vermischung, Veränderung, Teilung oder Trennung.“ Er ist also ganz Gott und ganz Mensch und doch ein einziger Christus, der einzige Vermittler zwischen Gott und Mensch. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Er ist wahrer und voller Gott. Den Kolossern, die damit konfrontiert worden sind, die Gottheit Jesu zu leugnen, sagt Jesus: „In diesem Jesus, in diesem Menschen Jesus, fehlt nichts an Gottheit. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Er ist kein geringerer Gott, er ist kein halber Gott, er ist kein göttliches Wesen, ein engelsmäßiges Wesen niederer Ebene. Nein, er ist Mensch und er ist Gott. Wahrhaftig Mensch und wahrhaftig Gott.“

Als er Mensch geworden ist – und es gibt dieses Zitat, ich habe es zuerst gekannt aus einem christlichen Hip-Hop-Lied, aber ich habe später gelernt, dass es anscheinend auch von einem Mann aus der Kirchengeschichte kommt – im Englischen hieß es: „becoming what he wasn’t, while never ceasing to be what he was.“ Er wurde zu etwas, das er nicht war, ohne jemals aufzuhören, das zu sein, was er war. Er wurde zu etwas, was er nicht war. Er war vorher kein Mensch, er hatte keine menschliche Natur. Aber er wurde Mensch, was er vorher nicht war. Ohne jemals aufzuhören, das zu sein, was er war. Ja, er wurde Mensch, was er vorher nicht war, aber er hat nie aufgehört, Gott zu sein. Er hat seine Göttlichkeit nicht abgelegt, um Mensch zu werden. Nein, er hat zu seiner göttlichen Natur die menschliche Natur mit hinzugenommen, sodass es zwei Naturen sind. Er wurde das, was er nicht war, ohne jemals aufzuhören, das zu sein, was er war.

Wie kann die ganze Fülle der Gottheit in einem Menschen wohnen, in einem Baby, das von einer Jungfrau Maria zur Welt gebracht worden ist, das in einem Futtertrog gelegt worden ist? Das ist ein Geheimnis und eine Wahrheit, die meinen Verstand und unseren Verstand übersteigt. Aber weil es der Fülle Gottes gefiel, in ihm zu wohnen, deswegen konnte er über den Tod triumphieren. Wieso konnte er über den Tod triumphieren? Kann ein reiner Mensch, ein Mensch allein, über den Tod triumphieren, Erstling der Entschlafenen sein und der Erstgeborene aus den Toten sein? Nein, ein Mensch allein kann das nicht. Aber ein Gottmensch kann. Der Mensch, in dem die Fülle der Gottheit wohnt, die ganze Fülle der Gottheit wohnt, der kann.

Und wir möchten auch nicht übersehen, mit dieser Sprache nimmt Paulus auch einen alttestamentlichen Bezug. Denn fast dieselbe Sprache wird verwendet in Psalm 68, Vers 17: „Warum lauert ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott zu seinem Wohnsitz begehrt hat?“ Hier haben wir eine ähnliche Sprache zu Kolosser. Es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen in den Kolossern. Hier begehrt Gott einen Berg, begehrt, auf ihm zu wohnen, dort seinen Wohnsitz zu haben. Und hier geht es natürlich um den Tempelberg, den Berg Moria. Der Tempel in Jerusalem war ja der Ort, den Gott erwählt hatte, um dort zu wohnen. Dort setzte sich seine Herrlichkeit, wie auch schon beim Zelt. Ja, wenn ihr euch erinnert, bei der Einweihung, wie die Herrlichkeit Gottes den Tempel erfüllte, die Priester konnten nicht mal hineingehen. Das war der Wohnsitz Gottes unter seinem Volk. Der Tempel war der Ort der Anbetung, der Gemeinschaft mit Gott, der Opferdarbringung. Und hier haben wir die Parallele: Gott begehrte, auf diesem Berg zu wohnen, im Tempel zu wohnen. Hier haben wir die ganze Fülle der Gottheit, begehrte. Wo zu wohnen? In Jesus Christus. Jesus ist also der Tempel Gottes.

