{"id":2569,"date":"2026-08-31T17:32:43","date_gmt":"2026-08-31T15:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2569"},"modified":"2026-08-31T17:32:44","modified_gmt":"2026-08-31T15:32:44","slug":"ein-von-christus-bestimmtes-leben","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/ein-von-christus-bestimmtes-leben\/","title":{"rendered":"Ein von Christus bestimmtes Leben"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>M\u00f6ge der Name des Herrn Jesus verherrlicht werden. Lasst uns den Text f\u00fcr die heutige Predigt aufschlagen und lesen: Kolosser Kapitel 3, die Verse 12 bis 17.<\/p>\n<p>Kolosserbrief, Kapitel 3, die Verse 12 bis 17: \u201eZieht nun an als Auserw\u00e4hlte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, G\u00fcte, Demut, Milde, Langmut. Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr. Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib. Und seid dankbar. Das Wort des Christus wohne reichlich in euch. In aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig. Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade. Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.\u201c<\/p>\n<p>Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir f\u00fcr Jesus. Wir danken dir f\u00fcr unseren Herrn. Christus ist allein mein Trost, im Leben und auch im Tod. Er ist unser Gewinn, er ist unser Leben.<\/p>\n<p>Wir sind so mit Christus eins gemacht, dass wir nicht mehr von ihm zu trennen sind. Weder eine Macht auf dieser Erde noch eine Macht, die \u00fcber diese Erde hinausgeht, kann uns von der Liebe Christi scheiden.<\/p>\n<p>Du hast uns, die wir Feinde, Rebellen, ungehorsam und widerspenstig waren, so eng mit deinem Sohn verbunden. Wenn du uns heute anschaust, siehst du uns gekleidet in seiner Gerechtigkeit. Und du liebst uns mit derselben Liebe, mit der du den Sohn liebst.<\/p>\n<p>Vater, wir beten dich an f\u00fcr dieses Privileg, f\u00fcr diese gro\u00dfe Gnade, die uns unverdienterweise zuteilgeworden ist.<\/p>\n<p>Wir legen dir, Vater, die Stunde deines Wortes hin, die Verk\u00fcndigung deines Wortes. Sie m\u00f6ge treu dein Wort auslegen, zur Ehre deines heiligen Namens dienen und die Gemeinde erbauen.<\/p>\n<p>Vater, hilf uns, anhand dieses Textes zu verstehen, was unser Leben bestimmen soll, wovon unsere Gedanken, unsere Herzen und unser Wille erf\u00fcllt sein sollen, was uns beherrschen und unseren Wandel bestimmen soll. Wir bitten dich, Vater, darum, dass all dies durch die Verk\u00fcndigung deines Wortes, durch die Auslegung dieses Abschnittes, deutlich werden m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Ich bitte dich darum, Vater: Schenke den Menschen, die hier sind und zuh\u00f6ren, Geh\u00f6r. \u00d6ffne ihre Herzen und schenke Verst\u00e4ndnis. Wir bitten dich um all dies im Namen Jesu Christi. Amen.<\/p>\n<p>Setzt euch gerne. Okay.<\/p>\n<p>Zum dritten Mal kommen wir heute zu diesem Abschnitt und zu diesem Text aus Kolosser Kapitel 3. Das Motiv, das sich durch diesen ganzen Abschnitt zieht, und der Titel, unter dem wir diesen Abschnitt fortlaufend betrachtet haben, war: \u201eDie angemessene Kleidung des Gl\u00e4ubigen\u201c.<\/p>\n<p>Wir reden von Kleidung, weil Paulus hier die Sprache von Kleidung verwendet. Er redet davon, Dinge auszuziehen oder abzulegen und im Gegenzug andere Dinge anzuziehen.<\/p>\n<p>Wir hatten einleitend den Gedanken, der in Gottfried Kellers Novelle zum Ausdruck gebracht wird: Kleider machen Leute. Dort erkennen wir, dort wird deutlich gemacht, dass die Kleidung, die wir tragen, etwas \u00fcber unsere Person aussagen kann.<\/p>\n<p>Paulus hat hier in diesem Abschnitt einen \u00e4hnlichen Gedanken, wenn er davon spricht, dass wir als Gl\u00e4ubige, als solche, die mit Christus Jesus eins gemacht worden sind, die mit ihm gestorben und wieder auferstanden sind, als solche, die nicht mehr zur Erde, sondern zum Himmel geh\u00f6ren, Kleidung tragen sollen, die dieser Identit\u00e4t entspricht.<\/p>\n<p>Paulus geht es darum, den Gl\u00e4ubigen zu erkl\u00e4ren, dass ihre Kleidung \u2013 und wenn ich hier von Kleidung rede, rede ich nat\u00fcrlich von unserem Wandel, von Herzenseinstellungen, unserer Gesinnung und unserem Verhalten \u2013 unserer Identit\u00e4t entsprechen soll. Genau in diesem Zuge haben wir uns in den vergangenen Wochen mit diesem Abschnitt besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Aber noch einmal etwas zur\u00fcckblickend: Von Vers 5 an ging es darum, welche Kleidung nicht mehr zu unserer Identit\u00e4t passt: Dinge wie Hurerei, Unreinheit, Habsucht, b\u00f6se Lust und G\u00f6tzendienst. Sie passen nicht mehr zu unserer neuen Identit\u00e4t in Jesus Christus. Sie geh\u00f6ren zur Erde; wir geh\u00f6ren zum Himmel, wo unser Herr zur Rechten Gottes sitzt.<\/p>\n<p>Was auch nicht mehr zu unserer Identit\u00e4t passt, sind Dinge wie Zorn, Wut, Bosheit, L\u00e4sterung und sch\u00e4ndliches Reden. Das geh\u00f6rte zum alten Menschen, aber diesen alten Menschen haben wir bei unserer Wiedergeburt ausgezogen. Wir haben einen neuen Menschen angezogen, der Christus entsprechend geschaffen ist.<\/p>\n<p>Was zu unserer Identit\u00e4t als Auserw\u00e4hlte, Heilige und Geliebte passt, sind Dinge wie herzliches Erbarmen, G\u00fcte, Demut, Sanftmut und Langmut. Wir haben gesehen, dass diese f\u00fcnf Eigenschaften und Herzenseinstellungen uns ausmachen, uns charakterisieren sollen, weil sie zu unserer neuen Identit\u00e4t passen.<\/p>\n<p>Aus der Identit\u00e4t, dass wir von Gott auserw\u00e4hlt, von ihm geheiligt und von ihm geliebt sind, soll ein tugendhafter Umgang miteinander flie\u00dfen. Nur wer in seiner Identit\u00e4t in Christus als Auserw\u00e4hlter, Heiliger und Geliebter verwurzelt ist, kann diese Tugenden an den Tag legen.<\/p>\n<p>Wir haben vergangene Woche dann gesehen, wie diese Tugenden sich in unserem Verhalten ausdr\u00fccken, sich offenbaren. Es ging darum, einander zu ertragen und sich gegenseitig zu vergeben.<\/p>\n<p>Unsere neue Identit\u00e4t in Christus macht Christus gro\u00df und uns selbst klein. So f\u00fchrt sie dazu, dass wir in der Lage sind und es umsetzen sollen, einander zu ertragen: unsere Eigenheiten, unsere unterschiedlichen Pers\u00f6nlichkeiten, kulturelle Unterschiede. Wir sollen uns selbst nicht so wichtig nehmen und bei jedem Ansto\u00df, den wir wahrnehmen, gleich den Streit suchen, sondern einander ertragen.<\/p>\n<p>Wenn jemand gegen uns ges\u00fcndigt hat, wenn wir sogar eine berechtigte Klage gegen einen anderen haben, dann lautet der Auftrag an uns, dass wir uns gegenseitig vergeben sollen. Wir sollen uns vergeben, und zwar nicht einfach irgendwie. Der Ma\u00dfstab, der uns geschenkt ist, lautet: So wie der Christus uns vergeben hat, sollen wir einander vergeben.<\/p>\n<p>Wir haben uns damit besch\u00e4ftigt, wie Christus uns vergeben hat: vollkommen und vollst\u00e4ndig, sodass er der S\u00fcnde nicht mehr gedenkt. Wir haben gesehen: Bei Jesus gibt es keine Auszeit, die wir erst haben m\u00fcssen, sondern er vergibt uns unmittelbar und vollst\u00e4ndig und entscheidet sich, unserer S\u00fcnden nicht mehr zu gedenken.<\/p>\n<p>Zuallerletzt haben wir das Band gesehen, das alles zusammenh\u00e4lt, den Mantel, der diese Kleidung vervollst\u00e4ndigt: die Liebe, das Band der Vollkommenheit. Wahre christliche, biblische Liebe, die weit mehr als einfach nur ein warmes Gef\u00fchl ist, sondern aufopferungsvolle Hingabe f\u00fcr den anderen bedeutet.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, wie Liebe all diese Tugenden in sich vereint. Liebe ist g\u00fctig, dem\u00fctig, sanftm\u00fctig und langm\u00fctig. Liebe rechnet das B\u00f6se nicht an. Liebe ist das Band, das alles vollkommen macht. Wir sollen einander lieben.<\/p>\n<p>In den Johannesbriefen hei\u00dft es, dass Liebe das sein soll, was uns ausmacht, genauso wie der Herr Jesus es im Johannesevangelium erw\u00e4hnt hat.