Juli 12, 2026

Die Gemeinde, die Jesus baut – Teil 2

Serie:
Passage: Matthäus 16:18

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Lass uns beten. Himmlischer Vater, wir danken dir, dass wir mit Überzeugung singen können, dass wir mit Klarheit singen können: „In deiner Hand steht meine Zeit.“ O Herr, was für ein Trost ist das? Was für eine Zuversicht ist es zu wissen, dass wir nicht selbst unser Leben richten müssen? Dass wir nicht selbst den Himmel verdienen müssen? Dass wir uns nicht selbst Gutes und das Gutsein erarbeiten müssen? Sondern Herr, du hast alles für uns vollbracht. Du hast uns gerettet, du hast uns geheiligt, sagt dein Wort. Und du hast uns bereits im Himmel sitzen lassen.

Und Herr, in Römer 8 lesen wir, dass uns nichts und niemand von dir trennen wird. So, Herr, leben wir mit Zuversicht auf dieser Welt. Und gleichzeitig bitten wir dich jetzt, wenn wir dein Wort aufschlagen, dass diese Zuversicht uns doch treiben möge, zu wachsen in der Heiligung, zu wachsen, indem wir dich kennenlernen und indem wir deinem Sohn eben in das Ebenbild verwandelt werden. Segne diesen Gottesdienst und segne die Zeit in deinem Wort. In Jesu Namen. Amen.

Setzt euch gerne. Ist die PowerPoint an? Ja. Okay. Wir wollen heute was Neues ausprobieren. Wir probieren es mit einer PowerPoint. Also entschuldigt, falls es in eine andere Richtung geht. Okay, schauen wir mal. Oh, ich verstehe, andere Richtung. Perfekt.

Ja, schönen guten Morgen auch von meiner Seite. Mein Name ist William, und ich möchte euch alle sehr, sehr herzlich begrüßen. Auch ganz besonders unsere Gäste, die heute das erste Mal da sind. Wir freuen uns, dass ihr alle da seid. Wir freuen uns, dass ihr mit uns den Gottesdienst feiert. Das ist wahrlich das Größte für uns, zusammenzukommen und den, der uns gerettet hat, anzubeten, ihm Lob zu bringen, aber dann auch sein Wort aufzuschlagen, still zu werden und ihm Gehör zu schenken.

Wir möchten euch heute auch einladen, nicht nur zu diesem Gottesdienst, sondern nach dem Gottesdienst werden wir auch ein Gemeindeessen haben. Und wir würden euch einfach einladen, zu bleiben, mit uns zu essen und einfach auch die Zeit zu schenken, euch kennenzulernen. Weil ein vitaler Punkt, ein wichtiger Punkt der Gemeinde, ist auch die Gemeinschaft. Und diese möchten wir gerne mit euch haben.

Wenn ihr eure Bibel habt, bitte schlagt auf Matthäus Kapitel 16. Und für all unsere Gäste möchte ich auch sagen, wir haben ein Skript, vor allem für diejenigen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, wo ihr der Gliederung der Predigt folgen könnt. Fühlt euch frei, diesem Skript zu folgen. Ihr habt quasi meine Predigtnotizen für euch.

Ja, wenn ihr Matthäus Kapitel 16 aufschlagt, wir sind gerade in einer Reihe, wo wir uns die Gemeinde anschauen. Und in der letzten Woche haben wir mittendrin aufgehört, aber wir möchten kurz mit einem Rückblick beginnen. In Matthäus Kapitel 16 haben wir uns zunächst einmal mit der Frage beschäftigt: Wer ist Jesus? Und das wird ganz klar in den Abschnitten 13 bis 16, wo Jesus seine Jünger zu einem sehr privaten Ort mitnimmt und sie wirklich fragt: „Wer denkt ihr, dass ich bin?“

Und wir haben gesehen, dass die Gemeinde nicht mit einer Organisation beginnt. Die Gemeinde beginnt nicht mit einer Satzung, einem Gebäude oder einer Person. Petrus bekennt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, in Vers 16. Also haben wir festgestellt, dass die Gemeinde Gottes mit einer Person anfängt. Und die Person ist Jesus. Und daraufhin bekennt Jesus zu Petrus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich die Gemeinde bauen.“

Letzte Woche haben wir uns deshalb ausführlich mit der Frage beschäftigt: Wer ist dieser Fels? Die Frage war: Wer ist dieser Fels? Und wir mussten einfach feststellen, um diese Frage zu beantworten, verlassen wir uns nicht auf die Kirchengeschichte, auf die Tradition von Menschen, sondern als wahrhaftige Christen müssen wir uns der Frage stellen und die Frage mit dem Text beantworten. Und deswegen, als gute Bibelstudenten, stellen wir uns die Frage des Kontextes. Ich habe euch letzte Woche gesagt, einer meiner Professoren hat immer gesagt: Das größte Prinzip im Studieren der Bibel ist Kontext, Kontext und Kontext, also der Zusammenhang. Und in diesem Zusammenhang haben wir drei sehr wichtige Beobachtungen gemacht, um die Frage zu beantworten: Wer ist dieser Fels?

