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Vater, wir haben gerade gesungen: „Im Glauben leben, nicht im Schauen.“ Was für wunderbare Lieder hast du uns geschenkt, die uns immer wieder darauf hinweisen: Wir dürfen glauben und wir dürfen uns sicher sein, weil du, oh Gott, treu bist. Herr, auch wenn die ganze Welt im Chaos und in Unsicherheit versinkt, du bist treu.
Und so möchten wir heute dein Wort aufschlagen und von deiner Treue lesen, von deinen Verheißungen lesen, von deinen Versprechungen lesen und sehen, wie der Herr Jesus Christus seine Zeugen aufrichtet, zurüstet, Befehle gibt für den Auftrag, den du für sie zuvor bestimmt hast. Herr, wenn wir nun zu deinem Wort lauschen, schenk uns Aufmerksamkeit, gib uns Klarheit und lass uns erkennen, was dein Wille ist für unser Leben. Segne diese Stunde. In Jesu Namen. Amen.
Bitte setzt euch. Ich möchte auch alle sehr herzlich hier in der Solideo Gloria-Gemeinde begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass ihr da seid, und es ist ein Vorrecht, an diesem schönen Morgen die Bibel aufzuschlagen und zuzuhören, was Gott in seinem Wort tut. Wenn ihr euch wundert, wo der John heute ist: Er ist in Burg Oberbach und wird dort in einer Gemeinde predigen. Und ja, er richtet ganz liebe Grüße aus. Es ist natürlich eine Freude, woanders das Wort Gottes aufzuschlagen, aber es ist auch immer schade, nicht hier zu sein. Und wenn ihr an ihn denkt, betet für ihn.
Und vielleicht tun wir das kurz. Vater, wir möchten dich auch bitten für Johnny, wenn er jetzt dein Wort in Burg Oberbach aufschlägt. Gib ihm Vollmacht, gib ihm Kraft und lass ihn dein Wort mit Klarheit reden. Wir bitten dich für die Gemeinde dort. Schenk ihnen doch auch Klarheit, Herr, und lass sie in deinem Wort ermutigt sein. Amen.
Ja, wir sind wieder zurückgekommen in die Betrachtung der Apostelgeschichte. Und bevor wir in unseren Text einsteigen, möchte ich mit einer klaren Frage beginnen. Menschen wollen immer wissen, wann es soweit ist.
Bestimmt kennt ihr alle diese Momente, wenn man wohin fährt, als Eltern auch. Ja, die Kinder sitzen hinten, und ich selbst war ja auch einst Kind, und man fragt: „Wann kommen wir an? Wann ist es soweit?“ Und die Aufregung fängt an, sich aufzubauen, und als Kind ist man natürlich immer der Zeit unbewusst. Und man nervt die Eltern richtig: „Wann? Wie lange noch?“ Und irgendwann als Eltern kommen wir, oder als Leute, die fahren, kommen wir auf den Punkt, wo es uns so nervt, dass wir quasi sehr unfreundlich werden.
Christen beschäftigt schon immer und immer wieder die Frage: Wann kommt der Herr? Wann kommt das Ende? Wann erfüllt Gott seine Verheißungen? Und es gibt immer wieder Menschen in der Geschichte. Sie haben die Bibel angeschaut und sie haben sich die Zeichen der Zeit angeschaut und haben gesagt: „Es ist soweit. Der Herr wird wiederkommen.“ Im 19. Jahrhundert gab es einen Prediger namens William Miller.
William Miller studierte das Buch Daniel und er hat gesagt: „Ich kann jetzt berechnen, wann der Herr wiederkommen wird.“ Und es gab tausende Menschen, sie haben ihm zugehört, und er hat gesagt: „Jesus kommt wieder am 22. Oktober 1844.“ Die Menschen warteten. Sie schauten hinaus. Ja, sie haben Vorbereitungen getroffen. Und sie dachten, jetzt ist es soweit. Der Tag kam.
Dieser Tag wird heute noch als "the great disappointment" in der Geschichte wahrgenommen, die große Enttäuschung. Und jetzt könnte man denken, okay, wir sind schon mal drauf reingefallen, lasst es nicht dazu kommen. Wir würden denken, die Christen haben dazugelernt und werden nun vorsichtig sein. Aber 165 Jahre später, das ist 2011, gab es einen amerikanischen Radio-Prediger, Harold Camping. Harold Camping trat auf und auch er war überzeugt, dass es eine Formel gibt, um herauszufinden, wann der Herr wiederkommen wird. Und diesmal war es der 21. Mai 2011. Die Botschaft wurde über tausende Werbeflächen verteilt. Billboards in Amerika wurden hochgezogen, Millionen Dollar wurden investiert, ein einzelner, sehr wohlhabender Mann gab ungefähr 140.000 Dollar.
Aus seinen eigenen Ersparnissen, um die Menschheit zu warnen: Christus kommt. Der 21. Mai kam und der 21. Mai ging. Nichts geschah. Daraufhin wurde die Rechnung angepasst. Er hat gesagt, ich habe mich verrechnet. Er hat die Formel angepasst und hat den Tag verschoben auf nicht Mai, sondern Oktober. Auch dieser Tag kam.
Und auch dieser Tag verging. Und der Herr kam nicht. Ist es nicht interessant? Alle Menschen wollen wissen, wann. Und das Problem dahinter ist nicht nur, dass es schlecht ist, es zu wissen. Es ist ein besonderes Verlangen des Menschen, diese Dinge zu wissen. Es ist etwas, das tief in uns steckt. Etwas, das tief in uns steckt. Wir wollen wann.
Es fängt als Kinder schon an, während der Autofahrt, und als Erwachsene setzt sich das fort. Geschwister, wisst ihr, was das ausdrückt? Wir wollen den Kalender Gottes kennen. Wir wollen wissen, wann Gott handeln wird. Wann wird Christus wiederkommen? Wann werden seine Verheißungen erfüllt werden? Und Geschwister, genau diese Spannung wird uns heute in unserem Text begleiten. Bevor wir ihn lesen, erinnern wir uns noch mal ganz kurz, wo wir in der Apostelgeschichte gerade stehen. Wir bewegen uns Schritt für Schritt in diesem Buch. Und Lukas zeigt uns, dass der Herr auferstanden ist und sein Werk weiterführt.
