{"id":1986,"date":"2025-07-19T12:20:36","date_gmt":"2025-07-19T10:20:36","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=1986"},"modified":"2025-09-28T14:17:26","modified_gmt":"2025-09-28T12:17:26","slug":"die-frage-der-juenger","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/die-frage-der-juenger\/","title":{"rendered":"Die Frage der J\u00fcnger"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name Jesu Christi verherrlicht werden. Wir setzen unsere Auslegungsreihe durch das Lukas-Evangelium fort und kommen nun an eine Stelle, die unglaublich spannend ist, die zum Auslegen und zum Studieren \u00e4u\u00dferst interessant ist, aber gleichzeitig auch sehr herausfordernd ist. Wir kommen an eine Stelle, wo viele Gl\u00e4ubige \u2013 und ich rede von wahrhaftigen Gl\u00e4ubigen, echten Gl\u00e4ubigen und treuen Bibellehrern \u2013 unterschiedliche Meinungen haben, wie dieser Text zu verstehen ist und wie so ein Abschnitt ausgelegt werden soll, was er bedeutet.<\/p>\n<p>Einer, ein guter Lehrer der Schrift, D. A. Carson, hat \u00fcber diese folgenden Verse, die wir jetzt gleich sehen und studieren m\u00f6chten, Folgendes gesagt (auf Englisch): &#8222;Few chapters of the Bible have called forth more disagreement among interpreters than Matthew 24 and its parallels in Mark 13 and Luke 21. The history of the interpretation of this passage is immensely complex.&#8220; Auf Deutsch: \u201eWenige Kapitel in der Bibel haben unter den Auslegern so viel Uneinigkeit hervorgebracht wie Matth\u00e4us Kapitel 24 und ihre Parallelstellen Markus 13 und Lukas 21. Die Geschichte der Auslegung dieser Abschnitte ist \u00e4u\u00dferst komplex.\u201c<\/p>\n<p>Wir widmen uns nun im Lukas-Evangelium genau dieser Parallelstelle in Kapitel 21, in diesen Versen, die wir vergangene Woche bereits angefangen haben anzuschauen, in Vers 5, Lukas 21, Vers 5, die bis hin zum Vers 36 gehen werden. Und wir m\u00f6chten uns treu dem Wort Gottes unterordnen und diesen Abschnitt verstehen, so wie Gott ihn beabsichtigt hat, dass wir ihn verstehen wollen. Da es aber ein komplizierter Text ist, einer der schwierigeren Texte der Schrift, die es zu verstehen gibt, m\u00f6chten wir das langsam tun. M\u00f6chten wir das mit dem n\u00f6tigen Verst\u00e4ndnis der Worte Jesu, dem n\u00f6tigen Verst\u00e4ndnis der urspr\u00fcnglichen Adressaten tun, um so diesen Text richtig zu verstehen? Und m\u00f6chten damit beginnen, dass wir diesen ganzen Abschnitt in seiner F\u00fclle einmal lesen.<\/p>\n<p>Lukas Kapitel 21, die Verse 5 bis 36:<\/p>\n<p>\u201eUnd als einige von dem Tempel sagten, dass er mit sch\u00f6nen Steinen und Weihgeschenken geschm\u00fcckt sei, sprach er: Diese Dinge, die ihr seht, Tage werden kommen, in denen nicht ein Stein auf dem anderen gelassen wird, der nicht abgebrochen werden wird. Sie fragten ihn aber und sagten: Lehrer, wann wird denn dies sein und was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll? Er aber sprach: Seht zu, dass ihr nicht verf\u00fchrt werdet, denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin\u2019s, und die Zeit ist nahe gekommen! Geht ihnen nicht nach. Wenn ihr aber von Kriegen und Emp\u00f6rungen h\u00f6ren werdet, so erschreckt nicht, denn dies muss vorher geschehen; aber das Ende ist nicht so gleich. Dann sprach er zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation erheben und K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich; und es werden gro\u00dfe Erdbeben sein und an verschiedenen Orten Hungersn\u00f6te und Seuchen. Auch Schrecknisse und gro\u00dfe Zeichen vom Himmel wird es geben. Vor diesem allem aber werden sie ihre H\u00e4nde an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gef\u00e4ngnisse \u00fcberliefern, um euch vor K\u00f6nige und Statthalter zu f\u00fchren um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen. Setzt es nun fest in euren Herzen, nicht vorher darauf zu sinnen, wie ihr euch verantworten sollt, denn ich werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht werden widerstehen oder widersprechen k\u00f6nnen. Ihr werdet aber sogar von Eltern und Br\u00fcdern und Verwandten und Freunden \u00fcberliefert werden, und sie werden einige von euch t\u00f6ten; und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Und nicht ein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen. Gewinnt eure Seelen durch euer Ausharren. Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verw\u00fcstung nahe gekommen ist. Dann sollen die in Jud\u00e4a auf die Berge fliehen, und die, die in seiner Mitte sind, daraus fortgehen, und die, die auf dem Land sind, nicht dort hineingehen. Denn dies sind Tage der Rache, dass alles erf\u00fcllt wird, was geschrieben steht. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn gro\u00dfe Not wird auf der Erde sein und Zorn gegen dieses Volk. Und sie werden fallen durch die Sch\u00e4rfe des Schwertes und gefangen weggef\u00fchrt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erf\u00fcllt sein werden. Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen, und auf der Erde Angst der Nationen und in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, w\u00e4hrend die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die \u00fcber den Erdkreis kommen, denn die Kr\u00e4fte der Himmel werden ersch\u00fcttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und gro\u00dfer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure H\u00e4upter empor, weil eure Erl\u00f6sung naht. Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume. Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr seht, dass der Sommer schon nah ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nah ist. Wahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist. Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. H\u00fctet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch V\u00f6llerei und Trunkenheit und Lebenssorgen und jener Tag pl\u00f6tzlich \u00fcber euch hereinbricht. Wie ein Fallstrick, denn er wird \u00fcber alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden ans\u00e4ssig sind. Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr imstande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.\u201c<\/p>\n<p>Mir war es wichtig, diesen ganzen Abschnitt zu lesen, weil mit diesem Abschnitt, mit diesem ganzen Abschnitt werden wir uns jetzt mehrere Wochen lang besch\u00e4ftigen. Wenn man das, was ich zu Beginn \u00fcber diesen Abschnitt gesagt habe, dass es dort viele unterschiedliche Meinungen gibt, dass er kompliziert oder schwierig auszulegen ist, soll nicht bedeuten, soll euch nicht entmutigen oder soll nicht bedeuten, dass wir lieber diesen Text nicht so intensiv betrachten sollen, dass wir doch diesen Text lieber etwas \u00fcberfliegen sollten, nicht so ins Detail gehen sollten. Wieso sollten wir so viel Zeit verbringen mit einem Text, der doch so schwierig ist oder wo es doch so unterschiedliche Meinungen gibt, wo es um Prophetie und Zukunft geht? Sollten wir davon nicht lieber die Finger lassen oder sollten wir es nicht lieber nicht so tief und nicht so intensiv betrachten? Falls dieser Gedanke aufkommt, m\u00f6chte ich sagen, diese Worte m\u00f6gen sie schwieriger sein, m\u00f6gen sie vielleicht unterschiedliche Auffassungen unter treuen, wahrhaftigen Gl\u00e4ubigen haben, dieser Text ist genauso gottgehaucht, genauso von Gott gegeben wie jeder andere Teil der Schrift. 