February 8, 2026

Gott dem Vater danksagend wandeln

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Passage: Kol 1:12-14

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Möge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Lasst uns zuerst aufschlagen, Kolosser Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 9 bis 14. Kolosserbrief, Kapitel 1, die Verse 9 bis 14.

Deshalb hören auch wir nicht auf von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten: Dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um des Herrn würdig zu wandeln, zu allem Wohlgefallen. Fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden. Dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht. Er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

Lasst uns beten. Allmächtiger und guter Vater, wir danken dir für diesen Tag, den du uns geschenkt hast. Wir danken dir, dass du einen jeden von uns hier an diesem Ort versammelt hast. Wir danken dir für die wunderbaren Worte, die du uns gegeben hast. Wir danken dir, ich danke dir, Vater, dass du mir die Kraft gegeben hast und die Kraft gibst, diese Predigt, diese fortlaufende Predigt des Kolosserbriefes nun zu verkündigen. Wir bitten dich, dass du durch deinen Geist helfen mögest, Verständnis zu schenken über diesen Text. Wir bitten dich im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen. Amen.

Wir haben vergangene Woche begonnen zu sehen, dass der Apostel Paulus für das geistliche Leben der Kolosser betet. Er betet für die Kolosser, dass sie mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis erfüllt sind. Er betet weiterhin, sie sollen damit erfüllt sein, mit dem Ziel, dass sie des Herrn würdig wandeln und zu allem Wohlgefallen fruchtbringend in jedem guten Werk. Und er betet dafür, dass sie gekräftigt werden mit aller Kraft.

Wir haben also vergangene Woche gesehen, dass Paulus für das geistliche Leben der Kolosser betet, dass sie mit der Erkenntnis seines Willens gefüllt sind, dass sie ein fruchtbringendes Leben führen, dem Herrn würdig. Heute möchten wir uns mit den Versen zwölf bis vierzehn beschäftigen. Der Titel der heutigen Predigt ist: Gott dem Vater danksagend wandeln. Nochmal der Titel: Gott dem Vater danksagend wandeln.

Und ich muss euch sagen, als ich mich mit diesen Versen (12 bis 14) beschäftigt habe, bin ich selbst überrascht gewesen davon, wie tief diese Verse sind. Und ich bin erstaunt gewesen darüber, was ich aus diesen Versen lernen konnte. Was der Apostel Paulus hier betet, ist, dass sie stets, dass sie jederzeit in ihrem Lebenswandel Gott dem Vater danksagend wandeln sollen. Denn Gott, der Vater, hat uns fähig gemacht, beziehungsweise würdig gemacht.

Wenn wir in der Welt gucken, wenn wir in der Welt schauen, wenn es um eine Position in der Arbeit geht, wenn es um eine Beförderung geht, oder wenn es darum geht, Teil von einer Sache zu werden, dann müssen wir uns selbst qualifizieren für diesen Job oder für diesen Beruf, für diese Stelle oder für diese Gruppe. So läuft es in der Welt.

Aber in dem, was dieser Vers hier beschreibt, sind es nicht wir, die uns selbst qualifizieren. Wie zum Beispiel in Epheser Kapitel 2, Vers 8 es sagt, sind wir aus Gnade würdig gemacht worden, aus Gnade allein von Gott aus. Denn: „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.“ Es ist als Geschenk Gottes.

Es ist so: Wir aus uns selbst heraus waren nicht tauglich, wir waren nicht würdig, wir waren nicht qualifiziert. Gott, der Vater, aus Gnade, hat uns, die wir untauglich waren, tauglich, fähig und würdig gemacht.

Unsere Antwort auf diese Qualifizierung durch Gott, auf das Tauglichmachen von Gott, soll sein, danksagend durch unser Leben zu wandeln, täglich dem Vater dankbar zu sein dafür, was er uns tauglich gemacht hat.

