{"id":2214,"date":"2025-10-20T09:36:29","date_gmt":"2025-10-20T07:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2214"},"modified":"2025-10-28T10:39:06","modified_gmt":"2025-10-28T08:39:06","slug":"die-vergebende-gnade-zu-golgatha-teil-2","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/die-vergebende-gnade-zu-golgatha-teil-2\/","title":{"rendered":"Die vergebende Gnade zu Golgatha, Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Schlagen wir auf das Lukasevangelium, Kapitel 23, und lasst uns die Verse 33 bis 43 lesen. Lukas 23, 33\u201343:<\/p>\n<p>\u201eUnd als sie an den Ort kamen, der Sch\u00e4delst\u00e4tte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die \u00dcbelt\u00e4ter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie aber verteilten seine Kleider und warfen das Los dar\u00fcber. Und das Volk stand und sah zu. Es h\u00f6hnten aber auch die Obersten und sagten: Andere hat er gerettet! Er rette sich selbst, wenn dieser der Christus Gottes ist, der Auserw\u00e4hlte! Aber auch die Soldaten verspotteten ihn, indem sie hintraten, ihm Essig brachten und sagten: Wenn du der K\u00f6nig der Juden bist, so rette dich selbst! Es war aber auch eine Aufschrift \u00fcber ihm in griechischen, lateinischen und hebr\u00e4ischen Buchstaben: Dieser ist der K\u00f6nig der Juden. Einer der geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter aber l\u00e4sterte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du f\u00fcrchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unserer Taten wert sind. Dieser aber hat nichts Unstatthaftes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst! Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel. Wie sch\u00f6n ist es, wenn wir singen d\u00fcrfen: \u201eDie Gnade wiegt mehr!\u201c So schwer und so gro\u00df die S\u00fcnde auch sein m\u00f6ge, so boshaft und so niedertr\u00e4chtig und so vielf\u00e4ltig die Schuld auch sein m\u00f6ge \u2013 die Gnade ist mehr, die Gnade wiegt mehr. Es sind Zeilen, die wir singen und Zeilen, die wir aussprechen, die aber immer noch kaum zu glauben sind. Wie kann Gnade so viel mehr sein? Wie kann Gnade so viel gr\u00f6\u00dfer sein im Angesicht unserer eigenen Schuld und S\u00fcnde, diesem unendlich gro\u00dfen Berg an Vergehungen, an Begierden, an gebrochenen Geboten? \u00dcber diesen Berg hinaus ragt heraus bis zum Himmel hinauf deine Gnade, unaussch\u00f6pflich und ohne Grenzen. Wir sehen diese Gnade in Aktion in diesem Abschnitt, wo der Bosheit der Menschen, dem Spott, der Verwerfung und der L\u00e4sterung deines Sohnes, wie er ihr diesem grausamen Spott begegnet mit vergebender Gnade. Vater, wir preisen dich f\u00fcr deine Gnade. Wir beten dich an daf\u00fcr, dass du, weil du willst und weil du dich dazu entschieden hast, wir preisen dich daf\u00fcr an, dass du gn\u00e4dig bist. Nicht wegen mir, nicht wegen uns, nicht wegen irgendetwas, was wir getan h\u00e4tten, was in uns w\u00e4re, was an uns wohlgef\u00e4llig oder annehmbar w\u00e4re, sondern einzig und allein, weil du dich aus Gnade dazu entschieden hast, dich unserer zu erbarmen. Aus Gnade hat sich hier dein Sohn f\u00fcr diese Menschen, f\u00fcr seine Widersacher und Sp\u00f6tter verwendet und f\u00fcr sie F\u00fcrbitte geleistet. Und aus Gnade sehen wir hier einen geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter, einen Kriminellen und Schwerverbrecher, dem die Worte \u2013 wie die wohl sch\u00f6nsten Worte, die es geben kann \u2013 zugesprochen werden: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c<\/p>\n<p>Vater, wir bitten dich. Wir m\u00f6chten diese Worte studieren. Wir m\u00f6chten sie verstehen. Wir m\u00f6chten erkennen, was du mit diesen Worten uns zu sagen hast. Wir m\u00f6chten erkennen die Gr\u00f6\u00dfe deiner Gnade, die Kraft deiner Gnade und die Verhei\u00dfung deiner Gnade. Vater, wir m\u00f6gen erkennen, wie gro\u00df dein Sohn ist und die Gnade, die ihr hier zur Schau stellt. Wir bitten dich, segne diese Stunde, segne diese Zeit, sodass dein Wort wirken m\u00f6ge. Schenke den Zuh\u00f6rern Aufmerksamkeit, bewahre sie doch vor Ablenkungen und Gedanken und schenke ihnen, dass dein Wort in ihren Herzen wirken m\u00f6ge. Dein Wort ist m\u00e4chtig, so m\u00f6ge es wirken. Wir bitten dich um all dies im Namen deines Sohnes, Jesus Christus. Amen. Amen. Setzt euch gerne.<\/p>\n<p>Wahrlich, sch\u00f6n ist es, die Worte zu singen: \u201eDie Gnade wiegt mehr!\u201c Und wo sind diese Worte, teilweise ein Beispiel, wo diese Worte nicht besser illustriert sein k\u00f6nnen, als sie es hier sind in unserem Abschnitt? Wie schwer auch die S\u00fcnde, wie gro\u00df auch die S\u00fcnde ist, die Gnade wird immer mehr sein, sie wiegt mehr. Wir haben in den letzten Wochen damit begonnen, uns dar\u00fcber, oder in der letzten Woche insbesondere damit begonnen, dar\u00fcber nachzudenken, wie bedeutend die letzten Worte eines Menschen sein k\u00f6nnen. Die letzten Worte k\u00f6nnen viel \u00fcber eine Person, \u00fcber den Charakter, \u00fcber die Pers\u00f6nlichkeit einer Person aussagen. Und wir haben gesehen, dass hier am Kreuz Jesus sieben letzte Worte spricht, sieben letzte Aussagen trifft. Wir haben gesehen, die ersten drei Aussagen hat Jesus getroffen zwischen 9 Uhr morgens und 12 Uhr mittags, bevor sich der Himmel verfinsterte. Mit dieser ersten Aussage haben wir uns vergangene Woche besch\u00e4ftigt: \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c Heute m\u00f6chten wir uns mit der zweiten Aussage besch\u00e4ftigen: \u201eWahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c Wir haben gesehen, es gibt noch f\u00fcnf weitere Worte, die jeweils in Johannes, Matth\u00e4us und Markus und dann wieder hier im Lukasevangelium erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p>Was konnten wir bisher an diesem einen letzten Worte Jesu erkennen, als er gebetet hat: \u201eVater, vergib ihnen\u201c? Wir konnten erkennen, dass Jesus Gott ist. Denn er begegnet dem Hass, er begegnet diesem H\u00f6hepunkt der S\u00fcnde des Menschen, wo der Mensch seinen Sch\u00f6pfer, den Urheber des Lebens und den, der gekommen ist, um sie zu erl\u00f6sen \u2013 S\u00fcnder wie sie zu erl\u00f6sen \u2013 wie sie ihn verwerfen, wie sie ihn verspotten und t\u00f6ten. Und diesen Menschen begegnet Jesus mit vergebender Gnade. Er betet f\u00fcr sie, dass ihnen doch vergeben werden m\u00f6ge, dass sie doch rettenden Glauben und Bu\u00dfe empfangen m\u00f6gen. Er begegnet dieser pechschwarzen S\u00fcnde mit dem Licht seiner Gnade. So wie die Sterne erst richtig leuchten, wenn wir den schwarzen Nachthimmel haben, so leuchtet hier in den letzten Worten Jesu die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit in seiner Gnade, in seiner vergebenden Gnade, wo er f\u00fcr seine Widersacher betet.<\/p>\n<p>Gestern Abend sind wir als Familie von Frankfurt zur\u00fcckgefahren nach M\u00fcnchen mit dem Auto. Und auf dem Weg zur\u00fcck ist Mama aufgefallen, als sie aus dem Fenster geschaut hat, wie sch\u00f6n doch die Sterne sind. In M\u00fcnchen, wenn wir hier in der Stadt sind, sieht man die Sterne oft nicht so klar, nicht so sch\u00f6n. Wir haben so viel Helligkeit hier in der Stadt und so viele Geb\u00e4ude. Aber auf der Autobahn konnten wir die Sterne so richtig sch\u00f6n sehen. Wir konnten sehen, wie viele es sind, wie sie strahlen. Man braucht diese Dunkelheit, man braucht diese Dunkelheit, um das Licht der Sterne zu sehen. Und in diesem Text haben wir gesehen, die Dunkelheit des grausamen Spottes dieser Menschen \u2013 das Volk, die Obersten, die Soldaten, die geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter, alle \u2013 verspotten Jesus auf grausame Weise, w\u00e4hrend er so physisch leidet. Und wir sp\u00e4ter, und wir werden damit uns in den folgenden Wochen, so der Herr will, besch\u00e4ftigen, wie er dann auch noch den Zorn Gottes auf sich nimmt. Und wie in diesem pechschwarzen Nachthimmel der S\u00fcnde des Menschen scheint die Gnade des Herrn Jesus, indem er betet f\u00fcr seine Widersacher: \u201eVater, vergib ihnen!\u201c Und wir haben bereits gesehen, wie sich dieses Gebet erf\u00fcllt, wie der Vater das Gebet des Sohnes erh\u00f6rt. Er h\u00f6rt es unter den Hauptm\u00e4nnern, die zum Glauben kommen. Wir haben davon gelesen, Tausende von Juden, von denen einige sehr wahrscheinlich hier anwesend waren, sind an Pfingsten zum Glauben gekommen. Und im Verlaufe der n\u00e4chsten Jahre sind sogar Priester, haben wir in Apostelgeschichte gesehen, zum Glauben gekommen, vielleicht einige von den Priestern, die im Hohen Rat sa\u00dfen, als sie Jesus verurteilten. Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne, rettende Gnade, vergebende Gnade, dass denselben Menschen hier vergeben wird, die den Sch\u00f6pfer der Welt und ihren Erl\u00f6ser so verspotten. Was f\u00fcr eine vergebende Gnade!