2. Timotheus 3, Vers 16 sagt uns, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist, von Gott gehaucht ist, und n\u00fctzlich ist zur Lehre, zur \u00dcberf\u00fchrung, zur Zurechtweisung und zur Unterweisung in der Gerechtigkeit. Und das gilt genauso auf diesen Text. Dieser Text ist genauso wichtig wie die Verse, die wir uns davor und die wir uns bisher im Lukas-Evangelium angeschaut haben. Nur weil er vielleicht schwieriger ist, m\u00f6chten wir uns davor nicht scheuen, sondern wir m\u00f6chten uns dem Wort Gottes unterordnen, so wie es gegeben ist: Vers f\u00fcr Vers und in der Tiefe, die es erfordert, um diesen Text richtig zu verstehen.<\/p>\n<p>Damit wir diesen Text richtig verstehen, m\u00fcssen wir, und damit m\u00f6chten wir auch den heutigen Tag, die heutige Predigt, verbringen, m\u00fcssen wir die Frage der J\u00fcnger verstehen. Wir sehen, dass eine Frage gestellt wird und der Rest des Abschnittes ist eine lange Antwort von Jesus. In Vers 7 sehen wir die Frage der J\u00fcnger: \u201eSie fragten ihn aber und sagten: Lehrer, wann wird denn dies sein und was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll?\u201c Ich habe euch auf die Pl\u00e4tze verteilt einen Zettel, ein Handout, an dem ihr euch auch orientieren k\u00f6nnt, was Textstellen und was die Struktur angeht. Wir haben also in Vers 7 diese Frage und die Verse 8 bis 36 sind alles die Antwort von Jesus auf diese Frage. Dasselbe sehen wir in den Parallelstellen. In Matth\u00e4us Kapitel 24, Vers 3 sehen wir: \u201eTraten die J\u00fcnger f\u00fcr sich allein zu ihm und sprachen: Sage, wann wird das sein und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?\u201c Und der Rest von Kapitel 24 und 25 sind die Antwort von Jesus auf diese Frage. In Matth\u00e4us sind uns also sogar zwei, fast zwei gesamte Kapitel f\u00fcr die Antwort gegeben. Eine Predigt von Jesus, eine Rede von Jesus, denen zwei Kapitel im Matth\u00e4us-Evangelium gewidmet sind, 24 und 25. Ebenso auch im Markus-Evangelium Kapitel 13, Vers 4 kommt die Frage: \u201eSage uns, wann wird das sein und was ist das Zeichen, wann dies alles vollendet werden soll?\u201c Und der Rest, fast der gesamte Rest des Kapitels ist dann eben die Antwort von Jesus.<\/p>\n<p>Um eine Antwort richtig zu verstehen, m\u00fcssen wir als allererstes die Frage richtig verstehen. Das m\u00f6chten wir heute tun. Wir m\u00f6chten diese Frage richtig verstehen. Die Frage ist: \u201eWann wird dies sein und was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll?\u201c Das ist eine Frage oder ein Fragesatz, aber in dieser Frage stecken nat\u00fcrlich zwei beziehungsweise drei Fragen. Zwei auf jeden Fall, ob man jetzt eine dritte Frage unterscheidet oder nicht, das macht jetzt nicht viel aus, aber es sind zwei beziehungsweise drei Fragen. Die erste Frage, sehr simpel: <b>Wann wird dies sein?<\/b> Die Frage nach einem Zeitpunkt, nach einem Wann. Die zweite Frage ist: <b>Was ist das Zeichen wann?<\/b> Die zweite Frage ist also nicht eine Frage nach einem Zeitpunkt, sondern nach Erkennungsmerkmalen, nach Kennzeichen, mit denen man eine gewisse Zeit identifizieren kann. Und \u201ewann dies geschehen soll\u201c im Lukas-Evangelium. Was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll? Im Matth\u00e4us und dem Markus, wenn ihr eben alles zusammennehmt, dann sieht man eben noch: \u201eWas ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?\u201c Die man theoretisch dann Ankunft und Vollendung des Zeitalters theoretisch als zweite und dritte Frage identifizieren kann. Aber wir arbeiten jetzt erstmal einfach mit zwei Fragen hier im Lukas-Evangelium. Wann wird dies sein und was ist das Zeichen wann? Die Frage nach einem Zeitpunkt wann und die Frage nach Merkmalen f\u00fcr diesen Zeitpunkt, was ist das Zeichen?<\/p>\n<p>Und bevor wir jetzt hier weitergehen, nur kurz in Vers 8, wie antwortet Jesus? Er sprach: \u201eSeht zu, dass ihr nicht verf\u00fchrt werdet. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin\u2019s, und die Zeit ist nahe gekommen! Geht ihnen nicht nach.\u201c Wir sehen pl\u00f6tzlich, Jesus redet von Kriegen, von Emp\u00f6rungen, von Nationen gegen Nationen, die sich erheben wird, K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich. Jesus redet von Erdbeben, von Hungersn\u00f6ten, Zeichen. Er redet von Verfolgung, ja. Er redet nicht nur von Verfolgung, er redet dann von Jerusalem und Heerscharen, die umzingelt werden. Jesus redet aber immer wieder auch von einem Ende, das noch nicht da ist. Ja, er sagt: \u201eErschreckt nicht, denn das muss vorher geschehen, es ist aber nicht das Ende.\u201c Und dann redet Jesus auch von sich selbst, vom Sohn des Menschen, der kommen wird in einer Wolke mit Macht und gro\u00dfer Herrlichkeit. Und erstmal wirkt es, wenn man in dieser Antwort von Jesus \u00fcberfliegt, wird diese Antwort irgendwie komisch. Sie fragen, wann und was ist das Zeichen? Und das erste, was Jesus sagt, ist: \u201eSeht zu, dass ihr nicht verf\u00fchrt werdet.\u201c Und wie gesagt, deswegen, damit wir die Antwort von Jesus richtig verstehen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir die Frage der J\u00fcnger verstehen. Sie fragen, ja, wann wird dies sein und was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll?<\/p>\n<p>Wir haben schon gesagt, wenn wir die Frage nach wann und was ist das Zeichen, jetzt ist aber auch die Frage: \u201eWann wird dies sein?\u201c Was meinen sie mit \u201edies\u201c? Was meinen sie mit \u201ewas ist das Zeichen, wann dies geschehen soll\u201c? Was geschehen soll? Und wie gesagt, wenn wir Matth\u00e4us dazu nehmen beziehungsweise Markus dazu nehmen, ist diese Frage verbunden mit dem Zeichen der Ankunft von Jesus und der Vollendung des Zeitalters. Was steckt hinter dieser Frage? Mit welchem Verst\u00e4ndnis stellen die J\u00fcnger diese Frage? Das m\u00fcssen wir verstehen, damit wir die Antwort von Jesus richtig verstehen. Welches Verst\u00e4ndnis haben die J\u00fcnger \u00fcber die Ankunft des Messias? Welches Verst\u00e4ndnis haben sie von der Vollendung des Zeitalters? Damit wir verstehen, was ihre Frage bedeutet, wann wird dies sein und was ist das Zeichen?<\/p>\n<p>Wenn wir das \u201edies\u201c im unmittelbaren Kontext anschauen, dann sehen wir, dass \u201edies\u201c sich h\u00f6chstwahrscheinlich auf die Zerst\u00f6rung des Tempels bezieht. Was haben wir die Verse 5 bis 6 gelesen, vergangene Woche und uns auch angeschaut? Jesus spricht, sie machen Jesus auf die Sch\u00f6nheit des Tempels aufmerksam. Jesus sagt ihnen, dieser Tempel wird in Schutt und Asche gelegt werden. Er wird vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt werden, so dass nicht ein Stein auf dem anderen gelassen wird. Das ist im unmittelbaren Zusammenhang das \u201edies\u201c. Sie fragen, wann wird der Tempel zerst\u00f6rt und was ist das Zeichen, wann der Tempel zerst\u00f6rt werden soll? Eng verbunden aber mit diesem \u201edies\u201c, mit dieser Zerst\u00f6rung des Tempels, die die J\u00fcnger hier und die Fragen, die hier vor Jesus bringen, ist eng verbunden das alttestamentliche Verst\u00e4ndnis der J\u00fcnger \u00fcber die Zukunft. Welches Verst\u00e4ndnis hatten die Juden bez\u00fcglich der Ankunft des Messias, der Vollendung des Zeitalters, wie k\u00f6nnte das mit der Zerst\u00f6rung des Tempels zusammenh\u00e4ngen, die Jesus im Vers vorher erw\u00e4hnt hat? Welche Vorstellung herrschte unter den J\u00fcngern, wenn sie diese Frage stellen?