April 5, 2026

Paulus Diener des Leibes Christi. Teil 4

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Passage: Kolosser 1:24-29

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Möge dem Namen unseres Herrn, möge dem Namen Jesu Christi alle Ehre zuteil werden. Schlagen wir auf den Kolossabrief, Kapitel 1, und lasst uns lesen die Verse 24 bis 29. Kolossabrief, Kapitel 1, die Verse vierundzwanzig bis neunundzwanzig:

„Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib. Das ist die Gemeinde. Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden. Das Geheimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen, worum ich mich auch bemühe und kämpfend ringe, gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt, in Kraft.“

Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir für diesen wunderschönen Tag. Für diesen Tag, an dem wir uns erinnern dürfen, in besonderer Weise an den Triumph deines Sohnes über Sünde, Tod und Teufel. An diesem Tag, wo der große Feind besiegt worden ist und du mit übernatürlicher und immens unermesslich großer Kraft deinen Sohn aus den Toten auferweckt hast. Er, der untadelig war, vollkommen, makellos und ohne Fehler, der aber sein Leben in Gehorsam zu dir gab anstelle von Sündern, um für die Sühnung zu vollbringen, die du ihm gegeben hast.

Vater, ich danke dir für diesen Tag. Ich danke dir für das, was vor 2000 Jahren geschehen ist: den Triumph, an dem wir Anteil bekommen haben durch den Glauben an deinen Sohn. Seine Gerechtigkeit ist es, mit der wir gekleidet sind. Sein Triumph ist es, den wir heute feiern dürfen. Sein Leben ist es, das uns neues Leben schenkt. Ich danke dir dafür, Vater, und bete dich an.

Und bitte dich darum, dass wir als Diener des Leibes Christi, als Diener der Braut deines Sohnes, des Auferstandenen, des Erstgeborenen aus den Toten, diesen Christus verkündigen mögen. Als Diener und Verwalter hast du uns berufen. Und unsere Botschaft ist keine andere und keine geringere als dieser Christus selbst. Segne diese Zeit der Verkündigung. Verherrliche dich, indem du dein Wort reden lässt, so dass die Gemeinde erbaut wird und dein Name verherrlicht wird. Mögen wir durch diesen Text lernen, was es bedeutet, ein Diener der Gemeinde zu sein; was es bedeutet, diesen erhabenen und auferstandenen Christus zu verkündigen, mit aller Mühe, mit aller Aufopferung und gekräftigt von dir.

Segne diese Stunde. Segne die Geschwister, dass sie achtsam sein mögen und Gehör schenken mögen der Verkündigung deines Wortes, der Verkündigung Christi. Wirke durch dein Wort, sodass dein Heiliger Geist dein Wort verwenden möge, um die Herzen der Geschwister zu erbauen, sie zu trösten, sie zu ermahnen, sie zu belehren und zurechtzuweisen, so dass wir, ein jeder von uns, tagtäglich dem Bilde deines Sohnes, dem Vollkommenen, ähnlicher werden mögen. Dir möge alle Ehre zuteil werden. Amen.

Setzt euch gerne. Was für ein schöner Tag! Wie es mein Vater zu Beginn schon gesagt hat: Der Triumph Christi ist unser Triumph. Das leere Grab ist das, was uns Gewissheit schenkt. Und was für ein schöner Tag, dass wir 2000 Jahre später auf das zurückblicken können, was Christus für uns errungen hat.

Wenn wir darüber nachsinnen und wenn wir darüber nachdenken, dass Christus auferstanden ist, erinnern wir uns natürlich dem, was seiner Auferstehung vorangegangen ist, nämlich sein Tod, den wir laut dem Feiertag am Karfreitag gedenken. Dass Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gegeißelt, geschmäht, bespuckt und verspottet, an ein Kreuz genagelt wurde, wo er um Luft ring. Gepeinigt mit all den körperlichen Leiden, die eine Kreuzigung einherbringt. Verdurstet.

Mit einer Dornenkrone auf dem Haupt und dem Spott dieser Welt ausgesetzt starb Jesus Christus an diesem Kreuz. Wir reden oft davon, dass dieses Kreuz ein Ausdruck und ein Bild der Liebe Gottes ist, und das ist sie. Aber bevor wir über diese Liebe nachdenken können, müssen wir verstehen, dass das Kreuz auch ein Bild dafür ist, wie sehr Gott Sünde hasst. Unser Gott ist ein heiliger Gott, ein gerechter Gott, ein vollkommener und reiner Gott, und er hasst Sünde abgrundtief. Wir verstehen nicht genug, wie sehr Gott Sünde hasst. Wenn wir verstehen wollen, wie sehr Gott Sünde hasst, dann müssen wir auf das Kreuz von Golgatha sehen. Das blutige Opfer, wo Jesus Christus hing, weil Gott Sünde hat.

Wir mögen Sünden nicht so ernst nehmen. Eine kleine weiße Lüge. Eine Halbwahrheit. Eine. Wir stehlen, aber es sind kleine Dinge, deswegen sind sie nicht so schlimm. Wir verunehren den Namen Gottes und missbrauchen ihn, als wäre der Name Gottes ein Schimpfwort. Wir machen uns Bilder von Gott in unserem Herzen und in unserem Verstand, ohne den wahren Gott, anstatt den wahren Gott anzubeten. Wir begehren Dinge in unserem Herzen, die nicht uns gehören, sondern unserem Nächsten. Wir begehren unrein und begehen Ehebruch in unseren Herzen und sind Unzüchtige in unseren Herzen. Wir verunehren unsere Eltern. All das, wenn wir auf das Gesetz Gottes blicken, sind Dinge, die Gott hasst. Er hasst Sünde. Sogar die Sünde, die wir vielleicht als klein empfinden mögen, ist genug, damit Gott dich und mich auf ewig in die Hölle verdammt.

Ewige Pein und Qual in der Hölle. Du denkst: „Diese Strafe ist zu hart, das ist unfair.“ Es zeigt, wie sehr Gott Sünde hat. Und an diesem Kreuz von Golgatha hat Jesus Christus diesen Zorn Gottes, den heiligen und gerechten Zorn Gottes, an Stelle von Sündern auf sich genommen. Er hat die Hölle, diese Qual und die Pein, die Trennung von Gott und das Gericht Gottes, auf sich genommen für alle, die an ihn glauben, an diesem Kreuz. Meine Hölle hat Jesus an diesem Kreuz erfahren. Obwohl er unschuldig war, obwohl er fehlerlos war, obwohl er nichts davon verdient hätte. Denn er hat ein vollkommenes und gerechtes Leben geführt, hat alle Gebote Gottes zur Vollkommenheit und fehlerfrei makellos bewahrt. Aber trotzdem trug er den Zorn Gottes an Stelle von Sünde. Deswegen starb der, der nicht sterben musste, weil er, der die Sünde nicht kannte, an unserer Stelle zur Sünde gemacht worden ist, damit wir die Gerechtigkeit Gottes werden mögen in ihm.

Aber er blieb nicht eben im Grab, sondern drei Tage später ist er auferstanden. Vor 2000 Jahren. Ungefähr zu dieser Zeit. Zum Passafest, was damals gefeiert wurde, zu dieser Zeit. Am Sonntag darauf, auf seinen Tod herauf, ist er auferstanden. Weil er unschuldig war. Weil er sogar, als er am Kreuz hing und diesen Zorn Gottes auf sich genommen hat, anstelle von Sündern in vollkommenem Gehorsam gegenüber dem Vater war und das tat, was dem Vater wohlgefallen hat, er ist auferstanden und bestätigt damit die – die Annahme seines Opfers. Das Wohlgefallen Gottes an diesen Stellvertreter, an ihm, der die Schuld an Stelle von Sündern auf sich genommen hat.

Weil er gehorsam war bis zum Tod, weil er stets das getan hat, was dem Vater wohlgefallen hat, wurde er erhoben – nicht nur aus dem Grab, sondern er wurde erhoben und in die höchsten Höhen versetzt über alle Gewalten und über alle Mächte. Weil sein Opfer angenehm war, haben wir heute Hoffnung, denn das Grab ist leer, sodass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt. Sodass jeder, der sein Vertrauen, das Vertrauen über sein Seelenheil in diesen auferstandenen Herrn setzt – dass er an seiner Stelle an diesem Kreuz starb, dass der Glaube an, dass das Vertrauen in ihn allein dich vor einem heiligen Gott und seinem heiligen Zorn rettet – wer daran glaubt, dem werden seine Sünden vergeben. Und er empfängt ewiges Leben. Wer daran glaubt, der wird gekleidet in die absolute Gerechtigkeit Christi.

Die Gerechtigkeit, die keiner von uns von sich aus hätte erfüllen können. Weil er die Schuld des Sünders auf sich genommen hat. Und die Sünde auf sich genommen hat. Diesen Triumph feiern wir. Diese frohe Botschaft ist das Evangelium. Dieser Wahrheit und dieser Botschaft gedenken wir, insbesondere auch an diesem Ostersonntag. Er ist auferstanden! Die Sünde ist besiegt, der Tod ist besiegt, der Teufel ist besiegt, denn das Grab ist leer. Wenn meine Sünde nicht bezahlt wäre von Christus, wenn sein Opfer nicht angenehm gewesen wäre, nicht angenommen worden wäre von Gott, wäre das Grab nicht leer. Doch weil es leer ist, habe ich Gewissheit.

