{"id":2374,"date":"2026-03-22T11:49:52","date_gmt":"2026-03-22T09:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2374"},"modified":"2026-03-23T12:22:28","modified_gmt":"2026-03-23T10:22:28","slug":"paulus-diener-des-leibes-christi-die-berufung-des-dieners-teil-2","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/paulus-diener-des-leibes-christi-die-berufung-des-dieners-teil-2\/","title":{"rendered":"Paulus Diener des Leibes Christi. Die Berufung des Dieners. Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, m\u00f6ge ihm alle Ehre zuteil werden. Schlagen wir auf Kolosser, Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 24 bis 29. Kolossa-Brief, Kapitel eins, die Verse vierundzwanzig bis neunundzwanzig.<\/p>\n<p>Jetzt freue ich mich in den Leiden vor euch und erg\u00e4nze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedr\u00e4ngnissen des Christus f\u00fcr seinen Leib \u2013 das ist die Gemeinde. Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden; das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Und das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Ihn verk\u00fcndigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen. Worum ich mich auch bem\u00fche und k\u00e4mpfend ringe, gem\u00e4\u00df seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt, in Kraft.<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, du bist unser Hirte, und weil du unser Hirte bist, haben wir keinen Mangel. Du f\u00fchrst uns auf gr\u00fcne Auen und du f\u00fchrst uns zu stellen Wassern. Du bist es, der unsere Seele erquickt. Du bist es, der uns Huld und G\u00fcte schenkt und uns auf ewiglich wohnen l\u00e4sst in deinem Hause. Vater, wir danken dir daf\u00fcr, dass wir uns deine Schafe nennen d\u00fcrfen. Wir danken dir, dass du der gute Hirte bist, dein Sohn der gute Hirte bist \u2013 ist, der sein Leben f\u00fcr die Schafe gegeben hat. Wir beten dich daf\u00fcr an, dass du uns bewahrst, uns beh\u00fctest, uns f\u00fchrst und leitest, wie ein Hirte seine Schafe f\u00fchrt und leitet. Sogar im Tal des Todes und des Todesschattens brauchen wir keine Furcht haben, denn du bist bei uns. Dein Stecken und dein Stab, sie tr\u00f6sten uns und sie leiten uns durch das Tal.<\/p>\n<p>Wir beten dich daf\u00fcr an, dass du uns vers\u00f6hnt hast durch deinen Sohn mit dir. Einst waren wir deine Feinde, entfremdet und dem Leben Gott, vom Leben Gottes abgeschnitten. Gerade als Nationen und als Heiden waren wir fern von dem Bund, fern von den Verhei\u00dfungen. Doch hast du dich unserer erbahnt, hast die Trennwand zerrissen durch das Kreuz deines Sohnes und hast uns nahegebracht. In die Gemeinde, in den Leib deines Sohnes hast du uns gebracht, und daf\u00fcr danken wir dir und daf\u00fcr beten wir dich an.<\/p>\n<p>Guter Vater, wir bitten dich f\u00fcr diese Stunde, dass du sie segnest. Dass wir doch lernen m\u00f6gen von ihm und von dem Dienst, den du ihm gegeben hast und zu dem du ihn berufen hast; dass wir doch herausgefordert werden m\u00f6gen, ihn nachzuahmen mit den Gaben und mit den Ressourcen, die du uns geschenkt hast, sodass wir gute und treue Verwalter der Dinge sind, der Verantwortung sind, die du uns geschenkt hast in der Gemeinde. Segne diese Stunde und rede und sprich durch dein Wort in das Herz der Gl\u00e4ubigen und in das Herz der Zuh\u00f6rer, sodass die Gemeinde erbaut wird und dein Name verherrlicht wird. Im Namen Jesu Christi. Amen. Amen.<\/p>\n<p>Setzt euch gerne. Vergangene Woche haben wir begonnen, uns mit diesem Abschnitt aus dem Colossa-Brief zu besch\u00e4ftigen. Und wir haben diesen Abschnitt bzw. diese Predigten \u00fcber diesen Abschnitt allgemein betitelt mit: \u201ePaulus, Diener des Leibes Christi\u201c. Denn wir haben angefangen zu sehen, dass Paulus hier das Profil eines Dieners beschreibt \u2013 eines Dieners der Gemeinde, eines Dieners des Leibes Christi. Wir haben gesehen, dass Paulus seinen Dienst beschreibt f\u00fcr die Gemeinde und dass wir an der Beschreibung seines Dienstes lernen k\u00f6nnen, was es bedeutet, ein Diener der Gemeinde zu sein. Er hat diese Gemeinde in Kolosse, diese Gl\u00e4ubigen pers\u00f6nlich noch nicht gesehen. Die Gemeinde, wie wir es uns im Rahmen der Predigten bisher schon angesehen haben, wurde wahrscheinlich von Epaphras gegr\u00fcndet, der von Paulus belehrt worden ist.<\/p>\n<p>Und nun ist Epaphras bei Paulus in Rom und berichtet dar\u00fcber \u2013 unter anderem dar\u00fcber, dass sich eine gef\u00e4hrliche Irrlehre einzuschleichen scheint in die Gemeinde in Kolosse; beziehungsweise sie schleicht sich ein, eine Mischung aus heidnischer Philosophie und j\u00fcdischer Gesetzlichkeit. Es geht darum, eine h\u00f6here geistliche Stufe oder eine h\u00f6here Erkenntnis zu erreichen durch Visionen und durch Anbetung von Engeln, durch die Haltung der j\u00fcdischen zeremoniellen Gesetze. Die \u2013 und diese Irrlehre greift am Ende des Tages, wie wir es gesehen haben \u2013 die Genugsamkeit Jesu Christi an. Im Grunde genommen sagt sie: \u201eJesus ist nicht genug f\u00fcr Heil und Heiligung, f\u00fcr Leben und Gottseligkeit.\u201c Man muss neben Christus oder \u00fcber Christus hinaus eben die zeremoniellen Gesetze erhalten. Man muss Engel anbeten. Man muss diese h\u00f6here Stufe der Geistlichkeit erreichen, eine mystische Stufe der Geistlichkeit.<\/p>\n<p>Und Paulussiert und adressiert diese Irrlehre in diesem Brief an die Kolosser, warnt sie davor und belehrt sie \u00fcber die Erhabenheit und die Genugsamkeit von Jesus Christus. Nachdem er das in Kapitel 1, insbesondere in den Versen 15 bis 23, gemacht hat \u2013 wo er ihnen die Erhabenheit Jesu pr\u00e4sentiert hat, die Erhabenheit als ewiger Sohn, die Erhabenheit als Mensch und die Errungenschaften, die er als Mensch gemacht hat; die Vers\u00f6hnung, die er geschaffen hat, sowohl die, die er geschaffen hat durch das Kreuz, die realisiert werden wird in der Zukunft (die Wiederherstellung der verfluchten Sch\u00f6pfung), als auch die Vers\u00f6hnung des verfeindeten S\u00fcnders mit Gott durch den Leib seines Fleisches, durch den Tod \u2013 Paulus zeigt ihnen das Evangelium und Jesus Christus in diesem Evangelium, und dann leitet er ein \u00fcber zu der Tatsache, dass er ein Diener dieses Evangeliums geworden ist.<\/p>\n<p>Und nun beschreibt er diesen Kolossan, die ihn selbst noch nicht gesehen haben, die Paulus nat\u00fcrlich von der Ferne kennen, von ihm sicherlich geh\u00f6rt haben, auch gerade von Epaphras. Beschreibt er diesen Kolossan seinen Dienst f\u00fcr sie, die Gemeinde. Und im Rahmen dieses Textabschnitts werden wir uns die verschiedenen Merkmale seines Dienstes eben anschauen und von ihnen lernen.<\/p>\n<p>Vergangene Woche haben wir gesehen, dass er den Kolossan verdeutet, dass er sich in den Leiden, die er im Rahmen seines Dienstes f\u00fcr sie erf\u00e4hrt, freut. Er hat Freude in den Leiden f\u00fcr die Gemeinde. Er ist gerade gefangen in Rom wegen seines Dienstes f\u00fcr die Gemeinde. Sein ganzer Dienst war gepr\u00e4gt von Folter, von Schl\u00e4gen, von Verfolgung wegen seines Dienstes f\u00fcr die Gemeinde. Aber er freut sich in diesem Leiden. Er ist nicht nur willig f\u00fcr die Gemeinde und f\u00fcr den Dienst der Gemeinde zu leiden, er freut sich dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Denn diese Leiden demonstrieren \u2013 unter anderem auch in der physischen Abwesenheit des Herrn Jesus, der ja in den Himmel aufgefahren ist \u2013 seine Leiden. Die Leiden des Apostels demonstrieren der Gemeinde und den Gl\u00e4ubigen die Liebe und Hingabe des Herrn Jesus als Repr\u00e4sentation. Die Leiden des Paulus sind ein stellvertretendes Symbol, ein stellvertretender Hinweis auf die Leiden des Herrn Jesus Christus. Denn Jesus identifiziert sich mit dem Leid seiner Diener, sodass ihr Leiden sein Leiden ist. Wenn die Gemeinde leidet, wenn die Gemeinde verfolgt wird&#8230; Jesus identifiziert sich so eng mit der Gemeinde, so eng mit den Dienern der Gemeinde, dass wenn sie leiden, es so ist, als w\u00fcrde er leiden. Und Jesus \u2013 der, weil er nicht mehr anwesend ist auf dieser Erde, weil wir sein Leid nicht mehr vor unseren Augen sehen k\u00f6nnen \u2013 repr\u00e4sentieren das Leid der Diener der Gemeinde das Leid Jesu f\u00fcr die Gemeinde und somit die Liebe, die aufopferungsvolle Liebe des Herrn Jesus f\u00fcr die Gemeinde.