Er besitzt die Fülle der Herrlichkeit Gottes. Jesus ist also der Ort, wo Gott begehrt hat zu wohnen, Johannes 2, 19 und 21. Dort heißt es, Jesus sagt: „Brech diesen Tempel ab und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.“ Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Jesus ist der ultimative Tempel Gottes. In ihm, er ist der ultimative Wohnsitz der ganzen Fülle der Gottheit. Denn das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

In der Person Jesus Christus hat man heute Gemeinschaft mit Gott. Damals, wenn ihr die Psalmen lest, begehrten die Juden, damit begehrten, in den Tempel zu gehen, in die Vorhalle des Herrn zu kommen. Wir müssen zu keinem Tempel. Heute müssen wir zu keinem Tempel, nicht zu einem besonderen Ort oder einem Gebäude. Du musst nicht zu Engeln, du musst nicht zu Heiligen, du musst nicht zum Papst, du musst nicht nach Mekka. In der Person Jesu Christi wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Du brauchst nichts anderes. Ihm fehlt nichts. Er hat keinen Mangel. Du musst nirgendwo anders hin oder nirgendwo anders suchen. Alles, was du bedarfst, die Fülle der Gottheit wohnt in dieser Person. Das ist alles in ihm zu finden.

Die erste Person, Begründung dafür, dass Jesus der Erstgeborene aus den Toten ist, liegt also in der Person, in seiner vollkommenen Göttlichen Natur, die er als Mensch besitzt. Deswegen ist er der Erstgeborene aus den Toten. Ein reiner Mensch kann das nicht tun. Ein reiner Mensch allein kann nicht der Erstgeborene aus dem Toten sein. Aber der Gottmensch kann es sein. Der Mensch, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt, er kann der Erstling der Schöpfung sein.

Vers 20, die zweite Begründung: „…und durch ihn alles mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmel ist. Und durch ihn mit sich zu versöhnen.“ Das ist die Fortsetzung von dem, was der ganzen Fülle gefiel. Also der ganzen Fülle gefiel es erstens, in ihm zu wohnen. Und der ganzen Fülle gefiel es, durch ihn alles mit sich zu versöhnen, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was auf den Himmel ist.

Schauen wir diesen Teil zuerst an. Also wir schauen das Blut seines Kreuzes, Frieden gemacht, schauen wir gleich an. Zuerst durch ihn alles mit sich zu versöhnen, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was auf den Himmel ist. Der Fülle der Gottheit gefiel es also nicht nur in Jesus zu wohnen, sondern ihr gefiel es auch, durch Jesus alles zu versöhnen.

Das Wort „versöhnen“ bedeutet, die Beziehung zwischen zwei feindseligen Seiten oder entfremdeten Seiten, diese Beziehung vollständig wiederherzustellen. In diesem Vers geht es aber nicht um die Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Um diese Versöhnung geht es ab Vers 22. Da geht es um diese Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Hier geht es. Und es ist wichtig zu verstehen, dass es hier nicht um die Versöhnung von allen Menschen geht, wenn hier die Rede ist, alles mit sich zu versöhnen, sei es was auf der Erde und was auf den Himmel ist. Es geht nicht um die universelle Rettung von allen Menschen, dass alle Menschen irgendwann gerettet werden. Nein, darum geht es nicht. Sondern es geht hier um die Erlösung und die Versöhnung der Schöpfung. Das ist es, was auf der Erde und auf den Himmeln ist. Das ist das alles, worum es hier geht. Denn das alles, darum ging es ja auch in Vers 16, alles in den Himmel ist für ihn geschaffen worden. Das alles war nicht nur Menschen, sondern das alles war Schöpfung, alles Geschaffene. Es geht also um die Versöhnung von allem Geschaffenen, von der Schöpfung. Was auf der Erde und was in den Himmeln ist.

Wieso muss die Schöpfung mit Gott versöhnt werden? Weil die Schöpfung seit der Sünde Adams verflucht worden ist, Genesis 3, 17, als Gott Adam richtete, hat er gesagt: „So sei der Erdboden deinetwegen verflucht!“ Wegen Adam wurde der Erdboden verflucht.

Wegen Adam wurde die gesamte Schöpfung dem Tod unterworfen und verflucht. Ja, lasst uns einige Verse lesen, die uns das erklären. Römer Kapitel 8, Vers 19. Römerbrief Kapitel 8, Vers 19. Römer Kapitel acht, Vers neunzehn.

Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin. Was bedeutet das hier? Die Schöpfung wartet darauf, erlöst zu werden. Die Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes, denn seit dem Sündenfall ist die ganze Schöpfung dem Fluch und dem Tod unterworfen.

