{"id":2002,"date":"2025-07-20T21:35:00","date_gmt":"2025-07-20T19:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2002"},"modified":"2025-09-28T14:15:26","modified_gmt":"2025-09-28T12:15:26","slug":"warnung-zur-wachsamkeit-teil-1","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/warnung-zur-wachsamkeit-teil-1\/","title":{"rendered":"Warnung zur Wachsamkeit &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name Jesu Christi verherrlicht werden. Schlagen wir auf den Text f\u00fcr die heutige Predigt: Lukas Evangelium Kapitel 21, und lasst uns die Verse 29 bis 36 lesen. Lukas Evangelium Kapitel 21, die Verse 29 bis 36.<\/p>\n<p>Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: \u201eSeht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume. Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer nah ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nah ist. Wahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist. Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. H\u00fctet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch V\u00f6llerei und Trunkenheit und Lebenssorgen und jener Tag pl\u00f6tzlich \u00fcber euch hereinbricht, wie ein Fallstrick. Denn er wird \u00fcber alle kommen, die auf dem Erdboden ans\u00e4ssig sind. Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr imstande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.\u201c<\/p>\n<p>Wir kommen langsam, aber sicher zum Ende von dieser langen Rede, ja, man k\u00f6nnte sagen von dieser langen Predigt unseres Jesus Christus. Diese Predigt begann mit einer Frage, mit einer Frage nach dem \u201eWann\u201c und nach einer Frage nach \u201ewelchen Zeichen\u201c. Und Jesus hat diese Frage im Detail beantwortet und hat den J\u00fcngern eine Reihe von Zeichen daf\u00fcr gegeben, wann er als Messias seine Herrschaft antreten wird, wann die Bedr\u00e4ngnis und Drangsal, von der die J\u00fcnger die Wiederherstellung Israels und das Aufrichten des messianischen Reiches erwartet haben. All diese Dinge haben die J\u00fcnger erwartet, und Jesus hat ihnen die Zeichen f\u00fcr diese Ereignisse geschildert. Er hat ihnen viele Zeichen gegeben, die wie <b>Geburtswehen<\/b> sind, die \u00fcber die Zeit <b>intensiver, h\u00e4ufiger und schwerer<\/b> werden. Wir haben in diesem Kapitel, in dieser Rede von dem Herrn Jesus, in den Versen 8 bis 19 von diesen Geburtswehen gelesen. Jesus sprach von <b>Verf\u00fchrern, falschen Christussen, falschen Propheten<\/b>. Jesus sprach von <b>Kriegen und Kriegsger\u00fcchten, Nationen gegen Nationen, die sich erheben, K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich<\/b>. Wir haben von <b>Katastrophen<\/b> gelesen, <b>Naturkatastrophen, Seuchen<\/b>. Wir haben von <b>Verfolgung<\/b> gelesen \u2013 das ist auch ein Zeichen, eine Art von Geburtswehen: Verfolgung um Jesu Christi willen.<\/p>\n<p>Dann kam Jesus nach diesen etwas allgemeineren Zeichen zu dem <b>unmittelbaren Zeichen<\/b>: der <b>Umzingelung Jerusalems durch Heerscharen<\/b>, dem <b>Gr\u00e4uel der Verw\u00fcstung<\/b>, das in dem Tempel aufgestellt wird, von dem Daniel bereits geredet hat. Und dann das letzte, letztendliche Zeichen, mit dem wir uns vergangene Woche besch\u00e4ftigt haben, war die <b>Ank\u00fcndigung des Kommens des Sohnes des Menschen<\/b>, und <b>er selbst<\/b>, der Sohn des Menschen selbst, ist das <b>finale und letzte Zeichen<\/b>. Er wird kommen, und wenn er kommt, d\u00fcrfen die Gl\u00e4ubigen ihre H\u00e4upter erheben, denn ihre <b>Erl\u00f6sung naht<\/b>. Jesus hat also eine Reihe von Zeichen gegeben. Zeichen, die sein Kommen, das Reich Gottes, die Wiederherstellung, die Verw\u00fcstung, aber auch die Wiederherstellung Jerusalems und Israels kennzeichnen werden.<\/p>\n<p>Nun kommen wir zu dem Absatz, zum letzten Teil dieser Rede von Jesus, wo es Jesus nicht nur nicht mehr darum geht, Zeichen zu schildern, den J\u00fcngern Zeichen zu geben, sondern es geht nun darum, <b>wie die J\u00fcnger mit diesen Zeichen umgehen sollen<\/b>. In unserem Text, in Lukas 21, 29 bis 36, erteilt Jesus <b>vier Befehle<\/b> an Gl\u00e4ubige im Umgang mit den Zeichen seines Kommens, mit den Zeichen des Reiches Gottes. Zusammenfassend k\u00f6nnen wir diese vier Befehle so zusammenfassen, dass Jesus die Gl\u00e4ubigen im Lichte der Zeichen seines Kommens <b>warnend wachsam<\/b> zu sein. Und das ist auch der Titel der heutigen Predigt: <b>\u201eWarnung zur Wachsamkeit\u201c<\/b>. Und wie ich bereits gesagt habe, wir werden uns vier Befehle anschauen, die Jesus an Gl\u00e4ubige im Umgang mit den Zeichen des Reiches Gottes erteilt.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten beginnen bei <b>erstens: Erkennt die Bedeutung der Zeichen<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Erkennt die Bedeutung der Zeichen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Beginnen wir in den Versen 29 und 30: \u201eUnd er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume. Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer schon nah ist.