{"id":2413,"date":"2026-04-27T22:50:35","date_gmt":"2026-04-27T20:50:35","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2413"},"modified":"2026-05-11T22:38:05","modified_gmt":"2026-05-11T20:38:05","slug":"wandelt-in-christus-teil-2","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/wandelt-in-christus-teil-2\/","title":{"rendered":"Wandelt in Christus \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge dem Namen unseres Herrn, m\u00f6ge dem Namen Jesu Christi aller Ehre zuteil werden. Schlagen wir den Text f\u00fcr die heutige Predigt auf. Schlagen wir auf Kolossabrief, Kapitel 2, und lasst uns lesen die Verse 6 bis 7. Kolosserbrief, Kapitel zwei, die Verse sechs bis sieben: \u201eWie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihn. Gewurzelt und aufverbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, du hast uns dein genugsames, fehlerloses und irrtumsloses Wort geschenkt. Und du hast uns das Privileg geschenkt, dein Wort auch in Liedern singen zu d\u00fcrfen. Oh, wel sch\u00f6ne Lieder hast du uns geschenkt, um unsere Herzen zu erf\u00fcllen mit Wahrheiten \u00fcber dich und \u00fcber deinen Sohn. Wenn wir deine Sch\u00f6pfung betrachten, wenn wir in dein Wort schauen, wenn wir deinen Sohn erkennen d\u00fcrfen und seine Herrlichkeit sehen d\u00fcrfen \u2013 wie erf\u00fcllt das unser Herz? Unser Herz jaucht, unser Herz freut sich und staunt und ist erf\u00fcllt mit der Herrlichkeit deines Sohnes. Wenn wir ihn sehen d\u00fcrfen \u2013 sein Wesen, seine Erhabenheit, sein Wandeln auf der Erde, seinen stellvertretenden Tod an unserer Stelle, seine Auferstehung, wie er uns nun vertritt vor dir und wenn wir dar\u00fcber nachsinnen, dass er wiederkommen wird \u2013 all diese Dinge, sie erf\u00fcllen unsere Herzen mit Freude, mit Staunen, mit Anbetung.<\/p>\n<p>Vater, ich bitte dich darum: Diese Stunde m\u00f6ge doch dazu gebraucht werden. Gebrauche diese Stunde daf\u00fcr, dass dein Sohn verherrlicht wird. Mache uns Jesus Christus, den Herrn, gro\u00df, sodass wir so wandeln m\u00f6gen, wie wir ihn empfangen haben; sodass, was wir eben gesungen haben, dass sein Wesen durch uns scheint, als Spiegel seiner Herrlichkeit. M\u00f6ge das doch geschehen auch heute durch diese Predigt, durch die Verk\u00fcndigung deines Wortes. Segne diese Zeit und verherrliche dich. Segne die Zuh\u00f6rer und schenke ihnen Geh\u00f6r, schenke ihnen Achtsamkeit, ich bitte dich. Sprich durch mich als ein Werkzeug der Verk\u00fcndigung deines Wortes, sodass du verherrlicht wirst und die Gemeinde erbaut wird. Im Namen deines Sohnes. Amen.<\/p>\n<p>Wir sind wahrlich gesegnet mit wundersch\u00f6nen Liedern. Und es ist eine Freude, diese Lieder zu singen. Aaron, wenn du kurz mal eine Folie zur\u00fcckgehen kannst \u2013 dieses letzte Lied, das wir gesungen haben, haben wir gesungen in der zweiten Strophe: \u201eMein Leben will ich Christus weinen, sodass sein Wesen durch mich scheint. Als Spiegel seiner Herrlichkeit \u2013 die Ehre sei dir, Herr.\u201c Danke, Aaron, du kannst wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Anliegen! M\u00f6ge das doch auch unser Anliegen sein. Und dieses Anliegen und diese Zeilen in diesem Lied fassen auch so gut und passen auch so gut zu unserem heutigen Text, den wir begonnen haben, uns vergangene Woche anzuschauen: n\u00e4mlich der christliche Wandel, der weit dar\u00fcber hinausgeht, einer kalten, distanten To-do-Liste oder einer Liste von Verboten und Geboten zu gehorchen, sondern dass der christliche Wandel ein Wandel ist, der aus der Einheit mit Christus herausflie\u00dft. Ein Wandel, der mehr ist als Gesetzlichkeit, der weit mehr ist als auch Gesetzlosigkeit, aber ein Wandel, in dem es darum geht, dass das Wesen Christi durch mich scheint, dass sein Wesen sichtbar wird und dass meine Einheit mit ihm meinen Wandel kennzeichnet.<\/p>\n<p>Ich habe mir die Frage gestellt: Was w\u00e4re, wenn die Bibel nicht die Bibel w\u00e4re, die wir in unserer Hand h\u00e4tten, sondern was, wenn die Schrift ein Regelbuch w\u00e4re, ein moralisches Werk, das jede Lebenssituation und jeden Lebensumstand bis ins kleinste Detail regelt durch Verbote und Gebote? Was w\u00e4re, wenn die Bibel so w\u00e4re? Ich habe mir einige Beispiele \u00fcberlegt. Zum Beispiel \u2013 stellen wir vor, die Bibel w\u00e4re ein Buch, wo es hei\u00dft: \u201eWenn du morgens aufstehst und schlecht geschlafen hast, dann warte 10 Sekunden, bevor du sprichst, um unfreundliche Worte zu vermeiden.\u201c<\/p>\n<p>Rufe deine Eltern einmal pro Woche an und rede mindestens f\u00fcnf Minuten mit ihnen, damit du ihnen Ehre zeigst. Oder kaufe deiner Frau zum Jahrestag Blumen im Wert von mindestens so und so viel Euro, um Wertsch\u00e4tzung auszudr\u00fccken. Wenn du im Stau stehst, bete genau drei Minuten, um Geduld zu lernen. Wenn du jemandem begegnest, l\u00e4chle mindestens zwei Sekunden, um Freundlichkeit zu zeigen.<\/p>\n<p>Stellt euch vor, die Bibel w\u00e4re so ein Buch: Voller Regeln, voller Do&#8217;s and Don&#8217;ts, Verbote und Gebote, die jedes kleinste Detail unseres Lebens so regeln w\u00fcrden. Einige dieser Regeln, sogenannten Regeln, sind an sich nicht unbedingt falsch. Sie k\u00f6nnen sogar weise sein, hilfreich sein. Es kann gut sein, seiner Frau zum Jahrestag Blumen zu kaufen oder seine Eltern regelm\u00e4\u00dfig anzurufen, um ihn in die Ehre zu weisen. Das kann alles gut sein.<\/p>\n<p>Aber wenn die Bibel ein Buch w\u00e4re, das nur aus so einer Liste bestehen w\u00fcrde, aus Regeln, die sich in bis ins kleinste Detail&#8230; Das Lebens beschreiben und verboten und verbieten und gebieten, w\u00e4re der christliche Wandel nicht mehr als nur das kalte Befolgen von Regeln. Stattdessen sagt die Bibel, wie hier an dieser Stelle, statt uns diese bis ins kleinste Detail gehenden Regeln und Gesetze zu geben, spricht die Bibel wie in diesem Text, in unserem heutigen Text: Wandelt in Christus. Nicht nur wandelt in Christus; es hei\u00dft: Wandelt, wie ihr Christus empfangen habt, so wandelt in ihm. Das ist das grundlegende Prinzip und der grundlegende Befehl, Imperativ, des christlichen Wandels: Wandele in Christus so, wie du ihn empfangen hast.<\/p>\n<p>Das mag auf erster Linie erstmal oberfl\u00e4chlich und etwas vage erscheinen. Paulus, was sollen wir jetzt tun? Was hei\u00dft das, wandelt in Christus? Aber wenn wir diesen Befehl, wenn wir dieses grundlegende Prinzip richtig verstehen, geht das viel tiefer als jede oberfl\u00e4chliche Regel, die wir uns ausdenken k\u00f6nnen. Denn die Regeln von oben \u2013 ja, l\u00e4chle zwei Sekunden, kaufe deiner Frau Blumen, bete drei Minuten im Stau \u2013 wie gesagt, alles das kann hilfreich sein. Ich sage nicht, dass diese Dinge an sich schlecht sind, aber die Bibel ist nicht uns so gegeben, oder der christliche Wandel ist nicht bestimmt durch solche Regeln.<\/p>\n<p>Denn diese Regeln von oben, die k\u00f6nnen mehr oder weniger von jedem Menschen erf\u00fcllt werden, ob gl\u00e4ubig oder ungl\u00e4ubig. Jeder kann die Regel befolgen, einmal in der Woche seine Eltern anzurufen, um ihnen Wertsch\u00e4tzungen auszudr\u00fccken und sie zu ehren. Jeder kann kalt, herzlos irgendwelchen Regeln folgen. Aber der Befehl \u201eWandle in Christus, so wie du ihn empfangen hast\u201c kann nur von jemandem befolgt werden, der Christus wahrlich empfangen hat.<\/p>\n<p>Seht ihr, wie dieser Befehl viel tiefer geht? Es geht darum, deinen Wandel daran zu orientieren, wie du Christus empfangen hast. Und wenn du Christus nicht empfangen hast, wenn du nicht eins geworden bist in deine Einheit mit Christus bist, dann kannst du diesem Befehl nicht folgen. Denn es ist ein Wandel, der aus der Einheit mit Christus herausflie\u00dft \u2013 dieser Einheit, die Gott geschaffen hat. Es ist ein Wandel, dessen Quelle, dessen F\u00fclle und dessen Ziel Christus selbst ist und die frohe Botschaft von ihm. Das ist der christliche Wandel.