{"id":1998,"date":"2025-07-19T13:03:35","date_gmt":"2025-07-19T11:03:35","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=1998"},"modified":"2025-10-08T09:24:52","modified_gmt":"2025-10-08T07:24:52","slug":"die-verwuestung-jerusalems-teil-1","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/die-verwuestung-jerusalems-teil-1\/","title":{"rendered":"Die Verw\u00fcstung Jerusalems &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name unseres Erl\u00f6sers, Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir das Lukas-Evangelium im Kapitel 21 auf und lasst uns die Verse 20 bis 24 lesen. Lukas 21, die Verse 20 bis 24: \u201eWenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verw\u00fcstung nahe gekommen ist. Dann sollen die in Jud\u00e4a auf die Berge fliehen, und die, die in seiner Mitte sind, daraus fortgehen, und die, die auf dem Land sind, nicht dort hineingehen. Denn dies sind die Tage der Rache, dass alles erf\u00fcllt wird, was geschrieben steht. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn gro\u00dfe Not wird auf der Erde sein und Zorn gegen dieses Volk. Und sie werden fallen durch die Sch\u00e4rfe des Schwertes und gefangen weggef\u00fchrt werden unter alle Nationen. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erf\u00fcllt sein werden.\u201c<\/p>\n<p>Als wir kleine Kinder waren, mussten wir nat\u00fcrlich von unseren Eltern ins Bett geschickt werden. Wir mussten fr\u00fcher ins Bett, w\u00e4hrend sie noch auf waren. Manchmal hatten wir auch Besuch und G\u00e4ste, und der Besuch blieb noch, wir mussten aber als Kinder nat\u00fcrlich irgendwann rechtzeitig ins Bett gehen. Und da hatten wir als Kinder immer ein Spiel oder eine Art Mission: Wir wollten uns heimlich aus dem Zimmer herausschleichen. Und was wir dann gemacht haben, ist, wir sind in unserem Bett aufgestanden, sind ganz schleichend und langsam zur T\u00fcr gegangen. Und was wir dann gemacht haben, ist, dass wir ganz lange durch das Schl\u00fcsselloch unserer T\u00fcr geguckt haben, um zu sehen, was denn passiert. Wir h\u00f6rten zwar einige Stimmen und die Lautst\u00e4rke, um zu sehen, was los ist. Aber da es bei uns zu Hause nat\u00fcrlich auch hier und da schon lauter und leiser werden kann, wussten wir nicht anhand der Stimmen allein, ob jetzt unsere Eltern schon zum Zimmer kommen und wir uns schnell wieder ins Bett legen m\u00fcssen, damit wir nicht erwischt werden. Da haben wir also immer durch das Schl\u00fcsselloch geguckt, haben gesehen, ob jemand kommt, schaut jemand, kommt jemand in diese Richtung? Und dann war es nat\u00fcrlich wichtig, rechtzeitig wieder ins Bett zu laufen, wenn jemand in die Richtung des Zimmers kam. Da haben wir durchs Schl\u00fcsselloch geguckt, und wenn wir bemerkt haben, dass wirklich jemand auf das Zimmer zukommt, dann war das das unmittelbare Zeichen, das war das unverkennbare Zeichen, dass jetzt jemand kommt und wir schnell wieder ins Bett m\u00fcssen, um nicht erwischt zu werden.<\/p>\n<p>Wir kommen in unserem Abschnitt im Lukas-Evangelium jetzt zu einem Abschnitt, der \u00e4hnlich als ein unmittelbares Zeichen gilt. Viele Dinge, die wir uns in den vergangenen Wochen in diesem Abschnitt im Lukas-Evangelium angeschaut haben, waren Zeichen f\u00fcr Ereignisse und f\u00fcr Dinge, die mit der R\u00fcckkehr Jesu, mit der Endzeit verbunden sind, aber das waren nicht so konkrete Zeichen. Ja, es waren Zeichen wie Geburtswehen, die im Laufe der Zeit immer wieder passieren, die manchmal aber auch Pausen zwischen ihnen haben k\u00f6nnen, Phasen der Ruhe und des Friedens zwischen ihnen haben k\u00f6nnen, die aber immer wieder auch h\u00e4ufiger und intensiver gegen Ende hin werden. Ja, diese Geburtswehen, wie wir sie im Text gesehen haben, der Anfang der Wehen, waren wie die Stimmen, wenn wir Kinder im Zimmer waren. Ja, die Stimmen waren ein kleines Anzeichen daf\u00fcr, was passiert, was in der Wohnung passiert. Anhand der Stimmen konnten wir einigerma\u00dfen erkennen, ob jetzt unsere Eltern Richtung Zimmer kommen oder ob sie einfach nur mal lauter reden oder lauter lachen.<\/p>\n<p>Nun kommen wir aber in unserem Abschnitt zu einem unmittelbaren und direkten Zeichen. Es ist wie die Person, wenn wir durchs Schl\u00fcsselloch gucken und unser Vater oder unsere Mutter kommt auf das Zimmer zu. Dann war deutlich: Okay, jetzt kommen sie, jetzt m\u00fcssen wir weg. So ein deutliches Zeichen ist es, was wir jetzt in unserem Text sehen. Es ist ein unmittelbares Zeichen, anhand dessen man erkennen kann, wann das Ende kommt, wann die Dinge geschehen, die Jesus hier beschreibt. Das sind die Dinge, die wir uns heute anschauen wollen. Diese Woche habt ihr wieder ein Handout und da haben wir wie immer als Basis unsere Frage. Die Frage, die gestellt wird: \u201eWann wird dies geschehen und was ist das Zeichen, wann dies geschehen soll?\u201c<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, mit diesem \u201eDies\u201c ist die ganze endzeitliche Vorstellung der J\u00fcnger gemeint: Das \u00f6ffentliche Auftreten des Messias, die Bedr\u00e4ngnis und Verfolgung, die sie erwartet haben, die Nationen, die Israel und Jerusalem angreifen werden, der Messias, der sie aus dieser Lage retten wird und der Messias, der am Ende sein Reich wieder aufrichten wird. All das steckt in dieser Frage, und wir haben die Antwort Jesu folgenderma\u00dfen aufgeteilt, wie ihr seht: Wir haben erstmal den Anfang der Geburtswehen. Damit haben wir uns die letzten Wochen besch\u00e4ftigt, die Verse 8 bis 19. Zeichen, die ein Zeichen f\u00fcr das Ende sind, aber nicht so deutlich. Jesus sagt immer wieder: \u201eDas ist der Anfang der Geburtswehen. Dies muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.\u201c Das sind, wie wir gesagt haben, Geburtswehen. Sie tauchen immer wieder auf, sie werden zum Ende hin immer intensiver, immer h\u00e4ufiger, immer st\u00e4rker, aber sie sind noch nicht das unmittelbare, direkte Zeichen f\u00fcr das Ende. Wir haben durch die Geschichte hindurch gesehen, wenn es um Verf\u00fchrer, falsche Christus, Kriege, Katastrophen und Verfolgung geht, ist das etwas, was wir durch die Geschichte hindurch beobachten k\u00f6nnen. All das sind Erf\u00fcllungen davon in der Geschichte, aber die gr\u00f6\u00dfte Intensit\u00e4t von diesen Zeichen, von diesen Geburtswehen, wird erst am Ende kommen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das unmittelbare Zeichen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun kommen wir zu Vers 20. Ich habe hier, wie ihr in eurem Handout seht, die Parallelstellen aus Matth\u00e4us und Markus hinzugef\u00fcgt, damit wir, wir haben es schon von Anfang an gesagt, diese Rede von Jesus im Ganzen verstehen. Kommen wir zum Vers 20, wo wir zum unmittelbaren Zeichen kommen. Also rein \u00fcberschriftstechnisch, wenn ihr das so geordnet haben wollt: Wir sind immer noch in dieser <b>\u00d6lberg-Rede<\/b>, Lukas 21. Wir sind jetzt beim Abschnitt, bei diesem Gliederungspunkt, der <b>Verw\u00fcstung Jerusalems<\/b>, Verse 20 bis 24. Und heute schauen wir uns nur Vers 20 an: Das unmittelbare Zeichen. Das ist der Titel der Predigt f\u00fcr heute: Das unmittelbare Zeichen.<\/p>\n<p>Lukas 21, Vers 20 sagt: \u201eWenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verw\u00fcstung nahe gekommen ist.\u201c So lange hat Jesus \u00fcber diese allgemeineren Zeichen gesprochen, die sich im Laufe der Zeit erf\u00fcllen und immer wieder geschehen werden, aber erst zum Ende hin ihre h\u00f6chste Intensit\u00e4t erreichen werden. Jetzt kommt er aber zu einem Zeichen, das direkt ist, das unmittelbar ist. Wenn das passiert, dann erkennt, dann wisst ihr \u2013 wir haben in den Parallelstellen in Matth\u00e4us: \u201eWer es liest, der merke auf!\u201c, in Markus auch: \u201eWer es liest, das ist das Zeichen, wo ihr aufmerksam werden m\u00fcsst.\u201c Das ist das Zeichen, wo es richtig losgehen wird, sozusagen.<\/p>\n<p>Und wie ihr hier seht, haben wir in den Stellen zu Markus und Matth\u00e4us einen Unterschied, wenn wir mit Lukas vergleichen. Lukas redet von den Heerscharen, die Jerusalem umzingeln. Matth\u00e4us und Markus reden hier, wenn wir in Matth\u00e4us Vers 15 lesen: \u201eWenn ihr nun den Greuel der Verw\u00fcstung, von dem durch Daniel den Propheten geredet ist, an heiliger St\u00e4tte stehen seht\u201c, \u00e4hnlich auch in Markus. Und vorab m\u00f6chte ich schon mal sagen, aber wir werden uns das im Detail erst im Laufe dieser Wochen anschauen, wenn wir diesen Text durchgehen: Sogar Bibellehrer und Gl\u00e4ubige, die die \u00d6lbergrede insgesamt genauso einordnen, wie wir es tun \u2013 mit der Erf\u00fcllung im Laufe der Zeit, mit dem H\u00f6hepunkt zum Ende der Zeit in dieser Drangsal \u2013, sogar die Lehrer, die jetzt Matth\u00e4us 24 und Markus 13, diese in Vers 15 und Vers 14 jeweils lesen und sagen: \u201eDas passiert zum Ende der Zeit, das liegt noch in der Zukunft.