<\/p>\n<p>Und heute m\u00f6chten wir insbesondere einen der Menschen anschauen, an denen Gott, der Vater, das Gebet des Sohnes erf\u00fcllt hat. Denn als Jesus gebetet hat: \u201eVater, vergib ihnen!\u201c, hat er auch f\u00fcr den \u00dcbelt\u00e4ter gebetet, der neben ihm am Kreuz hing. Und heute werden wir sehen, wie dieser \u00dcbelt\u00e4ter gerettet worden ist, wie dieser geh\u00e4ngte Kriminelle, wie ihm vergeben worden ist, wie ihm \u2013 wie der Vater das Gebet des Sohnes auch in Bezug auf diesen \u00dcbelt\u00e4ter erh\u00f6rt hat. Und so kommen wir quasi zum dritten Teil dieses Abschnittes, aber zum zweiten Teil dieser \u00dcberschrift: Die vergebende Gnade zu Golgatha. Die vergebende Gnade zu Golgatha. Vergangene Woche haben wir uns mit dem Gebet der vergebenden Gnade besch\u00e4ftigt. Heute m\u00f6chten wir uns mit zwei weiteren Aspekten besch\u00e4ftigen: Die Ver\u00e4nderung durch vergebende Gnade, die Ver\u00e4nderung durch vergebende Gnade, und die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade, die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade.<\/p>\n<p>Lasst uns zu Vers 39 kommen: \u201eEiner der geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter aber l\u00e4sterte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!\u201c Wir befinden uns also in dieser Szene. Jesus h\u00e4ngt am Kreuz. Rechts und links von ihm h\u00e4ngen auch jeweils ein \u00dcbelt\u00e4ter. Und wir sehen hier, dass einer der geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter Jesus l\u00e4stert. Das Wort \u201e\u00dcbelt\u00e4ter\u201c, das hier verwendet wird, wird in Matth\u00e4us \u2013 das Wort, das in Matth\u00e4us verwendet wird \u2013 ist ein anderes Wort, das ist \u201eR\u00e4uber\u201c. Deswegen nennen wir sie oft R\u00e4uber. Oft werden sie im Deutschen auch Sch\u00e4cher genannt, die Sch\u00e4cher am Kreuz oder der Sch\u00e4cher im Kreuz. Das Wort \u201eR\u00e4uber\u201c, was in Matth\u00e4us und glaube ich auch in Markus verwendet wird, wird auch im Gleichnis vom barmherzigen Samariter verwendet. Wenn ihr euch erinnert, beim barmherzigen Samariter geht ein Mann den Weg nach Jericho entlang und wird dort \u00fcberfallen. Und diese R\u00e4uber rauben ihn nicht einfach nur aus. Sie sind nicht damit zufrieden, ihn einfach auszurauben. Nein, sie schlagen ihn fast so sehr, dass er fast stirbt, dass er quasi am Rande des Todes ist. Wenn hier also von R\u00e4ubern die Rede ist, geht es nicht um Kleinkriminelle. Es geht nicht um Leute, die mal hier kurz einen Ladendiebstahl, wenn wir das in unserer heutigen Zeit bringen, begangen haben, sondern es geht um Gewaltt\u00e4ter. Das sind Menschen, die sich nicht damit zufriedenstellen, einfach nur einen Menschen auszurauben, wenn wir \u00fcber R\u00e4uber reden, sondern sie wollen diesen Menschen auch leiden lassen. Sie verpr\u00fcgeln ihn, sie schlagen ihn bis zum Rande des Todes, wie wir es im Gleichnis vom Samariter sehen. Das Wort \u201e\u00dcbelt\u00e4ter\u201c, das hier verwendet wird, bezeichnet Kriminelle, deren Verbrechen von Raub, wie bereits gesagt, bis hin zu rebellischen Aufst\u00e4nden beinhalten k\u00f6nnen. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Juden, denn r\u00f6mische B\u00fcrger, Staatsb\u00fcrger oder r\u00f6mische B\u00fcrger wurden nicht gekreuzigt. Sie waren sehr wahrscheinlich Juden, wie ihr hier Jesus verh\u00f6hnen als Christus macht auch deutlich, dass sie wahrscheinlich Juden sind. Wir m\u00fcssen uns in diese Zeit der Juden damals noch einmal hineinversetzen, wo diese Gesetzlichkeit und die Gesetzlichkeit der Pharis\u00e4er so eine gro\u00dfe Rolle gespielt hat. Das sind Leute, die das j\u00fcdische Gesetz gebrochen haben, als R\u00e4uber oder vielleicht sogar als M\u00f6rder. Das sind Leute, die das r\u00f6mische Gesetz gebrochen haben und die jetzt mit einer der schwersten und h\u00e4rtesten Art der Hinrichtung hingerichtet werden. Und Kreuzigung war als Strafe ja f\u00fcr Schwerkriminelle, f\u00fcr die schlimmsten Kriminellen da. Kreuzigung sollte wegen dieser Qual, wegen der Maximierung der Qual und der Scham und der Schande \u2013 das war f\u00fcr die schwersten Kriminellen gedacht als Hinrichtungsform. Das wei\u00df, das waren wahrscheinlich schwere Gewaltt\u00e4ter. Manchmal habe ich den Eindruck, gerade wenn wir \u00fcber den einen R\u00e4uber und \u00dcbelt\u00e4ter nachdenken, der ja am Ende zum Glauben kommt, versuchen wir, besch\u00f6nigen wir diese Kriminellen. Nein, das sind Schwerkriminelle, das sind Gewaltt\u00e4ter, vielleicht sogar M\u00f6rder. Wir wissen das nicht genau, vielleicht waren sie sogar Komplizen und Mitt\u00e4ter von Barabbas, der ja freigelassen wurde anstelle von Jesus. Damit haben wir uns besch\u00e4ftigt vorhin. Und Barabbas, wir haben es ja in Lukas gesehen, war ein M\u00f6rder und ein Aufr\u00fchrer, der einen Aufruhr angezettelt hat und bei diesem Aufruhr wahrscheinlich jemanden umgebracht hat. Es k\u00f6nnte also sein, dass diese beiden eigentlich mit Barabbas h\u00e4tten gekreuzigt werden m\u00fcssen, aber Barabbas wurde eben freigelassen. Beide, was wir \u2013 also das wissen wir nicht genau, aber was wir also festhalten k\u00f6nnen: Das sind h\u00f6chstwahrscheinlich Juden, sehr sicher Juden, sie sind \u00fcble Schwerverbrecher, nicht einfach nur Kleinkriminelle, die wegen ihrer Verbrechen auf diese qualvolle Art hingerichtet werden, bestraft werden. Wir haben uns bereits auch mit ihrem Spott besch\u00e4ftigt, aber wir wollen noch einmal in diesen Vers gucken. Er, hier ist vom geh\u00e4ngten \u00dcbelt\u00e4ter die Rede, er l\u00e4sterte Jesus: \u201eBist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!\u201c Seiner Meinung nach, der Meinung dieses \u00dcbelt\u00e4ters nach, h\u00e4tte Jesus, wenn er der Christus sei, sich selbst gerettet und sie gerettet. Wir haben bereits gesehen, dass die Ironie darin liegt: Die Meinung von dem \u00dcbelt\u00e4ter ist, wenn Jesus Christus ist, sollte er sich selbst und sie retten. Aber die Ironie liegt darin: Weil Jesus der Christus ist, kann er sich selbst nicht retten. Die Tatsache, dass Jesus sich selbst nicht rettet, er beweist, dass er der Christus ist, der gekommen ist, um anstelle von S\u00fcndern zu sterben und S\u00fcnder zu retten. Aber nat\u00fcrlich sind diese Worte von dem R\u00e4uber nicht ernst gemeint. Er glaubt nicht wirklich, dass Jesus der Christus ist. Er glaubt auch nicht wirklich, dass Jesus ihn oder sich selbst oder sie retten k\u00f6nnte. Es ist ein niedertr\u00e4chtiger Spott. Er spottet dar\u00fcber in dem erb\u00e4rmlichen Zustand, in dem Jesus sich hier auf diesem Kreuz befindet. Wer w\u00fcrde glauben, dass er ein Christus, der Messias, ein K\u00f6nig oder ein Eroberer sei? Dieser k\u00f6nnte niemals der K\u00f6nig sein, geschweige denn der verhei\u00dfene Messias, von dem vielleicht Sie als Juden geh\u00f6rt haben, indem wie sie unterrichtet worden sind, in dem wie sie aufgewachsen sind. Es ist reiner Spott: \u201eSchau dich an, Christus! Wenn du denn der Christus, schau, wie erb\u00e4rmlich du bist. Wenn du denn der Christus w\u00e4rst, dann rette er uns doch!\u201c Er wei\u00df, dass es \u2013 er glaubt daran nicht und verspottet Jesus dementsprechend. Vielleicht, wir wissen es nicht genau, nimmt er vielleicht sogar Anteil am r\u00f6mischen Spott, denn wir haben ja gesehen, die Anordnung der Kreuze an sich ist eine Art des Spottes. Denn Jesus ist in der Mitte und die \u00dcbelt\u00e4ter sind rechts und links von ihm. Und Jesus hat ja die Aufschrift \u201eK\u00f6nig der Juden\u201c. Es wirkt so, als ob der Spott so gedacht ist: Jesus wirkt wie der K\u00f6nig der Juden und rechts und links von ihm sind seine h\u00f6chsten Beamten, seine engsten Vertrauten, die ja in einer normalen Darstellung rechts und links am Tisch des K\u00f6nigs sitzen. Das ist quasi die Anordnung des Kreuzes, die so ein Bild vermittelt. Vielleicht nimmt er sogar Anteil an diesem Spott und sagt: \u201eDer gro\u00dfe K\u00f6nig m\u00f6ge es auch sich selbst und seine engsten Beamten rechts und links von ihm retten aus dieser Lage.\u201c Ja, und indem er sagt: \u201eRette dich selbst und uns\u201c, z\u00e4hlt er Jesus in dieselbe Kategorie wie ihn selbst, als einen \u00dcbelt\u00e4ter, als einen Kriminellen. Sie geh\u00f6ren zusammen in dieselbe Kategorie. Er verspottet Jesus: \u201eRette dich selbst und uns!\u201c, denn wir sitzen im selben Boot. Und dadurch wird wieder das Wort Gottes aus der Prophezeiung erf\u00fcllt, Lukas 22, 37, davon haben wir gelesen: Die Schrift musste erf\u00fcllt werden, und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden. Jesus wurde wie ein Krimineller behandelt. Er wurde sogar von den Kriminellen wie ein Krimineller behandelt, in dieselbe Gruppe gez\u00e4hlt: \u201eRette dich selbst und uns!