<\/p>\n<p>Und es war dem Apostel Paulus wichtig, der Gemeinde in Kolosse diese Merkmale des christlichen Wandels an dieser Stelle zu beschreiben, denn in diese Gemeinde schlich sich eine Irrlehre ein. A free form of sp\u00e4ter entstand in Gnosis, the erst in the 20 year old rich form gefunden had, but here a free form in Colosse and in the Gemeinden in this region Phrygien Fu\u00df gefasst hat, oder zumindest die Gefahr war, Fu\u00df zu fassen \u2013 eine Mischung von heidnischer Philosophie und j\u00fcdischer Gesetzlichkeit. Im Grunde genommen hat dieser Irrlehrer gesagt, dass Christus nicht genug ist, nicht ausreichend ist f\u00fcr Heil und f\u00fcr Gott Seligkeit und f\u00fcr Geistlichkeit. Laut dieser Irrlehre sei Jesus nicht Gott, sondern er sei ein niedrigeres, quasi g\u00f6ttliches Wesen, aber niedriger sogar als andere Engel.<\/p>\n<p>Nicht nur das, man m\u00fcsse sich an j\u00fcdische, zeremonielle Gesetze halten, Engel anbeten und so nach einer h\u00f6heren Erkenntnis durch Visionen streben, um eine h\u00f6here Ebene der Geistlichkeit zu erreichen. Wir werden im Laufe des Kapitels 2 ganz konkret sehen, wie Paulus diese Irrlern aufgreift und sie sie aufgreift und den Kolossern, die Kolosser davor warnt. Aus Sorge um diese Gemeinden \u2013 ja nicht nur Kolosse, sondern auch eben Laodicea und Herapolis, diese drei Gemeinden, die Paulus noch nicht gesehen haben \u2013 hat sich Epaphras auf den Weg gemacht zu Paulus nach Rom, der sich in seiner r\u00f6mischen Gefangenschaft befindet, und berichtet von diesen Gemeinden. Und dieser Brief ist quasi die Antwort von Paulus auf den Bericht von Epaphras, auf die Antwort auf die Sorgen, die sich Epaphras gehabt hat \u00fcber die Gemeinden.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, nach seinen einleitenden Worten in den ersten beiden Versen von Kapitel 1 schildert Paulus den Kolossern sowohl seinen Dank f\u00fcr die Kolosser als auch seine F\u00fcrbitte f\u00fcr die Gemeinde. Es ist in den Versen 3 bis 14 von Kapitel 1. Im Anschluss daran beschreibt er die absolute Erhabenheit von Jesus Christus und seines Vers\u00f6hnungswerkes in den Versen 15 bis 23 im Kapitel 1, im Kontrast zu dieser Irrlehre. Und danach, Kapitel 1, Vers 24 bis Kapitel 2, Vers 5, hat Paulus den Kolossern seinen Dienst beschrieben \u2013 der Dienst der Verk\u00fcndigung dieses erhabenen Christus. Die Beschreibung seines Dienstes, seiner Leiden, seiner Botschaft und seines Kampfes f\u00fcr die Gemeinde soll die Gewissheit der Kolosser in den ihnen verk\u00fcndigten und genugsamen Christus st\u00e4rken und sie vor diesen Irrlehren bewahren.<\/p>\n<p>Er hat ihnen gesagt: Christus ist das Geheimnis und Inhalt. Er ist das Geheimnis Gottes. In ihm sind alle Sch\u00e4tze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Er sagt den Kolossern: \u201eEr, Christus, ist der Inhalt und das Ziel unserer Verk\u00fcndigung. Lasst euch von niemandem \u00fcberreden, lasst euch von niemandem verf\u00fchren durch cleverer Worte, verf\u00fchrerische Worte.\u201c Wir haben vergangene Woche schon auch dieses Zitat angeschaut von Calvin, der gesagt hat: \u201eWenn uns daher jemand irgendwo anders als zu Christus rufen will, so ist er leer und voller Wind. Lasst uns ihm deshalb ohne Bedenken Lebewohl sagen.\u201c Wenn dich irgendwer woanders hinbringt als zu Christus: Er ist leer und voller Wind. Ohne Bedenken kannst du ihm Lebewohl sagen.<\/p>\n<p>Und genau darum geht es auch in diesem Abschnitt: konkret den Wandel des Gl\u00e4ubigen. When the Irrlehrer in Kolosse the Gl\u00e4ubigen von Christus entfernen wollen, sagen: \u201eIhr braucht f\u00fcr den christlichen Wandel Engelsanbetung, Visionen und j\u00fcdische Gesetze\u201c, sagt Paulus: \u201eWandelt in Christus und zwar so, wie ihr ihn empfangen habt.\u201c In Kapitel 3 und 4 wird Paulus konkreter werden. Er wird \u00fcber verschiedene Lebensbereiche und Situationen reden, wie Gemeinde, Ehe, Familie. But the Grundstein and the fundamentale principles des christian wandels is here gelegt: Wandelt in Christus, so wie Ian empfangen habt.<\/p>\n<p>Und vergangene Woche haben wir nur den Vers 6 geschafft uns anzuschauen und damit besch\u00e4ftigt, dass der christliche Wandel, der sogenannte Imperativ, dem Heilswerk, dem, was Gott vollbracht hat, dem Indikativ, folgt. Der Indikativ ist die Tatsachenaussage, es ist der Zustand, den der Gl\u00e4ubige durch das Werk Gottes hat. And der Imperativ, also der Befehl des Wandels \u2013 \u201ewandelt in Christus\u201c \u2013 kann nur von dem befolgt werden, bei dem der Indikativ \u201ewie ihr Christus empfangen habt\u201c auch Realit\u00e4t ist. Und der Wandel ist vom Zustand, der Zustand bestimmt. Der Wandel, der Indikativ bestimmt den Imperativ. Es ist ein Befehl, der nicht explizit jede einzelne Lebenssituation abdeckt \u2013 so ein Buch hat uns Gott nicht geschenkt \u2013, sondern es ist das grundlegende Prinzip, das Auswirkungen haben wird auf jeden einzelne Lebenssituation. Dieses Prinzip, dieses grundlegende Prinzip bewahrt uns auf der einen Seite vor Gesetzlosigkeit, auf der anderen Seite bewahrt es uns auch vor Gesetzlichkeit.<\/p>\n<p>Wir haben letzte Woche gesehen: Gesetzlichkeit ist auf der einen Seite, ist der Imperativ vor dem Indikativ \u2013 gehorche, damit du von Gott geliebt wirst, von Gott gerettet wirst oder eine geistliche Stufe erreichen m\u00f6gst. Das ist Gesetzlichkeit. Auf der anderen Seite ist Gesetzlosigkeit, das ist Indikativ ohne Imperativ. Du bist gerettet, du bist erl\u00f6st aus Grad. Der Gehorsam ist irrelevant. Du kannst leben, wie du willst, das ist Gesetzlosigkeit. Dieser Befehl und dieses grundlegende Prinzip bewahrt uns vor beidem.<\/p>\n<p>Wir sehen also in diesem Text, im Lichte dieses erhabenen und genugsamen Jesus, stellt sich die Frage: Wie soll ich leben? Und w\u00e4hrend Paulus, wie gesagt, sp\u00e4ter in den Kapiteln konkreter wird, gibt er uns hier das grundlegende Prinzip \u00fcber den christlichen Wandel, was den christlichen Wandel ausmachen soll: Wandelt in Christus. Wandelt in Christus.<\/p>\n<p>In diesem Abschnitt befiehlt Paulus dem Gl\u00e4ubigen, in Christus zu wandeln, und schildert uns drei Merkmale dieses Wandels, die auch unseren Wandel kennzeichnen sollen. Wir haben uns vergangene Woche uns mit diesem ersten Merkmal besch\u00e4ftigt. Erstens \u2013 also der Titel ist: Wandelt in Christus. Erstens: Wandle in Christus gegr\u00fcndet. Wandle in Christus gegr\u00fcndet. Das ist Vers 6: \u201eWie ihr nun Christus Jesus den Herrn empfangen habt, so wandelt in ihm.\u201c<\/p>\n<p>Mit diesem Vers haben wir uns vergangene Woche besch\u00e4ftigt und wir haben eben, wie zu Beginn wiederholt, was dieser Vers \u2013 wie wir diesen Vers zu verstehen haben. Ich m\u00f6chte aber auch daran erinnern, was das eben dann nochmal praktisch bedeutet. Er redet davon, dass man Christus Jesus den Herrn empfangen hat. Christus \u2013 er ist der Gesalbte, er ist der verhei\u00dfene Messias. Er wird zum Beispiel im Alten Testament das Licht der Nationen genannt. Was bedeutet dieser Befehl? Dann bewandle dementsprechend, dass dieser Christus, den du empfangen hast, dein Licht ist.<\/p>\n<p>Praktisch kann das bedeuten: Wieso liest du deine Bibel? Weil es das Gebot gibt und du diesem Gebot kalt gehorchst? Oder liest du die Bibel, weil Jesus dein Licht geworden ist und weil du in der Schrift dieses Licht und seine Herrlichkeit sehen kannst? Seht ihr, die Motivation und die Grundlage f\u00fcr den Wandel ist ein anderer, wenn er aus dem flie\u00dft, wie man Christus Jesus empfangen hat.<\/p>\n<p>Vergangene Woche haben wir gesehen, die hast Jesus empfangen, der es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern sich erniedrigt hat, um dich zu erl\u00f6sen. Wenn du also heute bereit bist, f\u00fcr gutes Tun zu leiden, auf dein Recht zu verzichten oder dich f\u00fcr deinen N\u00e4chsten aufzuopfern, wieso tust du das? Weil es das Christliche ist, was man halt tun muss? Z\u00e4hneknirschend, bist du bereit, Unrecht zu ertragen oder dich selbst zu erniedrigen? Weil das halt das ist, was von mir erwartet wird als Christ? Oder dr\u00e4ngt es dich, wenn du den Sohn Gottes siehst, wie er sich ent\u00e4u\u00dfert hat, Sklavengestalt angenommen hat, wie er \u2013 wie es der Gr\u00fcnterbrief beschreibt \u2013 der reich war, aber um unseren Willen arm geworden ist?