{"id":2534,"date":"2026-07-26T18:12:39","date_gmt":"2026-07-26T16:12:39","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2534"},"modified":"2026-07-27T18:16:15","modified_gmt":"2026-07-27T16:16:15","slug":"der-weg-gottes-oder-der-weg-des-menschen","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/der-weg-gottes-oder-der-weg-des-menschen\/","title":{"rendered":"Der Weg Gottes oder der Weg des Menschen"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Lass uns beten. Himmlischer Vater, wir danken dir f\u00fcr Lieder, die du uns gegeben hast, die deine Wahrheiten neu vor unsere Augen bringen und uns ausrichten auf dein Wort. Danke f\u00fcr die Wahrheit, Herr, die wir auch gerade besungen haben, dass deine Gemeinde feststeht.<\/p>\n<p>Und Herr, sie steht nicht fest, weil sie auf Menschen gebaut ist. Sie steht fest, weil dein Sohn sie erkauft hat, weil dein Sohn sie baut und weil dein Sohn Jesus der feste Grund ist. Und Herr, wenn wir jetzt zusammenkommen, auch als die Erkauften, um dein Wort zu h\u00f6ren, so \u00f6ffne unser Herz.<\/p>\n<p>Herr, ist es nicht so, dass wir immer wieder abgelenkt, unkonzentriert, auf andere Dinge schauend, nicht aufmerksam sind? So beh\u00fcte uns, Herr, sodass wir aufmerksam sind, ausgerichtet auf dein Wort, ausgerichtet auf das, was du uns zu sagen hast, damit wir dir Ehre bringen. In Jesu Namen. Amen.<\/p>\n<p>Bitte setzt euch. Schlagen wir auf Matth\u00e4us Kapitel 16. Matth\u00e4us Kapitel 16. Und wie wir in unserer Neutestament-Lesung schon bereits geh\u00f6rt haben, sind wir in einem Text, der uns schon seit einigen Wochen begleitet. Wir kommen heute zum Ende unserer kleinen Serie \u00fcber die Gemeinde. In den vergangenen Wochen sind wir gemeinsam Schritt f\u00fcr Schritt durch diesen Abschnitt gegangen.<\/p>\n<p>Und wenn wir zur\u00fcckblicken, erkennen wir, dass Matth\u00e4us uns nicht einfach nur eine Lehre \u00fcber die Gemeinde gibt, sondern was Matth\u00e4us tut, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, f\u00fchrt er uns an das Wesen der Gemeinde heran. Zuerst stellte Jesus die sehr wichtige Frage, die ein Mensch in seinem Leben immer beantworten muss. Und wir haben angefangen in den Versen 13, aber in 15 ist die Frage: &#8222;Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich bin?&#8220;<\/p>\n<p>Und diese Frage, als sie kam, hat Petrus bekannt: &#8222;Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.&#8220; Und damit wurde f\u00fcr uns alle und auch f\u00fcr Petrus und die J\u00fcnger etwas sehr Wichtiges klar: Jesus ist nicht einfach ein Prophet, er ist nicht einfach ein guter Lehrer, er ist kein religi\u00f6ser F\u00fchrer, sondern der verhei\u00dfene Messias, der ewige Sohn Gottes, der K\u00f6nig, auf den das gesamte Alte Testament hindeutet. Doch Jesus bleibt bei dieser Erkenntnis nicht stehen. Er geht weiter.<\/p>\n<p>Also, nachdem wir gesehen haben, wer Jesus ist, haben wir uns in der n\u00e4chsten Predigt damit besch\u00e4ftigt, was Jesus tut. Und wir haben festgestellt, dass Jesus sagt: &#8222;Ich werde meine Gemeinde bauen.&#8220; Und das ist wichtig f\u00fcr uns, weil nicht Menschen die Gemeinde bauen, weil nicht Pastoren oder \u00c4lteste, Programme oder strategische \u00dcberlegungen und strategische Z\u00fcge die Gemeinde bauen. Christus Jesus selbst baut seine Gemeinde.<\/p>\n<p>Die letzte Woche, in zwei Teilen, haben wir uns angeschaut, wie er seine Gemeinde baut. Wir haben gesehen, er gebraucht keine politische Macht, er gebraucht keine milit\u00e4rische St\u00e4rke und er ben\u00f6tigt auch und nutzt auch keine menschliche Weisheit. Er gebraucht das Evangelium, das er seiner Gemeinde anvertraut hat, um Menschen aus der Herrschaft der Finsternis in das Reich seines Sohnes zu rufen. Also, was ist das Mittel, das Jesus nutzt, um die Gemeinde zu bauen? Es ist sein Wort.<\/p>\n<p>Bisher k\u00f6nnte man denken, dass Matth\u00e4us uns einfach nur einige wichtige Wahrheiten \u00fcber Christus und seine Gemeinde lehren m\u00f6chte. Doch genau hier \u00fcberrascht uns der Text, denn ab Vers 21 sehen wir eine Ver\u00e4nderung im gesamten Ablauf dieses Abschnittes. Matth\u00e4us leitet ein in Vers 21, indem er sagt: &#8222;Von dieser Zeit an begann Jesus.&#8220; Und das ist kein zuf\u00e4lliger Satz. Es ist und deutet und zeigt uns einen Wendepunkt.<\/p>\n<p>Bis jetzt war die Frage: &#8222;Wer ist dieser Jesus?&#8220; Von jetzt an richtet sich der Blick auf eine andere Frage. Und diese andere Frage ist: Es ist nicht mehr, wer ist Jesus, sondern die Frage ist: &#8222;Wirst du Jesus folgen?&#8220; Lass mich dich nochmal fragen. Die Frage ab jetzt ist: &#8222;Wirst du Jesus folgen?&#8220; Und genau hier, wie wir heute in diesem Text sehen werden, beginnt ein Konflikt. Denn der Weg Jesu ist nicht der Weg, den Menschen erwarten oder Menschen wollen. Er ist nicht der Weg, der von uns Natur aus unserer Natur entspricht. Er widerspricht unserem Denken, er widerspricht jeglichen Instinkten und er widerspricht unseren Vorstellungen von Erfolg. Er widerspricht unseren Vorstellungen von Gr\u00f6\u00dfe und er widerspricht allen menschlichen Vorstellungen von Herrlichkeit.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir Menschen nach einer Krone suchen, f\u00fchrt Gott zuerst zum Kreuz. W\u00e4hrend wir Leben gewinnen wollen, spricht Jesus davon, unser Leben zu verlieren. Und genau deswegen und genau aus diesem Grund ist dieser Abschnitt f\u00fcr uns heute aktuell und relevant. Denn der Kampf, den wir in Matth\u00e4us 16 heute sehen werden, ist nicht ein Kampf von Petrus oder ein Kampf der ersten J\u00fcnger, sondern es ist ein Kampf, der in jedem Herzen des Menschen stattfindet.<\/p>\n<p>Die Frage lautet deshalb nicht nur, wer ist Jesus, sondern: Bin ich bereit, Jesus auf seinem Weg zu folgen? Oder m\u00f6chte ich lieber, dass Jesus meinem Weg folgt? Das bedeutet, es gen\u00fcgt nicht, Jesus richtig zu bekennen, wenn wir nicht bereit sind, ihm auf seinem Weg nachzufolgen. Genau mit dieser Frage f\u00fchrt uns Matth\u00e4us zum H\u00f6hepunkt dieses Abschnittes.