\u201c Einige von ihnen sagen: \u201eLukas 21 handelt von 70 nach Christus, handelt von der Erf\u00fcllung, handelt von der Prophezeiung, die sich 70 nach Christus erf\u00fcllt, als die R\u00f6mer Jerusalem und den Tempel zerst\u00f6rten.\u201c<\/p>\n<p>Nur vorab gesagt: Es gibt, also es gibt auch, wie gesagt, wir haben am Anfang diese Unterscheidung, wenn ihr euch an die Tabelle erinnert, zwischen den Pr\u00e4teristen und Futuristen. Die Pr\u00e4teristen glauben sowieso, dass sich das alles \u00fcberwiegend im ersten Jahrhundert schon erf\u00fcllt hat. Ich rede nicht \u00fcber diese Kategorie von Gl\u00e4ubigen, sondern ich rede von Futuristen, also die, die genauso das glauben, wie wir eigentlich glauben, die sogar \u00fcber Matth\u00e4us 24 und Markus 13 sagen, dass das in der Zukunft geschieht, sagen aber: \u201eLukas 21, 20 bis 24 unterscheidet sich derartig von Matth\u00e4us und Markus, dass sie glauben, dass nur dieser Abschnitt von den drei Evangelien, nur dieser Abschnitt, verglichen mit den Parallelen zu Matth\u00e4us 24 und Markus 13, sich um die Erf\u00fcllung in 70 nach Christus handelt.\u201c Ich pers\u00f6nlich bin nicht dieser Meinung. Ich glaube, dass auch Lukas 21, 20 bis 24 sich auf die Drangsal zum Ende, genauso wie Matth\u00e4us und Markus, handelt. Und im Laufe dieses Textes und vor allem am Ende, weil zuerst m\u00fcssen wir den Text verstehen und danach kann ich euch besser erkl\u00e4ren, wieso die einen das eine und ich das andere glaube. Deswegen m\u00f6chte ich euch nur vorab einmal gesagt haben, was insbesondere Lukas angeht, gibt es auch unter denen, die diesen allgemeinen Text \u00e4hnlich auslegen, wie wir, unterschiedliche Meinungen, wann sich Lukas 21, 20 bis 24 erf\u00fcllt. Einige sagen, der Rest von Lukas in diesem Abschnitt ist genauso \u00fcber die Zeit hindurch und in der Endzeit, nur 20 bis 24 handelt von 70 nach Christus, w\u00e4hrend Matth\u00e4us 24 und Markus 13 auch in der Zukunft liegen. Aber ich glaube, dass auch Lukas 21 bis 24 die Endzeit, die Drangsal am Ende der Zeit, beschreibt. Nur um diesen Unterschied einmal festzuhalten, wieso das eine und das andere, das werden wir im Laufe dieser Texte sehen, und vor allem am Ende werde ich noch einmal einen Vergleich ziehen, einfach damit wir den \u00dcberblick haben. Ich werde diesen Text jetzt aber erstmal so erkl\u00e4ren, wie ich ihn auch verstehe, und zwar so, dass das Parallel auch wirklich das Ereignis, das beschrieben wird, dasselbe ist wie in Matth\u00e4us 24 und Markus 13.<\/p>\n<p>So, jetzt, also es war eine Voraberkl\u00e4rung, jetzt k\u00f6nnen wir in den Text einsteigen. Was ist das unmittelbare Zeichen, das Jesus seinen J\u00fcngern gibt, um anzudeuten, wann sich all ihre endzeitlichen Vorstellungen erf\u00fcllen? Das ist die Frage, die sich hier die ganze Zeit durch diesen Text durchzieht. Er hat erst etwas allgemeinere Zeichen gegeben, Zeichen, die \u00fcber die Zeit intensiver und h\u00e4ufiger werden, und wie gesagt, dem stimmen alle zu, die unsere Auslegungsrichtung haben. Und jetzt kommt er zu diesem unmittelbaren Zeichen, und das unmittelbare Zeichen in Lukas ist, dass Jerusalem von <b>Heerscharen umzingelt<\/b> sein wird. Jerusalem wird also unter Angriff stehen von einer Armee, sie wird umzingelt sein, sie wird belagert sein, und das ist das Zeichen. Dann erkennt, dass seine Verw\u00fcstung nahe gekommen ist. Das ist das eine Kennzeichen, der eine Identifikator, der deutlich macht: \u201eJetzt ist es soweit.\u201c Jetzt, weil man kann nicht auf jedes Erdbeben, auf jede Hungersnot, auf jede Naturkatastrophe hinblicken und sagen: \u201eJetzt ist es soweit\u201c, weil das Zeichen sind, wie wir gesagt haben, wie Geburtswehen, die immer wieder kommen, die immer wieder, die gegen Ende h\u00e4ufiger und intensiver werden. Wir k\u00f6nnen nicht auf eine bestimmte Naturkatastrophe hinsagen: \u201eDas ist jetzt das eindeutige Zeichen, dass die Endzeit da ist.\u201c Aber jetzt haben wir dieses eindeutige Kennzeichen: die Belagerung und die Umzingelung von Jerusalem. Und wie gesagt, ich sehe das parallel zu Matth\u00e4us 24 und 13, und das m\u00f6chten wir uns heute anschauen: \u201eWenn ihr nun den Greuel der Verw\u00fcstung, von dem durch Daniel den Propheten geredet ist, an heiliger St\u00e4tte stehen seht.\u201c<\/p>\n<p>Das Kennzeichen, dass Jerusalem von Heerscharen umzingelt wird, ist nicht so schwer zu erkl\u00e4ren, das ist eine Armee, die Jerusalem umzingelt. Das geschah 70 nach Christus, das geschah auch im zweiten Jahrhundert, nach dem Bar-Kochba-Aufstand der Juden, wurde Jerusalem wieder zerst\u00f6rt. Es geschah um das elfte Jahrhundert bei den ersten Kreuzz\u00fcgen, da wurde Jerusalem belagert und dann erobert. Es geschah im 15. oder 16. Jahrhundert, als das Osmanische Reich Jerusalem angegriffen und erobert hat. Jerusalem hat das \u00f6fter erlebt, seitdem Jesus das gesagt hat, dass es von einer Armee umzingelt war. Das konkretere, eindeutigere Zeichen ist uns in den Parallelen in Matth\u00e4us und Markus gegeben, n\u00e4mlich den <b>Greuel der Verw\u00fcstung<\/b>, und Matth\u00e4us macht es ganz deutlich: \u201edurch Daniel den Propheten geredet ist, wenn dieser an heiliger St\u00e4tte steht.\u201c Die heilige St\u00e4tte ist nat\u00fcrlich der Tempel, und wenn dort der Greuel der Verw\u00fcstung steht, von dem Daniel geredet hat, das ist das unmittelbare Kennzeichen. Dann wisst ihr: \u201eJetzt ist es wirklich soweit.\u201c Das ist das unverkennbare Zeichen, dass das Ende und all ihre endzeitliche Vorstellung, das Auftreten des Menschen, sondern das Aufrichten des Reiches, all das nun erf\u00fcllt wird, nun geschieht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Greuel der Verw\u00fcstung<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und so m\u00f6chten wir zum Propheten Daniel gehen und verstehen, was dieser Greuel der Verw\u00fcstung denn ist, was dieses unmittelbare Kennzeichen denn ist, wovon Jesus hier redet und was all diese Ereignisse, die jetzt dann folgen, eben wie ein, man k\u00f6nnte sagen, es ist wie ein Startschuss, ein Startschuss f\u00fcr all diese Ereignisse, die Jesus hier anspricht. Der Greuel der Verw\u00fcstung. Und dazu sehen wir uns dann diese Begrifflichkeiten an: die Drangsal, die gro\u00dfe Drangsal, Begrifflichkeiten, die ich auch schon verwendet habe, aber wir m\u00f6chten sie dann durch das heutige Studium der Schrift auch definieren.<\/p>\n<p>Kommen wir zu Daniel und zu dem Kapitel, wo dieser Begriff vorkommt, zumindest auch das erste Mal vorkommt in Daniel. Insgesamt kommt dieser Begriff dreimal im Buch Daniel vor, der <b>Greuel der Verw\u00fcstung<\/b>. Daniel, aber wir beginnen nicht bei dem Vers, wo das kommt, sondern wir beginnen am Beginn des Kapitels, damit wir den \u00dcberblick haben und den Zusammenhang. Daniel Kapitel 9, Verse 1 bis 2: \u201eIm ersten Jahr des Darius, des Sohnes des Ahasveros, vom Geschlecht der Meder, der \u00fcber das Reich der Chald\u00e4er K\u00f6nig geworden war, im ersten Jahr seiner K\u00f6nigsherrschaft achtete ich, Daniel, in den Buchrollen auf die Zahl der Jahre, \u00fcber die das Wort des Herrn zum Propheten Jeremia geschehen war, dass n\u00e4mlich 70 Jahre \u00fcber den Tr\u00fcmmern Jerusalems dahingehen sollte.\u201c<\/p>\n<p>Zusammenhang: Wir sehen den Propheten Daniel, und nur um noch mal den geschichtlichen Zusammenhang zu geben: Nachdem das K\u00f6nigreich Juda von K\u00f6nig Nebukadnezar, dem K\u00f6nig von Babel, erobert worden ist, Jerusalem und der Tempel zerst\u00f6rt worden sind, und viele Juden in Gefangenschaft ins Exil nach Babel verschleppt worden sind. Daniel ist einer dieser Verschleppten, und im Laufe seines Lebens wird er zu einem Berater, einem Deuter von K\u00f6nig Nebukadnezar und folgenden babylonischen K\u00f6nigen, und befindet sich aber eben in dieser Zeit der Gefangenschaft im babylonischen Exil. Und in Kapitel 9 ist einige Zeit vergangen, seitdem das Exil begonnen hat, und Daniel erforscht den Propheten Jeremia, und dort findet er, dass die babylonische Gefangenschaft 70 Jahre lang andauern sollte. Wir lesen davon in Jeremia Kapitel 25, Vers 11, und das ist vermutlich die Stelle, die Daniel gesehen hat, als er hier auf die 70 Jahre gekommen ist. Wieso 70 Jahre Bestrafung? Diese 70 sind auch wichtig, denn wir lesen davon, dass Juda, das K\u00f6nigreich Juda, f\u00fcr ihre S\u00fcnden, f\u00fcr ihren Abfall von Gott bestraft wurde, ganz klar f\u00fcr den G\u00f6tzendienst, f\u00fcr die Hurerei, den Abfall von Gott insgesamt. F\u00fcr all die Dinge wurden sie bestraft. Wir sehen aber auch, dass diese Zahl der 70 Jahre des Exils auch eine gewisse Bedeutung hat. N\u00e4mlich, wenn wir 2. Chronik Kapitel 36, Vers 21 lesen, erkennen wir hier, woher diese Zahl auch kommt mit den 70 Jahren. 