May 3, 2026

Die Fülle Christi über leerer Menschenweisheit

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Passage: Kolosser 2:8-10

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Möge der Name des Herrn Jesus Christus verherrlicht werden. Schlagen wir auf den Kolosserbrief, Kapitel 2. Lasst uns lesen die Verse 6 bis 15. Kolosserbrief, Kapitel zwei, die Verse sechs bis fünfzehn.

„Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und aufgebaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung. Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgemäß. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.

In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus, mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Und euch, die ihr tot wart in Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzung bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte. Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.“

Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, welche Worte des Trostes ist es, zu singen: „Der Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir.“ Was für ein Zuspruch und was für eine Ermutigung ist es, dass wir Dich, unseren Herrn, unseren Gott, unseren Heiland und Retter, auch unseren Hirten nennen dürfen, der uns stets auf guten Wegen führen wird, der uns zu frischem Wasser und zu grünen Auen bringt. Der Hirte, mit dem wir, wenn Er mit uns ist, wir nichts zu fürchten haben. Der Hirte, der uns verheißt, dass Huld und Güte uns folgen werden alle Tage unseres Lebens und wir ewig wohnen dürfen im Hause des Herrn.

O großer Vater, wer sind wir, dass wir solche Worte hören dürfen? Dass wir sie singen dürfen, dass wir sie in Anspruch nehmen dürfen. Bei Dir ist wahrlich kein Mangel. In Christus ist wahrlich nichts anderes als vollkommene Fülle. So wie es Ihm an nichts mangelt, sondern Er alles in allem erfüllt, so dürfen wir teilhaben an Seiner Fülle. Gnade um Gnade, Kraft um Kraft, die Er uns ausschüttet aus Seiner eigenen Fülle. Alles das ist möglich, weil Du uns mit Christus eins gemacht hast. Und dafür beten wir Dich an.

Dafür danken wir Dir und wir bitten Dich: Segne diese Stunde der Verkündigung, sodass wir mehr davon verstehen mögen, was es bedeutet, mit diesem Christus einst gemacht geworden zu sein. Dass wir doch sehen mögen die Fülle des Christus, Seiner Person, Seiner Erhabenheit, Seiner Genugsamkeit. Dass wir die Worte „Der Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir“ doch wahrlich und noch tiefer verstehen mögen, indem wir sehen dürfen, wie leer doch alles ist, was diese Welt uns anbietet, was menschliche Weisheit anbietet. Wir bitten Dich, Vater, segne diese Stunde, sodass wir über Christus staunen mögen, sodass wir von Seiner Fülle staunen mögen und darüber staunen mögen, wie wir in Ihm zur Fülle gebracht sind. Segne die Zuhörenden, dass Deine Worte in ihren Herzen wirken mögen. Dein Geist möge wirken, sodass die Gemeinde erbaut wird und Dein Name verherrlicht wird. Amen.

That’s so scanned. Wir leben in einer Zeit, die man, glaube ich, auf vielerlei Weise als eine Zeit der Fülle in einer gewissen Weise bezeichnen kann. Wir leben in einer modernen Zeit, wo wir eine Fülle haben, eine Fülle an Möglichkeiten. Die Wissenschaft ist natürlich so weit, wie sie es in gewisser Weise nie zuvor war. Wir haben eine Fülle an Zugang zu Wissen, Angeboten und Optionen: Meinungen, Informationen, heutzutage Podcasts, Videos und Bücher. Ich habe recherchiert und.

Es gibt so Schätzungen, dass es im Internet 150 bis 180 Zettabyte an Daten gibt. Um das vielleicht zu illustrieren: Ein Zettabyte – diese Datengröße entspricht einer Billion Bücher. Und das Internet besteht aus 150 bis 180 Billionen Büchern. Und täglich werden mehr hinzugefügt und ja, nicht nur täglich, eigentlich sekündlich, minütlich werden – wird es mehr. Es gibt diese Vergleiche: Wenn ein Mensch sein ganzes Leben verbringen würde, alles Wissen, was es gibt, heutzutage, zum Beispiel im Internet, lesen würde, sein Leben würde nur daraus bestehen, alle Informationen zu lesen. Das menschliche Leben reicht nicht aus, alle Informationen zu lesen.

Wir sehen also: Wir leben in einer Zeit mit einem Maximum an Angebot. Aber gleichzeitig entsteht der Eindruck, wenn unsere Welt herrscht, wenn wir in unsere Welt schauen, dass gleichzeitig auf der einen Seite ein Maximum an Informationen, Optionen und Angeboten besteht, aber auf der anderen Seite so eine große Lehre, eine Ungewissheit, eine Verwirrtheit herrscht in unserer Welt. Eine Welt voller Angebote, und doch herrscht große Leere.

In unserem heutigen Text im Kolosserbrief sehen wir eine Gegenüberstellung des Apostel Paulus, die genau auch in diese Richtung geht. Wir sehen auf der einen Seite Lehre, Nichtigkeit, Vergeblichkeit. Auf der anderen Seite haben wir Fülle um Fülle. Paulus in unserem heutigen Text stellt heute gegenüber die Lehre, die Nichtigkeit menschlicher Weisheit. Und er stellt demgegenüber die vollkommene und absolute Fülle Jesu Christi.

Denn mit diesem Problem hat eben auch die Gemeinde in Kolosse zu kämpfen. Wir haben es oft wiederholt, deswegen möchte ich es kurz halten: Eine Irrlehre schlich sich in die Gemeinde ein – nicht nur in die Gemeinde in Kolosse, auch die Gemeinde in Laodicea und Herapolis. Diese drei Gemeinden wurden attackiert, sozusagen von einer Irrlehre, einer Mischung aus heidnischer Philosophie und jüdischer Gesetzlichkeit. Diese Irrlehre leugnet sowohl die Gottheit Jesu, sie sagt – gleichzeitig leugnet sie auch die Menschheit Jesu, sie sagt –, Jesus ist nie wirklich Mensch geworden oder war nie wahrlich Mensch, sondern Jesus sei eine Art niedrigeres Engelswesen. Man müsse Engel anbeten, man müsse Visionen haben, um wahre Geistlichkeit zu erreichen, man müsse jüdischen, zeremoniellen Gesetze befolgen, um diese Stufe der Geistlichkeit zu erreichen und einen wahrlichen christlichen Wandel zu haben.

Und Paulus schreibt diesen Brief, um die Kolosser vor dieser Irrlehre zu warnen, um ihnen die Wahrheit aufzuzeigen. Dieses Zitat begleitet uns durch, wird uns wahrscheinlich durch diesen ganzen Brief begleiten – das Zitat von Calvin, der gesagt hat: „Wenn uns daher jemand irgendwo anders als zu Christus rufen will, so ist er leer und voller Wind. Lasst uns ihm deshalb ohne Bedenken Liebewohl sagen.“ Genau das hat diese Irrlehrer und die Irrlehrer in Kolosse versucht. Sie wollten die Menschen von Christus entfernen, verwickeln und gefangen nehmen in Philosophie menschlicher Weisheit, menschlicher Gesetzlichkeit – und weg von Christus.

Und in diesem Kapitel 2, in diesem Abschnitt – gerade in dem Abschnitt, den wir auch jetzt zu Beginn gelesen haben, die Verse 6 bis 15, aber man könnte eigentlich auch bis zum Ende des Kapitels 2 lesen –, kommen wir zu diesem Herz dieses Briefes, wo es genau darum geht, wo genau Paulus diese Irrelehren aufgreift und ihnen antwortet, vor ihnen warnt und ihnen gegenüberstellt, was die gesunde Lehre ist.

Vergangene Woche haben wir uns mit dem Wandel, dem christlichen Wandel, beschäftigt. Dieses allgemeine Prinzip, wo Paulus sagt: „Wandelt in Christus so, wie ihr ihn empfangen habt.“ Wir haben gesehen, dass es weit mehr als eine vage und oberflächliche Aufforderung ist. Es ist das fundamentale Prinzip, das den christlichen Wandel bestimmt. Denn der christliche Wandel – wir haben es vergangene Woche, die vergangenen beiden Wochen gesehen – ist weder gesetzlos (ja, es heißt nicht: „Ich kann einfach leben, wie ich will“), aber er ist auch nicht gesetzlich.

Ein Leben, das nur bis ins kleinste Detail von Regeln und Geboten bestimmt wird – sondern der christliche Wandel ist etwas, was herausfließt aus der Einheit mit Christus. So wie ich ihn empfangen habe, so wandle ich. Das ist das fundamentale Prinzip, das sich auf jeden Lebensbereich auswirkt. Es ist ein Prinzip, das nicht für jede einzelne detaillierte Lebenssituation eine Regel oder ein Gebot braucht, sondern es ist etwas, was aus der Einheit und aus deiner Beziehung mit Christus, aus dem Evangelium herausfließt.

