{"id":2102,"date":"2025-10-01T09:47:44","date_gmt":"2025-10-01T07:47:44","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2102"},"modified":"2025-10-07T09:24:05","modified_gmt":"2025-10-07T07:24:05","slug":"gottes-kraft-in-anspruch-nehmen-teil-1","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/gottes-kraft-in-anspruch-nehmen-teil-1\/","title":{"rendered":"Gottes Kraft in Anspruch nehmen, Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Schlagen wir auf. Epheserbrief Kapitel 3. Lasst uns lesen die Verse 14 bis 21. Epheserbrief Kapitel 3, die Verse 14 bis 21.<\/p>\n<p>\u201eDeshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird. Ergebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gest\u00e4rkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet seid, damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen v\u00f6llig zu erfassen, was die Breite und L\u00e4nge und H\u00f6he und Tiefe ist, und zu erkennen die erkenntnis\u00fcbersteigende Liebe des Christus, damit ihr erf\u00fcllt werdet zur ganzen F\u00fclle Gottes. Dem aber, der \u00fcber alles hinaus zu tun vermag, \u00fcber die Ma\u00dfen mehr als wir erbitten oder erdenken, gem\u00e4\u00df der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, der Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird. Dass wir \u00fcberhaupt das Recht haben, dich Vater zu nennen, ist ein unheimliches Privileg. Wir, die wir einst deine Feinde waren, Kinder des Teufels waren, L\u00fcgner und M\u00f6rder in unseren Herzen, tot in unseren Vergehen und S\u00fcnden. Du hast uns zum Leben auferweckt. Du hast uns gerettet und erl\u00f6st und uns zum Teil der Familie Gottes gemacht. Du hast uns Leben geschenkt, du hast uns Sohnschaft geschenkt. Du hast uns in Christus mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt gesegnet. Du hast uns erw\u00e4hlt, vorherbestimmt, vergeben, uns versiegelt mit deinem Geist, uns mitsitzen lassen mit Christus in der Himmelswelt. Du hast uns aus Gnade und durch Glauben gerettet, ohne Werke. Du hast uns geschaffen zu einem Gebilde in Christus, zu guten Werken. Du hast uns eins gemacht, nicht nur mit dir, sondern du hast auch Heiden und Juden vereint in Christus, durch denselben Glauben und durch denselben Heiland. Das ist diese Gemeinde, das ist dieser Organismus, den du geschaffen hast, ein Leib, der deinen Sohn zum Haupt hat. Vater, wir beten dich an. Diese Heilsgeschichte, dieser Heilsplan, er ist zu wunderbar, als dass wir ihn erfassen k\u00f6nnten. Deine Gnade ist zu gro\u00df, als dass es daf\u00fcr eine Grenze g\u00e4be. Und nicht nur das, du hast uns Kraft geschenkt, unermesslich gro\u00dfe Kraft: Kraft zum Leben, Kraft zur Anbetung, Kraft zur Heiligung. Wir bitten dich, Vater, segne diese Stunde, dass uns nicht nur bewusst wird, dass wir diese Kraft haben, sondern dass wir doch lernen m\u00f6gen, wie wir diese Kraft in Anspruch nehmen. Segne diese Stunde, Vater, und segne alle, die zuh\u00f6ren, dass du ihre Augen und die Ohren ihres Herzens \u00f6ffnen m\u00f6gest, sodass sie verstehen und dass sie erkennen, sodass dein Geist wirken m\u00f6ge an ihrem inneren Menschen. Vater, wir bitten dich, segne diese Stunde zu deiner Herrlichkeit im Namen Jesu Christi. Amen. Amen. Setzt euch. M\u00f6ge dem Namen Jesu Christi alle Ehre zuteilwerden, wie wir in unserem Vers gerade gelesen haben: \u201ein Christus Jesus, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde.\u201c<\/p>\n<p>Vergangene Woche haben wir uns mit Psalm 1 besch\u00e4ftigt, aber davor haben wir uns mit einem Gebet aus dem Epheserbrief besch\u00e4ftigt, n\u00e4mlich dem Gebet aus Kapitel 1. Man k\u00f6nnte sagen, das ist eine kleine Mini-Reihe \u00fcber die Gebete des Epheserbriefes. Und wir haben uns vor einigen Wochen durch zwei Predigten das Gebet in Kapitel 1, den Versen 18 bis 23, angeschaut. Und heute kommen wir nun zum Gebet in Kapitel 3, insbesondere werden wir den Fokus auf die Verse 16 bis 21 legen.<\/p>\n<p>Und zu Beginn, als wir uns mit dem Gebet in Kapitel 1 besch\u00e4ftigt haben, haben wir uns die Geschichte eines Mannes angeschaut, der vor einigen Jahrhunderten oder vor wenigen Jahrhunderten mit seinem letzten Geld ein Ticket f\u00fcr die Schifffahrt von Europa in die USA gekauft hat. Weil er sein letztes Geld f\u00fcr dieses Schifffahrtsticket ausgegeben hatte, konnte er sich das Essen auf dem Schiff nicht leisten. Deswegen hat er seinen Koffer mit K\u00e4se und mit Crackern gef\u00fcllt und wochenlang hat er sich nur auf dieser Schiffsreise von K\u00e4se und von Crackern ern\u00e4hrt. Er sehnte sich nach dieser Speise, die alle anderen Passagiere zu sich nahmen und hungerte, weil seine Nahrung eben nur aus Crackern und K\u00e4se bestand. Bis eines Tages, kurz vor der Ankunft, ein Passagier ihm darauf hingewiesen hat, dass die Speisen in der Fahrkarte inbegriffen sind. Er musste nicht mehr zahlen, um an den Speisen teilzuhaben. Mit dem Schiffsticket hatte er bereits Zugriff auf die Speisen w\u00e4hrend der Fahrt. Wochenlang hat er den Zugriff auf das tolle Mahl und die reichliche Speise sich enthalten, weil er nicht verstanden hatte, dass ihm diese Speise bereits zur Verf\u00fcgung stand.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen: So geht es auch vielen Gl\u00e4ubigen, die nicht erkennen, dass ihnen gro\u00dfe Kraft von Gott zur Verf\u00fcgung steht. Mit unserem Heil, mit unserer Erl\u00f6sung hat Gott uns unheimlich gro\u00dfe Kraft zur Verf\u00fcgung gestellt. Viele Gl\u00e4ubige gehen kraftlos und niedergeschlagen durch ihr Leben, weil ihnen von Gott eine Verstehenskraft zur Verf\u00fcgung steht, wie sie bei Jesus wirksam geworden ist.<\/p>\n<p>Deswegen haben wir gesehen, betet Paulus in Epheser Kapitel 1, den Versen 18 bis 23, daf\u00fcr, dass die Gl\u00e4ubigen doch verstehen m\u00f6gen, wie gro\u00df die Kraft ist, die Gott ihnen zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Er betet daf\u00fcr, dass sie die Gewissheit haben, dass Gott ihnen tats\u00e4chlich diese Kraft zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Er betet daf\u00fcr, dass die Augen ihres Herzens erleuchtet werden, sodass sie erkennen.<\/p>\n<p>Was passiert nun, wenn wir dann als Gl\u00e4ubige hoffentlich wirklich erkennen, wie gro\u00df die Kraft Gottes f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen ist? Was macht der Mann nun auf dem Schiff, der jetzt endlich verstanden hat, der endlich erkannt hat, dass er Zugriff auf die Speisen hat? Hoffentlich geht er in den Speisesaal und bedient sich am Buffet. Hoffentlich geht er hin und isst, oder? Es w\u00e4re doch verr\u00fcckt, wenn dieser Mann, nachdem er verstanden hat, wie viel Kraft ihm zur Verf\u00fcgung steht, wie viel Speise ihm zur Verf\u00fcgung steht, es w\u00e4re doch verr\u00fcckt, wenn er immer noch in seiner Ecke sitzt und seine Cracker isst. Sicherlich wird er sich von nun an in den Speisesaal begeben und essen.<\/p>\n<p>Heute geht es darum, wie das geht: Wie greifen wir als Gl\u00e4ubige auf diese Kraft, die uns zur Verf\u00fcgung steht, zu? Wie nehmen wir die Kraft in Anspruch, die Gott uns zur Verf\u00fcgung gestellt hat? Es geht heute darum, die Wahrheit und so auch die Kraft Gottes in Anspruch zu nehmen, sich zu f\u00fcllen und zu st\u00e4rken, sodass wir nach dem Willen Gottes leben k\u00f6nnen. Der Titel dieser Predigt ist hiermit: <strong>Gottes Kraft in Anspruch nehmen. Gottes Kraft in Anspruch nehmen.<\/strong> Und heute werden wir nur beginnen mit diesem Text, mit dem Abschnitt, und wir werden in den kommenden Wochen, so der Herr will, fortsetzen.