Jesus hat gesagt in Matthäus Kapitel 16, Vers 18: „Ich werde meine Gemeinde bauen.“ Und die Apostelgeschichte zeigt uns, wie der auferstandene Christus sein Werk weiterführt. Er führt es weiter durch seinen Geist. Er führt es weiter durch seine Zeugen und er führt es weiter durch sein Wort. Letzte Woche haben wir uns ganz bewusst nur in Vers 3 bewegt. Dort haben wir zwei Wahrheiten festgehalten. Jesus hat mit absoluter Deutlichkeit klargemacht: Ich lebe in vielen sicheren Kennzeichen. Die zweite Wahrheit: Jesus hat gesagt, mein Reichsplan steht. Er hat die Jünger 40 Tage lang nicht nur gezeigt, dass er lebendig ist, er hat auch gesagt, was es mit dem Reich Gottes auf sich hat.
Geschwister, das Kreuz Golgatha hat Gottes Plan nicht zum Scheitern gebracht. Der Messias lebt. Gottes Verheißung, was Gott gesagt hat, steht. Und der Herr, der auferstanden ist, bereitet seine Jünger weiter vor auf das, was vor ihnen steht. Und jetzt, genau in diesem Spannungsfeld, stellt sich eine große Frage. Die Frage ist, wie soll es jetzt weitergehen? Jesus wird nur noch wenige Tage sichtbar bei ihnen sein. Bald wird er in den Himmel hinaufgenommen werden. Diese Männer, diese elf Apostel, haben seine Werke gesehen.
Sie haben den auferstandenen Jesus gesehen. Sie sind über das Reich Gottes unterrichtet worden. Reicht das? Können sie jetzt einfach loslegen? Und genau hier setzt unser Text ein. Und Jesus antwortet ihnen, sehr bemerkenswert hier, bevor er ihnen sagt, ihr werdet meine Zeugen sein, sagt er zunächst zu ihnen: Wartet. Er sagt nicht, renn raus, los geht's, er sagt, wartet. Lesen wir gemeinsam Apostelgeschichte Kapitel 1, die Verse 4 bis 8. Lasst uns lesen von 1 bis 8, aber der Text heute wird sich darüber handeln, was in Verse 4 bis 8 dargelegt ist.
Der Predigttitel heute ist „Kraft für Christi Zeugen“. Kraft für Christi Zeugen. Und ich möchte gerne den Text aus Gottes Wort lesen. Und wir lesen Apostelgeschichte Kapitel 1, Verse 1 bis 8. „Den ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilus, von allem, was Jesus angefangen hat zu tun und auch zu lehren, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er sich auserwählt, durch den Heiligen Geist Befehle gegeben hatte. Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt, indem er sich 40 Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen. Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, die ihr, sagte er, von mir gehört habt.“ Denn Johannes taufte mit Wasser; ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen. Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde.“ Das ist Gottes wahrhaftiges Wort.
Der Predigttitel heute ist „Kraft für Christi Zeugen“ in Apostelgeschichte Kapitel 1, die Verse 4 bis 8. Richtet der auferstandene Herr seine Apostel auf drei Dinge aus, bevor sie den Auftrag ausführen können: die Verheißung, auf die sie warten sollen (Verse 4 bis 5); die Zeiten, die sie dem Vater überlassen sollen; den Auftrag, für den sie Kraft empfangen werden.
Lass uns beginnen mit unserem ersten Punkt: Die Verheißung, auf die sie warten sollen (Verse 4 bis 5). Wir befinden uns immer noch in diesem 40-Tage-Fenster, wo Jesus mit seinen Jüngern ist. Er rüstet sie aus, und wir haben schon gesehen, dass er sie lehrt und ihnen Sicherheit über seine Auferstehung gibt. Wir steigen hier ein in Vers 4, und es heißt: „Und als er mit ihnen versammelt war.“ Wir können immer wieder sehen, dass Lukas diese Formulierung benutzt. Und dieses Versammeltsein kann auch damit übersetzt oder auch verstanden werden mit: „Als sie zusammen beim Essen waren.“ Es war eine besondere Zeit des Zusammenfindens.
Und hier gibt Jesus ihnen immer noch Zurüstung. Immer noch rüstet er sie zu. Und in Vers 3 hat Jesus sicher klargestellt: „Ich lebe“, und er hat sie gelehrt über das Reich Gottes. In Vers 4 gibt er ihnen einen Befehl. Es verändert sich. Es ist ein Befehl. Und schaut konkret auf diesen Befehl in Vers 4. Da heißt es: „Als sie versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten.“
Ist das nicht interessant? Die Erwartung wäre jetzt doch zu sagen: „Leg los!“ Was wartet, was fehlt hier noch? Sie haben den auferstandenen Herrn gesehen. Sie haben Unterweisung von ihm empfangen. Sie wissen, dass er lebt. Aber bevor Jesus ihnen sagt, dass sie gehen sollen, sagt er zunächst: „Bleibt und wartet.“ Sie sollen Jerusalem nicht verlassen.
Lukas hat bereits in seinem ersten Bericht, in Kapitel 24, Lukas-Evangelium, Vers 49, gesagt, dass sie warten sollen und dass sie Kraft empfangen werden aus der Höhe. Das bedeutet, die Apostel haben bereits die Botschaft. Sie sind bereits Augenzeugen der Auferstehung.
Aber Jesus will sie nicht einfach in ihren Auftrag schicken. Er möchte nicht, dass die Jünger sich auf ihre eigene Erfahrung, auf ihre eigenen Fähigkeiten oder ihre eigene Kraft verlassen. Der Auftrag ist ihr Auftrag. Es ist ihr Auftrag. Aber die Kraft für diesen Auftrag muss ihnen gegeben werden. Jesus sagt: „Wartet in Jerusalem.“ Es ist der Ort, wo er ihnen erschienen ist, und klar sagt: „Wartet dort.“ Aber genau bevor der Auftrag losgeschlagen wird, initiiert wird, sollen sie auf die Verheißung des Vaters warten. Auf die Verheißung des Vaters.
Überlegen wir kurz, was ist die Verheißung des Vaters? Wieso spricht Jesus hier, dass es die Verheißung des Vaters ist in Vers 4? Er klärt es gleich auf im nächsten Vers, nicht wahr? Er sagt: „Denn Johannes taufte mit Wasser. Ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“ Also, was ist die Verheißung des Vaters? Die Gabe des Heiligen Geistes. Die Verheißung beginnt nicht erst hier in der Apostelgeschichte. Wir sehen einmal, dass Johannes davon schon beredet hat, aber wenn Lukas hier und Jesus hier ganz konkret sagen, die Verheißung des Vaters, möchte er darauf hinweisen, dass es schon viel früher begonnen hat.