Ich habe mir hier, wie ihr seht, zu Beginn dieser Predigt Zeit genommen, um ein Beispiel davon zu geben und zu illustrieren, was es bedeutet, Christus zu verkündigen. Denn das ist unsere Aufgabe laut Kolosser 1. Paulus sagt – und wir haben uns die letzte Woche damit beschäftigt –: „Ihn verkündigen wir.“ Er ist unsere Botschaft. Christus ist unsere Botschaft. Seine Person, sein Werk, sein Wille, sein Wort – das ist die Verkündigung des Dieners des Leibes Christi. Damit beschäftigen wir uns ja die vergangenen Wochen in diesem Abschnitt im Kolosserbrief. Paulus begibt uns das Profil eines Dieners der Gemeinde: wie der Diener des Leibes Christi ausschaut, was ihn ausmacht, was die Merkmale eines Dieners des Leibes Christi sind.

Und wir haben gesehen bisher, von Vers 24 an, Paulus – das erste Merkmal, das er beschreibt: Das erste Merkmal des Dieners Christi ist das fröhliche Leiden des Dieners. Paulus freut sich in seinen Leiden für die Gemeinde, weil er weiß, dass es dem Wohl der Gemeinde dient und weil er mit seinem Leiden den Geschwistern des Leidens Jesu repräsentiert. Das Leiden Jesu, das sie nicht mehr mit ihren Augen wahrnehmen können, weil Christus ja in den Himmel aufgefahren ist. Er als Diener Christi repräsentiert ihnen das Leiden Christi und zeigt ihnen die Liebe und Hingabe Christi in seinem Leben und in seinem Dienst für die Gemeinde.

Das zweite Merkmal haben wir gesehen: die Berufung des Dieners. Der Diener sucht sich seinen Dienst nicht selbst aus; er ist von Gott berufen und er ist berufen, zum Wohl der Gemeinde zu dienen. Er ist nicht – ein Diener ist nicht der mit den großen Titeln oder mit der größten Ehre vom Menschen. Er ist ein Diener. Das Wort – ja – ist: ein Tischbediener, ein Kellner. Seine Aufgabe ist es, das, was der Koch zubereitet hat, den Gästen zu bringen. Das ist ein Diener der Gemeinde. Er ist ein Verwalter; ihm gehört die Gemeinde nicht, ihm gehört das Geheimnis nicht. Die Gemeinde gehört Gott. Das Geheimnis ist Gottes Geheimnis. Er ist ein Verwalter, der dieses Geheimnis zu verkündigen hat, nämlich das Geheimnis des innewohnenden Christus.

Wir haben also gesehen: das fröhliche Leiden des Dieners, die Berufung des Dieners. Und vergangene Woche haben wir gesehen – begonnen zu sehen – die Verkündigung des Dieners. Die Verkündigung des Sinas. Und wir haben gesehen: Der Inhalt der Verkündigung ist Jesus Christus selbst. Keine apologetischen Argumente, keine historischen Belege, kein philosophisches Prinzip oder keine abstrakte Wahrheit. Der Kern der Botschaft des Dieners der Gemeinde ist eine Person, und zwar die Person Jesu Christi.

Wie verkündigt man Jesus? Wie wird Jesus verkündigt? Indem du lehrst, heißt es hier im Text. Indem man jeden Menschen lehrt und ermahnt. Lehren bedeutet ihm, die Informationen und Wahrheiten über Christus weiterzugeben: wer Jesus ist, was sein Werk ist, was sein Wort sagt, was sein Wille ist. Lehren bedeutet, die Menschen zu lehren, ihm zu gehorchen. Im Missionsbefehl heißt das: „Lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe.“ Und du ermahnst. Das bedeutet, der Diener des Leibes Christi spricht in das Leben von Menschen hinein. Er überführt, wo notwendig ist, von Sünden. Er korrigiert, er warnt. Er weist zu Recht. Er zeigt einem Menschen auf, wenn er auf dem falschen Weg ist, und zeigt ihm den richtigen Weg auf.

Und der Diener Christi gibt diese Botschaft jedem Menschen, ohne Ansehen der Person – ob in der Gemeinde oder in der Welt. Ob gläubig oder ungläubig, ob es angenehm ist oder unangenehm ist, wir verkündigen Christus. Das ist unsere Botschaft, das ist der Inhalt unserer Botschaft. Und genau das wollte ich auch zu Beginn nochmal illustrieren: Wir verkündigen Christus – wer ist, was sein Werk ist, was er vollbracht hat und was sein Wille ist. Sein Werk am Kreuz und seine Auferstehung, und was sie bewirkt, was das alles zu bedeuten hat und bewirkt.

Um es nochmal zusammenzufassen: In diesem ganzen Abschnitt, Verse 24 bis 29 von Kolosser Kapitel 1, zählt Paulus anhand seines Dienstes mehrere Merkmale eines Dieners der Gemeinde Christi auf. Und diese Merkmale fordern jeden von uns heraus, ihn nachzuahmen. Denn wir haben uns auch intensiv die vergangenen Wochen damit beschäftigt: Nicht nur die Apostel sind Diener der Gemeinde, nicht nur die Ältesten, nicht nur die Prediger, die Lehrer, die Menschen, die hier vorne stehen, sind Diener der Gemeinde – jeder Gläubige ist ein Diener der Gemeinde.

Ohne die Gemeinde gibt es keinen Dienst für Christus. Und jeder Gläubige ist ein Glied im Leib Christi, der seine Rolle hat, seine Aufgabe hat, seine Verantwortung hat, der er nachzugehen hat. Nicht jeder ist Ältester, nicht jeder ist Prediger, nicht jeder ist Evangelist, aber jeder hat seinen Platz in der Gemeinde und jeder hat seine Aufgabe in der Gemeinde: zu dienen. Jeder Gläubige ist ein Diener Christi. Also ist jedes der Merkmale, die Paulus hier hervorbringt über einen Diener Christi, ein Merkmal, anhand dessen du dich prüfen musst, ob du ein Diener Christi entsprechend des Wortes Gottes bist. Ob du ein Diener der Gemeinde bist, so wie es Paulus hier beschreibt. Und wenn du es nicht bist, dann fordere ich dich heraus, dem Vorbild von Paulus, dem Profil von Paulus nachzuahmen.

Wir haben vergangene Woche begonnen, die Verkündigung des Dieners anzuschauen, und heute werden wir genau dort auch fortsetzen. Also, wir sind immer noch bei Paulus, Diener des Leibes Christi. Heute sind wir schon bereits bei Teil 4 dieses Abschnitts, aber die Überschrift bleibt „Die Verkündigung des Dieners“. Vergangene Woche haben wir gesehen, haben wir erstens den Inhalt der Verkündigung gesehen und die Art der Verkündigung. Der Inhalt ist Christus, die Person Jesu Christi. Die erhabendste und glorreichste und würdigste Botschaft ist unsere, nämlich die Botschaft ist Christus selbst.

Wenn wir Christus nicht predigen, dann rauben wir unseren Zuhörern und unserem Publikum das Kostbarste. Wir rauben ihnen das – die beste Botschaft –, wenn wir Christus nicht predigen. Wenn wir versuchen, Argumente zu gewinnen, Diskussionen zu gewinnen, wenn wir versuchen, einfach nur intellektuell einen Menschen zu überzeugen durch Argumente, historische Belege, wenn wir versuchen, einen Menschen einfach nur gefühlsmäßig zu überzeugen, damit er sieht, wie toll das Christentum ist und wie gut es einem gehen wird, wenn jemand das Christentum dem Christentum folgt: Dann verpassen wir die Botschaft. Das mag alles Teil unserer Verkündigung sein, aber der Kern der Botschaft ist eine Person, und zwar die Person Jesu Christi.

Und wir haben gesehen: die Art der Verkündigung. Wir verkündigen. Wir flüstern nicht. Wir versuchen nicht leise, einfach eine Option von vielen Wegen aufzuzeigen. Wir verkündigen eine Wahrheit. Wir verkündigen diesen Christus mit der Autorität, die uns die Schrift gibt, als den einzigen Weg, als die einzige Wahrheit und als den erhabenen Herrn, der er ist. Und wir verkündigen, indem wir lehren und ermahnen. Wir müssen lehren – ohne Lehre werden wir einen falschen Christus verkündigen. Und ohne Ermahnen bleibt es nur bei einem Kopfwissen, aber das Leben wird sich nicht verändern.

Heute möchten wir uns mit den letzten beiden Aspekten der Verkündigung beschäftigen: das Ziel der Verkündigung – drittens: das Ziel der Verkündigung und viertens: das Ringen der Verkündigung.

Letzte Woche hatten wir erstens den Inhalt der Verkündigung und zweitens die Art der Verkündigung. Heute beginnen wir mit drittens: das Ziel der Verkündigung, und werden später kommen zu drittens, ähtens, das Ringen der Verkündigung.

