{"id":2400,"date":"2026-04-12T15:14:46","date_gmt":"2026-04-12T13:14:46","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2400"},"modified":"2026-04-27T22:44:22","modified_gmt":"2026-04-27T20:44:22","slug":"paulus-diener-des-leibes-christi-teil-4","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/paulus-diener-des-leibes-christi-teil-4\/","title":{"rendered":"Paulus Diener des Leibes Christi. Teil 4"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge dem Namen unseres Herrn, m\u00f6ge dem Namen Jesu Christi alle Ehre zuteil werden. Schlagen wir auf den Kolossabrief, Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 24 bis 29. Kolossabrief, Kapitel 1, die Verse vierundzwanzig bis neunundzwanzig:<\/p>\n<p>\u201eJetzt freue ich mich in den Leiden f\u00fcr euch und erg\u00e4nze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedr\u00e4ngnissen des Christus f\u00fcr seinen Leib. Das ist die Gemeinde. Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden. Das Geheimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Ihn verk\u00fcndigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen, worum ich mich auch bem\u00fche und k\u00e4mpfend ringe, gem\u00e4\u00df seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt, in Kraft.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir f\u00fcr diesen wundersch\u00f6nen Tag. F\u00fcr diesen Tag, an dem wir uns erinnern d\u00fcrfen, in besonderer Weise an den Triumph deines Sohnes \u00fcber S\u00fcnde, Tod und Teufel. An diesem Tag, wo der gro\u00dfe Feind besiegt worden ist und du mit \u00fcbernat\u00fcrlicher und immens unermesslich gro\u00dfer Kraft deinen Sohn aus den Toten auferweckt hast. Er, der untadelig war, vollkommen, makellos und ohne Fehler, der aber sein Leben in Gehorsam zu dir gab anstelle von S\u00fcndern, um f\u00fcr die S\u00fchnung zu vollbringen, die du ihm gegeben hast.<\/p>\n<p>Vater, ich danke dir f\u00fcr diesen Tag. Ich danke dir f\u00fcr das, was vor 2000 Jahren geschehen ist: den Triumph, an dem wir Anteil bekommen haben durch den Glauben an deinen Sohn. Seine Gerechtigkeit ist es, mit der wir gekleidet sind. Sein Triumph ist es, den wir heute feiern d\u00fcrfen. Sein Leben ist es, das uns neues Leben schenkt. Ich danke dir daf\u00fcr, Vater, und bete dich an.<\/p>\n<p>Und bitte dich darum, dass wir als Diener des Leibes Christi, als Diener der Braut deines Sohnes, des Auferstandenen, des Erstgeborenen aus den Toten, diesen Christus verk\u00fcndigen m\u00f6gen. Als Diener und Verwalter hast du uns berufen. Und unsere Botschaft ist keine andere und keine geringere als dieser Christus selbst. Segne diese Zeit der Verk\u00fcndigung. Verherrliche dich, indem du dein Wort reden l\u00e4sst, so dass die Gemeinde erbaut wird und dein Name verherrlicht wird. M\u00f6gen wir durch diesen Text lernen, was es bedeutet, ein Diener der Gemeinde zu sein; was es bedeutet, diesen erhabenen und auferstandenen Christus zu verk\u00fcndigen, mit aller M\u00fche, mit aller Aufopferung und gekr\u00e4ftigt von dir.<\/p>\n<p>Segne diese Stunde. Segne die Geschwister, dass sie achtsam sein m\u00f6gen und Geh\u00f6r schenken m\u00f6gen der Verk\u00fcndigung deines Wortes, der Verk\u00fcndigung Christi. Wirke durch dein Wort, sodass dein Heiliger Geist dein Wort verwenden m\u00f6ge, um die Herzen der Geschwister zu erbauen, sie zu tr\u00f6sten, sie zu ermahnen, sie zu belehren und zurechtzuweisen, so dass wir, ein jeder von uns, tagt\u00e4glich dem Bilde deines Sohnes, dem Vollkommenen, \u00e4hnlicher werden m\u00f6gen. Dir m\u00f6ge alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>\n<p>Setzt euch gerne. Was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Tag! Wie es mein Vater zu Beginn schon gesagt hat: Der Triumph Christi ist unser Triumph. Das leere Grab ist das, was uns Gewissheit schenkt. Und was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Tag, dass wir 2000 Jahre sp\u00e4ter auf das zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, was Christus f\u00fcr uns errungen hat.<\/p>\n<p>Wenn wir dar\u00fcber nachsinnen und wenn wir dar\u00fcber nachdenken, dass Christus auferstanden ist, erinnern wir uns nat\u00fcrlich dem, was seiner Auferstehung vorangegangen ist, n\u00e4mlich sein Tod, den wir laut dem Feiertag am Karfreitag gedenken. Dass Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gegei\u00dfelt, geschm\u00e4ht, bespuckt und verspottet, an ein Kreuz genagelt wurde, wo er um Luft ring. Gepeinigt mit all den k\u00f6rperlichen Leiden, die eine Kreuzigung einherbringt. Verdurstet.<\/p>\n<p>Mit einer Dornenkrone auf dem Haupt und dem Spott dieser Welt ausgesetzt starb Jesus Christus an diesem Kreuz. Wir reden oft davon, dass dieses Kreuz ein Ausdruck und ein Bild der Liebe Gottes ist, und das ist sie. Aber bevor wir \u00fcber diese Liebe nachdenken k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir verstehen, dass das Kreuz auch ein Bild daf\u00fcr ist, wie sehr Gott S\u00fcnde hasst. Unser Gott ist ein heiliger Gott, ein gerechter Gott, ein vollkommener und reiner Gott, und er hasst S\u00fcnde abgrundtief. Wir verstehen nicht genug, wie sehr Gott S\u00fcnde hasst. Wenn wir verstehen wollen, wie sehr Gott S\u00fcnde hasst, dann m\u00fcssen wir auf das Kreuz von Golgatha sehen. Das blutige Opfer, wo Jesus Christus hing, weil Gott S\u00fcnde hat.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6gen S\u00fcnden nicht so ernst nehmen. Eine kleine wei\u00dfe L\u00fcge. Eine Halbwahrheit. Eine. Wir stehlen, aber es sind kleine Dinge, deswegen sind sie nicht so schlimm. Wir verunehren den Namen Gottes und missbrauchen ihn, als w\u00e4re der Name Gottes ein Schimpfwort. Wir machen uns Bilder von Gott in unserem Herzen und in unserem Verstand, ohne den wahren Gott, anstatt den wahren Gott anzubeten. Wir begehren Dinge in unserem Herzen, die nicht uns geh\u00f6ren, sondern unserem N\u00e4chsten. Wir begehren unrein und begehen Ehebruch in unseren Herzen und sind Unz\u00fcchtige in unseren Herzen. Wir verunehren unsere Eltern. All das, wenn wir auf das Gesetz Gottes blicken, sind Dinge, die Gott hasst. Er hasst S\u00fcnde. Sogar die S\u00fcnde, die wir vielleicht als klein empfinden m\u00f6gen, ist genug, damit Gott dich und mich auf ewig in die H\u00f6lle verdammt.<\/p>\n<p>Ewige Pein und Qual in der H\u00f6lle. Du denkst: \u201eDiese Strafe ist zu hart, das ist unfair.\u201c Es zeigt, wie sehr Gott S\u00fcnde hat. Und an diesem Kreuz von Golgatha hat Jesus Christus diesen Zorn Gottes, den heiligen und gerechten Zorn Gottes, an Stelle von S\u00fcndern auf sich genommen. Er hat die H\u00f6lle, diese Qual und die Pein, die Trennung von Gott und das Gericht Gottes, auf sich genommen f\u00fcr alle, die an ihn glauben, an diesem Kreuz. Meine H\u00f6lle hat Jesus an diesem Kreuz erfahren. Obwohl er unschuldig war, obwohl er fehlerlos war, obwohl er nichts davon verdient h\u00e4tte. Denn er hat ein vollkommenes und gerechtes Leben gef\u00fchrt, hat alle Gebote Gottes zur Vollkommenheit und fehlerfrei makellos bewahrt. Aber trotzdem trug er den Zorn Gottes an Stelle von S\u00fcnde. Deswegen starb der, der nicht sterben musste, weil er, der die S\u00fcnde nicht kannte, an unserer Stelle zur S\u00fcnde gemacht worden ist, damit wir die Gerechtigkeit Gottes werden m\u00f6gen in ihm.<\/p>\n<p>Aber er blieb nicht eben im Grab, sondern drei Tage sp\u00e4ter ist er auferstanden. Vor 2000 Jahren. Ungef\u00e4hr zu dieser Zeit. Zum Passafest, was damals gefeiert wurde, zu dieser Zeit. Am Sonntag darauf, auf seinen Tod herauf, ist er auferstanden. Weil er unschuldig war. Weil er sogar, als er am Kreuz hing und diesen Zorn Gottes auf sich genommen hat, anstelle von S\u00fcndern in vollkommenem Gehorsam gegen\u00fcber dem Vater war und das tat, was dem Vater wohlgefallen hat, er ist auferstanden und best\u00e4tigt damit die \u2013 die Annahme seines Opfers. Das Wohlgefallen Gottes an diesen Stellvertreter, an ihm, der die Schuld an Stelle von S\u00fcndern auf sich genommen hat.<\/p>\n<p>Weil er gehorsam war bis zum Tod, weil er stets das getan hat, was dem Vater wohlgefallen hat, wurde er erhoben \u2013 nicht nur aus dem Grab, sondern er wurde erhoben und in die h\u00f6chsten H\u00f6hen versetzt \u00fcber alle Gewalten und \u00fcber alle M\u00e4chte. Weil sein Opfer angenehm war, haben wir heute Hoffnung, denn das Grab ist leer, sodass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der S\u00fcnden empf\u00e4ngt. Sodass jeder, der sein Vertrauen, das Vertrauen \u00fcber sein Seelenheil in diesen auferstandenen Herrn setzt \u2013 dass er an seiner Stelle an diesem Kreuz starb, dass der Glaube an, dass das Vertrauen in ihn allein dich vor einem heiligen Gott und seinem heiligen Zorn rettet \u2013 wer daran glaubt, dem werden seine S\u00fcnden vergeben. Und er empf\u00e4ngt ewiges Leben. Wer daran glaubt, der wird gekleidet in die absolute Gerechtigkeit Christi.<\/p>\n<p>Die Gerechtigkeit, die keiner von uns von sich aus h\u00e4tte erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Weil er die Schuld des S\u00fcnders auf sich genommen hat. Und die S\u00fcnde auf sich genommen hat. Diesen Triumph feiern wir. Diese frohe Botschaft ist das Evangelium. Dieser Wahrheit und dieser Botschaft gedenken wir, insbesondere auch an diesem Ostersonntag. Er ist auferstanden! Die S\u00fcnde ist besiegt, der Tod ist besiegt, der Teufel ist besiegt, denn das Grab ist leer. Wenn meine S\u00fcnde nicht bezahlt w\u00e4re von Christus, wenn sein Opfer nicht angenehm gewesen w\u00e4re, nicht angenommen worden w\u00e4re von Gott, w\u00e4re das Grab nicht leer. Doch weil es leer ist, habe ich Gewissheit.