{"id":2363,"date":"2026-03-13T10:45:42","date_gmt":"2026-03-13T08:45:42","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2363"},"modified":"2026-03-15T21:37:39","modified_gmt":"2026-03-15T19:37:39","slug":"versoehnung-mit-gott","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/versoehnung-mit-gott\/","title":{"rendered":"Vers\u00f6hnung mit Gott"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Lasst uns zun\u00e4chst die Verse f\u00fcr die heutige Predigt lesen: Kolosser, Kapitel 1, die Verse 21 bis 23. \u201eUnd euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken, hat er aber nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen; sofern ihr im Glauben gegr\u00fcndet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr geh\u00f6rt habt, das in der ganzen Sch\u00f6pfung unter dem Himmel gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Vater voller Kraft und Gnade, wir danken dir f\u00fcr diesen Tag. Wir haben uns dir nicht gen\u00e4hert; wir waren auf unseren eigenen Wegen und in unseren eigenen Gedanken. Wir waren dir fern, Vater. Wir danken dir aber daf\u00fcr, dass du deinen Sohn f\u00fcr uns in diese Welt hingegeben hast, dass er in Menschengestalt in diese Welt gekommen ist, am Kreuz alles f\u00fcr uns vollbracht hat und uns mit dir vers\u00f6hnt hat. Wir danken dir f\u00fcr die unermessliche Gnade, die du uns in deinem Sohn erwiesen hast. Schenk mir nun die Weisheit und die Kraft, dein Wort zu verk\u00fcndigen. Ich m\u00f6chte auch f\u00fcr jene bitten, die zuh\u00f6ren: Dass deine Hand mit ihnen sein m\u00f6ge und dass ihre Herzen eines Sinnes einm\u00fctig auf dein Wort ausgerichtet sein m\u00f6gen. Wir danken dir, Herr. Amen.<\/p>\n<p>Der Titel der heutigen Predigt lautet: Vers\u00f6hnung mit Gott. Wenn wir uns die Welt anschauen, dann sehen wir oft, wie zum Beispiel zwei L\u00e4nder verschiedene Konflikte und Streit haben. Dadurch entsteht eine Trennung zwischen den zwei L\u00e4ndern. Wir sehen in einer solchen Situation, dass meistens eine dritte Person oder eine dritte Gruppe dazu kommt und versucht, diese zwei L\u00e4nder zum Frieden zu bringen und sie wieder zu vers\u00f6hnen. Diese dritte Partei stellt vielleicht bestimmte Bedingungen auf und versucht, mit diesen Bedingungen Vers\u00f6hnung zwischen den beiden Gruppen zu bringen oder Frieden zu stiften. Das ist etwas, was wir heute in dieser Welt oft sehen.<\/p>\n<p>Aber heute wollen wir sehen, wie Jesus Christus uns mit Gott vers\u00f6hnt hat und dass er alles daf\u00fcr vollbracht hat. Er hat alles auf sich genommen und hat uns mit Gott vers\u00f6hnt. Im heutigen Abschnitt sehen wir, wie die Beziehung zwischen Gott und den Menschen wiederhergestellt wird. Wir werden sehen, wie wichtig die Vers\u00f6hnung zwischen Gott und dem Menschen ist.<\/p>\n<p>Bevor wir zum heutigen Abschnitt kommen, wollen wir kurz wiederholen, was wir in den letzten Wochen gesehen haben. Wir sehen, dass Paulus den Gl\u00e4ubigen in Kolosse schreibt. Wir haben uns die Situation dort angeschaut und gesehen, dass es dort verschiedene Irrlehren gab. In einer solchen Situation beschreibt Paulus den Kolossern die Erhabenheit Jesu Christi.<\/p>\n<p>Er beschreibt Jesus als den ewigen Sohn Gottes. Er beschreibt, dass Jesus Gott ist, dass durch ihn alles geschaffen ist und in ihm alles geschaffen ist. Auch f\u00fcr ihn und zu ihm ist alles geschaffen. Wir haben die Erhabenheit gesehen, die Jesus als ewiger Sohn Gottes und als Gott selbst hat.