{"id":2432,"date":"2026-05-03T22:17:11","date_gmt":"2026-05-03T20:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2432"},"modified":"2026-05-11T22:44:50","modified_gmt":"2026-05-11T20:44:50","slug":"die-fuelle-christi-ueber-leerer-menschenweisheit","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/die-fuelle-christi-ueber-leerer-menschenweisheit\/","title":{"rendered":"Die F\u00fclle Christi \u00fcber leerer Menschenweisheit"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir auf den Kolosserbrief, Kapitel 2. Lasst uns lesen die Verse 6 bis 15. Kolosserbrief, Kapitel zwei, die Verse sechs bis f\u00fcnfzehn.<\/p>\n<p>\u201eWie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und aufgebaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung. Seht zu, dass niemand euch einf\u00e4ngt durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der \u00dcberlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgem\u00e4\u00df. Denn in ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid in ihm zur F\u00fclle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.<\/p>\n<p>In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit H\u00e4nden geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus, mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Und euch, die ihr tot wart in Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gel\u00f6scht, den in Satzung bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte. Er hat die Gewalten und die M\u00e4chte v\u00f6llig entwaffnet und sie \u00f6ffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph \u00fcber sie gehalten.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, welche Worte des Trostes ist es, zu singen: \u201eDer Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir.\u201c Was f\u00fcr ein Zuspruch und was f\u00fcr eine Ermutigung ist es, dass wir Dich, unseren Herrn, unseren Gott, unseren Heiland und Retter, auch unseren Hirten nennen d\u00fcrfen, der uns stets auf guten Wegen f\u00fchren wird, der uns zu frischem Wasser und zu gr\u00fcnen Auen bringt. Der Hirte, mit dem wir, wenn Er mit uns ist, wir nichts zu f\u00fcrchten haben. Der Hirte, der uns verhei\u00dft, dass Huld und G\u00fcte uns folgen werden alle Tage unseres Lebens und wir ewig wohnen d\u00fcrfen im Hause des Herrn.<\/p>\n<p>O gro\u00dfer Vater, wer sind wir, dass wir solche Worte h\u00f6ren d\u00fcrfen? Dass wir sie singen d\u00fcrfen, dass wir sie in Anspruch nehmen d\u00fcrfen. Bei Dir ist wahrlich kein Mangel. In Christus ist wahrlich nichts anderes als vollkommene F\u00fclle. So wie es Ihm an nichts mangelt, sondern Er alles in allem erf\u00fcllt, so d\u00fcrfen wir teilhaben an Seiner F\u00fclle. Gnade um Gnade, Kraft um Kraft, die Er uns aussch\u00fcttet aus Seiner eigenen F\u00fclle. Alles das ist m\u00f6glich, weil Du uns mit Christus eins gemacht hast. Und daf\u00fcr beten wir Dich an.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr danken wir Dir und wir bitten Dich: Segne diese Stunde der Verk\u00fcndigung, sodass wir mehr davon verstehen m\u00f6gen, was es bedeutet, mit diesem Christus einst gemacht geworden zu sein. Dass wir doch sehen m\u00f6gen die F\u00fclle des Christus, Seiner Person, Seiner Erhabenheit, Seiner Genugsamkeit. Dass wir die Worte \u201eDer Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir\u201c doch wahrlich und noch tiefer verstehen m\u00f6gen, indem wir sehen d\u00fcrfen, wie leer doch alles ist, was diese Welt uns anbietet, was menschliche Weisheit anbietet. Wir bitten Dich, Vater, segne diese Stunde, sodass wir \u00fcber Christus staunen m\u00f6gen, sodass wir von Seiner F\u00fclle staunen m\u00f6gen und dar\u00fcber staunen m\u00f6gen, wie wir in Ihm zur F\u00fclle gebracht sind. Segne die Zuh\u00f6renden, dass Deine Worte in ihren Herzen wirken m\u00f6gen. Dein Geist m\u00f6ge wirken, sodass die Gemeinde erbaut wird und Dein Name verherrlicht wird. Amen.<\/p>\n<p>That&#8217;s so scanned. Wir leben in einer Zeit, die man, glaube ich, auf vielerlei Weise als eine Zeit der F\u00fclle in einer gewissen Weise bezeichnen kann. Wir leben in einer modernen Zeit, wo wir eine F\u00fclle haben, eine F\u00fclle an M\u00f6glichkeiten. Die Wissenschaft ist nat\u00fcrlich so weit, wie sie es in gewisser Weise nie zuvor war. Wir haben eine F\u00fclle an Zugang zu Wissen, Angeboten und Optionen: Meinungen, Informationen, heutzutage Podcasts, Videos und B\u00fccher. Ich habe recherchiert und.<\/p>\n<p>Es gibt so Sch\u00e4tzungen, dass es im Internet 150 bis 180 Zettabyte an Daten gibt. Um das vielleicht zu illustrieren: Ein Zettabyte \u2013 diese Datengr\u00f6\u00dfe entspricht einer Billion B\u00fccher. Und das Internet besteht aus 150 bis 180 Billionen B\u00fcchern. Und t\u00e4glich werden mehr hinzugef\u00fcgt und ja, nicht nur t\u00e4glich, eigentlich sek\u00fcndlich, min\u00fctlich werden \u2013 wird es mehr. Es gibt diese Vergleiche: Wenn ein Mensch sein ganzes Leben verbringen w\u00fcrde, alles Wissen, was es gibt, heutzutage, zum Beispiel im Internet, lesen w\u00fcrde, sein Leben w\u00fcrde nur daraus bestehen, alle Informationen zu lesen. Das menschliche Leben reicht nicht aus, alle Informationen zu lesen.<\/p>\n<p>Wir sehen also: Wir leben in einer Zeit mit einem Maximum an Angebot. Aber gleichzeitig entsteht der Eindruck, wenn unsere Welt herrscht, wenn wir in unsere Welt schauen, dass gleichzeitig auf der einen Seite ein Maximum an Informationen, Optionen und Angeboten besteht, aber auf der anderen Seite so eine gro\u00dfe Lehre, eine Ungewissheit, eine Verwirrtheit herrscht in unserer Welt. Eine Welt voller Angebote, und doch herrscht gro\u00dfe Leere.<\/p>\n<p>In unserem heutigen Text im Kolosserbrief sehen wir eine Gegen\u00fcberstellung des Apostel Paulus, die genau auch in diese Richtung geht. Wir sehen auf der einen Seite Lehre, Nichtigkeit, Vergeblichkeit. Auf der anderen Seite haben wir F\u00fclle um F\u00fclle. Paulus in unserem heutigen Text stellt heute gegen\u00fcber die Lehre, die Nichtigkeit menschlicher Weisheit. Und er stellt demgegen\u00fcber die vollkommene und absolute F\u00fclle Jesu Christi.<\/p>\n<p>Denn mit diesem Problem hat eben auch die Gemeinde in Kolosse zu k\u00e4mpfen. Wir haben es oft wiederholt, deswegen m\u00f6chte ich es kurz halten: Eine Irrlehre schlich sich in die Gemeinde ein \u2013 nicht nur in die Gemeinde in Kolosse, auch die Gemeinde in Laodicea und Herapolis. Diese drei Gemeinden wurden attackiert, sozusagen von einer Irrlehre, einer Mischung aus heidnischer Philosophie und j\u00fcdischer Gesetzlichkeit. Diese Irrlehre leugnet sowohl die Gottheit Jesu, sie sagt \u2013 gleichzeitig leugnet sie auch die Menschheit Jesu, sie sagt \u2013, Jesus ist nie wirklich Mensch geworden oder war nie wahrlich Mensch, sondern Jesus sei eine Art niedrigeres Engelswesen. Man m\u00fcsse Engel anbeten, man m\u00fcsse Visionen haben, um wahre Geistlichkeit zu erreichen, man m\u00fcsse j\u00fcdischen, zeremoniellen Gesetze befolgen, um diese Stufe der Geistlichkeit zu erreichen und einen wahrlichen christlichen Wandel zu haben.<\/p>\n<p>Und Paulus schreibt diesen Brief, um die Kolosser vor dieser Irrlehre zu warnen, um ihnen die Wahrheit aufzuzeigen. Dieses Zitat begleitet uns durch, wird uns wahrscheinlich durch diesen ganzen Brief begleiten \u2013 das Zitat von Calvin, der gesagt hat: \u201eWenn uns daher jemand irgendwo anders als zu Christus rufen will, so ist er leer und voller Wind. Lasst uns ihm deshalb ohne Bedenken Liebewohl sagen.\u201c Genau das hat diese Irrlehrer und die Irrlehrer in Kolosse versucht. Sie wollten die Menschen von Christus entfernen, verwickeln und gefangen nehmen in Philosophie menschlicher Weisheit, menschlicher Gesetzlichkeit \u2013 und weg von Christus.<\/p>\n<p>Und in diesem Kapitel 2, in diesem Abschnitt \u2013 gerade in dem Abschnitt, den wir auch jetzt zu Beginn gelesen haben, die Verse 6 bis 15, aber man k\u00f6nnte eigentlich auch bis zum Ende des Kapitels 2 lesen \u2013, kommen wir zu diesem Herz dieses Briefes, wo es genau darum geht, wo genau Paulus diese Irrelehren aufgreift und ihnen antwortet, vor ihnen warnt und ihnen gegen\u00fcberstellt, was die gesunde Lehre ist.<\/p>\n<p>Vergangene Woche haben wir uns mit dem Wandel, dem christlichen Wandel, besch\u00e4ftigt. Dieses allgemeine Prinzip, wo Paulus sagt: \u201eWandelt in Christus so, wie ihr ihn empfangen habt.\u201c Wir haben gesehen, dass es weit mehr als eine vage und oberfl\u00e4chliche Aufforderung ist. Es ist das fundamentale Prinzip, das den christlichen Wandel bestimmt. Denn der christliche Wandel \u2013 wir haben es vergangene Woche, die vergangenen beiden Wochen gesehen \u2013 ist weder gesetzlos (ja, es hei\u00dft nicht: \u201eIch kann einfach leben, wie ich will\u201c), aber er ist auch nicht gesetzlich.