<\/p>\n<p>Was wir also heute tun m\u00f6chten zu Beginn, ist, wir m\u00f6chten uns aus dem Alten Testament heraus das Verst\u00e4ndnis erarbeiten, welche Vorstellungen die Juden und damit nat\u00fcrlich die J\u00fcnger \u00fcber die Zukunft hatten, \u00fcber den Messias hatten, \u00fcber die Vollendung des Zeitalters hatten, damit wir verstehen, was sie mit dieser Frage meinen und damit wir verstehen, wie Jesu Antwort auf diese Frage passt. Und wir m\u00f6chten uns diese folgenden Punkte, die ihr auch in eurem Ausdruck habt, eben zu unserem Verst\u00e4ndnis machen, was ihre Vorstellung von der Zukunft war. Und daf\u00fcr m\u00f6chten wir viel bl\u00e4ttern in unserer Bibel.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verst\u00e4ndnis der j\u00fcdischen Endzeitvorstellungen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"1\">\n<li>Die Juden hatten die Vorstellung, bevor der Messias kommt, wird es eine Zeit der Drangsal geben.F\u00fcr jeden dieser Punkte gibt es zahlreiche alttestamentliche Stellen. Ich habe mir einige nur ausgew\u00e4hlt, um sie hier in diesen Ausdruck zu stellen, einfach damit es nicht \u00fcberf\u00fcllt ist. Daniel Kapitel 12, Vers 1: \u201eUnd in jener Zeit wird Michael auftreten, der gro\u00dfe F\u00fcrst, der f\u00fcr die S\u00f6hne deines Volkes eintritt. Und es wird eine Zeit der Bedr\u00e4ngnis sein, wie sie noch nie gewesen ist, seitdem irgendeine Nation entstand bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, den man im Buch aufgeschrieben findet.\u201c Hier werden Daniel in diesen letzten Kapiteln von Kapitel 9, aber insbesondere dann noch einmal, Kapitel 10, 11, 12, werden Daniel die Zukunft seines Volkes pr\u00e4sentiert, vorausgesagt, was passieren wird. Und eine der Dinge, die Daniel offenbart werden und die die Juden geglaubt haben: Es wird eine Zeit geben, da eine gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnis sein wird. Ja, sie ist so extrem, dass es gesagt hat, sie war eine Zeit der Bedr\u00e4ngnis, wie sie noch nie da gewesen ist, seitdem irgendeine Nation entstand bis zu jener Zeit. Von dieser Bedr\u00e4ngnis redet man auch im Jesaja, im Jeremia, im Sacharja. Ich habe jetzt hier nur Daniel als ein Beispiel hergenommen, um das zu illustrieren, dass die Juden das geglaubt haben. Sie glaubten also erstens, bevor der Messias kommt, wird es eine Zeit der Drangsal geben.\n<p>Und ich m\u00f6chte ein paar weitere Sachen zitieren, die sind nicht in eurem Ausdruck. Und zwar haben wir Literatur, au\u00dferbiblische Schriften von Juden, vor der Zeit und um die Zeit von Jesus herum. Man nennt das die Zeit zwischen den Testamenten, also zwischen dem Alten Testament, zeitlich chronologisch gesehen, nach dem Propheten Maleachi, also von 400 v. Chr. bis in die Zeit von Christus. Diese Schriften kann man finden, von den Juden, die nicht g\u00f6ttlich inspiriert sind, die nicht in die Bibel geh\u00f6ren, aber die uns ein Verst\u00e4ndnis dar\u00fcber vermitteln, was die Juden damals geglaubt haben, welche Vorstellungen sie gehabt haben. Teilweise sind diese B\u00fccher die Apokryphen, die die katholische Kirche in ihren Kanon aufgenommen hat. Diese Apokryphen sind aber nicht g\u00f6ttlich inspiriert und auch die katholische Kirche hat diese B\u00fccher erst zum Mittelalter offiziell in den Kanon aufgenommen. Sie sind aber trotzdem B\u00fccher, die wir hernehmen k\u00f6nnen, um einfach das Verst\u00e4ndnis der Juden nachvollziehen zu k\u00f6nnen, die in der damaligen Zeit gelebt haben. Und es gibt eben diese Schriften, die die Vorstellung der Juden \u00fcber die Zeit, \u00fcber die Zukunft, uns geben und \u00fcber die Zeit, bevor der Messias kommt.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist aus diesem Buch \u201eBaruch\u201c, ein Zitat: \u201eLeidenschaft wird den Friedfertigen ergreifen und viele werden sich im Zorn aufregen, um viele zu verletzen und sie werden Heere aufbieten, um Blut zu vergie\u00dfen und am Ende werden sie alle zusammen mit ihnen zugrunde gehen.\u201c Hier sehen wir also die Vorstellung von Kriegen, von Tumulten, von Heeren, die gegenseitig Blut vergie\u00dfen, und Krieg und Zorn wird diese Zeit pr\u00e4gen. Ein weiteres Buch, \u201eViererrei\u201c nennt man das: \u201eDas Beben von Orten, der Tumult der V\u00f6lker, die Intrigen der Nationen, die Verwirrung der Anf\u00fchrer\u201c und es wird \u201eUnruhe unter den F\u00fcrsten\u201c geben. Auch das eben in dieser, aus dieser Literatur, die diese Zeit, bevor der Messias auftaucht, beschreibt, als eine Zeit von Beben, von Tumulten, von Verwirrung von Anf\u00fchrern. Dann gibt es auch diese, das ist jetzt kein Apokryph, sondern ein anderes Werk, das nennt man die \u201eSybilinischen Orakel\u201c. Das sind Sammlungen von prophetischen Werken, die eben in der damaligen Zeit existiert haben, von griechischen, lateinischen, aber es gibt eben auch die j\u00fcdischen Sybilinischen Orakel. Nur ein kurzes Zitat auch daraus, und zwar hier: \u201eAlle Seelen der Menschen und jedes Meer werden in der Gegenwart des Ewigen erschaudern und es wird Panik ausbrechen und die hochaufragenden Berggipfel und die H\u00fcgel der Riesen wird er zerrei\u00dfen und der d\u00fcstere Abgrund wird f\u00fcr alle sichtbar sein und die hohen Schluchten in den hohen Bergen werden voller Leichen sein und Felsen werden von Blut flie\u00dfen und jeder Strom wird die Ebene \u00fcberfluten.\u201c Wir sehen also auch wieder hier, das sind einfach nur au\u00dferbiblische Literatur, die uns eine Vorstellung gibt, was die Juden \u00fcber diese Zeit geglaubt haben, bevor der Messias kommt, eine Zeit der Drangsal, der Bedr\u00e4ngnis, des Krieges, des Tumultes. Das haben die Juden geglaubt, diese Vorstellung hatten auch die J\u00fcnger, wenn sie hier Jesus diese Frage stellen.<\/li>\n<li>In dieser Drangsal wird Elia vor dem Messias kommen.Diese Stelle, diese Tatsache und Vorstellung ist uns wohl bekannt, wir haben sie im Lukas-Evangelium auch schon betrachtet, das Alte Testament endet genau mit dieser Verhei\u00dfung. Maleachi Kapitel 3, Verse 23 und 24, oder in diesen anderen Kapitelz\u00e4hlungen, wie in der englischen oder tamilischen \u00dcbersetzung, Maleachi Kapitel 4, 5 und 6: \u201eSiehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des Herrn kommt, der gro\u00dfe und furchtbare. Und er wird das Herz der V\u00e4ter zu den S\u00f6hnen und das Herz der S\u00f6hne zu ihren V\u00e4tern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage.\u201c Das war die Vorstellung der Juden: bevor der Messias kommt, eine Zeit der Drangsal. Bevor er selbst, aber der Messias selbst, kommt, wird Elia kommen und die Menschen vorbereiten.<\/li>\n<li>Dann kommt der Messias selbst.Es gibt unz\u00e4hlige Stellen, die haben wir uns im Laufe auch des Lukas-Evangeliums zahlreich angeschaut: 2. Samuel Kapitel 7, die Verhei\u00dfung an David; Jeremia Kapitel 23; Micha Kapitel 5, der Messias wird in Bethlehem geboren werden. In Lukas Kapitel 3 und Johannes Kapitel 1 sehen wir diese Erwartungshaltung der Juden. Lasst uns kurz nochmal zu Lukas Kapitel 3 gehen, Kapitel 3, Vers 15: \u201eAls er aber das Volk in Erwartung war und alle in ihren Herzen wegen Johannes \u00fcberlegten, ob er nicht etwa der Christus sei.