<\/p>\n<p>Wir haben also vergangene Woche&#8230; der Punkt, den wir vergangene Woche angeschaut haben, das war: Paulus, Diener des Leibes Christi, Teil 1. Der Punkt der vergangenen Woche war: das fr\u00f6hliche Leiden des Dieners. Das fr\u00f6hliche Leiden des Dieners. Heute m\u00f6chten wir uns ein weiteres Merkmal anschauen.<\/p>\n<p>Und wiederum geht es darum, dass diese Merkmal eines Dieners der Gemeinde Christian uns herausfordern sollen, dem Paulus und seinem Profil als Diener der Gemeinde nachzuahmen. Und heute m\u00f6chten wir uns mit dem zweiten Merkmal besch\u00e4ftigen: die Berufung des Dieners. Die Berufung des Dieners. \u00dcber diesen ganzen Abschnitt ist quasi der Titel \u201ePaulus, Diener des Leibes Christi\u201c. Vergangene Woche war Teil 1 davon: \u201eDas fr\u00f6hliche Leiden des Dieners\u201c. Heute ist Teil 2 davon: \u201eDie Berufung des Dieners\u201c. Die Berufung des Dieners.<\/p>\n<p>Und wir m\u00f6chten uns vier Aspekte dieser Berufung anschauen: erstens der Ursprung der Berufung, der Ursprung der Berufung; die Art der Berufung; die Beg\u00fcnstigten der \u2014 zweitens: die Art der Berufung; drittens: die Beg\u00fcnstigten der Berufung, die Beg\u00fcnstigten der Berufung; und viertens: der Zweck der Berufung. Keine Sorge, ich werde diese Punkte auch wieder wiederholen, wenn sie dann vorkommen. Viertens, der Zweck der Berufung. Und zu den ersten drei Aspekten der Berufung, also Ursprung, Art und Beg\u00fcnstigten: Die kommen nicht so chronologisch und getrennt voneinander vor, sondern sie wiederholen sich teilweise in unserer Betrachtung des Textes. Also diese sind nicht so strikt voneinander zu trennen oder nicht, dass sie nur so chronologisch vorkommen. Nur ein Hinweis bez\u00fcglich dieser Punkte und f\u00fcr diejenigen, die Notizen machen.<\/p>\n<p>Lasst uns also im Vers 25 beginnen und eben unter dem Titel \u201eDie Berufung des Dieners\u201c heute diesen Text anschauen. Vers 25: \u201eIhr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden.\u201c \u201eIhr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes\u201c, sagt Paulus. Wessen Diener? Wer ist das \u201eihr\u201c in diesem Satz? Es ist die Gemeinde, die in Vers 24 beschrieben, mit der Vers 24 endet. \u201eIhr Diener bin ich geworden\u201c \u2014 wessen Diener? Diener der Gemeinde ist er geworden. Genauer gesagt: f\u00fcr seinen Leib, das ist die Gemeinde. Ja, wenn wir so die Beschreibung von Vers 24 mitnehmen.<\/p>\n<p>Paulus sagt also: \u201eIch bin Diener der Gemeinde.\u201c Er identifiziert sich als Diener der Gemeinde des Leibes Christian. Christi. Paulus ist also nicht Diener \u2014 er dient sich nicht selbst, er dient auch nicht dieser Welt \u2014 er ist Diener der Gemeinde. Das ist seine Berufung. Und hier kommen wir, und deswegen sage ich, diese Punkte kommen nicht chronologisch, weil wir sehen hier bereits die Art der Berufung. Das war das zweite: die Art der Berufung. Seine Berufung ist also, ein Diener der Gemeinde zu sein, der Gemeinde zu dienen.<\/p>\n<p>Das Wort \u201eDiener\u201c, das hier verwendet wird, ist das Wort \u201eDiakonos\u201c, das uns in dem Sinne bekannt ist, dass es oft in der Bibel vorkommt, um allgemein praktisches Dienen zu beschreiben. Die wohl bekannteste Art des Dienens, die wir mit diesem Wort \u201eDiakonos\u201c in Verbindung bringen, ist das Bedienen von den Tischen aus Apostelgeschichte Kapitel 6. Wenn ihr euch erinnert, in der fr\u00fchen Gemeinde gab es Streitigkeiten in der Gemeinde in Jerusalem, weil es&#8230; weil gewisse Leute vernachl\u00e4ssigt worden sind bei der Verteilung von den G\u00fctern, von den Essen. And als diese Probleme aufkamen, haben die Apostel gesagt: \u201eEs ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachl\u00e4ssigen, um die Tische zu bedienen.\u201c Und deswegen haben sie sieben M\u00e4nner auserw\u00e4hlt, die eben diesen Dienst nachgehen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sich die Apostel auf das Gebet und die Verk\u00fcndigung des Wortes fokussieren.<\/p>\n<p>Wir sehen also, dass was wir aus der Apostelgeschichte 6 mit dem Wort \u201eJakonos\u201c in Verbindung bringen, ist das Dienen wie das Bedienen von Tischen. Das Wort wird ganz allgemein f\u00fcr allgemeinen praktischen Dienst auch in der Schrift verwendet. Aber das Wort kann also die T\u00e4tigkeit, wie wir heutzutage sagen w\u00fcrden, eines Kellners beschreiben: das Bedienen von Tischen. In der Bibel gibt es einmal das Amt des Diakons, das zum Beispiel in 1. Timotheus Kapitel 3 beschrieben wird. Aber der Begriff wird auch allgemein f\u00fcr Diener der Gemeinde verwendet. Paulus nennt sich selbst Diener der Gemeinde.<\/p>\n<p>Er hat das hier im Kapitel 1 \u2013 macht er das hier \u2013 aber auch in Kapitel 23, in Vers 23 hat er sich Diener des Evangeliums genannt. Paulus identifiziert Epaphras als Diener der Gemeinde f\u00fcr Kolosse, Vers 7. Und auch Tychikos wird als Diener des Christus, als treuer Diener beschrieben, wo auch dieses selbe Wort verwendet wird.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, dienen ist ein sehr allgemeines Wort. Es kann den Amtstr\u00e4ger, den Diener, den Diakon beschreiben. Es beschreibt manchmal aber auch einfach Menschen, die der Gemeinde dienen, ohne unbedingt, dass sie das Amt des Diakons haben. W\u00e4hrend also the genau art des dienens des dienstes with this word nicht selbst bestimmt, ob es jetzt genau bedienen from Tisha or other things is an allgeme, macht die Verwendung dieses Wortes hier deutlich, wie sich Paulus sieht. Er sieht sich als Diener, als jemanden, der zum Beispiel Tische bedient, als wie einen Kellner, auch wenn das jetzt nicht die konkrete Funktion ist, die hier beschrieben wird.<\/p>\n<p>Seine Stellung ist nicht die Stellung eines Herrschers. Seine Stellung ist nicht die eines Hauptes oder eines K\u00f6nigs oder eines Regentens. Seine Stellung in Bezug auf die Gemeinde ist Diener. Er dient der Gemeinde gem\u00e4\u00df der Berufung Gottes. Die Gemeinde ist nicht sein Eigentum. Die Gemeinde geh\u00f6rt Gott. Die Gemeinde h\u00f6rt, sie ist Christi Leib. Christus ist das Haupt der Gemeinde. Paulus ist lediglich der Diener.<\/p>\n<p>Paulus nennt sich nicht Papst. Papst bedeutet ja Vater, der Vater aller Gl\u00e4ubigen. Paulus nennt sich auch nicht der Pontifex, wie der Papst ja von in der katholischen Kirche bezeichnet wird. Pontifex bedeutet ja Br\u00fcckenbauer und bedeutet, dass der Papst quasi eine Rolle des Br\u00fcckenbauers, eines Mittlers zwischen Gott und Menschen hat. Diese Titel gibt sich Paulus nicht. Er ist Diener der Gemeinde. Er ist von der Stellung her vergleichbar \u2013 nicht mit einem K\u00f6nig, einem Regenten. Nein, er ist eher der Kellner, der zwischen dem Koch, der Christus ist, und den G\u00e4sten am Tisch, das die Gemeinde ist, die Speise liefert. Er ist eher der Kellner als \u2013 er ist nicht der Koch, er ist der Kellner. Er hat einen Auftraggeber, er hat ein Haupt, er hat den Koch, der das Essen zubereitet. Er hat G\u00e4ste, denen er dienen muss. Und er ist der Mann dazwischen. Er dient im Auftrag des Hauptes dem Leib, das Leib Christi.<\/p>\n<p>Paulus identifiziert sich als Diener der Gemeinde. Da sehen wir die Art der Berufung. Die Art der Berufung ist nicht, Herrscher zu sein, K\u00f6nig zu sein, Regent zu sein. Die Art seiner Berufung ist es, Diener zu sein. Ein Diener, der im Auftrag seines Herrn den Geliebten seines Herrn, der Braut seines Herrn dient. Paulus ist ein Diener. \u201eIhr Diener bin ich geworden.\u201c Paulus ist Diener der Gemeinde geworden nach der Verwaltung Gottes.<\/p>\n<p>Und hier kommen wir zu dem Punkt, den ich als erstes genannt habe: der Ursprung seiner Berufung. Der Ursprung seiner Berufung ist Gott. Denn Gott hat ihm diese Aufgabe gegeben. Er hat sich diese Aufgabe nicht selbst ausgesucht. Er wurde auch nicht von Menschen demokratisch zu dieser Aufgabe erw\u00e4hlt. Gott hat ihm diese Aufgabe gegeben. Er ist Diener der Gemeinde geworden nach der entsprechend und gem\u00e4\u00df der Verwaltung Gottes.