December 28, 2025

Die finale Vorbereitung der Jünger durch den Herrn Jesus

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Passage: Lukas 24:36-49

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Lasst uns gemeinsam lesen: Lukas Kapitel 24, die Verse 36 bis 49. Lukas Evangelium, Kapitel 24, die Verse 36 bis 49. Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Sie aber erschraken, wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr bestürzt und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen? Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin. Betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, das ich habe. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch, und er nahm und aß vor ihnen. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und Psalmen. Dann öffnete er ihnen den Sinn dafür, die Schriften zu verstehen, und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten. Und in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden, allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Ihr seid Zeugen hiervon. Und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe.

Allmächtiger und guter Vater, wir danken dir für die Gnade und für die Gnade, dass du uns heute hierher alle versammelt hast. Kraft schenkst, dein Wort zu verkündigen, und dass du auch dem übersetzenden Bruder hilfst, die richtigen Worte zu finden. Wir bitten dich, dass dein Heiliger Geist uns helfen möge, diese Worte richtig zu verstehen. Mögen diese Worte in den Herzen der Zuhörer wirken und sie verändern.

Wir befinden uns in unserer fortlaufenden Betrachtung des Lukasevangeliums. Wir haben uns vergangene Woche damit beschäftigt, wie der auferstandene Christus im verschlossenen Zimmer mit einer Botschaft des Friedens unter den Jüngern auftaucht. Und wir haben gesehen, dass der Herr Jesus sich mit unterschiedlichen Beweisen den Jüngern demonstriert hat, dass er tatsächlich auferstanden ist. Der Titel der heutigen Predigt lautet: Die finale Vorbereitung der Jünger durch den Herrn Jesus. Unter diesem Titel, die finale Vorbereitung der Jünger durch den Herrn Jesus, möchten wir uns zwei Punkte anschauen. Erstens: Die Öffnung der Herzen durch die Schrift. Und der zweite Punkt wird sein: Der Auftrag, Zeugen zu sein. Und wie wir sehen, von Anfang von Jerusalem zu allen Nationen.

Beginnen wir mit Vers 44. Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und Psalmen. Und sagt ihnen, erinnert sie, dass dies die Worte sind, die er zu ihnen redete, als er noch bei ihnen war, nämlich das, was alles erfüllt werden muss, was über ihn geschrieben steht in Besetzung Mose, in den Propheten und Psalmen. Wir sehen es in allen Evangelien und gerade auch natürlich im Lukasevangelium, haben wir im Laufe immer wieder gesehen, als Jesus in Galiläa war, in Judäa war. Über seine ganze Dienstzeit hinweg hat der Herr Jesus den Jüngern immer wieder davon berichtet, dass er leiden wird, sterben wird und wieder auferstehen wird. Er hat ihnen immer wieder davon berichtet und erzählt, dass er in Jerusalem sterben wird. Und es war wichtig, dass er sie an diese Dinge erinnert: Dass er von den Obersten gefangen genommen wird, dass er den Nationen überliefert werden wird, dass er gekreuzigt wird, sterben wird und wieder auferstehen wird – er hat es ihnen immer wieder gesagt.

Lasst uns die Beispiele sehen, wo er es den Jüngern davon berichtet hat, zum Beispiel Lukas 9, Vers 22, Lukas Kapitel 9, Vers 22. Der Sohn des Menschen muss leiden, und der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Das hat er den Jüngern, diese Botschaft hat er den Jüngern mehrfach gegeben, auch in Lukas 18, 31 bis 34. Und es hatte einen alttestamentlichen Bezug, wenn Jesus eben davon geredet hat, dass er leiden muss, dass er verworfen wird, dass er getötet und auferweckt werden wird. Und in Lukas 18 sehen wir, Vers 31 bis 34, dort sehen wir in Vers 31, dass er die Zwölf zu sich nahm. Es war eine Botschaft, die an sie direkt ging und die er mit ihnen teilte, und er hat sie zu sich genommen. Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was durch die Propheten auf den Sohn des Menschen hingeschrieben ist. Denn er wird den Nationen überliefert werden und wird verspottet und geschmäht und angespien werden. Und wenn sie ihn gegeißelt haben, werden sie ihn töten, und am dritten Tag wird er auferstehen. Und sie verstanden nichts von diesen Worten, und diese Rede war vor ihnen verborgen, und sie begriffen das Gesagte nicht.