Geschwister, wir müssen immer wieder verstehen: Lukas schreibt an Theophilus, und wir haben immer wieder gesagt, er möchte ihm Sicherheit geben. Und die Sicherheit, die Lukas ihm geben möchte, ist: Das hier ist kein neues Phänomen. Es ist etwas, das schon immer von Gott verheißen worden ist. Und deswegen schlägt Jesus hier die Brücke zum Alten Testament. Die Verheißung des Vaters kommt durch die Prophezeiungen im Alten Testament. Schlagen wir auf Jesaja Kapitel 44, Vers 3. Wir haben heute in der Lesung kurz darüber gelesen. Jesaja Kapitel 44, Vers 3.
In Jesaja Kapitel 44, Vers 3 lesen wir, in den Zeiten, früh in der Geschichte Israels: „Denn ich werde Wasser gießen auf das Dürre und Bäche auf das trockene Land. Ich werde meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprösslinge.“ Jesaja Kapitel 44: Ich werde meinen Geist ausgießen. Lasst uns aufschlagen Hesekiel Kapitel 36. Hesekiel Kapitel 36, Vers 27. Hesekiel Kapitel 36, Vers 27. Und da spricht Gott zu Hesekiel: „Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben. Und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.“ Und dann Joel, Joel Kapitel 3, Vers 1.
Und hier ein bisschen Vorsicht: Wenn ihr eine deutsche Bibel habt, dann ist es Joel Kapitel 2, Vers 28. Joel Kapitel 2, Vers 28 im Deutschen. Es kann sein, dass es in manchen Bibeln 3, Vers 1 ist. Da gibt es einen Unterschied in der Verszählung. Deutsche Bibel ist 3, Vers 1. „Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen.“ Genau das ist die Verheißung des Vaters. Gott hatte lange zuvor bereits bekannt gegeben, dass er seinen Geist ausgießen wird. Jesus hat das erneut seinen Jüngern gesagt.
Sehen wir hier, wie Lukas klar zeigt, dass es bald geschehen wird. Dass das Neue Testament klar mit dem Alten Testament verbunden ist und dass es hier eine Kontinuität gibt. Geschwister, wir schreiben im Neuen Testament keine neue Geschichte. Es ist die Erfüllung von dem, was Gott verheißen hat. Doch jetzt stellt Jesus noch eine weitere Verbindung her. Lesen wir, er sagt in Vers 5: „Denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden.“ Warum spricht Jesus hier von Johannes dem Täufer? Johannes hat bereits vorausgesagt, und es ist wichtig, dass wir hier zurückgehen und auf den Vers anschauen. Schlagen wir auf Lukas Evangelium, Kapitel 3, Vers 16. Lukas Evangelium Kapitel 3, Vers 16.
Und schauen wir, was Lukas hier sagt. Und das ist wichtig. Das ist wichtig, dass wir diese Verbindung sehen. Lukas 3, Vers 16.
„Ich zwar taufe euch mit Wasser, es kommt aber ein Stärkerer als ich. Und ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ Lukas im Evangelium: Johannes spricht, dass derjenige, der kommen wird, größer ist. Dass er nicht einmal würdig ist, die Riemen seiner Sandalen zu lösen, dass er taufen wird mit dem Heiligen Geist und Feuer.
Was war der Dienst von Johannes, Geschwister? Es war ein Dienst des Vorbereitens. Es war ein Dienst, dass er der Wegbereiter war für den Messias. Jesaja Kapitel 40 spricht von ihm mit Klarheit. Er taufte mit Wasser und seine Taufe war nur ein Hinweis auf das, was nach ihm kommen würde. Geschwister,
was Johannes hier eigentlich sagt, ist im Lukasevangelium: Bei mir bleibt es nicht stehen. Es geht weiter. Ich bin nicht das Ende. Und was sagt jetzt Jesus? Ihr werdet mit Heiligem Geist getauft werden.
Geschwister, gehen wir zurück zur Apostelgeschichte. Wenn Jesus hier zu seinen Jüngern sagt: „Ihr werdet mit Heiligem Geist getauft werden“, sagt er etwas Wichtiges. Und das schwingt hier mit: Die Zeit der Vorbereitung naht sich dem Ende. Die Zeit der Vorbereitung naht sich dem Ende.
Das Kennzeichen des Kommenden ist, dass er mit Heiligem Geist taufen wird. Und was sagt Jesus? Ihr werdet mit Heiligem Geist getauft werden. Schauen wir noch mal genauer hin, in Vers 5. Er sagt: "Denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden." Schaut genau hin, wie Jesus hier das formuliert in Vers 5. Wie formuliert er das grammatikalisch? Er spricht von der Erfüllung in der Zukunft. Das bedeutet, dass dieses Ereignis, also die Taufe mit dem Heiligen Geist, ist noch nicht geschehen, sondern es steht noch bevor.
Aber noch was mehr, noch was Wichtigeres ist hier wichtig. Was steht hier?
Welche grammatikalische Form entscheidet Jesus hier zu benutzen? Der Satz ist im Passiv. Schaut noch mal hin. Er sagt in Vers 5: "Ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden." Passiv bedeutet, ich bin der Empfänger einer Aktion. Ich bin es nicht, der es tut. Ich bin es nicht, der es bewirkt. Ich bin derjenige, der das empfängt. Geschwister, sie werden nicht aufgefordert, etwas hervorzubringen.
Sie werden nicht aufgefordert, die Taufe.
Sie werden nicht aufgefordert, sich selbst in einen bestimmten geistlichen Zustand zu bringen oder zu versetzen. Sie sind Empfänger dessen, was Gott ihnen versprochen hat. Seht ihr hier eine klare, wichtige Botschaft für uns?
Geschwister, Jesus ist es, der mit Heiligem Geist tauft. Und er sagt: "Ihr werdet getauft werden." Und später in Pfingsten, Petrus wird sagen, in Kapitel 2, Vers 33: "Nachdem er, Jesus, nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört." Seht ihr diese Linie? Der Vater hat es verheißen. Das zeigt, es ist eine Kontinuität von Gottes Plan. Johannes hat es angekündigt, dass der Christus mit dem Geist taufen wird. Jesus sagt seinen Jüngern hier in der Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 5:
Und an Pfingsten, zehn Tage nach seiner Himmelfahrt, wird der Geist ausgeschüttet. Das ist es, worauf sie warten sollen. Und Jesus sagt auch nichts, Jesus lässt keine Unklarheit oder Zweifel, wann es geschehen wird. Es ist sehr konkret. Er sagt in wenigen Tagen, Vers 5. In wenigen Tagen. Und hier müssen wir jetzt vorsichtig sein. Was bedeutet es für uns, Geschwister? Wie wird dieser Text auf uns angewendet? Geschwister, Jesus gibt hier nicht den Befehl an alle Christen in aller Zeit, auf diesen Befehl nachzueifern.
