Februar 22, 2026

Die Erhabenheit Jesu Christi – Teil 2

Serie:
Passage: Kol 1:15-20

Automatisch generiertes Transkript

Möge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir auf Kolosser Kapitel 1 und lasst uns lesen die Verse 15 bis 20. Kolosserbrief, Kapitel eins, die Verse fünfzehn bis zwanzig.

Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen. Und er ist vor allem und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat. Denn es gefiel der ganzen Fülle in ihm zu wohnen. Und durch ihn alles mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist. Amen.

Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, ich möchte dir danken für diesen Tag und ich möchte dir danken für diese Stunde, dass wir uns nun deinem Wort widmen dürfen. Herr Jesus Christus, ich bete dich an, du, der du der Erstgeborene aller Schöpfung bist und das Bild des unsichtbaren Gottes. Herr Jesus Christus, alles, was geschaffen worden ist, ist in dir und durch dir, durch dich und zu dir hin geschaffen worden. Du bist das Zentrum des Universums, der Mittelpunkt von allem. Und so möchten wir dich darum bitten, dass in dieser Stunde nun doch auch du im Zentrum dieser Verkündigung sein mögest und der Mittelpunkt dieses Gottesdienstes sein mögst. Mögen unsere Augen, unsere Ohren, unsere Aufmerksamkeit und unsere Gedanken ausgerichtet sein auf dich und deine erhabene Größe. Führe uns und leite uns durch deinen Geist, sodass dein Wort in uns wirken möge, du groß gemacht werden mögest und du verherrlicht werden mögest. Wir bitten dich, dass du diese Stunde der Verkündigung segnest, zu deiner Ehre und zur Erbauung der Gemeinde. Amen.

Vergangene Woche hat uns im Rahmen dieses Textes das Zitat beziehungsweise der Rat von Robert Mary McShane begleitet: „Für jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Christus.“

Wie bist du mit diesem Rat in der vergangenen Woche umgegangen? Wie hast du ihn umgesetzt in diesen vergangenen Tagen? Hast du dir Zeit genommen, bewusst über Christus zu reflektieren? In den Momenten, als du in den Spiegel geschaut hast, hast du vielleicht diese Woche daran gedacht, zehnfach auf Christus zu gucken. Oder zumindest für diesen einen Moment, wo du in den Spiegel geschaut hast, innezuhalten, zu stoppen. Und dir Zeit zu nehmen, über Christus nachzusinnen.

Wie erging es dir diese Woche, als deine Gedanken auf dich selbst fixiert waren? Deine Bedürfnisse, was andere über dich denken, deine Erfolge oder auch dein Versagen, konntest du dich aufhalten und deine Gedanken auf Jesus Christus richten? Seine Erhabenheit, sein Gottesbildsein, seine Offenbarungsrolle des unsichtbaren Gottes und sein Erstgeburtsrecht über alle Schöpfung. Hast du innegehalten und darüber nachgesinnt? Darüber nachgedacht.

In Momenten der Versuchung, in Momenten der Versuchung zur Sünde, hast du auf ihn geblickt? Und deinen Sinn und deine Gedanken und dein Herz darauf ausgerichtet, dass er, dass es dein Lebensziel ist: Dem Bilder dessen gleichförmig zu werden, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist. Dass es dein Lebenssinn ist, Ihm ähnlich zu werden, der selbst das Bild des unsichtbaren Gottes ist.

Im Kampf gegen die Sünde, in Momenten der Versuchung, konntest du deinen Blick auf diesen Christus wenden und erkennen, dass Jesus besser ist als Sünde, ihn zu wählen, ihn zu ehren, ihm ähnlich zu handeln und zu wandeln, besser ist als alles, was dir die Sünde verspricht. Konntest du an seine Vollmacht denken, dass sie größer ist als die Kraft der Sünde?

Ich hoffe, wenn wir uns mit Texten wie diesen beschäftigen, hier im Colossalbrief, dass wir nicht nur am Sonntag über diese Texte staunen.

Begeistert sind von den Dingen, die wir vielleicht gelernt haben, Dingen, die wir jetzt besser erklären können und in unserem Kopf besser verstehen können. Ich hoffe, dass diese Texte uns verändern, uns prägen und auch in unserem Alltag begleiten. So dass unsere Gedanken gerichtet sind auf diesen erhabenen Jesus Christus.

Denn vergangene Woche haben wir begonnen, uns durch diesen Abschnitt auf diesen Christus zu blicken, auf seine Erhabenheit. Wir haben es oft erwähnt: In Kolosse, in dieser Gemeinde, in dieser Stadt, schlich sich eine gefährliche Irrlehre ein, eine Frühform der später auftauchenden Gnosis. Es war eine Mischung aus jüdischer Gesetzlichkeit und heidnischer Philosophie. Sie griff die Gottheit Jesu an. Jesus sei eine Art höheres oder göttliches Engelswesen, eine herabgestufte, weit von Gott entfernte Wesen, das nicht genug ist, um dich zu retten, und das nicht genug ist für Gott Seligkeit. Sondern man muss Engel anbeten. Man muss sich an die zeremoniellen Gesetze halten, um eine mystische Form der Geistlichkeit und Visionen zu empfangen. Dieser Irrlehre antwortet und er trotzt Paulus durch diesen Kolossabrief.

Und wir haben gesehen: Paulus befindet sich hier in diesen Versen, eigentlich noch in seinem Gebet, aber im Rahmen seines Gebetes macht er einen Exkurs, um die Kolosser über die Person Jesu Christi zu belehren. Und vergangene Woche haben wir damit angefangen, uns mit den ersten beiden Aspekten der Erhabenheit Jesu zu beschäftigen. Wir haben gesagt, der Titel der Predigt ist die Erhabenheit Jesu Christi. Vergangene Woche war Teil 1, heute werden wir uns mit Teil 2 beschäftigen. Vergangene Woche haben wir gesehen, erstens: Welche Aspekte der Erhabenheit Jesu Christi haben uns angeschaut? Erstens: Sein Gottesbildsein. Die Tatsache, dass der geliebte Sohn des Vaters – so wird er ja in Vers 13 genannt. Diese Bezeichnung ist es ja, auf die sich Paulus in Vers 15 mit R bezieht. Beziehungsweise, wir haben gesehen, im Original ist das eigentlich ein Relativpronomen. Der ist das Bild des unsichtbaren Gottes ist.

Er bezieht sich also auf Jesus Christus, genauer gesagt auf den Sohn der Liebe in Vers 13. Er ist die exakte Abbildung und die vollkommene Repräsentation des unsichtbaren Gottes. Wir haben gesehen, Gott in seinem Wesen ist ein unsichtbarer Geist. Er wohnt in einem unzugänglicht. Niemand hat Gott jemals gesehen, aber der Sohn, er ist. Der wesensgleiche Abdruck des Vaters und seiner Herrlichkeit. Jesus offenbart uns den unsichtbaren Gott, insbesondere als fleischgewordener Mensch. Als ewiger Sohn, der Mensch geworden ist, offenbart er uns Gott auf eine Weise, die absolut einzigartig ist? Aber er ist als ewiger Sohn auch bereits ewig aus dem Vater hervorgegangen, als ewig aus dem Vater hervorgegangen. Ist er der wesensgleiche Abdruck des Vaters, das Bild des unsichtbaren Gottes? Er ist der Sohn Gottes, der ewige Sohn Gottes. Und hat dieselbe Natur wie der Vater. Er ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens. Also, wir haben gesehen, der erste Aspekt, der haben wir Jesu Christi, ist das Gottes Sein, Gottesbildsein.

