August 2, 2026

Das Töten der Sünde

Series:
Passage: Kolosser 3:5-11

Automatisch generiertes Transkript

Möge der Name unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Ihr könnt euch gerne setzen.

Im Rahmen des Themas „Die Gemeinde“ haben wir uns mit Matthäus Kapitel 16 beschäftigt. Wir möchten heute wieder einsteigen in den Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä. Wir haben uns im Kolosserbrief bereits mit den ersten beiden Kapiteln beschäftigt und sind auch in das dritte Kapitel eingestiegen.

Wir möchten damit beginnen, dass wir den Abschnitt der heutigen Predigt lesen. Lasst uns lesen Kolosser Kapitel 3, die Verse 5 bis 11.

Kolosserbrief, Kapitel 3, die Verse 5 bis 11: „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat. Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittensein, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allem.“

Vater voller Kraft und Gnade, wir danken dir für die Gnade, die du gegeben hast. Wir haben gesungen, Vater, dass du ein Gott des Trostes bist, der uns in allen Umständen Trost spendet, und dafür danken wir dir. Und wir danken dir, dass unser Leben mit dir vereint ist. Wir danken dir, dass Sünde und Tod nicht mehr über uns herrschen. Nicht nur das, wir konnten in den Sprüchen davon lesen, wie dein Wort ein Licht ist. Und so danken wir dir für deine Worte, die du uns heute gibst. Wir danken dir für die Ermutigung, die sie schenken werden. Gib mir die Kraft und führe mich, deine Worte zu verkünden. Möge deine Rechte mit allen Herzen sein, die dein Wort hören, und möge dein Wort in ihren Herzen wirken, sodass du verherrlicht werden mögest. Wir danken dir, Vater. Amen.

Ihr wisst, es ist fast einen Monat her, dass wir uns zuletzt im Kolosserbrief befunden haben, und daher möchten wir uns die Zeit nehmen, bevor wir in den heutigen Abschnitt einsteigen, zu wiederholen, was wir bisher in diesem Brief gesehen haben.

Eine Irrlehre schlug in die Gemeinde ein. Diese Irrlehre besagte im Grunde, dass Jesus Christus nicht genug ist, sondern dass man neben Jesus, zum Beispiel, Engel anbeten muss. Und in diesem Rahmen schreibt der Apostel Paulus dieser Gemeinde diesen Brief.

Und im ersten Kapitel haben wir gesehen, dass er die Herrschaft und die Autorität und die Erhabenheit des Herrn Jesus Christus betont. Wir haben dort gesehen, dass Jesus Gott ist und dass alles, was existiert, von ihm, durch ihn und zu ihm hin geschaffen worden ist. Wir haben gesehen, er ist der Erstgeborene aller Schöpfung. Alles besteht durch ihn. Und Paulus erklärt in Kolossä: Jesus Christus allein ist genugsam. Er ist ausreichend, er ist genug für euch.

Und wir haben weiter gesehen, dass der Apostel Paulus über das Werk Jesu Christi schreibt. Der Apostel Paulus schreibt, dass wir durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi von den Sünden befreit sind und Gemeinschaft mit Gott haben dürfen. In Kolosser 1,21 haben wir gesehen: „Euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen.“ Aber das Werk Jesu Christi hat uns mit Gott in Gemeinschaft gebracht.

Und so präsentiert der Apostel Paulus den Kolossern: Jesus Christus ist genugsam. Sein Werk ist ausreichend. Und so setzt er fort und schreibt in Kolosser Kapitel 2: „Wie ihr nun Christus Jesus empfangen habt, so wandelt in ihm.“ Er sagt ihnen: „Denkt daran, wie ihr Christus Jesus empfangen habt. Und so verwurzelt euch und haltet fest an ihm für euren Wandel.“ Und dann sind wir in das Kapitel 3 gekommen, wo der Apostel Paulus mit der Gesinnung des Gläubigen beginnt. Er hat dort geschrieben: „Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“

Wir sehen also, Paulus in den ersten beiden Kapiteln, nachdem er die Lehre präsentiert hat, beginnt im Kapitel 3 nun mit dem Wandel. Die Idee, die der Apostel Paulus hier präsentiert, ist, dass wir mit Christus auferweckt worden sind. Wenn wir auferweckt worden sind, sind wir mit ihm gestorben, mit ihm begraben worden, mit ihm auferweckt worden, weil wir dieses neue Leben mit Jesus haben. Aus diesem neuen Leben soll unser Wandel.