<\/p>\n<p>Das Wort Verwaltung \u2013 und hier wieder, deswegen habe ich gesagt, das kommt nicht so chronologisch unbedingt so vor \u2013 das Wort Verwaltung, hier sehen wir wieder die Art der Berufung. Beschreibt die Verantwortung, die einem Diener gegeben wird, einem Verwalter gegeben wird, der vom Hausherrn eingesetzt wird, um sich um den Haushalt zu k\u00fcmmern. Das Wort Verwaltung, oder das eben verwandte Wort der Verwalter, ist der, der vom Hause eingesetzt wird, sich um den Haushalt zu k\u00fcmmern, sich um die Familie zu k\u00fcmmern, des Herrn zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Paulus ist also ein Verwalter, und wieder hier sehen wir die Art der Berufung. Er ist ein Verwalter. Er soll sich um die Familie Gottes k\u00fcmmern, er soll sich um die Gemeinde k\u00fcmmern und, wie wir gleich sehen werden, insbesondere um die Nationen.<\/p>\n<p>Das ist der Verantwortungsbereich des Paulus: sich um die Gemeinden zu k\u00fcmmern, insbesondere um die Nationen. Denn genau das sehen wir, wie im Neuen Testament, wie Paulus diese Aufgabe von Gott empfangen hat \u2013 eben diese Aufgabe.<\/p>\n<p>Apostelgeschichte, Kapitel 9, 15 bis 16: Auf der Stra\u00dfe zu Damaskus spricht Gott zu Hananias, nachdem er ihm gesagt hat, dass er hingehen soll, um Paulus zu heilen, um mit Paulus zu reden, ihn zu heilen. In Kapitel 9, 15 und 16 hei\u00dft es: \u201eDer Herr aber sprach zu ihm (also der Herr sprach zu Hannanias): Geh hin, denn dieser ist mir ein auserw\u00e4hltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen, sowohl vor Nationen als auch \u2013 als auch vor K\u00f6nige und S\u00f6hne Israel; denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er f\u00fcr meinen Namen leiden muss.\u201c<\/p>\n<p>Paulus ist ein auserw\u00e4hltes Werkzeug von Gott. Nach der Verwaltung Gottes wurde dem Paulus eine Aufgabe gegeben, eine Verantwortung gegeben, ein Verantwortungsbereich gegeben: n\u00e4mlich den Namen Jesu Christi vor Nationen zu tragen, als auch K\u00f6nige und S\u00f6hne Israel. Und genau das hat ja Paulus gemacht. Er hat das Evangelium, er hat Christus, den Namen Christus getragen vor den Juden, vor K\u00f6nige, aber insbesondere nat\u00fcrlich \u2013 und das sehen wir auch in der Apostelgeschichte und auch in den Schriften des Paulus \u2013 dass er der Apostel der Nationen war. Dass er \u2013 insbesondere sein Aufgabenbereich, sein Verantwortungsbereich war insbesondere den Nationen, den Heiden zu dienen.<\/p>\n<p>Und wir sehen hier, wie von da bereits es klar war: Jesus wird diesem Paulus, diesem Saulus zeigen, wie viel er f\u00fcr seinen Namen leiden muss. Und genau das haben wir ja vergangene Woche gesehen: Die Leiden des Apostel Paulus. Wie er sich aber in diesen Leiden freut. Denn die Basis und die Grundlage dieser Leiden und der Freude f\u00fcr diese Leiden ist die Berufung Gottes. Er leidet fr\u00f6hlich, denn er ist von Gott dazu berufen, Diener dieser Gemeinde zu sein und in diesem Rahmen f\u00fcr Gott zu leiden. Und Gott nutzt diese Leiden zum Wohl der Gemeinde und zur Verbreitung des Evangeliums. Das haben wir vergangene Woche gesehen.<\/p>\n<p>Und deswegen haben wir heute auch Epheser Kapitel 3 noch einmal gelesen. Er wurde eingesetzt und auserw\u00e4hlt, den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verk\u00fcndigen. Dieses Geheimnis \u2013 und wir werden \u00fcber das Geheimnis sp\u00e4ter noch einmal reden \u2013, dieses Geheimnis zu verbreiten, zu verk\u00fcndigen, welche Gnade Gott auch den Nationen gegeben hat.<\/p>\n<p>Ja, lesen wir auch, wie Paulus es selbst beschreibt mit seinen Worten vor Agrippa, Apostelgeschichte, Kapitel 26, Verse 15 bis 18. Apostelgeschichte, Kapitel sechsundzwanzig, die Verse f\u00fcnfzehn bis achtzehn. Apostelgeschichte sechsundzwanzig, f\u00fcnfzehn bis achtzehn. Ich aber sprach: \u201eWer bist du?\u201c Paulus beschreibt hier seine Erfahrung auf dem Weg zu Damaskus. Ich aber sprach: \u201eWer bist du, Herr?\u201c Der Herr aber sprach: \u201eIch bin Jesus, den du verfolgst. Aber richte dich auf und stelle dich auf deine F\u00fc\u00dfe, denn hierzu bin ich dir erschienen, dich zu einem dienen und Zeugen dessen zu verordnen, was du gesehen hast, wie auch dessen, worin ich dir erscheinen werde.\u201c<\/p>\n<p>Ich mag diese W\u00f6rter: \u201everordnen\u201c. Ich habe dich verordnet, ein Diener und Zeuge zu sein. Und dann Vers 17: \u201eIch werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich senden werde, ihre Augen zu \u00f6ffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht, von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der S\u00fcnden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.\u201c Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende.<\/p>\n<p>Paulus wurde von Gott berufen. Der Ursprung seiner Berufung ist Gott. Gott hat verordnet, dass dieser ein Diener sein soll, ein Zeuge sein soll von \u2013 insbesondere f\u00fcr die Nationen. In Erster Timotheus zwei, f\u00fcnf bis sieben hei\u00dft es. Erster Timotheus Kapitel zwei, f\u00fcnf bis sieben: \u201eDenn einer ist Gott und einer ist Mittler zwischen Gott und Mensch.\u201c Nur am Rande: Einer ist der Pontifex zwischen Gott und Mensch, n\u00e4mlich Christus Jesus.<\/p>\n<p>Der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als L\u00f6segeld f\u00fcr alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. Daf\u00fcr bin ich eingesetzt worden als Herold und Apostel \u2013 ich sage die Wahrheit, ich l\u00fcge nicht \u2013 als Lehrer der Nationen in Glauben und Wahrheit.<\/p>\n<p>Paulus ist eingesetzt worden als Herold. Ja, der Herold war der, der die Ank\u00fcndigungen gemacht hat. Man k\u00f6nnte vielleicht sogar vergleichen mit einem Stadtschreier. Der Herold war derjenige, der vor den Olympischen oder Isthmischen Spielen damals in, in Korinth zum Beispiel, die Regeln verk\u00fcndet hat, bevor die Spiele losgingen, diese Spiele losgingen. Er ist eingesetzt worden, und dann hei\u00dft es: als Lehrer der Nationen, insbesondere f\u00fcr die Nationen.<\/p>\n<p>Paulus&#8216; Berufung kommt von Gott, von Gott verordnet, von Gott eingesetzt: sich um die Familie Gottes zu k\u00fcmmern, sich um den Haushalt Gottes zu k\u00fcmmern, sich um die Gemeinde Gottes zu k\u00fcmmern \u2013 insbesondere im Hinblick auf die Nationen. Und 1. Korinther 4,1 \u2013 und ich liebe diesen Vers und vor allem die Verse danach, sehr pr\u00e4gende Verse f\u00fcr jeden, der sich Diener Christi nennt: \u201eDaf\u00fcr halte man uns: f\u00fcr Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes.\u201c Daf\u00fcr halte man uns, dass sei meine Identit\u00e4t. \u201e&#8230;f\u00fcr euch denkt\u201c, und sp\u00e4ter jedes Ding darum: \u201eIhr beurteilt mich nicht.\u201c Und euer Urteil ist nicht das, was z\u00e4hlt, sondern das Urteil meines Herrn, das Urteil Christi ist das, was z\u00e4hlt in den folgenden Versen.<\/p>\n<p>Aber das ist meine Identit\u00e4t: Ich bin ein Diener Christi und ein Verwalter der Geheimnisse Gottes. Ich bin ein Diener und Verwalter. Genau das hatten wir jetzt auch im Kolosse: \u201eDiener, ihr Diener bin ich geworden, nach der Verwaltung Gottes, die mir gegeben ist.\u201c Ich bin Diener und Verwalter. Ich bin nicht Haupt. Und wir sehen wieder \u2013 deswegen sage ich, es wiederholt sich \u2013 die Art der Berufung. Ich bin nicht Haupt, ich bin nicht Papst, ich bin nicht K\u00f6nig, ich bin Diener. Ja, ein Kellner sozusagen? Ich bin Verwalter, mir geh\u00f6rt das nicht. Ich bin der Knecht, eingesetzt vom Hausherrn.<\/p>\n<p>Paulus ist also ein Diener Christi, er ist ein Diener der Gemeinde. Und er sagt ja hier: ein Diener Christi. Ein Diener Christi zu sein, ist synonym damit, ein Diener der Gemeinde zu sein. Du kannst Christus nicht dienen, wenn du nicht seiner Gemeinde dienst. Du kannst der Gemeinde nicht dienen, wenn du nicht Christus dienst.<\/p>\n<p>Ja, also wenn du als Christ behauptest, gl\u00e4ubig zu sein, Christ zu sein und Christus dienen m\u00f6chtest, aber nichts mit der Gemeinde zu tun haben m\u00f6chtest, dann dienst du nicht Christus. Wenn du der Gemeinde dienen m\u00f6chtest \u2013 hier zum Beispiel ein weltlicher Marketing-Experte, der das Branding der Gemeinde verbessern will, aber Christus nicht dient \u2013 kann er der Gemeinde nicht dienen. Denn nur ein Diener Christi, ein Gl\u00e4ubiger, kann der Gemeinde dienen. Du kannst Christus nicht dienen, wenn du der Gemeinde nicht dienst, und du kannst der Gemeinde nicht dienen, wenn du nicht Christus dienst.