<\/p>\n<p>Ich habe mir hier, wie ihr seht, zu Beginn dieser Predigt Zeit genommen, um ein Beispiel davon zu geben und zu illustrieren, was es bedeutet, Christus zu verk\u00fcndigen. Denn das ist unsere Aufgabe laut Kolosser 1. Paulus sagt \u2013 und wir haben uns die letzte Woche damit besch\u00e4ftigt \u2013: \u201eIhn verk\u00fcndigen wir.\u201c Er ist unsere Botschaft. Christus ist unsere Botschaft. Seine Person, sein Werk, sein Wille, sein Wort \u2013 das ist die Verk\u00fcndigung des Dieners des Leibes Christi. Damit besch\u00e4ftigen wir uns ja die vergangenen Wochen in diesem Abschnitt im Kolosserbrief. Paulus begibt uns das Profil eines Dieners der Gemeinde: wie der Diener des Leibes Christi ausschaut, was ihn ausmacht, was die Merkmale eines Dieners des Leibes Christi sind.<\/p>\n<p>Und wir haben gesehen bisher, von Vers 24 an, Paulus \u2013 das erste Merkmal, das er beschreibt: Das erste Merkmal des Dieners Christi ist das fr\u00f6hliche Leiden des Dieners. Paulus freut sich in seinen Leiden f\u00fcr die Gemeinde, weil er wei\u00df, dass es dem Wohl der Gemeinde dient und weil er mit seinem Leiden den Geschwistern des Leidens Jesu repr\u00e4sentiert. Das Leiden Jesu, das sie nicht mehr mit ihren Augen wahrnehmen k\u00f6nnen, weil Christus ja in den Himmel aufgefahren ist. Er als Diener Christi repr\u00e4sentiert ihnen das Leiden Christi und zeigt ihnen die Liebe und Hingabe Christi in seinem Leben und in seinem Dienst f\u00fcr die Gemeinde.<\/p>\n<p>Das zweite Merkmal haben wir gesehen: die Berufung des Dieners. Der Diener sucht sich seinen Dienst nicht selbst aus; er ist von Gott berufen und er ist berufen, zum Wohl der Gemeinde zu dienen. Er ist nicht \u2013 ein Diener ist nicht der mit den gro\u00dfen Titeln oder mit der gr\u00f6\u00dften Ehre vom Menschen. Er ist ein Diener. Das Wort \u2013 ja \u2013 ist: ein Tischbediener, ein Kellner. Seine Aufgabe ist es, das, was der Koch zubereitet hat, den G\u00e4sten zu bringen. Das ist ein Diener der Gemeinde. Er ist ein Verwalter; ihm geh\u00f6rt die Gemeinde nicht, ihm geh\u00f6rt das Geheimnis nicht. Die Gemeinde geh\u00f6rt Gott. Das Geheimnis ist Gottes Geheimnis. Er ist ein Verwalter, der dieses Geheimnis zu verk\u00fcndigen hat, n\u00e4mlich das Geheimnis des innewohnenden Christus.<\/p>\n<p>Wir haben also gesehen: das fr\u00f6hliche Leiden des Dieners, die Berufung des Dieners. Und vergangene Woche haben wir gesehen \u2013 begonnen zu sehen \u2013 die Verk\u00fcndigung des Dieners. Die Verk\u00fcndigung des Sinas. Und wir haben gesehen: Der Inhalt der Verk\u00fcndigung ist Jesus Christus selbst. Keine apologetischen Argumente, keine historischen Belege, kein philosophisches Prinzip oder keine abstrakte Wahrheit. Der Kern der Botschaft des Dieners der Gemeinde ist eine Person, und zwar die Person Jesu Christi.<\/p>\n<p>Wie verk\u00fcndigt man Jesus? Wie wird Jesus verk\u00fcndigt? Indem du lehrst, hei\u00dft es hier im Text. Indem man jeden Menschen lehrt und ermahnt. Lehren bedeutet ihm, die Informationen und Wahrheiten \u00fcber Christus weiterzugeben: wer Jesus ist, was sein Werk ist, was sein Wort sagt, was sein Wille ist. Lehren bedeutet, die Menschen zu lehren, ihm zu gehorchen. Im Missionsbefehl hei\u00dft das: \u201eLehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe.\u201c Und du ermahnst. Das bedeutet, der Diener des Leibes Christi spricht in das Leben von Menschen hinein. Er \u00fcberf\u00fchrt, wo notwendig ist, von S\u00fcnden. Er korrigiert, er warnt. Er weist zu Recht. Er zeigt einem Menschen auf, wenn er auf dem falschen Weg ist, und zeigt ihm den richtigen Weg auf.<\/p>\n<p>Und der Diener Christi gibt diese Botschaft jedem Menschen, ohne Ansehen der Person \u2013 ob in der Gemeinde oder in der Welt. Ob gl\u00e4ubig oder ungl\u00e4ubig, ob es angenehm ist oder unangenehm ist, wir verk\u00fcndigen Christus. Das ist unsere Botschaft, das ist der Inhalt unserer Botschaft. Und genau das wollte ich auch zu Beginn nochmal illustrieren: Wir verk\u00fcndigen Christus \u2013 wer ist, was sein Werk ist, was er vollbracht hat und was sein Wille ist. Sein Werk am Kreuz und seine Auferstehung, und was sie bewirkt, was das alles zu bedeuten hat und bewirkt.<\/p>\n<p>Um es nochmal zusammenzufassen: In diesem ganzen Abschnitt, Verse 24 bis 29 von Kolosser Kapitel 1, z\u00e4hlt Paulus anhand seines Dienstes mehrere Merkmale eines Dieners der Gemeinde Christi auf. Und diese Merkmale fordern jeden von uns heraus, ihn nachzuahmen. Denn wir haben uns auch intensiv die vergangenen Wochen damit besch\u00e4ftigt: Nicht nur die Apostel sind Diener der Gemeinde, nicht nur die \u00c4ltesten, nicht nur die Prediger, die Lehrer, die Menschen, die hier vorne stehen, sind Diener der Gemeinde \u2013 jeder Gl\u00e4ubige ist ein Diener der Gemeinde.<\/p>\n<p>Ohne die Gemeinde gibt es keinen Dienst f\u00fcr Christus. Und jeder Gl\u00e4ubige ist ein Glied im Leib Christi, der seine Rolle hat, seine Aufgabe hat, seine Verantwortung hat, der er nachzugehen hat. Nicht jeder ist \u00c4ltester, nicht jeder ist Prediger, nicht jeder ist Evangelist, aber jeder hat seinen Platz in der Gemeinde und jeder hat seine Aufgabe in der Gemeinde: zu dienen. Jeder Gl\u00e4ubige ist ein Diener Christi. Also ist jedes der Merkmale, die Paulus hier hervorbringt \u00fcber einen Diener Christi, ein Merkmal, anhand dessen du dich pr\u00fcfen musst, ob du ein Diener Christi entsprechend des Wortes Gottes bist. Ob du ein Diener der Gemeinde bist, so wie es Paulus hier beschreibt. Und wenn du es nicht bist, dann fordere ich dich heraus, dem Vorbild von Paulus, dem Profil von Paulus nachzuahmen.<\/p>\n<p>Wir haben vergangene Woche begonnen, die Verk\u00fcndigung des Dieners anzuschauen, und heute werden wir genau dort auch fortsetzen. Also, wir sind immer noch bei Paulus, Diener des Leibes Christi. Heute sind wir schon bereits bei Teil 4 dieses Abschnitts, aber die \u00dcberschrift bleibt \u201eDie Verk\u00fcndigung des Dieners\u201c. Vergangene Woche haben wir gesehen, haben wir erstens den Inhalt der Verk\u00fcndigung gesehen und die Art der Verk\u00fcndigung. Der Inhalt ist Christus, die Person Jesu Christi. Die erhabendste und glorreichste und w\u00fcrdigste Botschaft ist unsere, n\u00e4mlich die Botschaft ist Christus selbst.<\/p>\n<p>Wenn wir Christus nicht predigen, dann rauben wir unseren Zuh\u00f6rern und unserem Publikum das Kostbarste. Wir rauben ihnen das \u2013 die beste Botschaft \u2013, wenn wir Christus nicht predigen. Wenn wir versuchen, Argumente zu gewinnen, Diskussionen zu gewinnen, wenn wir versuchen, einfach nur intellektuell einen Menschen zu \u00fcberzeugen durch Argumente, historische Belege, wenn wir versuchen, einen Menschen einfach nur gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberzeugen, damit er sieht, wie toll das Christentum ist und wie gut es einem gehen wird, wenn jemand das Christentum dem Christentum folgt: Dann verpassen wir die Botschaft. Das mag alles Teil unserer Verk\u00fcndigung sein, aber der Kern der Botschaft ist eine Person, und zwar die Person Jesu Christi.<\/p>\n<p>Und wir haben gesehen: die Art der Verk\u00fcndigung. Wir verk\u00fcndigen. Wir fl\u00fcstern nicht. Wir versuchen nicht leise, einfach eine Option von vielen Wegen aufzuzeigen. Wir verk\u00fcndigen eine Wahrheit. Wir verk\u00fcndigen diesen Christus mit der Autorit\u00e4t, die uns die Schrift gibt, als den einzigen Weg, als die einzige Wahrheit und als den erhabenen Herrn, der er ist. Und wir verk\u00fcndigen, indem wir lehren und ermahnen. Wir m\u00fcssen lehren \u2013 ohne Lehre werden wir einen falschen Christus verk\u00fcndigen. Und ohne Ermahnen bleibt es nur bei einem Kopfwissen, aber das Leben wird sich nicht ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chten wir uns mit den letzten beiden Aspekten der Verk\u00fcndigung besch\u00e4ftigen: das Ziel der Verk\u00fcndigung \u2013 drittens: das Ziel der Verk\u00fcndigung und viertens: das Ringen der Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Letzte Woche hatten wir erstens den Inhalt der Verk\u00fcndigung und zweitens die Art der Verk\u00fcndigung. Heute beginnen wir mit drittens: das Ziel der Verk\u00fcndigung, und werden sp\u00e4ter kommen zu drittens, \u00e4htens, das Ringen der Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Drittens: das Ziel der Verk\u00fcndigung, Vers 28. \u201eIhn verk\u00fcndigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.\u201c Wir haben uns die erste H\u00e4lfte dieses Verses vergangene Woche angeschaut, und heute kommen wir zur zweiten H\u00e4lfte, n\u00e4mlich zum Ziel der Verk\u00fcndigung. \u201eUmzu\u201c \u2013 ja, die Formulierung \u201eumzu\u201c beschreibt einen Zweck, beschreibt ein Ziel: \u201eUm jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.\u201c<\/p>\n<p>Der Inhalt der Verk\u00fcndigung ist also Christus. Die Art der Verk\u00fcndigung ist das Verk\u00fcndigen durch Lehren und Ermahnen mit aller Weisheit. Was ist nun das Ziel der Verk\u00fcndigung? Was soll mit der Verk\u00fcndigung Christi erreicht werden? Das Ziel ist, dass jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt wird.<\/p>\n<p>Das Wort \u201edarstellen\u201c hier \u2013 in diesem Zusammenhang k\u00f6nnten wir es auch mit \u201epr\u00e4sentieren\u201c \u00fcbersetzen. Es ist das Pr\u00e4sentieren zum Zwecke der Beurteilung. Zum Beispiel wird es im Zusammenhang mit Gericht verwendet. In R\u00f6mer Kapitel 14, Vers 10 wird es verwendet, um zu sagen \u2013 dort hei\u00dft es, R\u00f6mer 14, Vers 10: \u201eDu aber, was richtest du deinem Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.