<\/p>\n<p>Wenn du ihn siehst, wenn du erkennst, wie du diesen Christus Jesus empfangen hast: Dr\u00e4ngt es dich, ihn nachzuahmen? Wie kann es mir schwerfallen, mich zu erniedrigen, wenn der H\u00f6chste und der Erhabenste von allen sich bis auf das Niedrigste erniedrigt hat? Wie viel mehr darf ich mich erniedrigen, wenn er das getan hat? Seht ihr die Motivation und die Grundlage dieses Wandels, wie er sich \u00e4ndert? Du hast den Herrn empfangen, den Herrscher, diesen erhabenen Christus, der uns im Kolosserbrief besch\u00e4ftigt ist. Wieso gehorchst du ihm? Weil du Angst vor Strafe hast? Weil du halt den Regeln befolgst, die dir gegeben worden sind, die dir ein Prediger oder deine Eltern erz\u00e4hlt haben? Oder weil dieser Herr, dieser Jesus, Herr \u00fcber dein ganzes Leben geworden ist? Weil er dich erl\u00f6st hat und mit deinem Preis erkauft hat \u2013 n\u00e4mlich seinem kostbaren Blut.<\/p>\n<p>Weil dieser Herr auch dein guter Hirte ist und du wei\u00dft und du glaubst daran, dass wenn du ihm gehorst, dass es gut ist, dass er dich in guten Wegen f\u00fchren und leiten wird. Weil du ihm vertraust. Weil es besser ist, ihm zu gehorchen. Seht ihr, wie sich das \u00e4ndert? Wie unterschiedlich das ist zwischen reiner Gesetzlichkeit und einem Wandel, der aus der Einheit mit Christus herausflie\u00dft.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nochmal wiederholen, mir ist es wichtig. Ich m\u00f6chte nicht, dass wir das falsch verstehen. Gibt es den Befehl, dass wir zum Beispiel die Bibel lesen sollen oder dies und das tun sollen? Sollen wir diesem Befehl gehorchen, egal wie wir uns f\u00fchlen? Ja, es gibt den Befehl und du sollst ihm gehorchen, du sollst wandeln. Der Wandel des Christen ist nicht weniger als das Gehorchen von Geboten, aber es ist viel mehr als reines, kaltes Gehorchen. Es ist das Ausleben der lebendigen Beziehung und Einheit mit Jesus Christus. Es ist weder Gesetzlichkeit noch Gesetzlosigkeit.<\/p>\n<p>So zu wandeln, wie Christus, wie wir Christus empfangen haben, bedeutet also entsprechend dieses Indikativs: dessen, wie wir Christus empfangen haben, dessen, was Gott vollbracht hat im Heil, dementsprechend zu wandeln. Im Lichte dessen, wer dieser Jesus ist, den wir empfangen haben. \u201eChristus Jesus, der Herr\u201c wird er hier genannt. Der Wahrheit, die wir \u00fcber ihn aufgenommen haben; es geht darum, dass der Wandel all diesen Dingen entspricht. Das Evangelium, der Blick auf Christus, das ist es, was diesen Wandel informiert.<\/p>\n<p>Das war die Ankn\u00fcpfung an vergangene Woche. Und lasst uns heute beginnen, lasst uns heute nun fortsetzen in Vers 7 und dem zweiten Punkt. Erstens war: Wandle in Christus gegr\u00fcndet. Zweitens: Wandle durch das Wirken Gottes. Wandle durch das Wirken Gottes. Vers 7: \u201eGewurzelt und aufgebaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung.\u201c<\/p>\n<p>Paulus sagt also: So wie ihr Christus Jesus den Herrn empfangen habt, so wandelt in ihm. Und dann kommt die weitere Beschreibung dieses Wandels, die weiteren Merkmale dieses Wandels. Das erste Merkmal ist: So wie ihr Christus empfangen habt, also in Christus gegr\u00fcndet. Das zweite \u2013 was sind die weiteren Merkmale? Okay, Paulus, wir haben es verstanden: Wandler in Christus, so wie wir ihn empfangen haben. Wie geht das? Wie machen wir das? Und er sagt: gewurzelt und aufgebaut und gefestigt.<\/p>\n<p>Nachdem also der Wandel befohlen wurde, werden hier die weiteren Merkmale beschrieben. Und das Interessante ist \u2013 vielleicht im Deutschen wird das nicht ganz so deutlich: Diese ersten drei Begriffe, die wir haben \u2013 gewurzelt, aufgebaut und gefestigt \u2013 sind alle im Passiv. Also diese Verben hier sind im Passiv, sie sind nicht im Aktiv. Nicht: \u201eDu wurzele dich\u201c, \u201edu baue dich auf\u201c, \u201edu festige dich\u201c, sondern sie sind im Passiv. Du wurdest gewurzelt, du wirst aufgebaut, du wirst gefestigt.<\/p>\n<p>Also das erste, was Paulus sagt, nachdem er sagt: \u201eWandele in Christus, so wie du ihn empfangen hast\u201c, ist nicht: \u201eOkay, und hier und hier tust du so, und so tust du das aktiv.\u201c Nein, sondern wandele in Christus durch das, was Gott mit dir tut, durch das, was Gott in dir wirkt. Normalerweise w\u00fcrden wir erwarten, dass er sagt: \u201eWandelt in Christus und festigt euch im Glauben.\u201c Stattdessen spricht Paulus zuerst von den Dingen, die nicht wir tun, sondern von den Dingen, die Gott tut.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sich fragen: Was denn jetzt, Paulus? Du sagst, dass wir wandeln sollen, aber dann redest du erstmal nur davon, was Gott tut. Aber genau das macht den christlichen Wandel aus. Es ist ein Wandel in Christus gegr\u00fcndet, erstens. Und zweitens: Es ist ein Wandel durch das Wirken Gottes. Wie soll ich denn hier lernen, wie ich wandeln soll, wenn du nur davon redest, was Gott tut, Paulus? Aber genau das macht den christlichen Wandel aus. Es ist der scheinbare Widerspruch, dieses scheinbare Paradoxon unserer Heiligung: Du sollst wandeln, du sollst gehorchen, aber letztendlich ist es Gott, der in dir wirkt.<\/p>\n<p>Du sollst wandeln, ja, das ist ein Befehl, du sollst wandeln, aber wandle durch das Wirken Gottes. Deswegen sagt der Vers, der uns wohl bekannt ist \u2013 Philippa Kapitel 3, 12 bis 13, sagt Paulus dort, Philippa Kapitel 3, Verse 12 bis 13: \u201eDaher, meine Geliebten, wie ihr alle Zeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt auch noch viel mehr in meiner Abwesenheit&#8230;\u201c \u2013 jetzt kommt der Befehl: \u201e&#8230;bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern.\u201c Vers 3, und dann geht es weiter: \u201eDenn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.\u201c<\/p>\n<p>Also der Befehl: bewirkt euer Heilung. Und ihr seht hier, Paulus macht das betonend mit: \u201ebewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern\u201c. Das ist ein Befehl, den wir gehorchen sollen. Dann sagt er aber direkt in der n\u00e4chsten Zeile: \u201eDenn Gott ist es, der in euch wirkt. Sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.\u201c Wir k\u00f6nnen uns fragen: Paulus, entscheide dich mal, was jetzt? Soll ich jetzt mein Heil bewirken oder wirkt Gott in mir? Die Antwort ist: Ja. Beides. Gott ist es, der in euch wirkt, aber ihr solltet auch euer Heil bewirken. Das wirkt wie ein Widerspruch, aber das macht den christlichen Wandel aus.<\/p>\n<p>Du sollst gehorchen, du sollst wandeln. Aber du wandelst nicht aus deiner eigenen Kraft heraus. Du wandelst nicht aus deinem eigenen Wirken heraus. Dein Wandel ist auch ein Werk Gottes. Gott wirkt in dir, und letztendlich ist er, wie es hier hei\u00dft, dass der Wollen anders to seinem Wohlgefallen tut. Und ich wei\u00df, es gibt diese beiden Seiten, die man fallen kann. Ich kann mich jetzt nicht da sitzen und sagen: \u201eAch, ich muss ja nichts tun, Gott muss ja bewirken, wollen, also das Wollen und das Wollen, als auch das Wirken bewirken.\u201c Nein, das ist es nicht. Er sagt vorher: \u201ebewirkt euer Heil mit Furcht und Z\u00fcttern. Wandle in Christus.\u201c Es ist der Imperativ.<\/p>\n<p>Aber wir d\u00fcrfen bei all dem nicht vergessen, dass es Gott ist, der wirkt. Wir m\u00fcssen das Wirken Gottes anerkennen in unserem Wandel. Und auch das sehen wir, das sch\u00fctzt sowohl vor Gesetzlichkeit als auch vor Gesetzlosigkeit. Du sollst wandeln, du sollst dein Heil bewirken mit Furcht und Zittern, hei\u00dft es in Philippa 3. Also keine Gesetzlosigkeit, du sollst gehorchen, aber ohne das Wirken Gottes ist dieser Wandel unm\u00f6glich und nichtig. Das sch\u00fctzt vor Gesetzlichkeit. Es bin nicht nur ich, der mit eigener Kraft und eigener Willensst\u00e4rke einer kalten Liste von Geboten gehorcht. Es ist das Wirken Gottes, das in mir wirkt und letztendlich mein Wandel erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Wandele also durch das Wirken Gottes. Das ist das zweite Merkmal, das Paulus uns hier beschreibt: Wandle durch das Wirken Gottes. Was ist denn nun das Wirken Gottes? Wie wirkt Gott denn nun? Lasst uns die einzelnen Dinge anschauen. Zuerst hei\u00dft es hier: \u201egewurzelt und es gewurzelt und aufgebaut in ihm\u201c. Also es ist gewurzelt in ihm. Wer ist der ihm? Es ist Christus, der im Vers vorher erw\u00e4hnt wird. Wandle also gewurzelt in Christus. Und ich habe bereits gesagt, dass es im Passiv ist. Also, das ist nicht etwas, was ich tue. Es geht nicht darum, dass ich mich in Christus wurzele, sondern es ist etwas, was Gott vollbracht hat.