<\/p>\n<p>Im Epheserbrief, wenn wir uns hier im Kapitel 3 befinden, m\u00f6chte ich etwas Zusammenhang liefern: Wir befinden uns sozusagen wie kurz vor dem Startschuss bei einem Wettlauf. In den Kapiteln 1 bis 3 bisher hat Paulus unsere Position in Christus detailliert beschrieben, wer wir sind in Christus, unsere Stellung in Christus. Kapitel 1, ab Vers 3 bis Kapitel 3, Vers 13 hat das klargemacht, was unsere Stellung, was unsere Position in Christus ist. Von Kapitel 4, Vers 1 beginnt sozusagen der Wettlauf. Ab Kapitel 4 geht Paulus im Epheserbrief auf das Leben ein, auf die Praxis ein. Nachdem er also drei Kapitel lang Lehre uns belehrt hat, mit der gesunden Lehre \u00fcber unsere Position in Christus, beginnt er in Kapitel 4 mit den Ermahnungen, mit den Befehlen, mit den Zurechtweisungen. Er beginnt damit zu beschreiben, wie wir im Lichte dieser Position, im Lichte dieser Berufung wandeln sollen. In Kapitel 4, Vers 1 beginnt er mit der Ermahnung: \u201eWandelt w\u00fcrdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.\u201c Und so ist es in allen Richtungen unseres Lebens getan. Paulus setzte den Fokus auf die Speise. Er setzte auch den Fokus auf unser pers\u00f6nliches Leben, unsere Ehe, unsere Arbeit. Und sagt: In all diesen Bereichen unseres Lebens, wie wir im Lichte unserer Berufung, im Lichte dessen, was unsere Stellung in Christus ist, wie wir leben und wandeln sollen.<\/p>\n<p>Und dieses Gebet in Kapitel 3 ist eben dazwischen. Es ist zwischen der Lehre und der Position, die Paulus beschrieben hat, und dem Startschuss \u00fcber den Wandel, \u00fcber die Praxis, wie wir denn leben und wandeln sollen. Also ist es wichtig, dieses Gebet zu verstehen als ein Gebet, das darauf vorbereitet, damit wir danach nach den Dingen leben sollen, leben k\u00f6nnen, nach den Aufforderungen leben k\u00f6nnen, die Paulus in Kapitel 4 bis 6 beschreibt.<\/p>\n<p>Nachdem Paulus also drei Kapitel lang uns gro\u00dfe Wahrheiten beschrieben hat, betet er nun, bevor er uns die Befehle gibt, bevor er uns die Aufforderung gibt, betet er nun nicht nur, dass wir diese Dinge verstehen \u2013 das hat er in Kapitel 1 gemacht. In Kapitel 1 hat er da gebetet, dass wir diese Dinge verstehen. Hier ist der Fokus des Gebets, dass diese Wahrheiten, die er beschrieben hat, uns kr\u00e4ftigen und bef\u00e4higen, gottgef\u00e4llig zu leben. Also, wenn Paulus in Kapitel 1, und damit haben wir uns vor einigen Wochen besch\u00e4ftigt, daf\u00fcr gebetet hat, dass wir die Wahrheiten und so die Kraft Gottes f\u00fcr uns erkennen, dass wir sie verstehen, betet er hier in Kapitel 3 daf\u00fcr, dass wir diese Kraft in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Und so m\u00f6chten wir in dieses Gebet schauen. Wir werden Verse 14 und 15 nur lediglich oberfl\u00e4chlich betrachten. Unser Fokus liegt auf den Versen 16 bis 21.<\/p>\n<p><strong>Vers 14:<\/strong> \u201eDeshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater.\u201c Ein einfacher Vers, aber der trotzdem so viel Ausdruck hat. Paulus beugt seine Knie vor Gott, dem Vater. Er begibt sich ins Gebet. Und zwar begibt er sich ins Gebet aus einem Grund, denn der Vers beginnt ja mit einem \u201edeshalb\u201c. Wenn wir einen Vers mit \u201edeshalb\u201c lesen, k\u00f6nnen wir direkt die Frage stellen: Weshalb? Weshalb beugt Paulus seine Knie vor dem Vater? Was ist der Grund?<\/p>\n<p>Um den Grund zu verstehen, m\u00fcssen wir zum Vers 1 zur\u00fcckspringen von Kapitel 3. Kapitel 3, Vers 1: \u201eDeswegen bin ich Paulus, der Gefangene Christi Jesu, f\u00fcr euch, die Nationen.\u201c Hier in Vers 1, wir m\u00fcssen verstehen: Paulus wollte quasi, in Anf\u00fchrungsstrichen, er wollte eigentlich in Vers 1 schon beten. Aber dann kommt ein Einschub. Die Verse 2 bis 13 sind ein Einschub vor das Gebet, zu dem Paulus dann in Vers 14 wieder ansetzt. Also das \u201edeshalb\u201c, was wir hier in Vers 14 haben, ist dasselbe \u201edeshalb\u201c oder \u201edeswegen\u201c, was wir in Kapitel 3, Vers 1 haben. Bevor aber Paulus dann anf\u00e4ngt zu beten, hat er diesen Einschub, die Verse 2 bis 13, wo er dasselbe eigentlich, dieselbe Wahrheit lehrt wie in Kapitel 2, aber aus einer anderen Perspektive. Wenn wir also das \u201eDeshalb\u201c in Vers 14 verstehen wollen, m\u00fcssen wir das \u201eDeswegen\u201c in Vers 1 verstehen. Wenn also in Vers 1 wir ein \u201eDeswegen\u201c haben, muss die Antwort auf dieses \u201eDeswegen\u201c davor sein. Was ist der Grund, wieso Paulus hier beginnt zu beten? Wieso betet er hier? Wieso beugt er hier seine Knie vor Gott, dem Vater?<\/p>\n<p>Wenn wir das \u201eDeswegen\u201c in Kapitel 3, Vers 1 haben, dann ist es offensichtlich: Der Grund f\u00fcr Paulus\u2019 Gebet in Kapitel 3 sind die Wahrheiten der ersten beiden Kapitel, insbesondere das Ende von Kapitel 2. Paulus betet also wegen den Dingen, die er uns in den ersten beiden Kapiteln gelehrt hat, insbesondere dem Ende von Kapitel 2.<\/p>\n<p>Was hat er uns gelehrt in diesen Kapiteln? Epheser 1, 1\u20133 redet davon, dass wir in Christus erw\u00e4hlt und vorherbestimmt sind. Verse 7 und 8 reden von der Vergebung in Christus durch sein Blut. Verse 13 bis 14 reden davon, dass wir versiegelt worden sind mit dem Heiligen Geist bis auf den Tag der Erl\u00f6sung hin. Kapitel 2, Verse 1 bis 5 beschreiben, dass wir auferweckt worden sind aus den Toten zum Leben. Wir waren tot in unseren Vergehen und sind auferweckt worden in Christus. Kapitel 2, Verse 6 und 7 reden davon, dass wir heute bereits in unserer Position mit Jesus in der Himmelswelt sitzen. Kapitel 2, 8 bis 9 redet davon, dass wir aus Gnade gerettet sind durch den Glauben, ohne Werke. 2. Vers 10: Wir sind Gebilde, geschaffen nach Jesus, in Christus Jesus, zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat. Und dann Kapitel 2, Verse 11 bis 19 reden davon, wie sowohl Juden als auch Heiden in der Gemeinde, in Christus vereint worden sind zu einem neuen Organismus, zu einer neuen Entit\u00e4t. Gott hat sowohl die Barrikade zwischen uns und ihm beseitigt. Wir sind Mitb\u00fcrger, wir sind nicht mehr Fremde, sondern Hausgenossen Gottes. Und ganz am Ende von Kapitel 2 hei\u00dft es, dass wir, Verse 21 und 22, dass wir zu einem heiligen Tempel heranwachsen und zu einer Behausung Gottes aufgebaut werden. Wir Gl\u00e4ubigen \u2013 das m\u00fcssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen \u2013 wir Gl\u00e4ubigen, die Gemeinde, sind eine Behausung Gottes. Der dreieinige Gott selbst wohnt in uns. Was f\u00fcr eine gro\u00dfartige Wahrheit! Wir sind ein Tempel, ein heiliger Tempel im Herrn, eine Behausung Gottes, wo Gott wohnt. Was f\u00fcr eine Stellung ist uns in Christus gegeben worden, dass in uns wir eine Behausung des lebendigen, ewigen und souver\u00e4nen Gottes sind. Eine Behausung Gottes sind wir im Geist. Deswegen betet Paulus, Kapitel 3, Vers 1: \u201eDeswegen bin ich Paulus, der Gefangene Christi f\u00fcr euch, die Nationen.\u201c Und dann unterbricht er und redet davon, wie die Gemeinde ein Geheimnis Gottes ist, das offenbart worden ist, wie Juden und Nationen vereint worden sind in diesem einen Leib nach dem ewigen Vorsatz Gottes. Nach diesem Einschub, dieser erneuten Wahrheit, setzt er wieder zum Gebet ein: \u201eDeshalb beuge ich meine Knie.\u201c Diese Wahrheiten zwingen ihn vor die Knie, zwingen ihn in die Knie vor Gott, dem Vater. Er beugt die Knie. Es ist ein Ausdruck von Anbetung. Es ist ein Ausdruck von Unterwerfung, sich vor Gott niederzuknien. Es ist ein Ausdruck von Staunen, in Dankbarkeit, in Demut vor dem Vater, der uns in Christus so viel geschenkt hat: die Gnade, die Behausung Gottes zu sein.