\u201c<\/p>\n<p>Lukas berichtet uns nur, dass der eine \u00dcbelt\u00e4ter spottet. Und wir k\u00f6nnten denken: \u201eJa, der andere, der ist der Gute, er ist der gute \u00dcbelt\u00e4ter, er spottet Jesus nicht, er glaubt an Jesus.\u201c Aber nein, liebe Zuh\u00f6rer, auch der andere hat Jesus verspottet und gel\u00e4stert. Matth\u00e4us Kapitel 27, 44 und Markus 15, 32 machen das deutlich. In Matth\u00e4us 27, 44 hei\u00dft es: \u201eAuf dieselbe Weise schm\u00e4hten ihn auch die R\u00e4uber, die mit ihm gekreuzigt waren.\u201c Die R\u00e4uber, Plural. Beide schm\u00e4hten Jesus. Wie gesagt, wir besch\u00f6nigen den Kriminellen manchmal, nicht nur wegen ihrer Verbrechen, sondern weil der andere gl\u00e4ubig geworden ist, denken wir manchmal: \u201eJa, er ist ja \u2013 er ist ja nicht so schlimm. Der eine hat ja nur gel\u00e4stert.\u201c Nein, beide haben gel\u00e4stert. Beide haben Jesus verspottet.<\/p>\n<p>Vers 40: \u201eDer andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du f\u00fcrchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist?\u201c Was passiert denn jetzt? Der andere \u00dcbelt\u00e4ter weist jetzt den, der l\u00e4stert, zurecht. Wie kann das denn jetzt passieren? Wie kommt es jetzt dazu, dass der eine \u00dcbelt\u00e4ter, der, wie wir gelesen haben, mit dem anderen zusammen Jesus gel\u00e4stert hat, jetzt pl\u00f6tzlich den anderen zurechtweist? Wir halten fest: Beide \u00dcbelt\u00e4ter haben Jesus verspottet und gel\u00e4stert, auf \u00e4hnliche Weise wie der eine \u00dcbelt\u00e4ter hier in Lukas es uns gegeben hat, \u00e4hnlich wie das Volk, wie die Volksmengen, wie die Obersten. Beide haben Jesus verspottet. Nun aber weist der eine \u00dcbelt\u00e4ter den anderen zurecht. Er korrigiert ihn, er weist ihn zurecht. Nur um das vielleicht zeitm\u00e4\u00dfig noch einmal festzuhalten: Um ca. 9 Uhr morgens wurden alle drei gekreuzigt. Zu diesem Zeitpunkt haben alle Jesus gel\u00e4stert, auch beide \u00dcbelt\u00e4ter, auch der eine, der hier in Vers 40 spricht. Wir wissen nicht genau, wie viel Zeit seit 9 Uhr morgens vergangen ist. Wir wissen nur, dass die Sonne noch nicht verdunkelt ist. Das passiert in Vers 44 um die sechste Stunde, das hei\u00dft gegen 12 Uhr mittags. Bevor das passiert ist, zwischen 9 und 12 Uhr, ist irgendetwas mit diesem Mann geschehen, sodass er, der wahrscheinlich so gegen 9 Uhr morgens rum Jesus verspottet hat, nun den anderen R\u00e4uber zurechtweist. Was ist passiert? Irgendetwas ist in diesen ungef\u00e4hr oder maximal drei Stunden passiert, was in diesem R\u00e4uber eine vollkommene Ver\u00e4nderung hervorgebracht hat. Und genau diesen Aspekt m\u00f6chten wir eben heute sehen. Das ist der Aspekt, den ich vorher gesagt habe: Die Ver\u00e4nderung durch vergebende Gnade. Was vergebende Gnade mit einem Menschen macht: Sie ver\u00e4ndert ihn vollkommen. Und genau das m\u00f6chten wir jetzt betrachten. Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht. Der eine R\u00e4uber also, unver\u00e4ndert, setzt er fort, Jesus zu l\u00e4stern und Jesus zu verspotten. Aber der andere, er kann das nicht mehr stehen lassen. Er kann nicht nur nicht mehr mitl\u00e4stern mit dem anderen zusammen, er kann die L\u00e4sterung des einen nicht mehr stehen lassen, er kann sich nicht mehr h\u00f6ren, schweigend zuzuh\u00f6ren, wie der eine R\u00e4uber Jesus verl\u00e4stert. Und deswegen antwortete er ihn und wies ihn zurecht. Und dieses Wort \u201ezurechtweisen\u201c, das griechische Wort, das hier verwendet wird, ist ein starkes Wort. Es wird an anderen Stellen mit \u201eernstlich gebieten\u201c \u00fcbersetzt. Es wird sogar manchmal mit \u201ebedrohen\u201c \u00fcbersetzt. Ja, wir haben es im Lukasevangelium mehrfach gesehen: Jesus zum Beispiel bedrohte das Fieber der Schwiegermutter von Petrus, um sie zu heilen, also ernstlich geboten. Jesus bedrohte den Wind im Sturm, um den Sturm zu stillen. Es ist also ein starkes Wort. Es ist ein zurechtweisendes Wort, es ist ein ernstliches Gebieten: \u201eH\u00f6r auf damit!\u201c Er kann nicht mehr zusehen, wie Jesus von diesem Mann verspottet wird. An diesem starken zurechtweisen beginnen wir bereits, eine Zuneigung zu Jesus zu h\u00f6ren und zu sehen. Er m\u00f6chte nicht, dass Jesus weiter geschm\u00e4ht wird von diesem Mann. Wieso? Wer ist dieser Jesus, dass er sich gedr\u00e4ngt f\u00fchlt, Jesus in gewisserma\u00dfen zu verteidigen, den anderen zurechtzuweisen und Jesus vor dem Spott dieses Mannes sch\u00fctzen zu m\u00fcssen oder verteidigen zu m\u00fcssen? Und was hat sich in diesem Mann und in seinem Verst\u00e4ndnis gegen\u00fcber Jesus in diesen wenigen Stunden ver\u00e4ndert, dass er jetzt Jesus zugute spricht? \u00dcber dieses Wieso, was ist passiert, m\u00f6chten wir sp\u00e4ter reden. Wir m\u00f6chten aber zuerst die Aspekte seiner Ver\u00e4nderung weiter betrachten. Wir sehen also, eine Zuneigung zu Jesus hat sich bereits entwickelt. Das erkennen wir daran, dass er diesen Mann zurechtweist, nicht stehen lassen kann, dass Jesus verl\u00e4stert wird. Er h\u00e4tte ja auch einfach schweigen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte einfach aufh\u00f6ren k\u00f6nnen, mitzul\u00e4stern. Aber das ist f\u00fcr ihn nicht genug. Er wollte die L\u00e4sterung des anderen stoppen. Er wollte, man k\u00f6nnte sogar sagen, er wollte nicht, dass Jesus verunehrt wird. Deswegen weist er ihn zurecht, gebietet ihm ernstlich. Was spricht er f\u00fcr Worte? \u201eAuch du f\u00fcrchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist?\u201c Er tadelt den anderen \u00dcbelt\u00e4ter, dass er Gott nicht f\u00fcrchtet. \u201eAuch du f\u00fcrchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist.\u201c Sie sind beide ja in demselben Gericht. Man k\u00f6nnte sogar sagen, sie sehen auch mit Jesus hier vor dem Kreuz am selben Gericht. Aber ich glaube, dass er vielleicht sogar mehr meint, denn er redet dar\u00fcber, Gott zu f\u00fcrchten. Denn sie stehen nicht nur Gericht hier vor den Menschen, sondern nach ihrem Tod erwartet sie auch das Gericht vor Gott. Und er fragt: \u201eAuch du f\u00fcrchtest Gott nicht? Wir sind in demselben Gericht wegen unserer Verbrechen, und das sehen wir gleich, wegen unserer Verbrechen werden wir hier hingerichtet. Und wir werden sp\u00e4ter sehen, er sagt, zu Recht hingerichtet. Und nicht nur das, wir werden nach unserem Tod vor einem heiligen und gerechten Gott stehen, und du f\u00fcrchtest ihn nicht.\u201c Und der andere \u00dcbelt\u00e4ter erf\u00fcrchtet ihn nicht. Das macht eine S\u00fcnde aus. Das macht den nicht wiedergeborenen S\u00fcnde aus. R\u00f6mer 3, Vers 18 sagt: \u201eEs ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.\u201c Beide sind Schwerkriminelle, die vor Gott, die vor Menschen und letztendlich auch vor Gott verurteilt sind. Aber sogar in der Stunde ihrer Verurteilung findet der eine \u00dcbelt\u00e4ter \u2013 findet sich in dem einen \u00dcbelt\u00e4ter keine Furcht Gottes, keine Einsicht \u00fcber die Schuld, f\u00fcr die er jetzt das Gericht tr\u00e4gt, keine Reue, keine Furcht vor dem, was nach seinem irdischen Tod auf ihn wartet. Stattdessen l\u00e4dt er sich noch mehr Schuld auf, indem er Jesus verl\u00e4stert hat. Stell dir vor, ein Schwerkrimineller, der verurteilt worden ist, der jetzt wegen seiner Verbrechen so hingerichtet wird, aber da ist keine Einsicht, da ist keine Reue, da ist keine Furcht \u2013 Furcht vor dem Tod, zumindest nicht keine Furcht nach dem, was nach dem Tod kommt. Stattdessen l\u00e4dt er sich noch mehr Schuld auf. Stattdessen l\u00e4stert er. Es ist wie bei den Menschen in der Offenbarung, die selbst im Angesicht des schweren Gerichts Gott l\u00e4stern, anstatt Bu\u00dfe zu tun. Offenbarung 16, Vers 11: Gott l\u00e4sst Plagen auf die Erde. Und dort hei\u00dft es: \u201eDie Menschen, sie l\u00e4sterten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschw\u00fcre.