\u201c Wieder, das Volk war in Erwartung. Sie hatten diese Vorstellung, der Christus, der Messias wird kommen, ja. Und als Johannes dann auftauchte, haben sie sich gedacht, vielleicht ist er es. Auch im Johannes-Evangelium, Kapitel 1 sehen wir, sie kommen zu Johannes und fragen: \u201eBist du der Christus?\u201c Er leugnet, er sagt: \u201eIch bin nicht der Christus.\u201c Sie haben Erwartungen gehabt, ja, erstens eben eine Drangsal, zweitens in der Drangsal wird Elia vor dem Messias kommen, drittens der Messias wird kommen.<\/li>\n<li>Die Nationen werden sich gegen den Messias und Jerusalem versammeln.Wir lesen davon zum Beispiel im Propheten Sacharja, Kapitel 14, 1 bis 2: \u201eSiehe, ein Tag kommt f\u00fcr den Herrn, da verteilt man in deiner Mitte dein Pl\u00fcndergut. Und ich versammle alle Nationen nach Jerusalem zum Krieg, und die Stadt wird eingenommen, und die H\u00e4user werden gepl\u00fcndert, und die Frauen werden gesch\u00e4ndet, und die H\u00e4lfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ausziehen; aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden.\u201c Wir sehen also, sie hatten die Vorstellung, selbst wenn der Messias kommt, alle Nationen werden sich gegen Jerusalem wenden und es wird sogar so sein, dass sie teilweise verlieren, es wirkt so, als w\u00fcrden sie verlieren. Hier lesen wir davon, dass sogar die Stadt teilweise eingenommen wird, gefangen genommen wird, ja.<\/li>\n<li>Der Messias wird alle feindlichen Nationen vernichten.Dann k\u00f6nnen wir eigentlich gleich die folgenden Verse auch lesen, dann aber Verse 3, das w\u00e4re quasi, wir sind jetzt quasi dann bei F\u00fcnftens. Der Messias w\u00fcrde alle feindlichen Nationen vernichten. Wir k\u00f6nnen in Sacharja gleich weiterlesen: \u201eDann wird er herausziehen und gegen jene Nationen k\u00e4mpfen, wie er schon immer gek\u00e4mpft hat am Tag der Schlacht. Und seine F\u00fc\u00dfe werden an jenem Tag auf dem \u00d6lberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt, und der \u00d6lberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten, zu einem sehr gro\u00dfen Tal, und die eine H\u00e4lfte des Berges wird nach Norden und die andere H\u00e4lfte nach S\u00fcden ausweichen.\u201c Also die Vorstellung ist eine Zeit der gro\u00dfen Bedr\u00e4ngnis. Elia kommt vor dem Messias, der Messias kommt, alle Nationen versammeln sich gegen den Messias, gegen Jerusalem und es wirkt sogar so, als w\u00fcrde man verlieren, es ist eine Stunde, wo Jerusalem sogar gepl\u00fcndert wird und eingenommen wird, wo Gefangene weggenommen werden, aber dann wird es eine Wendung geben, der Messias wird Jerusalem und das Volk retten und die alle feindlichen Nationen vernichten.\n<p>Bereits in Genesis Kapitel 50, Vers 10 wurde vorausgesagt \u00fcber Juda, als Jakob seinen Sohn gesegnet hat, dass der Herrscherstab nicht von Juda weichen wird. Psalm 2 redet davon, dass Gott seinen K\u00f6nig in Zion eingesetzt hat und die V\u00f6lker und die Nationen sollen sich ihm unterwerfen. Psalm 110, wir haben es in Lukas Kapitel 20 angeschaut: \u201eDer Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich alle deine Feinde unter den Schemel deiner F\u00fc\u00dfe lege.\u201c Sie hatten also die Vorstellung, die Nationen w\u00fcrden sich gegen den Messias und Jerusalem versammeln, aber dann w\u00fcrde der Messias in dieser Not, in dieser Not w\u00fcrde er eine Wendung hervorbringen und die Nationen, alle feindlichen Nationen, vernichten.<\/li>\n<li>Jerusalem wird wiederhergestellt.Mit dieser Bedr\u00e4ngnis, nachdem dieser Sieg errungen ist, glaubten sie aber auch, sechstens: Jerusalem wird wiederhergestellt. Wir k\u00f6nnen in Sacharja gleich bleiben in Kapitel 14, ab Vers 8: \u201eUnd es wird geschehen an jenem Tag, da wird lebendiges Wasser aus Jerusalem flie\u00dfen, die eine H\u00e4lfte zum \u00f6stlichen Meer und die andere H\u00e4lfte zum hinteren Meer. Im Sommer wie im Winter wird es so geschehen. Und der Herr wird K\u00f6nig sein \u00fcber die ganze Erde; an jenem Tag wird der Herr einzig sein und sein Name einzig. Das ganze Land wird sich verwandeln, sodass es wird wie die Niederung von Geba bis Rimmon im S\u00fcden von Jerusalem. Jerusalem selbst aber wird erhaben sein und an seiner St\u00e4tte bleiben vom Tor Benjamin bis zur Stelle des ersten Tores, bis zum Ecktor und vom Turm Hananel bis zu den Kelterkufen des K\u00f6nigs. Und man wird darin wohnen und einen Bann wird es nicht mehr geben, und Jerusalem wird in Sicherheit wohnen.\u201c Jerusalem wird wiederhergestellt, das war ihre Vorstellung. Also sie haben in ihrer Vorstellung gehabt, dass es Bedr\u00e4ngnis geben wird, dass Jerusalem sogar teilweise eingenommen wird, zerst\u00f6rt werden wird, aber dass es eine Wendung, eine schnelle Wendung geben wird. Der Messias w\u00fcrde sie aus dieser Not befreien. Jerusalem wird wiederhergestellt werden.<\/li>\n<li>Gott w\u00fcrde alle zerstreuten Juden sammeln.Dann siebtens: Gott w\u00fcrde alle zerstreuten Juden sammeln. Wir lesen davon in Jesaja Kapitel 11 zum Beispiel. Oder hier, wenn wir schon in Sacharja sind, Sacharja Kapitel 10, 8 bis 10: \u201eIch will ihnen pfeifen und sie sammeln, denn ich habe sie erl\u00f6st, und sie werden so zahlreich sein, wie sie einst zahlreich waren. S\u00e4e ich sie aber ein unter die V\u00f6lker, und denken sie dann in den fernen L\u00e4ndern an mich, so sollen sie mit ihren Kindern am Leben bleiben und zur\u00fcckkehren.\u201c Verse 10 und 11 kann man auch noch lesen, aber ich glaube, wir verstehen den Punkt. Gott sammelt alle zerstreuten Juden.<\/li>\n<li>Der Messias richtet sein K\u00f6nigreich mit Jerusalem als Zentrum auf.Dann achtens: Der Messias richtet sein K\u00f6nigreich mit Jerusalem als Zentrum auf. Wir lesen davon in Jesaja Kapitel 2 vom Friedensreich, in Jesaja Kapitel 11. Weil wir in Sacharja sind, wir k\u00f6nnen auch gleich in Sacharja bleiben. Sacharja Kapitel 14, wieder Kapitel 14, wenn wir zum Vers 16 springen: \u201eUnd es wird geschehen: alle \u00dcbriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr f\u00fcr Jahr hinaufziehen, um den K\u00f6nig, den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubh\u00fcttenfest zu feiern.\u201c Jerusalem und Israel werden zum Zentrum, Gottes Reich, das der Messias aufrichtet. Wir lesen eben auch in Daniel 2 davon, der Stein, der gel\u00f6st wird, alle anderen Reiche zerst\u00f6rt und dann ein ewiges Reich bildet. Daniel Kapitel 7, auch der Sohn des Menschen, der vom Alten der Tage das Reich empf\u00e4ngt und eine ewige Herrschaft hat.\n<p>Und auch hier ein Zitat aus dieser Literatur, aus der intertestamentlichen Periode, aus dieser Zeit, aus diesem j\u00fcdischen sibyllinischen Orakel, dort hei\u00dft es: \u201eUnd alle Inseln und St\u00e4dte werden sagen: Wie liebt der Ewige diese Menschen, denn alles wirkt mit ihnen und hilft ihnen. Kommt, lasst uns alle auf die Erde fallen und den ewigen K\u00f6nig, den m\u00e4chtigen ewigen Gott anflehen. Lasst uns zu seinem Tempel ziehen, denn er ist der alleinige Herrscher.\u201c Wieder aus dieser Literatur sehen wir diese Vorstellung der Juden, dass Jerusalem zum Zentrum wird, dass sogar die Nationen Gott anbeten werden und zum Tempel ziehen werden, um dem Messias und dem Gott Israels anzubeten.