Und wir haben festgestellt, dass erstens es eine These gibt, die sehr stark von der katholischen Kirche vertreten wird, dass Petrus der Fels ist. Und die katholische Kirche behauptet, dass dadurch der erste Papst von Jesus hingestellt wurde. Aber wir haben auch festgestellt, dass das nicht die Wahrheit ist, dass das nicht die Aussage des Textes ist. Und wir haben diese Wahrheit festgestellt anhand des Zusammenhangs.

Der erste Zusammenhang war der unmittelbare Zusammenhang des Textes. Wir sehen, in Matthäus Kapitel 16 geht es nicht um Petrus. Petrus ist nicht der Hauptgrund für diesen Text. Jesus nimmt seine Jünger, und die Frage dreht sich darum: Wer bin ich? Und die Antwort wird klar: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

Und wir haben festgestellt, im unmittelbaren Kontext, das Wort Fels wird in bereits Matthäus Kapitel 7 dazu benutzt, um klar darzulegen, dass die Lehre, die Jesus vertritt, später ganz klar als der Fels dargelegt wird, auf dem der Weise sein Haus baut. Nicht nur das, im unmittelbaren Kontext, nur einige Verse später, sehen wir ganz klar, dass Jesus zu Petrus, von dem manche behaupten, er sei der Fels, von Jesus zurechtgewiesen werden muss, als „Geh hinter mich, Satan“ in Vers 23. Das zeigt uns, Petrus ist ein wahrer Jünger, aber er ist kein unfehlbarer Mensch. Er braucht dieselbe Gnade wie du und wie ich auch. Und das ist ganz, ganz wichtig.

Und dann haben wir uns auch drittens angeschaut: den gesamtbiblischen Zusammenhang. Wenn wir uns den gesamtbiblischen Zusammenhang ansehen, haben wir uns Epheser Kapitel 2, Vers 20 angeschaut, wo Paulus klar als Eckstein nicht einen Menschen bezeichnet, sondern Christus selbst. Und nicht nur das, Petrus selbst, also der Empfänger dieser Nachricht, der Empfänger dieser Worte, in der Apostelgeschichte Kapitel 4, als er predigt, bezeichnet Jesus als den Eckstein der Gemeinde. Und dann auch in seinem ersten Brief, im ersten Petrusbrief, Kapitel 2, zeigt Petrus als den Felsen nicht zu sich, sondern er zeigt zu Christus. Er zeigt zu Jesus.

Liebe Geschwister, es ist ganz wichtig für uns zu verstehen, Petrus zeigt immer und immer wieder auf seinen Herrn, Jesus. Die Gemeinde, die Jesus baut, hat das richtige Fundament. Die Gemeinde, die Jesus baut, steht nicht auf Petrus, sie steht auf Christus. Und da haben wir letzte Woche aufgehört, und damit endet die Aussage nicht, richtig? Damit endet der Abschnitt nicht. Das ist erst der Anfang. Das ist erst der Anfang.

Und in Matthäus Kapitel 16 sehen wir, dass Jesus drei Wahrheiten über die Gemeinde, die er baut, mitteilt. Letzte Woche haben wir uns damit beschäftigt, dass die Gemeinde, die Jesus baut, das richtige Fundament hat. Heute werden wir uns die zwei weiteren Punkte anschauen, und zwar in Vers 18: Die Gemeinde, die Jesus baut, hat den richtigen Baumeister und sie hat die richtige Verheißung.

In Matthäus Kapitel 16, Vers 18 sehen wir drei Wahrheiten über die Identität der Gemeinde, sodass du deine Sicht auf die Gemeinde prüfst, sodass du deine Sicht auf die Gemeinde prüfst. So kommen wir nun zu unserem zweiten Punkt, und ich möchte den Text kurz lesen und dann in den Text auch einsteigen. Matthäus Kapitel 16, Vers 18, das Wort Gottes spricht: „Aber auch ich sage dir, du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen. Und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.“

Nachdem Jesus nun das Fundament gelegt hat, richtet er den Blick auf den Baumeister. Versteht ihr, Geschwister? Denken wir doch mal sehr praktisch. Ein Fundament baut kein Haus, richtig? Auf einem Fundament steht ein Haus. Wer baut denn das Haus? Das Haus wird gebaut von einem Baumeister. Hier in Deutschland gibt es immer den Baustellenherrn, also den Bauleiter. Jeder, der ein Haus gebaut hat, wird es kennen. Man hat viele Diskussionen mit dem Bauleiter. Und was Jesus hier sagt, ist – und schaut auf den Vers, und das ist ganz wichtig: Jesus sagt nicht, Petrus wird meine Gemeinde bauen. Seht ihr das? Jesus sagt nicht, die Apostel werden meine Gemeinde bauen. Jesus sagt auch nicht, die Ältesten bauen meine Gemeinde. Er sagt aber auch nicht, die Gemeinde wird sich selbst aufbauen. Nein!

Was sagt denn Jesus? Ich werde meine Gemeinde bauen. Was für eine wahnsinnige Aussage! Geschwister, sind wir uns bewusst, was Jesus hier ganz klar bezeugt? Lasst uns mal Stopp machen hier und mit dem ersten Wort aus diesem Vers beginnen. Was ist das erste Wort? Ich. Schau dir das an. Wer spricht hier eigentlich? Es ist nicht einfach ein Lehrer, ein jüdischer Rabbi, ein Prophet, ein großer Lehrmeister.