\u201c<\/p>\n<p>Jesus nimmt hier den Feigenbaum zur Illustration her. Der <b>Feigenbaum<\/b> ist ein \u00fcbliches Mittel, mit dem in der Schrift illustriert wird. Es wird h\u00e4ufig als Bild f\u00fcr <b>Israel<\/b> verwendet. In Matth\u00e4us 21 kennen wir die Stelle, in der Jesus den Feigenbaum verflucht, der keine Frucht bringt. Und dieser Feigenbaum steht f\u00fcr das Volk Israel. In Lukas 13, 6 bis 9 wird ein Gleichnis auch von einem Feigenbaum gegeben, der keine Frucht bringt, den der Eigent\u00fcmer abhauen will. Dann sagt aber der Knecht: \u201eGib mir noch etwas Zeit, ich werde mich um diesen Feigenbaum k\u00fcmmern, und wenn er dann immer noch keine Frucht bringt, dann soll er abgehauen werden.\u201c Auch da steht der Feigenbaum f\u00fcr das Volk Israel.<\/p>\n<p>Hier in diesem Vers steht der Feigenbaum aber nicht f\u00fcr das Volk Israel, sondern es geht hier viel mehr um die <b>typische Eigenschaft vom Feigenbaum<\/b>, was aber auch alle B\u00e4ume betrifft. Deswegen sagt Jesus hier: \u201eSeht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume.\u201c Das war jetzt nicht exklusiv f\u00fcr den Feigenbaum, aber was B\u00e4ume im Allgemeinen gemeinsam haben, die meisten B\u00e4ume zumindest, ist, dass sie im Winter kahl sind, aber jetzt im Fr\u00fchling beginnen, Bl\u00e4tter hervorzubringen. Das ist genau das, was wir jetzt, in unserer Jahreszeit, gerade beginnen zu sehen: die kahlen B\u00e4ume beginnen, Bl\u00e4tter hervorzubringen. Und der Feigenbaum insbesondere geh\u00f6rt zu den B\u00e4umen, die am fr\u00fchesten bl\u00fchen, die also am fr\u00fchesten darauf hinweisen, dass der Fr\u00fchling da ist, dass der Sommer vor der T\u00fcr steht. Wir wissen ja zeitlich ungef\u00e4hr, wann Jesus diese Worte spricht. Und als Jesus diese Worte spricht, ist es quasi Fr\u00fchling, es ist zwischen Fr\u00fchling und Sommer. Also die J\u00fcnger, die Zuh\u00f6rer von den Worten Jesu, m\u00fcssen sich nur rechts und links umschauen und k\u00f6nnen die B\u00e4ume sehen. Fast sind wir auch fast so weit, dass wir uns quasi einfach nur hier aus dem Fenster schauen m\u00fcssen und die B\u00e4ume sehen k\u00f6nnen und sehen k\u00f6nnen, dass sie beginnen, Bl\u00e4tter hervorzubringen, dass sie beginnen zu bl\u00fchen.<\/p>\n<p>Jesus sagt: \u201eSeht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume. Wenn sie ausschlagen, wenn sie beginnen, Bl\u00e4tter hervorzubringen, wenn sie beginnen zu bl\u00fchen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer schon nah ist.\u201c Jeder, der die B\u00e4ume bl\u00fchen sieht, wei\u00df, dass der Sommer nah ist. Keinem muss das erkl\u00e4rt werden: \u201eIhr seht von selbst, weil ihr es mit euren eigenen Augen seht, dass der Sommer nah ist.\u201c Abgesehen von einem Kleinkind muss keinem erkl\u00e4rt werden: Wenn die Bl\u00fcten, wenn die Blumen, wenn die B\u00e4ume beginnen zu bl\u00fchen, dann ist der Sommer nah. Es ist Fr\u00fchling, der Sommer steht bevor, es ist offensichtlich. \u201eIhr seht, erkennt von selbst, da ihr seht, dass der Sommer schon nah ist.\u201c<\/p>\n<p>Das war das Bild, ja, das war die Illustration. Feigenbaum oder B\u00e4ume im Allgemeinen: Sie beginnen zu bl\u00fchen, und dadurch erkennt ihr, dass der Sommer schon nah ist. Jesus wendet das Gleichnis auch direkt an. Wir m\u00fcssen nicht dar\u00fcber r\u00e4tseln, was dieses Gleichnis bedeutet oder wof\u00fcr es stehen soll. Jesus gibt uns die Erkl\u00e4rung in Vers 31: \u201eSo erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nah ist.\u201c Wenn sie dies geschehen sehen, dann sollen sie erkennen, dass das Reich Gottes nah ist. Und es ist in <b>Befehlsform<\/b>: \u201e<b>Erkennt<\/b>! So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nah ist.\u201c Genauso wie ihr beim Feigenbaum oder bei B\u00e4umen das Bl\u00fchen als Zeichen daf\u00fcr erkennt, dass der Sommer nah ist, genauso, wenn ihr die <b>Zeichen geschehen seht<\/b>, wenn ihr seht, wie all die Zeichen, die ich euch bisher aufgelistet habe, sich erf\u00fcllen, dann <b>erkennt<\/b> \u2013 Befehlsform: <b>erkennt, versteht<\/b> \u2013 dass das <b>Reich Gottes nah ist<\/b>.<\/p>\n<p>Wenn ihr also die Verf\u00fchrer, die Kriege, die Katastrophen, die Umzingelung Jerusalems von Armeen, die kosmischen Ph\u00e4nomene, die wir uns vergangene Woche auch angeschaut haben \u2013 die Sterne und Planetenk\u00f6rper, die ihre Laufbahnen verlassen, die Sonne, die verfinstert wird, die Sterne, die kein Licht mehr geben, der Mond, der seinen Schein nicht mehr gibt \u2013 wenn ihr all das geschehen seht, dann <b>erkennt, dass das Reich Gottes nah ist<\/b>. Sie haben nach Zeichen gefragt, und Jesus hat ihnen zahlreiche Zeichen aufgelistet. Wie sollen sie mit diesen Zeichen umgehen? Sie sollen <b>erkennen<\/b>, sie sollen <b>verstehen<\/b>, dass das Reich Gottes nah ist. Das Reich Gottes in seiner offenbarten Form. Wir wissen ja, dass mit Christus bereits das Reich Gottes \u2013 er selbst ist die Personifikation des Reiches Gottes \u2013 kam bereits auf die Erde, als er auf die Erde kam. Er hat den Pharis\u00e4ern gesagt: \u201eWenn ich durch den Finger Gottes die D\u00e4monen austreibe, so ist das Reich Gottes unter euch.\u201c Wir wissen, dass das Reich Gottes heute in einer nicht offenbarten Form in unserem Leben, in unseren Herzen und in der Gemeinde herrscht. Aber das Reich Gottes wird eines Tages in seiner <b>offenbarten Form<\/b>, in einer Form in vollst\u00e4ndiger Herrlichkeit kommen. Und wenn diese Zeichen geschehen, wenn ihr diese Zeichen seht, so <b>erkennt, dass das Reich Gottes nah ist<\/b>. Das Reich Gottes mit seinem rechtm\u00e4\u00dfigen K\u00f6nig, der auf dem Thron sitzt und \u00fcber die ganze Erde herrschen wird. Dieses Reich, die K\u00f6nigsherrschaft Gottes, ist nah.