{"id":2588,"date":"2026-09-22T00:06:00","date_gmt":"2026-09-21T22:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=2588"},"modified":"2026-09-22T00:06:01","modified_gmt":"2026-09-21T22:06:01","slug":"was-jesus-anfing-und-weiter-tut","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/solideogloria-muenchen.de\/en\/sermons\/was-jesus-anfing-und-weiter-tut\/","title":{"rendered":"Was Jesus anfing und weiter tut"},"content":{"rendered":"<p><em>Automatisch generiertes Transkript<\/em><\/p>\n<p>Lass uns beten, liebe Geschwister. Vater, wir kommen zu dir und wir sehen deine Gemeinde. Wir haben gesungen: \u201eFest steht die Gemeinde.\u201c O Herr, was f\u00fcr ein Vorrecht! Was f\u00fcr ein Versprechen, was f\u00fcr eine Hoffnung! Danke, Herr, f\u00fcr diese Zuversicht, die du uns schenkst durch dein Wort und auch durch die Lieder, die wir singen.<\/p>\n<p>O Herr, wenn wir heute dein Wort aufschlagen und auch als Gemeinde die Apostelgeschichte beginnen, so bitten wir dich, Herr: M\u00f6gen wir Zuversicht haben. M\u00f6gen wir feststehen. M\u00f6gen wir diese Wahrheiten unser Leben bestimmen lassen, sodass du geehrt wirst. In Jesu Namen. Amen.<\/p>\n<p>Bitte setzt euch. Geschwister, es ist eine gro\u00dfe Freude und eine gro\u00dfe Gnadengabe Gottes, dass wir hier wieder zusammenkommen k\u00f6nnen nach der Sommerpause, Sommerferien, und wieder das Wort Gottes aufschlagen d\u00fcrfen. Ich m\u00f6chte den \u00c4ltesten meinen gro\u00dfen Dank aussprechen, dass sie mir das Vorrecht schenken, hier das Wort Gottes aufzuschlagen. Was f\u00fcr ein Vorrecht es ist, mit den Erw\u00e4hlten Gottes, seinen Kindern, f\u00fcr die er sein Blut vergossen hat, das Wort, seine Offenbarung, zu lesen, zu studieren und zu erkennen.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen zur\u00fcckschauen, kurz vor der Sommerpause, wo wir in unserer Betrachtung der Schrift mit der Apostelgeschichte begonnen haben. In Matth\u00e4us Kapitel 16 im Juli haben wir einen ganz wichtigen Gedanken festgemauert: Jesus Christus baut seine Gemeinde. Es ist seine Gemeinde. Es ist sein Werk. Und Jesus gibt ein wunderbares Versprechen in Matth\u00e4us Kapitel 16: \u201eDie Pforten des Hades werden sie nicht \u00fcberw\u00e4ltigen.\u201c Selbst die Macht des Todes kann seine Gemeinde nicht besiegen. Ganz im Gegenteil, die Gemeinde dringt ein durch das Evangelium und befreit Menschen aus dem Reich des Todes und schenkt Leben durch sein Wort. Das ist das Versprechen.<\/p>\n<p>Und wir sehen, Petrus bekennt Jesus Christus als den lebendigen Sohn Gottes. Doch als Jesus unmittelbar danach sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung ank\u00fcndigt, passiert etwas, das uns schockt, das uns kurz in diesem Flow einen Stock zwischen die Reifen schmei\u00dft. Petrus widerspricht. Petrus r\u00fcgt Jesus. Petrus erkennt, wer Jesus ist, aber er kann noch nicht akzeptieren, welchen Weg Jesus gehen muss. Als Jesus sagt: \u201eIch muss sterben, ich muss leiden\u201c, kollidieren menschliche Gedanken mit Gottes Gedanken.<\/p>\n<p>Und Geschwister, dieser Konflikt betrifft auch uns. Ist es nicht so, dass wir uns w\u00fcnschen und ganz euphorisch manchmal sind, wenn wir die Verhei\u00dfungen lesen, dass Christus seine Gemeinde baut? Und zugleich haben wir genau eine Vorstellung, wie Christus seine Gemeinde bauen soll, oder? Wir w\u00fcnschen uns, dass Menschen das Evangelium annehmen. Wir w\u00fcnschen, dass sich T\u00fcren \u00f6ffnen. Wir w\u00fcnschen uns, dass Widerst\u00e4nde verschwinden und dass die Gemeinde w\u00e4chst. Das w\u00e4re unser \u201enice to have\u201c, unser Idealplan.<\/p>\n<p>Aber vertrauen wir Christus auch dann, wenn sein Weg anders verl\u00e4uft, als wir es m\u00f6chten? Was tun wir, wenn Gehorsam etwas kostet? Wenn Sicherheit, Wohlstand und Komfort bedroht werden? Geschwister, genau hier hilft uns die Apostelgeschichte. Denn sie zeigt uns, wie der auferstandene Jesus seine Gemeinde tats\u00e4chlich baut. Menschen kommen zum Glauben, wir sehen in der Apostelgeschichte, das Evangelium erreicht neue St\u00e4dte und V\u00f6lker. Aber gleichzeitig sehen wir, dass die Apostel, die Zeugen Jesu, bedroht, verfolgt und eingesperrt werden. Nicht nur das, wir sehen ganz zu Beginn, Stephanus wird get\u00f6tet als M\u00e4rtyrer. Paulus am Ende erreicht Rom, aber wie? In Ketten.<\/p>\n<p>Und damit stellt sich die Frage f\u00fcr uns alle: Wie passt das zur Verhei\u00dfung? Wie sieht der Sieg Christi aus, wenn der Weg seiner Gemeinde durch Leiden f\u00fchrt? Diese Frage wird uns durch die gesamte Apostelgeschichte begleiten. Und bereits in den ersten Worten gibt uns Lukas einen Schl\u00fcssel dazu, wie wir dieses Buch verstehen m\u00fcssen. In Lukas Apostelgeschichte sehen wir vier Wahrheiten, sodass du Gewissheit hast: Christus baut seine Gemeinde. In Lukas Apostelgeschichte sehen wir vier Wahrheiten, dass du Gewissheit hast. Christus baut seine Gemeinde. Und die vier Wahrheiten sind: Eine Geschichte, die weitergeht, ein Plan, der sich erf\u00fcllt, ein Herr, der weiterwirkt, ein Buch, das wir richtig lesen und verstehen m\u00fcssen. Der Titel unserer Predigt heute ist: Was Jesus anfing und weiter tut. Eine Einf\u00fchrung in die Apostelgeschichte.<\/p>\n<p>So lasst uns die Apostelgeschichte Kapitel 1 aufschlagen und die Verse 1 bis 2 lesen. Apostelgeschichte Kapitel 1, die Verse 1 bis 2. Und das Wort Gottes spricht: \u201eDen ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilus, vor allem, was Jesus angefangen hat zu tun und auch zu lehren, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er sich auserw\u00e4hlt, durch den Heiligen Geist Befehle gegeben hatte.\u201c<\/p>\n<p>Bereits in dem ersten Satz macht Lukas etwas ganz Wichtiges deutlich: Die Apostelgeschichte steht nicht f\u00fcr sich alleine. Er sagt hier in den ersten Versen: \u201eDen ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilus.\u201c Das bedeutet, es gibt einen ersten Band. Und es ist f\u00fcr uns ganz wichtig zu verstehen: Die Apostelgeschichte ist Band Teil 2 von einem Werk. Das erste Werk ist das Lukasevangelium.