\u201c Gott sendet Gericht nach Gericht wegen den S\u00fcnden der Menschen, aber sie tun nicht Bu\u00dfe. Stattdessen l\u00e4stern sie, sie h\u00e4ufen sich noch mehr Schuld auf. Dasselbe tat dieser eine \u00dcbelt\u00e4ter. Und dasselbe tat auch der andere \u00dcbelt\u00e4ter, der ihn hier gerade zurechtweist, bis vor kurzem noch. Bis vor kurzem traf das auch auf ihn selbst noch zu, dass er Gott nicht gef\u00fcrchtet hat. Wenn er also hier sagt: \u201eDu f\u00fcrchtest Gott nicht\u201c, bekennt er in gewisser Weise auch, dass er selbst Gott nicht gef\u00fcrchtet hat bisher. Jetzt aber f\u00fcrchtet dieser \u00dcbelt\u00e4ter Gott. Wir haben uns oft mit der Furcht Gottes besch\u00e4ftigt. Furcht Gottes hat mit Erkenntnis Gottes zu tun. Du musst Gott erkennen, um ihn zu f\u00fcrchten. Und diese Erkenntnis Gottes soll dich zu einer respektvollen Ehrfurcht vor Gott bringen, in Demut. Oft ist diese Furcht Gottes damit verbunden, dass du deinen eigenen s\u00fcndhaften Zustand vor Gott erkennst, vor seinem heiligen und gerechten Charakter, und dass du danach strebst, in respektvoller Ehrfurcht diesem Gott zu gefallen. Furcht Gottes beginnt auch oft, gerade wenn jemand gerettet wird, beginnt damit, dass man Angst vor der H\u00f6lle hat, Angst vor dem gerechten Gericht Gottes. Und das ist zu Beginn eine gute Angst. Diese Angst sollte nicht alles betreiben. Es geht nicht darum, vor Angst vor Gott wegzulaufen, aber es ist eine gesunde Angst zu haben, vor dem lebendigen Gott stehen zu m\u00fcssen. Im Neuen Testament hei\u00dft es: \u201eEs ist eine schreckliche Sache, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen.\u201c Es ist eine gesunde Furcht, Gott zu f\u00fcrchten und das Gericht, das nach dem Tod auf einen S\u00fcnder wartet. Dieser Mann f\u00fcrchtet Gott jetzt, und das hat ver\u00e4ndernde Gnade. Das hat vergebende Gnade in ihm ver\u00e4ndert. Er hat Gott vorher nicht gef\u00fcrchtet, um 9 Uhr morgens, als er Jesus gel\u00e4stet hat, hat er Gott nicht gef\u00fcrchtet. Jetzt aber f\u00fcrchtet er Gott und weist den anderen daf\u00fcr zurecht, dass er es nicht tut. Wie wird die Furcht Gottes weiter deutlich im Leben des Mannes? Und inwiefern offenbart das Verspotten von Jesus, dass man Gott nicht f\u00fcrchtet? Das sehen wir im folgenden Vers, Vers 41: \u201eUnd wir zwar mit Recht\u201c, also der \u00dcbelt\u00e4ter, er redet weiter, \u201ewir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unserer Taten wert sind. Dieser aber hat nichts Unstatthaftes getan.\u201c Er sagt: \u201eWir zwar mit Recht.\u201c Sie sind in demselben Gericht, da du in demselben Gericht bist, \u201ewir zwar mit Recht.\u201c Sie sind zu Recht in diesem Gericht, denn sie empfangen, was ihrer Taten wert ist. Liebe Zuh\u00f6rer, dieser R\u00e4uber hat erkannt, dass er ein S\u00fcnder ist, dass er schuldig ist vor Gott, nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Gott. Das macht ver\u00e4ndernde Gnade mit einem. Sie schenkt einem Furcht Gottes, sie schenkt einem aber auch Erkenntnis seiner eigenen S\u00fcnde. Er bekennt, dass er mit Recht in diesem Gericht ist, genauso wie der andere. Er ist schuldig. Er empf\u00e4ngt den Lohn und die Frucht seiner Taten und seiner Verbrechen. Hier sehen wir ein offenes Bekenntnis seiner Schuld: \u201eWas unserer Taten wert sind. Wir haben das verdient, was uns hier geschieht.\u201c Liebe Zuh\u00f6rer, hier sind keine Ausreden, hier sind keine Schuldschiebereien. Andere sind schuld, ich hatte eine schwere Kindheit, ich habe dies getan, ich habe das getan, andere haben mich dazu gezwungen. Keine Ausreden, keine Schuldschieberei. Gott ist schuld, weil er sich nicht mehr offenbart hat oder mir nicht genug Liebe geschenkt hat. Keine Ausreden. Er schiebt nichts auf seine Umst\u00e4nde, nichts auf andere Menschen. Er gibt seine Schuld zu. Er sagt: \u201eEs ist genau das, was ich verdiene. Ich habe den Tod verdient.\u201c Wir haben heute in der Lesung in R\u00f6mer gelesen, R\u00f6mer 6, 23: \u201eDenn der Lohn der S\u00fcnde ist der Tod.\u201c Dieser Mann hat das verstanden. Und er sagt: \u201eWir bekommen nur das, was wir verdienen, wir bekommen den Lohn unserer Werke, unserer S\u00fcnden, den Tod.\u201c Was f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung! Dieser Mann, bis vor kurzem hat er Jesus noch gel\u00e4stert wie andere. Jetzt f\u00fcrchtet er Gott und jetzt bekennt er seine Schuld, ohne Ausreden, ohne Entschuldigung, ohne Rechtfertigung. Wir sehen, er f\u00fcrchtet Gott, denn das zeigt sich in der Kenntnis seiner Schuld. Und wir sehen weiter: \u201eDieser aber hat nichts Unstatthaftes getan.\u201c Wir sehen, die Aspekte seiner Ver\u00e4nderung gehen weiter, die Ver\u00e4nderung durch vergebende Gnade. Nicht nur, dass er seine eigene Schuld erkennt, sondern zudem sieht er die Unschuld von dem Herrn Jesus. Er sagt: \u201eWir h\u00e4ngen hier zurecht, denn wir empfangen den Lohn unserer Werke. Wir haben das verdient, was uns hier geschieht, diese schreckliche Hinrichtung, wir haben das verdient, den Tod, wir haben ihn verdient, denn wir sind schuldig. Dieser aber ist unschuldig.\u201c Das Wort \u201eunstatthaft\u201c hier, ja, es wird auch \u00fcbersetzt als \u201eUnrechtes\u201c, \u201eSchlechtes\u201c oder \u201eUngeziemendes\u201c. Jesus hat kein Verbrechen getan. Jesus hat keine Gesetze gebrochen. Jesus hat nichts Ungeziemendes getan, nichts, was man als unstatthaft bezeichnen k\u00f6nnte. Jesus hatte ja mal im Johannesevangelium die Menschen gefragt: \u201eK\u00f6nnt ihr mich einer S\u00fcnde \u00fcberf\u00fchren?\u201c Die Menschen konnten nichts darauf antworten. Dieser Mann hat nichts Unstatthaftes getan. Wir haben gesehen, Pilatus sagt: \u201eIch finde keine Schuld an ihm.\u201c Er hat nichts Todesw\u00fcrdiges gesagt. Herodes sendet Jesus zur\u00fcck zu Pilatus, denn er hat auch nichts Todesw\u00fcrdiges an ihm gefunden. Pilatus\u2019 Frau hat von Jesus getr\u00e4umt und hat Pilatus gesagt: \u201eDieser Mann ist unschuldig.\u201c Sein Verbrechen ist es, laut dieser Anklage\u00fcberschrift \u00fcber ihm, K\u00f6nig der Juden zu sein. Und wir wissen, dass das ein reiner Spott von Pilatus war, um sich \u00fcber die Juden lustig zu machen. Woher wei\u00df dieser Mann, dass Jesus nichts Unstatthaftes getan hat? Er hat sicherlich von Jesus schon geh\u00f6rt. Die letzten dreieinhalb Jahre des Dienstes Jesu war es wahrscheinlich unm\u00f6glich, in Israel zu sein und nicht von Jesus zu h\u00f6ren. Trotzdem, zu Beginn hatte er Jesus trotzdem verspottet, trotz all dem, was er von Jesus geh\u00f6rt hatte. Aber im Laufe dieser Stunden hat er wahrhaftig erkannt, dass Jesus tats\u00e4chlich unschuldig ist: \u201eDieser hat aber nichts Unstatthaftes getan.\u201c Das macht vergebende Gnade mit dir. Sie ver\u00e4ndert dich, dass du Gott f\u00fcrchtest, dass du deine eigene Schuld erkennst und dass du Jesus wahrhaftig erkennst, unter anderem, dass er das fehlerlose Lamm Gottes ist.<\/p>\n<p>Vers 42: \u201eUnd er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!\u201c Und er sprach, hei\u00dft es hier. Und wir hatten das, als Jesus das Gebet gesprochen hat, schon. Das Wort \u201esprechen\u201c hier ist auch im Griechischen im Imperfekt und dr\u00fcckt damit eine fortw\u00e4hrende oder wiederholende Handlung aus. Er sprach vielleicht diese Worte, vielleicht sprach er diese Worte mehrfach, immer wieder. Er sprach zu Jesus, und wir wissen, es ist eine Bitte an Jesus. Er bittete Jesus, er bat Jesus, er flehte, er beteuerte, und er brachte sein Anliegen fortlaufend zu Jesus: \u201eJesus, gedenke meiner! Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!\u201c W\u00e4hrend er seinem Tod entgegengeht, spricht er diese Worte immer wieder zu Jesus: \u201eGedenke meiner!\u201c<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Aussage! So wenige Worte, aber doch steckt so viel in diesen Worten. Wir erfahren so viel, was dieser Mann \u00fcber Jesus geglaubt hat, was er \u00fcber Jesus erkannt hat in diesen wenigen Worten, was vergebende Gnade in ihm ver\u00e4ndert hat \u00fcber sein Verst\u00e4ndnis von Jesus. Erstens: Was erkennt dieser Mann \u00fcber Jesus? Er erkennt, dass Jesus Retter ist. Jesus ist Retter. Und das ist vielleicht nicht das beste Argument hier, aber beim Lesen f\u00e4llt auf: Jesus wird sehr selten in der direkten Rede mit seinem Namen angesprochen. In der Erz\u00e4hlung, im Narrativ, wird oft Jesus als Jesus nat\u00fcrlich bezeichnet, aber in der direkten Rede wird er oft Lehrer, Herr, Meister, Lehrer, Rabbi oder so genannt. Er wird selten mit seinem Namen angesprochen. Hier wird Jesus mit seinem Namen angesprochen. Und das erinnert einen daran, was der Name Jesus denn bedeutet. Was bedeutet der Name Jesus? Ja, wir wissen, Jeschua, die urspr\u00fcngliche hebr\u00e4ische Form davon, sie bedeutet \u201eJahwe rettet\u201c. In Matth\u00e4us 1, 21 hie\u00df es ja: \u201eZu Josef sprach der Engel: Und sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von seinen S\u00fcnden.\u201c Wenn er also sagt hier: \u201eJesus\u201c, vielleicht, wenn er diesen Namen ausspricht, denkt er auch an die Bedeutung dieses Namens: Jesus ist Retter. Jesus ist Retter. Nicht nur das, an wen richtet er diese Bitte? \u201eGedenke meiner?\u201c An Jesus. Also glaubt er, dass Jesus die Vollmacht hat, diese Bitte zu erf\u00fcllen? Er sagt Jesus nicht: \u201eGib mir jemanden, sende mir jemanden, der mich rettet. Frage jemanden, ob er mich retten kann. Leg f\u00fcr mich ein gutes Wort ein bei dem, der entscheidet.