Der Apostel Paulus betet dieses ähnliche Gebet in vielen seiner, so ziemlich allen seiner Briefe, wie zum Beispiel auch im 1. Korintherbrief, Kapitel 1. Im Deutschen ist das 1. Korinther Kapitel 1, Vers 4: „Ich danke meinem Gott alle Zeit, eurewegen, für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus.“

Wir haben bereits vergangene Woche gesehen, dass Paulus alle Zeit gebetet hat. Und hier sehen wir auch, er dankt wieder Gott dafür, nämlich für die Gnade, die er den Korinthern geschenkt hat. Paulus ist dankbar für die Gnade, die Gott den Sündern und Untauglichen gegeben hat.

2. Korinther Kapitel 2, Vers 14: „Gott aber sei Dank, der uns alle Zeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis zu jedem Ort durch uns offenbart.“

Wir sehen hier Paulus erneut: Er ist dankbar für den Triumph in Christus Jesus. Auch in seinem Brief sahen wir es von Dankbarkeit. Unser Leben muss charakterisiert sein von Dankbarkeit für die große Gnade Gottes, mit der er uns tauglich gemacht hat.

Auch in 2. Korinther Kapitel 9, Vers 15, spricht Paulus: „Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe.“ Auch hier sehen wir die Dankbarkeit des Paulus, und er beschreibt die Gabe, das Geschenk Gottes. Es ist unaussprechlich. Wir sehen hier, dass der Apostel Paulus betet und Gott dem Vater dankt.

Wozu hat uns Gott der Vater fähig gemacht? Wozu hat er uns würdig, tauglich gemacht? Er hat uns fähig gemacht zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht. Gott, der Vater, hat uns fähig gemacht, uns tauglich gemacht zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht.

Haben wir irgendetwas tun müssen, um dieses Anteils würdig zu sein? Nein, weil Gott der Vater uns vollkommen fähig gemacht hat. Sagt ihm stets Dank. Nicht weil wir gut waren, hat Gott uns diesen Anteil geschenkt, sondern als wir noch Sünder waren, hat er uns geliebt und uns würdig gemacht in Christus. Er hat eben einen Weg geschaffen, um uns zu erlösen.

Lasst uns Römer 5, Verse 1 und 2 lesen. Römerbrief, Kapitel 5, die Verse 1 und 2: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“

Wir haben Frieden mit Gott empfangen, laut diesem Vers, durch Glauben, durch den Herrn Jesus Christus, weil wir gerechtfertigt worden sind aus Glauben. Wir waren also getrennt von Gott, wir waren Feinde Gottes, aber Gott hat Versöhnung geschaffen und uns dadurch Zugang geschenkt.

Und er sagt, wir rühmen uns der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. All dem, was uns Gott in dieser Erlösung, mit dieser Versöhnung in Christus Jesus geschenkt hat. Wir rühmen uns der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Und wir sind dankbar wegen des Anteils am Erbe der Heiligen im Licht.

Damit wir Unwürdige tauglich gemacht werden, um Anteil zu haben an diesem Erbe der Heiligen im Licht, hat Gott einen Plan gefasst, nämlich, dass er uns durch Jesus Christus würdig macht. Er hat einen Weg geschaffen durch den Herrn Jesus Christus.

1. Johannes Kapitel 4, Verse 9 bis 10 macht uns deutlich, dass nicht wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Die Liebe Gottes ist darin offenbart worden, dass er seinen Sohn in diese Welt gesandt hat.

Paulus betet also für die Kolosser, dass sie in ihrem Wandel danksagend sind, Gott dem Vater. Nämlich weil er uns Unwürdige durch Christus Jesus würdig gemacht hat, sind wir ihm Dank schuldig. Manche Kommentatoren meinen es so: Bis zum Tag unseres Todes sind wir dem Herrn in Dankbarkeit verpflichtet, die wir ihm selbst im Wandel zeigen.

Wir, die wir unwürdig waren, sind nicht durch unsere eigenen Werke würdig geworden. Nicht durch unsere religiösen Aktivitäten, nicht durch unsere Kultur, nicht durch unsere guten Werke haben wir uns selbst würdig gemacht. Nein, dass wir Unwürdige würdig gemacht worden sind, ist einzig und allein das Werk Gottes. Es ist von ihm ausgegangen und von ihm geschehen, und dafür sollen wir ihm Dank sagen.