<\/p>\n<p>Danach haben wir auch gesehen, dass Jesus auch als Mensch durch seine Errungenschaften erhaben ist. Wir haben gesehen, wie Paulus beschreibt, dass er in diese Welt gekommen ist, ein s\u00fcndenloses Leben gef\u00fchrt hat, gestorben und auferweckt worden ist und von allem der Erstgeborene wurde. Wir haben zudem gesehen, dass Jesus Christus das Haupt der Gemeinde ist. Er ist in diese Welt gekommen, hat alles vollbracht und die gesamte Sch\u00f6pfung wiederhergestellt. Er hat die gesamte Sch\u00f6pfung in einem solchen Zustand wiederhergestellt, wie sie vor dem S\u00fcndenfall war. Wir haben damit die Errungenschaften abgeschlossen, die Jesus als Mensch vollbracht hat.<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir die Wiederherstellung der gesamten Sch\u00f6pfung gesehen. Heute werden wir die Wiederherstellung der einzelnen Person mit Gott sehen. Wir k\u00f6nnen den heutigen Abschnitt unter vier Aspekte unterteilen: Der erste Punkt lautet die Vergangenheit der Vers\u00f6hnten. Der zweite Punkt lautet die Art und Weise der Vers\u00f6hnung. Drittens betrachten wir das Ziel der Vers\u00f6hnung und viertens die Grundlage der Vers\u00f6hnung. Unter diesen vier Aspekten wollen wir uns den heutigen Abschnitt anschauen.<\/p>\n<p>Lasst uns Vers 21 lesen: \u201eUnd euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken.\u201c Wir sehen hier, wie Paulus den Kolossern den Zustand beschreibt, in dem sie waren, bevor sie gerettet wurden. Wir lesen das Wort \u201eeinst entfremdet\u201c. Entfremdet bedeutet, ausgeschlossen von Gott zu sein \u2013 abgewichen von Gott, fern von Gott und getrennt von Gott. Ja, entfremdet bedeutet, dass sie fern waren von Gott.<\/p>\n<p>Im ersten Buch Mose, Kapitel 3, Vers 8, lesen wir, wie der Mensch \u2013 also Adam und seine Frau \u2013 sich vor dem Angesicht Gottes zwischen den B\u00e4umen des Gartens versteckte. Sie s\u00fcndigten und konnten nicht mehr bei Gott sein; sie versteckten sich vor ihm und mussten fern von ihm sein. S\u00fcnde f\u00fchrt dazu, dass sie sich von Gott entfernten. Wir k\u00f6nnen dazu noch einen weiteren Vers lesen: Jesaja, Kapitel 59, Vers 2.<\/p>\n<p>In Jesaja Kapitel 59, Vers 2 hei\u00dft es: \u201eSondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure S\u00fcnden haben sein Angesicht vor euch verh\u00fcllt.\u201c Was haben eure Vergehen gemacht? Eure Vergehungen haben eine Scheidung herbeigef\u00fchrt zwischen euch und eurem Gott. Das ist diese Entfremdung von Gott. Wir sehen hier, dass eure S\u00fcnden sein Angesicht vor euch verh\u00fcllt haben, sodass er nicht h\u00f6rt. Das ist diese Scheidung, diese Trennung von Gott, die durch die S\u00fcnde und durch die Vergehungen verursacht wird.<\/p>\n<p>Das ist der alte Zustand der Kolosser, den Paulus hier beschreibt. So waren die Kolosser: Sie waren einst entfremdet; sie waren fern von Gott. Und auch wir waren einst entfremdet und fern von Gott. Wir hatten keine Beziehung mit Ihm, wir waren getrennt von Ihm.<\/p>\n<p>Paulus schreibt weiter, dass sie nicht nur entfremdet waren, sondern sie waren auch Feinde nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken. In ihrem Wesen waren sie Feinde Gottes. Ja, sie waren Feinde in ihrer Gesinnung und in ihren Gedanken. Das bedeutet, sie konnten nicht in einer Weise wandeln, die Gott wohlgef\u00e4llig ist.