Was hat Petrus gerade bekannt, einige Verse vorher? In Vers 16 sagt Petrus was zu Jesus? Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Geschwister, wer ist dieser Ich? Es ist der verheißene Messias. Es ist der Retter der Welt. Und nicht nur das, er ist der ewige Sohn Gottes, die zweite Person der Dreieinigkeit. Der König Israels. Und dieser sagt: Ich, meine Person, ich werde bauen.

Denkt kurz nach. Im gesamtbiblischen Kontext: Wer baut sein Volk? Wer ruft Abraham in 1. Mose Kapitel 12? Wer erwählt Israel? Wer führt sie raus aus Ägypten und vollzieht den Exodus? Wer bewahrt in der Schrift den Überrest im Exil? Es ist Jahwe, der Bundesgott, der treu ist. Geschwister, wird uns hier schnell bewusst, wenn das Jesus hier nun sagt: Ich werde meine Gemeinde bauen, dass er eine göttliche Verheißung gibt?

Verstehst du, Jesus behauptet, etwas tun zu können, das ein Mensch nicht vollziehen kann. Nur Gott kann bauen. Und das ist eine Aussage, die Jesus auf sich bezieht. Und somit auch ganz klar zum zweiten Mal in diesem Text – und diesmal nicht durch Petrus, diesmal durch wen? Durch ihn selbst bezeugt: Ich bin Jahwe. Ich bin Gott. Ich werde bauen. Versteht ihr, Geschwister? Nur Gott kann geistliches Leben schenken, richtig? Nur Gott kann Sünder retten. Nur Gott kann toten Sündern, aus toten Sündern, lebendige Steine machen, die er benutzt.

Ja, liebe Geschwister, wenn Jesus sagt: Ich werde die Gemeinde bauen, dann sagt er, der göttliche Baumeister, er wird die Gemeinde bauen. Versteht ihr, was das für unsere Gemeinde hier bedeutet? Versteht ihr, was das für dich und mich, für die Soli Deo Gloria bedeutet? Irgendwie ist das auch im Namen, richtig? Es bedeutet, wir bauen nicht die Gemeinde. Es bedeutet, Christus baut seine Gemeinde.

Aber bitte versteht mich nicht falsch. Das nimmt uns nicht die Verantwortung. Aber es nimmt uns jeglichen Stolz. Es nimmt uns jeglichen Grund zum Rühmen. Es platziert uns, wo wir hingehören: unter dem Baumeister. Und nicht nur das. Es nimmt uns doch auch Angst, oder? Verstehst du, dass Gott, der Schöpfer, diese Gemeinde baut? Brauchst du Angst? Gibt es Grund, Angst zu haben? Es gibt Leute, die haben Burnouts. Es gibt Leute, die schlafen nachts nicht.

Aber weißt du, was hier Jesus sagt? Ich, Gott, bin der Baumeister. Nicht Bob, der Baumeister, Christus. Er, Gott. Er ist der Baumeister. Denn die Gemeinde, die Jesus baut, hängt nicht an unserer Kraft, sondern an seiner. Also, wir haben uns gerade angeschaut das erste Wort: Ich. Und jetzt schauen wir uns das nächste Wort an: werde. Ja? Werde. Und uns muss klar werden, was Jesus hier gerade sagt. Es ist wichtig, dass wir das einfach verstehen, dass.

Schauen wir uns mal kurz die Zeitform an. Was sagt Jesus nicht? Was bedeutet denn das deutsche Wort werde? Schau mal, Jesus sagt nicht: Ich werde meine Gemeinde bauen, wenn alles gut läuft. Versteht ihr? Versteht ihr, wenn wir manchmal etwas bestellen, dann gibt es ja eine voraussichtliche Ankunftszeit. Habt ihr das schon mal gesehen? Ihr bestellt etwas, es gibt eine E-Mail. Ich habe letztens was bestellt online, Essen, glaube ich, haben wir bestellt. Wir hatten einen Gutschein, und du konntest sehen, wann das Essen zubereitet wird, wann der Zustellfahrer kommt und wann es zu Hause ankommt. Und das war nicht so zuverlässig, okay? Aber wer sagt das hier? Wir haben das Ich geklärt, Gott selbst.

Und verstehst du, Jesus sagt nicht: „Ich werde, wenn alles gut läuft.“ Weißt du, was er auch nicht sagt? „Ich werde die Gemeinde bauen, wenn die Jünger treu sind.“ Sagt er das? Schaut er zu Petrus und sagt: „Petrus, wenn du fest glaubst, wenn du treu bist, dann werde ich bauen.“ Jesus sagt ganz schlicht und ganz einfach: „Ich werde bauen.“ Es ist kein Wunsch, es ist keine Hoffnung, sondern es ist eine göttliche Zusage. Eine göttliche Zusage.

Überleg, als Jesus diese Worte spricht. Existiert die Gemeinde noch gar nicht? Verstehst du das? Die Gemeinde existiert noch gar nicht. Wann ist denn die Geburtsstunde der Gemeinde? Pfingsten, Apostelgeschichte 2. Es gibt keine Ältesten, es gibt keine Diakone. Es gibt keine Missionsreise, Geschwister. Es gibt noch nicht mal das Neue Testament. Aber Jesus sagt: „Ich werde meine Gemeinde bauen.“ Menschlich gesehen gibt es keinen Grund, dieser Aussage zu glauben. Aber Jesus spricht mit völliger Gewissheit. Warum? Weil er der Gott ist, der sie baut. Weil Gott, der Schöpfer, sie baut. Was für eine überwältigende Botschaft. Gott, er wird bauen.