Das Werk des Herrn Jesus Christus am Kreuz hat uns Gerechtigkeit geschenkt. Durch diese Rechtfertigung stehen wir mit Gott und haben Freiheit mit ihm. Gott hat uns erwählt und gerettet. Deswegen betet der Apostel Paulus für die Kolosser, dass sie in ihrem Wandel, ihr Leben lang, dem Vater danksagend leben.

Wenn er hier dem Vater Dank sagt, dann sehen wir auch, dass er erneut die Beziehung, die väterliche Beziehung, die wir zu Gott haben, betont oder zeigt, dass wir seine Kinder sind.

Es heißt hier zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht. Und das Licht, wovon hier die Rede ist, sehen wir in der Schrift auch verbunden mit Wahrheit. Das Licht der Wahrheit bzw. oder auch zur Heiligkeit kann dieses Licht gesehen werden: Reinheit, Heiligkeit, Wahrheit.

Und es ist der Anteil der Heiligen. Wir haben gesehen: Von dem Moment an, wo wir an Jesus Christus glauben, sind wir in unserer Position Heilige. Also, von dem Moment an haben wir diesen Anteil am Erbe empfangen. Er ist unser, er gehört uns.

Vom Moment unserer Erlösung haben wir diesen Anteil am Erbe der Heiligen.

Und etwas, was mich auch noch mal zum Staunen gebracht hat hier, ist, wenn wir das Leben des Apostel Paulus anschauen. In Apostelgeschichte Kapitel 26 steht er vor König Agrippa und gibt quasi sein Zeugnis. Und dort erklärt er Agrippa, wozu er berufen worden ist und wie er auch dieser Berufung eben bis zum Ende folgen wird. Und dann sagt der Apostelgeschichte Kapitel sechsundzwanzig, dass Jesus ihn berufen hat.

Und Apostelgeschichte Kapitel 26 ab Vers 18, dort heißt es, wozu ist er berufen worden? Den Nationen, denen ich sende: Ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht, von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. Das ist die Berufung des Apostel Paulus, wie er es hier beschrieben hat.

Ihr seht sicherlich die Parallelen zum Kolosserbrief hier, wo wir eben sehen: Wir sehen hier von Finsternis zum Licht. Ja, wie wir es in Kolosser sehen. Wir sehen, wie wir gleich sehen werden, von der Macht oder vom Reich oder vom Griff Satans zu Gott befreit werden, sich bekehren und dann Vergebung der Sünden empfangen; das haben wir später in Vers 14 auch. Und hier, was wir uns gerade anschauen: ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.

Liebe Geschwister, von den Momenten, wo wir gerettet worden sind, wo wir den Herrn Jesus Christus, den Glauben an ihn, empfangen haben, besitzen wir dieses Erbe und unseren Anteil an diesem Erbe. Bereits heute erfahren und besitzen wir alle geistlichen Segnungen in der Himmelswelt. Alle Segnungen und alle Verheißungen, die wahrhaftig sind in Christus Jesus, gehören uns.

Das sichtbare Offenbarwerden dieses Anteils wartet aber noch auf unsere Verherrlichung, auf unsere Erlösung. Entweder wenn Jesus Christus wiederkommt, um uns zu ihm zu holen, oder wenn wir eben zum Herrn gehen, dann werden wir die volle Realisierung dieser Hoffnung, dieses Erbes, erleben und erfahren.

Das Gebet des Apostel Paulus ist: Der Gott, der Vater, hat euch zu all dem würdig gemacht. Er hat euch für all diese unaussprechlichen Gaben fähig und tauglich gemacht. Wandelt in Danksagung zu ihm.

Es gibt zahlreiche Verse, die das bestätigen, was wir heute hier, was wir bisher gesehen haben. Wir haben nicht die Zeit, uns alles anzuschauen. Aber auch der Epheser Kapitel 1, Vers 14 zum Beispiel sagt uns, dass eben der Heilige Geist uns als Anzahlung auf das Erbe geschenkt worden ist, das eben noch offenbart werden wird in der Zukunft. Wir sind mit ihm versiegelt worden, und er dient uns als Anzahlung, als Vorauszahlung auf dieses Erbe, wofür wir würdig gemacht worden sind.