<\/p>\n<p>Wir haben also in den vergangenen zwei Wochen gesehen, welche Kleidung dem Gl\u00e4ubigen angemessen ist. Paulus hat uns aufgefordert, diese Tugenden anzulegen, einander zu ertragen und uns gegenseitig zu vergeben. Und wir haben gesehen, wie Liebe \u00fcber allem steht.<\/p>\n<p>Wir kommen nun zum Ende dieses Abschnittes von Vers 12 bis 17 und auch zum H\u00f6hepunkt dieses Abschnittes. Paulus wendet sich jetzt etwas von diesem Befehl \u201ezieht an\u201c ab und widmet sich stattdessen Dingen, die unseren Wandel von innen heraus bestimmen sollen.<\/p>\n<p>Wenn ihr auf die Worte in dem Abschnitt achtet, den wir gerade gelesen haben, gerade in den Versen 15 bis 17, geht es weniger um praktische Dinge, die wir anziehen sollen, sondern um Dinge, die uns von innen heraus beherrschen, unser Herz und unser Denken vereinnahmen und f\u00fcllen und so unser Leben bestimmen sollen.<\/p>\n<p>Es geht darum, den Frieden Christi regieren und das Wort des Christus reichlich wohnen zu lassen, alles, was wir tun, im Namen des Herrn zu tun. Das sind Prinzipien und Realit\u00e4ten, die uns f\u00fcllen, einnehmen und so unser Leben bestimmen sollen.<\/p>\n<p>Wir sind also immer noch bei der angemessenen Kleidung des Gl\u00e4ubigen, aber wir widmen uns jetzt einem ganz besonderen Aspekt dieser Kleidung beziehungsweise dieses Abschnittes. Ein Untertitel dieser Predigt ist sozusagen: \u201eEin von Christus bestimmtes Leben\u201c.<\/p>\n<p>Paulus fordert den Gl\u00e4ubigen insgesamt in diesem ganzen Abschnitt von Vers 12 bis 17 auf, in Anbetracht seiner Identit\u00e4t in Christus tugendhafte Eigenschaften f\u00fcr den Umgang miteinander anzulegen. Insbesondere in den Versen 15 bis 17 beschreibt uns Paulus vier Dinge, die das Leben des Gl\u00e4ubigen erf\u00fcllen und seinen Wandel bestimmen sollen, damit unsere Identit\u00e4t in Christus sichtbar zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Das h\u00e4ngt in den Versen 12 bis 17 alles miteinander zusammen. Der Fokus liegt hier nun auf vier Dingen, die unser Leben erf\u00fcllen, unser Denken, unseren Wandel und unser Reden bestimmen sollen, damit weiterhin diese neue Identit\u00e4t in Christus zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Wir haben diesen Text gelesen, und w\u00e4hrend ich ihn vorbereitet habe, hatte ich eine Idee. Ich wei\u00df nicht, ob das gut klappt, deswegen habt etwas Nachsicht mit mir. Es geht darum \u2013 und wir werden heute auch noch sehen \u2013, dass wir uns mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern gegenseitig ermahnen und belehren sollen.<\/p>\n<p>Dann dachte ich mir: Vielleicht w\u00fcrde es passen, die Gliederungspunkte dieser Predigt mit Liedtiteln zu verzieren, die wir in unserer Gemeinde singen oder die wohlbekannt sind. Wenn ihr diese Lieder singt oder an sie denkt, denkt ihr vielleicht auch an solche Abschnitte und Wahrheiten. Denn dazu sollen Lieder dienen, n\u00e4mlich dazu, dass sie uns belehren und ermahnen. Dazu kommen wir noch.<\/p>\n<p>Weil die Titel diesmal ein bisschen lang sind, habe ich sie hier f\u00fcr uns notiert. Wir wollen uns vier Dinge anschauen und mit dem ersten beginnen: \u201eWenn Friede mit Gott\u201c \u2013 die Friedensherrschaft Christi im Herzen.<\/p>\n<p>Vielleicht ist euch dieses Lied bekannt: \u201eWenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt.\u201c Dann hei\u00dft es: \u201eMir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.\u201c<\/p>\n<p>Wie gesagt, die Idee, weshalb ich die Liedtitel in diese Punkte eingef\u00fcgt habe, ist: Wenn wir dieses Lied singen, wenn ihr das n\u00e4chste Mal vielleicht dieses Lied singt oder daran denkt, dann denkt doch an diesen Abschnitt im Kolosserbrief. M\u00f6ge dieses Lied euch darin belehren und ermahnen, dass der Friede Christi eure Herzen beherrschen soll.<\/p>\n<p>Lasst uns also beginnen. Erstens: \u201eWenn Friede mit Gott\u201c \u2013 die Friedensherrschaft Christi im Herzen.<\/p>\n<p>Vers 15: \u201eUnd der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib. Und seid dankbar.\u201c<\/p>\n<p>Vers 15 beginnt mit: \u201eUnd der Friede des Christus regiere in euren Herzen.\u201c Paulus wendet sich, wie gesagt, von den bisherigen Befehlen nun einer anderen Art von Befehl zu. Der Befehl hier lautet: regiere. Der Friede des Christus regiere in euren Herzen, soll also regieren. Oder wir k\u00f6nnten auch sagen: Lasst den Frieden des Christus in euren Herzen regieren.<\/p>\n<p>Es ist ein Befehl, ein Imperativ. Das ist etwas, das wir tun sollen. So, wie das Verb hier verwendet wird, ist es etwas Fortlaufendes, etwas Tagt\u00e4gliches, das in unserem Leben geschehen soll.<\/p>\n<p>Dieses Wort regieren, das hier verwendet wird, kommt nur einmal im Neuen Testament vor, n\u00e4mlich hier. Aber wenn man in die W\u00f6rterb\u00fccher schaut, kennt man es auch aus dem klassischen, au\u00dferbiblischen Gebrauch.<\/p>\n<p>Im klassischen Sprachgebrauch wurde dieses Wort regieren beziehungsweise das Nomen dazu, der Regent sozusagen, daf\u00fcr gebraucht, einen Amtstr\u00e4ger zu beschreiben, der sportliche Wettk\u00e4mpfe leitete und die Preise vergab. Heutzutage w\u00fcrden wir also von einem Schiedsrichter reden.<\/p>\n<p>Dieses regiere beschreibt also das, was ein Schiedsrichter tut. Regieren bedeutet hier, als Schiedsrichter zu fungieren. Was macht ein Schiedsrichter? Er entscheidet Situationen in einem Sport, in einem Wettkampf. Wenn wir heutzutage \u00fcber Fu\u00dfball nachdenken, entscheidet der Schiedsrichter \u00fcber Abseits oder nicht, \u00fcber Foul oder nicht, \u00fcber Strafsto\u00df oder nicht und solche Entscheidungen.<\/p>\n<p>Wenn es einen Konflikt oder unterschiedliche Meinungen zu einer Situation im Wettkampf gibt, dann ist es der Schiedsrichter, der letztendlich die Entscheidung trifft, der die Autorit\u00e4t hat, in einem Konflikt zu entscheiden.<\/p>\n<p>Wenn wir vom Sportlichen vielleicht wegkommen, musste ich auch an die Idee des Dirigierens denken: Er leitet, f\u00fchrt und dirigiert hier die Geschehnisse. Etwas soll also in unseren Herzen regieren, wie ein Schiedsrichter fungieren.<\/p>\n<p>\u201eIn euren Herzen\u201c, sehen wir hier. Das Herz, wie wir es bei der Betrachtung der Schrift oft gesehen haben, beschreibt das Kontrollzentrum unseres Willens. Es ist der Ort, an dem sich entscheidet, was wir wollen, wo unser Wille kontrolliert wird, basierend auf unserem Verstand, unserem Begehren, also dem, was wir lieben, und dem, wonach wir streben.<\/p>\n<p>Etwas soll also in unserem Herzen, dem Kontrollzentrum unseres Willens, regieren. Etwas soll dort wie ein Schiedsrichter fungieren, Entscheidungen treffen und dirigieren.<\/p>\n<p>Was soll in unserem Herzen regieren? Der Vers sagt: der Friede des Christus. Der Friede des Christus. Nicht eine Person, nicht ein Schiedsrichter in Form einer Person, sondern der Friede des Herrn Jesus Christus soll unsere Herzen regieren.<\/p>\n<p>Wenn es um den Frieden des Christus geht, geht es nat\u00fcrlich um den Frieden, den Christus uns schenkt, den Frieden, den wir durch Christus zuallererst mit Gott haben. Christus hat uns Frieden mit Gott geschenkt, und das war bereits Thema im Kolosserbrief. Insgesamt sehen wir in diesem Abschnitt, Kolosser Kapitel 3, die Verse 15 bis 17, viele Dinge, die wir im Kolosserbrief bereits gesehen haben.<\/p>\n<p>Kolosser Kapitel 1, die Verse 19 bis 22: \u201eDenn es war das Wohlgefallen der ganzen F\u00fclle, in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge mit sich zu vers\u00f6hnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes \u2013 durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln. Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den b\u00f6sen Werken, hat er aber nun vers\u00f6hnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unstr\u00e4flich vor sich hinzustellen.