<\/p>\n<p>Und eine weitere interessante Sache hier ist, dass es hier grammatikalisch im Perfekt steht, also in der Vergangenheit steht: \u201egewurzelt in ihm\u201c. Und das Perfekt beschreibt etwas, das in der Vergangenheit bereits geschehen ist und ein Resultat in der Gegenwart hat. Es geht also darum, dass Paulus hier sagt: \u201ewandle in Christus, gewurzelt in ihm.\u201c Gott also hat uns in der Vergangenheit quasi, Gott hat den Gl\u00e4ubigen bereits in Christus gewurzelt. Das ist bereits geschehen, sodass das Resultat heute ist: Ich. Ich bin gewurzelt in Christus. Es ist ein abgeschlossenes Werk Gottes. Die Idee ist also, was hier uns geliefert wird, ist das Bild eines Baumes oder einer Pflanze, die ihre Wurzeln in den Boden drinnen hat.<\/p>\n<p>Und durch die Wurzeln und durch die Verwurzelung in dem n\u00e4hrstoffreichen Boden empf\u00e4ngt die Pflanze oder der Baum seine N\u00e4hrstoffzufuhr. Ich muss, wenn ich an dieses Wurzeln denke, immer an das Gleichnis vom S\u00e4mann denken, in Matth\u00e4us Kapitel 13 zum Beispiel. Dort sehen wir ja diese verschiedenen B\u00f6den und dann haben wir den Boden, den felsigen Boden, wo der Same hinf\u00e4llt. Und da w\u00e4chst alles schnell auf, weil kein tiefer Boden da ist. Dann aber, wenn die Sonne strahlt, wenn die Hitze kommt, verdort der Same dort und die und die Pflanze dort, weil sie keine Wurzeln hat.<\/p>\n<p>Die Idee der Wurzelung ist also eine tiefe Verankerung im Boden, in Christus, was die Quelle unserer Kraft, die Quelle unseres Wandels in Christus ist. Wie der Same, der auf den Felsen gefallen ist: Weil er keine Wurzeln hat, besteht er die Hitze nicht. Ja, im Gleichnis geht es um die Verfolgung und die Bedr\u00e4ngnisse. Aber der Gl\u00e4ubige ist von Gott in Christus gewurzelt, sodass Christus die Quelle seines Wandels ist, die Quelle f\u00fcr Kraft und f\u00fcr Leben.<\/p>\n<p>Denkt auch an Psalm 1, der gl\u00fcckselige Mann. Er wird verglichen in Vers 3: Er ist wie ein Mann, gepflanzt an Wasserb\u00e4chen. Was macht ein Baum? Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserb\u00e4chen. Was macht einen Baum aus, der an Wasserb\u00e4chen gepflanzt ist? Seine Wurzeln gehen in den Boden, der durch die N\u00e4he an den Wasserb\u00e4chen mit N\u00e4hrstoffen, \u00e4h, reichlich ist mit N\u00e4hrstoffen und Energie und Wasser. Dieser Baum profitiert von den Wasserb\u00e4chen, weil die Wasserb\u00e4che diesen Boden Boden so n\u00e4hrstoffreicher machen. So ist der Gl\u00e4ubige verwurzelt in den Boden, in das Fundament von Christus, der so reichlich ist, der so voller Kraft, so voll von all dem ist, was wir f\u00fcr unser christliches Leben brauchen. Christus ist der Boden, in den wir verwurzelt worden sind.<\/p>\n<p>Wir haben vorhin in der Lesung Johannes 15 gehabt. \u201eDer wahre Weinstorf\u201c, wo Jesus sagt: \u201eBleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstorck, so auch ihr nicht; ihr bleibt denn in mir.\u201c Christus ist der Weinstock. Ohne, getrennt vom Weinstock, kann die Rebe nichts tun, keine Frucht bringen. Denn aus dem Weinstock empf\u00e4ngt die Rebe Leben und Kraft und alles, was sie braucht. So ist es mit Christus: Nur in der Einheit mit ihm empfangen wir Leben und Kraft f\u00fcr diesen Wandel. Er ist die Quelle f\u00fcr unseren Wandel.<\/p>\n<p>Und hier in Johannes 15 ist das als Befehl formuliert: \u201eBleibt in mir.\u201c Hier im Kolosserbrief \u2013 den Unterschied m\u00fcssen wir machen \u2013 ist das als eine vergangene, bereits geschehene Realit\u00e4t beschrieben. Gott hat dich bereits mit Christus in eine Verbindung gebracht, sodass du aus Christus Kraft, Weisheit und alles empfangen kannst, was du f\u00fcr den christlichen Wandel brauchst.<\/p>\n<p>In 1. Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 30, hei\u00dft es: 1. Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 30; 1. Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 30. \u201eAus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erl\u00f6sung.\u201c Aus ihm, aus Gott kommt es, dass wir in Christus sind, und er ist uns all diese Dinge geworden. Er ist der n\u00e4hrstoffreiche Boden geworden, in dem wir gewurzelt sind. Er ist uns geworden Weisheit von Gott, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Erl\u00f6sung. Das macht diesen Wandel aus. Christus ist die Quelle dieses Wandels. Aus ihm kommt Kraft, kommt Leben, kommt Motivation. Und Gott hat das bereits vollbracht.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Merkmal ist \u201eaufverbaut in ihm\u201c. Gewurzelt in ihm, aufverbaut in ihm. Auch passiv, auch etwas, was Gott tut, aber diesmal hier in Pr\u00e4senz. Es ist hier das fortlaufende Werk Gottes in der Gegenwart. \u201eGewurzelt\u201c ist bereits geschehen und vollbracht. Das ist das fortlaufende Wirken Gottes, das heute in deinem Leben geschieht. Gott baut den Gl\u00e4ubigen heute in Christus auf. \u201eAufverbauen\u201c gibt uns nat\u00fcrlich das Bild eines Geb\u00e4udes, das aufgebaut wird. Das Wort wird zum Beispiel verwendet in 1. Korinther, Kapitel 3; in den Versen 10 bis 14 wird es mehrfach verwendet.<\/p>\n<p>Ich lese mal die Verse 11 bis 12, 1. Korinther 3, 11 bis 12: \u201eDenn einen anderen Grund kann niemand legen, au\u00dfer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut&#8230;\u201c \u2013 und dann geht es so weiter.<\/p>\n<p>Die Idee ist: Christus ist das Fundament, das gelegt ist. Ja, wir haben gesehen, er ist der N\u00e4hrstoffboden, in den wir gewurzelt sind. Und auf diesem Fundament baut Gott nun den Gl\u00e4ubigen auf \u2013 in Christus. Das Fundament ist gelegt. Eckstein. Fundament und Eckstein ist Christus, wie es in Epheser 2 hei\u00dft: \u201eIhr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. In ihm zusammengef\u00fcgt w\u00e4chst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, und in ihm werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist.\u201c<\/p>\n<p>Christus ist das Fundament, er ist der Erkstein, und Gott baut uns weiter auf in Christus. Es geht hier um das Wachstum in Christus. Es geht um das fortlaufende Aufbauen Gottes, des Gl\u00e4ubigen. Ja, ein Geb\u00e4ude, vor allem einen Tempel \u2013 wenn wir uns ihn anschauen, nachdem er grundgelegt ist, wenn er aufgebaut ist: Das Aufbau macht, stabilisiert das Geb\u00e4ude und das Aufbau das Geb\u00e4ude n\u00fctzlich werden. Wenn der Tempel aufgebaut ist, kann dort Gott angebetet werden. Die Idee des Aufbauens ist, dass Gott kontinuierlich in unserem Leben wirkt, sodass wir sicherer und stabiler in Christus werden und sodass wir durch das Auferbauen zu Christus hin \u2013 er ist auch das Ziel, das hei\u00dft es auch in Eferser Kapitel 4 \u2013 durch dieses Auferbauen n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen. Gott wirkt in uns, sodass wir ein gottwohlgef\u00e4lliger Tempel, ein Haus Gottes sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gott hat uns also in der Vergangenheit in Christus verwurzelt, uns in dieses Fundament, in Verbindung mit diesem Fundament gebracht. Er baut uns heute auf. Und dann hei\u00dft es weiter: \u201egefestigt im Glauben\u201c. Gefestigt im Glauben, auch im Passiv, auch wieder im Pr\u00e4sens, also wieder das fortlaufende Wirken Gottes in unserem Leben. Gefestigt wird in dem Neuen Testament oft auch mit \u201eBest\u00e4tigen\u201c \u00fcbersetzt. Es beinhaltet die Idee von steigender \u00dcberzeugung und Hingabe. Es wird verwendet im Neuen Testament, um zu zeigen, wie zum Beispiel die Zeichen und Wunder die Botschaft der Apostel best\u00e4tigt haben. Es geht also darum, im Glauben gefestigt zu werden, best\u00e4tigter zu werden im Sinne des, dass man in der \u00dcberzeugung und Unersch\u00fctterlichkeit des Glaubens w\u00e4chst. Dass man im Glauben an Christus gest\u00e4rkt wird, gefestigt wird.<\/p>\n<p>Ja, in Epheser 4 hei\u00dft es, wir sollen nicht mehr Unm\u00fcndige sein, die hin- und hergeworfen und umhergetrieben werden von jedem Wind der Leere durch die Betr\u00fcgerei der Menschen. Und gefestigt zu werden, gesch\u00fctzt genau davor, dass man nicht hin und her verweht wird f\u00fcr jeder Lehre, die aufkommen mag, von jeder betr\u00fcgerischen falschen Lehre, die uns confrontieren m\u00f6chte. Es geht darum, in der \u00dcberzeugung gefestigt zu werden, best\u00e4tigt zu werden.