<\/p>\n<p>Denn die Gemeinde ist in diesem Zeitalter die Institution bzw. das Werkzeug, durch das Gott in der Welt wirkt. Dienst ohne Gemeinde ist kein Dienst, der zum Reich Gottes beitr\u00e4gt. Paulus ist ein Diener der Gemeinde \u2013 ein Dienst, eine Berufung, die er von Gott empfangen hat. Wir hatten bisher schon quasi den Ursprung der Berufung gesehen. Wir haben die Art der Berufung gesehen: Diener und Verwalter. Und wir haben eigentlich schon ein bisschen die Beg\u00fcnstigten der Berufung auch schon gesehen, n\u00e4mlich die Gemeinde: \u201eIhr Diener bin ich geworden.\u201c Und insbesondere die Nationen: \u201e&#8230;die Verwaltung, die mir im Hinblick\u201c \u2013 und jetzt sind wir bei diesem Teil \u2013 \u201edie mir im Blick auf euch gegeben ist.\u201c<\/p>\n<p>Wer sind die Beg\u00fcnstigten der Berufung des Paulus? Die Gemeinde, insbesondere die Nationen. Gott hat Paulus eine Aufgabe im Hinblick auf die Gemeinde allgemein und speziell auf die Gemeinde in Kolosse und den Nationen gegeben. Und ich finde das interessant. Wir haben in der vergangene Woche schon gesehen.<\/p>\n<p>Paulus redet einerseits von der Weltgemeinde oder universalen Gemeinde, also was alle Gl\u00e4ubige \u00fcber alle Zeit und \u00fcber alle Orte mit einschlie\u00dft. Gleichzeitig redet er aber auch konkret \u00fcber die Gemeinde in Kolosse. In Vers 24 hat er geschrieben von den Leiden f\u00fcr euch, was ja konkret so die Gemeinde in Kolosse beschreibt. Danach redet er von den Bedr\u00e4ngnissen, die noch ausstehen f\u00fcr seinen Leib \u2013 das ist die Gemeinde \u2013, was allgemeiner klingt, wie die Weltgemeinde auch beschreiben kann, die universale Gemeinde beschreiben kann. Jetzt sagt er wieder \u201eihr Diener\u201c, also der Diener der Weltgemeinde, der insgesamten Gemeinde, aber danach sagt er nochmal: \u201edie Verwaltung Gottes, die mir im Hinblick auf euch gegeben ist.\u201c Das ist jetzt nur ein kleines Detail, aber was ich nur darin beobachte, ist, dass Paulus sowohl die universale Gemeinde, also die Weltgemeinde, quasi mit einbezieht als auch die Ortsgemeinde in Kolosse. Paulus dient also nicht nur dieser Weltgemeinde, dieser universalen Gemeinde, als w\u00fcrde er irgendeiner unsichtbaren Schattenorganisation dienen. Er dient der Weltgemeinde, er dient allen Gemeinden, indem er der Ortsgemeinde dient. Er leidet f\u00fcr die Weltgemeinde, indem er f\u00fcr die Gemeinde in Kolosse, in Philippi, in Ephesus, die er leidet. Er leidet f\u00fcr die Gemeinde allgemein, indem er der Gemeinde speziell dient und leidet.<\/p>\n<p>Was haben wir bisher \u00fcber die Berufung des Dieners gesehen? Der Ursprung ist Gott. Die Berufung des Dieners kommt von Gott. Die Beg\u00fcnstigten der Berufung sind die Nationen bzw. die Gemeinde, die Gl\u00e4ubigen. Sie sind das Objekt des Dienstes dieser Berufung. Er ist ihr Diener, er ist Diener der Gemeinde, und er ist von Gott eingesetzter Verwalter, der sich um die Gemeinde k\u00fcmmern soll, insbesondere um die Nationen. Die Art der Berufung haben wir gesehen: Er ist nicht Herr oder Haupt; seine Berufung ist es, Diener und Verwalter zu sein, vom Hausherrn eingesetzt, der Familie Gottes zu dienen. Er dient der allgemeinen, der weltweiten Gemeinde, indem er der Ortsgemeinde dient. Das ist die Berufung des Dieners: der Ursprung der Berufung, die Art der Berufung und die Beg\u00fcnstigten der Berufung.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich halten wir fest: Paulus als Apostel hatte eine besondere Berufung. Er hatte eine Berufung, die es heutzutage nicht mehr gibt. Keiner von uns ist heute dazu berufen, Apostel zu sein. Keiner von uns hat dieselbe Art der Berufung wie Apostel Paulus bekommen, aber jeder Gl\u00e4ubige ist dazu berufen, ein Diener der Gemeinde zu sein. Nicht genauso wie der Apostel Paulus \u2013 das ist eine besondere Berufung gewesen. In Epheser, Kapitel 2 sehen wir, dass die Apostel und Propheten des Neuen Testaments das Fundament der Gemeinde bilden, auf der die Gemeinde gebaut wird. Aber trotzdem sind auch wir berufen, Diener der Gemeinde zu sein. Und auch unsere Berufung kommt von Gott. Auch unsere Berufung ist es, Diener und Verwalter zu sein. Auch unsere Berufung ist es, zum Wohl und zur Beg\u00fcnstigung der Gemeinde zu dienen. Nicht in derselben Art und nicht in demselben Rahmen wie Paulus. Nochmal: Seine Berufung war eine besondere als Apostel. Aber trotzdem sind wir ein jeder dazu berufen, von Gott als Verwalter und Diener zum Wohl der Gemeinde zu dienen.<\/p>\n<p>In 1. Korinther 12,13 hei\u00dft es: \u201eDenn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getr\u00e4nkt worden.\u201c Im Geist sind wir alle zu einem Leib der Gemeinde, dem Leib Christi, hineingetauft worden. Wir sind hineingetaucht worden in den Leib Christi von Gott, von dem Geist, durch den Geist Gottes. Gott hat uns der Gemeinde hinzugef\u00fcgt. Das ist seine Berufung, dass wir Teil der Gemeinde sind und dass wir Diener der Gemeinde sind. Geistlich gesehen sind wir der universalen Gemeinde hinzugef\u00fcgt worden. Praktisch geschieht das durch die Hinzuf\u00fcgung in der Ortsgemeinde, denn der Ausdruck \u201ehinzuf\u00fcgen\u201c, den finden wir so oft in der Apostelgeschichte vor.<\/p>\n<p>Denn Gott ist es, der dich zur Gemeinde hinzugef\u00fcgt hat. In Apostelgeschichte 2,41 hei\u00dft es: \u201eDie nun sein Wort aufnahmen nach der Predigt von Petrus, lie\u00dfen sich taufen, und es wurden an jenem Tag 3000 Seelen hinzugetan.\u201c Passiv: Sie wurden hinzugetan. Wer ist der Aktiv, der hinzutut? Es ist Gott, der hinzuf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Apostelschichte Kapitel 5, 13 bis 14: \u201eVon den \u00fcbrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschlie\u00dfen, doch das Volk r\u00fchmte sie. Aber umso mehr wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan \u2013 Scharen von M\u00e4nnern und auch Frauen.\u201c Apostelgeschichte Kapitel 5, 13 und 14: Scharen von M\u00e4nnern und Frauen wurden hinzugef\u00fcgt \u2013 wieder passiv hinzugef\u00fcgt. Wer ist der Aktiv, der das Hinzuf\u00fcgen tut? Gott, der der Gemeinde Menschen hinzuf\u00fcgt.<\/p>\n<p>In Apostelgeschichte Kapitel 11,24 hei\u00dft es: \u201eDenn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens, und eine zahlreiche Menge wurde dem Herrn hinzugetan.\u201c Wir haben wieder: Hinzutun. Gott f\u00fcgt der Gemeinde hinzu. Gott f\u00fcgt dich der Gemeinde hinzu. Und nicht nur allgemein der Weltgemeinde und Universalgemeinde \u2013 nein, du bist in dieser Ortsgemeinde, weil Gott dich dazu berufen hat, weil Gott dich an diesen Ort hingestellt hat, in dieser Ortsgemeinde zu dienen. Gott hat dich hinzugef\u00fcgt. Nicht nur der unsichtbaren Weltgemeinde, denn Gott hat dich konkret in dieser Gemeinde, in diese Gemeinde gestellt und dich dieser Versammlung hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Du bist berufen, Glied der Gemeinde zu sein. Du bist dazu berufen als Glied der Gemeinde. Und 1. Korinther 12 \u2013 wir haben es im Rahmen der vergangenen Wochen auch immer wieder mal gelesen, als es um das Haupt des Leibes ging, um die Beziehung zwischen Haupt und Leib \u2013 als Glied des Leibes, als Glied der Gemeinde bist du dazu berufen, deinen Mitgliedern zu dienen. Du bist von Gott berufen, du bist dazu berufen zu dienen und zu verwalten. Und du bist dazu berufen, f\u00fcr das Wohl der Gemeinde zu dienen, zur Erbauung der Gemeinde.<\/p>\n<p>In Epheser Kapitel 4 hei\u00dft es \u2013 man kann die ganzen Verse 1 bis 4 lesen, ich lese nur Vers 1 \u2013 Vers 1: \u201eIch ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn, wandelt w\u00fcrdig der Berufung.\u201c With which you are \u2013 Paulus in Fazer Brief described three \u2013 the Beruf is how she is, where she is, what she bedeutet, which implications it has. Und dann in Kapitel 4 beginnt er damit, die Gl\u00e4ubigen zu ermahnen: \u201eWandelt w\u00fcrde ich dieser Berufung!