<\/p>\n<p>Also, es gibt einen ersten Band. Es ist derselbe Autor und es ist derselbe Empf\u00e4nger, weil der Empf\u00e4nger in Vers 1 als Theophilus wiedergegeben wird. Und dieselbe zusammenh\u00e4ngende Geschichte. Geschwister, ich m\u00f6chte euch auch etwas mitgeben, wenn wir die Bibel lesen: Die Reihenfolge der B\u00fccher ist nicht zwangsweise inspiriert. So m\u00fcssen wir verstehen, dass wenn wir das Lukasevangelium lesen, wir m\u00f6glichst danach die Apostelgeschichte lesen sollten.<\/p>\n<p>Ja, das ist so, wie wenn wir Teil 1 eines Filmes sehen und dann uns einen anderen Film anschauen, anstatt Teil 2 anzuschauen. Das ist ein Werk, ein zusammenh\u00e4ngender Gedanke, eine Geschichte, ein Autor, ein Empf\u00e4nger. Und deswegen ist es f\u00fcr uns ganz wichtig, dass wir zu Lukas Kapitel 1 gehen und von dort aus die Botschaften der Apostelgeschichte und des Lukasevangeliums zusammen in einem Blickwinkel verstehen. Denn nur dann verstehen wir, was Lukas kommunizieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Also, lasst uns Lukas Kapitel 1, die Verse 1 bis 4 aufschlagen. Lukas Kapitel 1, die Verse 1 bis 4. Und wir lesen: \u201eDa es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, wie sie uns die \u00fcberliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, hochedler Theophilus, der Reihe nach zu schreiben, damit du die Zuverl\u00e4ssigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.\u201c<\/p>\n<p>Ich werde von nun an Theophilus mit Theo abk\u00fcrzen. Nur, dass ihr Bescheid wisst, weil sonst verhaspele ich mich in meinem Reden. Also, was wir hier sehen, ist Vers 4. Ich m\u00f6chte eure Aufmerksamkeit auf Vers 4 lenken. Lukas spricht zu Theo: \u201eDamit du die Zuverl\u00e4ssigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.\u201c<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir aus diesem einen Vers von Theo lernen? Nummer 1: Theophilus kannte die christliche Botschaft. Er sagt: \u201eIn denen du bereits unterrichtet worden bist.\u201c Das hei\u00dft, Theo hatte ein Vorwissen. Lukas schreibt nicht an jemanden, der zum ersten Mal von Christus h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Weiter lesen wir das Ziel, den Gedanken, den Lukas hat. Was sagt er in Vers 4? \u201eDamit du die Zuverl\u00e4ssigkeit der Dinge erkennst.\u201c In English, in der NASB 95 steht: \u201eSo that you may know the exact truth\u201c, damit du die genaue Wahrheit kennst. Was m\u00f6chte Lukas bezwecken mit diesem Schrift? Er m\u00f6chte dem Empf\u00e4nger Klarheit und Sicherheit geben.<\/p>\n<p>Denken wir kurz daran, wie wird hier Theophilus\/Theo angeredet in Vers 3? Er sagt: \u201eEs hat auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an gefolgt bin, es dir, hochedler Theophilus, der Reihe nach zu schreiben.\u201c Hier ist ein weiterer Aspekt, der uns Informationen dar\u00fcber schenkt, wer Theophilus ist. \u201eHochedler\u201c ist eine Anrede, die daf\u00fcr spricht, dass er hoch in der Gesellschaft angesehen war. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Theo ein hochrangiger Mensch im griechisch-r\u00f6mischen System ist. Er ist nicht ein Jude, der irgendwo in Galil\u00e4a lebt. Die Anrede impliziert, er hat eine gewisse Stellung und er wurde bereits unterrichtet. Und trotzdem schreibt Lukas diese beiden Berichte.<\/p>\n<p>Geschwister, wir brauchen Sicherheit. Wir brauchen Zuversicht, wie Theo. Und die Zuversicht kommt durch sein Wort. Versteht ihr, Geschwister? Lukas hat Theo nicht angeschaut und gesagt: \u201eHerr, bitte schenk Ihnen doch einen Traum.\u201c Er schrieb. Und diesen Brief, dieses Schreiben, dieses zweiteilige Werk haben wir hier. Und das Ziel ist es, uns Zuversicht zu geben, Sicherheit zu geben.<\/p>\n<p>Warum? Warum war Gewissheit notwendig? Bitte denkt kurz daran. Denkt an das griechisch-r\u00f6mische Reich oder das R\u00f6mische Reich, ein Weltreich zu jener Zeit. Die Stra\u00dfen wurden gebaut, Br\u00fccken wurden gebaut. Ich musste im Seminary ein Paper schreiben \u00fcber alle Stra\u00dfen, die das R\u00f6mische Reich gebaut hat, weil diese ganzen Stra\u00dfen die Grundlage waren, um das Evangelium zu verbreiten. Das ist eine ganz spannende Studie.<\/p>\n<p>Versteht ihr, dies waren nicht irgendwelche r\u00f6mischen T\u00f6lpel, das war die Superpower, die Supermacht jener Zeit. Und jetzt stell dir vor, als Heide, der diesem System angeh\u00f6rt, schaust du auf diese Juden und schaust auf ihren sogenannten Messias. Und dann schaust du, \u00fcbrigens, der auf dem Kreuz als Verbrecher verurteilt und gestorben ist. Und dann schaust du auf seine zw\u00f6lf und dann am Ende elf k\u00fcmmerlichen Apostel. Der eine verr\u00e4t ihn.<\/p>\n<p>Und dann schaust du auf die Geschichte. Die Gemeinde f\u00e4ngt gut an, oder? Aber wie endet die Apostelgeschichte? Wie endet denn die Geschichte der Gemeinde? Verfolgung? Knast? Gefangenschaft? Folter? Das ganze System wendet sich gegen sie. Und nicht nur das System, sogar die Juden selbst. Das j\u00fcdische religi\u00f6se System wendet sich gegen sie.<\/p>\n<p>Was w\u00e4re der Gedanke eines Beamten dieses Super-Power-Systems, dieser Supermacht? Wie kann ein gekreuzigter Messias wirklich Gottes Sohn sein? Jesus wird als der verhei\u00dfene Christus verk\u00fcndigt, gleichzeitig wird er verworfen und gekreuzigt. War das Kreuz vielleicht das Scheitern seines Anspruchs? Oder geh\u00f6rt es zum Plan? Seht ihr, wie diese erste Frage schon eine Spannung aufstellt als Beobachter?<\/p>\n<p>Und ich wei\u00df, das f\u00e4llt uns schwer, weil wir sitzen hier 2026, gleich neben der Wiesen, sitzen in wunderbaren Bahnen und sagen: \u201eIch wei\u00df, wie die Geschichte ausgeht.\u201c Da-da-da-da. Aber denkt denn Theophilus? Denkt, was er sieht und was er beobachtet.