<\/p>\n<p>Der Titel der heutigen Predigt lautet: &#8222;Der Weg Gottes oder der Weg des Menschen&#8220;. Der Weg Gottes oder der Weg des Menschen. In Matth\u00e4us 16, 21 bis 26 zeigt uns Jesus vier Wahrheiten \u00fcber Gottes Weg, damit wir pr\u00fcfen, ob wir ihm folgen. Damit wir pr\u00fcfen, ob wir ihm folgen.<\/p>\n<p>Und die vier Punkte sind: Gottes Weg f\u00fchrt durch das Kreuz. Zweiter Punkt: Der Mensch lehnt Gottes Weg ab. Der dritte: Der J\u00fcnger folgt Gottes Weg. Und der letzte Punkt: Gottes Weg f\u00fchrt zum ewigen Leben.<\/p>\n<p>Lasst uns beginnen mit unserem ersten Punkt: Gottes Weg f\u00fchrt durch das Kreuz. Von der Zeit an, ich lese Vers 21: &#8222;Von der Zeit an begann Jesus, seinen J\u00fcngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen m\u00fcsse und von den \u00c4ltesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und get\u00f6tet und am dritten Tag auferweckt werden m\u00fcsse.&#8220;<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, in Vers 21 sind wir in einem Wendepunkt. Jesus sagt, von dort an schreibt Matth\u00e4us. Also das bedeutet, bevor dieser Zeit wurde diese Information nicht den J\u00fcngern in dieser Klarheit und in dieser Form weitergegeben. Und Jesus beginnt hier zu sagen: &#8222;Von dieser Zeit an&#8230;&#8220; Und jetzt ist hier ganz wichtig, weil ein kleines Wort ist hier, das wir oft vergessen, \u00fcbersehen. Und schau genau auf den Text. Er sagt: &#8222;Von der Zeit an begann Jesus, seinen J\u00fcngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen&#8230;&#8220; Und was ist das n\u00e4chste Wort? &#8222;&#8230;m\u00fcsse.&#8220;<\/p>\n<p>Jesus sagt, dass er nach Jerusalem gehen muss. Das ist ein kleines, aber es ist ein gewaltiges Wort. Jesus sagt nicht: &#8222;Ich werde vielleicht, ich werde h\u00f6chstwahrscheinlich.&#8220; Er sagt nicht: &#8222;Wenn alle ihren Part oder ihren Dienst gut tun.&#8220; Jesus sagt, er muss. Warum? Liebe Geschwister, das Kreuz ist nicht ein Unfall der Geschichte. Es ist nicht ein Missgeschick. Das Kreuz ist kein Missverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Geschwister, das Kreuz ist ein von Ewigkeiten her, beginnend in 1. Mose 3, Vers 15, vorhergesagtes, vorherbestimmtes Ereignis Gottes. Geschwister, das bedeutet, es war nicht das Scheitern eines guten Lehrers oder Dieners. Es war nicht der Sieg der Pharis\u00e4er. Es war auch nicht die \u00dcberlegenheit des R\u00f6mischen Reiches. Es war der ewige, vorbestimmte Heilsplan Gottes. Und das ist uns bewusst, richtig? Jesaja Kapitel 53. Erinnern wir uns? Psalm 22.<\/p>\n<p>Jesus musste nicht sterben, weil die Menschen st\u00e4rker waren als er. Er musste sterben, weil der Vater diesen Weg beschlossen hatte und der Sohn sich vollkommen diesem Willen des Vaters untergeordnet hat. Nun, nachdem Jesus diese g\u00f6ttliche Notwendigkeit ausgesprochen hat, beschreibt er nun vier Stationen seines Weges. Lasst uns diese vier Stationen genauer anschauen.<\/p>\n<p>Unsere erste Station ist, dass Jesus sagt, er muss nach Jerusalem hingehen. Und die Frage, die wir uns stellen m\u00fcssen, ist: Warum Jerusalem? Warum konnte Jesus nicht in Galil\u00e4a sterben? Wieso konnte Jesus nicht in Rom sterben? Wieso muss das Jerusalem sein? Naja, zun\u00e4chst einmal, der Tempel war dort. Der Tempel, die Begegnungsst\u00e4tte mit Gott. Der Ort, wo Menschen Gott sich nahten. Es war aber auch der Ort, wo t\u00e4glich Opfer gebracht wurden. Nicht nur das, die religi\u00f6se F\u00fchrung, die Elite, die F\u00fchrung, das Riege des j\u00fcdischen Volkes war in Jerusalem. Und nicht nur das, liebe Geschwister. Genau dort sollte das Lamm Gottes geschlachtet werden. Der Ort war kein Zufall. Er geh\u00f6rt zum Heilsplan Gottes.<\/p>\n<p>Aber schaut nochmal auf den Text. Jesus sagt nicht nur, wohin er gehen muss, er sagt nicht nur den Ort oder die geografische Lage. Er sagt auch, durch wen sein Leiden kommen wird, richtig? Schaut auf den Text bitte. Er sagt hier in Vers 21: nicht nur den Ort, sondern auch die genauen Personen, die beteiligt sein werden an seiner Verurteilung und an seinem Tod. Er sagt drei Gruppen, eine Aufz\u00e4hlung von den \u00c4ltesten, Hohenpriestern und Schriftgelehrten. Seht ihr, wie akkurat und genau Gottes Wort hier funktioniert?<\/p>\n<p>Diese drei Gruppen bilden zusammen den Hohen Rat, der auch als Sanhedrin bekannt ist. Das ist die h\u00f6chste religi\u00f6se Autorit\u00e4t. Die \u00c4ltesten waren die angesehenen F\u00fchrer des Volkes, die Hohenpriester waren zust\u00e4ndig f\u00fcr den Tempeldienst, also die Opfernden. Und die Schriftgelehrten waren die Theologen und die Ausleger des Gesetzes.<\/p>\n<p>Und h\u00f6rt genau zu, liebe Geschwister. Das ist wichtig, gerade diejenigen, deren einzige Aufgabe es war, anhand der vorhergegangenen Offenbarung, den Messias zu erkennen, werden ihn verwerfen, werden ihn verurteilen und werden ihn t\u00f6ten. Ist das nicht tragisch? Die Hirten Israels verwerfen den wahren Hirten. Die M\u00e4nner des Tempels verwerfen das wahre Opfer. Die Kenner der Schrift verwerfen den, die die Schrift kennen, verwerfen den, auf den die gesamte Schrift hinweist.<\/p>\n<p>Das ist kein Zufall. Matth\u00e4us beschreibt in Kapitel 9, in Kapitel 12 und in Kapitel 15, wie sich diese einzelnen religi\u00f6sen Gruppen gegen Jesus verschworen haben oder verschw\u00f6ren, verschw\u00f6ren immer mehr. Sogar in Kapitel 15, kurz vor Kapitel 16, wollen sie Wunder sehen. Sie kommen zu Jesus und sagen, frage nach Wunder. Der Widerstand gegen Jesus nimmt zu. Doch auch das geschieht nicht au\u00dferhalb des Willens Gottes. Selbst die Ablehnung durch die religi\u00f6sen F\u00fchrer dient letztendlich dazu, den Heilsplan Gottes zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Also, wir haben gesehen, er muss nach Jerusalem. Wir haben gesehen, genau die Personen, die gegen ihn vorgehen werden. Und jetzt sehen wir zweitens, was er tun muss: Er muss leiden. Schaut auf den Text. Er muss leiden, steht. Jesus spricht nicht einfach von Tod, sondern es ist hier eine Differenzierung. Er muss leiden. Er wurde verspottet, verworfen, geschlagen, verlassen und er wurde gedem\u00fctigt.