<\/p>\n<p>Markus 13, 29, die Parallelstelle, formuliert es ganz nett: \u201eSo sollt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, erkennen, dass es nah <b>vor der T\u00fcr<\/b> ist.\u201c Es ist nah. Es steht vor der T\u00fcr. So wie der Sommer vor der T\u00fcr steht, wenn die B\u00e4ume beginnen zu bl\u00fchen, so steht das Reich Gottes, die K\u00f6nigsherrschaft Gottes, vor der T\u00fcr. Wenn du all das Gericht siehst, die Verfolgung, die Drangsal, das Chaos, die Katastrophen kosmischen Ma\u00dfes, dann m\u00fcsst ihr <b>\u00fcber diese Zeichen hinausschauen<\/b>, n\u00e4mlich f\u00fcr was diese Zeichen stehen. Wenn sie all die Bedr\u00e4ngnis \u2013 stellt euch die Menschen vor, die diese Bedr\u00e4ngnis durchleben, die Verfolgung, das Chaos, die so viel Tod und Katastrophe um sie herum \u2013 sie sollen \u00fcber die Zeichen hinausschauen, was diese Zeichen bedeuten. Sie sollen nicht im Fr\u00fchling stehen bleiben, wenn sie die Bl\u00e4tter sehen. Sie sollen daran denken, wof\u00fcr diese Bl\u00e4tter stehen, wof\u00fcr die Zeichen stehen, n\u00e4mlich f\u00fcr das, was danach kommt, f\u00fcr das, was an der T\u00fcr steht und klopft: dass das Reich Gottes nahe ist.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, stellt euch vor, ihr seid Menschen in dieser Bedr\u00e4ngnis. Und wir haben in Vers 28 gesehen, dass Jesus sagt: \u201eWenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure H\u00e4upter empor, weil eure Erl\u00f6sung naht.\u201c Wie kann ein Mensch in diesem Chaos, in dieser Drangsal sein Haupt emporheben? Wie kann er hinaufblicken, hoffnungsvoll und ermutigt, wenn die Welt um ihn herum zerbricht? Sie k\u00f6nnen es nur tun, wenn sie auf das blicken, was hinter diesen Zeichen steht. N\u00e4mlich, dass ihre Erl\u00f6sung naht. Ihr Erl\u00f6ser naht, die K\u00f6nigsherrschaft Gottes.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, ich habe in dieser Reihe durch diese \u00d6lbergrede von Herrn Jesus gesagt, dass wir nicht zu sehr auf diese Zeichen schauen d\u00fcrfen, in dem Sinne, dass wir <b>Katastrophen-Vorhersager<\/b> sind, dass wir irgendwelche Vorhersagen machen, wann die Welt untergeht. Und dieses Zeichen bedeutet das, und das Zeichen bedeutet das. Die Zeichen sollten uns darauf ausrichten, <b>was danach kommt<\/b>. Wir d\u00fcrfen nicht aus Faszination vor diesen Zeichen und dem Chaos und den Katastrophen uns in den Zeichen verlieren. Die Zeichen stehen f\u00fcr uns, f\u00fcr das, was danach kommt. N\u00e4mlich das Reich Gottes, der Herr Jesus Christus, der kommt, unsere Erl\u00f6sung, die kommt. Deswegen: <b>Erkennt die Bedeutung der Zeichen<\/b>. Erkennt nicht nur die Zeichen, identifiziert nicht nur die Zeichen: Oh, da ist ein Krieg! Oh, da ist ein Erdbeben! Oh, da ist eine Katastrophe! Erkennt, <b>wof\u00fcr diese Zeichen stehen<\/b>. N\u00e4mlich, dass der Herr wiederkommt. Um ihn geht es, nicht um die Zeichen, um der Zeichen selbst willen, sondern es geht um ihn. Es geht um das Reich, seine Herrschaft, die naht.<\/p>\n<p>Vers 32: Jesus sagt also: \u201eErkennt, dass es nah ist.\u201c Jesus sagt: \u201eErkennt, dass es vor der T\u00fcr steht, das Reich Gottes, eure Erl\u00f6sung.\u201c Vers 32: \u201eWahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist.\u201c Jesus sagt also, es ist nah, es steht vor der T\u00fcr. Die nat\u00fcrliche Frage, die sich stellt, ist: <b>Wie nah?<\/b> Wie nah ist das Reich Gottes? Wie sehr steht es vor der T\u00fcr? Und Jesus bekr\u00e4ftigt und versichert es ihnen. Er sagt, er leitet seine Worte hier noch einmal ein mit \u201eWahrlich, ich sage euch\u201c. Wenn Jesus das tut, dann m\u00f6chte er noch etwas noch einmal bekr\u00e4ftigen, etwas best\u00e4rken, etwas wirklich betonen. Und er betont, er bekr\u00e4ftigt ihnen, dass <b>dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist<\/b>. Wie nah, fragt ihr? Wie nah: Das Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.<\/p>\n<p><b>Welches Geschlecht?<\/b> Was meint Jesus mit \u201ediesem Geschlecht\u201c? Die Antwort auf diese Frage tr\u00e4gt einen gro\u00dfen Beitrag dazu, dass es zu den unterschiedlichen Ansichten \u00fcber die \u00d6lbergrede Jesu kommt, die wir zu Beginn uns angeschaut haben. Nur kurz zur Wiederholung: Wir haben gesehen, ich will nur \u00fcber zwei Arten reden, dass es diese <b>pr\u00e4teristische Ansicht<\/b> gibt. Es gibt die Ansicht, dass sich alles, was Jesus hier gesagt hat, sich im ersten Jahrhundert bereits erf\u00fcllt hat und seinen H\u00f6hepunkt erreicht hat, 70 nach Christus, als der Tempel in Jerusalem zerst\u00f6rt worden ist. Die andere Ansicht, die auch wir halten, ist die <b>futuristische Ansicht<\/b>. N\u00e4mlich, dass sich der Gro\u00dfteil von dem, was Jesus hier spricht, in der Zukunft erst erf\u00fcllen wird. Wir quasi die \u00dcbungswehen, die fr\u00fchen Anzeichen bereits durch die Geschichte hindurch erkennen k\u00f6nnen, aber der H\u00f6hepunkt dieser Dinge und die wahre Erf\u00fcllung von all dem liegt noch in der Zukunft. Und einen Grund, wieso es zu diesen unterschiedlichen Ansichten kommt und einen Beitrag dazu leistet, ist die Auslegung von \u201ediesem Geschlecht\u201c, wovon Jesus hier redet.