Die Schöpfung hofft also auf etwas. Vers 21, dass doch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird, zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammensäufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes. Seht ihr, es geht um die Erlösung des Leibes.

Und es geht um die Erlösung der Schöpfung. Es geht um die Versöhnung der Schöpfung, es geht um Wiederherstellung. Es geht hier nicht um die Erlösung im Sinne der Seele des Menschen, es geht um die Wiederherstellung der Schöpfung in einen Präsündenfallzustand. In einem Zustand, als alles noch gut war, wie Gott es gut geschaffen hatte. Als aber Sünde auf diese Erde kam, wurde alles verdorben. Und die gesamte Schöpfung ist der Nichtigkeit und dem Zerfall unterworfen worden.

Versteht ihr also, Jesus wird diese Schöpfung wiederherstellen. Und es gefiel der ganzen Fülle der Gottheit, es gefiel Gott durch Jesus diese Schöpfung wiederherzustellen. Wir haben keine Zeit dafür, aber liest mal Jesaja Kapitel 11, ja, die ersten neun, zehn Verse. Dort haben wir einen Einblick in die wiederhergestellte Schöpfung. Dort haben wir, dass der Löwe und das Kalb miteinander nebeneinander sein werden, dass ein kleiner Junge mit dem Raubtier spielen wird, weil sogar der Bär oder der Löwe sich vom Gras ernähren wird, nicht mehr vom Fleisch. Weil Tiere nicht mehr die Feinde des Menschen sein werden, wie es einige zumindest sind.

Es geht um eine Wiederherstellung. Jesaja 51, Jesaja 35 redet davon, Jesaja 51 redet davon, dass die Wüste wie der Garten Eden werden wird, und die Steppe wie der Garten des Herrn. Es geht um eine wiederhergestellte Schöpfung, über die der Sohn des Menschen herrschen wird. Wir glauben, dass Jesus bei seiner Rückkehr seine Feinde besiegen und vernichten wird. Die übrigen Heiligen werden auf der Erde leben und die wiederauferweckten Heiligen werden mit Jesus herrschen, tausend Jahre über diese Schöpfung. Und in dieser Zeit wird die Schöpfung einen verherrlichten Zustand haben, so wie sie ihn hatte, oder einen wiederhergestellten Zustand haben, so wie sie ihn hatte vor dem Sündenfall.

Indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Wie versöhnt Jesus die Schöpfung mit Gott? Wie stellt er die Schöpfung wieder her? Wie hebt er den Fluch über die Schöpfung wieder auf, indem er Frieden gemacht hat? Er hat Frieden gemacht, er hat diese zwei, er hat die gefallene Schöpfung und Gott, die Feindschaft und die Trennung zwischen ihnen beendet. Und wie hat Jesus Frieden geschaffen? Durch das Blut seines Kreuzes. Das ist das Mittel, sein kostbares Blut, das am Kreuz vergossen wurde, sein Leben, das er gelassen hat, das Opfer, das er vollbracht hat. Seht ihr, wie mächtig der Opfertod Jesu ist? Wie weitreichend das Blut Jesu Christi ist, die Wirksamkeit des Blutes Jesu. Wir denken beim Opfer Jesu immer nur an uns und teilweise auch zu Recht natürlich verstehen wir, es geht um uns und unsere Erlösung, um die Waschung unserer Sünden.