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen daf\u00fcr auch Epheser Kapitel 4, Vers 18 lesen: \u201eSie sind verfinstert am Verstand, entfremdet dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens.\u201c Paulus sagt hier, ihr Verstand ist verfinstert; es ist dunkel. Ein weiterer Vers findet sich im 1. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 5: \u201eUnd der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde gro\u00df war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur b\u00f6se den ganzen Tag.\u201c Wir sehen hier: Gott sieht, dass das Sinnen ihrer Gedanken und ihres Herzens nur b\u00f6se ist.<\/p>\n<p>Wenn man so eine feindliche Gesinnung hat, f\u00fchrt dies dazu, dass man b\u00f6se Werke tut. Diese Gesinnung bringt b\u00f6se Werke hervor. Man ist ein Feind Gottes und kann Gott nicht wohlgefallen. Wir k\u00f6nnen dazu auch Markus Kapitel 7, die Verse 20 bis 23 lesen: \u201eWas aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die b\u00f6sen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, L\u00e4sterung, Hochmut, Torheit.\u201c<\/p>\n<p>Alle diese b\u00f6sen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen. All diese b\u00f6sen Dinge kommen von innen heraus, vom Herzen heraus, von der Gesinnung heraus. Diese feindliche Gesinnung bringt b\u00f6se Werke hervor. Paulus macht den Kolossern deutlich: Bevor ihr gerettet wurdet, wart ihr in einem solchen Zustand. Ein solcher Mensch ist ein Feind Gottes. Diese k\u00f6nnen Gottes Wort nicht gehorchen, und auf solche wird der Zorn Gottes kommen.<\/p>\n<p>Paulus stellt also ihren alten Zustand dar. Er macht deutlich: Sie waren einst entfremdet, sie waren einst Feinde. All ihr Handeln, all ihr Wirken, all ihr Leben war gegen Gott. Sie waren Feinde Gottes. Auch du, Gl\u00e4ubiger, warst einst in einem solchen Zustand. Du konntest Gott nicht gehorchen, du konntest nicht nach seinem Wort leben. Du bist nach deinen eigenen Gesinnungen und auf deinen eigenen Wegen gewandelt. Bevor wir gerettet wurden, haben wir uns selbst zu Gott gemacht.<\/p>\n<p>Paulus macht den Zustand deutlich, in dem die Kolosser waren, bevor sie vers\u00f6hnt wurden. Es ist ein Zustand, den wir uns nicht vorstellen k\u00f6nnen; ein Zustand, der feindlich gegen\u00fcber Gott ist, der entfremdet gegen\u00fcber Gott ist. Auch wir als Gl\u00e4ubige sollten unseren alten Zustand stets vor Augen haben. Das macht Paulus ihnen deutlich: Ihr, die ihr einst entfremdet und fern von Gott wart und euch Gott nicht nahen konntet, euch hat er nun vers\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns die Vergangenheit der Vers\u00f6hnten angeschaut haben, kommen wir nun zum zweiten Aspekt: die Art und Weise der Vers\u00f6hnung. Im Text hei\u00dft es: \u201eEr aber hat nun vers\u00f6hnt.\u201c Er hat euch nun vers\u00f6hnt. Es ist Gott, der euch vers\u00f6hnt hat. Euch, die ihr in einem solchen Zustand wart, hat Gott vers\u00f6hnt. Gott ist es, der vers\u00f6hnt; es ist ein Werk Gottes. Der Mensch kann dies nicht tun. Es beschreibt, dass die Feindschaft zwischen Gott und Mensch zu Ende war.<\/p>\n<p>Auch in 2. Korinther Kapitel 5, Vers 18 k\u00f6nnen wir lesen, dass Gott es ist, der uns mit sich selbst vers\u00f6hnt hat. Das ist etwas, was wir nicht vollbringen k\u00f6nnen; es ist allein die Gnade Gottes. Wir lesen davon auch in Epheser Kapitel 2, Vers 13: \u201eJetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.