Wir haben gesehen: Es ist ein Wandel, der nicht aus eigener Kraft geschieht. Es ist ein Wandel, in dem Gott aktiv im Leben des Gläubigen wirkt. Wo Gott uns eins mit Christus verbunden hat – wie in einem nährstoffreichen Boden hat er uns mit Christus verwurzelt –, sodass Christus zur Quelle unseres Wandels wird in Kraft und Leben. Gott baut uns auf. Er festigt uns. Er ist es, der in den Gläubigen wirkt in diesem Wandel. Und wir haben gesehen: Unser Beitrag, unser aktiver Beitrag zu diesem Wandel ist überströmende Danksagung. Danksagung ohne Ende. Danksagung, die keine Grenzen kennt für diesen Christus, den wir empfangen haben.

Und nun kommen wir zu unserem heutigen Abschnitt. Wir werden uns heute die Verse 8 bis 10 anschauen. Nachdem Paulus einen positiven Befehl gegeben hat, „wandelt in Christus“, kommt jetzt sozusagen eine Art negativer Befehl – negativ in dem Sinne, dass er uns dazu auffordert und befiehlt, sich vor leerer Philosophie zu hüten. Das ist der Befehl, und er nennt uns zwei Gründe dafür. Er sagt: „Hüte dich vor leerer Philosophie“, und hier sind zwei Gründe wieso.

Der Titel der heutigen Predigt lautet: „Die Fülle Christi über leerer Menschenweisheit“. Die Fülle Christi über leerer Menschenweisheit. Und wir wollen erstens den ersten Grund dafür sehen, wieso wir uns vor leerer Menschenweisheit, leerer Philosophie hüten sollen oder dieser menschlichen Weisheit hüten sollen. Und das ist erstens die Tatsache, dass sie leer ist: die Leere der menschlichen Weisheit. Erstens: Die Leere menschlicher Weisheit. Und dann werden wir sehen, zweitens: Die Fülle der Person Jesu Christi. Die Fülle der Person Jesu Christi. Ihr seht die Gegenüberstellung: Wir haben Leerheit, Leere auf der einen Seite, Nichtigkeit auf der einen Seite, und wir haben Fülle auf der anderen Seite.

Lasst uns beginnen in Vers 8: „Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgemäß.“ Hier beginnt Paulus mit dem Befehl: „Seht zu“. Es ist ein Befehl, ja, ein Imperativ, and it is a Präsensimperativ, der natürlich sagt, dass das ein fortlaufender Befehl ist. Es geht darum, in unserem christlichen Wandel acht zu haben, stets achtsam zu sein, auf etwas zu sehen. Dieses Wort „seht zu“ wird auch übersetzt mit „Acht haben“, „aufpassen“. Es ist oft verwendet im Zusammenhang mit Wachsamkeit. Es wird verwendet im Zusammenhang – es wird auch übersetzt mit „hütet euch vor“.

Wenn Paulus hier also sagt „seht zu“, geht es um eine fortlaufende Wachsamkeit, acht zu geben, sich zu hüten. Jesus verwendet dieses Wort in Lukas 21, Vers 8, wo er sagt: „Er aber sprach: Seht zu – da haben wir wieder das Wort, seht zu –, dass ihr nicht verführt werdet. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin’s, und: Die Zeit ist nah gekommen; geht ihnen nicht nach.“ Wir sehen, Jesus verwendet dieses Wort in einem Zusammenhang, wo er vor falschen Christussen, vor Verführern warnt und sagt: „Seht zu, passt auf, hütet euch vor Verführung.“

In Markus 13, Vers 33 wird es verwendet im Zusammenhang von – auch in dieser Endzeitrede – im Zusammenhang mit Wachsamkeit. Jesus sagt in Markus 13,33: „Seht zu, wacht! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit ist.“ Es geht also um Wachsamkeit, es geht um Nüchternheit. In 1. Korinther 10, Vers 12 verwendet Paulus dieses Wort, wo er sagt: „Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.“

Hier verwendet es Paulus im Zusammenhang zum Fallen der Sünde: „Pass auf, hüte dich davor. Du meinst, du stehst.“ Wir sehen dieses Wort also im Zusammenhang von Verführung, Wachsamkeit und Sünde verwendet. Und Paulus warnt hier also dann die Kolosse, Acht zu geben, sich zu hüten.

Wovor sollen sie sich hüten? „Seht zu, dass niemand euch einfängt.“ In der Elberfelder CSV ist dieses „Niemand euch einfängt“ übersetzt mit „euch als Beute wegführt“. Das beschreibt dieses Wort „einfangen“ ganz gut, also: Beute wegführen. Das Wort wird nur einmal hier im Neuen Testament verwendet, und es beinhaltet die Idee der Gefangennahme der Gegner nach einer Schlacht. Oder es geht darum, die Kriegsbeute nach einer Schlacht – die Beute, die man einsammelt und mitnimmt.

Paulus sagt also, die Kolosser sollen sich dafür hüten, nicht eingefangen zu werden. Es gibt diese Philosophien und diese Lehren, Betrügereien, die sie gefangen nehmen wollen. Wie eine Armee die besiegten Gegner gefangen nimmt und wegführt. Und er sagt: „Hütet euch davor, gefangen weggeführt zu werden.“

Als ich mich mit diesem Wort beschäftigt habe – einfangen, gefangen wegführen, als Beute wegführen – da musste ich an das Alte Testament denken und die Weggeführten von Judah, die ins babylonische Exil gebracht worden sind. Was wurde zum Beispiel mit Daniel und seinen Freunden gemacht? Ja, Judah wurde vom König Neben Katneza erobert. Es wurde zerstört. Daniel und seine Freunde und die Juden wurden gefangen genommen und weggeführt aus ihrer Heimat nach Babel. Dort ging es darum, ihre Heimat, ihre Identität und ihren Glauben zu verlieren. Und sie sollten quasi zu Babylonier werden. Ihre Namen wurden geändert, ihre Essensangewohnheiten wurden geändert. Sie arbeiteten für den babylonischen König.

Das gibt uns eine Illustration dafür, wie wir vielleicht auch dieses „gefangen wegführend wegführen“ verstehen können: Gefangen genommen, weggeführt von Christus in diesem Fall, und zu diesen weltlichen Systemen, zu diesen weltlichen Philosophien und Weltanschauungen. Es ist also eine ernste Warnung, die wir hier vorfinden: „Seht zu, hüte, dass ihr nicht gefangen genommen und weggeführt werdet.“ Das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Wir leben in einer Welt, die voller Feinde ist. Und wir leben in einer Welt, die voller nicht-Christus gemäßer Ideologien sind, die darauf aus sind, uns gefangen zu nehmen, uns zu versklaven und uns weg von Christus zu führen. Höchste Wachsamkeit, wie die eines Soldaten, ist von uns gefordert. Ansonsten werden wir gefangen genommen und weggeführt von Christus. Wachsamkeit, Achtsamkeit – „hütet euch davor“, sagt Paulus.

Womit möchten sie uns einfangen? Was sagt der Vers? „Durch die Philosophie und Lehren Betrug. Durch die Philosophie und Lehren Betrug.“ Was sind diese Dinge? Philosophie – das Wort besteht aus Philos, ja, Liebe, und sofort Weisheit; wörtlich ist das die Liebe zur Weisheit. Das Wort Philosophie als dieses Wort kommt nur einmal hier im Neuen Testament vor. Das Wort Philosoph kommt auch noch, kommt an anderer Stelle vor, zum Beispiel in Apostelgeschichte 17. Dort ist Paulus in Athen und dort haben wir die epikureischen und stoischen Philosophen, die ihn angriffen.

Und interessant in diesem Zusammenhang wird dann auch gesagt in der Apostelgeschichte Kapitel 17, 21: „Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu tun, als etwas Neues zu sagen und zu hören.“ Ja, das hat diese Athene ausgemacht und diese, sag ich mal, Stadt der Philosophen in der damaligen Zeit.

Philosophie ist also die Liebe zur Weisheit, was an sich ja erstmal nicht schlimm ist. Und wenn wir auch heutzutage die Definition von Philosophie versuchen zu verstehen – der Deutsche Ethikrat definiert Philosophie folgendermaßen: „In der Philosophie wird versucht, alles besser zu verstehen: den Menschen, das Leben, die ganze Welt.“

Die Philosophie fragt zum Beispiel: Wozu leben wir? Was ist unsere Aufgabe als Mensch? Gibt es einen Gott? Das ist so, wie heutzutage Philosophie definiert wird. Wenn wir heutzutage von Philosophie trennen, trennen wir sie meistens strikt von Religion und Glauben. Wir haben Glauben und Religion auf der einen Seite und Philosophie oft auf der anderen Seite, zumindest in unserem normalen Sprachgebrauch.