Dass es einen Zeitpunkt gibt nach seiner Bekehrung, wo eine spätere Taufe des Heiligen Geistes folgen wird. Das ist nicht die Aussage und das ist hier nicht die Situation. Wir befinden uns hier in einer ganz besonderen historischen Situation. Schaut genau, versteht ihr? Was sagt denn Jesus seinen Jüngern? Bleibt in Jerusalem, wartet auf die Verheißung, in wenigen Tagen wird das, was ich sage, erfüllt werden. Und Apostelgeschichte 2 sagt uns ganz klar, es ist geschehen, es ist Vergangenheit. Was für sie noch Verheißung war, für diese Apostel, die das gerade hören, ist für uns schon Wirklichkeit. Wir befinden uns nach Pfingsten.
Und die Apostel befinden sich vor Pfingsten. Geschwister, das ist ganz wichtig. Das Werk des Herrn, was er hier ihnen empfiehlt, diesen Aposteln, ist etwas, das Christus vollbringt, um eine neue heilsgeschichtliche Realität zu schaffen. Die Geburtsstunde der Gemeinde. Geschwister, was für sie Versprechen war, ist für uns Realität. Wir sind in der Gemeinde. Wir sind diejenigen, die diesen Segen bereits erleben und
tagtäglich von diesem Segen berührt worden sind. Was sagt uns der Text noch? Das Werk des Herrn wird nicht aus menschlicher Selbstgenügsamkeit oder Kraft getan. Geschwister, diese Männer hatten eine Ausbildung, sie hatten Erfahrung mit Jesus drei Jahre lang, sie waren Augenzeugen und trotzdem sagt Jesus was? Wartet. Geschwister, christlicher Dienst ist nicht zuerst abhängig davon, wie begabt wir sind, wie überzeugend wir sprechen oder wie viel Erfahrung wir haben. Wisst ihr, was vorher geschehen muss? Der Herr muss in unserem Herzen wirken. Dienst geschieht nicht. durch Erfahrung, durch Kraft, die aus uns kommt, durch Begabung, sondern es beginnt, wo der Herr im Herzen der Menschen wirkt.
Ja, lass uns zusammenfassen. Der Vater hat den Geist verheißen. Johannes hat angekündigt, dass der Kommende mit dem Geist taufen wird. Und nun sagt Jesus, nur noch in wenigen Tagen. Und genau das erklärt uns nun die nächste Frage der Apostel: Wenn eine so große prophetische Verheißung jetzt erfüllt wird, und die Apostel fragen sich, bedeutet das dann auch, dass die Zeit für die Wiederherstellung des Reiches gekommen ist? Wenn der Vater nun dabei ist, diese lang erwartete Verheißung zu erfüllen, wenn der Heilige Geist, der in dem Alten Testament so klar versprochen worden ist, jetzt sich erfüllt, was bedeutet das für das Reich? Und genau deshalb fragen ihn die Jünger in Vers 6:
„Herr, wirst du das Reich wiederherstellen?“ Wir kommen zu unserem zweiten Punkt: Die Zeiten, die sie dem Vater überlassen sollen. Die Zeiten, die sie dem Vater überlassen sollen, Vers 6 und 7. Und wir lesen: „Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“ Geschwister, Jesus hat ihnen gesagt, dass es nur noch wenige Tage sind. Der Heilige Geist wird kommen, eine Verheißung, die tief im Alten Testament verwurzelt ist, steht unmittelbar bevor. Es ist nicht nur eine Verheißung, die lose verwurzelt ist, diese Verheißung ist immer verwurzelt, auch mit einer Wiederherstellung.
Also die Frage der Apostel hier ist nicht eine Frage, die überraschend ist, oder auch, wo wir annehmen können, dass es eine unangemessene oder eine falsche Frage ist. Geschwister, wir müssen hier vorsichtig sein. Jesus, oft, oft wird diese Frage verstanden. Die Apostel fragen in Vers 6, ob das Reich wiederhergestellt wird, und manche Menschen denken sich in ihrem Inneren: „Oh no.“ Aber dem ist nicht so. Ich möchte euch wirklich hier klarmachen, dass die Verheißung vom Geist und die Tatsache, dass Jesus sagt, dass es in wenigen Tagen zur Erfüllung kommt, keine Überraschung ist.
Und deswegen fragen sie: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“
Sie haben, schauen wir genau auf ihre Frage. Schauen wir genau auf ihre Frage. Fällt euch auf: Sie fragen nicht: „Wird es überhaupt noch ein Reich geben?“ Sie fragen auch nicht:
Es gibt keinen Zweifel, ob es ein Reich geben wird, in ihrer Frage. Sondern schaut genau hin, sie fragen: „Stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ Ihre Frage hat die Prämisse oder die Voraussetzung, dass sie weiterhin mit einer zukünftigen Wiederherstellung rechnen. Und es ist ausdrücklich, was für eine Wiederherstellung? Eine Wiederherstellung des Reiches für Israel. Und das passt zur Hoffnung, die die Propheten immer wieder beschrieben haben. Israel soll wiederhergestellt werden. Der Messias soll herrschen von Jerusalem aus. Gottes Verheißungen sollten erfüllt werden. Frieden und Gerechtigkeit sollten kommen.
Und der Segen Gottes von Israel sollte hinausgehen zu den Nationen. Und jetzt steht der auferstandene Messias vor ihnen. Er hat den Tod überwunden. Er hat 40 Tage über das Reich geredet. Er hat ihnen gerade gesagt, dass der verheißene Geist in wenigen Tagen zu ihnen kommen wird. Geschwister, die Frage ist deshalb absolut naheliegend: „Herr, ist es jetzt soweit?“ Und jetzt schauen wir genau hin, in Vers 7, was Jesus korrigiert.
Okay? Was korrigiert Jesus in Vers 7? Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen.“ Geschwister, er sagt nicht: „Ihr habt das Reich immer noch falsch verstanden.“ Jesus sagt nicht: „Israel spielt keine Rolle mehr im Plan Gottes.“
Er sagt, das Reich wird jetzt, oder er sagt auch nicht, und das ist ganz wichtig: Das Reich wird jetzt einfach geistlich durch die Gemeinde erfüllt oder ersetzt. Drei Punkte, die er nicht sagt: Er sagt nicht, ihr habt immer noch das Reich falsch verstanden.
