{"id":2006,"date":"2025-07-20T21:39:20","date_gmt":"2025-07-20T19:39:20","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2006"},"modified":"2025-10-01T09:32:53","modified_gmt":"2025-10-01T07:32:53","slug":"warnung-zur-wachsamkeit-teil-2","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/warnung-zur-wachsamkeit-teil-2\/","title":{"rendered":"Warnung zur Wachsamkeit &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Gestern waren wir als Familie in einem Restaurant essen. Rotraut uns zum Italiener zum Pizzaessen eingeladen und wie das so oft ist, wenn man rausgeht, um zu essen: Wir haben da die \u2013 das Restaurant hatte so eine besondere Pizza, so eine viereckige Pizza mit Frischk\u00e4se, der in den Rand eingef\u00fcllt ist. Also, der Rand ist gef\u00fcllt mit Frischk\u00e4se. Man hat also eine gro\u00dfe Pizza, man hat einen gro\u00dfen Teig, und der Teig ist sogar dazu noch gef\u00fcllt. Und nat\u00fcrlich hat das sehr satt gemacht. Das war sehr lecker, aber nach dieser Pizza war man nat\u00fcrlich voll. Man war nicht nur voll, man war nicht nur ges\u00e4ttigt, man war zu voll, man war zusatt. Man war weit \u00fcber dem S\u00e4ttigungsgef\u00fchl hinaus.<\/p>\n<p>Und ihr kennt das sicherlich, wenn man essen geht, oder wenn man nicht nur Pizza essen geht. Manchmal, ja, es gibt ja auch die M\u00f6glichkeit, das All-you-can-eat. Auch das machen wir gerne als Familie ab und zu. Und da isst man nat\u00fcrlich viel. Ja, teilweise sahen es fr\u00fcher, wenn William auch dabei war, William und ich, als Herausforderung beim All-you-can-eat, so viel zu essen, wie es nur geht. Man will das meiste und das beste aus diesem Restaurantbesuch herausholen. Aber wenn man am Ende \u2013 ja, ich war einmal mit Freunden auch beim All-you-can-eat, und am Ende haben wir uns angeschaut, und wir haben uns einfach nur miserabel gef\u00fchlt. Wenn es zu weit \u00fcber die Ma\u00dfen geht, dann f\u00fchlt man sich irgendwann nicht mehr gut.<\/p>\n<p>Was das Essen mit uns macht, ist, wenn wir einfach zu viel haben, weit, weit \u00fcber die Ma\u00dfen. Es macht uns m\u00fcde. Man f\u00fchlt sich schlecht. Man f\u00fchlt sich gel\u00e4hmt. Ich kann mich erinnern \u2013 ich habe sogar ein Foto davon auf meinem Handy \u2013, als wir mit Freunden mal All-you-can-eat waren. Am Ende lag ein Freund von mir einfach, er lag auf dem Tisch, also mit Kopf auf dem Tisch, weil er sich einfach nicht mehr bewegen konnte. Er hat so viel gegessen, dass er wie gel\u00e4hmt war. Und ich glaube, wahrscheinlich kennt jeder von euch das Gef\u00fchl, dass, wenn man mal so viel gegessen hat, man kann sich nicht mehr bewegen, kein St\u00fcck mehr. Ja, man will sich \u2013 das Mittagstief kommt, und man will sich eigentlich ins Bett legen, aber man kann sich nicht mal zum Bett bewegen, weil man so voll ist und so viel gegessen hat.<\/p>\n<p>Dieses Gef\u00fchl von L\u00e4hmung, dieses Gef\u00fchl von Erschwertheit ist ein Gef\u00fchl, dass wir auch in unserem Text finden, und es ist ein Gef\u00fchl, vor dem Jesus warnt. Wir haben heute in unserem Text diesen Vers, wo es darum geht, dass man sich h\u00fcten soll, dass die Herzen nicht etwa beschwert werden. Dieses Gef\u00fchl, dass wir, sage ich mal, kennen, wenn man wirklich \u00fcber die Ma\u00dfen zu viel gegessen hat, von L\u00e4hmung, von Erschwertheit \u2013 es ist etwas, was sich nat\u00fcrlich, das war jetzt illustrativ, auf das Zu-viel-Essen einmal ab und zu mal oder einmal zu viel Essen jetzt als Beispiel hergenommen, aber es ist ein Gef\u00fchl und es ist eine \u2013 das ganz gut beschreibt, was S\u00fcnde mit uns tun kann.<\/p>\n<p>S\u00fcnde \u2013 wir wissen, was S\u00fcnde ist. Es ist \u00dcbertretung von Gottes Gesetz. Es ist eine \u2013 es sind Taten, es sind Gedanken, es sind Worte gegen Gott, gegen seine Natur, gegen seinen reinen und wahrhaftigen Charakter. Wir wissen, dass, wenn wir s\u00fcndigen, dass es nicht gut ist. Wir wissen auch, dass nat\u00fcrlich S\u00fcnden, alle unsere S\u00fcnden, ob Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wenn wir an Christus Jesus glauben, alle S\u00fcnden vergeben sind. Aber wir m\u00fcssen uns auch bewusst sein, dass S\u00fcnden Konsequenzen haben, und S\u00fcnden erschweren, S\u00fcnden beschweren unser Leben. Sie machen uns lahm. Sie machen uns unf\u00e4hig zu funktionieren. Und die \u2013 eine der Warnungen, die Jesus hier seinen J\u00fcngern gibt im Lichte der Zeichen seines Wiederkommens, ist: <b>H\u00fctet euch davor, was S\u00fcnde mit euren Herzen macht! H\u00fctet euch davor, wie S\u00fcnden euch l\u00e4hmen!<\/b><\/p>\n<p>Wir befinden uns am Ende der gro\u00dfen Rede, oder man k\u00f6nnte auch sagen der gro\u00dfen Predigt, des Herrn Jesus \u00fcber das Ende des Zeitalters. Wir befinden uns in dieser langen Antwort von Jesus auf die Frage der J\u00fcnger, die uns seit einigen Wochen, ja, mittlerweile Monaten besch\u00e4ftigt: Die Frage: Wann wird dies sein? Was ist das Zeichen? Wann dies geschehen soll? Wann wird all das sein, was wir uns unter dem Ende der Zeit und unter dem Ende des Zeitalters vorstellen? Dein Auftreten als Messias, das Aufrichten des Reiches, die Verfolgungen, die Bedr\u00e4ngnis, aber die letztendliche Rettung, die wir erwarten und die wir aus dem Alten Testament kennen. Wann wird dies sein und was sind die Zeichen?<\/p>\n<p>Und Jesus hat ihnen eine lange, lange Reihe an Zeichen geschenkt. Wir haben von 8 bis 19 gesehen, die Anf\u00e4nge der Geburtswehen \u2013 diese Zeichen, die sich \u00fcber die Zeit und \u00fcber die Geschichte hindurch immer wieder zeigen werden in unterschiedlicher H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t, zum Ende aber dann wirklich in dieser Zeit der Drangsal ihren H\u00f6hepunkt erreichen werden, was ihre H\u00e4ufigkeit, was ihre Intensit\u00e4t betrifft, wie Geburtswehen, Verf\u00fchrer, Kriege, Katastrophen, aber auch Verfolgung um des Namens Jesu willen. W\u00e4hrend diese allgemeinen, immerw\u00e4hrenden Zeichen existieren, gibt es auch unmittelbare Zeichen, die ganz konkret und direkt das Ende, die Bedr\u00e4ngnis und das Kommen unseres Herrn ank\u00fcndigen: die Verw\u00fcstung Jerusalems, dass Jerusalem mit Heerscharen umzingelt wird, dass ein Gr\u00e4uel der Verw\u00fcstung, ein G\u00f6tzenbild, im Tempel aufgestellt werden wird, und all diese Dinge.