Zweitens, wir haben damit begonnen, zu sehen: seine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Jesus wird der Erstgeborene aller Schöpfung genannt. Und wir haben gesehen: Dieser Begriff – in the Schrift, eben nicht nur chronologisch to say that he the erste, chronologisch, site the erste, who was that the Erstgeborene is the erste in the family unter den Kindern is – sondern wir haben gesehen, dass in der Schrift an zentralen Stellen eben nicht der chronologisch Erstgeborene diesen Titel empfängt, sondern zum Teil sogar er das Gegenteilige, der Letztgeborene, Erstgeborene genannt wird. Wir haben gesehen, in der Schrift wird Erstgeborene nicht nur chronologisch verwendet, sondern als Titel und als Bezeichnung für den, der die höchste Authority und für den größten Anspruch auf das Erbe hat.

Wir haben gesehen, Israel wird der erstgeborene Sohn Gottes genannt, obwohl sie sicherlich nicht das erste Volk auf Erden waren. Sondern sie waren das Volk, dem Gott diese besondere Stellung, Anrecht und Offenbarung geschenkt hat. Ephraim wird der Erstgeborene genannt, obwohl er. Der jüngere Sohn gegenüber Ephraim und Manasseh war unter Josefs Kindern und unter Jakobs Kindern dementsprechend der jüngste, eigentlich. Wir haben gesehen, David wird als Erstgeborener genannt in Psalm 89. Um gesehen, David war der Jüngste in seiner Familie. Aber dieser Begriff „Erstgeborene“ bezieht sich eben auf die Benennung von David durch Gott als Erstgeborenen. In Psalm 89, 28 haben wir gesehen: „So will ich auch ihn zum Erstgeborenen machen.“ Was bedeutet das? Zum Höchsten unter den Königen der Erde. Es bezieht sich auf Davids Stellung, die er von Gott empfangen hat, der größte, der höchste König unter den Königen der Erde zu sein.

Wenn also davon die Rede ist, dass Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist, dann ist er der mit aller Autorität und dem Anspruch auf alles, nämlich den Anspruch auf die gesamte Schöpfung. Er ist der Herr und König über alles Geschaffene. Er hat sein Erstgeburtsrecht umfasst alle Schöpfung. Und wir werden heute in den weiteren Versen sehen, wie Jesus – Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung aus der Natur seiner Person heraus, wer er ist als der ewige Sohn – aber eben auch aus dem Verdienst, aus seinem Verdienst im Erlösungswerk. Und dazu werden wir heute nicht kommen, aber, so der Herr will, in der kommenden Woche.

Wir befinden uns also weiterhin in diesem zweiten Aspekt, den wir vorangegangen begonnen haben, nämlich zweitens: eine Vorrangigkeit über alle Schöpfung. Und heute knüpfen wir hier an und setzen fort. Vers 15: „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“ Wir haben gesehen, „Erstgeborene“ bezieht sich eben in diesem Zusammenhang nicht auf die chronologische Stellung, sondern es geht um Vorrangigkeit. Vorrangigkeit über alle Schöpfung.

Wir haben vergangene Woche gesagt: Wenn der Erstgeborene laut dem Gesetz Moses den doppelten Anteil des Erbes bekam, ist Jesus der Erbe von allem Geschaffenen? Wenn David der höchste König unter den Königen der Erde war, ist Jesus der höchste König über die gesamte Schöpfung und allen Autoritäten, ob menschlichen Königen oder auch geistlichen Autoritäten. Er hat Vorrang und vor allem und Anspruch auf alles. Wir haben gesehen in Psalm 2, Vers 8. Dort heißt es: „Forderere von mir und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben und zu deinem Besitz die Enden der Erde.“ Da spricht der Herr zum Sohn. Hebräer 1,2: „Ihn hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet, im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat.“ Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung, der Erbe aller Dinge. Sein Erstgeburtsrecht umfasst alles Geschaffene.

Wir haben begonnen, uns mit Vers 16 vergangene Woche zu beschäftigen im Oberflächlich, und heute möchten wir nun in die Tiefe gehen. Vers 16: „Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Es sei ein Throne. oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen.“

Wir haben vergangene Woche begonnen zu sehen, dass „denn“ hier Vers 16 mit der Aussage vorher in Vers 15 verbindet, nämlich dass Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen. Das „denn“ ist also, Vers 16 und 17 zusammen, sind also die Begründung beziehungsweise die Erläuterung, inwiefern Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist. Der Beweis und die Demonstration, wie Jesus, der Erstgeborene, aller Schöpfung ist.

In den Versen 15 bis 20 taucht das Wort „alles“ siebenmal auf. Achtmal, wenn man in Vers 19 das Wort „ganz“ erzählt, im Griechischen ist es dasselbe Wort. Wie die anderen Wörter, die im Deutschen mit „alles“ oder „alle“ übersetzt werden.

Und in den Versen 16 bis 17 taucht das Wort „alles“ viermal davon auf. Viermal in diesen zwei Versen taucht das Wort „alles“ auf. Und wir müssen gar nicht darüber reden, oder es ist nicht schwer zu verstehen: Wenn so oft „alles“ vorkommt, dann möchte Paulus mit seiner Sprache über die allumfassende Vorrangigkeit von Jesus sprechen. Er möchte keinen Zweifel daran lassen, dass es irgendetwas innerhalb der Schöpfung gibt, das nicht durch Jesus geschaffen worden ist, das nicht in ihn geschaffen worden ist, das nicht zu ihm hingeschaffen worden ist, wo er nicht vor allem ist und nicht durch ihn besteht.

Alles Geschaffene, ohne Ausnahme und ohne Einschränkung. Jesus ist allem vorrangig. Wie ist er das? Inwiefern ist er allem vorrangig? Wieso ist er das? Denn in ihm ist alles in den Himmeln und der Erde geschaffen worden. Jesus ist der Erstgeborene aller Schöpfung, weil alles in ihm geschaffen wurde, alles durch ihn geschaffen wurde, alles zu ihm hingeschaffen wurde, er vor allem ist und alles durch ihn besteht.

Jesus ist der Urheber der Schöpfung. Er ist das Ziel der Schöpfung. Er ist es, durch den alles geschaffen ist und durch den alles besteht. Er ist vor allen, und alles gehört ihm.

Bevor wir uns die Dinge genauer anschauen, die Jesus geschaffen hat, möchten wir uns diese Präpositionen anschauen: „in ihm“, „durch ihn“ und „zu ihm“ ist alles geschaffen. Drei Präpositionen, um die Beziehung zwischen Jesus und allem Geschaffenen zu beschreiben. Alle Dinge sind in ihm geschaffen, durch ihn geschaffen und zu ihm hin geschaffen. Und ich möchte diese Präpositionen nicht allzu sehr voneinander trennen, weil sie sich einerseits auch überschneiden, aber es ist schon auch interessant zu sehen, wie Paulus das hier formuliert.

Erst heißt es: „in ihm ist alles geschaffen.“ Das Wort, das hier für „in“ benutzt worden ist – „en“ – wird primär mit „innen“ übersetzt, aber kann auch mit „bei“, „mit sich“ oder „durch“ übersetzt werden, je nach Zusammenhang. Aber insgesamt beschreibt dieses Wort „en“ Jesus als schöpferische Sphäre. Was meine ich damit? In der Person Jesu Christi, in seiner Vollmacht ist alles geschaffen worden. Er ist die grundlegende Verankerung von allem Geschaffenen.