Er sagt nicht, dass Israel keine Rolle spielt. Und er sagt drittens auch nicht, dass das Reich ersetzt oder erfüllt worden ist durch die Gemeinde. Geschwister, was korrigiert er? Jesus korrigiert etwas anders. Die Jünger fragen: „In dieser Zeit?“ Und die Antwort von Jesus ist: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen.“ Das Problem ihrer Frage liegt also nicht darin, dass sie mit einer zukünftigen Erfüllung rechnen, sondern das Problem ist, dass sie wissen wollen, wann diese Erfüllung kommt. Jesus sagt: „Die Zeiten müsst ihr dem Vater überlassen.“
Ist das nicht etwas, das uns sehr schwerfällt, Geschwister? Könnt ihr die Jünger hier verstehen? Hier wird etwas angesprochen, das uns bewegt, das uns klar wird, das uns einleuchtend ist. Wir möchten wissen, wann. Wir möchten genau die Zeitfolge und die Reihenfolge wissen. Aber der Herr sagt: „Die Zeiten müsst ihr dem Vater überlassen.“ Und jetzt schauen wir noch mal hin. Jesus sagt: „Zeiten oder Zeitpunkte.“ Jesus verwendet zwei Begriffe.
Und wir müssen uns hier einfach klarmachen: Wenn er das sagt, dann geht es um die Frage, wann wird Gott handeln? Wann werden seine Verheißungen vollständig erfüllt und wann wird die Wiederherstellung stattfinden? Geschwister, „Zeiten“ und „Zeitpunkte“ sind manchmal auch übersetzt mit einer bestimmten Reihenfolge oder mit einer Epoche. Gleichzeitig kann auch das ein zusammengesetzter Begriff sein, der eine bestimmte Begebenheit voraussagt. Ein Beispiel möchte ich euch geben. Schlagen wir auf in 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 1.
1. Thessalonicher Kapitel 5, Vers 1. Da wird dieser Begriff noch mal benutzt. 1. Thessalonicher Kapitel 5, Vers 1. Und in 1. Thessalonicher Kapitel 5, Vers 1 sagt er: „Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“ Das ist spannend. Paulus sagt später: „Es ist nicht nötig, dass man euch schreibt, denn ihr wisst ganz genau darüber.“ Und was wisst ihr?
Dass ihr es nicht wisst. Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Gehen wir zurück zur Apostelgeschichte. Also, es spricht hier nicht von – also, was Jesus hier sagt, ist: Es ist nicht euers, es zu wissen. Was sagt er denn? Jesus sagt: „Die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“
Und allein in dieser Antwort, Geschwister, seien wir vorsichtig, Dinge in den Text hineinzulesen. Jesus gibt nicht eine harsche Antwort hier, eine starke Antwort hier. Jesus kommuniziert in dem, was er gesagt hat, viel Zuversicht. Verstehen wir, er kommuniziert Zuversicht. Warum? Lesen wir in Vers 6, er sagt in Vers 7: „Die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“ Geschwister, was bedeutet das? Die Zeiten sind nicht unbestimmt.
Sie sind nicht dem Zufall überlassen. Gott reagiert nicht spontan auf die Geschichte. Gott sitzt nicht auf seinem Thron und schaut, wann er mal Lust hat. Gott regiert. Der Vater hat sie festgesetzt. Geschwister, es gibt einen göttlichen Plan, einen festgesetzten Zeitpunkt. Aber dieser Zeitpunkt liegt in der Vollmacht des Vaters, nicht in der Vollmacht der Apostel, und deshalb ist es nicht ihre Aufgabe, ihn zu berechnen. Geschwister, was bedeutet das für uns? Geschwister, es bedeutet, dass es Grenzen gibt für uns. Jesus sagt nicht, dass wir uns nicht mit Prophetie beschäftigen sollen.
Das ist auch wichtig. Er sagt nicht, dass Gottes zukünftige Verheißungen unwichtig wären. Aber er gibt uns einen Unterschied zwischen Hoffnung auf das, was Gott verheißen hat, und Spekulation über das, was Gott uns nicht offenbart hat. Ich wiederhole es: Es gibt einen Unterschied zwischen Hoffnung auf das, was Gott verheißen hat, und Spekulation über das, was Gott uns nicht offenbart hat. Und Geschwister, wir stehen in dieser Gefahr. Christen sind Meister darin, aufgrund von politischen Beobachtungen und anderen Ereignissen in dieser Welt Zeiten und Zeitpunkte deuten zu wollen. Wir sehen Kriege, wir sehen die Entwicklung im Nahen Osten, den Antisemitismus, die Feindschaft gegen Israel. Wir sehen gesellschaftliche Umbrüche.
Wir sehen technologische Veränderungen. Ja, manche denken, AI wird uns alle umbringen, und der Antichrist wird AI benutzen.
Sehr schnell entstehen diese Fragen. Und sehr schnell sind wir versucht zu fragen: Ist es jetzt? Wo stehen wir prophetisch? Wie lange dauert es noch? Wie lange?
Und dann gibt es YouTube, Podcasts, Spezialisten, die nichts anderes tun, als die Nachrichten sich anzuschauen und zu sagen: Hier ist ein Stein gefunden worden, Israel hat einen roten Stier eingeführt, es ist bald soweit. Russland ist der König im Norden, Iran ist das persische Reich. Es kommt. Geschwister, hütet euch. Geschwister, hütet euch.
Jesus setzt hier die Grenze. Die Zeiten und Zeitpunkte gehören dem Vater. Wir dürfen an allem festhalten, was Gott verheißen hat. Aber wir müssen nicht wissen, was er uns nicht zu wissen gegeben hat. Und ich glaube, dass das Prinzip noch etwas weiter in unser Leben hineinspricht, oder? Wie oft wollen wir alles deuten, das Gott uns sagt? Wie oft wollen wir Situationen verändern? Oder wir wollen, dass Gott endlich eingreift. Und manchmal gibt uns die Antwort, manchmal gibt Gott uns die Antwort auf das Wann-Nicht. Aber er fordert uns auf: Vertraue mir den Zeiten.
Vertraue mir mit den Zeiten und sei treu mit dem, was ich dir heute gegeben habe. Und das ist eine Zusammenfassung von Punkt 2. Die Jünger fragen: Wann? Und Jesus sagt: Die Zeiten liegen in der Vollmacht des Vaters. Man könnte es auch so zusammenfassen: Die Erfüllung ist sicher, der Zeitpunkt ist Sache des Vaters. Und damit lässt Jesus sie nicht einfach stehen. Denn jetzt kommen die entscheidenden Worte, Geschwister. In Vers 8, wie geht Vers 8 los? Er sagt: Vertraut die Zeiten und die Zeitpunkte dem Vater.