<\/p>\n<p>Paulus beugt die Knie deshalb. Er betet zu Gott, dem Vater, <strong>Vers 15:<\/strong> \u201evon dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird.\u201c Ich m\u00f6chte nicht zu sehr in dieses Detail gehen, weil dieser Vers \u2013 es gibt unterschiedliche Arten, wie dieser Vers verstanden wird. Einige meinen, wenn es hier hei\u00dft: \u201evon dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird\u201c, dass quasi, weil Gott Vater ist, jede Vaterschaft ihren Ursprung in Gottes Vaterschaft hat. Weil Gott Vater ist, gibt es \u00fcberhaupt so etwas wie Vaterschaft? Und deswegen ist das mit diesem Vers gemeint. Es gibt diese Auslegung, aber ich gehe eher davon aus, dass Paulus hier eher auf Gottes Vaterschaft f\u00fcr alle Heiligen spricht, von allen Heiligen, die sowohl im Himmel als auch auf der Erde sind. Das Wort f\u00fcr Vater, was hier im Deutschen als Vaterschaft \u00fcbersetzt ist, wird \u2013 das griechische Wort hier, <em>Patria<\/em>, wird normalerweise oder \u00fcberwiegend mit Familie oder Geschlecht \u00fcbersetzt. Es geht also um das Geschlecht, um die Familie Gottes, die in den Himmeln und auf Erden nach ihm, nach dem Vater, entsprechend des Vaters, benannt wird. Paulus redet hier also meiner Meinung nach von dem ganzen Geschlecht Gottes, sowohl im Himmel die Heiligen, die bereits gestorben sind, als auch auf Erden die Gl\u00e4ubigen, die noch auf der Erde leben. Und es geht also darum, dass Paulus hier seine Knie vor seinem Vater beugt, und dem Vater aller Gl\u00e4ubigen als Teil der Familie Gottes. Wie gesagt, ich m\u00f6chte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber so verstehe ich diesen Vers, dass Paulus Gott als Vater aller Gl\u00e4ubigen hier anspricht, sowohl im Himmel als auch auf der Erde.<\/p>\n<p>Und dann kommen wir zum <strong>Vers 16<\/strong>. Ab hier soll der Fokus sein. \u201eErgebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gest\u00e4rkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen.\u201c \u201eErgebe euch\u201c \u2013 das kommt uns bekannt vor aus Kapitel 1, aus dem Gebet aus Kapitel 1 auch, dass Gott gebe, dass Gott schenke. Paulus bittet hier in Vers 16, dass Gott uns geben m\u00f6chte, entsprechend des Reichtums von Gottes Herrlichkeit. Dieses \u201enach dem Reichtum seiner Herrlichkeit\u201c bedeutet, dass Gott nach dem Ma\u00df des Reichtums seiner eigenen Herrlichkeit uns dieses Gebet erf\u00fcllen m\u00f6ge, uns diese Dinge geben m\u00f6ge. Der Reichtum der Herrlichkeit Gottes ist unendlich und ohne Ma\u00dfen, er kennt keine Grenzen. Also, wenn Paulus hier betet: \u201eGebe ihnen nach dem Reichtum deiner Herrlichkeit\u201c, dann was wir daraus verstehen k\u00f6nnen: Wenn Gott uns gibt, sch\u00f6pft er aus der Quelle seiner eigenen Herrlichkeit, seines eigenen Wesens, und diese Quelle hat keinen Boden. Gott gibt aus dem Reichtum seines Selbst. Wenn Gott gibt, dann gibt er aus sich selbst, aus dem Reichtum seines herrlichen Wesens. Und sein herrliches Wesen ist unendlich, unaussch\u00f6pflich.<\/p>\n<p>\u201eReichtum\u201c \u2013 das Wort, das wir hier auch haben, ist eines der Schl\u00fcsselworte im Epheserbrief. So oft ist von Reichtum die Rede: Epheser Kapitel 1, Vers 7: \u201eWir haben die Vergebung unserer Vergehen empfangen nach dem Reichtum seiner Gnade.\u201c Epheser 1, Vers 18: \u201edamit ihr wisst, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist.\u201c Ein Erbe f\u00fcr uns, die Heiligen, und dieses Erbe ist verbunden mit dem Reichtum der Herrlichkeit, seiner Herrlichkeit. Epheser 2, Vers 4 redet davon: \u201eGott aber ist reich an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat.\u201c Epheser Kapitel 2, Vers 7: Gott hat uns mit Christus in der Himmelswelt sitzen lassen, damit er in den kommenden Zeitaltern den \u00fcberschw\u00e4nglichen Reichtum seiner Gnade in G\u00fcte an uns erweise in Christus Jesus. Verstehst du das? Gott hat dich gerettet, damit er an dir den Reichtum seiner Gnade demonstrieren kann. Epheser 3, Vers 8: Paulus redet davon, dass er dem Allergeringsten der Heiligen die Gnade gegeben worden ist, den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verk\u00fcndigen. Und jetzt, wir hatten gerade Epheser 3, 16: \u201eGott gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit.\u201c Reichtum, Reichtum, reich \u2013 wessen Reichtum? Nicht unserem, sondern Gottes Reichtum. Und Gott aus seinem Reichtum, aus seinem Wesen, aus sich selbst, aus seiner Herrlichkeit, aus seiner Gnade, aus seiner Liebe, schenkt uns diesen Reichtum. Epheser 1, Vers 3 sagt: \u201eJa, wir sind mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt gesegnet.\u201c John MacArthur hat es so formuliert: Wie reich sind wir Gl\u00e4ubigen? Wir sind so reich wie der Himmel. Denn jede geistliche Segnung aus der Himmelswelt geh\u00f6rt uns. Alles, was es dort an Segnung im Himmel gibt, es geh\u00f6rt uns. Wir sind so reich wie der Himmel.<\/p>\n<p>Paulus betet also, er gebe \u2013 Gott gebe uns nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, aus sich, seiner Herrlichkeit, aus diesem unersch\u00f6pflichen Topf. Paulus betet hier aber jetzt nicht, dass wir diese Wahrheiten erkennen, das hat er in Kapitel 1 gemacht, sondern hier betet er daf\u00fcr, dass wir diese Dinge, die er beschrieben hat, gem\u00e4\u00df des Reichtums der Herrlichkeit Gottes in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Und heute wollen wir uns diese folgenden drei Dinge anschauen, f\u00fcr die er betet:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Vers 16: Die Kraft im Innern.<\/strong> Erstens: Die Kraft im Innern.<\/li>\n<li><strong>Vers 17a: Die Herzensherrschaft Jesu.<\/strong> Zweitens: Die Herzensherrschaft Jesu.<\/li>\n<li><strong>Vers 17 Ende: Das Fundament der Liebe.<\/strong> Drittens: Das Fundament der Liebe.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die drei Dinge, f\u00fcr die Paulus hier betet, Kraft durch den Geist im Inneren, Herrschaft Jesu in unserem Herzen, Liebe als Fundament, sind alles Dinge, die jeder Gl\u00e4ubige in gewisser Weise bereits hat. Jeder Gl\u00e4ubige hat bereits den Geist in seinem Herzen, in seinem Inneren. Jeder Gl\u00e4ubige hat bereits Christus in seinem Herzen. Und jedem Gl\u00e4ubigen ist bereits die Liebe Gottes ausgegossen, laut R\u00f6mer Kapitel 5, Vers 5. Aber es soll wachsen. Wir haben bereits den Heiligen Geist, aber er soll uns mehr und mehr st\u00e4rken. Wir haben Christus bereits, aber er soll in unseren Herzen wahrlich wohnen. Wir haben die Liebe bereits empfangen, aber wir sollen in ihr gewurzelt und gegr\u00fcndet sein.<\/p>\n<p>Und diese drei Dinge sind auch miteinander verbunden, nicht nur diese drei Dinge, sondern dieses ganze Gebet ist \u2013 die Dinge, f\u00fcr die Paulus hier betet, sind miteinander verbunden. Wir haben hier mehrfach, ich habe drei gez\u00e4hlt, im Griechischen nennt man sie <em>Hina-Konstruktionen<\/em> oder <em>Hina-Verbindungen<\/em>. <em>Hina<\/em> bedeutet, was im Deutschen oft mit \u201eso dass\u201c oder \u201edamit\u201c \u00fcbersetzt wird, oder \u201esodass\u201c oder \u201edamit\u201c dr\u00fcckt immer einen Zweck oder ein Ziel bzw. ein Resultat aus. Es sind also Dinge, die aufeinander folgen. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Wir brauchen Kraft am inneren Menschen, Christus muss in unseren Herzen wohnen und wir m\u00fcssen in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet sein, damit wir dann mit allen Heiligen die Tiefen Gottes erfassen k\u00f6nnen oder die Liebe Christi ergr\u00fcnden k\u00f6nnen. Mit anderen Worten: Ohne Kraft am inneren Menschen, beziehungsweise wenn Christus nicht in unseren Herzen wohnt, beziehungsweise wenn du nicht in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet bist, wirst du nicht mit allen Heiligen die Tiefen Gottes erfassen k\u00f6nnen oder die Liebe Christi ergr\u00fcnden k\u00f6nnen. Und dann wirst du nie \u2013 dann wirst du aber auch nicht das Leben, das in den Kapiteln 4 bis 6 beschrieben wird, f\u00fchren. Das, wof\u00fcr Paulus hier betet, das ist, wenn wir uns ein Auto vorstellen, wie die Z\u00fcndung. Es ist die Z\u00fcndung, die m\u00f6glich macht, dass wir danach fahren k\u00f6nnen, damit das Auto danach fahren kann. Das ist das, was wir in Kapitel 4 bis 6 dann sehen werden oder dort beschrieben werden.<\/p>\n<p>Beginnen wir also mit dem Ersten: <strong>Erstens: Kraft im Inneren.<\/strong> Vers 16 sagt: \u201eWir sollen mit Kraft gest\u00e4rkt werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen.\u201c Die offensichtliche Frage, die sich hier stellt, ist: Was ist der innere Mensch?<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen den inneren Menschen sehr leicht verstehen, wenn wir den Kontrast ziehen zum \u00e4u\u00dferen Menschen. Der \u00e4u\u00dfere Mensch ist der, den wir im Spiegel sehen. Er ist unser \u00c4u\u00dferes, unser K\u00f6rper. Der innere Mensch ist also dann unser inneres Ich, unser wahres Ich, also unsere Seele, unser Geist. Als Gl\u00e4ubige ist der innere Mensch unsere neue Natur in Christus, unser neu geschaffenes Ich, das Christus uns durch die neue Geburt geschenkt hat. Jeder Gl\u00e4ubige hat diesen erneuerten inneren Menschen. Aber dieser innere Mensch kann schwach sein. Er muss gest\u00e4rkt werden, mit Kraft gest\u00e4rkt werden, betet Paulus hier. Ich habe das fr\u00fcher auch immer wieder mal gesagt: Paulus h\u00e4tte einfach sagen k\u00f6nnen: \u201egest\u00e4rkt zu werden durch seinen Geist im inneren Menschen\u201c, aber er sagt: \u201emit Kraft gest\u00e4rkt zu werden.\u201c Zwei Worte f\u00fcr Kraft verwendet er hier, um nat\u00fcrlich zu betonen, dass dieser innere Mensch Kraft ben\u00f6tigt. Er betet daf\u00fcr, dass dieser innere Mensch voller Kraft ist.<\/p>\n<p>Ein Vers, der uns das etwas verst\u00e4ndlich macht: 2. Korinther Kapitel 4. Wir m\u00f6chten Vers 16 hier lesen, aber um etwas Kontext zu haben, die Verse 7 bis 10 auch kurz anschauen. Zweiter Korinther, Kapitel vier, ab Vers 7. 2. Korinther Kapitel 4, ab Vers 7: Paulus spricht hier von seinem Leiden, von seiner Verfolgung. \u201eWir haben aber diesen Schatz in irdenen Gef\u00e4\u00dfen, damit das \u00dcberma\u00df der Kraft von Gott sei und nicht aus uns. Wir sind in allem bedr\u00e4ngt, aber nicht erdr\u00fcckt, keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg, verfolgt, aber nicht verlassen, niedergeschlagen, aber nicht vernichtet, allezeit das Sterben Jesu am Leib umhertragend, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.\u201c Er redet davon, wie er verfolgt wird, wie er leidet. In einem sp\u00e4teren Kapitel redet er davon, wie er mit Ruten geschlagen wird, dass er gesteinigt worden ist, wie er leidet, sein \u00e4u\u00dferer Mensch leidet. Aber wir sehen den Kontrast: W\u00e4hrend sein \u00e4u\u00dferer Mensch keinen Ausweg hat, verfolgt wird, niedergeschlagen ist, redet er trotzdem davon, er ist nicht ohne Ausweg, er ist nicht verlassen, er ist nicht vernichtet. Und dann lesen wir eben in Vers 16: \u201eDarum werden wir nicht m\u00fcde, sondern wenn auch unser \u00e4u\u00dferer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag f\u00fcr Tag erneuert.\u201c Hier sehen wir den Kontrast sehr deutlich. Paulus\u2019 \u00e4u\u00dferer Mensch wird durch Verfolgung, wird durch Leid aufgerieben, aber sein innerer Mensch wird t\u00e4glich erneuert. Und Verse 17 und 18 machen deutlich, weil sein Blick auf die Ewigkeit ist, auf das Unsichtbare gerichtet ist.<\/p>\n<p>Wir sehen also, es kann manchmal komplett unterschiedlich sein, wie es unserem \u00e4u\u00dferen und inneren Menschen geht. Bei Paulus war es so, dass der \u00e4u\u00dfere Mensch schwach war, m\u00fcde war, dass es ihm schlecht ging, dem inneren Menschen ging es aber frisch, gut und kr\u00e4ftig. So war es bei Paulus. Aber bei Paulus war es genau andersherum, wie es bei vielen Gl\u00e4ubigen heute ist. Heutzutage geht es unserem \u00e4u\u00dferen Menschen oft fabelhaft, w\u00e4hrend aber der innere Mensch schwach und verk\u00fcmmert ist, schwach ist und verk\u00fcmmert. Wir essen und trinken reichlich, schlafen ausreichend, wir k\u00fcmmern uns um unser Aussehen, kaufen uns sch\u00f6ne Kleidung und achten darauf, dass es unserem \u00c4u\u00dferen bequem ist. Wir nutzen allerlei Pflegeprodukte, Vitamine und heutzutage Supplemente zum Wohl unseres Leibes. Wir tun alles, damit es diesem \u00e4u\u00dferen Menschen gut geht, w\u00e4hrenddessen ist es oft so, dass der innere Mensch, unsere Seele, verschmachtet und unser Geist verhungert und verdurstet.<\/p>\n<p>R\u00f6mer 7, Kapitel 7, Vers 22 \u2013 R\u00f6mer Kapitel 7, Vers 22: \u201eDenn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Und ich glaube, es ist 22 und 23: Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der S\u00fcnde, das in meinen Gliedern ist.\u201c Paulus redet hier auch: Sein innerer Mensch, seine neue Natur in Christus, hat Wohlgefallen am Gesetz Gottes, aber er sieht dieses andere Gesetz, das gegen ihn streitet. Und wir m\u00fcssen verstehen, liebe Geschwister: Mit einem schwachen inneren Menschen k\u00f6nnen wir kein heiliges Leben f\u00fchren. Mit einem schwachen inneren Menschen k\u00f6nnen wir keine S\u00fcnden \u00fcberwinden, Versuchungen widerstehen oder geistliches Wachstum erfahren. Wir m\u00f6gen vielleicht wollen, aber wir werden es nicht schaffen, weil der innere Mensch zu schwach ist. Versteht mich nicht falsch: Es ist nicht falsch, sich um seinen \u00e4u\u00dferen Menschen zu k\u00fcmmern. Wir sollen gute Verwalter des Leibes sein, den Gott uns geschenkt hat, auf jeden Fall. Und nichts von den Dingen, die ich eben genannt habe, worum wir uns oft k\u00fcmmern bei dem \u00e4u\u00dferen Menschen, ist an sich falsch oder schlecht. Aber unsere Priorit\u00e4t sollte auf dem inneren Menschen liegen. Paulus schreibt an Timotheus: \u201eDie leibliche \u00dcbung ist zu wenigem n\u00fctze, die Gottesfurcht aber ist zu allen Dingen n\u00fctze, weil sie die Verhei\u00dfung des Lebens hat, des jetzigen und des zuk\u00fcnftigen.\u201c Die leibliche \u00dcbung ist nicht nutzlos, sie ist n\u00fctzlich. Wir sollen uns gut um den \u00e4u\u00dferen Menschen k\u00fcmmern, das m\u00f6chte ich nicht verneinen. Wichtiger aber, gr\u00f6\u00dfer aber, bedeutender aber ist die Gottesfurcht, das, was den inneren Menschen betrifft.<\/p>\n<p>Wie wird der innere Mensch dann gest\u00e4rkt? Der Vers sagt es uns: durch den Geist. Der Heilige Geist ist es, der den inneren Menschen st\u00e4rkt. Jeder Gl\u00e4ubige hat den Geist Gottes, aber wir k\u00f6nnen dem Wirken des Geistes Gottes auch ein Hindernis sein. Jeder Gl\u00e4ubige ist mit dem Geist Gottes versiegelt, aber Epheser 4, Vers 30 sagt uns: Wir k\u00f6nnen den Heiligen Geist durch unsere Handlungen betr\u00fcben. 1. Thessalonicher 5, Vers 19 sagt: Wir k\u00f6nnen sein Wirken unterdr\u00fccken. Dort hei\u00dft der Vers: \u201eL\u00f6scht den Geist nicht aus.\u201c Wenn man das \u2013 die Idee ist, was Paulus in 1. Thessalonicher 5 meint, ist das Wirken des Geistes so behindern, dass es fast so wirkungslos ist, dass es wie ausgel\u00f6scht ist im Sinne davon, dass sein Wirken unterdr\u00fcckt wird. Aktiv k\u00f6nnen wir dem Wirken des Geistes ein Hindernis sein durch unsere S\u00fcnde, durch Unbu\u00dffertigkeit. Und passiv k\u00f6nnen wir dem Wirken des Geistes ein Hindernis sein, wenn wir nicht das Wort Gottes lesen, wenn wir uns enthalten von Gebet und vom Wort Gottes. Lassen wir den Geist nicht wirken.