\u201c<\/p>\n<p>Christus hat uns mit Gott vers\u00f6hnt. Wir waren alle einst Feinde und entfremdet, v\u00f6llig verdorben in unserer Gesinnung, in unseren b\u00f6sen Werken. Aber Christus hat Frieden zwischen uns und Gott gemacht.<\/p>\n<p>Zu vers\u00f6hnen, wir haben uns damals damit besch\u00e4ftigt, bedeutet, die Beziehung zwischen zwei feindseligen oder entfremdeten Parteien vollst\u00e4ndig wiederherzustellen. Christus hat das zwischen uns und Gott getan. Zwei Seiten, die verfeindet waren. Wir waren Rebellen, die ein Leben in Auflehnung gegen Gott gef\u00fchrt haben. Christus hat uns mit Gott vers\u00f6hnt, hat Frieden geschaffen durch sein Opfer.<\/p>\n<p>Um diesen Frieden zu schaffen, war kein geringeres Opfer als sein eigenes Leben notwendig, das er hingegeben hat, das Blut, das er am Kreuz vergossen hat. Das ist es, was uns Frieden geschenkt hat. Das ist der Friede des Christus.<\/p>\n<p>In R\u00f6mer Kapitel 5 lesen wir auch von diesem Frieden und dieser Vers\u00f6hnung. R\u00f6merbrief, Kapitel 5, Vers 1 und dann die Verse 10 bis 11: \u201eDa wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott vers\u00f6hnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir vielmehr, da wir vers\u00f6hnt sind, durch sein Leben gerettet werden. Nicht allein aber das, sondern wir r\u00fchmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Vers\u00f6hnung empfangen haben.\u201c<\/p>\n<p>Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Rechtfertigung macht Frieden mit Gott m\u00f6glich. Unsere Rechtfertigung ist nur durch das Leben m\u00f6glich gemacht worden, das Jesus gegeben hat, durch den gro\u00dfen Austausch, den wir erleben durften: Jesus Christus hat unsere S\u00fcnden, unsere Schuld und damit unsere Strafe auf sich genommen, und wir haben im Gegenzug die Gerechtigkeit Christi bekommen.<\/p>\n<p>So haben wir, in Christus aus Glauben f\u00fcr gerecht erkl\u00e4rt, Frieden mit Gott. Als wir Feinde waren, hat Gott uns durch seinen Sohn mit sich vers\u00f6hnt. So haben wir heute die Vers\u00f6hnung empfangen.<\/p>\n<p>In Apostelgeschichte Kapitel 10 beschreibt Petrus das Evangelium. Er beschreibt es so: \u201eDas Wort, das er den S\u00f6hnen Israels gesandt hat, indem er Frieden verk\u00fcndigte durch Jesus Christus \u2013 dieser ist aller Herr.\u201c<\/p>\n<p>Jesus Christus hat Frieden verk\u00fcndigt. Frieden mit Gott. Frieden mit unserem Sch\u00f6pfer. Frieden mit dem Heiligen und Allm\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Das war doch die Botschaft, die Jesus ganz am Anfang im Lukasevangelium gepredigt hat. Ihr k\u00f6nnt euch vielleicht noch daran erinnern, als wir \u00fcber Lukas Kapitel 4 gepredigt haben, dass Jesus das Gnadenjahr des Herrn ausruft.<\/p>\n<p>Das ist der Friede des Christus, der Friede, den er zwischen uns und Gott geschaffen hat. Dieser Frieden soll unser Herz regieren. Versteht ihr? Dieser Frieden soll wie ein Schiedsrichter das Kontrollzentrum unseres Willens dirigieren und leiten.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, wir haben diesen Frieden bereits. Er ist uns geschenkt. In Johannes Kapitel 14, Vers 27, spricht Jesus zu seinen J\u00fcngern: \u201eFrieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht best\u00fcrzt, sei auch nicht furchtsam.\u201c<\/p>\n<p>Jesus Christus hat uns Frieden geschenkt. \u201eFrieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch\u201c, hat er gesprochen.<\/p>\n<p>In Johannes Kapitel 16, Vers 33, hat er gesagt: \u201eDies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedr\u00e4ngnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/p>\n<p>Seht ihr, was dieser Frieden bedeutet? Seht ihr, was dieser Frieden bewirken kann? Jesus spricht davon: Ich habe das geredet, damit ihr Frieden habt. In dieser Welt habt ihr Bedr\u00e4ngnis, aber er hat diese Welt \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Wenn dieser Frieden, den er uns schenkt, unsere Herzen f\u00fcllt, vereinnahmt und regiert, dann werden auch wir diese Welt \u00fcberwinden. Das wird es uns auch m\u00f6glich machen, diese Tugenden, \u00fcber die wir geredet haben \u2013 herzliches Erbarmen, G\u00fcte und all diese Dinge \u2013, anzuziehen, einander zu ertragen und einander zu vergeben. Wir werden das tun k\u00f6nnen, wenn der Friede des Herrn unsere Herzen regiert. Denn dieser Friede mit Gott ist es, der unser Herz regieren soll.<\/p>\n<p>Bevor wir hier weitergehen, m\u00f6chte ich zu dir reden, der du diesen Frieden mit Gott noch nicht hast. Ich m\u00f6chte dir sagen, dass Jesus Frieden und Vers\u00f6hnung mit Gott schenkt.<\/p>\n<p>Wir sind alle von Natur aus S\u00fcnder und Kinder des Zorns, Feinde Gottes und Rebellen, und haben nichts als den Zorn Gottes verdient. Wenn du heute hier bist und diesen Frieden mit Gott nicht hast, wenn du nicht mit ihm vers\u00f6hnt worden bist, dann bitte ich dich: Kehre um.<\/p>\n<p>Du befindest dich auf einem gef\u00e4hrlichen Weg. Du befindest dich in einem Krieg, den du nicht gewinnen wirst. Mit deiner eigenen Gerechtigkeit, deinen eigenen Werken und mit Religiosit\u00e4t kannst du diesen Frieden nicht erzwingen und hervorbringen.<\/p>\n<p>Einzig und allein das Opfer Jesu Christi, einzig und allein der Glaube an ihn schenkt dir Frieden mit Gott. So bitte ich dich: Glaube an diesen Herrn Jesus Christus. Kehre um von deinen S\u00fcnden, kehre um von deiner Selbstgerechtigkeit und deinen eigenen Versuchen, Frieden zu schaffen.<\/p>\n<p>Wir haben es heute in Psalm 14 gelesen: Da ist keiner, der Gutes tut. Da ist keiner, der verst\u00e4ndig ist. Der HERR hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, und da war nicht einer.<\/p>\n<p>Frieden mit Gott ist nur durch Jesus Christus m\u00f6glich. So glaube an ihn und empfange diesen Frieden mit Gott.<\/p>\n<p>Es ist dieser Friede, der auch Frieden mit den Menschen um uns herum schafft. Wir haben uns im Epheserbrief damit besch\u00e4ftigt. Lasst uns Epheser Kapitel 2 ab Vers 13 lesen. Ihr seht vielleicht das Muster, wie oft sich Frieden hier durch das Neue Testament zieht.<\/p>\n<p>Epheser Kapitel 2, ab Vers 13: \u201eJetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umz\u00e4unung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen weggetan, um die zwei \u2013 Frieden stiftend \u2013 in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu vers\u00f6hnen durch das Kreuz, nachdem er durch dieses die Feindschaft get\u00f6tet hatte. Und er kam und hat Frieden verk\u00fcndigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.\u201c<\/p>\n<p>Christus hat nicht nur zwischen uns und Gott Frieden geschaffen. Dadurch, dass er zwischen uns und Gott Frieden geschaffen hat, hat er, wie es im Epheserbrief hei\u00dft, auch Frieden zwischen den Juden und den Nationen geschaffen, zwischen denen, die Gott nahe waren, und denen, die Gott fern waren. Beide waren letztendlich Gott fern. Aber er hat Frieden geschaffen.<\/p>\n<p>Er hat die Feindschaft zwischen ihnen, diese Mauer, diese Zwischenwand abgebrochen. Er hat sie vers\u00f6hnt und zu einem Leib geschaffen. Er kam und verk\u00fcndigte Frieden mit Gott und miteinander.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen, wie wir in Kolosser Kapitel 3 gesehen haben, verschiedene Gruppen in der Gemeinde sein: Griechen, Juden, Beschnittene, Unbeschnittene, Barbaren, Skythen, Sklaven und Freie. Sie sind alle eins in Christus, sodass es hei\u00dfen darf: \u201eSondern Christus alles und in allen.\u201c<\/p>\n<p>Deine Volkszugeh\u00f6rigkeit, deine Kultur, dein Wohlstand und dein sozialer Status, all das spielt keine Rolle, weil Christus zwischen all diesen Gruppen Frieden geschaffen hat.<\/p>\n<p>Versteht ihr, worum es hier geht? \u201eDer Friede des Christus regiere in euren Herzen.