<\/p>\n<p>Zweite Frage: Warum Gewissheit notwendig ist. Wie kann eine verfolgte Gemeinde wirklich Gottes Werk sein? Denkt auch an das alttestamentliche Bild der Juden. Jesus sagt: \u201eIch werde meine Gemeinde bauen\u201c, aber seine Zeugen oder Apostel werden bedroht, geschlagen, eingesperrt und get\u00f6tet. Sieht das so aus, als w\u00fcrde Gott das segnen?<\/p>\n<p>Denke an den alttestamentlichen Hintergrund. Joshua ging und die Mauern Jerichos fielen. Saul ging und gewann Kriege. David ging raus und gewann. Versteht ihr, was ich meine? Wenn Gott jetzt hier einen neuen Weg geht oder vielleicht, sagen wir mal, das das wirklich Verhei\u00dfene ist, er schaut ziemlich k\u00fcmmerlich aus, oder?<\/p>\n<p>Also, wie kann ein gekreuzigter Messias wirklich Gottes Messias sein? Wie kann eine verfolgte Gemeinde wirklich Gottes Werk sein? Und dann drittens, und das ist vielleicht sogar sehr wichtig f\u00fcr Theophilus: Wie k\u00f6nnen die Nationen vollst\u00e4ndig an Gottes Heil teilhaben?<\/p>\n<p>Denkt dar\u00fcber nach, aus einer j\u00fcdischen Perspektive: Die Juden w\u00fcrden heutzutage, wenn sie heute leben w\u00fcrden, einen Heiden auf der Stra\u00dfe sehen und w\u00fcrden die Stra\u00dfenseite wechseln. Als Cornelius von Petrus die Botschaft empf\u00e4ngt, sind die Juden sauer, die Christenjuden, wieso er denn bei einem Heiden war. Und denkt auch an diese Dinge. Die Geschichte beginnt in Israel, oder? Des Messias. Der Welt, des Alten Testaments. Jesus ist der j\u00fcdische Messias. Die Apostel sind Juden. Die Gemeinde, wo beginnt sie? In Jerusalem. Und alle Verhei\u00dfungen, woher kommen sie? Aus dem Alten Testament. Und doch bewegt sich die Apostelgeschichte immer weiter zu den Nationen. Also stellt sich doch jetzt die Frage: Ist die Heidenmission eine sp\u00e4te Entwicklung, ein Plan B? Oder war sie von Anfang an Teil von Gottes Plan? Versteht ihr diese drei Spannungspunkte? Wie Theophilus als Jude, als Heide, der in einem r\u00f6misch-m\u00e4chtigen System eine gewisse Stellung hat, mit diesen Dingen konfrontiert ist?<\/p>\n<p>Liebe Geschwister, Lukas beantwortet diese drei Fragen im Grunde mit einer Wahrheit: Was aus menschlicher Sichtweise wie eine Abweichung oder Erfolglosigkeit von Gottes Plan aussieht, ist in Wirklichkeit die Erf\u00fcllung von Gottes Plan. Ich wiederhole das: Was aus menschlicher Sichtweise wie eine Abweichung von Gottes Plan aussieht oder ein Misserfolg, ist in Wirklichkeit die Erf\u00fcllung von Gottes Plan.<\/p>\n<p>Und Geschwister, Lukas behauptet das nicht einfach. Er zeigt es. Und einer seiner wichtigsten Beweise und wie wir \u00fcberhaupt zu dieser Spannungssituation kommen, ist der Aufbau vom Lukasevangelium und von der Apostelgeschichte. Also diese drei Spannungen sind nicht etwas, wo ich jetzt im Zimmer gesessen bin und mir ausgedacht habe, sondern das Argument des Lukas im Evangelium und in der Apostelgeschichte adressiert genau diese Spannungen.<\/p>\n<p>Wie erkennen wir denn die Absicht des Autors, indem wir sein Argument verstehen, oder? Also was wir hier getan haben, ist, wir haben uns r\u00fcckw\u00e4rts bewegt. Wir haben die gesamte Apostelgeschichte gesehen und das Evangelium und haben die Hauptargumente und die Hauptbewegungen in diesem Text gesehen. Und wir sehen, diese drei Bewegungen und Motivationen und Gr\u00fcnde treiben diesen Brief an. Und jetzt wollen wir genau diese Bewegungen sehen und sehen, wie die Schrift diese Bewegungen beantwortet.<\/p>\n<p>Kommen wir zu unserem zweiten Punkt, nachdem wir die Einheit von Lukas und Apostelgeschichte gesehen haben: einen Plan, der sich erf\u00fcllt. Punkt 2: Ein Plan, der sich erf\u00fcllt. Lukas zeigt immer wieder, Theo, dass das, was mit Jesus und seiner Gemeinde geschieht, von Gott bereits angek\u00fcndigt wurde. Versteht ihr? Was Lukas versucht, ist, eine Kontinuit\u00e4t herzustellen zwischen Altem und Neuem Testament. Und das ist ein Fehler, den wir oft begehen. Wir bedenken, dass das Alte Testament und das Neue Testament zwei verschiedene Werke und Zielgruppen haben. Nein, Geschwister, sie geh\u00f6ren zusammen. Und wie Lukas uns das zeigt, ist durch den Propheten Jesaja.<\/p>\n<p>Durch den Propheten Jesaja. Unser erster Unterpunkt: Jesus, Jesaja und die Mission Jesu. Und ich m\u00f6chte dieses Argument aufbauen vom Lukasevangelium und m\u00f6chte das Argument fortf\u00fchren und euch zeigen, bis zur Apostelgeschichte, wie Lukas Jesaja benutzt, um zu zeigen: Es ist die Erf\u00fcllung. Also schlagen wir auf Lukas Kapitel 2, Vers 30, und da sehen wir, dass sehr fr\u00fch Lukas diese Linie zu Jesaja zeichnet. Und in Lukas Kapitel 2, Vers 30 sehen wir den Propheten Simeon. Lukas 2, Vers 30 lesen wir. Und ihr kennt die Geschichte von Simeon, der wartet, den Messias zu sehen. Und als er Jesus sieht, ich fange ein bisschen fr\u00fcher an zu lesen, in 27: \u201eUnd er kam durch den Geist in den Tempel, und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun, da nahm auch er es in seine Arme und lobte Gott und sprach: Nun, Herr, entl\u00e4sst du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du bereitet hast, dass du bereitet hast im Angesicht aller V\u00f6lker ein Licht zur Offenbarung f\u00fcr die Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.\u201c<\/p>\n<p>Geschwister, Vers 32 ist eine direkte Anspielung auf Jesaja 49, Vers 6. Schlagen wir auf Jesaja 49, Vers 6. Und wir werden heute viel hin- und herschlagen. So lasst immer eure Bibel ready zum Hin- und Herbl\u00e4ttern. Jesaja 49, Vers 6. Weil Lukas ist sehr gezielt in wie er diese Dinge benutzt. In Jesaja 49, Vers 6: \u201eJa, er spricht: Es ist zu wenig.\u201c \u201eDass du mein Knecht bist, um die St\u00e4mme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zur\u00fcckzubringen.\u201c Und jetzt, Obacht, \u201eso mache ich dich auch zum Licht der Nationen, das mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.\u201c Seht ihr, wie diese Worte den Propheten Simeon bewegen? Er macht ganz klar ein Licht zur Offenbarung f\u00fcr die Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes. Er bezieht sich auf Jesaja 49, Vers 6, und er macht zwei Inklusionen. Das ist die Herrlichkeit deines Volkes und der Nationen in Kapitel 2. Und Jesus hat noch nicht mal ein einziges Wort gesprochen.