<\/p>\n<p>Dann haben wir diese kosmischen Ph\u00e4nomene: die Sonne verdunkelt, der Mond gibt seinen Schein nicht mehr, Sterne, die ihre Bahnen verlassen. All diese Zeichen k\u00fcndigen das Kommen des Sohnes des Menschen an. Das ist das ultimative Zeichen, das ist das Zeichen aller Zeichen, n\u00e4mlich, dass der Sohn selbst kommen wird auf den Wolken mit Macht und gro\u00dfer Herrlichkeit. Und wir haben in diesem letzten Abschnitt letzter Woche bereits gesagt, dass Jesus in diesem Abschnitt von Lukas 21, 29 bis 36, vier Befehle erteilt an Gl\u00e4ubige zum Umgang mit den Zeichen des Kommens des Reiches Gottes. Jesus warnt die Gl\u00e4ubigen im Lichte der Zeichen seines Kommens dazu, wachsam zu sein. Und so ist auch der Titel der Predigt: <b>Warnung zur Wachsamkeit<\/b>. Wir sind heute im zweiten Teil. Vergangene Woche haben wir uns den ersten Befehl angeschaut: <b>Erkennt die Bedeutung der Zeichen!<\/b><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Erkennt die Bedeutung der Zeichen!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus illustriert durch einen Feigenbaum, oder eigentlich durch alle B\u00e4ume, dass das Sprossen und das Hervorbringen der Bl\u00e4tter uns anzeigt, uns kennzeichnet, dass der Sommer nahe ist. Die J\u00fcnger sollen nicht nur die Zeichen selbst anschauen, denn wenn wir die Zeichen selbst nur anschauen, verzagen wir. Wenn wir nur die Zeichen sehen, dann verzweifeln wir. Jesus sagt: Schaut \u00fcber die Zeichen hinaus, wof\u00fcr diese Zeichen stehen. Schaut \u00fcber das Blatt hinaus, das hervorsprie\u00dft aus dem Baum, sondern schaut darauf, wof\u00fcr das steht, n\u00e4mlich, dass der Sommer nahe ist, dass die Erntezeit bald nahe ist, dass die Fr\u00fcchte bald kommen. Wenn ihr diese Zeichen seht \u2013 Verf\u00fchrer, Kriege, Katastrophen, kosmische Ph\u00e4nomene, Verw\u00fcstung, Bedr\u00e4ngnis \u2013 schaut dar\u00fcber hinaus und wisst, dass die K\u00f6nigsherrschaft Gottes nahe ist, dass mein Kommen nahe ist.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, Jesus ermutigt seine J\u00fcnger. Er steht vor der T\u00fcr. Wenn ihr dies alles seht, die Menschen, die in dieser Zeit leben werden, die all das erleben werden, die Bedr\u00e4ngnis, die Verfolgung und alles \u2013 sie sollen wissen: Ihre Erl\u00f6sung steht vor der T\u00fcr. Sie k\u00f6nnen ihre H\u00e4upter emporheben. Die K\u00f6nigsherrschaft Gottes ist nahe. Und dann haben wir in Vers 32 gesehen, wie nah. Wir haben gesehen, dass es da unterschiedliche Auslegungen f\u00fcr diesen Vers gibt, n\u00e4mlich, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist. Und wir haben gesehen, ich finde die Auslegung, dass dieses Geschlecht die zuk\u00fcnftige Generation, die die Ereignisse erleben, hier gemeint ist. Also, die Menschen, die Generation, die zeitliche Gruppe von Menschen, die beginnt diese Zeichen zu sehen, es wird nicht lange dauern. Es wird keine weitere Generation dauern, bis es soweit ist. Dieses Geschlecht wird alles erleben, was hier beschrieben steht. Also, erkennt die Bedeutung der Zeichen, und die Bedeutung der Zeichen ist Ermutigung f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen. Es ist Ermutigung: Gott ist nah, und er ist sehr nahe. Eure Erl\u00f6sung ist nahe.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vertraut meinen Worten!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zweitens haben wir gesehen: <b>Vertraut meinen Worten!<\/b> \u201eDer Himmel und die Erde werden vergehen\u201c, Vers 33, \u201emeine Worte aber werden nicht vergehen.\u201c Wenn ihr Himmel und Erde vertraut, dass der Boden unter euren F\u00fc\u00dfen fest ist, dass er morgen noch da ist, wie viel mehr dann meinen Worten, spricht der Herr Jesus? Denn Himmel und Erde werden eines Tages vergehen. Es wird einen neuen Himmel, eine neue Erde geben. \u201eDas Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.\u201c Jedes Wort, das Jesus sagt, ist best\u00e4ndiger und dauerhafter als dieser Planet, den wir unsere Heimat nennen. Ist das Zitat auch letzte Woche vorgelesen habe: Wenn Gott sagt, wenn Jesus sagt: \u201eMein Reich ist nahe, hebt eure H\u00e4upter empor, dieses Geschlecht wird nicht vergehen\u201c, dann k\u00f6nnen wir seinen Worten glauben. Dann k\u00f6nnen wir ihm vertrauen, denn sein Wort ist das Best\u00e4ndigste, was existiert, best\u00e4ndiger als alles, was wir hier um uns herum sehen. Wir k\u00f6nnen seinem Wort vertrauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>H\u00fctet euch vor Beschwertheit!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und nun kommen wir zum heutigen Teil, zum dritten Befehl. Wir haben gesagt, vier Befehle. Jetzt kommen wir zum dritten Befehl: <b>H\u00fctet euch vor Beschwertheit!<\/b> Vers 34, 35: \u201eH\u00fctet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch V\u00f6llerei und Trunkenheit und Lebenssorgen, und jener Tag pl\u00f6tzlich \u00fcber euch hereinbricht wie ein Fallstrick. Denn er wird \u00fcber alle kommen, die auf dem Erdboden ans\u00e4ssig sind.\u201c<\/p>\n<p>Jesus erteilt einen dritten Befehl. Es hie\u00df erst: Erkennt die Bedeutung der Zeichen! Zweitens, nat\u00fcrlich ist dieser Befehl, der zweite Befehl, ist er implizit als explizit: Vertraut meinen Worten! Nun wieder explizit: <b>H\u00fctet euch!<\/b> Befehlsform: H\u00fctet euch aber! Wir sollen uns alle also h\u00fcten vor etwas, in Acht nehmen. Und die Befehlsform ist hier, wie so oft, kontinuierlich, kontinuierlich fortlaufend wiederholend: Bleibt wachsam, bleibt in Achtsamkeit und in Behutsamkeit!<\/p>\n<p>Wovor sollen wir uns h\u00fcten? \u201eH\u00fctet euch aber, gebt Acht, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden.\u201c Das Wort, das hier f\u00fcr beschweren verwendet wird, es ist \u201ebar\u00fdn\u014d\u201c. Es vermittelt ein Gef\u00fchl von Schwere oder Unterdr\u00fcckung, dass die F\u00e4higkeit einer Person zu funktionieren oder zu reagieren beeintr\u00e4chtigt. Es ist also ein Wort, es bedeutet ja erschweren. Die Idee hinter diesem Wort ist: Etwas erschwert dich, etwas dr\u00fcckt dich derartig nieder, dass du nicht agieren kannst, dass du nicht reagieren kannst, dass du nicht funktionieren kannst, so wie du es normalerweise tust. Und wir kennen dieses Gef\u00fchl, deswegen habe ich es am Anfang erw\u00e4hnt: Wenn wir, wenn wir zum Beispiel sehr viel gegessen haben, unsere Reaktionszeit ist nicht dieselbe, als wenn wir auf n\u00fcchternen Magen w\u00e4ren. Wir k\u00f6nnen nicht so schnell reagieren, wir k\u00f6nnen nicht so schnell agieren, wir k\u00f6nnen nicht so klar denken.<\/p>\n<p>Dieses Wort <b>erschweren<\/b> wird verwendet, wird auch verwendet in der Bibel, um die M\u00fcdigkeit, um von M\u00fcdigkeit erschwerte Augen zu beschreiben. Zum Beispiel in Lukas 9, 32 hei\u00dft es: \u201ePetrus aber und die mit ihm waren, waren beschwert vom Schlaf.