Besprochen in den Versen 12 und 13, dass wir mit ihm begraben worden sind und auferweckt worden sind durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes. Wir sind mit Christus eins gemacht worden. Mit seinem Werk sind wir in diesen Zustand versetzt worden. Vollendet worden. Das alte Leben ist vorbei, ein neues Leben. Uns ist neues Leben geschenkt worden.

Und wir haben die Betrachtung dieses ersten Abschnittes von Kapitel 3 damit beendet, dass wir gesehen haben und dass wir gesagt haben: „Unser Leben ist mit Christus verborgen in Gott.“ Unser Leben ist eins gemacht worden mit Jesus Christus. Und Jesus Christus ist im Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, und wo Jesus ist, dort ist auch unser Leben. Und deswegen sagt der Apostel Paulus: „Sucht, was droben ist.“

Und in Vers 4 haben wir damit abgeschlossen zu sehen, dass, wenn Jesus Christus wiederkommen wird, wenn er offenbar werden wird, dann werden wir auch vollständig von der Gegenwart der Sünde befreit werden und mit ihm in Herrlichkeit sein. Wir werden einen Leib empfangen, frei von Sünden, in der Offenbarung Jesu Christi. Damit haben wir uns im Kolosserbrief bisher beschäftigt.

Heute möchten wir mit Vers 5 beginnen. Der Titel der heutigen Predigt ist „Das Töten der Sünden“, „Das Töten der Sünde“. Dieses kleine Wort „nun“ hier stellt eine Verbindung zum vorherigen Abschnitt her, die uns natürlich sagt, dass hier eine Verbindung steht, nämlich zu dem, dass unser Leben ja mit Christus verborgen ist. Und zwar unser Leben, dass unser Leben mit Christus vereint ist und im Himmel ist mit ihm. Freiheit von Sünde, dass wir nicht mehr zu dieser Erde gehören.

Die Schlussfolgerung aus dieser Wahrheit, weil wir mit Christus verbunden sind, aus diesen Dingen fließt nun und schlussfolgert nun der folgende Befehl: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist. Und lasst uns mit dem Befehl beginnen, der hier heißt: „Tötet.“

Paulus‘ Befehl lautet also: „Tötet nun eure Glieder.“ Es ist wichtig festzuhalten, gleich zu Beginn, dass, wenn Paulus hier von Gliedern redet, Gliedern, die auf der Erde sind, redet er nicht von unserem Auge oder von unseren Händen, von unseren Körperteilen. Es geht um die Glieder, es geht hier um unsere sündhaften Gedanken und sündhaften Taten.

Auch in Römer Kapitel 8, Vers 13 wird dieser Begriff verwendet, wo auch deutlich wird, dass es sich nicht um die Körperteile, sondern um sündhafte Gesinnung und sündhafte Taten handelt. Römer Kapitel 8, Vers 13: „Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“

Es geht also um die Handlungen des Leibes, die Gedanken, all das, was wir tun, die sündhaften. Auch wenn wir durch das Werk Jesu Christi von der Knechtschaft der Sünde befreit worden sind, selbst wenn wir geheiligt worden sind, solange wir hier auf dieser Erde noch leben, beziehungsweise bis der Herr wiederkommt, auch wir werden erst in Zukunft bei seiner Offenbarung verherrlicht werden. Bis dahin, auch wenn wir eine neue Schöpfung sind, während wir also in unserer Position dem Himmel angehören und unser Leben dort ist, soll eben unsere Gesinnung auch ausgerichtet sein auf den Himmel. Und im Kontrast dazu sehen wir hier die Glieder, die auf der Erde sind. Also, das, was zur Erde gehört, das sollen wir töten. Davon sollen wir loskommen. Hier in der deutschen Übersetzung ist das sehr klar auch übersetzt mit „tötet“. Paulus wählt hier ein hartes Wort, weil Sünde so schlimm ist. Er redet davon, sie schwächt unsere Seele und schadet ihr. Es bringt uns in Finsternis. Es raubt uns und raubt uns um sicher.

Wir haben in den Sprüchen den Rat gesehen und die Warnung, wie sehr Sünde einen zerstören kann. Und deswegen hier die Wortwahl: Tötet die Sünde, tötet diese Glieder. John Owen hat Folgendes gesagt, nämlich: „Töte die Sünde, sonst wird die Sünde dich.“ Er hat gesprochen: „Täglich musst du die Sünde töten.“ So schlimm ist Sünde.