Drittens: das Ziel der Verkündigung, Vers 28. „Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.“ Wir haben uns die erste Hälfte dieses Verses vergangene Woche angeschaut, und heute kommen wir zur zweiten Hälfte, nämlich zum Ziel der Verkündigung. „Umzu“ – ja, die Formulierung „umzu“ beschreibt einen Zweck, beschreibt ein Ziel: „Um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.“

Der Inhalt der Verkündigung ist also Christus. Die Art der Verkündigung ist das Verkündigen durch Lehren und Ermahnen mit aller Weisheit. Was ist nun das Ziel der Verkündigung? Was soll mit der Verkündigung Christi erreicht werden? Das Ziel ist, dass jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt wird.

Das Wort „darstellen“ hier – in diesem Zusammenhang könnten wir es auch mit „präsentieren“ übersetzen. Es ist das Präsentieren zum Zwecke der Beurteilung. Zum Beispiel wird es im Zusammenhang mit Gericht verwendet. In Römer Kapitel 14, Vers 10 wird es verwendet, um zu sagen – dort heißt es, Römer 14, Vers 10: „Du aber, was richtest du deinem Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“

Dieses „Gestellt werden“ ist dasselbe Wort, was hier verwendet wird für „darstellen“. Und hier geht es also darum: Du wirst vor den Richterstuhl – jeder, wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Zum Zwecke des Gerichts, zum Zwecke der Beurteilung. Ja, das ist dieses Darstellen, dieses Präsentieren.

Das Wort „darstellen“ ist uns bereits im Kolosserbrief begegnet, dasselbe Wort in Vers 22, in Kapitel 1. Dort heißt es in Kapitel 1, Vers 22: „Hat er aber nun versöhnt“ – Christus hat uns nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod – „um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen.“ Also das Versöhnungswerk Christi hat das Ziel, dass wir vor ihm heilig, tadellos und unsträflich präsentiert werden. Zur Beurteilung. Also wir sollen hingestellt werden, damit, wenn wir beurteilt werden, wie unsere Beurteilung lautet: heilig, tadellos und unsträflich.

Hier ist es also: Wir sollen in Christus dargestellt werden, präsentiert werden zur Evaluierung, zur Beurteilung. Und wie soll unsere Beurteilung lauten? Was ist das Ziel? Wie sollen wir dargestellt werden? Vollkommen. Das war das Ziel der Versöhnung in Vers 22 schon, und im gleichen Sinne soll jeder Mensch vollkommen in Christus präsentiert werden.

Was bedeutet das „vollkommen“? „Vollkommen“ wird dieses Wort im Neuen Testament auch mit „erwachsen“ übersetzt. Vollkommen, wenn wir es hören, hat die Idee von Perfektion und Fülle von etwas – das Fülle ohne Mangel. Das ist Vollkommenheit. Vollkommenheit ist das Maß Gottes an seine Kinder.

Zum Beispiel in Matthäus 5, 48, in der Bergpredigt, sagt Jesus – verwendet dasselbe Word, Matthäus Kapitel 5, Vers 48 – wo er sagt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Also Gott, der Vater, er ist vollkommen. Und der Maßstab an uns ist: Seid so wie euer Vater im Himmel. Vollkommen. Er ist vollkommen. Daher seid ihr vollkommen.

Dieses Wort „vollkommen“, weil es ja auch mit „erwachsen“ manchmal übersetzt wird, hat die Idee, dass es das Ende eines Prozesses ist. Es ist das Ziel eines Reife- oder Wachstumsprozesses, vollkommen zu sein oder erwachsen zu sein. Ja, wenn wir „erwachsen“ hernehmen: Ja, wenn du erwachsen bist, dann ist dein Reifeprozess – dann bist du kein Kind mehr – dann ist dein Reifeprozess, dein Wachstumsprozess vorerst beendet, dann bist du erwachsen. So ist es: Vollkommen zu sein steht am Ende eines Prozesses, wo du dann eben perfekt bist, ohne Mangel bist, tadellos bist.

Wenn es hier darum also geht, vollkommen in Christus dargestellt zu werden, ist das der vollkommene Zustand, der zielerreichte Zustand, den we have, wenn wir präsentiert werden, wenn wir vor Gott dargestellt werden, präsentiert werden zur Beurteilung, dann soll die Beurteilung lauten: „Vollkommen.“

Wie können wir dieses „Vollkommen“ weiter verstehen? Und es ist mir wichtig, dass wir das richtig verstehen hier. Wir könnten es mit denselben Worten verstehen, die in Vers 22 verwendet werden. Es geht ja um dieselbe Sache wie in Vers 22. Vollkommen zu sein bedeutet, heilig zu sein, tadellos zu sein und unsträflich zu sein.

Und ich habe die Definition von Rimlens Predigt nochmal nachgeschaut, was er zu diesen drei Wörtern gesagt hat: Heilig bedeutet, abgesondert von der Sünde zu sein und Gott voll und ganz geweiht und hingegeben zu sein. Tadellos bedeutet, ohne Makel und ohne Fehler zu sein. Tadellosigkeit ist die Idee, die oft bei den alttestamentlichen Opfern hervorgebracht worden ist, dass die Tiere ohne Fehler sein sollten. Unsträflich bedeutet, dass keine Anklage bestehen bleiben kann, dass keine Bestrafung kann mehr gefordert werden, wenn du unsträflich bist. Dann hast du dir nichts mehr zu Schulden gekommen, und es kann keine Anklage mehr erhoben werden, keine Strafe mehr verhängt werden. Das bedeutet es, vollkommen zu sein: heilig, tadellos, unsträflich.

Mit anderen Worten: Vollkommen zu sein bedeutet, dem Bilde Christi gleichförmig zu sein. Heilig, tadellos und unsträflich zu sein bedeutet, Christus ähnlich zu sein, weil er heilig, makellos und tadellos ist, weil er unsträflich ist. Das ist das Ziel der Verkündigung: vollkommen in Christus dargestellt zu werden. Was bedeutet das? Dass wir wie Christus sind, dass wir Christus und seinem Bildern gleichförmig sind.

Das ist das Ziel. Das ist das Ziel, wovon wir auch in Römer 8,29 lesen: „Denn die er vorher erkannt hat, Römer 8,29, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Brüdern.“ Das bedeutet es, vollkommen zu sein: Jesus Christus ähnlich zu sein, seinem Bilde gleichförmig zu sein, ohne Fehl, ohne Makel, ohne Mangel. Vollkommen.

Es geht darum, vollkommen in Christus dargestellt zu werden. In Christus. Innerhalb von Jesus Christus allein ist diese Präsentation der Vollkommenheit möglich. Er ist die Rahmenbedingung. Er ist die Sphäre. Nur in Christus können wir dargestellt werden, können wir vollkommen dargestellt werden. Außerhalb von Christus ist das nicht möglich. In Christus. Nur wer vereint mit Christus ist, nur wer in dieser Vereinigung und innigen Gemeinschaft mit Christus ist, nur innerhalb von Christus, innerhalb seines Rahmens sozusagen, kann ein Mensch eines Tages vor Gott vollkommen präsentiert werden.

Wir sind bereits vergangene Woche darauf eingegangen, aber ich möchte kurz nochmal auf dieses „Jeder Mensch“. Dreimal in diesem Vers kommt „jeder Mensch“ vor: jeder Mensch ermahnt, jeder Mensch belehrt und jeder Mensch vollkommen. Wie bereits vergangene Woche gesehen, ist hier kein Raum für das Ansehen der Person. Hier ist kein Raum und kein Platz für Einschränkung oder für Diskriminierung. Jeder Mensch, ob arm oder reich, berühmt oder unbekannt, beliebt oder unbeliebt, ob er dir sympathisch ist oder ob er dir unsympathisch ist, ob Jude oder Heide, ob gläubig oder ungläubig – jeder Mensch, das ist das Ziel.

Jedem Menschen soll Christus verkündigt werden, jeder Mensch soll ermahnt und gelehrt werden, jeder Mensch soll in Christus vollkommen dargestellt werden. Natürlich, Ungläubige müssen zuerst Buße tun und an Christus glauben, um überhaupt eines Tages vollkommen präsentiert werden zu können. Aber wenn wir Christus verkündigen, dann verkündigen wir ihn allen, auch Ungläubigen, mit dem Ziel, dass sie eines Tages doch in Christus vollkommen dargestellt werden.

Seht ihr, liebe Geschwister, das Ziel ist nicht, dass sie in die Tür des Christentums hereinkommen und dann ist das Ziel erledigt, dann ist die Aufgabe erledigt. Wir predigen Ungläubigen auch nicht das Evangelium, damit sie durch die enge Pforte reinkommen und dann dort stehen bleiben. Nein, das Ziel geht über die Erlösung hinaus in Richtung Verherrlichung, dass sie eines Tages in Christus vollkommen dargestellt werden. Versteht ihr, die Aufgabe ist nicht damit getan, dass sie im Club sind, dass sie innerhalb der Teilnehmerliste sind. Unser Ziel ist die Vervollkommnung eines jeden Menschen.