<\/p>\n<p>Das Wort, das hier verwendet wird f\u00fcr <b>Geschlecht<\/b> \u2013 \u201e\u03b3\u03b5\u03bd\u03b5\u03ac\u201c (genea) \u2013 kann als <b>Geschlecht oder Generation<\/b> \u00fcbersetzt werden. Wenn wir von Geschlecht oder Generation reden, dann reden wir auch in der deutschen Sprache oft von einer <b>zeitlichen Generation<\/b>. Ja, zum Beispiel im Alten Testament sehen wir, dass einige Generationen circa 40 Jahre, einen Zeitraum von 40 Jahren, bedeuten. Das erkennen wir zum Beispiel daran, dass ja die Generation, die aus \u00c4gypten herausgezogen ist, nicht ins Land ziehen durfte. Diese Generation sollte sterben, und Israel wanderte in der W\u00fcste 40 Jahre, bis diese Generation gestorben ist. Dadurch bekommt man diesen Zeitraum von circa 40 Jahren von einer Generation. Wir kennen das in Matth\u00e4us 1 zum Beispiel beim Stammbaum von Jesus. Gibt es diese 14 Geschlechter zum Beispiel, ja, von Abraham bis David und so weiter. Und diese 14 Geschlechter beschreiben nat\u00fcrlich 14 zeitliche Generationen, 14 Generationen in diesem Stammbaum.<\/p>\n<p>Aber das Wort <b>Generation oder Geschlecht<\/b> kann auch nicht nur eine zeitliche Komponente, also eine zeitliche Generation, wie man redet ja heute von Generation Z oder Generation X oder Millennials \u2013 das ist auch eine zeitliche Verwendung des Wortes Generation. Das Wort Generation kann auch eine <b>Gruppe von Menschen<\/b> bezeichnen, die durch eine bestimmte, die durch bestimmte Eigenschaften gekennzeichnet sind. Wo es nicht so sehr um eine zeitliche Generation von zum Beispiel Generation Z, die von diesem und diesem Zeitraum geboren sind, sondern eine Art von Generationen, die eine Gruppe von Menschen kennzeichnet. Das sehen wir auch in der Bibel. Zum Beispiel Matth\u00e4us Kapitel 12, Vers 39. Matth\u00e4us Kapitel 12, Vers 39: \u201eEr aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein b\u00f6ses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas des Propheten.\u201c Hier haben wir dasselbe Wort \u201eGeschlecht\u201c (genea). Hier geht es aber nicht um eine zeitliche Generation, die zu einer bestimmten Zeit geboren oder gelebt hat, sondern es geht um eine <b>Art von Geschlecht<\/b>. Es geht um eine Gruppe von Menschen oder es geht um Menschen, die durch diese bestimmten Eigenschaften gekennzeichnet sind. Hier in diesem Fall: \u201eein b\u00f6ses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen\u201c. Also hier geht es nicht um eine zeitliche Komponente, sondern man redet von einer <b>qualitativen Generation<\/b>, und hier ist die qualitative Generation gemeint, also Menschen, die von gewissen Eigenschaften gekennzeichnet sind. \u00c4hnlich Philipper Kapitel 2, Vers 15: \u201eDamit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt.\u201c Auch hier geht es nicht um eine zeitliche Generation, sondern eine qualitative Generation, eine Generation, die dadurch gekennzeichnet ist, ein Geschlecht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass sie verdreht und verkehrt sind. Paulus m\u00f6chte hier nicht gerade genau diese Generation bezeichnen, die zur Lebzeit von seiner Lebzeit gerade am Leben ist, sondern er beschreibt <b>alle Menschen au\u00dferhalb von Christus<\/b>, die Menschen in der Welt, die verdreht und verkehrt von Natur aus sind. Inmitten dieser Menschen leben wir, Gl\u00e4ubige.<\/p>\n<p>Also, so sehen wir zumindest, dieses Wort kann sowohl eine zeitliche als auch eine qualitative Komponente Bedeutung haben, und das f\u00fchrt zu \u2013 es gibt sehr, sehr viele Auslegungen zu diesem \u201edieses Geschlecht\u201c. Die \u00fcblichsten oder diejenigen, die wahrscheinlich am meisten noch Sinn machen, mehr oder weniger, m\u00f6chte ich euch kurz darlegen. Die drei \u00fcblichen Auslegungen zu diesem Geschlecht, was dieses Geschlecht bedeutet:<\/p>\n<p><b>Erstens<\/b>: Dieses Geschlecht bezieht sich auf die <b>Generation zur Lebzeit Jesu<\/b>. Also dieses Geschlecht wird zeitlich verstanden, und wenn Jesus \u201edieses Geschlecht\u201c sagt, dann meint er nat\u00fcrlich diese Generation, die gerade lebt. Das w\u00fcrde bedeuten, dass sich alle Worte Jesu in diesem bisherigen Kapitel innerhalb von circa 40 Jahren erf\u00fcllen m\u00fcssen. Diese Auslegung f\u00fchrt zum gro\u00dfen Teil zu dieser <b>pr\u00e4teristischen Ansicht<\/b>, die ich vorhin noch mal wiederholt habe, n\u00e4mlich, dass sich die Ereignisse im ersten Jahrhundert erf\u00fcllt haben mit dem H\u00f6hepunkt in der Zerst\u00f6rung Jerusalems durch die R\u00f6mer. Also dieses Geschlecht bedeutet die Generation zur Lebzeit Jesu. Deswegen muss sich alles da im ersten Jahrhundert erf\u00fcllt haben. Einige Dinge, die wir in diesem Kapitel gelesen haben, treffen, passen ganz gut auf 70 nach Christus und das erste Jahrhundert, die Zerst\u00f6rung und Belagerung Jerusalems, die Verfolgung von Gl\u00e4ubigen und so weiter. Aber ich und oder wir lehnen diese Sichtweise trotzdem ab. Denn auch wenn 70 nach Christus und das erste Jahrhundert einigerma\u00dfen gut passen, die Kriege und Katastrophen in dem Ma\u00dfe, wie Jesus sie beschreibt, sind nicht auf diese Zeit