<\/p>\n<p>Schauen wir auf die n\u00e4chste Stelle: Lukas Kapitel 3, Vers 6. Lukas Kapitel 3, Vers 6. Da lesen wir, Johannes dem T\u00e4ufer, er spricht \u2013 ich lese von Vers 5 \u2013 \u201eJedes Tal wird ausgef\u00fcllt und jeder Berg und H\u00fcgel erniedrigt werden. Und das Krumme wird zum geraden Weg und die Holprigen zu ebenen Wegen werden.\u201c Und jetzt wichtig, und das macht kein anderer Evangelist: \u201eUnd alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.\u201c<\/p>\n<p>Geschwister, wieder ein Zitat. Wieder ein Zitat aus Jesaja Kapitel 40: \u201eUnd alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.\u201c Wieder dieselbe Bewegung. Gottes Heil kommt aus Israel, aber es ist nicht auf Israel begrenzt, sondern es ist, und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen. Sehen wir, wie er die nationale Ebene von Anfang an aufschneidet und sagt, das Heil ist f\u00fcr alle, und er benutzt Jesaja, um es wieder zu tun.<\/p>\n<p>Schauen wir weiter, Lukas Kapitel 4, und jetzt, und jetzt redet Jesus. Lukas Kapitel 4. Jesus liest in Nazareth. Und das ist eine ganz wichtige Stelle in Vers 18. Sagt er: \u201eDer Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Amen, gute Botschaft zu verk\u00fcndigen. Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wiedersehen, Zerschlagene in Freiheit hinauszusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn.\u201c<\/p>\n<p>Geschwister, direkt Jesus liest aus Jesaja hier. Und er schl\u00e4gt es auf. Und wir sehen hier ganz deutlich, wie Jesus diese Stelle liest. Und was sagt er? Vielleicht ein Nebenkommentar, vielleicht hat Johnny das im Lukas-Evangelium auch schon gesagt. Preist den Herrn, dass Jesus hier stattgemacht hat. Jesus bleibt bewusst hier in Jesaja. Und was sagt er? Er schlie\u00dft die Buchrolle, gibt sie dem Diener zur\u00fcck. \u00dcbrigens, das ist von Jesaja 61. Und was sagt er? \u201eHeute, Vers 21, ist diese Schrift vor euren Ohren erf\u00fcllt.\u201c<\/p>\n<p>Was passiert? Schaut auf den Text. Jesus versteht seinen eigenen Dienst als Erf\u00fcllung dessen, was Jesaja angek\u00fcndigt hat. Er sagt, der Geist ist auf ihm. Er sagt, er bringt die gute Botschaft. Gottes Verhei\u00dfungen erf\u00fcllen sich. Doch im selben Abschnitt, Geschwister, was passiert? Jesus spricht von Gottes Gnade gegen\u00fcber Menschen au\u00dferhalb Israels, oder? Jesus sagt es, und was passiert? Wir k\u00f6nnen lesen, dass den Menschen das, was Christus sagt, nicht gef\u00e4llt. Und was denken sie sich? \u201eIst das nicht der Sohn Josefs?\u201c Vers 22.<\/p>\n<p>Und Jesus sagt, er aber sprach, Vers 24: \u201eWahrlich, ich sage euch, dass kein Prophet in seiner Vaterstadt angenehm ist. In Wahrheit aber sage ich euch, viele Witwen waren in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war, so dass eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das ganze Land kam. Und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, als nur nach Zarepta in Sidon, eine Heidenfrau, zu einer Frau einer Witwe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd viele Auss\u00e4tzige waren\u201c \u2013 das ist ein zweites Beispiel, 27 \u2013 \u201ezu Zeiten des Propheten Elisa in Israel, und keiner von ihnen wurde gereinigt, als nur Naaman der Syrer.\u201c Verstehen wir, Lukas von Anfang an nutzt Jesaja als seinen Ma\u00dfstab zu zeigen: Das Heil kommt aus Israel, es ist f\u00fcr die Juden. Und hier schon sehen wir Ablehnung durch wen? Die Juden, aber wer nimmt es an? Die Heiden. Was f\u00fcr ein wunderbares Beispiel.<\/p>\n<p>Und die Menschen in Nazareth reagieren mit Zorn und wollen ihn t\u00f6ten. Und bereits hier stehen drei Themen nebeneinander, oder? Gottes verhei\u00dfener Messias, Gottes Heil f\u00fcr die Nationen, die Ablehnung seines Gesandten. Geschwister, dieses Muster begleitet uns weiter. Schlagen wir auf, Lukas Kapitel 24. Lukas Kapitel 24. Und hier sehen wir einen entscheidenden \u00dcbergang. Wir sind schon am Ende angekommen. Am Ende seines Evangeliums erkl\u00e4rt Jesus selbst, wie seine J\u00fcnger die Ereignisse verstehen sollen.<\/p>\n<p>Johannes 24, Vers 44: Er sprach aber zu ihnen: \u201eDies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erf\u00fcllt werden muss, was \u00fcber mich geschrieben steht, in dem Propheten Moses und in den Propheten, sorry, in dem Gesetz Moses und in den Propheten und Psalmen.\u201c Und dann \u00f6ffnete er ihnen das Verst\u00e4ndnis, damit sie die Schriften verst\u00e4nden. Und sprach zu ihnen: \u201eSo steht geschrieben, und so muss der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten. Und in seinem Namen Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden gepredigt werden.\u201c<\/p>\n<p>Wichtig jetzt: \u201eAlle Nationen, anfangen von Jerusalem. Ihr seid Zeugen hiervon und siehe, ich sende die Verhei\u00dfung meines Vaters auf euch. Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der H\u00f6he.\u201c Wieder, was tut Jesus hier? Jesus fasst zusammen: Christus muss leiden, er muss auferstehen, Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden soll in seinem Namen verk\u00fcndigt werden. Allen Nationen, beginnend in Jerusalem.<\/p>\n<p>Und hier, das ist entscheidend: Das Kreuz und die Mission zu den Nationen geh\u00f6ren beide zur Erf\u00fcllung der Schrift. Sein Leiden war angek\u00fcndigt, seine Auferstehung war angek\u00fcndigt und auch die Ausbreitung des Evangeliums zu den Nationen war angek\u00fcndigt. Geschwister, wenn wir das jetzt so lesen, was sollte Theophilus verstehen? Nein, nein, nein, hier l\u00e4uft nichts aus dem Ruder. Das ist genau, was Gott will.<\/p>\n<p>Und genau hier beginnt die Apostelgeschichte. Am Ende von Lukas: \u201eAlle Nationen beginnen von Jerusalem.