\u201c Nein, er spricht Jesus an: \u201eGedenke meiner!\u201c Jesus hat also in seinem Verst\u00e4ndnis die Macht, ihn zu retten, seiner zu gedenken. Und was das bedeutet, werden wir gleich sehen. Dieser Mann glaubt, dass Jesus Retter ist. Sein Anliegen, seine Bitte geht an Jesus. Er glaubt, dass Jesus diese Bitte erf\u00fcllen kann. Und in dem Namen Jesus selbst, wie gesagt, steckt Jesu Retternatur.<\/p>\n<p>Zweitens: Was er noch \u00fcber Jesus erkannt hat und glaubt: Jesus ist der ewige K\u00f6nig. Jesus ist der ewige K\u00f6nig. Er sagt ja n\u00e4mlich: \u201eWenn du in dein Reich kommst.\u201c Das bedeutet, das impliziert: Jesus hat ein Reich. Wenn es sein Reich ist, dein Reich, also es ist Jesu Reich, ist er der K\u00f6nig dieses Reiches. Er glaubt also, dass Jesus ein K\u00f6nig ist. Und Jesus soll seiner gedenken, wenn er in sein Reich kommt. Dieser K\u00f6nig soll seiner gedenken, wenn er in sein Reich kommt. Liebe Zuh\u00f6rer, stellt euch diese Szene noch einmal vor. Wie sieht Jesus hier aus wie ein K\u00f6nig? Ist irgendetwas K\u00f6nigliches an Jesus, w\u00e4hrend er da mit zerfetztem K\u00f6rper an diesem Kreuz h\u00e4ngt? Er hat eine Krone, ja, aber es ist eine Dornenkrone, die ihm in seine Schl\u00e4fen bohrt. Er ist geschlagen und verwundet und verspottet wird er von dem Volk, von dem behauptet wird, dass er ihr K\u00f6nig sei. Der ganze Spott der Menschen dreht sich ja darum: \u201eSchaut euch diesen K\u00f6nig an! Wie l\u00e4cherlich!\u201c Aber dieser Mann glaubt, dass Jesus ein K\u00f6nig ist. Er erkennt etwas, was \u00fcber die Oberfl\u00e4che hinausgeht, was \u00fcber das hinausgeht, was mit blo\u00dfem Auge erkannt werden kann. Er hat das erkannt, wof\u00fcr geistliche Augen aufgeweckt werden m\u00fcssen, wo ein geistliches Licht erleuchtet werden muss, um das zu sehen. Denn oberfl\u00e4chlich und mit irdischem Blick hatte Jesus nichts an sich, was einen K\u00f6nig ausmacht. Aber mit erleuchteten geistlichen Augen ist es m\u00f6glich, \u00fcber diese Fassade des \u00c4u\u00dferen zu sehen und einen K\u00f6nig zu erkennen \u2013 n\u00e4mlich einen K\u00f6nig, der sein Leben gibt f\u00fcr sein Volk. Das war der Name von Jesus: Er wird sein Volk retten. Dieser ist K\u00f6nig, nicht ein K\u00f6nig, der andere t\u00f6tet, um seine Herrschaft anzutreten oder sein Reich zu erben. Ein K\u00f6nig, der sein eigenes Leben gibt, um sein Volk zu retten. Und nicht nur das: Jesus ist nicht nur irgendein K\u00f6nig. Er sagt: \u201eJesus, wenn du in dein Reich kommst\u201c, wem geht Jesus hier entgegen? Dem Tod. Wie soll Jesus also nach seinem Tod seiner gedenken? Nicht nur das offenbart uns: Dieser Mann glaubt nicht nur an ein Leben nach dem Tod, denn nach dem Tod kann ja Jesus erst hier seiner gedenken, hier, er stirbt ja hier. Sondern er glaubt, Jesus ist K\u00f6nig \u00fcber ein Reich, das \u00fcber das Irdische hinausgeht. Jesus ist K\u00f6nig \u00fcber ein Reich, das nach dem Tod auch noch herrscht. Jesus ist K\u00f6nig \u00fcber ein Reich, das ewig ist, denn es geht \u00fcber das irdische Leben hinaus. Deswegen sagt er: \u201eGedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst.\u201c Wann kommt er in sein Reich? Nach seinem Tod. Dieser K\u00f6nig \u2013 er glaubt, dass dieser K\u00f6nig, dieser Jesus, der Messias ist, Messias Gottes ist, der ewige Herrscher, der ewige K\u00f6nig. Vielleicht denkt er an das Alte Testament aus Daniel, wo der Stein gebrochen wird, alle menschlichen Reiche zerst\u00f6rt werden und dieses ewige K\u00f6nigreich Gottes aufgebaut wird. Vielleicht hat der R\u00e4uber in seinem j\u00fcdischen Aufwachsen von Psalm 110, Vers 1 geh\u00f6rt, wo David spricht: \u201eSpruch des Herrn f\u00fcr meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe.\u201c Der R\u00e4uber sagt hier, wenn er sagt: \u201eGedenke meiner\u201c, sagt er: \u201eWenn du in dein Reich kommst, dann sagst du ja, Jesus, wenn du dich auf deinen Thron setzt, der nach dem Tod auf dich wartet, gedenke meiner.\u201c Also er glaubt, Jesus ist Retter, er glaubt, Jesus ist ewiger K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Drittens: Er glaubt und erkennt, er braucht die Vergebung von Jesus. Er braucht Vergebung von Jesus. Seine Bitte selbst ist sehr kurz, zwei Worte: \u201eGedenke meiner.\u201c \u201eGedenke meiner.\u201c Sein Anliegen erf\u00fcllt sich also, wenn Jesus, wenn er sich auf seinem Thron, in seinem Reich, das nach seinem Tod auf ihn wartet, wenn er sich auf seinen Thron setzt und wenn Jesus in diesem \u2013 wenn er sich jetzt auf seinen Thron gesetzt hat \u2013 seiner gedenkt, erf\u00fcllt sich die Bitte dieses R\u00e4ubers. Was bedeutet das? Es bedeutet: \u201eGedenke meiner\u201c \u2013 es bedeutet, er bittet um Eintritt in das Reich von Jesus. \u201eJesus, wenn du in dein Reich trittst, wenn du dich auf deinen Thron setzt und denke an mich, dann denke doch an mich und lass mich mit dir an.\u201c Das ist mir die Bitte, wenn er sagt: \u201eGedenke meiner.\u201c Lass mich Teil deines Reiches sein. Er spricht nicht einfach: \u201eRette mich.\u201c Seine Bitte ist in einer Form dem\u00fctiger: \u201eGedenke meiner.\u201c Vergiss mich nicht. Denke an mich. Wir haben ja gesehen, dieser Mann hat gerade erkannt, was f\u00fcr ein S\u00fcnder er ist. Er hat gerade erkannt, dass er zu Recht den Tod verdient und dass er vor einem heiligen Gott, sowohl vor Menschen als auch vor dem heiligen und gerechten Gott, verurteilt dasteht. Auf der einen Seite erkennt er also, wie schuldig, wie schlimm er ist. Auf der anderen Seite hat er erkannt, dass Jesus unschuldig ist, ein gerechter K\u00f6nig ist, der K\u00f6nig eines gerechten K\u00f6nigreiches sein wird. Wie kann der schuldige Schwerkriminelle in das Reich eines gerechten K\u00f6nigs kommen? Nicht aus Verdienst, sondern aus Gnade. Wenn er sagt: \u201eJesus, gedenke meiner\u201c, bittet er ihn um Vergebung. Rechne mir meine Schuld nicht an. Ich m\u00f6chte in dein Reich der Gerechtigkeit kommen. Vergebe mir, durch das, Jesus, wof\u00fcr du den Vater gebetet hast, durch Vergebung. Du hast doch gebetet: \u201eVergib ihnen.\u201c Vergebe mir. Er hat erkannt, er braucht die Vergebung des Mannes am Kreuz neben ihm. Deswegen bittet er ihn: \u201eGedenke meiner.\u201c \u00c4hnlich wie der Z\u00f6llner in Lukas 18 im Gleichnis. Er stand weit ab und wollte die Augen nicht zum Aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: \u201eGott sei mir dem S\u00fcnder gn\u00e4dig!\u201c Das ist die dem\u00fctige Haltung, die wir auch in diesem Mann finden. Er traut sich nicht einfach etwas von Jesus zu fordern: \u201eRette mich\u201c, sondern er sagt: \u201eGedenke an mich.\u201c Denke an mich und in deiner Gnade denke an mich und sei mir gn\u00e4dig, vergebe mir. Er wei\u00df, dass er nicht verdient hat, im Reich dieses K\u00f6nigs zu sein. Und trotzdem legt er seine Bitte dem K\u00f6nig vor.<\/p>\n<p>Wir haben also bisher gesehen: Die Ver\u00e4nderung durch vergebende Gnade, Gottesfurcht, die Erkenntnis seiner eigenen Schuld und die Erkenntnis Jesu, der Unschuld Jesu, der Messianit\u00e4t Jesu, dass er Retter ist, dass Jesus Vergebung schenken kann und dass man die Vergebung Jesu braucht. All das hat die vergebende Gnade Jesu in diesem Menschen ver\u00e4ndert. Er glaubt an Jesus. Er glaubt an Jesus und er tut Bu\u00dfe, denn er kehrt um von seinen S\u00fcnden, von seinem Spott, den er gerade eben noch Jesus gegen\u00fcbergebracht hat. Er kehrt um davon, er weist sogar den anderen zurecht: \u201eH\u00f6r auf damit, auch du f\u00fcrchtest Gott nicht.\u201c Er kehrt um von seinen S\u00fcnden und er kehrt zu Jesus, einem gerechten K\u00f6nig. Er m\u00f6chte ja Teil dieses Reiches sein, eines Reiches der Gerechtigkeit. Also kehrt er um von S\u00fcnde zu Gerechtigkeit, zu Jesus. Wie kann es zu dieser Ver\u00e4nderung kommen? Wie kann es sein, dass ein Mann, der um 9 Uhr morgens noch Jesus verspottete, um 12 Uhr mittags Jesus darum bittet, in seinem Reich zu sein? Was hat dieser Mann gesehen? Er sah einen Mann am Kreuz h\u00e4ngen. Er sah ihn, wie er selbst, wurde er gegei\u00dfelt, geschlagen und ans Kreuz genagelt. Anders als sie wurde er aber von diesem Volk verspottet auf eine Art und Weise, die einzigartig war. Er hat sicherlich von Jesus geh\u00f6rt gehabt, all die Wunder und Zeichen, die er getan hat. Und er hat gesehen, wie er von demselben Volk verspottet wurde. Er hat sogar teilgenommen am Spott von Jesus. Aber als er dort an diesem Kreuz hing, zwischen 9 und 12 Uhr, sah er, wie derselbe Jesus, der von diesem Menschen verspottet wurde, f\u00fcr ihre Vergebung gebetet hat. Er betete zum Vater f\u00fcr die Vergebung seiner Widersacher, seiner Sp\u00f6tter. Trotz all dieses Spotts l\u00e4sterte Jesus nicht, so wie andere Menschen, so vielleicht er selbst und der andere R\u00e4uber. Er fluchte nicht, er drohte nicht, er schwor keine Rache. Stattdessen betete er f\u00fcr die Vergebung seiner Widersacher. Er hat zugesehen, wie Jesus dem Hass der Menschen mit vergebender Gnade entgegenging. Und das hat diesen R\u00e4uber ver\u00e4ndert. Jesus zu sehen hat diesen R\u00e4uber ver\u00e4ndert. Aber letztendlich ist diese Erkl\u00e4rung, ist diese Ver\u00e4nderung menschlich nicht erkl\u00e4rbar. Dies ist ein \u00fcbernat\u00fcrliches Werk Gottes. Der Vater hat hier das Gebet seines Sohnes erh\u00f6rt. Der Heilige Geist hat hier \u00fcbernat\u00fcrlich in dem Herzen dieses Mannes eine 180-Grad-Wendung bewirkt. Und du denkst dir vielleicht: \u201eWie geht das? Wie geht das?