<\/p>\n<p>Ein Leben, das nur bis ins kleinste Detail von Regeln und Geboten bestimmt wird \u2013 sondern der christliche Wandel ist etwas, was herausflie\u00dft aus der Einheit mit Christus. So wie ich ihn empfangen habe, so wandle ich. Das ist das fundamentale Prinzip, das sich auf jeden Lebensbereich auswirkt. Es ist ein Prinzip, das nicht f\u00fcr jede einzelne detaillierte Lebenssituation eine Regel oder ein Gebot braucht, sondern es ist etwas, was aus der Einheit und aus deiner Beziehung mit Christus, aus dem Evangelium herausflie\u00dft.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen: Es ist ein Wandel, der nicht aus eigener Kraft geschieht. Es ist ein Wandel, in dem Gott aktiv im Leben des Gl\u00e4ubigen wirkt. Wo Gott uns eins mit Christus verbunden hat \u2013 wie in einem n\u00e4hrstoffreichen Boden hat er uns mit Christus verwurzelt \u2013, sodass Christus zur Quelle unseres Wandels wird in Kraft und Leben. Gott baut uns auf. Er festigt uns. Er ist es, der in den Gl\u00e4ubigen wirkt in diesem Wandel. Und wir haben gesehen: Unser Beitrag, unser aktiver Beitrag zu diesem Wandel ist \u00fcberstr\u00f6mende Danksagung. Danksagung ohne Ende. Danksagung, die keine Grenzen kennt f\u00fcr diesen Christus, den wir empfangen haben.<\/p>\n<p>Und nun kommen wir zu unserem heutigen Abschnitt. Wir werden uns heute die Verse 8 bis 10 anschauen. Nachdem Paulus einen positiven Befehl gegeben hat, \u201ewandelt in Christus\u201c, kommt jetzt sozusagen eine Art negativer Befehl \u2013 negativ in dem Sinne, dass er uns dazu auffordert und befiehlt, sich vor leerer Philosophie zu h\u00fcten. Das ist der Befehl, und er nennt uns zwei Gr\u00fcnde daf\u00fcr. Er sagt: \u201eH\u00fcte dich vor leerer Philosophie\u201c, und hier sind zwei Gr\u00fcnde wieso.<\/p>\n<p>Der Titel der heutigen Predigt lautet: \u201eDie F\u00fclle Christi \u00fcber leerer Menschenweisheit\u201c. Die F\u00fclle Christi \u00fcber leerer Menschenweisheit. Und wir wollen erstens den ersten Grund daf\u00fcr sehen, wieso wir uns vor leerer Menschenweisheit, leerer Philosophie h\u00fcten sollen oder dieser menschlichen Weisheit h\u00fcten sollen. Und das ist erstens die Tatsache, dass sie leer ist: die Leere der menschlichen Weisheit. Erstens: Die Leere menschlicher Weisheit. Und dann werden wir sehen, zweitens: Die F\u00fclle der Person Jesu Christi. Die F\u00fclle der Person Jesu Christi. Ihr seht die Gegen\u00fcberstellung: Wir haben Leerheit, Leere auf der einen Seite, Nichtigkeit auf der einen Seite, und wir haben F\u00fclle auf der anderen Seite.<\/p>\n<p>Lasst uns beginnen in Vers 8: \u201eSeht zu, dass niemand euch einf\u00e4ngt durch die Philosophie und leeren Betrug nach der \u00dcberlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgem\u00e4\u00df.\u201c Hier beginnt Paulus mit dem Befehl: \u201eSeht zu\u201c. Es ist ein Befehl, ja, ein Imperativ, and it is a Pr\u00e4sensimperativ, der nat\u00fcrlich sagt, dass das ein fortlaufender Befehl ist. Es geht darum, in unserem christlichen Wandel acht zu haben, stets achtsam zu sein, auf etwas zu sehen. Dieses Wort \u201eseht zu\u201c wird auch \u00fcbersetzt mit \u201eAcht haben\u201c, \u201eaufpassen\u201c. Es ist oft verwendet im Zusammenhang mit Wachsamkeit. Es wird verwendet im Zusammenhang \u2013 es wird auch \u00fcbersetzt mit \u201eh\u00fctet euch vor\u201c.<\/p>\n<p>Wenn Paulus hier also sagt \u201eseht zu\u201c, geht es um eine fortlaufende Wachsamkeit, acht zu geben, sich zu h\u00fcten. Jesus verwendet dieses Wort in Lukas 21, Vers 8, wo er sagt: \u201eEr aber sprach: Seht zu \u2013 da haben wir wieder das Wort, seht zu \u2013, dass ihr nicht verf\u00fchrt werdet. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin&#8217;s, und: Die Zeit ist nah gekommen; geht ihnen nicht nach.\u201c Wir sehen, Jesus verwendet dieses Wort in einem Zusammenhang, wo er vor falschen Christussen, vor Verf\u00fchrern warnt und sagt: \u201eSeht zu, passt auf, h\u00fctet euch vor Verf\u00fchrung.\u201c<\/p>\n<p>In Markus 13, Vers 33 wird es verwendet im Zusammenhang von \u2013 auch in dieser Endzeitrede \u2013 im Zusammenhang mit Wachsamkeit. Jesus sagt in Markus 13,33: \u201eSeht zu, wacht! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit ist.\u201c Es geht also um Wachsamkeit, es geht um N\u00fcchternheit. In 1. Korinther 10, Vers 12 verwendet Paulus dieses Wort, wo er sagt: \u201eDaher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.\u201c<\/p>\n<p>Hier verwendet es Paulus im Zusammenhang zum Fallen der S\u00fcnde: &#8222;Pass auf, h\u00fcte dich davor. Du meinst, du stehst.&#8220; Wir sehen dieses Wort also im Zusammenhang von Verf\u00fchrung, Wachsamkeit und S\u00fcnde verwendet. Und Paulus warnt hier also dann die Kolosse, Acht zu geben, sich zu h\u00fcten.<\/p>\n<p>Wovor sollen sie sich h\u00fcten? &#8222;Seht zu, dass niemand euch einf\u00e4ngt.&#8220; In der Elberfelder CSV ist dieses &#8222;Niemand euch einf\u00e4ngt&#8220; \u00fcbersetzt mit &#8222;euch als Beute wegf\u00fchrt&#8220;. Das beschreibt dieses Wort &#8222;einfangen&#8220; ganz gut, also: Beute wegf\u00fchren. Das Wort wird nur einmal hier im Neuen Testament verwendet, und es beinhaltet die Idee der Gefangennahme der Gegner nach einer Schlacht. Oder es geht darum, die Kriegsbeute nach einer Schlacht \u2013 die Beute, die man einsammelt und mitnimmt.<\/p>\n<p>Paulus sagt also, die Kolosser sollen sich daf\u00fcr h\u00fcten, nicht eingefangen zu werden. Es gibt diese Philosophien und diese Lehren, Betr\u00fcgereien, die sie gefangen nehmen wollen. Wie eine Armee die besiegten Gegner gefangen nimmt und wegf\u00fchrt. Und er sagt: &#8222;H\u00fctet euch davor, gefangen weggef\u00fchrt zu werden.&#8220;<\/p>\n<p>Als ich mich mit diesem Wort besch\u00e4ftigt habe \u2013 einfangen, gefangen wegf\u00fchren, als Beute wegf\u00fchren \u2013 da musste ich an das Alte Testament denken und die Weggef\u00fchrten von Judah, die ins babylonische Exil gebracht worden sind. Was wurde zum Beispiel mit Daniel und seinen Freunden gemacht? Ja, Judah wurde vom K\u00f6nig Neben Katneza erobert. Es wurde zerst\u00f6rt. Daniel und seine Freunde und die Juden wurden gefangen genommen und weggef\u00fchrt aus ihrer Heimat nach Babel. Dort ging es darum, ihre Heimat, ihre Identit\u00e4t und ihren Glauben zu verlieren. Und sie sollten quasi zu Babylonier werden. Ihre Namen wurden ge\u00e4ndert, ihre Essensangewohnheiten wurden ge\u00e4ndert. Sie arbeiteten f\u00fcr den babylonischen K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Das gibt uns eine Illustration daf\u00fcr, wie wir vielleicht auch dieses &#8222;gefangen wegf\u00fchrend wegf\u00fchren&#8220; verstehen k\u00f6nnen: Gefangen genommen, weggef\u00fchrt von Christus in diesem Fall, und zu diesen weltlichen Systemen, zu diesen weltlichen Philosophien und Weltanschauungen. Es ist also eine ernste Warnung, die wir hier vorfinden: &#8222;Seht zu, h\u00fcte, dass ihr nicht gefangen genommen und weggef\u00fchrt werdet.&#8220; Das d\u00fcrfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen.<\/p>\n<p>Wir leben in einer Welt, die voller Feinde ist. Und wir leben in einer Welt, die voller nicht-Christus gem\u00e4\u00dfer Ideologien sind, die darauf aus sind, uns gefangen zu nehmen, uns zu versklaven und uns weg von Christus zu f\u00fchren. H\u00f6chste Wachsamkeit, wie die eines Soldaten, ist von uns gefordert. Ansonsten werden wir gefangen genommen und weggef\u00fchrt von Christus. Wachsamkeit, Achtsamkeit \u2013 &#8222;h\u00fctet euch davor&#8220;, sagt Paulus.<\/p>\n<p>Womit m\u00f6chten sie uns einfangen? Was sagt der Vers? &#8222;Durch die Philosophie und Lehren Betrug. Durch die Philosophie und Lehren Betrug.&#8220; Was sind diese Dinge? Philosophie \u2013 das Wort besteht aus Philos, ja, Liebe, und sofort Weisheit; w\u00f6rtlich ist das die Liebe zur Weisheit. Das Wort Philosophie als dieses Wort kommt nur einmal hier im Neuen Testament vor. Das Wort Philosoph kommt auch noch, kommt an anderer Stelle vor, zum Beispiel in Apostelgeschichte 17. Dort ist Paulus in Athen und dort haben wir die epikureischen und stoischen Philosophen, die ihn angriffen.<\/p>\n<p>Und interessant in diesem Zusammenhang wird dann auch gesagt in der Apostelgeschichte Kapitel 17, 21: &#8222;Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu tun, als etwas Neues zu sagen und zu h\u00f6ren.&#8220; Ja, das hat diese Athene ausgemacht und diese, sag ich mal, Stadt der Philosophen in der damaligen Zeit.<\/p>\n<p>Philosophie ist also die Liebe zur Weisheit, was an sich ja erstmal nicht schlimm ist. Und wenn wir auch heutzutage die Definition von Philosophie versuchen zu verstehen \u2013 der Deutsche Ethikrat definiert Philosophie folgenderma\u00dfen: &#8222;In der Philosophie wird versucht, alles besser zu verstehen: den Menschen, das Leben, die ganze Welt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Philosophie fragt zum Beispiel: Wozu leben wir? Was ist unsere Aufgabe als Mensch? Gibt es einen Gott? Das ist so, wie heutzutage Philosophie definiert wird. Wenn wir heutzutage von Philosophie trennen, trennen wir sie meistens strikt von Religion und Glauben. Wir haben Glauben und Religion auf der einen Seite und Philosophie oft auf der anderen Seite, zumindest in unserem normalen Sprachgebrauch.