{"id":2538,"date":"2026-08-02T01:01:10","date_gmt":"2026-08-01T23:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2538"},"modified":"2026-08-07T01:11:04","modified_gmt":"2026-08-06T23:11:04","slug":"das-toeten-der-suende","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/das-toeten-der-suende\/","title":{"rendered":"Das T\u00f6ten der S\u00fcnde"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Ihr k\u00f6nnt euch gerne setzen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Themas &#8222;Die Gemeinde&#8220; haben wir uns mit Matth\u00e4us Kapitel 16 besch\u00e4ftigt. Wir m\u00f6chten heute wieder einsteigen in den Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Koloss\u00e4. Wir haben uns im Kolosserbrief bereits mit den ersten beiden Kapiteln besch\u00e4ftigt und sind auch in das dritte Kapitel eingestiegen.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten damit beginnen, dass wir den Abschnitt der heutigen Predigt lesen. Lasst uns lesen Kolosser Kapitel 3, die Verse 5 bis 11.<\/p>\n<p>Kolosserbrief, Kapitel 3, die Verse 5 bis 11: &#8222;T\u00f6tet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, b\u00f6se Begierde und Habsucht, die G\u00f6tzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes \u00fcber die S\u00f6hne des Ungehorsams. Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, L\u00e4sterung, sch\u00e4ndliches Reden aus eurem Mund. Bel\u00fcgt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat. Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittensein, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allem.&#8220;<\/p>\n<p>Vater voller Kraft und Gnade, wir danken dir f\u00fcr die Gnade, die du gegeben hast. Wir haben gesungen, Vater, dass du ein Gott des Trostes bist, der uns in allen Umst\u00e4nden Trost spendet, und daf\u00fcr danken wir dir. Und wir danken dir, dass unser Leben mit dir vereint ist. Wir danken dir, dass S\u00fcnde und Tod nicht mehr \u00fcber uns herrschen. Nicht nur das, wir konnten in den Spr\u00fcchen davon lesen, wie dein Wort ein Licht ist. Und so danken wir dir f\u00fcr deine Worte, die du uns heute gibst. Wir danken dir f\u00fcr die Ermutigung, die sie schenken werden. Gib mir die Kraft und f\u00fchre mich, deine Worte zu verk\u00fcnden. M\u00f6ge deine Rechte mit allen Herzen sein, die dein Wort h\u00f6ren, und m\u00f6ge dein Wort in ihren Herzen wirken, sodass du verherrlicht werden m\u00f6gest. Wir danken dir, Vater. Amen.<\/p>\n<p>Ihr wisst, es ist fast einen Monat her, dass wir uns zuletzt im Kolosserbrief befunden haben, und daher m\u00f6chten wir uns die Zeit nehmen, bevor wir in den heutigen Abschnitt einsteigen, zu wiederholen, was wir bisher in diesem Brief gesehen haben.<\/p>\n<p>Eine Irrlehre schlug in die Gemeinde ein. Diese Irrlehre besagte im Grunde, dass Jesus Christus nicht genug ist, sondern dass man neben Jesus, zum Beispiel, Engel anbeten muss. Und in diesem Rahmen schreibt der Apostel Paulus dieser Gemeinde diesen Brief.<\/p>\n<p>Und im ersten Kapitel haben wir gesehen, dass er die Herrschaft und die Autorit\u00e4t und die Erhabenheit des Herrn Jesus Christus betont. Wir haben dort gesehen, dass Jesus Gott ist und dass alles, was existiert, von ihm, durch ihn und zu ihm hin geschaffen worden ist. Wir haben gesehen, er ist der Erstgeborene aller Sch\u00f6pfung. Alles besteht durch ihn. Und Paulus erkl\u00e4rt in Koloss\u00e4: Jesus Christus allein ist genugsam. Er ist ausreichend, er ist genug f\u00fcr euch.