<\/p>\n<p>Der Geist muss also wirken, damit unser innerer Mensch gest\u00e4rkt wird. Und wie wirkt der Geist? Wie lassen wir den Geist wirken? Ganz einfach: durch das Wort Gottes, durch die Hingabe zum Wort Gottes. Und es gibt viele Verse, die wir uns davor anschauen k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte das aber durch einen Vergleich tun, der uns das deutlich macht, n\u00e4mlich wenn wir Epheserbrief und Kolosserbrief miteinander vergleichen. Denn den Geist wirken zu lassen, ist \u00e4quivalent oder ist unzertrennbar damit verbunden, sich dem Wort Gottes hinzugeben und sich mit dem Wort Gottes zu f\u00fcllen. Wo das Wort Gottes nicht ist, wirkt der Geist nicht.<\/p>\n<p>Ein Vergleich: Epheserbrief und Kolosserbrief haben sehr viele Parallelenstellen. Eine dieser Parallelenstellen ist Epheser Kapitel 5, Vers 18. Epheser Kapitel 5, Vers 18: \u201eUnd berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist.\u201c Was bedeutet es, voll von Geist zu sein? Das ist doch \u00e4hnlich zu dem, dass der Geist unseren inneren Menschen st\u00e4rkt. Wenn wir voll von Geist sind, werden wir auch einen starken inneren Menschen haben. Wir haben die Parallelstelle in Kolosser Kapitel 3, Vers 16. Dort hei\u00dft es: \u201eDas Wort des Christus wohne reichlich in euch.\u201c Also die Parallelstelle zu Epheser 5, Vers 18, wo es hei\u00dft: \u201esondern werdet voller Geist\u201c, sagt in Kolosser 3, 16 das \u00c4quivalent dazu ist: \u201eDas Wort des Christus wohne reichlich in euch.\u201c Wenn das Wort des Christus reichlich in uns wohnt, werden wir voller Geist sein. Wenn wir voller Geist sind, bedeutet das, dass das Wort des Christus reichlich in uns wohnt. Wieso ist das parallel und gleichbedeutend miteinander?<\/p>\n<p>Wenn ihr danach die Verse von Epheser 5 und Kolosser 3 weiter euch anschaut, es ist dieselbe Struktur, es ist dieselbe Sache, die beschrieben wird. Ich habe mir selbst eine Tabelle erstellt, die kann ich auch gerne \u2013 ich kann sie auch gerne nach der Predigt mit euch teilen. Epheser 5, Vers 18 sagt: \u201eWerdet voller Geist\u201c, danach kommt: \u201eSingt zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern.\u201c In Kolosser 3 hei\u00dft es im selben Vers: \u201eIn aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singt Gott in euren Herzen in Gnade.\u201c Epheser 5, 20 sagt: \u201esagt allezeit dem Vater Gott und Vater Dank.\u201c Kolosser 3, 17: \u201eAlles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus und sagt Gott dem Vater Dank durch ihn.\u201c Epheser 5, 21: \u201eordnet euch unter, vor allem die Frau ordne sich dem eigenen Mann unter.\u201c Kolosser 3, 18: \u201eIhr Frauen, ordnet euch den M\u00e4nnern unter.\u201c Epheser 5, 25: \u201eIhr M\u00e4nner, liebt eure Frauen.\u201c Kolosser 3, 19: \u201eIhr M\u00e4nner, liebt eure Frauen.\u201c Kapitel 6, Vers 1: \u201eIhr Kinder, gehorcht euren Eltern.\u201c Kolosser 3, Vers 20: \u201eIhr Kinder, gehorcht euren Eltern.\u201c Und und und \u2013 es gibt noch drei, vier weitere Beispiele, wie sich das parallel eben Epheserbrief und Kolosserbrief spiegeln. Und alles beginnt in diesem Abschnitt, wo der Epheserbrief sagt: \u201eWerdet voller Geist\u201c, und der Kolosserbrief sagt: \u201eDas Wort des Christus wohne reichlich in euch.\u201c Die Teile sind also sehr parallel. Und das bedeutet auch: Diese beiden Dinge \u2013 voll von Geist zu sein, dass der Geist uns lenkt, uns kontrolliert und in uns wirkt mit vollster Kapazit\u00e4t \u2013 es ist nur m\u00f6glich mit dem Wort Gottes. Wer mit dem Geist erf\u00fcllt sein m\u00f6chte, also vom Geist gest\u00e4rkt und gelenkt werden will, muss mit dem Wort Gottes reichlich gef\u00fcllt sein. Wenn du im Geist wandeln willst, Galater 5, 16 sagt: \u201eWandelt im Geist\u201c, also im Bewusstsein des Geistes Gottes, der in dir lebt, wenn du dem Geist gehorchend, von ihm gesteuert leben m\u00f6chtest, dann f\u00fclle dich mit dem Wort Gottes. Sprich mit Gott im Gebet \u00fcber sein Wort. Sinne \u00fcber das Wort Gottes nach. Mach dir bewusst, dass du ein Tempel des Heiligen Geistes bist, 1. Korinther 6, 19 sagt das. Und verherrliche ihn mit jedem Schritt in deinem Leben.<\/p>\n<p>Paulus betet also daf\u00fcr, dass der innere Mensch durch den Geist gest\u00e4rkt wird. Wir brauchen einen starken inneren Menschen. Ohne einen starken inneren Menschen werden wir niemals die Dinge tun k\u00f6nnen, f\u00fcr die Gott uns geschaffen hat und gerettet hat. Ohne einen starken inneren Menschen werden wir niemals die Kraft Gottes in Anspruch nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kommen wir zum <strong>Vers 17:<\/strong> \u201edass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet seid.\u201c <strong>Zweitens: Die Herzensherrschaft Jesu.<\/strong> Paulus betet also als zweites daf\u00fcr, dass Christus in unseren Herzen wohne. Wie bereits gesagt, jeder Gl\u00e4ubige hat bereits Christus empfangen. Epheser macht ja so deutlich: Wir sind in Christus und Christus ist in uns. Jesus hat in Matth\u00e4us 28 gesagt: \u201eIch werde bei euch sein bis zum Ende der Zeitalter.\u201c Es geht nicht um die Erl\u00f6sung, es geht nicht darum, dass Christus in unser Herz kommt, da ist und uns rettet. Es geht hier um Gl\u00e4ubige. Und es wird deutlich, wenn wir uns mit dem Wort \u201ewohnen\u201c besch\u00e4ftigen. Das griechische Wort, das hier verwendet wird, <em>katoike\u014d<\/em>, bedeutet, sich langfristig niederzulassen, sich niederzulassen, zu wohnen. Man k\u00f6nnte sagen, es bedeutet, zu Hause zu sein. Und es ist ein Unterschied, ob du einfach nur an einem Ort bist oder ob du an diesem Ort wohnst, ob du dort zu Hause bist. Wir befinden uns gerade in diesem Geb\u00e4ude, wir sind in diesem Geb\u00e4ude, aber wir wohnen nicht in diesem Geb\u00e4ude. Wir k\u00f6nnen nicht einfach dieses Geb\u00e4ude einrichten und umstellen, wie es uns gef\u00e4llt. Wir haben nicht mal Zugriff auf jedes Zimmer in diesem Geb\u00e4ude. Wir sind in diesem Geb\u00e4ude, aber wir wohnen nicht in diesem Geb\u00e4ude. Es gibt ja diese Redewendung: \u201eEs gibt keinen Ort wie zu Hause\u201c (There\u2019s no place like home).<\/p>\n<p>Jesus in deinem Herzen wohnen zu lassen, ist mehr als einfach nur, dass er in deinem Herzen existiert, dass er da ist. Wenn Jesus in deinem Herzen wohnt, bedeutet, dass er sich dort niederl\u00e4sst und es sich zu seinem Zuhause macht. Das bedeutet, dass Jesus dein Herz einrichtet, wie es ihm gef\u00e4llt. Es bedeutet, dass er Zugang hat zu allen Zimmern, dass er aus dem Haus und aus seinem Herzen wegwerfen wird, was ihm missf\u00e4llt, und dass er in dein Herz hinstellen wird, was er dort haben m\u00f6chte. Es gibt ein kleines Buch von Robert Boyd Munger, das hei\u00dft auf Englisch: <em>My Heart, Christ\u2019s Home<\/em>. Es ist ein kleines Buch. Ich habe die PDF-Version im Internet gefunden, ich kann sie gerne nach der Predigt mit euch teilen, wo Robert Munger quasi illustriert, wie es ist, wenn Jesus in deinem Herzen wohnt. In dieser Illustration geht der Herr Jesus durch das Haus und durch die Zimmer und Kammern eines Hauses, aber dieses Haus ist eben dein Herz. Er geht quasi durch das Arbeitszimmer, durch das Studienzimmer, dort, wo die Dinge sind, die dich beeinflussen, mit denen du deine Gedanken f\u00fcllst. Er geht durch das Esszimmer, wo der Ort deines Begehrens ist, sozusagen in deinem Herzen, bis hin zur kleinsten Kammer in der Ecke, im Dunkeln, die kleine Kammer, in denen du deine tiefsten S\u00fcnden und Begierden versteckt h\u00e4ltst. Jesus geht \u00fcberall hinein und m\u00f6chte es reinigen und so einrichten, wie er es m\u00f6chte. Christus wohnt nur wahrlich in deinem Herzen, in dem Herzen, das ihm voll und ganz geh\u00f6rt. Er f\u00fchlt sich nur dort zu Hause, wo er auch herrscht, wo er alles, was ihm missf\u00e4llt, entfernen kann und einrichtet, wie es ihm gef\u00e4llt. Das bedeutet, dass er den Schmutz, den M\u00fcll und alles Nutzlose aus unserem Herzen reinigt und er \u00fcber uns herrscht. Deswegen rede ich von der Herzensherrschaft von Jesus.