<\/p>\n<p>Liebe Freunde, siehst du unseren Retter, der Herrlichkeit verdient? Der ewige Sch\u00f6pfer ist, der der Messias ist, wie er nicht einfach nur stirbt. Der geht nicht einfach nach Jerusalem und f\u00e4llt tot um und alles ist gut. Er muss leiden. Er muss durch die aktiven Gewaltverbrechen der Menschen durchgehen. Der K\u00f6nig kommt nicht zuerst in Herrlichkeit, sondern in Erniedrigung.<\/p>\n<p>Gut. Er geht nach Jerusalem, die religi\u00f6se Elite ist gegen ihn, er muss leiden. Und dann sehen wir, bevor es zum Finale kommt, er muss get\u00f6tet werden. Das ist das N\u00e4chste, sehen wir in Vers 21. Und die Schriftgelehrten vieles leiden, und dann sagt der Text, get\u00f6tet werden. Doch Jesus endet nicht am Kreuz. Sorry. Hier ersch\u00fcttert Jesus die Erwartung seiner J\u00fcnger. Und wir, was wir machen, und das ist unser Fehler, wir lesen die Schrift und lesen diese Bibel mit unserem Wissen, das wir schon haben.<\/p>\n<p>Aber wie hat der Text angefangen hier in Vers 21? Von der Zeit an begann Jesus. Was bedeutet das? Das ist neue Information f\u00fcr die J\u00fcnger. Das bedeutet, die J\u00fcnger haben auch was erwartet. Sie erwarteten einen Messias, der Israel von Rom befreien w\u00fcrde. Einen K\u00f6nig, der seinen Thron besteigen w\u00fcrde. Doch Jesus pl\u00f6tzlich spricht von einem Tod. F\u00fcr die J\u00fcnger ist das v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Wie kann der Messias sterben? Wie soll ein toter K\u00f6nig sein Reich aufbauen? Verstehen wir hier, dass hier zum ersten Mal die menschliche Erwartung und der g\u00f6ttliche Plan aufeinanderprallen? Der menschliche Plan: Sieg, Reichtum, Macht. Gottes Plan: Leiden, Ablehnung, Tod. Zwei Welten prallen gegeneinander.<\/p>\n<p>Aber Jesus ist nicht fertig. Jesus sagt nicht nur die Katastrophe voraus \u2013 aus ihrer Sicht, f\u00fcr uns das Heil. Jesus sagt auch, er endet mit der Auferstehung. Der letzte Punkt hier: Schon hier k\u00fcndigt er den Sieg an. Das Kreuz ist nicht das Ende. Verstehst du das? Es ist der Weg zur Herrlichkeit.<\/p>\n<p>Wenn wir das Kreuz sehen und erstarren, dann haben wir nicht verstanden, was Jesus hier sagt. Jesus sagt, er wird auferstehen. Es ist sein Weg zur Herrlichkeit. Geschwister, ohne Karfreitag gibt es keinen Auferstehungssonntag. Ohne Kreuz keine Auferstehung. Ohne Tod kein Leben.<\/p>\n<p>Ist euch aufgefallen, wie anders Gottes Weg ist als unser Instinkt, unser Trachten und unsere Gedanken als Menschen? Wir Menschen w\u00fcrden den Erfolg w\u00e4hlen, aber Gott w\u00e4hlt das Kreuz. Wir w\u00fcrden St\u00e4rke suchen, Gott offenbart seine Macht in Schwachheit. Wir w\u00fcrden den K\u00f6nig sofort kr\u00f6nen. Zumindest denken wir das. Es ist nicht so. Wir lesen diese Stellen und denken uns: \u201eAch, Petrus.\u201c Und wir glauben, wir w\u00fcrden sofort das Richtige tun.<\/p>\n<p>Aber wei\u00dft du, was Gott tut? Bevor Gott ihn kr\u00f6nt, bringt Gott ihn nach Golgotha. Und, Geschwister, wo sind wir hier gerade? Wir sind in Matth\u00e4us Kapitel 16. Versteht ihr? F\u00fcr uns, die wir diese Serie begonnen haben mit \u201eDie Gemeinde\u201c, ist durch diesen Text und den Kontext zu verstehen: Ohne Kreuz gibt es \u00fcberhaupt keine Gemeinde. Ohne das Kreuz gibt es keine Erl\u00f6sung. Ohne Erl\u00f6sung g\u00e4be es keine Gemeinde. Die Gemeinde existiert, weil Christus aktiv diesen Weg gegangen ist. Verstehen wir, Geschwister, der Plan Gottes erm\u00f6glicht erst die Gemeinde.<\/p>\n<p>Und genau hier beginnt der Kampf, der sich durch den restlichen Abschnitt zieht. Denn Gottes Gedanken und menschliche Gedanken gehen v\u00f6llig auseinander. Der Mensch sagt: \u201eVermeide das Leiden.\u201c Gott sagt: \u201eDurch das Leiden bringe ich Erl\u00f6sung.\u201c Der Mensch sucht den k\u00fcrzesten Weg der Herrlichkeit. Gott f\u00fchrt den Weg zur Herrlichkeit immer zuerst durch das Kreuz. Und genau deshalb wird Petrus im n\u00e4chsten Vers widersprechen. Nicht weil er Jesus hasst, sondern weil er noch immer denkt wie wir, wie Menschen. Er liebt den Christus, aber er versteht den Weg Gottes noch nicht.<\/p>\n<p>Und genau damit kommen wir zu unserem zweiten Punkt: Der Mensch lehnt Gottes Weg ab. Verse 22 bis 23. Und wir lesen: \u201eUnd Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: Gott beh\u00fcte dich, Herr! Dies wird dir keinesfalls widerfahren. Er, Jesus, aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein \u00c4rgernis, denn du sinnst nicht auf das Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem also Jesus den Weg Gottes f\u00fcr Erl\u00f6sung offenbart hat, sehen wir unmittelbar die Reaktion des Menschen. Kaum hat Jesus vom Kreuz gesprochen, tritt Petrus erneut hervor. Und gerade das macht die Szene so ersch\u00fctternd. Denn wir sprechen hier nicht von einem Pharis\u00e4er, der sich vor Jesus stellt. Das ist noch nicht mal Judas. Wir sprechen hier von Petrus. Den Mann, der gerade eben das gr\u00f6\u00dfte Bekenntnis des Matth\u00e4us-Evangeliums abgelegt hat. Der Mann, zu dem Jesus sagte: \u201eGl\u00fcckselig bist du, Simon Barjona.\u201c Und genau dieser Petrus beginnt nun, Jesus zu korrigieren.<\/p>\n<p>Schauen wir auf den Text in Vers 22. Petrus nahm ihn zur Seite oder beiseite oder zu sich. Man kann sich das fast bildlich vorstellen, oder? Jesus steht, Petrus nimmt vielleicht seinen Arm und zerrt ihn oder zieht ihn weg und spricht zu ihm. Vielleicht ein paar Schritte weg. Er m\u00f6chte vielleicht ein Vieraugengespr\u00e4ch. Allein das ist doch bemerkenswert, oder? Der J\u00fcnger nimmt den Meister beiseite. Der Sch\u00fcler beginnt, den Lehrer zu korrigieren. Doch Matth\u00e4us geht noch weiter. Schau auf den Text. Schau auf den Text. Er nimmt ihn nicht nur zur Seite, er tadelt ihn. Der Text sagt: \u201eF\u00e4ngt an zu tadeln.