\u201c<\/p>\n<p>Und womit beginnt er dann in Kapitel 4 in den folgenden Versen? Es geht um den w\u00fcrdigen Wandel in der Gemeinde. Kapitel 4 fast vollst\u00e4ndig \u2013 und nat\u00fcrlich kann man da auch allgemeine Lebens-, Lebensanweisungen herausziehen, wie zum Beispiel, dass man nicht l\u00fcgen soll, dass man vergeben soll und all diese Dinge \u2013 aber es beginnt fast f\u00fcr Kapitel 4 vollst\u00e4ndig: Es geht erstmal um die Gemeinde. Es geht um die Einheit in der Gemeinde. Es geht darum, mit den Gaben, die dir Christus geschenkt hat, der Gemeinde zu dienen. Es geht um die Personen, die Gott der Gemeinde geschenkt hat: Hirten und Lehrer und \u2013 \u00e4hm \u2013 Apostle and Prophet, who it&#8217;s not, but Evangelisten.<\/p>\n<p>Du willst w\u00fcrdig deiner Berufung wandeln? Es geht nicht ohne die Gemeinde. Denn du bist dazu berufen, Diener der Gemeinde zu sein. Nicht nur die Berufung von Apostel Paulus, es ist nicht nur die Berufung von \u00c4ltesten, es ist nicht nur die Berufung von besonderen Gl\u00e4ubigen \u2013 du bist dazu berufen, ein Diener der Gemeinde, des Leibes Christi zu sein. Gott hat dich berufen, Glied der Gemeinde zu sein mit der Verantwortung, dem Leib zu dienen. Du wurdest von Gott dieser Gemeinde hinzugef\u00fcgt und als Verwalter eingesetzt.<\/p>\n<p>Die genaue Art der Aufgaben, die wird sich unterscheiden zwischen verschiedenen Gl\u00e4ubigen. Wie gesagt, wir haben nicht alle, wir sind nicht&#8230; keiner von uns ist Apostel. Nicht alle sind Lehrer, nicht alle sind \u00c4lteste, nicht alle sind Diakone im Sinne des Amtes. Aber jedem von euch hat Gott Ressourcen und Gaben zur Verf\u00fcgung gestellt, die zur Erbauung der Gemeinde dienen sollen. Lest euch 1. Korinther 12 durch. Der Leib ist nicht nur Fu\u00df.<\/p>\n<p>Der Leib ist nicht nur Hand. Die Hand kann auch nicht zum Fu\u00df sagen: \u201eIch brauche dich nicht\u201c, oder andersherum. Gott hat jedem nach dem Ma\u00df seiner Gnade Gaben geschenkt, Ressourcen geschenkt, die zur Erbauung der Gemeinde dienen sollen, damit wir alle gemeinsam zu Christus wachsen. Auch du bist ein Diener Christi, berufen von Gott, Diener und Verwalter zu sein \u2013 nicht \u00fcber die Gemeinde zu herrschen, sondern von Gott eingesetzt, zum Wohl der Gemeinde zu dienen.<\/p>\n<p>Wenn wir \u00fcber Verwaltung reden, m\u00f6chte ich auch ein Wort der Warnung hinzuf\u00fcgen. Lukas, Kapitel 12, 42 bis 46. Wir k\u00f6nnen kaum \u00fcber Verwalterschaft reden, ohne uns an dieses Gleichnis zu erinnern. Lukas, Kapitel 12, 42 bis 46. Ich werde nicht zu viel zu diesem Gleichnis sagen, aber lasst es uns lesen. Lukas 12, 42 bis 46.<\/p>\n<p>Der Herr aber sprach: \u201eWer ist nun der treue und kluge Verwalter?\u201c \u2013 Verwalter ist dasselbe Wort hier; im Sinne von&#8230; in Colossa war es Verwaltung, die Verwaltung, hier ist es der Verwalter, aber es ist dasselbe Wort. \u201eWer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr \u00fcber seine Dienerschaft setzen wird, um ihr die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit? Gl\u00fcckselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchen Tun finden wird. In Wahrheit ich sage euch, dass er ihn \u00fcber seine ganze Habe setzen wird. Wenn aber jener Knecht in seinen Herzen sagt: \u201aMein Herr l\u00e4sst sich Zeit mit ihm kommen\u2018, und anf\u00e4ngt, die Knechte und M\u00e4gde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht wei\u00df, und wird ihn entzwei schneiden und ihm sein Teil festsetzen bei den Ungl\u00e4ubigen.\u201c<\/p>\n<p>Wie gesagt, ich m\u00f6chte nicht zu tief in das Gleichnis eingehen. Und nat\u00fcrlich haben Gemeindeleiter wie \u00c4lteste eine besondere Verantwortung, und f\u00fcr sie, gerade f\u00fcr solche, ist so ein Gleichnis von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig ist aber jeder von uns eingesetzt als Verwalter und Diener der Gemeinde. Jeder von uns hat eine Rolle. Jeder von uns hat eine Verantwortung, der Gemeinde zu dienen. Und wenn du dieser Verantwortung nicht nachgehst, wirst du vor Gott, wirst du vor Christus Rechenschaft ablegen m\u00fcssen, wieso du dich nicht um seine Diener gek\u00fcmmert hast.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich zu diesem Gleichnis hat Paul Wascher mal eine Illustration erz\u00e4hlt \u2013 sehr \u00e4hnlich zu dem, wie ein K\u00f6nig einen Knecht einsetzt, aber da er hat statt statt die Verantwortung nicht damit verglichen, wie ein Knecht, der sich um die Mitknechte k\u00fcmmern soll, um die anderen Knechte und M\u00e4rkte, sondern einen K\u00f6nig, der, bevor er auf seine Reise geht, seine geliebte Braut diesem Knecht zur Verantwortung gibt. Ein K\u00f6nig, der auf eine lange Reise geht und dem Knecht sagt \u2013 und seine geliebte Braut, die er immer in wei\u00dfen Leinenkleidern gekleidet hat, er \u00fcbergibt sie seinem Knecht und sagt: \u201eK\u00fcmmere dich um meine Braut, bis ich wiederkomme. Hier ist ein Buch, wo beschrieben steht, wie du dich um meine Braut k\u00fcmmern sollst, bis ich wiederkomme.\u201c<\/p>\n<p>Paul Wascher redet dann davon, wie einige sogenannte Leiter oder Pastoren oder \u00c4lteste diese reine Braut genommen haben, sie wie eine Prostituierte verkleidet haben, damit sie f\u00fcr die Welt attraktiver ist. Im Sinne dieses Gleichnisses m\u00f6chte ich diese Illustration etwas abwandeln und sagen: Jedefor, du hast diese Verantwortung vom K\u00f6nig bekommen, dich um die Braut, um seine geliebte Braut zu k\u00fcmmern. Und du sagst dir: \u201eAch, das ist f\u00fcr andere. Das ist die Aufgabe von anderen. Das ist nicht meine Aufgabe. Das ist die Aufgabe nur von ein paar besonderen Christen, von \u00c4ltesten oder solchen Leuten. Ich habe damit nichts zu tun. Ich muss mich nicht um die Braut k\u00fcmmern.\u201c Was wird der K\u00f6nig mit dir machen, wenn du dich nicht um seine Braut gek\u00fcmmert hast, \u00fcber die du auch Verantwortung hast?<\/p>\n<p>Und ich m\u00f6chte es betonen: Nicht jeder ist Lehrer, nicht jeder steht hier vorne, nicht jeder ist \u00c4ltester oder Diakon vom Amt her, aber jeder ist ein Diener der Gemeinde.<\/p>\n<p>Es ist zum Beispiel dein Dienst. Gestern war es dein Dienst. Und es ist sch\u00f6n zu sehen, dass die Schwestern diesem Dienst nachgekommen sind, zum Bibelstudium der Schwestern zu kommen, gemeinsam zu lernen, sich auf dieses Studium vorzubereiten, sich w\u00e4hrend dieses Studiums gegenseitig zu ermutigen, sich gegenseitig zu ermahnen, sich gegenseitig zurechtzuweisen, wenn es denn n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Es ist der Dienst der Br\u00fcder, zum Gebet am Mittwoch zu kommen, sich die Anliegen auszutauschen, f\u00fcreinander zu beten. Es ist Dienst, zum Gottesdienst zu kommen. Vorbereitet auf den Gottesdienst zu kommen, vorbereitet mit Gebet und Anliegen f\u00fcr diesen Gottesdienst. Es ist Dienst mitzusingen, der Predigt zu folgen, na, im Anschluss des Gottesdienstes Gemeinschaft zu haben und in dieser Gemeinschaft sich auszutauschen. Es ist Dienst, Essen mitzunehmen, mit anzupacken, wenn es hier um Dinge, wenn es hier um der Gemeinde ist. Es ist Dienst, die Gemeinde finanziell zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Es ist nicht nur Dienst zu predigen, es ist nicht nur Dienst, hier vorne zu stehen. Jedem von euch hat Gott einen Bereich des Dienstes in dieser Gemeinde gegeben. Jedem von euch hat Christus Gaben gegeben, die du nicht egoistisch f\u00fcr dich selbst behalten sollst, sondern der Gemeinde und zu ihrer Erbauung einsetzen sollst. Jeder Gl\u00e4ubige ist ein Diener der Gemeinde. Von Gott berufen, Diener und Verwalter zu sein zum Wohl der Gemeinde.<\/p>\n<p>Lass uns noch den Zweck der Berufung anschauen. Den Zweck der Berufung. Was ist die Aufgabe dieses Dieners? Was ist die Aufgabe dieses Verwalters? Wozu wurde er berufen, Diener der Gemeinde zu sein? Vers 25, das Ende hei\u00dft: \u201eUm das Wort Gottes zu vollenden.\u201c Um das Wort Gottes zu verlenden. Wir haben den Ursprung, wir haben die Berufung gesehen. Wir haben die Art der Berufung gesehen und die Beg\u00fcnstigten der Berufung gesehen. Nun sehen wir den Zweck der Berufung des Paulus. Das beginnt hier und geht bis Vers 27.