<\/p>\n<p>Um das etwas zu illustrieren, lasst uns 2. Korinther Kapitel 6 lesen. 2. Korinther Kapitel 6, ab Vers 15: Wenn Christus in deinem Herzen wohnt, beansprucht er allein Herrschaft dar\u00fcber. Und das bedeutet, dass er S\u00fcnde und Finsternis nicht langfristig tolerieren wird. 2. Korinther 6, ab Vers 15: \u201eUnd welche \u00dcbereinstimmung hat Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gl\u00e4ubiger mit einem Ungl\u00e4ubigen? Oder welchen Zusammenhang hat der Tempel Gottes mit G\u00f6tzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: \u201aIch will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und r\u00fchrt Unreines nicht an. Und ich werde euch annehmen und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir S\u00f6hne und T\u00f6chter sein, spricht der Herr, der Allm\u00e4chtige.\u2018\u201c<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, auch Paulus zitiert hier, wie Gott unter den Israeliten wohnte. Zu wohnen bedeutet nicht einfach ein Da-Sein. Zu wohnen bedeutet, dass dieses Herz ihm geh\u00f6rt. Und als Israel in unbu\u00dffertiger S\u00fcnde verfallen ist, was ist mit der Herrlichkeit des Herrn geschehen laut dem Propheten Hesekiel? Sie ist aus Jerusalem hinausgezogen, weil das kein Ort mehr war, wo er wohnen konnte. Keine Sorge, wahre Gl\u00e4ubige werden den Herrn nicht verlieren und er wird unser Herz nicht verlassen. Aber wenn Christus in deinen Herzen wahrlich wohnen soll, dann muss dein Herz so sein, wie es ihm gef\u00e4llt. Er muss herrschen. Gib ihm die Schl\u00fcssel zu allen Zimmern. Gib ihm das Recht in alle Bereiche deines Lebens und lass ihn herrschen. Jesus ist durch deine Bekehrung in dein Herz gekommen, ja, aber er ist nicht einfach nur in dein Herz gekommen, um in deiner Ecke zu hocken. Jesus will dein ganzes Herz, er will es ganz oder gar nicht, jeden Bereich. Dein Herz, dein Denken \u2013 wir reden vom Herz oft als das Kontrollzentrum deines Willens. Es soll ihm geh\u00f6ren. Er beansprucht absolute und alleinige Herzensherrschaft. Und das geschieht durch Glauben: Glauben, dass Jesus in mein Herz gekommen ist, mir vergeben hat und ich zu ihm geh\u00f6re. Der Vers sagt im Epheserbrief: \u201edurch Glauben\u201c. Durch Glauben, dass Jesus mir weiter vergibt, auch wenn ich falle, er mich reinigt und heiligt. Jesus wohnt und herrscht in deinem Herzen durch Glauben, dass Gehorsam besser ist als Ungehorsam, Glauben, dass Jesus besser ist als meine Begierde, Glauben, dass es besser ist, Jesus die Herrschaft \u00fcber alle Bereiche meines Lebens zu geben, als dass ich selbst herrsche, als dass ich selbst herrsche.<\/p>\n<p>Paulus betet also daf\u00fcr, dass unser innerer Mensch durch den Geist mit Kraft gest\u00e4rkt wird, dass Jesus in unseren Herzen wohnt und herrscht. Und das f\u00fchrt uns zum <strong>dritten Anliegen heute: Das Fundament der Liebe.<\/strong> Vers 17, der B-Teil: \u201eund ihr in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet seid.\u201c Vers 17 Ende: \u201eund ihr in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet seid.\u201c Und ich werde das etwas k\u00fcrzer halten, weil wir auch in den folgenden Versen wieder \u00fcber die Liebe reden werden. Und wir haben gesagt, diese Dinge sind eng miteinander verbunden: Wir brauchen einen starken inneren Menschen, Jesus muss in unseren Herzen wohnen und herrschen, sich zu Hause f\u00fchlen. Und das ist eng miteinander verbunden. Ohne einen starken inneren Menschen wird Jesus nicht wirklich in unseren Herzen auch wohnen. Und auch ohne, dass Jesus in unseren Herzen wohnt, werden wir auch nicht in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet sein. Es geht hier nicht darum, in Liebe gewurzelt und gegr\u00fcndet zu sein, einfach die Liebe Gottes zu erkennen. Das ist auch wichtig, aber das kommt sp\u00e4ter, das kommt sp\u00e4ter in Verse 18 und 19, mit allen Heiligen die Erkenntnis \u00fcbersteigende Liebe Christi zu erkennen. Hier geht es vielmehr darum: Was ist die Konsequenz, wenn Jesus in deinem Herzen wohnt? Wenn er alle Bereiche deines Herzens besetzt, dar\u00fcber herrscht und er Gott wohnt wirklich? Was geschehen wird, ist, dass das Wesen Jesu beginnt, dein Herz zu \u00fcbernehmen. Wenn er in deinem Herzen wohnt, dann wirst du mehr wie Christus werden. Und was macht Christus aus, wenn nicht Liebe? Er ist die Personifikation von heiliger Liebe, von Gottes Liebe. Wenn Jesus den Schmutz aus unserem Herzen entfernt, wenn er in jeden Bereich unseres Lebens eingreift und herrscht, dann werden wir beginnen, mehr und mehr \u2013 Liebe ist wieder etwas, das jeder Gl\u00e4ubige bereits hat. R\u00f6mer 5, Vers 5 sagt: \u201eUnd die Liebe Gottes ist ausgegossen worden in unsere Herzen.\u201c Aber es geht darum, dass das Wesen von Christi Liebe das Fundament unseres Lebens wird, darin gewurzelt und gegr\u00fcndet zu sein.<\/p>\n<p>\u201eWurzelt und gegr\u00fcndet\u201c: Zuerst verwurzelt, das Bild einer Pflanze oder von einem Baum, das Wurzeln schl\u00e4gt. Wenn ein Baum seine Wurzeln nicht tief in gutem Boden hat, wird er sterben. \u00dcber die Wurzel saugt der Baum die n\u00f6tigen N\u00e4hrstoffe aus dem Boden. Die Wurzeln sind es, die einem Baum Festigkeit und Best\u00e4ndigkeit geben. Erst letzte Woche haben wir uns Psalm 1 angeschaut: \u201eDer Baum gepflanzt an Wasserb\u00e4chen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.\u201c Hier geht es darum, in der Liebe Christi verwurzelt zu sein. Als N\u00e4chstes sehen wir das Bild eines Geb\u00e4udes: Wir sollen gegr\u00fcndet sein, gegr\u00fcndet wie ein Turm, wie ein Geb\u00e4ude mit Fundament. Ein festgegr\u00fcndetes Geb\u00e4ude wackelt nicht, es ist nicht schief. Und ein fest gegr\u00fcndetes Geb\u00e4ude wird jedem Sturm und jedem Wind widerstehen. In Matth\u00e4us 7 gibt Jesus das Bild von zwei H\u00e4usern: Eins ist gebaut auf dem Sand und es f\u00e4llt beim Sturm, aber das andere ist gebaut auf Felsen und es \u00fcbersteht den Sturm. Es geht darum also, dass die Liebe Jesu, die Liebe Christi, das Fundament unseres Lebens sein soll, dass das es ist, was unser Leben n\u00e4hrt, formt und Wachstum schenkt.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das genau? Was bedeutet es genau, dass die Liebe die Grundlage unseres Lebens ist? Es bedeutet, dass Liebe dein Leben bestimmt. Dass jede einzelne Handlung, hinter jedem Wort, hinter jedem Akt Liebe die Motivation, Liebe der Hintergrund, Liebe der Grund ist, aus dem es geschieht. All unser Tun soll ein Ausdruck von Liebe sein. Wie sieht das aus? Lasst uns auf Jesus schauen, der Einzige, der vollkommen geliebt hat. Johannes 15, 12 bis 13 sagt: \u201eDies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Gr\u00f6\u00dfere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt f\u00fcr seine Freunde.\u201c Jesus hat geliebt und er hat so geliebt, dass er sein Leben gegeben hat f\u00fcr seine Freunde. Liebe bedeutet Aufopferung. Liebe bedeutet v\u00f6llige Hingabe. Biblische Liebe ist eine Liebe, die kostet und die Opfer erfordert. Ist das die Basis deiner Handlungen? Liebe, bist du in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet, sodass alles, was aus dir herauskommt, aus diesem Schatz und aus dem Boden der Liebe geschieht?