\u201c<\/p>\n<p>Wir sind Gott nun nahegekommen. Wir waren einst entfremdet und Feinde, aber nun sind wir vers\u00f6hnt mit Gott. Das bedeutet, die Beziehung zwischen uns und Gott ist wiederhergestellt. Diese Vers\u00f6hnung beschreibt die Wiederherstellung unserer Beziehung mit Gott. Wir wollen uns nun anschauen, wie er uns vers\u00f6hnt hat.<\/p>\n<p>Er hat nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod. Paulus sagt: vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod. Er h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen: \u201eEr hat euch vers\u00f6hnt in seinem Leib\u201c, aber er sagt hier: \u201eEr hat euch vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches.\u201c Paulus stellt hier dar, dass Jesus zu hundert Prozent Mensch ist.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, dass es diese kolossische Irrlehre gab. Man sagte, Jesus sei kein Mensch und auch kein Gott gewesen, sondern ein Engelswesen. Aufgrund dieser falschen Vorstellung von Jesus macht Paulus hier deutlich, dass Jesus zu 100 % Mensch ist. Das ist wichtig, denn durch den Menschen kam die S\u00fcnde in diese Welt, und der Mensch muss diese S\u00fcnde beheben. Der Mensch muss Gottes Strafe auf sich nehmen.<\/p>\n<p>Um mit Gott vers\u00f6hnt zu sein, ben\u00f6tigte man ein Opfer. Weder das Leben eines gew\u00f6hnlichen Menschen noch ein Opfer von ihm k\u00f6nnte Vers\u00f6hnung mit Gott hervorbringen. Deswegen ist Jesus stellvertretend f\u00fcr die Menschen in diese Welt gekommen. Er ist selbst Mensch geworden, hat ein s\u00fcndenloses, heiliges Leben gef\u00fchrt und ist f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschen gestorben. Er hat Gottes Gerechtigkeit erf\u00fcllt. Jesus hat die S\u00fcnden der Menschen auf sich genommen und sie mit Gott vers\u00f6hnt. Die Strafe, die die Menschen verdient haben, hat er auf seinen Leib genommen; er hat sie stellvertretend f\u00fcr sie getragen.<\/p>\n<p>In Hebr\u00e4er Kapitel 2, Vers 14 lesen wir: \u201eWeil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat\u201c \u2013 das ist der Teufel \u2013 \u201eund um alle zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.\u201c Er musste den Kindern Blutes und Fleisches in gleicher Weise teilhaftig werden. Er musste also Mensch werden und sterben, um die Gerechtigkeit Gottes zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Auch in R\u00f6mer Kapitel 3, Vers 25 und 26 lesen wir, wie er den Zorn Gottes auf sich genommen hat. In R\u00f6mer Kapitel 5, Vers 1 hei\u00dft es: \u201eSo haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.\u201c Wir sind geheiligt worden durch das ein f\u00fcr alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Wie es auch in Hebr\u00e4er 10, Vers 20 steht: Der Vorhang ist zerrissen, sodass wir uns nun Gott nahen k\u00f6nnen. Das ist es, was Jesus vollbracht hat in dem Leib seines Fleisches durch den Tod.<\/p>\n<p>Das, was der Mensch verdient h\u00e4tte, das, was der Mensch auf sich h\u00e4tte nehmen m\u00fcssen, das hat Christus an seinem Leib stellvertretend f\u00fcr den Menschen auf sich genommen, um ihn mit Gott zu vers\u00f6hnen. Ja, wir waren einst entfremdet, wir waren einst Feinde Gottes, aber Jesus hat uns an seinem Leib durch seinen Tod mit Gott vers\u00f6hnt. Er hat alles an seinem Leib aufgenommen und hat alles vollbracht. Das war die Art und Weise der Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Und nun wollen wir uns das Ziel der Vers\u00f6hnung anschauen. Der zweite Teil von Vers 22 beschreibt dieses Ziel: um euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen. \u201eUm euch hinzustellen\u201c \u2013 es beschreibt etwas Zuk\u00fcnftiges. Wir sind bereits in unserer Stellung, in unserer Position heilig, tadellos und unstr\u00e4flich, aber erst in der Zukunft k\u00f6nnen wir das vollkommen in unserem Leben anwenden. Wir k\u00f6nnen dazu auch Kolosser Kapitel 1, Vers 28 lesen: \u201eIhn verk\u00fcndigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.