<\/p>\n<p>Das Wort Gottes zu vollenden, zu erf\u00fcllen, ist die Berufung des Dieners. Paulus sagt hier, um das Wort Gottes zu vollenden. Wenn wir hier lesen: \u201eUm das Wort Gottes zu vollenden\u201c, das klingt erst mal komisch. Also es geht hier nicht darum, dass Paulus den Kanon der Schrift irgendwie fertigstellt oder \u00e4hnliche Dinge, sondern es geht hier darum, die Predigt des Evangeliums, mit dem Paulus beauftragt ist, die Verbreitung des Geheimnisses, das er in den Versen 26 bis 27 beschreibt, und die Lehre des ganzen Ratschlusses, diese Verwaltung, die Gott ihm gegeben hat, zu vollenden. Darum geht es, wenn er sagt: \u201eUm das Wort Gottes zu verlenden.\u201c<\/p>\n<p>Eine sehr \u00e4hnliche sprachliche Konstruktion beschreibt, \u00e4hm, sagt Paulus in R\u00f6mer Kapitel 15, Vers 19. R\u00f6mer Kapitel 15, Vers 19, dort hei\u00dft es: \u201eIn der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumer bis nach Illyrien das Evangelium des Christus v\u00f6llig verk\u00fcndigt habe.\u201c Es geht um das v\u00f6llige Verk\u00fcndigen des Wortes Gottes, das v\u00f6llige, vollkommene Verk\u00fcndigen des Evangeliums.<\/p>\n<p>Paulus in den Versen vorher und nachher beschreibt, dass er eben in die Gegenden und St\u00e4dte gehen m\u00f6chte, in denen das Evangelium noch nicht erreicht worden ist, in denen noch niemand gegangen ist. In diesem Zusammenhang readed er von diesem Vollenden, diesem v\u00f6llig verk\u00fcndigen. Und redet dort, Apostelgeschichte Kapitel 20, ab Vers 20. Apostelgeschichte Kapitel 20, ab Vers 20.<\/p>\n<p>Dort sagt er in Vers 20: \u201eWie ich nichts zur\u00fcckgehalten habe von dem, was n\u00fctzlich ist, dass ich es euch nicht verk\u00fcndigt und euch gelehrt h\u00e4tte. \u00d6ffentlich und in den H\u00e4usern.\u201c Vers 24: \u201eAber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.\u201c Seht ihr, wie sich der Kreis schlie\u00dft? Der Berufung war es, Zeuge zu sein, von Gott verordneter Zeuge zu sein. Und hier sagt er: \u201eIch will meinen Lauf vollende und diesen Dienst, den ich empfangen habe, beenden, n\u00e4mlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.\u201c<\/p>\n<p>Und dann Vers 27: \u201eDenn ich habe nicht zur\u00fcckgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verk\u00fcndigen.\u201c Das meint Paulus, wenn er sagt: \u201eUm das Wort Gottes zu vollenden.\u201c Er redet davon, was er v\u00f6llig verk\u00fcndigen m\u00f6chte. Er redet von diesem Dienst, von dieser Verantwortung, die er hat: das Evangelium \u00fcberall zu verk\u00fcndigen, den Ratschluss Gottes der Gemeinde zu verk\u00fcndigen, sie zu belehren. Und die Verbreitung des Geheimnisses \u2013 that&#8217;s what Paulus in Vers 26 bis 27 beschreibt. Paulus in 26, 27 definiert: Was meint er hier genau, wenn er davon redet, das Wort Gottes zu ver\u00e4ndern? Was ist das konkrete Wort Gottes, was er verk\u00fcndigen m\u00f6chte, was er vollst\u00e4ndig verbreiten m\u00f6chte?<\/p>\n<p>Vers 26, 27, dort hei\u00dft es: \u201eDas Geheimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist.\u201c Das Wort Gottes, das Paulus also vollst\u00e4ndig verk\u00fcndigen m\u00f6chte, ist das Geheimnis. Er redet von der Verbreitung des Geheimnisses.<\/p>\n<p>Und ein Geheimnis aus biblischer Sicht ist nichts Mystisches oder verborgenes Wissen, das durch bestimmte Bem\u00fchungen des Menschen, Askese oder sonst etwas oder besondere Geistlichkeit enth\u00fcllt werden kann. Das ist nicht ein Geheimnis im biblischen Sinne. Ein Geheimnis im biblischen Sinne ist genau das, was Paulus hier beschreibt, n\u00e4mlich Wissen, das verborgen war, aber dann offenbart worden ist. Das ist ja genau das, was Paulus hier sagt: \u201e&#8230; das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist.\u201c<\/p>\n<p>Also in 5. Mose, Kapitel 29, Vers 28 hei\u00dft es \u2013 5. Mose 29, 28: \u201eDas Verborgene steht bei dem Herrn, unserem Gott. Aber das Offenbare gilt uns und unseren Kindern f\u00fcr ewig, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.\u201c Also 5. Mose 28, 29 sagt: Das Verborgene steht bei Gott, das Offenbare ist uns gegeben.<\/p>\n<p>Wenn es also um ein Geheimnis geht, geht es darum, geht es um Wissen, dass Gott verborgen h\u00e4lt und so f\u00fcr den Menschen mit eigenem Bem\u00fchen unzug\u00e4nglich ist. Ein Geheimnis ist Wissen, das Gott verborgen h\u00e4lt, was er den Menschen noch nicht offenbart hat. Und wenn Gott es nicht offenbaren w\u00fcrde, w\u00e4re dieses Wissen f\u00fcr den Menschen unzug\u00e4nglich. Nur wenn Gott sich entscheidet, dieses verborgene Wissen zu offenbaren, wird es dem Menschen zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Das Geheimnis, wie Paulus in Vers 26 sagt, war verborgen und ist nun offenbart worden. Es war verborgen vor seiner Zeit. Vor der Zeit der neutestamentlichen Apostel und Propheten war dieses Geheimnis verborgen. Jetzt in der neutestamentlichen Zeit, jetzt in der Zeit der neutestamentlichen Apostel und Propheten, ist es nun den Heiligen offenbart worden \u2013 durch die Apostel und Propheten nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>Denn genau das haben wir vorhin in Epheser, Kapitel 3 gelesen. Epheser, Kapitel 3, dort hie\u00df es: \u201eDenn mir ist durch Offenbarung, also das Geheimnis to erkennen gegeben worden\u201c \u2013 es musste offenbart werden \u2013 \u201edas in anderen Geschlechtern den S\u00f6hnen der Menschen nicht zu erkennen gegeben wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden ist.\u201c Ein Geheimnis, das Geheimnis ist also etwas, Wissen Gottes, das verborgen war f\u00fcr eine bestimmte Zeit, nun aber offenbart worden ist.<\/p>\n<p>Und wir haben in der Bibel, vor allem im Neuen Testament, einige Beispiele f\u00fcr diese offenbar Geheimnisse. Zum Beispiel das Geheimnis der Verstockung Israels und die Wiederannahme Israels nach der Folzer Nationen ist ein Geheimnis. R\u00f6mer, Kapitel 11 redet davon. Das Geheimnis der Entr\u00fcckung, davon redet das Neue Testament, davon wird in 1. Korinther, Kapitel 15 geredet. Wir haben also mehrere dieser Geheimnisse. Im Thessalonicherbrief wird vom Geheimnis der&#8230; wird vom Geheimnis geredet, das beschreibt das Geheimnis des Antichristen. Christus wird beschrieben als das Geheimnis der Gottseligkeit \u2013 vor allem Christus im Fleisch auf dem Bart.<\/p>\n<p>Was ist das Geheimnis? Im Epheser 3 haben wir vorhin gelesen: Das Geheimnis ist, dass Heiden und Juden Anteil am gleichen Leib und Mitteilhaber der Verhei\u00dfungen in Christus sind.<\/p>\n<p>Was ist das Geheimnis, von dem Paulus hier redet? Vers 27: \u201eIhnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.\u201c Ihnen wollte Gott zu erkennen geben. Ihnen \u2013 wer sind die \u201eihnen\u201c? Die Heiligen. Aus Vers 26: Den Heiligen wollte Gott zu erkennen geben. Und hier sehen wir wieder: Es ist abh\u00e4ngig vom Willen Gottes, den Heiligen Erkenntnis zu schenken. Es ist Gottes Gnade, dass er \u00fcberhaupt uns offenbaren will, dass er uns zu erkennen geben will. Es ist Gottes Gnade, uns nicht im Dunkeln zu lassen, sondern in unserer Unwissenheit uns sein Licht der Erkenntnis zu schenken. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben. Liebe Geschwister, wir haben nur Erkenntnis, weil Gott wollte.<\/p>\n<p>Ihnen wollte Gott zu erkennen geben \u2013 was wollte er ihnen erkennen geben? Was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Die Bezeichnung \u201eReichtum der Herrlichkeit\u201c wird oft von Paulus verwendet, und es geht um Gottes Herrlichkeit, und es geht um den Reichtum seiner Herrlichkeit in ihrer unermesslichen Gr\u00f6\u00dfe. Es ist der Reichtum \u2013 steht nat\u00fcrlich f\u00fcr Wohlstand, f\u00fcr den unendlichen Wohlstand oder die unendliche Gr\u00f6\u00dfe, das unendliche Ma\u00df der Herrlichkeit Gottes. Die Heiligen m\u00f6gen also die F\u00fclle der Herrlichkeit Gottes erkennen bez\u00fcglich dieses Geheimnisses. Die Heiligen sollen staunen \u00fcber diesen gro\u00dfartig herrlichen Gott wegen dieses Geheimnisses.<\/p>\n<p>Und dieses Geheimnis bezieht sich konkret auf die Nationen: was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Das ist der Aspekt, der zuvor verborgen war. Aus alttestamentlicher Perspektive war es f\u00fcr einen Heiden nicht m\u00f6glich, auf gleiche Weise an God, am Heil und Segen und an den Verhei\u00dfungen teilzuhaben wie ein Judah, wie jemand aus dem Volk Israel. Anteil an Gott, an Heil und an diesen Dingen haben.