<\/p>\n<p>Aber wenn wir diese Definition vom deutschen Ethikrat nehmen und auch das damalige Verst\u00e4ndnis von Philosophie hernehmen, wird Philosophie nicht nur f\u00fcr diese heidnischen oder s\u00e4kularen oder atheistischen Denkweisen oder Lebensweisen verwendet, sondern auch f\u00fcr Religionen. Wenn wir die Definition wieder hernehmen \u2014 in der Philosophie wird versucht, alles besser zu verstehen: den Menschen, das Leben und die ganze Welt \u2014, trifft das ja auch auf eigentlich die Religionen hinzu. Und auch in der damaligen Zeit wurde das Wort Philosophie auch f\u00fcr Religionen verwendet.<\/p>\n<p>Auch das Judentum war er zur damaligen Zeit, konnte man als Philosophie bezeichnen. Zum Beispiel: Wir kennen aus den Evangelien, dass es die Pharis\u00e4er im Judentum auf der einen Seite gab, die das Gesetz sehr ernst genommen haben, und die Lehrer des Gesetzes. Dann haben wir die Sadduz\u00e4er auf der anderen Seite, die quasi die liberalen Theologen waren, k\u00f6nnte man sagen, die nicht an Engel und ein Leben nach dem Tod geglaubt haben, die eben die Dinge des Gesetzes nicht so ernst genommen haben. Und man k\u00f6nnte sagen, dass \u2014 oder in der damaligen Zeit h\u00e4tte man gesagt \u2014, dass das die pharis\u00e4ische und sadduz\u00e4ische Schule der j\u00fcdischen Philosophie ist. Zwei Arten oder zwei Schulen der j\u00fcdischen Philosophie.<\/p>\n<p>Also, Philosophie ist also \u2014 es geht darum, die Welt zu verstehen und diese Dinge zu verstehen. Und in der damaligen Verwendung w\u00fcrden auch Religionen wie das Judentum &#8222;Philosophien&#8220; genannt werden. Wenn Paulus hier von Philosophie spricht, definiert er sie nicht speziell als j\u00fcdische Philosophie oder diese heidnische Philosophie, sondern es geht allgemein den Begriff \u2014 er verwendet den Begriff allgemein f\u00fcr alle die von Menschen erdachten Weltanschauungen.<\/p>\n<p>Eng verbunden \u2014 und das ist sprachlich, wird es deutlich \u2014 ist das Wort Philosophie hier mit dem leeren Betrug. Manche sagen, man k\u00f6nnte dieses Vers auch \u00fcbersetzen als &#8222;die Philosophie, die leerer Betrug ist&#8220;. Also eng verbunden mit der Philosophie hier ist der leere Betrug. Was ich damit sagen will, ist: Paulus verbietet oder warnt hier nicht vor dem intensiven Nachdenken \u00fcber Gott, die Welt oder den Menschen. Das sollen wir als Gl\u00e4ubige tun. Wir sollen anhand der Schrift und basierend auf der Schrift \u00fcber Gott und die Welt, den Menschen nachdenken, studieren, erforschen, nachsinnen; sondern es geht um die Philosophie, die leerer Betrug ist.<\/p>\n<p>Was bedeutet hier leerer Betrug? Das Wort &#8222;leer&#8220; wird auch \u00fcbersetzt mit eitel, nichtig oder vergeblich. Und das Wort &#8222;Betrug&#8220; hier ist T\u00e4uschung durch falschen Schein, durch einen falschen Eindruck, jemanden zu t\u00e4uschen. In Epheser 5, Vers 6 \u2014 eine \u00e4hnliche Warnung haben wir dort, wo Paulus den Ephesern sagt, Epheser Kapitel 5, Vers 6: &#8222;Niemand verf\u00fchre euch mit leeren Worten. Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes \u00fcber die S\u00f6hne des Ungehorsams.&#8220; Es geht also um Verf\u00fchrung \u2014 auch \u00e4hnlich zu Betrug \u2014, um Verf\u00fchrung mit Worten, die nichtig sind, die vergeblich sind, die am Ende des Tages keinen Inhalt haben.<\/p>\n<p>In Matth\u00e4us 13, Vers 33 \u2014 oder ne, es m\u00fcsste 13 V. 22 sein. Matth\u00e4us Kapitel 13, Vers 22, dort hei\u00dft es beim Gleichnis des S\u00e4manns: &#8222;Da geht es um den, der unter die Dornen ges\u00e4t ist. Bei dem aber unter die Dornen ges\u00e4t ist, dieser ist es, der das Wort h\u00f6rt und die Sorge der Zeit, und hier haben wir das Wort, und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort und er bringt keine Frucht.&#8220; Wir sehen hier: Dieses Wort &#8222;Betrug&#8220; wird hier im Zusammenhang mit Reichtum verwendet, das das Wort erstickt. Der Betrug des Reichtums ist das falsche Versprechen und die falsche Sicherheit des Reichtums.<\/p>\n<p>Reichtum und Wohlstand, der eine falsche Sicherheit und die ein falsches Gef\u00fchl von Gewissheit geben kann \u2013 das ist der Betrug des Reichtums, der in diesem Zusammenhang das Wort erstickt, sodass es keine Frucht bringt. Es geht also bei Betrug um diesen Schein von Gutem und Positivem, der aber am Ende tr\u00fcgerisch ist.<\/p>\n<p>In Hebr\u00e4er 3, Vers 13: Dort geht es um den Betrug der S\u00fcnde. Dort hei\u00dft es: \u201eSondern ermuntert einander jeden Tag, solange es heute hei\u00dft, damit niemand von euch verh\u00e4rtet wird durch Betrug der S\u00fcnde.\u201c Auch S\u00fcnde ist betr\u00fcgerisch, denn S\u00fcnde scheint manchmal sch\u00f6n, oder? S\u00fcnde verspricht uns Gutes, oder? Diese Freude, diese Zufriedenheit. \u201eBegeh die S\u00fcnde, dann wirst du gl\u00fccklich sein. Ja, gib hier nach. Dann wirst du zufrieden sein, dann wirst du Erfolg haben.\u201c Dieses falsche Versprechen der S\u00fcnde ist der Betrug der S\u00fcnde. Sie scheint sch\u00f6n, sie macht tolle Versprechen. Aber dann: Ist sie im Hinterhalt? Ist dieses Versprechen falsch? Es ist eine L\u00fcge. Sie betr\u00fcgt dich.<\/p>\n<p>Es geht also um Philosophien, die Lehrer Betrug sind, die ihr viel versprechen, die sch\u00f6n erscheinen, aber am Ende leer sind, nichtig, vergeblich. Wir haben vorhin Galater 4 gelesen, wo Paulus sagt: \u201eIch hoffe, dass ich nicht vergeblich gearbeitet habe f\u00fcr euch.\u201c Dieses Wort \u201evergeblich\u201c ist dasselbe hier, was hier f\u00fcr Lehr verwendet wird. Vergeblicher Betrug. Sch\u00f6ner Schein, aber nichts dahinter. Sie sind oft betr\u00fcgerisch, weil irre Lernen und diese falschen Philosophien, die sind oft meistens oder oft nicht offensichtlich falsch oder zu Beginn nicht offensichtlich falsch. Genauso wie der Teufel kleiden sich diese Irrlehren und diese leeren Philosophien wie ein Engel des Lichts.<\/p>\n<p>In Vers 23, im selben Kapitel Kolosser 2, sagt Paulus: \u201eSie haben einen Anschein von Weisheit.\u201c Sie scheinen weise, sie scheinen sinnvoll, logisch. Sie versprechen Erfolg. So wie die Schlange im Garten sprach: \u201eKeineswegs werdet ihr sterben. Und eure Augen werden aufgetan und ihr werdet sein wie Gott erkennen, Gutes und B\u00f6ses.\u201c Das klingt doch so toll. Das ist doch so ein sch\u00f6nes Versprechen. Aber dieser Betrug endet immer in deinem Schaden.<\/p>\n<p>Die Irrlehre in Kolosse spricht so die Gl\u00e4ubigen an und verf\u00fchrt sie durch Leere, Versprechen einer unchristlichen Philosophie. Wie kann das aussehen? Zum Beispiel dem, der mit S\u00fcnde k\u00e4mpft und verzweifelt, frustriert ist in seinem Kampf mit S\u00fcnde. Sagt die kolosseische Irrlehre: \u201eWei\u00dft du, was du brauchst? Du musst anfangen, Engel anzubeten. Das ist der Schl\u00fcssel. So wirst du S\u00fcnden \u00fcberwinden und endlich freikommen aus diesem Teufelskreis.\u201c<\/p>\n<p>Dem, der mit Heilsgewissheit zu k\u00e4mpfen hat \u2013 er fragt sich, ob er wirklich gerettet ist, ob er gut genug ist \u2013 dem sagt die kolosseische Irrlehre: \u201eHalte die Sabbate und Essensgebote. R\u00fchre nicht, taste nicht, schmecke nicht. Das wird dir die Sicherheit geben, dass du gerettet bist.\u201c<\/p>\n<p>Dem, der mit Trauer, Depressionen zu k\u00e4mpfen hat, dem, der vielleicht mit dem Eindruck zu k\u00e4mpfen hat, dass Gott ihn verlassen hat, sagt die kolosseische Irrlehre: \u201eWei\u00dft du, du musst nach Visionen streben. Du musst Gottes Gegenwart anfangen zu f\u00fchlen. Nur das wird dir die Gewissheit geben, dass Gott dir nahe ist.\u201c<\/p>\n<p>So versucht diese menschliche Weisheit, menschlich erdachte Weltanschauung, Denksysteme, die dem Wort Gottes widersprechen: Lehrenbetrug. Sie verspricht Erfolg, Fortschritt, eine h\u00f6here Stufe der Geistlichkeit, \u00dcberwindung von S\u00fcnden und Erf\u00fcllung deiner Bed\u00fcrfnisse. Sie nimmt dich aber gefangen in ein menschengemachtes System, das dich von Jesus entf\u00fchrt. Und oft fallen diese menschlich gedachten Systeme, wie wir es bisher im Kolossabrief gesehen haben, oft fallen sie in diese beiden Kategorien: Es geht entweder um Gesetzlichkeit \u2013 ja, Gesetze, Gebote und Regeln, die \u00fcber die Bibel hinausgehen und versuchen, eine h\u00f6here Stufe der Geistlichkeit zu erreichen \u2013 oder es geht um Gesetzlosigkeit, eine Philosophie der Gesetzlosigkeit.