<\/p>\n<p>Liebe nicht, wie die Welt sie versteht, Liebe, wie sie die Bibel versteht. Johannes 14: Jesus sagt: \u201eWer meine Gebote hat und sie h\u00e4lt, der ist es, der mich liebt. Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten.\u201c Was ist also biblische Liebe? Sie dr\u00fcckt sich aus in Gehorsam. Die weltliche Liebe \u2013 und deswegen ist es so traurig, wenn Gl\u00e4ubige das dann auch machen \u2013 weltliche Liebe bedeutet, S\u00fcnde zu tolerieren. Weltliche Liebe bedeutet oft einfach, das zu tun, was ich mir w\u00fcnsche, oder das zu tun, was sich der andere w\u00fcnscht. Biblische Liebe bedeutet, Gottes Gebote ernst zu nehmen und ihnen zu gehorchen. Jesus hat gesagt, man kann alle Gebote in zwei Gebote zusammenfassen, alle zehn Gebote. Was ist es? Liebe Gott und liebe deine N\u00e4chsten, wie dich selbst. Liebe und Gehorsam sind unzertrennbar miteinander verbunden. Wenn du also ungehorsam bist und s\u00fcndigst, dann liebst du nicht, dann handelst du nicht aus Liebe. Wo L\u00fcge, wo Egoismus, wo Bitterkeit und Hass ist, da ist S\u00fcnde und da ist keine Liebe. Dort, wo Aufopferung, Gehorsam, Freundlichkeit, Demut, Geduld und Vergebung ist, dort ist Liebe. Die Frucht des Geistes, die in Galater 5, 22 beschrieben wird, das erste ist Liebe. Wenn wir in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet sind, dann wird unser Leben auf diesen Dingen basieren: Hingabe, Aufopferung, Freundlichkeit und Gnade wird uns charakterisieren, nicht Selbstsucht, Egoismus, Menschenfurcht wird uns nicht definieren.<\/p>\n<p>Wir sehen also: Der Geist nutzt das Wort Gottes, um unseren inneren Menschen zu st\u00e4rken. Jesus wohnt in unserem Herzen, \u00fcbernimmt mehr und mehr Herrschaft in den Bereichen unseres Lebens, sodass sein Wesen, Liebe, die Grundlage und Basis unseres Lebens wird, aus der all unsere Handlungen hinausgehen. Das ist es, wof\u00fcr Paulus betet. Das brauchen wir, um die Kraft Gottes in Anspruch zu nehmen. Das brauchen wir, damit der Motor gestartet werden kann.<\/p>\n<p>Lasst uns zum Schluss kommen: Weswegen beugt Paulus seine Knie vor dem Vater? Wegen dem, was er in Kapitel 3, Vers 4 beschreibt, als Geheimnis des Christus. Weil wir Gl\u00e4ubigen, die Gemeinde, in Christus zu einer Behausung Gottes geworden sind, einzig aus Gnade, hat Gott uns, die wir tot in Vergehen waren, auferweckt und uns zum Teil der Familie Gottes gemacht. Im Lichte dessen, dass wir zum Tempel des lebendigen Gottes geworden sind, ist Paulus gezwungen, sich zu beugen.<\/p>\n<p>Wir haben zu Beginn gesehen: Der Mann, der endlich erkannt hatte, dass in seiner Fahrkarte die Speisen mit inbegriffen sind, er kann nun in den Speisesaal gehen und alles in Anspruch nehmen, was ihm zusteht. So haben wir in Epheser Kapitel 1 erkannt, wie viel Kraft uns Gl\u00e4ubigen zur Verf\u00fcgung steht. Nun k\u00f6nnen wir hingehen und diese Kraft beanspruchen. Nun k\u00f6nnen wir die Kraft Gottes f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen in Anspruch nehmen. Aber wie machen wir das? Wie kommen wir in den Speisesaal? Wie setzen wir uns an den Tisch? Wie bedienen wir uns am Buffet? Paulus fleht darum, und sein Gebet, sein Flehen zeigt uns, wie: dass Gott uns nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, dass wir einen st\u00e4rkeren inneren Menschen haben, dass Christus in unseren Herzen wohnt und dass wir in Liebe gegr\u00fcndet sind.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr uns? Die praktischen Anwendungen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Erstens: Lass den Heiligen Geist deinen inneren Menschen st\u00e4rken.<\/strong> Mit einem schw\u00e4cheren inneren Menschen, wie ich es bereits gesagt habe, kannst du kein heiliges Leben f\u00fchren. Wenn du heute hier sitzt und merkst, dass dein innerer Mensch schwach ist, dass er ermattet ist, dass er niedergeschlagen ist, dass er verhungert und verdurstet, dann sei dir bewusst: Mit diesem schwachen inneren Menschen wirst du niemals die Kraft Gottes in deinem Leben erfahren. Du wirst niemals S\u00fcnden \u00fcberwinden, du wirst niemals Versuchungen widerstehen, du wirst niemals in deiner Heiligung voranschreiten, wenn dein innerer Mensch schwach ist. Wenn du erkennst, dass du dem Wirken des Heiligen Geistes ein Hindernis bist durch deine Unbu\u00dffertigkeit und weil du dich nicht dem Wort Gottes und der Gemeinschaft mit Gott widmest, dann tue Bu\u00dfe. Kehre um von deinen S\u00fcnden und gebe dich dem Wort Gottes und der Gemeinschaft mit ihm hin. Wie konnte ein Paulus, der gesteinigt wurde, der mit Ruten geschlagen wurde, ins Gef\u00e4ngnis geworfen wurde, wie konnte er sagen, dass wenn auch sein \u00e4u\u00dferer Mensch so aufgerieben wird, sein innerer Mensch t\u00e4glich erneuert wird? Wie kann es sein, dass obwohl es unserem \u00e4u\u00dferen Menschen so viel besser geht, als es Paulus\u2019 \u00e4u\u00dferem Menschen damals ging, dass unser innerer Mensch oft so schwach ist? Weil wir uns nicht um den inneren Menschen k\u00fcmmern. Wir ern\u00e4hren ihn nicht. Wir stillen seinen Durst nicht. Liebe Geschwister, das Wort Gottes ist es, was dein innerer Mensch braucht. Nur so kann dein Geist, kann der Heilige Geist deinen inneren Menschen st\u00e4rken. Wer geh\u00f6rt zu den Gl\u00fcckseligen? Was haben wir letzte Woche gesehen? Wer ist wie ein Baum, der gepflanzt ist an Wasserb\u00e4chen? Es ist der Mann, der sich von der S\u00fcnde fernh\u00e4lt und sein Wohlgefallen an Gottes Wort hat und Tag und Nacht dar\u00fcber nachsinnt. Liebe Schwester, lieber Bruder, liebe Schwester, lass den Heiligen Geist wirken. Gib ihm den Raum, dich, deinen inneren Menschen zu st\u00e4rken, indem du das Wort Christi reichlich in dir wohnen l\u00e4sst. Ganz praktisch, ich m\u00f6chte euch einen ganz praktischen Tipp geben: Nimm es dir f\u00fcr diese Woche vor, dass du dich um deinen inneren Menschen genauso k\u00fcmmerst, mindestens genauso, wie um deinen \u00e4u\u00dferen Menschen. Was meine ich damit? F\u00fcr jede Mahlzeit, mit der du den \u00e4u\u00dferen Menschen n\u00e4hrst, denke dar\u00fcber nach, ob du heute deinen inneren Menschen gen\u00e4hrt hast mit dem Wort Gottes. Wenn du Hunger hast, weil dein \u00e4u\u00dferer Mensch Nahrung braucht, denke an deinen inneren Menschen, ob er verhungert oder verdurstet, ob er gef\u00fcllt ist mit dem Wort Gottes und dem Nachsinnen dar\u00fcber. F\u00fcr jede Handlung, die du tust, um deinen \u00e4u\u00dferen Menschen zu pflegen \u2013 sei es der Schlaf, den du ihm gibst, sei es Sch\u00f6nheitsprodukte, die du ihm gibst, sei es die Vitamine, die du ihm gibst \u2013 pr\u00fcfe dich, ob du auch deinen inneren Menschen pflegst in Gemeinschaft mit Gott und seinem Wort. Nutze das als eine praktische Anleitung, um deinen inneren Menschen nicht zu vernachl\u00e4ssigen, um ihn zu n\u00e4hren, um ihn mit dem Wort Gottes zu n\u00e4hren, damit er stark werden kann, damit der Geist Gottes wirken kann. Hast du es nicht satt, kraftlos durch dein Leben zu gehen? Dann widme dich dem Wort Gottes, sodass er, der Geist, den inneren Menschen st\u00e4rkt.<\/li>\n<li><strong>Zweitens: H\u00f6r auf, Christus aus Bereichen deines Lebens rauszuhalten.