<\/li>\n<li>Die ganze Erde wird erneuert bzw. wiederhergestellt werden.Und dann hatten sie die Vorstellung, die ganze Erde wird erneuert beziehungsweise wiederhergestellt werden. Nicht nur Jerusalem, sondern die ganze Erde wird wiederhergestellt beziehungsweise erneuert werden. M\u00f6chte nur kurz lesen, dann das aus Jesaja 11, nicht die ganzen Verse, aber nur einige, einige Ausschnitte daraus. Jesaja Kapitel 11, ab Vers 1, ihr k\u00f6nnt fast das ganze Kapitel lesen, aber nur einige Abschnitte: \u201eUnd ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Sch\u00f6\u00dfling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen.\u201c \u00dcber den Messias, ein Nachkomme Isais, ein Sohn Davids wird aufkommen und herrschen und er wird richten und er wird siegen. Und dann sehen wir ab Vers 6: \u201eUnd der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim B\u00f6ckchen lagern. Das Kalb und der Jungl\u00f6we und das Mastvieh werden zusammen sein und ein kleiner Junge wird sie treiben. Kuh und B\u00e4rin werden miteinander weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern, und der L\u00f6we wird Stroh fressen wie das Rind. Und das S\u00e4ugling wird spielen an dem Loch der Viper, und das entw\u00f6hnte Kind seine Hand ausstrecken nach der H\u00f6hle der Otter. Man wird nichts B\u00f6ses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg, denn das Land ist voll von Erkenntnis des Herrn wie von Wasser, das das Meer bedeckt.\u201c Wir lesen also aus dem Alten Testament diese Vorstellung, dass alles, die Erde, verwandelt werden wird, ein Zustand vor dem S\u00fcndenfall, vor dem Fluch, wird wiederhergestellt mit dem Messias. Hier sehen wir sogar, dass Wildtiere und Raubtiere und ihre eigentliche Beute miteinander, nebeneinander weiden. Sogar ein Kind kann mit anderen an dem Loch einer Viper spielen ohne ihr Gift zu f\u00fcrchten. Das war diese Vorstellung unter den Juden. Die ganze Erde wird erneuert, wie sie wiederhergestellt werden.\n<p>Ein weiteres Buch aus dieser intertestamentlichen Zeit, das Buch \u201eHenoch\u201c hei\u00dft es, dort hei\u00dft es: \u201eUnd ich werde die Erde, also aus, spricht Gott sozusagen, ich werde die Erde verwandeln und sie zu einem Segen machen und meine Auserw\u00e4hlten in ihr wohnen lassen.\u201c<\/li>\n<li>Die Toten werden auferstehen und es wird ein letztes Gericht geben.Dann zehntens, letztes: Die Toten werden auferstehen und es wird ein letztes Gericht geben. Daniel Kapitel 12, Vers 2, auch m\u00fcssen wir nicht nochmal lesen, aber dort lesen wir von der Auferstehung der Toten, einige zum Scham und zum Gericht, die anderen aber zum Leben. Auch eine dieser Quellen sagt: \u201eDie Gottlosen werden zur ewigen Verdammnis in das Feuer der Gehenna geworfen und die Gerechten und Frommen werden in das Paradies aufgenommen und die Herrlichkeit Gottes und seiner Engel zu sehen.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<p>Jetzt haben uns viele Verse angeschaut und viele Punkte. Ich hoffe, ihr seid mitgekommen, aber wieso haben wir das gemacht? Noch einmal, wir m\u00f6chten die Vorstellung verstehen, die die J\u00fcnger gehabt haben, als sie diese Frage gestellt haben. Und wir haben das gerade, wir haben jetzt aus dem Alten Testament heraus und diesen intertestament\u00e4ren, aber die sollte nur einfach, sage ich mal, zeitgen\u00f6ssisch uns diese Vorstellung best\u00e4tigen. Aber aus dem Alten Testament heraus haben wir gesehen, welche Vorstellungen die Juden und damit nat\u00fcrlich auch die J\u00fcnger hatten, wenn sie Jesus diese Frage stellen. Sie haben gewusst, der Messias w\u00fcrde in einer Zeit der Drangsal kommen, vor ihm w\u00fcrde noch der Elia kommen und vorbereiten. In dieser Drangsal, in dieser Not, wo Jerusalem sogar eingenommen wird und sogar zerst\u00f6rt werden wird, kommt aber der Messias und er wendet das Blatt. Er wendet das Blatt und siegt \u00fcber die Nationen, vernichtet sie, stellt Jerusalem wieder auf, richtet sein Reich auf. Die ganze Erde wird versammelt werden und Israel und Jerusalem werden wieder zum Zentrum werden und das Reich Gottes, das Reich des Messias, wird ewiglich herrschen. Das war das Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Und wie wir wissen und damit haben wir uns auch oft besch\u00e4ftigt, wenn wir dieses Verst\u00e4ndnis sehen, dann war die Vorstellung der Juden und damit wie gesagt, auch der J\u00fcnger, dass diese zum Beispiel zehn Dinge, die wir hier lesen, in unmittelbarer Abfolge, ohne bedeutenden Abstand stattfinden werden. Eins nach dem anderen. Drangsal, Elia, Messias, Rettung, Wiederherstellung, K\u00f6nigreich, alles eins nach dem anderen, ohne bedeutende Pause, ohne bedeutenden Abstand. Wenn wir die Abschnitte, die wir gelesen haben, wenn ihr euch zum Beispiel Sacharja 14 seht und lest, dann wirkt es nat\u00fcrlich so, als w\u00fcrde das hintereinander passieren. Ein Ereignis nach dem anderen. Wenn also die J\u00fcnger fragen: \u201eWann wird dies geschehen?\u201c, wenn sie J\u00fcnger also fragen: \u201eWann wird dies geschehen und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?\u201c, stecken all diese Ereignisse, stecken diese ganze Vorstellung, die wir uns gerade angeschaut haben, in ihren K\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Zudem, die J\u00fcnger Jesu aber, die waren J\u00fcnger nat\u00fcrlich, sie haben ja geglaubt, dass Jesus der Messias ist. Sie glaubten, dass er der Messias ist und sie glaubten, dass der Messias also schon da ist. Wenn sie aber fragen, wenn wir, wenn ihr nochmal auf die erste Seite eurer Zettel geht und die Matth\u00e4us-Stelle, die Frage in Matth\u00e4us fragen: \u201eWas ist das Zeichen deiner Ankunft?\u201c, dann d\u00fcrfen wir das nicht mit unserer Brille lesen, wo wir wissen, dass Jesus ja schon in den Himmel hinaufgefahren ist und seit 2000 Jahren bisher noch nicht zur\u00fcckgekommen ist, sondern wir m\u00fcssen das mit ihrer Brille lesen. Mit welchem Verst\u00e4ndnis sie diese Frage stellen. Denn er war ja schon da, Jesus war ja schon da. Aber dieses Wort \u201eAnkunft\u201c, das hier verwendet wird, das Wort, das hintersteckt, kann auch als \u201eGegenwart\u201c erfasst werden. Und damit fragen sie nicht, wann kommst du wieder, nachdem du weggegangen bist, sondern sie fragen: \u201eWas ist das Zeichen deines Auftretens, deines Auftretens als der Messias, den wir erwarten?\u201c Sie haben mittlerweile ja verstanden, dass Jesus der Messias ist, sie haben wahrscheinlich irgendwie verstanden, dass die Dinge nicht ganz so ablaufen, wie sie sich es vorstellen, denn er kam jetzt noch nicht, um Jerusalem aus der Bedr\u00e4ngnis zu retten, aber sie fragen immer noch danach: \u201eWann trittst du als Messias auf, wann rettest du uns aus unserer Bedr\u00e4ngnis, wann nimmst du dein Amt und als K\u00f6nig, als F\u00fcrst und politischer F\u00fchrer auf?\u201c<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger, nat\u00fcrlich die Juden insgesamt, aber auch die J\u00fcnger nat\u00fcrlich, sie haben nicht verstanden, dass es zwei unterschiedliche Kommen des Messias geben wird oder gab. F\u00fcr sie passiert alles, all diese zehn Dinge, die wir jetzt gerade gesagt haben, passiert alles in einem, alles auf einmal, in einem kommenden Messias kommt und all das passiert. Sie haben nicht verstanden, sie haben nicht erkannt, dass der Messias, dass Jesus weggehen wird, in den Himmel auffahren wird, eine lange Zeit nicht kommen wird und dann erst wieder kommen wird. Das haben sie nicht verstanden. Und ganz ehrlich, ich kann ihnen das kaum vorwerfen, denn es ist aus dem Alten Testament nicht leicht zu erkennen, dass es da einen Abstand gibt, dass es da ein Intervall gibt.