Lasst uns Epheser Kapitel eins, Vers zwölf lesen. Epheser Kapitel eins, Vers elf ist das im Deutschen. Epheser eins, Vers Elf: Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt.

Wir sehen also, Gott der Vater hat uns dazu vorherbestimmt, nach seinem Vorsatz. Gott der Vater, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt, nach seinem Vorsatz. Hat er uns vorherbestimmt in Christus? Und in Vers 14 sehen wir eben, der ist uns, der Heilige Geist ist uns die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums hin zum Preis seiner Herrlichkeit.

Das erste Erbe oder der erste Aspekt unseres Erbes, dieses Anteils, das wir haben, ist das ewige Leben. Das ist das ewige Leben mit Gott in der Beziehung mit Gott. 1. Johannes Kapitel 5, Vers 20. 1. Johannes Kapitel 5, Vers 20: Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Wir sind, Jesus Christus ist der Wahrhaftige in diesem Vers, laut diesem Vers. Wir sind in dem Wahrhaftigen, dieser Wahrhaftige ist der Sohn Jesus Christus. Und er ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Kolosser Kapitel 3, Vers 21, Kolosserbrief Kapitel drei, Vers einundzwanzig. Vers 24, Kolosser 3, 24: Da ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet, ihr dient dem Herrn Christus. Das Erbe gehört den Heiligen.

Diejenigen, die die Wahrheit erkannt haben und dementsprechend leben, das sind die Heiligen. Das sind diejenigen, die abgesondert worden sind von Gott, abgesondert worden sind von dieser Welt von Gott und die ihm geweiht sind und ihm geweiht leben.

Dieses Erbe gehört nicht allen, und das ist eine traurige Realität, der wir uns stellen müssen.

Erster Korinther Kapitel sechs, ab Vers 9. 9 bis 11. Erster Korintherbrief, Kapitel 6, 9 bis 11. Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch mit Männern Schlafende, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.

Und das sind manche von euch gewesen. Aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Eine höchst ernüchternde, traurige Nachricht, aber die einer Wahrheit und einer Realität, die uns bewusst sein muss. Nicht jeder ist Empfänger dieses Erbteils. Wer den Herrn Jesus Christus auf seinem Leben in dieser Erde verwirft, nicht an ihn glaubt, nicht gerechtfertigt worden ist durch den Glauben an ihn, dieser wird das Reich Gottes nicht erben. Er hat keinen Anteil am Erbe der Heiligen.

Galater Kapitel 5, ab Vers 19, werden verglichen die Werke des Fleisches und dann ab Vers 22 die Frucht des Geistes. Und der Galaterbrief macht deutlich: diejenigen, die die Werke des Fleisches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

In Lukas Kapitel 10 – wir müssen es nicht aufschlagen – kommt ein reicher Mann zu Jesus und fragt, was muss ich tun, um ewiges Leben zu empfangen? Und wir sehen, dass Jesus ihn mit seiner Antwort testet, indem er ihm das Gesetz gibt, den Herrn, denn Gott zu lieben und auch die Gebote zu halten. Denn dieser junge, reiche Mann hat gedacht, er könnte mit seinen Werken das ewige Leben empfangen. Aber es ist eben nicht etwas, was du verdienst, sondern es ist etwas, was Gott der Vater dir schenkt, als Gnade, dich würdig zu machen und dir ewiges Leben zu schenken.

Epheser Kapitel 1, Vers 18, sagt Apostel Paulus, er betet für die Epheser: Er erleuchtet die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung ist, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist. Und dann der Reichtum der Herrlichkeit des Erbes in den Heiligen. Dieses Geschenk Gottes, dieser Reichtum, den er ausschüttet und ausgießt, uns Heiligen gegenüber aus Gnade. Lasst uns zum Vers 13 kommen.