<\/strong> Jesus Christus hing nicht am Kreuz, um deine Wochenendbesch\u00e4ftigung zu sein. Er gab nicht sein Leben hin, um einen kleinen Teil deines Lebens einzunehmen. Jesus will alles. Und die Frage bei einem Gl\u00e4ubigen ist nicht, ob Christus da ist. Jesus ist bereits da, wenn du gl\u00e4ubig bist, \u00fcberall und zu jeder Zeit, er ist da. Alles, dem du dein Herz aussetzt, den Einfl\u00fcssen, dem Umfeld, den Begierden \u2013 Jesus ist da. Die Frage ist: F\u00fchlt er sich wohl? Ist er zu Hause? Herrscht er in den Bereichen deines Lebens? L\u00e4sst er sich nieder? Und wir neigen oft dazu, Jesus einige Bereiche unseres Lebens willig zu \u00f6ffnen. Unser Sonntag geh\u00f6rt dem Herrn. Ja, unsere Erziehung zum Beispiel geh\u00f6rt unserem Herrn, wir wollen ja, dass es unseren Kindern gut geht. Aber dann gibt es Bereiche, die wollen wir f\u00fcr uns behalten. Da soll Christus nicht reinkommen. Zimmer, die wir ihm verschlie\u00dfen. Einige Beispiele: Unsere Freunde, vor allem weltliche Freunde nat\u00fcrlich. Da brauchen wir Christus nicht. Da w\u00fcrde Jesus nur st\u00f6ren, sich unter Freunden Christus-\u00e4hnlich zu verhalten, jede Gelegenheit zu nutzen und Gelegenheiten zu suchen, Zeugnis von Christus zu geben \u2013 das passt da einfach nicht hin. Da will ich Christus nicht dabei haben. Da kann er zu Hause bleiben oder in einer Ecke bleiben, aber wenn ich mit meinen Freunden bin, da will ich nicht, dass Christus in diesen Bereich eingreift. Oder vielleicht denken wir so in unserer Arbeit: Sich unter Christen oder in der Gemeinde liebevoll und sanftm\u00fctig zu verhalten, geht ja. Aber in der Arbeit herrscht einfach eine andere Atmosph\u00e4re. Jesus wei\u00df gar nicht, wie es heutzutage in der Arbeitswelt zugeht. Da muss ich die Z\u00fcgel in die Hand nehmen, wenn ich etwas erreichen will. Jesus, bleib da in deiner Ecke. Oder unsere S\u00fcnden: Ein paar S\u00fcnden will ich noch f\u00fcr mich behalten. Ein paar S\u00fcnden bin ich nicht bereit abzugeben. Jesus, ich habe dir schon so viel gegeben, lass mir doch noch diese S\u00fcnden. Da reicht mir eine oberfl\u00e4chliche Reinigung. Sie sollen noch in einer Kammer in der Ecke bleiben, damit ich sie ab und zu rausholen kann, diese Bes\u00fcnde oder diese Begierde. Ich muss hier nicht so radikal sein, wie Jesus es sagt: H\u00e4nde abschlagen oder Augen ausrei\u00dfen. So ist es oft, dass wir Jesus aus einigen gewissen Bereichen unseres Lebens ausschlie\u00dfen. Bei jedem Menschen kann es unterschiedlich aussehen. Wenn das so in deinem Leben ist, kehre davon um und \u00fcbergebe dich Jesus voll und ganz. Glaube, dass Gehorsam wirklich besser ist. Glaube daran, dass es besser ist, dass Jesus in allen Bereichen deines Lebens herrscht, dass es besser ist, dass er die Z\u00fcgel in der Hand hat.<\/li>\n<li><strong>Drittens: Liebe Gott und liebe deine N\u00e4chsten.<\/strong> Liebe Gott und liebe deine N\u00e4chsten. Sei in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet. Wie kannst du in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet sein, praktisch? Du musst dir die Liebe Gottes, die Liebe Christi vor Augen f\u00fchren. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Sinne \u00fcber die Liebe Jesu nach. Lerne Verse \u00fcber die Liebe Jesu auswendig, sodass du gef\u00fcllt bist mit der Liebe Christi, damit sie zur Grundlage deines Lebens wird, zur Grundlage deiner Handlungen. Pr\u00fcfe sie: Geschehen sie aus Liebe? Die Dinge, die du tust, die Dinge, die du denkst, die Dinge, die du aussprichst \u2013 geschehen sie aus Liebe zu Gott oder Liebe zu deinem N\u00e4chsten? Oder geschehen sie aus Menschenfurcht, aus Stolz, aus Selbstsucht? Kehre um von deiner Lieblosigkeit und kehre zur Liebe Christi.<\/li>\n<li><strong>Viertens: Und damit m\u00f6chte ich abschlie\u00dfen.<\/strong> Du h\u00f6rst diese Dinge und bist \u00fcberw\u00e4ltigt. Du denkst daran, wie sehr du darin versagt hast und dass du es niemals schaffen wirst, diese Dinge umzusetzen, die ich gerade erw\u00e4hnt habe. Ich m\u00f6chte dich daran erinnern, dass dir unermesslich gro\u00dfe Kraft entsprechend des unendlichen Reichtums der Herrlichkeit Gottes zur Verf\u00fcgung steht. Die Speisen sind im Fahrticket bereits enthalten. In deiner Erl\u00f6sung hast du bereits diese Kraft bekommen. Und am Ende des Tages: Vergiss das Gebet nicht. Und das ist viertens: <strong>Bete f\u00fcr diese Dinge.<\/strong> Vergiss nicht, dass dieser Text ein Gebet ist. Paulus betet. Es ist nicht genug, die Wahrheiten zu haben. Es ist nicht genug, einfach nur die Befehle zu haben. Wir brauchen Gebet. Bete doch f\u00fcr diese Dinge. Lass dich in die Knie treiben durch die Wahrheiten Gottes. Bete! Ich hoffe, wenn durch die Betrachtung dieser Texte aus dem Epheserbrief wird eine Sache deutlich: wie essentiell Gebet ist. Bete doch f\u00fcr dieselben Dinge, die Paulus hier betet. Wenn dir die Worte fehlen, wof\u00fcr du beten sollst, wenn du nicht wei\u00dft, wof\u00fcr du beten sollst, nimm Epheser 3, 14 bis 21 und bete es. Bete f\u00fcr deinen inneren Menschen. Bete daf\u00fcr, dass er durch den Geist gest\u00e4rkt wird, dass du dich dem Wort Gottes hingibst, sodass der Geist wirken kann. Bete daf\u00fcr, dass du den Geist nicht betr\u00fcbst und sein Wirken nicht unterdr\u00fcckst. Bete daf\u00fcr, dass Christus in deinen Herzen wohnt, dass er herrscht und alles f\u00fcr sich beansprucht, dass er sein Hoheitsgebiet auf jeden Bereich deines Lebens ohne Ausnahme ausweitet. Bete daf\u00fcr, dass Jesus alles rausschmei\u00dfen w\u00fcrde aus deinem Herzen, was ihm missf\u00e4llt, und nur die Dinge einrichten m\u00f6ge, die ihm gefallen. Bete daf\u00fcr, dass du aufh\u00f6rst, ihm Bereiche aus deinem Herzen zu enthalten. Bete daf\u00fcr, dass du in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet bist. Bete, dass die Liebe Christi das Fundament deines Handelns wird. Bete das f\u00fcr dich, bete das f\u00fcr deine Frau, bete das f\u00fcr deine Familie, bete das f\u00fcr die Geschwister im Herrn. Bete f\u00fcr diese Dinge. Wenn du stockst, lieber Bruder, liebe Schwester, wenn du nicht vorankommst, wenn du schwach bist, wenn Liebe nicht die Grundlage deines Lebens ist: Es liegt nicht an Gott oder am Heiligen Geist oder an Jesus. Bete daf\u00fcr. Bete f\u00fcr diese Dinge. Gott ist willig zu geben aus seinem Reichtum, aus dem unendlichen Reichtum seiner Herrlichkeit. Und nur sp\u00e4ter in Vers 20 hei\u00dft es: Er vermag uns zu geben \u00fcber die Ma\u00dfen mehr, als wir bitten oder erdenken k\u00f6nnen, gem\u00e4\u00df der Kraft, die er uns noch geben muss? Nein, Vers 20: \u201egem\u00e4\u00df der Kraft, die in uns wirkt.\u201c Diese Kraft, sie wirkt in uns. Wir haben sie bereits. Mache sie dir zunutze. Nehme sie in Anspruch. Und wir m\u00f6chten sehen, so der Herr will, wie wir das weiter tun k\u00f6nnen. Ihm sei alle Herrlichkeit auf Ewigkeit. Amen.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir f\u00fcr dieses Gebet. Wir danken dir daf\u00fcr, dass du uns Gebet geschenkt hast. Und ich m\u00f6chte einfach nur das bitten, worum Paulus hier gebetet hat: Vater im Himmel, gebe uns nach dem Reichtum deiner Herrlichkeit, dass wir gest\u00e4rkt werden m\u00f6gen durch den Geist am inneren Menschen, dass Christus in unseren Herzen wohnen m\u00f6ge, dass wir in Liebe verwurzelt und gegr\u00fcndet sind, damit wir mit allen Heiligen erfassen k\u00f6nnen die H\u00f6he, die Tiefe und die L\u00e4nge und die Breite, damit wir die erkenntnis\u00fcbersteigende Liebe Christi erfassen m\u00f6gen, um zur F\u00fclle Gottes zu wachsen. Vater, darum bitte ich dich, damit die Herrlichkeit dir sei in der Gemeinde, in Christus Jesus, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript Schlagen wir auf. Epheserbrief Kapitel 3. Lasst uns lesen die Verse 14 bis 21. 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