<\/p>\n<p>Auch in Hebr\u00e4er Kapitel 13, Vers 9 hei\u00dft es \u2013 da wird auch das Wort \u201eFestigen\u201c verwendet: \u201eLasst euch nicht&#8230;\u201c \u2013 Hebr\u00e4er Kapitel 13, Vers 9 \u2013 \u201e&#8230; lasst euch nicht fortrei\u00dfen durch verschiedenartige und fremde Lehren. Denn es ist gut, dass das Herz durch Gnade gefestigt wird, nicht durch Speisen, von denen, die keinen Nutzen hatten, die danach wandelten. Lasst euch nicht fortrei\u00dfen.\u201c Gott wirkt in uns, um uns zu festigen.<\/p>\n<p>Wenn Paulus den Gl\u00e4ubigen also auffordert, so zu wandeln, wie man Christus empfangen hat, charakterisiert er diesen Wandel nicht nur als in Christus gegr\u00fcndet, so wie wir ihn empfangen haben, sondern er charakterisiert den Wandel auch als einen vom Wirken Gottes gepr\u00e4gten Wandel. Wandeln in Christus ohne Wirken Gottes existiert nicht. Du kannst nicht in Christus wandeln, wenn Gott nicht wirkt. Wandel in Christus ohne Wirken Gottes ist Gesetzlichkeit und der kl\u00e4glich scheiternde Versuch des Menschen, aus eigener Kraft zu gehorchen.<\/p>\n<p>Ja, du wirst vielleicht kalten Regeln wie den Pharis\u00e4ern gehorchen, aber dein Herz wird fern von Gott sein. Du wirst immer wieder scheitern und du merkst\u2014du wirst merken, oder es wird deutlich\u2014dass das nicht der Wandel des Gl\u00e4ubigen ist. Wird der Gl\u00e4ubige auch scheitern? Ja, aber der Gerechte wird siebenmal fallen und er wird siebenmal wieder aufstehen. Denn Gott wirkt in ihm.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, ist uns das bewusst, wie sch\u00f6n das ist? Paulus sagt: \u201eWandle in Christus.\u201c Und ich sage wieder, es kommt sp\u00e4ter, es wird sp\u00e4ter konkreter in den Kapiteln 3 und 4. Aber hier kommt erst mal nicht eine unendliche Liste von Regeln, sondern er erinnert uns in diesem Wandel\u2014Wandel in Christus durch das Wirken Gottes.<\/p>\n<p>Wandle in Christus with this what God in dirty does. Liebe Geschwister, in our wandering, we are not alone. It is not dark, aus eigener and with eighteen M\u00fche all zu bewerkstelligen, but God wirkt in uns. Das ist eine Realit\u00e4t. Du bist im Passiv. Gott ist aktiv hier. Er hat dich bereits mit Christus gewurzelt. Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne Nachricht. Ich bin mit diesem reichlich erhabenen Herrn verbunden. Wir m\u00fcssen immer wieder zur\u00fcck auf die Verse 15 bis 23. Er, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Stell dir vor, du bist in diesem Christus gewurzelt. Stell dir vor, dieser Christus ist die Quelle deines christlichen Wandels. Er\u2014von ihm ist es, wo du Kraft, Motivation, Freude, Zufriedenheit, Ermutigung und all das bekommst. Wie viel kannst du von diesem Christus empfangen, der Urheber, Erhalter und Ziel der ganzen Sch\u00f6pfung ist? Was fehlt dir, wenn du in diesem Christus gewurzelt bist? Wo k\u00f6nntest du hingehen? Welche andere Quelle k\u00f6nntest du dir suchen, wenn du in diesem Christus&#8230; das Haupt der Gemeinde, der Erstgeborene der Toten, der in allem Vorrang hat, dem, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit wohnt. Wo willst du woanders hin, wenn du in diesem Christus gewurzelt bist? Woher willst du Kraft empfangen? Aus deiner eigenen Leistung, aus der Beliebtheit von Menschen, aus der Best\u00e4tigung von Menschen? Wo willst du Kraft empfangen?<\/p>\n<p>Gott hat dich bereits in diesem Christus gewurzelt. Und dann: Er hat nicht etwas in der Vergangenheit gemacht und l\u00e4sst dich dann einfach liegen. Nein, heute wirkt Gott aktiv in deinem Leben. Und Gott versagt bei so was nicht. Gott h\u00f6rt nicht einfach auf. Nein, das ist das kontinuierliche Wirken Gottes in deinem Leben heute. Der m\u00e4chtige, erhabene Sch\u00f6pfer dieses Universums wirkt. Er baut dich auf. Wie sch\u00f6n ist es, dass Gott dich auferbauen will und es auch tut. Er will dich st\u00e4rken, er will dich festigen im Glauben.<\/p>\n<p>Wandle durch das Wirken Gottes. Und es hei\u00dft danach in Vers 7: \u201ewie ihr gelehrt worden seid.\u201c Gewurzelt, aufgebaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid. Ich wei\u00df nicht, ob das euch aufgefallen ist, aber im Kolosserbrief sagt es Paulus sehr oft. Sehr oft f\u00fchrt er an, dass die Kolosser eigentlich auf das h\u00f6ren sollen, was sie bereits geh\u00f6rt haben, was sie von Epaphras empfangen haben. Schaut in Kapitel 1, die Verse 5. Dort sagt er: \u201eVon ihr habt ihr von der Hoffnung\u2014von ihr habt ihr vorher schon geh\u00f6rt\u2014im Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist.\u201c Dann Vers 7: \u201eSo habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknechten.\u201c<\/p>\n<p>Also Paulus hat bereits in Kapitel 1 immer wieder betont: das, was ihr geh\u00f6rt habt, das, was ihr von Anfang an geglaubt habt, das, was euch Epaphrasen, unser treuer Mitknecht, verk\u00fcndet hat. Und jetzt hier sagt er wieder: \u201ewie ihr gelehrt worden seid.\u201c Paulus sagt in gewissem Sinne: \u201eIch erz\u00e4hle euch nichts Neues. Ich erz\u00e4hle euch nichts Neues.\u201c Epaphras hat euch diese Dinge schon verk\u00fcndet. Das sind die Dinge, die ihr am Anfang geglaubt habt. Das ist die Botschaft, die ihr empfangen habt. Diese Irrlehrer sind es, die etwas Neues verbreiten, die pl\u00f6tzlich kommen und sagen, Christus sei nicht genug. Man braucht Engelsanbetung, Visionen und all diese Dinge.<\/p>\n<p>Aber Christus bleibt derselbe, das Evangelium bleibt dasselbe, die Botschaft bleibt dasselbe. Sowohl f\u00fcr Heil, sowohl f\u00fcr deine Erl\u00f6sung als auch f\u00fcr deine Rettung. Ich habe es vor einigen Wochen schon erw\u00e4hnt und ich erw\u00e4hne es wieder: Christus ist nicht nur das Eingangsticket, er ist auch der Weg zum Ziel. Du bekommst nicht Christus am Anfang, um in den Himmel hineinzukommen, und dann gehst du einfach weiter, dann brauchst du ihn nicht mehr.<\/p>\n<p>Geflogen nach London und ich bin immer, was das Boarding-Ticket angeht, immer ein bisschen nerv\u00f6s, weil das ja so wichtig ist und ich will es nicht verlieren und ich schau mal, dass ich es dabei habe. Aber sobald du durch das Gate bist, sobald du ein Flugzeug dich auf deinen Platz gesetzt hast, brauchst du das Boarding-Ticket nicht mehr. Es ist irrelevant. Du kannst es wegschmei\u00dfen, du kannst es zerrei\u00dfen, es ist egal. Christus ist nicht so. Christus ist nicht das Boarding-Ticket, wo du ganz gut darauf aufpassen musst, bis du dich auf deinen Platz gesetzt hast und dann vergessen kannst. Christus ist sowohl dein Eingangsticket als auch. Da derjenige, der dich durch deinen ganzen Wandel begleitet.<\/p>\n<p>In Galater Kapitel 3, Vers 3 fragt Paulus \u2013 und ich mag es, wenn Paulus so redet, wie in Galater Vers 3 hier: \u201eSeid ihr so unverst\u00e4ndlich? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt ein Fleisch vollenden?\u201c Man merkt, ich stelle mir zumindest Paulus vor, wie er das geschrieben hat: \u201eSeid ihr so unverst\u00e4ndlich, liebe Galate? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden?\u201c<\/p>\n<p>Die Galata hatten nicht das gleiche, aber ein \u00e4hnliches Problem, was jetzt nichts mit heidnischer Philosophie zu tun hat, aber mit Gesetzlichkeit, mit j\u00fcdischen Regeln wie Beschneidung und so weiter, die gesagt haben: Selbst wenn du gl\u00e4ubig geworden bist, danach musst du dich an all diese Dinge halten in deinem christlichen Wandel. Ihr habt im Geist angefangen. Ihr habt im Glauben, durch Glauben aus Gnade seid ihr gel\u00f6st worden und gerettet worden. Ihr habt das erkannt. Euch wurde Christus vor Augen gemalt wie ein wundersch\u00f6nes Bild. Aber jetzt wollt ihr im Gesetz, im Fleisch vollenden, durch euer eigenes Wirken und Tun?<\/p>\n<p>Paulus sagt: Bleibt bei dem, was ihr gelehrt habt, wie ihr gelehrt worden seid. Das Evangelium, das aussagt, dass Jesus genug ist, sowohl genugsam zu retten, als dasselbe Evangelium sagt auch, dass Jesus genug f\u00fcr den Wandel ist. So passt auf von Neuem, wie ihr gelehrt worden seid. Bleibt beim Evangelium.