Und wie geht Vers 8 weiter? Aber. Aber, und hier sehen wir Punkt 3, den Auftrag, für den sie Kraft empfangen werden. Den Auftrag, für den sie Kraft empfangen werden. Geschwister, der Christ sitzt nicht in seinem Schaukelstuhl und sagt: Der Herr hat gesagt, Zeit und Zeitpunkte sind seine, und wir schlürfen jetzt den Cocktail und warten auf diese Zeitpunkte. Nein! Geschwister, er sagt, aber, Vers 8: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist. Und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde. Die Jünger wollen wissen, wann das Reich wiederhergestellt wird. Jesus sagt: Die Zeiten gehören dem Vater.
Aber damit richtet Jesus ihren Blick auf das, was jetzt vor ihnen liegt. Nicht, wann wird Gott das Reich vollbringen, sondern was hat Christus euch jetzt zu tun gegeben? Und genau hier liegt der dritte große Gedanke in unserem Text. Der Auftrag, für den sie Kraft empfangen werden. Und Jesus beschreibt diesen Auftrag in drei Dimensionen. Einmal sagt er, die Kraft, durch die sie den Auftrag ausführen werden. Die Kraft, durch die sie den Auftrag ausführen werden, die Aufgabe, die sie erfüllen werden, die Reichweite, in der dieses Zeugnis hinausgehen wird. Die Kraft, durch die sie den Auftrag ausführen werden, die Aufgabe, die sie erfüllen werden und die Reichweite, in der dieses Zeugnis hinausgehen wird. Man könnte es noch einfacher sagen: Wodurch werden sie ihren Auftrag erfüllen? Durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Was sollen sie tun? Zeugen Jesu Christi sein. Wo soll dieses Zeugnis hingehen? Von Jerusalem bis ans Ende der Erde. Und genau entlang dieser drei Linien wollen wir uns das anschauen. Also der erste Unterpunkt: Die Kraft, durch die sie den Auftrag ausführen werden. Er sagt: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist. Geschwister, der Zusammenhang ist klar. Er sagt zu ihnen: "Achtet nicht auf die Zeit oder Zeitpunkte", sondern er sagt: "Ihr sollt Kraft empfangen."
Also, er sagt, die Vollmacht über die Zeiten liegt beim Vater. Die Kraft für euren Auftrag wird den Aposteln gegeben werden. Sie sollen sich also nicht damit beschäftigen, worüber der Vater seine eigene Vollmacht behalten wird, sondern sie sollen in dieser Kraft, die sie empfangen werden, Gott dienen.
Und jetzt sagt er auch, wodurch sie diese Kraft empfangen werden. Er sagt: "Wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist." Geschwister, diese Kraft aus der Höhe, diese Kraft, die die Apostel hier erwarten, ist kein Geheimnis. In Jesaja 32, Vers 15, ist bereits ganz klar gesagt: "Bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird." Jesus sagt es in Lukas Kapitel 24, Vers 49: "Bleibt in der Stadt, bis ihr bekleidet werdet mit Kraft aus der Höhe." Also, diese Ausgießung ist eine Verbindung, die von Jesaja bis Lukas und jetzt hier in der Apostelgeschichte zur Erfüllung kommt. Die Gabe des Geistes, Geschwister, ist eine Erwartungshaltung der Prophetie, die zur Erfüllung kommt. Jetzt stellt sich für uns natürlich diese Frage: Wie sieht diese Kraft aus?
Wie sieht diese Kraft aus? Wenn wir nun die Apostelgeschichte weiterlesen, sehen wir sehr schnell, wie diese Kraft sichtbar wird. Sie zeigt sich nicht einfach darin, dass die Apostel sich innerlich stärker fühlen. Sie zeigt sich in einem von dem Geist bevollmächtigten Dienst, in dem Wort und Tat zusammenkommen und auf Christus hinweisen. Die Kraft zeigt sich im Dienst, in dem Wort und Tat zusammenkommen und auf Christus hinweisen. Erinnert euch an Apostelgeschichte 1, Vers 1. Da hieß es, was Jesus angefangen hat zu tun und zu lehren. Sehen wir das? Jesus hat getan und Jesus hat gelehrt. Und die Apostel werden genau diesem Muster folgen.
Ich habe euch in der Einleitung zur Apostelgeschichte schon gesagt, dass die Jünger dem Weg ihres Meisters folgen. Die Jünger folgen dem Weg ihres Meisters. Das war drei Wochen oder zwei Wochen vorher die Predigt. Und hier sehen wir, dass der Geist ihnen Kraft geben wird, genau dies zu tun. Und wir sehen das in der Apostelgeschichte. Ich möchte zwei Beispiele geben. In Kapitel 3, Verse 1 bis 10, und wir lesen das nicht. Sondern da ist das erste Mal, dass die Jünger herausgehen und einen Lahmen heilen. Und wir haben in der Einführungspredigt die Parallele zwischen dem Herrn Jesus und die Parallele zwischen Petrus gesehen.
Und nachdem das geschehen ist, in Kapitel 4, werden sie vor dem Hohen Rat gestellt. Und man befragt sie. Und in Vers 7 heißt es, Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 7: "Und nachdem sie sie in ihre Mitte gestellt hatten, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan?" Und dann Vers 8: "Da sprach Petrus, erfüllt mit dem Heiligen Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste." Vers 10: "So sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund, im Namen Jesu Christi des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten."
In diesem Namen steht dieser gesund vor euch. Seht ihr diese Verbindung? Die Verbindung ist, dass die Kraft, die sie empfangen, die Jesus in Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 8, verheißen hat, sich in ihren Werken äußert. Und was war hier das Werk? Sie haben einen Lahmen geheilt, oder durch sie ist ein Lahmer geheilt worden. Und danach aber ist es nicht nur Werk, sondern es ist auch eine Tat. Sie predigen, sie lehren Christus.
Es ist Kraft. Und es ist eine Kraft, die ihnen die Möglichkeit gibt, Zeugnis abzulegen über den auferstandenen Herrn Jesus Christus. Und Geschwister, das Gleiche passiert mit Stephanus in Kapitel 6, Vers 8. Und danach, wir lesen über Stephanus in Kapitel 6, Vers 8: "Stephanus aber, voller Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk." Was folgt später? Er lehrt. Er lehrt über die Auferstehung in Kapitel 7.