Als Jesus gefangen genommen wurde, kamen die Hohepriester und auch diese Schar der Soldaten mit Waffen. Jesus hat sie gefragt: „Wieso kommt ihr mit Schwertern und Waffen gegen mich?“ Und dann hat Jesus gesagt: „Dies ist die Stunde, dies ist aber eure Stunde. Dies ist die Stunde der Finsternis, die Macht der Finsternis.“ Und auch der Mensch und jeder von uns, jeder Gläubiger, war früher in dieser Macht der Finsternis gefangen.

In Epheser Kapitel 2, 1-3 lesen wir davon, was in was für einer Gefangenschaft wir waren, wie wir der Macht der Finsternis untergeben waren, wie wir ihr ausgeliefert waren, wie wir Teil dieses Reiches waren. Und das ist es auch, wovon Jesus gesprochen hat: „Dies ist die Stunde der Macht.“ Es ist wahr, diese Welt steht unter der Macht der Finsternis, unter der Macht dieser Finsternis. Diese Epheser 2, 1 bis 3, diese drei Verse beschreiben, in was für einer Lage wir waren: wie gefangen, verloren und wir im Griff Satans waren und Teilhaber seines Reiches.

Gott, der Vater, er hat uns gerettet, er hat uns erlöst, er hat uns befreit aus dieser Macht, aus diesem Reich des Satans, aus dieser Welt, aus diesem verlorenen, verkehrten Reich. Er hat uns versetzt, er hat uns versetzt. Er hat uns nicht nur daraus herausgerissen, sondern er hat uns auch hinein versetzt in das Reich des Sohnes. Er hat uns also aus diesem Reich herausgerissen und zu ihm gebracht in sein Reich. Er hat uns also nicht nur rausgerissen und dann einfach losgelassen, dass wir unseren eigenen Weg finden. Er hat uns rausgerissen und dem Reich seines geliebten Sohnes teilgemacht, versetzt.

Er, der Herr Jesus Christus, ist heute unser König, auch wenn es öffentlich, offen, nicht sichtbar ist. Er ist unser König. Er herrscht über unsere Herzen. Auch diese Gemeinde ist der Herrschaft des Königs Jesus unterstellt. Er ist der Herrscher und König dieser Gemeinde, auch wenn es unsichtbar ist. Wir sind Bürger des Reiches Christi. Er ist unser König, und wir sind die Bewohner, die Bürger dieses Reiches.

In Matthäus 13, in diesen Gleichnissen, die Jesus spricht über das Reich Gottes. Redet er von der guten Saat, dass das die Söhne des Reiches sind. Und dann redet er, fährt er fort mit diesen Vergleichen zum Himmelsreich.

Eines Tages wird der Herr Jesus Christus wiederkommen und sein Reich aufrichten auf dieser Erde. Und wir werden Teilhaber und Bürger sein dieses Reiches. Wir werden mit ihm herrschen. Und wir werden mit ihm dann auch in die Ewigkeit hineingehen, wo er regieren wird.

Vers 12 heißt es: ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit berufen hat. Er hat uns berufen, zu seinem Reich, Teilhaber und Bürger seines Reiches zu sein und seiner Herrlichkeit. Und wir sollen diesem Gott würdig machen.

Wir sehen, in 2. Korinther 1, Vers 5 heißt es, sie sind ein Anzeichen des gerechten Gerichts Gottes, das ihr des Reiches Gottes gewürdigt werdet. Um dessen willen. [Wir sehen in den] Thessalonichern ein Anzeichen des gerechten Gottes, dass sie seines Reiches gewürdigt werden.

Lasst uns zum Vers 14 kommen. Hebräer Kapitel 12, Vers 28 sagt folgendes: „Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht.“ Hier sehen wir wieder diese feste Verheißung. Wir empfangen ein unerschütterliches Reich.

Wir sehen hier, wie Apostel Paulus sein Gebet jetzt damit verbindet, dass er sagt, in ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Nur durch die Erlösung. Diese Erlösung ist es. Und das ist, was Gott in der Erlösung gemacht hat, das ist es, was uns würdig macht. Wir müssen erlöst werden.