<\/p>\n<p>Wei\u00dft du, du musst einfach leben, wie du willst, denn du bist frei in Christus oder du bist schon aus Gnade gerettet. Du kannst einfach leben, wie du willst. Dann wird das schlechte Gewissen verschwinden \u2013 die Schuld, die du f\u00fchlst, wenn du ges\u00fcndigt hast. Das schlechte Gewissen, du musst es anfangen zu ignorieren. Du musst einfach leben, wie du willst.<\/p>\n<p>Oft fallen diese menschlich erdachten Systeme in eine dieser beiden Kategorien: Gesetzlichkeit oder Gesetzlosigkeit. Aber das christliche Leben, der christliche Wandel, ist weder das eine noch das andere. Wie kann das heute aussehen? Wir haben \u00fcber die kolosseische Irrlehre geredet. Wie kann das heute aussehen? Was ist, wenn du heute hier sitzt und mit S\u00fcnde zu k\u00e4mpfen hast, verzweifelt bist, frustriert bist?<\/p>\n<p>Dann sagt heutzutage vielleicht eine Philosophie: \u201eDu brauchst weltliche Expertise. Du brauchst weltliche Therapie, Psychologie. Das wird dir helfen, deine s\u00fcndhaften Gewohnheiten zu erhalten.\u201c Christus ist sch\u00f6n und gut und du glaubst, aber&#8230; Du brauchst Medikamente, um dein Verhalten zu \u00e4ndern. Auch wenn wir heute schauen, wenn du heute mit Heilsgewissheit zu k\u00e4mpfen hast, ob du wirklich gerettet bist: Heute k\u00f6nnen wir schauen in Philosophien, die sagen: \u201eHalte eine Liste von Sakramenten \u2013 Taufe, Bekenntnis, Ehe und all diese Liste an Dinge.\u201c Dann kannst du deine Jahre im Fegefeuer reduzieren. Und dann wei\u00dft du, wenn du diese Liste abgehakt hast, dann wei\u00dft du, dass du gerettet bist.<\/p>\n<p>Oder andere Philosophien, die sagen: \u201eNur wenn du andere Menschen f\u00fcr Jesus gewinnst, wenn sich durch dich Menschen bekehren, nur dann wei\u00dft du, dass du gerettet bist\u201c, weil das ist ja Frucht. Andere Philosophien und falsche Religionen, Irrlehrern sagen: \u201eDu musst in Zungen reden.\u201c Entweder in fremden Sprachen oder in geistlich erfundenen Sprachen. Das ist die wahre Gewissheit. Dann wirst du wirklich, dann wei\u00dft du, dass du gerettet bist und kannst Heilsgewissheit haben. Andere sagen: \u201eGib dieser christlichen Organisation oder gib dieser Gemeinde dein Geld. Das wird zeigen, dass du gerettet bist.\u201c Wenn wir \u00fcber das Wohlstandsevangelium zum Beispiel uns an, wenn wir das als Beispiel nehmen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht hochm\u00fctig auf die Vergangenheit und die irrelehren Kolosse schauen und sagen: \u201eDas passiert uns heute nicht.\u201c Auch heute, wenn wir in diese Welt schauen \u2013 und wir m\u00fcssen gar nicht rausgehen in andere Religionen wie Islam oder so, sondern: Wenn wir in die sogenannte christliche Welt nachschauen, alles was sich christlich nennt, finden wir genau diese Philosophien, weltlich und menschlich erdachten Systeme hervor, die nicht christusgem\u00e4\u00df sind. Und die am Ende des Tages leer sind. Leer sind und dich betr\u00fcgen. Paulus sagt: \u201eH\u00fcte dich davor. Sei vorsichtig.\u201c<\/p>\n<p>Nun kommen wir \u2013 er sagt, seid vorsichtig, vor was? Vor der Philosophie, die Lehrerbetrug ist. Und nun sehen wir drei Eigenschaften dieser leeren Philosophie, dieser betr\u00fcgerischen menschlichen Weisheit. Drei Eigenschaften: Wir sehen nach der \u00dcberlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>Erstens sehen wir \u201enach der \u00dcberlieferung der Menschen\u201c. Was diese Systeme oft ausmacht, ist, dass das Lehre und Gebote von Menschen sind im Kontrast, im Gegen\u00fcber, im Kontrast zur festgehaltenen Offenbarung Gottes. Oft wird diese Phrase \u201e\u00dcberlieferung der Menschen\u201c verwendet im Zusammenhang der \u00dcberlieferung der \u00c4ltesten im Judentum. Wenn wir zum Beispiel aufschlagen, Markus Kapitel 7, Markus Kapitel 7, sehen wir, was Jesus \u00fcber diese \u00dcberlieferungen sagt. Markus-Evangelium, Kapitel sieben, ab Verstrei Markus 7 ab Vers 3: \u201eDenn die Pharis\u00e4er und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgf\u00e4ltig die H\u00e4nde gewaschen haben, indem sie die \u00dcberlieferung der \u00c4ltesten festhalten. Und vom Markt kommen, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben. Und vieles anderes gibt es, was sie zu halten \u00fcbernommen haben: Waschungen der Becher, Kr\u00fcge und Kupfergef\u00e4\u00dfe.\u201c Und dann sehen wir weiter etwas sp\u00e4ter in Vers 8, was Jesus dazu sagt.<\/p>\n<p>Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die \u00dcberlieferungen der Menschen fest. Wir sehen, die \u00dcberlieferung dieser \u00c4ltesten ging \u00fcber das Wort Gottes und die Gebote Gottes hinaus. Sie stellten ihre eigenen Gesetze und Regeln auf und diese achteten sie dann auch noch h\u00f6her als das Wort Gottes. Das sind die \u00dcberlieferungen der Menschen, \u00dcberlieferungen von \u00c4ltesten, menschlich zusammengesetzte Systeme von Gesetzlichkeit und Regeln, die \u00fcber das Wort Gottes hinausgehen, die \u00fcber das Wort Gottes gestellt werden und von den Menschen weitergegeben werden. Aber diese \u00dcberlieferungen sind nichtig im Kontrast zur F\u00fclle Christi.<\/p>\n<p>Denn in 1. Petrus Kapitel 1, 18 und 19 sagt Petrus: \u201eDenn ihr wisst, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichen Dingen wie Silber oder Gold erl\u00f6st worden seid von eurem eitlen, von den V\u00e4tern \u00fcberlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.\u201c Womit seid ihr erl\u00f6st worden? Mit dem \u00fcberlieferten Wandel? Mit diesem eitelen Wandel? Nein, auch nicht Gold und Silber, sondern mit dem kostbaren Blut Jesu Christi. Ihr seht den Kontrast: Du hast das leere Menschen\u00fcberlieferungen auf der einen Seite, du hast das makellose Lamm Gottes auf der anderen Seite. Das waren die \u00dcberlieferungen der Menschen.<\/p>\n<p>Zweitens: Nach den Elementen der Welt. Ja, dieses Wort \u201eElemente\u201c ist ein bisschen komisches Wort. Es sind die fundamentalen Komponenten oder Prinzipien einer Sache. Zum Beispiel: Die Buchstaben des Alphabets werden als Elemente der Sprache verwendet. Grundlegenden Bausteine der Sprache \u2013 das Alphabet, die Buchstaben \u2013 werden Elemente genannt. Das Wort wird zum Beispiel verwendet, um die fundamentalen Teilchen von Materie zu beschreiben.<\/p>\n<p>In 2. Petrus Kapitel 3 wird gesagt, dass die Elemente im Brand aufgel\u00f6st werden und die Elemente im Brand zerschmelzen \u2013 im Brand zerschmelzen werden. Ja, also die \u2013 quasi \u2013 die Welt wird in ihren fundamentalen Teilchen&#8230; Es muss sich aber nicht um materielle Dinge handeln, sondern es kann sich auch um Prinzipien handeln, um Elemente. Und es geht hier um die Prinzipien dieser Welt, um also grundlegende Prinzipien dieses weltlichen Systems.<\/p>\n<p>Und Paulus schlie\u00dft, wie er diesen Begriff verwendet, schlie\u00dft er die zeremoniellen Gesetze unter diesen Begriffen auch ein. Ja, Elemente der Welt. Wenn ihr in Kolosser 2 einfach nur ein paar Verse sp\u00e4ter guckt, in Verse 20 bis 22, lesen wir n\u00e4mlich folgendes. Kolosser 2, 20 bis 22: \u201eWenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid\u201c \u2013 also Elemente der Welt \u2013 \u201eund wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Ber\u00fchre nicht, schmecke nicht, betaste nicht, was doch alles zur Vernichtung durch den Gebrauch bestimmt ist, nach den Geboten und Lehren der Menschen.\u201c Paulus sagt: Ihr seid mit Christus diesen fundamentalen Prinzipien der Welt, das was euch versklavt hat, diese Satzungen \u2013 ihr seid denen gestorben. Wieso unterwerft ihr euch noch denen und sagt: \u201eBer\u00fchre nicht, taste nicht und schmecke nicht\u201c?<\/p>\n<p>Diese Worte verwendet Paulus auch im Galater Kapitel 4, das wir in der neutestamentlichen Lesung hatten. Galater Kapitel 4. Auch da haben wir in gewisser Weise den Kontrast zwischen dieser Lehre und der&#8230; der Nichtigkeit und der F\u00fclle. Auch dort hatten wir in Vers 4: \u201eAls die F\u00fclle der Zeit kam\u201c. Vers 3, Galater Kapitel 4, Vers 3: \u201eSo waren auch wir, als wir Unm\u00fcndige waren, unter die Elemente der Welt versklavt.\u201c Wir waren versklavt unter diesen Prinzipien. Und dann haben wir im Kontrast: \u201eAls aber die F\u00fclle der Zeit kam\u201c \u2013 ihr seht die Sprache \u2013 \u201esante Gott seinen Sohn.\u201c Wir sehen Christus auf der einen Seite, die F\u00fclle der Zeit auf der anderen Seite. Wir sehen Versklavung unter dieser Elemente auf der anderen Seite. Und dann sehen wir: Geboren unter dem Gesetz, damit er die loskaufte, die unter dem Gesetz waren.<\/p>\n<p>Also wir waren unter die Elemente der Welt versklavt und wir waren unter dem Gesetz, von dem uns Christus losgekauft hat, damit wir Sohnschaft empfingen. Paulus verwendet diesen Begriff also auch, um die Gesetze zu beschreiben, um die zeremoniellen Gesetze zu beschreiben. Das wird deutlich, wenn wir uns dann Vers 9 und 10 anschauen, wo es dann hei\u00dft: \u201eJetzt aber habt ihr Gott erkannt, vielmehr seid ihr von Gott erkannt worden.