Ja, ein Diener der Gemeinde – nehmen wir einen Missionar, der irgendwo hingeht, um das Evangelium zu verkündigen – seine Aufgabe ist nicht damit getan, dass Menschen zum Glauben kommen. Echte und treue biblische Diener oder Missionare werden das Evangelium predigen und dort zum Beispiel eine Gemeinde pflanzen, eine Gemeinde aufbauen, sodass diese Menschen nicht nur einfach gläubig sind, gerettet sind, sondern dass sie auch die nötigen Dinge zur Verfügung haben, damit sie in Christus vollkommen dargestellt werden können. Was hat Paulus gemacht auf seinen Missionarsreisen als Apostel? Sind Leute gläubig geworden und dann ist er ganz schnell weg? Leute sind gläubig geworden, Gemeinden sind gegründet worden und er hat Älteste eingesetzt. Lest die Apostelgeschichte: Spätestens auf seinem Rückweg hat er die Ältesten eingesetzt, an jedem Ort. Wieso? Weil die Aufgabe nicht damit getan ist, dass Menschen gerettet sind. Das Ziel geht darüber hinaus. Das Ziel ist, dass jeder Mensch eines Tages in Christus vollkommen dargestellt wird.

Das Ziel ist Christusähnlichkeit, vollkommene Christusähnlichkeit, Gleichförmigkeit zu seinem Bild. Es gibt auch keinen Unterschied, jeder Mensch; es gibt auch keinen Unterschied unter den Gläubigen. Es gibt nicht die geistlichen Gläubigen, die eine besondere Stufe der Geistlichkeit haben und die dieses Ziel verfolgen, während die normalen Gläubigen oder einfachen Gläubigen einfach so leben, wie sie gerade sind oder wie sie wollen. Jeder Mensch heißt auch: Jeder Gläubige soll in Christus vollkommen dargestellt werden. Es gibt keinen Unterschied. Jeder Gläubige ist Glied des Leibes und Jünger des Herrn Jesus. Jeder Gläubige – was hat Jesus gesagt? Er hat nicht nur gesagt, dass man durch die enge Pforte… Er hat gesagt: „Ringt, um durch die enge Pforte zu gehen.“ Aber danach hat er auch von diesem Weg geredet, der nach dieser Pforte wartet: der schmale Weg. Unser Ziel ist, diesen Weg, diesen schmalen Weg zu gehen, dass jeder diesen schmalen Weg geht bis zum Ende, bis zur vollkommenen Darstellung in Christus.

Die Verkündigung von Christus hat also ein konkretes Ziel: Jeder Mensch soll vollkommen in Christus präsentiert werden. Paulus war nicht damit zufrieden, wenn jemand durch die Tür in das Reich Gottes hineingekommen ist, sondern der Gläubige soll auf den schmalen Weg entlang zum Ziel gelangen. Das Ziel ist nicht nur, dass die Menschen oberflächlich einen Glauben bekennen; das Ziel ist, dass sie in Christus vollkommen dargestellt werden, ihm ähnlich werden. Was heißt das nun? Was heißt das praktisch? Das kann falsch verstanden werden. Wir wissen doch, dass wir während unseres irdischen Lebens hier diese Vollkommenheit nicht erreichen werden, solange wir noch nicht verherrlicht sind, solange wir noch auf dieser Seite der Ewigkeit sind, noch gebunden sind an unser sündhaftes Fleisch. Sündigen wir noch und werden Vollkommenheit – ja, wir haben gesehen: Vollkommenheit, heilig, unstreflich, tadellos, Christusähnlichkeit, Perfektion, Fülle ohne Mangel – werden wir doch nicht erreichen.

Ja, das stimmt. Und ich möchte – deswegen nehme ich mir etwas hier Zeit – dass wir das richtig verstehen. Wir sind durch den Glauben in unserer Position gerechtfertigt. Es gibt zwei Aspekte unseres christlichen… unserer christlichen Identität könnten wir sagen: Es gibt unsere Position und es gibt unseren Wandel.

Und in unserer Position, in unserer Stellung, sind wir durch den Glauben gerechtfertigt. Seit dem Moment unserer Bekehrung sind wir in unserer Position and unserer Stellung gerecht und heilig, makellos und untadelig. Denn wir sind gekleidet in der vollkommenen Gerechtigkeit des Herrn Jesus, der unsere Sünde auf sich genommen hat, die Strafe dafür bezahlt hat. Und durch den Glauben an ihn war es ein Austausch, nämlich er hat unsere Sünden und unsere Schuld bekommen. Wurden ihm zugerechnet. When his Gerechtigkeit, the lady that he ungefied 30 years long on this earth had in force, in makellosome gehors, this Gerechtigkeit was angry.

Das Bild dieses Kleides der Gerechtigkeit kommt natürlich aus Jesaja Kapitel 61, Vers 10, wo es heißt: „Freuen, Isaiah 61, Vers 10, freuen, ja, freuen will ich mich in dem Herrn, jubeln soll meine Seele in meinem Gott, denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils. Den Mantel der Gerechtigkeit hat er mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.“ Daher haben wir dieses Bild des Gerechtigkeitskleides, ja? Es ist nicht unsere Gerechtigkeit, sondern Christi Gerechtigkeit, die uns umkleidet und die uns angerechnet wird. 2. Korinther 5, 21: „Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.“ Wir sind Gottes Gerechtigkeit geworden. Durch den Glauben, ab dem Moment unserer Bekehrung, sind wir gekleidet in der Gerechtigkeit Christi. Und in unserer Stellung sind wir heilig. Wir haben es in Kolossabrief gesehen. Die Geschwister, Paulus nennt sie heilige Brüder in Christus. Wir sind Heilige, wir sind Gerechte durch den Glauben an Christus in unserer Stellung und in unserer Position. Diese Gerechtigkeit, diese Untadeligkeit ist aber nicht unsere eigene, sondern die eines anderen, nämlich die von Christus Jesus. Sie wird uns angerechnet in unserer Position, in unserer Stellung.

Während wir also in unserer Position Gerechte und Heilige bereits sind, sind wir in unserem Wandel aber noch nicht vollkommen. Wir sündigen täglich und werden das leider auch so lange tun, solange wir auf dieser Erde leben. In Römer 7 redet Paulus von dem Kampf, den er als Gläubiger hat. Er sagt in Römer 7, Vers 22: „Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes, aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.“ Paulus beschreibt den Kampf eines Gläubigen mit der Sünde in ihm. Er will Gott gehorchen, weil er von Neuem Geborenes eine neue Natur hat, aber er sieht ein anderes Gesetz in ihm, ein anderes Prinzip in ihm – das Fleisch, das gegen diesen, diesen inneren Menschen, der Wohlgefallen an Gottes Gesetz hat, streitet. Galater 5, 17 heißt es ähnlich: „Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch. Denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.“ In diesem täglichen Kampf befindet sich der Gläubige, weil wir noch unsere sündhafte Natur haben, weil wir noch unser Fleisch haben.

1. Johannes 1, Vers 8 heißt es: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.“ Wenn wir sagen, wir sündigen nicht mehr, dann betrügen wir uns selbst. Wir sündigen noch. Und solange wir noch nicht verherrlicht sind, werden wir das leider noch tun. Vollkommenheit, Perfektion ist nicht auf dieser Seite der Ewigkeit für uns zu erreichen. In Hebräer Kapitel 10, Vers 14 – ich liebe diesen Vers, weil dort beides einfach gut zu sehen ist – Hebräer Kapitel 10, Vers 14: „Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht.“ Hier haben wir beides parallel. Er hat sie vollkommen, für immer vollkommen – mit einem Opfer hat er sie für immer vollkommen gemacht. Das ist unsere Position. Wir sind in unserer Position bereits vollkommen.

Aber gleichzeitig sind es die, die geheiligt werden. Wir werden noch geheiligt. In unserem Wandel haben wir die Vollkommenheit noch nicht erreicht. Aber eines Tages, wenn wir verherrlicht sind, wenn wir dieses vergängliche Fleisch abgelegt haben, dann werden wir auch in unserem Wandel vollkommen sein.

Genau das haben wir auch damals vor einigen Wochen in der Predigt zu Vers 22 angeschaut: dass wir eines Tages wirklich heilig, wirklich tadellos und wirklich unschräflich sind. Und wirklich meine ich mit unserem Wandel. Nicht eben nur in unserer Stellung – da sind wir schon wirklich heilig, tadellos und unschreflich –, aber in unserem Wandel. Und vielleicht ist das manchmal schwer für uns zu verstehen, oder manchmal haben wir auch einen falschen Fokus oder einen nicht ausgeglichenen Fokus. Denn oft glaube ich, dass wir uns so fokussieren auf unsere Gerechtigkeit in der Position.

And then we have the air sind, werden wir noch sündigen und Vollkommenheit nicht erreichen. Liebe Geschwister, wir dürfen nicht vergessen und wir dürfen nicht vernachlässigen, dass wir eines Tages in unserem Wandel wirklich vollkommen sein werden. Das ist das Ziel unserer Heiligung. Diesem Ziel streben wir heute bereits nach, aber eines Tages werden wir wirklich vollkommen sein: heilig, tadellos und unsträflich im Wandel. Nicht auf dieser Seite der Ewigkeit, aber auf der anderen. Eines Tages werden wir wirklich so sein, wenn wir verherrlicht sind, wenn wir beim Herrn sind.