In Apostelgeschichte 17, 28 sagt Paulus – Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 28: „Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben; denn wir sind auch sein Geschlecht.“ Paulus spricht hier zu den Heiden in Athen und sagt: „Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir.“ Er spricht hier von Gott wie von einem Raum, wie von einer Sphäre, in der wir uns befinden, in der alles Geschaffene sich befindet und existiert. Unsere Existenz und die Existenz der gesamten Schöpfung ist in Christus verankert.

Dann heißt es: „durch ihn.“ „In ihm ist alles geschaffen, durch ihn ist alles geschaffen.“ „Durch“ vermittelt uns die Idee eines Mittels. Jesus ist das Mittel, mit dem alles geschaffen wurde. Wir wollen aber nicht Mittel und Durchstehen, dass, als wäre Jesus ein passives Werkzeug, wie der Hammer in der Hand eines Handwerkers, sondern er ist der aktive Ausführer des schöpferischen Willens Gottes. Er ist als ewiger Sohn die handelnde Ursache und göttlicher Urheber. Er ist nicht das passive Werkzeug, mit dem geschaffen worden ist, sondern er ist der ausführende Akteur des schöpferischen Willens Gottes. „Durch ihn ist alles geschaffen.“

Johannes 1, Vers 3 spricht vom Wort, das im Anfang war, bei Gott war und Gott ist: „Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.“ Ein so faszinierender Vers, und wir kennen diesen Abschnitt sicherlich gut aus Johannes 1. Alles, was wurde, alles, was geworden ist, ist durch dieses Wort geworden. Und dieses Wort – wir wissen, es ist – Dieses Wort ist der ewige Sohn. Es ist derjenige, der Fleisch geworden ist und sich offenbart hat. Es ist Jesus Christus.

Theologen können das bestimmt sicherlich besser erklären, als ich das kenne, aber wenn ihr mal nochmal auf Johannes 1 achtet und auf die Sprache achtet: dieser Unterschied zwischen Sein und Wer. Alles, was geworden ist, alle Schöpfung – und das schließt uns natürlich mit ein –. Wir sind Werden. Ja, und wir waren einmal nicht und sind dann geworden. Aber das Wort ist Sein. Es ist Sein. Es ist nicht Wer, denn es ist Sein. Es hat ewiglich existiert und wird ewiglich existieren. Es ist unveränderlich. Es ist Sein. Deswegen auch: Ich bin. Ja, weh: „Ich bin der Ich bin.“ Jesus ist Sein. Alles Geschaffene ist Werden. Deswegen: Alles, ohne dasselbe, wurde auch nicht eines, das geworden ist.

Alles Geschaffene ist geworden. Und es ist geworden, es ist geschaffen worden durch ihn. Hebräer Kapitel 1, 2 sagt – wir haben es vorhin schon gelesen – hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat. Durch den Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat. Durch den hat er auch die Welten gemacht. Jesus, der aktive Ausführer, die handelnde Ursache in der Schöpfung.

In seinem Kommentar beschreibt Matthew Henry: Macht zieht den folgenden Vergleich. In Sprüche 3, Vers 19 heißt es: „Der Herr hat durch Weisheit die Erde gegründet, den Himmel befestigt durch Einsicht.“ Also lesen wir: Gott hat die Welt also durch Weisheit gegründet und durch Einsicht den Himmel befestigt. In 1. Korinther 1, 24 heißt es: „Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ Wir sehen also: Durch Weisheit hat Gott die Welt geschaffen, und Christus wird bezeichnet als die Weisheit Gottes. Er ist das „Durch“, mit dem alles geschaffen wurde. Christus ist die Weisheit Gottes, mit dem die Welt geschaffen wurde.

In Psalm 33, Vers 6 heißt es: „Durch des Herrn Wort ist der Himmel gemacht und all sein Herr durch den Hauch seines Mundes.“ Hier ist das Wort das Mittel, mit dem Gott alles geschaffen hat. Und wir kennen Genesis Kapitel 1: Gott sprach! Und das Wort Gottes hat alles Geschaffene in Existenz gerufen. Und wer wird als das Wort bezeichnet? Jesus Christus, Johannes 1, 1 und 3. Wir haben es gerade gelesen: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Und alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.“

Gott hat durch Weisheit die Welt geschaffen; Christus ist die Weisheit Gottes. Gott hat durch sein Wort die Welt erschaffen; Christus ist das ewige Wort. Seht ihr Christus, wie durch ihn alles geschaffen wurde? Er ist das Mittel, er ist das… Ich möchte nicht sagen „Werkzeug“, weil „Werkzeug“ so passiv klingt. Aber ihr versteht, was ich meine. Und wenn wir ihn als Wort und als Weisheit bezeichnen, dann sehen wir: Er war nicht ein passives Werkzeug, sondern der aktiv-aktive Ausführer des schöpferischen Willens Gottes.

Dann heißt es – also wir haben gesehen –: In ihm, durch ihn und als letztes zu ihm hin ist alles geschaffen. Und darüber… man kann diesen Worten nicht gerecht werden, dies zu erklären. „Zu ihm hin“ beschreibt den Sinn, den Zweck der gesamten Schöpfung. Das Ziel von allen Geschaffenen ist Jesus selbst. Man könnte dieses „zu ihm hin“ auch übersetzen mit „für ihn“. In der 11er Fälle CSV wird es so übersetzt: „Für ihn ist alles geschaffen.“ Für ihn ist alles geschaffen. Ihn als letztendliches Ziel. Auf ihn ausgerichtet ist alles geschaffen. Zu seinem Wohlgefallen hin, zu seiner Ehre hin ist alles geschaffen.

Ich hoffe, wir sind uns bewusst, wovon wir hier reden, liebe Geschwister. Nichts, was geschaffen ist, nichts in dieser Welt existiert für sich selbst. Alles, was geschaffen ist, existiert für Jesus. Vom Grashalm, vom kleinsten Molekül, Atom, Elektron, Quark… Bis hin zum Universum, den Galaxien, den Sternen, der Sonne, den Planeten. Alles existiert und wurde geschaffen für Jesus. Und alles schließt auch dich mit ein. Du wurdest geschaffen zu Jesus hin. Du lebst nicht hier für dich selbst.

Du bist nicht geschaffen, um für dich selbst zu leben. Du bist nicht dazu geschaffen, für deine Ziele, deine Wünsche oder deine Begierden zu leben. Das ist nicht dein Lebenssinn, das ist nicht der Zweck deines Lebens. Du lebst, gehst und atmest nicht um deinen Willen, sondern um seinen Willen. Du lebst auch nicht für andere: nicht für deine Frau, nicht für deinen Mann, nicht für deine Kinder, nicht für deine Verwandtschaft, nicht für deinen Beruf, nicht für deinen Wohlstand. Du lebst und gehst und atmest um Christi Willen. Das ist der Sinn deines Lebens und die Bedeutung deiner Existenz.

Du gehörst ihm. Und in ihm ist die Erfüllung deines Lebenssinns. Wenn du nicht zu ihm hinlebst, wenn er nicht das Ziel und die Ausrichtung deiner Existenz ist, verpasst du deinen Lebenssinn. Du verschwendest dein Leben für etwas Geringeres, was es nicht verdient hat, deinen Leben Dein Ziel und deine Ausrichtung zu sein. Verstehen wir das. Nichts auf dieser Welt hat es verdient, außer Jesus Christus, der Sinn und das Ziel deines Lebens zu sein. Alles außer Jesus ist es nicht würdig, so wichtig und gut Dinge sein mögen.