\u201c Und jetzt \u00e4hnliche Frage wie in Kolosser Kapitel 2: \u201eWie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zur\u00fcck, denen ihr wieder von Neuem dienen wollt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSchwach und armselig\u201c bezeichnet Paulus diese Elemente. Und was sind diese Elemente? Was machen die Galater denn? Vers 10: \u201eIhr beobachtet Tage und Monate, bestimmte Zeiten und Jahre.\u201c Ja, wie nach dem j\u00fcdischen Kalender: die Feste, die Neumonde, die Sabbat \u2013 auch darum geht es sp\u00e4ter in Kolosser Kapitel 2. Diese grundlegenden Prinzipien dieser Welt, insbesondere das zeremonielle Gesetz des Alten Bundes, hatten ihren Platz f\u00fcr ihre bestimmte Zeit, sie hatten ihre Rolle. Aber wie Galata gesprochen hat: Als die F\u00fclle der Zeit kam, als der Sohn Gottes kam, hat er euch losgekauft von diesem Gesetz und euch losgekauft von dieser Versklavung. Und heute \u2013 und hat euch befreit und euch zu S\u00f6hnen gemacht. Davor habt ihr euch nicht von einem Sklaven unterschieden, sagt Paulus in Galater 4.<\/p>\n<p>Als die F\u00fclle der Zeit kam, als der kam, indem die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig wohnt, als der kam, indem wir zur F\u00fclle gebracht sind: Wieso kehrst du jetzt zu diesen Elementen der Welt zur\u00fcck, wenn du die F\u00fclle empfangen hast? Wieso kehrst du \u2013 Paulus nennt sie in Kolosser 2 \u201eSchatten\u201c \u2013 wieso kehrst du zum Schatten zur\u00fcck, wenn du den K\u00f6rper dieser Dinge empfangen hast? Diese Elemente sind also nach menschlichen \u00dcberlieferungen. Diese Philosophien sind nach menschlichen \u00dcberlieferungen, sie sind nach den Elementen dieser Welt, sie sind zeremoniellen, versklavenden Gesetz. Das ist die \u00fcbergeordnete Eigenschaft dieser Philosophie, dieses leeren Betrugs, die sie disqualifiziert: Sie sind nicht christusgem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>Sie entsprechen nicht Christus. Sie entsprechen nicht seiner Person, seines Erl\u00f6sungswerkes und seines Wortes. Wie wir bereits gesehen haben in Kapitel 1 und 2, haben wir gesehen: Christus ist der Inhalt der Verk\u00fcndigung (1,28), Christus ist das Geheimnis Gottes (Kapitel 2, Vers 2), und Christus ist das Fundament, mit dem wir vereint worden sind. Wenn also hier von Christus die Rede ist, es geht um die Person Jesu Christi, aber mit dieser Person nat\u00fcrlich die Lehre von ihm. Er, der das Fundament ist, das uns von Aposteln, Gott auserw\u00e4hlten Aposteln und Propheten \u00fcberliefert worden ist und in der Schrift festgehalten ist.<\/p>\n<p>Und wenn etwas nicht christusgem\u00e4\u00df ist, sollten wir uns das als Feind ansehen und uns davor h\u00fcten. Jede Ideologie, jede Philosophie, jedes System, das nicht christusgem\u00e4\u00df ist, das nicht dem entspricht, was Christus und seine Offenbarung uns gegeben hat: H\u00fcte dich davor. Sie will dich gefangen nehmen und von Christus wegf\u00fchren. Wir haben gesehen bisher die eine Seite der M\u00fcnster sozusagen: die Lehre menschlicher Weisheit.<\/p>\n<p>Kommen wir zur anderen Seite. Wieso lehnen wir diese Dinge ab? Nicht nur auf der einen Seite, weil sie leer sind, sondern auf der anderen Seite, weil Christus vollkommen ist, wegen der F\u00fclle der Person Christi. Lasst uns zum Vers 9 kommen. Vers 9: \u201eDenn in ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig.\u201c Wir hatten Leere auf der einen Seite, jetzt kommen wir zur F\u00fclle: die F\u00fclle der Person Christi. Und es beginnt mit \u201edenn\u201c. Den leitet nat\u00fcrlich eine Begr\u00fcndung ein: \u201eDenn in ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig.\u201c Hier kommt also nun der Grund beziehungsweise die Gr\u00fcnde, wieso diese leere Menschenweisheit letztendlich zu verwerfen ist. Sie ist leer auf der einen Seite, nat\u00fcrlich. Das haben wir schon gesehen.<\/p>\n<p>Aber von hier, und eigentlich, man k\u00f6nnte sagen, bis Vers 15 \u2013 deswegen haben wir am Anfang bis Vers 15 gelesen \u2013 geht es um all die Gr\u00fcnde, wieso wir uns vor diesen Dingen h\u00fcten und sie verwerfen, vor dieser menschlichen leeren Philosophie. Und um es in einem Wort zusammenzufassen: Was ist der Grund, wieso wir diese Dinge verwerfen? In einem Wort zusammengefasst: Christus. Christus ist der Grund, wieso wir diese leere Philosophie verwerfen. Wer Christus ist und was er vollbracht hat \u2013 deswegen lehnen wir Menschenweisheit ab.<\/p>\n<p>Verse 9 bis 15 sind genau das noch einmal: wer Jesus ist und was er vollbracht hat. Und aus diesem Grund lehnen wir Menschen Weisheit ab. Und dieser Satz \u2013 man findet in den vielen Kommentaren und Predigten zu diesem, zu dieser, zu diesen Texten, es gibt diesen Ausdruck: Man kann Christus nichts hinzuf\u00fcgen, ohne damit letztlich seinen einzigartigen Platz in der Sch\u00f6pfung und in der Heilsgeschichte zu reduzieren.<\/p>\n<p>Im Grunde hei\u00dft das: Sobald du Christus irgendetwas hinzuf\u00fcgst, sobald du sagst \u201eChristus plus\u201c, nimmst du auch etwas gleichzeitig von Christus weg, weil du sagst, er ist nicht genug. Er reicht nicht aus. Nenn es, was du willst: Christus plus Gesetzlichkeit oder Selbstgerechtigkeit, weltliche Weisheit und diese Denksysteme. Sobald du sagst \u201eChristus plus\u201c, sagst du eigentlich \u201eChristus minus\u201c. Du raubst Christus seine F\u00fclle, leugnest seine Genugsamkeit, indem du sagst: \u201eChristus plus\u201c. Du leugnest die F\u00fclle seiner Person und die Genugsamkeit seines Werkes. Deswegen sagt Paulus hier: Wir lehnen diese Menschenweisheit ab, denn Jesus ist genug.<\/p>\n<p>Schau dir Verse 9 bis 15 an. Das ist die Begr\u00fcndung. Wieso lehnen wir dir das? Wie lehnen wir all das ab? Wegen Christus, seiner Person und seinem Werk. Was ist es konkret? \u201eDenn in ihm wohnt die F\u00fclle der Gottheit leibhaftig.\u201c Wieso lehnen wir die nicht-Christus gem\u00e4\u00dfen Lehren ab? Weil in Christus die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig wohnt. Sehr \u00e4hnlich zu der Beschreibung, mit der wir uns bereits im Kapitel 1 besch\u00e4ftigt haben. Kapitel 1, Vers 19: \u201eDenn es gefiel der ganzen F\u00fclle, in ihm zu wohnen.\u201c<\/p>\n<p>Und hier sehen wir wieder die Sprache. Dieses Wortspiel fast schon. Wir hatten vorher Lehre, Betrug. Hier haben wir F\u00fclle. F\u00fclle bedeutet Vollkommenheit, Vollst\u00e4ndigkeit, ohne Mangel, ohne Fehl. Und ihr wisst es, ich habe das mehrfach in Predigten gesagt. Denkt mal, macht mal dieses Experiment: Paulus h\u00e4tte doch einfach sagen k\u00f6nnen: \u201eDenn es gefiel der F\u00fclle, in ihm zu wohnen.\u201c Damit w\u00e4re doch der Gedanke schon kommuniziert: F\u00fclle, Vollkommenheit. Nein, Paulus hat noch ein Wort hinzugef\u00fcgt und gesagt: \u201edie ganze F\u00fclle\u201c.<\/p>\n<p>Paulus l\u00e4sst keinen Zweifel daran, an der Vollkommenheit der Gottheit, die in Christus Jesus leibhaftig wohnt. Er sagt F\u00fclle, und zwar ganze F\u00fclle. F\u00fclle an F\u00fclle, vollkommene F\u00fclle, absolute F\u00fclle, und zwar die ganze F\u00fclle der Gottheit. Es geht hier nicht nur \u2013 ein interessantes Wort: In R\u00f6mer Kapitel 1 gibt es das Wort \u201eG\u00f6ttlichkeit\u201c eher als g\u00f6ttliche Eigenschaft, das ist aber ein anderes Wort. Hier ist es ein anderes Wort, was Gottheit, also wirklich das Wesen Gottes in seiner Vollkommenheit, ausdr\u00fcckt. Ohne auch nur einen Hauch des Mangels, ohne auch nur einen Prozentsatz an Mangel, wohnt das Wesen Gottes in Christus leibhaftig.<\/p>\n<p>Das macht die Gottheit Jesu unmissverst\u00e4ndlich deutlich. Das Wesen Gottes samt all seinen Eigenschaften \u2013 Eigenschaften, die nur Gott besitzt \u2013 wohnt in Christus. Gott in seiner F\u00fclle, Gott in seiner Vollkommenheit, und zwar leibhaftig. Leibhaftig betont, dass Jesus Mensch geworden ist, dass Jesus auch Mensch ist. Wir haben auf der einen Seite v\u00f6llige Gottheit, wahrlich Gott, und auf der anderen Seite wahrlich Mensch.<\/p>\n<p>Er, der sehr ewige Sohn Gottes, das Bild des unsichtbaren Gottes, wie es in 1,15 hie\u00df \u2013 er ist Mensch geworden, hat zu seiner g\u00f6ttlichen Natur eine menschliche Natur hinzugenommen. Eine Person, zwei Naturen. Wir alle kennen diese Verse sicherlich gut: \u201eAm Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c (Johannes 1, 1 und 14).<\/p>\n<p>Christus ist wahrlich Gott und wahrlich Mensch. Und die Irrlehrer in Kolossa leugnete beides. Sie hatten diese Art Dualismus, wie sp\u00e4ter auch die Gnosis im zweiten Jahrhundert: Alles Materielle war b\u00f6se, alles Geistliche war gut. Christus konnte nicht voll wahrlich Mensch sein, sondern sonst h\u00e4tte er ja etwas mit der b\u00f6sen Materie zu tun. Aber Christus war auch nicht wahrlich Gott; er war nur ein niederes, eine Art Engelswesen.