\u201c Und am Anfang der Apostelgeschichte schlagen wir auf: Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 8. Kapitel 1, Vers 8, Apostelgeschichte, Kapitel Eins Vers acht. Da lesen wir, Jesus direkt sprechend: \u201eUnd ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist. Und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Jud\u00e4a und Samaria, und bis ans Ende der Erde.\u201c<\/p>\n<p>Was benutzt Jesus hier? Jesaja 49, Vers 6. \u201eBis ans Ende der Erde\u201c ist ein direktes Zitat aus der Septuaginta, des damals verf\u00fcgbaren Alten Testaments, griechische \u00dcbersetzung. Und sagt was? Ihr f\u00fchrt die Botschaft und die Mission des Jesajas weiter. Ganz deutlich wird es wieder, gehen wir ein bisschen weiter. Das sind nicht, also wir m\u00fcssen hier verstehen: Es sind nicht zwei verschiedene Missionsgeschichten oder Missionsprogramme. It is the same Geschichte. What Jesus at the end of Evangeliums ank\u00fcndigt, beginnt in der Apostelgeschichte zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Schlagen wir auf Apostelgeschichte 13. Apostelgeschichte 13. Und warum ist Apostelgeschichte 13 so wichtig? Weil die Heidenmission beginnt in der Apostelgeschichte 13. Und deshalb begegnet uns Jesaja auch hier wieder. Paulus und Barnabas wenden sich in Antiochia verst\u00e4rkt den Nationen zu. Und wie erkl\u00e4ren sie diesen Schritt? Sie zitieren Jesaja 49, Vers 6. In Apostelgeschichte 13 lesen wir. Oh, jetzt habe ich hier. Jetzt habe ich hier die Versstelle verloren, tut mir leid. Genau. \u201eDenn so hat uns der Herr geboten: Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, dass du zum Heil bist, bis an das Ende der Erde.\u201c 13,47. Oh ja, genau, vielen Dank. Vielen Dank. Vers 47, genau: \u201eDenn so hat uns der Herr geboten: Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, dass du zum Heil seist, bis ans Ende der Erde.\u201c<\/p>\n<p>Sehen wir diese Verbindung? Sehen wir, dass Paulus Jesaja wieder benutzt, um zu sagen: Dieselbe Sprache, Licht f\u00fcr die Nationen, Heil f\u00fcr die Nationen, bis ans Ende der Erde. Die Mission der Apostel ist also keine neue Idee. Sie ist die Fortsetzung der Mission Jesu. Und die Mission Jesu selbst erf\u00fcllt das, was Gott schon l\u00e4ngst angek\u00fcndigt hat. Sehen wir diese Verbindung? Jesaja, das Lukasevangelium und nun die Apostelgeschichte. Jesajas&#8216; Prophetie, Jesu Erf\u00fcllung in den Evangelien und die Apostel laufen im selben Schritt, den Weg, den der Herr auch getan hat. Geschwister, die Heidenmission ist kein Plan B. Sie geh\u00f6rt von Anfang an zu Gottes Plan.<\/p>\n<p>Und ein kleines Wort best\u00e4tigt diesen selben Gedanken. Lukas unterstreicht diesen Gedanken immer wieder mit einem kleinen Wort, und das ist &#8222;dei&#8220; im Griechischen, d-e-i, was im Deutschen \u00fcbersetzt wird mit &#8222;es muss&#8220;, &#8222;es ist notwendig&#8220;. Im Lukasevangelium taucht dieses Wort 18 Mal auf und in der Apostelgeschichte 22 Mal.<\/p>\n<p>Und immer wieder, zum Beispiel in Lukas 9, 22: &#8222;Der Sohn des Menschen muss leiden.&#8220; Lukas Kapitel 24, Vers 26: &#8222;Der Christus musste leiden und in seine Herrlichkeit eingehen.&#8220; Apostelgeschichte, und das f\u00e4ngt an in Kapitel 2, also 22 Mal. Ich m\u00f6chte euch jetzt nicht mit \u2013 ich m\u00f6chte jetzt nicht so einen Data-Dump machen und euch einfach die Stellen aufl\u00f6sen. Ich gebe euch ein paar.<\/p>\n<p>23, Vers 11 hei\u00dft es: &#8222;Paulus muss auch in Rom Zeugnis ablegen.&#8220; Und der Punkt ist einfach: Hinter den Ereignissen steht nicht Zufall, sondern Gottes souver\u00e4ner Vorsatz. Geschwister, dieses eine Wort wird immer wieder von Lukas genutzt, um uns zu kommunizieren: Alles ist von Gott bestimmt. Er hat alles im Griff. Er f\u00fchrt diese Geschichte.<\/p>\n<p>Lukas zeigt diesen Plan aber nicht nur durch das, was er ausdr\u00fccklich zeigt; er zeigt ihn auch durch die Art und Weise, wie er die Geschichte erz\u00e4hlt. Und genau hier wird etwas Faszinierendes sichtbar: Der Weg der Diener beginnt, dem Weg ihres Herrn zu \u00e4hneln. So kommen wir zu unserem dritten Punkt: Ein Herr, der weiter wirkt. Ein Herr, der weiter wirkt.<\/p>\n<p>Lukas zeigt uns aber nicht nur, dass Gottes Plan sich erf\u00fcllt hat. Ich glaube, diesen Punkt haben wir klar gezeigt und demonstriert. Er zeigt uns auch, wer diesen Plan ausf\u00fchrt. Denn wenn wir die Apostelgeschichte lesen, k\u00f6nnte ganz schnell ein gewisser Eindruck entstehen: Jesus hat seinen Dienst beendet. Er ist in den Himmel aufgefahren, und jetzt \u00fcbernehmen die Apostel.<\/p>\n<p>Und Geschwister, aber genau das ist nicht die Botschaft der Apostelgeschichte. Schon in den ersten Worten schreibt Lukas in Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 1, was betont er denn? &#8222;Den ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilos, von allem, was Jesus angefangen hat zu tun und auch zu lehren.&#8220;<\/p>\n<p>Geschwister, Lukas sagt nicht einfach, das Evangelium berichtete, was Jesus getan hat, sondern er berichtet, was Jesus angefangen hat. Die Implikation ist: Die Himmelfahrt beendet das Wirken Jesu nicht. Jesus ist im Himmel, aber Jesus ist nicht abwesend. Jesus ist erh\u00f6ht, aber Jesus ist nicht passiv. Er bleibt der Herr seiner Gemeinde, und er f\u00fchrt sein Werk weiter.<\/p>\n<p>Und bevor wir uns einige Stellen anschauen, in denen das ganz ausdr\u00fccklich sichtbar wird, zeigt Lukas uns zun\u00e4chst durch die Art und Weise, wie er diese Geschichte erz\u00e4hlt, dass es eine Verbindung gibt. Und ich habe das eingeteilt in Unterpunkte. Der erste Unterpunkt: Der Weg der Diener folgt dem Weg ihres Herrn.<\/p>\n<p>Ihr habt auf eurem Handout \u2013 ich habe ein Handout ausgeteilt, und jetzt ist der Zeitpunkt, wo ihr das Handout braucht. Es gibt auch eine Seitenzahl. Wir sind auf Seite 1. Und dort sehen wir in Punkt 1 eine \u00dcbersicht \u00fcber einige strukturelle Parallelen zwischen Lukas und Apostelgeschichte. Wir werden nicht jede einzelne davon durchgehen, weil wir nicht genug Zeit haben, sonst brauche ich einen Teil 2.