Und was ist unsere Erlösung? Es ist die Vergebung unserer Sünden. Unsere Sünden müssen vergeben werden. Und das ist eben das, was Gott, der Vater, in Christus Jesus durch sein Werk vollbracht hat. Und das ist es, was uns erlöst, das ist es, was uns die Sünden vergibt, und dadurch sind wir würdig gemacht worden.

Der Herr Jesus Christus hat uns. Wir waren ihm wertvoll, so wertvoll, dass er in diese Welt gekommen ist und sein Leben am Kreuz gegeben hat.

Sein Blut vergossen hat und uns so erlöst hat, uns freigekauft hat mit seinem Blut, um unsere Sünden zu vergeben. Durch Christus sind wir befreit worden, frei gekauft worden von der Sklaverei der Sünde, in der wir uns befanden.

Und deswegen betet der Apostel Paulus für die Kolosser, sie sollen Gott dem Vater Dank sagen. Was können wir lernen von diesen drei Versen? Wir sehen hier, dass Apostel Paulus für die Kolosser betet und darüber betet, dass sie dem Vater danksagend sein sollen. Also als allererstes, was wir natürlich lernen können, ist, dass wir Gott dem Vater danksagen. Wir können Gott dafür danken, dass er uns und jeden in dieser Gemeinde fähig gemacht hat, tauglich gemacht hat.

Lasst uns beten für diejenigen, die noch nicht würdig gemacht worden sind. Lasst uns für unsere Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Verwandte beten, dass der Herr sie retten möge. Wir haben die traurige Realität derer gesehen, die nicht an Christus glauben, dass sie keinen Anteil an diesem Erbe haben. Lasst uns also beten für diejenigen, die unerlöst sind. Lasst uns beten, dass sie würdig gemacht werden, dass der Heilige Geist in ihren Herzen wirken möge.

Wir sind erkauft worden mit einem teuren Preis. Uns muss bewusst sein, dass wir nicht mehr uns selbst gehören. Da wir erkauft worden sind mit einem teuren Preis, mit dem kostbarsten, was es gibt, muss uns bewusst sein, dass wir unser Leben nicht mehr nach unseren eigenen Vorstellungen leben können, sondern der Wille unseres Herrn, der Wille dessen, der uns erkauft hat, muss unser Leben bestimmen.

Wenn wir zum Tisch des Herrn kommen, gedenken wir daran, wie unwürdig wir waren und wie der Herr uns aber aus Gnade würdig und fähig gemacht hat. Paulus betet, dem Vater Dank sagend, der uns würdig gemacht hat. Haben wir irgendetwas dazu beigetragen, um würdig zu sein? Nein, nichts.

Hast du dir irgendetwas erarbeitet, um am Anteil der Heiligen am Erbe im Licht teilzuhaben? Nein. Nein, du hast nichts dafür getan. Was hast du getan, um aus der Macht der Finsternis gerettet zu werden? Nichts. Hast du irgendetwas dafür getan, um in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt zu werden? Wenn du das Buch der Offenbarung liest, siehst du, dass dort Heilige, Älteste und Gläubige stets den Herrn Gott loben und preisen.

Das Zentrum des Gottesdienstes ist es, ihn anzubetten. Er hat uns gerettet, damit wir unser Leben lang ihm danksagend wandeln.

Wenn wir zum Gottesdienst kommen, wenn wir das Herrenmal im Gottesdienst feiern, sind unsere Gedanken gefüllt mit dem Tod des Herrn Jesus Christus? Was er vor uns gebracht hat, wie er uns erlöst hat, wie wir eigentlich unwürdig sind, aber er uns durch Christus aus Gnade würdig gemacht hat.

Kommst du vorbereitet zum Gottesdienst? Und ab dem Zeitpunkt, wo dieser Gottesdienst beendet ist, beginnst du von dem Zeitpunkt an, dich bereits auf den nächsten Gottesdienst vorzubereiten. Deine Gedanken auszurichten auf das Werk des Herrn Jesus Christus, für diejenigen zu beten, die zu diesem Gottesdienst kommen. Hast du dies täglich und in Vorbereitung zum Gottesdienst und in deinem täglichen Leben vor Augen?