\u201c Und auch das ist ein Gef\u00fchl, das wir kennen, wenn wir schl\u00e4frig sind. Ja, wenn wir das Beispiel des Essens mal verlassen, auch insgesamt, wenn wir schl\u00e4frig sind, vielleicht heute Morgen, als ihr aufgewacht seid mit einer Stunde weniger Schlaf als gewohnt, wart ihr vielleicht beschwert vom Schlaf, oder nach einem anstrengenden Arbeitstag, oder insgesamt nach einem Tag, wenn ihr merkt, ihr seid m\u00fcde. Ja, es ist ganz oft so. Manchmal sogar gestern war es so, dass wir uns als Familie unterhalten haben, und ich war m\u00fcde, und ich war einfach nicht ganz dabei beim Gespr\u00e4ch. Und Mama und unsere weitere merken das immer sofort und sehen sofort: \u201eJohnny, du bist m\u00fcde\u201c, oder: \u201eDu bist nicht ganz dabei im Gespr\u00e4ch.\u201c Ja, sonst h\u00e4ttest du dich wahrscheinlich gerade \u00fcber die lustig gemacht nach der Geschichte, die sie erz\u00e4hlt hat. Ja, also, wenn ich m\u00fcde bin, dann bin ich nicht ganz da, dann bin ich nicht ganz wachsam, ich bin nicht aktiv, ich kann nicht reagieren. Meine Funktionen sind eingeschr\u00e4nkt. Ich bin beschwert.<\/p>\n<p>Matth\u00e4us 26, 43: \u201eAls Jesus in Gethsemane betete, sehen wir auch: Und als er kam und die J\u00fcnger fand, schliefen sie wieder, denn ihre Augen waren beschwert.\u201c Ihre Augen waren beschwert. Sie konnten sie nicht mehr offen halten. Auch das kennen wir: Wenn uns die M\u00fcdigkeit so erreicht hat, dass wir versuchen, die Augen offen zu halten. Ja, oft manchmal ging es in der Uni in der Vorlesung. Man sitzt da, man versucht, die Augen offen zu halten, aber es geht nicht. Die Augen sind zu beschwert. Sie fallen einfach runter. Das beschreibt dieses Wort <b>beschweren<\/b>.<\/p>\n<p>\u201eH\u00fctet euch davor, dass eure Herzen nicht beschwert werden.\u201c In der Schrift steht das <b>Herz<\/b> f\u00fcr das <b>Kontrollzentrum unseres Willens<\/b>. Und das Kontrollzentrum unseres Willens, also dort, unser Herz, ist das, was unseren Willen kontrolliert. Es trifft die Entscheidungen. Es \u2013 und das soll nicht in Unf\u00e4higkeit geraten werden durch Beschwertheit. Es soll nicht durch Beschwertheit in Inaktivit\u00e4t geraten, versetzt werden. So wie Augen bei M\u00fcdigkeit beschwert sind, so soll unser Herz nicht beschwert und unf\u00e4hig sein zu reagieren, unf\u00e4hig sein zu agieren.<\/p>\n<p>Durch was? Jesus gibt uns eine Auswahl von drei Dingen, die unser Herz beschweren k\u00f6nnen. Er sagt also: H\u00fctet euch vor Beschwertheit! Und diese drei Dinge k\u00f6nnen euer Herz beschweren. Glaube, dass ist eine Auswahl von drei Dingen, die die zusammenfassend einfach f\u00fcr S\u00fcnden stehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die drei Gefahren<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Erstens: durch V\u00f6llerei.<\/b> Das Wort V\u00f6llerei beschreibt exzessives Essen oder Alkoholkonsum, das \u00dcbelkeit hervorbringt. Es beschreibt das Besaufen. Es beschreibt die Benommenheit, wenn man betrunken ist, beziehungsweise es beschreibt sogar die \u2013 er fast schon geht und schlie\u00dft die Konsequenzen, die Auswirkungen von Betrunkenheit ein, wie zum Beispiel den Kater, den man am n\u00e4chsten Tag hat, die Benommenheit, die die Kopfschmerzen, die Unf\u00e4higkeit, die man danach hat. Es steht insgesamt \u2013 und jetzt haben wir Essen und Alkohol als die direkten Beispiele, aber insgesamt steht hier V\u00f6llerei f\u00fcr den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Genuss von weltlichen Freuden. Ob \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Essen, Trinken von Alkohol oder andere Dinge. Weltliche Freuden, die vielleicht an sich alleine nicht falsch sind. Essen ist allein nicht falsch. Viele Dinge in dieser Welt sind weltliche Freuden, sind an sich nicht falsch. Aber ein \u00dcberma\u00df von, ein exzessives Ausma\u00df davon, kann uns beschweren. Es k\u00f6nnen Hobbys in unserem Leben sein. Es k\u00f6nnen, es k\u00f6nnen Filme sein. Es k\u00f6nnen allerlei m\u00f6gliche Dinge sein. Wenn sie \u00fcberma\u00df nehmen, wenn sie \u00fcberhand nehmen, wenn sie exzessiv werden, k\u00f6nnen sie uns beschweren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Zweitens: Trunkenheit.<\/b> Trunkenheit ist, glaube ich, ganz klar, wenn man es beschreibt: den Zustand von \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Alkoholkonsum. Es steht f\u00fcr Kontrollverlust, Verlust der Selbstbeherrschung durch Alkohol. H\u00fctet euch davor! Wir k\u00f6nnen es alle sehen, und wir kennen das, dass Alkohol Menschen erschwert. Alkohol macht Menschen, vor allem wenn man zu viel davon und wenn man betrunken ist, es macht Menschen unf\u00e4hig zu agieren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Drittens: durch Lebenssorgen.<\/b> Das Wort beschreibt die allt\u00e4glichen Sorgen, die wir jeden Tag haben, die wir in unserem Alltag haben. Dinge, die in Matth\u00e4us 6 zum Beispiel angesprochen werden. Ja, sorgt euch nicht, sagt Jesus in Matth\u00e4us 6, was ihr esst, was ihr trinkt, was ihr kleidet. Auch Sorgen k\u00f6nnen das Herz erschweren und l\u00e4hmen. Die st\u00e4ndige Furcht ums Morgen, die Angst und die Sorge darum, ob die irdischen Bed\u00fcrfnisse gedeckt sind. Der Unglaube in Gottes F\u00fcrsorge und in Gottes K\u00fcmmern kann unser Herz beschweren. Wenn ich st\u00e4ndig dar\u00fcber f\u00fcrchte und Angst habe und zittere, was morgen ist, wenn ich st\u00e4ndig darum besorgt bin, ob ich meine Bed\u00fcrfnisse gestillt bekomme, es l\u00e4hmt einen. Es erschwert das Herz. Man kann nicht agieren, man kann nicht reagieren, wenn das Leben voller Sorgen ist. Angst und Furcht und Sorgen l\u00e4hmen einen.<\/p>\n<p>Im Gleichnis der vier verschiedenen B\u00f6den, ja, der S\u00e4mann, er s\u00e4t aus, und er s\u00e4t an den verschiedenen auf verschiedene B\u00f6den: am Weg, auf den Staub, den Felsen und die Dorne und auf den guten Boden. Einer dieser B\u00f6den ist ja der Dornbusch, ist der, sind Dorne. Und was passiert ist, dass der Same, der auf den Boden, in die Dorne f\u00e4llt, wird von den Dornen erstickt. Und nun Lukas 8, 14 sehen wir: Die Dorne stehen unter anderem f\u00fcr die Sorgen des Lebens. Lukas 8, Vers 14: \u201eDas aber unter die Dorne fiel, sind die, welche geh\u00f6rt haben und hingehen und von Sorgen und Reichtum und Vergn\u00fcgungen des Lebens erstickt werden und nicht zu Reife bringen.\u201c Das Bild vom Ersticken ist sehr \u00e4hnlich zum Bild von Beschweren. Ja, hier in dem Gleichnis ist das Bild, dass Reichtum, Vergn\u00fcgungen und Sorgen so viel Raum einnehmen. Die Dorne nehmen so viel Raum auf diesem Boden ein, dass der gute Same nicht wachsen kann. Die Idee ist, dass Reichtum, dass Vergn\u00fcgungen des Lebens und Sorgen so viel Raum in unserem Herzen einnehmen, dass das Gute und das Echte nicht wachsen kann, sondern erstickt wird. Oder wenn wir beschweren nehmen, es wird vom Gewicht dieser Dinge erdr\u00fcckt und kann nicht wachsen.