<\/p>\n<p>Paulus betont sei die beiden Naturen in der einen Person Jesu Christi. Wahrlich Gott und wahrlich Mensch und damit seine Genugsamkeit. Wir haben das bereits in der Betrachtung von Kolosser 1,19 uns angeschaut, aber ich m\u00f6chte es noch einmal zitieren: das Konzil von Chalcedon, 451 nach Christus, wo es hei\u00dft \u00fcber Jesus: \u201eWir bekennen einen und denselben Christus, Sohn, eingeboren, in zwei Naturen, unvermischt, unverwandelt, ungetrennt, ungesondert erkannt, wobei keineswegs die Verschiedenheit der Natur und der Einung willen aufgehoben wird, sondern die Eigent\u00fcmlichkeit einer jeden Natur erhalten bleibt.\u201c Zwei Naturen, eine Person. Unverwandelt, ungetrennt, unvermischt.<\/p>\n<p>Oder in unserem Lehrbekenntnis haben wir es \u00e4hnlich: \u201eZwei vollst\u00e4ndige, vollkommene und unterscheidbare Naturen, die g\u00f6ttliche und die menschliche, in einer Person vereint waren, ohne Vermischung, Ver\u00e4nderung, Teilung oder Trennung.\u201c Er ist also ganz Gott und ganz Mensch und doch einziger Christus, der einzige Vermittler zwischen Gott und Mensch. Das ist unser Herr Jesus Christus. In ihm wohnt die F\u00fclle der Gottheit. Nichts fehlt ihm, aber er ist auch Mensch geworden, leibhaftig. Und als er Mensch geworden ist, hat er nichts davon dem verloren, was ihm zu Gott machte.<\/p>\n<p>Oder wie es in einem Lied hei\u00dft \u2013 auch das habe ich \u00f6fter zitiert \u2013 im Englischen hei\u00dft es: \u201eBecoming what he wasn&#8217;t, while never ceasing to be what he was.\u201c Er wurde etwas, das er nicht war, ohne jemals aufzuh\u00f6ren, das zu sein, was er war. Er wurde etwas, das er nicht war. Er wurde Mensch, er war vorher kein Mensch. Aber ohne jemals aufzuh\u00f6ren, das zu sein, was er war: Er war ewiger Gott und er hat nicht aufgeh\u00f6rt, Gott zu sein, als er Mensch geworden ist.<\/p>\n<p>Und dieses Wort \u201eWohnen\u201c, und manchmal vergessen wir das oder \u00fcbersehen wir das, das Wort \u201eWohnen\u201c ist in Pr\u00e4sence. Heute wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit in ihm leibhaftig. Versteht ihr, liebe Geschwister, Jesus hat nicht aufgeh\u00f6rt, Mensch zu sein, als er in den Himmel aufgefahren ist. Er is heute anders former verherrlichter Mensch, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit wohnt. Seht ihr, dass Jesus, als er Mensch geworden ist, in seiner Inkarnation sich von da an f\u00fcr immer mit uns verbunden hat, indem er Mensch geworden ist. Auch heute ist er Mensch, der im Himmel ist. Der Gottmensch, der sowohl wahrlich Gott als auch wahrlich Mensch ist.<\/p>\n<p>Auch das haben wir damals in Kapitel 1, Vers 19 schon angeschaut. Die Idee von \u201eWohnen\u201c erinnert an die Gegenwart Gottes; es erinnert an den Tempel. Der Ort, den Gott auserw\u00e4hlt hat, wo er seinen Namen wohnen l\u00e4sst \u2013 so wird es im Alten Testament formuliert. Jesus ist der Ort, wo Gott seinen Namen wohnen l\u00e4sst. Jesus ist der letztendliche Tempel, in dem Gott seinen wahren Namen wohnen l\u00e4sst und in dem man mit Gott Gemeinschaft hat.<\/p>\n<p>Wir erkennen die Bilder aus dem Alten Testament, wie das Zelt der Begegnung und den Tempel mit der Herrlichkeit Gottes erf\u00fcllt war. Im Alten Testament: Zelt der Begegnung, Tempel. Jesus aber spricht in Johannes 2, Vers 19 und 21: \u201eBrech diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.\u201c Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Sein Leib war wahrlich ein Tempel. Der Tempel, denn in ihm wohnt die F\u00fclle der Gottheit leibhaftig. Es ist in der Person Jesu, in der man heute Gemeinschaft mit Gott hat.<\/p>\n<p>In Jesus wird Gott angebetet, nicht in einem Tempel, nicht an einem besonderen Ort oder in einem besonderen Geb\u00e4ude. Du musst nicht zu Engeln, zu Heiligen, zum Papst; du musst auch nicht nach Mekka, sondern in der Person Jesu Christi wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit. Ihm fehlt nichts. Du musst also nirgendwo anders hin.<\/p>\n<p>Vers 10: \u201eUnd ihr seid in ihm zur F\u00fclle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.\u201c Was soll man zu diesen Worten sagen? Ihr seid in ihm zur F\u00fclle gebracht. In der CSV-\u00dcbersetzung hei\u00dft es: \u201eUnd ihr seid vollendet in ihm.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr die Ablehnung Lehrer Philosophie ist, dass wir innen Jesus bereits zur F\u00fclle gebracht sind. Was f\u00fcr Worte sind das hier? Nicht nur wohnt in Christus selbst die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig, nein, wir sind in ihm zur F\u00fclle gebracht.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, das ist hier im Perfekt. Das haben wir vergangene Woche schon gesehen. Das Perfekt beschreibt eine in der Vergangenheit bereits vollendete Sache, die Resultate in der Gegenwart hat. Das bedeutet, der Gl\u00e4ubige ist hier und heute bereits in Christus zur F\u00fclle gebracht. Deswegen: \u201eIn ihm zur F\u00fclle gebracht\u201c. In the CSV: \u201eYou seem vollended in him\u201c, denn the result is dein Heute. Vollendet in Christus. Was f\u00fcr eine starke, starkes Wort.<\/p>\n<p>Gott bringt uns nicht gerade zur Erf\u00fclle, das ist nicht gerade ein Prozess, der gerade angeht. That is kein Vers auf die Zukunft f\u00fcr ein bevorstehendes Ereignis. Gott hat uns bereits vollendet. Das ist die Verbform desselben Wortes \u201eF\u00fclle\u201c, was wir vorhin \u00fcber Jesus hatten: die F\u00fclle der Gottheit. Hier ist es die Verbform davon: \u201ezur F\u00fclle gebracht\u201c. Also wieder F\u00fclle, Vollkommenheit, Vollst\u00e4ndigkeit ohne Mangel. Und du bist in Christus zu einer Vollkommenheit, einer Vollst\u00e4ndigkeit ohne Mangel gebracht.<\/p>\n<p>Wir haben auf der einen Seite: Jesus besitzt die F\u00fclle der Gottheit, und gleichzeitig sind wir in ihm zur F\u00fclle gebracht. Vollendet. Es ist so, als w\u00fcrde Jesus aus seiner F\u00fclle heraus flie\u00dfen und sie mit uns teilen. So hei\u00dft es in Johannes 1, Vers 16: \u201eDenn aus seiner F\u00fclle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.\u201c Aus seiner F\u00fclle haben wir empfangen. Seht ihr, wir sind die Nutznie\u00dfer der F\u00fclle Christi. Er ist so voll, er ist so vollkommen. Wir empfangen auch noch von ihm.<\/p>\n<p>Liebe Schwester, das bedeutet, wer Christus hat, dem fehlt nichts. Er ist vollendet. Es gibt keinen Status, den du mit Werken, mit einer asketischen, sich gesetzlichen Lebensweise oder Engelsanbetung noch zu erreichen ist. Es gibt keinen Mangel, der noch zu f\u00fcllen w\u00e4re. Was gibt es noch mehr als das, was sie die Einheit mit Christus schenkt? In ihm, in der Einheit mit ihm bist du zur F\u00fclle gebracht. Nichts.<\/p>\n<p>Du willst eine h\u00f6here Stufe der Geistlichkeit erreichen? Du willst deine S\u00fcnden \u00fcberwinden? Du m\u00f6chtest mit der Kraft Gottes in deinem Leben wandeln? Alles, was du brauchst, ist in Christus zu finden. In ihm fehlt dir nichts. Alle Ressourcen, die du ben\u00f6tigst f\u00fcr Leben und Gott Seligkeit, sind dir in Christus bereits geschenkt.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es in 2. Petrus 1, Vers 3. 2. Petrus 1, Vers 3: \u201eDa seine g\u00f6ttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt hat, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend.\u201c Was f\u00fcr wunderbare Worte. Deine g\u00f6ttliche Kraft \u2014 in der Einheit mit Christus ist dir alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt. Du musst&#8230; du brauchst keine andere Quelle, du brauchst keinen anderen Lehrer, du brauchst keinen Guru, du brauchst keine andere Religion, du brauchst weltliche Philosophie nicht. Alles ist dir in Christus geschenkt. Du bist in ihm zur F\u00fclle gebracht.<\/p>\n<p>Lieber Bruder, liebe Schwester, wenn du das n\u00e4chste Mal sagst: \u201eIch bin nicht genug, ich reiche nicht aus\u201c oder \u201eich habe nicht genug Kraft f\u00fcr das und das, meine S\u00fcnden zu \u00fcberwinden, christlich zu wandeln und all diese Dinge\u201c, ich flehe dich an der N\u00e4he deiner Seele mit diesen Worten: \u201eDu bist in Christus zur F\u00fclle gebracht.\u201c<\/p>\n<p>Du sagst: \u201eIch bin nicht genug, ich habe nicht genug Kraft.\u201c Ich stimme dir zu, ich widerspreche dir nicht. Du bist nicht genug. Du hast in dir selbst keine Kraft. Aber Gott hat dich mit Christus eins gemacht und in ihm zur F\u00fclle gebracht. Dir fehlt nichts, wenn du in Christus bist. Wenn du eins mit ihm bist, gibt es keinen Mangel. Wir haben vergangene Woche in der Predigt gesehen: Gott hat dich mit Christus verwurzelt. Wie ein Baum in einem n\u00e4hrstoffreichen Boden bist du verbunden mit der Quelle von allem Leben. Was gibt es mehr? Wo k\u00f6nntest du mehr finden als in Christus, mit dem du bereits einst gemacht worden bist, zur F\u00fclle gebracht worden bist?