\u201c<\/p>\n<p>Dieses \u201eGestellt werden\u201c ist dasselbe Wort, was hier verwendet wird f\u00fcr \u201edarstellen\u201c. Und hier geht es also darum: Du wirst vor den Richterstuhl \u2013 jeder, wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Zum Zwecke des Gerichts, zum Zwecke der Beurteilung. Ja, das ist dieses Darstellen, dieses Pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Das Wort \u201edarstellen\u201c ist uns bereits im Kolosserbrief begegnet, dasselbe Wort in Vers 22, in Kapitel 1. Dort hei\u00dft es in Kapitel 1, Vers 22: \u201eHat er aber nun vers\u00f6hnt\u201c \u2013 Christus hat uns nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod \u2013 \u201eum euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen.\u201c Also das Vers\u00f6hnungswerk Christi hat das Ziel, dass wir vor ihm heilig, tadellos und unstr\u00e4flich pr\u00e4sentiert werden. Zur Beurteilung. Also wir sollen hingestellt werden, damit, wenn wir beurteilt werden, wie unsere Beurteilung lautet: heilig, tadellos und unstr\u00e4flich.<\/p>\n<p>Hier ist es also: Wir sollen in Christus dargestellt werden, pr\u00e4sentiert werden zur Evaluierung, zur Beurteilung. Und wie soll unsere Beurteilung lauten? Was ist das Ziel? Wie sollen wir dargestellt werden? Vollkommen. Das war das Ziel der Vers\u00f6hnung in Vers 22 schon, und im gleichen Sinne soll jeder Mensch vollkommen in Christus pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Was bedeutet das \u201evollkommen\u201c? \u201eVollkommen\u201c wird dieses Wort im Neuen Testament auch mit \u201eerwachsen\u201c \u00fcbersetzt. Vollkommen, wenn wir es h\u00f6ren, hat die Idee von Perfektion und F\u00fclle von etwas \u2013 das F\u00fclle ohne Mangel. Das ist Vollkommenheit. Vollkommenheit ist das Ma\u00df Gottes an seine Kinder.<\/p>\n<p>Zum Beispiel in Matth\u00e4us 5, 48, in der Bergpredigt, sagt Jesus \u2013 verwendet dasselbe Word, Matth\u00e4us Kapitel 5, Vers 48 \u2013 wo er sagt: \u201eIhr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.\u201c Also Gott, der Vater, er ist vollkommen. Und der Ma\u00dfstab an uns ist: Seid so wie euer Vater im Himmel. Vollkommen. Er ist vollkommen. Daher seid ihr vollkommen.<\/p>\n<p>Dieses Wort \u201evollkommen\u201c, weil es ja auch mit \u201eerwachsen\u201c manchmal \u00fcbersetzt wird, hat die Idee, dass es das Ende eines Prozesses ist. Es ist das Ziel eines Reife- oder Wachstumsprozesses, vollkommen zu sein oder erwachsen zu sein. Ja, wenn wir \u201eerwachsen\u201c hernehmen: Ja, wenn du erwachsen bist, dann ist dein Reifeprozess \u2013 dann bist du kein Kind mehr \u2013 dann ist dein Reifeprozess, dein Wachstumsprozess vorerst beendet, dann bist du erwachsen. So ist es: Vollkommen zu sein steht am Ende eines Prozesses, wo du dann eben perfekt bist, ohne Mangel bist, tadellos bist.<\/p>\n<p>Wenn es hier darum also geht, vollkommen in Christus dargestellt zu werden, ist das der vollkommene Zustand, der zielerreichte Zustand, den we have, wenn wir pr\u00e4sentiert werden, wenn wir vor Gott dargestellt werden, pr\u00e4sentiert werden zur Beurteilung, dann soll die Beurteilung lauten: \u201eVollkommen.\u201c<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir dieses \u201eVollkommen\u201c weiter verstehen? Und es ist mir wichtig, dass wir das richtig verstehen hier. Wir k\u00f6nnten es mit denselben Worten verstehen, die in Vers 22 verwendet werden. Es geht ja um dieselbe Sache wie in Vers 22. Vollkommen zu sein bedeutet, heilig zu sein, tadellos zu sein und unstr\u00e4flich zu sein.<\/p>\n<p>Und ich habe die Definition von Rimlens Predigt nochmal nachgeschaut, was er zu diesen drei W\u00f6rtern gesagt hat: Heilig bedeutet, abgesondert von der S\u00fcnde zu sein und Gott voll und ganz geweiht und hingegeben zu sein. Tadellos bedeutet, ohne Makel und ohne Fehler zu sein. Tadellosigkeit ist die Idee, die oft bei den alttestamentlichen Opfern hervorgebracht worden ist, dass die Tiere ohne Fehler sein sollten. Unstr\u00e4flich bedeutet, dass keine Anklage bestehen bleiben kann, dass keine Bestrafung kann mehr gefordert werden, wenn du unstr\u00e4flich bist. Dann hast du dir nichts mehr zu Schulden gekommen, und es kann keine Anklage mehr erhoben werden, keine Strafe mehr verh\u00e4ngt werden. Das bedeutet es, vollkommen zu sein: heilig, tadellos, unstr\u00e4flich.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Vollkommen zu sein bedeutet, dem Bilde Christi gleichf\u00f6rmig zu sein. Heilig, tadellos und unstr\u00e4flich zu sein bedeutet, Christus \u00e4hnlich zu sein, weil er heilig, makellos und tadellos ist, weil er unstr\u00e4flich ist. Das ist das Ziel der Verk\u00fcndigung: vollkommen in Christus dargestellt zu werden. Was bedeutet das? Dass wir wie Christus sind, dass wir Christus und seinem Bildern gleichf\u00f6rmig sind.<\/p>\n<p>Das ist das Ziel. Das ist das Ziel, wovon wir auch in R\u00f6mer 8,29 lesen: \u201eDenn die er vorher erkannt hat, R\u00f6mer 8,29, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichf\u00f6rmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Br\u00fcdern.\u201c Das bedeutet es, vollkommen zu sein: Jesus Christus \u00e4hnlich zu sein, seinem Bilde gleichf\u00f6rmig zu sein, ohne Fehl, ohne Makel, ohne Mangel. Vollkommen.<\/p>\n<p>Es geht darum, vollkommen in Christus dargestellt zu werden. In Christus. Innerhalb von Jesus Christus allein ist diese Pr\u00e4sentation der Vollkommenheit m\u00f6glich. Er ist die Rahmenbedingung. Er ist die Sph\u00e4re. Nur in Christus k\u00f6nnen wir dargestellt werden, k\u00f6nnen wir vollkommen dargestellt werden. Au\u00dferhalb von Christus ist das nicht m\u00f6glich. In Christus. Nur wer vereint mit Christus ist, nur wer in dieser Vereinigung und innigen Gemeinschaft mit Christus ist, nur innerhalb von Christus, innerhalb seines Rahmens sozusagen, kann ein Mensch eines Tages vor Gott vollkommen pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Wir sind bereits vergangene Woche darauf eingegangen, aber ich m\u00f6chte kurz nochmal auf dieses \u201eJeder Mensch\u201c. Dreimal in diesem Vers kommt \u201ejeder Mensch\u201c vor: jeder Mensch ermahnt, jeder Mensch belehrt und jeder Mensch vollkommen. Wie bereits vergangene Woche gesehen, ist hier kein Raum f\u00fcr das Ansehen der Person. Hier ist kein Raum und kein Platz f\u00fcr Einschr\u00e4nkung oder f\u00fcr Diskriminierung. Jeder Mensch, ob arm oder reich, ber\u00fchmt oder unbekannt, beliebt oder unbeliebt, ob er dir sympathisch ist oder ob er dir unsympathisch ist, ob Jude oder Heide, ob gl\u00e4ubig oder ungl\u00e4ubig \u2013 jeder Mensch, das ist das Ziel.<\/p>\n<p>Jedem Menschen soll Christus verk\u00fcndigt werden, jeder Mensch soll ermahnt und gelehrt werden, jeder Mensch soll in Christus vollkommen dargestellt werden. Nat\u00fcrlich, Ungl\u00e4ubige m\u00fcssen zuerst Bu\u00dfe tun und an Christus glauben, um \u00fcberhaupt eines Tages vollkommen pr\u00e4sentiert werden zu k\u00f6nnen. Aber wenn wir Christus verk\u00fcndigen, dann verk\u00fcndigen wir ihn allen, auch Ungl\u00e4ubigen, mit dem Ziel, dass sie eines Tages doch in Christus vollkommen dargestellt werden.<\/p>\n<p>Seht ihr, liebe Geschwister, das Ziel ist nicht, dass sie in die T\u00fcr des Christentums hereinkommen und dann ist das Ziel erledigt, dann ist die Aufgabe erledigt. Wir predigen Ungl\u00e4ubigen auch nicht das Evangelium, damit sie durch die enge Pforte reinkommen und dann dort stehen bleiben. Nein, das Ziel geht \u00fcber die Erl\u00f6sung hinaus in Richtung Verherrlichung, dass sie eines Tages in Christus vollkommen dargestellt werden. Versteht ihr, die Aufgabe ist nicht damit getan, dass sie im Club sind, dass sie innerhalb der Teilnehmerliste sind. Unser Ziel ist die Vervollkommnung eines jeden Menschen.<\/p>\n<p>Ja, ein Diener der Gemeinde \u2013 nehmen wir einen Missionar, der irgendwo hingeht, um das Evangelium zu verk\u00fcndigen \u2013 seine Aufgabe ist nicht damit getan, dass Menschen zum Glauben kommen. Echte und treue biblische Diener oder Missionare werden das Evangelium predigen und dort zum Beispiel eine Gemeinde pflanzen, eine Gemeinde aufbauen, sodass diese Menschen nicht nur einfach gl\u00e4ubig sind, gerettet sind, sondern dass sie auch die n\u00f6tigen Dinge zur Verf\u00fcgung haben, damit sie in Christus vollkommen dargestellt werden k\u00f6nnen. Was hat Paulus gemacht auf seinen Missionarsreisen als Apostel? Sind Leute gl\u00e4ubig geworden und dann ist er ganz schnell weg? Leute sind gl\u00e4ubig geworden, Gemeinden sind gegr\u00fcndet worden und er hat \u00c4lteste eingesetzt. Lest die Apostelgeschichte: Sp\u00e4testens auf seinem R\u00fcckweg hat er die \u00c4ltesten eingesetzt, an jedem Ort. Wieso? Weil die Aufgabe nicht damit getan ist, dass Menschen gerettet sind. Das Ziel geht dar\u00fcber hinaus. Das Ziel ist, dass jeder Mensch eines Tages in Christus vollkommen dargestellt wird.<\/p>\n<p>Das Ziel ist Christus\u00e4hnlichkeit, vollkommene Christus\u00e4hnlichkeit, Gleichf\u00f6rmigkeit zu seinem Bild. Es gibt auch keinen Unterschied, jeder Mensch; es gibt auch keinen Unterschied unter den Gl\u00e4ubigen. Es gibt nicht die geistlichen Gl\u00e4ubigen, die eine besondere Stufe der Geistlichkeit haben und die dieses Ziel verfolgen, w\u00e4hrend die normalen Gl\u00e4ubigen oder einfachen Gl\u00e4ubigen einfach so leben, wie sie gerade sind oder wie sie wollen. Jeder Mensch hei\u00dft auch: Jeder Gl\u00e4ubige soll in Christus vollkommen dargestellt werden. Es gibt keinen Unterschied. Jeder Gl\u00e4ubige ist Glied des Leibes und J\u00fcnger des Herrn Jesus. Jeder Gl\u00e4ubige \u2013 was hat Jesus gesagt? Er hat nicht nur gesagt, dass man durch die enge Pforte&#8230; Er hat gesagt: \u201eRingt, um durch die enge Pforte zu gehen.