<\/p>\n<p>Das Alte Testament verhie\u00df Erl\u00f6sung f\u00fcr die Nationen, aber diese Erl\u00f6sung kam nur durch Israel als der Kanal, durch den die Nationen diese Erl\u00f6sung empfangen. Israel sollte der sollte Gottes Volk auf Erden sein, und durch dieses Volk sollten die Nationen gesegnet werden oder durch das Volk Israel die Nationen Erl\u00f6sung empfangen.<\/p>\n<p>Und das ist etwas, was wir manchmal vergessen: wie fern die Nationen und auch wir als Heiden waren. Epheser Kapitel 2 beschreibt es. Epheser Kapitel 2, 11 und 12. Effaserbrief, Kapitel zwei, elf und zw\u00f6lf. Epheser 2, 11 und 12: \u201eDeshalb denkt daran, dass ihr einst aus den Nationen dem Fleisch nach Unbeschnittene genannt von der sogenannten Beschneidung, die mit Fleisch, die mit Fleisch, die im Fleisch mit H\u00e4nden geschieht, zu jener Zeit ohne Christus wart. Ausgeschlossen vom B\u00fcrgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der B\u00fcndnisse der Verhei\u00dfung. Und ihr hattet keine Hoffnung und ward ohne Gott in der Welt.\u201c Das war der Zustand der Nationen vor dem Neuen Testament. Das war der Zustand der Nationen vor diesem Geheimnis, das offenbart worden ist.<\/p>\n<p>Nun aber wurde offenbart, dass die Nationen in diesem Zeitalter den gleichen Zugang und den gleichen Anteil an Christus und dem Heil haben wie die Nationen. Ohne Unterschiede und ohne Umwege. Wir sind Glieder, Juden und Heiden, an einem Leib ohne Unterschied. Das haben wir vorhin in der F\u00e4sser gelesen: \u201eDenn Nationen sollen n\u00e4mlich Miterben und Mitglieder am gleichen Leib sein und Mitteiler aber der Verhei\u00dfung in Christus Jesus durch das Evangelium.\u201c Das ist das Geheimnis unter den Nationen, das Besondere unter den Nationen, dass sie nun eben hinzugefolgt worden sind, diese Trennwand hinuntergerissen worden ist durch Christus.<\/p>\n<p>Und was ist jetzt das Geheimnis? Was ist das Geheimnis? Das ist das Ende von Vers 27: \u201eUnd das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben gesehen: Es gibt verschiedene Geheimnisse im Neuen Testament, aber das sch\u00f6nste und das gr\u00f6\u00dfte Geheimnis ist Christus selbst. In 1. Timotheus wird er beschrieben als das Geheimnis der Gottseligkeit, und es geht um Christus selbst. Er ist das Geheimnis der Gottseligkeit. Und auch hier: Was ist das Geheimnis, beziehungsweise wer ist das Geheimnis? Jesus Christus. Und zwar: Christus in euch. In Kolosser Kapitel 2, also nur ein paar Verse sp\u00e4ter, sagt Paulus zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes: Das ist Christus.<\/p>\n<p>Christus ist das Geheimnis Gottes. Christus ist das Geheimnis, und zwar genau, konkret: Christus in euch. In den Gl\u00e4ubigen, in den Heiligen, insbesondere eben in den Nationen. Denn ihr m\u00fcsst euch vorstellen: Gott wohnte bisher nicht unter den Nationen. Gott wohnte nur unter seinem Volk, dem Volk Israel. Und nicht nur das: Gott wohnte nicht mal im Volk Israel, sondern \u2013 wohnte Gott in einzelnen Menschen? Das war nicht die Vorstellung des Alten Testaments. Gott wohnte unter dem Volk, aber nicht in einzelnen Menschen. Schon gar nicht in Heiden. Aber das nun geoffenbarte Geheimnis ist genau das: Christus in euch. Christus wohnt in euch. Es beschreibt die innige Einheit des Gl\u00e4ubigen mit Jesus. Ihr seid eins gemacht.<\/p>\n<p>Denn meistens \u2013 und dieser Begriff ist uns eigentlich viel g\u00e4ngiger, weil er viel \u00f6fter im Neuen Testament vorkommt: Wir in Christus. \u201eIn Christus\u201c, \u201ein Christus\u201c \u2013 das ist die am meisten verwendete Beschreibung f\u00fcr unsere Einheit mit Christus, vor allem in den Briefen des Paulus. Aber hier betont Paulus: Christus in uns. Christus in uns. Nicht wir in ihm, er in uns. Und vor allem: Wieso ist das hier so wichtig? Wieso betont dieser&#8230;? Wieso betont das Paulus hier so herum? Was ist das Geheimnis hier, Christus in uns? Wer ist dieser Christus? Wir sagen: \u201eChristus in euch\u201c, dort steht: \u201eChristus in euch\u201c. Wie wurde dieser Christus denn eben von Paulus beschrieben? Verse 15 bis 23.<\/p>\n<p>Er, der das unsichtbare Bild des Gottes ist. Er, der der Erstgeborene aller Sch\u00f6pfung ist. Er, der Vorrang hat \u00fcber alle Sch\u00f6pfung; er ist Sch\u00f6pfer und Erhalter des gesamten Kosmos. Er, der das Haupt der Gemeinde ist; er, der der Erstgeborene aus den Toten ist; er, der die F\u00fclle Gottheit im Menschen ist, der die F\u00fclle Gottes besitzt. Er, der der Wiederhersteller der verfluchten Sch\u00f6pfung ist. Er, der der Vers\u00f6hner von S\u00fcndern ist. Dieser Christus in euch! Ist ihr bewusst, was hier Paulus sagt? Christus in euch? Es sind nur so wenige Worte, aber seht ihr, was f\u00fcr eine Realit\u00e4t hier beschrieben wird? Dieser erhabene Christus, dieser vorrangige Christus \u2013 in dir! In dir!<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Juden aus alttestamentlicher Perspektive: Gott wohnt nicht in einem Menschen. Gott wohnte vielleicht unter seinem Volk, im Zelt ist seine Gegenwart. Aber in einer einzelnen Person, in mir? Und dann, wenn du einem Juden aus dem Alten Testament sagen w\u00fcrdest: \u201eAuch genauso wie in dir, auch in einem Heiden\u201c \u2013 das sprengt seinen Rahmen, das sprengt sein Verst\u00e4ndnis. Das ist das Geheimnis. Es war verborgen, es ist offenbar: Christus in euch.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Privileg! Was f\u00fcr eine m\u00e4chtige Realit\u00e4t: Der Sch\u00f6pfer und der Halter aller Geschaffenen, der sichtbaren und unsichtbaren Welt, der Vorrangige, der Erhabene, der Gottmensch, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit wohnt, der mit seinem Opfer die verfluchte Sch\u00f6pfung und den S\u00fcnder mit Gott vers\u00f6hnt \u2013 dieser Christus in uns. In S\u00fcndern und sogar s\u00fcndigen Heiden, wie wir es sind. Und Paulus sagt: \u201eChristus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.\u201c Dass Jesus Christus in euch ist, ist das, was in uns die Hoffnung verankert, die Hoffnung auf Herrlichkeit verankert. Die Herrlichkeit, die auf uns wartet. In Vers 23 wurde&#8230; 22 wurde davon beschrieben. Was war das Ziel unserer Vers\u00f6hnung? \u201eUm euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen.\u201c Auf diese Herrlichkeit hin, auf diese zuk\u00fcnftige Verhei\u00dfung hin.<\/p>\n<p>Diese Hoffnung ist verankert; denn wenn Christus in euch ist, wenn dieser Christus, der in 15 bis 23 beschrieben wurde, in euch ist \u2013 wer kann euch die Hoffnung rauben auf diese Herrlichkeit, die auf euch wartet? Eines Tages unstr\u00e4flich und ohne S\u00fcnde vor diesem Gott zu stehen: Es gibt keine gr\u00f6\u00dfere Sicherheit f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Herrlichkeit. Was f\u00fcr eine w\u00fcrdige Botschaft!<\/p>\n<p>Was ist also der Zweck der Berufung? Der Diener Gottes, der Diener der Gemeinde, ist dazu berufen, diese Botschaft zu vollenden, das hei\u00dft, sie zu verk\u00fcndigen und zu verbreiten. Das ist der Zweck seiner Berufung. Er dient der Gemeinde, indem er Zeuge und Verk\u00fcnder dieses herrlichen Geheimnisses ist: Christus in gerechtfertigten S\u00fcndern und sogar in denen aus den Nationen.<\/p>\n<p>Lasst uns zum Schluss kommen. Paulus beschreibt also weiter seinen Dienst. Er hat als Diener der Gemeinde \u2013 wir haben letzte Woche gesehen \u2013 freut er sich nicht nur in seinem Leiden, sondern ist ein von Gott berufener Diener und Verwalter, der das Geheimnis Gottes von Christus in den Erl\u00f6sten, insbesondere den Nationen, verbreitet. Paulus dient sich nicht selbst, sondern der Gemeinde. Diese Aufgabe hat er von Gott empfangen. Er ist lediglich ein Diener und ein Verwalter, der vom Hausherrn eingesetzt wurde. Seine Aufgabe ist es, den Nationen das Geheimnis des innewohnenden Christus zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir heute daraus lernen? Erstens: Erf\u00fclle als von Gott eingesetzter Diener, Diener der Gemeinde und Verwalter deinen Dienst an der Gemeinde. Erf\u00fclle als von Gott eingesetzter Diener der Gemeinde und Verwalter deinen Dienst an der Gemeinde. Wir haben vorhin schon dar\u00fcber geredet, deswegen m\u00f6chte ich nicht noch mal l\u00e4nger dar\u00fcber reden. Wir haben vergangene Woche bereits gesehen: Ein Diener des Leibes Christi freut sich in den Leiden um Christi und seines Leibes willen. Heute haben wir gesehen: Jeder von euch ist berufen, ein Diener zu sein. Nicht jeder ist Apostel, nicht jeder ist Lehrer, nicht jeder ist \u00c4ltester, aber jeder von uns und jeder von euch hat seine Verantwortung, seinen Platz, seine Rolle in dieser Gemeinde.