Aber wenn wir diese Definition vom deutschen Ethikrat nehmen und auch das damalige Verständnis von Philosophie hernehmen, wird Philosophie nicht nur für diese heidnischen oder säkularen oder atheistischen Denkweisen oder Lebensweisen verwendet, sondern auch für Religionen. Wenn wir die Definition wieder hernehmen — in der Philosophie wird versucht, alles besser zu verstehen: den Menschen, das Leben und die ganze Welt —, trifft das ja auch auf eigentlich die Religionen hinzu. Und auch in der damaligen Zeit wurde das Wort Philosophie auch für Religionen verwendet.

Auch das Judentum war er zur damaligen Zeit, konnte man als Philosophie bezeichnen. Zum Beispiel: Wir kennen aus den Evangelien, dass es die Pharisäer im Judentum auf der einen Seite gab, die das Gesetz sehr ernst genommen haben, und die Lehrer des Gesetzes. Dann haben wir die Sadduzäer auf der anderen Seite, die quasi die liberalen Theologen waren, könnte man sagen, die nicht an Engel und ein Leben nach dem Tod geglaubt haben, die eben die Dinge des Gesetzes nicht so ernst genommen haben. Und man könnte sagen, dass — oder in der damaligen Zeit hätte man gesagt —, dass das die pharisäische und sadduzäische Schule der jüdischen Philosophie ist. Zwei Arten oder zwei Schulen der jüdischen Philosophie.

Also, Philosophie ist also — es geht darum, die Welt zu verstehen und diese Dinge zu verstehen. Und in der damaligen Verwendung würden auch Religionen wie das Judentum „Philosophien“ genannt werden. Wenn Paulus hier von Philosophie spricht, definiert er sie nicht speziell als jüdische Philosophie oder diese heidnische Philosophie, sondern es geht allgemein den Begriff — er verwendet den Begriff allgemein für alle die von Menschen erdachten Weltanschauungen.

Eng verbunden — und das ist sprachlich, wird es deutlich — ist das Wort Philosophie hier mit dem leeren Betrug. Manche sagen, man könnte dieses Vers auch übersetzen als „die Philosophie, die leerer Betrug ist“. Also eng verbunden mit der Philosophie hier ist der leere Betrug. Was ich damit sagen will, ist: Paulus verbietet oder warnt hier nicht vor dem intensiven Nachdenken über Gott, die Welt oder den Menschen. Das sollen wir als Gläubige tun. Wir sollen anhand der Schrift und basierend auf der Schrift über Gott und die Welt, den Menschen nachdenken, studieren, erforschen, nachsinnen; sondern es geht um die Philosophie, die leerer Betrug ist.

Was bedeutet hier leerer Betrug? Das Wort „leer“ wird auch übersetzt mit eitel, nichtig oder vergeblich. Und das Wort „Betrug“ hier ist Täuschung durch falschen Schein, durch einen falschen Eindruck, jemanden zu täuschen. In Epheser 5, Vers 6 — eine ähnliche Warnung haben wir dort, wo Paulus den Ephesern sagt, Epheser Kapitel 5, Vers 6: „Niemand verführe euch mit leeren Worten. Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.“ Es geht also um Verführung — auch ähnlich zu Betrug —, um Verführung mit Worten, die nichtig sind, die vergeblich sind, die am Ende des Tages keinen Inhalt haben.

In Matthäus 13, Vers 33 — oder ne, es müsste 13 V. 22 sein. Matthäus Kapitel 13, Vers 22, dort heißt es beim Gleichnis des Sämanns: „Da geht es um den, der unter die Dornen gesät ist. Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und die Sorge der Zeit, und hier haben wir das Wort, und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort und er bringt keine Frucht.“ Wir sehen hier: Dieses Wort „Betrug“ wird hier im Zusammenhang mit Reichtum verwendet, das das Wort erstickt. Der Betrug des Reichtums ist das falsche Versprechen und die falsche Sicherheit des Reichtums.

Reichtum und Wohlstand, der eine falsche Sicherheit und die ein falsches Gefühl von Gewissheit geben kann – das ist der Betrug des Reichtums, der in diesem Zusammenhang das Wort erstickt, sodass es keine Frucht bringt. Es geht also bei Betrug um diesen Schein von Gutem und Positivem, der aber am Ende trügerisch ist.

In Hebräer 3, Vers 13: Dort geht es um den Betrug der Sünde. Dort heißt es: „Sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es heute heißt, damit niemand von euch verhärtet wird durch Betrug der Sünde.“ Auch Sünde ist betrügerisch, denn Sünde scheint manchmal schön, oder? Sünde verspricht uns Gutes, oder? Diese Freude, diese Zufriedenheit. „Begeh die Sünde, dann wirst du glücklich sein. Ja, gib hier nach. Dann wirst du zufrieden sein, dann wirst du Erfolg haben.“ Dieses falsche Versprechen der Sünde ist der Betrug der Sünde. Sie scheint schön, sie macht tolle Versprechen. Aber dann: Ist sie im Hinterhalt? Ist dieses Versprechen falsch? Es ist eine Lüge. Sie betrügt dich.

Es geht also um Philosophien, die Lehrer Betrug sind, die ihr viel versprechen, die schön erscheinen, aber am Ende leer sind, nichtig, vergeblich. Wir haben vorhin Galater 4 gelesen, wo Paulus sagt: „Ich hoffe, dass ich nicht vergeblich gearbeitet habe für euch.“ Dieses Wort „vergeblich“ ist dasselbe hier, was hier für Lehr verwendet wird. Vergeblicher Betrug. Schöner Schein, aber nichts dahinter. Sie sind oft betrügerisch, weil irre Lernen und diese falschen Philosophien, die sind oft meistens oder oft nicht offensichtlich falsch oder zu Beginn nicht offensichtlich falsch. Genauso wie der Teufel kleiden sich diese Irrlehren und diese leeren Philosophien wie ein Engel des Lichts.

In Vers 23, im selben Kapitel Kolosser 2, sagt Paulus: „Sie haben einen Anschein von Weisheit.“ Sie scheinen weise, sie scheinen sinnvoll, logisch. Sie versprechen Erfolg. So wie die Schlange im Garten sprach: „Keineswegs werdet ihr sterben. Und eure Augen werden aufgetan und ihr werdet sein wie Gott erkennen, Gutes und Böses.“ Das klingt doch so toll. Das ist doch so ein schönes Versprechen. Aber dieser Betrug endet immer in deinem Schaden.

Die Irrlehre in Kolosse spricht so die Gläubigen an und verführt sie durch Leere, Versprechen einer unchristlichen Philosophie. Wie kann das aussehen? Zum Beispiel dem, der mit Sünde kämpft und verzweifelt, frustriert ist in seinem Kampf mit Sünde. Sagt die kolosseische Irrlehre: „Weißt du, was du brauchst? Du musst anfangen, Engel anzubeten. Das ist der Schlüssel. So wirst du Sünden überwinden und endlich freikommen aus diesem Teufelskreis.“

Dem, der mit Heilsgewissheit zu kämpfen hat – er fragt sich, ob er wirklich gerettet ist, ob er gut genug ist – dem sagt die kolosseische Irrlehre: „Halte die Sabbate und Essensgebote. Rühre nicht, taste nicht, schmecke nicht. Das wird dir die Sicherheit geben, dass du gerettet bist.“

Dem, der mit Trauer, Depressionen zu kämpfen hat, dem, der vielleicht mit dem Eindruck zu kämpfen hat, dass Gott ihn verlassen hat, sagt die kolosseische Irrlehre: „Weißt du, du musst nach Visionen streben. Du musst Gottes Gegenwart anfangen zu fühlen. Nur das wird dir die Gewissheit geben, dass Gott dir nahe ist.“

So versucht diese menschliche Weisheit, menschlich erdachte Weltanschauung, Denksysteme, die dem Wort Gottes widersprechen: Lehrenbetrug. Sie verspricht Erfolg, Fortschritt, eine höhere Stufe der Geistlichkeit, Überwindung von Sünden und Erfüllung deiner Bedürfnisse. Sie nimmt dich aber gefangen in ein menschengemachtes System, das dich von Jesus entführt. Und oft fallen diese menschlich gedachten Systeme, wie wir es bisher im Kolossabrief gesehen haben, oft fallen sie in diese beiden Kategorien: Es geht entweder um Gesetzlichkeit – ja, Gesetze, Gebote und Regeln, die über die Bibel hinausgehen und versuchen, eine höhere Stufe der Geistlichkeit zu erreichen – oder es geht um Gesetzlosigkeit, eine Philosophie der Gesetzlosigkeit.

Weißt du, du musst einfach leben, wie du willst, denn du bist frei in Christus oder du bist schon aus Gnade gerettet. Du kannst einfach leben, wie du willst. Dann wird das schlechte Gewissen verschwinden – die Schuld, die du fühlst, wenn du gesündigt hast. Das schlechte Gewissen, du musst es anfangen zu ignorieren. Du musst einfach leben, wie du willst.