\u201c Das griechische Wort ist ein sehr, sehr starkes Wort hier. Es ist dasselbe Wort \u2013 stellt ihr das vor? Es ist dasselbe Wort, das Jesus im Matth\u00e4us-Evangelium benutzt, um die D\u00e4monen zurechtzuweisen.<\/p>\n<p>Erinnerst du dich an die Geschichte, wo Jesus den Wind und den Sturm stillt, das Wetter und die Wellen bedroht? Es ist das Wort. Es ist ein Wort, das Autorit\u00e4t, das auch eine gewisse Dominanz und auch eine Befehlsgewalt ausspricht. Jesus, Petrus nimmt ihn nicht zur Seite und sagt, sehr deutsch: \u201eWir m\u00fcssen dar\u00fcber reden.\u201c Er sagt nicht: \u201eIch habe eine andere Idee.\u201c Er tritt autorit\u00e4r, mit Dominanz und einer gewissen Aggression.<\/p>\n<p>Stellt euch vor, wie Jesus den Wind und das Wetter bedroht, die Wellen. Stell dir vor, wie Jesus zu den D\u00e4monen spricht. Das gleiche Wort: Petrus nimmt Jesus zur Seite. Und mit dieser Autorit\u00e4t, mit dieser Dominanz und einer gewissen Aggressivit\u00e4t tadelt er ihn. Er bei\u00dft ihn scharf zurecht. Der J\u00fcnger, der eben noch durch g\u00f6ttliche Offenbarung sprach, meint jetzt, den Sohn Gottes belehren zu m\u00fcssen. Freunde, wie schnell kann der Mensch von Demut zu Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung wechseln?<\/p>\n<p>Und was sagt Petrus? \u201eGott beh\u00fcte dich, Herr\u201c, Vers 22. Seine Worte offenbaren sein Herz, denn wirklich steht hier eine Redewendung: \u201eM\u00f6ge Gott dir gn\u00e4dig sein.\u201c Oder sinngem\u00e4\u00df k\u00f6nnte man auch sagen: \u201eHerr, das darf auf keinen Fall geschehen.\u201c Und Petrus ist nicht fertig. Er verst\u00e4rkt diese Aussage: \u201eDies wird dir keinesfalls widerfahren.\u201c Auch hier gebraucht Matth\u00e4us die st\u00e4rkste Form der Verneinung. Es k\u00f6nnte auch hei\u00dfen: \u201eNiemals, auf keinen Fall, das werde ich nicht zulassen.\u201c Es ist eine doppelte Verneinung im Originalen. \u201eNein, nein\u201c, ist es wortw\u00f6rtlich.<\/p>\n<p>Lass uns kurz nachdenken. Lass uns kurz dar\u00fcber nachdenken: Ist uns bewusst, was Petrus hier tut? Er widerspricht nicht einfach einer Information, die Jesus teilt. Er widerspricht dem Heilsplan Gottes. Ich wiederhole: Petrus widerspricht nicht einfach einer Information. Petrus widerspricht dem Heilsplan Gottes. Warum? Wir m\u00fcssen hier vorsichtig sein und Petrus nicht missverstehen. Ich glaube nicht, dass Petrus in Bosheit handelt. Im Gegenteil, wir wissen, er liebt den Herrn. Er m\u00f6chte ihn sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Aber er kann sich nicht einen Messias vorstellen, der leidet. Keinen K\u00f6nig, der stirbt, keinen Christus, der verworfen wird. F\u00fcr Petrus in seinem Gedanken geh\u00f6rt Messias zu Sieg, Herrlichkeit, Thon, Reichtum und nicht Schmach, Leiden und Kreuz. Und Freunde, genau hier liegt das Problem. Petrus wollte einen Messias ohne das Kreuz. Und genau darin dachte er nicht Gottes Gedanken, sondern menschliche Gedanken.<\/p>\n<p>Verstehen wir, Freunde? S\u00fcndigen hei\u00dft nicht, dass immer jemand aus Hass handelt, dass immer jemand unlautere Absichten hat. Wir sehen hier ganz klar: S\u00fcndigen ist, sich nicht dem Willen Gottes unterzuordnen, sondern unseren Willen durchzusetzen. Und dieser Wille, der von uns gesteuert wird, kann aus Liebe sein, kann aus Freundlichkeit sein. Und wir k\u00f6nnten das Beste im Sinn haben. Aber wenn es nicht Gottes Gedanken entspricht, sondern menschlichen Gedanken, dann ist die Antwort, die Jesus hier gibt, was in Vers 22 \u2013 sorry, in Vers 23? \u201eGeh hinter mich, Satan! Geh hinter mich, Satan!\u201c<\/p>\n<p>Das sind vielleicht die sch\u00e4rfsten Worte, die Jesus je an einen J\u00fcnger gerichtet hat. Ich wiederhole: Das sind wahrscheinlich die sch\u00e4rfsten Worte, die Jesus je an einem seiner erw\u00e4hlten Apostel gerichtet hat. Das Einzige, das sch\u00e4rfer sein kann, ist wahrscheinlich: \u201eEs w\u00e4re besser, wenn du nicht geboren werden w\u00fcrdest\u201c zu Judas. Warum? War Petrus pl\u00f6tzlich Satan? Nein! War Petrus auf einmal von Satan besessen? Nein! Jesus erkennt vielmehr, dass hinter den Worten Petrus dieselbe Versuchung steht, die ihnen schon einmal begegnet ist, richtig? Erinnern wir uns kurz? In Matth\u00e4us Kapitel 4 zeigte Jesus, es zeigte Satan Jesus an der Zinne alle Reiche der Welt und bot ihm die Herrlichkeit an. Aber was war die Falle? Ohne Kreuz, ohne Leiden, ohne Golgotha. Das war das Angebot des Satans in Matth\u00e4us Kapitel 4.<\/p>\n<p>Jetzt h\u00f6rt Jesus dieselbe Versuchung erneut, aber diesmal nicht aus dem Mund Satans, sondern aus dem Mund eines geliebten J\u00fcngers. Verstehen wir, dass Petrus im Grunde sagt: \u201eHerr, das muss doch nicht sein. Es muss einen anderen Weg geben.\u201c Und genau deshalb sagt Jesus was in Vers 23? \u201eGeh hinter mich!\u201c<\/p>\n<p>Wie treffend ist das? Haben wir uns schon mal \u00fcberlegt, wie treffend Jesus hier das sagt? Wie treffend: \u201eGeh hinter mich!\u201c Und wei\u00dft du, warum das so treffend ist? Weil genau dort ein J\u00fcnger hingeh\u00f6rt. Ein J\u00fcnger geh\u00f6rt nicht vor Jesus, der ihm den Weg zeigt, sondern ein J\u00fcnger geh\u00f6rt hinter seinem Meister. Nicht vor seinem Herrn, um ihm den Weg vorzuschreiben, sondern hinter seinem Herrn, um ihm nachzufolgen.<\/p>\n<p>Und Jesus ist nicht fertig. Er sagt nicht nur: \u201eGeh hinter mich, Satan\u201c, er sagt in Vers 23: \u201eDu bist mir ein \u00c4rgernis.\u201c Dann nennt Jesus den eigentlichen Grund. Das Wort bezeichnet urspr\u00fcnglich eine Falle oder einen Stolperstein. Also wenn Jesus sagt: \u201eDu bist mir ein \u00c4rgernis\u201c, das ist schade. Also das Wort, das kennen wir, das hei\u00dft Skandalon. \u201eDu bist ein Skandal\u201c, das bedeutet, du bist eine Falle f\u00fcr mich, ein Stolperstein.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Ironie. Was f\u00fcr eine Ironie. Gerade eben sprach Jesus vom Felsen, seinem Bekenntnis, auf dem er seine Gemeinde baut. Und jetzt wird Petrus zu einer Falle, zu einem Stolperstein f\u00fcr diesen Herrn. Nicht weil er Christus hasst, sondern weil er versucht, Christus vom Kreuz abzuhalten.