2. Chronik Kapitel 36, das ist ja quasi das letzte Kapitel der geschichtlichen B\u00fccher, sondern eher das letzte Kapitel der K\u00f6nigsb\u00fccher sozusagen. 2. Chronik Kapitel 36, wo nicht nur das babylonische Exil beginnt zum Kapitel 36, sondern wir lesen in Kapitel 36 auch schon vom Ende vom babylonischen Exil. Aber davor lesen wir hier in Vers 21, von 20b kann man lesen: \u201eUnd sie mussten ihm und seinen S\u00f6hnen, also dem K\u00f6nig von Babel, als Knechte dienen, bis das K\u00f6nigreich der Perser zur Herrschaft kam.\u201c Auch Daniel ist als Sklave, als Gefangener dort gelangt und musste dienen, bis zur Herrschaft der Perser. \u201eDamit erf\u00fcllt wurde das Wort, das durch den Mund Jeremias, bis das Land seine Sabbate ersetzt bekam. All die Tage seiner Verw\u00fcstung hatte es Ruhe, bis 70 Jahre voll waren.\u201c Hier ist also, sie wurden f\u00fcr alle ihre S\u00fcnden bestraft, ja, aber hier ist auch \u00fcber die Dauer die Rede, die 70 Jahre sollte dem Land die Sabbate ersetzen, die es nicht bekommen hat. Wovon ist hier die Rede? Im Alten Testament, ihr habt die Stellen in eurem Handout, 3. Mose Kapitel 25 und Kapitel 26 \u2013 ich sehe gerade, da ist eine 333 statt einer 33 aufgetaucht. Aus diesen Kapiteln gab es das Gebot im Alten Testament in Israel, dass Israel sechs Jahre lang die Felder bebauen, s\u00e4en und ernten sollte, aber das siebte Jahr sollten sie nicht an ihrem Feld arbeiten, keine Ernte von ihrem Feld lesen. Das wurde genannt: das <b>Sabbatjahr<\/b>, ein Jahr der Ruhe f\u00fcr das Land. Also sechs Jahre lang s\u00e4en und ernten, das siebte Jahr sollte das Land Ruhe haben. Und dann gab es sogar, wenn ihr dieses Kapitel lest, dann gibt es das <b>Jubeljahr<\/b>, das 50. Jahr nach sieben Sabbatjahren, sieben mal sieben, 49. Und darum geht es unter anderem, wenn Gott hier das Volk bestraft. Die Dauer ist hier bestimmt durch die Sabbate, die das Land Ruhe bekommen sollte. Wenn wir also nachdenken: 70 Jahre lang war das Volk im Exil, und es hat dadurch alle Sabbatjahre ersetzt bekommen, und das Land diese Ruhe. Dann wissen wir ja, dass also 70 mal sieben, denn jedes siebte Jahr war ein Sabbatjahr, 70 mal sieben, 490 Jahre lang haben die Israeliten das Sabbatjahr nicht beachtet. Und daf\u00fcr brauchte es 70 Jahre, wo das Land Ruhe hatte, wo Israel und Juda nicht im Land waren, sodass das Land diese Jahre ersetzt bekommen hat.<\/p>\n<p>Keine Sorge vor der Mathematik, so viel komplizierter sollte es nicht werden, aber wir brauchen die Multiplikation von sieben, weil sie hier wichtig sind. 70 mal sieben haben wir hier also zum Beginn des Kapitels. Wenn Daniel \u00fcber diese 70 Jahre der Gefangenschaft nachdenkt, haben wir also wieder diesen Hintergrund, den Hintergrund der Sabbatjahre, den Hintergrund dieser sieben Jahresperiode, die zehnmal quasi nicht beachtet worden ist, 490 Jahre lang nicht beachtet worden ist, und die jetzt eben am St\u00fcck auf einmal erf\u00fcllt wird, w\u00e4hrend das Volk im Exil ist. Und nach diesen 70 Jahren wissen wir ja, wie die Geschichte weitergeht: Die Juden kehrten zur\u00fcck, nachdem das Land seine Ruhe ersetzt bekommen hat. Daniel erkennt das also und beginnt daraufhin, ein Gebet zu sprechen. Und wenn ihr Zeit habt und das Thema Gebet studieren wollt, dann studiert dieses Gebet. Es ist eines der sch\u00f6nsten Gebete, die wir in der ganzen Schrift haben. Es ist ein Gebet, an dem wir so viel lernen k\u00f6nnen, wie wir beten sollen, vor allem wenn wir unsere S\u00fcnden bekennen. Es ist ein Gebet, das Gott um das bittet, was er bereits verhei\u00dfen hat, dass er tun wird. Und so oft sollte unser Gebet auch genau das sein. Daniel wei\u00df, dass nach 70 Jahren Gott Israel wieder zur\u00fcckbringen wird. Obwohl er das wei\u00df, betet er genau f\u00fcr das, was Gott auch verhei\u00dfen hat. Aber ich m\u00f6chte nicht zu viel auf das Gebet selbst eingehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Daniels Prophezeiung der 70 Wochen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Springen wir zu Vers 24. Kapitel 9, Daniel Kapitel 9, Vers 24: \u201e70 Wochen sind \u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluss zu bringen und den S\u00fcnden ein Ende zu machen und die Schuld zu s\u00fchnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuf\u00fchren und Vision und Propheten zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.\u201c So sollst du denn erkennen und verstehen: \u201eVon dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem F\u00fcrsten, sind es 7 Wochen und 62 Wochen. Und Platz und Stadtgraben werden wieder hergestellt und gebaut sein, und zwar in der Bedr\u00e4ngnis der Zeiten. Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden. Und das Volk eines kommenden F\u00fcrsten wird die Stadt und das Heiligtum zerst\u00f6ren, und sein Ende ist in seiner \u00dcberflutung, und bis zum Ende ist Krieg, fest beschlossener Verw\u00fcstungen. Und stark machen wird er einen Bund f\u00fcr die Vielen, eine Woche lang, und zur H\u00e4lfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufh\u00f6ren lassen. Und auf dem Fl\u00fcgel von Greueln kommt ein Verw\u00fcster, bis fest beschlossene Vernichtung \u00fcber den Verw\u00fcster ausgegossen wird.\u201c<\/p>\n<p>Hier haben wir nun unseren Begriff des Greuels der Verw\u00fcstung. Jetzt als Antwort auf Daniels Gebet sendet Gott Gabriel. Gabriel ist einer der Engel, dessen Name uns gegeben ist. Neben Gabriel haben wir auch Michael, der sp\u00e4ter in dem Buch Daniel auftauchen wird. Einer der wenigen Namen f\u00fcr Engel, die wir haben. Er kommt in der Form, ja, wie ein Mann, in der Form eines Mannes kommt er zu Daniel, und wir sehen, dass in Vers 20, w\u00e4hrend er das alles redet, kommt der Gabriel und r\u00fchrt ihn an. Und in Vers 23 lesen wir: \u201eAm Anfang deines Flehens ist ein Wort ergangen, und ich bin gekommen, um es dir mitzuteilen. Denn du bist ein viel Geliebter. So achte nun auf das Wort und verstehe die Erscheinung.\u201c Gabriel wird also von Gott gesendet, um Daniel die Zukunft seines Volkes, die Zukunft des Volkes Israels, zu offenbaren.<\/p>\n<p>Und womit beginnt das? Vers 24: \u201e70 Wochen sind \u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt bestimmt.\u201c Es geht um das Volk Daniels, es geht um Israel, es geht um die Juden und \u00fcber deine heilige Stadt, es geht um Jerusalem. 70 Wochen ist hier die Rede. Es wird so oft als Wochen \u00fcbersetzt, wirklich steht hier aber quasi 70 Sieben. Dieses Wort, was hier mit Wochen \u00fcbersetzt wird, ist ein Wort, das f\u00fcr eine Einheit von sieben steht. Meistens ist das eine Einheit von sieben Tagen, deswegen wird es als Woche \u00fcbersetzt. Wir haben aber auch Stellen, wo das Wort w\u00f6rtlich einfach mit \u201esieben\u201c \u00fcbersetzt wird, weil das, wie gesagt, das wortw\u00f6rtliche Wort, das hier steht, ist \u201esieben\u201c. <b>70 Sieben<\/b>, 70 Einheiten von sieben. Und der Zusammenhang bestimmt nat\u00fcrlich, was diese sieben Einheiten, was die Einheit dieser sieben sind. Meistens sind es Tage, aber rein von dem w\u00f6rtlichen her kann es auch Monate oder Jahre bedeuten. Es sind einfach 70 Einheiten von sieben. Und in diesem Zusammenhang ist das eine Einheit von Jahren, von sieben Jahren. Deswegen, vielleicht habt ihr das schon mal geh\u00f6rt, redet man bei dieser Stelle oft von <b>Jahrwochen<\/b>. Eine Woche steht f\u00fcr sieben Jahre, denn es sind ja 70 Wochen, sprich 70 Sieben, dann sind es 70 mal sieben Jahre. Also die Einheit hier sind Jahre, eine Woche steht f\u00fcr sieben, also sind sieben Jahre und es sind also 70 Wochen. Das passt ganz gut zu dem, was wir am Anfang von Kapitel 9 gesehen haben. Da hatten wir auch diese Einheiten von sieben Jahren, die Sabbatjahre, mit denen, die ersetzt bekommen werden sollten. Da hatten wir auch alle sieben Jahre diese Einheit von sieben Jahren, die zusammen in diesen 70 Jahren, die zehnmal sieben, 70 Jahre im Exil, erf\u00fcllt worden sind. Das hei\u00dft, was Gabriel hier, Daniel, von Gott beauftragt, offenbart, beschreibt einen Zeitraum von 70 mal sieben, also <b>490 Jahren<\/b>, die das Volk Israel und Jerusalem betreffen: \u201e\u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt.\u201c Und wenn wir diese Sachen durchgehen, dann wird ganz schnell deutlich, dass diese Einheit von sieben, die hier mit Wochen \u00fcbersetzt wird, auch nur Jahre bedeuten kann, weil sonst passen die Dinge auch \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>70 Wochen sind \u00fcber dein Volk bestimmt, und dann haben wir in Vers 24 dieses \u201eUm\u201c. Umzu ist immer ein, es hat einen Zweck, es ist ein Nebensatz des Zwecks, ein Finalsatz. Umzu. Und was ist der Zweck, also was ist das Ziel dieses Zeitraums? Sechs Ziele, die erf\u00fcllt werden sollen durch diesen Zeitraum:<\/p>\n<ol start=\"1\">\n<li><b>Das Verbrechen zum Abschluss bringen.<\/b> Es geht darum, Israels S\u00fcnden und Abfall Einhalt zu bieten. Dieser st\u00e4ndige Zyklus, den wir in der ganzen Geschichte Israels hindurch sehen, durchsehen von der W\u00fcste \u00fcber die Richterzeit, \u00fcber die K\u00f6nige. Ja, wenn wir das lesen und ihr das durchlest, ging es euch sicherlich auch so, wie oft soll noch derselbe Zyklus passieren? Immer wieder dasselbe. Sogar bis in die Zeit Jesu. Sie beten keine G\u00f6tzen mehr an, aber sie t\u00f6ten ihren Messias. Und so geht dieser Zyklus von Israel immer und immer von S\u00fcnden und Abfall von Gott. Aber am Ende dieses Zeitraums von 70 Jahren wird Gott dem Verbrechen, dem Abfall Israels Einhalt bieten. Er wird es zu einem Ende bringen.<\/li>\n<li><b>Den S\u00fcnden ein Ende machen.<\/b> Zweitens, das bedeutet einfach die S\u00fcnden endg\u00fcltig zu richten. Sowohl Israels S\u00fcnden, aber prim\u00e4r nat\u00fcrlich Israels S\u00fcnden, aber ich glaube, das kann man auch auf alle S\u00fcnden und alle Ungerechtigkeit \u00fcbertragen. Ein Ende zu machen.<\/li>\n<li><b>Die Schuld zu s\u00fchnen.<\/b> Das Wort \u201es\u00fchnen\u201c kommt im Alten Testament ganz oft vor. Es hat die Idee des \u00dcberdeckens. \u00dcberdecken von Schuld durch ein Opfer, durch das Blut eines Opfers. Ohne Blutvergie\u00dfen gibt es keine Vergebung der S\u00fcnden, die Schuld zu s\u00fchnen, damit Vergebung erm\u00f6glicht wird.<\/li>\n<li><b>Eine ewige Gerechtigkeit einzuf\u00fchren.<\/b> Israel soll nicht mehr in S\u00fcnden, sondern in Ordnungen Gottes in ewiger Gerechtigkeit leben. Eine ewige Gerechtigkeit soll eingef\u00fchrt werden. Wir haben erstens gesehen, ihrem Abfall soll Einhalt geboten werden. Und jetzt haben wir viertens nicht nur der Stopp der S\u00fcnden, der Abschluss ihrer Verbrechen, sondern wirklich das Leben in Gerechtigkeit soll eingef\u00fchrt werden. Das ist doch auch, was wir in den Propheten lesen: Hesekiel 36, Jeremia 31. Gott wird Israel ver\u00e4ndern. Er wird sie wiederherstellen, so dass sie in seinen Ordnungen leben. Hesekiel 36: \u201eIch werde euch meinen Geist geben. Ich werde euch mit meinem Wasser sprengen. Und ihr werdet mein Volk sein, und ihr werdet in meinen Ordnungen leben.\u201c Auch Jeremia 31, dieser neue Bund: \u201eNicht einer wird den anderen mehr lernen m\u00fcssen, erkenne Gott, sondern ihr werdet mich selbst erkennen, weil ich mein Gesetz in euer Herz hineinschreibe.\u201c Eine ewige Gerechtigkeit einf\u00fchren. Israel wird nicht mehr in S\u00fcnden, sondern in Gerechtigkeit und in Ordnungen Gottes leben. Als verwandelte Menschen, als transformierte Menschen.<\/li>\n<li><b>Vision und Propheten zu versiegeln.<\/b> Alle Prophetien \u00fcber Israel werden sich erf\u00fcllt haben, sodass keine weitere Offenbarung mehr n\u00f6tig ist. All das, was wir lesen in den Propheten. Alles, was Israel betrifft, was wir lesen im Wort Gottes. Es wird Vision und Propheten versiegelt werden. Sie werden zu einem Schluss kommen, zu einem Ende kommen, weil sich alles erf\u00fcllt haben wird. Merkt ihr, wieso das alles eben auch Jahrwochen sind, wieso das alles dieser gr\u00f6\u00dfere Zeitraum ist, weil das hat sich alles noch nicht erf\u00fcllt.<\/li>\n<li><b>Ein Allerheiligstes zu salben.<\/b> Das Allerheiligste ist nat\u00fcrlich das Allerheiligste im Tempel, im Tempel von Jerusalem. Eine finale Einweihung des Allerheiligsten, des Tempels.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sechs Ziele hat dieser Zeitraum. Teilweise, und das k\u00f6nnen wir durch das Kommen unseres Herrn Jesus, durch sein erstes Kommen sehen, teilweise haben sie sich beim ersten Kommen Jesu erf\u00fcllt, aber vollst\u00e4ndig werden sie sich erst mit seinem zweiten Kommen erf\u00fcllen. Allein anhand dieser sechs Ziele, wir k\u00f6nnen sehen, es ist doch nicht erf\u00fcllt. Es wird sich erf\u00fcllen in der Zukunft, wenn der Herr Jesus Christus wiederkommen wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die 69 Wochen und der Messias<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Also, 70 Wochen, Jahrwochen, 490 Jahre, das sind die Ziele, Vers 25: \u201eVon dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, sind es 7 Wochen und 62 Wochen.\u201c Ich wei\u00df nicht genau, wie es in eurer \u00dcbersetzung \u00fcbersetzt ist, diese 67 Wochen, die Punktsetzung kann anders sein. Am besten ist das zu lesen: \u201ebis zu einem Gesalbten, einem F\u00fcrsten, sind es 7 Wochen und 62 Wochen.\u201c Also insgesamt <b>69 Wochen<\/b>, die aber in zwei Phasen unterteilt sind. Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, das ist also der Startpunkt, der Startschuss von dieser Zeitraum von 490 Jahren. Was ist der Startpunkt? \u201eals das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen.\u201c Bis zu einem Gesalbten, einem F\u00fcrsten, sind es 7 Wochen und 62 Wochen. Wir haben also 7 Wochen, und wir sagen also, das sind 49 Jahre, 7 mal 7, und 62 Wochen, 62 mal 7, 434 Jahre. Insgesamt einen ersten Zeitraum von <b>483 Jahren<\/b>, die unterteilt sind, sind einmal 7 Jahre und einmal 62 Jahre. Und nach dieser 483 Jahre, nachdem der Auftrag geschehen ist, Jerusalem wieder aufzubauen, bis zu einem Gesalbten, und das Wort, das dort steht, ist Messias. In manchen Bibel\u00fcbersetzungen ist es auch einfach als Messias \u00fcbersetzt. Ich glaube, in der tamilischen Bibel\u00fcbersetzung ist das einfach als Messias \u00fcbersetzt, einen F\u00fcrsten. Von dem Start, wo Jerusalem, von dem Wort, als der Auftrag ergeht, Jerusalem wieder aufzubauen, bis zu Jesus, bis zum Messias \u2013 ja, Messias ist nur die hebr\u00e4ische Form von Christus \u2013 sind es 483 Jahre.<\/p>\n<p>Wann wurde dieser Auftrag gegeben? Wir wissen, in Esra wurde der Auftrag gegeben, den Tempel zu bauen, das war aber noch nicht die Stadt wieder aufzubauen, sondern nur den Tempel. Den Auftrag, die Stadt wieder aufzubauen, hat Nehemia bekommen. Nehemia Kapitel 2, gehen wir ganz kurz zu Nehemia Kapitel 2. Nehemia Kapitel 2. In Vers 1 haben wir auch ein Datum gegeben: \u201eIm Monat Nisan, im 20. Jahr des K\u00f6nigs Artaxerxes.\u201c Das ist der griechische Name f\u00fcr ihn, also Artaxerxes. Nehemia war sein Mundschenk, er stand vor ihm und er reichte ihm den Wein, aber war traurig gewesen. Der K\u00f6nig fragt ihn in Vers 2, warum er so traurig ist, und Vers 3, Nehemia Kapitel 2, Vers 3: \u201eUnd ich sagte zum K\u00f6nig: Der K\u00f6nig lebe ewig! Warum sollte mein Gesicht nicht traurig aussehen, wo doch die Stadt, die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte meiner V\u00e4ter, ver\u00f6det daliegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind?\u201c Und der K\u00f6nig sagte zu mir: \u201eUm was also bittest du?\u201c Da betete ich zu dem Gott meines Himmels und sagte dann zum K\u00f6nig: \u201eWenn es dem K\u00f6nig gef\u00e4llt und wenn dein Knecht wohlgef\u00e4llig vor dir ist, so wolltest du mich nach Juda senden zu der Stadt der Gr\u00e4ber meiner V\u00e4ter, damit ich sie wieder aufbaue.\u201c Da sagte der K\u00f6nig zu mir, und die K\u00f6nigin sa\u00df neben mir: \u201eWie lange wird deine Reise dauern und wann wirst du zur\u00fcckkehren?\u201c Und es war wohlgef\u00e4llig vor dem K\u00f6nig, sodass er mich sandte, und ich gab ihm eine Zeit an. Nehemia erh\u00e4lt erst den Auftrag zum Wiederaufbau Jerusalems. Wir sehen hier, dass es traurig ist, weil Jerusalem noch ver\u00f6det daliegt. Und unter dem K\u00f6nig Artaxerxes oder Artaxerxes, und wir k\u00f6nnen das anhand der biblischen Daten und auch der au\u00dferbiblischen Quellen datieren, war das ca. <b>444 v. Chr.<\/b>, ging dieser Auftrag an Nehemia. Und wenn wir von 444 v. Chr. 483 Jahre in die Zukunft rechnen, landen wir im Jahr <b>30 n. Chr.