Ich erwidere: Deine Familie, dein Job, all diese Dinge – ich rede sie nicht schlecht oder sage nicht, dass sie unwichtig sind. Aber wenn deine Liebe und wenn dein Leben auf irgendetwas anderes als Jesus Christus gerichtet ist, sei es sogar deine Familie oder dein Job oder sonst etwas, dann verpasst du deinen Lebenssinn. Du gibst und richtest dich nach etwas Geringerem aus als Jesus Christus. Du raubst dem Erstgeborenen, was sein Recht ist.

Zu ihm hin ist alles geschaffen worden. Du willst wissen, inwiefern Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist? Du holst die Begründung dafür, was Jesus zu diesem Erstgeborenen macht, der Anrecht und Anspruch auf alles hat und die höchste Autorität hat. Jesus ist der Urheber und das Ziel der gesamten Schöpfung. Alles, alles, alles und alles, viermal in Vers 16 und 17, gehört ihm, ist von ihm, durch ihn und für ihn. Jesus Christus ist das Zentrum des Universums. Es geht um ihn. Es geht nicht um dich. Es geht um ihn. Es geht nicht um andere Menschen, es geht um ihn. Er ist der Protagonist, er ist der Hauptdarsteller, er ist würdig.

Kommen wir nun, was darauf, was dies alles ist, was denn geschaffen worden ist. Was ist dieses Alles? Paulus gibt uns verschiedene Beschreibungen dafür in drei Schritten. In den Himmeln und auf der Erde. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Das ist das Alles. Das ist dieses Alles oder eine derere und detailliertere Beschreibung von dem, was alles umfasst. Was ist das alles, was in ihm, durch ihn und zu ihm hin geschaffen worden ist? Alles in den Himmeln und auf der Erde.

In den Himmeln und auf der Erde ist eine Bezeichnung für die Gesamtheit der Schöpfung. Wir kennen Genesis 1,1, wo es heißt: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Die gesamte Schöpfung ist also in Christus geschaffen, alles umfassend, was in dieser Welt existiert. Es gibt ein Zitat, den ich in einer Predigt gehört habe, von Abraham Koiper, der gesagt hat: „Es gibt keinen Quadratzentimeter im gesamten Bereich der menschlichen Existenz, über den Christus nicht ruft: ‚Meins.‘“ Es gibt keinen Quadratzentimeter im gesamten Bereich der menschlichen Existenz, über den Christus nicht ruft: ‚Mein.‘“ Alles gehört ihm. Alles gehört ihm. Und alles ist von ihm und durch ihn und zu ihm hin geschaffen worden.

Das wäre doch schon genug, Paulus, wenn du sagst, in den Himmel und auf der Erde. Wir haben es verstanden: Alles. Aber es ist Paulus nicht genug. Er möchte keinen Zweifel daran lassen, dass es noch irgendetwas gibt in der Schöpfung, dass Jesus als Erstgeborene geschaffen hat beziehungsweise über den er nicht Vorrang hat. Ohne Einschränkung, allumfassend. Deswegen setzt er fort und sagt das Sichtbare und das Unsichtbare. Also die sichtbare physische Welt ist durch Christus geschaffen – in ihm, man kann es jedes Mal dazu sagen: in ihm, durch ihn und zu ihm hin.

Sondern auch die unsichtbare, übernatürliche Welt ist in ihm, durch ihn und zu ihm hingeschaffen. Er hat schon gesagt alles. Er hat schon gesagt die Himmel und Erde, was die gesamte Schöpfung umfasst.

Aber er möchte nicht. Vielleicht kommen die Irrlehrer in Kolosse und sagen plötzlich: „Ja, ja, alles in der Schöpfung, aber wir reden hier von Engelswesen und von unsichtbaren Wesen, die sind über Jesus oder die sind, über die hat Jesus keinen Vorrang. Sie sind nicht durch Jesus geschaffen.“ Nein, Paulus ist kein Zweifel: Das Sichtbare und das Unsichtbare. Versteht ihr, gerade den Kolosser, man sagt ihnen, Jesus sei nur eine Art Engel oder ein niederes göttliches Wesen. Den Kolossern, den gesagt wird, ihr müsst Engel anbeten, damit ihr Visionen habt und Geistlichkeit erreicht. Jesus ist nicht genug. Ihnen sagt Paulus: „Diese Engel, die ihr anbeten sollt? Diese Engel, die größer oder größer sein sollen als Jesus Christus?“ Alle sind von ihm geschaffen.

Und falls das immer noch nicht durch Unsichtbare deutlich ist, setzt er fort: Es seien Throh oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte. Dieser Begriffe: Throne, Herrschaften, Gewalten oder Mächte, wie haben sie, sie sind uns schon hier und da begegnet, zum Beispiel auch im Erfäserbrief schon. Sie bezeichnen geistliche Autoritäten von Engelswesen und von Dämonen. Wir kennen die Details und die genauen Ränge oder was diese Ränge bedeuten nicht, aber wir sehen in der Schrift, ganz deutlich, dass das eben geistliche Autoritäten beschreibt. Ich meine, es kann auch natürlich, diese Wörter können teilweise auch menschliche Autoritäten bezeichnen, aber vor allem eben auch. Geistliche Autoritäten, die es wohl, und Ränge, die es wohl unter Engelswesen gibt.

Und genau solche Wesen sollen ja die Kolosser laut dieser Irrlehre anbeten. Laut diesen Irrenlehrern füllten solche Engelswesen die Lücke, die in der Person Jesus Christus nicht geschlossen werden können. Und Paulus kontert diesen Aussagen, indem man deutlich macht, dass Jesus als der Schöpfer von absolut allem, einschließlich eben dieser Engelswesen, der Erstgeborene über allem Geschaffenen ist. Er ist über diesen Engeln. Sie sind in ihn geschaffen, sie sind durch ihn geschaffen. Diese Engel, die ihr anbeten sollt, die anscheinend das tun können, was Jesus nicht tun kann, sie sind für ihn geschaffen worden.

Was sollen diese Engel tun, was Jesus nicht kann? Was sollen sie erreichen, was der, der sie geschaffen hat, durch den sie geschaffen sind und zu dem sie hingeschaffen sind, was er nicht tun kann? Was könnten diese Engel denn bewirken? Sie sind auch nur Geschöpfe seiner Macht. Sie sind auch nur ein Teil seines Erbes als Erstgeborenen. Egal welchen Rang oder welche Autorität diese Engelswesen haben mögen, er ist über ihnen als Erstgeborener gesetzt.

Vor einigen Monaten hatten wir uns Epheser 1, 20 bis einundzwanzig angeschaut, wo es heißt: „Die hat er, also Gott, diese Kraft Gottes, hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat. Hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird.“ Jede Macht, jede Autorität, jeder Titel, ob in dem Zeitalter oder in dem zukünftigen, hoch über alle hinaus ist Jesus erhoben worden. Hier natürlich in dem Zusammenhang nach seiner Menschwerdung, nach seinem Tod am Kreuz und mit der Himmelfahrt. Aber Jesus bereits als ewiger Sohn, bevor er Mensch geworden ist, in der Schöpfung und in der Natur seiner Person, ist er bereits über all diesen Wesen. Über all diesen Wesen.