<\/p>\n<p>Wir haben damals in Lukas 4, k\u00f6nnt ihr euch erinnern, zitiert Jesus aus Jesaja 61, dass der Geist Gottes auf ihm liegt, dass er gekommen ist, frohe Botschaft den Armen zu verk\u00fcndigen und das Gnadenjahr des Herrn auszurufen. Erinnert ihr euch, als wir das uns angeschaut haben in Lukas Kapitel 4, es ist ein Zitat aus Jesaja 61 und der Satz in Jesaja geht eigentlich weiter. Nachdem vom Gnadenjahr des Herrn die Rede ist, geht Jesaja 61 weiter und spricht vom Tag der Rache. Aber Jesus beendet das Zitat in Lukas 4 mit dem Gnadenjahr des Herrn. Rollt die Schriftrolle wieder zu und sagt: \u201eHeute ist dieses Wort vor euren Augen in Erf\u00fcllung gegangen.\u201c Wieso? Weil es einen Abstand gab zwischen Jesaja 61, Vers 1 und 2 beziehungsweise 2, den A-Teil und dem B-Teil, dem Gnadenjahr, das ausgerufen wird und dem Tag der Rache. Das haben sie aber eben nicht erkannt. Sie haben also das nicht erkannt und wir sehen sogar nach der Auferstehung, nach dem Tod und der Auferstehung Jesu, haben sie immer noch diese Vorstellung. Sie haben immer noch nicht verstanden, dass es einen Abstand geben wird, dass es zwei Kommen Jesu geben wird. In Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 6, das ist nachdem Jesus gestorben ist, das ist nachdem Jesus auferstanden ist und sich den J\u00fcngern gezeigt hat. Er hat 40 Tage mit ihnen verbracht nach seiner Auferstehung. Und Apostelgeschichte 1, Vers 6, was fragen die J\u00fcnger, sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: \u201eHerr, stellst du in dieser Zeit f\u00fcr Israel das Reich wieder her?\u201c<\/p>\n<p>Versteht ihr mit dem Hintergrund, was ihr jetzt \u00fcber die J\u00fcnger wisst, mit dem Hintergrund, welche Vorstellungen sie \u00fcber die Endzeit hatten und \u00fcber den Messias und seines Auftretens, versteht ihr diese Frage? Okay, sie haben wohl verpasst, dass der Messias sterben und auferstehen soll. Das haben sie jetzt erlebt, das ist jetzt passiert. Okay, Jesus, wir haben es verstanden, du musstest sterben und du musstest auferstehen f\u00fcr unsere S\u00fcnden. Aber jetzt, wo du auferstanden bist, jetzt muss doch hier Punkt 3 und 4 kommen, oder? Jetzt muss doch hier passieren, dass du als Messias endlich auftrittst und die feindlichen Nationen vernichtest, Jerusalem wiederherstellst und das Reich, dein Reich, aufrichtest, das Reich f\u00fcr Israel wieder aufrichtest. Versteht ihr, das ist die Vorstellung, das ist das Verst\u00e4ndnis der J\u00fcnger, sogar nach der Auferstehung.<\/p>\n<p>Und jetzt kommen wir wieder zu Lukas. Jetzt kommen wir wieder zu Lukas. Vers 5 haben wir gesehen, sie machen Jesus auf den Tempel und die Sch\u00f6nheit des Tempels aufmerksam. Vers 6, Jesus prophezeit ihnen: \u201eDieser Tempel, den ihr schon so sch\u00f6n findet, er wird zerst\u00f6rt werden, nicht ein Stein wird auf dem anderen gelassen werden.\u201c Und jetzt diese Wahrheit \u00fcber, was Jesus hier \u00fcber den Tempel sagt, wie passt das in der endzeitlichen Auffassung der J\u00fcnger? Es passt eigentlich ganz gut in die endzeitliche Auffassung der J\u00fcnger. Wird es sie schockiert haben, dass der Tempel zerst\u00f6rt wird? Ja, nat\u00fcrlich, sie werden schockiert davon gewesen, dass dieser gro\u00dfe, sch\u00f6ne Tempel zerst\u00f6rt werden wird, aber sie glaubten ja, dass es eine Zeit der Drangsal geben wird. Die J\u00fcnger glaubten ja, dass Jerusalem in Not stehen wird und sogar eingenommen wird, dass sogar gepl\u00fcndert werden wird, dass Menschen gefangen weggef\u00fchrt werden. Die J\u00fcnger und die Juden glaubten ja an eine teilweise Zerst\u00f6rung und Einnahme von Jerusalem. Was sie aber dann aber nat\u00fcrlich auch glaubten: Okay, Jesus, wir verstehen, der Tempel wird zerst\u00f6rt. Das passt, ja, wir sehen ja, nach Sacharja 14, die Stadt wird eingenommen werden, es wird gepl\u00fcndert werden und so weiter. Aber selbst wenn der Tempel zerst\u00f6rt wird, dann muss doch danach sofort die Rettung kommen, oder? Dann muss doch danach sofort dein Auftritt kommen, dein Auftritt als Messias in unserer Not, in unserer Bedr\u00e4ngnis. Wenn dieser Tempel zerst\u00f6rt wird, dann musst du doch als Messias auftreten und die Wende hervorbringen, von der wir gelesen haben, die Wende hervorbringen, die wir uns vorstellen. Dann musst du doch Rom vernichten und alle Feinde Israels vernichten, dann musst du doch Jerusalem wiederherstellen und dein Reich aufrichten, oder? Versteht ihr jetzt die Frage der J\u00fcnger?<\/p>\n<p>Mit diesem Hintergrund verstehen wir jetzt, wenn sie sagen: \u201eSage uns, wann wird dies sein?\u201c, nat\u00fcrlich fragen sie, wann wird der Tempel zerst\u00f6rt werden, aber hinter dieser Tempelzerst\u00f6rung, hinter diesem \u201edies\u201c steckt so viel mehr, steckt das ganze Endzeitliche Verst\u00e4ndnis der Juden zur Zeit Jesu. Wenn sie fragen, dann fragen sie nicht nur, wann wird der Tempel zerst\u00f6rt werden, sondern mit dem, dass der Tempel zerst\u00f6rt wird, wann kommt die Wende? Wann wirst du endlich als Messias, als F\u00fchrer und politischer und Krieger und Herrscher kommen? Wann wirst du dein Reich aufrichten? Wann wird Jerusalem wiederhergestellt werden? All das steckt in ihrer Frage. Wenn die J\u00fcnger also fragen, wann dies geschieht und welche Zeichen es geben wird, beziehen sie sich ja auf den, zwar auf den Tempel, auf die Zerst\u00f6rung des Tempels, aber damit verbunden ist ihre gesamte endzeitliche Abfolge von Ereignissen, die wir uns angeschaut haben.<\/p>\n<p>Und jetzt mit diesem Verst\u00e4ndnis, wenn Jesus jetzt also diese Frage beantwortet, beantwortet er nicht einfach nur: \u201eJa, hier, 70 n. Chr. wird der Tempel zerst\u00f6rt.\u201c Nein, er ordnet die Zerst\u00f6rung des Tempels in ihre ganze endzeitliche Vorstellung ein. Wenn er jetzt antwortet, dann antwortet er ihnen auf ihre gesamte endzeitliche Vorstellung dieser Abfolge. Wenn er ihnen jetzt antwortet und jetzt wird es mehr Sinn machen, wenn Jesus immer wieder sagt: \u201eAber das Ende ist nicht so gleich.\u201c \u201eEtwas muss vorher geschehen vor diesem allem.\u201c Aber dann sehen wir, dass Jesus mit seiner Antwort ihr ganzes endzeitliches Verst\u00e4ndnis anspricht und einordnen m\u00f6chte. Er ordnet die Zerst\u00f6rung des Tempels in ihr gesamtes endzeitliches Bild ein.<\/p>\n<p>Deswegen, aber auch ein allgemeiner Satz, die Endzeitlehre, wenn wir dar\u00fcber reden, beginnen wir oft in der Offenbarung. Manche m\u00f6chten mit Matth\u00e4us oder in den Evangelien beginnen, aber eigentlich m\u00fcssen wir im Alten Testament beginnen und aus dem Alten Testament heraus, das genauso das Wort Gottes ist, dass wir genauso den selben Stellenwert geben als Wort Gottes wie dem Neuen Testament, dort m\u00fcssen wir beginnen. Und das haben wir heute gemacht. Und was viele von dem, was die Juden und was die J\u00fcnger \u00fcber die Endzeit verstanden und erkannt haben, vieles ist ziemlich richtig. Vieles ist sehr korrekt. Aber hier an gewissen kritischen Stellen haben sie gewisse Dinge nicht erkannt, wie zum Beispiel die Juden haben vollkommen vergessen, dass der Messias auch zum Leiden kommt. Dar\u00fcber haben wir uns schon oft besch\u00e4ftigt. Stellen wie Jesaja 53 haben sie komplett vergessen und au\u00dfer Acht gelassen, was den Messias betrifft. Sie haben die Stellen, dass der Elia nicht kommen soll, um einfach nur politisch den Messias vorzubereiten, sondern die V\u00e4ter zur\u00fcck zu ihren Herzen umzukehren, dass sie daf\u00fcr gekommen haben, sie vergessen. Sie dachten, sie brauchen keine Bu\u00dfe, sie m\u00fcssen nicht umkehren. Sie haben vergessen, dass sie Befreiung von S\u00fcnden brauchen, sie haben nur die politische Komponente gesehen. Und sie haben auch nicht erkannt, und wie gesagt, das w\u00e4re auch sehr, sehr schwer gewesen, um es \u00fcberhaupt zu erkennen, dass es den Messias zweimal kommen wird. Einmal in Demut, einmal in Demut und in Unehrenhaftigkeit, um S\u00fcnder zu retten, um das Verlorene zu suchen. Aber er wird ein zweites Mal kommen in Ehre und in Herrlichkeit, um genau das auch zu tun, was sie sich vorgestellt haben.