Die Kraft also, die ihnen verheißen wird, ist nicht eine Kraft, wo sie als Apostel in den Mittelpunkt gerückt werden. Sondern es ist eine Kraft, die auf den auferstandenen Jesus hinweist. Also, die Aufgabe der Apostel besteht darin: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Und dieses Zeugnis ist, dass Christus auferstanden ist. Geschwister, Zeuge zu sein ist der Auftrag.
Und das ist hier wichtig, Geschwister, denn diese Männer sollen nicht einfach herausgehen und eine neue Religion starten. Sie sollen nicht herausgehen und eine neue Philosophie predigen. Geschwister, sie sollen Zeugnis ablegen. Sie sollen sagen: „Wir haben ihn gesehen, wir haben ihn gehört, wir haben seinen Tod gesehen und wir haben ihn nach seiner Auferstehung lebendig gesehen.“ Deshalb wird die Auferstehung immer wieder im Zentrum ihres Zeugnisses stehen. Und darüber haben wir uns letzte Woche lange unterhalten. Geschwister, Jesus sagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Was bedeutet das für uns? Was bedeutet das für uns? Und auch hier müssen wir unterscheiden, Geschwister.
Wir sind keine Augenzeugen der Auferstehung. Geschwister, wir sind keine Apostel. Wir sind nicht die Empfänger dieses Auftrags. Wenn wir diesen Text lesen, dann dürfen wir jetzt nicht herausgehen und sagen, wir werden diesen Auftrag erfüllen, weil wir den Herrn nicht mit unseren eigenen Augen gesehen haben als Auferstandenen. Aber unser Glaube steht auf ihrem, der Apostel, ihrem autoritativen Zeugnis.
Deshalb ist die entscheidende Frage für uns, Geschwister:
Ist Christus tatsächlich der Inhalt von unserem Zeugnis? Versteht ihr meine Frage? Wir sind keine Apostel. Warum? Die Qualifikation eines Apostels ist – und wir sehen das später in Kapitel 1 –, er muss den auferstandenen Herrn leibhaftig gesehen haben. Aber wir befinden uns in der Geschichte nach Pfingsten und nach der Apostelgeschichte, Geschwister. Wir bauen, wir sind gebaut auf dem Fundament des apostolischen Zeugnisses. Und unser Fundament ist die Schrift. Wenn wir Christus bezeugen, erfinden wir keine neue Botschaft, sondern wir tragen weiter, wovon die Apostel Zeugnis abgelegt haben. Und jetzt stellt sich die Frage: Wenn wir Zeugnis ablegen, legen wir das gleiche Zeugnis ab?
Was ich damit frage ist: Wenn wir mit Menschen über Christus reden, reden wir über ihn als auferstandenen Herrn? Reden wir über ihn als den Herrn, der lebt? Oder schämen wir uns ein bisschen, über Auferstehung, über Totenauferstehung, dieses übernatürliche Element der Auferstehung zu reden? Reden wir lieber über die Gemeinde? Reden wir über Moral? Reden wir über Politik? Reden wir lieber über Kultur? Oder reden wir lieber über unsere eigenen Erfahrungen?
Oder kommen wir bei Christus an? Bei seinem Tod? Bei seiner Auferstehung? Bei der Tatsache, dass er lebt? Geschwister, denn das ist das Herz des apostolischen Zeugnisses. Kommen wir zu unserem dritten Unterpunkt: Die Reichweite, in der dieses Zeugnis hinausgehen wird. Und hier sehen wir, und schließlich sagt Jesus, wo dieses Zeugnis hingehen soll: „Sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde.“ Und Geschwister, das ist keine zufällige Liste. Und Jesus gibt hier gewissermaßen eine geografische Bewegung, wie auch das Buch der Apostelgeschichte sich weiterentwickeln wird.
Man könnte sagen, dass das hier die Gliederung der Apostelgeschichte ist, eine mögliche Gliederung der Apostelgeschichte. We will see that the Evangelium verbreitet sich in Jerusalem, in Judäa and Samaria, and then Rome, was zu dieser Zeit das Zentrum der Welt war. Aber diese Bewegung ist nicht nur geografisch. Sie ist heilsgeschichtlich und ethnisch. Was meine ich damit? In Jerusalem, wer bekehrt sich? Es sind Juden. Dann geht es zu Galiläa und Samaria. Denkt nur daran: Galiläa und Samaria ist nicht ein nächster Ort. Samaria hat einen ethnischen Hintergrund.
Es gibt eine Feindschaft zwischen Juden und den Samaritern. Aber es gibt eine Versöhnung in Christus hier. Und dann stößt das Evangelium die Tore weit auf und geht zu den Nationen. Das ist nicht Gottes Plan B. Verstehen wir, dass sich hier erfüllt, was Gott schon immer wollte? Das abrahamische Versprechen, dass sein Nachkomme Segen sein wird für alle Nationen?
Und es ist hier nicht zu Ende. Geschwister, schlagen wir auf Jesaja Kapitel 49, Vers 6. Wir haben bei der Einleitung diesen Vers schon aufgeschlagen, aber wir müssen hier zu Jesaja 49, Vers 6.
Jesaja neunundvierzig, Vers, sprich, Vers Sechs. Ja, er spricht: "Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzukehren. So mache ich dich auch zum Licht der Nationen, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde." Geschwister! Das ist genau der gleiche Wortlaut in der griechischen Septuaginta zur Zeit Jesu Christi. Die Bibel zu jener Zeit hat genau diese Phrase am Ende, "bis ans Ende der Erde", eins zu eins in der Septuaginta gehabt. Wenn Jesus diese Worte sagt, verknüpft er Jesajas Prophezeiung mit der Erfüllung, die durch die Apostel geschehen wird, dass die Botschaft, dass Heil reichen wird bis ans Ende der Erde. Es wird noch stärker, weil in Apostelgeschichte, Vers 13, als Paulus und Barnabas zu den Nationen gehen, in Vers 47, zitieren sie Jesaja 49, Vers 6.
Und das ist entscheidend. Gottes Plan mit Israel und Gottes Plan, sein Heil zu den Nationen zu bringen, stehen im Alten Testament nicht im Widerspruch zueinander. Jesaja 49 stellt sogar beides nebeneinander: die Wiederherstellung Jakobs und das Heil bis ans Ende der Erde. Und genau deshalb sollten wir Apostelgeschichte 1, 6 bis 8 nicht so lesen, als würde Jesus sagen: "Vergesst Israel. Stattdessen gibt es jetzt nur noch die Nationen." Das dürfen wir einfach nicht. Das sagt Jesus nicht.