Jesus wiederholt also diese Worte auch hier nochmal mit den Jüngern und er möchte, dass sie auf diese Worte achten und sich merken. Wir sehen aber in Vers 34 eben, die Jünger verstanden nichts von diesen Worten. Es waren ihnen verborgen, sie begriffen es nicht. Auch in Lukas 9 gehen wir etwas wieder zurück, in Kapitel 9, Verse 44 und 45 lesen wir folgendes: Nehmt ihr diese Worte in eure Ohren, nämlich, dass der Sohn des Menschen überliefert werden wird in die Hände der Menschen. Sie aber verstanden dieses Wort nicht, und es war von ihnen verborgen, dass sie es nicht begriffen, und sie fürchteten sich, ihn über dieses Wort zu fragen. Wir sehen also, es ist ihnen verborgen, sie verstehen die Worte nicht, die Jesus so wiederholt an sie richtet. Und wir wissen über die Jünger, sie wollten dieses Wort auch einfach nicht verstehen. Es war ihnen verborgen, weil das für sie nicht wahr sein konnte. Sie konnten es nicht verstehen, weil sie es nicht verstehen wollten. Und sie fürchteten sich auch noch, Jesus über dieses Wort näher zu befragen. Sie wollten es nicht verstehen. Sie glaubten, dass Jesus der Messias ist, aber in ihrem Verständnis gibt es kein Leiden beim Messias, kein Sterben und kein Auferstehen. Das haben sie nicht gesehen. Sie waren glücklich, dass sie den Messias gefunden haben und hatten ihre Vorstellungen über den Messias. Aber sie wollten nichts davon hören, dass er getötet wird, leiden wird und auch wieder auferweckt wird. Sie denken an den Triumph des Messias und sind in einem Freudenzustand, dass sie den Messias, der sie befreien wird, gefunden haben. Sie hatten lediglich ein Teilverständnis von dem, was über den Messias geschrieben stand. Sie hatten nur den Triumph und die Herrlichkeit des Messias vor Augen.

Auch bei den Frauen haben wir gesehen zu Beginn von Kapitel 24, dass als sie in Vers 3 in die Gruft hineingingen und den Leib des Herrn nicht fanden. Wir sehen also, sogar obwohl Jesus ihnen oft davon erzählt hat, sogar jetzt, nachdem sie das leere Grab gefunden haben, denken sie immer noch nicht an die Worte des Herrn Jesus, auch die Frauen hier, sondern sie brauchen die Erklärung von den zwei Männern, die wir in Versen 4 bis 8 sehen, von den beiden Engeln, die sie daran erinnern, was Jesus ihnen gesagt hat. In Vers 6 und 7, dort sehen wir, wie die zwei Engel sagen: Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Erinnert euch daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, indem er sagte: Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden. Wir sehen also auch bei den Frauen, dass sie, obwohl sie nun das leere Grab gesehen haben, nicht geglaubt haben oder sich nicht an die Worte erinnert haben. Sondern ihnen mussten die Engel davon erzählen und sie an die Worte Jesu erinnern.