<\/p>\n<p>Aber achtet auf die gro\u00dfe Bewegung. Vorbereitet \u2013 also es f\u00e4ngt alles damit an, dass beide das gleiche Vorwort haben, aber dann beide, Jesus, aber auch die J\u00fcnger, werden vorbereitet auf den Dienst durch das Wirken des Heiligen Geistes. In Kapitel 1 bis 4 und dann in der Apostelgeschichte, Kapitel 1 bis Kapitel 2, Vers 13. Wir sehen danach: Der Dienst Jesu und der Dienst seiner Zeugen steht unter dem Wirken desselben Geistes. Verstehen wir diese Verbindung, die Lukas hier aufstellt? Als N\u00e4chstes sehen wir Verk\u00fcndigung und Erf\u00fcllung. Also, Jesus beginnt seinen \u00f6ffentlichen Dienst mit einer Predigt \u00fcber die Erf\u00fcllung der Schrift. Petrus beginnt den \u00f6ffentlichen Dienst der Gemeinde in Apostelgeschichte 2 ebenfalls mit einer Predigt \u00fcber die Erf\u00fcllung der Schrift. Danach sehen wir Verk\u00fcndigungen, Wunder und Widerstand. Jesus verk\u00fcndigt das Reich, er heilt, er tut Zeichen, Widerstand w\u00e4chst. In der Apostelgeschichte wird das Evangelium verk\u00fcndet, Zeichen geschehen, Menschen glauben und Widerstand w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Wir sehen als N\u00e4chstes: Der Dienst der Zeugen tr\u00e4gt die Kennzeichnungen des Dienstes ihres Herrn. Und dann ganz wichtig hier in Kapitel 9, ab Vers Kapitel 9, ist Jesus im Lukasevangelium fokussiert, um nach Jerusalem zu gehen und zu leiden. Und hier sehen wir: Er wei\u00df, dort warten Leiden auf ihn, trotzdem geht er hin. Und sp\u00e4ter erleben wir bei Paulus in Kapitel 20 eine auff\u00e4llig \u00e4hnliche Bewegung. Apostelgeschichte 20: &#8222;Und siehe, gebunden im Geist, gehe ich nach Jerusalem.&#8220; Auch Paulus wei\u00df, Fesseln und Bedr\u00e4ngnisse warten auf ihn. Und trotzdem geht er weiter.<\/p>\n<p>Versteht, Geschwister, das ist jetzt ganz wichtig. Wir sagen nicht, Paulus ist ein zweiter Christus. Das ist nicht die Aussage. Sondern, was wir hier ganz klar verstehen m\u00fcssen, ist: Seine Diener folgen, der Diener folgt dem Weg seines Herrn. In Jerusalem wird Jesus von einer Menge ergriffen, von religi\u00f6sen F\u00fchrern gestellt, vor politischen Autorit\u00e4ten gebracht, angeklagt und wiederholt f\u00fcr unschuldig erkl\u00e4rt. Paulus erlebt sp\u00e4ter sehr \u00e4hnliche Dinge mit den gleichen Autorit\u00e4ten. Der Weg des Zeugen spiegelt den Weg seines Herrn wider. Und damit beantworten wir unsere Frage aus der Einleitung: Wenn Christus wirklich seine Gemeinde baut, warum f\u00fchrt der Weg durch Leiden? Weil bereits der Weg ihres Herrn durch Leiden f\u00fchrte. Leiden bedeutet nicht automatisch, dass Gottes Plan gescheitert ist.<\/p>\n<p>Es gibt noch eine Grafik, und das ist eine Tabelle in eurem Handout. Es ist die zweite. Es ist eine Tabelle, die zeigt. Versteht ihr, wie interessant das ist? Dieses Buch hei\u00dft die Apostelgeschichte. Aber eigentlich nehmen nur zwei Apostel hier den gr\u00f6\u00dften Raum ein. Das ist Petrus und das ist Paulus. Lukas zeigt hier die Kontinuit\u00e4t auch innerhalb der Geschichte. Schaut genau hin, in der ersten H\u00e4lfte steht Petrus im Mittelpunkt und dann Paulus. Und auch hier gibt es auff\u00e4llige Parallelen. Petrus heilt einen Gel\u00e4hmten, Paulus heilt einen Gel\u00e4hmten. Petrus begegnet einem Magier, Paulus begegnet einem Magier. Petrus wird Tabitha aus den Toten auferwecken. Paulus wird Eutychus wieder zum Leben erwecken. Ihr k\u00f6nnt die weiteren Beispiele auf eurem Handout sehen.<\/p>\n<p>Und zu Hause, Geschwister, das ist der Punkt, wo ihr wieder das Handout weglegt. Zu Hause k\u00f6nnt ihr euch all diese Parallelen anschauen. Aber der Punkt ist wichtig: Derselbe Herr, derselbe Geist, dieselbe Botschaft, derselbe Auftrag. Und jetzt weg vom Handout, der dritte Punkt. Wir haben also gesehen, die strukturelle \u00c4hnlichkeit zwischen Lukas und Apostelgeschichte, die Parallele zwischen Petrus und Paulus. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt: Jesus selbst bleibt der Handelnde. Jesus selbst bleibt der Handelnde.<\/p>\n<p>Gehen wir zur\u00fcck zu Apostelgeschichte 1. Wir haben festgehalten, dass dieser Bericht erz\u00e4hlt, was Jesus angefangen hat zu tun und auch zu lehren. Und jetzt zeigt Lukas uns, dass Jesus weiter handelt. Schaut einmal, wie oft der auferstandene Christus selbst in den Verlauf der Apostelgeschichte eingreift. Jesus steht seinen leidenden Zeugen bei. Schlagen wir auf Apostelgeschichte Kapitel 7. Apostelgeschichte Kapitel 7. Stephanus ist vor dem Hohen Rat und legt Zeugnis ab. Und die Menschen werden zornig, voller Zorn. Und was passiert? Sie nehmen Steine und Stephanus wei\u00df, es ist vorbei, er will jetzt sterben. Aber unmittelbar, bevor er gesteinigt wird, lesen wir: &#8222;Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte fest zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen.&#8220; Geschwister, es ist Vers f\u00fcnfundf\u00fcnfzig. Was f\u00fcr ein Anblick! Es geht zu Ende. Der erste M\u00e4rtyrer. Auf der Erde wird Stephanus verworfen. Auf der Erde wird Stephanus verurteilt. Auf der Erde sieht alles danach aus, als h\u00e4tten die Feinde Christi gewonnen. Aber Stephanus darf f\u00fcr einen Moment sehen, was wirklich wahr ist. Jesus Christus sitzt nicht machtlos irgendwo in weiter Entfernung.<\/p>\n<p>Stephanus wird auf der Erde verworfen, und selbst der Tod des ersten christlichen M\u00e4rtyrers wird dieses Evangelium nicht aufhalten. Sondern was passiert? Was ist der Funke, der \u00fcberspringt, nachdem Stephanus gestorben ist? Das Evangelium verbreitet sich und dringt in die n\u00e4chsten St\u00e4dte ein. Verfolgung bricht aus, die Gl\u00e4ubigen werden zerstreut, und was tun die Zerstreuten? Sie verk\u00fcndigen \u00fcberall das Wort.<\/p>\n<p>Die Gl\u00e4ubigen werden zerstreut, also die Feinde der Gemeinde versuchen, das Evangelium zu stoppen, und durch die Verfolgung wird das Evangelium aber erst weitergetragen. Verstehen wir, dass Leiden immer wieder, Verfolgung immer wieder, der Katalysator ist f\u00fcr das Wachstum und die Verbreitung des Wortes. Geschwister, Christus baut seine Gemeinde sogar durch das hindurch, was seine Feinde gegen sie unternehmen.