<\/p>\n<p>Und wir haben weiter gesehen, dass der Apostel Paulus \u00fcber das Werk Jesu Christi schreibt. Der Apostel Paulus schreibt, dass wir durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi von den S\u00fcnden befreit sind und Gemeinschaft mit Gott haben d\u00fcrfen. In Kolosser 1,21 haben wir gesehen: &#8222;Euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken, hat er aber nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen.&#8220; Aber das Werk Jesu Christi hat uns mit Gott in Gemeinschaft gebracht.<\/p>\n<p>Und so pr\u00e4sentiert der Apostel Paulus den Kolossern: Jesus Christus ist genugsam. Sein Werk ist ausreichend. Und so setzt er fort und schreibt in Kolosser Kapitel 2: &#8222;Wie ihr nun Christus Jesus empfangen habt, so wandelt in ihm.&#8220; Er sagt ihnen: &#8222;Denkt daran, wie ihr Christus Jesus empfangen habt. Und so verwurzelt euch und haltet fest an ihm f\u00fcr euren Wandel.&#8220; Und dann sind wir in das Kapitel 3 gekommen, wo der Apostel Paulus mit der Gesinnung des Gl\u00e4ubigen beginnt. Er hat dort geschrieben: &#8222;Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.&#8220;<\/p>\n<p>Wir sehen also, Paulus in den ersten beiden Kapiteln, nachdem er die Lehre pr\u00e4sentiert hat, beginnt im Kapitel 3 nun mit dem Wandel. Die Idee, die der Apostel Paulus hier pr\u00e4sentiert, ist, dass wir mit Christus auferweckt worden sind. Wenn wir auferweckt worden sind, sind wir mit ihm gestorben, mit ihm begraben worden, mit ihm auferweckt worden, weil wir dieses neue Leben mit Jesus haben. Aus diesem neuen Leben soll unser Wandel.<\/p>\n<p>Besprochen in den Versen 12 und 13, dass wir mit ihm begraben worden sind und auferweckt worden sind durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes. Wir sind mit Christus eins gemacht worden. Mit seinem Werk sind wir in diesen Zustand versetzt worden. Vollendet worden. Das alte Leben ist vorbei, ein neues Leben. Uns ist neues Leben geschenkt worden.<\/p>\n<p>Und wir haben die Betrachtung dieses ersten Abschnittes von Kapitel 3 damit beendet, dass wir gesehen haben und dass wir gesagt haben: &#8222;Unser Leben ist mit Christus verborgen in Gott.&#8220; Unser Leben ist eins gemacht worden mit Jesus Christus. Und Jesus Christus ist im Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, und wo Jesus ist, dort ist auch unser Leben. Und deswegen sagt der Apostel Paulus: &#8222;Sucht, was droben ist.&#8220;<\/p>\n<p>Und in Vers 4 haben wir damit abgeschlossen zu sehen, dass, wenn Jesus Christus wiederkommen wird, wenn er offenbar werden wird, dann werden wir auch vollst\u00e4ndig von der Gegenwart der S\u00fcnde befreit werden und mit ihm in Herrlichkeit sein. Wir werden einen Leib empfangen, frei von S\u00fcnden, in der Offenbarung Jesu Christi. Damit haben wir uns im Kolosserbrief bisher besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chten wir mit Vers 5 beginnen. Der Titel der heutigen Predigt ist &#8222;Das T\u00f6ten der S\u00fcnden&#8220;, &#8222;Das T\u00f6ten der S\u00fcnde&#8220;. Dieses kleine Wort &#8222;nun&#8220; hier stellt eine Verbindung zum vorherigen Abschnitt her, die uns nat\u00fcrlich sagt, dass hier eine Verbindung steht, n\u00e4mlich zu dem, dass unser Leben ja mit Christus verborgen ist. Und zwar unser Leben, dass unser Leben mit Christus vereint ist und im Himmel ist mit ihm. Freiheit von S\u00fcnde, dass wir nicht mehr zu dieser Erde geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung aus dieser Wahrheit, weil wir mit Christus verbunden sind, aus diesen Dingen flie\u00dft nun und schlussfolgert nun der folgende Befehl: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, b\u00f6se Begierde und Habsucht, die G\u00f6tzendienst ist. Und lasst uns mit dem Befehl beginnen, der hier hei\u00dft: &#8222;T\u00f6tet.