Oft fallen diese menschlich erdachten Systeme in eine dieser beiden Kategorien: Gesetzlichkeit oder Gesetzlosigkeit. Aber das christliche Leben, der christliche Wandel, ist weder das eine noch das andere. Wie kann das heute aussehen? Wir haben über die kolosseische Irrlehre geredet. Wie kann das heute aussehen? Was ist, wenn du heute hier sitzt und mit Sünde zu kämpfen hast, verzweifelt bist, frustriert bist?

Dann sagt heutzutage vielleicht eine Philosophie: „Du brauchst weltliche Expertise. Du brauchst weltliche Therapie, Psychologie. Das wird dir helfen, deine sündhaften Gewohnheiten zu erhalten.“ Christus ist schön und gut und du glaubst, aber… Du brauchst Medikamente, um dein Verhalten zu ändern. Auch wenn wir heute schauen, wenn du heute mit Heilsgewissheit zu kämpfen hast, ob du wirklich gerettet bist: Heute können wir schauen in Philosophien, die sagen: „Halte eine Liste von Sakramenten – Taufe, Bekenntnis, Ehe und all diese Liste an Dinge.“ Dann kannst du deine Jahre im Fegefeuer reduzieren. Und dann weißt du, wenn du diese Liste abgehakt hast, dann weißt du, dass du gerettet bist.

Oder andere Philosophien, die sagen: „Nur wenn du andere Menschen für Jesus gewinnst, wenn sich durch dich Menschen bekehren, nur dann weißt du, dass du gerettet bist“, weil das ist ja Frucht. Andere Philosophien und falsche Religionen, Irrlehrern sagen: „Du musst in Zungen reden.“ Entweder in fremden Sprachen oder in geistlich erfundenen Sprachen. Das ist die wahre Gewissheit. Dann wirst du wirklich, dann weißt du, dass du gerettet bist und kannst Heilsgewissheit haben. Andere sagen: „Gib dieser christlichen Organisation oder gib dieser Gemeinde dein Geld. Das wird zeigen, dass du gerettet bist.“ Wenn wir über das Wohlstandsevangelium zum Beispiel uns an, wenn wir das als Beispiel nehmen.

Wir können nicht hochmütig auf die Vergangenheit und die irrelehren Kolosse schauen und sagen: „Das passiert uns heute nicht.“ Auch heute, wenn wir in diese Welt schauen – und wir müssen gar nicht rausgehen in andere Religionen wie Islam oder so, sondern: Wenn wir in die sogenannte christliche Welt nachschauen, alles was sich christlich nennt, finden wir genau diese Philosophien, weltlich und menschlich erdachten Systeme hervor, die nicht christusgemäß sind. Und die am Ende des Tages leer sind. Leer sind und dich betrügen. Paulus sagt: „Hüte dich davor. Sei vorsichtig.“

Nun kommen wir – er sagt, seid vorsichtig, vor was? Vor der Philosophie, die Lehrerbetrug ist. Und nun sehen wir drei Eigenschaften dieser leeren Philosophie, dieser betrügerischen menschlichen Weisheit. Drei Eigenschaften: Wir sehen nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht christusgemäß.

Erstens sehen wir „nach der Überlieferung der Menschen“. Was diese Systeme oft ausmacht, ist, dass das Lehre und Gebote von Menschen sind im Kontrast, im Gegenüber, im Kontrast zur festgehaltenen Offenbarung Gottes. Oft wird diese Phrase „Überlieferung der Menschen“ verwendet im Zusammenhang der Überlieferung der Ältesten im Judentum. Wenn wir zum Beispiel aufschlagen, Markus Kapitel 7, Markus Kapitel 7, sehen wir, was Jesus über diese Überlieferungen sagt. Markus-Evangelium, Kapitel sieben, ab Verstrei Markus 7 ab Vers 3: „Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten. Und vom Markt kommen, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben. Und vieles anderes gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher, Krüge und Kupfergefäße.“ Und dann sehen wir weiter etwas später in Vers 8, was Jesus dazu sagt.

Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferungen der Menschen fest. Wir sehen, die Überlieferung dieser Ältesten ging über das Wort Gottes und die Gebote Gottes hinaus. Sie stellten ihre eigenen Gesetze und Regeln auf und diese achteten sie dann auch noch höher als das Wort Gottes. Das sind die Überlieferungen der Menschen, Überlieferungen von Ältesten, menschlich zusammengesetzte Systeme von Gesetzlichkeit und Regeln, die über das Wort Gottes hinausgehen, die über das Wort Gottes gestellt werden und von den Menschen weitergegeben werden. Aber diese Überlieferungen sind nichtig im Kontrast zur Fülle Christi.

Denn in 1. Petrus Kapitel 1, 18 und 19 sagt Petrus: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen wie Silber oder Gold erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.“ Womit seid ihr erlöst worden? Mit dem überlieferten Wandel? Mit diesem eitelen Wandel? Nein, auch nicht Gold und Silber, sondern mit dem kostbaren Blut Jesu Christi. Ihr seht den Kontrast: Du hast das leere Menschenüberlieferungen auf der einen Seite, du hast das makellose Lamm Gottes auf der anderen Seite. Das waren die Überlieferungen der Menschen.

Zweitens: Nach den Elementen der Welt. Ja, dieses Wort „Elemente“ ist ein bisschen komisches Wort. Es sind die fundamentalen Komponenten oder Prinzipien einer Sache. Zum Beispiel: Die Buchstaben des Alphabets werden als Elemente der Sprache verwendet. Grundlegenden Bausteine der Sprache – das Alphabet, die Buchstaben – werden Elemente genannt. Das Wort wird zum Beispiel verwendet, um die fundamentalen Teilchen von Materie zu beschreiben.

In 2. Petrus Kapitel 3 wird gesagt, dass die Elemente im Brand aufgelöst werden und die Elemente im Brand zerschmelzen – im Brand zerschmelzen werden. Ja, also die – quasi – die Welt wird in ihren fundamentalen Teilchen… Es muss sich aber nicht um materielle Dinge handeln, sondern es kann sich auch um Prinzipien handeln, um Elemente. Und es geht hier um die Prinzipien dieser Welt, um also grundlegende Prinzipien dieses weltlichen Systems.

Und Paulus schließt, wie er diesen Begriff verwendet, schließt er die zeremoniellen Gesetze unter diesen Begriffen auch ein. Ja, Elemente der Welt. Wenn ihr in Kolosser 2 einfach nur ein paar Verse später guckt, in Verse 20 bis 22, lesen wir nämlich folgendes. Kolosser 2, 20 bis 22: „Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid“ – also Elemente der Welt – „und wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Berühre nicht, schmecke nicht, betaste nicht, was doch alles zur Vernichtung durch den Gebrauch bestimmt ist, nach den Geboten und Lehren der Menschen.“ Paulus sagt: Ihr seid mit Christus diesen fundamentalen Prinzipien der Welt, das was euch versklavt hat, diese Satzungen – ihr seid denen gestorben. Wieso unterwerft ihr euch noch denen und sagt: „Berühre nicht, taste nicht und schmecke nicht“?

Diese Worte verwendet Paulus auch im Galater Kapitel 4, das wir in der neutestamentlichen Lesung hatten. Galater Kapitel 4. Auch da haben wir in gewisser Weise den Kontrast zwischen dieser Lehre und der… der Nichtigkeit und der Fülle. Auch dort hatten wir in Vers 4: „Als die Fülle der Zeit kam“. Vers 3, Galater Kapitel 4, Vers 3: „So waren auch wir, als wir Unmündige waren, unter die Elemente der Welt versklavt.“ Wir waren versklavt unter diesen Prinzipien. Und dann haben wir im Kontrast: „Als aber die Fülle der Zeit kam“ – ihr seht die Sprache – „sante Gott seinen Sohn.“ Wir sehen Christus auf der einen Seite, die Fülle der Zeit auf der anderen Seite. Wir sehen Versklavung unter dieser Elemente auf der anderen Seite. Und dann sehen wir: Geboren unter dem Gesetz, damit er die loskaufte, die unter dem Gesetz waren.

Also wir waren unter die Elemente der Welt versklavt und wir waren unter dem Gesetz, von dem uns Christus losgekauft hat, damit wir Sohnschaft empfingen. Paulus verwendet diesen Begriff also auch, um die Gesetze zu beschreiben, um die zeremoniellen Gesetze zu beschreiben. Das wird deutlich, wenn wir uns dann Vers 9 und 10 anschauen, wo es dann heißt: „Jetzt aber habt ihr Gott erkannt, vielmehr seid ihr von Gott erkannt worden.“ Und jetzt ähnliche Frage wie in Kolosser Kapitel 2: „Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von Neuem dienen wollt?“

„Schwach und armselig“ bezeichnet Paulus diese Elemente. Und was sind diese Elemente? Was machen die Galater denn? Vers 10: „Ihr beobachtet Tage und Monate, bestimmte Zeiten und Jahre.“ Ja, wie nach dem jüdischen Kalender: die Feste, die Neumonde, die Sabbat – auch darum geht es später in Kolosser Kapitel 2. Diese grundlegenden Prinzipien dieser Welt, insbesondere das zeremonielle Gesetz des Alten Bundes, hatten ihren Platz für ihre bestimmte Zeit, sie hatten ihre Rolle. Aber wie Galata gesprochen hat: Als die Fülle der Zeit kam, als der Sohn Gottes kam, hat er euch losgekauft von diesem Gesetz und euch losgekauft von dieser Versklavung. Und heute – und hat euch befreit und euch zu Söhnen gemacht. Davor habt ihr euch nicht von einem Sklaven unterschieden, sagt Paulus in Galater 4.