<\/p>\n<p>Jesus sagt in Vers 23: \u201eDenn du sinnst nicht auf das, was Gott ist, sondern auf das, was der Menschen ist.\u201c Hier ist wahrscheinlich der entscheidende Satz. Hier liegt der Kern unseres Abschnittes. Es geht nicht nur um Petrus. Es geht nicht um eine Person, es geht um zwei Denkweisen, zwei Einstellungen zu unserem Leben: Gottes Gedanken versus menschlichen Gedanken.<\/p>\n<p>Noch vor wenigen Minuten hatte Petrus durch die Offenbarung des Vaters gesprochen. Jetzt spricht er aus seinem eigenen Denken. Wie schnell, sehmige Geschwister, kann ein gl\u00e4ubiger Mensch aufh\u00f6ren, sich von Gottes Gedanken bestimmen zu lassen und anfangen, nach menschlicher Vernunft zu urteilen? Lass mich das wiederholen: Wie schnell kann ein gl\u00e4ubiger Mensch aufh\u00f6ren, sich von Gottes Gedanken bestimmen zu lassen und anfangen, nach menschlicher Vernunft zu urteilen?<\/p>\n<p>Ich glaube, Geschwister, dieser Text trifft uns genau ins Herz. Denn das Denken des Petrus ist uns n\u00e4her, als wir vielleicht zugeben m\u00f6chten. Wie oft w\u00fcnschen auch wir uns einen Christus, der unsere Probleme l\u00f6st, aber keine Selbstverleugnung fordert? Ein Christsein, das Segen verspricht, aber kein Leiden kennt? Eine Krone, aber kein Kreuz?<\/p>\n<p>Wie oft lesen wir Gottes Wort und denken: \u201eHerr, es m\u00fcsste doch nicht so, es m\u00fcsste doch anders gehen.\u201c Wie oft meinen wir, wir w\u00fcssten besser, wie Gott handeln sollte. Genau dort, wo wir Gottes Weg verbessern wollen, denken wir nicht mehr, was Gott ist, sondern was der Mensch ist. Was der Menschen ist.<\/p>\n<p>Der Weg Gottes f\u00fchrt zum Kreuz. Der Weg des Menschen versucht, das Kreuz zu umgehen. Geschwister, die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Gemeinde ist deshalb nicht Verfolgung von au\u00dfen, sondern dass sie anf\u00e4ngt, menschlichen statt g\u00f6ttlichen Gedanken zu folgen. Ich wiederhole: Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Gemeinde ist deshalb nicht die Verfolgung von au\u00dfen, sondern dass sie anf\u00e4ngt, menschlich statt g\u00f6ttlich zu denken. Immer dann verliert die Gemeinde ihre Kraft.<\/p>\n<p>Und genau deshalb richtet Jesus den Blick nicht mehr nur auf Petrus, sondern auf alle J\u00fcnger. Denn jetzt wird die Frage pers\u00f6nlich. Nicht nur, welchen Weg geht der Christus? Wir haben bis jetzt \u00fcber den Weg Christi gesprochen. Aber jetzt wird es so pers\u00f6nlich. Jetzt ist es die Frage: Bist du bereit, denselben Weg zu gehen, den Christus gegangen ist? Der J\u00fcnger folgt Gottes Weg. Unser dritter Punkt, Vers 24. Dann sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern in Vers 24: &#8222;Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.&#8220; Bis jetzt hat Jesus zu Petrus gesprochen, aber hier spricht er zu allen J\u00fcngern. Warum? Weil das Problem des Petrus nicht sein Problem ist, exklusiv. Es ist ein Problem jedes Menschen. Wir alle stehen in der Gefahr, Gottes Gedanken gegen unsere Gedanken einzutauschen. Wir alle w\u00fcnschen uns die Krone, aber kein Kreuz. Und genau deshalb richtet Jesus den Blick auf alle J\u00fcnger in Vers 24. Er sagt gewisserma\u00dfen: &#8222;Petrus, du bist nicht der Einzige, der etwas hier lernen muss. Jeder, der mir nachfolgen will, muss verstehen, was wahre Nachfolge ist, bedeutet.&#8220;<\/p>\n<p>Also lasst uns diesen Vers genauer anschauen. Jesus wendet sich zu allen J\u00fcngern und er sagt: &#8222;Wenn jemand mir nachkommen will.&#8220; Schon die ersten Worte sind bemerkenswert. Siehst du, was hier das Wort ist, das uns vielleicht \u00fcberrascht? Jesus sagt: &#8222;Wenn mir jemand nachkommen will.&#8220; Jesus zwingt niemanden. Er sagt nicht: &#8222;Jeder muss mir nachfolgen&#8220;, sondern er sagt: &#8222;Wenn jemand will.&#8220; Doch gleichzeitig macht Jesus deutlich, dass Nachfolge nicht zu unseren Bedingungen geschieht. Nicht wir bestimmen den Weg, nicht wir legen die Bedingungen fest, Christus tut es. Und das ist gleichzeitig der erste Marker oder der erste Indikator f\u00fcr wahre Nachfolge. Willst du Jesus nachfolgen? Und mein Freund, wenn du diesen Wunsch nicht hast, dann stellt sich die gro\u00dfe Frage: Bist du ein J\u00fcnger? Ist in deinem Herzen ein Wunsch gegenw\u00e4rtig, diesem Jesus zu folgen?<\/p>\n<p>Wenn du nicht willst \u2013 und versteh mich nicht falsch, selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6chte unser Fleisch das nicht, oder? Wie oft nehmen wir lieber den Aufzug statt die Treppen? Ja? Wie oft w\u00fcrden wir gerne statt zu wandern immer die Seilbahn hochnehmen? Es liegt in unserer Natur, die Anstrengung nicht zu wollen. Aber wir folgen nicht, damit wir fitter werden. Wir folgen einer Person. Einer Person, wo wir am Anfang der Predigt gesehen haben, wo ein Bekenntnis da ist, dass es Gott ist, dass es der Retter ist. Also, Nachfolge ist eine willentliche Entscheidung.<\/p>\n<p>Doch Jesus sagt weiter: &#8222;Wenn du mir nachfolgen willst, dann f\u00fchrt der Weg \u00fcber dieselben Grunds\u00e4tze, nach denen ich selbst gehe.&#8220; Geschwister, wir folgen Jesus. Das bedeutet, wir folgen seinen Spuren. Das bedeutet, du und ich entscheiden nicht. Es gibt keinen Shortcut, es gibt keine Abk\u00fcrzung. Und Jesus gibt uns drei Kennzeichen wahrer Nachfolge. Erstens \u2013 und wir m\u00fcssen hier ganz klar verstehen, Jesus nennt diese drei Dinge nicht als Vorschl\u00e4ge oder Empfehlungen, sondern es sind Kennzeichen eines echten J\u00fcngers. Es sind deine Kennzeichen.<\/p>\n<p>Erstens sehen wir, Jesus sagt: &#8222;Verleugne sich selbst.&#8220; Das erste Merkmal: Er verleugne sich selbst. Das bedeutet nicht, dass wir auf Schokolade verzichten sollen oder gelegentlich etwas Sch\u00f6nes entgehen lassen. Geschwister, Selbstverleugnung bedeutet, dem eigenen Ich den Anspruch auf Herrschaft zu entziehen. Ich wiederhole: Selbstverleugnung bedeutet, dem eigenen Ich den Anspruch auf Herrschaft zu entziehen. Von Natur aus sagen wir: &#8222;Mein Wille, meine W\u00fcnsche, meine Pl\u00e4ne.