Und wir sehen dann in Vers 44, Jesus setzt fort. Wir sehen hier drei Kategorien von Schriften, die Jesus hier erwähnt: nämlich das Gesetz Mose, die Propheten und die Psalmen. Und in der jüdischen Bibel der damaligen Zeit, zur Zeit Jesu, war die jüdische Bibel genau in diese drei Kategorien unterteilt. Jesus nimmt also hier Bezug auf das gesamte Alte Testament, auf die gesamte jüdische Bibel. Was wir das Alte Testament nennen, und nimmt Bezug auf alle drei Kategorien, in die die jüdische Bibel damals unterteilt war. Und er sagt, er ist die Erfüllung von dem, was zum Beispiel im Gesetz des Mose geschrieben ist. Er ist auch die Erfüllung von dem, was in den Propheten geschrieben ist. Eine kleine Randnotiz, die wir hier aber auch sehen: Dadurch, dass Jesus sich auf die gesamte jüdische Bibel, diese drei Kategorien, bezieht, bestätigt er uns das Alte Testament. Er bestätigt uns das Alte Testament, die jüdische Bibel, die damals 400 Jahre vor Christus war. Und wir sehen das Alte Testament, wenn wir bei Genesis anfangen, dass von Anfang an die Geburt und der Tod Jesu prophezeit werden. Zum Beispiel auch Jesaja 53, das Kapitel, das wir gut kennen. Also aus den Propheten sehen wir auch das Leiden und das Sterben. Und die Psalmen auch: Psalm 22, Psalm 69 und viele weitere Psalmen prophezeien und nehmen Bezug auf Jesus. Jesus hat ihnen also gesagt in der Zeit, in der er mit ihnen war, dass all dies aus dem Alten Testament, aus dem Gesetz Mose, den Propheten und Psalmen, aus der Schrift heraus hat erfüllt werden müssen.

Als nächstes möchten wir uns Vers 45 und 46 anschauen. Vor zwei Wochen haben wir uns damit beschäftigt, wie Jesus eine Bibelstunde mit diesen Jüngern auf dem Weg gehalten hat und wie ihre Herzen im Vers 32 gebrannt haben. Und Vers 45 und 46 sagt es uns, können wir auch verstehen, dass auch dort Jesus wahrscheinlich eine lange Bibelstunde mit den Jüngern gehalten hat. Es ist traurig, dass wir bei dieser Bibelstunde nicht dabei sein konnten. Wir können jetzt schon die Fragen und Zweifel, die wir haben, aufschreiben und wenn wir bei Jesus sind, können wir ihm alle unsere Fragen stellen. Es ist hier im Lukasevangelium nicht explizit erwähnt, aber nach seiner Auferstehung war Jesus ja noch 40 Tage lang auf der Erde und ist sich oft den Jüngern begegnet und hat sie oft über diese 40 Tage belehrt und sich mit ihnen beschäftigt. Und wir haben vor zwei Wochen gesehen, wie der Herr Jesus, obwohl er es ja war, der mit den Jüngern dort geredet hat, wie er auf diesem Weg den Jüngern ihre Zweifel und ihre Fragen aus der Schrift heraus, aus dem Alten Testament heraus, beantwortet hat und die Zweifel beseitigt hat. Und das sehen wir hier, dass er ihnen ihren Sinn dafür öffnete, die Schriften zu verstehen, und sprach zu ihnen, was geschrieben steht. Also er öffnete ihnen durch die Schrift den Sinn dafür. Sie hatten nur dieses Teilverständnis, sie hatten nur die eine Hälfte des Messias verstanden, über seinen Triumph und seine Herrlichkeit und sein Reich. Aber sie hatten eben nicht die andere Seite verstanden. Und nun öffnet ihnen Jesus ihren Sinn, indem er ihnen aus der Schrift die andere Seite zeigt und erklärt. Er öffnet ihnen seinen Sinn.

Jesus bereitet hier seine Jünger final vor. Er wird in wenigen Tagen in den Himmel zum Vater hinauffahren. Er erinnert sie aus den Schriften und erklärt in den Schriften, dass sie Zeugen sein sollen, dass er gestorben und auferstanden ist. Seht ihr, wie wichtig das Jesus war für die Jünger und damit auch am Ende für die Gemeinde dann? Dass er ihnen in diesen letzten Tagen, in dieser finalen Vorbereitung, bevor er die Erde verlässt, den Sinn eröffnet, die Schriften zu verstehen, und aus den Schriften heraus die Botschaft des Evangeliums erklärt, die Botschaft seines Todes und seiner Auferstehung.