&#8220;<\/p>\n<p>Paulus&#8216; Befehl lautet also: &#8222;T\u00f6tet nun eure Glieder.&#8220; Es ist wichtig festzuhalten, gleich zu Beginn, dass, wenn Paulus hier von Gliedern redet, Gliedern, die auf der Erde sind, redet er nicht von unserem Auge oder von unseren H\u00e4nden, von unseren K\u00f6rperteilen. Es geht um die Glieder, es geht hier um unsere s\u00fcndhaften Gedanken und s\u00fcndhaften Taten.<\/p>\n<p>Auch in R\u00f6mer Kapitel 8, Vers 13 wird dieser Begriff verwendet, wo auch deutlich wird, dass es sich nicht um die K\u00f6rperteile, sondern um s\u00fcndhafte Gesinnung und s\u00fcndhafte Taten handelt. R\u00f6mer Kapitel 8, Vers 13: &#8222;Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes t\u00f6tet, so werdet ihr leben.&#8220;<\/p>\n<p>Es geht also um die Handlungen des Leibes, die Gedanken, all das, was wir tun, die s\u00fcndhaften. Auch wenn wir durch das Werk Jesu Christi von der Knechtschaft der S\u00fcnde befreit worden sind, selbst wenn wir geheiligt worden sind, solange wir hier auf dieser Erde noch leben, beziehungsweise bis der Herr wiederkommt, auch wir werden erst in Zukunft bei seiner Offenbarung verherrlicht werden. Bis dahin, auch wenn wir eine neue Sch\u00f6pfung sind, w\u00e4hrend wir also in unserer Position dem Himmel angeh\u00f6ren und unser Leben dort ist, soll eben unsere Gesinnung auch ausgerichtet sein auf den Himmel. Und im Kontrast dazu sehen wir hier die Glieder, die auf der Erde sind. Also, das, was zur Erde geh\u00f6rt, das sollen wir t\u00f6ten. Davon sollen wir loskommen. Hier in der deutschen \u00dcbersetzung ist das sehr klar auch \u00fcbersetzt mit &#8222;t\u00f6tet&#8220;. Paulus w\u00e4hlt hier ein hartes Wort, weil S\u00fcnde so schlimm ist. Er redet davon, sie schw\u00e4cht unsere Seele und schadet ihr. Es bringt uns in Finsternis. Es raubt uns und raubt uns um sicher.<\/p>\n<p>Wir haben in den Spr\u00fcchen den Rat gesehen und die Warnung, wie sehr S\u00fcnde einen zerst\u00f6ren kann. Und deswegen hier die Wortwahl: T\u00f6tet die S\u00fcnde, t\u00f6tet diese Glieder. John Owen hat Folgendes gesagt, n\u00e4mlich: &#8222;T\u00f6te die S\u00fcnde, sonst wird die S\u00fcnde dich.&#8220; Er hat gesprochen: &#8222;T\u00e4glich musst du die S\u00fcnde t\u00f6ten.&#8220; So schlimm ist S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Elf bis 13: &#8222;So auch ihr haltet euch der S\u00fcnde f\u00fcr tot, Gott aber lebend in Christus Jesus. So herrsche nun nicht mehr die S\u00fcnde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Begierden gehorcht. Stellt auch nicht eure Glieder der S\u00fcnde zur Verf\u00fcgung als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verf\u00fcgung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit.&#8220;<\/p>\n<p>Hier sehen wir auch, es beginnt mit der Gesinnung, dass wir uns der S\u00fcnde f\u00fcr tot und Gott aber f\u00fcr lebend halten. Zu Hause bei unserem Garten, stellt euch vor, ihr habt einen Baum und ihr seht einen Parasiten dort oder vielleicht auch einen Garten und ihr seht Unkraut wachsen in diesem Garten. Oder in eurer Wohnung seht ihr Schimmel, der anf\u00e4ngt an der Wand.