Und lass mich dich fragen, hat er sie nicht gebaut? Zweitausendsechsundzwanzig Jahre später, hat er sie nicht gebaut? Hat sein Wort nicht Bestand gehabt? Werden nicht heute auch noch Menschen gerettet dadurch, dass sie Christus bekennen als den Messias und den Gott, den Schöpfer? Heute können wir zurückschauen und sagen: „Oh ja.“ Versteht ihr, Jesus spricht das zu den Jüngern, die noch keine Ahnung haben. Wir schauen zurück und denken: „Klar.“ Aber versteht ihr, mit welch einer Zuversicht und welch einer Klarheit Jesus das sagt.

Also, wir haben über die Person geredet, wir haben über die göttliche Verheißung gesprochen. Und nun reden wir über den nächsten Wortlaut, den Jesus benutzt: „Meine Gemeinde.“ Ich glaube, das sind fast die schönsten Wörter, Worte in diesem Abschnitt. Ein Eigentumsbezug. Meine Gemeinde. Sie gehört ihm. Er hat sie erwählt. Er wird sie erlösen in diesem Punkt. Er wird sie reinigen. Er wird sie bewahren. Er wird sie eines Tages, und das ist immer noch Zukunft, verherrlicht vor seinem Vater stellen.

Sieh, die Gemeinde ist sein Eigentum. Liebe Geschwister, verändert das nicht unsere Sicht auf die Gemeinde? Die Gemeinde gehört nicht einem Pastor. Sie gehört noch nicht mal den Ältesten der Solideo Gloria-Gemeinde. Sie gehört nicht einer Denomination. Sie gehört noch nicht einmal uns. Sie gehört Jesus Christus. Das bedeutet, dass wir auch nicht das Recht haben, die Gemeinde nach unseren Vorstellungen zu erfinden. Versteht ihr? Nicht wir bestimmen ihren Auftrag, ihre Botschaft oder ihre Identität.

Ich möchte das wiederholen. Wenn Jesus sagt: „Meine Gemeinde“, erhebt er Besitzanspruch. In Deutschland gibt es das Urheberrecht. Das bedeutet, du und ich bestimmen nicht über ihren Auftrag, ihre Botschaft, ihre Identität. Wir bestimmen auch nicht, wie wir Menschen hereinführen. Wir können nicht Programme einfach verändern, weil der Trend dieser Welt gerade es verlangt. Wir können keine Nebelmaschinen aufstellen, Lasershows mehr machen. Wir können keine Rockband hier hinstellen. Wir müssen dem folgen, der der Eigentümer ist. Und der Eigentümer hat in seinem Wort verkündigt, wie die Gemeinde zu funktionieren hat, wer die Gemeinde zu leiten hat, wie die Gemeinde anbeten muss.

Darf ich dich ganz praktisch fragen, wie redest du dann über diese Gemeinde? Wie denkst du über die Gemeinde, die gebaut wird von dem Schöpfergott? Wie behandelst du die Gemeinde? Hat sie Priorität in deinem Leben? Hat sie Raum in deinem Leben? Oder behandelst du sie wie jedes andere Gut als ein Konsumer, als ein Konsument? Wie oft sind wir versucht, wenn wir etwas Neues kaufen möchten, alle möglichen Vergleichsportale aufzuschlagen, alle möglichen. Ja, Reviews, YouTube-Videos. Wir gehen in den Laden, wir denken darüber, wir träumen darüber, bevor wir etwas kaufen, bevor wir etwas anschaffen, bevor wir uns überhaupt irgendwo engagieren oder Mitglied werden. Behandelst du so die Gemeinde? Ist das so, wie du auf die Gemeinde Gottes schaust? Mit der Sicht: Wie kann ich das Beste, das Größte, das Optimalste? Ja, optimale Entfernung, optimale Programme, optimale Angebote, die mich entertainen, die meine Kinder entertainen, die meine Gedanken entertainen, die mich intellektuell beanspruchen. Ist das, wie du über die Gemeinde denkst?

Oder denkst du über die Gemeinde, dass sie das Eigentum Christi ist? Darf ich dir was sagen? Nicht nur die Gemeinde ist Eigentum Christi. Du bist Eigentum Christi. Du bist das Eigentum Christi. Nun, schließlich beschreibt Jesus sein Werk mit einem einfachen Bild, richtig? Er sagt: „Ich werde meine Gemeinde“, und als letztes sagt er: „Ich werde sie bauen.“ Ich werde sie bauen. Ist es nicht wieder ein… Wisst ihr, Jesus ist so ein talentierter Redner, richtig? Jesus benutzt Bilder. Jesus benutzt nicht eine komplizierte theologische oder sogar eine Gebrauchsanweisung. Jesus benutzt Bilder.