<\/p>\n<p>Und hier haben wir eigentlich fast dieselbe Liste, wie Jesus hier gegeben hat. Jesus hat gesehen: V\u00f6llerei, Trunkenheit, Lebenssorgen. Hier haben wir Vergn\u00fcgungen des Lebens, Sorgen und wir haben Reichtum. Eine \u00e4hnliche Liste w\u00fcrde ich sagen. Reichtum auch etwas, Geld oder Geld an sich, Wohlstand an sich, ist etwas nichts Falsches, nichts S\u00fcndhaftes, aber exzessiver, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Genuss von weltlichem Wohlstand kann dich erschweren. Vergn\u00fcgungen, andere Vergn\u00fcgungen des Lebens und Sorgen. Und Spr\u00fcche 12, Vers 25 sagt das auch sehr gut: \u201eKummer im Herzen des Mannes dr\u00fcckt es nieder, aber ein gutes Wort erfreut es.\u201c Kummer, Trauer, Worte der Trauer, Sorgen \u2013 sie dr\u00fccken das Herz nieder. Spr\u00fcche 12, Vers 25.<\/p>\n<p>Und wie gesagt, das ist eine Auswahl von drei Dingen, und die Idee dahinter ist, dass S\u00fcnden unser Leben beschweren. S\u00fcnden erdr\u00fccken alles Gute, was in unserem Herzen sein m\u00f6ge. Der gute Same des Wortes, was sein m\u00f6ge, heiliger Wandel, ein gottwohlgef\u00e4lliges Leben \u2013 all das, wenn das Kontrollzentrum unseres Herzens erstickt wird von weltlicher, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger weltlicher Freude, von Sorgen und Angst und Unglauben, von S\u00fcnde und Lust und Begierde, das macht dich unf\u00e4hig, f\u00fcr Gott zu agieren. Es erdr\u00fcckt deine F\u00e4higkeit, Gott wohlgef\u00e4llig zu leben. Es t\u00f6tet deine Reaktionsf\u00e4higkeit. Es t\u00f6tet deine F\u00e4higkeit, diese Zeichen der Zeit, Jesus gibt, zu erkennen und dementsprechend zu wandeln. Es t\u00f6tet die Ermutigung, die Jesus schenkt, wenn Jesus sagt: \u201eDas Reich Gottes ist nahe\u201c anhand dieser Zeichen. Wenn du aber niedergedr\u00fcckt bist durch Sorgen, wenn du niedergedr\u00fcckt bist und unf\u00e4hig gemacht wirst durch S\u00fcnden, dann wirst du diese Zeichen nicht sehen. Und selbst wenn du die Zeichen siehst, wirst du nicht sehen, wof\u00fcr diese Zeichen stehen, n\u00e4mlich f\u00fcr das Reich Gottes, das nahe ist.<\/p>\n<p>Der Psalmist sagt Folgendes: Psalm 38, Vers 5: \u201eDenn meine S\u00fcnden wachsen mir \u00fcber den Kopf; wie eine schwere Last sind sie zu schwer f\u00fcr mich.\u201c Haben wir hier nicht auch das Bild von Erdr\u00fcckung, von Beschweren, von Ersticken? Der Psalmist schreit zum Herrn: \u201eDenn meine S\u00fcnden wachsen mir \u00fcber den Kopf; wie eine schwere Last sind sie zu schwer f\u00fcr mich.\u201c Liebe Geschwister, in unserem Glaubensleben hat vermutlich jeder von uns, und wenn nicht, dann wird dieser Tag noch kommen, dieses Gef\u00fchl schon mal gehabt im Blick und im Licht der eigenen S\u00fcnden, sich v\u00f6llig unf\u00e4hig zu f\u00fchlen, wie S\u00fcnden \u00fcber den Kopf wachsen, unser Herz beschweren, unseren Glauben ersticken wollen. Es ist eine Auswahl von drei Dingen, aber ich m\u00f6chte nicht, dass wir das falsch verstehen, liebe Geschwister. Es ist Christi Aufruf und Ermahnung zu einem <b>heiligen Wandel<\/b>, ganz einfach gesagt. Jesus in seinen Worten, die er mit denen er diese Dinge abschlie\u00dft, er ermahnt seine J\u00fcnger, S\u00fcnden zu fliehen und heiligem Wandel nachzustreben. Er befiehlt ihnen, \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Genuss von weltlichen Freuden zu fliehen und Enthaltsamkeit und zur Zucht in Gott nachzustreben. Sie sollen fliehen von Trunkenheit und von dem Verlust von Selbstbeherrschung, und sie sollen laufen zur Gottesfurcht, zur Disziplin in Gott. Sie sollen fliehen von Lebenssorgen und Unglauben und laufen und streben nach Vertrauen in Gott im Lichte davon, dass Jesus wiederkommen wird. Er ermahnt sie: <b>Seid heilig! Wandelt in Heiligkeit! Fliehe die S\u00fcnden! H\u00fcte dich davor, dass S\u00fcnden dich schwer und lahm machen!<\/b><\/p>\n<p>Einen ganz \u00e4hnlichen Gedankengang sehen wir in R\u00f6mer Kapitel 13. Schlage auf, R\u00f6mer Kapitel 13, 11 bis 14. R\u00f6mer Kapitel 13, die Verse 11 bis 14. Ganz \u00e4hnlicher Kontext: \u201eUnd dies tut als solche, die die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, da ihr aus dem Schlaf aufwacht; denn jetzt ist unsere Rettung n\u00e4her als da wir zum Glauben kamen.\u201c Derselbe Gedanke, den Paulus hier vermittelt: Erkannt die Zeit, erkannt die Stunde! Genau das, was Jesus gesagt hat: Erkannt die Bedeutung der Zeichen! Denn Paulus ganz logisch, ganz selbstredend sagt: Wir sind zumindest jetzt n\u00e4her an unserer Rettung, also der vollst\u00e4ndigen Erl\u00f6sung unseres Leibes und des Kommens unseres Herrn, der Verherrlichung, als wir damals, da wir zum Glauben gekommen sind. Wann auch immer jeder von euch hier zum Glauben gekommen ist, wir sind jetzt n\u00e4her am Kommen Jesu. Wir sind jetzt n\u00e4her an unserer vollkommenen Erl\u00f6sung als damals. Jede Sekunde, die vergeht, jeder Tag, der vergeht, ist ein Schritt n\u00e4her zur R\u00fcckkehr des Herrn. Ist uns das bewusst? Wenn jeder Tag vergeht, deswegen sagt Jesus: Erkennt die Zeichen der Zeit! Deswegen sagt Paulus, und um das zu erkennen, liebe Geschwister, es ist so wichtig, dass wir das verstehen: Um das zu erkennen, m\u00fcssen wir wach sein, wir m\u00fcssen achtsam sein, wir m\u00fcssen uns h\u00fcten! Wenn wir schl\u00e4frig sind, wenn wir trunken sind, wenn wir von S\u00fcnde erschwert sind, laufen wir blind durchs Leben.<\/p>\n<p>Vers 12: \u201eDie Nacht ist weit vorger\u00fcckt und der Tag ist nahe.\u201c Das Reich Gottes ist nahe, hat Jesus gesagt in Lukas. \u201eDass der Tag ist nahe\u201c, sagt Paulus hier. \u201eLasst uns nun deswegen als Folgerung, als Schlussfolgerung im Lichte dessen, dass der Tag nahe ist, lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen!\u201c Ablegen, anziehen, das Prinzip unserer Heiligung: Ablegen, anziehen. Wie machen wir das? Vers 13: \u201eLasst uns anst\u00e4ndig wandeln wie am Tag, nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht.\u201c Was sollen wir ablegen? Schwelgerei, Trinkgelage, V\u00f6llerei, Trunkenheit, wie Jesus in Lukas gesagt hat. H\u00fctet euch davor! Legt es ab! H\u00f6rt auf damit! Kehrt um davon! Dreht euch um von diesen Dingen! Schwelgerei, Trinkgelage, auch das alles Dinge, die uns erschweren, die uns die uns taub machen. Nicht in Unzucht und Ausschweifungen, Unzucht auch, Ausschweifungen, deswegen sage ich ja, Jesus hat drei Dinge genannt: V\u00f6llerei, Trunkenheit und Lebenssorgen. Aber diese drei Dinge sind eine Auswahl und stehen am Ende des Tages einfach f\u00fcr unsere S\u00fcnden, f\u00fcr alle S\u00fcnden. Hier haben wir eine l\u00e4ngere Liste: Unzucht, Ausschweifungen, unsere Begierden, unser Verlust der Selbstbeherrschung, wie wir vorhin auch gesagt haben, Streit und Eifersucht. Legt es ab, Werke der Finsternis, legt sie ab! Denn der Tag ist nah.