<\/p>\n<p>Und als Letztes sagt Paulus: Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Paulus gibt uns hier noch einen letzten Grund, wieso wir die Person Christi \u2013 bez\u00fcglich der Person Christi \u2013 wieso wir diese leere Philosophie ablehnen. Christus hat n\u00e4mlich oberste Autorit\u00e4t. Das Haupt ist die Kommandozentrale des K\u00f6rpers. Das Haupt bestimmt, was der Leib macht. Das Haupt sendet die Befehle, der Leib gehorcht. Und Jesus ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Gewalt und Macht sind Worte, die uns oft schon begegnet sind. Sie beschreiben Autorit\u00e4ten, M\u00e4chte. Das k\u00f6nnen irdische Gewalten sein wie K\u00f6nige oder heutzutage vielleicht Pr\u00e4sidenten, aber es k\u00f6nnen auch \u00fcberirdische M\u00e4chte sein wie Engel und D\u00e4monen.<\/p>\n<p>Laut der Irrlehre in Koloss\u00e4 sollte man ja Engel anbeten, weil anscheinend Christus nicht genug war. Laut den Irrlehren f\u00fcllten solche Engelswesen die L\u00fccke, die in der Person Jesu Christi nicht geschlossen werden kann. Paulus sagt: Er ist das Haupt \u00fcber alles. Er ist das Haupt \u00fcber alles. In der Verser 1 hei\u00dft es: Er ist hoch \u00fcber jede Gewalt, Macht, Kraft und Herrschaft und \u00fcber jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem Zuk\u00fcnftigen genannt werden wird; er ist \u00fcber alle erhoben worden.<\/p>\n<p>In Hebr\u00e4er Kapitel 1 \u2013 wir haben die Verse damals auch gelesen, als wir uns mit den Versen 15 bis 23 besch\u00e4ftigt haben \u2013 in Hebr\u00e4er Kapitel 1 hei\u00dft es: \u201eZu welchem der Engel sprach er: Du bist mein Sohn?\u201c W\u00e4hrend er zu dem Sohn derartig spricht, spricht er zu den Engeln: \u201eFallt nieder und betet ihn an!\u201c Dieser Sohn ist erhaben und h\u00f6her als alle Engel. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Sch\u00f6pfung. Er ist das Haupt der Gemeinde. In ihm sind all diese Gewalten und M\u00e4chte \u00fcberhaupt geschaffen worden. Sie sind in ihn geschaffen worden, durch ihn geschaffen worden und f\u00fcr ihn geschaffen worden. Wie kann man so einen Engel, wie kann man diese Gewalten und M\u00e4chte dann bevorzugen vor dem, durch den diese Dinge \u00fcberhaupt geschaffen worden sind? Jakobus sagt, auch die D\u00e4monen glauben und zittern vor diesem Christus. Jesus ist \u00fcber allem; keine Engelsmacht, keine D\u00e4monen k\u00f6nnen ihm auch nur ansatzweise die Stirn bieten. Jesus hat nicht nur mehr Autorit\u00e4t als diese M\u00e4chte, er hat alle Autorit\u00e4t, und er hat Autorit\u00e4t \u00fcber sie alle.<\/p>\n<p>Auft Worte, die wir \u00fcbersehen beim Missionsbefehl, sind die Worte von Jesus in Matth\u00e4us 28,18, wo er sagt: \u201eMir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.\u201c Alle Macht gegeben, sowohl im Himmel als auch auf Erden. Was willst du dann mit anderen Menschen, Engeln, dem Papst, Maria, anderen Heiligen? Was m\u00f6chtest du mit weltlichen Psychologien, Philosophien oder Lebensgurus? Christus hat die F\u00fclle der Gottheit, du bist in ihm zur F\u00fclle gebracht, und er hat alle Macht. Im Gegensatz dazu ist die menschliche Weisheit nichts als leer, vergeblich und nichtig. Und daher lehnen wir sie ab.<\/p>\n<p>Lass uns zum Schluss kommen. W\u00e4hrend Paulus in den Versen 6 bis 7 befahl: \u201eWandelt in Christus\u201c, befiehlt er uns heute: \u201eH\u00fctet euch vor leerer Menschenweisheit.\u201c In unserem Wandel in Christus m\u00fcssen wir auf unsere Schritte achten. Wir wandeln, wir befinden uns auf einem Weg, und da m\u00fcssen wir auf jeden Schritt achten, behutsam sein, denen wir gehen.<\/p>\n<p>Denn betr\u00fcgerische Lehren, leere Philosophie und Scheinweisheit versucht uns gefangen zu nehmen und von Christus zu entfernen. Wir m\u00fcssen solche Denksysteme, solche Weltanschauungen und Lebensweisen klar verwerfen.<\/p>\n<p>In Kolosse war es ein Mix aus heidnischer Philosophie und j\u00fcdischer Gesetzlichkeit, Engelsanbetungen und Visionen. Heutzutage k\u00f6nnen das die falschen Religionen wie Islam sein, falsche Formen des Christentums wie Katholizismus, christliche Sekten wie Mormonentum oder andere Systeme, die auf unbeliebischen Weltanschauungen basieren: weltliche Psychologien, Umweltideologien, politische Ideologien, Pragmatismus. In den USA \u2014 ich m\u00f6chte nicht tiefer darauf eingehen \u2014 war zum Beispiel Critical Race Theory eine gro\u00dfe Sache, die quasi die Welt in Unterdr\u00fccker und unterteilt hat und auch in den Gemeinden viele Probleme verursacht hat. In Deutschland selbst war dieses Thema nicht gro\u00df, aber es war auf jeden Fall in den USA ein gro\u00dfes Thema.<\/p>\n<p>Bei uns k\u00f6nnen es andere Dinge sein: Liberalismus, Pragmatismus und alles M\u00f6gliche. Die Wurzel all solcher Philosophien ist, dass sie die Genugsamkeit und Erhabenheit Jesu Christi leugnen. Jesus ist nicht genug. \u201eIch brauche dies oder das.\u201c Die eine Philosophie wird sagen: \u201eJesus war nur ein guter Lehrer.\u201c \u201eEr war nur ein Prophet\u201c, sagt der Islam. Eine andere Philosophie wird sagen: \u201eDie Worte Jesu waren sch\u00f6n vor 2000 Jahren, aber heute gilt das alles nicht mehr. Wir leben in einer modernen Welt mit moderner Wissenschaft und ganz anderen Vorstellungen und Erkenntnissen. Die Worte Jesu waren vielleicht damals g\u00fcltig, aber heute nicht.\u201c<\/p>\n<p>Jesus ist nicht genug. \u201eWir m\u00fcssen seine Worte erg\u00e4nzen mit dem heutigen Wissen. Wir wissen es heute besser. Die Wissenschaft ist weiter, wir haben sogar k\u00fcnstliche Intelligenz heute. Wie kann man heutzutage noch bei diesen alten Geschichten bleiben, die vor 2000 Jahren geschrieben worden sind? Wie kann die Einheit mit Christus ausreichen?\u201c<\/p>\n<p>Paulus sagt: \u201eH\u00fcte dich vor allem. H\u00fcte dich. Lass dich nicht verf\u00fchren, lass dich nicht einfangen.\u201c Halte dich fern von allem, was dich von Christus \u2014 er, der dein Zufluchtsort ist, der deine F\u00fclle ist, dein Herr, dein Hirte und Heiland ist \u2014 alles, was dich von ihm trennt, alles, was dich von ihm wegbringt. G\u00fcte dich davor. Denn Christus ist erhaben \u00fcber alles und er ist genug. In ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig. Du musst nirgendwo anders hin. Er ist der Tempel Gottes heute. In der Einheit mit dem Gottmenschen bist du sogar vollendet. Du hast keinen Mangel. Alles, was du brauchst f\u00fcr Leben und Gottesfurcht, wirst du in ihm finden. Er ist der wahre Weinstock, in dem du bleiben musst, um Frucht zu bringen. Er hat alle Autorit\u00e4t \u00fcber jede Macht und jede Gewalt. Und mit dem bist du vereint worden. Du brauchst nichts mehr. Es gibt auch nicht mehr als Christus. Alles, was du mehr als Christus versuchst zu suchen, es wird weniger sein als Christus. Du brauchst nicht nur mehr. Du brauchst nicht mehr und es gibt auch nicht mehr als Christus.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir das anwenden? Zwei Punkte. Erstens: H\u00fcte dich. Das ist der Befehl: H\u00fcte dich vor leerer Menschenweisheit. Der Aufruf, dich zu h\u00fcten \u2014 du solltest ihn ernst nehmen. Du kannst nicht blind, du kannst nicht leichtsinnig und fahrl\u00e4ssig durch dein christlich Leben gehen. Du bist dazu aufgefordert, achtsam zu sein. Denn sonst wirst du gefangen genommen werden vom Feind und weggef\u00fchrt werden von Christus. Du bist aufgerufen, wachsam und gewissenhaft zu sein, eine fortlaufende Behutsamkeit an den Tag zu legen.<\/p>\n<p>Denn du befindest dich im geistlichen Krieg, ob dir das bewusst ist oder nicht. Epheser 6, Vers 12: \u201eDenn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die M\u00e4chte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen M\u00e4chte der Bosweit in der Himmelswelt.\u201c Denn wir d\u00fcrfen auch nicht vergessen: Ja, der Kampf \u2014 Paulus nennt es in 2. Korinther 10 \u2014 \u201eGedankengeb\u00e4ude\u201c.<\/p>\n<p>Es ging um Lehre und menschliche Philosophien, und manchmal haben diese Lehren und menschlichen Philosophien einen geistlichen Hintergrund, einen d\u00e4monischen Hintergrund. Gehe achtsam durch die Welt. Diese leeren Philosophien sind tr\u00fcgerisch. Wir leben in einer Zeit, wo du st\u00e4ndig und von allen Seiten mit allen m\u00f6glichen Weltanschauungen konfrontiert wirst: Nachrichten, soziale Medien, Podcasts, Predigten.<\/p>\n<p>H\u00fcte dich davor, was du konsumierst. Pass auf, was du dir anh\u00f6rst. Pr\u00fcfe die Dinge, die du konsumierst. Sind sie im Einklang mit der gesunden Lehre? Entsprechen sie Christus und seinem Wort? Oder sind es menschliche \u00dcberlieferungen? \u00dcberlieferungen, die dich den Elementen der Welt und Gesetzlichkeit zu Gesetzlichkeit versklaven m\u00f6chten. Sei achtsam, pr\u00fcfe und halte dich davon fern.