zutreffend, sind nicht auf das erste Jahrhundert zutreffend. Wir lesen von K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich, das sich erhebt, Nation gegen Nation \u2013 das trifft nicht auf diese Zeit zu. Wir lesen von, in Matth\u00e4us und Markus, in den Parallelstellen, beschreibt Jesus die Drangsal als eine <b>noch nie da gewesene Zeit der Drangsal<\/b>, und die es auch so nie wieder geben wird. Absolut einzigartig ist die Drangsal, die Jesus in diesem Text beschreibt. Auch das passt nicht auf 70 nach Christus. So schlimm es doch war, also viele Juden doch get\u00f6tet worden sind, kann man nicht davon sprechen, dass es diese einzigartige Drangsal war, die es nie mehr gab und davor auch nie gegeben hat. Lukas auch, wir haben es gesehen, spricht vom <b>Tag der Rache und Erf\u00fcllung von allem Geschriebenen<\/b>. Wir haben es in Vers 22 gesehen, und wir haben gesehen, dieser Tag der Rache, was f\u00fcr eine endzeitliche Verkn\u00fcpfung dieser Begriff hat, und vor allem, dass alles erf\u00fcllt wird, was geschrieben steht. Das auch, haben wir gesagt, bezieht sich ja auf einen endzeitlichen H\u00f6hepunkt, der nicht auf 70 nach Christus und das 1. Jahrhundert passt. Nicht zu schweigen von den kosmischen Ereignissen, die wir auch vergangene Woche uns angeschaut haben, die Verdunkelung der Sonne, der Mond, der seinen Schein nicht mehr gibt und all diese Dinge, auch diese passen nicht auf die Auslegung von \u201edieses Geschlecht\u201c, dass es sich auf das 1. Jahrhundert bezieht. Und das gr\u00f6\u00dfte Zeichen selbst, mit dem wir letztes Mal geschaut haben, das <b>Kommen des Menschensohnes in seinen Wolken mit Herrlichkeit und in Macht<\/b>, geschah nicht im 1. Jahrhundert. Es ist nicht passiert. Wenn also dieses Geschlecht bedeutet, dass sich alles im 1. Jahrhundert erf\u00fcllt hat, dann muss man sagen, das stimmt nicht. Es hat sich nicht erf\u00fcllt. Das gr\u00f6\u00dfte Ereignis von allen Jesus \u2013 er ist nicht gekommen im 1. Jahrhundert, nicht gekommen in Wolken mit mehr Herrlichkeit und Macht. Wie umgehen Pr\u00e4teristen diese Schwierigkeiten? Indem sie die Worte Jesu hier <b>bildlicher verstehen<\/b>, als wir es tun. Die kosmischen Ph\u00e4nomene von der Verdunkelung der Sonne und so weiter stehen f\u00fcr sie lediglich f\u00fcr den politischen Untergang Jerusalems, einer Umw\u00e4lzung der Gesellschaft und des politischen Systems und nicht tats\u00e4chlicher kosmischer Ph\u00e4nomene. Jesus kam, aber er kam nicht wirklich oder so w\u00f6rtlich, wie es hier beschrieben wird, sondern Jesus kam lediglich im Gericht nach Jerusalem in Form des Gerichts, das kam Jesus durch die R\u00f6mer, durch die Zerst\u00f6rung Jerusalems und des Tempels. Weil sie also dieses Geschlecht als die Generation zur Lebzeit Jesu verstehen, m\u00fcssen sie diese Prophezeiungen in Jesu, die Worte Jesu hier, <b>verbildlichen<\/b>. Sie m\u00fcssen sie <b>vergeistlichen<\/b>. Und wenn man die ganze Sichtweise sieht, dann sehen wir, dass sie das auch nicht nur mit diesen Worten tun, sondern auch viel mit den gro\u00dfen Abschnitten, vielen Abschnitten, die wir auch gelesen haben aus dem Alten Testament, auch diese verbildlichen sie, vergeistlichen sie und nehmen sie nicht wirklich wahr. Das ist also die erste Auslegung, die weit verbreitet ist, die ich aber ganz klar ablehne. Dass n\u00e4mlich dieses Geschlecht die Generation zur Lebzeit Jesu bedeutet.<\/p>\n<p>Die <b>zweite Auslegung<\/b> ist, dieses Geschlecht bezieht sich auf die <b>zuk\u00fcnftige Generation<\/b>, welche die Ereignisse erleben werden, die Jesus hier beschreibt. Diese Auslegung versteht Geschlecht oder Generation auch zeitlich, aber in der Zukunft. Jesus spricht in dem gesamten Abschnitt von Zeichen, welche die Zukunft kennzeichnen werden. All diese Zeichen, die wir uns angeschaut haben, insbesondere die letzten Verse, ab Vers 20, die Belagerung und Umzingelung Jerusalems, die unmittelbaren Kennzeichen und Katastrophen, die kurz vor seinem Kommen stattfinden werden, diejenigen, die diese Zeichen beginnen zu sehen, sollen erkennen, dass das Reich Gottes nah ist. Das war hier gerade Vers 31. Diejenigen, die diese Zeichen beginnen zu sehen, also die Menschen, die in der Zukunft diese Zeichen erleben, die Erf\u00fcllung dieser Zeichen erleben, diese Menschen, <b>dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles erf\u00fcllt ist<\/b>. Dieses Geschlecht bezieht sich demnach nicht auf die Generation zur Lebzeit Jesu, sondern die Generation aus Vers 31. Diejenigen aus Vers 31, die diese Zeichen sehen, diejenigen aus Vers 28: \u201ewenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure H\u00e4upter empor.\u201c Dieses Geschlecht wird nicht vergehen. Dass ihr aus Vers 31 erkennt ihr von selbst, so erkennt auch ihr, das ist die Generation, das ist das Geschlecht, das die Zeichen beginnt zu sehen. Diese Sichtweise ordnet die \u00d6lbergrede in die Zukunft ein, kann die \u00d6lbergrede in die Zukunft einordnen und kann die <b>Wirklichkeit der Worte Jesu beibehalten<\/b>, insbesondere die seines Kommens. Wenn Jesus all diese Worte spricht, dann k\u00f6nnen wir sie immer noch w\u00f6rtlich verstehen und m\u00fcssen sie nicht verbildlichen oder vergeistlichen. Das ist die zweite Ansicht, also dieses Geschlecht bezieht sich auf die zuk\u00fcnftige Generation, welche die Ereignisse erleben, die Jesus hier beschreibt.