Hebräer Kapitel 1, schlagen wir kurz Hebräer Kapitel 1 auf. Wir wollen einige Verse aus diesem Kapitel lesen. Ihr habt sicherlich gemerkt, vergangene Woche und diese Woche auch, wie oft wir Hebräer Kapitel 1 hergenommen haben.

In Hebräer Kapitel 1 geht es, den Hebräerbrief insgesamt, wenn man den Hebräerbrief in einem Wort zusammenfassen kann, ist es das Wort „besser“. Es ist das Wort „besser“. Jesus ist besser. Jesus ist besser als die Engel. Jesus ist besser als Mose. Jesus ist besser als die Priester. Der neue Bund ist besser als der alte Bund. Und ja, im ersten Kapitel geht es darum: Jesus ist besser als die Engel. Jesus ist erhabener als die Engel.

Und was der Schreiber des Hebräerbriefs hier macht, ist, dass er ganz viele alttestamentliche Zitate hernimmt und immer vergleicht: „Das sind Engel, aber das ist der Sohn.“ „Das wird über Engel gesagt, aber das hier wird über den Sohn gesagt.“

Und wir möchten lesen ab Vers 4. Ja, wir haben Vers 1 und 2 und 3 auch immer wieder schon betrachtet. Ab Vers 4, einige ausgewählte Verse, Hebräer Kapitel 1: „Und er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen geerbt haben. Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: ‚Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt‘? Und wiederum: ‚Ich werde ihm Vater, und er wird mir Sohn sein.’“ Das sagt er zum Sohn, nicht zu den Engeln. Ja, es soll zeigen, dass der Sohn erhabener, größer ist als die Engel.

Wenn er aber den Erstgeborenen – hier haben wir wieder „Erstgeborener“, ja, im Sinne dieses Ranges, seiner Vorrangigkeit – wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erstkreis einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.“ Den Sohn sollen alle Engel Gottes anbeten. Er ist größer als die Engel, er ist erhabener als die Engel. Denn alle Engel Gottes sollen ihn anbeten, den Erstgeborenen.

Denn von den Engeln zwar spricht er: „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme.“ Also von den Engeln spricht Gott von seinen Dienern, von seinen Boten und so weiter. Jetzt aber in Vers 8: „Vom Sohn aber – ihr seht den Vergleich, von den Engeln das, vom Sohn aber – ‚dein Thron, oh Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und das Zepter der Aufrichtigkeit, das Zepter deines Reiches. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst. Darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.’“ Seht ihr, vom Engel wird zwar das gesagt, aber vom Sohn wird gesagt, er wird Gott genannt. Sein Thron ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er hat also keinen Anfang und er hat kein Ende. Gerechtigkeit geliebt, Gesetzlosigkeit gehabt. Darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl.

Und dann in Vers 10: „Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet.“ Ja, das wird, weil es die Fortsetzung ist, das wird über den Sohn gesagt. Über den Sohn wird gesagt: „Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände. Sie werden untergehen, du aber bleibst.“ Wer bleibt? Der Sohn. „Und sie werden alle veralten wie ein Gewand, und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören.“ Das wird zum Sohn gesagt. Seht ihr, wie viel erhabener der Sohn über die Engel ist?

Zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füßen“? Zu welchem Engel? Denn der, dieser hier, ist erhabener als die Engel. Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst, um derer willen, die das Heil erben sollen? Ja, sie sind. Engel haben ihre Aufgabe, Engel haben ihren Dienst. Ja, sie sind sogar zum Dienst gesandt um derer willen, die das Heil erben sollen – für uns. Aber der Sohn ist anders. Er ist erhabener, er ist größer. Von ihm und zu ihm werden Dinge gesprochen, die nicht zu den Engeln geredet werden.

Jesus Christus ist über allem. Keine Engelsmacht, keine Dämonen können ihm auch nur ansatzweise die Stirn bieten. Jakobus sagt, auch die Dämonen glauben und zittern (in Jakobus 2,19), weil sie wissen, wer dieser Sohn ist. Also, als Erstgeborener hat er alle Autorität und Vollmacht.

Falls ihr euch vor Dämonen oder so fürchtet, ich hoffe, das nimmt euch die Furcht, dieser erstgeborene Christus. Er ist über diesen Dämonen, hoch über ihnen hinaus.

Er ist es, der sie geschaffen hat. Er ist es, durch den sie geschaffen worden sind. Er ist es, für den sie geschaffen worden sind.

Seht ihr, inwiefern Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist? Wie diese Idee des Erstgeburtsrechts, der die höchste Autorität, den größten Anspruch hat, in diesen Versen weiter deutlich wird, weiter erklärt wird in den Versen 16 und 17.

Seht ihr, wie vollkommen unlogisch es wäre, in diesem Zusammenhang die Erstgeborenen einfach chronologisch zu verstehen? Diese ganze Begründung macht keinen Sinn. Die Begründung hier passt zum Erstgeborenen, als den, der die größte Autorität hat und den größten Anspruch auf das Erbe hat, der von Gott eingesetzt ist. Als Erbe von allem.

Aber Paulus, das wäre doch, war das nicht jetzt bereits genug? Paulus, wir haben es verstanden. Wir haben es verstanden, er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, er ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Wir haben es verstanden, alles ist durch ihn, für ihn und in ihm geschaffen worden. Wir haben es verstanden. Sogar, okay, ich verstehe, das Sichtbare und das Unsichtbare, Engel, Gewalten und Autoritäten. Wir haben es verstanden, Paulus. Es reicht.

Nein, es reicht nicht. Paulus ist noch nicht fertig. Vers 17.

Und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.

Er ist vor allem. Jesus ist nicht nur als Schöpfer, Urheber und Ziel der Schöpfung. Er ist vor allem.

Vor allem. Beinhaltet zwei Aspekte. Einerseits einen chronologischen Aspekt in dem Sinne. Dass er vor allem existiert hat, nämlich ewiglich existiert hat. Er ist vor allem.

Verstehen wir, alles begann. Irgendwann. Alles in der Schöpfung hatte irgendwann seinen Anfang. Auch die Engelswesen, auch die Dämonen. Es gab eine Zeit, wo sie nicht waren. Nicht so der Sohn.

Wir haben es gerade in den Hebräer gelesen. Du, dein Thron, war von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wir haben vorhin in Johannes 1 gesehen: Alles wurde. Er ist sein. Er existiert ewiglich. Er hatte keinen Anfang und würde auch kein Ende haben.

Wir wissen, Johannes 1, 1-2, wir haben es vorhin gelesen: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott.“ Im Anfang war es bereits. Es wurde nicht, es war. Und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott.

Johannes 8, 58, Jesus spricht zu den Juden: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich.“ Und hier wieder, wenn ihr darauf achtet, Johannes: „Bin ich“, nicht „wurde ich“, „war ich“, „war ich“ im Sinne von werden, sondern „bin ich“. Nicht nur, dass Jesus sagt, ich existierte vor Abraham, ich wurde vor Abraham, sondern ich bin vor Abraham. Jesus behauptet, ewiglich zu existieren.

Und er ist vor allen. Er ist vor allem chronologisch gesehen einerseits, aber gleichzeitig natürlich geht es hier auch wieder um Vorrangigkeit.

Er ist vor allen. In Rang, in Namen, in Ehre und in Anrechte. Er ist vor allen.

Alles besteht durch ihn. Alles besteht durch ihn. Er ist nicht nur Schöpfer von allem, er ist nicht nur vor allem. Er ist alles. Er ist es, der alles, was geschaffen ist, zusammenhält.