<\/p>\n<p>W\u00fcrden wir dem Schimmel, wenn er sich anf\u00e4ngt zu bilden, er f\u00e4llt uns auf, w\u00fcrden wir einfach zuschauen und warten, was passiert? W\u00fcrden wir die Gefahr in Kauf nehmen, den Schimmel und die ganzen anderen Dinge mit einzuatmen oder in unserer Wohnung zu lassen? Oder wenn wir Unkraut beginnen zu sehen im Garten oder einen Parasiten oder so etwas \u00c4hnliches in einem Baum, w\u00fcrden wir einfach zuschauen?<\/p>\n<p>Nein, wir w\u00fcrden. Wir w\u00fcrden uns sehr eifrig darin sein und wir w\u00fcrden uns M\u00fche geben, diese Unreinheiten zu entfernen, herauszurei\u00dfen, abzut\u00f6ten und sauber zu machen. Und so m\u00fcssen wir auch mit S\u00fcnde in unserem Leben sein: eifrig und hingegeben, S\u00fcnde abzut\u00f6ten, S\u00fcnde in unserem Leben zu entfernen.<\/p>\n<p>Wo S\u00fcnde ist, wird kein Friede, kein Trost, keine Ruhe sein. S\u00fcnde wird dich zerst\u00f6ren. Deswegen hei\u00dft es hier: T\u00f6tet die S\u00fcnde. Zerst\u00f6re sie, l\u00f6sche sie aus, weil sie so schlimm ist.<\/p>\n<p>Dabei m\u00f6chten wir trotzdem vor Augen halten, dass wir nicht vollkommen sind. Erst bei seiner Wiederkehr, bei seiner Offenbarung, der Offenbarung unseres Herrn, werden wir vollst\u00e4ndig verherrlicht sein und vollst\u00e4ndig frei sogar von der Gegenwart der S\u00fcnde sein. Aber bis dahin ist der Befehl und unser Bestreben, S\u00fcnde abzut\u00f6ten, mehr und mehr abzut\u00f6ten, sodass wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in der Heiligung wachsen m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Haltet euch vor Augen, was Christus f\u00fcr uns vollbracht hat, dass unser Leben mit ihm in Gott verborgen ist. Dass wir unser Leben, Christus selbst im Himmel ist. Liebe Geschwister, wir geh\u00f6ren nicht mehr zu dieser Erde, wir geh\u00f6ren zum Himmel. Was m\u00f6chtet, was k\u00f6nnten wir noch mehr von dem Herrn verlangen oder von ihm brauchen? Er hat uns alles geschenkt. Wir geh\u00f6ren nicht mehr hierhin. So lasst uns auf den Himmel und auf Christus ausgeben.<\/p>\n<p>Christus empfangen haben, weil euer Zustand so ist, nun soll auch euer Wandel dementsprechend sein. Lasst uns die konkreten Dinge anschauen, die Paulus hier anspricht. All die Begriffe, die hier vorkommen, sind Begriffe, die mit Unzucht und Hurerei zu tun haben. Wir sehen als erstes das Wort Unzucht. Aktivit\u00e4t au\u00dferhalb des Rahmens der Ehe.<\/p>\n<p>Wir sehen, dass die sexuelle Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe das ist, was wir in der Schrift vorfinden als die richtige Art. Alles, was au\u00dferhalb dessen ist, sei es vor der Ehe oder dieses Wort umfasst also jede sexuelle Aktivit\u00e4t au\u00dferhalb der Ehe. Wir sehen, was die Bibel noch dazu sagt, zum Beispiel in 1. Korinther Kapitel 6. Korinther Kapitel 6, Vers 18. Dort hei\u00dft es: &#8222;Flieht die Unzucht.&#8220; Jede S\u00fcnde, die ein Mensch begehen mag, ist au\u00dferhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, s\u00fcndigt gegen den eigenen Leib.<\/p>\n<p>Oder auch 1. Thessalonicher Kapitel 4, Vers 3 sagt Folgendes zur Unzucht: \u201eThessalonicher Kapitel 4, Vers 3: Denn dies ist Gottes Wille, eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet.\u201c<\/p>\n<p>Wir sehen, welche Worte die Bibel auch hier verwendet: Flieht davon! Haltet euch fern von der Unzucht. Ein gutes Vorbild ist uns darin Josef. Als Potiphars Frau mit Josef Ehebruch begehen wollte, sehen wir, wie Josef sich verhalten hat. Josef sagt zu ihr: \u201eWie k\u00f6nnte ich so eine gro\u00dfe Bosheit gegen meinen Herrn und gegen Gott begehen?\u201c<\/p>\n<p>Wir sehen also die Warnung vor Unzucht und wie sehr sie die Gemeinschaft zu Gott zerst\u00f6ren kann. Und deswegen sagt die Schrift stark vor uns und sagt: Flieht vor ihr, lauft weg, haltet euch fern davon.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes sehen wir Unreinheit. Wie all die Begriffe, auch hier Unreinheit im Zusammenhang von sexueller Unmoral. Es ist auch ein Wort, das die Herabw\u00fcrdigkeit oder die Sch\u00e4ndlichkeit dieser S\u00fcnden beschreiben soll. Viele oder Homosexualit\u00e4t und solche Dinge k\u00f6nnen auch unter diesen Begriff eingeschlossen werden. Oder auch Bestialit\u00e4t k\u00f6nnte unter diesem Begriff eingeschlossen werden.<\/p>\n<p>Auch im Alten Testament finden wir solche Dinge, wie sie verurteilt und als unrein bezeichnet werden. Lasst uns R\u00f6mer Kapitel 1, 24 lesen. R\u00f6mer Kapitel 1, Vers 24: \u201eDarum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit.\u201c<\/p>\n<p>Wir sehen, Gott hat sie hingegeben, in Unreinheit ihre Leiber untereinander zu bringen. Also hier sehen wir auch, wie dieser Begriff eben im Zusammenhang von sexueller Unmoral und diesen Dingen beschrieben wird.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes sehen wir Leidenschaft. Im Kontrast zu den ersten beiden Begriffen waren die ersten beiden Begriffe eher \u00e4u\u00dferliche Taten, Handlungen. Jetzt gehen wir aber einen Schritt weiter und gehen in das Innere: Leidenschaft. Leidenschaft ist hier dieses innere Begehren und das Innere, was die Handlung am Ende hervorbringt. Diese Leidenschaft ist die urspr\u00fcngliche Ursache f\u00fcr die Handlung der Unzucht und Unsucht.<\/p>\n<p>Auch in R\u00f6mer 1, 26 wird dieses Wort verwendet und eben auch wieder im Zusammenhang mit sexueller Unmoral und dass es die innere Haltung und das innere Begehren beschreibt, das Unzucht und Unreinheit hervorbringt. Das ist auch ein sehr \u00e4hnlicher Begriff, auch beschreibt die Begierden des Herzens, das, was von innen herauskommt. Es ist das Begehren, etwas zu tun, was verboten ist.<\/p>\n<p>In Matth\u00e4us Kapitel 5, 28 sagt der Herr Jesus, dass, wer eine Frau mit seinem Auge begehrt, Ehebruch mit ihr getrieben hat in seinem Herzen. Lasst uns auch lesen Markus Kapitel 7, 22. Markus Kapitel 7, 21: \u201eDenn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die b\u00f6sen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, L\u00e4sterung, Hochmut, Torheit. Alle diese b\u00f6sen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen.\u201c<\/p>\n<p>Das sind die Dinge, die von innen heraus aus diesen Begierden herauskommen. Und all diese Begriffe, wie gesagt, sind im Zusammenhang mit sexueller S\u00fcnde und Unmoral. Auch hier sind wir wieder im Bereich der Gedanken, der Begierden. Zufrieden sein, immer mehr haben wollen. Das ist die Idee von dem Wort Habsucht hier. Es ist der Gedanke und das Herz, das nie zufrieden ist und immer sagt: \u201eMehr, mehr, mehr.\u201c<\/p>\n<p>Auch in Epheser Kapitel 4, Vers 19 und Kapitel 5, Vers 3 wird dieser Begriff im Zusammenhang mit Unzucht verwendet. Also auch hier eben dieser Zusammenhang zur sexuellen Unmoral und dieser Unzufriedenheit, die st\u00e4ndig sagt: \u201eMehr.