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten heute einfach nur mit diesem \u00dcberblick \u00fcber die Antwort von Jesus abschlie\u00dfen, einfach damit wir den \u00dcberblick haben, was hier geschieht. In den Versen 8 bis 19 sind der <b>Anfang der Geburtswehen<\/b>. Der Anfang der Geburtswehen ist ein Begriff, der im Lukas-Evangelium nicht vorkommt, aber im Markus-Evangelium vorkommt und auch im Matth\u00e4us-Evangelium. Deswegen habe ich diesen Begriff aus den Parallelstellen herausgenommen. Der Anfang der Geburtswehen, die Verse 8 bis 19, die kann man wiederum unterteilen. Verse 8 bis 11 reden von <b>Verf\u00fchrungen, von Kriegen und Katastrophen<\/b>, sowohl Naturkatastrophen, aber auch Schrecknisse, Seuchen, Hungersn\u00f6te. Dann Verse 12 bis 19 <b>Verfolgung um Jesu willen<\/b>. Da geht es um Verfolgung, Jesus prophezeit Verfolgung. Also 8 bis 19 der Anfang der Geburtswehen, einmal insgesamt auf der Erde, Verf\u00fchrungen, Kriege, Hungersn\u00f6te, Katastrophen. Dann zweitens, Verse 20 bis 24 die <b>Zerst\u00f6rung Jerusalems<\/b>. Die Zerst\u00f6rung Jerusalems, Verse 20 bis 24. Dann drittens das <b>Kommen des Sohnes des Menschen<\/b>, Verse 25 bis 28 und viertens, <b>Warnung zur Wachsamkeit<\/b>, Verse 29 bis 36.<\/p>\n<p>Ich hatte gehofft, heute eigentlich weiterzukommen, aber das ist okay, wir k\u00f6nnen uns die Zeit nehmen und das n\u00e4chste Mal fortsetzen. In eurem restlichen Handout, in dem Ausdruck, kommt jetzt ein \u00dcberblick \u00fcber die Hauptauffassungen. Damit werde ich n\u00e4chste Woche dann weitermachen, so der Herr will, und dort ankn\u00fcpfen. Wenn ihr zu Hause euch doch die Zeit nehmt, das bereits vorher zu lesen, dann macht das gerne, das ist gar kein Problem. Lasst euch vielleicht von den Begriffen und den Worten und den Begrifflichkeiten nicht \u00fcberw\u00e4ltigen und nicht verwirren. Hoffentlich kann ich die Dinge m\u00f6glichst klarstellen in der kommenden Woche, in der n\u00e4chsten Predigt. Aber uns als Gemeinde erbarmte, mir ist es wichtig, dass wir einfach diesen \u00dcberblick haben. Das Ziel der Predigt wird nicht sein, jede einzelne Position bis ins Tiefste zu beleuchten, alle Argumente und Vor- und Nachteile oder Pro- und Kontraargumente aller Positionen anzuschauen. Das werden wir nicht in der Predigt tun. Was wir aber tun werden, ist uns einen \u00dcberblick \u00fcber diese Auffassungen verschaffen, damit wir Lukas 21 richtig verstehen k\u00f6nnen und damit wir einfach begr\u00fcnden k\u00f6nnen, wieso wir es so verstehen, wie wir es als Gemeinde verstehen und lernen. Aber es ist trotzdem wichtig, diesen \u00dcberblick zu geben, auch in unserer Zeit, wo wir alle viele Quellen und viele Ressourcen haben, um Predigten zu h\u00f6ren, um Lehre zu h\u00f6ren, \u00fcber das Internet, \u00fcber YouTube und alle m\u00f6glichen Quellen. Falls ihr auf solche Auffassungen trefft, m\u00f6chte ich nicht, dass ihr komplett \u00fcberfordert seid, sondern dass ihr zumindest mal davon geh\u00f6rt habt, woher sie ungef\u00e4hr kommen und wieso wir als Gemeinde das lernen und glauben, was wir glauben. Aber deswegen, wie gesagt, ihr habt es bereits jetzt schon in eurem Handout. Wenn ihr es lesen wollt, macht das gerne. Aber ich hoffe, es \u00fcberw\u00e4ltigt euch nicht. Wir m\u00f6chten das dann n\u00e4chste Woche gemeinsam uns anschauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was wir lernen k\u00f6nnen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor wir ganz abschlie\u00dfen, m\u00f6chten wir noch zum letzten Punkt kommen, was wir lernen k\u00f6nnen. Was wir uns jetzt anschauen, es kann teilweise auch anstrengend sein. Ihr seht, es sind viele Verse. Es ist viel Herumbl\u00e4ttern. Es sind, wenn ihr weiterlest, viele theologische Begrifflichkeiten, die man geh\u00f6rt hat, vielleicht noch nicht geh\u00f6rt hat, die euch wie gesagt auch hoffentlich nicht, aber vielleicht auch etwas \u00fcberw\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Ich habe aber gelesen, ich kann das leider nicht selbst best\u00e4tigen. Ich habe nicht selbst die Z\u00e4hlung durchgef\u00fchrt, aber ich habe in einem Kommentar gelesen und ich denke mal, von meinem eigenen Verst\u00e4ndnis k\u00f6nnte das gut hinhauen, dass 25 Prozent der Bibel Prophezeiungen \u00fcber die Zukunft sind. 25 Prozent der Bibel sind Prophezeiungen, die noch in unserer Zukunft liegen. Wenn uns das eine Sache sagt, dann ist das, dass Gott m\u00f6chte, dass wir die Zukunft verstehen. Gott m\u00f6chte, dass wir die Zukunft verstehen. In der gesamten Schrift hat Gott so viele Stellen. Wir haben heute kurz einige dieser Stellen uns angeschaut. Es gibt noch so viel mehr. Es ist nur eine Handvoll von Stellen, die hier in unserem Handout zu finden sind. So viele Stellen, Dinge gewidmet, die in unserer Zukunft liegen. Und liebe Geschwister, wie die Geschichte endet, hat Einfluss auf unser Heute. Wenn wir die viele biblische Prophezeiungen anschauen, dann lagen biblische Prophezeiungen oft in der Zukunft der urspr\u00fcnglichen Adressaten. Sind sp\u00e4ter eingetroffen oder nach den Lebzeiten der urspr\u00fcnglichen Adressaten eingetroffen? Wir k\u00f6nnen uns fragen, wieso hat man das denen gesagt, die sind doch schon tot gewesen, als das eingetroffen ist? Weil, wie die Geschichte endet, uns heute belehrt, uns heute Einfluss auf unser Heute hat, uns als Warnung dient, uns als Vorbereitung dient. Denkt an Matth\u00e4us, das Kapitel 25. Da geht es nicht mehr um die Endzeitlehre in Lebenssinn, was passieren wird, sondern das ganze Kapitel, Matth\u00e4us 25, sind Schlussfolgerungen, sind Lehren, die wir aus der Endzeitlehre ziehen sollen, f\u00fcr unser Leben heute. Die Ermahnung zur Wachsamkeit am Ende dieses Kapitels, ab Vers 29, ist auf Basis der Endzeit, auf der Basis der Prophezeiung, was in der Zukunft geschehen wird.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nat\u00fcrlich sagen, ist das Thema der Endzeit so wichtig wie das Evangelium, wie die Lehre der Rechtfertigung, wie die Dreieinigkeit, wie die Lehre \u00fcber unsere Erl\u00f6sung oder das Jesus Gott und Mensch ist? Nein, so wichtig ist die Lehre \u00fcber die Endzeit nicht. Aber das hei\u00dft nicht, dass sie v\u00f6llig egal ist. Das hei\u00dft nicht, dass wir sie einfach unser ganzes Glaubensleben lang ignorieren k\u00f6nnen. Gott hat gro\u00dfen Anteil seines inspirierten Wortes den Dingen der Zukunft gewidmet. Also m\u00fcssen wir diese Dinge auch ernst nehmen und aus ihnen lernen.