\u201c Vollkommen in Christus darzustellen, bedeutet, in der Zukunft so zu sein.<\/p>\n<p>Heilig bedeutet, abgesondert zu sein von der S\u00fcnde und hingegeben zu sein f\u00fcr Gott. Es bedeutet, s\u00fcndenlos und rein zu sein. Heilig zu sein und dieses Wort \u201etadellos\u201c finden wir oft auch im Alten Testament f\u00fcr die Tiere, die geopfert werden sollten. Diese sollten tadellos sein, ohne Fehler. Im Alten Testament lesen wir, dass die Tiere ohne Fehler sein sollten, vollkommen, ohne Makel. Tadellos bedeutet genau das: ohne Fehler vollkommen vor Gott zu sein. In solch einem Zustand werden wir vor Gott hingestellt werden.<\/p>\n<p>Und dann lesen wir: unstr\u00e4flich vor ihm hingestellt. Es beschreibt einen Zustand, in dem niemand uns bestrafen kann. Wir k\u00f6nnen daf\u00fcr R\u00f6mer Kapitel 8, die Verse 33 und 34 lesen: \u201eWer wird gegen Gottes Auserw\u00e4hlte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Wer ist da, der verdammt? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist und der sich f\u00fcr uns verwendet.\u201c Das ist es, was unstr\u00e4flich bedeutet: Niemand kann uns verdammen, niemand kann eine Anklage gegen uns erheben.<\/p>\n<p>Wir sehen das Ziel der Vers\u00f6hnung. Christus hat uns nicht nur vers\u00f6hnt; er hat uns vers\u00f6hnt, damit wir heilig und tadellos und unstr\u00e4flich sind. Das ist das Ziel unserer Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Wir haben unseren Zustand in der Vergangenheit gesehen: Wir waren einst entfremdet, wir waren einst Feinde. Nun sehen wir unseren Zustand in der Zukunft: Wir werden heilig, tadellos und unstr\u00e4flich sein. Wir werden vollkommen, perfekt und ohne S\u00fcnde vor Gott sein.<\/p>\n<p>Aber das gilt auch f\u00fcr die jetzige Gegenwart; auch jetzt in der Gegenwart ist das unsere Stellung. In unserer Stellung sind wir Heilige, Tadellose und Unstr\u00e4fliche, aber in der Realit\u00e4t s\u00fcndigen wir, wir fallen. Dennoch k\u00f6nnen wir umkehren, und Gott ist es, der uns vergibt und uns annimmt, wenn wir umkehren. Bis Christus wiederkommt, werden wir s\u00fcndigen, wir werden fallen, auch wenn wir unserer Stellung nach heilig, tadellos und unstr\u00e4flich sind. Wir werden in S\u00fcnde fallen, aber Christus ist es, der uns reinigt, uns erneuert und uns heiligt \u2013 Tag f\u00fcr Tag, bis er wiederkommt.<\/p>\n<p>Das ist der Zustand, den wir in der Zukunft haben werden. Das ist die Hoffnung, die wir haben: dass wir eines Tages heilig, tadellos und unstr\u00e4flich vor ihm sein werden, vollkommen vor Gott. Das ist die Hoffnung, die wir haben sollten. Und wenn wir als Gl\u00e4ubige diese Hoffnung vor unseren Augen haben und s\u00fcndigen, dann sollten wir von unserer S\u00fcnde umkehren. Das ist das Ziel unserer Vers\u00f6hnung: dass wir eines Tages in der Zukunft vollkommen vor Gott hingestellt, nach seinem Bild verwandelt werden und vor ihm sein werden.