<\/b> Wir landen ziemlich genau in dem Jahr, in dem Jesus h\u00f6chstwahrscheinlich gekreuzigt wurde, 30 n. Chr., und in Jerusalem eingezogen ist.<\/p>\n<p>Wir hatten einmal eine Jugendstunde, und wenn man die Tage nimmt, statt nur die Jahre, sondern die Tage nimmt. Der Tage, an dem dieser Befehl erging, und dann die 483 Jahre in Tage aufteilt, in Anzahl von Tagen. Und dann, ihr m\u00fcsst bedenken, die Jahre, ein Jahr damals hatte nur 360 Tage, nicht 365 Tage. Wenn man da genau die Tage bestimmt, und das haben wir mal gemacht, ich kann es selber euch nicht vorrechnen, das haben wir einmal gemacht, kann man es fast genau auf den <b>Einzug von Jesus nach Jerusalem<\/b> datieren. Wenn man eben diese gewissen Annahmen trifft und diese Tage sich anschaut. So genau hat Daniel Jahrhunderte vorher die Offenbarung bekommen, wann Jesus der Messias auftreten wird. Aber wenn man diesen Sch\u00e4tzungen mit den Tagen glaubt, dann waren es sogar auf den Tag genau der Einzug von Jesus in Jerusalem. Dieser triumphalen Einzug, den wir uns vor einigen Wochen in der Predigt angeschaut haben. Diese ersten 69 Wochen, diese 483 Jahre, sind in zwei Abschnitte geteilt. Erstmal haben wir sieben, wir haben ja sieben und 62, und die ersten sieben Jahrwochen, also die 49 Jahre, k\u00f6nnten sich auf den Wiederaufbau von Jerusalem unter Nehemia bis zum Ende des Alten Testaments erstrecken. Denn wir haben ja in Daniel Kapitel 9, es geht ja danach weiter: \u201eUnd Platz und Stadtgraben werden wieder hergestellt und gebaut sein, und zwar in der Bedr\u00e4ngnis der Zeiten.\u201c Das beschreibt ja genau die Zeit von Nehemia. Auch in unserem Plan haben wir vor Kurzem Nehemia gelesen und gesehen, unter welcher Bedr\u00e4ngnis sie Jerusalem und die Mauern gebaut haben, aber wie der Herr ihnen Erfolg geschenkt hat. Das k\u00f6nnte diese Einteilung in die sieben und 62 betreffen. Also die ersten sieben, 49 Jahre, beschreiben diesen Wiederaufbau Jerusalems bis zum Ende des Alten Testaments quasi. Und danach folgen die 62 Wochen, die restlichen 434 Jahre bis zum Auftreten des Messias, bis zum Auftreten von Jesus. Also 70 Jahre, also Jahrwochen, 490 Jahre, die ersten 49 Jahre Wiederaufbau Jerusalems, circa bis zum Ende des Alten Testaments, sprich zum Dienst von Maleachi. Und dann weitere 434 Jahre bis Jesus der Messias auftritt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die 70. Jahrwoche und die gro\u00dfe Drangsal<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann kommen wir zu Vers 26. Vers 26: \u201eUnd nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter\u201c, Gesalbter ist das Wort Messias, \u201eund nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden.\u201c Der Tod von Jesus wird nach diesen 69 Wochen, da steht 62 mit den sieben dazu, insgesamt 69, wird nach insgesamt 69 Wochen stattfinden. Daniel hat das Jahrhunderte vorher ziemlich genau vorhergesagt, wann Jesus get\u00f6tet wird, nach diesen 69 Jahren. Jesus der Messias wird ausgerottet werden und keine Hilfe finden. Und dann sehen wir: \u201eUnd das Volk eines kommenden F\u00fcrsten wird die Stadt und das Heiligtum zerst\u00f6ren.\u201c Das Volk eines kommenden F\u00fcrsten, also nicht der F\u00fcrst selbst, der F\u00fcrst kommt sp\u00e4ter, aber das Volk dieses F\u00fcrsten. Dasselbe Volk, aus dem dieser F\u00fcrst dann eines Tages hervortreten wird, wird die Stadt und das Heiligtum zerst\u00f6ren. Und welches Volk ist das? Es ist das Volk der R\u00f6mer. Es sind die R\u00f6mer, die Jerusalem und den Tempel zerst\u00f6ren, <b>70 n. Chr.<\/b> Nicht der F\u00fcrst selbst, sondern das Volk dieses F\u00fcrsten. \u00dcber den F\u00fcrsten werden wir gleich reden. Aufbau Jerusalems wird vorausgesagt. 69 Jahrwochen sp\u00e4ter stirbt Jesus, der Gesalbte, er wird ausgerottet und findet keine Hilfe nach diesen 69 Wochen. Und nach diesen 69 Wochen wird auch die Stadt und das Heiligtum zerst\u00f6rt, von diesem Volk eines kommenden F\u00fcrsten, von den R\u00f6mern. Es erf\u00fcllt sich 70 n. Chr.<\/p>\n<p>Und dann kommen wir zu Vers 27: \u201eUnd stark machen wird er einen Bund f\u00fcr die Vielen, eine Woche lang.\u201c 70 Wochen waren es, 69 Wochen sind schon vergangen, was bleibt \u00fcbrig, noch eine Woche. Eine Woche, eine Jahrwoche bleibt noch \u00fcbrig. Ein Zeitraum von <b>sieben Jahren<\/b> bleibt in diesem gesamten von 490 Jahren, bleibt noch ein Zeitraum, ein Abschnitt von sieben Jahren \u00fcbrig. Und es gibt nur zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder folgte die 70. Jahrwoche unmittelbar auf die 69. Also wenn wir 30 n. Chr. landen mit dem Ende der 69., dann endete sie circa 37 n. Chr. Das macht aber \u00fcberhaupt keinen Sinn, weil die Dinge, die jetzt in Vers 27 die Rede sind, haben sich nicht in dem Zeitraum zwischen 30 und 37 erf\u00fcllt. Und es ist auch sonst nichts Signifikantes in diesem Zeitraum passiert mit Israel oder mit den Juden, das auf diese Zeitspanne treffen w\u00fcrde. Wenn also die 70. nicht unmittelbar auf die 69. gefolgt ist, liegt die <b>70. Jahrwoche noch in der Zukunft<\/b>. Es gibt eine unbestimmte Zeitspanne zwischen der 69. und 70. Jahrwoche. Und f\u00fcr die, die wir, wenn ihr das Alte Testament lest, die Prophetien des Alten Testaments lest, dann ist das, und ich habe es auch in der Predigt immer wieder mal erw\u00e4hnt, ist das nichts Neues, dass in der Prophetie Dinge, die unmittelbar aufeinander liegen, vom Text her eine Zeitspanne zwischen ihnen haben. Ich erinnere immer wieder an Lukas Kapitel 4, wo Jesus aus Jesaja 61 zitiert, bis zum Ausrufen des Gnadenjahres zitiert und mitten im Vers aufh\u00f6rt. Nach diesem Teil w\u00fcrde in Jesaja 61 der Tag der Rache kommen, aber Jesus zitiert diesen Vers nicht, er stoppt in der Mitte, weil zum Tag der Rache noch ein Abstand ist, eine Zeitspanne dazwischen, und er sagt nur, er sagt diese Worte, also das Gnadenjahr ausrufen ist vor euren Ohren erf\u00fcllt worden.<\/p>\n<p>Wir glauben also, die 70. Jahrwoche liegt noch in der Zukunft. Derjenige, der den Bund schlie\u00dfen wird, ist der kommende F\u00fcrst aus Vers 26. Wir haben also Vers 27: \u201eUnd stark machen wird er einen Bund f\u00fcr die Vielen, eine Woche lang.\u201c Wer ist dieser \u201eEr\u201c aus Vers 27? Ist es der Gesalbte Jesus? Nein, das macht keinen Sinn, denn Jesus hat auch keinen Bund f\u00fcr eine Woche oder eine siebenj\u00e4hrige Zeitperiode gemacht und hat auch nicht diesen Bund gebrochen, wie wir danach lesen werden, zur H\u00e4lfte der Woche, und wird das auch nicht tun. Der letzte \u201eEr\u201c, auf den das hier trifft, in Vers 26 ist der kommende F\u00fcrst, das Volk eines kommenden F\u00fcrsten. Das Volk, haben wir gesehen, sind die R\u00f6mer und ein kommender F\u00fcrst, ein F\u00fcrst, der letztendlich aus den R\u00f6mern kommen wird. Und wenn wir Daniel 2, Daniel 7 und all diese Stellen mit dazunehmen und Offenbarung, dann wissen wir, dass das Endreich des Antichristen und genau der, das ist diese Person, ein wiederhergestelltes, wiedererwecktes R\u00f6misches Reich sein wird. Wenn ich an die Statue von Nebukadnezar aus Kapitel 2 denke, das R\u00f6mische Reich waren schon die Beine. Dann kamen aber noch mal die F\u00fc\u00dfe, die gemischt waren aus Eisen und Ton. In Daniel 7 lesen wir davon, auch in der Offenbarung lesen wir davon. Der kommende F\u00fcrst wird in Daniel Kapitel 7 auch das kleine Horn genannt. In 2. Thessalonicher 2, Vers 3 wird der Mensch der Gesetzlosigkeit genannt. In Offenbarung 13 ist das Tier, das aufsteigt. Es ist der, den wir den <b>Antichristen<\/b> nennen. Dieser wird zu Beginn der sieben Jahre auftreten, und was wird er tun? Er wird Macht erlangen, sodass er die Welt in einem Reich unter seine Herrschaft bringt. Wie das R\u00f6mische Reich damals \u00fcber die damalige Welt geherrscht hat, wird es ein Reich unter einem F\u00fchrer geben, einem Herrscher, diesem Antichristen. Offenbarung 6, das erste Siegel wird ge\u00f6ffnet und dem Reiter des ersten Pferdes, des wei\u00dfen Pferdes, wird die Macht gegeben, zu siegen. Und er wird siegen und Macht an sich gelangen, auch in 2. Thessalonicher 2 lesen wir davon. Und wir sehen hier: \u201eEr wird einen Bund machen f\u00fcr die Vielen, eine Woche lang.\u201c Der Antichrist wird mit Israel einen Bund schlie\u00dfen, der sieben Jahre lang gelten soll. Israel wird diesen Antichristen erstmal annehmen, sie werden ihn als Besch\u00fctzer sogar gewisserma\u00dfen sehen. Jemand, der mit ihnen einen Bund schlie\u00dft f\u00fcr sieben Jahre. Diese sieben Jahre liegen noch bevor uns.