Kommen wir zum Vers 47. Und in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden, allen Nationen, anfangend von Jerusalem. Also, wir haben in Vers 46 gesehen: So steht geschrieben, Christus musste leiden und auferweckt werden. Und nun muss in seinem Namen, Vers 47, Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden. Das, was jetzt in Vers 46 war, das, was geschehen ist – jetzt in Vers 47, was geschehen soll: Ist das die finale Botschaft des Herrn Jesus, der Auftrag an die Jünger? Wir sehen: In seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden. Wir möchten auf diese Inhalte des Verses achten: In seinem Namen. In wessen Namen? In seinem Namen, also in Jesu Namen, Buße zur Vergebung der Sünden, alle Nationen, anfangend von Jerusalem. Es ist der Name Jesu Christi, in dem Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden soll. Es ist nicht der Name eines anderen Menschen. Es ist nicht der Name einer Religion, im Namen Buddhas, oder im Namen eines anderen Götzen, oder im Namen eines anderen Menschen. Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 12, sagt: Kein anderer Name unter dem Himmel ist gegeben worden den Menschen, in dem man gerettet werden muss. Das ist dasselbe, was wir in Matthäus 28, 16 bis 20 lesen, wo Jesus den Jüngern den Auftrag gibt, in die Welt hinauszugehen und Jünger zu machen, sie zu taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie alles zu lehren, alles zu bewahren, was er ihnen gelehrt hat, und er wird mit ihnen sein alle Zeit.

Wovon müssen wir in unserem Leben Buße tun? Buße zu tun bedeutet umzukehren. Sich abzuwenden von seinem Stolz, von seiner Selbstgerechtigkeit, von seinem Götzen. Und wenn ich Götzen sage, heißt das nicht immer nur eine Religion und ein Ort, wo man im Tempel einen Götzendienst hat, sondern jeder Mensch hat in seinem Leben Götzen, von denen er sich abwenden muss. Wir sollen predigen, es soll gepredigt werden im Namen Jesu Buße. Und die Apostel, die Jünger hier, mit ihnen hat dieser Auftrag nicht geendet. Dieser Auftrag ist an uns weitergegeben worden. Ihr kennt alle sicherlich den Sport, wo im Staffelrennen der Staffelstab weitergegeben wird. Oft, wenn man im Neuen Testament die Briefe liest, enden sie mit einem Gruß, mit einem Gebet oder mit einem Amen. Aber die Apostelgeschichte endet in dem Sinne nicht, sondern die Apostelgeschichte geht quasi weiter in die Gemeinde hinein, in unsere, und geht durch die Geschichte der Gemeinde weiter. Der Auftrag, der den Aposteln gegeben wurde, wurde der Gemeinde weitergegeben. Es ist unser Auftrag, es ist unsere Mission, dies zu predigen.

Lasst uns Verse 48 und 49 anschauen. Sie sind Zeugen von all dem gewesen. Heute sind wir es, die Gottes auserwählte Zeugen. Damals waren es die Apostel, die Gottes Auserwählte zu ihm brachten durch diesen Auftrag, indem sie Zeugen waren. Heute sind wir die Zeugen, die Gottes Auserwählte zu ihm bringen durch die Botschaft. Lasst uns ein paar Verse anschauen. Johannes Kapitel 15, Vers 27: Aber auch ihr zeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Apostelgeschichte, Kapitel eins, Vers acht: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist. Und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria. Apostelgeschichte, Kapitel 3, 15 und 16: Den Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet. Den Gott aus den Toten auferweckt hat, wovon wir Zeugen sind. Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht. Durch die ganze Apostelgeschichte hindurch sehen wir es, wir haben uns nur einige wenige Beispiele angeschaut, wie die Apostel diesem Auftrag nachgehen: Zeugen zu sein. Und wir sehen es nicht nur dort, sondern auch in den Briefen, wie auch zum Beispiel im 1. Johannesbrief Kapitel 1: Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut, unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Und das Leben ist offenbart worden, und wir haben es gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns offenbart worden ist. Wir sehen also, wie die Apostel diesem Auftrag nachgegangen sind, Zeugen zu sein, wie ein Zeuge vor Gericht, der davon berichtet, was er gesehen oder was er gehört oder was er weiß. So berichten die Jünger, die Apostel, davon als Zeugen.