\u201c Aber danach hat er auch von diesem Weg geredet, der nach dieser Pforte wartet: der schmale Weg. Unser Ziel ist, diesen Weg, diesen schmalen Weg zu gehen, dass jeder diesen schmalen Weg geht bis zum Ende, bis zur vollkommenen Darstellung in Christus.<\/p>\n<p>Die Verk\u00fcndigung von Christus hat also ein konkretes Ziel: Jeder Mensch soll vollkommen in Christus pr\u00e4sentiert werden. Paulus war nicht damit zufrieden, wenn jemand durch die T\u00fcr in das Reich Gottes hineingekommen ist, sondern der Gl\u00e4ubige soll auf den schmalen Weg entlang zum Ziel gelangen. Das Ziel ist nicht nur, dass die Menschen oberfl\u00e4chlich einen Glauben bekennen; das Ziel ist, dass sie in Christus vollkommen dargestellt werden, ihm \u00e4hnlich werden. Was hei\u00dft das nun? Was hei\u00dft das praktisch? Das kann falsch verstanden werden. Wir wissen doch, dass wir w\u00e4hrend unseres irdischen Lebens hier diese Vollkommenheit nicht erreichen werden, solange wir noch nicht verherrlicht sind, solange wir noch auf dieser Seite der Ewigkeit sind, noch gebunden sind an unser s\u00fcndhaftes Fleisch. S\u00fcndigen wir noch und werden Vollkommenheit \u2013 ja, wir haben gesehen: Vollkommenheit, heilig, unstreflich, tadellos, Christus\u00e4hnlichkeit, Perfektion, F\u00fclle ohne Mangel \u2013 werden wir doch nicht erreichen.<\/p>\n<p>Ja, das stimmt. Und ich m\u00f6chte \u2013 deswegen nehme ich mir etwas hier Zeit \u2013 dass wir das richtig verstehen. Wir sind durch den Glauben in unserer Position gerechtfertigt. Es gibt zwei Aspekte unseres christlichen&#8230; unserer christlichen Identit\u00e4t k\u00f6nnten wir sagen: Es gibt unsere Position und es gibt unseren Wandel.<\/p>\n<p>Und in unserer Position, in unserer Stellung, sind wir durch den Glauben gerechtfertigt. Seit dem Moment unserer Bekehrung sind wir in unserer Position and unserer Stellung gerecht und heilig, makellos und untadelig. Denn wir sind gekleidet in der vollkommenen Gerechtigkeit des Herrn Jesus, der unsere S\u00fcnde auf sich genommen hat, die Strafe daf\u00fcr bezahlt hat. Und durch den Glauben an ihn war es ein Austausch, n\u00e4mlich er hat unsere S\u00fcnden und unsere Schuld bekommen. Wurden ihm zugerechnet. When his Gerechtigkeit, the lady that he ungefied 30 years long on this earth had in force, in makellosome gehors, this Gerechtigkeit was angry.<\/p>\n<p>Das Bild dieses Kleides der Gerechtigkeit kommt nat\u00fcrlich aus Jesaja Kapitel 61, Vers 10, wo es hei\u00dft: \u201eFreuen, Isaiah 61, Vers 10, freuen, ja, freuen will ich mich in dem Herrn, jubeln soll meine Seele in meinem Gott, denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils. Den Mantel der Gerechtigkeit hat er mir umgetan, wie der Br\u00e4utigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schm\u00fcckt.\u201c Daher haben wir dieses Bild des Gerechtigkeitskleides, ja? Es ist nicht unsere Gerechtigkeit, sondern Christi Gerechtigkeit, die uns umkleidet und die uns angerechnet wird. 2. Korinther 5, 21: \u201eDen, der S\u00fcnde nicht kannte, hat er f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.\u201c Wir sind Gottes Gerechtigkeit geworden. Durch den Glauben, ab dem Moment unserer Bekehrung, sind wir gekleidet in der Gerechtigkeit Christi. Und in unserer Stellung sind wir heilig. Wir haben es in Kolossabrief gesehen. Die Geschwister, Paulus nennt sie heilige Br\u00fcder in Christus. Wir sind Heilige, wir sind Gerechte durch den Glauben an Christus in unserer Stellung und in unserer Position. Diese Gerechtigkeit, diese Untadeligkeit ist aber nicht unsere eigene, sondern die eines anderen, n\u00e4mlich die von Christus Jesus. Sie wird uns angerechnet in unserer Position, in unserer Stellung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir also in unserer Position Gerechte und Heilige bereits sind, sind wir in unserem Wandel aber noch nicht vollkommen. Wir s\u00fcndigen t\u00e4glich und werden das leider auch so lange tun, solange wir auf dieser Erde leben. In R\u00f6mer 7 redet Paulus von dem Kampf, den er als Gl\u00e4ubiger hat. Er sagt in R\u00f6mer 7, Vers 22: \u201eDenn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes, aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der S\u00fcnde, das in meinen Gliedern ist.\u201c Paulus beschreibt den Kampf eines Gl\u00e4ubigen mit der S\u00fcnde in ihm. Er will Gott gehorchen, weil er von Neuem Geborenes eine neue Natur hat, aber er sieht ein anderes Gesetz in ihm, ein anderes Prinzip in ihm \u2013 das Fleisch, das gegen diesen, diesen inneren Menschen, der Wohlgefallen an Gottes Gesetz hat, streitet. Galater 5, 17 hei\u00dft es \u00e4hnlich: \u201eDenn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch. Denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.\u201c In diesem t\u00e4glichen Kampf befindet sich der Gl\u00e4ubige, weil wir noch unsere s\u00fcndhafte Natur haben, weil wir noch unser Fleisch haben.<\/p>\n<p>1. Johannes 1, Vers 8 hei\u00dft es: \u201eWenn wir sagen, dass wir keine S\u00fcnde haben, betr\u00fcgen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.\u201c Wenn wir sagen, wir s\u00fcndigen nicht mehr, dann betr\u00fcgen wir uns selbst. Wir s\u00fcndigen noch. Und solange wir noch nicht verherrlicht sind, werden wir das leider noch tun. Vollkommenheit, Perfektion ist nicht auf dieser Seite der Ewigkeit f\u00fcr uns zu erreichen. In Hebr\u00e4er Kapitel 10, Vers 14 \u2013 ich liebe diesen Vers, weil dort beides einfach gut zu sehen ist \u2013 Hebr\u00e4er Kapitel 10, Vers 14: \u201eDenn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, f\u00fcr immer vollkommen gemacht.\u201c Hier haben wir beides parallel. Er hat sie vollkommen, f\u00fcr immer vollkommen \u2013 mit einem Opfer hat er sie f\u00fcr immer vollkommen gemacht. Das ist unsere Position. Wir sind in unserer Position bereits vollkommen.<\/p>\n<p>Aber gleichzeitig sind es die, die geheiligt werden. Wir werden noch geheiligt. In unserem Wandel haben wir die Vollkommenheit noch nicht erreicht. Aber eines Tages, wenn wir verherrlicht sind, wenn wir dieses verg\u00e4ngliche Fleisch abgelegt haben, dann werden wir auch in unserem Wandel vollkommen sein.<\/p>\n<p>Genau das haben wir auch damals vor einigen Wochen in der Predigt zu Vers 22 angeschaut: dass wir eines Tages wirklich heilig, wirklich tadellos und wirklich unschr\u00e4flich sind. Und wirklich meine ich mit unserem Wandel. Nicht eben nur in unserer Stellung \u2013 da sind wir schon wirklich heilig, tadellos und unschreflich \u2013, aber in unserem Wandel. Und vielleicht ist das manchmal schwer f\u00fcr uns zu verstehen, oder manchmal haben wir auch einen falschen Fokus oder einen nicht ausgeglichenen Fokus. Denn oft glaube ich, dass wir uns so fokussieren auf unsere Gerechtigkeit in der Position.<\/p>\n<p>And then we have the air sind, werden wir noch s\u00fcndigen und Vollkommenheit nicht erreichen. Liebe Geschwister, wir d\u00fcrfen nicht vergessen und wir d\u00fcrfen nicht vernachl\u00e4ssigen, dass wir eines Tages in unserem Wandel wirklich vollkommen sein werden. Das ist das Ziel unserer Heiligung. Diesem Ziel streben wir heute bereits nach, aber eines Tages werden wir wirklich vollkommen sein: heilig, tadellos und unstr\u00e4flich im Wandel. Nicht auf dieser Seite der Ewigkeit, aber auf der anderen. Eines Tages werden wir wirklich so sein, wenn wir verherrlicht sind, wenn wir beim Herrn sind.<\/p>\n<p>Dass wir Gott wirklich so lieben werden, wie er es verdient hat \u2013 mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand. Eines Tages werden wir wirklich unsere N\u00e4chsten lieben wie uns selbst, so wie es Gott verordnet hat. Eines Tages werden wir wirklich alles zur Ehre Gottes tun, sei es reden, sei es denken, sei es arbeiten oder Gott anbeten. Eines Tages werden wir wahrlich vollkommen sein.<\/p>\n<p>Christus hat uns bereits von der Strafe und der Macht der S\u00fcnde befreit. Das ist bereits jetzt Realit\u00e4t in unserem Leben. Eines Tages wird er uns auch von der Gegenwart der S\u00fcnde retten. Das steht noch aus in unserer Zukunft, in unserer Verherrlichung. Philippa Kapitel 3, Vers 20 hei\u00dft es: \u201e&#8230;der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird und seinem Leib der Herrlichkeit gleichf\u00f6rmig machen wird, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.\u201c Das ist das Ziel der Verk\u00fcndigung. Eines Tages werden wir wahrlich in unserem Wandel vollkommen sein, n\u00e4mlich wenn er den Leib unserer Niedrigkeit umgestalten wird und seinem Leib der Herrlichkeit gleichf\u00f6rmig machen wird.<\/p>\n<p>Das wollte ich nochmal wiederholen, dass wir verstehen: Es gibt unsere Position und es gibt unseren Wandel. In unserer Position sind wir bereits heilig und vollkommen durch die Gerechtigkeit Christi, die uns angerechnet wird. In unserem Wandel sind wir das noch nicht und werden das auch nicht in unserem irdischen Leben sein, aber wir werden eines Tages wahrlich auch in unserem Wandel vollkommen sein.<\/p>\n<p>Hei\u00dft das aber nun, dass der Wandel jetzt egal ist, weil wir die Vollkommenheit ja sowieso nicht erreichen werden bis zu unserer Verheillichung? K\u00f6nnen wir einfach so leben, wie wir wollen, weil wir werden ja eh nie vollkommen sein in diesem Leben? Mit den Worten des Apostel Paulus m\u00f6chte ich sagen: \u201eDas sei ferne.\u201c Wir haben vorhin Matth\u00e4us 5,48 gelesen. Was ist der Ma\u00dfstab f\u00fcr dein Leben? \u201eIhr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.\u201c Du sollst heute vollkommen sein, wie dein himmlischer Vater vollkommen ist.<\/p>\n<p>Liebe Christa, versteht ihr? Der Ma\u00dfstab und das Bestreben soll die Vollkommenheit sein, auch wenn wir sie heute noch nicht erreichen werden. Der Ma\u00dfstab wird nicht niedergesetzt. Jesus sagt nicht: \u201eAch, ihr k\u00f6nnt ja eh nicht vollkommen sein, deswegen seid halb so vollkommen.