<\/p>\n<p>Wir haben uns nun drei Aspekte angeschaut und wollen zum letzten Aspekt kommen. In Vers 23 lesen wir von einer Bedingung des Paulus. Die Bedingung lautet: \u201eSofern ihr im Glauben gegr\u00fcndet und fest bleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr geh\u00f6rt habt.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben es auch vorhin gesehen, dass Paulus nicht nur gesagt hat, er habe euch vers\u00f6hnt in seinem Leib, sondern \u201ein dem Leib seines Fleisches\u201c. Auch hier h\u00e4tte Paulus nur wenige Worte verwenden und einfach sagen k\u00f6nnen: \u201eBleibt fest im Glauben, lasst euch nicht abbringen von der Hoffnung des Evangeliums.\u201c<\/p>\n<p>Er sagt, sofern ihr im Glauben gegr\u00fcndet und fest bleibt und euch nicht abbringen lasst. Dieses Gegr\u00fcndet- und Gefestigtsein k\u00f6nnen wir uns wie bei einem Geb\u00e4ude vorstellen: Es ist gegr\u00fcndet, es ist fest und es l\u00e4sst sich nicht abbringen. Er beschreibt, dass die Gl\u00e4ubigen gegr\u00fcndet und fest bleiben und sich nicht abbringen lassen sollen. Das hei\u00dft, sie sollen nicht hin- und hergezogen werden; sie sollen ausharren und festhalten. Sofern ihr im Glauben gegr\u00fcndet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst, dann wird das geschehen.<\/p>\n<p>Wenn diese Bedingung erf\u00fcllt ist, dann ist auch das erf\u00fcllt, was in Vers 22 beschrieben wird. Also: Sofern ihr im Glauben gegr\u00fcndet und festbleibt, dann seid ihr heilig und tadellos vor ihm hingestellt. Was hier gesagt wird, ist: Wenn ihr die Bedingung aus Vers 23 erf\u00fcllt \u2013 sofern ihr also im Glauben gegr\u00fcndet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst \u2013 dann ist auch Vers 22 erf\u00fcllt, und ihr werdet heilig und tadellos vor ihm hingestellt werden.<\/p>\n<p>Wenn ihr nun diese Bedingung h\u00f6rt, kann eine Frage bei euch aufkommen: Bedeutet es, dass ich mein Heil verliere, wenn ich diese Bedingungen nicht erf\u00fclle? Ein Gl\u00e4ubiger kann niemals sein Heil verlieren. Es gibt viele Verse, die zeigen, dass ein Gl\u00e4ubiger sein Heil nicht verlieren kann. Wir wollen uns daf\u00fcr Johannes Kapitel 6, Vers 39 anschauen: \u201eDies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat: dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag.\u201c Dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere.<\/p>\n<p>Dann schauen wir auch in Johannes Kapitel 10, Vers 28: \u201eUnd ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.\u201c Jesus sagt hier, dass sie in Ewigkeit nicht verloren gehen und niemand sie aus seiner Hand rauben wird. Ich k\u00f6nnte dazu auch R\u00f6mer 8 lesen oder Judas, Vers 24. Wahre Gl\u00e4ubige werden von Gott bewahrt. Ein wahrer Gl\u00e4ubiger harrt in dem Evangelium aus, das er geh\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>Wir lesen von der gleichen Bedingung auch in 1. Korinther Kapitel 15, Vers 2: \u201e&#8230;durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede ich es euch verk\u00fcndigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich zum Glauben gekommen seid.\u201c Ein wahrer Gl\u00e4ubiger harrt im Glauben aus. So ist diese Bedingung vielmehr ein Beweis f\u00fcr einen wahren Gl\u00e4ubigen. Es ist der Beweis eines wahren Vers\u00f6hnten: Ein wahrer Gl\u00e4ubiger ist gegr\u00fcndet und fest im Glauben; er harrt im Glauben aus.