<\/p>\n<p>Und dann Vers 14: Was sollen wir anziehen? \u201eUnd das ist wahrscheinlich die beste Beschreibung \u00fcberhaupt: Zieht den Herrn Jesus Christus an!\u201c Zieht den Herrn Jesus Christus an! Was sollen wir ablegen? Was sollen wir anziehen? Den Herrn Jesus! Was bedeutet das? Sein Wesen, sein Reden, sein Handeln, seine Heiligkeit, seine Reinheit \u2013 zieht ihn an! Um ihn anzuerkennen, m\u00fcssen wir, anzuziehen, m\u00fcssen wir ihn erst mal kennen. Kenne den Herrn Jesus! Lerne ihn, erkenne ihn und wachse in der Erkenntnis von ihm und ziehe ihn an! Ziehe ihn an, seine Heiligkeit, seine Reinheit, sein Gottvertrauen, seine Wachsamkeit \u2013 zieht den Herrn Jesus an! \u201eUnd treibt nicht Vorsorge f\u00fcr das Fleisch, dass Begierden wach werden.\u201c Und das ist wieder: F\u00fchlt euch vor diesen Dingen, vor dem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Genuss von weltlichen Freuden. Und hier ist diese Gefahr: Weltliche Freuden an sich sind nicht alle falsch, nicht alle sind S\u00fcnde per se, aber wir m\u00fcssen vorsichtig sein. Treiben sie diese Dinge, weltliche Gen\u00fcsse, weltliche Freuden, treiben sie Vorsorge f\u00fcr unser Fleisch, dass Begierden wach werden? Ob Essen, ob Alkohol, ob andere Dinge \u2013 wir kennen alle das Gef\u00fchl, sogar jetzt, dass es manchmal, habe ich dieses Gef\u00fchl, wie schnell die Zeit vergeht. Es ist das Gef\u00fchl von: Es ist so, als h\u00e4tte ich meine Augen zugemacht und wieder aufgemacht, und es ist ein Jahr vergangen. Es ist so, als h\u00e4tten wir gestern erst das neue Jahr gefeiert, und wir sind bereits drei Monate in dieses neue Jahr hinein. Der April beginnt n\u00e4chste Woche. Ich merke das in der Arbeit auch: Ich habe gerade das Gef\u00fchl, dass ich die Planung f\u00fcr das erste Quartal beendet habe, und jetzt muss ich bereits die Planung f\u00fcrs zweite Quartal beginnen. Alles springt, alles, alles vergeht so schnell.<\/p>\n<p>Und nicht nur, dass es schnell vergeht. Das Gef\u00fchl ist, glaube ich, auch \u00fcberhaupt, das Gef\u00fchl geh\u00f6rt ist nicht das, was ich gerade meine, aber dieses Gef\u00fchl von Benommenheit, von dieses Gef\u00fchl von: Es ist so, als h\u00e4tte ich nichts gemacht in diesem vergangenen Jahr oder in diesen vergangenen drei Monaten. Es ist so, als h\u00e4tte ich einfach nur die Augen geschlossen und wieder aufgemacht, und die Zeit ist vergangen. Ich habe die Dinge nicht getan, die ich mir vorgenommen habe. Ich habe die Vors\u00e4tze nicht gehalten, die ich mir am Anfang des Jahres gemacht habe. Ich habe die Ziele nicht erreicht. Nicht nur, weil die Zeit so schnell vergangen ist, sondern weil ich das Gef\u00fchl habe, ich habe nichts gemacht in diesen letzten drei Monaten oder in diesem letzten Jahr. Das ist das Gef\u00fchl von dieser Beschwertheit. Das ist das Gef\u00fchl von dieser Taubheit, vor der Jesus hier uns, glaube ich, warnt. Das hei\u00dft nicht, dass die Zeit nicht schnell f\u00fcr uns vergehen wird, oder dass wir uns manchmal wundern, wie schnell die Zeit vergangen ist. Manchmal sind wir auch wirklich aktiv und tun die Dinge, die wir tun wollen und und erreichen unsere Ziele und trotzdem vergeht die Zeit schnell. Das meine ich nicht. Ich meine ist, und ich glaube, wir kennen das alle, wenn wir nicht die Dinge tun, wie wir uns vorgenommen haben, wenn wir nicht die Dinge tun, wenn wir nicht aktiv sind, wenn wir zur\u00fcckblicken auf die letzte Woche, auf den letzten Monat, auf das letzte Jahr und sagen: Ich habe fast, ich habe nichts irgendwie gemacht, nichts erreicht, nicht vorangekommen. Mag ich vorschlagen, dass dein Herz dann vielleicht erschwert ist, dass du gel\u00e4hmt bist durch V\u00f6llerei, Trunkenheit, durch Sorgen, durch S\u00fcnde, durch Begierden, durch weltliche Gen\u00fcsse, mit denen du Vorsorge getrieben hast f\u00fcr das Fleisch, Dinge, die Begierden haben wach werden lassen.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, Gott verbietet uns S\u00fcnde nicht einfach nur, weil er ein Spielverderber ist. S\u00fcnde ist wahrhaftig und tats\u00e4chlich schlecht. Es erschwert uns. Es macht uns unf\u00e4hig. Es macht uns taub und lahm. Vielleicht kennt ihr das: Ihr k\u00e4mpft mit einer S\u00fcnde oder ihr, ja, ihr k\u00e4mpft mit einer S\u00fcnde. Und wenn ihr dieser S\u00fcnde nachgegeben habt, wenn ihr mal gefallen seid, es bringt alles durcheinander. Es bringt alles durcheinander. Es macht den ganzen Tag zerst\u00f6ren, den ganzen Rhythmus zerst\u00f6ren, die ganze Woche zerst\u00f6ren. Ich kenne das aus meinem Leben, dass, wenn ich zu k\u00e4mpfen habe, wenn ich, wenn ich s\u00fcndige oder wenn ich gegen eine S\u00fcnde k\u00e4mpfe und falle, alles fliegt aus dem Fenster: Disziplin, Tagesrhythmus, Ablauf, das Lesen der Schrift, das Gebet, alles wird davon ber\u00fchrt, wenn man s\u00fcndigt, weil es uns l\u00e4hmt, weil es uns beschwert. Es beschwert unser Herz, das Kontrollzentrum unseres Willens.<\/p>\n<p>Wenn wir zur\u00fcck zu Lukas: Dort hei\u00dft es: \u201eH\u00fcte dich davor, beschwert zu werden, denn h\u00fctet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden und jener Tag pl\u00f6tzlich \u00fcber euch hereinbricht.\u201c Genau das wird passieren, wenn wir, wenn du beschwert bist, dieser Tag, obwohl so viele Zeichen es gibt, die allgemeinen Zeichen \u00fcber die Zeit, aber auch diese konkreten Zeichen, die, wenn wir hier sie hier lesen, keiner denken w\u00fcrde, keiner kann es eigentlich verpassen. Keiner kann es verpassen, wenn Jerusalem umzingelt ist, wenn der wenn der G\u00f6tze im Tempel stehen wird, wenn wenn all diese Dinge passieren, die Jesus hier beschreibt. Aber was ist passiert, als Jesus das erste Mal kam? Wo sogar die Pharis\u00e4er und die und die und die Schriftgelehrten, als als die Weisen aus dem Osten kamen und gesagt haben: \u201eWo ist der? Wo wir haben den Stern \u00fcber Bethlehem gesehen, wir haben den Stern gesehen, wo soll der Messias geboren werden?\u201c Sie sagen Bethlehem. War das nicht offensichtlich? War das Zeichen nicht klar? Aber sie haben es nicht erkannt, weil sie geblendet waren von ihrer S\u00fcnde. Wenn du erschwert bist von deiner S\u00fcnde, dann wird dieser Tag \u00fcber dich hereinbrechen wie ein Fallstrick. Ein Fallstrick, ja, ist eine Falle, die genutzt wird, um Tiere zu fangen. Ja, und wenn dieser Tag \u00fcber dich hereinbricht wie ein Fallstrick, dann warst du erschwert von S\u00fcnden. Du warst inaktiv. Du hattest keine Zeit zu reagieren. Du warst zu lahm, zu passiv, zu schl\u00e4frig, um zu reagieren.