\u201c Nein: \u201eIhr sollt vollkommen sein.\u201c Das ist der Ma\u00dfstab. Der Ma\u00dfstab wird nicht herabgesetzt. Vollkommenheit ist der Ma\u00dfstab und das Ziel und das Bestreben heute in deinem Wandel. 1.<\/p>\n<p>1. Johannes Kapitel 3, die Verse 2 bis 3. 1. Johannes Kapitel 3, die Verse 2 bis 3, dort hei\u00dft es. 1. Johannes 3, die Verse 2 bis 3: \u201eGeliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist.\u201c<\/p>\n<p>Johannes beschreibt es hier wunderbar mit diesen Worten: Wir sind Kinder Gottes, aber es ist noch nicht offenbar, was wir sein werden. Was werden wir denn sein? Eines Tages werden wir ihm gleich sein, Jesus gleich sein, weil wir ihn sehen werden, wie er ist. Eines Tages werden wir Jesus mit unserem Auge sehen, und an diesem Tag werden wir ihm gleich sein. Und wie ist er denn? Rein. Ohne S\u00fcnde, untadelig, unstr\u00e4flich, heilig. Das ist Jesus Christus. Und eines Tages werden wir so sein wie er. Aber nur weil das eines Tages ist, nur weil das dann sein wird, wenn es offenbar wird, sagt Johannes hier \u2013 und jeder, der diese Hoffnung hat: \u201eLeb wie du willst, das wird ja erst sp\u00e4ter offenbar\u201c? Nein. Jeder, der diese Hoffnung hat, auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist. Jeder, der die Hoffnung auf Vollkommenheit in der Zukunft hat, strebt nach Vollkommenheit heute. Wenn du heute nicht nach Vollkommenheit strebst, hast du die Hoffnung auf Vollkommenheit nicht in der Zukunft. Der Ma\u00dfstab ist Vollkommenheit, der Ma\u00dfstab ist Christus. Jeder, der diese Hoffnung hat, reinigt heute sich selbst, wie auch jener rein ist.<\/p>\n<p>In Philippa Kapitel 3 beschreibt es Paulus mit diesen Worten. Philippa Kapitel 3, die Verse 12 bis 14. Philipp drei, die Verse zw\u00f6lf bis vierzehn. Philippa Kapitel 3, 12 bis 14: \u201eNicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin. Ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen m\u00f6ge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Br\u00fcder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben. Eines aber tue ich, ich vergesse was da hinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorne ist, und jage das. Jag auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.\u201c<\/p>\n<p>Paulus sagt hier: \u201eIch sage nicht, dass ich es ergriffen habe oder schon vollendet bin.\u201c Paulus sagt, ich sage nicht, dass ich jetzt schon zur Vollkommenheit gebracht worden bin. Aber ich jage ihm nach, als ob ich es ergreifen m\u00f6ge. Ich vergesse, was hinten ist und strecke mich vor und jage diesem Ziel zu. Ich habe es noch nicht ergriffen, aber ich jage ihm zu, als k\u00f6nnte ich es ergreifen, damit ich es ergreifen m\u00f6ge. In unserem Wandel, um es zusammenzufassen, sind wir heute nicht vollkommen, aber zur Vollkommenheit berufen.<\/p>\n<p>Ein letzter Illustration, um das deutlich zu machen, was auch sehr sch\u00f6n ist, wenn wir dar\u00fcber nachdenken: Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8. Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8. Das ist die Szene des Hochzeitsmahls des Lammes. Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8, dort wird die Braut beschrieben, die Braut des Lames wird beschrieben. Und dort hei\u00dft es: \u201eUnd ihr wurde gegeben, dass sie sich kleidete in feine Leinwand, gl\u00e4nzend, rein. Denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, wenn wir das lesen und die Leinwand lesen, denken wir vielleicht zur\u00fcck an Jesaja 61. Wir denken an die Gerechtigkeit Christi, mit der wir gekleidet sind. Aber was ist hier die feine Leinwand, mit der die Braut gekleidet wird? Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit Christi? Nein, sind die gerechten Taten der Heiligen. Versteht ihr, liebe Geschwister? In unserer Stellung sind wir bereits gekleidet mit der Gerechtigkeit Christi. Aber in der Zukunft werden wir eines Tages auch unsere gerechten Taten \u2013 in unseren gerechten Taten gekleidet sein, die wie feine Leinwand sind. Es sind die gerechten Taten der Gl\u00e4ubigen hier. Unser gerechter Wandel, den wir heute bereits st\u00fcckweise f\u00fchren, aber am Ende in Vollkommenheit haben werden. Das ist das Ziel der Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein nobles Ziel, was f\u00fcr ein erhabenes Ziel. Wir haben gesehen: Bereits der Inhalt unserer Verk\u00fcndigung ist bereits so kostbar. Christus selbst, dieser erhabene Christus, der in Kolossa, in den Versen 15 bis 23 derartig wunderbar beschrieben wird. Der Inhalt unserer Botschaft ist so kostbar. Und jetzt denkt an das Ziel unserer Verk\u00fcndigung: Es ist die Vervollkommnung des Menschen, das von Christus Erl\u00f6sten.<\/p>\n<p>Diesem Ziel strebt der Diener der Gemeinde nach. Er m\u00f6chte in den Menschen, in seinen Mitgl\u00e4ubigen mehr Christus sehen. Das ist das Ziel, das du verfolgst als Diener Christi mit deiner Verk\u00fcndigung: Du willst in deinen Geschwistern mehr Christus sehen. Was f\u00fcr ein nobles Ziel! Was f\u00fcr ein Privileg, dass du und ich als Diener Christi dazu beitragen k\u00f6nnen, in deinem Bruder, in deiner Schwester, in deiner Gemeinde mehr Christus zu sehen. Wer bin ich, dass ich Anteil an diesem Werk haben darf? Was f\u00fcr ein Privileg! Was f\u00fcr eine edele Aufgabe.<\/p>\n<p>Deswegen haben wir heute in unserer neutestamentlichen Lesung Epheser Kapitel 4 gelesen, um uns auch daran zu erinnern. Und ich m\u00f6chte es erneut sagen: Das ist nicht nur die Aufgabe des Predigers und des \u00c4ltesten. In Epheser Kapitel 4 haben wir gelesen, ab Vers 11: \u201eJa, Christus hat der Gemeinde Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirtenlehrer gegeben.\u201c Wof\u00fcr? Epheser Kapitel 4, Vers 12: \u201eZur Ausr\u00fcstung der Heiligen f\u00fcr das Werk des Dienstes.\u201c<\/p>\n<p>Gott hat der Gemeinde diese Menschen nicht gegeben, diese M\u00e4nner nicht gegeben, damit die Heiligen konsumieren k\u00f6nnen und zuschauen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend diese M\u00e4nner arbeiten. Nein, sie wurden der Gemeinde gegeben, damit die Geheiligen ausger\u00fcstet werden. Wof\u00fcr? F\u00fcr das Werk des Dienstes, f\u00fcr die Erbauung des Leibes Christi. Gott hat also der Gemeinde, Christus hat der Gemeinde diese M\u00e4nner gegeben. Heute gibt es die Apostel und Propheten nicht mehr, aber heute gibt es noch die Evangelisten und den Hirtenlehrer. Diese M\u00e4nner wurden der Gemeinde von Christus gegeben, damit sie die Heiligen zur\u00fcsten, damit die Heiligen wiederum zur Erbauung der Gemeinde dienen.<\/p>\n<p>Bis wir alle hingelangen \u2013 und das ist hier eine andere Formulierung f\u00fcr die Vollkommenheit, die wir im Koloster gesehen haben \u2013 Vers 13, Vers 4,13: \u201eBis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Ma\u00df der vollen Reife Christi.\u201c Das ist das Ziel. Wir wollen hoch hinauf zu unserem Haupt, hei\u00dft es in Vers 15: \u201eLasst uns in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt Christus ist\u201c, was nichts anderes bedeutet, als dass wir alle ihm \u00e4hnlich werden, dass wir alle in der Heiligung vorankommen, um Christus \u00e4hnlich zu sein.<\/p>\n<p>Das ist das Ziel. Und dazu soll \u2013 und da hei\u00dft es in Vers 16, dann Verser 4, Vers 16: \u201eAus ihm, also aus dem Haupt, wird der ganze Leib zusammengef\u00fcgt und verbunden\u201c \u2013 und jetzt pass auf: \u201edurch jedes der Unterst\u00fctzung dienende Gelenk entsprechend der Wirksamkeit nach dem Ma\u00df jedes einzelnen Teils.\u201c Jedes einzelne Teil, jedes zur Unterst\u00fctzung dienende Gelenk: Jeder Gl\u00e4ubige hat seine Aufgabe in der Gemeinde. Nicht jeder ist Prediger, nicht jeder ist Evangelist, nicht jeder ist Hirtenlehrer.<\/p>\n<p>Aber wie Paulus es in 1. Korinther 12 \u2013 und wir haben uns damit die vergangenen Wochen auch besch\u00e4ftigt \u2013 gesagt hat: Der ganze K\u00f6rper ist nicht Hand, der ganze K\u00f6rper ist nicht Auge. Jeder K\u00f6rperteil, jedes Glied hat seinen Platz und seine Aufgabe in der Gemeinde. So hat jeder Gl\u00e4ubige seine Aufgabe und seine Verantwortung, in der Gemeinde zu dienen, sodass \u2013 so wirkt er \u2013 das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.<\/p>\n<p>Jeder Gl\u00e4ubige wurde von Gott dem Leib Christi hinzugef\u00fcgt, und jedes Glied hat seinen Platz, seine Rolle und seine Verantwortung, zur Erbauung des Leibes zu dienen. Ist dir das bewusst, dass du dazu beitragen kannst, dass dein Bruder und deine Schwester Christus \u00e4hnlicher wird? Dieses Privileg ist nicht nur f\u00fcr \u00c4lteste oder Prediger reserviert. Auch du kannst dazu beitragen.<\/p>\n<p>Du fragst dich: Wie? Wie mache ich das? Wie kann ich denn dazu beitragen, dass mein Bruder, meine Schwester in der Gemeinde christus\u00e4hnlicher wird? Was soll ich denn tun? Indem du Christus verk\u00fcndigst. Das war&#8217;s, Herr. Ihn verk\u00fcndigen wir. Indem du Christus verk\u00fcndigst, indem du ermahnst, indem du lehrst in aller Weisheit. Deine Verantwortung ist es, deinen Geschwistern diesen erhabenen Christus zu verk\u00fcndigen. Und dadurch werden sie erbaut werden. Und dadurch wachsen wir gemeinsam zum vollen Ma\u00df der Reife Christi hin.<\/p>\n<p>\u00dcber Christus zu lehren, in das Leben deiner Geschwister hineinzusprechen, sie zu ermahnen, wenn sie einen falschen Weg betreten oder in S\u00fcnde fallen \u2013 wir verk\u00fcndigen Christus mit dem Ziel, dass sie Christus \u00e4hnlicher werden. Genau das sehen wir, haben wir in 1. Johannes schon gesehen, und in 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18 sehen wir auch. 