Dass wir Gott wirklich so lieben werden, wie er es verdient hat – mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand. Eines Tages werden wir wirklich unsere Nächsten lieben wie uns selbst, so wie es Gott verordnet hat. Eines Tages werden wir wirklich alles zur Ehre Gottes tun, sei es reden, sei es denken, sei es arbeiten oder Gott anbeten. Eines Tages werden wir wahrlich vollkommen sein.

Christus hat uns bereits von der Strafe und der Macht der Sünde befreit. Das ist bereits jetzt Realität in unserem Leben. Eines Tages wird er uns auch von der Gegenwart der Sünde retten. Das steht noch aus in unserer Zukunft, in unserer Verherrlichung. Philippa Kapitel 3, Vers 20 heißt es: „…der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird und seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig machen wird, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.“ Das ist das Ziel der Verkündigung. Eines Tages werden wir wahrlich in unserem Wandel vollkommen sein, nämlich wenn er den Leib unserer Niedrigkeit umgestalten wird und seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig machen wird.

Das wollte ich nochmal wiederholen, dass wir verstehen: Es gibt unsere Position und es gibt unseren Wandel. In unserer Position sind wir bereits heilig und vollkommen durch die Gerechtigkeit Christi, die uns angerechnet wird. In unserem Wandel sind wir das noch nicht und werden das auch nicht in unserem irdischen Leben sein, aber wir werden eines Tages wahrlich auch in unserem Wandel vollkommen sein.

Heißt das aber nun, dass der Wandel jetzt egal ist, weil wir die Vollkommenheit ja sowieso nicht erreichen werden bis zu unserer Verheillichung? Können wir einfach so leben, wie wir wollen, weil wir werden ja eh nie vollkommen sein in diesem Leben? Mit den Worten des Apostel Paulus möchte ich sagen: „Das sei ferne.“ Wir haben vorhin Matthäus 5,48 gelesen. Was ist der Maßstab für dein Leben? „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Du sollst heute vollkommen sein, wie dein himmlischer Vater vollkommen ist.

Liebe Christa, versteht ihr? Der Maßstab und das Bestreben soll die Vollkommenheit sein, auch wenn wir sie heute noch nicht erreichen werden. Der Maßstab wird nicht niedergesetzt. Jesus sagt nicht: „Ach, ihr könnt ja eh nicht vollkommen sein, deswegen seid halb so vollkommen.“ Nein: „Ihr sollt vollkommen sein.“ Das ist der Maßstab. Der Maßstab wird nicht herabgesetzt. Vollkommenheit ist der Maßstab und das Ziel und das Bestreben heute in deinem Wandel. 1.

1. Johannes Kapitel 3, die Verse 2 bis 3. 1. Johannes Kapitel 3, die Verse 2 bis 3, dort heißt es. 1. Johannes 3, die Verse 2 bis 3: „Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist.“

Johannes beschreibt es hier wunderbar mit diesen Worten: Wir sind Kinder Gottes, aber es ist noch nicht offenbar, was wir sein werden. Was werden wir denn sein? Eines Tages werden wir ihm gleich sein, Jesus gleich sein, weil wir ihn sehen werden, wie er ist. Eines Tages werden wir Jesus mit unserem Auge sehen, und an diesem Tag werden wir ihm gleich sein. Und wie ist er denn? Rein. Ohne Sünde, untadelig, unsträflich, heilig. Das ist Jesus Christus. Und eines Tages werden wir so sein wie er. Aber nur weil das eines Tages ist, nur weil das dann sein wird, wenn es offenbar wird, sagt Johannes hier – und jeder, der diese Hoffnung hat: „Leb wie du willst, das wird ja erst später offenbar“? Nein. Jeder, der diese Hoffnung hat, auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist. Jeder, der die Hoffnung auf Vollkommenheit in der Zukunft hat, strebt nach Vollkommenheit heute. Wenn du heute nicht nach Vollkommenheit strebst, hast du die Hoffnung auf Vollkommenheit nicht in der Zukunft. Der Maßstab ist Vollkommenheit, der Maßstab ist Christus. Jeder, der diese Hoffnung hat, reinigt heute sich selbst, wie auch jener rein ist.

In Philippa Kapitel 3 beschreibt es Paulus mit diesen Worten. Philippa Kapitel 3, die Verse 12 bis 14. Philipp drei, die Verse zwölf bis vierzehn. Philippa Kapitel 3, 12 bis 14: „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin. Ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben. Eines aber tue ich, ich vergesse was da hinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorne ist, und jage das. Jag auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“

Paulus sagt hier: „Ich sage nicht, dass ich es ergriffen habe oder schon vollendet bin.“ Paulus sagt, ich sage nicht, dass ich jetzt schon zur Vollkommenheit gebracht worden bin. Aber ich jage ihm nach, als ob ich es ergreifen möge. Ich vergesse, was hinten ist und strecke mich vor und jage diesem Ziel zu. Ich habe es noch nicht ergriffen, aber ich jage ihm zu, als könnte ich es ergreifen, damit ich es ergreifen möge. In unserem Wandel, um es zusammenzufassen, sind wir heute nicht vollkommen, aber zur Vollkommenheit berufen.

Ein letzter Illustration, um das deutlich zu machen, was auch sehr schön ist, wenn wir darüber nachdenken: Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8. Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8. Das ist die Szene des Hochzeitsmahls des Lammes. Offenbarung, Kapitel 19, Vers 8, dort wird die Braut beschrieben, die Braut des Lames wird beschrieben. Und dort heißt es: „Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleidete in feine Leinwand, glänzend, rein. Denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen.“

Liebe Geschwister, wenn wir das lesen und die Leinwand lesen, denken wir vielleicht zurück an Jesaja 61. Wir denken an die Gerechtigkeit Christi, mit der wir gekleidet sind. Aber was ist hier die feine Leinwand, mit der die Braut gekleidet wird? Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit Christi? Nein, sind die gerechten Taten der Heiligen. Versteht ihr, liebe Geschwister? In unserer Stellung sind wir bereits gekleidet mit der Gerechtigkeit Christi. Aber in der Zukunft werden wir eines Tages auch unsere gerechten Taten – in unseren gerechten Taten gekleidet sein, die wie feine Leinwand sind. Es sind die gerechten Taten der Gläubigen hier. Unser gerechter Wandel, den wir heute bereits stückweise führen, aber am Ende in Vollkommenheit haben werden. Das ist das Ziel der Verkündigung.

Was für ein nobles Ziel, was für ein erhabenes Ziel. Wir haben gesehen: Bereits der Inhalt unserer Verkündigung ist bereits so kostbar. Christus selbst, dieser erhabene Christus, der in Kolossa, in den Versen 15 bis 23 derartig wunderbar beschrieben wird. Der Inhalt unserer Botschaft ist so kostbar. Und jetzt denkt an das Ziel unserer Verkündigung: Es ist die Vervollkommnung des Menschen, das von Christus Erlösten.

Diesem Ziel strebt der Diener der Gemeinde nach. Er möchte in den Menschen, in seinen Mitgläubigen mehr Christus sehen. Das ist das Ziel, das du verfolgst als Diener Christi mit deiner Verkündigung: Du willst in deinen Geschwistern mehr Christus sehen. Was für ein nobles Ziel! Was für ein Privileg, dass du und ich als Diener Christi dazu beitragen können, in deinem Bruder, in deiner Schwester, in deiner Gemeinde mehr Christus zu sehen. Wer bin ich, dass ich Anteil an diesem Werk haben darf? Was für ein Privileg! Was für eine edele Aufgabe.

Deswegen haben wir heute in unserer neutestamentlichen Lesung Epheser Kapitel 4 gelesen, um uns auch daran zu erinnern. Und ich möchte es erneut sagen: Das ist nicht nur die Aufgabe des Predigers und des Ältesten. In Epheser Kapitel 4 haben wir gelesen, ab Vers 11: „Ja, Christus hat der Gemeinde Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirtenlehrer gegeben.“ Wofür? Epheser Kapitel 4, Vers 12: „Zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes.“

Gott hat der Gemeinde diese Menschen nicht gegeben, diese Männer nicht gegeben, damit die Heiligen konsumieren können und zuschauen können, während diese Männer arbeiten. Nein, sie wurden der Gemeinde gegeben, damit die Geheiligen ausgerüstet werden. Wofür? Für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi. Gott hat also der Gemeinde, Christus hat der Gemeinde diese Männer gegeben. Heute gibt es die Apostel und Propheten nicht mehr, aber heute gibt es noch die Evangelisten und den Hirtenlehrer. Diese Männer wurden der Gemeinde von Christus gegeben, damit sie die Heiligen zurüsten, damit die Heiligen wiederum zur Erbauung der Gemeinde dienen.

Bis wir alle hingelangen – und das ist hier eine andere Formulierung für die Vollkommenheit, die wir im Koloster gesehen haben – Vers 13, Vers 4,13: „Bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi.“ Das ist das Ziel. Wir wollen hoch hinauf zu unserem Haupt, heißt es in Vers 15: „Lasst uns in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt Christus ist“, was nichts anderes bedeutet, als dass wir alle ihm ähnlich werden, dass wir alle in der Heiligung vorankommen, um Christus ähnlich zu sein.