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, in gewissem Sinne werde ich euch \u2013 oder jeder der Prediger, der hier vorne steht und predigt, wird euch \u2013 im gewissen Sinne nichts Neues mehr sagen. In gewissem Sinne bleibt die Botschaft dieselbe, die seit 2000 Jahren verk\u00fcndet wird. Es ist dasselbe Evangelium, es ist derselbe Christus. Wenn ich irgendwann hier vorne stehe und pl\u00f6tzlich etwas v\u00f6llig Neues sage, was nie in dieser Schrift war, dann seid vorsichtig. Dann seid skeptisch. Und wir denken uns vielleicht: \u201eJa, ja, wir sind safe. Wir predigen, wir setzen das Wort in das Zentrum und wir sch\u00e4tzen das Wort und bei uns ist das nicht so die Gefahr.\u201c<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte auch darauf betonen: Auch jeder von uns neigt dazu, gerne etwas Neues, etwas Frisches h\u00f6ren zu wollen. Vielleicht geht es nicht um Lehre, darum, ob es um j\u00fcdische Gesetzlichkeit oder um heidnische Philosophie. Aber gerade wenn wir frustriert werden, wenn wir unzufrieden werden \u00fcber Gebete, die sich nicht erf\u00fcllen, \u00fcber Heiligung, wo wir nicht voranzukommen scheinen, und wir suchen nach diesem neuen Trick, nach dieser magischen Formel, nach diesem, nach diesem, nach diesem \u2013 diesem einen Trick, der unser geistliches Leben katapultieren wird in die n\u00e4chste Sph\u00e4re, der uns endlich damit helfen wird, dieses Gebetsanliegen zu erf\u00fcllen. Sei es weltliche Psychologie oder Philosophie, sei es Gesetzlichkeit \u2013 auch das kann eine Gefahr f\u00fcr uns sein.<\/p>\n<p>Und wir suchen nach diesem Neuen, nach diesem Frischen, weil das, was wir bisher geh\u00f6rt haben, wohl nicht geklappt hat. So denken wir oft. Aber liebe Geschwister, die gesunde Lehre bleibt bei der alten Geschichte. Sie bleibt bei derselben Person. Der christliche Wandel, das Prinzip, es \u00e4ndert sich nicht. Christus, alles in allem.<\/p>\n<p>In seinem Lied \u201eExpository Preaching\u201c hat gesagt: \u201eShailen, don&#8217;t try to be original, say the old story, and watch your people change as they behold glory.\u201c Zu Deutsch: Versuche nicht, originell zu sein. Erz\u00e4hle die alte Geschichte und beobachte, wie sich dein Volk ver\u00e4ndert, wenn es die Herrlichkeit sieht.<\/p>\n<p>Das ist meine Aufgabe und das sollte unser Ziel sein: diesen Christus zu sehen, seine Herrlichkeit zu sehen. Das wird Menschen verwandeln. Nicht der neueste Trend, nicht der neueste Trick, nicht dieser 10-Punkte-Plan, sondern wie ihr gelehrt worden seid: Christus, alles in allem.<\/p>\n<p>Ich habe vor einigen Wochen auch einen Liedtext von Timothy Brindle zitiert, der mit schwerer S\u00fcnde zu k\u00e4mpfen hatte, aber auch von dieser S\u00fcnde befreit worden ist. Und wenn er zur\u00fcckblickt und sagt, was hat ihn wiederhergestellt, hei\u00dft es: Womit hat Gott mich denn wiederhergestellt? Es war die Wahrheit seiner Herrlichkeit, die im Sohn Gottes in seinem Angesicht leuchtete. Am deutlichsten sichtbar im Evangelium der Gnade ist die Herrlichkeit Christi. Wir m\u00fcssen sie sehen. Das ist es, was uns verwandelt, wie ihr gelehrt worden seid. Es ist dieselbe Botschaft, dieselbe Person, derselbe Christus.<\/p>\n<p>Lasst uns zum Schluss kommen mit dem dritten Punkt. Wir haben gesehen: erstens, wandle in Christus gegr\u00fcndet; zweitens, wandele durch das Wirken Gottes; drittens, wandle mit \u00fcberstr\u00f6mendem Dank. Wandle mit \u00fcberstr\u00f6mendem Dank. Vers 7, der letzte Teil: \u201eIndem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung. Indem ihr \u00fcberreich seid mit Danksagung.\u201c<\/p>\n<p>Nach drei passiven Werten \u2013 jetzt kommt Paulus endlich zum Aktiv. Jetzt kommt endlich Paulus zu dem, was ich aktiv tun soll. Was soll ich tun, Paulus? Welche Regeln gibst du mir? Was ist&#8230; was ist der Befehl? Was ist der Marsch? Sei \u00fcberreich in Danksagung! Es ist wunderbar. Es ist das&#8230; die Weisheit Gottes, wie wunderbar dieser Text ist, ja. Wir stehen hier und warten: Okay, jetzt kommt, jetzt kommt das Konkrete, jetzt kommt der genaue Befehl, das zu tun oder dies zu tun. Und wie gesagt, es gibt die Befehle, sie kommen noch. Aber hier hei\u00dft es erstmal: \u201eIndem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung.\u201c Sei \u00fcberreich in Danksagung!<\/p>\n<p>Das ist das einzig Aktive in diesem Zusammenhang, was du, was deinen Wandel in Christus charakterisieren soll. Das ist jetzt ein aktives Verb, aber auch im Partizip Pr\u00e4sens, also auch etwas, was du also aktiv fortlaufend tun sollst. Dank \u2013 das Verb hier bedeutet \u00fcberstr\u00f6men, \u00dcberfluss haben.<\/p>\n<p>Ich fand das Bild super, daran zu denken: Es wird in den Evangelien verwendet, um bei der Speisung der Tausenden \u2013 ob 5.000, 4.000 \u2013 und&#8230; und diese Wunder, die Jesus dort vollbracht hat, die tausenden Menschen werden ja gespeist. Und dann bleiben K\u00f6rbe \u00fcbrig. Ja, zw\u00f6lf K\u00f6rbe und sieben K\u00f6rbe bleiben \u00fcbrig. Dieses \u00dcbrigbleiben ist dasselbe Wort, was hier f\u00fcr \u00fcberreich verwendet wird. Das ist \u00dcbrigbleiben. Und ich finde die Illustration, um das Wort zu verstehen, ganz interessant. Diese zw\u00f6lf K\u00f6rbe oder sieben K\u00f6rbe, die \u00fcbrig geblieben sind vom Essen, waren mehr als das, was genug war. W\u00e4re nichts \u00fcbrig geblieben, w\u00e4re alles genug gewesen, aber diese K\u00f6rbe waren das, was \u00fcbrig gewesen war, \u00fcberreich war. Also es gibt also ein Ma\u00df, was genug ist \u2013 dann w\u00e4ren die alle Tausenden satt geworden \u2013 und dann gibt es das Ma\u00df, das, was \u00fcber dem hinausgeht, was \u00fcberreich ist, was \u00fcbrig bleibt. Das ist ein sch\u00f6nes Bild, um dieses Wort zu verstehen. Es geht also um das, was \u00fcber den Rand, \u00fcber die Grenze hinausgeht.<\/p>\n<p>Und du sollst in Danksagung&#8230; In this Brief, wo Paulus immer sagt, wie er danksagt, und auch die Colosse mehrfach auffordert dankbar zu sein, und auch hier eben: \u00fcberreich in Dankbarkeit zu sein.<\/p>\n<p>Das aktive Merkmal deines christlichen Wandels soll also sein, dass du \u00fcber die Ma\u00dfen Dank sagst. \u00dcber dem hinaus, was man als genug ansehen w\u00fcrde. Man k\u00f6nnte also im gewissen Sinne sagen: Du kannst niemals zu viel Dank sagen. Denn alles, was genug w\u00e4re \u2013 du sollst \u00fcber dem hinausgehen, was genug w\u00e4re.<\/p>\n<p>Und liebe Geschwister, nicht dankbar zu sein ist oft einer der Wurzeln, wieso man in falsche Lehre abdriftet. Wieso man vielleicht in Gesetzlichkeit oder Gesetzlosigkeit abdriftet. Undankbarkeit f\u00fcr den empfangenen Christus und alles, was man mit ihm und in ihm empfangen hat, f\u00fchrt oft zu Unzufriedenheit. Ich habe es vorhin erw\u00e4hnt: Unzufriedenheit \u00fcber nicht erf\u00fcllte Gebetsanliegen, \u00fcber stagnierenden und stockenden Fortschritt in der Heiligung. Man sieht keine Verbesserung oder keine Ver\u00e4nderung in seinem Leben oder seinen Umst\u00e4nden. Die W\u00fcnsche erf\u00fcllen sich nicht. Man wird unzufrieden. Man wird undankbar mit dem, was man empfangen hat.<\/p>\n<p>Man wird undankbar und unzufrieden mit dem, was Christus dir anbietet. All den reichlichen N\u00e4hrstoffen, die er dir als Fundament anbietet \u2013 du bist unzufrieden damit. Es ist nicht mehr genug. Und das leitet dich dann in S\u00fcnde: \u201eIch muss das, was ich brauche, ich muss es mir holen\u201c, sogar mit s\u00fcndhaften Mitteln oder falscher Lehre. Lehre, die sagt: \u201eDu kannst es erreichen, indem du diese Gesetze befolgst, diese zeremoniellen Gesetze befolgst.\u201c Ja, in Peter Kapitel 2 hei\u00dft das: \u201eTaste nicht, r\u00fchre nicht, schmecke nicht\u201c und so. Ja, halt nur das. \u201eBete Engel an. Bete zu Heiligen\u201c, wie es die katholische Kirche sagt. \u201eDu brauchst Maria als einen Miterl\u00f6ser oder Mitmittler\u201c, weil Christus nicht genug ist. Weil das, was du von ihm empfangst, nicht genug zu sein scheint. Das ist die Undankbarkeit.<\/p>\n<p>Deswegen sagt Paulus: Wandle in Christus, indem du \u00fcberreich bist in Danksagung. H\u00f6r nicht auf, Dank zu sagen. Liebe Geschwister, es geht darum, sich in Dankbarkeit zu \u00fcben. Es soll ein aktives Merkmal deines Lebens sein. Wenn du dein Leben, wenn du deine vergangene Woche jetzt zur\u00fcckblickst und anschaust, wenn jemand deinen Wandel charakterisieren w\u00fcrde: Ist das ein Wandel, der \u00fcberreich ist in Danksagung? Danksagung in Worten, in Gebeten nat\u00fcrlich, durch Lieder, Danksagung in deinem Wandel? Ist dein Leben ein Dank, eine Danksagung an den Herrn?