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18: \u201eWir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.\u201c<\/p>\n<p>Das letztendliche Ziel der Herrlichkeit, der Vervollkommenung, ist in der Zukunft. Heute ist es die st\u00fcckweise und schrittweise Verwandlung in das Bild \u2013 von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Und wie geschieht das? Wir m\u00fcssen Christus sehen. Wir m\u00fcssen die Herrlichkeit des Herrn sehen. Und das tun wir, indem wir Christus verk\u00fcndigen. Seht ihr, Christus zu verk\u00fcndigen, ihn zu sehen, ist das, was Menschen ver\u00e4ndert. Deswegen wiederum: Wenn wir irgendetwas anderes predigen oder anderes verk\u00fcndigen, als Christus verwendet, rauben wir den Menschen das, was sie ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Christus zu verk\u00fcndigen hat Auswirkungen auf einen Menschen. Die Botschaft, die diesen erhabenen Herrn behandelt, beinhaltet, schleift von einem Menschen die rauen Kanten ab, reinigt ihn von den Unreinheiten und formt ihn in das Bild dieses makelloses Sohnes Gottes. Seht ihr, Christus ist sowohl Inhalt unserer Verk\u00fcndigung, er ist auch das Ziel der Verk\u00fcndigung. Wir haben in den Versen 15 bis 23 gesehen: Christus ist&#8230; Die Sch\u00f6pfung, alles Geschaffene, ist in Christus, durch Christus und zu Christus hin geschaffen worden. Christus ist also Urheber und Ziel der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist es hier: Christus ist die Grundlage unserer Botschaft. Ohne ihn h\u00e4tten wir keine Botschaft zu verk\u00fcndigen. Sein Vers\u00f6hnungsdienst, Vers 21 und 22, ist es, das dieses Ziel der Tadellosigkeit \u00fcberhaupt vollkommen macht. Er ist aber auch das Ziel unserer Verk\u00fcndigung, n\u00e4mlich mehr Christus und Gleichf\u00f6rmigkeit mit Christus in den Menschen zu sehen. Christus ist Urheber und Ziel sowohl der Sch\u00f6pfung als auch unserer Verk\u00fcndigung. Das ist das Ziel der Verk\u00fcndigung: die vollkommene Darstellung in Christus, seinem Bilde gleichf\u00f6rmig zu sein.<\/p>\n<p>Kommen wir zu viertens: Das Ringen der Verk\u00fcndigung. Viertens, das Ringen der Verk\u00fcndigung, Vers 29: \u201eWorum ich mich auch bem\u00fche und k\u00e4mpfend ringe gem\u00e4\u00df seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt, in Kraft.\u201c Paulus sagt hier, er bem\u00fcht sich und k\u00e4mpfend rinkt er. Das sind starke Worte. Ja, das Wort \u201ebem\u00fchen\u201c bedeutet arbeiten, sich abzum\u00fchen. Es bedeutet intensive Arbeit, die erm\u00fcdet. Es kann k\u00f6rperliche Arbeit sein oder auch geistige Arbeit sein.<\/p>\n<p>Wir wollen aber verstehen: Wenn wir erm\u00fcdende Arbeit h\u00f6ren, denken wir vielleicht gleich daran, dass das negativ ist, aber die Bibel sieht das nicht als negativ. Arbeit, die erm\u00fcdet, ist nicht schlecht per se. Arbeit darf erm\u00fcden, soll sogar erm\u00fcden, wenn man ahaart und ordentlich arbeitet. Aber es betont einfach nur die Intensit\u00e4t und die M\u00fche der Arbeit. Zum Beispiel in Lukas 5, Vers 5 wird dieses Wort verwendet, wo Petrus beschreibt, dass sie die ganze Nacht hindurch sich bem\u00fcht haben, aber nichts gefangen haben. Also die M\u00fche eines Fischers, der die ganze Nacht Netze auswirft, aber leider nichts gefangen hat \u2013 das ist harte Arbeit. Ja, damit wird dieses Wort, daf\u00fcr wird dieses Wort verwendet.<\/p>\n<p>Paulus beschreibt seinen Dienst oft mit diesem Wort: &#8222;arbeiten&#8220; oder &#8222;m\u00fchen&#8220;. Er sagt in 1. Korinther Kapitel 4, 11 und 12 \u2013 sagt er, redet er davon, wie sie Hunger leiden, Durst leiden, nackt sind, mit F\u00e4usten geschlagen werden, keine bestimmte Wohnung haben, und dann sagt er: &#8222;Und m\u00fchen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen H\u00e4nden.&#8220; Paulus&#8216; Dienst wird oft mit diesen M\u00fchen beschrieben.<\/p>\n<p>In 2. Timotheus Kapitel 2 sagt&#8230; fordert Paulus Timotheus auf, an den Leiden als guter Streiter Christi Jesu Anteil zu nehmen. Er vergleicht die Arbeit mit einem Soldaten, jemand, der Kriegsdienst leistet (2. Timotheus Kapitel 2, ab Vers 3). Er vergleicht es mit einem Athleten, einem Wettk\u00e4mpfer, und er vergleicht die Arbeit mit einem Bauern. Und er sagt, die Arbeit des Bauers ist eine m\u00fchevolle und intensive Arbeit. Bei dem Vergleich mit den Bauern wird dasselbe Wort f\u00fcr Arbeit verwendet wie hier in Kolosser.<\/p>\n<p>In 1. Timotheus 5, Vers 17 wird das Wort verwendet, um \u00c4lteste, die in Wort und Lehre arbeiten, zu beschreiben. Ja, und ihr k\u00f6nnt gerne auch die anderen \u00c4ltesten in dieser Gemeinde fragen, wie viel Arbeit es ist und wie viel M\u00fche es ist, in Worten und Lehre zu arbeiten. Und was ich so sch\u00f6n finde, wie Paulus und wie der Heilige Geist dieses Wort auch im Neuen Testament verwendet: Die Verwendung dieses Wortes macht auch deutlich, dass dies eben nicht nur das M\u00fchlen von Predigern und \u00c4ltesten sind.<\/p>\n<p>R\u00f6mer Kapitel 16, Vers 6 und 12: Dort beschreibt Paulus seine Gr\u00fc\u00dfe und nennt zum Beispiel in R\u00f6mer Kapitel 16, Vers 6: &#8222;Gr\u00fc\u00dft Maria, die viel f\u00fcr euch gearbeitet hat.&#8220; &#8222;Arbeiten&#8220; \u2013 hier dasselbe Wort \u2013 die sich also abgem\u00fcht hat f\u00fcr euch. In Vers 12 im selben Kapitel, R\u00f6mer 16, hei\u00dft es: &#8222;Gr\u00fc\u00dft Tryph\u00e4ner und Tryphoser, die im Herrn arbeiten. Gr\u00fc\u00dft Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn.&#8220; Seht ihr, liebe Schwester? Paulus geschricht hier von Schwestern, die m\u00fchevoll arbeiten. Das sind keine \u00c4ltesten, das sind normale Geschwister, wenn wir sie so nennen wollen, die sich aber f\u00fcr die Gemeinde abm\u00fchen. Siehst du, dass dieses Abm\u00fchen nicht reserviert ist f\u00fcr Apostel oder \u00c4lteste oder so? Auch du kannst so arbeiten. Auch du kannst wie eine Maria sein, eine Tryf\u00e4ner oder eine Tryfosa oder eine Persis.<\/p>\n<p>Paulus nennt aber \u2013 sagt nicht nur \u2013 M\u00fchen, Arbeiten; er bem\u00fcht sich nicht nur, k\u00e4mpfend ringt er. Auch ein starkes Wort. Es beschreibt schweren Kampf. Es kann im Kontext von physischer Auseinandersetzung verwendet werden, wie Krieg oder Sport. Im Sinne von Johannes 18, Vers 36; dort sagt Jesus: &#8222;Wenn mein Reich von dieser Welt w\u00e4re, h\u00e4tten meine Diener gek\u00e4mpft.&#8220; Also kriegerisches K\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>In 1. Korinther Kapitel 9 \u2013 schlagen wir kurz 1. Korinther Kapitel 9 auf, Verse 24 bis 27 \u2013 1. Korinther Kapitel 9, 24 bis 2: &#8222;Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empf\u00e4ngt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der k\u00e4mpft&#8220; \u2013 hier haben wir das Wort &#8222;k\u00e4mpfen&#8220; \u2013 &#8222;ist enthaltsam in allem. Jene freilich, damit sie einen verg\u00e4nglichen Siegeskreis uns empfangen. Wir aber einen unverg\u00e4nglichen. Ich laufe nun so, nicht wie ins Ungewisse. Ich k\u00e4mpfe so, nicht wie einer, der in die Luft schl\u00e4gt, sondern ich zerschlage meinen Leib und knechte ihn, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.&#8220;<\/p>\n<p>Paulus vergleicht seinen Dienst mit dem eines&#8230; mit dem Leben eines olympischen oder \u2013 im korinthischen Kontext \u2013 istmischen Wettk\u00e4mpfers. Erst dem L\u00e4ufer, dann dem Ringer, dem K\u00e4mpfer. Ein olympischer Athlet f\u00fchrt ein radikales Leben, gepr\u00e4gt von Enthaltsamkeit und harter Arbeit. Ein olympischer Athlet hat nicht immer Spa\u00df und will nicht immer auf seine Ern\u00e4hrung achten und den Sport tun und sich abm\u00fchen. Denkt euch an die harte Routine eines olympischen Athletens. Denkt daran und stellt euch das vor. Damit vergleicht Paulus seinen Dienst. Das macht \u2013 und genau so eine Radikalit\u00e4t im Kampf, in Enthaltsamkeit, in Heiligung und in M\u00fche \u2013 macht den Dienst des Apostel Paulus aus.<\/p>\n<p>Im Kolosserbrief selbst haben wir ein weiteres Mal dieses Wort &#8222;k\u00e4mpfen&#8220;. In Kapitel 4, Vers 12 hei\u00dft es: \u201eEs gr\u00fc\u00dft euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der alle Zeit f\u00fcr euch ringt in den Gebeten, dass ihr vollkommen und v\u00f6llig \u00fcberzeugt in allem Willen Gottes dasteht.\u201c Hier verwendet Paulus das Wort \u201eRingen\u201c; hier ist dasselbe Wort, um zu beschreiben, wie Epaphras f\u00fcr die Kolosser betet. Er ringt und k\u00e4mpft im Gebet f\u00fcr sie. Und zwar wof\u00fcr? Dass ihr vollkommen seid, unter anderem. Dasselbe Wort \u201evollkommen\u201c, was wir auch in Vers 28 hatten: vollkommen, untadelig, unstr\u00e4flich.<\/p>\n<p>Und Epahras k\u00e4mpft im Gebet f\u00fcr die Kolosse, damit sie vollkommen sein m\u00f6gen. Auch hieran erkennst du: Dieser Kampf geschieht nicht und dieser Dienst geschieht nicht nur von der Kanzel aus. Nein, dieser Dienst kann beginnen in der stillen Kammer des Gebets. Du willst wissen: Wie kann ich denn dazu beitragen, meinen Geschwister, zur Vervollkommnung meiner Geschwister beitragen? Du kannst f\u00fcr sie im Gebet ringen und daf\u00fcr k\u00e4mpfen. Du musst nicht hier vorne stehen, um das zu tun. Wenn wir an harte Arbeit f\u00fcr die Gemeinde oder im Dienst denken, denken wir schnell an Dienste, die von Menschen gesehen werden. Aber den Dienst, den nur Gott sieht \u2013 auch der ist vor Gott so wertvoll und so wichtig f\u00fcr die Vervollkommnung der Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Paulus m\u00fcht sich also ab und ringt wie ein Athlet in seiner Verk\u00fcndigung. Wof\u00fcr? Wof\u00fcr macht Paulus das? Vers 29 beginnt wie? \u201eWorum ich mich auch bem\u00fche.\u201c Warum, Paulus? \u201eUm jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.