\u201c<\/p>\n<p>Und wieso ist das jetzt im Zusammenhang mit Unzucht oder Hurerei? Weil im Wurzel der Hurerei und im Wurzel all dieser S\u00fcnden, der Unzucht und Hurerei, steckt das unzufriedene Herz, das nie zufrieden ist und immer mehr haben m\u00f6chte. Das wird hier folgenderma\u00dfen definiert. Habsucht, wenn du diese Habsucht hast, das ist G\u00f6tzendienst. Wieso ist das G\u00f6tzendienst? Es ist G\u00f6tzendienst, weil das Herz, das sagt, ich will immer mehr, ich bin nie zufrieden. Das Herz, das seine fleischlichen Begierden zu befriedigen, wo das dann an erster Stelle steht, an der Stelle, wo Gott eigentlich sein sollte. Das ist das Herz, das G\u00f6tzendienst ist.<\/p>\n<p>Liebst du die sexuellen S\u00fcnden mehr? Liebst du Unzucht und Hurerei mehr, als du Gott liebst? Und deswegen ist das G\u00f6tzendienst. Menschenfurcht oder \u00c4hnliches, wo es darum geht, dass ich im Mittelpunkt stehe, mein Lob, mein Ruhm und meine Ehre oder mein Ansehen. Bei all diesen S\u00fcnden und Gedanken und Herzenshaltungen wird Gott von seiner Stelle ger\u00fcckt, und ich werde selbst auf diesen Platz gestellt, und das ist G\u00f6tzendienst. Und das ist etwas, was wir verstehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Freude, die Unzucht, Hurerei oder jede Art und Form von sexueller S\u00fcnde verhei\u00dfen mag, sie wird niemals best\u00e4ndig bleiben. Sie m\u00f6gen die eine kurzweilige Freude und Zufriedenheit schenken, aber die wird niemals bestehen bleiben. Jesus Christus, der Einzige, der uns wahren Frieden, wahre Zufriedenheit und Trost und ewige Freude schenken kann, ist Jesus Christus. Er allein ist unsere Zufriedenheit. Er, sein Leben ist unsere F\u00fclle. Und daher muss unser Blick t\u00e4glich auf diesen Christus ausgerichtet sein. Deswegen seht ihr die Argumentationskette von Paulus.<\/p>\n<p>Und aus diesem folgt der Wandel. Ihr geh\u00f6rt nicht mehr zu dieser Erde, ihr geh\u00f6rt zum Himmel, ihr geh\u00f6rt zu Christus. Dort ist euer Leben. Alles, was hier auf dieser Erde ist, alles, was euch auf dieser Erde verhei\u00dfen wird, es wird nicht bestehen bleiben. Es wird vergehen.<\/p>\n<p>Lasst uns zu den Versen 6 und 7 kommen. \u201eUm dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes \u00fcber die S\u00f6hne des Ungehorsams. Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.\u201c Hier sehen wir den Grund f\u00fcr Paulus&#8216; Befehl. Wegen solcher Taten und Gedanken, wegen solcher S\u00fcnden, wird Gottes Zorn \u00fcber die S\u00f6hne des Ungehorsams kommen. Gottes Zorn wird kommen auf die, die ihm nicht gehorchen. Und wir haben Beispiele davon, wie Gott seinen Zorn \u00fcber S\u00f6hne des Ungehorsams ausgegossen hat. Oder an Sodom und Gomorra, wo Gott seinen Zorn \u00fcber die S\u00f6hne des Ungehorsams ausgegossen hat. Denn sein Zorn ist ein heiliger und gerechter Zorn. Es ist ein unermesslicher Zorn. Und wenn wir die Offenbarung lesen, werden wir in der Zukunft sehen, dass Gott \u00fcber die Unbu\u00dffertigen seinen Zorn ausgie\u00dfen wird.<\/p>\n<p>Und dann in Vers 7 sagt er den Kolossern: \u201eUnter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.