Als die Fülle der Zeit kam, als der kam, indem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt, als der kam, indem wir zur Fülle gebracht sind: Wieso kehrst du jetzt zu diesen Elementen der Welt zurück, wenn du die Fülle empfangen hast? Wieso kehrst du – Paulus nennt sie in Kolosser 2 „Schatten“ – wieso kehrst du zum Schatten zurück, wenn du den Körper dieser Dinge empfangen hast? Diese Elemente sind also nach menschlichen Überlieferungen. Diese Philosophien sind nach menschlichen Überlieferungen, sie sind nach den Elementen dieser Welt, sie sind zeremoniellen, versklavenden Gesetz. Das ist die übergeordnete Eigenschaft dieser Philosophie, dieses leeren Betrugs, die sie disqualifiziert: Sie sind nicht christusgemäß.

Sie entsprechen nicht Christus. Sie entsprechen nicht seiner Person, seines Erlösungswerkes und seines Wortes. Wie wir bereits gesehen haben in Kapitel 1 und 2, haben wir gesehen: Christus ist der Inhalt der Verkündigung (1,28), Christus ist das Geheimnis Gottes (Kapitel 2, Vers 2), und Christus ist das Fundament, mit dem wir vereint worden sind. Wenn also hier von Christus die Rede ist, es geht um die Person Jesu Christi, aber mit dieser Person natürlich die Lehre von ihm. Er, der das Fundament ist, das uns von Aposteln, Gott auserwählten Aposteln und Propheten überliefert worden ist und in der Schrift festgehalten ist.

Und wenn etwas nicht christusgemäß ist, sollten wir uns das als Feind ansehen und uns davor hüten. Jede Ideologie, jede Philosophie, jedes System, das nicht christusgemäß ist, das nicht dem entspricht, was Christus und seine Offenbarung uns gegeben hat: Hüte dich davor. Sie will dich gefangen nehmen und von Christus wegführen. Wir haben gesehen bisher die eine Seite der Münster sozusagen: die Lehre menschlicher Weisheit.

Kommen wir zur anderen Seite. Wieso lehnen wir diese Dinge ab? Nicht nur auf der einen Seite, weil sie leer sind, sondern auf der anderen Seite, weil Christus vollkommen ist, wegen der Fülle der Person Christi. Lasst uns zum Vers 9 kommen. Vers 9: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Wir hatten Leere auf der einen Seite, jetzt kommen wir zur Fülle: die Fülle der Person Christi. Und es beginnt mit „denn“. Den leitet natürlich eine Begründung ein: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Hier kommt also nun der Grund beziehungsweise die Gründe, wieso diese leere Menschenweisheit letztendlich zu verwerfen ist. Sie ist leer auf der einen Seite, natürlich. Das haben wir schon gesehen.

Aber von hier, und eigentlich, man könnte sagen, bis Vers 15 – deswegen haben wir am Anfang bis Vers 15 gelesen – geht es um all die Gründe, wieso wir uns vor diesen Dingen hüten und sie verwerfen, vor dieser menschlichen leeren Philosophie. Und um es in einem Wort zusammenzufassen: Was ist der Grund, wieso wir diese Dinge verwerfen? In einem Wort zusammengefasst: Christus. Christus ist der Grund, wieso wir diese leere Philosophie verwerfen. Wer Christus ist und was er vollbracht hat – deswegen lehnen wir Menschenweisheit ab.

Verse 9 bis 15 sind genau das noch einmal: wer Jesus ist und was er vollbracht hat. Und aus diesem Grund lehnen wir Menschen Weisheit ab. Und dieser Satz – man findet in den vielen Kommentaren und Predigten zu diesem, zu dieser, zu diesen Texten, es gibt diesen Ausdruck: Man kann Christus nichts hinzufügen, ohne damit letztlich seinen einzigartigen Platz in der Schöpfung und in der Heilsgeschichte zu reduzieren.

Im Grunde heißt das: Sobald du Christus irgendetwas hinzufügst, sobald du sagst „Christus plus“, nimmst du auch etwas gleichzeitig von Christus weg, weil du sagst, er ist nicht genug. Er reicht nicht aus. Nenn es, was du willst: Christus plus Gesetzlichkeit oder Selbstgerechtigkeit, weltliche Weisheit und diese Denksysteme. Sobald du sagst „Christus plus“, sagst du eigentlich „Christus minus“. Du raubst Christus seine Fülle, leugnest seine Genugsamkeit, indem du sagst: „Christus plus“. Du leugnest die Fülle seiner Person und die Genugsamkeit seines Werkes. Deswegen sagt Paulus hier: Wir lehnen diese Menschenweisheit ab, denn Jesus ist genug.

Schau dir Verse 9 bis 15 an. Das ist die Begründung. Wieso lehnen wir dir das? Wie lehnen wir all das ab? Wegen Christus, seiner Person und seinem Werk. Was ist es konkret? „Denn in ihm wohnt die Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Wieso lehnen wir die nicht-Christus gemäßen Lehren ab? Weil in Christus die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt. Sehr ähnlich zu der Beschreibung, mit der wir uns bereits im Kapitel 1 beschäftigt haben. Kapitel 1, Vers 19: „Denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen.“

Und hier sehen wir wieder die Sprache. Dieses Wortspiel fast schon. Wir hatten vorher Lehre, Betrug. Hier haben wir Fülle. Fülle bedeutet Vollkommenheit, Vollständigkeit, ohne Mangel, ohne Fehl. Und ihr wisst es, ich habe das mehrfach in Predigten gesagt. Denkt mal, macht mal dieses Experiment: Paulus hätte doch einfach sagen können: „Denn es gefiel der Fülle, in ihm zu wohnen.“ Damit wäre doch der Gedanke schon kommuniziert: Fülle, Vollkommenheit. Nein, Paulus hat noch ein Wort hinzugefügt und gesagt: „die ganze Fülle“.

Paulus lässt keinen Zweifel daran, an der Vollkommenheit der Gottheit, die in Christus Jesus leibhaftig wohnt. Er sagt Fülle, und zwar ganze Fülle. Fülle an Fülle, vollkommene Fülle, absolute Fülle, und zwar die ganze Fülle der Gottheit. Es geht hier nicht nur – ein interessantes Wort: In Römer Kapitel 1 gibt es das Wort „Göttlichkeit“ eher als göttliche Eigenschaft, das ist aber ein anderes Wort. Hier ist es ein anderes Wort, was Gottheit, also wirklich das Wesen Gottes in seiner Vollkommenheit, ausdrückt. Ohne auch nur einen Hauch des Mangels, ohne auch nur einen Prozentsatz an Mangel, wohnt das Wesen Gottes in Christus leibhaftig.

Das macht die Gottheit Jesu unmissverständlich deutlich. Das Wesen Gottes samt all seinen Eigenschaften – Eigenschaften, die nur Gott besitzt – wohnt in Christus. Gott in seiner Fülle, Gott in seiner Vollkommenheit, und zwar leibhaftig. Leibhaftig betont, dass Jesus Mensch geworden ist, dass Jesus auch Mensch ist. Wir haben auf der einen Seite völlige Gottheit, wahrlich Gott, und auf der anderen Seite wahrlich Mensch.

Er, der sehr ewige Sohn Gottes, das Bild des unsichtbaren Gottes, wie es in 1,15 hieß – er ist Mensch geworden, hat zu seiner göttlichen Natur eine menschliche Natur hinzugenommen. Eine Person, zwei Naturen. Wir alle kennen diese Verse sicherlich gut: „Am Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1, 1 und 14).

Christus ist wahrlich Gott und wahrlich Mensch. Und die Irrlehrer in Kolossa leugnete beides. Sie hatten diese Art Dualismus, wie später auch die Gnosis im zweiten Jahrhundert: Alles Materielle war böse, alles Geistliche war gut. Christus konnte nicht voll wahrlich Mensch sein, sondern sonst hätte er ja etwas mit der bösen Materie zu tun. Aber Christus war auch nicht wahrlich Gott; er war nur ein niederes, eine Art Engelswesen.