&#8220; Jesus sagt: &#8222;Nicht mehr dein Wille, sondern mein Wille.&#8220; Und das ist der eigentliche Kern der Selbstverleugnung. Es geht nicht zuerst darum, etwas aufzugeben, es geht darum, jemanden aufzugeben. Versteht ihr? Es geht nicht um Dinge, es geht um eine Person. Es geht n\u00e4mlich darum, sich selbst als Herrn seines Lebens aufzugeben. Der S\u00fcnder lebt mit einem Grundsatz: &#8222;Ich geh\u00f6re mir selbst.&#8220; Der J\u00fcnger lebt mit einem anderen Grundsatz: &#8222;Ich geh\u00f6re Christus.&#8220; Es ist nicht das, was wir in unserer Taufe singen: &#8222;Ich bin entschieden zu folgen Jesus, niemals zur\u00fcck.&#8220; Warum? Weil Christus ihn erkauft hat. Selbstverleugnung bedeutet deshalb, anzuerkennen, dass mein Leben nicht mein Eigentum ist. Das bedeutet ganz praktisch: Meine Zeit geh\u00f6rt Christus, meine Gaben geh\u00f6ren Christus, mein Geld geh\u00f6rt Christus, meine Familie geh\u00f6rt Christus. Geschwister, mein ganzes Leben geh\u00f6rt Christus. Und ist es nicht das exakte Gegenteil von dem, was Petrus hier gerade getan hat? Petrus wollte, dass Jesus seinem Weg folgt. Aber ein J\u00fcnger lernt, seinen eigenen Weg loszulassen und sich dem Weg Christi unterzuordnen.<\/p>\n<p>Lasst uns unseren zweiten Punkt nehmen: Er nehme sein Kreuz auf. Er nehme sein Kreuz auf. Wenn Selbstverleugnung die innere Haltung beschreibt, dann beschreibt das Kreuz den sichtbaren Weg des J\u00fcngers. Und auch hier, und das ist so wichtig, d\u00fcrfen wir nicht vorschnell einfach weglesen. Wenn wir an Kreuz denken, dann denken wir manchmal: ein Schmuckst\u00fcck, etwas, das an einem Geb\u00e4ude h\u00e4ngt. Aber f\u00fcr die J\u00fcnger war das Kreuz etwas v\u00f6llig anderes. Verstehen wir, wir d\u00fcrfen nicht unsere 2026 Gedanken in das Wort Kreuz hineindenken.<\/p>\n<p>Das Kreuz f\u00fcr die J\u00fcnger war die Gewissheit, dass jemand nicht mehr zur\u00fcckkommen wird. Jeder, der sein Kreuz trug, ist verdammt. Nicht nur das, er ist ein Verurteilter. Jesus war auf dem Weg zu seinem Tod, und genau dieses Bild gebraucht er. Und denkt daran, Jesus spricht diese Worte, bevor er selbst gekreuzigt wurde. F\u00fcr die J\u00fcnger muss diese Aussage schockierend gewesen sein. Sie verstehen das Kreuz nicht. Sie wussten noch nicht mal, dass Jesus an einem Kreuz stirbt. Und trotzdem sagt Jesus: \u201eWenn mir jemand nachkommen will, nehme er sein Kreuz auf.\u201c Mit anderen Worten, wer mir nachfolgen will, muss bereit sein, mit seinem alten Leben zu sterben. Er muss bereit sein, seinem alten Leben zu sterben.<\/p>\n<p>Und hier gibt es auch eine wichtige Klarstellung: Das Kreuz bedeutet nicht, dass jede Schwierigkeit in unserem Leben automatisch unser Kreuz ist. Manchmal h\u00f6rt man Christen sagen: \u201eMeine Krankheit ist mein Kreuz\u201c, oder \u201eMein schwieriger Arbeitsplatz ist mein Kreuz\u201c, oder \u201eDiese schwierige Person in meinem Leben ist mein Kreuz.\u201c Aber das spricht Jesus hier nicht. Darum geht es hier nicht. Nat\u00fcrlich gebraucht Gott Leid in unserem Leben. Aber Jesus spricht hier nicht zuerst von einem Leiden, das uns einfach widerf\u00e4hrt. Versteht ihr? Schaut auf den Text. Er spricht von einer Entscheidung, die wir bewusst treffen. Was sagt der Text? \u201eUnd nehme sein Kreuz auf.\u201c Das ist eine aktive Tat. Es ist nicht, dass dir etwas auferlegt wird. Und oft denken wir das, richtig? Nein! Du, aktiv! Das Wort beschreibt es: aufnehmen, es tragen, sich aktiv daf\u00fcr zu entscheiden, das Kreuz aufzunehmen. Niemand legt es dem J\u00fcnger ungefragt auf die Schulter. Der J\u00fcnger nimmt es auf, aktiv, willentlich, weil er Christus folgen will.<\/p>\n<p>Also es geht nicht zuerst um passives Ertragen, sondern um aktive Hingabe. Es ist die bewusste Bereitschaft f\u00fcr Christus, Nachteile in Kauf zu nehmen. F\u00fcr Christus auf Ansehen zu verzichten, f\u00fcr Christus Unverst\u00e4ndnis zu ertragen, f\u00fcr Christus das Evangelium zu bezeugen, auch wenn Menschen es ablehnen. Es bereitet f\u00fcr Christus, den Bed\u00fcrftigen zu dienen, auch wenn es Kraft, Zeit und Opfer kostet. Mit anderen Worten, das Kreuz ist der Preis der Nachfolge. Es ist die t\u00e4gliche Bereitschaft, Christus mehr zu lieben. Eine t\u00e4gliche Bereitschaft, Christus mehr zu lieben als den eigenen Komfort. Und ist es nicht der Weg, den Christus selbst geht? Er spricht zuerst von seinem Kreuz und erst danach von dem Kreuz seiner J\u00fcnger.<\/p>\n<p>Geschwister, der J\u00fcnger geht niemals einen Weg, den sein Meister, euer Herr, nicht zuerst gegangen ist. Der Meister tr\u00e4gt das Kreuz, der J\u00fcnger folgt ihm. Und hier ist genau der Unterschied zwischen der Welt und der Gemeinde Jesu kristallklar. Die Welt fragt: \u201eWie kann ich mein Leben m\u00f6glichst angenehm gestalten?\u201c Jesus fragt: \u201eWof\u00fcr bist du bereit, dein Leben hinzugeben?\u201c Die Welt sucht Bequemlichkeit. Christus ruft zur Hingabe. Die Welt sucht Selbstverwirklichung. Christus ruft auf, dich selbst aufzugeben. Die Welt fragt: \u201eWas kostet es mich?\u201c Der J\u00fcnger fragt: \u201eWie kann ich meinem Herrn treu dienen?\u201c Und deshalb ist die Gemeinde Jesu anders als jede andere Gemeinschaft. Sie besteht aus Menschen, die nicht sich selbst leben, sondern bereit sind, f\u00fcr ihren K\u00f6nig Opfer zu bringen. Doch Jesus ist nicht am Ende. Vers 24 ist nicht am Ende. Selbstverleugnung allein ist nicht das Ziel. Das Kreuz tragen ist nicht das Ziel. Das Ziel ist eine Person. Darum endet Jesus mit den Worten in Vers 24: &#8222;Und folge mir nach.&#8220;<\/p>\n<p>Denn Nachfolge bedeutet nicht, einem Ideal zu folgen, einer Idee zu folgen, sondern dem lebendigen Christus. Drittens: &#8222;Folge mir nach.&#8220; Nachdem Jesus uns von Selbstverleugnung und vom Kreuz gesprochen hat, endet er mit dem eigentlichen Ziel: &#8222;Folge mir nach.&#8220; Und ich glaube, wir lesen diese Worte oft viel zu schnell, denn genau hier liegt der Mittelpunkt von Nachfolge. Das Ziel der Nachfolge ist nicht das Kreuz. Das Ziel der Nachfolge ist die Person Jesus Christus.