<\/p>\n<p>Dich in \u00fcberreicher Danksagung zu \u00fcben, lehrt dich, in Christus zufrieden zu heilen. Wenn du dir immer wieder vor Augen f\u00fchrst, wie du diesen Christus empfangen hast, wer dieser Christus ist, was Gott vollbracht hat \u2013 f\u00fcllt das dein Herz nicht mit Dankbarkeit? Wir haben gesungen: \u201eWenn ich all das sehe, dann jaucht mein Herz dir, gro\u00dfer Herrscher, zu.\u201c Davon musst du diese Dinge sehen: die Schrift, das Wirken Gottes, Christus. Das l\u00e4sst dich \u00fcberreich sein in Danksagung. Wir denken immer, wir m\u00fcssen lernen zufrieden zu sein, damit wir dankbar sind. Das stimmt auch. Du musst lernen mit Christus, in Christus zufrieden zu sein, damit du dankbar bist. Aber ich glaube, man kann es auch umdrehen und sagen: Du kannst lernen zufrieden zu sein, indem du Dank sagst, indem du dich darin \u00fcbst, Dank zu sagen, indem du dich darin disziplinierst, Dank zu sagen, auch wenn du dich vielleicht gerade nicht danach f\u00fchlst. Dass du dich daran erinnerst, wie du Christus empfangen hast, wie Gott in deinem Leben wirkt, und ihm Dank sagst.<\/p>\n<p>Ich bitte dich, wenn du in deinem Leben den Trend bemerkst, unzufrieden zu werden mit dem, was Christus dir anbietet; wenn du beginnst, dich verf\u00fchren zu lassen von dem, was dir diese Welt anbietet, was dir vielleicht falsche Religion anbietet \u2013 Tipps und Tricks und die magische Formel, um voranzukommen, um deine W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen \u2013 h\u00fcte dich davor! \u00dcbe dich in Danksagung. Unser Wandel muss stets davon gekennzeichnet sein, dass wir \u00fcber die Ma\u00dfen Dank sagen. F\u00fcr so viel d\u00fcrfen wir Dank sagen. Und wir werden einiges in diesem F Colossalbrief, gerade auch in diesem Kapitel 2, was jetzt noch folgen wird, werden wir sehen, wie viel wir dankbar sein d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Aber du kannst auch schon zur\u00fcckblicken in den Kolosser, Kapitel 1, den wir uns bisher angeschaut haben, bis Kapitel 2, Vers 5. Ja, 2, Vers 5. Wof\u00fcr wir dankbar sein k\u00f6nnen: diesen erhabenen Christus, der uns vers\u00f6hnt hat durch dem Leib seines Fleisches, durch den Tod. Dieser Christus, der alle Sch\u00e4tze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen in sich hat. Das Geheimnis Gottes, das du empfangen hast \u2013 all diese Dinge, du kannst Dank sagen.<\/p>\n<p>Der Wandel in Christus ist also gekennzeichnet von \u00fcberstr\u00f6mender Danksagung. Das ist in diesem Zusammenhang das einzig Aktive, was deinen Wandel ausmachen soll. Du sollst: \u201eWandle in Christus gegr\u00fcndet.\u201c Das kommt aus dem \u2013 das ist der allgemeine Befehl in Christus, so wie du ihn empfangen hast. Wandle durch das Wirken Gottes; da hast du keinen aktiven Teil daran. Gott hat bereits gewirkt und wirkt heute. Und ein Wandel in \u00fcberstr\u00f6mendem Dank \u2013 das ist dein aktiver Beitrag zu diesen Merkmalen.<\/p>\n<p>Lass uns zum Schluss kommen. Wenn Paulus also befiehlt: \u201eWandelst in Christus\u201c, dann ist das weit mehr als eine vage und oberfl\u00e4chliche &#8230; des christlichen Lebens. Es ist das fundamentale Prinzip, das den christlichen Wandel bestimmt. Denn der christliche Wandel ist weder gesetzlich, noch ist er gesetzlos. Es geht weder darum, ein bis ins kleinste Detail durch Gebote und Verbote geregeltes Leben zu f\u00fchren, noch geht es darum, ohne Gebote nach meinem eigenen Willen zu leben.<\/p>\n<p>Es ist ein Leben, das aus dem empfangenen Christus, aus dem Evangelium und der Einheit mit Christus herausflie\u00dft. Es ist ein Leben, das von dem informiert und bestimmt wird, wie ich Christus Jesus den Herrn empfangen werde. Diese Wahrheit wird mich informieren in allen meinen praktischen Lebenssituationen und Umst\u00e4nden, wie ich zu wandeln habe. Dieses Prinzip geht viel tiefer als jedes reine Gebot, das wir uns erdenken k\u00f6nnen, und wirkt sich auf jeden Lebensbereich aus.<\/p>\n<p>Es ist ein Wandel, der nicht aus eigener Kraft geschieht, sondern Gott wirkt in diesem Wandel. Er hat uns mit Christus vereint, was uns mit der Quelle von einem reichlichen Boden \u2013 eine Quelle von Kraft und Leben \u2013 verbunden hat. Und Gott ist es, der heute in uns wirkt, uns auferbaut, uns festigt. Und es ist ein Wandel, der eine Danksagung \u00fcberstr\u00f6mt. Im Licht dieses empfangenen Herrn, was mein tiefer Anteil dieses Wandels ausmacht, ist Danksagung.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir aus diesem Text anwenden? Erstens: Pr\u00fcfe deinen Wandel, ob er gekennzeichnet ist von diesen Merkmalen. Erstens: Pr\u00fcfe deinen Wandel. Wir haben gesehen, es ist ein Christus-gegr\u00fcndeter Wandel. Es ist ein Wandel durch das Wirken Gottes. Und es ist ein Wandel mit \u00fcberstr\u00f6mendem Dank. Macht das deinen Wandel heute aus?<\/p>\n<p>Wir haben in diesem Abschnitt gelernt, was den Wandel ausmacht. Was macht deinen Wandel aus? Ist er gesetzlos? Gehorchst du dem Befehl \u201eWandelt in Christus so, wie ihr ihn empfangen habt\u201c \u00fcberhaupt, oder lebst du nach deinem eigenen Willen? Was bestimmt dein Leben? Dein Wille und deine W\u00fcnsche? Weil du bist ja aus Gnade gerettet, jetzt kannst du leben, wie du willst? Reflektiert deinen Wandel deine Einheit mit Christus, oder wandelst du nach deinem eigenen Willen?<\/p>\n<p>Lebst du entsprechend eine Art billigen Gnade, die sagt: \u201eIch bin erl\u00f6st aus Gnade, ich habe das Ticket schon. Jetzt brauche ich es nicht mehr\u201c? Dann m\u00f6chte ich dich hiermit warnen. Wandel in Christus entspricht dem, wie du ihm empfangen hast. Wenn du aber in Christus nicht wandelst, ist das ein guter Hinweis daf\u00fcr, dass du ihn vielleicht gar nicht empfangen hast.<\/p>\n<p>Und dann bitte ich dich: Kehre um von einem eigenwilligen Leben. Kehre um von einem gesetzlosen Leben und f\u00fcge dich der Herrschaft Jesu Christi. Der Gl\u00e4ubige hat Christus nicht als jemanden empfangen, der ihn einfach l\u00e4sst, wie er ist. Sondern der Gl\u00e4ubige hat Christus als Herrn empfangen \u2013 als jemanden, der in ihm wirkt und ihn aus seiner Liebe zu ihm, zu dir, zum Gehorsam dr\u00e4ngt. Vielleicht sagst du auf der einen Seite: \u201eIch bin auf keinen Fall gesetzlos.\u201c<\/p>\n<p>Und in deinem Kopf beginnst du alle Werke aufzuz\u00e4hlen, all die guten Werke aufzuz\u00e4hlen, die du tust: \u201eIch tu das und ich tu dies und ich bin hier ordentlich und ich gehorche da.\u201c Das mag so sch\u00f6n sein. Und so sehr ich mich dar\u00fcber freue, dass du nicht gesetzlos bist, m\u00f6chte ich dich bitten: Pr\u00fcfe dich. Bist du vielleicht gesetzlich? Ist ein Wandel ein kalter Gehorsam? Eine Abarbeitung von \u201eTu das\u201c und \u201eTu das nicht\u201c. Gerade wenn du schon l\u00e4nger gl\u00e4ubig wirst, kann es passieren, dass dein Wandel eine Abfolge von einer kalten Routine wird.<\/p>\n<p>Wieso tust du das? Wieso gehorchst du? Wieso liest du deine Schrift? Wieso kommst du in die Gemeinde? Wieso strebst du nach Heiligung? Oder wieso legst du L\u00fcge ab? All diese Fragen \u2013 stell sie dir. Was ist die grundlegende Motivation? \u201eJa, weil es halt so hei\u00dft, weil es so dasteht, weil es halt das Gebot ist.\u201c Ja, das ist es, und du sollst diesem Gebot gehorchen, aber geht dein Gehorsam tiefer als das? Geht er aus dem? \u201eIch habe Christus empfangen.\u201c Ich habe ihn \u2013 in Epheser 4, haben wir vergangene Woche gelesen \u2013 ich habe ihn empfangen als jemanden, der den alten Menschen ausgezogen hat, einen neuen Menschen angezogen habe, sodass ich heute diese neuen Menschen auslebe.<\/p>\n<p>Wir haben immer wieder gelesen, den 2. Korinther 5,14, wo Paulus sagt: \u201eDie Liebe Christi dr\u00e4ngt mich.\u201c Mach das deinen Wandel aus. Seine, Christi Liebe zu dir l\u00e4sst dir keine andere Wahl als zu gehorchen. Sie zwingt dich, sie dr\u00e4ngt dich zu gehorchen. Nicht aus Gesetzlichkeit. Nicht um in den Himmel zu kommen oder von Gott geliebt zu werden, sondern weil er mich zuerst geliebt hat. \u00dcber die Pharis\u00e4er und \u00fcber das Volk Israel wird gesagt: \u201eDieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.\u201c Das ist Gesetzlichkeit: Lippenbekenntnis, oberfl\u00e4chliche Gehorsam, aber nicht gegr\u00fcndet im Evangelium.