Paulus betont sei die beiden Naturen in der einen Person Jesu Christi. Wahrlich Gott und wahrlich Mensch und damit seine Genugsamkeit. Wir haben das bereits in der Betrachtung von Kolosser 1,19 uns angeschaut, aber ich möchte es noch einmal zitieren: das Konzil von Chalcedon, 451 nach Christus, wo es heißt über Jesus: „Wir bekennen einen und denselben Christus, Sohn, eingeboren, in zwei Naturen, unvermischt, unverwandelt, ungetrennt, ungesondert erkannt, wobei keineswegs die Verschiedenheit der Natur und der Einung willen aufgehoben wird, sondern die Eigentümlichkeit einer jeden Natur erhalten bleibt.“ Zwei Naturen, eine Person. Unverwandelt, ungetrennt, unvermischt.

Oder in unserem Lehrbekenntnis haben wir es ähnlich: „Zwei vollständige, vollkommene und unterscheidbare Naturen, die göttliche und die menschliche, in einer Person vereint waren, ohne Vermischung, Veränderung, Teilung oder Trennung.“ Er ist also ganz Gott und ganz Mensch und doch einziger Christus, der einzige Vermittler zwischen Gott und Mensch. Das ist unser Herr Jesus Christus. In ihm wohnt die Fülle der Gottheit. Nichts fehlt ihm, aber er ist auch Mensch geworden, leibhaftig. Und als er Mensch geworden ist, hat er nichts davon dem verloren, was ihm zu Gott machte.

Oder wie es in einem Lied heißt – auch das habe ich öfter zitiert – im Englischen heißt es: „Becoming what he wasn’t, while never ceasing to be what he was.“ Er wurde etwas, das er nicht war, ohne jemals aufzuhören, das zu sein, was er war. Er wurde etwas, das er nicht war. Er wurde Mensch, er war vorher kein Mensch. Aber ohne jemals aufzuhören, das zu sein, was er war: Er war ewiger Gott und er hat nicht aufgehört, Gott zu sein, als er Mensch geworden ist.

Und dieses Wort „Wohnen“, und manchmal vergessen wir das oder übersehen wir das, das Wort „Wohnen“ ist in Präsence. Heute wohnt die ganze Fülle der Gottheit in ihm leibhaftig. Versteht ihr, liebe Geschwister, Jesus hat nicht aufgehört, Mensch zu sein, als er in den Himmel aufgefahren ist. Er is heute anders former verherrlichter Mensch, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt. Seht ihr, dass Jesus, als er Mensch geworden ist, in seiner Inkarnation sich von da an für immer mit uns verbunden hat, indem er Mensch geworden ist. Auch heute ist er Mensch, der im Himmel ist. Der Gottmensch, der sowohl wahrlich Gott als auch wahrlich Mensch ist.

Auch das haben wir damals in Kapitel 1, Vers 19 schon angeschaut. Die Idee von „Wohnen“ erinnert an die Gegenwart Gottes; es erinnert an den Tempel. Der Ort, den Gott auserwählt hat, wo er seinen Namen wohnen lässt – so wird es im Alten Testament formuliert. Jesus ist der Ort, wo Gott seinen Namen wohnen lässt. Jesus ist der letztendliche Tempel, in dem Gott seinen wahren Namen wohnen lässt und in dem man mit Gott Gemeinschaft hat.

Wir erkennen die Bilder aus dem Alten Testament, wie das Zelt der Begegnung und den Tempel mit der Herrlichkeit Gottes erfüllt war. Im Alten Testament: Zelt der Begegnung, Tempel. Jesus aber spricht in Johannes 2, Vers 19 und 21: „Brech diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.“ Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Sein Leib war wahrlich ein Tempel. Der Tempel, denn in ihm wohnt die Fülle der Gottheit leibhaftig. Es ist in der Person Jesu, in der man heute Gemeinschaft mit Gott hat.

In Jesus wird Gott angebetet, nicht in einem Tempel, nicht an einem besonderen Ort oder in einem besonderen Gebäude. Du musst nicht zu Engeln, zu Heiligen, zum Papst; du musst auch nicht nach Mekka, sondern in der Person Jesu Christi wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Ihm fehlt nichts. Du musst also nirgendwo anders hin.

Vers 10: „Und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.“ Was soll man zu diesen Worten sagen? Ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. In der CSV-Übersetzung heißt es: „Und ihr seid vollendet in ihm.“

Ein weiterer Grund für die Ablehnung Lehrer Philosophie ist, dass wir innen Jesus bereits zur Fülle gebracht sind. Was für Worte sind das hier? Nicht nur wohnt in Christus selbst die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, nein, wir sind in ihm zur Fülle gebracht.

Liebe Geschwister, das ist hier im Perfekt. Das haben wir vergangene Woche schon gesehen. Das Perfekt beschreibt eine in der Vergangenheit bereits vollendete Sache, die Resultate in der Gegenwart hat. Das bedeutet, der Gläubige ist hier und heute bereits in Christus zur Fülle gebracht. Deswegen: „In ihm zur Fülle gebracht“. In the CSV: „You seem vollended in him“, denn the result is dein Heute. Vollendet in Christus. Was für eine starke, starkes Wort.

Gott bringt uns nicht gerade zur Erfülle, das ist nicht gerade ein Prozess, der gerade angeht. That is kein Vers auf die Zukunft für ein bevorstehendes Ereignis. Gott hat uns bereits vollendet. Das ist die Verbform desselben Wortes „Fülle“, was wir vorhin über Jesus hatten: die Fülle der Gottheit. Hier ist es die Verbform davon: „zur Fülle gebracht“. Also wieder Fülle, Vollkommenheit, Vollständigkeit ohne Mangel. Und du bist in Christus zu einer Vollkommenheit, einer Vollständigkeit ohne Mangel gebracht.

Wir haben auf der einen Seite: Jesus besitzt die Fülle der Gottheit, und gleichzeitig sind wir in ihm zur Fülle gebracht. Vollendet. Es ist so, als würde Jesus aus seiner Fülle heraus fließen und sie mit uns teilen. So heißt es in Johannes 1, Vers 16: „Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“ Aus seiner Fülle haben wir empfangen. Seht ihr, wir sind die Nutznießer der Fülle Christi. Er ist so voll, er ist so vollkommen. Wir empfangen auch noch von ihm.

Liebe Schwester, das bedeutet, wer Christus hat, dem fehlt nichts. Er ist vollendet. Es gibt keinen Status, den du mit Werken, mit einer asketischen, sich gesetzlichen Lebensweise oder Engelsanbetung noch zu erreichen ist. Es gibt keinen Mangel, der noch zu füllen wäre. Was gibt es noch mehr als das, was sie die Einheit mit Christus schenkt? In ihm, in der Einheit mit ihm bist du zur Fülle gebracht. Nichts.

Du willst eine höhere Stufe der Geistlichkeit erreichen? Du willst deine Sünden überwinden? Du möchtest mit der Kraft Gottes in deinem Leben wandeln? Alles, was du brauchst, ist in Christus zu finden. In ihm fehlt dir nichts. Alle Ressourcen, die du benötigst für Leben und Gott Seligkeit, sind dir in Christus bereits geschenkt.

So heißt es in 2. Petrus 1, Vers 3. 2. Petrus 1, Vers 3: „Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt hat, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend.“ Was für wunderbare Worte. Deine göttliche Kraft — in der Einheit mit Christus ist dir alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt. Du musst… du brauchst keine andere Quelle, du brauchst keinen anderen Lehrer, du brauchst keinen Guru, du brauchst keine andere Religion, du brauchst weltliche Philosophie nicht. Alles ist dir in Christus geschenkt. Du bist in ihm zur Fülle gebracht.

Lieber Bruder, liebe Schwester, wenn du das nächste Mal sagst: „Ich bin nicht genug, ich reiche nicht aus“ oder „ich habe nicht genug Kraft für das und das, meine Sünden zu überwinden, christlich zu wandeln und all diese Dinge“, ich flehe dich an der Nähe deiner Seele mit diesen Worten: „Du bist in Christus zur Fülle gebracht.“

Du sagst: „Ich bin nicht genug, ich habe nicht genug Kraft.“ Ich stimme dir zu, ich widerspreche dir nicht. Du bist nicht genug. Du hast in dir selbst keine Kraft. Aber Gott hat dich mit Christus eins gemacht und in ihm zur Fülle gebracht. Dir fehlt nichts, wenn du in Christus bist. Wenn du eins mit ihm bist, gibt es keinen Mangel. Wir haben vergangene Woche in der Predigt gesehen: Gott hat dich mit Christus verwurzelt. Wie ein Baum in einem nährstoffreichen Boden bist du verbunden mit der Quelle von allem Leben. Was gibt es mehr? Wo könntest du mehr finden als in Christus, mit dem du bereits einst gemacht worden bist, zur Fülle gebracht worden bist?