<\/p>\n<p>Nicht nur das, gehen wir weiter zu Kapitel 9, dann begegnen wir einem Mann namens Saulus. Und in der Apostelgeschichte 9 lesen wir: Saulus ist \u00fcberzeugt davon, dass die christliche Bewegung vernichtet werden muss. Er macht sich auf den Weg nach Damaskus, er m\u00f6chte Christen verhaften, und pl\u00f6tzlich umstrahlt ihn ein Licht vom Himmel. Er f\u00e4llt zu Boden und eine Stimme sagt zu ihm, Kapitel 9, Vers 4: \u201eSaul, Saul, was verfolgst du mich?\u201c Und Saulus fragt: \u201eWer bist du, Herr?\u201c Die Antwort, Vers 5: \u201eIch bin Jesus, den du verfolgst.\u201c<\/p>\n<p>Achtet auf die Worte Jesu. Wen verfolgt denn Saulus hier? Die Gemeinde. Was sagt Jesus? \u201eWarum verfolgst du mich?\u201c Seht ihr, wie sich Jesus mit seiner Gemeinde identifiziert? Seht ihr, wie Jesus immer wieder in den entscheidenden Augenblicken eingreift und seine Gemeinde besch\u00fctzt, seine Gemeinde h\u00e4lt? Das ist die enge Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde.<\/p>\n<p>Geschwister, Christus ist im Himmel, seine Gemeinde ist auf dieser Erde, und doch identifiziert sich der erh\u00f6hte Christus so sehr mit seiner eigenen Gemeinde, dass er sagt: \u201eWenn du meine Gemeinde verfolgst, verfolgst du mich.\u201c Liebe Geschwister, denkt nochmal an Matth\u00e4us Kapitel 16, an Juli. Was sagt Jesus? \u201eIch werde meine Gemeinde bauen.\u201c Warum k\u00f6nnen die Pforten des Hades sie nicht \u00fcberw\u00e4ltigen, weil die Gemeinde nicht sich selbst \u00fcberlassen ist? Sie geh\u00f6rt Christus. Und Christus identifiziert sich mit ihr.<\/p>\n<p>Gehen wir weiter. Kapitel 9, Vers 34. Begegnen wir, begegnet Petrus nach Lydda, und dort begegnet er einen Mann namens Aeneas. Er ist seit acht Jahren gel\u00e4hmt und liegt im Bett. Und h\u00f6rt genau hin, was Petrus zu ihm sagt. 9,34. Kapitel 9,34. Petrus spricht zu ihm: \u201eAeneas, Jesus Christus heilt dich.\u201c Vers 34: \u201eSteh auf und mach dir selbst das Bett.\u201c Ist das nicht faszinierend? \u201eAeneas, ich heile dich.\u201c Ist das, was Petrus sagt? Nein! \u201eJesus Christus heilt dich!\u201c<\/p>\n<p>Petrus ist das menschliche Werkzeug, aber Petrus wei\u00df, woher die Macht kommt. Der Apostel handelt, aber Christus wirkt. Und das ist genau die Perspektive, die Lukas uns geben m\u00f6chte in der Apostelgeschichte. Jesus ist aufgefahren, Jesus sitzt zur Rechten des Vaters, und trotzdem kann Petrus zu einem gel\u00e4hmten Mann sagen: \u201eJesus Christus heilt dich.\u201c<\/p>\n<p>Geschwister, der Herr wirkt weiter. Jesus bestimmt, wohin seine Zeugen gehen. Und dasselbe sehen wir im Leben des Paulus. In der Apostelgeschichte 22 schlagen wir das auf, da sehen wir eine wichtige, Paulus ist im Tempel, er betet, und w\u00e4hrend er betet, f\u00e4llt er in eine Verz\u00fcckung und sieht Jesus. Und Christus sagt zu ihm in Vers 18: \u201eBeeile dich und geh schnell aus Jerusalem hinaus, denn sie werden dein Zeugnis \u00fcber mich nicht annehmen.\u201c Wer interveniert? Wer kommt? Wer handelt? Jesus. Paulus widerspricht. Menschlich betrachtet hat seine \u00dcberlegung sogar Sinn, oder? Herr, diese Menschen wissen doch, wer ich war. Sie wissen, dass ich die Christen verfolgt habe. Sie wissen, dass ich diejenigen ins Gef\u00e4ngnis geworfen habe, die an dich glauben. Gerade meine Vergangenheit m\u00fcsste Ihnen doch zeigen, dass etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches geschehen ist. Paulus ist immer noch missiologisch fokussiert.<\/p>\n<p>Aber Christus sagt was zu ihm, Vers 21: &#8222;Geh hin, denn ich werde dich weit weg zu den Nationen senden.&#8220; Wer gibt den Ton an? Wer gibt die Missionsstrategie an? Christus. Wer entscheidet letztendlich, wohin Paulus geht? Christus. Die Mission zu den Nationen entstand nicht dadurch, dass Paulus irgendwann beschlie\u00dft: &#8222;Jerusalem funktioniert nicht. Vielleicht versuchen wir es mal international.&#8220; Nein! Der erh\u00f6hte Christus selbst sendet ihn.<\/p>\n<p>Und damit verbindet sich dieser Punkt unmittelbar mit dem, was wir vorhin gesehen haben. Die Heidenmission ist kein Plan B, sie ist Gottes Plan. Und der erh\u00f6hte Christus f\u00fchrt diese Pl\u00e4ne aus. Geschwister, dasselbe macht sp\u00e4ter Paulus auch vor K\u00f6nig Agrippa klar. Wir m\u00fcssen das jetzt nicht aufschlagen, wir haben wenig Zeit. Apostelgeschichte 26 in Vers 16 entgegnet Paulus dem Agrippa: &#8222;Steh auf und stell dich auf deine F\u00fc\u00dfe, denn dazu bin ich erschienen, dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen.&#8220;<\/p>\n<p>Und dann gibt Jesus Paulus seinen Auftrag. Er wird ihn zu Juden und Nationen senden. Vers 18: &#8222;Ihre Augen zu \u00f6ffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht Satans zu Gott.&#8220; Vers 18. Woher bekommt Paulus seine apostolische Autorit\u00e4t? Nicht von sich selbst, nicht aus Jerusalem, nicht von irgendeinem Missionskomitee. Der auferstandene Christus hat ihn berufen.<\/p>\n<p>Geschwister, Jesus bestimmt seine Diener, er bestimmt seinen Auftrag, er bestimmt ihre Botschaft, er bestimmt ihr Missionsfeld. Und ich m\u00f6chte hier jetzt eine Warnung aussprechen. Das bedeutet nicht, dass Christus heute jeden Christen auf dieselbe Weise beruft wie Paulus. Paulus hat eine einzigartige apostolische Berufung. Aber Lukas m\u00f6chte uns zeigen: Hinter der Mission des Paulus steht die Autorit\u00e4t des auferstandenen Christus. Und Jesus garantiert den Fortgang seiner Mission.<\/p>\n<p>Geschwister, lasst uns weitergehen zum n\u00e4chsten Punkt. Und ich glaube, diesen Punkt muss ich jetzt hier abschlie\u00dfen: Die eigentliche Hauptperson. Wer, denkt ihr, ist in der Apostelgeschichte? Manchmal k\u00f6nnen Titel von B\u00fcchern uns verwirren. Die Apostelgeschichte kann uns beinahe in die falsche Richtung f\u00fchren. Nat\u00fcrlich handelt das Buch von Petrus, von Stephanus, von Philippus, von Paulus, aber keiner von ihnen ist die eigentliche Hauptperson.