<\/p>\n<p><b>Drittens<\/b>, das ist auch eine verbreitete Sichtweise, dieses Geschlecht bezieht sich auf das <b>ungl\u00e4ubige Israel<\/b>. Diese Ansicht versteht Geschlecht oder Generation nicht zeitlich, sondern wie ich gesagt habe, <b>qualitativ<\/b> als eine Art von Geschlecht. Eine Gruppe von Menschen, die durch dieselbe Eigenschaft gekennzeichnet ist, in dem Falle dieselbe Eigenschaft, die auch die Menschen zur Lebzeiten Jesu hatten, n\u00e4mlich dass sie in <b>Unglauben und in Rebellion<\/b> gegen\u00fcber Gott und ihrem Messias sind. Das ist etwas, was wir durch die ganze Schrift sehen k\u00f6nnen, ist, dass das Volk Israel als Geschlecht bezeichnet wird, das durch Unglauben und Verkehrtheit gekennzeichnet ist. Vom Alten Testament aus, 5. Mose 32, 20: \u201eEr sprach: Ich will mein Angesicht von ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation voller Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.\u201c In 5. Mose 32, 20, das ist das Lied Mose. Ihr m\u00fcsst verstehen, die Generation, die Mose ins Land bringt, ist eigentlich eine, in Anf\u00fchrungsstrichen, gute Generation, eine gehorsame Generation. Aber Mose wei\u00df von Anfang an und wei\u00df hier, dass Israel sp\u00e4ter abfallen wird, von Gott abfallen wird, in G\u00f6tzendienst und S\u00fcnde fallen wird, und in diesem Lied geht es unter anderem darum. Und in diesem Lied Mose spricht Gott: \u201eIch will mein Angesicht von ihnen verbergen, denn in einer Generation voller Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.\u201c Dann Matth\u00e4us 17, 17 haben wir fast dieselben Worte aus 5. Mose 32. Matth\u00e4us Kapitel 17, 17: \u201eJesus aber antwortete und sprach: Ungl\u00e4ubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her.\u201c Hier haben wir, wenn man in die griechische \u00dcbersetzung des Alten Testaments schaut, haben wir bei \u201eGeneration voller Verkehrtheit\u201c und in \u201eKinder, in denen keine Treue ist\u201c sehr dieselben Wortst\u00e4mme wie im griechischen Text von Matth\u00e4us Kapitel 17, 17: \u201eUngl\u00e4ubiges und verkehrtes Geschlecht.\u201c Unglaube, Verkehrtheit, Rebellion gegen Gott ist etwas, was das Volk Israel durch die Zeit hindurch gekennzeichnet hat. Unglaube und Rebellion hat das Geschlecht Israels durch die Zeit hindurch gekennzeichnet. Ihr seht also diese qualitative Komponente statt der zeitlichen Komponente. Apostelgeschichte 7, 51 bis 52, in der Rede von Stephanus, dort werden zwar nicht dieselben Worte verwendet, aber dieselbe Idee sehen wir dort: \u201eIhr Halstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure V\u00e4ter, so auch ihr! Welchen der Propheten haben eure V\u00e4ter nicht verfolgt? Und sie haben die get\u00f6tet, welche die Ankunft des Gerechten vorherverk\u00fcndigten, dessen Verr\u00e4ter und M\u00f6rder ihr jetzt geworden seid.\u201c In Stephanus\u2018 Rede gibt er die Geschichte Israels, wie sie mit Joseph, mit Mose umgegangen sind und letztendlich mit Jesus. Und Stephanus vergleicht wieder die Menschen mit ihren V\u00e4tern: \u201eWie eure V\u00e4ter, so auch ihr.\u201c Ihr seid dasselbe Geschlecht, nicht zeitlich. Sie haben nicht zur selben Zeit gelebt, aber von der Art und Weise, von eurer Haltung gegen\u00fcber Gott, von eurer Hartn\u00e4ckigkeit, von eurer Unbeschnittenheit am Herzen \u2013 ihr seid dasselbe Geschlecht. Und wir wissen, ein \u00dcberrest Israels wird am Ende zum Glauben kommen, aber auch der rebellische und ungl\u00e4ubige Teil Israels bleibt bestehen. In Sacharja 13 lesen wir davon, dass zwei Drittel Jerusalems get\u00f6tet wird. Das ist der ungl\u00e4ubige Teil Israels, w\u00e4hrend ein Drittel gel\u00e4utert und gereinigt wird und durch diese Zeit hindurchgehen wird. Auch diese Sichtweise kann die <b>W\u00f6rtlichkeit der Worte Jesu beibehalten<\/b> und die Ereignisse in die Zukunft einordnen.<\/p>\n<p>Also drei Auslegungen, die \u00fcblich sind, die bekannt sind. W\u00e4hrend ich die erste Auslegung klar ablehne, kann ich die Argumente f\u00fcr die dritte Perspektive sehr gut nachvollziehen. Wenn jemand sagt, wenn jemand dieses Geschlecht als qualitatives Geschlecht, als dieses ungl\u00e4ubige, rebellische Geschlecht versteht, kann ich das sehr gut verstehen. Aber vom <b>Textfluss<\/b> her halte ich die <b>zweite Auslegung am sinnvollsten<\/b>. Die zweite Auslegung zur Erinnerung war, dass dieses Geschlecht zeitlich zu verstehen ist, aber sich auf die zuk\u00fcnftige Generation bezieht, welche die Ereignisse erleben, die Jesus hier beschreibt. Wieso? F\u00fcr mich ist das die logische Folge nach Vers 31. Vers 31 sagt: \u201eDas Reich Gottes ist nahe anhand dieser Zeichen, erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.\u201c Dann kommt Vers 32 und beantwortet quasi diese Nachfolgefrage: \u201eWie nah?