<\/p>\n<p>Denn die Grundlage f\u00fcr das fr\u00f6hliche Leiden, f\u00fcr das opferbereite Leiden f\u00fcr die Gemeinde ist die Berufung, die von Gott kommt, f\u00fcr die du Rechenschaft ablegen musst. Du kannst Christus nicht dienen, wenn du nicht der Gemeinde dienst. Und dieser Dienst ist nicht nur Predigen und hier vorne stehen; dieser Dienst ist \u2013 beginnt mit der Teilnahme, mit dem Kommen. Du dienst in der Gemeinschaft durch das Erkundigen. Du dienst mit dem Beten f\u00fcr die Gemeinde. Du dienst, wenn du gemeinsam mit deinen Geschwistern die Bibel studierst, wenn du gemeinsam mit ihnen betest. Du dienst, wenn du ihnen zum Beispiel mit Speise dienst. Du dienst der Gemeinde, indem du sie finanziell unterst\u00fctzt. Du dienst der Gemeinde, indem du dich \u00fcber die Sorgen und N\u00f6te deiner Geschwister austauschst und f\u00fcr sie betest, ihnen Rat gibst, sie ermutigst, wenn sie Ermutigung brauchen, sie tr\u00f6sten, wenn sie es brauchen, sie ermahnst und zurechtweist, wenn sie es brauchen.<\/p>\n<p>Erstens also: Erf\u00fclle als von Gott eingesetzter Diener der Gemeinde und Verwalter deinen Dienst an der Gemeinde. Vollende, wie Paulus es sagt, das Wort Gottes. Vollende deinen Lauf und deinen Dienst, den du von Gott empfangen hast.<\/p>\n<p>Zweitens: Staune \u00fcber das Geheimnis des in dir wohnenden Christus. Staune \u00fcber das Geheimnis des in dir wohnenden Christus. Liebe Geschwister, dieses wunderbare Geheimnis darf uns nicht kalt lassen. Nur weil es wenige Worte sind \u2013 \u201eChristus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit\u201c \u2013 d\u00fcrfen wir nicht dr\u00fcber weg hinweglesen. Schau auf diesen Christus, wie er in den Versen 15 bis 23 beschrieben wird. Denke an deinen s\u00fcndigen Zustand, den du hattest. Zum Beispiel in Vers 21: \u201eEuch, die einst entfremdet und Feinde wart und auch nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken.\u201c Insbesondere als Heide \u2013 wir haben Epheser gelesen \u2013 wie fern du doch warst von allem Guten, was von Gott ausging.<\/p>\n<p>Wer bist du, dass dieser erhabene und w\u00fcrdige Christus in dir wohnt? Wie reichlich ist die Herrlichkeit Gottes darin offenbart, dass dieser Christus in dir wohnt? Was f\u00fcr ein gro\u00dfartiges Werk hat Christus am Kreuz vollbracht, dass das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist! Diese Vers\u00f6hnung \u2013 sie hat dich von einem Feind zu einem Freund gemacht, zu einem Kind Gottes und zu einem Tempel Gottes gemacht, so dass Christus in dir ist. Du bist so mit Christus eins gemacht. Wie sehr darfst du in dieser Realit\u00e4t ruhen, dass Christus in dir ist? Wenn Christus in dir ist \u2013 diese Hoffnung der Herrlichkeit \u2013, niemand kann dir das rauben.<\/p>\n<p>Wie viel vorz\u00fcglicher ist dieser erhabene Jesus in mir als alles, was mir die Welt, meine S\u00fcnden und meine Begierden versprechen? Jede verg\u00e4ngliche Freude, die mir die Welt und mein eigenes Fleisch vorgaukelt. Wie viel gr\u00f6\u00dfer, wie viel w\u00fcrdiger ist die Realit\u00e4t von Christus in mir, diesem erhabenen Christus in mir. F\u00fchre es dir vor Augen in Momenten der Versuchung. Staune \u00fcber diesen Christus in dir in Momenten der Anfechtung. Denn du bist eins gemacht mit diesem Christus: du in ihm und er in dir.<\/p>\n<p>Drittens: Verk\u00fcnde das Geheimnis des innewohnenden Christus. Das war der Zweck der Berufung: um das Wort Gottes zu vollenden, das Geheimnis zu verk\u00fcndigen. Verk\u00fcnde das Geheimnis des innerwohnenden Christus. Vollende das Wort Gottes, wie Paulus es sagt, indem du diese unglaubliche Botschaft verk\u00fcndest. Sei ein treuer Zeuge, wie auch Paulus es war. Verk\u00fcnde die Erhabenheit dieses Christus. Sei ein Zeuge f\u00fcr die S\u00fcndefichtigkeit des Menschen, aber auch das Vers\u00f6hnungswerk Jesu Christi am Kreuz und die Einheit des Gl\u00e4ubigen mit Christus. Diene der Gemeinde, indem du deinen Geschwistern diesen Jesus zeigst und sie erinnerst, dass dieser Jesus in ihnen ist \u2013 die Hoffnung der Herrlichkeit.<\/p>\n<p>Ermutige deine Geschwister, indem du ihnen zeigst, dass dieser Christus unzertr\u00e4nglich mit ihnen verbunden ist, einst gemacht worden ist. Erinnere sie an die Ferne, in der sie als S\u00fcnder und Heiden waren, und wie Jesus sie nahegebracht hat durch das Blut seines Kreuzes. Tr\u00f6ste den angefochtenen Gl\u00e4ubigen damit, dass der Sch\u00f6pfer und Erhalter des Universums, der Erstgeborene aus den Toten, der Tod, Teufel und S\u00fcnde besiegt hat, in ihm ist. Was f\u00fcr einen Trost kannst du deinem Bruder, deiner Schwester mit dieser Wahrheit geben? Reize ihn, reize deinen Bruder, reize deine Schwester zur Heiligung und zum Dienst f\u00fcr die Gemeinde. Motiviere ihn, diesem innewohnenden Christus w\u00fcrdig zu wandeln.<\/p>\n<p>Und wenn du nicht an diesen Jesus glaubst, wenn er nicht in dir wohnt, dann hast du keine Hoffnung. Dann bist du noch in deinen S\u00fcnden und fern von Gott, ein Feind Gottes. Und so bitte ich dich und rufe ich dich auf: Lass dich vers\u00f6hnen mit Gott durch Christus. Kehre um von deinen S\u00fcnden. Kehre um von einem Leben, das du nach deinen eigenen Vorstellungen gelebt hast, in Feindschaft mit Gott. Kehre um davon und kehre zu Gott. Glaube an Christus. Glaube daran, dass er am Kreuz f\u00fcr deine S\u00fcnden bezahlt hat und von Gottes Zorn auf sich genommen hat an deiner Stelle. Wer an Jesus Christus glaubt, wird ewiges Leben empfangen. Und auch Christus wird auch in dir wohnen. Wenn du an ihn glaubst, m\u00f6ge ihm alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns berufen hast, Diener der Gemeinde zu sein. W\u00e4re es nicht dein Wille gewesen und w\u00e4re es nicht deine Gnade gewesen, w\u00fcrden wir immer noch im Dunkeln tappen, in der Finsternis unserer S\u00fcnde und in der Ferne, in der wir uns auch als Heiden befanden. Aber du hast dein Licht gesendet, das Licht der Offenbarung. Du hast ein Geheimnis geoffenbart, n\u00e4mlich dass auch wir Anteil haben d\u00fcrfen an Christus, dass auch wir Glieder sein d\u00fcrfen an seinem Leib und dass dieser Christus in uns ist \u2013 in den Erl\u00f6sten. Gott, wir danken dir daf\u00fcr. Wir beten dich f\u00fcr dieses Geheimnis an. Wir staunen \u00fcber den Reichtum deiner Herrlichkeit bez\u00fcglich dieses Geheimnisses. Ich bitte dich darum.<\/p>\n<p>Lass uns treue Verwalter und Diener der Gemeinde sein. Du hast uns dazu berufen. Du hast uns dazu eingesetzt. Bewahre jeden vor Hochmut. Wir sind keine P\u00e4pste, wir sind keine Herrscher, wir sind Diener. Wir sind Verwalter, von dir, dem Hausherrn, eingesetzt.<\/p>\n<p>Lehre uns Demut und lehre uns die Hingabe und die Opferbereitschaft eines Dieners \u2013 so wie wir sie in Christus gesehen haben, so wie wir sie in dem Vorbild des Apostel Paulus sehen. Lass uns opferbereit der Gemeinde dienen, in dem Rahmen, den du uns verordnet hast: mit den Gaben, die du uns geschenkt hast, mit der Zeit, mit den Ressourcen, mit den Talenten, die du uns geschenkt hast.<\/p>\n<p>Lass uns der Gemeinde dienen in Treue und lass uns dieses Geheimnis des innerwohnenden Christus verbreiten und verk\u00fcndigen. Sei es unseren Geschwistern in der Gemeinde, sei es den Ungl\u00e4ubigen in unserem Umfeld \u2013 lass uns auch ihnen das Geheimnis des Christus verk\u00fcndigen, sodass sie zur Erkenntnis der Wahrheit und zum Glauben an Christus kommen. Wir bitten dich um all dies im Namen Jesu Christi. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, m\u00f6ge ihm alle Ehre zuteil werden. Schlagen wir auf Kolosser, Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 24 bis 29. Kolossa-Brief, Kapitel eins, die Verse vierundzwanzig bis neunundzwanzig. 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