\u201c Der Friede, den wir mit Gott haben, und der Friede, den wir miteinander haben: Dieser Friede soll unser Herz wie ein Schiedsrichter beherrschen.<\/p>\n<p>Dieser Friede soll unsere Entscheidungen, unsere Worte und unser Verhalten bestimmen, insbesondere im Umgang miteinander, um den es in diesem ganzen Zusammenhang geht. Dass wir durch Jesus Frieden mit Gott und miteinander haben, soll dazu f\u00fchren, dass wir dem Frieden miteinander nachstreben.<\/p>\n<p>Wenn dieser Friede mein Herz beherrscht, wird mich dann ein kleiner Ansto\u00df, eine Beleidigung, sogar eine S\u00fcnde, die gegen mich begangen worden ist, aus der Ruhe bringen?<\/p>\n<p>Die Idee, die wir hier haben, ist: Was beherrscht dein Herz? Wenn der Friede dein Herz beherrscht \u2013 der Friede, den du mit Gott hast, der Friede, den wir in Christus Jesus miteinander haben d\u00fcrfen \u2013, dann wirst du auch dem Frieden nachstreben. Dem Frieden nachzustreben wird dein Verhalten bestimmen.<\/p>\n<p>Wir sehen im ganzen Neuen Testament immer wieder den Aufruf, diesem Frieden nachzujagen. In Hebr\u00e4er Kapitel 12, Vers 14, hei\u00dft es: \u201eJagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.\u201c Jagt dem Frieden mit allen nach.<\/p>\n<p>R\u00f6mer Kapitel 14, Vers 19: \u201eSo lasst uns nun dem nachstreben, was dem Frieden, und dem, was der gegenseitigen Erbauung dient.\u201c Das geschieht, wenn der Friede dein Herz regiert, sodass du dem Frieden nachstrebst.<\/p>\n<p>Gerade in R\u00f6mer Kapitel 14 ist der Zusammenhang, dass Menschen unterschiedlich an das Essen herangehen. Manche essen alles, manche k\u00f6nnen es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren, gewisse Dinge zu essen. Paulus sagt: Zerst\u00f6re nicht wegen einer Speise den, f\u00fcr den Christus gestorben ist. Er sagt: Lasst uns dem Frieden und dem nachstreben, was der gegenseitigen Erbauung dient.<\/p>\n<p>In 2. Korinther Kapitel 13, Vers 11, hei\u00dft es: \u201eIm \u00dcbrigen, Br\u00fcder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch ermuntern, seid eines Sinnes, haltet Frieden! Und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein.\u201c Haltet Frieden, und der Gott des Friedens wird mit euch sein. 2. Korinther Kapitel 13, Vers 11.<\/p>\n<p>Friede m\u00f6ge dein Herz bestimmen. Friede m\u00f6ge der Schiedsrichter sein, der bestimmt, wie du reagierst, wenn gegen dich ges\u00fcndigt wird, wenn dir etwas angetan wird, und auch insgesamt, wenn du dar\u00fcber nachdenkst: Welche Worte soll ich jetzt w\u00e4hlen? Wie soll ich mit dieser Person umgehen? Ist es der Friede des Christus, der diese Entscheidung in deinem Herzen trifft? Darum geht es hier.<\/p>\n<p>Der Friede, den du mit Gott und mit anderen hast: Ist diese Realit\u00e4t das, was dein Verhalten bestimmt, sodass du dann auch dem Frieden nachstrebst?<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es in Kolosser Kapitel 3: \u201eZu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib.\u201c Ihr seid auch zu diesem Frieden berufen worden.<\/p>\n<p>Wir sehen es: Paulus kann nicht widerstehen \u2013 und wir haben es immer wieder gesehen \u2013, von der Berufung, unserer Identit\u00e4t und dem, was Gott gemacht hat, lange zu schweigen. Dieser Friede regiere in euren Herzen. Denkt daran: Ihr seid auch dazu berufen worden. Das entspricht eurer Berufung. Gott hat euch zum Frieden berufen: zum Frieden mit Gott und miteinander, und zwar in einem Leib.<\/p>\n<p>Der Gedanke des Leibes, wir haben uns auch im Kolosserbrief oft damit besch\u00e4ftigt, ist der Gedanke eines einheitlichen, lebendigen Organismus. Das Bild des Leibes beschreibt unsere Einheit mit Christus: Er ist unser Haupt, unser Verstand und unser Herrscher \u00fcber den Leib. Es beschreibt unsere Einheit mit ihm. Auch in Kolosser Kapitel 1 haben wir es mehrfach gesehen.<\/p>\n<p>Aber das Bild des Leibes betont auch die Einheit miteinander. Wir sind Glieder in einem Leib. Genau das sehen wir auch in Epheser Kapitel 4, bei diesem Bild des Leibes.<\/p>\n<p>Paulus spricht in Epheser Kapitel 4 ab Vers 1 davon: \u201eIch ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn, dass ihr w\u00fcrdig wandelt der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.\u201c Wir sollen also unserer Berufung w\u00fcrdig wandeln.<\/p>\n<p>Dann haben wir eine \u00e4hnliche Liste von Eigenschaften wie gerade im Kolosserbrief: \u201eMit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe.\u201c Und dann in Vers 3: \u201eEuch beflei\u00dfigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens. Da ist ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der \u00fcber allen und durch alle und in uns allen ist.\u201c<\/p>\n<p>Diese Einheit illustriert das Bild des Leibes: dass wir ein Leib, miteinander verbunden und verflochten sind, dass wir zusammen eins sind.<\/p>\n<p>Wenn dieser Frieden in deinem Herzen regiert, hast du diese Realit\u00e4t vor Augen. Du wirst mit deinem Bruder, mit deiner Schwester im Herrn in dem Bewusstsein umgehen, dass ihr eins seid. Wenn du ihm schadest, schadest du dem ganzen Leib und so dir selbst. Wenn du gegen ihn s\u00fcndigst, s\u00fcndigst du quasi gegen dich selbst. Denn ihr seid ein Leib. Wenn er leidet, wirst du auch leiden. Das ist der Gedanke, den das Bild des Leibes vermittelt.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es im Korintherbrief: Haltet Frieden. Und hier ist es: Der Friede des Christus regiere in euren Herzen.<\/p>\n<p>So m\u00f6chte ich dich fragen und dich ermutigen, dich zu pr\u00fcfen: Was regiert in deinem Herzen? Worauf basieren deine Entscheidungen im Alltag? Was dirigiert, wie du mit anderen Menschen umgehst, insbesondere mit deinen Glaubensgeschwistern im Herrn?<\/p>\n<p>Ist es Egoismus? Bist du nur darauf bedacht, dir einen Vorteil zu verschaffen? Bestimmt Selbstzentriertheit deinen Umgang mit anderen? Gehst du mit deinen Mitmenschen und gerade mit den Gl\u00e4ubigen so um, dass du dir einen Vorteil herausholst, von ihnen profitierst und nur von ihnen profitierst?<\/p>\n<p>Ist es Menschenfurcht, die in deinem Herzen regiert? Geht es dir nur darum, was andere Menschen von dir denken? Ihnen zu gefallen ist deine h\u00f6chste Priorit\u00e4t, und so gehst du mit anderen um. Blo\u00df niemandem ein Ansto\u00df sein. Blo\u00df niemals! Blo\u00df immer das tun, was anderen Menschen gef\u00e4llt, bestimmt und beherrscht davon, was andere Menschen von dir denken.<\/p>\n<p>Wenn jemand gegen dich s\u00fcndigt, ist es dein verletzter Stolz, der dich, dein Herz und damit dein Verhalten beherrscht? Wenn jemand gegen dich s\u00fcndigt, reagierst du vielleicht mit Dingen, die wir in Vers 8 von Kapitel 3 gesehen haben, mit Dingen, die du ablegen sollst: Zorn, Wut, Bosheit.<\/p>\n<p>Wenn Frieden dein Herz regiert, wirst du nicht mit Zorn, Wutausbr\u00fcchen, Bosheit und L\u00e4sterung reagieren, sondern vielmehr mit herzlichem Erbarmen, G\u00fcte, Demut, Sanftmut und Langmut. Was beherrscht dein Herz?<\/p>\n<p>Ich hoffe, ihr seht hier diese Idee des Beherrschens. Wenn wir heutzutage vielleicht von dem Moralischen weggehen: Menschen werden oft von ihrem Terminkalender beherrscht. Unser Terminkalender beherrscht, was wir tun, wohin wir gehen, wem oder was wir Zeit geben und wem oder was wir keine Zeit geben.<\/p>\n<p>Unsere Handys, unser Job, unser Wohlstand und all diese Dinge, unsere Gem\u00fctlichkeit k\u00f6nnen unsere Herzen beherrschen. Das, was unser Herz beherrscht, bestimmt unser Verhalten, unsere Priorit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte nicht zu allgemein reden. Gem\u00fctlichkeit, Wohlstand und all diese Dinge k\u00f6nnen relevant sein. Das sind sicherlich auch Dinge, \u00fcber die wir nachdenken sollen, und diese Dinge sollen nicht unser Herz beherrschen. Aber hier geht es gerade im Zusammenhang mit dem Umgang miteinander um die Frage: Was beherrscht dein Herz?