Das nächste Bild, das er uns vor Augen führt, ist Bauen. Es ist interessant, dass Jesus nicht etwas Fertiges beschreibt, richtig? Jesus beschreibt nicht: „Siehe hier, hier ist meine Gemeinde.“ Jesus gibt uns nicht ein komplett fertiges Gebäude, sondern er beschreibt einen Prozess. Ein Gebäude entsteht nicht in einem Augenblick. Ein Gebäude, es wächst Stein für Stein. Weißt du, jeder Stein wird sorgfältig ausgesucht und er wird sorgfältig an seinen Platz gesetzt. Genau dieses Bild gebraucht Jesus für den Bau seiner Gemeinde. Einen Menschen nach dem anderen. Eine Generation nach der anderen. Richtig? Die Gemeinde wird gebaut.

Seit 2000 Jahren geschieht genau das. Reiche sind entstanden und Reiche sind untergegangen. Kaiser kamen und Kaiser gingen. Philosophen haben die Welt verändert, aber sie sind verschwunden. Wo ist Plato? Wo ist Aristoteles? Regierungen sind entstanden. Sie sind entschwunden. Diktatoren haben versucht, diese Gemeinde zu zerstören. Hitler hat sie versucht zu zerstören. Mussolini hat versucht, sie zu zerstören. Lenin und Stalin haben versucht, die Gemeinde Christi zu zerstören. Die Chinesen, das Chinesische Reich oder die Regierung versucht, die Gemeinde zu zerstören. Aber die Gemeinde, die Christus baut, wird ohne Unterbrechung, Stein für Stein für Stein, für über 2000 Jahre gebaut. Warum? Weil sie sein Werk ist.

Liebe Geschwister, ist das nicht eine gewaltige Ermutigung? Wenn der Bestand der Gemeinde, stell dir das mal vor, der Bestand der Gemeinde würde von uns abhängen, von mir abhängen. Ich sage dir, ich verspreche dir, sie würde nicht mehr existieren. Weil ich und du sind fehlbare, unzureichende, sündhafte Menschen. Es würde politische Kämpfe geben, es würde Machtkämpfe geben, es würde Intrigen geben. Menschen können die Gemeinde nicht bauen. Er ist es, Gott selbst ist es, der baut. Und Gott sei Dank dafür, dass die Zukunft der Gemeinde nicht an uns hängt, sondern sie ist in Christi Hand.

Ist das nicht ein Grund zur Freude? Ist das nicht auch ein Grund zum Dienst? Weißt du, Jesus sagt nicht: „Setz dich hin und ich baue und danach ziehst du ein.“ Oder? Jesus lädt dich ein zum Dienst. Jesus lädt dich ein, mutig zu evangelisieren, Jünger zu machen. Nicht, weil wir so stark sind oder er uns braucht, sondern weil Jesus uns teilhaben lassen möchte an seinem Werk. Weil er uns seine Treue erweisen möchte. Verstehst du, das auch bedeutet, dass jedes Mal, wenn du und ich dienen, jedes Mal, wenn du und ich jemandem das Evangelium verkündigen, jedes Mal, wenn wir leiden müssen, Jesus mit uns ist? Dass es Jesus ist, der letztendlich es vollbringt. Verstehst du, diese Welt geht gerade kaputt an einem Individualismus, an einer Sucht nach ich, ich selbst und nur ich. Aber Christus ruft uns in eine Gemeinschaft, wo er sein Haus baut, seine Gemeinde baut, wo du teilhaben darfst, wo du benutzt werden darfst, aber wo es nicht auf dich ankommt, sondern wo du Werkzeug in den Händen eines wunderbaren Baumeisters sein darfst. Also, was haben wir uns angeschaut? Deshalb ist die Botschaft: Die Gemeinde, die Jesus baut, hat den richtigen Baumeister. Preis den Herrn! Die Gemeinde, die Jesus baut, hat den richtigen Baumeister. Nicht Menschen tragen sie, Christus trägt sie.

Kommen wir zu unserem zweiten Punkt, die Verheißung in Vers 18. Und ich lese nochmal vor: „Und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.“ Nachdem Jesus das Fundament seiner Gemeinde beschrieben hat, anders als den Baumeister vorgestellt hat, gibt er nun eine gewaltige Verheißung. Viele, viele Menschen kennen diesen Abschnitt, doch leider wird er oft falsch verstanden. Und wir müssen uns hier wirklich aus diesem Text erarbeiten, was es eigentlich bedeutet.

Und lasst uns zunächst einmal über den Ort sprechen. Den Ort, in dem Jesus sich gerade befindet. Also, Jesus ist mit seinen Jüngern wo? Er hat sich herausbewegt und ist hier unten an einem Ort, der Caesarea Philippi heißt. Er ist in einem Heidengebiet. Es ist ein Ort, der geprägt ist von heidnischen Göttern. Ich habe hier ein paar Bilder für euch mitgebracht. Es ist ein Ort, wo es noch und nöcher und überall ganz viele heidnische Symbole und heidnische Bereiche gibt.

Und viele, viele dieser Menschen, seht ihr diese gewaltigen Höhlen, haben mit diesem Ort verbunden. Also, die Heiden haben gedacht, es ist der Verbindungsweg zum Totenreich. Es ist die Verbindung zum Totenreich. Es gibt gewaltige Höhlen, gewaltige Höhlen, die hineingehen, wo der Gott Pan – wir haben über ihn geredet in unserer ersten Predigt – verehrt wird. Dieser Ort war ein Symbol der Macht des Todes und der Finsternis.