Das ist das Ziel. Und dazu soll – und da heißt es in Vers 16, dann Verser 4, Vers 16: „Aus ihm, also aus dem Haupt, wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden“ – und jetzt pass auf: „durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils.“ Jedes einzelne Teil, jedes zur Unterstützung dienende Gelenk: Jeder Gläubige hat seine Aufgabe in der Gemeinde. Nicht jeder ist Prediger, nicht jeder ist Evangelist, nicht jeder ist Hirtenlehrer.

Aber wie Paulus es in 1. Korinther 12 – und wir haben uns damit die vergangenen Wochen auch beschäftigt – gesagt hat: Der ganze Körper ist nicht Hand, der ganze Körper ist nicht Auge. Jeder Körperteil, jedes Glied hat seinen Platz und seine Aufgabe in der Gemeinde. So hat jeder Gläubige seine Aufgabe und seine Verantwortung, in der Gemeinde zu dienen, sodass – so wirkt er – das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.

Jeder Gläubige wurde von Gott dem Leib Christi hinzugefügt, und jedes Glied hat seinen Platz, seine Rolle und seine Verantwortung, zur Erbauung des Leibes zu dienen. Ist dir das bewusst, dass du dazu beitragen kannst, dass dein Bruder und deine Schwester Christus ähnlicher wird? Dieses Privileg ist nicht nur für Älteste oder Prediger reserviert. Auch du kannst dazu beitragen.

Du fragst dich: Wie? Wie mache ich das? Wie kann ich denn dazu beitragen, dass mein Bruder, meine Schwester in der Gemeinde christusähnlicher wird? Was soll ich denn tun? Indem du Christus verkündigst. Das war’s, Herr. Ihn verkündigen wir. Indem du Christus verkündigst, indem du ermahnst, indem du lehrst in aller Weisheit. Deine Verantwortung ist es, deinen Geschwistern diesen erhabenen Christus zu verkündigen. Und dadurch werden sie erbaut werden. Und dadurch wachsen wir gemeinsam zum vollen Maß der Reife Christi hin.

Über Christus zu lehren, in das Leben deiner Geschwister hineinzusprechen, sie zu ermahnen, wenn sie einen falschen Weg betreten oder in Sünde fallen – wir verkündigen Christus mit dem Ziel, dass sie Christus ähnlicher werden. Genau das sehen wir, haben wir in 1. Johannes schon gesehen, und in 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18 sehen wir auch. 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18: „Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

Das letztendliche Ziel der Herrlichkeit, der Vervollkommenung, ist in der Zukunft. Heute ist es die stückweise und schrittweise Verwandlung in das Bild – von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Und wie geschieht das? Wir müssen Christus sehen. Wir müssen die Herrlichkeit des Herrn sehen. Und das tun wir, indem wir Christus verkündigen. Seht ihr, Christus zu verkündigen, ihn zu sehen, ist das, was Menschen verändert. Deswegen wiederum: Wenn wir irgendetwas anderes predigen oder anderes verkündigen, als Christus verwendet, rauben wir den Menschen das, was sie verändern kann.

Christus zu verkündigen hat Auswirkungen auf einen Menschen. Die Botschaft, die diesen erhabenen Herrn behandelt, beinhaltet, schleift von einem Menschen die rauen Kanten ab, reinigt ihn von den Unreinheiten und formt ihn in das Bild dieses makelloses Sohnes Gottes. Seht ihr, Christus ist sowohl Inhalt unserer Verkündigung, er ist auch das Ziel der Verkündigung. Wir haben in den Versen 15 bis 23 gesehen: Christus ist… Die Schöpfung, alles Geschaffene, ist in Christus, durch Christus und zu Christus hin geschaffen worden. Christus ist also Urheber und Ziel der Schöpfung.

Ähnlich ist es hier: Christus ist die Grundlage unserer Botschaft. Ohne ihn hätten wir keine Botschaft zu verkündigen. Sein Versöhnungsdienst, Vers 21 und 22, ist es, das dieses Ziel der Tadellosigkeit überhaupt vollkommen macht. Er ist aber auch das Ziel unserer Verkündigung, nämlich mehr Christus und Gleichförmigkeit mit Christus in den Menschen zu sehen. Christus ist Urheber und Ziel sowohl der Schöpfung als auch unserer Verkündigung. Das ist das Ziel der Verkündigung: die vollkommene Darstellung in Christus, seinem Bilde gleichförmig zu sein.

Kommen wir zu viertens: Das Ringen der Verkündigung. Viertens, das Ringen der Verkündigung, Vers 29: „Worum ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt, in Kraft.“ Paulus sagt hier, er bemüht sich und kämpfend rinkt er. Das sind starke Worte. Ja, das Wort „bemühen“ bedeutet arbeiten, sich abzumühen. Es bedeutet intensive Arbeit, die ermüdet. Es kann körperliche Arbeit sein oder auch geistige Arbeit sein.

Wir wollen aber verstehen: Wenn wir ermüdende Arbeit hören, denken wir vielleicht gleich daran, dass das negativ ist, aber die Bibel sieht das nicht als negativ. Arbeit, die ermüdet, ist nicht schlecht per se. Arbeit darf ermüden, soll sogar ermüden, wenn man ahaart und ordentlich arbeitet. Aber es betont einfach nur die Intensität und die Mühe der Arbeit. Zum Beispiel in Lukas 5, Vers 5 wird dieses Wort verwendet, wo Petrus beschreibt, dass sie die ganze Nacht hindurch sich bemüht haben, aber nichts gefangen haben. Also die Mühe eines Fischers, der die ganze Nacht Netze auswirft, aber leider nichts gefangen hat – das ist harte Arbeit. Ja, damit wird dieses Wort, dafür wird dieses Wort verwendet.

Paulus beschreibt seinen Dienst oft mit diesem Wort: „arbeiten“ oder „mühen“. Er sagt in 1. Korinther Kapitel 4, 11 und 12 – sagt er, redet er davon, wie sie Hunger leiden, Durst leiden, nackt sind, mit Fäusten geschlagen werden, keine bestimmte Wohnung haben, und dann sagt er: „Und mühen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen.“ Paulus‘ Dienst wird oft mit diesen Mühen beschrieben.

In 2. Timotheus Kapitel 2 sagt… fordert Paulus Timotheus auf, an den Leiden als guter Streiter Christi Jesu Anteil zu nehmen. Er vergleicht die Arbeit mit einem Soldaten, jemand, der Kriegsdienst leistet (2. Timotheus Kapitel 2, ab Vers 3). Er vergleicht es mit einem Athleten, einem Wettkämpfer, und er vergleicht die Arbeit mit einem Bauern. Und er sagt, die Arbeit des Bauers ist eine mühevolle und intensive Arbeit. Bei dem Vergleich mit den Bauern wird dasselbe Wort für Arbeit verwendet wie hier in Kolosser.

In 1. Timotheus 5, Vers 17 wird das Wort verwendet, um Älteste, die in Wort und Lehre arbeiten, zu beschreiben. Ja, und ihr könnt gerne auch die anderen Ältesten in dieser Gemeinde fragen, wie viel Arbeit es ist und wie viel Mühe es ist, in Worten und Lehre zu arbeiten. Und was ich so schön finde, wie Paulus und wie der Heilige Geist dieses Wort auch im Neuen Testament verwendet: Die Verwendung dieses Wortes macht auch deutlich, dass dies eben nicht nur das Mühlen von Predigern und Ältesten sind.

Römer Kapitel 16, Vers 6 und 12: Dort beschreibt Paulus seine Grüße und nennt zum Beispiel in Römer Kapitel 16, Vers 6: „Grüßt Maria, die viel für euch gearbeitet hat.“ „Arbeiten“ – hier dasselbe Wort – die sich also abgemüht hat für euch. In Vers 12 im selben Kapitel, Römer 16, heißt es: „Grüßt Tryphäner und Tryphoser, die im Herrn arbeiten. Grüßt Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn.“ Seht ihr, liebe Schwester? Paulus geschricht hier von Schwestern, die mühevoll arbeiten. Das sind keine Ältesten, das sind normale Geschwister, wenn wir sie so nennen wollen, die sich aber für die Gemeinde abmühen. Siehst du, dass dieses Abmühen nicht reserviert ist für Apostel oder Älteste oder so? Auch du kannst so arbeiten. Auch du kannst wie eine Maria sein, eine Tryfäner oder eine Tryfosa oder eine Persis.

Paulus nennt aber – sagt nicht nur – Mühen, Arbeiten; er bemüht sich nicht nur, kämpfend ringt er. Auch ein starkes Wort. Es beschreibt schweren Kampf. Es kann im Kontext von physischer Auseinandersetzung verwendet werden, wie Krieg oder Sport. Im Sinne von Johannes 18, Vers 36; dort sagt Jesus: „Wenn mein Reich von dieser Welt wäre, hätten meine Diener gekämpft.“ Also kriegerisches Kämpfen.