<\/p>\n<p>Unvers\u00f6hnlichkeit und Bitterkeit d\u00fcrfen nicht dein Herz beherrschen, sondern der Friede des Christus. Ich habe Frieden mit Gott. Daf\u00fcr musste der Sohn Gottes sein Leben geben. Wenn diese Realit\u00e4t dein Herz erf\u00fcllt und regiert, liebe Schwester, lieber Bruder, dann wird uns das erm\u00f6glichen, einander zu ertragen, zu vergeben und einander mit herzlichem Erbarmen, Sanftmut, G\u00fcte und Demut zu begegnen. Denn ich habe Frieden mit Gott.<\/p>\n<p>\u201eWenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, auch wenn St\u00fcrme drohen von fern, mein Herze im Glauben doch allezeit singt: Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn\u201c, hei\u00dft es in dem Lied.<\/p>\n<p>Wenn dir wohl ist im Herrn, was macht dann eine kleine Beleidigung aus? Was macht eine Ungerechtigkeit gegen dich aus? Mir ist wohl im Herrn, denn ich habe Frieden mit Gott. Seht ihr, was f\u00fcr eine Perspektive dieser Frieden dir schenken wird? Du selbst wirst kleiner, Christus wird gr\u00f6\u00dfer. Dann kannst du auch diese Dinge, diese Kleidung, anziehen.<\/p>\n<p>Damit eng verkn\u00fcpft ist das Folgende. Zweitens. Da habe ich das Lied \u201eDanke, Jesus\u201c ausgew\u00e4hlt. Das ist eher ein moderneres Lied, vielleicht nicht vielen von euch bekannt, aber es ist Teil unserer Liedersammlung in der Gemeinde.<\/p>\n<p>Ihr kennt vielleicht die Zeile: \u201eEinst war ich dein Feind, bin nun bei dir zu Hause. Danke, Jesus.\u201c M\u00f6ge auch dieses Lied uns belehren und ermahnen, \u00fcberreich in Dankbarkeit zu sein. \u00dcberreiche Dankbarkeit soll uns ausmachen.<\/p>\n<p>Am Ende dieses Verses sagt er: \u201eUnd seid dankbar.\u201c Wenige Worte, aber so wichtig: Seid dankbar. Auch wieder ein Befehl, auch wieder ein fortlaufender Befehl. Seid t\u00e4glich dankbar. \u00dcbt euch in Dankbarkeit und Danksagung.<\/p>\n<p>Das haben wir auch durch den ganzen Kolosserbrief bereits gesehen, und es zieht sich durch diese Verse. In Vers 16 haben wir: Wir sollen in Gnade singen, hei\u00dft es in den deutschen \u00dcbersetzungen. Aber die passendere \u00dcbersetzung hier w\u00e4re in Dankbarkeit.<\/p>\n<p>In Vers 17 haben wir wieder: Wir sollen in allem, was wir tun, Gott, dem Vater, durch Jesus Christus Dank sagen. Durch diesen ganzen Kolosserbrief zieht sich, dass wir dankbar sein sollen.<\/p>\n<p>Kolosser 2,6\u20137 ist fast schon ein Schl\u00fcsseltext f\u00fcr alles, was wir auch jetzt betrachten. Dort hat Paulus gesagt: \u201eWie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und aufgebaut in ihm, gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr \u00fcberreich seid in Danksagung.\u201c<\/p>\n<p>Sei dankbar. Das soll dich ausmachen, das soll dich f\u00fcllen. W\u00e4hrend dein Herz vom Frieden Christi bestimmt werden soll, sollst du auch von Dankbarkeit erf\u00fcllt sein. Dankbar f\u00fcr den Frieden Christi, den wir gerade gesehen haben. Dankbar f\u00fcr deine Identit\u00e4t in Christus: auserw\u00e4hlt, geheiligt und geliebt.<\/p>\n<p>Das ist so eng miteinander verkn\u00fcpft, denn eine dankbare Person kann sich vom Frieden regieren lassen und nach Frieden streben. Wenn Dankbarkeit dein Herz ausmacht, deine Gedanken pr\u00e4gt wegen dessen, was du in Christus hast, wegen dessen, was du in Christus bist, dann wird das den Frieden regieren lassen.<\/p>\n<p>Wieso? Ich muss dann an ein Zitat von Jonathan Edwards denken. Er hat diese Resolutions, diese Entschl\u00fcsse, diese Worte der Entschlossenheit gefasst. Einer dieser Entschl\u00fcsse, eines dieser Worte, hei\u00dft: \u201eIch bin entschlossen, wenn ich Schmerzen versp\u00fcre, an die Qualen des M\u00e4rtyrertodes und an die H\u00f6lle zu denken.\u201c<\/p>\n<p>Jonathan Edwards hat gesagt: Ich bin entschlossen, wenn ich Schmerzen versp\u00fcre, dann m\u00f6chte ich an die Qualen des M\u00e4rtyrertodes und an die H\u00f6lle denken. Er m\u00f6chte vor allem an die H\u00f6lle denken, wenn er Schmerzen versp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht genau, von welchen Schmerzen Jonathan Edwards hier redet, ob von physischen Schmerzen. Aber ich m\u00f6chte es in diesem Zusammenhang gerne auf allerlei Leid und Ungerechtigkeit anwenden, die einem begegnen k\u00f6nnen. Wenn dir das im Leben begegnet, will Jonathan Edwards unter anderem an die H\u00f6lle, an die Qualen der H\u00f6lle denken.<\/p>\n<p>Wieso? Weil es ihm bewusst macht: Das ist es, was ich eigentlich verdient h\u00e4tte. Die Qualen der H\u00f6lle w\u00e4ren es, die ich eigentlich verdient h\u00e4tte. Im Vergleich dazu sind die Schmerzen, die ich jetzt versp\u00fcre, sehr gering. Sehr gering.<\/p>\n<p>Es ist eine Ewigkeitsperspektive, die Dankbarkeit hervorbringt. Denn lieber Bruder, liebe Schwester: Weil du in Christus bist, wirst du niemals das bekommen, was du eigentlich verdient h\u00e4ttest.<\/p>\n<p>Egal, wie viel Leid dir begegnet, welche Schmerzen dir begegnen, egal, wie ungerecht du behandelt wirst oder wie andere Menschen mit dir umgehen, egal, ob du deinen Job verlierst, ob Tod und Krankheit dir begegnen: Du h\u00e4ttest eigentlich so viel Schlimmeres verdient, n\u00e4mlich die H\u00f6llenqualen.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass du diese H\u00f6llenqualen nicht mehr empfangen wirst, dass du Frieden mit Gott hast, gibt dir eine Perspektive, die dich in jeder Situation dankbar macht. Du bekommst nie das, was du eigentlich verdient h\u00e4ttest. Das gibt dir einen Frieden, der deinen Umgang pr\u00e4gen wird.<\/p>\n<p>Insbesondere, wenn jemand gegen dich s\u00fcndigt, wenn du den Eindruck hast, jemand geht mit dir nicht so um, wie du es erwartet oder deiner Meinung nach verdient h\u00e4ttest, dann erinnere dich unter anderem durch solche Worte von Jonathan Edwards daran: Was du eigentlich verdient h\u00e4ttest, ist die H\u00f6lle. Sei also dankbar. Sei dankbar. Das wird deinen Umgang mit anderen pr\u00e4gen und ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Es ist leider nicht die Zeit, zu sehr darauf einzugehen. Aber Alois Wagner, einer unserer Mentoren \u2013 wir haben \u00fcber die Gnadenlehren geredet, gar nicht so direkt \u00fcber die Gnadenlehren \u2013, brachte am Ende einer Einheit, einer Bibelstunde mit ihm, den Schlusssatz: \u201eDer einzige Unterschied ist Gnade.\u201c Der einzige Unterschied ist Gnade.<\/p>\n<p>In welchem Sinne? Was macht letztendlich den Unterschied zwischen uns und einem Ungl\u00e4ubigen? Was macht letztendlich den Unterschied zwischen dem, der Frieden mit Christus hat, und dem, der ihn nicht hat? Was macht letztendlich den Unterschied zwischen einem Feind Gottes, einem Rebellen Gottes, der Gott hasst, und uns, die wir Gott lieben gelernt haben?<\/p>\n<p>Einzig und allein die Gnade. Gnade allein macht den Unterschied. Ich kann mich daran erinnern, wie wir dar\u00fcber geredet haben: Solche Gedanken machen dich dankbar. Unverdientes Wohlwollen Gottes. Gnade allein macht den Unterschied. Ich bin dankbar. Ich sage Dank.<\/p>\n<p>Wenn Gnade der einzige Unterschied ist, wie kann ich mich selbst gro\u00df machen? Wie kann ich mich selbst so wichtig nehmen, wenn allein Gnade, Gottes souver\u00e4ne Gnade, den Unterschied macht? Denkt an eure Identit\u00e4t: Ihr seid Auserw\u00e4hlte Gottes.<\/p>\n<p>Kennzeichnet Dankbarkeit deinen Wandel und deinen Umgang mit anderen? Egal, wie Menschen mit dir umgehen oder sogar gegen dich s\u00fcndigen m\u00f6gen: Bleibt Dankbarkeit trotzdem etwas, das dich ausmacht? Oder bist du vollst\u00e4ndig eingenommen von dem Unrecht, das gegen dich begangen wurde, sodass in deinem Herzen kein Platz mehr f\u00fcr Dankbarkeit ist, f\u00fcr das, was du in Christus hast, f\u00fcr den Frieden, den du in Christus hast?<\/p>\n<p>\u201eSeid dankbar\u201c, hei\u00dft es hier.