Und vielleicht schaust du gerade drauf und denkst, oh, das sieht hübsch aus. Aber jetzt stell dir mal vor, Heiden führen Götzendienst dort aus. Es ist dunkel. Es wird geschlachtet, es wird gemordet, Kinder werden geopfert. Eine Form des Gottesdienstes war es, mit Tempelprostituierten sich in einen Trance-Zustand zu begeben, um diesen heidnischen Göttern zu dienen. Man hat gedacht, durch diese unmoralischen, verkehrten Praktiken kommt man dem Totenreich und so gewissen Göttern näher. Und hier spricht Jesus das erste Mal über seine Gemeinde. Wahnsinn, oder? Der Text sagt uns genau, wo Jesus war.

Weißt du, was Jesus hier tut? Jesus stellt ganz klar einen krassen Kontrast dar. Schauen wir zurück zum Text, das wird uns auch helfen. Was sagt denn Jesus? „Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.“ Und jetzt müssen wir uns die Frage stellen: Was ist der Hades? Was ist der Hades? Wenn Jesus hier Hades beschreibt, glauben viele, und manche Menschen glauben, dass es die Hölle ist. Und das ist nicht richtig. Das ist falsch. Es ist nicht die Hölle.

Der Begriff, der hier benutzt wird, ist aus dem Alten Testament und bedeutet Scheol. Es geht hier um den Scheol. Warum ist das wichtig? Matthäus schreibt das jüdische Evangelium. Er bezeichnet und zeigt uns Jesus als den wahren König der Juden. Nicht nur das, das im Lukasevangelium, Kapitel 16. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Geschichte vom Lazarus und dem reichen Mann. Und nachdem die Menschen gestorben sind, wird der reiche Mann in den Hades gebracht.

Der Hades, man könnte behaupten, ist eine Zwischenhölle, bevor das Gericht kommt und die Menschen in den Feuersee geworfen werden. Die Hölle ist erst Fakt nach dem großen weißen Thron. Versteht ihr? Denn nach dem großen weißen Thron können wir über die Hölle reden. Aber alles davor, der Mensch ist im Hades. Und woher wissen wir das? Weil das gesamte Alte Testament in der Septuaginta ist. Das Wort Scheol wird als Hades übersetzt. Das ist ganz wichtig für uns zu verstehen. Das Wort Scheol wird in der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes als Hades übersetzt. Also, zusammenfassend, was können wir sagen? Der Hades beschreibt nicht die Hölle. Der Hades beschreibt das Reich der Toten, die für die Hölle bestimmt worden sind. Warum ist das wichtig, Geschwister? Seit dem Sündenfall in 1. Mose Kapitel 3 herrscht der Tod in der Welt. Verstehst du, dass in Gottes ursprünglichem Schöpfungswesen und Tagen der Tod nicht existierte? Verstehst du, dass der Tod etwas ist, das der Mensch durch seine Sünde in die Welt gebracht hat? Vor 1. Mose Kapitel 3 existierte der Tod nicht. Mit 1. Mose Kapitel 5 sehen wir die Generation, wo Tod einsetzt. Und wir lesen in 1. Mose Kapitel 5: „Und er starb. Und er starb. Und er starb.“

Geschwister, die Realität der Sünde ist manifestiert worden durch den Tod. Nochmal, die Realität der Sünde in jedem einzelnen Menschen ist manifestiert worden durch den Tod. Mit anderen Worten, alles und jeder muss sich dem Tod beugen. Verstehst du das? Alles und jeder, du und ich. Jeder Mensch muss sich diesem Tod beugen. Der Tod herrscht. Ist es nicht wahr? Ich habe gerade gelesen, es gibt einen amerikanischen Mann, der möchte nicht sterben. Er möchte den Prozess des Alterns aufhalten. Deswegen unterzieht er sich jeden Monat für 20.000 US-Dollar Untersuchungen und Medikationen, damit er nicht stirbt. Und weißt du, was gestern rauskam? Er hat, richtig, er hat eine unheilbare Magenkrankheit, einen genetischen Defekt, wovon er sterben wird. Bevor dem aber hat er jedes Jahr herausgebracht, wie viele Jahre er den Tod schon besiegt hat, wie viele Jahre er sich schon verjüngt hat. Und gestern kam raus, er wird sterben. Wir werden dem Tod nicht entrinnen. Der Tod herrscht.

Aber schau nochmal auf den Text. Was sagt Jesus? Jesus sagt nicht einfach Hades. Was sagt er denn? „Und des Hades Pforten.“ Überlege mit mir, was meint das? Was bedeutet das? Ich habe mir ein kleines Bild mitgebracht. Das ist eine klassische Pforte. Das Wort schaut auf eine Festung und er schaut auf die Tore dieser Festung. Siehst du diese riesigen Stadttore? Lass mich dich fragen: Greifen Tore Menschen an? Nein. Tore sind Verteidigungsanlagen. Tore, sie schützen. Tore tun etwas, sie halten etwas draußen, was nicht herein soll. Verstehen wir das Prinzip? Tore sind kein Angriffsinstrument. Tore sind ein defensives Verteidigungsinstrument. Sie schützen und sie halten etwas draußen.