\u201c Ihr wart solche, die so gelebt haben. Paulus stellt \u00fcber die Kolosser fest: Ihr wart einst solche, die zu den S\u00f6hnen des Ungehorsams geh\u00f6rt haben, deren Leben gepr\u00e4gt war von diesen S\u00fcnden, die hier aufgelistet worden sind. Und Paulus sagt den Kolossern: Jetzt seid ihr aber nicht mehr solche. Ihr seid dem Zorn Gottes entflohen. Ihr seid nicht mehr solche. Euer Leben ist mit Christus vereint worden. Ihr seid nicht mehr solche, wie ihr fr\u00fcher wart.<\/p>\n<p>Also wir sehen, Paulus in Versen 6 und 7 sagt in Kolosser: Ihr wart solche, jetzt seid ihr aber nicht mehr, jetzt geh\u00f6rt ihr nicht mehr zu diesen Leuten. Er begr\u00fcndet also seinen Befehl damit, weil ihr nicht mehr zu diesen geh\u00f6rt, weil ihr ein neues Leben und eine neue Position in Christus gefunden habt. Die Religionen dieser Welt lehren: Du musst etwas tun, um gerettet zu werden, ewiges Leben zu empfangen oder um Heil zu empfangen. So ist aber das Christentum nicht. Die Schrift ist aber nicht so. Das Christentum ist nicht so, sondern die Schrift sagt: Christus hat alles vollbracht. Christus hat es vollbracht und hat euch euer altes Herz entfernt und euer neues Herz geschenkt. Er hat euch zu einer neuen Sch\u00f6pfung gemacht. Er hat euch ewiges Leben geschenkt und euch in eine Position gebracht und ver\u00e4ndert, in Einheit mit ihm, und weil er es vollbracht hat. Aus dem, was er vollbracht hat, anders, die er geschenkt hat, daraus flie\u00dft unser Wandel auf dieser Erde, unsere Glieder zu t\u00f6ten. Und wir sehen die Struktur von Paulus&#8216; Brief. Es hei\u00dft hier nicht, tut das, um irgendeine Position zu erreichen. Nein, erst hat er uns die Position, die wir in Christus empfangen haben, beschrieben und sagt, nun wandle sie.<\/p>\n<p>Und auch wenn wir in den weiteren Versen lesen, auch wenn wir in dem Teil der Befehle und der Anwendung sind, gibt Paulus Befehle und Anwendungen. Aber dann begr\u00fcndet er sie immer wieder. Immer wieder begr\u00fcndet er sie und sagt, ihr wart einst so. Jetzt seid ihr nicht mehr so. Deswegen wandelt so.<\/p>\n<p>Was haben wir? Wir haben heute gesehen, wie in diesem ganzen Kapitel 3, auch haben wir von Anfang an gesehen, wie Paulus, wenn er hier uns Befehle gibt, wenn er uns hier Anweisungen f\u00fcr unseren Wandel gibt, dass er uns immer unsere Position und unsere Stellung vor Augen f\u00fchrt und dass unser Wandel aus dieser Stellung herausflie\u00dft.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir lernen aus diesem Abschnitt? Liebe Geschwister, liebe Gl\u00e4ubigen, ich frage euch, wie ihr mit S\u00fcnde in eurem Leben umgeht. Identifizierst du die Wurzel der S\u00fcnde in deinem Leben und t\u00f6test du sie?<\/p>\n<p>Wir leben in einer Welt, die sehr modern ist und sich st\u00e4ndig auch weiter modernisiert. In unseren kleinen Smartphones und Handys ist bereits Zugang da zu allen m\u00f6glichen Dingen. Wie gehst du damit um, wenn durch solche Dinge Unzucht und Hurerei in dein Herz kommt, in deine Gedanken gepflanzt wird? Wie gehst du damit um?<\/p>\n<p>Du musst doch \u00fcberlegen, es geht darum, die S\u00fcnde zu t\u00f6ten, also nicht mehr am Leben zu erhalten. Und wenn wir das als Illustration sehen, um jemanden am Leben zu halten, musst du ihm normalerweise Essen geben. Du musst ihn f\u00fcttern. Oder er muss Nahrung zu sich nehmen. Und das k\u00f6nnen wir auch so umdrehen und sagen, gibst du der S\u00fcnde Nahrung und h\u00e4ltst du sie dadurch am Leben? Oder bist du bereit, wenn du diese s\u00fcndhaften Gedanken und Handlungen in deinem Leben siehst, sie abzut\u00f6ten, sie verhungern und verdursten zu lassen? Ihnen nicht