<\/p>\n<p>Drittens. Wir kommen zu Vers 16: \u201eDas Wort des Christus wohne reichlich in euch. In aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig. Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade.\u201c<\/p>\n<p>Der dritte Gliederungspunkt hier ist \u2013 das Lied passt vielleicht nicht zu hundert Prozent, aber ich glaube trotzdem, dass ihr hoffentlich auch an dieses Lied denken k\u00f6nnt und es euch ermahnen m\u00f6ge \u2013: \u201eDein Wort ist ein Licht auf meinem Weg.\u201c Psalm 119, Vers 105: \u201eEine Leuchte f\u00fcr meinen Fu\u00df ist dein Wort, ein Licht f\u00fcr meinen Pfad.\u201c Das innewohnende Wort Christi.<\/p>\n<p>Drittens. Hier geht es jetzt nicht einmal um Regieren, sondern um Wohnen. Wohnen bedeutet, zu Hause zu sein, nicht nur vor\u00fcbergehend zu Besuch wie in einem Hotel. Wo du wohnst, dort ist dein Zuhause. Dort f\u00fchlst du dich wohl. Dort zu wohnen bedeutet, den ganzen Raum einzunehmen.<\/p>\n<p>Es beschreibt eine dauerhafte Gegenwart. Es bedeutet, dass der Raum gef\u00fcllt ist. Ich musste an das physikalische Prinzip denken, wie Gas immer das Volumen f\u00fcllt, in dem es sich befindet. Im Gegensatz zu Fl\u00fcssigkeiten und Festk\u00f6rpern f\u00fcllt Gas den Raum, den es hat.<\/p>\n<p>Bei der Idee des Wohnens muss ich also daran denken, vor allem wenn es hier darum geht, reichlich zu wohnen: Etwas nimmt dich ganz ein.<\/p>\n<p>In 2. Korinther Kapitel 6, Vers 16, wird die alttestamentliche Verhei\u00dfung hergenommen, in der Gott dem Volk Israel gesagt hat: \u201eIch will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.\u201c<\/p>\n<p>Gott hat unter dem Volk gewohnt. Das Zelt der Begegnung stand gerade f\u00fcr diese Gegenwart Gottes unter dem Volk, daf\u00fcr, Tag und Nacht dort zu wohnen, f\u00fcr seine Gegenwart. Seine Gegenwart war daf\u00fcr oft so kennzeichnend. Wir sehen im Buch Hesekiel, dass die Gegenwart des Herrn, die Herrlichkeit des Herrn, Israel verlassen hat, als sie ges\u00fcndigt haben, und in der Verhei\u00dfung in Zukunft zur\u00fcckkehren wird.<\/p>\n<p>Zu wohnen bedeutet also, dort gegenw\u00e4rtig zu sein, den Raum einzunehmen, und zwar reichlich, im \u00dcberfluss, auff\u00fcllend. Was soll in uns so reichlich wohnen, den Raum einnehmen? Das Wort des Christus. Das Wort des Christus soll reichlich in uns wohnen.<\/p>\n<p>Das Wort des Christus hier \u2013 wir k\u00f6nnten dar\u00fcber reden: Sind das jetzt nur die Evangelien? Sind das vielleicht nur die Worte Jesu? Es gibt ja diese Bibeln mit roter Schrift, in denen die Worte Jesu so gekennzeichnet sind.<\/p>\n<p>Aber die Worte des Christus sind die gesamte Schrift. Es ist die Lehre \u00fcber ihn, es sind die Worte von ihm und \u00fcber ihn. Jesus selbst hat in Johannes Kapitel 5, Vers 39, gesagt: \u201eIhr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.\u201c Die Schriften zeugen von Jesus.<\/p>\n<p>Wenn du von den Worten lesen willst, die \u00fcber Jesus sprechen, dann ist es die gesamte Schrift. Genauso hat er zu den J\u00fcngern in Lukas Kapitel 24, Vers 44, gesagt, dass alles erf\u00fcllt werden muss, was \u00fcber ihn im Gesetz Moses, in den Propheten und in den Psalmen geschrieben steht.<\/p>\n<p>All diese Schriften reden von Jesus, beinhalten Jesus und sind von ihm. Das Wort des Christus ist also die gesamte Schrift. Das Wort Gottes, die gesamte Schrift, soll unser Herz einnehmen und ausf\u00fcllen. Das Wort soll darin wohnen, den Raum f\u00fcllen. Es soll dort gegenw\u00e4rtig, dort pr\u00e4sent sein.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es in Psalm 1: Gl\u00fccklich der Mann, der Lust hat am Gesetz des Herrn und \u00fcber sein Gesetz sinnt Tag und Nacht. Dieses Nachsinnen \u00fcber das Gesetz des Herrn, \u00fcber die Worte Gottes, Tag und Nacht, ist es, wodurch dein Herz reichlich davon gef\u00fcllt sein kann.<\/p>\n<p>In Psalm 119, Vers 11, hei\u00dft es: \u201eIn meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich s\u00fcndige.\u201c Psalm 119, Vers 11. Und Vers 105, wie gesagt: \u201eEine Leuchte f\u00fcr meinen Fu\u00df ist dein Wort, ein Licht f\u00fcr meinen Pfad.\u201c<\/p>\n<p>Wie f\u00fcllst du dich also mit dem Wort Gottes? Indem du selbst das Wort Gottes liest, dar\u00fcber nachsinnst, es studierst, auswendig lernst und h\u00f6rst, zum Beispiel im Gottesdienst in der Predigt. Indem ihr dar\u00fcber redet: in der Familie, hier am Esstisch nach dem Gottesdienst, in Gespr\u00e4chen mit Geschwistern.<\/p>\n<p>In Epheser Kapitel 5, Verse 18 bis 20, haben wir die Parallelstelle, in der es darum geht, dass wir voll vom Geist sein sollen. Die Idee, voll vom Geist zu sein, ist parallel dazu, das Wort Gottes reichlich in uns wohnen zu lassen.<\/p>\n<p>Statt von Wein berauscht und kontrolliert zu werden, wie es in Epheser Kapitel 5 hei\u00dft, sollen wir vom Heiligen Geist kontrolliert werden. Er soll unser Verhalten und unseren Wandel bestimmen. Damit wir voll vom Heiligen Geist sind, damit wir vom Heiligen Geist kontrolliert werden, muss parallel und gleichbedeutend dazu das Wort Gottes reichlich in uns wohnen. Wir m\u00fcssen damit erf\u00fcllt sein.<\/p>\n<p>Dann hei\u00dft es weiter: \u201eIn aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig.\u201c Erf\u00fcllt mit dem Wort Christi, das unsere Herzen einnehmen soll, sollen wir uns gegenseitig belehren und ermahnen. Das soll in aller Weisheit geschehen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie es euch geht. Als ich diese Worte gelesen und studiert habe, hatte ich ein D\u00e9j\u00e0-vu aus Kolosser Kapitel 1, Vers 28. Dort haben wir fast die exakten Worte, wenn Paulus seinen Dienst beschreibt. Er beschreibt, dass er Christus verk\u00fcndigt: \u201eIndem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren.\u201c Ermahnen, Lehren in aller Weisheit. Kolosser Kapitel 1, Vers 28.<\/p>\n<p>Lehren ist, laut W\u00f6rterbuch, das Veranlassen zum Lernen. Es ist die Vermittlung von Informationen und die Weitergabe von Wissen. Lehren betrifft zumindest prim\u00e4r zuerst einmal den Verstand.<\/p>\n<p>Wenn wir davon reden, zu lehren, dann geht es nat\u00fcrlich auch um die Lehren der Schrift: die Lehre von der Schrift, die Lehre von Gott, die Lehre vom Menschen, von der S\u00fcnde, vom Heilswerk, von der Gemeinde. All diese Lehren: Wir sollen uns gegenseitig belehren.<\/p>\n<p>Aber nicht nur belehren, sondern ermahnen. Wenn ihr euch erinnert: W\u00f6rtlich bedeutet ermahnen, in den Verstand zu platzieren. Es wird mit Ermahnen und Zurechtweisen \u00fcbersetzt. Wir sollen uns also nicht nur gegenseitig Wissen vermitteln, sondern uns auch zurechtweisen.<\/p>\n<p>Wenn jemand s\u00fcndigt, wenn jemand sich auf dem falschen Weg befindet, vielleicht einer falschen Lehre folgt, sollen wir diesen Menschen korrigieren und auf den rechten Weg zur\u00fcckbringen.<\/p>\n<p>Spr\u00fcche Kapitel 27, Vers 6, sagt: \u201eTreu gemeint sind die Schl\u00e4ge dessen, der liebt, aber \u00fcberreichlich die K\u00fcsse des Hassers.\u201c Spr\u00fcche Kapitel 27, Vers 6.<\/p>\n<p>Jemand, der dich liebt, mag dich vielleicht schlagen, aber es sind treu gemeinte Schl\u00e4ge: Worte der Zurechtweisung. Jemand sagt: Das in deinem Leben ist nicht okay. Das ist S\u00fcnde, das ist falsch, du befindest dich auf dem falschen Weg.<\/p>\n<p>Jemand, der diese harte Wahrheit vielleicht in deinem Leben anspricht, der einmal den Finger in die Wunde legt, ist jemand, der dich liebt und dich auf den rechten Weg zur\u00fcckbringen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Das soll in aller Weisheit geschehen. Es ist nicht nur ein kaltes Deklarieren von Wahrheiten, sondern es muss in Liebe, Sanftmut und Weisheit geschehen. Es geht nicht darum, wie ein Roboter programmiert zu sein und einfach Lehre und Ermahnung von sich zu geben, sondern es geht um Weisheit.