\u201c Liebe Zuh\u00f6rer, das ist die Geschichte eines jeden Gl\u00e4ubigen. Diese 180-Grad-Wendung ist die Geschichte eines jeden Gl\u00e4ubigen. Denkt an einen Saulus, der auf dem Weg nach Damaskus war, die Gemeinde und Gl\u00e4ubige zu verfolgen, ins Gef\u00e4ngnis zu werfen und zu t\u00f6ten. Ein Ritt nach Damaskus, ein Ereignis, das auf ihm auf diesem Weg geschehen ist, und er wurde zu einem Apostel und J\u00fcnger Jesu, der f\u00fcr Jesus letzten Endes sein Leben gab. Liebe Geschwister, das ist die Geschichte von jedem von euch: unm\u00f6gliche Ver\u00e4nderung, von einem Sp\u00f6tter zu einem Gl\u00e4ubigen, von einem \u2013 bei Paulus \u2013 von einem Verfolger zu einem Apostel, von einem S\u00fcnder zu einem Gerechten, von einem Hasser Gottes zu einem, der Gott liebt. Das ist die Geschichte eines jeden Gl\u00e4ubigen. Ein \u00fcbernat\u00fcrliches Werk ist geschehen, weil Jesus \u2013 weil er Jesus gesehen hat, weil er Jesus gesehen hat. So haben auch du und ich, liebe Bruder, liebe Schwester, jeder Jesus gesehen. Durch den Heiligen Geist, durch das Wort Gottes, durch das Evangelium wurde uns die vergebende Gnade von Jesus offenbart. Unsere Schuld wurde uns offenbart. Wir haben Gott gef\u00fcrchtet. Wir haben die W\u00fcrdigkeit und die Herrlichkeit des Herrn Jesus gesehen, seine Unschuld, sein gerechtes Leben, seine Gnade und sein stellvertretender Tod. Das ist das \u00fcbernat\u00fcrliche Werk, das im Herzen geschieht, wenn ein Mensch zum Glauben kommt. Das ist nicht menschlich erkl\u00e4rbar, es ist nicht nachvollziehbar. Wir sehen hier es an einem extremen Beispiel, aber das ist die Geschichte von jedem Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Wir kommen jetzt zu drittens. Wir haben die Ver\u00e4nderung gesehen, diese 180-Grad-Wendung durch vergebende Gnade. Wir kommen jetzt zum Drittens: Die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade. Was antwortet vergebende Gnade auf diese Bekehrung, auf diese 180-Grad-Wendung? Vers 43: \u201eUnd er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c Jesus spricht zu ihm: \u201eWahrlich, ich sage dir.\u201c \u201eWahrlich, ich sage dir\u201c \u2013 das ist eine Formulierung, die Jesus verwendet, wenn er betonen m\u00f6chte, wie bedeutend etwas ist, was er sagt, und betonen m\u00f6chte, dass es wahrhaftig ist. Denn die Worte, die Jesus hier spricht, sind sie nicht unglaublich? Wirklich, er sagt hier: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Wir verstehen gleich, was das genau bedeutet, aber das sind doch unglaubliche Worte. Wie kann ein Mensch diese Worte glauben? Wie kann man \u2013 das ist doch unm\u00f6glich, was Jesus hier sagt. Jesus m\u00f6chte aber betonen und sagt: \u201eWahrlich, was ich sage, dem kannst du glauben. Was ich jetzt hier sage, dem kannst du vertrauen. Du brauchst nicht daran zu zweifeln. Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c Ein unglaubliches Versprechen. Was f\u00fcr eine Verhei\u00dfung die vergebende Gnade von Jesus, die hier gemacht wird.<\/p>\n<p>Erstens: Er wird im Paradies sein. Was ist das Paradies? Wir sehen diesen Begriff noch einige Male, ein paar Mal. Offenbarung, Kapitel 2, Vers 7, dort hei\u00dft es: \u201eWer ein Ohr hat, h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer \u00fcberwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher im Paradies Gottes ist.\u201c Dieser R\u00e4uber wird im Paradies sein. Er wird im Paradies Gottes sein. Er wird dort sein, wie es hier in Offenbarung hei\u00dft, denen verhei\u00dfen, die \u00fcberwinden, also den Gl\u00e4ubigen, die im Himmel sein werden. Dieser Mann wird dort sein. Liebe Geschwister, wenn wir eines Tages im Himmel sind, dieser Mann, wir werden ihn dort treffen, er wird im Paradies sein, im Paradies Gottes sein. Im 2. Korinther Kapitel 12, 3 bis 4 taucht der Begriff auch auf. Dort redet Paulus von dieser Erfahrung, in den Himmel entr\u00fcckt worden zu sein. 2. Korinther Kapitel 12, 3 bis 4: \u201eUnd ich wei\u00df von den betreffenden Menschen, ob im Leib oder au\u00dfer dem Leib, wei\u00df ich nicht, Gott wei\u00df es, dass ich in das Paradies entr\u00fcckt wurde und unaussprechliche Worte h\u00f6rte, die auszusprechen einem Menschen nicht zusteht.\u201c Paulus bezeichnete das in dem Vers vorher als den dritten Himmel, den Himmel, wo Gott ist. Dort ist das Paradies. Er wurde in das Paradies entr\u00fcckt, dort, wo Gott ist. Dieser Mensch \u2013 das beinhaltet die Verhei\u00dfung \u2013 er wird dort sein, wo Gott ist. Er wird dort sein, wo die Gl\u00e4ubigen sein werden. Er wird im Paradies Gottes sein. Das ist die Verhei\u00dfung. Was f\u00fcr Worte sind das?<\/p>\n<p>Erstens: Er wird im Paradies sein. Zweitens: Er wird heute im Paradies sein. Unmittelbar, ohne Verz\u00f6gerung. \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Keine weitere Strafecke. Du musst noch zehn Minuten in die Ecke, bevor du kommen kannst. Kein Fegefeuer. Du musst noch gereinigt werden von restlichen S\u00fcnden, so wie es die katholische Kirche sagt. Nein, \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c Er empf\u00e4ngt unmittelbare, vollst\u00e4ndige Vergebung auf der Stelle. Was f\u00fcr Worte!<\/p>\n<p>Erstens: Er wird im Paradies sein. Zweitens: Er wird heute im Paradies sein. Drittens: Er wird heute mit Jesus im Paradies sein. Er sagt ja: \u201eDu wirst mit mir im Paradies sein\u201c, mit Jesus. Was f\u00fcr Worte sind das? Versteht ihr, in der j\u00fcdischen Vorstellung ist es oft so, wir haben das im Lukasevangelium gesehen, ja, wenn im Reich Gottes wird Gott und der Messias beziehungsweise in dem \u2013 am Kopf des Tisches sitzen und rechts und links von ihm werden die Heiligsten sitzen und weiter weg werden die nicht so Heiligen, die weniger Gerechten sitzen. In dieser Vorstellung k\u00f6nnte man denken, dass dieser Mann \u2013 er ist ein Schwerkrimineller, der jetzt zum Ende seines Lebens pl\u00f6tzlich am Ende zum Glauben kommt \u2013 dass er ganz in der Ecke sein wird. Dieser ist ganz weit weg, weil er hat, was hat er denn getan? Er ist im letzten Moment seines Lebens gl\u00e4ubig geworden. Er wird da irgendwo in der Ecke sein, vielleicht sieht er Jesus gar nicht, so weit weg wird er sein. Nein, er wird dort sein, wo Jesus ist. Er wird mit mir im Paradies sein. Er wird dort sein, wo Jesus ist. Was f\u00fcr eine Gnade! Er wird mit Jesus sein. Johannes 17, Vers 24: Jesus betet f\u00fcr die J\u00fcnger. Und in diesem Zusammenhang betet er bereits ja auch f\u00fcr die J\u00fcnger, die durch den Glauben werden. Er betet in Johannes 17, Vers 24: \u201eVater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.\u201c Jesus betet f\u00fcr die J\u00fcnger, f\u00fcr die, die der Vater ihm gegeben hat. Vielleicht hat Jesus bereits an diesen R\u00e4uber gedacht, wir wissen es nicht genau, aber vielleicht, dass sie bei mir seien. Dieser R\u00e4uber wird bei Jesus sein, dieser R\u00e4uber wird mit Jesus sein, damit sie seine Herrlichkeit schauen. Dieser R\u00e4uber wird die Herrlichkeit des Sohnes schauen, weil er bei Jesus sein wird, weil er mit Jesus sein wird. Was f\u00fcr eine Gnade! In 2. Korinther Kapitel 5, Vers 8 hei\u00dft es: \u201eWir sind aber guten Mutes, Paulus spricht, und m\u00f6chten lieber ausheimisch vom Leib sein und einheimisch beim Herrn sein.\u201c Paulus sagt hier: \u201eIch w\u00e4re lieber ausheimisch, was meinen K\u00f6rper angeht. Ich w\u00e4re lieber tot, denn das w\u00fcrde bedeuten, dass ich beim Herrn bin.\u201c Einheimisch beim Herrn sein, also bei Jesus zu sein, bedeutet einheimisch zu sein. Bei Jesus zu sein bedeutet zu Hause zu sein. Jesus sagt also diesem Kriminellen, wenn er sagt: \u201eDu wirst mit mir sein\u201c, wird er sagt in gewisser Weise auch: \u201eDu wirst zu Hause sein. Du wirst einheimisch sein. Du wirst bei mir sein.\u201c Wow! Das ist einfach nur unglaublich. Wir haben gesungen: \u201eDie Gnade wiegt mehr.