Und jetzt frage ich euch: Denkt mit mir mit. Meint Jesus, dass die Gemeinde sich hinter Toren schützt? Oder ist es der Hades, der sich hinter Toren verschanzt? Ich frage nochmal, sagt dieser Text, dass die Gemeinde sich hinter Toren zurückzieht und beschützt? Oder sagt dieser Text, dass der Tod hinter Toren steht, in einer Verteidigungsposition? Schaut auf den Text. Was sagt der Text in Vers 18? „Und des Hades Pforten werden sie die Gemeinde nicht überwältigen.“ Geschwister, was bedeutet das? Das bedeutet, dass die Gemeinde nicht im Rückzug, nicht in der Verteidigungsposition lebt, sondern es bedeutet, die Gemeinde ist im Vormarsch. Die Gemeinde greift an. Jedes Mal, wenn das Evangelium gepredigt wird, entreißt Christus Menschen aus dem Herrschaftsbereich des Todes. Versteht ihr das? Verstehen wir, dass das Bild hier komplett anders herumgedreht ist? Jesus beschreibt seine Gemeinde nicht als eine ängstliche Stadt, die sich hinter starken Mauern und Toren versteckt und den Angriff des Todes standhält, nein! Das Bild ist genau umgekehrt.

Schlagen wir auf Kolosser Kapitel 1, Vers 18. Kolosser Kapitel 1, Vers 18. Kolosser Kapitel 1, Vers 18, was für eine wunderbare Wahrheit! Kolosser Kapitel 1, Vers 18 spricht Paulus und sagt: „Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat.“ Geschwister, der Tod hat geherrscht. Aber Christus hat ihn besiegt. Verstehst du das? Die Verteidigungsanlage, die Festung, die Macht des Todes wurde besiegt. Schlagen wir auf Epheser Kapitel 2. Epheser Kapitel 2, ganz wichtiger Vers. Und wir lesen da in Vers 4. Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht. Durch Gnade seid ihr errettet. Jesus ist nicht nur Christus. Es ist jeder Gläubige. Verstehst du das? Verstehst du?

Die Gemeinde ist auf dem Vormarsch. Die Gemeinde geht. Die Gemeinde siegt über den Tod. Und selbst die stärksten Tore des Todes können sie nicht aufhalten, weil Christus den Tod besiegt hat. Der lebendige Gott gegen das Reich des Todes. Erinnerst du dich daran, wie wunderbar dieser Abschnitt aufgebaut ist? Verstehst du das?

Petrus bekennt etwas, richtig? Du bist der Christus, der Sohn. Was sagt er? Was sagt er? Des lebendigen Gottes. Wo sind sie? In Caesarea Philippi. Petrus sagt, du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und nicht nur das. Auf der anderen Seite ist das Reich des Todes. Ist euch aufgefallen hier? Ist euch aufgefallen hier? Ja, du, Petrus bekennt und Jesus sagt was? Die Pforten des Hades werden die Gemeinde nicht überwältigen.

Matthäus möchte uns zeigen, dass der Sohn des lebendigen Gottes eine Gemeinde baut, die selbst der Tod nicht überwinden kann. Was sagt Jesus damit? Bedeutet es, dass du und ich nicht mehr sterben? Nee, nee, das stimmt. Das ist nicht die Aussage. Das ist nicht die Aussage.

Jesus wird in Matthäus 16. Kommen wir nochmal ganz kurz zum Abschnitt, bevor wir darüber nachdenken, was es für uns bedeutet. Okay? Was ist denn unmittelbar nach diesem Abschnitt? Was sagt denn Jesus unmittelbar nach Matthäus Kapitel 16 seinen Jüngern? Johnny hat es vorgelesen in unserer Lesung heute. Matthäus Kapitel 16, Vers 21. Was haben wir gelesen? Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles Leid. Und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse.

Was sagt Jesus? Er sagt, ich werde sterben. Er wird nach Jerusalem gehen, er wird gekreuzigt werden und sterben. Denkt mal drüber nach. Menschlich gesehen müsste mit dieser Ansage alles scheitern, oder? Nachdem Jesus diese wunderbare Verheißung gibt. Und dann zwei Verse später, in 20, sagt er: Übrigens, ich gehe nach Jerusalem und ich werde in Jerusalem sterben. Was hätten die Jünger jetzt denken müssen? Okay, Plan gescheitert, alles vorbei, pack die Zelte, gehe zurück nach Galiläa und werde Fischer. Denkt drüber nach.

Was wird Jesus in Vers 20 sagen? Der Baumeister wird sterben. Die Jünger werden fliehen, richtig? Die Bewegung scheint vorbei. Und genau deshalb, Geschwister, genau deshalb gibt Jesus diese Verheißung, noch bevor er seinen Tod verkündigt. Er sagt damit nicht einmal, verstehst du, was er damit sagt? Er sagt, nicht einmal mein eigener Tod wird den Baum meiner Gemeinde aufhalten. Verstehst du das?