<\/p>\n<p>Jesus sagt: \u201eDenn er wird \u00fcber alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden ans\u00e4ssig sind.\u201c Keiner wird es verpassen. Viele haben das erste Kommen Jesu in gewisserma\u00dfen verpasst. Er kam leise, er kam still, er kam in Demut. Niemand wird das zweite Kommen Jesu verpassen. Niemand wird es \u00fcbersehen. Die Frage ist nicht, ob du es verpassen wirst. Die Frage ist, wie kommt dieser Tag? Kommt er in Erwartung deinerseits? Erwartest du ihn? Siehst du ihm entgegen? Gehst du diesem Tag entgegen? Oder bricht er \u00fcber dich wie ein Fallstrick? Bricht er \u00fcber dich, als w\u00fcrde der Boden unter deinen F\u00fc\u00dfen weggezogen werden? Oder gehst du diesem Tag entgegen, weil du von S\u00fcnde gel\u00e4hmt bist?<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wacht durch Gebet!<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Drittens, Jesus hat gesagt: H\u00fctet euch vor Beschwertheit! Kommen wir zum vierten Befehl. Vers 36, der vierte Befehl, Vers 36: <b>Wacht durch Gebet!<\/b> \u201eWacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr im Stande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.\u201c Der vierte Befehl lautet, zu wachen und zu beten, beziehungsweise betend zu wachen. Es ist hier so ein Partizip: Wacht betend zu aller Zeit! Wachen ist sehr \u00e4hnlich zu H\u00fcten. Ja, es vermittelt auch eine Art von Wachsamkeit, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit. W\u00f6rtlich ist das Wachen hier die Verneinung von Schlaf. Es ist quasi das Wort Schlaf und die Verneinung davor. Es ist also ein Wachbleiben. Es ist ein Augen offen halten. W\u00e4hrend S\u00fcnden dich beschweren, wie Augen, die von Schlaf beschwert sind, sollst du wach sein. Deine Augen sollen offen sein.<\/p>\n<p>Wie? <b>Zu aller Zeit betend.<\/b> Wir sollen alle Zeit beten. So wachen wir. So wachst du. Du wachst nicht nur, indem du aus deiner eigenen Kraft einfach nur aktiv bist, einfach machst. Du kannst nicht wachen und dabei auf dich selbst vertrauen, auf deine eigene Kraft und auf dein eigenes Verm\u00f6gen. Du wachst durch Gebet zu jeder Zeit. Morgens, mittags, abends, zu jeder Jahreszeit, ob im jungen Alter oder ob im alten Alter, ob in den Zeiten der Bedr\u00e4ngnis oder in Zeiten der Ermutigung. Wache betend zu aller Zeit! Und du kannst nur alle Zeit beten, du kannst nur st\u00e4ndig beten, wenn du dir Zeit nimmst zu beten, Zeit beiseite nimmst, um zu beten. Nur f\u00fcrs Beten. Nur dann kannst du auch lernen, alle Zeit zu beten.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr sollen wir beten? \u201eWacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr im Stande seid.\u201c Wir sollen dazu beten, dass wir f\u00e4hig sind, im Stande sind, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen. Diesem allem, zwei Dinge. Wir sollen f\u00fcr zwei Dinge beten. Wir sollen daf\u00fcr beten, im Stande zu sein, erst mal <b>zu entfliehen<\/b>. Wenn das uns eins sagt, liebe Geschwister, ist dann, wie schrecklich diese Zeit sein wird. Ist es zuallererst, sollen wir dazu, daf\u00fcr beten, dass wir fliehen k\u00f6nnen. Nicht, dass wir durch diese Zeit wohlbeh\u00fctet kommen. Auch das ist nat\u00fcrlich drinnen. Aber erst einmal sollen wir fliehen. Ich glaube letzte Woche nach der Predigt, haben wir, habt ihr erz\u00e4hlt, ihr scherzhaft \u00fcberlegt, habt, es ist doch cool w\u00e4re oder irgendwie interessant w\u00e4re diese Zeit doch zu sehen oder irgendwie dabei zu sein. Jesus sagt: \u201eBetet dazu, daf\u00fcr im Stande zu sein, zu fliehen.\u201c Fliehen kann unterschiedliche Bedeutungen haben. Einmal heute diejenigen, die an Christus glauben, werden, wir werden nicht durch diese Drangsal gehen, sondern wir werden entr\u00fcckt werden. Das ist unsere \u00dcberzeugung. Und so entfliehen wir diesen Dingen. Also daf\u00fcr zu beten, dass man diesen Dingen entflieht, ist daf\u00fcr zu beten, heute und jetzt an Jesus Christus zu glauben. Fliehen kann auch bedeuten, dass die Menschen, die in dieser Drangsal leben, dem finalen Gericht entfliehen werden. Zum Beispiel hie\u00df es ja in vorher in Vers 20 bis 24: \u201eWenn ihr Jerusalem umzingelt seht von Heerscharen, dann flieht auf die Berge!\u201c Ja, es ist das Fliehen in dieser konkreten Situation. Aber nat\u00fcrlich auch das Fliehen des endg\u00fcltigen Gerichtes. Zwei Drittel werden ja zum Beispiel in Jerusalem get\u00f6tet werden. An sich werden sehr viele Christen oder Gl\u00e4ubige werden enthauptet und get\u00f6tet werden. Aber auch die Katastrophen und all die Bedr\u00e4ngnisse. Betet dazu, im Stande zu sein, zu fliehen!<\/p>\n<p>Und zweitens, ihr sollt beten, dass ihr zudem noch etwas im Stande seid: <b>vor dem Sohn des Menschen zu stehen.<\/b> Und es klingt, wenn wir das so lesen, dann ja, okay, vor dem Sohn des Menschen zu stehen, ist ja jetzt nicht besonders oder nichts Bahnbrechendes. Nein, wir m\u00fcssen das hier richtig einordnen. Hier geht es nicht um den dem\u00fctigen Knecht Jesus, der im Stalle oder im Futtertrog geboren worden ist. Hier geht es um den heiligen Sohn des Menschen, der Verse vorher mit Wolken in Macht und Herrlichkeit kommt. Es geht um denjenigen, vor dem die Menschen in Offenbarung 6 sagen, zu den Bergen sagen: \u201eFallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt und vor dem Zorn des Lammes; denn gekommen ist der gro\u00dfe Tag ihres Zorns, und wer mag bestehen?\u201c Wenn wir also beten sollen, um vor dem Menschensohn zu stehen, dann geht es genau um diesen Sohn des Menschen. Es geht um das Lamm und den Zorn des Lammes, das auf diese Welt gegossen wird. Es geht um den Krieger und den Eroberer und den Herrscher, der kommen wird mit Wolken der Macht und Herrlichkeit. Wer mag vor ihm bestehen? Wer kann vor diesem Sohn des Menschen stehen? Das ist etwas, wof\u00fcr du beten musst. Das ist etwas, was nicht einfach so geschieht. Jeder, der doch nur einen Einblick, einen minimalen Prozentsatz von seiner Herrlichkeit sehen, sehen w\u00fcrde, w\u00fcrde vergehen, wie es Jesaja vergangen ist und sich selbst verflucht hat, als er Gott auf dem Thron sah. Und Johannes 12 sagt uns, was er \u2013 er hat Jesus doch gesehen, als Jesaja in Jesaja 6 Jesus auf dem Thron gesehen hat, hat er sich selbst verflucht. Das ist das, was es bedeutet, vor dem Sohn des Menschen zu stehen. Wer vermag vor ihm zu stehen und nicht vergehen und nicht vollst\u00e4ndig zu Staub zu fallen? Wer bin ich, vor ihm zu stehen? Wie kann ich S\u00fcnder