<\/p>\n<p>Und jetzt kommen wir zu diesen Begriffsdefinitionen. Diese werden oft unter uns die <b>Drangsal<\/b> genannt. Manchmal gibt es unterschiedliche Definitionen, aber ich denke insgesamt \u00fcberwiegend ist die Definition, dass diese sieben Jahre, die letzte Jahrwoche, die 70. Jahrwoche, diese sieben Jahre werden die Drangsal genannt. Diese sieben Jahre liegen noch vor uns. Und die Katastrophen, die wir bisher gesehen haben, die Kriege, die Erdbeben, die Naturkatastrophen, die Seuchen, die Verfolgung, all diese Geburtswehen, die wir gesagt haben, jetzt haben wir diese \u00dcbungswehen, aber am Ende werden sie ihren richtigen H\u00f6hepunkt erhalten, das wird in diesen letzten sieben Jahren, in der h\u00f6chsten Intensit\u00e4t stattfinden, in dieser Zeit der Drangsal. Das ist auch die Zeit, wo wir die ersten f\u00fcnf Siegel aus Offenbarung Kapitel 6 sehen werden. Die ersten f\u00fcnf Siegel, genau, die ersten f\u00fcnf m\u00fcssen das gewesen sein. Ja, erschlie\u00dfen diese Zeit der Drangsal, die sieben Jahre, insbesondere die ersten dreieinhalb Jahre ein. Denn wir lesen Vers 27, wir lesen weiter: \u201eStark machen wird er einen Bund f\u00fcr die Vielen, eine Woche lang. Und zur H\u00e4lfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufh\u00f6ren lassen. Und auf dem Fl\u00fcgel von Greueln kommt ein Verw\u00fcster, bis fest beschlossene Vernichtung \u00fcber den Verw\u00fcster ausgegossen wird.\u201c Also diese 70. Jahrwoche, die letzten sieben Jahre, teilen sich in zwei Abschnitte. Wir haben die erste H\u00e4lfte und wir haben die zweite H\u00e4lfte. Die ersten dreieinhalb Jahre h\u00e4lt sich der Antichrist, h\u00e4lt sich dieser F\u00fcrst an den Bund mit Israel. Diese ersten dreieinhalb Jahre werden diese ersten f\u00fcnf Siegel aus der Offenbarung 6 einschlie\u00dfen, wo wir Naturkatastrophen, Seuchen und all diese Ereignisse haben werden, in der h\u00f6chsten Intensit\u00e4t. Aber dann, nach diesem ersten Abschnitt, kommen wir zum zweiten Abschnitt, zur zweiten H\u00e4lfte. Denn zur H\u00e4lfte der Woche, nach dreieinhalb Jahren also, bricht der Antichrist seinen Bund mit Israel. Er l\u00e4sst das regelm\u00e4\u00dfige Opfer, der Schlachtopfer und Speisopfer im Tempel aufh\u00f6ren. Und wir sehen: \u201eauf dem Fl\u00fcgel von Greueln kommt ein Verw\u00fcster.\u201c Ein Verw\u00fcster, der Greuel bringt, wird kommen. Und genau das ist das, worauf sich Jesus in Matth\u00e4us und Markus bezieht: Das <b>Greuel der Verw\u00fcstung<\/b>. \u201eAuf dem Fl\u00fcgel von Greueln wird ein Verw\u00fcster kommen.\u201c Was genau bedeutet, werden wir gleich sehen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte aber erst best\u00e4tigen, dass wir diese sieben Jahre und dann diese dreieinhalb Jahre immer und immer wieder finden. Und ihr werdet sehen, wie sich die Schrift miteinander wie ein Puzzle zusammensetzt. Wenn wir das sehen, wir haben Daniel Kapitel 7. Ich bin in dem kurzen Daniel Kapitel 7. Da wird auch der Antichrist beschrieben, dort in dem Bild von Tieren. Und wir haben nicht die M\u00f6glichkeit, das ganze Buch Daniel jetzt zu studieren. Aber wenn ihr Kapitel 2 anschaut, wenn ihr Kapitel 7 anschaut, beschreibt, dass die Weltreiche Babylon, Persien, Griechenland und Rom, und dann eben dieses f\u00fcnfte Reich, dieses wiederhergestellte, auch erweckte r\u00f6mische. Einmal in Form der Statue von Nebukadnezar, wisst ihr Gold, Silber, Bronze, Eisen und dann Ton und Eisen gemischt. Dann Kapitel 7 in Form von Tieren. Aber auch immer noch: Babylon, Persien, Griechenland, Rom und wieder das auferstandene Rom. Und es geht um die Bedeutung dieser Vision der Tiere in Daniel Kapitel 7. Ab Vers 19 lesen wir folgendes: \u201eDaraufhin wollte ich genaueres wissen \u00fcber das vierte Tier, das r\u00f6mische Reich, das vierte Tier, was Daniel gesehen hat, das von allen anderen verschieden war, au\u00dfergew\u00f6hnlich schreckenerregend, das Z\u00e4hne aus Eisen und Klauen aus Bronze hatte, das Fra\u00df zermalmte und den Rest mit seinen F\u00fc\u00dfen zertrat.\u201c \u201eUnd \u00fcber die zehn H\u00f6rner auf seinem Kopf\u201c, es hat also zehn H\u00f6rner, \u201eund \u00fcber das andere Horn\u201c, es gab ein Einhorn, das emporkam, \u201eund vor dem drei andere H\u00f6rner ausfielen.\u201c Dieses kleine Horn in Vers 20, das ist der Antichrist, die H\u00f6rner stehen f\u00fcr F\u00fcrsten, f\u00fcr K\u00f6nige. Und es gab dieses eine Horn, das emporkam, dar\u00fcber wollte er mehr wissen. \u201eUnd das Horn hatte Augen und einen Mund, der gro\u00dfe Worte redete, und sein Aussehen war gr\u00f6\u00dfer als das seiner Gef\u00e4hrten.\u201c Dieses eine Horn wird m\u00e4chtiger sein, gr\u00f6\u00dfer sein als die anderen. Das ist der eine K\u00f6nig oder der eine F\u00fcrst, der Antichrist. Und Vers 21: \u201eIch sah, wie dieses Horn gegen die Heiligen Krieg f\u00fchrte und sie besiegte, bis der Alte an Tagen kam und das Gericht an den Heiligen des H\u00f6chsten gegeben wurde.\u201c Also er ist der letzte Herrscher dieses letzten Reiches und er wird Krieg f\u00fchren gegen die Heiligen. Und Vers 23: \u201eEr sprach so: Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich wird auf Erden sein, das von allen anderen K\u00f6nigreichen verschieden sein wird. Es wird die ganze Erde auffressen, und die zehn H\u00f6rner bedeuten: Aus diesem K\u00f6nigreich werden sich zehn K\u00f6nige erheben.\u201c Also das mit den H\u00f6rnern, ich habe es mir nicht ausgedacht, der Text erkl\u00e4rt es selbst. \u201eUnd ein anderer wird sich nach ihnen erheben, das ist der eine K\u00f6nig, und dieser wird verschieden sein von den vorherigen, und er wird drei K\u00f6nige erniedrigen.\u201c Und jetzt kommen wir, Vers 25: \u201eUnd er wird Worte gegen den H\u00f6chsten reden und wird die Heiligen des H\u00f6chsten aufreiben.\u201c Er wird Worte reden gegen den H\u00f6chsten und er wird danach trachten, jetzt haben wir hier Festzeiten und Gesetz zu \u00e4ndern. \u201eUnd sie werden in seine Hand gegeben werden f\u00fcr eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.\u201c Passt es nicht zu Daniel 9? Er wird Speisopfer und Schlachtopfer aufh\u00f6ren lassen. Hier in Daniel 7: \u201eEr wird Feste und Zeiten \u00e4ndern.\u201c Er wird gro\u00dfe Dinge gegen Gott reden, haben wir nicht in 2. Thessalonicher 2 geredet, der Mann des Verderbens, der Ungerechtigkeit. Er wird sich selbst erheben, sogar \u00fcber Gott erheben. Und hier haben wir eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Eine Zeit ist eins, zwei Zeiten sind zwei, eins plus zwei sind drei, und dann haben wir eine halbe Zeit, <b>dreieinhalb<\/b>. Dreieinhalb Zeiten, dreieinhalb Jahre. Das sind die dreieinhalb Jahre, nach der H\u00e4lfte dieser letzten sieben Jahre. Die zweite H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Wir sehen \u00c4hnliches in Daniel Kapitel 12. Da haben wir eine Anzahl von 1290 Tagen. Daniel Kapitel 12, 1290 Tage, Vers 11: \u201eUnd von der Zeit an, in der das regelm\u00e4\u00dfige Opfer abgeschafft wird\u201c, hatten wir gerade auch, \u201eum den verw\u00fcstenden Greuel einzusetzen\u201c, hier haben wir wieder den verw\u00fcstenden Greuel, \u201esind das 1290 Tage.\u201c Ein Jahr damals im j\u00fcdischen Kalender hatte 360 Tage. Wenn ihr 1290 durch 360 teilt, habt ihr dreieinhalb Jahre plus 30 Tage. Drei Jahre, dreieinhalb Jahre und noch ein Monat quasi dazu. Aber wieso der Monat dazu kommt, ist ein Detail, wor\u00fcber wir jetzt keine Zeit haben zu reden. Dreieinhalb Jahre, in Daniel 7, Daniel 9, Daniel 12. Gehen wir zum Neuen Testament, Offenbarung Kapitel 11. Offenbarung Kapitel 11. Wei\u00df nicht, wie es euch geht, aber ich liebe es, wenn man so durch die Bibel bl\u00e4ttert, von Anfang bis zum Ende, und den Zusammenhang sieht. Offenbarung Kapitel 11. Johannes soll den Tempel messen, dann Vers 2: \u201eDen Hof, der au\u00dferhalb des Tempels ist, lasst aus, messt ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden. Und sie werden die heilige Stadt zertreten 42 Monate.\u201c Was sind 42 Monate? Dreieinhalb Jahre, dreieinhalb Jahre und sechs Monate. \u201eUnd ich werde meinen zwei Zeugen Vollmacht geben und sie werden 1260 Tage weissagen, mit Sackleinen bekleidet.\u201c 1260 Tage durch 360 sind dreieinhalb Jahre. Deswegen sage ich, in Daniel sind noch 30 Tage dazugekommen, aber das hat einen Grund.<\/p>\n<p>Kapitel 12, Verse 1 bis 6, wir haben keine Zeit, ins Detail zu gehen, aber letztendlich geht es darum, wie Israel verfolgt werden wird. Und dann in Vers 6: \u201eder treue Rest Israels, der gl\u00e4ubige Rest Israels, wird bewahrt werden vor der Verfolgung des Antichristen.