Und als Letztes sagt Paulus: Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Paulus gibt uns hier noch einen letzten Grund, wieso wir die Person Christi – bezüglich der Person Christi – wieso wir diese leere Philosophie ablehnen. Christus hat nämlich oberste Autorität. Das Haupt ist die Kommandozentrale des Körpers. Das Haupt bestimmt, was der Leib macht. Das Haupt sendet die Befehle, der Leib gehorcht. Und Jesus ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Gewalt und Macht sind Worte, die uns oft schon begegnet sind. Sie beschreiben Autoritäten, Mächte. Das können irdische Gewalten sein wie Könige oder heutzutage vielleicht Präsidenten, aber es können auch überirdische Mächte sein wie Engel und Dämonen.

Laut der Irrlehre in Kolossä sollte man ja Engel anbeten, weil anscheinend Christus nicht genug war. Laut den Irrlehren füllten solche Engelswesen die Lücke, die in der Person Jesu Christi nicht geschlossen werden kann. Paulus sagt: Er ist das Haupt über alles. Er ist das Haupt über alles. In der Verser 1 heißt es: Er ist hoch über jede Gewalt, Macht, Kraft und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem Zukünftigen genannt werden wird; er ist über alle erhoben worden.

In Hebräer Kapitel 1 – wir haben die Verse damals auch gelesen, als wir uns mit den Versen 15 bis 23 beschäftigt haben – in Hebräer Kapitel 1 heißt es: „Zu welchem der Engel sprach er: Du bist mein Sohn?“ Während er zu dem Sohn derartig spricht, spricht er zu den Engeln: „Fallt nieder und betet ihn an!“ Dieser Sohn ist erhaben und höher als alle Engel. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Er ist das Haupt der Gemeinde. In ihm sind all diese Gewalten und Mächte überhaupt geschaffen worden. Sie sind in ihn geschaffen worden, durch ihn geschaffen worden und für ihn geschaffen worden. Wie kann man so einen Engel, wie kann man diese Gewalten und Mächte dann bevorzugen vor dem, durch den diese Dinge überhaupt geschaffen worden sind? Jakobus sagt, auch die Dämonen glauben und zittern vor diesem Christus. Jesus ist über allem; keine Engelsmacht, keine Dämonen können ihm auch nur ansatzweise die Stirn bieten. Jesus hat nicht nur mehr Autorität als diese Mächte, er hat alle Autorität, und er hat Autorität über sie alle.

Auft Worte, die wir übersehen beim Missionsbefehl, sind die Worte von Jesus in Matthäus 28,18, wo er sagt: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“ Alle Macht gegeben, sowohl im Himmel als auch auf Erden. Was willst du dann mit anderen Menschen, Engeln, dem Papst, Maria, anderen Heiligen? Was möchtest du mit weltlichen Psychologien, Philosophien oder Lebensgurus? Christus hat die Fülle der Gottheit, du bist in ihm zur Fülle gebracht, und er hat alle Macht. Im Gegensatz dazu ist die menschliche Weisheit nichts als leer, vergeblich und nichtig. Und daher lehnen wir sie ab.

Lass uns zum Schluss kommen. Während Paulus in den Versen 6 bis 7 befahl: „Wandelt in Christus“, befiehlt er uns heute: „Hütet euch vor leerer Menschenweisheit.“ In unserem Wandel in Christus müssen wir auf unsere Schritte achten. Wir wandeln, wir befinden uns auf einem Weg, und da müssen wir auf jeden Schritt achten, behutsam sein, denen wir gehen.

Denn betrügerische Lehren, leere Philosophie und Scheinweisheit versucht uns gefangen zu nehmen und von Christus zu entfernen. Wir müssen solche Denksysteme, solche Weltanschauungen und Lebensweisen klar verwerfen.

In Kolosse war es ein Mix aus heidnischer Philosophie und jüdischer Gesetzlichkeit, Engelsanbetungen und Visionen. Heutzutage können das die falschen Religionen wie Islam sein, falsche Formen des Christentums wie Katholizismus, christliche Sekten wie Mormonentum oder andere Systeme, die auf unbeliebischen Weltanschauungen basieren: weltliche Psychologien, Umweltideologien, politische Ideologien, Pragmatismus. In den USA — ich möchte nicht tiefer darauf eingehen — war zum Beispiel Critical Race Theory eine große Sache, die quasi die Welt in Unterdrücker und unterteilt hat und auch in den Gemeinden viele Probleme verursacht hat. In Deutschland selbst war dieses Thema nicht groß, aber es war auf jeden Fall in den USA ein großes Thema.

Bei uns können es andere Dinge sein: Liberalismus, Pragmatismus und alles Mögliche. Die Wurzel all solcher Philosophien ist, dass sie die Genugsamkeit und Erhabenheit Jesu Christi leugnen. Jesus ist nicht genug. „Ich brauche dies oder das.“ Die eine Philosophie wird sagen: „Jesus war nur ein guter Lehrer.“ „Er war nur ein Prophet“, sagt der Islam. Eine andere Philosophie wird sagen: „Die Worte Jesu waren schön vor 2000 Jahren, aber heute gilt das alles nicht mehr. Wir leben in einer modernen Welt mit moderner Wissenschaft und ganz anderen Vorstellungen und Erkenntnissen. Die Worte Jesu waren vielleicht damals gültig, aber heute nicht.“

Jesus ist nicht genug. „Wir müssen seine Worte ergänzen mit dem heutigen Wissen. Wir wissen es heute besser. Die Wissenschaft ist weiter, wir haben sogar künstliche Intelligenz heute. Wie kann man heutzutage noch bei diesen alten Geschichten bleiben, die vor 2000 Jahren geschrieben worden sind? Wie kann die Einheit mit Christus ausreichen?“

Paulus sagt: „Hüte dich vor allem. Hüte dich. Lass dich nicht verführen, lass dich nicht einfangen.“ Halte dich fern von allem, was dich von Christus — er, der dein Zufluchtsort ist, der deine Fülle ist, dein Herr, dein Hirte und Heiland ist — alles, was dich von ihm trennt, alles, was dich von ihm wegbringt. Güte dich davor. Denn Christus ist erhaben über alles und er ist genug. In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Du musst nirgendwo anders hin. Er ist der Tempel Gottes heute. In der Einheit mit dem Gottmenschen bist du sogar vollendet. Du hast keinen Mangel. Alles, was du brauchst für Leben und Gottesfurcht, wirst du in ihm finden. Er ist der wahre Weinstock, in dem du bleiben musst, um Frucht zu bringen. Er hat alle Autorität über jede Macht und jede Gewalt. Und mit dem bist du vereint worden. Du brauchst nichts mehr. Es gibt auch nicht mehr als Christus. Alles, was du mehr als Christus versuchst zu suchen, es wird weniger sein als Christus. Du brauchst nicht nur mehr. Du brauchst nicht mehr und es gibt auch nicht mehr als Christus.

Wie können wir das anwenden? Zwei Punkte. Erstens: Hüte dich. Das ist der Befehl: Hüte dich vor leerer Menschenweisheit. Der Aufruf, dich zu hüten — du solltest ihn ernst nehmen. Du kannst nicht blind, du kannst nicht leichtsinnig und fahrlässig durch dein christlich Leben gehen. Du bist dazu aufgefordert, achtsam zu sein. Denn sonst wirst du gefangen genommen werden vom Feind und weggeführt werden von Christus. Du bist aufgerufen, wachsam und gewissenhaft zu sein, eine fortlaufende Behutsamkeit an den Tag zu legen.

Denn du befindest dich im geistlichen Krieg, ob dir das bewusst ist oder nicht. Epheser 6, Vers 12: „Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosweit in der Himmelswelt.“ Denn wir dürfen auch nicht vergessen: Ja, der Kampf — Paulus nennt es in 2. Korinther 10 — „Gedankengebäude“.

Es ging um Lehre und menschliche Philosophien, und manchmal haben diese Lehren und menschlichen Philosophien einen geistlichen Hintergrund, einen dämonischen Hintergrund. Gehe achtsam durch die Welt. Diese leeren Philosophien sind trügerisch. Wir leben in einer Zeit, wo du ständig und von allen Seiten mit allen möglichen Weltanschauungen konfrontiert wirst: Nachrichten, soziale Medien, Podcasts, Predigten.

Hüte dich davor, was du konsumierst. Pass auf, was du dir anhörst. Prüfe die Dinge, die du konsumierst. Sind sie im Einklang mit der gesunden Lehre? Entsprechen sie Christus und seinem Wort? Oder sind es menschliche Überlieferungen? Überlieferungen, die dich den Elementen der Welt und Gesetzlichkeit zu Gesetzlichkeit versklaven möchten. Sei achtsam, prüfe und halte dich davon fern.

Also erstens: Hüte dich vor leeren Menschenweisheit. Zweitens: Sinne über die Fülle Christi nach und ruhe in ihn. Sinne über die Fülle Christi nach und Ruhe in ihm. Wie behütest du dich am besten vor diesen falschen Lehren, vor diesen leeren Philosophien? Genauso wie ein Ermittler sich gegen Falschgeld schützt.