vor dem einen Heiligen und Reinen stehen, in all meinem Schmutz, in all meiner S\u00fcnde? Wie kann ich vor ihm stehen? Die Antwort ist: Ich stehe nicht vor ihm in meiner S\u00fcnde. Ich stehe nicht vor ihm in meinem Schmutz. Ich stehe vor ihm gekleidet in reinen und wei\u00dfen Gew\u00e4ndern. Ich stehe vor ihm in der Gerechtigkeit des einen Reinen und Vollkommenen. Ich stehe vor ihm vergeben von all meinen S\u00fcnden. Deswegen kann ich vor ihm stehen. Dieses Gebet, was hier am Ende gesagt wird, ist nichts anderes als ein Gebet zur Rettung. Es ist ein Gebet, gerettet zu werden. Denn nur so, nur der Gl\u00e4ubige, nur wer an Jesus Christus und sein Werk am Kreuz glaubt, wird all dem entfliehen und wird vor ihm stehen. Also ist das Gebet hier f\u00fcr Rettung, f\u00fcr die Rettung meiner Seele: Herr, rette mich! Nur wer sein Vertrauen nicht in sich selbst, nicht in dieser Welt, nicht in seine S\u00fcnden, sondern in Jesus Christus und ihn als Gekreuzigten setzt, wird gerettet werden. Wird diesem Zorn entfliehen und wird vor dem Sohn des Menschen stehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was k\u00f6nnen wir aus diesem Text lernen?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben vergangene Woche bereits gesagt: Vier Befehle. Und das sind die vier Befehle, die auch an uns gehen. Vier Befehle an Gl\u00e4ubige im Lichte des Kommens unseres Herrn. Vier Befehle an uns im Lichte der Zeichen der Zeit. Ich habe wir haben bereits gesagt, ja, wir sind nicht diejenigen, die diese Zeit erleben werden, aber heute schon sehen wir die Anf\u00e4nge der Geburtswehen. Auch heute schon sehen wir den Beginn dieser Zeichen.<\/p>\n<p><b>Erstens<\/b> haben wir letzte Woche gesehen: <b>Erkenne die Bedeutung der Zeichen!<\/b> Gerade am \u2013 ich glaube, es war am Freitag oder Donnerstag \u2013 ein heftiges Erdbeben in Marokko, hunderte Tote bereits und noch mehr Vermisste. Wir m\u00fcssen \u00fcber diese Zeichen hinausschauen. Wir m\u00fcssen schauen, wof\u00fcr diese Zeichen stehen. Das steht daf\u00fcr, dass Jesus wiederkommen wird. Wenn er wiederkommen wird, werden diese Dinge, Erdbeben, Katastrophen, in unnachahmlicher Intensit\u00e4t und Schwere auf diese Erde kommen. Und wenn sie kommen, so wie sie heute schon geschehen, es ist ein Zeichen, dass Jesus kommt, und er wird bald kommen. Wir wissen nicht wann und was genau dieses \u201ebald\u201c bedeutet, aber das N\u00e4chste in der chronologischen Zeitfolge unseres Herrn, im gesamtgeschichtlichen Heilsplan unseres Gottes, ist das Kommen unseres Herrn. Wann immer das ist, es ist das n\u00e4chste Ereignis, was passieren wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Zweitens: Vertraue seinen Worten!<\/b> Sein Wort ist wahr und sicher, und es ist fest und best\u00e4ndig. Glaube seinen Worten mehr, als du dem Boden unter deinen F\u00fc\u00dfen vertraust. Glaube seinen Worten haben wir die letzten Punkte letzte Woche gesehen. Was wir heute gesehen haben:<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Drittens: H\u00fcte dich vor Beschwertheit durch S\u00fcnde!<\/b> Liebe Geschwister, es ist nicht die Zeit f\u00fcr Inaktivit\u00e4t und Gel\u00e4hmtheit. Jesus kommt wieder. Die Nacht ist weit vorger\u00fcckt, der Tag ist nahe. Und wenn er kommt, kommt er als K\u00f6nig und Herrscher. Wie wird er dich vorfinden, wenn er kommt? Lukas gibt uns keine weiteren Verse mehr von dieser Rede, aber Markus und Matth\u00e4us zusammengenommen gibt uns vier, wenn nicht sogar f\u00fcnf Gleichnisse, die Jesus anspricht. Springen wir ganz kurz zu Markus \u2013 Matth\u00e4us 24, ein weiteres gesamtes Kapitel nur um diese Wahrheit zu vermitteln. Mehr als ein Kapitel, weil es in 24 schon beginnt. Matth\u00e4us 24, ja, ab Vers 42 beginnen diese Gleichnisse. Matth\u00e4us 24, ja, Vers 42: \u201eWacht also, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das aber kennt: Wenn der Hausherr gewusst h\u00e4tte, in welcher Wache der Dieb kommt, so h\u00e4tte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. Deshalb seid auch ihr bereit; denn in der Stunde, in der es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.\u201c Wenn du schl\u00e4fst, verpasst du den Dieb, und er wird dich ausrauben. Wenn du durch S\u00fcnde gel\u00e4hmt bist und schl\u00e4fst, wird das Kommen unseres Herrn \u00fcber dich hereinbrechen wie ein Fallstrick.<\/p>\n<p>Wer ist 45: \u201eWer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr \u00fcber seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit?\u201c Eines Tages wird der Herr dieses Knechtes wiederkommen. Wie wird er ihn vorfinden? Bei dem Tun, dass ihm aufgetragen worden ist, sich um die Diener zu k\u00fcmmern, in Heiligung zu wandeln, sich nicht erschweren zu lassen, sondern Jesus Christus anzuziehen. Oder wird er seine Mitknechte anfangen zu schlagen, essen und trinken mit Betrunkenen? Und dann, wenn der Tag kommt, an der Stunde, in der es nicht wei\u00df, wird er ihn in die H\u00f6lle werfen. Liebe Geschwister, es ist auch ein Befehl, und es ist eine Pr\u00fcfung. Der Tag, wenn er \u00fcber euch hereinbricht wie ein Fallstrick, weil ihr so von S\u00fcnden beschwert und erledigt seid, das kann ein Kennzeichen daf\u00fcr sein und ein Hinweis daf\u00fcr sein, dass ihr nicht gl\u00e4ubig seid. Und das sind nicht meine Worte, das ist das, was der Herr Jesus hier sagt: Er wird ihn seinen Teil festsetzen bei den Heuchlern, da wird das Weinen und Z\u00e4hneknirschen sein. Kapitel 25: 10 Jungfrauen. F\u00fcnf nehmen \u00d6l mit f\u00fcr ihre Lampen, f\u00fcnf nicht. Dann kommt der Br\u00e4utigam zu der Stunde, wo sie es nicht erwarten, und die anderen f\u00fcnf k\u00f6nnen nicht mit zur Hochzeit, weil sie unachtsam waren, weil sie schl\u00e4frig waren, weil sie nicht vorbereitet waren. Es geht weiter in Kapitel 25 mit den anvertrauten Talenten. Zwei Knechte sind gute und treue Knechte. Ein Knecht, ein Knecht kennt den Herrn gar nicht, der eine Knecht kennt seinen Herrn nicht. Auch das ist der Knecht, der wahrhaftig, wahrhaftig gar nicht gl\u00e4ubig ist. Und dann haben wir das Gericht von den Schafen und von den B\u00f6cken. \u00dcber ein Kapitel, dass der Herr Jesus in seiner Rede, in seiner Antwort an die J\u00fcnger noch verwendet, um diesen Punkt klar zu machen. Seht ihr, wie viel Zeit Jesus sich nimmt? Deswegen so interessant, so faszinierend diese Zeichen und Endzeitreden sein k\u00f6nnen, und ich m\u00f6chte nichts davon hinwegnehmen.