Aber ebenso wenig sagt er, und das ist auch wichtig, Geschwister, ebenso wenig sagt Jesus: "Durch euren Missionsauftrag stellt ihr jetzt das verheißene Reich wieder her für Israel." Es gibt diese beiden Extreme: Ja, Israel hat keine Relevanz, oder durch die Mission wird das Reich wiederhergestellt. Beides wird nicht gesagt. Das ist ganz interessant, die Frage nach dem Zeitpunkt der Wiederherstellung hat Jesus gerade der Vollmacht des Vaters überlassen.
Und jetzt gibt er ihnen einen gegenwärtigen Auftrag: "Seid meine Zeugen bis ans Ende der Erde." Und Geschwister, das ist wunderschön hier. Warum ist das so wunderschön? Der Vater bestimmt die Zeiten, der Sohn gibt den Auftrag, und der Geist gibt die Kraft. Der Vater bestimmt die Zeiten, der Sohn gibt den Auftrag, der Geist gibt die Kraft.
Und die Zeugen tragen die Botschaft bis ins Ende der Erde. Seht ihr das trinitäre Wirken Gottes? Wie der dreieinige Gott hier wirkt? Ja, Geschwister, was bedeutet das für uns? Was bedeutet das für uns? Und hier ist etwas, das wir sehr leicht übersehen oder missverstehen. Habt ihr schon mal gehört, dass manche Menschen gesagt haben: "Dein Jerusalem ist deine Heimatstadt. Dein Judäa ist dein Bundesland und Samaria ist das Nachbarland." Also man möchte diesen Vers anwenden und sagen: "Ja, deine Heimatstadt, dein Jerusalem, wo ist dein Jerusalem?"
Manche können sagen München, andere können sagen Kolumbien. Aber das ist hier nicht der Punkt, Geschwister. Jerusalem ist Jerusalem. Judäa ist Judäa. Und Samaria ist Samaria. We can diesen verse nothing and sag, yeah, what Jesus here is München is my Jerusalem, this is my Heimatstadt. And deswegen muss ich den Auftrag dort ausführen. Das ist nicht der Ausgangspunkt, Geschwister. Warum betone ich das, Geschwister?
Warum? Weil wir das Ergebnis von Apostelgeschichte 1, Vers 8 sind. Wir sind das Ergebnis von Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 8. Das Evangelium, Geschwister, ist tatsächlich aus Jerusalem hinausgegangen. Es ist rausgegangen zu den Nationen über Grenzen, über Sprachen, über Generationen, bis nach Europa, bis nach Deutschland, bis nach Sri Lanka, Kolumbien, bis nach München. Und heute sitzen wir hier in der Gemeinde von Menschen, die den Namen Jesu Christi bekennen. Liebe Geschwister, wir existieren als Gemeinde auch deshalb, weil Jesus Christus getan hat, was er hier angekündigt hat. Und das sollte zuerst einmal Staunen hervorrufen, bevor dieser Text uns fragt: Was tust du?
Zeigt er uns auch, was Christus getan hat. Geschwister, sein Zeugnis ist tatsächlich hinausgegangen. Seine Botschaft, die uns erreicht hat, soll natürlich nicht bei uns stehen bleiben. Wir sind natürlich in der Reihe der Apostel. Wir sind keine Apostel, aber wir besitzen ihr Zeugnis. Und wir dürfen dieses Zeugnis vom auferstandenen Christus weitertragen. Liebe Geschwister, schaut nochmal auf diese Männer, auf diese Apostel. Sie stehen kurz vor der Himmelfahrt ihres Herrn. Jesus bereitet sie auf das vor, was vor ihnen liegt.
Und in diesen wenigen Versen gibt er ihnen drei klare Dinge mit. Erstens, sie sollen auf die Verheißung warten. Der Vater hat den Geist verheißen, Johannes hat sein Kommen angekündigt und Jesus sagt: Nur noch wenige Tage. Zweitens, sie sollen die Zeiten dem Vater überlassen. Sie wollen wissen, wann wird das Reich hergestellt. Jesus sagt: Die Zeiten und Zeitpunkte liegen in der Vollmacht des Vaters. Drittens, sie sollen den Auftrag erfüllen, für den sie Kraft empfangen werden. Der Geist wird ihnen Kraft geben, sie werden Zeugen des auferstandenen Christus sein. Und dieses Zeugnis wird von Jerusalem hinausgehen bis ans Ende der Erde. Man könnte sagen, man könnte die ganze Predigt so zusammenfassen:
Wartet auf das, was Gott verheißen hat. Überlasst Gott, was er in seiner Vollmacht festgesetzt hat, und tut das, was Christus euch klar aufgetragen hat. Und wir stehen heute auf der anderen Seite dieser Geschichte. Wir warten nicht mehr auf Pfingsten. Der Geist ist gekommen. Wir müssen nicht mehr darauf warten, dass die Apostel Zeugnis ablegen. Sie haben Zeugnis abgelegt. Die Botschaft ist hinausgegangen, Geschwister. Und deshalb müssen wir nicht versuchen, Zeiten zu entschlüsseln, die Gott uns nicht geoffenbart hat. Geschwister, ich möchte nochmal anknüpfen auf unser Eingangsbeispiel, wo in der Geschichte der Christenheit viele Menschen herumgegangen sind, ihr Leben und ihre kostbare Zeit damit verbracht haben,
das Nicht-Geoffenbarte herauszufinden, aber das, was Gott offenbart hat, nicht zu erfüllen. Und Geschwister, diese Gefahr ist real. Vertrauen wir doch Gott und überlassen ihm die Zeiten und Zeitpunkte. Und lasst uns treu sein in dem, was er uns aufgetragen hat. Möge sein Name verherrlicht werden. Lasst uns beten.
Vater, wir schauen auf dein Wort. Und Vater, wir sind erstaunt.
Denn was du in der Geschichte versprochen hast, hast du erfüllt. Und wir stehen hier als Zeugen, Herr.
Als die Erfüllung von dem. Das Evangelium ist hinausgegangen. Es hat Menschen gerettet. So, Herr, lass uns doch in dieser Linie als diejenigen, die aufgebaut sind auf dem Fundament der Apostel, dieses Zeugnis weitergeben. Herr, wir sind oft abgelenkt. Die Medien, die Welt, all diese Dinge nehmen uns ein. Herr, schenk uns Ruhe und Frieden, weil du es bist, der alles in deiner Hand hält. In Jesu Namen. Amen.