Das Wort Bestehen kann mit Zusammenhalten beschrieben werden. Auch das ist etwas. Es übersteigt unseren Verstand. Diese Welt wird aktiv von Jesus zusammengehalten.

Das bedeutet. Im Umkehrschluss, wenn Jesus nicht aktiv die Schöpfung zusammenhalten würde, würde alles in sich zusammenfallen. Die gesamte Schöpfung würde in sich zusammenfallen.

Verstehen wir das, liebe Geschwister, alles, was existiert, dieses gesamte Universum, alles würde zusammenfallen, wenn auch nur Jesus nur für einen Moment nicht alles aktiv zusammenhalten würde? Was bedeutet das? Natürlich glauben wir an Naturgesetze wie Schwerkraft oder so. Aber manchmal ist es so, glaube ich, dass wir uns vorstellen, ja, Gott hat alles geschaffen und Gott hat Naturgesetze und physikalische Gesetze und alles.

Geschaffen und und und und und geschaffen und hat sich dann entfernt, und dann bewegt sich einfach alles nach diesen Gesetzen. Aber so ist es nicht. Es läuft nicht einfach alles nach den Gesetzen, die Gott geschaffen hat, und dann hat er sich entfernt, dann ist er passiv geworden. In der Person und der Macht des Sohnes werden all diese Dinge zusammengehalten.

Die Erhaltungsgesetze; die vier fundamentalen Kräfte der Physik, wie Schwerkraft, elektromagnetische Kraft, die schwache und starke Kernkraft; die Gesetze der Mathematik, die Gesetze der Logik; Energieerhaltung, Massenerhaltung, Entropie; die Gesetze der Thermodynamik, der Wasserzyklus, Ebbe und Flut, die Laufbahn von Planeten, Sternen und Galaxien, dein schlagendes Herz, das Gerinnen von deinem Blut, die Anreicherung von deinem Blut mit Sauerstoff in deinen Lungen; die elektrischen Signale deiner Neuronen – alles besteht durch die Person Jesu Christi. Ist uns das bewusst, liebe Geschwister?

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit viel, mit den. Mit den mechanischen Gesetzen und Gleichungen, und meine ganze Arbeit basiert, wenn es um numerische Simulationen von diesen Ereignissen geht, es basiert auf, alles basiert auf die Erhaltungsgesetze: Energieerhaltung, Massenerhaltung, Impulserhaltung. Aus diesen Gleichungen, aus diesen Gesetzen ergeben sich alle Formeln und alle mathematischen Modelle und Beschreibungen, mit denen ich arbeite. Und eine der Dinge, die ich an meiner Arbeit so liebe, ist, wie es mich zum Staunen bringt über diese Schöpfung.

Liebe Schwester, ohne Massenerhaltung, Energieerhaltung können wir unser Universum nicht erklären; können wir Phänomene nicht erklären, nicht ausrechnen, nicht modellieren. Aber diese Dinge sind nicht einfach nur leere Gesetze oder statische Gesetze, die in die Existenz gerufen worden sind und dann einfach – das läuft dann einfach. Jesus ist es, der Energie erhält. Jesus ist es, der Masse in einem System erhält. Jesus ist es, der den Impuls erhält. Jesus ist es, der die Newtonschen Gesetze erhält. Auf eine Aktion gibt es Reaktion: Dass der Apfel auf den Boden fällt durch die Schwerkraft. Jesus ist es, der diese Schwerkraft erhält. Ohne ihn gäbe das nicht. Gäbe es das nicht. Und es würde alles zusammenfallen.

Denkt an den Wasserzyklus, etwas, was wir vielleicht alle, sicherlich alle, in der Grundschule gelernt haben. Die Sonne scheint. Das Wasser verdunstet. Es verdunstet, sammelt sich in Wolken. Und danach, wenn die Wolke genug Dunst angesammelt hat, beginnt es zu regnen, und das Wasser kehrt zurück auf die Erde. Ein Zyklus, der sehr natürlich ist. Wir denken, er funktioniert einfach automatisch. Aber die Bildschwister, wir müssen uns mal bewusst machen: Jesus ist es, der diesen Wasserzyklus aktiv erhält. Ohne ihn gäbe es diesen nicht.

Dass unsere Erde sich so um die Sonne herum bewegt. Wisst ihr, wie viele physikalische Konstanten existieren müssen, damit das richtig funktioniert, damit das funktioniert, damit Leben auf der Erde sein kann? Der Winkel, um den unsere Erde um ihre eigene Achse geneigt ist, was uns die vier Jahreszeiten schenkt. Wisst ihr, wie genau diese Dinge sein müssen, sein müssen und in Zusammenspiel mit diesen physikalischen und naturwissenschaftlichen Gesetzen funktionieren müssen, damit wir leben können, damit wir existieren können? Aber was ich sage, ist, dass es nicht nur die physikalische Konstante ist, dass es nicht nur das mechanische Gesetz ist, dass es nicht nur diese Kraft ist, sondern dass es Jesus Christus ist, der das erhält.

Und ich, liebe Geschwister, ich muss selbst sagen, dass ich manchmal eine lange Zeit das nicht vor Augen hatte. Ja, Gott hat die physikalischen Gesetze und den Zyklus und alles geschaffen. Und dann läuft es halt. Liebe Geschwister, ist euch bewusst: Jesus hält dein schlagendes Herz. Er ist es, der es erhält. Er ist es, der es bestehen lässt. Wieso schlägt dein Herz? Ich habe meine Arbeit darüber geschrieben.

Elektrische Impulse, die Zellen, die sich selbst in diesen Zustand bringen und dann diesen elektrischen Impuls an dein Herz schicken und dadurch dein Herz zum Pumpen bringen, dadurch Blut durch deinen Körper gepumpt wird.

Das ist das, ja, das ist es auch, wieso dein Herz schlägt. Aber vor allem schlägt dein Herz, weil Jesus Christus es erhält. Wenn er es nicht aktiv erhalten würde, würde dein Herz auf der Stelle aufhören zu schlagen.

Ich könnte weitergehen und weitergehen und weitergehen. Dass unser Blut grinnt, wenn wir uns schneiden. Ein automatischer Zyklus, ein automatischer Mechanismus unseres Körpers. Nein, nein, Jesus ist es, der diesen erhält. Sonst würden wir alle beim kleinsten Messerschnitt oder beim kleinsten Papier, an dem wir uns schneiden, verbluten.

Hebräer, wir lesen es immer wieder. Hebräer Kapitel 1, Vers 3 heißt es: Er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt. Jesus trägt alle Dinge durch das Wort seiner Macht.

Ein anderer Aspekt, einen, den wir vielleicht nicht so oft vor Augen haben, wenn wir über diesen Vers nachdenken: Auch deine Widersacher, sei es in der Arbeit, sei es in der Familie, in der Verwandtschaft oder sei es sogar der Teufel – auch sie werden von Jesus erhalten. Sie leben und existieren, weil Jesus es erlaubt. Wenn Jesus es nicht erlauben würde, würden diese nicht bestehen bleiben.

Es wirft noch eine andere Perspektive, wenn es heißt, dass, wenn wir Anfechtungen versuchen und Widersachern ausgesetzt sind. Jesus erlaubt das. Jesus lässt denjenigen aktiv bestehen. Wie sehr kannst du diesem Jesus dann vertrauen, wenn du Anfechtungen erfährst?