<\/p>\n<p>Vielleicht, wenn wir uns die Gemeinde anschauen, dann sehen wir oft Menschen, die getauft wurden. Wir sehen Menschen, die getauft wurden, die von Kindheit an zum Gottesdienst kommen und sagen, dass sie Christen seien. Sie k\u00f6nnen Wochen und Tage dabei sein, aber es kann sein, dass sie nach einer bestimmten Zeit von Gott abfallen. Diese waren niemals wahre Gl\u00e4ubige, diese waren niemals wahrhaft gerettet.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen das verstehen, wenn wir 1. Johannes Kapitel 2, Vers 19 lesen: \u201eVon uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen w\u00e4ren, w\u00fcrden sie wohl bei uns geblieben sein. Aber sie blieben nicht, damit offenbar w\u00fcrde, dass sie alle nicht von uns sind.\u201c Ja, wir lesen hier, dass jene, die bei uns gewesen waren, nicht von uns waren. Denn wenn sie von uns gewesen w\u00e4ren, w\u00e4ren sie wohl bei uns geblieben. Sie blieben jedoch nicht, damit offenbar wurde, dass sie nicht alle von uns sind.<\/p>\n<p>Was hier beschrieben wird, ist, dass jene, die gegangen sind, niemals wahre Gl\u00e4ubige waren. Ein wahrer Gl\u00e4ubiger harrt aus im Glauben. Er bleibt fest im Glauben und ist darin gegr\u00fcndet. Vielmehr zeigt dieser Vers den Beweis daf\u00fcr, dass man wahrhaftig vers\u00f6hnt wurde. Und auch das verm\u00f6gen wir nicht aus uns selbst heraus; wir k\u00f6nnen nicht aus eigener Kraft gegr\u00fcndet und fest im Glauben stehen. Es ist Gott, der uns festigt. Christus ist es, der gegr\u00fcndet und fest ist. Er ist es, der uns festh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wie Paulus hier beschreibt, l\u00e4sst sich ein wahrer Gl\u00e4ubiger nicht von Irrlehre abbringen. Er ist fest im Glauben, er harrt darin aus und ist fest gegr\u00fcndet im Evangelium. Das ist der Beweis der Vers\u00f6hnung, das ist das Kennzeichen der Vers\u00f6hnten. Trotz aller Probleme ist Christus, der uns erl\u00f6st hat, derjenige, der fest gegr\u00fcndet ist. Auf ihn k\u00f6nnen wir vertrauen. Die Verantwortung des Gl\u00e4ubigen ist es, Gott zu gehorchen.<\/p>\n<p>Wir haben uns diese vier Aspekte heute angeschaut und konnten darin unseren Zustand in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auch in der Zukunft sehen. Am Ende lesen wir von der Hoffnung des Evangeliums, die in der ganzen Sch\u00f6pfung unter dem Himmel gepredigt worden ist und deren Diener ich, Paulus, geworden bin. Wir lesen von dieser Hoffnung des Evangeliums, das die Kolosser geh\u00f6rt haben und das in der ganzen Sch\u00f6pfung verk\u00fcndet worden ist. Wir lesen davon auch in Kolosser Kapitel 1, Vers 6, n\u00e4mlich vom Evangelium, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Ja, das sagt Paulus: Lasst euch nicht abbringen von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr geh\u00f6rt habt und das auch in der ganzen Sch\u00f6pfung gepr\u00e4gt worden ist. In Kapitel 1, Vers 6 lesen wir, dass es zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt. Das hei\u00dft, das Evangelium ist es, das den Menschen ver\u00e4ndert. Das Evangelium wird in der gesamten Sch\u00f6pfung verk\u00fcndigt, zu allen Menschen. Menschen kehren um, sie glauben, und es bringt Frucht. Die Irrlehrer tun das nicht. Dieses Evangelium allein kann den Menschen ver\u00e4ndern; dieses Evangelium allein kann den Menschen zu Gott bringen.