<\/p>\n<p>Wann wende ich Lehre an? Wann wende ich Ermahnung an? Und wie muss ich ermahnen? Das erfordert Weisheit, die rechte Anwendung dessen, was du wei\u00dft und gelernt hast.<\/p>\n<p>Wir sollen das gegenseitig tun. Das ist nicht nur auf \u00c4lteste, Verantwortliche in der Gemeinde oder besondere Gl\u00e4ubige beschr\u00e4nkt. Tut das gegenseitig.<\/p>\n<p>Bevor wir weiter dar\u00fcber nachdenken, wie das aussieht: Interessanterweise sagt uns der Vers selbst, wie wir uns gegenseitig lehren und ermahnen sollen. Im Deutschen kann dieser Bezug je nach \u00dcbersetzung und Satzzeichensetzung etwas undeutlicher werden. Aber es hei\u00dft: \u201eEuch gegenseitig lehrend und ermahnend\u201c \u2013 und dann geht es weiter \u2013 \u201emit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend\u201c.<\/p>\n<p>In diesem Satz haben wir Psalmen, Loblieder und geistliche Lieder. Seht ihr, liebe Geschwister? Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern sollen wir uns gegenseitig belehren und ermahnen.<\/p>\n<p>Der prim\u00e4re Zweck christlicher Lieder ist nicht deine Unterhaltung. Er ist nicht, dich in einen bestimmten emotionalen Zustand zu versetzen. Der prim\u00e4re Zweck ist nicht, dass du dich besser f\u00fchlst. Der prim\u00e4re Zweck ist, dass wir uns gegenseitig in Weisheit ermahnen und belehren, insbesondere durch geistliche Lieder. Das sollen Lieder prim\u00e4r tun.<\/p>\n<p>Die Wahrheit, die die Lieder vermitteln, ist das Wichtigste, wenn es um geistliche Lieder geht. Psalmen, Loblieder und geistliche Lieder sind einfach verschiedene Formen von Liedern. Man kann sie etwas unterscheiden.<\/p>\n<p>Aber am Ende des Tages geht es einfach um verschiedene Formen. Es geht um Psalmen, darunter auch die Psalmen, die wir im Alten Testament finden. Loblieder \u2013 das Wort hier ist \u201ehymnos\u201c; Hymnen kennen wir.<\/p>\n<p>Es gibt bereits in der Schrift gewisse Hymnen, Lieder, geistliche Lieder. In Philipper Kapitel 2, Verse 6 bis 11, geht es um die Erniedrigung des Herrn Jesus. Es wird oft angenommen, dass das bereits ein Lied war, das Paulus dort in seinen Brief einf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Auch Kolosser Kapitel 1, Verse 15 bis 20, diese erhabene Beschreibung des Herrn Jesus Christus, war vermutlich ein Lied der fr\u00fchen Gemeinde.<\/p>\n<p>Oder auch 1. Timotheus Kapitel 3, Vers 16: das Geheimnis der Gottseligkeit, der Mensch gewordene Christus. Es wird angenommen, dass das wahrscheinlich ein Lied in der fr\u00fchen Gemeinde war.<\/p>\n<p>Das Wort f\u00fcr \u201eLied\u201c hier wird in der Offenbarung f\u00fcr das Lied des Mose und f\u00fcr das Lied des Lammes verwendet.<\/p>\n<p>Ohne diese drei zu sehr voneinander unterscheiden zu wollen: Am Ende geht es um geistliche Lieder, um christliche Lieder. Sie sollen ermahnen und belehren. Das ist das oberste Ziel.<\/p>\n<p>Jetzt versteht ihr vielleicht auch, weshalb ich versucht habe, diese Liedzeilen in meinen Gliederungspunkten zu verwenden: damit ihr euch, wenn ihr an diese Lieder denkt, an diesen Text und vielleicht an diese Predigt erinnert und daran denkt, dass diese Lieder dazu dienen sollen, euch zu belehren und zu ermahnen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass dies auch das prim\u00e4re Ziel der Lieder ist, die wir in dieser Gemeinde singen, der Lieder, die wir heute gesungen haben. Die Wahrheit, die in diesen Liedern steckt, ist das Allerwichtigste. Alles andere ist dem untergeordnet.<\/p>\n<p>Wir sollen singen: \u201eMit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend in euren Herzen.\u201c<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren habe ich ein Gespr\u00e4ch mit Geschwistern gef\u00fchrt, die das verwendet haben, um zu sagen: Das bedeutet, dass wir in unseren Herzen singen sollen. Das bedeutet, dass wir nicht laut singen sollen, sondern in unserem Gedankenherzen.<\/p>\n<p>Aber das passt \u00fcberhaupt nicht zu diesem Zusammenhang. Es geht nicht darum, dass wir stumm in unseren Gedanken vor uns hin singen, sondern darum, dass wir uns gegenseitig mit diesen Liedern dienen. Wir sollen uns gegenseitig ermahnen und belehren. Das \u201ein euren Herzen\u201c soll einfach die Echtheit unseres Gesangs betonen.<\/p>\n<p>Wir sollen mit ganzem Herzen singen. Es soll nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, nicht nur Laute, die wir mit unseren Lippen von uns geben, sondern wir sollen mit unserem Herzen, aus unserem Herzen heraus singen.<\/p>\n<p>\u00dcber das Volk Israel hat Gott gesagt: \u201eDieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.\u201c Das soll nicht \u00fcber uns wahr sein. Wir sollen in unseren Herzen, aus ganzem Herzen singen.<\/p>\n<p>Und zwar \u201ein Gnade\u201c. Wie gesagt, dieses Wort bedeutet \u201eGnade\u201c und wird meistens auch so \u00fcbersetzt, aber es wird immer wieder mit \u201eDank\u201c \u00fcbersetzt. Hier in diesem Zusammenhang passt \u201eDank\u201c besser. Wir sollen Gott in unseren Herzen, in Dankbarkeit singen, dankbar f\u00fcr all die Wahrheiten, die in diesen Liedern letztendlich vermittelt werden, f\u00fcr die Lehre und die Ermahnung.<\/p>\n<p>Dankbarkeit soll uns ausmachen. Wir haben gesehen: Sie zieht sich durch das Ganze.<\/p>\n<p>So stellt sich f\u00fcr uns wieder die Frage: Wohnt das Wort des Herrn reichlich in deinem Herzen? Nimmt es Raum ein in dir, in deinem Leben? F\u00fcllt es dein Leben?<\/p>\n<p>Wie oft liest du deine Bibel? Wie oft sinnst du \u00fcber das Gelesene nach? Lernst du Verse auswendig?<\/p>\n<p>Wenn du geistliche, christliche Lieder h\u00f6rst und singst, ob in der Gemeinde oder auch in deiner Familie: Sind es Lieder, die euch gegenseitig erbauen, belehren und ermahnen?<\/p>\n<p>Ich glaube, ihr kennt das sicherlich selbst. Ich habe erlebt, wie gute Lieder, die man geh\u00f6rt hat, im richtigen Moment in den Sinn kommen.<\/p>\n<p>Gute Lieder k\u00f6nnen dir in der Stunde der Versuchung in den Sinn kommen, dich daran hindern zu s\u00fcndigen und dich aufgrund der darin enthaltenen Wahrheiten ermutigen: vielleicht die Wahrheit vom Frieden Christi, vielleicht ein Lied, das dich an Dankbarkeit erinnert: \u201eEinst war ich dein Feind, bin nun bei dir zu Hause.\u201c Solche Lieder k\u00f6nnen dich und dein Verhalten pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Wir wollen zum letzten Punkt kommen. Viertens: \u201eNur durch Christus in mir\u201c \u2013 die Ausrichtung unseres ganzen Tuns auf Christus.<\/p>\n<p>Vers 17. Einerseits k\u00f6nnte man so viel zu diesem Vers sagen, andererseits ist dieser Vers selbsterkl\u00e4rend: \u201eAlles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.\u201c<\/p>\n<p>Ich liebe diesen Vers. Wir hatten es heute in R\u00f6mer, in Psalm 14, auch schon: diese Verse, in denen kein Raum f\u00fcr irgendeinen Einwand, irgendeine Ausnahme oder irgendeine Einschr\u00e4nkung ist. \u201eDa ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.\u201c Das schlie\u00dft es komplett aus. Es wehrt jede Gegenwehr ab.<\/p>\n<p>Hier hei\u00dft es: \u201eAlles, was ihr tut.\u201c Das umfasst schon alles, was wir tun, aber Paulus geht ein St\u00fcck weiter: \u201eim Wort oder im Werk\u201c. Sei es das, was ihr redet, sei es das, was ihr tut: wirklich alles. Dann wiederholt er noch einmal: \u201eAlles tut im Namen des Herrn.\u201c<\/p>\n<p>Alles, was ihr tut, ohne Ausnahme, zu jeder Zeit, an jedem Ort, ob allein, ob andere Menschen da sind, ob jemand zuschaut oder nicht, ohne Einschr\u00e4nkung: alles, was ihr denkt, redet und tut. Alles tut im Namen des Herrn Jesus.<\/p>\n<p>Was bedeutet es, etwas im Namen des Herrn Jesus zu tun? Dieser Gedanke des Namens, den wir in der ganzen Schrift sehen, bedeutet nat\u00fcrlich viel mehr als nur den Namen des Herrn Jesus oder w\u00f6rtlich zu sagen: \u201eIch tue das im Namen des Herrn Jesus.\u201c Der Name steht f\u00fcr das Wesen dieser Person.