\u201c Seht ihr, wie viel mehr die Gnade wiegt, wie gro\u00df die Gnade ist. Vergesst nicht, wie boshaft dieser Kriminelle ist. Ich wei\u00df, in unserem Verst\u00e4ndnis, so wie wir aufgewachsen sind, die Geschichten, die wir geh\u00f6rt haben, wir denken an diesen Kriminellen und denken uns: \u201eDas ist halt ein kleiner R\u00e4uber.\u201c Nein, das ist ein Gewaltt\u00e4ter, ein Schwerkrimineller, vielleicht sogar ein M\u00f6rder. Liebe Zuh\u00f6rer, das ist ein Mann, von dem wir in den Nachrichten h\u00f6ren und uns wahrscheinlich denken: \u201eJa, der verdient diese Strafe. Der verdient die schlimmste Strafe.\u201c So ein Mann ist das. Das ist ein Mann, von dem wir wahrscheinlich, wenn wir damals auch gelebt h\u00e4tten, gesagt h\u00e4tten: \u201eJa, der verdient einen qualvollen Tod, weil er ist so schlimm.\u201c Das ist kein Kleinkrimineller, das ist nicht einfach nur ein kleiner Ladendieb. Nein, das ist ein schwer boshafter Krimineller, der hier hingerichtet wird. Und diesem Kriminellen wird hier vollst\u00e4ndig vergeben. Unmittelbar und auf der Stelle wird ihm vergeben und er wird vollkommen als Kind Gottes angenommen. Er wird bei Jesus sein, er wird im Paradies sein, er wird heute im Paradies sein. Keine weitere Tat n\u00f6tig, keine weiteren S\u00fchne notwendig.<\/p>\n<p>Denkt an das Gleichnis vom verlorenen Sohn in Lukas 15. Der j\u00fcngere Sohn, als er zur\u00fcckkam, er wollte all diese Sachen sagen: \u201eIch will als H\u00f6riger arbeiten, lasst mich noch zur\u00fcckkommen.\u201c Der Vater l\u00e4sst ihn gar nicht ausreden. Er rennt auf den Sohn zu, auf den j\u00fcngeren Sohn zu, er umarmt ihn, er gibt ihm das tolle Kleid, er gibt ihm den Siegelring und die Autorit\u00e4t \u00fcber das Land. Und all diese Sachen, unmittelbar und auf der Stelle, vollst\u00e4ndige Vergebung. Liebe Geschwister, das, was wir hier sehen, ist, dass einem der schlimmsten Menschen, die wir uns wahrscheinlich vorstellen k\u00f6nnen, vergeben wird, wie er vollst\u00e4ndig wiederhergestellt wird in seiner Beziehung zu Gott und gerettet wird. Was f\u00fcr eine Gnade! Wow.<\/p>\n<p>Gestern habe ich in der Konferenz, wo ich war, in einer Illustration geh\u00f6rt: Stell dir vor, der britische K\u00f6nig begnadigt einen \u00fcblen Kriminellen und nicht nur begnadigt, und all das. Der Kriminelle k\u00f6nnte jetzt sagen, dass er etwas Besonderes ist: \u201eSchaut mich an, schaut mich an, ich bin so besonders. Der britische K\u00f6nig hat mich begnadigt und er hat mich zum Sohn gemacht und zum Erben \u00fcber alles.\u201c Dann w\u00fcrde der britische K\u00f6nig, wenn wir hier quasi im Sinne Gottes ihn reden lassen, sagen: \u201eJa, du warst etwas Besonderes, besonders elend. Denn ich wollte meine Gnade am besonders Elenden erweisen. Ich wollte am Schlimmsten des Schlimmsten meine gro\u00dfe Gnade demonstrieren, und du warst besonders elend.\u201c Das sagt es ja in 1. Korinther 1, 26 bis 29: \u201eDenn seht eure Berufung, Br\u00fcder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele M\u00e4chtige, nicht viele Edle sind, sondern das T\u00f6richte der Welt hat Gott auserw\u00e4hlt, damit er die Weisen zu Schanden mache, und das Schwache der Welt hat Gott auserw\u00e4hlt, damit er das Starke zu Schanden mache, und das Unedle der Welt und das Verachtete der Welt hat Gott auserw\u00e4hlt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, damit ich vor Gott kein Fleisch r\u00fchmen kann.\u201c Gott hat das Elende, das Schwache, das T\u00f6richte und das Verachtete auserw\u00e4hlt. Wo ist das besser illustriert als an diesem R\u00e4uber am Kreuz? Er war das Schlimmste vom Schlimmsten, ein Schwerkrimineller, ein L\u00e4sterer, der bis vor kurzem zu seinem Tod entgegengegangen ist und immer noch Jesus l\u00e4sterte, aber jetzt vollst\u00e4ndig vergeben, vollst\u00e4ndig wiederhergestellt. Man kommt kaum raus aus dem Staunen in dieser Gnade. Siehst du die Verhei\u00dfung vergebender Gnade hier?<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten zum Schluss kommen. Seht ihr jetzt die leuchtenden Sterne am Nachthimmel? Wir haben uns drei Wochen mit diesem Text besch\u00e4ftigt. Beim ersten Mal haben wir die pechschwarze Finsternis skizziert, den grausamen Spott zu Golgatha. Wie der Mensch seinen Heiland, den Urheber des Lebens, gei\u00dfelt, ans Kreuz nagelt und t\u00f6tet. Wie sie ihn verspotten, ohne auch nur einen Hauch von Mitgef\u00fchl. Nicht mal ein Ansatz von Barmherzigkeit ist zu finden beim Menschen. Dann haben wir begonnen zu sehen in der vergangenen Woche, wie vergebende Gnade in diese Finsternis leuchtet. Diesen Widersachern entgegnet Jesus mit Gebet f\u00fcr ihre Vergebung: \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c Er bittet daf\u00fcr, dass diese Menschen zum rettenden Glauben kommen, dieselben Menschen, die ihn hier gei\u00dfeln, verspotten und t\u00f6ten. Und heute sehen wir ein Beispiel, wie dieses Gebet erh\u00f6rt worden ist vom Vater in diesem \u00dcbelt\u00e4ter.<\/p>\n<p>Was hatte dieser \u00dcbelt\u00e4ter anzubieten, Jesus? Was konnte er Jesus anbieten, um in das Reich Gottes, in sein Reich zu kommen? In wenigen Stunden wird er sterben. Wir sehen, dass er etwas l\u00e4nger lebt als Jesus, weil ihm werden die Beine noch gebrochen, nachdem Jesus schon gestorben ist. Was h\u00e4tte er tun k\u00f6nnen? H\u00e4tte er eine Pilgerreise vollziehen k\u00f6nnen? H\u00e4tte er noch gerechte Werke tun k\u00f6nnen? Religi\u00f6se Aktivit\u00e4ten tun k\u00f6nnen? H\u00e4tte er Jesus noch ein Geschenk machen k\u00f6nnen? Etwas, was ihn annehmbarer bei Jesus macht? Alles, was dieser Mensch beigetragen hat, war seine S\u00fcnde. Es gibt diesen Spruch, und hier sehen wir, es illustriert: Das Einzige, was du zu deiner Erl\u00f6sung beitr\u00e4gst, ist die S\u00fcnde, die sie notwendig macht. Das ist nirgends besser illustriert als bei diesem \u00dcbelt\u00e4ter. Das Einzige, was er hatte, war seine S\u00fcnde, seine Schuld. Und ich m\u00f6chte es erneut erw\u00e4hnen: Wir denken, dieser Kriminelle ist halt so ein kleiner Krimineller. Nein, es ist ein Gewaltt\u00e4ter und ein Schwerverbrecher, der hier, wie er selbst sagt, zu Recht hingerichtet wird. Er kommt mit leeren H\u00e4nden zu Jesus. Mit leeren H\u00e4nden. Er hat auch nichts anzubieten. Seine H\u00e4nde sind genagelt an ein Kreuz, an einen Holzbalken. Er hat nichts anzubieten. Und diesem \u00dcbelt\u00e4ter sagt die vergebende Gnade von Jesus: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein!\u201c<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zwei Anwendungen daraus ableiten. Und erstens: Gibt es die Ver\u00e4nderung der vergebenden Gnade in deinem Leben? Wir haben gesehen, wie dieser Mensch eine 180-Grad-Drehung innerhalb weniger Stunden vollzogen hat oder durchgegangen ist. Es ist nicht anders zu erkl\u00e4ren als ein \u00fcbernat\u00fcrliches Werk Gottes. Der Heilige Geist, der eine Erkenntnis und ein Verst\u00e4ndnis schenkt, das menschlich nicht mehr zu erkl\u00e4ren ist. Wir haben es gesehen: Um 9 Uhr morgens l\u00e4sterte er Jesus noch, er verspottete Jesus genauso wie das Volk, genauso wie der andere \u00dcbelt\u00e4ter. Dann aber: F\u00fcrchtet er Gott? Er erkennt seine eigene Schuld und S\u00fcnde? Er wei\u00df, dass er den Tod verdient hat, denn der Lohn der S\u00fcnde ist der Tod, wie wir es heute gelesen haben. Er wei\u00df, dass Jesus unschuldig ist. Er wei\u00df, dass er unschuldig ist. Und er glaubt, dass Jesus sein Retter ist und bittet ihn um Vergebung, bittet ihn darum, seiner zu gedenken. Gibt es diese Ver\u00e4nderung in deinem Leben? Hat es sie in deinem Leben gegeben? Hat vergebende Gnade dich derartig ver\u00e4ndert? Hier sehen wir es an einem extremen Beispiel, aber ich habe es gesagt: Das ist die Geschichte eines jeden Gl\u00e4ubigen. Wenn du dich gl\u00e4ubig nennst, dann bitte ich, ich pr\u00fcfe dich: Gab es diese Ver\u00e4nderung? Gab es in deinem Leben eine 180-Grad-Wendung? Es ist nichts geringer als eine 180-Grad-Wendung. Es ist nicht eine kleine Korrektur. Es ist nicht einfach nur ein Wiederaufstehen, nachdem du mal ausgerutscht bist. Nein, das ist eine vollst\u00e4ndige Umkehr, Bu\u00dfe. Seht euch diesen Mann an, was er war: ein L\u00e4sterer und Schwerkrimineller, der hier Jesus noch verspottet hat, jetzt ein Gl\u00e4ubiger, der an Jesus glaubt, sich dem\u00fctig um Jesu Vergebung bittet, ja, und in gewissem Sinne Jesus auch anbetet. Gab es diese Ver\u00e4nderung in deinem Leben? Hier sehen wir es von Sp\u00f6tter zu Gl\u00e4ubigen. Bei Saulus haben wir gesehen, von Verfolger zu Apostel. Gab es diese Ver\u00e4nderung in deinem Leben? Von einem Selbstgerechten vielleicht, zu einem, der nur auf die Gnade Jesu vertraut, von einem Stolzen vielleicht zu einem dem\u00fctigen Gl\u00e4ubigen an den Gott des Universums, an den Gott der Bibel. Gab es eine 180-Grad-Wendung in deinem Leben? Es gibt nur zwei M\u00f6glichkeiten. Wir haben zwei R\u00e4uber an diesem Kreuz, und es gibt nur zwei Wege: Es gibt den Weg der 180-Grad-Wendung, den wir heute gesehen haben, und es gibt den Weg, wo keine \u00c4nderung stattfindet. Der eine R\u00e4uber, er l\u00e4sst das einfach weiter: keine Furcht Gottes, keine Erkenntnis der Schuld, keine Erkenntnis Jesu. Gab es eine Ver\u00e4nderung in deinem Leben? Denke an diesen j\u00fcngeren Sohn im Gleichnis von Lukas 15, wie es eine 180-Grad-Wendung auch bei ihm gab und wie er zur\u00fcck zu seinem Vater kehrt.