<\/p>\n<p>Wir lesen, dass Paulus ein Diener des Evangeliums war. Er hat sein Leben hingegeben. In all seinen Briefen lesen wir von den Leiden und Bedr\u00e4ngnissen, die Paulus durch die Verk\u00fcndigung des Evangeliums hatte. Auch am Ende hat er sein Leben f\u00fcr das Evangelium hingegeben. Wenn du nicht an Jesus glaubst, wenn du ungl\u00e4ubig bist, dann bist du entfremdet und ein Feind Gottes. Das ist es, was Paulus beschreibt. Die Kolosser waren einst entfremdet, sie waren einst Feinde. Wenn du Jesus nicht annimmst, dann wirst du gerichtet werden.<\/p>\n<p>Jesus Christus allein \u2013 nur durch ihn kannst du mit Gott vers\u00f6hnt werden. Denn er hat alles in dieser Welt vollbracht; nur in ihm haben wir Heil und Rettung. Kehre um, glaube an ihn und nimm ihn an. Und du als Gl\u00e4ubiger wei\u00dft, dass du mit Gott vers\u00f6hnt worden bist. Wir wurden vers\u00f6hnt mit einem Zweck, mit einem Ziel: Wir werden einst in der Zukunft heilig, tadellos und unstr\u00e4flich vor ihm sein. Wir sollten jetzt in der Gegenwart in unserem Leben wachsen, in unserer Heiligung. Wir sollten von S\u00fcnden ablassen und davon umkehren. Wir sollten Christus in seinen Schritten nachfolgen und in sein Bild verwandelt werden.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht mehr diese alte Gesinnung haben, die wir in unserem alten Zustand hatten, dass wir aus uns selbst etwas hervorbringen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen auf Gott vertrauen, denn er hat alles vollbracht. Wir haben den Beweis der Vers\u00f6hnung gesehen, den Beweis der Vers\u00f6hnten und der wahren Gl\u00e4ubigen: dass sie n\u00e4mlich im Glauben gegr\u00fcndet sind und fest bleiben, dass sie das Wort Gottes festhalten, dass sie in Gott gegr\u00fcndet sind und sich von ihm abh\u00e4ngig machen. Wir haben von diesem erhabenen Gott gesehen: Jesus Christus, dieser erhabene Gott, ist Mensch geworden und in die Welt gekommen f\u00fcr uns \u2013 f\u00fcr uns, die wir einst entfremdet waren, f\u00fcr uns, die wir einst Feinde Gottes waren. F\u00fcr uns ist er in Menschengestalt in diese Welt gekommen.<\/p>\n<p>Er hat uns nicht nur gerettet, er hat uns nicht nur vers\u00f6hnt, er wird uns heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinstellen lassen. Wir haben diese Hoffnung, eines Tages vollkommen vor ihm dazustehen. Wir sollten das vor Augen haben und dar\u00fcber nachsinnen. Es ist etwas Unvorstellbares f\u00fcr uns: Wir werden so vor Gott sein. Und deswegen sollten wir festbleiben im Glauben, gegr\u00fcndet sein im Glauben und uns abh\u00e4ngig machen von ihm.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was in dieser Welt passieren wird oder was mit uns passieren wird, aber Gott hat alles vollbracht, und wir sollten auf ihn ausgerichtet leben. Amen.<\/p>\n<p>Lass uns beten. Vater, wir danken daf\u00fcr, dass du deinen Sohn f\u00fcr uns hingegeben hast, sodass wir eine Beziehung mit dir haben k\u00f6nnen und unsere Beziehung mit dir wiederhergestellt ist. Wir danken dir f\u00fcr deinen Sohn, dass er so ein erhabener Gott ist und dennoch in Menschengestalt in diese Welt gekommen ist. Wir danken daf\u00fcr, dass du uns vers\u00f6hnt hast. Hilf, dass wir fest und gegr\u00fcndet sind im Glauben und dass dies in unserem Leben sichtbar wird. Wir danken dir, Herr. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript Lasst uns zun\u00e4chst die Verse f\u00fcr die heutige Predigt lesen: Kolosser, Kapitel 1, die Verse 21 bis 23. \u201eUnd euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken, hat er aber nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos 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