In 1. Korinther Kapitel 9 – schlagen wir kurz 1. Korinther Kapitel 9 auf, Verse 24 bis 27 – 1. Korinther Kapitel 9, 24 bis 2: „Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft“ – hier haben wir das Wort „kämpfen“ – „ist enthaltsam in allem. Jene freilich, damit sie einen vergänglichen Siegeskreis uns empfangen. Wir aber einen unvergänglichen. Ich laufe nun so, nicht wie ins Ungewisse. Ich kämpfe so, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich zerschlage meinen Leib und knechte ihn, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.“

Paulus vergleicht seinen Dienst mit dem eines… mit dem Leben eines olympischen oder – im korinthischen Kontext – istmischen Wettkämpfers. Erst dem Läufer, dann dem Ringer, dem Kämpfer. Ein olympischer Athlet führt ein radikales Leben, geprägt von Enthaltsamkeit und harter Arbeit. Ein olympischer Athlet hat nicht immer Spaß und will nicht immer auf seine Ernährung achten und den Sport tun und sich abmühen. Denkt euch an die harte Routine eines olympischen Athletens. Denkt daran und stellt euch das vor. Damit vergleicht Paulus seinen Dienst. Das macht – und genau so eine Radikalität im Kampf, in Enthaltsamkeit, in Heiligung und in Mühe – macht den Dienst des Apostel Paulus aus.

Im Kolosserbrief selbst haben wir ein weiteres Mal dieses Wort „kämpfen“. In Kapitel 4, Vers 12 heißt es: „Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der alle Zeit für euch ringt in den Gebeten, dass ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht.“ Hier verwendet Paulus das Wort „Ringen“; hier ist dasselbe Wort, um zu beschreiben, wie Epaphras für die Kolosser betet. Er ringt und kämpft im Gebet für sie. Und zwar wofür? Dass ihr vollkommen seid, unter anderem. Dasselbe Wort „vollkommen“, was wir auch in Vers 28 hatten: vollkommen, untadelig, unsträflich.

Und Epahras kämpft im Gebet für die Kolosse, damit sie vollkommen sein mögen. Auch hieran erkennst du: Dieser Kampf geschieht nicht und dieser Dienst geschieht nicht nur von der Kanzel aus. Nein, dieser Dienst kann beginnen in der stillen Kammer des Gebets. Du willst wissen: Wie kann ich denn dazu beitragen, meinen Geschwister, zur Vervollkommnung meiner Geschwister beitragen? Du kannst für sie im Gebet ringen und dafür kämpfen. Du musst nicht hier vorne stehen, um das zu tun. Wenn wir an harte Arbeit für die Gemeinde oder im Dienst denken, denken wir schnell an Dienste, die von Menschen gesehen werden. Aber den Dienst, den nur Gott sieht – auch der ist vor Gott so wertvoll und so wichtig für die Vervollkommnung der Gläubigen.

Paulus müht sich also ab und ringt wie ein Athlet in seiner Verkündigung. Wofür? Wofür macht Paulus das? Vers 29 beginnt wie? „Worum ich mich auch bemühe.“ Warum, Paulus? „Um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen.“ Für dieses Ziel müht er sich ab, gibt sich hin und kämpft wie ein olympischer Athlet und ringt, damit die Gläubigen dem Bilde Christi ähnlich werden.

In Philippa Kapitel 2, Vers 17 sagt er: „Wenn ich aber auch als Trankopfer über das Opfer und den Dienst eures Glaubens gesprengt werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.“ Paulus würde sich sogar freuen, wenn er für den Dienst in seinem Dienst für die Gemeinde wie ein Trankopfer völlig ausgegossen wird. Was heißt das hier konkret? Paulus ist ja im Gefängnis während des Kolosserbriefs – oder des Philippabriefes auch – und wartet das Urteil des Kaisers ab, ob er vielleicht doch freigelassen wird irgendwann oder ob er hingerichtet werden wird. Und Paulus wäre bereit, sein Leben für den Dienst an der Gemeinde hinzugeben. So weit geht sein Kampf. So sehr, so weit ist er bereit, sich abzumühen und zu kämpfen für die Vervollkommnung der Gläubigen. Er würde sogar wahr bis zum Tod gehen. Und später ist es ja genau auch dazu im Leben von Paulus gekommen, dass er für dieses Ziel sein Leben gab.

Es gibt ein Zitat, das ich in einer Predigt gehört habe, was sehr zu diesem Thema passt: „Die Arbeit des Dieners zehrt an ihm. Wie die Kerze vergeht er, während er scheint. Die Arbeit des Dieners zehrt an ihm. Wie die Kerze vergeht er, während er scheint.“ Das ist das Mühen und das Kämpfen eines Dieners der Gemeinde. Er gibt alles und sein Leben hin, um zu scheinen. Und er ist bereit, dabei selbst zu vergehen, wenn er damit doch nur leuchten möge seinen Geschwistern.

Ist das dein Ziel, wenn du in die Gemeinde kommst? Wenn du in den Gottesdienst kommst, wenn du zum Gebet, zum Bibelstudium kommst? Verfolgst du dieses Ziel, dass in deinen Geschwistern mehr von Christus zu sehen ist, dass sie der Vervollkommnung einen Schritt näher kommen, damit sie eines Tages in der Zukunft vollkommen in Christus dargestellt werden? Ist das dein Ziel, wenn du dich nach dem Gottesdienst zur Gemeinschaft gesellst? In deinem Bruder oder deiner Schwester mehr Christus zu sehen? Bist du bereit, dafür zu leiden und für dieses Ziel dir alle Mühe zu geben? Wirst du, um deine Geschwister in Christus vollkommen darzustellen, deine Zeit, deine Ressourcen, deine Abende oder Nachmittage, deine Bequemlichkeiten und deine Gewohnheiten opfern? Wie vorhin in 1.

1. Korinther 9, wir gesehen haben, bist du bereit, dich wie ein olympischer Athlet in Enthaltsamkeit und Heiligung zu üben, damit du deinem Bruder ein Vorbild sein kannst? Und eine Ermutigung sein kannst im Kampf gegen die Sünde? Kämpfst du ringend und mühst du dich ab für das Ziel, das in deinem Bruder und in deiner Schwester mehr von Christus zu sehen ist? Ist es das, dein Ziel, wenn du in die Gemeinde kommst? Bist du bereit, wie eine Kerze zu vergehen, um deinem Bruder wie eine Kerze zu leuchten? Christus zu verkündigen, Christus aufzuzeigen, damit er Christus ähnlicher werden kann.

Du hörst das alles und denkst dir: „Pff, das ist aber viel. Das schaffe ich nicht. Ich bin nicht so stark. Ich, wer bin ich denn? Und wie soll ich das denn machen, dass ich dazu beitrage, dass mein Bruder oder meine Schwester in der Gemeinde Christus ähnlicher wird?“ Wenn du das denkst, dann lass mich dir zeigen, wie Paulus so ein Diener sein konnte und woher er die Kraft für dieses Ringen nimmt.

Der Rest von Vers 29: „Gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.“ Woher kommt? Woher kann Paulus sich so abmühen, so ringen für das Wohl des Gläubigen? Er tut es gemäß, entsprechend seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft. Wirksamkeit des Wortes Energia wird oft und meistens eigentlich dafür beschrieben, um übernatürliche Kraft oder ganz speziell Gottes Kraft zu beschreiben. „Wirksamkeit, die in mir wirkt.“ Es ist dasselbe Wort in Verbform, also Wirksamkeit, die in mir wirkt. Beides ist diesen Stamm Energia drinnen. Paulus wiederholt die Worte bezüglich Kraft hier. Und dann heißt es ja: „die in mir wirkt“, und dann nochmal: „in Kraft“. Dynamis – ein weiteres Wort für Kraft. Paulus stapelt also hier in kurzer Abfolge viele Worte der Kraft aufeinander, um die Kraft Gottes zu betonen und die Größe dieser Kraft zu betonen.

Paulus müht sich und kämpft, die Kraft kommt aber von Gott. Er tut das nicht aus seiner eigenen Kraft heraus, sondern es ist Gottes übernatürliche Kraft, die in ihm wirkt. Nicht meiner Kraft – seiner Kraft, die in mir wirkt in Kraft. Es ist zwar Paulus, der kämpfen dringt; in diesem Bemühen ist es aber Gottes Kraft, die wirkt. Es wirkt fast wie ein Widerspruch. Paulus, was ist denn jetzt? Wirkst du oder bemühst du dich ab und kämpfst du, oder ist es Gott? Es wirkt wie ein Widerspruch, aber es spiegelt genau diese parallelen Wahrheiten wider, die das christliche Leben und den christlichen Dienst ausmachen.

Ich mühe mich ab, aber Gott wirkt. Ich kann nicht… es gibt diesen Satz im Englischen: „let go and let God“, so im Deutschen würde man sagen: „lass los und lass Gott“. Ja, ich kann mich nicht zurücksetzen und gemütlich bleiben und sagen: „Ja, Gott wirkt ja, ich muss ja gar nichts machen.“ Nein, du sollst dich bemühen. Du sollst kämpfend ringen. Aber das heißt nicht, dass ich das aus meiner eigenen Kraft heraustue. Die Kraft und die Quelle dieser Kraft ist Gott. Seine Kraft ist es, die in mir wirkt. Beides ist wahr und beides ist wichtig.