<\/p>\n<p>Ich wiederhole: Das Ziel der Nachfolge ist nicht das Kreuz. Das Ziel ist die Person, unser Herr, unser Heiland, unser Gott, unser Messias, Jesus Christus. Und das ist jetzt richtig, Geschwister, denn Selbstverleugnung ohne Christus w\u00e4re blo\u00dfe Gesetzlichkeit. Es w\u00e4re blo\u00dfer Moralismus. Kreuz tragen ohne Christus w\u00e4re sinnloses Leiden.<\/p>\n<p>Und deswegen m\u00fcssen wir verstehen: Jesus sagt nicht: &#8222;Folge einer Religion, folge einer Kirche, folge einer Tradition, folge einer theologischen Bewegung.&#8220; Jesus sagt: &#8222;Folge mir.&#8220; Deswegen ist Christsein keine Philosophie oder Ideologie oder ethisches System. Es ist die Nachfolge einer Person. Das ist auch der Grund, warum wir uns die ganze Serie, warum wir diese ganze Serie mit einer Frage begonnen haben. Was war die erste Frage, die wir uns gestellt haben in dieser Serie? Wer ist Jesus?<\/p>\n<p>Verstehst du, ohne zu wissen, ohne Jesus zu kennen, ist das Christentum sinnlos. Wei\u00dft du, wohin das Christentum ohne Jesus f\u00fchrt? Selbststolz, Selbstherrlichkeit, tote Religiosit\u00e4t. So k\u00f6nnen wir sagen, die Gemeinde besteht aus Menschen, die ihn pers\u00f6nlich kennen und nachfolgen. Versteht ihr, was Nachfolge bedeutet? Nachfolge bedeutet N\u00e4he. Es bedeutet N\u00e4he.<\/p>\n<p>Ist es nicht interessant? Vor wenigen Versen, was hat Jesus zu Petrus gesagt? &#8222;Geh hinter mich.&#8220; Warum? Weil Petrus sich vor Jesus gestellt hatte. Er wollte den Weg bestimmen. Doch genau dort geh\u00f6rt ein J\u00fcnger nicht hin. Der Platz des J\u00fcngers ist hinter seinem Herrn. Hiermit schlie\u00dft sich der Kreis unserer ganzen Serie. Wir haben gefragt: Was ist die Gemeinde? Jetzt gibt Jesus die Antwort. Die Gemeinde ist nicht einfach eine Organisation, kein Verein, keine Versammlung religi\u00f6ser Menschen. Die Gemeinde besteht aus Menschen, die den gekreuzigten und auferstandenen Christus als ihren Herrn erkannt haben und ihm t\u00e4glich nachfolgen.<\/p>\n<p>Und das ist jetzt wichtig. Deshalb wird die Gemeinde nicht zuerst an ihrer Gr\u00f6\u00dfe erkannt, sie wird nicht an ihrem Programm erkannt. Sie wird nicht an ihrer Musik erkannt, nicht an ihrem Geb\u00e4ude erkannt. Die Gemeinde wird daran erkannt, ob ihre Menschen Christus nachfolgen. Wo Menschen ihm vertrauen, ihm gehorchen und ihm \u00e4hnlicher werden, dort baut Christus seine Gemeinde. Deswegen ist die Frage pers\u00f6nlich. Die Frage ist nicht: Geh\u00f6rst du zu einer Organisation? Die Frage ist: Folgst du Christus? Die Frage ist nicht: Kennst du christliche Lehre? Sondern die Frage ist: Gehst du hinter deinem Herrn her? Die Frage ist nicht: Bewunderst du Jesus? Die Frage ist: Ordnest du dein Leben seiner Herrschaft unter?<\/p>\n<p>Wir sind noch nicht fertig. Jetzt stellt sich eine weitere entscheidende Frage: Warum sollte ein Mensch sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und Christus nachfolgen? Geschwister, wir kommen zum vierten Punkt: Gottes Weg f\u00fchrt zum ewigen Leben. Verse 25 und 26. Gottes Weg f\u00fchrt zum ewigen Leben. Und wir lesen Verse 25 und 26: &#8222;Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. Denn was wird es einem Menschen n\u00fctzen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einb\u00fc\u00dft? Oder was wird ein Mensch als L\u00f6segeld geben f\u00fcr sein Leben?&#8220; Nachdem Jesus den Preis der Nachfolge beschrieben hat, begr\u00fcndet er ihn nun. Sehen wir in Vers 26 und in 25 und 26, wie die S\u00e4tze anfangen. Das erste Wort ist \u201edenn\u201c. Also wir k\u00f6nnen nicht mit 24 Schluss machen, denn sonst w\u00fcrden wir die Begr\u00fcndung missen.<\/p>\n<p>Und was ist denn die Begr\u00fcndung, die hier mit 25 und 26 einleitet? Jesus gibt seinen J\u00fcngern nicht einfach einen Befehl, sondern er erkl\u00e4rt, warum die Nachfolge vern\u00fcnftig ist. Er sagt, warum Selbstverleugnung wichtig ist. Er sagt, warum das Kreuz nicht das Ende, sondern der einzige Weg zum Leben ist. Er begr\u00fcndet den Ruf zur Nachfolge mit dem unendlichen Wert der Seele und der Realit\u00e4t der Ewigkeit.<\/p>\n<p>Versteht ihr? Wir folgen Jesus nicht nach, weil Jesus will, dass wir es genauso hart haben wie er. Kennt ihr, ich hatte immer so einen Lehrer in meiner Seminary-Schule in Amerika, der hat gesagt: \u201eIch hatte es hart, deswegen m\u00fcsst ihr es auch hart haben. Ich habe gelitten, ihr m\u00fcsst auch leiden.\u201c Das ist nicht, was Jesus sagt. Es geht nicht darum, weil Jesus leidet, m\u00fcssen wir auch leiden. Es geht um ein gr\u00f6\u00dferes Ziel. Und das Ziel ist der Wert der Seele und die Tatsache der Ewigkeit. Die Tatsache der Ewigkeit.<\/p>\n<p>Und Jesus beginnt: \u201eDenn wer sein Leben retten will, wird es verlieren.\u201c Jesus beginnt mit einem Satz, der vielleicht widerspr\u00fcchlich klingt. Wie kann das sein? Und vielleicht hilft uns hier ein bisschen der Grundtext, weil das Wort f\u00fcr Leben \u201ePsyche\u201c ist. Dieses Wort kann sowohl das gegenw\u00e4rtige Leben beschreiben, aber es kann auch das ewige Leben beschreiben. Es kann etwas Normales oder auch etwas Transzendentes meinen. Also Jesus spielt hier bewusst mit der doppelten Bedeutung.<\/p>\n<p>Er sagt sinngem\u00e4\u00df: \u201eWer sein gegenw\u00e4rtiges Leben um jeden Preis festhalten will, wird am Ende sein wahres Leben verlieren. Wer dagegen bereit ist, Leben um Christi Willen hinzugeben, wird das eigentliche, das ewige Leben finden.\u201c Das bedeutet praktisch, Jesus fordert hier nicht, dass wir das Leben verachten. Versteht ihr? Er fordert uns auch nicht auf f\u00fcr ein blindes Heldentum. Jesus stellt hier vielmehr die Frage: \u201eWof\u00fcr lebst du?