Aber ist euch bewusst, dass durch das Blut Jesu Christi das gesamte Universum wiederhergestellt werden wird? Dass durch das Blut Jesu Christi der Fluch von der Schöpfung aufgehoben wird. Was für eine Macht in diesem Opfer steckt, was für eine Wirksamkeit in seinem Blut ist. Der Opfertod Jesu geht über unsere Erlösung hinaus. Er rettet auch die nichtige, gefallene Schöpfung. Lass uns zum Schluss kommen. Jesu Errungenschaften als Mensch waren heute das Thema, waren heute der Aspekt, den wir uns angeschaut haben, der Aspekt der Erhabenheit Jesu. Jesus Christus ist ewiger so, ewiger Gott, Sohn Gottes. Und aus dieser Natur heraus, aus der Natur seines Wesens heraus, ist er bereits über allen und hat Vorrang über allen. Aber er ist auch Mensch geworden. Und als Mensch hat er ein vollkommenes und sündenloses Leben geführt. Er wurde in allem versucht, war aber ohne Sünde. Und nahm trotzdem den Tod auf sich. Er hätte nicht sterben müssen und trotzdem ist er gestorben für die Sünden anderer, für unsere Sünden. Und durch diesen Gehorsam hat er errungen, hat er sich verdient, Vorrang zu haben über allem. Und das ist demonstriert worden in seiner Auferstehung, in seiner Auferstehung und Erhöhung über alle Namen, über alle Autoritäten, über alle Gewalten. Und als Haupt über alles ist er der Gemeinde gegeben worden. Was können wir daraus lernen? Wie ich bereits vergangene Woche gesagt habe, die Botschaft und die Anwendung ändert sich nicht wirklich viel. Erstens, staune über die Erhabenheit Jesu. Staune über die Erhabenheit Jesu. Staune über ihn. Denke über ihn nach, fülle deine Gedanken mit ihm. Über ihn nachzudenken, ist das kostbarste Tun, was wir tun können. Er ist das Zentrum dieses Universums. Mach ihn zum Zentrum deiner Gedanken. Für ihn wurde alles geschaffen. Er ist allem vorrangig. Er ist vor allem als ewiger Sohn und Gott, aber auch als Mensch. Aus der Natur seiner Person heraus, aber auch als, durch die Errungenschaft seines Werkes ist er über allem. Wie würdig ist er? Wie würdig ist er, dass du ihm all deine Gedanken widmest? Dass du aufhörst, dich selbst, dich über dich selbst zu fixieren, von dir selbst fasziniert zu sein und stattdessen fasziniert zu sein über diesen Jesus. Halte inne und denke über ihn nach. Denke über die Wirksamkeit und Macht seines Opfers nach, dass das nicht nur dich von deinen Sünden reinwäscht, sondern dass es die Schöpfung und das Universum wiederherstellen wird. Wie groß ist das? Wir haben gesungen: Wie groß bist du? Bist du unter der Woche im Erstaunen und singst in deinem Herzen: Wie groß ist dieser Jesus? Jauch dein Herz zu ihm zu, wenn du darüber nachsinnst, wer dieser Jesus ist. Wie er das Haupt der Gemeinde ist, Versorger, Herrscher und Ziel der Gemeinde. Wie er als Mensch Sieg über Sünde, Tod und Teufel errungen hat in seiner Auferstehung. Wie er dein erstgeborener, älterer Bruder ist dieser neuen, verherrlichten Menschheit, die aus den Toten auferweckt werden wird, Anführer der Kinder Gottes, über die der Tod nicht mehr herrscht. Ist dir bewusst, dass der Tod nicht mehr über dich herrschen wird wegen Jesus? Wenn du den Tod fürchtest, selbst wenn du stirbst, der Tod herrscht nicht mehr über dich. Denn so wie Jesus auferstanden ist, er der Erstling, so wirst auch du auferstehen werden. So wirst auch du auferstehen mit einem verherrlichten Leib und wirst sein wie er. Denkst du darüber nach, wie er eine Person ist, aber zwei Naturen hat? Wahrhaftiger Gott, wahrhaftiger Mensch. Wenn du denkst, dass Sünde deine Wünsche und Ziele erfüllen kann, denk darüber nach, dass in ihm die Fülle aller Gottheit wohnt. Ihm fehlt nichts. Alles, was dir die Sünde verspricht, alles, was dir deine Begierde und deine Götzen versprechen, sie werden dich nur leer zurücklassen. Aber dieser Jesus, in ihm wohnt die Fülle der Gottheit. Ihm mangelt nichts, ihm fehlt nichts. Staune über ihn, denke über ihn nach, ruhe in ihm.

„Glaubst du, dieser Jesus, der durch das Blut seines Kreuzes die gesamte Schöpfung wiederherstellt, in einen Vorfluchzustand, in einen Vorgenesis-3-Zustand? Dieser Jesus ist nicht stark genug, dich zu halten und dich zu tragen? Ruhe in der Erhabenheit Jesu Christi. Er ist mächtig, sein Opfer ist wirksam. Er ist das Haupt, und er ist über allem. Du darfst in ihm ruhen, in seinen Verheißungen. „Christus hält, was er verspricht“, haben wir gesungen. Er hält, was er verspricht. Du darfst seinen Verheißungen vertrauen und in ihm ruhen.