<\/p>\n<p>Es gibt so viele Seiten des Pferdes, auf die wir fallen k\u00f6nnen. Manche sind besessen mit Endzeit und m\u00f6chten nur davon reden und m\u00f6chten nur davon lernen und sich besch\u00e4ftigen. Mir ging es als Kind, als glaube ich, das Kind, was in der Gemeinde aufgewachsen ist, so, ich habe die Endzeitlehre geliebt, einfach weil sie spannend war. Das Buch der Offenbarung war spannend f\u00fcr mich mit so vielen Bildern und Drachen und und und und Tieren aus dem Meer, das hat Spa\u00df gemacht. Mysteri\u00f6se Zeichen und Zahlen, wie die Zahl 666 und so weiter. Nat\u00fcrlich, das ist auch irgendwo kindliche Begeisterung, aber auch als erwachsene Gl\u00e4ubige gibt es nat\u00fcrlich Menschen. Und k\u00f6nnen wir in diesen Fall fallen, dass alles, wovon wir reden wollen, ist nur noch Endzeit und Zukunft? Und dann gibt es auch Leute, die anfangen Schlagzeilen zu interpretieren und zu sagen: \u201eAh, das ist jetzt das Zeichen hierauf und das ist das Zeichen hierauf.\u201c All das m\u00f6chten wir nicht tun. Wir m\u00f6chten einfach nur das Wort Gottes richtig verstehen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen. Gott selbst und das Wort Gottes selbst gibt uns die Lehren und die Lektionen, die wir aus der Zukunftslehre, die wir aus der Endzeitlehre ziehen sollen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es nat\u00fcrlich Leute, denen es v\u00f6llig egal ist, die sich nie damit besch\u00e4ftigen wollen. Auch das ist nicht richtig. Wenn es wichtig f\u00fcr Gott war, dann sollte es auch uns wichtig sein. Und wenn wir, und deswegen, wie gesagt, liebe Geschwister, wenn wir uns die n\u00e4chsten Wochen damit besch\u00e4ftigen, ja, es wird teilweise anstrengend. Manchmal wird es auch etwas trocken sein. Aber das ist eine sch\u00f6ne Lehre. Es ist ein wunderbarer Text. Und wir werden so davon bereichert, wenn wir verstehen, was Jesus davon, wenn Jesus von der Zukunft spricht. Eine Lehre, und die wird uns durch diese Gottesdienste hindurch begleiten: <b>Gott ist der souver\u00e4ne Herrscher.<\/b> Liebe Geschwister, Gott ist der souver\u00e4ne Herrscher. Alle Gl\u00e4ubigen, die eine gesunde Lehre haben, k\u00f6nnen das best\u00e4tigen. Ob sie nun unterschiedliche Meinungen, was die Endzeitlehre betrifft, haben oder nicht. Ein Gl\u00e4ubiger unter gesunder Lehre glaubt, dass Gott souver\u00e4ner Herrscher \u00fcber die Geschichte ist. Welche endzeitliche Auffassung man auch vertritt, Gott ist der Autor der Zukunft. Er wei\u00df nicht nur, was passieren wird, er bestimmt, was passieren wird. Alles, was Jesus hier sagt, alles, was im Alten Testament prophezeit wird, alles, was in der Offenbarung prophezeit wird, dieser 25 Prozent der Schrift, die \u00fcber die Zukunft reden. Gott ist der Autor der Zukunft.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Sicherheit gibt es uns in dieser Welt? Im Tumult dieser Welt ist unser souver\u00e4ner Gott der sichere Fels. Er ist der starke Anker. Was auch immer geschieht, nichts, was geschieht, passiert au\u00dferhalb seiner Kontrolle. Wir k\u00f6nnen ihm also vertrauen, er kennt nicht nur die Zukunft, er schreibt die Zukunft, auch deine und meine und der Welt. Wir k\u00f6nnen ihm vertrauen, selbst wenn die Welt aus den Fugen ger\u00e4t. Kriege, Erdbeben, Verf\u00fchrungen oder Verfolgung geschehen. Gott f\u00fchrt die Geschichte zu dem Ende, das er vorher bestimmt hat. Und niemand kann etwas daran \u00e4ndern. Wir brauchen uns nicht zu f\u00fcrchten, wir brauchen nicht zu verstecken. Was Jesus hier in diesen Worten sagt, in Lukas, der sagt: \u201eWenn ihr von Kriegen und Emp\u00f6rungen so erschreckt nicht, wenn ihr verfolgt werdet, es wird euch zum Zeugnis ausschlagen. Wenn ihr verfolgt werdet und befragt werdet, ich werde euch die Worte geben, die ihr antworten sollt. Wenn ihr verfolgt werdet, nicht ein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen.\u201c Und wenn alles aus den Fugen ger\u00e4t, wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, so endet Jesus in Vers 28 hier in Lukas 21: \u201eSo blickt auf und hebt eure H\u00e4upter empor, weil eure Erl\u00f6sung naht.\u201c Egal was passiert, egal welche endzeitliche Auffassung wir auch haben, es gibt keine zwei Meinungen: Gott ist souver\u00e4ner Herrscher, es sollte keine zwei Meinungen geben. Gott ist souver\u00e4ner Herrscher, wir k\u00f6nnen ihm vertrauen. Und er ist unser fester Anker. Bereits in Jesaja 44, der Vers ist, glaube ich, in eurem Ausdruck, hat der Herr gesprochen: \u201eSo spricht der Herr, der K\u00f6nig Israels und sein Erl\u00f6ser, der Herr der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, au\u00dfer mir gibt es keinen Gott. Und wer ist wie ich? Er rufe und verk\u00fcnde es und lege es mir dar. Wer hat von Uhrzeiten her das Kommende h\u00f6ren lassen? Und was eintreten wird, sollen sie uns verk\u00fcnden. Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon l\u00e4ngst h\u00f6ren lassen und es dir verk\u00fcndet? Und ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott au\u00dfer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.\u201c Gott kennt die Zukunft, Gott sagt die Zukunft voraus, er schreibt und bestimmt die Zukunft. Und was ist die Lehre daraus? Erschreckt nicht und zittert nicht. Hat Gott es dir nicht vorher schon gesagt? Hat er es euch nicht schon l\u00e4ngst h\u00f6ren lassen und es dir verk\u00fcndet? Jesaja, Jeremia, Sacharja, Maleachi, Matth\u00e4us 24, 25, Markus 13, Lukas 21, Offenbarung, Kapitel 4 bis 22, hat es dir Gott nicht alles schon gesagt? Erschreckt nicht und zittert nicht! Es gibt keinen Fels au\u00dfer ihm.<\/p>\n<p>Eine weitere Sache, bei der es keine zwei Meinungen gibt: <b>Jesus kommt wieder.<\/b> Wir wissen nicht wann, du wei\u00dft nicht, wann Jesus wiederkommen wird. Er k\u00f6nnte heute kommen, bevor du zu Hause ankommst. Bist du bereit, wenn Jesus wiederkommt? Wenn Jesus wiederkommt, wird er kommen, um dich vollkommen zu erl\u00f6sen vom Leib der S\u00fcnde und dieser Welt. Wird er kommen, um dich zur\u00fcckzuholen zu ihm, wo er dir eine St\u00e4tte bereitet hat? Oder wird er kommen und du wirst dir w\u00fcnschen, dass die Berge auf dich fallen? Weil er kommt als dein Richter. Weil er kommt, um dich zu richten. Ist Jesus Christus dein Herr und Erl\u00f6ser? Oder ist er dein Richter? Wenn Jesus nicht dein Erl\u00f6ser ist, wenn er nicht dein Herr \u00fcber dein Leben ist, dann kehre um und glaube an Jesus. Er ist der souver\u00e4ne Gott, der die Zukunft bestimmt. Das erste Mal kam Jesus als Mensch, als niedriger Mensch, in Demut, in Armut, ohne Ehr, ohne Herrlichkeit, geboren in einem Futtertrog. Aber er kam dieses erste Mal, um das Gnadenjahr des Herrn auszurufen, um das zu suchen, was verloren ist, um S\u00fcnder zu retten. Wer an Jesus glaubt, empf\u00e4ngt diese Vergebung seiner S\u00fcnden und ewiges Leben. Wer an Jesus glaubt, f\u00fcr den kommt Jesus wieder, um ihn zu sich zu holen, an die St\u00e4tte, die er bereitet hat. Wenn du aber nicht an ihn glaubst, wird er kommen, um dich zu vernichten, um dich zu richten. Liebe Geschwister, das ist unser Herr f\u00fcr diejenigen, die an ihn glauben. Er kommt wieder und wir brauchen uns nicht vor seiner R\u00fcckkehr zu f\u00fcrchten. Wenn seine R\u00fcckkehr kommt, dann ist es so, wie es hier in Vers 28 beschrieben ist. K\u00f6nnen wir heraufblicken, unsere H\u00e4upter emporheben, denn unsere Erl\u00f6sung ist nahe. Sehnen wir uns nach seinem Kommen, denn sein Kommen ist unsere Erl\u00f6sung. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name Jesu Christi verherrlicht werden. 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