\u201c<\/p>\n<p>Viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben mit einem Ziel: sich selbst zu verwirklichen. Sie leben f\u00fcr ihre Karriere, sie leben f\u00fcr ihren Besitz, sie leben f\u00fcr ihre Reisen und Erlebnisse, f\u00fcr ihre Hobbys, f\u00fcr Anerkennung, und sie trachten und lechzen nach dem n\u00e4chsten Erfolg. Und all diese Dinge k\u00f6nnen auf einen Augenblick Freude schenken, aber sie k\u00f6nnen niemals ewiges Leben schenken. Niemand sagt, dass es nicht Spa\u00df macht, die menschlichen Ziele zu erf\u00fcllen. Aber sie erf\u00fcllen uns nicht. Alle diese Dinge k\u00f6nnen einen Augenblick Freude schenken. Aber ein Leben, das sich nur um sich selbst dreht, mag \u00e4u\u00dferlich erfolgreich erscheinen, aber es ist geistlich arm. Das Leben wird erst dann wirklich reich, wenn es Christus geh\u00f6rt und er bestimmt.<\/p>\n<p>Aber Jesus geht noch einen Schritt weiter, er stellt eine zweite Frage: \u201eDenn was wird es einem Menschen n\u00fctzen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einb\u00fc\u00dft?\u201c Jesus malt bewusst das gr\u00f6\u00dfte denkbare Gesch\u00e4ft. Stellt euch vor, ein Mensch k\u00f6nnte tats\u00e4chlich die ganze Welt besitzen. Stellt euch vor, alle L\u00e4nder, alle Unternehmen, alles Geld, alle Macht, alle Ehre, jeden Einfluss, einfach alles, was diese Welt zu bieten hat. Und dann fragt Jesus: \u201eWas bringt dir das alles? Was bringt dir das alles, wenn du deine Seele verlierst?\u201c<\/p>\n<p>Ist das nicht der schlechteste Tausch, den man sich \u00fcberhaupt vorstellen kann? F\u00fcr etwas, das vergeht, tauscht man etwas, das ewig bleibt. Das ist so, wie wenn du einen Schneemann eintauschst f\u00fcr eine Immobilie. Stell dir das mal vor. Das ist das Bild, das Jesus hier malt, vereinfacht. W\u00fcrdest du einen Schneemann f\u00fcr irgendwas tauschen? Das fragt hier Jesus. Sp\u00e4ter in Kapitel 24, 25 sagt Jesus: \u201eDer Himmel und die Erde werden vergehen.\u201c Verstehen wir das, dass die Himmel und die Erde vergehen werden. Alles, was wir hier besitzen, wird eines Tages vergehen. Aber, Geschwister, die Seele bleibt ewig. Sie wird ewig bestehen. Darum ist sie unendlich wertvoll, wertvoller als alles, was diese Welt jemals anbieten kann. Er fragt wieder, oder was wird ein Mensch als L\u00f6segeld geben f\u00fcr seine Seele? Die Antwort lautet: Nichts. Es gibt nichts, womit du deine Seele aufwiegen kannst.<\/p>\n<p>Wenn ein Mensch einmal vor Gott steht, gibt es keinen zweiten Versuch, keine zweite Chance, kein Geld, keine guten Werke, keine Religion, keine Mitgliedschaft in einer Gemeinde, keine Fr\u00f6mmigkeit, keine Taufe, kein Besitz. Nichts kann die verlorene Seele zur\u00fcckkaufen. Nichts. Weil ihr Wert so kostbar ist, musste Christus genau diesen Weg gehen, den Petrus verhindern wollte.<\/p>\n<p>Und, Geschwister, die Seele ist nicht kostbar \u2013 und ich m\u00f6chte das vielleicht als Kaviar dazugeben \u2013 weil wir an irgendwelche Substanzen glauben, die ewiglich sind, oder Elixiere oder sonstiges Zeug. Deine Seele ist kostbar, weil Gott sie geschaffen hat und weil Gott sie erw\u00e4hlt hat und weil sie Gott geh\u00f6rt. Ich hoffe, euch ist bewusst, wenn ich diese Seele so betone, dann rede ich nicht hier von einem mystischen, wunderbaren, wertvollen Ding, sondern ich rede von dem Wert der Seele, f\u00fcr den der Sohn Gottes auf diese Erde gekommen ist, um sie zu erkaufen. Das gibt der Seele Wert. Denn was kein Mensch f\u00fcr seine eigene Seele bezahlen konnte, hat Christus mit seinem Blut bezahlt.<\/p>\n<p>Ist es nicht eine herrliche Verbindung zum Anfang unseres Abschnittes? Petrus wollte das Kreuz verhindern, doch gerade durch dieses Kreuz hat Christus unsere Seele erl\u00f6st. Damit beantwortet Jesus die gro\u00dfe Frage der Nachfolge: Lohnt sich das Kreuz? Die Welt sagt nein, Jesus sagt ja. Warum? Weil der Weg des Kreuzes der einzige Weg zum Leben mit Christus ist. Weil der Verlust, den wir heute empfinden, nicht mit der Herrlichkeit zu vergleichen ist. Weil nichts auf dieser Welt so wertvoll ist wie das ewige Leben mit unserem Herrn.<\/p>\n<p>Darum endet die Serie heute mit einer pers\u00f6nlichen Frage: Nicht, was wei\u00dft du \u00fcber die Gemeinde? Nicht, zu welcher Gemeinde geh\u00f6rst du, sondern wem geh\u00f6rst du? Hast du dein Leben an Christus verloren, damit du es in ihm findest? Denn genau daraus besteht die Gemeinde, die Christus baut. Sie besteht aus Menschen, die den Wert ihrer Seele erkannt haben, die alles andere Christus untergeordnet haben und die dem gekreuzigten und auferstandenen K\u00f6nig nachfolgen.<\/p>\n<p>Genau das werden wir praktisch nach dem Sommer in der Apostelgeschichte sehen. Wenn wir hier eine Beschreibung der Gemeinde vorfinden, werden wir in der Apostelgeschichte diese Gemeinde in der Tat sehen. Wir werden sehen, wie diese Gemeinde geboren wird, wie sie aufgebaut wird, wie sie durch die ganze Welt hindurchgeht. Und wir werden sehen, dass nicht Menschen diese Gemeinde bauen, sondern dass Christus diese Gemeinde baut. Und wir werden sehen, es sind nicht Organisationsstrukturen, clevere Ideen, die die Gemeinde baut. Es ist sein Wort. Und wir werden sehen, dass die Menschen, die dieser Gemeinde angeh\u00f6ren, ihr Kreuz t\u00e4glich aufnehmen und ihrem Christus folgen. Immer wieder sagen: Christus ist wertvoll. Christus ist wunderbar. Ich will mit Jesus sein. Und wir werden sehen, wie die Welt lacht, spottet, sie verfolgt. Aber wir werden sehen, dass die Gemeinde siegt, weil Christus siegt.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, die Gemeinde ist das Haus Gottes, die Grundfeste und die S\u00e4ule der Wahrheit. Und wir haben das unglaubliche Privileg, Teil dieser Gemeinde zu sein. So lasst uns dem Herrn danken. Himmlischer Vater, wir kommen zu dir und sind erstaunt \u00fcber deine Weisheit, die die Gemeinde ins Leben ruft. Herr, wir haben uns all diese Predigten, all diese Worte, all diese Dinge angeschaut. Und wir bitten dich, Herr, dass du uns die Kraft gibst, uns zu pr\u00fcfen, ob wir Gottes Weg folgen oder ob wir dem menschlichen Weg folgen. Gib uns Weisheit, Herr. Gib uns Verst\u00e4ndnis, dass wir unser Herz und unsere Gedanken pr\u00fcfen. In Jesu Namen. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript Lass uns beten. 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