Drittens, gib Jesus die Vorgängigkeit, die ihm gebührt. Dieser Erhabene Jesus ist würdig all deiner Anbetung und all deiner Hingabe. Er ist das Haupt der Gemeinde, der Erhabene über den Tod. Auch als Mensch hat er Vorrang in allem. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Ihn hat sich Gott auserkoren, um in ihm zu wohnen. Sein Werk am Kreuz rettet nicht nur den Sünder, nein, es ist so mächtig, dass es die Schöpfung wiederherstellt. Dieser erhabene Jesus ist würdig all deiner Aufmerksamkeit, all deiner Faszination. Er ist würdig deiner Liebe. Liebe diesen Jesus und gib ihm Vorrang in deiner Liebe. Er ist würdig deiner Unterwerfung. Er, der das Zentrum des Universums ist, ist auch würdig, das unangefochtene Zentrum deines Lebens zu sein.

Wenn du heute hier bist und nicht an diesen Jesus glaubst, dann rufe ich dich auf zur Buße und ich rufe dich auf, dein Vertrauen in diesen Jesus zu setzen. Du kannst es mit allem in dieser Welt versuchen, den Durst deiner Seele zu stillen: mit Bildung, mit Reichtum, mit deiner Karriere. Du kannst all deine Wünsche und Begierden erfüllen. Du kannst versuchen, menschengemachten Religionen zu folgen, zu Tempeln zu gehen oder irgendeine heilige Stätte aufzusuchen. Aber Gott hat einen Ort auserwählt, wo er wohnen möchte, wo er wohnt, wo er zu finden ist. Einen Tempel, in dem man sich Gott nahen kann – einen Mittler zwischen Gott und Menschen. Und das ist Jesus Christus. Es gibt keinen anderen. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Er allein kann den Durst deiner Seele stillen. Er wird eines Tages kommen und diese Schöpfung wiederherstellen. Aber bevor er die Schöpfung von ihrem Fluch befreit, wird er seine Feinde vernichten und von der Erde entfernen. Und wenn du nicht an Jesus Christus glaubst, wenn du dein Leben ihm nicht unterworfen hast, dann bist du ein Feind Gottes. Du bist nicht versöhnt mit dem Heiligen Gott. Wenn du dein Leben also nach deinen eigenen Vorstellungen lebst, nach deinen Zielen und nach deinem Wohlgefallen, statt es dem zu widmen, von und für den du geschaffen worden bist, raubst du diesem Jesus, dem Erstgeborenen über alle Schöpfung, seinen Anteil und seinen Anspruch. Du bist ein Dieb, der von dem raubt, was Jesus gehört. Fliehe also dem Zorn des Sohnes, fliehe dem Zorn des Erstgeborenen, indem du Zuflucht in ihm findest, in seinem Kreuz. Kehre um von deiner Rebellion und setze dein Vertrauen in Jesus Christus. Du kannst dich selbst nicht retten und deine Werke können dich nicht retten. Allein die Person und das Werk Jesu Christi. Glaube an ihn für die Vergebung deiner Sünden. Glaube ihm allein für das Heil deiner Seele. Wer zu ihm kommt, den wird er nicht verstoßen. Und wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Wer an ihn glaubt, hat ewiges Leben.

Und für dich, wenn du bereits an Jesus Christus glaubst: Die Botschaft an dich ist, gib Jesus den Vorrang, der ihm gebührt, in jedem Aspekt deines Lebens. Er ist würdig, dass du ihm dein gesamtes Leben opferst. Alle Götzen in deinem Leben – seien es deine Begierden, unreine Gedanken und Wünsche, sei es Geld und Wohlstand, sei es deine Karriere, sei es Familie, sei es deine Kinder, sei es die Liebe und die Aufmerksamkeit von Menschen – allem, was du Vorrang gibst, statt Jesus, sie verblassen in der Erhabenheit Jesu Christi. Wenn du deine Gedanken wirklich darauf richtest, über diesen Erhabenen Jesus nachzusinnen, wenn du deine Gedanken, wenn du innehältst, deine.“

deine nichtigen Gedanken über diese Götzen ablegst und über diesen Jesus Christus nachdenkst und über seine Größe, seine Erhabenheit. Und tatsächlich über ihn nachsinnend, verblassen alle diese Götzen. Sie verlieren alle ihre Bedeutung. Kein Opfer ist für diesen Jesus zu groß: deine Gemütlichkeit, ein einfaches Leben, Sicherheit, Gesundheit. Selbst wenn ich all das verliere, aber Christus gewinne, ist es das wert?