Er hat dich fähig gemacht. Er hat dich tauglich gemacht. Er hat dich tauglich gemacht zum Erbe an einem Anteil des Erbes der Heiligen. Er hat dich gerettet und rausgerissen aus der Macht der Finsternis. Er hat dich versetzt in das Reich der Liebe, des Sohnes seiner Liebe. Er hat dir Erlösung, Vergebung deiner Sünden geschenkt aus Gnade.

Was für eine Freude, was für eine Gnade! Wie viel hat dir Gott geschenkt? Ist dir das bewusst, ist das etwas, was deine Gedanken prägt und füllt?

Ist dir bewusst, egal wie es in deinem Leben ausschaut, welche Versuchungen, welche Bedrängnisse und welche Anfechtungen kommen mögen? Ob du deinen Job verlierst, ob Krankheit oder Verlust oder Verfolgung oder im Kampf mit Sünde: Du hast immer Grund, Dank zu sagen. Für die Erlösung, die Gott geschenkt hat.

Denk an den Apostel Paulus. Wir haben vergangene Woche gesehen, welche Leiden, welche Anfechtungen, welche Bedrängnisse er gehabt hat. In all dem sagt er Gott Dank für die Erlösung, die er ihm geschenkt hat. Qualifizierung für die Würdigmachung in Christus Jesus.

Ich möchte mit einem Beispiel beenden. Als wir in einer Konferenz in den USA waren und teilgenommen haben, habe ich dort einen Bruder kennengelernt. Er hat uns erzählt, dass seine Frau vor einiger Zeit gestorben ist. Er hatte neun Kinder. Aber in dieser Zeit, wo wir ihn dort gesehen haben, hatte er trotzdem einen inneren Frieden und eine Freude. Er war dankbar. Er war Gott dankbar in all seiner Trauer.

Als ich mit ihm geredet habe, hat er darüber geweint. Er war natürlich auch traurig darüber, aber gleichzeitig war in ihm ein Friede, eine Dankbarkeit für das, was Gott ihm trotzdem geschenkt hat. Uns muss bewusst sein, liebe Geschwister, egal was über uns kommen möchte, welche Trauer kommen möge: Wir haben Grund zur Dankbarkeit, denn wir sind erlöst worden. Wir sind würdig gemacht worden, und das ist Grund, Gott Dank zu sagen.

Lass uns beten. Allmächtiger und guter Vater. Vater, wir waren geistlich arm, Sünder und tot in unseren Vergehungen, weit entfernt von dir und deinem Anteil. Aber du hast uns fähig und tauglich gemacht. Wir waren jeder auf unserem eigenen Weg. Wir haben dich und deinen Willen nicht gekannt, deinen Weg nicht gekannt. Wir wollten ein jeder auf unserem eigenen Weg in unserer Eigensinnigkeit und Sünde wandeln, aber du hast uns erwählt. Du hast uns geheiligt, uns abgesondert und hast uns Erlösung geschenkt und uns würdig gemacht, Anteil zu haben am Erbe der Heiligen.

Wir standen unter der Macht der Finsternis. Du hast uns zu deinem Licht und zum Reich deines Sohnes berufen, und dafür danken wir dir. Aus dem Griff Satans hast du uns befreit und uns zu deinen Kindern gemacht, zu Bürgern und Teilhabern deines Reiches.

Wir danken dir dafür, dass du uns zuerst geliebt hast. Nicht wir haben dich geliebt, du hast uns zuerst geliebt, deinen Sohn gesandt, uns Erlösung und Vergebung der Sünden geschenkt, uns ewiges Leben geschenkt. Dafür danken wir dir.

Vater, du hast das kostbare Blut deines Sohnes vergossen und uns damit freigekauft, uns Unwürdige freigekauft. Dafür danken wir dir und bitten dich, dass wir unser Leben doch nach diesem richten mögen. Wir danken dir, dass du uns unwürdige Sünder gerettet hast, uns erlöst hast und uns ewiges Leben geschenkt hast. Amen.

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