Wir leben hier in Fremdlingschaft, in einer Fremde. Und der Grund, wieso wir hier auf dieser Erde sind und Gott uns hier trägt und uns Kraft schenkt und vergibt und uns hält, ist unser Auftrag hier in dieser Fremdlingschaft. Unser Gott vergibt uns unsere Sünden, unsere Vergehungen, unser mangelndes Gebetsleben und all diese Dinge. Denn wir sollen hier auf dieser Erde Zeugen sein, durch unser Leben. Unser Leben soll ein Zeugnis und ein Licht sein für die Menschen um uns herum. Unser Bürgerrecht ist im Himmel. Wir sind hier lediglich Fremdlinge und Gäste auf dieser Erde. Solange wir auf dieser Erde hier sind, soll unser Leben ein Zeugnis sein. Das ist unser wichtiger Auftrag. Es kann leicht geschehen, dass wir diesen Auftrag vernachlässigen oder vergessen. Es kann geschehen, dass wir uns zu leicht in die Dinge und Beschäftigungen dieser Welt verwickeln lassen. Manchmal kann es aber sogar sein, dass wir uns guten Dingen widmen, aber diesen Auftrag dabei vernachlässigen, wie in der Gemeinde zu sein, sich gegenseitig zu kümmern, füreinander zu beten, füreinander da zu sein. Das ist alles wichtig und das ist alles gut und richtig. Und wir sollen das untereinander, einander dienen. Das ist gut und richtig. Aber wir dürfen niemals dabei diesen Auftrag vergessen, nämlich, dass wir Zeugen sein sollen. Wieso haben wir uns denn heute hier versammelt? Es ist unser Auftrag, die Auserwählten Gottes, die noch draußen sind, hierher zu bringen. Es ist unser Auftrag zu verkündigen, diese Botschaft. Es ist unser Auftrag zu verkündigen im Namen Jesu Christi Buße zur Vergebung der Sünden allen Nationen.

Seht daran, wie die Jünger, die Apostel diese Welt zum Erschüttern gebracht haben. Wie, wenn wir von Apostelgeschichte 2 an lesen, wie oft nicht nur durch ihre Predigt, sondern auch durch ihr Leben waren sie ein Zeugnis. Es ist auch für uns, als Gemeinde, als Geschwister wichtig, dass wir darauf achten, den Auserwählten Gottes das Evangelium zu predigen. Dann sehen wir als nächstes: Siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe. Wir sehen das ähnlich auch in Matthäus am Ende Kapitel 28. Das ist die Verheißung des Vaters, davon lesen wir in Joel zum Beispiel Kapitel 3, Vers 1: Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen. Eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Visionen sehen. Und er fährt fort: Über die Knechte und über die Mägde wird er sogar in seinen Tagen den Geist ausgießen. Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Auch Johannes Kapitel 14, 16 bis 17 spricht von der Verheißung des Vaters. Dort spricht Jesus zu den Jüngern: Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch ist in Ewigkeit: Den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht, noch ihn erkennt. Und er fährt fort, auch in Kapitel 16, dass er den Geist der Wahrheit senden wird, und er wird die Welt überführen von Sünde und Gericht und diesen Dingen.