etwas zu geben, was es noch am Leben erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Oder wandelst du vielleicht diesen Befehl um, anstatt zu t\u00f6ten, leg es zur Seite? Bring die S\u00fcnde, stell sie einfach nur in die Ecke. Oder nimmst du diesen Befehl ernst, wenn es hei\u00dft, t\u00f6te die S\u00fcnde, zerst\u00f6re sie, l\u00f6sche sie aus? Wie der Bruder John Owen gesagt hat, t\u00f6te die S\u00fcnde, sonst wird die S\u00fcnde dich t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Die S\u00fcnde wird dir allerlei Versprechungen machen, dass sie dich gl\u00fccklich machen wird, dass sie dich zufriedenstellen wird, dass sie dir Frieden schenken wird. Aber wie geht es dir dann, wenn du die S\u00fcnde begangen hast? Was ist mit der Freude? Was ist mit der Zufriedenheit? Sie verschwindet doch so schnell. Und das ist nicht nur wahr \u00fcber sexuelle S\u00fcnde, das ist wahr \u00fcber alles S\u00fcndhafte, was dir die Welt anbietet. Sie verspricht dir den Himmel und Freude und Zufriedenheit. Aber nichts von dem ist best\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Und so pr\u00fcfe dich. Denn das Heilmittel sozusagen dagegen ist der Zustand, den du in Christus Jesus empfangen hast, seine Gen\u00fcgsamkeit, wie du mit ihm vereint bist. Wie du verborgen bist, dein Leben mit ihm in Gott im Himmel, das musst du dir vor Augen f\u00fchren. Wie kannst du so einen kostbaren Zustand empfangen haben und dich dann aber dem M\u00fcll hingeben?<\/p>\n<p>Unser Leben muss ausgerichtet sein auf unseren Herrn Jesus Christus, der sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat, gestorben und wieder auferstanden ist. Wenn unsere Gedanken erf\u00fcllt werden, werden wir in der Lage sein, S\u00fcnde zu t\u00f6ten und von Heiligkeit zu Heiligkeit. Bis er wiederkommt, muss unsere Gesinnung ausgerichtet sein auf ihn und auf die Stellung, die er f\u00fcr uns errungen hat.<\/p>\n<p>Wenn du aber nicht an den Herrn Jesus Christus glaubst und ungl\u00e4ubig bist, dann sagt dieser Text, dass der Zorn Gottes auf dich kommen wird. Die Gott nicht angenommen haben, die werden in das Feuer geworfen werden. Auch dir, Ungl\u00e4ubiger, wird die S\u00fcnde eine kurze Freude immer wieder. Aber der Preis, den du f\u00fcr diese S\u00fcnde bezahlst, ist, dass der Zorn Gottes auf dich kommt. Und du musst dich fragen: Ist die S\u00fcnde das wert?<\/p>\n<p>Ist die S\u00fcnde das wert, dass der Zorn Gottes auf dich kommt? Und so bitte ich dich: Tue Bu\u00dfe von deinen S\u00fcnden und glaube an Christus. Er allein kann dir ewige Freude und Zufriedenheit schenken.<\/p>\n<p>Vater, der du bist voller Kraft und Gnade, wir danken dir, dass du alles in Christus vollbracht hast. Wir danken dir, dass du uns t\u00e4glich bewahrst. Lass uns diesem Wort, das wir heute geh\u00f6rt haben, gehorsam sein.<\/p>\n<p>Lass unsere Gesinnung ausgerichtet sein auf den Zustand, den wir in Christus Jesus empfangen haben, und m\u00f6ge unsere Gesinnung erf\u00fcllt davon sein, und m\u00f6ge unser Wandel auf dieser Erde aus dieser Gesinnung flie\u00dfen. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Ihr k\u00f6nnt euch gerne setzen. Im Rahmen des Themas &#8222;Die Gemeinde&#8220; haben wir uns mit Matth\u00e4us Kapitel 16 besch\u00e4ftigt. Wir m\u00f6chten heute wieder einsteigen in den Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Koloss\u00e4. 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