Warum? Er sagt ihnen nicht nur, dass er sterben wird, er sagt auch, dass er auferstehen wird. Am dritten Tag stieg er aus dem Grab. Der totgeglaubte Jesus besiegte den Tod. Deswegen wird der Tod die Gemeinde nicht aufhalten. Verstehst du das? Verstehst du, dass die Gemeinde auf Christus gebaut ist? Nicht nur, weil er hier Worte spricht, sondern auch weil er auch diesem ganzen Taten folgen lässt. Er stirbt. Aber er wird wieder auferstehen. Für uns, er ist wieder auferstanden, richtig? Deswegen wird der Tod die Gemeinde nicht aufhalten. Und die Gemeinde wird dem Tod trotzen. Und diejenigen, welche der Herrschaft des Todes unterliegen, werden durch sein Evangelium wieder lebendig gemacht werden. Verstehst du das?

Schlag auf, 1. Korinther, Kapitel fünfzehn, Vers fünfundfünfzig. Erster Korinther Kapitel fünfzehn, Vers 55. Paulus spricht: Wo ist, oh Tod, dein Sieg? Wo ist, oh Tod, dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. Gott, aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus. Siehst du die Kraft dieser Verheißung? Die Gemeinde ist die Versammlung der Lebendigen. die durch den Tod, den Feind des Lebens, niemals untergehen wird. Im Gegensatz zum Tod, der sich hinter Mauern und Toren versteckt, wird das Evangelium die Tore des Todes durchbrechen und Menschen retten aus dem Reich und der Herrschaft des Todes.

Und weißt du, was die dritte Wahrheit ist, die Jesus hier verkündigt? Die Gemeinde, die Jesus baut, hat eine unerschütterliche Zukunft. Die Gemeinde, die Jesus baut, hat eine unerschütterliche Zukunft.

Darf ich dich fragen? Bewegt dich diese Botschaft? Vielleicht schaust du gerade heute auf diese Welt und vielleicht ganz besonders gerade auf Deutschland, und man spürt, es ist Untergangsstimmung in Deutschland. Wir kriegen in den Nachrichten gesagt, dass wir jeden Monat 50.000 Industriearbeitsplätze verlieren. Wir hören aus den Nachrichten, dass seit fünf Jahren die Wirtschaft stagniert. Und wir sehen, die Politik ist hoffnungslos. Und wir sehen noch nicht einmal, Deutschland, die Fußballnation, kriegt mehr was hin.

Und vielleicht bist du versucht, dieser Stimmung Folge zu leisten. Vielleicht bist du versucht und schaust gerade auf deine Gemeinde, auf die Soli Deo Gloria, und denkst, hat das alles noch überhaupt eine Zukunft? Vielleicht fragst du dich, lohnt sich die Gemeinde überhaupt noch? Wenn du das denkst, lass dir gesagt sein: Menschen sterben, Herrscher vergehen, Reiche vergehen, aber Christus lebt. Die Gemeinde Jesu wird niemals vergehen.

Und weißt du, warum? Weil die Gemeinde Christi gebaut ist. Die Gemeinde, die Jesus baut, hat das richtige Fundament. Die Gemeinde, die Jesus baut, hat den richtigen Baumeister. Und die Gemeinde, die Jesus baut, hat eine unerschütterliche Zukunft.

Wie stehst du zu dieser Gemeinde? Klammerst du dich an Jesus und an die Gemeinde, die er baut? Oder bist du absolut verführt, geblendet, hinweggerissen von dieser vergehenden, dem Untergang geweihten und dieser unbeständigen Welt? Wenn dem so ist, dann flehe ich dich an: Kehre um. Und vertraue auf den Herrn. Tue Buße. Und setze dein Vertrauen in Jesus Christus, der für dich den Tod besiegt hat, der für dich ans Kreuz gegangen ist, der für dich ein gerechtes und heiliges Leben gelebt hat, der deine Sündenstrafe auf sich genommen, bezahlt und gesühnt hat.

Und weißt du? Er ist auferstanden für dich. Er hat den Tod besiegt für dich, damit er dich herausreißen kann aus der Festung, der Versklavung und den Ketten des Todes. Und ich hinzufügen kann seiner Gemeinde, die er baut. Und alle Geschwister, die Christen sind und sich dieser Gemeinde, die Jesus baut, zugehörig fühlen. Wie behandelst du sie? Ist die Gemeinde ein Konsumgut, das das Ziel hat, dich zu befriedigen, dich zu entertainen, dich zu vergnügen, alle deine Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen, allen deinen Anforderungen gerecht zu werden, deinen Lebensumständen sich anpassend ist? Oder ordnest du dich unter dem Baumeister, der seine Gemeinde, Jahwe selbst, bauen und zur Vollendung bringen wird?

Lass uns beten. Himmlischer Vater, wir kommen zu dir und wir danken dir, dass wir auf diesem Fundament deiner Wahrheit stehen dürfen. Dass wir wissen dürfen, dass du die Gemeinde baust. Dass sie nicht Menschenwerk ist. Dass sie nicht aufgebaut ist auf einem Menschen. Sondern Herr, dass du der Beginner, der Bauer, aber auch der Vollender dieser Gemeinde bist. Lass uns das vor Augen haben, wenn wir in diese Woche gehen. Herr, lass uns auch das vor Augen haben, wenn wir bald in unsere Ferien gehen. Lass uns darüber meditieren. Herr, damit wir uns prüfen mögen und unsere Sicht auf die Gemeinde nach deinem Wort korrigieren können. Dies alles bitten wir dich im Namen deines Sohnes, Jesus Christus. Amen.