December 7, 2025

Die verändernde Kraft des Wortes Gottes

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Passage: Psalm 19:8-15

Heute wollen wir uns keinen Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium anschauen, sondern Psalm 19 als Grundlage für die Predigt nehmen. Lasst uns zunächst die Verse lesen:

„Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes und das Himmelsgewölbe verkündet sein Händewerk. Ein Tag sprudelt dem anderen Kunde zu und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis, ohne Rede und ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. Ihre Messschnur geht aus über die ganze Erde und ihre Sprache bis an das Ende der Welt. In ihm hat er der Sonne ein Zelt gesetzt. Und sie, wie ein Bräutigam aus seinem Gemach, tritt sie hervor; sie freut sich wie ein Held, die Bahn zu durchlaufen. Am einen Ende des Himmels ist ihr Aufgang und ihr Umlauf bis zum anderen Ende, und nichts ist vor ihrer Glut verborgen.

Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Einfältigen weise. Die Vorschriften des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz. Das Gebot des Herrn ist lauter, es macht die Augen hell. Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht in Ewigkeit. Die Rechtsbestimmungen des Herrn sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt. Sie, die begehrenswerter sind als Gold, ja, viel gediegenes Gold, und süßer als Honig und Wabenhonig. Auch lässt sich dein Knecht durch sie warnen; in ihrer Befolgung liegt großer Lohn.

Verirrungen – wer bemerkt sie? Von den verborgenen Sünden sprich mich frei. Auch von Übermütigen halte deinen Knecht zurück; sie sollen nicht über mich herrschen, denn ich bin tadellos und rein von schwerem Vergehen. Lass die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, Herr, mein Fels und mein Erlöser.“

Einleitung: Die Kraft des Wortes

Vater, wir danken dir für diesen Tag und dass du uns den richtigen Weg für unser Leben zeigst. Wir danken dir für all die Worte, die du uns heute schenken wirst. Schenk mir nun die Kraft und die Weisheit, deine Worte zu verkünden, und führe und leite uns. Ich bitte dich auch für die Zuhörer, dass du ihnen die Weisheit schenkst, deine Worte zu verstehen. Amen.

Wenn wir uns die Welt anschauen, sehen wir, wie Länder hochmoderne Waffen produzieren. Wir wissen, welche Konsequenzen der Einsatz dieser Waffen hat; ihre Kraft ist enorm. Auf der anderen Seite sehen wir, wie Menschen verschiedene Güter priorisieren: ein Haus, ein Auto, Geld. Wir haben uns angesehen, was in dieser Welt kraftvoll und wertvoll sein kann. Aber heute wollen wir uns etwas anschauen, das viel mehr Kraft und Wert besitzt als alle Schätze und Waffen dieser Welt: Das Wort Gottes.

1. Das Wesen des Wortes Gottes (Verse 8–10)

In Jeremia 23,29 lesen wir: „Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ Hier sehen wir die gewaltige Kraft.

In den ersten sechs Versen von Psalm 19 sehen wir die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung. Der Himmel und die Sonne sind überall und offenbaren Gott. Römer 1,19-20 bestätigt, dass Gottes unsichtbares Wesen in dem Gemachten wahrgenommen werden kann. Doch um Gott wirklich zu erkennen, müssen wir uns seinem Wort zuwenden.

David beschreibt in diesem Abschnitt, was das Wort Gottes ist und was es mit uns macht:

  • Das Gesetz des Herrn ist vollkommen: Es ist ohne Fehler oder Makel, wie die Opfertiere im Alten Testament.

  • Es erquickt die Seele: Es hat die Kraft, den Menschen zur Umkehr zu bewegen und die Seele zu retten. Wie Petrus schreibt, sind wir wiedergeboren durch das lebendige Wort Gottes.

  • Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig: Gott selbst bürgt für die Wahrheit seines Wortes. Wir können ihm voll vertrauen.

  • Es macht den Einfältigen weise: Es schenkt die Fähigkeit, Dinge zu unterscheiden und ein gottwohlgefälliges Leben zu führen.

  • Die Vorschriften des Herrn sind richtig: Sie sind „gerade“ und führen uns auf den rechten Weg, was unser Herz mit tiefer Freude erfüllt.

  • Das Gebot des Herrn ist lauter: Es ist hell und klar. In einer finsteren Welt ist es die Leuchte für unseren Fuß.

2. Der Wert des Wortes Gottes (Vers 11)

David sagt, die Worte Gottes sind begehrenswerter als feinstes Gold und süßer als Honig. Gold steht für den höchsten materiellen Wert, Honig für die größte Süße und Freude. David macht deutlich: Das Wort Gottes ist wertvoller als jeder irdische Schatz. Wahre, erfüllende Freude finden wir nur hier.

3. Die Antwort des Menschen (Verse 12–15)

David erkennt diesen Wert und antwortet darauf mit einem Gebet:

  • Warnung und Lohn: Er lässt sich durch das Wort warnen und weiß, dass in der Befolgung Segen liegt.

  • Erkenntnis der Sünde: Er bittet um Befreiung von verborgenen Sünden – also jenen, die er vor anderen versteckt, aber auch jenen, die ihm selbst noch nicht bewusst sind.

  • Bewahrung vor Hochmut: Er fleht Gott an, ihn vor „übermütigen“ Sünden (Sünden aus Stolz) zu bewahren, damit sie nicht über ihn herrschen.

Sein Ziel ist ein heiliges Leben. Er möchte, dass sein Reden und sein Denken wie ein wohlgefälliges Opfer vor Gott sind. Er schließt mit der Anerkennung Gottes als seinen Fels (Stärke) und seinen Erlöser (derjenige, der die Verantwortung für ihn übernimmt).

Fazit und Aufruf

Das Wort Gottes allein ist ausreichend, um dich zu verändern. Es zeigt dir den richtigen Weg und erquickt deine Seele.

  • An die Suchenden: Wenn du noch nicht an Jesus Christus glaubst, kehre um und vertraue seinem Wort. Es hat die Kraft, dich zu retten.

  • An die Gläubigen: Nimmst du dir Zeit, dieses Wort zu erforschen? Erkennst du seine Kraft an und machst dich von ihm abhängig? Die Schätze dieser Welt bieten keine dauerhafte Erfüllung, aber Gottes Wort besteht in Ewigkeit.

Gebet: Vater, wir danken dir für dein Wort, das so kraftvoll und wertvoll ist. Hilf uns, dass wir uns mit deinem Wort füllen. Es allein zeigt uns den Weg durch diese Welt. Hilf uns, uns deinen Worten unterzuordnen, ihnen zu gehorchen und danach zu leben. Amen.

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