Elf bis 13: „So auch ihr haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus. So herrsche nun nicht mehr die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Begierden gehorcht. Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit.“

Hier sehen wir auch, es beginnt mit der Gesinnung, dass wir uns der Sünde für tot und Gott aber für lebend halten. Zu Hause bei unserem Garten, stellt euch vor, ihr habt einen Baum und ihr seht einen Parasiten dort oder vielleicht auch einen Garten und ihr seht Unkraut wachsen in diesem Garten. Oder in eurer Wohnung seht ihr Schimmel, der anfängt an der Wand.

Würden wir dem Schimmel, wenn er sich anfängt zu bilden, er fällt uns auf, würden wir einfach zuschauen und warten, was passiert? Würden wir die Gefahr in Kauf nehmen, den Schimmel und die ganzen anderen Dinge mit einzuatmen oder in unserer Wohnung zu lassen? Oder wenn wir Unkraut beginnen zu sehen im Garten oder einen Parasiten oder so etwas Ähnliches in einem Baum, würden wir einfach zuschauen?

Nein, wir würden. Wir würden uns sehr eifrig darin sein und wir würden uns Mühe geben, diese Unreinheiten zu entfernen, herauszureißen, abzutöten und sauber zu machen. Und so müssen wir auch mit Sünde in unserem Leben sein: eifrig und hingegeben, Sünde abzutöten, Sünde in unserem Leben zu entfernen.

Wo Sünde ist, wird kein Friede, kein Trost, keine Ruhe sein. Sünde wird dich zerstören. Deswegen heißt es hier: Tötet die Sünde. Zerstöre sie, lösche sie aus, weil sie so schlimm ist.

Dabei möchten wir trotzdem vor Augen halten, dass wir nicht vollkommen sind. Erst bei seiner Wiederkehr, bei seiner Offenbarung, der Offenbarung unseres Herrn, werden wir vollständig verherrlicht sein und vollständig frei sogar von der Gegenwart der Sünde sein. Aber bis dahin ist der Befehl und unser Bestreben, Sünde abzutöten, mehr und mehr abzutöten, sodass wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in der Heiligung wachsen mögen.

Haltet euch vor Augen, was Christus für uns vollbracht hat, dass unser Leben mit ihm in Gott verborgen ist. Dass wir unser Leben, Christus selbst im Himmel ist. Liebe Geschwister, wir gehören nicht mehr zu dieser Erde, wir gehören zum Himmel. Was möchtet, was könnten wir noch mehr von dem Herrn verlangen oder von ihm brauchen? Er hat uns alles geschenkt. Wir gehören nicht mehr hierhin. So lasst uns auf den Himmel und auf Christus ausgeben.

Christus empfangen haben, weil euer Zustand so ist, nun soll auch euer Wandel dementsprechend sein. Lasst uns die konkreten Dinge anschauen, die Paulus hier anspricht. All die Begriffe, die hier vorkommen, sind Begriffe, die mit Unzucht und Hurerei zu tun haben. Wir sehen als erstes das Wort Unzucht. Aktivität außerhalb des Rahmens der Ehe.

Wir sehen, dass die sexuelle Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe das ist, was wir in der Schrift vorfinden als die richtige Art. Alles, was außerhalb dessen ist, sei es vor der Ehe oder dieses Wort umfasst also jede sexuelle Aktivität außerhalb der Ehe. Wir sehen, was die Bibel noch dazu sagt, zum Beispiel in 1. Korinther Kapitel 6. Korinther Kapitel 6, Vers 18. Dort heißt es: „Flieht die Unzucht.“ Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib.

Oder auch 1. Thessalonicher Kapitel 4, Vers 3 sagt Folgendes zur Unzucht: „Thessalonicher Kapitel 4, Vers 3: Denn dies ist Gottes Wille, eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet.“

Wir sehen, welche Worte die Bibel auch hier verwendet: Flieht davon! Haltet euch fern von der Unzucht. Ein gutes Vorbild ist uns darin Josef. Als Potiphars Frau mit Josef Ehebruch begehen wollte, sehen wir, wie Josef sich verhalten hat. Josef sagt zu ihr: „Wie könnte ich so eine große Bosheit gegen meinen Herrn und gegen Gott begehen?“

Wir sehen also die Warnung vor Unzucht und wie sehr sie die Gemeinschaft zu Gott zerstören kann. Und deswegen sagt die Schrift stark vor uns und sagt: Flieht vor ihr, lauft weg, haltet euch fern davon.