<\/p>\n<p>Die Apostelgeschichte ist die Geschichte des Wirkens des auferstandenen und erh\u00f6hten Jesus durch seinen Geist und durch seine Zeugen. Der Christus, der gesagt hat: &#8222;Ich werde meine Gemeinde bauen&#8220;, ist derselbe Christus, der in der Apostelgeschichte vom Himmel aus sein Werk weiterf\u00fchrt. Und Geschwister, wenn diese Botschaft, wenn das die Botschaft dieses Buches ist, dann entscheidet auch das dar\u00fcber, wie wir dieses Buch in den kommenden Monaten lesen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir kommen zum vierten und letzten Punkt: Ein Buch, das wir richtig lesen m\u00fcssen. Ein Buch, das wir richtig lesen m\u00fcssen. Und liebe Geschwister, bevor wir dieses Buch Woche f\u00fcr Woche gemeinsam studieren, m\u00fcssen wir eine letzte Frage stellen. Eine gro\u00dfe Gefahr besteht darin, dass wir die Bibel sofort mit einer Frage \u00f6ffnen: &#8222;Was bedeutet dieser Text f\u00fcr mich?&#8220; Geschwister, das ist nicht die erste Frage. Die erste Frage ist: Was zeigt dieser Text \u00fcber Gott, \u00fcber Christus und \u00fcber seinen Plan?<\/p>\n<p>Lukas schreibt nicht, damit wir uns selbst in jeder Geschichte hineinversetzen. Er zeigt uns, was Christus tut, wie Christus seine Gemeinde baut, wie Christus sein Evangelium voranbringt. Deshalb sollte unsere erste Frage beim Lesen der Apostelgeschichte sein: Was tut der Auferstandene hier? Zweitens, unterscheide Beschreibung und Vorschrift. Einer meiner Professoren, Dr. Twiss, immer wenn wir solche Sachen, ein Narrativ, lesen, sagt er uns einen Satz. Narrative is not normative. Das bedeutet, ein Narrativ ist nicht gleich normativ. Damit ist nicht gemeint, dass die Apostelgeschichte nichts f\u00fcr uns zu sagen hat. Bitte versteht mich richtig. Es bedeutet, nur weil Lukas beschreibt, dass etwas geschehen ist, bedeutet das nicht automatisch, dass Gott verlangt, dass dasselbe in jeder Gemeinde, in jeder Person, zu jeder Zeit genauso geschehen wird.<\/p>\n<p>Das ist wichtig, Geschwister. Sonst beginnen wir, die Dinge, die in der Apostelgeschichte passieren, zu reproduzieren in unserem Leben. Und es gibt die charismatische Bewegung, die ihr gesamtes Leben und Dasein und Identit\u00e4t aus der Apostelgeschichte treibt. Und sie haben eine Sache nicht verstanden: Narrative is not normative. Ansonsten wollen wir dieselben Wunder reproduzieren. Wir m\u00f6chten unser Pfingsterlebnis reproduzieren. Wir wollen die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignisse verstehen.<\/p>\n<p>Aber, Geschwister, ich m\u00f6chte euch eines sagen: Wir sind nicht Apostel. Die Apostel nehmen in dieser Heilsgeschichte eine einmalige Stellung ein. Die Apostelgeschichte 1 werden sie in besonderer Weise als Zeugen der Auferstehung eingesetzt. Manchmal wird Apostelgeschichte 1,8 als unser Auftrag genommen: &#8222;Ihr sollt Zeugen sein.&#8220;<\/p>\n<p>Geschwister, das Wort &#8222;Zeugen&#8220; in der Apostelgeschichte ist ein technischer Begriff, der dar\u00fcber redet, dass diejenigen, die den auferstandenen Christus tats\u00e4chlich gesehen haben, verk\u00fcndigen. Wir sind nicht Zeugen. Sonst w\u00fcrden wir auch Zeugen Jehovas oder sowas hei\u00dfen. Wir sind J\u00fcnger. Deswegen ist Gott sei Dank die Apostelgeschichte die Apostelgeschichte.<\/p>\n<p>I have Johnny gered and I wanted to predict urspr\u00fcnglich nennen, why the Apostle Geschichte not deine Geschichte is. But then we&#8217;re saying this is a bit too negative. But what here is, Geschwister: Die Apostel haben den auferstandenen Herrn gesehen. Sie werden von Christus selbst bevollm\u00e4chtigt. Durch ihr Zeugnis legt Christus das Fundament seiner Gemeinde. Die apostolischen Funktionen wiederholen wir nicht.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir beim Lesen immer unterscheiden: Was wird beschrieben? Was wird geboten? Was geh\u00f6rt zu einer einmaligen heilsgeschichtlichen Situation? Und was kennzeichnet die Gemeinde dauerhaft? Apostelgeschichte 1,8 gibt uns die Landkarte: Jerusalem, Jud\u00e4a bis ans Ende der Erde. Wir werden beobachten, wie Christus genau diese Bewegung verwirklicht.<\/p>\n<p>So, wie sollen wir dann lesen? Wie sollen wir verstehen? Wir sollten lernen, wie eine treue Gemeinde auf Christi Wirken realisiert. Wie eine treue Gemeinde auf Christi Wirken reagiert. Denn obwohl nicht jedes Ereignis reproduziert werden soll, zeigt uns die Apostelgeschichte sehr wohl, wie die Gemeinde unter der Herrschaft Christi lebt.<\/p>\n<p>Apostelgeschichte 2,42: &#8222;Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.&#8220; Geschwister, die Gemeinde verharrt in der apostolischen Lehre, der Gemeinschaft, dem Brechen des Brotes und im Gebet. Dazu sehen wir mutige Verk\u00fcndigung, Treue im Leiden, Gehorsam, Abh\u00e4ngigkeit von Gott. Und das sind keine spektakul\u00e4ren Dinge, aber genau darin sehen wir immer wieder eine treue Gemeinde.<\/p>\n<p>Kommen wir zum Schluss. Und genau so m\u00f6chte ich, dass wir dieses Buch in den kommenden Monaten lesen: Nicht auf der Jagd nach au\u00dfergew\u00f6hnlichen Erlebnissen, nicht mit uns selbst im Mittelpunkt, sondern mit unseren Augen auf Christus. Wir werden sehen, wie T\u00fcren sich \u00f6ffnen und schlie\u00dfen, Menschen glauben und lehnen ab, Gemeinden entstehen, Verfolgung bricht aus. J\u00fcnger sterben, Paulus in Ketten.<\/p>\n<p>Und dann kommen wir zum Ende des Buches. Paulus sitzt in Rom als Gefangener. Und Lukas beendet dieses Buch mit einem bemerkenswerten Wort. Und w\u00e4hrend all diese Dinge geschehen, schlagen wir auf Lukas Kapitel 28, der letzte Vers. Achtundzwanzig. Ich lese drei\u00dfig und einunddrei\u00dfig f\u00fcr Kontext: &#8222;Er aber blieb zwei Jahre in seiner eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen.&#8220; Er predigte das Reich Gottes und lehrte die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen, mit aller Freim\u00fctigkeit ungehindert. 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