Jesus ist es, der dich erhält, nicht nur physisch und dein physisches Leben. Jesus ist es, der deine Seele erhält. Jesus, der das gesamte Universum erhält in seiner Person, durch die Macht seines Wortes – das gesamte Universum mit Mit so vielen Sternen und Galaxien. Glaubst du nicht, er kann dich erhalten? Deine Seele? Egal, wie schwer die Lage sein möge? Wie sehr kannst du diesem Jesus vertrauen?

Wir möchten an dieser Stelle zum Schluss kommen und diesen Punkt abschließen über die Vorrangigkeit Jesu aller Schöpfung, über alle Schöpfung. Paulus lässt keinen Zweifel an der Erhabenheit Jesu bestehen. Sein Argument und seine Beschreibung ist allumfassend. Alles, alles, alles und alles. Und falls das noch nicht genug ist: Erde und Himmel, sichtbar und unsichtbar, Throne, Gewalten, Mächte, Herrschaften. Er ist vor allem. Er ist. Und alles besteht durch ihn.

Der Sohn ist der gesamten Schöpfung vorrangig. Er ist kein Geschöpf, sondern er ist Schöpfer von allem. Über allem. Und er ist das Sinn und das Ziel und der Zweck von allem.

Bisher ging es primär um seine Vorrangigkeit in der Natur als ewiger Sohn. Ja, bereits in der Schöpfung. Im nächsten Abschnitt wird es um seine Vorrangigkeit und Erhabenheit in Bezug auf die Gemeinde und das Heilswerk gehen, was wir uns dann ab den Versen 18 anschauen werden, so der Herr will, in der kommenden Woche.

Was können wir aus diesen Versen lernen zur Anwendung?

Liebe Geschwister, ihr werdet merken, wenn wir uns jetzt die Anwendung anschauen: Im Prinzip ändert sich nichts zum letzten Mal, was die Anwendung betrifft. Denn der Text ist derselbe und die Botschaft des Textes ist derselbe. Jesus Christus ist erhaben. So ist die erste Anwendung, dieselbe wie vergangene Woche: Staune über die Eramheit Jesu. Und wie vergangene Woche möchte ich euch bewusst machen und auch wirklich mit euch ringen.

Lasst die Worte von Robert Mary McShane keine leere Floskel sein. Lass die Idee, über Christus zu staunen, nicht einfach nur ein „Ja, ja, das machen wir schon. Das mache ich schon“ sein. Nimm dir vor, setz es dir als Ziel, bewusst über Jesus Christus nachzudenken.

Liebe Geschwister, das ist der Schlüssel für alles. Für jeden Blick auf dich selbst, wirf zehn Blicke auf Jesus. Nimm dir Zeit, am Tag darüber nachzusünden, was wir heute gelernt haben.

Was es bedeutet, dass Jesus der Erstgeborene aller Schöpfung ist. Wie er zu diesem Titel gekommen ist, was ihn zum Erstgeborenen macht, nämlich, dass er der Schöpfer ist, in einem Wort gesagt. In ihm ist alles geschaffen. Alle Existenz ist in ihm verankert. Durch ihn ist alles geschaffen. Nichts, was existiert, ist ohne das Wirken Jesu in Existenz gerufen worden. Und alles ist zu ihm hingeschaffen.

Denke über Jesus nach und seine Vorrangigkeit über die gesamte Schöpfung. Sinne darüber nach. Wenn du dich das nächste Mal im Spiegel betrachtest, frage dich, wie oft habe ich heute über Jesus Christus nachgedacht? Über seine Erhabenheit. Wenn du in Anfechtung oder Bedrängnis bist, denke über diesen Jesus nach. Seine Erhabenheit, wie nichts und niemand ihm die Stirn bieten kann. Wie er alles erhält und wie er auch dich erhält.

Möchtest du in deinem Leben, in deinem Alltag davon loslassen, deine Gedanken mit dir selbst zu füllen, auf dich selbst fixiert zu sein? Und möchtest du auf diesen erhabenen Jesus Christus schauen?

Erstens: Staune über die Erbenheit Jesu.

Und zweitens: auch dieselbe Anwendung wie die vergangene Woche. Ruhe in der Erhabenheit Jesu. Ich habe es vergangene Woche gesagt: auf diesen Jesus zu schauen, ist ein Balsam für die Seele. Jesus ist es, der dich erhält. Deine Seele erhält, deinen Glauben erhält.

Wie sehr kannst du dem vertrauen, der über alle Schöpfung gesetzt ist? Wie sehr kannst du dem vertrauen, der alles geschaffen hat und alles Bestehen erhält, der vor allem ist? Was können Krieg, Verfolgung, Tod? Was können Engel und Dämonen ausrichten? Und was kann dir in dieser Welt schaden, über das Jesus nicht Herr ist? Er erhält alles, auch deine Seele.

Wenn er das Universum und alles in der Welt erhält und zusammenhält, welches Vertrauen darfst du in ihm haben, dass er dich tragen und erhalten wird, durch dein ganzes Leben hindurch? Dass er niemals zu schwach sein wird. Dass ihm niemals Vollmacht mangeln wird. Egal wie schwer deine Umstände. Was sind deine Umstände im Vergleich zum gesamten Universum, das er durch die Macht seines Wortes erhält?

Und wir werden in den vergangenen, in den kommenden Wochen, so der Herr will, sehen, wie die Erhabenheit Jesu über dein Heil dir auch noch Ruhe schenken kann.

Drittens: Gib Jesus die Vorrangigkeit, die ihm gebührt. Gib Jesus die Vorrangigkeit. Jesus ist vorrangig über alle Schöpfung. Das ist Tatsache, das ist seine Position. Aber ich möchte dich fragen: ist er das auch in deinem Leben? Hat Jesus in deinem Leben die Vorrangigkeit, die ihm gebührt?

Wenn du hier sitzt und dich fragst, was ist der Sinn deines Lebens? Wozu bin ich hier auf dieser Erde? Wozu arbeite ich? Wozu atme ich? Die Antwort ist einfach: es ist Jesus Christus. Du wurdest von ihm für ihn geschaffen. Er ist es, der dein Herz am Schlagen hält. Er ist der Grund, wieso du durch jetzt auf dieser Stelle hirntot bist, weil er dich am Leben hält. Du wurdest von ihm und für ihn geschaffen, nicht für deinen Job, nicht für Menschen, nicht für dich selbst, sondern für ihn.

Er ist der Sinn, das Ziel und der Zweck deines Lebens.

Und der Aufruf an diejenigen, die nicht an Christus glauben, ist derselbe: Tue Buße und kehre um zu diesem Jesus Christus.

Wir haben heute so viel über die Erhabenheit Jesu gesprochen. Ich möchte nochmal euch vor Augen führen: Das ist derselbe Jesus, der blutend, gegeißelt und in einer Dornenkrone als Krimineller am Kreuz von Golgatha hing. Das ist derselbe, der Mensch geworden ist, der Zimmermann genannt worden ist. Der genannt worden ist: „Ist er nicht der Sohn der Maria? Und kennen wir nicht seine Geschwister?“ So haben die Menschen in Nazareth geredet. Über diesen selben Sohn haben sie so geredet.

Dieser erhabene Sohn, der Grund ist für alles, was existiert und der Grund dafür ist, dass alles überhaupt lebt. Er wurde bespuckt. Er wurde gegeißelt. Er wurde gefoltert, verspottet und an ein Kreuz gehängt. Und über all dem hat dieser erhabene Jesus den Zorn Gottes für Sünder getragen.