Denn der beste Weg, jede Art von Falschgeld zu erkennen, ist nicht, sich nur mit Falschgeld zu beschäftigen. Es ist gut, Falschgeld zu erkennen und wissen, welche Tricks angewendet werden, um Geld zu fälschen. Der beste Weg aber, um Falschgeld zu erkennen, ist das echte Geld bestens zu kennen: jeden Zentimeter und jede Eigenschaft vom wahren Geld, vom echten Geld. Ob es die Hologramme sind, ob es die Farbe ist, ob es die Tinte ist, ob es das Papier ist. Je besser du den wahren Geldschein kennst, desto leichter wirst du jede Fälschung erkennen.

Und so beschäftige dich mit dem wahren Geld. Beschäftige dich mit dem genugsamen und erhabenen Christus, seine Person und sein Werk. Beschäftige dich mit ihm – das ist keine leerde Floskel. Nimm dir Zeit, nimm dir vor, plane Zeit ein, um über diesen Jesus, das Geheimnis der Gott Seligkeit, nachzudenken: den Gottmenschen, der wahrlich Gott und wahrlich Mensch ist. Dieser Widerspruch, der nie ganz von uns verstanden werden kann, aber trotzdem wahr ist und würdig ist, dass wir darüber nachsinnen, wie in einer Person zwei Naturen existieren können. Wie er sich dadurch mit dir verbunden hat – nicht nur temporär, sondern für immer – als Mensch.

Nimm dir Zeit, darüber nachzudenken, wie du in ihm zur Fülle gebracht worden bist, als Resultat, dass bei ihm alles ist, was du für Leben und Gottesfurcht brauchst. Wir haben gesungen: „Der Herr ist mein Hirte, nichts mangelt mir.“ Glaubst du diese Worte? Beschäftigst du dich damit, dass dir nichts mangelt, wenn dieser Herr dein Wirte ist, dass du in ihm vollendet bist? Wir erhaben es über alle Mächte. Denke über ihn nach, beschäftige dich mit ihm, studiere ihn.

Ich rede davon und das – wir haben uns sehr lange immer wieder mit diesem Zitat beschäftigt von Robert Murray McShane, der gesagt hat: „Für jeden Blick auf dich selbst wirf zehn Blicke auf Christus.“ Für jeden Blick auf dich selbst, wirf zehn Blicke auf die Fülle Christi. Wie vollkommen er ist. Wie du in ihm vollendet bist. Und wir erhaben es.

Je mehr du dich damit beschäftigst, desto besser wirst du dich hüten vor aller Falschheit, vor allem leeren Betrug. Denn du darfst in der Fülle Christi ruhen. Was diese Philosophien machen wollen: Sie wollen dich versklaven, entweder der Gesetzlosigkeit oder der Gesetzlichkeit. Beides ist Versklavung. Aber auf die Fülle Christi, auf die Genugsamkeit Christi zu schauen, ist Balsam für deine Seele. Es ist Nahrung für deinen verschmachteten Geist. Wenn dein Blick sich weg von dir selbst wendet und sich auf Christus wendet, dann erfährst du wahre Fülle, Zufriedenheit und Frieden. Er ist deine Zuflucht. Auf ihn zu blicken wird dich schützen vor falscher Lehre – vor Lehre, die dich versklaven will, die dich verführen und gefangen wegnehmen will.

Wo will ich hin als zu diesem guten Heiland, meinem guten Hirten, dem, in dem ich zur Vollendung gebracht bin? Auf seine Erhabenheit zu sehen, auf seine Genugsamkeit zu sehen – ermutig dich im Kampf gegen Sünde, im Kampf mit Unzufriedenheit, in deinem christlichen Wandel.

Und zu dir, der du nicht an Jesus glaubst, ich spreche zu dir, wenn ich sage: Fliehe von der Nichtigkeit, die die Welt dir anbietet! Auch du bist gefangen in einer leeren Philosophie. Sei es irgendeine falsche Religion, Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit, die dir erzählt, du kannst mit deinen eigenen Werken vor diesem heiligen und gerechten Gott bestehen. Oder sei es, dass du dem Philosophie folgst, dass du einfach leben kannst, wie du willst: in Ausschweifungen der Sünde, nach deinem eigenen Willen oder deinen eigenen Vorstellungen.

Lass mich dir sagen: Auch das ist nur Betrug. Sowohl die gesetzlichen, falschen Religionen dieser Welt als auch einfach nach deinem eigenen Willen zu leben. Es hat immer einen Anschein von Weisheit. Es hat einen Anschein und verspricht dir Erfüllung. Es verspricht dir Zufriedenheit. Der Prediger, der König Salomo, hat all das probiert. Alles hat er probiert: Geld, Lust, Begierde, Weisheit. Er hat alles probiert und sagt: „Das ist alles Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.“ Ich flehe dich an: Fliehe dieser Nichtigkeit!

Du kannst alles probieren, aber du wirst leer und verwundet zurückkehren. Hier hast du einen Heiland, in dem du zur Fülle gebracht werden kannst, der genug ist, dich zu retten, der genug ist, dich zu halten; der, der haben über alles ist. Er ist Mensch geworden und hat sein Leben anstelle von Sündern wie dich gegeben, damit du gerettet werden kannst und deine Sünden vergeben werden können. Suche deine Zuflucht in ihm mit leeren Händen, ohne eigene Werke, ohne Vermischung und „Jesus plus das“, sondern komm mit leeren Händen zu Jesus Christus, zu seinem Kreuz. Glaube an ihn, und du wirst lewiges Leben empfangen und in ihm zur Fülle gebracht werden. Ihm möge alle Ehre zuteil werden. Amen.

Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, Leere und Fülle wurden uns heute gegenübergestellt in deinem Wort. Es ist wahnsinnig, der Fülle deines Sohnes die Lehre dieser Welt vorzuziehen. Und doch sehen wir, wie leicht und verführerisch die Systeme dieser Welt, die Weltanschauungen und Lebensweisen dieser Welt und die Sünde dieser Welt – wie leicht sie uns verführen kann. Wie hell sie manchmal scheint und uns Freude, Erfüllung und Zufriedenheit vorgaukelt.

Vater, bewahre uns und hilf uns, dass wir uns hüten vor Lehre, vor Philosophie und Lehrerbetrug. Ich bitte dich darum und ich bitte dich für all die Geschwister hier. Lass uns achtsam durch unser Leben gehen, in Wachsamkeit und in Behutsamkeit unseren christlichen Wandel begehen. Behüte uns vor allem, was uns von Christus entfernen möchte – sei es Gesetzlosigkeit oder Gesetzlichkeit, sei es eine falsche, offensichtlich falsche Religion oder sei es ein christlich angehauchte, menschliche, menschlich überlieferte Philosophie. Behüte uns vor allem, Vater, ich bitte dich darum.

Ich bitte dich: Lass uns staunen und fülle uns mit der Fülle Christi. Erfülle uns mit der Erkenntnis seiner selbst, sodass wir jede Fälschung, jeden leeren Betrug sofort erkennen mögen, weil wir so voll von Christus sind. Ich bitte dich für alle Geschwister hier, Vater, dass sie – und auch – und dass wir uns doch die Zeit nehmen mögen, durch dein Wort die Herrlichkeit deines Sohnes zu sehen. Er, der alles in allen erfüllt, aus dessen Fülle wir Gnade um Gnade empfangen.

Ich bitte dich, Vater: Gib uns, dass wir uns mit diesem Christus beschäftigen, über ihn nachsinnen – wie die Fülle der Gottheit in ihm wohnt leibhaftig, wie wir in ihm zur Fülle gebracht sind und wie er haben ist über alle Mächte und Gewalten. Möge dieser Gedanke uns begleiten, Vater, in der kommenden Woche und in unserem kommenden restlichen Wandel hier auf dieser Erde. Wie erhaben dein Sohn ist! Wie vollkommen er ist.

Bewahre uns davor, irgendetwas anderes zu suchen oder ihm irgendetwas hinzuzufügen. Wir brauchen nicht mehr als Christus. Und es gibt auch nicht mehr als Christus. Du hast uns das Beste, das Kostbarste, das Vollkommensste. Du hast uns mit ihm eins gemacht. Mach uns das bewusst.

Möge dieses Bewusstsein uns behüten vor falscher Lehre und uns wandeln lassen in Christus, so wie wir ihn empfangen haben. Gewurzelt in ihm. Und durch dein Wirken. Ich bitte dich, Vater, dass das geschehen möge.

Vater, ich bitte dich für alle, die hier sind und nicht an deinen Sohn glauben. Rette sie vor der Nichtigkeit dieser Welt, vor der Lehre dieser Welt und ziehe sie zu deinem Sohn, in dem alle Fülle ist. Ich bitte dich um all dies im Namen Jesu Christi. Amen.

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