<\/p>\n<p>Wenn du etwas im Namen einer Person tust, dann tust du es als Stellvertreter und Repr\u00e4sentant dieser Person. Wenn ich in deinem Namen Gr\u00fc\u00dfe ausrichte \u2013 vielleicht sagen wir das heutzutage noch \u2013, dann tue ich das anstelle dessen, der die Gr\u00fc\u00dfe ausrichtet, als Repr\u00e4sentant, als Stellvertreter.<\/p>\n<p>Im Namen etwas zu tun bedeutet, in der Autorit\u00e4t und Kraft dieses Namens zu handeln. In Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 7, werden die J\u00fcnger gefragt: \u201eIn welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan?\u201c Petrus antwortet in Vers 10: \u201eIm Namen Jesu Christi, des Nazor\u00e4ers.\u201c<\/p>\n<p>Im Namen des Herrn Jesus etwas zu tun bedeutet, etwas nach seinem Willen und zu seiner Ehre, f\u00fcr ihn, zu tun. In Lukas Kapitel 9, Vers 24, sagt Jesus: \u201eWer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.\u201c<\/p>\n<p>Viertens also: die Ausrichtung unseres ganzen Tuns auf Jesus Christus. Das bedeutet nichts anderes, als dass alles, was du tust, dem Wesen Jesu, seinem Charakter, entsprechen soll.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es diese Armb\u00e4nder, und es war einmal sehr popul\u00e4r: \u201eWWJD \u2013 What would Jesus do?\u201c Die Idee war, sich bei allem, was man tut, immer die Frage zu stellen: \u201eWas w\u00fcrde Jesus hier tun?\u201c, und dann dementsprechend zu handeln.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist das nicht mehr so popul\u00e4r, aber hier wird eine \u00e4hnliche Idee genannt. Alles im Namen des Herrn Jesus zu tun bedeutet, alles so zu tun, wie es seinem Wesen entspricht. W\u00fcrde Jesus das tun? Das ist eine gute Frage, die du dir stellen kannst.<\/p>\n<p>Wie w\u00fcrde Jesus in dieser Situation reagieren? Was w\u00fcrde er sagen? Was w\u00fcrde er tun? Entspricht das, was dir gerade in den Sinn kommt, seinem Wesen? Entspricht es seinem Willen? W\u00fcrde es Jesus ehren?<\/p>\n<p>Wenn jemand dich und dein Verhalten gerade oder dein Verhalten in der vergangenen Woche beobachten w\u00fcrde, w\u00fcrde er sagen: \u201eDu bist ein Repr\u00e4sentant des Herrn Jesus. Du bist ein Stellvertreter des Herrn Jesus. Alles, was du getan hast, entspricht dem Wesen des Herrn Jesus\u201c?<\/p>\n<p>Das ist die Frage, die du dir stellen musst: Ist dein ganzes Tun auf Jesus ausgerichtet?<\/p>\n<p>Es ist aber nicht nur eine Warnung, es ist eine Ermutigung: \u201eTut alles im Namen des Herrn Jesus.\u201c Ihr k\u00f6nnt in seiner Autorit\u00e4t handeln. Wenn es seinem Willen, seinem Wesen entspricht, dann k\u00f6nnt ihr es in der Kraft des Herrn Jesus tun.<\/p>\n<p>Das ist auch eine Ermutigung, liebe Geschwister. Tut alles mit dem Bewusstsein: Wenn es Jesu Willen entspricht, ist seine Kraft da. Jesus hat den J\u00fcngern immer wieder gesagt: \u201eWenn ihr etwas in meinem Namen betet, dann werde ich es euch geben. Dann wird der Vater es euch geben.\u201c Das ist auch eine Ermutigung.<\/p>\n<p>\u201eUnd sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.\u201c \u00dcber Dank haben wir schon reichlich gesprochen. Du kannst nicht genug Dank sagen. Sei \u00fcberreich in Danksagung.<\/p>\n<p>Lasst uns zum Schluss kommen. Was haben wir heute an diesem H\u00f6hepunkt des Abschnitts gesehen?<\/p>\n<p>Die ganz klare Frage \u2013 und das ist auch die erste Anwendung \u2013 lautet: Pr\u00fcfe, was dein Leben erf\u00fcllt und bestimmt. Was bestimmt dein Leben? Wir haben dar\u00fcber schon gesprochen, deshalb m\u00f6chte ich mich nicht mehr allzu lange dabei aufhalten.<\/p>\n<p>Aus deiner Identit\u00e4t als Auserw\u00e4hlter Gottes, als Geheiligter und Geliebter, soll der Friede des Christus dein Leben bestimmen. Dankbarkeit soll dein Herz erf\u00fcllen. Das Wort Jesu Christi, die Schrift, soll reichlich in dir wohnen, dich vereinnahmen. Dein ganzes Tun soll auf Jesus Christus ausgerichtet sein.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfe dich. Pr\u00fcfe deine vergangene Woche. Was hat dein Leben bestimmt? Wir haben vorhin gesagt: Es kann dein Terminkalender gewesen sein, deine Ambitionen, deine Schule, deine Arbeit. Was hat dein Leben bestimmt? Was hat dein Verhalten bestimmt? Pr\u00fcfe dich und tue Bu\u00dfe.<\/p>\n<p>Lass den Frieden des Christus in deinem Herzen regieren. F\u00fchre dir diesen Frieden vor Augen und mache ihn zur Basis deiner Entscheidungen, deiner Worte und deines Verhaltens.<\/p>\n<p>Erneut mein Appell an diejenigen, die nicht an Christus glauben und hier sind: Kehre um und nimm den Frieden mit Gott an, den Jesus dir anbietet. Glaube an diesen Herrn, der dir Vers\u00f6hnung mit Gott schenkt.<\/p>\n<p>Zweitens: Sei \u00fcberreich dankbar, \u00fcbe dich in Dankbarkeit. Ich habe es damals bei der Predigt \u00fcber Kapitel 2, Vers 7, gesagt: Sage Gott Dank. Nimm dir vor, Gott Dank zu sagen. Und wenn du denkst, du hast Gott genug Dank gesagt, dann sage noch etwas mehr Dank. Denn du sollst \u00fcberreich in Danksagung sein. In allem, was du tust, sollst du Gott Dank sagen.<\/p>\n<p>Drittens: Lass das Wort des Christus reichlich in dir wohnen. Lies deine Bibel, sinne dar\u00fcber nach, lerne auswendig, studiere, komm in den Gottesdienst, h\u00f6re auf die Predigt. Singe gute, erbauliche Lieder von Herzen.<\/p>\n<p>Diene deinen Geschwistern, indem du in der Familie, zu Hause, in der Gemeinde und im Miteinander Lieder singst, die euch gegenseitig erbauen und belehren.<\/p>\n<p>Viertens: Lass alles, was du tust, von Christus bestimmt sein. Er m\u00f6ge der Herrschende und der Bestimmende dessen sein, was du tust.<\/p>\n<p>Gerade im Kontext von Koloss\u00e4 und der Religion dieser Welt, auch der falschen Formen des Christentums, unterscheidet dies, liebe Geschwister, den wahren biblischen Wandel von Gesetzlichkeit.<\/p>\n<p>Am Ende des Tages geht es nicht nur darum, Gesetze zu halten. Wir sollen Gebote halten und Geboten gehorchen \u2013 auch dies sind Gebote. Aber wenn es darum geht, alles im Namen des Herrn Jesus zu tun, dann geht das weit dar\u00fcber hinaus, einfach nur eine Linie oder eine Grenze nicht zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Es geht darum, dass dein ganzes Denken und dein ganzer Wandel davon gepr\u00e4gt sein sollen: \u201eIch bin ein Repr\u00e4sentant des Herrn Jesus Christus. Ich m\u00f6chte ihn ehren. Ich m\u00f6chte seinem Willen entsprechen.\u201c Das m\u00f6ge all dein Tun, all dein Wort und all dein Werk bestimmen. Ihm m\u00f6ge alle Ehre zuteilwerden. Amen.<\/p>\n<p>Lasst uns beten.<\/p>\n<p>Unser Vater im Himmel, ich m\u00f6chte dir Danke sagen f\u00fcr den Frieden, den wir haben d\u00fcrfen. Wenn dieser Friede unsere Seelen durchdringt, wenn wir diese Wahrheit singen d\u00fcrfen: \u201eMir ist wohl in dem Herrn\u201c \u2013 welche Auswirkungen darf sie in unserem Leben haben!<\/p>\n<p>Ich bitte dich darum, Vater: M\u00f6ge dieser Friede in unseren Herzen regieren. M\u00f6gen wir dankbar sein, m\u00f6ge dein Wort reichlich in uns wohnen und m\u00f6ge alles, was wir tun, von Christus bestimmt werden.<\/p>\n<p>Ich bitte dich darum f\u00fcr mich und auch f\u00fcr die Geschwister hier. Ich bitte dich f\u00fcr diejenigen, die nicht an Christus glauben, dass du ihnen die Bu\u00dfe schenkst, dass sie sich mit dir vers\u00f6hnen lassen m\u00f6gen, durch deinen Sohn und durch das Opfer, das er vollbracht hat.<\/p>\n<p>Im Namen Jesu Christi. Amen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Automatisch generiertes Transkript M\u00f6ge der Name des Herrn Jesus verherrlicht werden. Lasst uns den Text f\u00fcr die heutige Predigt aufschlagen und lesen: Kolosser Kapitel 3, die Verse 12 bis 17. Kolosserbrief, Kapitel 3, die Verse 12 bis 17: \u201eZieht nun an als Auserw\u00e4hlte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, G\u00fcte, Demut, Milde, Langmut. 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