<\/p>\n<p>Also erstens: H\u00fcte dich vor leeren Menschenweisheit. Zweitens: Sinne \u00fcber die F\u00fclle Christi nach und ruhe in ihn. Sinne \u00fcber die F\u00fclle Christi nach und Ruhe in ihm. Wie beh\u00fctest du dich am besten vor diesen falschen Lehren, vor diesen leeren Philosophien? Genauso wie ein Ermittler sich gegen Falschgeld sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Denn der beste Weg, jede Art von Falschgeld zu erkennen, ist nicht, sich nur mit Falschgeld zu besch\u00e4ftigen. Es ist gut, Falschgeld zu erkennen und wissen, welche Tricks angewendet werden, um Geld zu f\u00e4lschen. Der beste Weg aber, um Falschgeld zu erkennen, ist das echte Geld bestens zu kennen: jeden Zentimeter und jede Eigenschaft vom wahren Geld, vom echten Geld. Ob es die Hologramme sind, ob es die Farbe ist, ob es die Tinte ist, ob es das Papier ist. Je besser du den wahren Geldschein kennst, desto leichter wirst du jede F\u00e4lschung erkennen.<\/p>\n<p>Und so besch\u00e4ftige dich mit dem wahren Geld. Besch\u00e4ftige dich mit dem genugsamen und erhabenen Christus, seine Person und sein Werk. Besch\u00e4ftige dich mit ihm \u2013 das ist keine leerde Floskel. Nimm dir Zeit, nimm dir vor, plane Zeit ein, um \u00fcber diesen Jesus, das Geheimnis der Gott Seligkeit, nachzudenken: den Gottmenschen, der wahrlich Gott und wahrlich Mensch ist. Dieser Widerspruch, der nie ganz von uns verstanden werden kann, aber trotzdem wahr ist und w\u00fcrdig ist, dass wir dar\u00fcber nachsinnen, wie in einer Person zwei Naturen existieren k\u00f6nnen. Wie er sich dadurch mit dir verbunden hat \u2013 nicht nur tempor\u00e4r, sondern f\u00fcr immer \u2013 als Mensch.<\/p>\n<p>Nimm dir Zeit, dar\u00fcber nachzudenken, wie du in ihm zur F\u00fclle gebracht worden bist, als Resultat, dass bei ihm alles ist, was du f\u00fcr Leben und Gottesfurcht brauchst. Wir haben gesungen: \u201eDer Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir.\u201c Glaubst du diese Worte? Besch\u00e4ftigst du dich damit, dass dir nichts mangelt, wenn dieser Herr dein Wirte ist, dass du in ihm vollendet bist? Wir erhaben es \u00fcber alle M\u00e4chte. Denke \u00fcber ihn nach, besch\u00e4ftige dich mit ihm, studiere ihn.<\/p>\n<p>Ich rede davon und das \u2013 wir haben uns sehr lange immer wieder mit diesem Zitat besch\u00e4ftigt von Robert Murray McShane, der gesagt hat: \u201eF\u00fcr jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Christus.\u201c F\u00fcr jeden Blick auf dich selbst, wirf zehn Blicke auf die F\u00fclle Christi. Wie vollkommen er ist. Wie du in ihm vollendet bist. Und wir erhaben es.<\/p>\n<p>Je mehr du dich damit besch\u00e4ftigst, desto besser wirst du dich h\u00fcten vor aller Falschheit, vor allem leeren Betrug. Denn du darfst in der F\u00fclle Christi ruhen. Was diese Philosophien machen wollen: Sie wollen dich versklaven, entweder der Gesetzlosigkeit oder der Gesetzlichkeit. Beides ist Versklavung. Aber auf die F\u00fclle Christi, auf die Genugsamkeit Christi zu schauen, ist Balsam f\u00fcr deine Seele. Es ist Nahrung f\u00fcr deinen verschmachteten Geist. Wenn dein Blick sich weg von dir selbst wendet und sich auf Christus wendet, dann erf\u00e4hrst du wahre F\u00fclle, Zufriedenheit und Frieden. Er ist deine Zuflucht. Auf ihn zu blicken wird dich sch\u00fctzen vor falscher Lehre \u2013 vor Lehre, die dich versklaven will, die dich verf\u00fchren und gefangen wegnehmen will.<\/p>\n<p>Wo will ich hin als zu diesem guten Heiland, meinem guten Hirten, dem, in dem ich zur Vollendung gebracht bin? Auf seine Erhabenheit zu sehen, auf seine Genugsamkeit zu sehen \u2013 ermutig dich im Kampf gegen S\u00fcnde, im Kampf mit Unzufriedenheit, in deinem christlichen Wandel.<\/p>\n<p>Und zu dir, der du nicht an Jesus glaubst, ich spreche zu dir, wenn ich sage: Fliehe von der Nichtigkeit, die die Welt dir anbietet! Auch du bist gefangen in einer leeren Philosophie. Sei es irgendeine falsche Religion, Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit, die dir erz\u00e4hlt, du kannst mit deinen eigenen Werken vor diesem heiligen und gerechten Gott bestehen. Oder sei es, dass du dem Philosophie folgst, dass du einfach leben kannst, wie du willst: in Ausschweifungen der S\u00fcnde, nach deinem eigenen Willen oder deinen eigenen Vorstellungen.<\/p>\n<p>Lass mich dir sagen: Auch das ist nur Betrug. Sowohl die gesetzlichen, falschen Religionen dieser Welt als auch einfach nach deinem eigenen Willen zu leben. Es hat immer einen Anschein von Weisheit. Es hat einen Anschein und verspricht dir Erf\u00fcllung. Es verspricht dir Zufriedenheit. Der Prediger, der K\u00f6nig Salomo, hat all das probiert. Alles hat er probiert: Geld, Lust, Begierde, Weisheit. Er hat alles probiert und sagt: \u201eDas ist alles Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.\u201c Ich flehe dich an: Fliehe dieser Nichtigkeit!<\/p>\n<p>Du kannst alles probieren, aber du wirst leer und verwundet zur\u00fcckkehren. Hier hast du einen Heiland, in dem du zur F\u00fclle gebracht werden kannst, der genug ist, dich zu retten, der genug ist, dich zu halten; der, der haben \u00fcber alles ist. Er ist Mensch geworden und hat sein Leben anstelle von S\u00fcndern wie dich gegeben, damit du gerettet werden kannst und deine S\u00fcnden vergeben werden k\u00f6nnen. Suche deine Zuflucht in ihm mit leeren H\u00e4nden, ohne eigene Werke, ohne Vermischung und \u201eJesus plus das\u201c, sondern komm mit leeren H\u00e4nden zu Jesus Christus, zu seinem Kreuz. Glaube an ihn, und du wirst lewiges Leben empfangen und in ihm zur F\u00fclle gebracht werden. Ihm m\u00f6ge alle Ehre zuteil werden. Amen.<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, Leere und F\u00fclle wurden uns heute gegen\u00fcbergestellt in deinem Wort. Es ist wahnsinnig, der F\u00fclle deines Sohnes die Lehre dieser Welt vorzuziehen. Und doch sehen wir, wie leicht und verf\u00fchrerisch die Systeme dieser Welt, die Weltanschauungen und Lebensweisen dieser Welt und die S\u00fcnde dieser Welt \u2013 wie leicht sie uns verf\u00fchren kann. Wie hell sie manchmal scheint und uns Freude, Erf\u00fcllung und Zufriedenheit vorgaukelt.<\/p>\n<p>Vater, bewahre uns und hilf uns, dass wir uns h\u00fcten vor Lehre, vor Philosophie und Lehrerbetrug. Ich bitte dich darum und ich bitte dich f\u00fcr all die Geschwister hier. Lass uns achtsam durch unser Leben gehen, in Wachsamkeit und in Behutsamkeit unseren christlichen Wandel begehen. Beh\u00fcte uns vor allem, was uns von Christus entfernen m\u00f6chte \u2013 sei es Gesetzlosigkeit oder Gesetzlichkeit, sei es eine falsche, offensichtlich falsche Religion oder sei es ein christlich angehauchte, menschliche, menschlich \u00fcberlieferte Philosophie. Beh\u00fcte uns vor allem, Vater, ich bitte dich darum.<\/p>\n<p>Ich bitte dich: Lass uns staunen und f\u00fclle uns mit der F\u00fclle Christi. Erf\u00fclle uns mit der Erkenntnis seiner selbst, sodass wir jede F\u00e4lschung, jeden leeren Betrug sofort erkennen m\u00f6gen, weil wir so voll von Christus sind. Ich bitte dich f\u00fcr alle Geschwister hier, Vater, dass sie \u2013 und auch \u2013 und dass wir uns doch die Zeit nehmen m\u00f6gen, durch dein Wort die Herrlichkeit deines Sohnes zu sehen. Er, der alles in allen erf\u00fcllt, aus dessen F\u00fclle wir Gnade um Gnade empfangen.<\/p>\n<p>Ich bitte dich, Vater: Gib uns, dass wir uns mit diesem Christus besch\u00e4ftigen, \u00fcber ihn nachsinnen \u2013 wie die F\u00fclle der Gottheit in ihm wohnt leibhaftig, wie wir in ihm zur F\u00fclle gebracht sind und wie er haben ist \u00fcber alle M\u00e4chte und Gewalten. M\u00f6ge dieser Gedanke uns begleiten, Vater, in der kommenden Woche und in unserem kommenden restlichen Wandel hier auf dieser Erde. Wie erhaben dein Sohn ist! Wie vollkommen er ist.<\/p>\n<p>Bewahre uns davor, irgendetwas anderes zu suchen oder ihm irgendetwas hinzuzuf\u00fcgen. Wir brauchen nicht mehr als Christus. Und es gibt auch nicht mehr als Christus. Du hast uns das Beste, das Kostbarste, das Vollkommensste. Du hast uns mit ihm eins gemacht. Mach uns das bewusst.<\/p>\n<p>M\u00f6ge dieses Bewusstsein uns beh\u00fcten vor falscher Lehre und uns wandeln lassen in Christus, so wie wir ihn empfangen haben. Gewurzelt in ihm. Und durch dein Wirken. Ich bitte dich, Vater, dass das geschehen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Vater, ich bitte dich f\u00fcr alle, die hier sind und nicht an deinen Sohn glauben. Rette sie vor der Nichtigkeit dieser Welt, vor der Lehre dieser Welt und ziehe sie zu deinem Sohn, in dem alle F\u00fclle ist. Ich bitte dich um all dies im Namen Jesu Christi. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir auf den Kolosserbrief, Kapitel 2. Lasst uns lesen die Verse 6 bis 15. 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