\u201c Das Reich Gottes ist nahe. Wie nah ist es denn? Es ist so nah, dass <b>dieses Geschlecht<\/b>, diese Generation, die Menschen, die zu der Zeit leben, die diese Ereignisse beginnen zu sehen, <b>sie wird nicht vergehen, bevor alles erf\u00fcllt ist<\/b>. Wie nah? Das Reich Gottes ist nur so nah, dass es keine weitere Generation mehr dauern wird. Die Generation, die beginnt, die Erf\u00fcllung der unmittelbaren Zeichen zu sehen, <b>dieselbe Generation wird nicht vergehen, bis das Reich Gottes kommt<\/b>. Und deswegen halte ich \u2013 dieser Textfluss ist f\u00fcr mich am sinnvollsten \u2013 und deswegen halte ich zu dieser Auslegung. Der denkt dar\u00fcber nach, was will Jesus hier eigentlich machen? Er will die Gl\u00e4ubigen in dieser Zeit <b>ermutigen<\/b>. Was f\u00fcr eine Ermutigung muss es f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen sein, wenn sie die Welt in Chaos versinken sehen? Die Verfolgung, die Bedr\u00e4ngnis, durch die sie m\u00fcssen, und Jesus sagt ihnen: \u201eEs ist auch nicht mehr lange, bis eure Erl\u00f6sung naht.\u201c Es wird nicht mal eine weitere Generation dauern, bis die Erl\u00f6sung da ist. Deswegen sagt Jesus: \u201eErkennt also die Bedeutung dieser Zeichen und ermutigt euch, denn der Herr ist nah, sehr nah, er ist nicht eine Generation weiter entfernt.\u201c Das ist es, glaube ich, was Jesus hier sagen m\u00f6chte. Er m\u00f6chte sie ermutigen.<\/p>\n<p>Das war der erste Befehl: <b>Erkennt die Bedeutung der Zeichen<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vertraut meinen Worten<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Zweitens, der zweite Befehl lautet: <b>\u201eVertraut meinen Worten.\u201c<\/b> Und das ist ein Befehl, der hier nicht explizit gegeben ist, aber implizit sich in Vers 33 befindet. Vers 33: \u201eDer Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.\u201c Nun m\u00f6chte Jesus seinen Worten noch mehr Gewicht geben. Er m\u00f6chte die J\u00fcnger ermutigen, seinen Worten zu vertrauen. Sie k\u00f6nnen darauf vertrauen, dass diese Zeichen wirklich das Reich Gottes ank\u00fcndigen, denn seine Worte sind <b>best\u00e4ndiger als Himmel und Erde<\/b>. \u201eDer Himmel und die Erde werden vergehen.\u201c Lieber Bruder, liebe Schwester, falls dir das vorher noch nicht bewusster war, dann m\u00f6chte ich es dir jetzt sagen: <b>\u201eDer Himmel und die Erde werden vergehen.\u201c<\/b> Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Viele Verse sagen uns das, ich will nur kurz eine Auswahl schnell lesen. Jesaja 65, 17: \u201eDenn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Fr\u00fchere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen.\u201c Jesaja 65, 17. 2. Petrus 3, ab Vers 10. Dort hei\u00dft es, dass die Erde und die Himmel mit gewaltigem Ger\u00e4usch vergehen werden. Die Elemente werden in Brand aufgel\u00f6st, und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht gefunden. Der Himmel wird in Feuer geraten und aufgel\u00f6st. Die Elemente im Brand zerschmelzen werden Vers 12. Vers 13: \u201eWir erwarten aber nach seiner Verhei\u00dfung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.\u201c Offenbarung 21, Vers 1: \u201eIch sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.\u201c<\/p>\n<p>Jesus m\u00f6chte aber jetzt nicht nur uns sagen, dass der Himmel und die Erde vergehen wird, sondern sein Punkt ist, er bringt die Verg\u00e4nglichkeit der Sch\u00f6pfung heran, um die <b>Unverg\u00e4nglichkeit und Best\u00e4ndigkeit seiner Worte im Kontrast zu verdeutlichen<\/b>. Sogar die Sch\u00f6pfung, die seit Jahrtausenden besteht, wird vergehen. Aber die Worte Jesu werden nicht vergehen, sie bleiben bestehen. An den Worten Jesu kann nicht ger\u00fcttelt werden, es kann nichts ver\u00e4ndert werden, nichts hinzugef\u00fcgt werden, nichts weggenommen werden. Jesu Worte sind <b>sicher und fest<\/b>. Jesaja 40, Vers 8 sagt: \u201eDas Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt, aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.\u201c Lukas 16, Vers 17 sagt: \u201eEs ist aber leichter, dass der Himmel und die Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes wegf\u00e4llt.\u201c Tom Pennington hat folgendes gesagt: \u201eJedes Wort, das Jesus sagt, ist best\u00e4ndiger und dauerhafter als dieser Planet, den wir unsere Heimat nennen.\u201c<\/p>\n<p>Stellt euch vor, keiner von uns geht nachts ins Bett und zweifelt daran, dass die Erde pl\u00f6tzlich verschwunden ist oder dass der Himmel verschwunden ist, wenn wir am n\u00e4chsten Tag aufwachen. Wir gehen alle nachts schlafen mit dem Glauben, mit der Gewissheit, dass die Erde bestehen bleibt, dass der Himmel dort bleibt, wo er ist, dass er nicht verschwinden wird. Wir haben den Glauben, dass der Planet auch morgen noch da sein wird. Jesus sagt, dass sein Wort <b>fester und sicherer<\/b> ist als das. Wenn du dem Boden unter deinen F\u00fc\u00dfen vertraust, wie viel mehr k\u00f6nnen wir dem Wort Jesu vertrauen, denn der Boden unter deinen F\u00fc\u00dfen wird eines Tages vergehen, der Himmel \u00fcber unseren K\u00f6pfen wird eines Tages vergehen, aber das <b>Wort Gottes wird nicht vergehen<\/b>. Seine Ermutigungen, seine Verhei\u00dfungen, seine Eigenschaften, seine Prophezeiungen, wie wir es in diesem Text haben, sie werden nicht vergehen. Wenn er dich ermutigt, dass das Reich Gottes nahe ist, wenn er dich ermutigt, dass deine Erl\u00f6sung nahe ist, so hebe deine H\u00e4upter empor! Wenn er sagt, dass kein Haar von deinem Haupt verloren gehen wird, wie wir es in Vers 18 gesehen haben, dann k\u00f6nnen wir seinen Worten vertrauen.