Ist euch bewusst? Jesus war es, während er an diesem Kreuz hing. Der das Leben derer erhalten hat, die ihn gerade an dieses Kreuz genagelt haben. Seht ihr, was dieser erhabene Jesus für Sünder getan hat? Wie er sich selbst hingegeben hat, damit niemand verloren geht, sondern jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat. Was für ein Herr! Was für ein König! Was für ein erhabener Jesus, der sich so gedemütigt hat!

Und so bitte ich jeden: Zögere nicht, wenn du nicht an Christus glaubst heute. Mit offenen Armen wird er dich empfangen, wenn du in Buße kommst. Glaube an ihn und kehre um. Kehre um von Selbstgerechtigkeit. Kehre um davon, dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen zu leben. Kehre um von deinem Stolz. Und wende dich zu Jesus und erwerfe dich ihm. Er ist würdig.

Und für dich, wenn du bereits an Jesus Christus glaubst, unterwerfe ihm jeden Aspekt. Gib ihm die Vorrangigkeit, die ihm gebührt. Dein Leben gehört nicht dir. Dein Leben gehört nicht deiner Arbeit. Dein Leben gehört nicht deiner Familie. Dein Leben gehört Jesus Christus.

Du wurdest auf ihn ausgerichtet geschaffen. Wenn alles, was geschaffen wurde, ein Pfeil ist, alles, was existiert, wenn du mit einem Pfeil repräsentiert werden kannst. Du, als du geschaffen worden bist, bist du geschaffen worden als ein Pfeil, der in Richtung Jesu Christi zeigt. Richtest du dein Leben dann aber auch nach Jesu Christus aus? Gibst du ihm die Vorrangigkeit, die er in der Natur seiner Person auch tatsächlich hat? Oder raubst du Jesus das, was ihm gehört, indem du anderen Dingen den Vorrang in deinem Leben gibst: deinen eigenen Wünschen, Begierden und Zielen, deiner Arbeit, deiner Familie, anderen Menschen?

Ich möchte dich dazu ermutigen: Richte dein Leben aus nach Christus. Er ist das Zentrum des Universums. Er ist der Mittelpunkt von allem, was geschaffen ist. Ist er Mittelpunkt deines Lebens? Ist er das Zentrum deiner Existenz? Ist dein Denken, dein Reden, dein Wandeln auf ihn ausgerichtet? Ich ermahne dich: Richte dein Leben nach ihm aus.

Wenn du das nicht tust, raubst du Jesus das, worauf er als Erstgeborener Anspruch hat. Richte dein Leben, deine Ziele, die Entscheidungen deines Lebens! Was soll ich studieren? Was soll ich arbeiten? Wo soll ich leben? Wen soll ich heiraten? Und all diese Lebensentscheidungen, die man hat, richte sie aus nach ihm.

Und auch ganz einfach: Nicht nur diese großen Lebensentscheidungen. Fang klein an. Richte deine Woche nach Christus aus. Richte deinen Tag nach Christus aus. Gib ihm den Vorrang darin, wie du deinen Tag gestaltest und wie du deine Woche gestaltest.

Wenn du morgens aufstehst, wenn du deinen Wecker stellst, stell ihn nicht für die Arbeit, stell ihn nicht für die Familie, sondern stell ihn für Christus. Steh auf für ihn und auf ihn ausgerichtet. Nicht auf deine Arbeit. Nicht einmal deine Familie. Das heißt nicht, dass du diese Dinge vernachlässigen wirst, denn wenn du wirklich für Christus aufstehst, wirst du diese Dinge eben nicht vernachlässigen. Aber ich rede über ein verändertes Denken.

Wahre Disziplin ist nicht aufzustehen, wenn man es muss für die Arbeit. Wahre Disziplin ist, aufzustehen für Christus, wenn man es von der Arbeit her oder von der Familie her nicht tun müsste.

Plane deinen Tag um ihn herum. Wie kann ich meinen Tag um ihn herum ausrichten? Wie kann ich ihn ehren? Wie kann ich diesen Tag für ihn verbringen? Nicht nach deinem Willen, nach dem deinem Plan. Nicht nach dem Plan, den dir die Welt vorgibt. Nicht mal nach dem Plan, den dir die Familie vorgibt. Plane um Jesus Christus willen.

Wenn du arbeitest, arbeite für ihn. Wenn du Urlaub machst, mach es für ihn. Was meine ich mit Urlaub für Jesus machen? Ganz zwei Beispiele, einfach nur, damit ihr versteht, was ich meine. Vernachlässigt die Gemeinschaft nicht im Urlaub. Wie oft passiert es euch, dass ihr im Urlaub fährt und da fällt es euch am schwierigsten? Bibel zu lesen oder zu beten. Wenn du Urlaub machst, mach es nicht um.

Natürlich, mach es für deine Erholung und so weiter, aber. Es geht am Ende trotzdem um ihn. Es muss um ihn gehen. Es muss primär um ihn gehen. Er muss Vorrang haben, auch in deinem Urlaub.

Ein weiteres Beispiel, nur damit ihr versteht, was ich damit meine. Verkündige auch im Urlaub das Evangelium. Du machst nicht Urlaub vom Christ sein. Du machst Urlaub von deiner Arbeit, du erholst dich von deiner Arbeit, aber du machst nicht Urlaub vom Christ sein. Du machst nicht Urlaub davon, Christus den Vorrang zu geben. Nur damit ihr versteht, was ich konkret damit meine. Mach Urlaub für Jesus. Arbeite für ihn. Arbeite als dem Herrn. Später in Kolossa werden wir uns damit beschäftigen. Erziehe deine Kinder für ihn. Komm in die Gemeinde für ihn, ihm den Vorrang gebend.

Ich warne dich: Wenn es etwas in deinem Leben gibt, das du ihm vorenthältst. Du raubst dem Erstgeborenen sein Recht. In 1. Korinther 10, 31 heißt es: Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Später in Kolosser 3,17 heißt es: Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk – alles tut im Namen des Herrn Jesus.

Liebe Geschwister, gebt ihm Vorrang, denn er hat Vorrang in allem. Ihm möge alle Ehre zuteil werden. Amen. Lasst uns beten.

Unser Herr Jesus Christus, ich bete dich an, denn du hast Vorrang vor allem und über allem. Ich existiere und ich atme. Mein Herz schlägt durch dich und für dich. Diese Welt existiert, dieser Planet dreht sich. Die Sonne geht auf. Durch dich und für dich. Wir sind nicht die Helden der Geschichte und wir sind nicht der Mittelpunkt unseres Lebens. Oder dieser Welt. Du bist es, Herr Jesus Christus. Du bist es, der als Einziges von sich überhaupten kann: Der Mittelpunkt von allem zu sein. Und du übertreibst nicht. Du bist wahrhaftig der Mittelpunkt von allem. Ich bitte dich darum, Herr Jesus. Mögen wir darüber nachsinnen, mögen wir darüber reflektieren und mögen wir doch, dir diesen Vorrang auch geben in unserem Leben. Nimm weg, Herr Jesus, und reiße aus unserem Herzen und unserem Leben heraus alles, was wir dir vorenthalten. Nimm die Götzen hinfort, allem, was wir mehr, was wir Vorrang geben über dir, hinein statt dir. Reiß das aus und richte unsere Herzen aus nach dir. Jesus Christus. Rich unsere Herzen aus, sodass wir den Sinn und den Zweck unseres Lebens nicht verpassen.

Dich nicht berauben, sondern dir geben, was dir gebührt, nämlich alles. Wir bitten nicht darum. Amen.

Nach oben scrollen