Als Nächstes sehen wir Unreinheit. Wie all die Begriffe, auch hier Unreinheit im Zusammenhang von sexueller Unmoral. Es ist auch ein Wort, das die Herabwürdigkeit oder die Schändlichkeit dieser Sünden beschreiben soll. Viele oder Homosexualität und solche Dinge können auch unter diesen Begriff eingeschlossen werden. Oder auch Bestialität könnte unter diesem Begriff eingeschlossen werden.

Auch im Alten Testament finden wir solche Dinge, wie sie verurteilt und als unrein bezeichnet werden. Lasst uns Römer Kapitel 1, 24 lesen. Römer Kapitel 1, Vers 24: „Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit.“

Wir sehen, Gott hat sie hingegeben, in Unreinheit ihre Leiber untereinander zu bringen. Also hier sehen wir auch, wie dieser Begriff eben im Zusammenhang von sexueller Unmoral und diesen Dingen beschrieben wird.

Als Nächstes sehen wir Leidenschaft. Im Kontrast zu den ersten beiden Begriffen waren die ersten beiden Begriffe eher äußerliche Taten, Handlungen. Jetzt gehen wir aber einen Schritt weiter und gehen in das Innere: Leidenschaft. Leidenschaft ist hier dieses innere Begehren und das Innere, was die Handlung am Ende hervorbringt. Diese Leidenschaft ist die ursprüngliche Ursache für die Handlung der Unzucht und Unsucht.

Auch in Römer 1, 26 wird dieses Wort verwendet und eben auch wieder im Zusammenhang mit sexueller Unmoral und dass es die innere Haltung und das innere Begehren beschreibt, das Unzucht und Unreinheit hervorbringt. Das ist auch ein sehr ähnlicher Begriff, auch beschreibt die Begierden des Herzens, das, was von innen herauskommt. Es ist das Begehren, etwas zu tun, was verboten ist.

In Matthäus Kapitel 5, 28 sagt der Herr Jesus, dass, wer eine Frau mit seinem Auge begehrt, Ehebruch mit ihr getrieben hat in seinem Herzen. Lasst uns auch lesen Markus Kapitel 7, 22. Markus Kapitel 7, 21: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen.“

Das sind die Dinge, die von innen heraus aus diesen Begierden herauskommen. Und all diese Begriffe, wie gesagt, sind im Zusammenhang mit sexueller Sünde und Unmoral. Auch hier sind wir wieder im Bereich der Gedanken, der Begierden. Zufrieden sein, immer mehr haben wollen. Das ist die Idee von dem Wort Habsucht hier. Es ist der Gedanke und das Herz, das nie zufrieden ist und immer sagt: „Mehr, mehr, mehr.“

Auch in Epheser Kapitel 4, Vers 19 und Kapitel 5, Vers 3 wird dieser Begriff im Zusammenhang mit Unzucht verwendet. Also auch hier eben dieser Zusammenhang zur sexuellen Unmoral und dieser Unzufriedenheit, die ständig sagt: „Mehr.“

Und wieso ist das jetzt im Zusammenhang mit Unzucht oder Hurerei? Weil im Wurzel der Hurerei und im Wurzel all dieser Sünden, der Unzucht und Hurerei, steckt das unzufriedene Herz, das nie zufrieden ist und immer mehr haben möchte. Das wird hier folgendermaßen definiert. Habsucht, wenn du diese Habsucht hast, das ist Götzendienst. Wieso ist das Götzendienst? Es ist Götzendienst, weil das Herz, das sagt, ich will immer mehr, ich bin nie zufrieden. Das Herz, das seine fleischlichen Begierden zu befriedigen, wo das dann an erster Stelle steht, an der Stelle, wo Gott eigentlich sein sollte. Das ist das Herz, das Götzendienst ist.

Liebst du die sexuellen Sünden mehr? Liebst du Unzucht und Hurerei mehr, als du Gott liebst? Und deswegen ist das Götzendienst. Menschenfurcht oder Ähnliches, wo es darum geht, dass ich im Mittelpunkt stehe, mein Lob, mein Ruhm und meine Ehre oder mein Ansehen. Bei all diesen Sünden und Gedanken und Herzenshaltungen wird Gott von seiner Stelle gerückt, und ich werde selbst auf diesen Platz gestellt, und das ist Götzendienst. Und das ist etwas, was wir verstehen müssen.