<\/p>\n<p>Ich hatte urspr\u00fcnglich geplant, heute den ganzen Abschnitt abzuschlie\u00dfen, aber ich habe mich jetzt doch entschieden, dass wir an dieser Stelle aufh\u00f6ren und so der Herr will n\u00e4chste Woche fortsetzen, weil es sonst eindeutig zu lang werden wird.<\/p>\n<p><b>Was haben wir heute gesehen und was k\u00f6nnen wir daraus lernen?<\/b> Der Text gibt die Struktur selbst vor, denn er erteilt uns Befehle. Jesus erteilt hier Befehle, und diese Befehle sind dann nat\u00fcrlich auch die Anwendung f\u00fcr unser Leben. Jesus, nachdem er eine Reihe von Zeichen gegeben hat, erteilt nun Befehle dar\u00fcber, wie wir mit diesen Zeichen umgehen sollen. Und wie sollen wir damit umgehen? Wir haben es gesehen.<\/p>\n<p><b>Erstens: Erkenne die Bedeutung der Zeichen.<\/b> Wir haben gesehen, die Zeichen beschreiben nat\u00fcrlich die unmittelbaren Zeichen, die eine zuk\u00fcnftige Generation erleben wird. Diese Zeichen gelten nicht direkt f\u00fcr uns, aber wir sehen doch bereits diese <b>Vorzeichen<\/b>, diese <b>\u00dcbungswehen<\/b>, die Zeichen in geringer Intensit\u00e4t: die Kriege, die Unruhen, die Katastrophen, die Verfolgung. Wir sehen bereits diese fr\u00fchen, unregelm\u00e4\u00dfigen Wehen heute. Und f\u00fcr uns bedeuten diese Zeichen auch nichts anderes, als dass das Reich Gottes nahe ist. Denn es ist nahe. In der heilsgeschichtlichen Zeittafel ist das Kommen Jesu das n\u00e4chste Ereignis. In unserem Fall, und dar\u00fcber haben wir in diesem Text nicht lange geredet, weil es nicht darum geht, ist es die <b>Entr\u00fcckung der Gemeinde<\/b>. Und sie steht vor der T\u00fcr, liebe Geschwister. Sie steht in gewisser Ma\u00dfen mehr vor der T\u00fcr als die Dinge, als das Reich Gottes an dieser Endzeit. Denn f\u00fcr die Entr\u00fcckung haben wir keine Zeichen, keine Vorzeichen, keine Dinge, die wir identifizieren k\u00f6nnen, um zu erkennen, dass es bald geschehen wird. Es kann jederzeit und pl\u00f6tzlich geschehen. Und diese \u00dcbungswehen, die Unruhen der heutigen Zeit, das Chaos, die Kriege, die Ger\u00fcchte von Kriegen, Nationen gegen Nationen, die sich erheben \u2013 auch wenn wir um uns herum k\u00f6nnen wir das doch sehen. Wenn wir das sehen, lasst uns <b>nicht verzagen<\/b>. Lasst uns nicht im Blick auf diese Erde verzweifeln. Lasst uns auch nicht uns verlieren in den Zeichen selbst, sondern lasst uns, liebe Geschwister, <b>\u00fcber die Zeichen hinausschauen<\/b>. Auch heute erinnern dich diese Zeichen: Kriege, Katastrophen, Verfolgung, falsche Propheten, falsche Lehre. Auch heute sagen sie dir bereits, dass das Reich Gottes nahe ist. Das Kommen unseres Herrn Jesus ist nahe. Er steht vor der T\u00fcr in einer anderen Form f\u00fcr uns als f\u00fcr diese Menschen dort, aber auch f\u00fcr uns. Das Kommen Jesu ist nahe. <b>Erkenne die Bedeutung dieser Zeichen.<\/b><\/p>\n<p>Und wenn du die Bedeutung dieser Zeichen erkennst, dann <b>zweitens: Vertraue seinen Worten.<\/b> Sein Wort ist wahr und sicher. Es ist fest und best\u00e4ndig. Vertraue ihm. Glaube seinen Worten. Sei es die Prophezeiung von zuk\u00fcnftigen Ereignissen wie hier oder Verhei\u00dfungen f\u00fcr dein allt\u00e4gliches Leben. Sei es die Wahrheit, dass deine S\u00fcnden vergeben sind in Christus Jesus. Sei es die Wahrheit, dass er dich nie alleine lassen wird. Sei es die Wahrheit, dass er souver\u00e4n ist und \u00fcber diese Erde herrscht, dass alles, was geschieht, in seiner Kontrolle ist, in seinen H\u00e4nden ist und dass alles, was er tut, zu deinem Wohl und zu seiner Herrlichkeit ist. Sei es die Wahrheit, dass er dir in deinen Versuchungen, in deinen Bedr\u00e4ngnissen Kraft schenken wird, seinen Geist geschenkt hat und dich mit ihm versiegelt hat. Sei es die Wahrheit, dass er dich nicht \u00fcber dein Ma\u00df versuchen wird, sondern mit der Versuchung auch einen Ausgang schaffen will. Sei es seine Eigenschaften, dass er heilig, gerecht, gut, liebevoll, allwissend, in sich selbst genugsam, heilig ist. All diesen Worten kannst du vertrauen. Du kannst ihnen mehr vertrauen, als dem Planeten, auf dem du stehst, und dem Himmel \u00fcber deinem Haupt. Lasst uns umkehren und lasst uns Bu\u00dfe tun von Unglauben. Wenn wir dem Boden unter unseren F\u00fc\u00dfen vertrauen, Jesus sagt, du kannst Jesu seinen Worten mehr vertrauen. Wenn wir dann aber seinen Worten uns pfeifen, denn es ist das S\u00fcnde. Es ist Unglauben.<\/p>\n<p>Und wenn du seinen Worten vertraust, wenn du die Bedeutung der Zeichen erkennst, und das werden wir n\u00e4chstes Mal sehen, aber ich kann euch die Anwendung heute schon geben, dann <b>h\u00fcte dich vor Beschwertheit durch S\u00fcnde und wache durch Gebet<\/b>. Weil Jesus wiederkommt, sei auf der Hut. Wir sind nicht hier auf dieser Erde, um unser irdisches Leben hier zu genie\u00dfen, um durch S\u00fcnde und Begierde schwer und gel\u00e4hmt zu sein, sondern wir sind hier, um wachsam auf unseren Herrn zu warten, im Gebet. Aber dazu mehr n\u00e4chste Woche.<\/p>\n<p>Dem Namen unseres Herrn m\u00f6gen alle Ehre zuteilwerden. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name unseres Herrn, m\u00f6ge der Name Jesu Christi verherrlicht werden. Schlagen wir auf den Text f\u00fcr die heutige Predigt: Lukas Evangelium Kapitel 21, und lasst uns die Verse 29 bis 36 lesen. 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