\u201c F\u00fcr dieses Ziel m\u00fcht er sich ab, gibt sich hin und k\u00e4mpft wie ein olympischer Athlet und ringt, damit die Gl\u00e4ubigen dem Bilde Christi \u00e4hnlich werden.<\/p>\n<p>In Philippa Kapitel 2, Vers 17 sagt er: \u201eWenn ich aber auch als Trankopfer \u00fcber das Opfer und den Dienst eures Glaubens gesprengt werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.\u201c Paulus w\u00fcrde sich sogar freuen, wenn er f\u00fcr den Dienst in seinem Dienst f\u00fcr die Gemeinde wie ein Trankopfer v\u00f6llig ausgegossen wird. Was hei\u00dft das hier konkret? Paulus ist ja im Gef\u00e4ngnis w\u00e4hrend des Kolosserbriefs \u2013 oder des Philippabriefes auch \u2013 und wartet das Urteil des Kaisers ab, ob er vielleicht doch freigelassen wird irgendwann oder ob er hingerichtet werden wird. Und Paulus w\u00e4re bereit, sein Leben f\u00fcr den Dienst an der Gemeinde hinzugeben. So weit geht sein Kampf. So sehr, so weit ist er bereit, sich abzum\u00fchen und zu k\u00e4mpfen f\u00fcr die Vervollkommnung der Gl\u00e4ubigen. Er w\u00fcrde sogar wahr bis zum Tod gehen. Und sp\u00e4ter ist es ja genau auch dazu im Leben von Paulus gekommen, dass er f\u00fcr dieses Ziel sein Leben gab.<\/p>\n<p>Es gibt ein Zitat, das ich in einer Predigt geh\u00f6rt habe, was sehr zu diesem Thema passt: \u201eDie Arbeit des Dieners zehrt an ihm. Wie die Kerze vergeht er, w\u00e4hrend er scheint. Die Arbeit des Dieners zehrt an ihm. Wie die Kerze vergeht er, w\u00e4hrend er scheint.\u201c Das ist das M\u00fchen und das K\u00e4mpfen eines Dieners der Gemeinde. Er gibt alles und sein Leben hin, um zu scheinen. Und er ist bereit, dabei selbst zu vergehen, wenn er damit doch nur leuchten m\u00f6ge seinen Geschwistern.<\/p>\n<p>Ist das dein Ziel, wenn du in die Gemeinde kommst? Wenn du in den Gottesdienst kommst, wenn du zum Gebet, zum Bibelstudium kommst? Verfolgst du dieses Ziel, dass in deinen Geschwistern mehr von Christus zu sehen ist, dass sie der Vervollkommnung einen Schritt n\u00e4her kommen, damit sie eines Tages in der Zukunft vollkommen in Christus dargestellt werden? Ist das dein Ziel, wenn du dich nach dem Gottesdienst zur Gemeinschaft gesellst? In deinem Bruder oder deiner Schwester mehr Christus zu sehen? Bist du bereit, daf\u00fcr zu leiden und f\u00fcr dieses Ziel dir alle M\u00fche zu geben? Wirst du, um deine Geschwister in Christus vollkommen darzustellen, deine Zeit, deine Ressourcen, deine Abende oder Nachmittage, deine Bequemlichkeiten und deine Gewohnheiten opfern? Wie vorhin in 1.<\/p>\n<p>1. Korinther 9, wir gesehen haben, bist du bereit, dich wie ein olympischer Athlet in Enthaltsamkeit und Heiligung zu \u00fcben, damit du deinem Bruder ein Vorbild sein kannst? Und eine Ermutigung sein kannst im Kampf gegen die S\u00fcnde? K\u00e4mpfst du ringend und m\u00fchst du dich ab f\u00fcr das Ziel, das in deinem Bruder und in deiner Schwester mehr von Christus zu sehen ist? Ist es das, dein Ziel, wenn du in die Gemeinde kommst? Bist du bereit, wie eine Kerze zu vergehen, um deinem Bruder wie eine Kerze zu leuchten? Christus zu verk\u00fcndigen, Christus aufzuzeigen, damit er Christus \u00e4hnlicher werden kann.<\/p>\n<p>Du h\u00f6rst das alles und denkst dir: \u201ePff, das ist aber viel. Das schaffe ich nicht. Ich bin nicht so stark. Ich, wer bin ich denn? Und wie soll ich das denn machen, dass ich dazu beitrage, dass mein Bruder oder meine Schwester in der Gemeinde Christus \u00e4hnlicher wird?\u201c Wenn du das denkst, dann lass mich dir zeigen, wie Paulus so ein Diener sein konnte und woher er die Kraft f\u00fcr dieses Ringen nimmt.<\/p>\n<p>Der Rest von Vers 29: \u201eGem\u00e4\u00df seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.\u201c Woher kommt? Woher kann Paulus sich so abm\u00fchen, so ringen f\u00fcr das Wohl des Gl\u00e4ubigen? Er tut es gem\u00e4\u00df, entsprechend seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft. Wirksamkeit des Wortes Energia wird oft und meistens eigentlich daf\u00fcr beschrieben, um \u00fcbernat\u00fcrliche Kraft oder ganz speziell Gottes Kraft zu beschreiben. \u201eWirksamkeit, die in mir wirkt.\u201c Es ist dasselbe Wort in Verbform, also Wirksamkeit, die in mir wirkt. Beides ist diesen Stamm Energia drinnen. Paulus wiederholt die Worte bez\u00fcglich Kraft hier. Und dann hei\u00dft es ja: \u201edie in mir wirkt\u201c, und dann nochmal: \u201ein Kraft\u201c. Dynamis \u2013 ein weiteres Wort f\u00fcr Kraft. Paulus stapelt also hier in kurzer Abfolge viele Worte der Kraft aufeinander, um die Kraft Gottes zu betonen und die Gr\u00f6\u00dfe dieser Kraft zu betonen.<\/p>\n<p>Paulus m\u00fcht sich und k\u00e4mpft, die Kraft kommt aber von Gott. Er tut das nicht aus seiner eigenen Kraft heraus, sondern es ist Gottes \u00fcbernat\u00fcrliche Kraft, die in ihm wirkt. Nicht meiner Kraft \u2013 seiner Kraft, die in mir wirkt in Kraft. Es ist zwar Paulus, der k\u00e4mpfen dringt; in diesem Bem\u00fchen ist es aber Gottes Kraft, die wirkt. Es wirkt fast wie ein Widerspruch. Paulus, was ist denn jetzt? Wirkst du oder bem\u00fchst du dich ab und k\u00e4mpfst du, oder ist es Gott? Es wirkt wie ein Widerspruch, aber es spiegelt genau diese parallelen Wahrheiten wider, die das christliche Leben und den christlichen Dienst ausmachen.<\/p>\n<p>Ich m\u00fche mich ab, aber Gott wirkt. Ich kann nicht&#8230; es gibt diesen Satz im Englischen: \u201elet go and let God\u201c, so im Deutschen w\u00fcrde man sagen: \u201elass los und lass Gott\u201c. Ja, ich kann mich nicht zur\u00fccksetzen und gem\u00fctlich bleiben und sagen: \u201eJa, Gott wirkt ja, ich muss ja gar nichts machen.\u201c Nein, du sollst dich bem\u00fchen. Du sollst k\u00e4mpfend ringen. Aber das hei\u00dft nicht, dass ich das aus meiner eigenen Kraft heraustue. Die Kraft und die Quelle dieser Kraft ist Gott. Seine Kraft ist es, die in mir wirkt. Beides ist wahr und beides ist wichtig.<\/p>\n<p>Und passend zu Ostern werden diese Worte der Kraft und Energie oft im Zusammenhang mit der Auferstehung verwendet. Zum Beispiel nur ein Kapitel sp\u00e4ter, in Kolosser Kapitel 2, Vers 12, hei\u00dft es: \u201eMit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.\u201c Auch in Epheser Kapitel 1, Verse 19 bis 21 \u2013 wir haben vor einigen Monaten dar\u00fcber gepredigt hier \u2013 geht es darum, dass die Auferstehung uns die Gr\u00f6\u00dfe dieser Kraft illustriert. Die Auferstehungskraft, Tod und Teufel und S\u00fcnde besiegende Kraft, steht dem Gl\u00e4ubigen zur Verf\u00fcgung. Denn in der Auferstehung wurde die Macht, die seit dem S\u00fcndenfall \u00fcber die Sch\u00f6pfung geherrscht hat, besiegt. Der Tod konnte Jesus nicht halten. S\u00fcnde konnte ihn nicht halten. Das Grab konnte ihn nicht halten.<\/p>\n<p>Wenn du also die Auferstehung siehst, wenn du heute an Ostern \u00fcber die Auferstehung und den Triumph Christi nachdenkst, dann wirst du sehen, wie viel Kraft dir zur Verf\u00fcgung steht, damit du dein Leben derartig hingeben kannst. Der Diener der Gemeinde Christi: Er verk\u00fcndigt Christus, damit er in jedem Menschen, damit jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt werden kann. Er tut das mit M\u00fchen und K\u00e4mpfen und Ringen, mit der Kraft Gottes, die in ihm wirkt.<\/p>\n<p>Lasst uns zum Schluss kommen. In diesem ganzen Abschnitt hat Paulus seinen Dienst beschrieben. Und als Diener der Gemeinde des Leibes Christi freut er sich nicht nur in seinem Leiden, sondern er pr\u00e4sentiert sich als ein von Gott berufener Diener und Verwalter, das Geheimnis des innerwohnenden Christus zu verk\u00fcndigen. Christus ist die Essenz seiner Verk\u00fcndigung. Und dabei ermahnt er und lehrt er jeden Menschen. Und der Diener des Leibes Christi bem\u00fcht sich und ringt daf\u00fcr, um in seinen Geschwistern mehr und mehr Vervollkommnung zu sehen. In seinem Bem\u00fchen ist es aber die \u00fcbernat\u00fcrliche Auferstehungskraft Gottes, die in ihm wirkt.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hieraus lernen und anwenden? Es ist dieselbe aber Anwendung wie vergangene Woche: Verk\u00fcndige jedem Menschen Christus. Das ist der Auftrag des Dieners der Gemeinde Christi. Verk\u00fcndige jedem Menschen Christus. \u201eIhn verk\u00fcndigen wir\u201c, hei\u00dft es in Vers 28. Und ich m\u00f6chte es erneut betonen \u2013 wir haben es die vergangenen Wochen mehrfach gesehen: Jeder Gl\u00e4ubige ist ein Diener der Gemeinde.<\/p>\n<p>Der Dienst ist nicht nur der, der von Menschen hier vorne geschieht oder von Menschen gesehen wird. Das Kommen zu den Versammlungen ist Dienst. Zum Bibelstudium der Schwestern zu kommen, gemeinsam zu lernen, sich darauf vorzubereiten, she gegenseitig in Gespr\u00e4ch nach dem Gottesdienst or even to ermutigen, Anliegen auszutauschen, zur Gebetstunde to come, for another to bet, zum Gottesdienst zu kommen, vorbereitet to come, mit Gebet zu kommen. Mitzusingen, in der Predigt zu folgen, Gemeinschaft zu haben, sich auszutauschen, Essen mitzunehmen, mit anzupacken, die Gemeinde finanziell zu unterst\u00fctzen \u2013 all das sind verschiedenste Formen des Dienstes, die jeder tun kann.<\/p>\n<p>Und vergangene Woche und heute: Ein ganz bestimmter Aspekt dieses Dienstes ist, dass du Christus verk\u00fcndigen sollst. Als Diener der Gemeinde Christi, also als jeder Gl\u00e4ubiger, ist es deine Aufgabe, dein Auftrag, Christus zu verk\u00fcndigen. Wir haben gesehen, vergangene Woche, der Kern deiner Botschaft ist diese Person, diese Erhabenheit und die Gr\u00f6\u00dfe der Person Jesu Christi. Du verk\u00fcndigst Christus, indem du lehrst und indem du ermahnst, jeden Menschen ohne Ansehen der Person. Und heute haben wir gesehen, wie das geschehen soll: mit M\u00fchen, mit Opferbereitschaft, mit Kampf. Mit dem Ziel, dass jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt wird, jeder Mensch in Christus \u00e4hnlicher wird.