Die Freude, die Unzucht, Hurerei oder jede Art und Form von sexueller Sünde verheißen mag, sie wird niemals beständig bleiben. Sie mögen die eine kurzweilige Freude und Zufriedenheit schenken, aber die wird niemals bestehen bleiben. Jesus Christus, der Einzige, der uns wahren Frieden, wahre Zufriedenheit und Trost und ewige Freude schenken kann, ist Jesus Christus. Er allein ist unsere Zufriedenheit. Er, sein Leben ist unsere Fülle. Und daher muss unser Blick täglich auf diesen Christus ausgerichtet sein. Deswegen seht ihr die Argumentationskette von Paulus.

Und aus diesem folgt der Wandel. Ihr gehört nicht mehr zu dieser Erde, ihr gehört zum Himmel, ihr gehört zu Christus. Dort ist euer Leben. Alles, was hier auf dieser Erde ist, alles, was euch auf dieser Erde verheißen wird, es wird nicht bestehen bleiben. Es wird vergehen.

Lasst uns zu den Versen 6 und 7 kommen. „Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.“ Hier sehen wir den Grund für Paulus‘ Befehl. Wegen solcher Taten und Gedanken, wegen solcher Sünden, wird Gottes Zorn über die Söhne des Ungehorsams kommen. Gottes Zorn wird kommen auf die, die ihm nicht gehorchen. Und wir haben Beispiele davon, wie Gott seinen Zorn über Söhne des Ungehorsams ausgegossen hat. Oder an Sodom und Gomorra, wo Gott seinen Zorn über die Söhne des Ungehorsams ausgegossen hat. Denn sein Zorn ist ein heiliger und gerechter Zorn. Es ist ein unermesslicher Zorn. Und wenn wir die Offenbarung lesen, werden wir in der Zukunft sehen, dass Gott über die Unbußfertigen seinen Zorn ausgießen wird.

Und dann in Vers 7 sagt er den Kolossern: „Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.“ Ihr wart solche, die so gelebt haben. Paulus stellt über die Kolosser fest: Ihr wart einst solche, die zu den Söhnen des Ungehorsams gehört haben, deren Leben geprägt war von diesen Sünden, die hier aufgelistet worden sind. Und Paulus sagt den Kolossern: Jetzt seid ihr aber nicht mehr solche. Ihr seid dem Zorn Gottes entflohen. Ihr seid nicht mehr solche. Euer Leben ist mit Christus vereint worden. Ihr seid nicht mehr solche, wie ihr früher wart.

Also wir sehen, Paulus in Versen 6 und 7 sagt in Kolosser: Ihr wart solche, jetzt seid ihr aber nicht mehr, jetzt gehört ihr nicht mehr zu diesen Leuten. Er begründet also seinen Befehl damit, weil ihr nicht mehr zu diesen gehört, weil ihr ein neues Leben und eine neue Position in Christus gefunden habt. Die Religionen dieser Welt lehren: Du musst etwas tun, um gerettet zu werden, ewiges Leben zu empfangen oder um Heil zu empfangen. So ist aber das Christentum nicht. Die Schrift ist aber nicht so. Das Christentum ist nicht so, sondern die Schrift sagt: Christus hat alles vollbracht. Christus hat es vollbracht und hat euch euer altes Herz entfernt und euer neues Herz geschenkt. Er hat euch zu einer neuen Schöpfung gemacht. Er hat euch ewiges Leben geschenkt und euch in eine Position gebracht und verändert, in Einheit mit ihm, und weil er es vollbracht hat. Aus dem, was er vollbracht hat, anders, die er geschenkt hat, daraus fließt unser Wandel auf dieser Erde, unsere Glieder zu töten. Und wir sehen die Struktur von Paulus‘ Brief. Es heißt hier nicht, tut das, um irgendeine Position zu erreichen. Nein, erst hat er uns die Position, die wir in Christus empfangen haben, beschrieben und sagt, nun wandle sie.

Und auch wenn wir in den weiteren Versen lesen, auch wenn wir in dem Teil der Befehle und der Anwendung sind, gibt Paulus Befehle und Anwendungen. Aber dann begründet er sie immer wieder. Immer wieder begründet er sie und sagt, ihr wart einst so. Jetzt seid ihr nicht mehr so. Deswegen wandelt so.

Was haben wir? Wir haben heute gesehen, wie in diesem ganzen Kapitel 3, auch haben wir von Anfang an gesehen, wie Paulus, wenn er hier uns Befehle gibt, wenn er uns hier Anweisungen für unseren Wandel gibt, dass er uns immer unsere Position und unsere Stellung vor Augen führt und dass unser Wandel aus dieser Stellung herausfließt.