\u201c Und Vers 6: \u201eUnd die Frau floh in die W\u00fcste\u201c, die Frau steht f\u00fcr Israel, \u201ewo sie eine von Gott bereitete St\u00e4tte hat, damit man sie dort ern\u00e4hrte, 1260 Tage.\u201c 1260 Tage, geteilt durch 360, sind dreieinhalb Jahre.<\/p>\n<p>Kapitel 13, Vers 1, das ist der Antichrist: \u201eIch sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das 10 H\u00f6rner und sieben K\u00f6pfe hatte.\u201c Habt ihr wieder im Kopf 10 H\u00f6rner und 10 Diademe und auf seinen H\u00f6rnern. 10 H\u00f6rner hatte auch das Tier aus Daniel 7. \u201eUnd ich sah einen seiner K\u00f6pfe, wie zum Tod geschlachtet, und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her.\u201c \u201eUnd sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier Macht gab.\u201c Der Drache ist der Satan, das Tier ist der Antichrist, weil er dem Tier die Macht gab. \u201eUnd sie beteten das Tier an.\u201c Das Tier, der Antichrist, wurde angebetet. 2. Thessalonicher 2: \u201eDer Antichrist erhebt sich \u00fcber Gott, damit er angebetet wird.\u201c Und Vers 5: \u201eUnd es wurde ihm ein Mund gegeben, der gro\u00dfe Dinge und L\u00e4sterungen redete, und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken.\u201c 42 Monate, geteilt durch 12 Monate pro Jahr, sind dreieinhalb Jahre. Ich glaube, damit ist unmissverst\u00e4ndlich deutlich geworden, dass diese letzten dreieinhalb Jahre eine besondere Bedeutung haben. Die zweite H\u00e4lfte der 70. Jahrwoche.<\/p>\n<p>Dieser Greuel ist etwas, bevor wir zu diesem Greuel kommen, dieser letzten dreieinhalb Jahre. Begriffsdefinition: Nennen wir die <b>gro\u00dfe Drangsal<\/b>. Die gro\u00dfe Drangsal, dieser Begriff kommt aus Matth\u00e4us 24, Markus 13. Er kommt aus Offenbarung Kapitel 6, glaube ich, m\u00fcsste sein. Die Drangsal beschreibt die ganzen sieben Jahre. Die letzten sieben Jahre sind insgesamt schlimm, wegen all dem, was sich erf\u00fcllt, was Jesus gesagt hat, in h\u00f6chster Intensit\u00e4t. Aber insbesondere die zweite H\u00e4lfte ist besonders schlimm, weil dann all diese Dinge geschehen, die wir uns noch n\u00e4her betrachten werden.<\/p>\n<p>Was ist also dieser Greuel, wenn wir Offenbarung 13, was wir gerade gelesen haben, dazunehmen? Was ist also dieser Greuel der Verw\u00fcstung? Dieser Greuel ist etwas, das der Antichrist in das Heiligtum des Tempels stellen wird. Wir wissen nicht genau, was es sein wird, aber es wird wahrscheinlich eine Form von G\u00f6tze sein, und dieser G\u00f6tze pr\u00e4sentiert letzten Endes ihn selbst. Ja, es gibt noch eine Stelle in Daniel, wo das Wort \u201eGreuel der Verw\u00fcstung\u201c vorkommt. Und das m\u00f6chte ich gemeinsam kurz anschauen, damit wir sehen, wie sich in der Vergangenheit bereits ein Vorreiter dieses Antichristen gezeigt hat. Nicht der Antichrist, der in der Zukunft kommen wird, aber ein Vorreiter dessen.<\/p>\n<p>Das Wort kommt ein weiteres Mal vor in Daniel Kapitel 11. Daniel Kapitel 11. Daniel Kapitel 11, wenn euch Daniel Kapitel 9 nicht genau genug war, was Prophezeiung und deren Erf\u00fcllung angeht, dann setzt Daniel Kapitel 11 noch einen drauf. Daniel Kapitel 11 beschreibt in unglaublichem Detail die Geschichte dieser Welt nach dem babylonischen Reich, nach dem Perserreich. Es verhei\u00dft Alexander den Gro\u00dfen, es verhei\u00dft, dass er sterben wird und zwar pl\u00f6tzlich, es verhei\u00dft, wie sich die Reiche nach Alexanders Tod teilen werden. Es sind ja die Diadochen-K\u00f6nigreiche, glaube ich, hei\u00dft es, die geteilt werden. Und dann wird zwischen dem K\u00f6nig des S\u00fcdens, der f\u00fcr \u00c4gypten steht, K\u00f6nig des Nordens, der f\u00fcr das syrische Reich steht, die Kriege dazwischen beschrieben, die Listen, teilweise welche T\u00f6chter verheiratet werden, um sie als Spion zu senden, und wie sie aber dann ihren Vater verraten wird und wie diese Leute sterben, welche Hinterlisten es geben wird. Und wenn man das in der Geschichte anschaut, es erf\u00fcllt sich alles. Es ist so genau, dass Bibelskeptiker sagen: \u201eDas muss nachher geschrieben worden sein.\u201c Sie haben keine Beweise daf\u00fcr, aber sie sagen: \u201eEs ist zu genau, als dass es vorher geschrieben sein kann.\u201c Ja, also Liberale, Skeptiker, die einfach von Anfang an sagen, die Bibel stimmt nicht und kann keine Vorhersage beinhalten, sagen: \u201eDaniel 11 ist so genau, dass es sp\u00e4ter aufgeschrieben worden sein muss. Es geht nicht anders.\u201c So genau ist diese Offenbarung.<\/p>\n<p>Und in Daniel Kapitel 11, in Vers 31 haben wir den verw\u00fcstenden Greuel. Und neben all den K\u00f6nigen und Schlachten, und ihr m\u00fcsst euch vorstellen, wenn \u00c4gypten S\u00fcden ist und Syrien Norden ist, dazwischen steht Israel. Und w\u00e4hrend sich diese K\u00f6nige st\u00e4ndig bekriegen, ist Israel im Weg und wird immer und immer wieder von diesen K\u00f6nigen zerst\u00f6rt, durchschritten, durchmarschiert. Israel wird von diesen K\u00f6nigen beherrscht, und das wechselt die ganze Zeit, wer \u00fcber diesen Bereich von Israel herrscht. Und sie werden in der Mitte einfach zertrampelt zwischen diesen K\u00f6nigen des S\u00fcdens und des Nordens. Und dann in Vers 21, 11, 21 taucht ein K\u00f6nig des Nordens auf, der bis Vers 35 beschrieben wird. Und das ist <b>Antiochus IV.<\/b>, der sich auch Antiochus Epiphanes genannt hat. Er ist ein hellenistischer K\u00f6nig des Seleukidenreiches, wenn so ein, also am Ende ein Nachfolger von Seleukos, und der 175 bis 164 v. Chr. eben regiert hat. In Vers 21 wird er als ein verachteter Mann beschrieben. Antiochus galt als ein unrechtm\u00e4\u00dfiger Thronfolger, sein Bruder war eigentlich K\u00f6nig, er wurde ermordet. Der Sohn des Bruders sollte eigentlich Thronfolger werden, aber er wurde damals, sage ich mal, im r\u00f6mischen Reich gefangen genommen, als Geisel. Und so ist Antiochus K\u00f6nig geworden, deswegen Vers 21 nennt ihn einen verachteten Mann, er wurde als unrechtm\u00e4\u00dfiger Thronfolger gesehen. Dann in Vers 24 sehen wir, dass er etwas tut, was keiner seiner V\u00e4ter getan hat. Er verteilt Beutegut. Ja, er hat \u00c4gypten, er hat \u00c4gypten, den K\u00f6nig des S\u00fcdens, einmal besiegt, hat \u00c4gypten gepl\u00fcndert, und er verteilt es aber an die Leute, unter anderem glaube ich, unter anderem eben auch an Israel und schafft sich dadurch, durch Hinterlist und durch Schmeichelei, viele Freunde. Und er wird unter anderem manchmal von den Juden sogar erstmal als Besch\u00fctzer gesehen, weil er Beutegut verteilt hat.<\/p>\n<p>Vers 29, Antiochus will \u00c4gypten noch einmal angreifen, aber dann in Vers 30 sehen wir: \u201eSchiffe aus Kittim werden jemandem entgegenkommen und er wird verzagen und umkehren.\u201c Diese Schiffe aus Kittim sind Schiffe vom R\u00f6mischen Reich, die Antiochus verbieten, \u00c4gypten wieder anzugreifen. Und er muss sich zur\u00fcckziehen, er ist gedem\u00fctigt, und nachdem er gedem\u00fctigt zur\u00fcckkommt, wendet er sich in seinem Zorn, in seiner Dem\u00fctigung gegen Israel. \u201eUnd er wird verzagen und umkehren, aber er wird den Heiligen Bund\u201c, Vers 31, \u201everfluchen und entsprechend handeln. Und er wird umkehren und sein Augenmerk auf die richten, die den Heiligen Bund verlassen.\u201c Und Vers 31: \u201ewerden das Heiligtum, die Bergfestung entweihen und werden das regelm\u00e4\u00dfige Opfer abschaffen und den verw\u00fcstenden Greuel aufstellen.\u201c Was hat das an Antiochus gemacht? Im Jahr <b>167 v. Chr.<\/b> wendet er sich gegen Israel, t\u00f6tet und foltert zahlreiche Juden. Er verfolgte die Juden so sehr, er verbot ihre religi\u00f6sen Praktiken, sie durften den Sabbat nicht mehr halten, sie durften nicht mehr Opfern und all diese Dinge, die Opfer aufh\u00f6ren lassen. Er versuchte sie zu Hellenisten zu zwingen, also dem griechischen G\u00f6ttern zu dienen. Im Tempel, was er getan hat, er stellte eine Zeus-Statue auf, auf dem Altar der Juden opferte ein Schwein und hat ihn damit v\u00f6llig verunreinigt, und er zwang die Priester, Schweinefleisch zu essen, sich also auch da unrein zu machen. Dann, bis Vers 35 wird er beschrieben, Antiochus Epiphanes, und dann kommen wir bis zur Zeit des Endes, das verz\u00f6gert sich noch bis zur bestimmten Zeit, dann Vers 36: \u201eund der K\u00f6nig\u201c, das ist ein dritter K\u00f6nig, und das ist der K\u00f6nig, der Antichrist. Ab Vers 36 ist wieder von der Zukunft die Rede, bis Vers 35 war von der Vergangenheit die Rede, wieder haben wir einen Sprung typisch f\u00fcr die prophetischen Schriften, aber bevor der richtige finale Antichrist von Vers 36 an beschrieben wird, wird Antiochus im Detail beschrieben, und ich glaube einer der Gr\u00fcnde ist, weil er so ein Vorreiter des Antichristen ist. Er passt, was viele Dinge angeht, passt es zu dem, was der Antichrist tun wird. Er verteilt erstmal Pl\u00fcndergut und macht sich Freunde durch Schmeichelei, so wie der Antichrist durch Schmeichelei, durch Verf\u00fchrung an Macht erlangen wird. Sogar die Juden sehen ihn teilweise als Besch\u00fctzer an, dann aber pl\u00f6tzlich wird er sich gegen die Juden richten, er wird sie verfolgen, er wird sie t\u00f6ten, er wird das Heiligtum entweihen, er wird einen G\u00f6tzen in den Tempel aufstellen. Genau das hat auch Antiochus getan. Er ist aber nicht der finale Antichrist, er ist lediglich ein Vorreiter davon, etwas, was uns bereits einen Vorgeschmack darauf gibt, wie der finale Antichrist sein wird.