<\/p>\n<p>Gab es Bu\u00dfe in deinem Leben, Umkehr? Wenn nicht, dann bist du immer noch in dem Zustand wie der eine R\u00e4uber, der Jesus noch gel\u00e4stert hat. Dann bist du nicht mit Christus und mit Gott vers\u00f6hnt, und dann wirst du nicht nur in diesem Leben sterben, sondern du wirst das Gericht, das gerechte Gericht Gottes erfahren. Wenn du jetzt heute hier sitzt und erkennst, dass es diese Ver\u00e4nderung in deinem Leben nicht gab, wenn du erkennst, dass du nicht mit Gott vers\u00f6hnt bist, wenn du erkennst, dass es keine 180-Grad-Wendung in deinem Leben kam, keine Umkehr von S\u00fcnde zu Gott, von deinen eigenen Begierden zu Jesu Willen, von deinen G\u00f6tzen zum wahren, lebendigen Gott der Schrift, dann ist die zweite Anwendung und meine Bitte an dich: Schau auf diesen Mann am Kreuz und nimm die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade in Anspruch. Nimm die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade in Anspruch. Wenn es diese Ver\u00e4nderung in deinem Leben heute nicht gab, dann bitte ich dich: Erkenne, dass du vor einem heiligen Gott stehen wirst, eines Tages. Du wirst dort nicht bestehen k\u00f6nnen mit deiner eigenen Gerechtigkeit. Du wirst dort nicht bestehen k\u00f6nnen mit deinen religi\u00f6sen Aktivit\u00e4ten, mit deinen guten Werken. Wenn du vor ihm stehst, dann wirst du vor ihm dastehen als schuldig, und du wirst nach deinen Werken gerichtet werden und du wirst das bekommen, was deiner Taten wert ist, und das ist ewige Verdammnis in der H\u00f6lle. Aber dieser Gott, dieser gerechte und heilige Gott, dieser Gott, der \u00fcber S\u00fcnde z\u00fcrnt, er hat auch einen Weg f\u00fcr S\u00fcnder geschaffen zur Vergebung. Schau dir diesen Mann am Kreuz an. Wenn diesem Schwerkriminellen vergeben werden konnte, dann kann auch dir vergeben werden. Keine S\u00fcnde ist zu gro\u00df, die du gegen Jesus begehen k\u00f6nntest. Hier haben wir einen L\u00e4sterer von all den Schwerverbrechen, die dieser Mann getan hat. Einer der schwersten wird hier sein, dass er Jesus gel\u00e4stert hat. Diesem L\u00e4sterer wird vergeben. Und schau an, wie ihm vergeben wird: vollst\u00e4ndig, unmittelbar, auf der Stelle, ohne Verz\u00f6gerung. So vergibt Gott, und so kann er jedem S\u00fcnder vergeben. Er kann auch dir vergeben. Aber daf\u00fcr musst du Bu\u00dfe tun, umkehren. Und das ist nicht etwas, was du aus eigener Kraft tust. Bitte Gott darum. Bitte Gott um Vergebung. Komm mit Demut und mit leeren H\u00e4nden. Komm nicht mit deinen guten Werken. Komm nicht mit deinem religi\u00f6sen Hintergrund und deinen kirchlichen Aktivit\u00e4ten. Komm mit leeren H\u00e4nden. Es gibt dieses Lied im Englischen: \u201eWell, what he says, nothing in my hands I bring, simply to the cross I cling.\u201c Und das ist das Wort eines jeden Gl\u00e4ubigen. Das ist das Wort eines jeden, der zu Jesus kommt und gerettet wird: \u201eIch bringe nichts in meinen H\u00e4nden. Mit leeren H\u00e4nden komme ich zu diesem Kreuz, wo ich Vergebung, vollst\u00e4ndige Vergebung, vollst\u00e4ndige Wiederherstellung und vollst\u00e4ndige Sohnschaft empfange. Ich komme mit leeren H\u00e4nden und klammere mich an dieses Kreuz. Alles, was ich habe, ist Christus, denn alles, was ich in meinem Leben bisher vollbracht habe, ist Schuld und S\u00fcnde. Aber Jesus, bei dir empfange ich Vergebung. Gedenke meiner, du ewiger K\u00f6nig. Vergebe mir, so wie du beim Vater gebetet hast: \u201aVater, vergib ihnen!\u2018\u201c Bitte Jesus um Vergebung. Bitte ihn darum, dass er dir Glauben schenken m\u00f6ge, Bu\u00dfe schenken m\u00f6ge. Kehre um von deinen S\u00fcnden, von deinem Spott, von deinen G\u00f6tzen, von deiner Selbstgerechtigkeit, von deinem Stolz, von deinen s\u00fcndhaften Begierden. Kehre um davon und kehre zu Jesus. Glaube an ihn. Er starb an der Stelle von S\u00fcndern. Er nahm den Zorn Gottes auf dich, auf sich, der auf S\u00fcnder h\u00e4tte kommen m\u00fcssen. Wenn du an ihn glaubst, schenkt er dir Vergebung der S\u00fcnden. Schau dir diesen Jesus an. Er ist ein Rettergott. Er ist voll und ganz ein Rettergott. Er ist gekommen, um S\u00fcnder zu retten. Er erfreut sich daran, S\u00fcnder zu retten. Wenn du also S\u00fcnder bist, so lass dich von ihm retten, denn seine Gnade ist gro\u00df, seine vergebende Gnade ist gro\u00df. Nimm die Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade in Anspruch. Verwirf sie nicht. Wenn du sie verwirfst, wirst du den gerechten Gottes, Zorn Gottes sp\u00fcren und gerichtet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns, die wir an Christus glauben, f\u00fcr die, die wir diese vergebende Gnade bereits in unserem Leben in Anspruch genommen haben, in einer t\u00e4glichen, in einer praktischen Weise m\u00fcssen auch wir diese vergebende Gnade immer wieder in Anspruch nehmen, nicht weil uns immer wieder vergeben werden muss, nicht weil wir immer wieder irgendwie Gottes vergebende Gnade verdienen m\u00fcssen, sondern wir m\u00fcssen uns an diese Verhei\u00dfung der vergebenden Gnade erinnern. So leicht vergessen wir diese vergebende Gnade, die uns zuteil geworden ist. So passiert es, dass wenn wir in S\u00fcnden fallen, dass wir denken: \u201eJesus kann mir nicht vergeben. Die S\u00fcnde war zu gro\u00df\u201c oder \u201eIch habe die S\u00fcnde zu oft begangen\u201c oder \u201eIch muss erst warten, bevor ich umkehre. Ich muss erst zehn Minuten in die Ecke, bevor ich zu Jesus kann, um Vergebung zu empfangen.\u201c Schau dir diesen Mann an. Jesus sagte zu ihm: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Unmittelbare Vergebung ist das, was vergebende Gnade dir verhei\u00dft. So bitte ich dich, lieber Gl\u00e4ubiger, lieber Bruder, liebe Schwester: F\u00fclle dich mit dieser Gnade. Gedenke dieser Gnade, sinne \u00fcber diese Gnade nach. Ich bitte euch, liebe Geschwister, wir haben uns jetzt drei Wochen lang mit diesem Text besch\u00e4ftigt. Wir werden uns noch die weiteren Wochen, so der Herr will, weiter mit Golgatha besch\u00e4ftigen. Nachdem ihr diese Predigten geh\u00f6rt habt, sind das Dinge, \u00fcber die ihr nochmal lest, \u00fcber die ihr nochmal nachdenkt unter der Woche. Ich hoffe und bitte euch, lasst das nicht etwas sein, was hier Sonntag einfach nur gesagt wird, ihr zugeh\u00f6rt habt und dann fertig ist, sondern denkt dar\u00fcber nach. Wenn ihr in S\u00fcnde fallt, lest diesen Text nochmal und denkt an die vergebende Gnade von Christus, an die Verhei\u00dfung seiner vergebenden Gnade. Denkt an diesen Kriminellen, wie vollst\u00e4ndig und unmittelbar und ohne Verz\u00f6gerung ihm vergeben wird. Tut das in eurem Leben, f\u00fcllt euch damit. Denn so wie die vergebende Gnade uns einmalig in unserem Leben ver\u00e4ndert hat, uns in diese Bu\u00dfe geschenkt hat, so ist es auch diese vergebende Gnade, die uns weiterhin immer wieder ver\u00e4ndern wird. 2. Korinther 3, Vers 18 sagt: \u201eWenn wir die Herrlichkeit des Herrn anschauen, so werden wir verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.\u201c So schaut auf Jesus, schaut auf seine vergebende Gnade, schaut auf diesen Mann am Kreuz und werdet durch ihn ver\u00e4ndert. Alistair Begg hat mal in einer Predigt, die ich geh\u00f6rt habe, gesagt: \u201eDer einzige Grund, wieso ich kommen kann, ist, weil der Mann in der Mitte des Kreuzes gesagt hat: \u201aIch darf kommen.\u2018\u201c Was f\u00fcr Worte, liebe Geschwister! Der Mann in der Mitte des Kreuzes hat gesagt: \u201eIch darf kommen.\u201c Er hat gesagt: \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Gedenkt doch dieser Worte, m\u00f6ge der Name des Herrn verherrlicht werden. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript Schlagen wir auf das Lukasevangelium, Kapitel 23, und lasst uns die Verse 33 bis 43 lesen. Lukas 23, 33\u201343: \u201eUnd als sie an den Ort kamen, der Sch\u00e4delst\u00e4tte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die \u00dcbelt\u00e4ter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. 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