Und wir sehen, wie sich das erfüllt in Apostelgeschichte Kapitel 2, ab Vers 30: Da er nun ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, einen seiner Nachkommen auf seinen Thron zu setzen, hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, dass er weder im Hades zurückgelassen worden ist, noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat. Wir sehen hier, dass die Jünger sich eben auch auf das Alte Testament hier in ihrer Predigt beziehen und die Erfüllung dieser Dinge des Alten Testaments hier sich darauf beziehen aus den Schriften heraus, wie Christus diese Schriften erfüllt und wer gestorben und auch auferstanden ist. Und wir sehen in Vers 34, als Antwort auf diese Predigt, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Und Petrus sprach zu ihnen. Wir sehen also, wie die Apostel die Kraft vom Heiligen Geist empfangen haben und in Kraft dann den Menschen Zeugnis ablegen und verkündigen. Und wir sehen es, sie tun es genau aus dem Alten Testament, genau aus diesen drei Kategorien der Schriften, die Jesus ihnen hier gelehrt hat. Wenn er sagt, seid Zeugen hiervon, dann sind das am Ende auch bei den Jüngern – sie sind Märtyrer, sie sind Blutzeugen für diese Botschaft geworden. Was hat Stephanus ihnen gepredigt ins Gesicht, den Hohenpriestern und Pharisäern und Schriftgelehrten? Er hat ihnen aus dem Alten Testament heraus, Stück für Stück, gelehrt und ihnen verkündigt und ihnen aus dem Alten Testament heraus Christus gezeigt und auf Christus gewiesen, sodass sie es nicht mehr ertragen konnten und ihn umgebracht haben. In Apostelgeschichte Kapitel 8, der Kämmerer aus Äthiopien sagt zum Philippus quasi: Ich verstehe Jesaja 53 nicht. Philippus liest in Jesaja 53, also den Propheten, was die Propheten über Jesus gesagt haben, und dann wird er fertig für Jesus am Ende. Auf dem Weg nach Damaskus erscheint dieses Licht dem Saulus, und wir sehen, wie Paulus dann auch fortfährt, aus dem Alten Testament die Juden zu überzeugen und sie zu überreden und aus den Schriften zu zeigen, dass Jesus der Christus ist.

Was können wir lernen aus den Versen, die wir heute gesehen haben? Wir sehen, dass durch die Schrift der Herr Jesus ihnen ihren Sinn geöffnet hat und durch die Schrift ihre Herzen geöffnet hat. Als Gläubige müssen wir die Schrift immer und stets studieren. Wir müssen sie lesen, wir müssen sie kennen und wir müssen ihr gehorchen. Denn wenn du nicht erfüllt mit der Schrift bist, kannst du in dieser Welt kein Zeuge sein. Nur wenn wir erfüllt sind mit der Schrift, können wir ihnen die Botschaft der Schrift verkündigen und sie zur Buße, zur Vergebung der Sünde aufrufen. Und für jeden, der nicht glaubt, ist heute das Zeugnis abgelegt worden davon: Nur im Namen Jesu Christi gibt es Heil und gibt es Vergebung deiner Sünden. In keinem anderen Namen unter dem Himmel gibt es Heil und gibt es Rettung. Als Gläubige ist unser Auftrag, uns mit der Schrift zu erfüllen, sie zu studieren, sie zu lesen. Und dann ist es unser Auftrag, Zeuge zu sein, Zeugnis abzulegen, auch durch unser Leben und durch unser Verhalten. Und an die Ungläubigen ist der Aufruf, Buße zu tun, denn es gibt keinen anderen Namen, in dem es Heil und in dem es Vergebung der Sünden gibt.

Allmächtiger und guter Vater, wir danken dir für dein Wort und das Wort, das du uns heute geschenkt hast. Wir bitten dich, Vater, hilf uns, dass wir in dieser Welt dein Wort kennen und uns davon erfüllen lassen und davon Zeugen sind in dieser Welt. Hilf uns, dass wir dieser Welt predigen, die Botschaft der Buße, die Botschaft zur Vergebung der Sünden, vom Gericht und vom kommenden Gericht. Gebrauche uns als ein Werkzeug, dass die Menschen um uns herum das Evangelium hören, dass deine Auserwählten gerettet werden. Führe und leite jeden von uns. Wir danken dir für die Gnade, die du geschenkt hast, um dein Wort zu verkündigen. Amen.

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