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, das war viel, was wir uns heute angeschaut haben, aber das war wichtig, damit wir dieses Greuel der Verw\u00fcstung verstehen. Wenn Jesus sagt: \u201eWenn ihr Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, wenn ihr den Greuel der Verw\u00fcstung, von dem Prophet Daniel geredet hat, an heiliger St\u00e4tte stehen seht\u201c, das ist das, was er meint. Es ist der finale Antichrist, der erstmal seinen Bund mit Israel schlie\u00dft, erstmal als Bef\u00fcrworter Israels zu sein scheint, dann wird er aber pl\u00f6tzlich sich gegen Israel wenden, das Opfer aufh\u00f6ren lassen, einen G\u00f6tzen aufstellen und er wird Israel verfolgen und t\u00f6ten. Wenn ihr das seht, das ist das unmittelbare Zeichen. Wenn ihr das seht, und dann sehen wir die Folgen, dann werden wir die n\u00e4chsten Male jetzt die Befehle gehen: \u201eDann flieht aus Jud\u00e4a in die Berge, dann kommt nicht zur\u00fcck, dann bleibt, dann sucht euch nicht euren Mantel, wenn ihr auf dem Feld wart, wenn ihr auf dem Dach wart, dann geht nicht nochmal ins Haus, um ein Ger\u00e4t zu holen, sondern lauft!\u201c Das ist das unmittelbare Zeichen, auf das sie achten sollen. Erdbeben, Katastrophen, ja, sie werden immer wieder stattfinden, sie werden auch immer intensiver werden zum Ende hin, aber das ist das eindeutige Zeichen, das unmittelbare Zeichen, ist der Angriff des Antichristen auf Jerusalem, wenn er sich gegen euch wenden wird und beginnt, glaube ich, auch zu sehen, und es werde ich wie gesagt in den weiteren Stellen lesen. Deswegen glaube ich auch, dass Lukas 21 auch die Zukunft betrifft, weil auch der Antichrist in der Zukunft wird sich gegen Jerusalem stellen, wird Jerusalem belagern, genauso wie er diesen G\u00f6tzen, diesen Greuel der Verw\u00fcstung, in den Tempel aufstellen wird. Und das ist das Kennzeichen, das unmittelbare Zeichen f\u00fcr das Ende. Und was sie dann tun sollen, ja, wie wir durchs T\u00fcrloch geguckt haben und gesehen haben, wenn dann die Eltern kamen, dann das bedeutet: weg von der T\u00fcr. Und genauso wird es f\u00fcr die Juden hei\u00dfen: \u201eWenn ihr das seht, dieses eindeutige Zeichen, dann flieht, dann lauft.\u201c Und das wollen wir uns in den n\u00e4chsten Malen, in den folgenden Versen, anschauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was k\u00f6nnen wir lernen?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Schluss, was k\u00f6nnen wir noch lernen? Ich hoffe auch, wenn ihr heute viele Informationen bekommen habt, dass es nicht zu \u00fcberw\u00e4ltigend war. Aber wenn ich doch eines erreicht habe, dann hoffe ich doch, dass ich euch zum Staunen gebracht habe, die prophetische Kraft der Schrift. Wir haben heute mit Jahreszahlen geredet, Tage und Monate, wie sich Dinge, Daniel hat 300 Jahre vor dem Auftreten von Antiochus prophezeit und was er alles tun wird. Er hat \u00fcber 500 Jahre vorher prophezeit, wann Jesus sterben wird und wenn man diesen Rechnungen glaubt, sogar auf den Tag genau, wann Jesus in Jerusalem einziehen wird. Wir lesen von den 1260 Tagen, den 42 Monaten, der einen Zeit, zwei Zeiten und halben Zeit, in diesen 3,5 Jahren, die immer wieder definiert werden, spezifiziert werden. Ich wei\u00df, Prophetie kann erstmal un\u00fcberwindlich erscheinen. Es ist oft nicht leicht zu verstehen, es ist undurchsichtig. Aber liebe Geschwister, wenn man Schritt f\u00fcr Schritt das Wort Gottes treu liest, treu auslegt, f\u00fcgt sich das gesamte Bild wie ein Puzzle zusammen. Und am Ende sieht man ein wundersch\u00f6nes Bild, wie ein Mosaik. Lasst uns Gott daf\u00fcr preisen f\u00fcr sein wundervolles, kraftvolles und prophetisches Wort. Wir m\u00f6gen vielleicht noch nicht alles verstehen, aber es ist alles da und es ist wunderbar und es ist sch\u00f6n zu sehen, wie sich das Bild f\u00fcgt.<\/p>\n<p>Beten wir Gott an, indem wir sein Wort lesen. <b>Lies das Wort.<\/b> Ich sage nicht, dass du von Anfang an alles verstehen wirst, und du musst auch nicht von Anfang an alles verstehen. Aber lies es. Glaube es. Sinne dar\u00fcber nach. Gehorche dem Wort Gottes. Und Gott wird dir Schritt f\u00fcr Schritt alles offenbaren, was er in seinem Wort dir geschenkt hat. Und ich m\u00f6chte euch auch am Ende geben: Ihr habt heute gesehen, wir waren in Daniel unterwegs und wir h\u00e4tten noch so viele Mehrstellen anschauen k\u00f6nnen: Sacharja, Jesaja, Jeremia, Offenbarung. Lest den ganzen offenbarten Ratschluss Gottes. Es gibt Texte und B\u00fccher der Bibel, die euch verst\u00e4ndlicher sind, die leichter sind zu verstehen. Aber wenn ihr das Schwierige auch verstehen wollt, dann m\u00fcsst ihr einfach die ganze Bibel lesen. Ihr m\u00fcsst alles lesen, von Anfang bis Ende. Genesis bis Maleachi, Matth\u00e4us bis Offenbarung. Und die Bibel wird sich selbst erkl\u00e4ren. Ihr seht die Parallelen. Ihr habt bereits erneut in Erfahrung bisher durch Lesepl\u00e4ne und all das gesehen, wie sich immer wieder alles zusammenf\u00fcgt, wie alles miteinander harmoniert. Allein diese dreieinhalb Jahre, die wir gelesen haben: Daniel 7, 9, 12, Offenbarung 11, 12, 13. Alles passt zusammen. Alles f\u00fcgt sich miteinander. Lasst die Bibel sich selbst erkl\u00e4ren, und du liest sie, und du wirst staunen \u00fcber die Kraft von Gottes Wort.<\/p>\n<p>Zweitens: Der Auftritt des Antichristen, das Entweihen des Tempels, die Belagerung Jerusalems, die Zerst\u00f6rung und die Verfolgung \u2013 all das ist im Gericht Gottes. Denkt daran, dass Lamm \u00f6ffnet die Siegel in Offenbarung. Jesus bringt jedes dieser Gerichte auf diese Welt. Und wir haben gesehen, die sechs Ziele, die mit diesen 70 Jahrwochen erf\u00fcllt werden: Verbrechen zum Abschluss bringen, S\u00fcnde zum Ende zu bringen, S\u00fcnde endg\u00fcltig zu richten. Gott wird keine S\u00fcnde ungestraft lassen. F\u00fcr den Gl\u00e4ubigen ist das Grund zur Freude, denn unsere S\u00fcnden sind am Kreuz, an Jesus bestraft worden. Auch unsere S\u00fcnden blieben nicht ungestraft. Jemand wurde bestraft, Jesus am Kreuz. Deswegen, wenn wir auf diese Zukunft blicken und auf das Gericht blicken, d\u00fcrfen wir uns freuen. Die Gerechtigkeit, nach der wir uns sehnen, die Ungerechtigkeiten, die wir auf dieser Welt sehen: Gott wird alle richten und eine ewige Gerechtigkeit einf\u00fchren. Und er wird ein Reich aufrichten, in dem Gerechtigkeit und Wahrheit herrscht, in dem er selbst herrschen wird.<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr den Ungl\u00e4ubigen ist das Anlass zur Furcht. Wenn du nicht an Jesus glaubst, wenn du nicht daran glaubst, dass er f\u00fcr deine S\u00fcnden gestorben ist, wenn du nicht deine Seele ihm anvertraust und ihm zur Vergebung deiner S\u00fcnden dein Vertrauen schenkst, dann wirst du auch diesem Gericht verfallen. Du wirst nicht nur diesem Gericht verfallen, du wirst im ewigen H\u00f6llenfeuer in der Verdammnis sein. Noch kannst du vor dem Zorn Gottes fliehen. Noch kannst du zu Jesus laufen. Er wird deine Schuld s\u00fchnen. Das war auch eines der Ziele: Schuld zu s\u00fchnen. Deine Schuld muss \u00fcberdeckt werden. Jesus starb am Kreuz und mit seinem Blut wird deine Schuld \u00fcberdeckt. Fliehe zu Jesus und glaub an ihn. Lasst uns staunen \u00fcber unseren Herrn, \u00fcber sein kraftvolles Wort und \u00fcber das, was seine Zukunft noch vorhat. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name unseres Erl\u00f6sers, Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir das Lukas-Evangelium im Kapitel 21 auf und lasst uns die Verse 20 bis 24 lesen. 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