Prüfe dein Leben. Wenn jemand dich begleiten würde einen Tag lang, eine Woche lang, würde er sehen, dass du Jesus Christus Vorrang gibst in deinem Leben? Wenn er sehen würde, womit du deine Zeit verbringst, was du dir anschaust, was du liest, was du dir anhörst. Wenn er sehen würde, wenn man sehen würde, wie du mit deiner Familie umgehst, zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Geschwistern. Wenn er zuschauen würde, wie du in der Schule, in der Uni oder in der Arbeit dich verhältst – Hat Jesus dort den Vorrang? Gehorchst du ihm? Richtest du deinen Tag, deine Woche nach ihm aus? Stehst du auf aus deinem Bett wegen Jesus oder wegen anderen Dingen? Planst du deinen Tag um deinen Willen, nach deinem Willen oder nach dem Willen der Kinder, nach dem Willen, den dir die Welt vorgibt? Oder planst du deinen Tag und deine Woche nach Jesus Christus?

Wenn du in die Gemeinde kommst, kommst du für ihn, in dem Bewusstsein, dass er das Haupt der Gemeinde ist. Nicht du bist das Haupt der Gemeinde, nicht ich bin das Haupt der Gemeinde. Ist dein Ziel in dieser Gemeinde, als Glied dieser Gemeinde, deinen anderen Mitgliedern zu dienen, sodass wir alle gemeinsam zu Christus wachsen mögen? Bist du lediglich Konsument in der Gemeinde und nimmst? Oder bist du ein Glied, das dient in der Gemeinde und gibt, damit jeder in dieser Gemeinde zum Haupt wachsen möge? Komm in die Gemeinde für ihn. Lebe, plane deine Woche nach ihm, arbeite für ihn, mach Urlaub für ihn, denn er hat in allem Vorrang. Ihm gehört alles und zu ihm hin ist alles geschaffen. Und als Mensch, als Gottmensch hat er alles errungen und sich verdient, diesen Vorrang zu haben. Ihm möge alle Ehre zuteilwerden. Amen.

Lasst uns beten. Unser Herr Jesus Christus. Worte werden deiner Erhabenheit nicht gerecht. Wir können noch so viel über dich und über deine Erhabenheit nachsinnen. Es scheint nicht genug zu sein. Und die Worte scheinen nie das erreichen zu können, was du wirklich bist und wer du wirklich bist. Als er den Thron beschreiben wollte, den er in seiner Vision sah, und irgendwann fehlten ihm die Worte. Er konnte nur noch von Gestalten reden, von Dingen, die so aussehen wie das und so wirken wie das. So sehen wir diese Worte. Und diese Worte, die hast du uns geschenkt, um uns zu belehren, um uns Jesus groß zu machen. Aber sie übersteigen unseren Verstand. So möchten wir dich doch bitten, Herr Jesus, dass diese Worte in unseren Gedanken und unseren Herzen tief verwurzelt sein mögen. Dass wir nicht heute nach diesem Gottesdienst diese Worte wieder vergessen, sondern dass sie uns begleiten mögen in dieser Woche. Dass uns deine Erhabenheit prägen möge, wenn wir aufstehen, wenn wir in die Arbeit, in die Schule, in die Uni gehen. Dass wir in den Entscheidungen, die wir treffen, den Worten, die wir reden und den Gedanken, die wir denken, dass das alles getränkt sein möge in einem Ozean von der Erkenntnis und dem Staunen von deiner Erhabenheit. Fülle unsere Gedanken mit dir. Mach uns zu Anbetern, die anbetend leben und wandeln, die gehorsam sind in allem, was wir tun und dir den Vorrang geben, der dir gebührt. Herr Jesus Christus, ich bete dich an. Du bist würdig allen Ruhmes, aller Ehre und aller Herrlichkeit. Du bist das Zentrum von allem. Sei Zentrum in meinem Leben. Sei Zentrum im Leben der Geschwister. Sei Zentrum in dieser Gemeinde. Und wenn hier jemand ist, der nicht an dich glaubt, der nicht sein Vertrauen in dein Opferwerk am Kreuz gesetzt hat, erlöse ihn und rette ihn.

„Ziehe ihn zu dir, sodass er zur Erkenntnis deiner Größe kommen möge. Dein Geist möge wirken und dich groß machen, sodass diejenigen ihr Leben dir übergeben. Dir möge aller Ehre zuteil werden. Amen.“

Scroll to top