<\/p>\n<p>Was ist die Lehre daraus? Erkenne die Bedeutung der Zeichen! Vertraue seinen Worten! Und vor allem: H\u00fcte dich vor Beschwertheit der S\u00fcnde! Wenn Jesus zur\u00fcckkommt, wirst du unter einem Berg von S\u00fcnden erdr\u00fcckt sein. Ungl\u00e4ubige k\u00f6nnen in Schwelgerei und Nachl\u00e4ssigkeit leben. Sie haben nichts, was sie erwarten. Sie haben nichts, wovor, was sie entgegengehen, nichts Ewiges, nichts Best\u00e4ndiges. Sie k\u00f6nnen sich in ihren S\u00fcnden baden und in Sorgen ums Morgen herumtreiben. Du aber nicht! Einer der ganz wichtigen Wahrheiten unseres christlichen Lebens ist: <b>Andere k\u00f6nnen, du nicht!<\/b> Das Leben als Gl\u00e4ubiger wird an anderer Stelle mit olympischen Athleten verglichen. Erster Korinther 9, Zweiter Timotheus 2. Du kannst nicht so leben wie die Welt. Du kannst nicht so leben wie in der Nacht. Du sollst in Gehorsam, im Willen deines Herrn leben, in Reinheit, in Enthaltsamkeit, in Ehrlichkeit und Hingabe an deinen Erl\u00f6ser.<\/p>\n<p>Ich habe schon viel davon gesprochen, wie S\u00fcnden uns beschweren k\u00f6nnen. Wenn S\u00fcnden dich beschweren, dann tu Bu\u00dfe, kehre um! Jesus sagt: \u201eWenn deine Augen dir Anlass zur S\u00fcnde gibt, dann rei\u00df aus! Wenn deine Hand dir Anlass zur S\u00fcnde gibt, dann haue ab!\u201c Radikalit\u00e4t ist erforderlich f\u00fcr Heiligung. Andere k\u00f6nnen, du nicht! Selbst wenn es nicht an sich falsch ist, selbst wenn es nicht verboten ist, ein Athlet kann nicht alles essen, auch wenn Essen an sich nicht falsch ist. Andere k\u00f6nnen, du nicht!<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Viertens: Wache durch Gebet!<\/b> Lass mich dir eine Frage stellen: Wann ist das letzte Mal, dass das Bewusstsein des Kommens Jesu deine Handlungen bestimmt hat, beeinflusst hat? Das Bewusstsein, dass Jesus wiederkommen wird. Wann hat das das letzte Mal deine Handlungen, deine Begierden beeinflusst? Schl\u00e4fst du bez\u00fcglich des Kommens Jesu? Glaubst du, es geht einfach weiter wie es war? In Zweiter Petrus 3 sind das die Sp\u00f6tter, die das sagen. Die Sp\u00f6tter sagen: Es geht einfach wie es war, es ist bisher nichts passiert, es wird auch nichts passieren. Ist das deine Haltung t\u00e4glich? Ich werde genauso morgen aufwachen wie heute. Ich werde genauso morgen zur Arbeit gehen am Montag, wie ich es letzte Woche Montag getan habe. Ich werde \u2013 oder zur Schule oder zur Uni \u2013 ich werde genauso zum Gottesdienst gehen. Ich werde genauso s\u00fcndigen. Ich werde genauso weiterleben wie bisher. Ist das, wie du an den Tag herangehst? Ist das Kommen Jesu eine Realit\u00e4t, die deinen Alltag pr\u00e4gt und dein Gebet pr\u00e4gt, dich zum Beten bringt? Wir wachen, indem wir alle Zeit beten.<\/p>\n<p>Und lass mich ganz einfach eine einfache Frage stellen: <b>Betest du?<\/b> Betest du? Bist du ein Mensch des Gebets? Gebet ist etwas, das dich kennzeichnet? Spurgeon soll gesagt haben: Ich bringe lieber einem Menschen das Beten bei als zehn Menschen das Predigen. Gebet ist es, was wir allzu sehr vernachl\u00e4ssigen, und wir vernachl\u00e4ssigen es, weil wir zu sehr auf uns selbst vertrauen, weil wir zu sehr auf unser eigenes Verm\u00f6gen und auf eigener Kraft vertrauen. Du kannst \u2013 du wirst nicht durch diese Zeit kommen. Du wirst dich nicht vor Beschwertheit durch S\u00fcnde bewahren, wenn du nicht betest. Du m\u00f6chtest nicht beschwert sein von S\u00fcnde? Eine der Dinge, die du tun musst, ist, dass du beten musst. Und ich verspreche dir, wenn du nicht betest, wirst du beschwert sein von S\u00fcnde, dann wirst du gel\u00e4hmt sein.<\/p>\n<p>Wir haben heute das Lied gesungen, das mehr oder weniger das Vaterunser widerspiegelt, fast Wort f\u00fcr Wort. Fast das Vaterunser ist in diesem Gebet. Du hast die Vorlage, du hast das Muster, wie du beten sollst. Und das Allererste, nachdem du \u201eVater unser im Himmel\u201c gesagt hast, ist: \u201eDein Name sei geheiligt.\u201c Dein Name m\u00f6ge separiert werden, dein Name m\u00f6ge erhoben werden \u00fcber alles, und das steht unter allem Gebet. Wenn wir beten: \u201eGib uns unser t\u00e4gliches Brot heute\u201c, dann beten wir nicht einfach nur, dass Gott uns versorgt. Wir beten daf\u00fcr: Gib uns das N\u00f6tige, damit ich heute deinen Namen heiligen kann, damit dein Name heute erhaben und erhoben werden kann. Bete zu aller Zeit! Nimm dir Zeit zum Beten! Bete f\u00fcr das Kommen des Herrn! Bete f\u00fcr Wachsamkeit! Bete f\u00fcr Bewahrung vor Schl\u00e4frigkeit und L\u00e4hmung! Bete daf\u00fcr, dass Menschen im Stande, im Stande werden, diesem Tag zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen! Deine Familie, deine Verwandten, deine Bekannten, deine Freunde, die Menschen um dich herum, die Menschen in diesem Land, die Menschen dieser Stadt \u2013 bete f\u00fcr sie, dass sie im Stande sein werden, diesem Tag zu entfliehen! Danke, Jesus, dass er dich im Stande \u2013 dass er dich im Stande gemacht hat, vor ihm zu stehen! Was f\u00fcr ein Privileg und was f\u00fcr ein Geschenk!<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, ich wei\u00df nicht, wie oft ich es betonen kann und ob ich es zu viel betonen kann, aber all dieses Kapitel, all die Predigten, die wir jetzt uns angeschaut haben, all der Text, den wir uns bisher angeschaut haben, \u00fcber diese lange Zeit: Wenn er dich am Ende des Tages nicht dazu bringt, Gott mehr zu vertrauen, in Heiligung zu wandeln und dich zum Gebet treibt, dann ist das Ziel verfehlt. Dann k\u00f6nnen wir noch so viel \u00fcber Zeichen und Wundern und Katastrophen und Himmelsph\u00e4nomenen reden. Wenn es dich nicht dazu bringt, dass das Kommen Jesu dein Leben pr\u00e4gt, dich zum Gebet treibt, dich in Heiligung vorantreibt, dich dazu f\u00fchrt, radikal mit deinen S\u00fcnden abzuschlie\u00dfen und von ihnen wegzugehen, dich nicht aufwachen l\u00e4sst von deiner Gel\u00e4hmtheit und von deiner Schl\u00e4frigkeit, dann ist das Ziel verfehlt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfe dich! Pr\u00fcfe dich, ob du gel\u00e4hmt von S\u00fcnden bist, und wenn du bist, tu Bu\u00dfe und komm zum Herrn Jesus! F\u00fcr alle, die ihn nicht kennen, ist das auch eine Warnung: Bete daf\u00fcr, dass du im Stande bist, vor ihm zu stehen! Eines Tages wird diese ganze Welt, \u00fcber alle, die auf dem Erdboden ans\u00e4ssig sind, wird dieser Tag kommen. Nur wer an Jesus Christus glaubt, wird vor ihm stehen. Ihm m\u00f6ge alle Ehre sein! Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript Gestern waren wir als Familie in einem Restaurant essen. Rotraut uns zum Italiener zum Pizzaessen eingeladen und wie das so oft ist, wenn man rausgeht, um zu essen: Wir haben da die \u2013 das Restaurant hatte so eine besondere Pizza, so eine viereckige Pizza mit Frischk\u00e4se, der in den Rand eingef\u00fcllt ist. 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