Was können wir lernen aus diesem Abschnitt? Liebe Geschwister, liebe Gläubigen, ich frage euch, wie ihr mit Sünde in eurem Leben umgeht. Identifizierst du die Wurzel der Sünde in deinem Leben und tötest du sie?

Wir leben in einer Welt, die sehr modern ist und sich ständig auch weiter modernisiert. In unseren kleinen Smartphones und Handys ist bereits Zugang da zu allen möglichen Dingen. Wie gehst du damit um, wenn durch solche Dinge Unzucht und Hurerei in dein Herz kommt, in deine Gedanken gepflanzt wird? Wie gehst du damit um?

Du musst doch überlegen, es geht darum, die Sünde zu töten, also nicht mehr am Leben zu erhalten. Und wenn wir das als Illustration sehen, um jemanden am Leben zu halten, musst du ihm normalerweise Essen geben. Du musst ihn füttern. Oder er muss Nahrung zu sich nehmen. Und das können wir auch so umdrehen und sagen, gibst du der Sünde Nahrung und hältst du sie dadurch am Leben? Oder bist du bereit, wenn du diese sündhaften Gedanken und Handlungen in deinem Leben siehst, sie abzutöten, sie verhungern und verdursten zu lassen? Ihnen nicht etwas zu geben, was es noch am Leben erhält.

Oder wandelst du vielleicht diesen Befehl um, anstatt zu töten, leg es zur Seite? Bring die Sünde, stell sie einfach nur in die Ecke. Oder nimmst du diesen Befehl ernst, wenn es heißt, töte die Sünde, zerstöre sie, lösche sie aus? Wie der Bruder John Owen gesagt hat, töte die Sünde, sonst wird die Sünde dich töten.

Die Sünde wird dir allerlei Versprechungen machen, dass sie dich glücklich machen wird, dass sie dich zufriedenstellen wird, dass sie dir Frieden schenken wird. Aber wie geht es dir dann, wenn du die Sünde begangen hast? Was ist mit der Freude? Was ist mit der Zufriedenheit? Sie verschwindet doch so schnell. Und das ist nicht nur wahr über sexuelle Sünde, das ist wahr über alles Sündhafte, was dir die Welt anbietet. Sie verspricht dir den Himmel und Freude und Zufriedenheit. Aber nichts von dem ist beständig.

Und so prüfe dich. Denn das Heilmittel sozusagen dagegen ist der Zustand, den du in Christus Jesus empfangen hast, seine Genügsamkeit, wie du mit ihm vereint bist. Wie du verborgen bist, dein Leben mit ihm in Gott im Himmel, das musst du dir vor Augen führen. Wie kannst du so einen kostbaren Zustand empfangen haben und dich dann aber dem Müll hingeben?

Unser Leben muss ausgerichtet sein auf unseren Herrn Jesus Christus, der sein Leben für uns gegeben hat, gestorben und wieder auferstanden ist. Wenn unsere Gedanken erfüllt werden, werden wir in der Lage sein, Sünde zu töten und von Heiligkeit zu Heiligkeit. Bis er wiederkommt, muss unsere Gesinnung ausgerichtet sein auf ihn und auf die Stellung, die er für uns errungen hat.

Wenn du aber nicht an den Herrn Jesus Christus glaubst und ungläubig bist, dann sagt dieser Text, dass der Zorn Gottes auf dich kommen wird. Die Gott nicht angenommen haben, die werden in das Feuer geworfen werden. Auch dir, Ungläubiger, wird die Sünde eine kurze Freude immer wieder. Aber der Preis, den du für diese Sünde bezahlst, ist, dass der Zorn Gottes auf dich kommt. Und du musst dich fragen: Ist die Sünde das wert?

Ist die Sünde das wert, dass der Zorn Gottes auf dich kommt? Und so bitte ich dich: Tue Buße von deinen Sünden und glaube an Christus. Er allein kann dir ewige Freude und Zufriedenheit schenken.

Vater, der du bist voller Kraft und Gnade, wir danken dir, dass du alles in Christus vollbracht hast. Wir danken dir, dass du uns täglich bewahrst. Lass uns diesem Wort, das wir heute gehört haben, gehorsam sein.

Lass unsere Gesinnung ausgerichtet sein auf den Zustand, den wir in Christus Jesus empfangen haben, und möge unsere Gesinnung erfüllt davon sein, und möge unser Wandel auf dieser Erde aus dieser Gesinnung fließen. Amen.