<\/p>\n<p>Der wahre christliche Wandel ist weder gesetzlos noch gesetzlich. Stattdessen flie\u00dft der Wandel aus der Einheit mit Christus und dem Evangelium heraus. Du brauchst als Gl\u00e4ubiger keine bis ins Kleinste gehende To-Do-Liste, weil du so von Christus erf\u00fcllt sein kannst, dass diese Einheit mit Christus deinen Wandel in jedem Lebensbereich informieren wird. Pr\u00fcfe dich also und kehre um. Sei es Gesetzlosigkeit oder Gesetzlichkeit, kehre von beidem um. Kehre von beidem um. Und beginne vielleicht erneut in Christus zu wandeln, so wie du ihn empfangen hast, aus Gnade und durch Glauben, in Gehorsam. Aber mit dem Wirken Gottes.<\/p>\n<p>Zweitens: Sinne \u00fcber den empfangenen Christus Jesus nach. Denke an das Indikativ. Erf\u00fclle dich mit dem, was Gott vollbracht hat. Du kannst nur wahrlich in Christus wandeln, wenn du damit erf\u00fcllt bist, wie du ihn empfangen hast. Sonst wei\u00dft du ja nicht wie, sonst informiert dich ja nichts, wie du wandeln sollst. Wer er ist \u2013 Christus Jesus der Herr \u2013 was er vollbracht hat, wie du mit ihm eins geworden bist, wie Gott dich in Einheit mit ihm gebracht hat. So wie der gl\u00fcckselige Mann auf Psalm 1 nur gl\u00fcckselig ist, weil er Tag und Nacht \u00fcber das Gesetz des Herrn nachsinnt und daran wohlgefallen hat.<\/p>\n<p>Wenn musst du dar\u00fcber nachsinnen und daran wohlgefallen haben, \u00fcber diesen Christus nachzusinnen, dich mit ihm zu erf\u00fcllen. Wer er ist? Wieder lies, schau die 1. Kolosser Kapitel 1 an. Wer er ist, was er vollbracht hat. Sinne \u00fcber seine Erhabenheit, seine Genugsamkeit, die uns hier pr\u00e4sentiert worden ist. Sinne dar\u00fcber nach. Nur das l\u00e4sst dich so wandeln lassen \u2013 so wie es Paulus hier beschreibt.<\/p>\n<p>Drittens: Sch\u00f6pfe Kraft f\u00fcr deinen Wandel aus dem Wirken Gottes. Erfreue dich daran, was Gott in dir wirkt, und sch\u00f6pfe Kraft daraus. Du bist nicht alleine in diesem Wandel. Gott hat bereits in dir gewirkt und Gott wirkt heute bei dir. Er hat dich mit Christus eins gemacht und in ihm verwurzeln. Und heute baut er dich auf. Liebe Geschwister, schaut auf euer gl\u00e4ubiges Leben zur\u00fcck: den Wachstum, den ihr empfangen habt.<\/p>\n<p>Ja, ihr habt gehorcht, ja, ihr habt gelernt und habt Dinge umgesetzt, aber es gibt immer diesen Teil, der irgendwie unerkl\u00e4rlich ist. Den ich nicht ganz erkl\u00e4ren kann \u2013 wie ich hier ver\u00e4ndert worden bin, wie ich mich ver\u00e4ndert habe. Es ist das Wirken Gottes. Er, der aufbaut, er, der festigt. Und freue dich daran, sch\u00f6pfe Kraft daraus. Selbst im Moment deines Versagens. Gott h\u00f6rt nicht per sich auf: \u201eOh Herr, das wird nichts, ich gebe auf.\u201c Das macht Gott nicht. Selbst im Moment deines Versagens wirkt Gott in dir. Er wird dich aufbauen. Er wird dich festigen. Und er hat dich bereits verwurzelt. Sch\u00f6pfe Kraft f\u00fcr deinen Wandel aus dem Wirken Gottes. Erkenne es an.<\/p>\n<p>Viertens, sei \u00fcberreichend Danksagung. Sei \u00fcberreichend in Danksagung. Wie wir gesehen haben, ist das im Zusammenhang dein einzig aktiver Beitrag zum Merkmal des Wandels. Sei dankbar und \u00fcbe dich in Danksagung. H\u00fcte dich vor Unzufriedenheit. Oh, sie kann sich so schnell einschleichen. So schnell kann das passieren, so h\u00fcte dich und \u00fcbe dich in Danksagung. Sag Gott Danke. Und wenn du denkst, du hast genug Danke gesagt, sag noch etwas mehr Danke. Denn du sollst ja \u00fcberreich sein, \u00fcber dem Mars dankbar sein. Sei es dankbar im Gebet. Wenn ich eins von meinem \u2013 ich habe sehr viele Dinge von meinem Vater gelernt, aber wenn ich eins von meinem Vater gelernt habe, ist, wenn du dich in diesen Dingen im Gebet \u00fcbst. Wird das dich ver\u00e4ndern. Wenn du zum Beispiel im Gebet f\u00fcr andere betest, wirst du lernen, dich auch um mehr, um andere zu sorgen. Und ich drehe es jetzt auf die Danksagung. Wenn du dich im Gebet darin \u00fcbst, Dank zu sagen, wirst du auch in deinem Wandel und in deinem Leben dankbarer werden, zufriedener werden. Diszipliniere dich darin, im Gebet Gott Dank zu sagen. Und du wirst dankbarer auch insgesamt werden in deinem Wandel, in deinem Leben.<\/p>\n<p>Und ganz zum Schluss: All das k\u00f6nnen nur Menschen tun und geschieht nur mit Menschen, die Christus Jesus empfangen haben. Wenn du also Christus Jesus noch nicht empfangen hast, dann kehre um. Tue Bu\u00dfe von einem Leben und einem Wandel, der nach deinem eigenen Leben bestimmt ist. Kehre um von Gesetzlichkeit, wenn du einer falschen Religion, einer menschengemachten Religion folgst. Wenn du gehorchst, um dich das Ticket in den Himmel zu verdienen. Kehre um, denn vor diesem heiligen Gott wirst du mit deinen eigenen Werken nicht bestehen. Kehre um von Gesetzlosigkeit, einem Leben nach deinem eigenen Willen und Begierden. Denn dieser heilige und gerechte Gott wird dich in die H\u00f6lle verdammen. Kehre um und fliehe zu Christus. Seine Gerechtigkeit. Aus Gnade allein \u2013 wir haben es heute gesungen \u2013 aus Gnade allein wirst du gerettet. Rufe den Herrn an und bitte um Vergebung. Kehre um zu Christus, glaube an sein stellvertretendes Werk am Kreuz, an die Stelle von S\u00fcndern. Und du wirst gerettet werden. Ihm m\u00f6ge alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>\n<p>Lass uns beten. Unser Vater im Himmel, ich staune \u00fcber deine Weisheit. Die Genialit\u00e4t dieses Befehls und dieses fundamentalen Prinzips: Wandle in Christus so, wie du ihn empfangen hast. Wandle nicht, indem du einfach einer kalten Liste von Geboten verfolgst. Und du sagst aber auch nicht: \u201eWandle einfach, wie du willst.\u201c Denn das ist so ein Schaden, das w\u00e4re so ein Schaden f\u00fcr uns, nach unserem eigenen Willen zu wandeln. Nein, du sagst: \u201eWandle so, wie wir Christus empfangen haben.\u201c Und wir haben ihn empfangen als Christus, als Herrn. Als Erl\u00f6ser. Als diesen erhabenen Christus, der uns in diesem Kolossalbrief, insbesondere in diesem Kolossalbrief, pr\u00e4sentiert worden ist. Vater, dieses Prinzip geht so viel tiefer. So viel, es dringt so viel mehr durch unser Leben, als es einfach reine Gebote tun k\u00f6nnten, reine menschengemachte Regeln tun k\u00f6nnten. Vater, ich danke dir. Ich danke dir f\u00fcr das Wirken, das du uns geschenkt hast, dass du in uns gewirkst. Ich danke dir, dass du uns verwurzelt hast in Christus. Du hast uns verbunden und in Einheit gebracht mit dem Kostbarsten, was existiert, deinem Sohn.<\/p>\n<p>Du hast uns verbunden mit dem, der von dem, durch den und zu dem hin alles geschaffen worden ist. Du hast uns mit dem verbunden, der dein unsichtbares Bild ist, der Erstgeborene aller Sch\u00f6pfung, der in allem Vorrang hat. Was f\u00fcr ein Privileg, mit diesem Herrn verbunden zu sein. Was f\u00fcr ein Privileg, aus ihm alle Kraft zu sch\u00f6pfen f\u00fcr Wandel und f\u00fcr Leben.<\/p>\n<p>Vater, ich danke dir, dass du heute in uns wirkst. Du baust uns auf, du festigst uns. Was w\u00e4ren wir nur ohne dein Wirken? Wir werden Fahnen im Wind, die hin und her vom Wind getrieben werden. Du bist es aber, der uns festigt, der uns auferbaut, und daf\u00fcr danken wir dir. Wir beten dich an.<\/p>\n<p>Oh Vater, schenke allen, die hier sind, allen Gl\u00e4ubigen, Vater, schenke ihnen doch, dass sie \u00fcberreich sind in Danksagung. Dass wir lernen m\u00f6gen, Dank zu sagen, \u00fcberreich darin zu sein, \u00fcber die Ma\u00dfen Dank zu sagen, denn du bist es w\u00fcrdig. Wir k\u00f6nnen nie aufh\u00f6ren, wir k\u00f6nnen nie zu viel Dank sagen. So lehre uns Dank zu sagen, \u00fcberreich darin zu sein, und \u00fcbe uns darin in Zufriedenheit in Christus mit all dem, was du uns geschenkt hast.<\/p>\n<p>Vater, bewahre uns vor der Suche nach Neuem, nach Frischem. Diese alte Geschichte, dieser Christus, er ist derselbe, und er ist genauso genugsam wie eh, wie eh und je. Ich danke dir daf\u00fcr, Vater, und ich bitte dich darum: Segne uns und segne unseren Wandel, sodass wir in Christus wandeln m\u00f6gen, so wie wir ihn empfangen haben. Im Namen deines Sohnes. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Kolosser 2,6-7 (Teil 2): Der christliche Wandel gr\u00fcndet im Empfang Christi \u2013 gewurzelt durch Gott, aufgebaut im Glauben und bewahrt vor Irrlehre. 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