<\/p>\n<p>Und so m\u00f6chte ich dich fragen: Mit welcher Haltung kommst du in die Gemeinde? Kommst du als Konsument, wie zum Beispiel ins Kino? Du setzt dich auf deinen Platz und hoffst, die Vorstellung heute ist zumindest etwas unterhaltsam. Mit welcher Haltung siehst du auf deine Geschwister? Wenn du deinen Bruder oder deine Schwester, die neben dir sitzen, anschaust, hast du den Drang und den Eifer, in ihnen zu dienen, damit sie Christus \u00e4hnlicher werden? Bist du bereit, daf\u00fcr zu ackern, dich abzum\u00fchen, zu k\u00e4mpfen und zu ringen?<\/p>\n<p>Bist du bereit, Opfer zu bringen, damit in deinen Geschwistern Christus gro\u00df gemacht wird? Wir haben vorhin bereits gesehen: Bist du bereit, deine Priorit\u00e4ten zu \u00e4ndern, deinen Wochenplan zu \u00e4ndern, damit du dir Zeit nehmen kannst, um zum Beispiel im Gebet f\u00fcr deine Geschwister zu bringen? Bist du bereit, deine Priorit\u00e4ten zu \u00e4ndern, damit du zu den Versammlungen kommen kannst? Bist du bereit, deine Gem\u00fctlichkeit zu opfern und deine Bequemlichkeiten zu opfern, um vorbereitet zu sein auf die Versammlungen, mit Gebet?<\/p>\n<p>Wenn die Schwestern sich treffen und diese Hausaufgaben haben: Bist du bereit, dir die Zeit zu nehmen, diese Hausaufgaben zu tun, um vorbereitet zu sein und so deinen Schwestern zu dienen? Bist du bereit, deine Gewohnheiten zu opfern, damit du dein Haus \u00f6ffnen kannst, um deinen Geschwistern zu dienen?<\/p>\n<p>Bist du bereit, auch wenn du m\u00fcde bist, auch wenn du schon ersch\u00f6pft bist, nach einer harten Woche oder nach einem harten Tag, nach dem Gebet dir noch Zeit zu nehmen, um dem \u2013 um der Sorge deines Bruders zuzuh\u00f6ren? Um der Frage \u2013 um die Frage zu beantworten, die er vielleicht haben m\u00f6ge? Um vielleicht f\u00fcr ihn zu beten?<\/p>\n<p>Bist du bereit, wie ein olympischer Athlet dich selbst in Enthaltsamkeit und Heiligung zu \u00fcben? In deiner Heiligung zu k\u00e4mpfen und zu ringen, damit du deinem Bruder helfen kannst und ein Vorbild sein kannst in seinem Kampf und mit Versuchungen und S\u00fcnde? Und so bitte ich dich, lieber Zuh\u00f6rer, wenn du gl\u00e4ubig bist: So, wenn es sein muss, \u00e4ndere deine Wochen- oder Tagesplanung, \u00e4ndere deine Priorit\u00e4ten. Denke dar\u00fcber nach, konkret, wie du deinem Bruder und deiner Schwester dienen kannst. Plane, wie du ihnen dienen kannst.<\/p>\n<p>Und ich betone erneut: Dienen bedeutet nicht nur das, was vor Augen geschieht, vor den Augen der Menschen geschieht. Dienen kann damit beginnen, dass du im Gebet f\u00fcr deine Geschwister ringst. Ich frage dich: Ringst du im Gebet f\u00fcr deine Geschwister? Fang doch dort an. Du willst dienen, du willst dazu beitragen, dass deine Geschwister Christus \u00e4hnlicher werden \u2013 k\u00e4mpfst du im Gebet f\u00fcr sie? Nimmst du dir daf\u00fcr die Zeit? Oder bist du nur so von dir selbst konsumiert, dein Leben dreht sich nur um dich selbst, dass gar nicht die Zeit und der Gedanke da ist, um f\u00fcr deine Geschwister zu ringen und zu k\u00e4mpfen?<\/p>\n<p>Indem du beginnst, dich selbst mit Gottes Wort zu erf\u00fcllen. Indem du deiner Familie dienst, als Ehemann deiner Frau dienst und sie im Wasserbad des Wortes reinigst. Als Eltern, indem ihr euren Kindern dient, sie in der Zucht, in der Mahnung und in der Zucht und Unterweisung des Herrn aufbringt. Diene deinen Geschwistern, indem du dich selbst mit Gottes Wort erf\u00fcllst und in der Heiligung voranschreitest. Beginne bei dir selbst und in deiner Familie, aber h\u00f6r nicht bei dir selbst und deiner Familie auf.<\/p>\n<p>Diene deinen Geschwistern, indem du zu den Versammlungen kommst. Hebr\u00e4er Kapitel 10, 24 und 25: \u201eLasst uns aufeinander Acht haben und um uns zu Liebe und zu guten Werken anzureizen, wie indem wir unser Zusammenkommen nicht vers\u00e4umen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern und das umso mehr, je mehr ihr den Tag heran seht.\u201c Diene, indem du kommst. Fang einfach an. Es muss nicht das Gro\u00dfe, von Menschen Gesehene sein.<\/p>\n<p>Diene, indem du betest. Dienen, indem du selbst das Wort Gottes liest. Dienen, indem du selbst dich in der Heiligung und Heilsamkeit voranbringst, in der Kraft Gottes. Diene, indem du zu den Versammlungen kommst. Diene, indem du die Beziehungen zu den Geschwistern pflegst. Lerne deine Geschwister kennen und lass sie in dein Leben hinein. \u00d6ffne dein Haus, sei gastfreundlich, nimm dir Zeit f\u00fcr sie, ob nach dem Gottesdienst, ob in den anderen Versammlungen oder auch so.<\/p>\n<p>Rede davon, wie Christus in deinem Leben gewirkt hat. Rede dar\u00fcber, wor\u00fcber du diese Woche gestaunt hast. Verk\u00fcndige Christus, indem du \u00fcber ihn redest. Stell dich nicht in das Zentrum des Gespr\u00e4chs, sondern stell Christus und seine Herrlichkeit und seine Erhabenheit in das Zentrum. Verk\u00fcndige deinen Geschwistern Christus, indem du sie ermahnst. Schau deinem Bruder oder deiner Schwester nicht zu, wie er sich auf dem falschen Weg befindet, sondern sprich in sein Leben hinein mit Sanftmut und in Liebe. Zeige ihm anhand der Schrift, \u00fcberf\u00fchre ihn anhand der Schrift und unterweise ihn auf den richtigen Weg.<\/p>\n<p>Ich habe es vergangene Woche gesagt: Lasst uns eine Gemeinde sein, die sich gegenseitig Christus verk\u00fcndigt. Lasst uns keine Gemeinde sein, die nur oberfl\u00e4chlich einfach zusammenkommt, die Routine abspielt.<\/p>\n<p>Und einfach so daherlebt. Lasst uns eine Gemeinde sein, die sich gegenseitig Christus verk\u00fcndigt. Lasst uns eine Gemeinde sein, wo jedes Glied seine Rolle und seinen Teil dazu beitr\u00e4gt, damit wir aufgebaut werden zu Christus. M\u00f6ge ihm alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>\n<p>Lass uns beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass das Ziel des Vers\u00f6hnungswerkes Christi nicht damit einfach endet, dass wir drinnen sind, dass wir erl\u00f6st sind und in unserer Stellung und Position gerecht und heilig sind. Wie sch\u00f6n ist es, und was f\u00fcr eine Gnade ist es, dass du als Ziel noch so viel mehr verfolgst, n\u00e4mlich dass wir auch in unserem Wandel vollkommen sind \u2013 ohne Fehl, ohne Mangel, heilig und unstr\u00e4flich und tadellos.<\/p>\n<p>Vater, ich danke dir, dass du uns nicht einfach nur errettest und dann losl\u00e4sst. Ich danke dir auch, dass du uns nicht einfach alleine als Gl\u00e4ubige in diese Welt gestellt hast, als Errettete und neuem Geborene, sondern du hast uns deiner Gemeinde hinzugef\u00fcgt. In deiner Gnade and in deiner Forschung, die Gemeinde and the Geschwister zu verwenden, damit wir uns gegenseitig dienen, um gemeinsam zum vollen Ma\u00df der Reife Christi hinzuwachsen.<\/p>\n<p>Wir danken dir f\u00fcr diesen Segen der Gemeinde. Wir danken dir f\u00fcr das Geschenk der Geschwister. Wir danken dir, dass wir \u2013 dass wir Unw\u00fcrdige \u2013 einen Teil und einen Beitrag dazu leisten d\u00fcrfen, in deinem Plan und in deinem Wirken einen Gl\u00e4ubigen dem Bilde deines Sohnes gleichf\u00f6rmig zu machen. Das ist so ein Privileg, Vater.<\/p>\n<p>Und ich bitte dich darum, dass wir doch dementsprechend leben m\u00f6gen. Dass wir bereit sind, uns aufzuopfern f\u00fcr unsere Geschwister mit dem Ziel \u2013 nicht um uns selbst zu pr\u00e4sentieren oder Ehre vor Menschen zu haben, sondern mit dem Ziel, dass sie Christus \u00e4hnlicher werden. Gib uns die Bereitschaft, selbst zu vergehen, v\u00f6llig in Vergessenheit zu geraten, wenn dadurch unsere Geschwister der vervollkommend und einen Schritt n\u00e4her kommen m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Vater, ich bitte dich darum, schenke diese Haltung in unseren Herzen. Wenn wir t\u00e4glich durch unser Leben gehen, unseren Tag planen, wenn wir beten, wenn wir die Schrift lesen, wenn wir auf unsere Woche blicken: Erf\u00fclle uns mit der Haltung, dass wir doch Diener der Gemeinde sind und dass es unser Ziel ist, dass unsere Geschwister in Christus vollkommen dargestellt werden.<\/p>\n<p>Mach uns das deutlich, wenn wir in dieser Welt unterwegs sind, dass wir auch den Ungl\u00e4ubigen in dieser Welt, den Verlorenen, den Christus verk\u00fcndigen. Diesen Christus, diesen Auferstandenen in Christus verk\u00fcndigen, damit sie \u2013 auch sie eines Tages, nachdem sie gl\u00e4ubig geworden sind \u2013 auch eines Tages vollkommen in Christus dargestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bitte dich, Vater, gib uns diese Bereitschaft. Erf\u00fclle uns mit Christus. Erf\u00fclle uns mit seinem Wort und lass uns staunen \u00fcber seine Gr\u00f6\u00dfe und seine Erhabenheit, sodass wir nicht anders k\u00f6nnen als mit Eifer und Ringen und Kampf, gekr\u00e4ftigt und mit der wirksamen Kraft, die von dir kommt, uns abzum\u00fchen, damit Christus vollkommen wird in unseren Geschwistern, damit sie in Christus vollkommen dargestellt werden.<\/p>\n<p>Ich bitte dich darum. Ich bitte dich darum, dass du uns das vor Augen machst und dass du auch uns daf\u00fcr die Bereitschaft schenkst, Belehrung und Ermahnung anzunehmen \u2013 zu geben, aber auch anzunehmen \u2013 sodass wir einander dienen, einander schleifen und einander erbauen, gegenseitig, um gemeinsam alle zu Christus hin, zu unserem Haupt zu wachsen. Ihm m\u00f6ge alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge dem Namen unseres Herrn, m\u00f6ge dem Namen Jesu Christi alle Ehre zuteil werden. Schlagen wir auf den Kolossabrief, Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 24 bis 29. 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