Und passend zu Ostern werden diese Worte der Kraft und Energie oft im Zusammenhang mit der Auferstehung verwendet. Zum Beispiel nur ein Kapitel später, in Kolosser Kapitel 2, Vers 12, heißt es: „Mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.“ Auch in Epheser Kapitel 1, Verse 19 bis 21 – wir haben vor einigen Monaten darüber gepredigt hier – geht es darum, dass die Auferstehung uns die Größe dieser Kraft illustriert. Die Auferstehungskraft, Tod und Teufel und Sünde besiegende Kraft, steht dem Gläubigen zur Verfügung. Denn in der Auferstehung wurde die Macht, die seit dem Sündenfall über die Schöpfung geherrscht hat, besiegt. Der Tod konnte Jesus nicht halten. Sünde konnte ihn nicht halten. Das Grab konnte ihn nicht halten.

Wenn du also die Auferstehung siehst, wenn du heute an Ostern über die Auferstehung und den Triumph Christi nachdenkst, dann wirst du sehen, wie viel Kraft dir zur Verfügung steht, damit du dein Leben derartig hingeben kannst. Der Diener der Gemeinde Christi: Er verkündigt Christus, damit er in jedem Menschen, damit jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt werden kann. Er tut das mit Mühen und Kämpfen und Ringen, mit der Kraft Gottes, die in ihm wirkt.

Lasst uns zum Schluss kommen. In diesem ganzen Abschnitt hat Paulus seinen Dienst beschrieben. Und als Diener der Gemeinde des Leibes Christi freut er sich nicht nur in seinem Leiden, sondern er präsentiert sich als ein von Gott berufener Diener und Verwalter, das Geheimnis des innerwohnenden Christus zu verkündigen. Christus ist die Essenz seiner Verkündigung. Und dabei ermahnt er und lehrt er jeden Menschen. Und der Diener des Leibes Christi bemüht sich und ringt dafür, um in seinen Geschwistern mehr und mehr Vervollkommnung zu sehen. In seinem Bemühen ist es aber die übernatürliche Auferstehungskraft Gottes, die in ihm wirkt.

Was können wir hieraus lernen und anwenden? Es ist dieselbe aber Anwendung wie vergangene Woche: Verkündige jedem Menschen Christus. Das ist der Auftrag des Dieners der Gemeinde Christi. Verkündige jedem Menschen Christus. „Ihn verkündigen wir“, heißt es in Vers 28. Und ich möchte es erneut betonen – wir haben es die vergangenen Wochen mehrfach gesehen: Jeder Gläubige ist ein Diener der Gemeinde.

Der Dienst ist nicht nur der, der von Menschen hier vorne geschieht oder von Menschen gesehen wird. Das Kommen zu den Versammlungen ist Dienst. Zum Bibelstudium der Schwestern zu kommen, gemeinsam zu lernen, sich darauf vorzubereiten, she gegenseitig in Gespräch nach dem Gottesdienst or even to ermutigen, Anliegen auszutauschen, zur Gebetstunde to come, for another to bet, zum Gottesdienst zu kommen, vorbereitet to come, mit Gebet zu kommen. Mitzusingen, in der Predigt zu folgen, Gemeinschaft zu haben, sich auszutauschen, Essen mitzunehmen, mit anzupacken, die Gemeinde finanziell zu unterstützen – all das sind verschiedenste Formen des Dienstes, die jeder tun kann.

Und vergangene Woche und heute: Ein ganz bestimmter Aspekt dieses Dienstes ist, dass du Christus verkündigen sollst. Als Diener der Gemeinde Christi, also als jeder Gläubiger, ist es deine Aufgabe, dein Auftrag, Christus zu verkündigen. Wir haben gesehen, vergangene Woche, der Kern deiner Botschaft ist diese Person, diese Erhabenheit und die Größe der Person Jesu Christi. Du verkündigst Christus, indem du lehrst und indem du ermahnst, jeden Menschen ohne Ansehen der Person. Und heute haben wir gesehen, wie das geschehen soll: mit Mühen, mit Opferbereitschaft, mit Kampf. Mit dem Ziel, dass jeder Mensch in Christus vollkommen dargestellt wird, jeder Mensch in Christus ähnlicher wird.

Und so möchte ich dich fragen: Mit welcher Haltung kommst du in die Gemeinde? Kommst du als Konsument, wie zum Beispiel ins Kino? Du setzt dich auf deinen Platz und hoffst, die Vorstellung heute ist zumindest etwas unterhaltsam. Mit welcher Haltung siehst du auf deine Geschwister? Wenn du deinen Bruder oder deine Schwester, die neben dir sitzen, anschaust, hast du den Drang und den Eifer, in ihnen zu dienen, damit sie Christus ähnlicher werden? Bist du bereit, dafür zu ackern, dich abzumühen, zu kämpfen und zu ringen?

Bist du bereit, Opfer zu bringen, damit in deinen Geschwistern Christus groß gemacht wird? Wir haben vorhin bereits gesehen: Bist du bereit, deine Prioritäten zu ändern, deinen Wochenplan zu ändern, damit du dir Zeit nehmen kannst, um zum Beispiel im Gebet für deine Geschwister zu bringen? Bist du bereit, deine Prioritäten zu ändern, damit du zu den Versammlungen kommen kannst? Bist du bereit, deine Gemütlichkeit zu opfern und deine Bequemlichkeiten zu opfern, um vorbereitet zu sein auf die Versammlungen, mit Gebet?

Wenn die Schwestern sich treffen und diese Hausaufgaben haben: Bist du bereit, dir die Zeit zu nehmen, diese Hausaufgaben zu tun, um vorbereitet zu sein und so deinen Schwestern zu dienen? Bist du bereit, deine Gewohnheiten zu opfern, damit du dein Haus öffnen kannst, um deinen Geschwistern zu dienen?

Bist du bereit, auch wenn du müde bist, auch wenn du schon erschöpft bist, nach einer harten Woche oder nach einem harten Tag, nach dem Gebet dir noch Zeit zu nehmen, um dem – um der Sorge deines Bruders zuzuhören? Um der Frage – um die Frage zu beantworten, die er vielleicht haben möge? Um vielleicht für ihn zu beten?

Bist du bereit, wie ein olympischer Athlet dich selbst in Enthaltsamkeit und Heiligung zu üben? In deiner Heiligung zu kämpfen und zu ringen, damit du deinem Bruder helfen kannst und ein Vorbild sein kannst in seinem Kampf und mit Versuchungen und Sünde? Und so bitte ich dich, lieber Zuhörer, wenn du gläubig bist: So, wenn es sein muss, ändere deine Wochen- oder Tagesplanung, ändere deine Prioritäten. Denke darüber nach, konkret, wie du deinem Bruder und deiner Schwester dienen kannst. Plane, wie du ihnen dienen kannst.

Und ich betone erneut: Dienen bedeutet nicht nur das, was vor Augen geschieht, vor den Augen der Menschen geschieht. Dienen kann damit beginnen, dass du im Gebet für deine Geschwister ringst. Ich frage dich: Ringst du im Gebet für deine Geschwister? Fang doch dort an. Du willst dienen, du willst dazu beitragen, dass deine Geschwister Christus ähnlicher werden – kämpfst du im Gebet für sie? Nimmst du dir dafür die Zeit? Oder bist du nur so von dir selbst konsumiert, dein Leben dreht sich nur um dich selbst, dass gar nicht die Zeit und der Gedanke da ist, um für deine Geschwister zu ringen und zu kämpfen?

Indem du beginnst, dich selbst mit Gottes Wort zu erfüllen. Indem du deiner Familie dienst, als Ehemann deiner Frau dienst und sie im Wasserbad des Wortes reinigst. Als Eltern, indem ihr euren Kindern dient, sie in der Zucht, in der Mahnung und in der Zucht und Unterweisung des Herrn aufbringt. Diene deinen Geschwistern, indem du dich selbst mit Gottes Wort erfüllst und in der Heiligung voranschreitest. Beginne bei dir selbst und in deiner Familie, aber hör nicht bei dir selbst und deiner Familie auf.

Diene deinen Geschwistern, indem du zu den Versammlungen kommst. Hebräer Kapitel 10, 24 und 25: „Lasst uns aufeinander Acht haben und um uns zu Liebe und zu guten Werken anzureizen, wie indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern und das umso mehr, je mehr ihr den Tag heran seht.“ Diene, indem du kommst. Fang einfach an. Es muss nicht das Große, von Menschen Gesehene sein.

Diene, indem du betest. Dienen, indem du selbst das Wort Gottes liest. Dienen, indem du selbst dich in der Heiligung und Heilsamkeit voranbringst, in der Kraft Gottes. Diene, indem du zu den Versammlungen kommst. Diene, indem du die Beziehungen zu den Geschwistern pflegst. Lerne deine Geschwister kennen und lass sie in dein Leben hinein. Öffne dein Haus, sei gastfreundlich, nimm dir Zeit für sie, ob nach dem Gottesdienst, ob in den anderen Versammlungen oder auch so.

Rede davon, wie Christus in deinem Leben gewirkt hat. Rede darüber, worüber du diese Woche gestaunt hast. Verkündige Christus, indem du über ihn redest. Stell dich nicht in das Zentrum des Gesprächs, sondern stell Christus und seine Herrlichkeit und seine Erhabenheit in das Zentrum. Verkündige deinen Geschwistern Christus, indem du sie ermahnst. Schau deinem Bruder oder deiner Schwester nicht zu, wie er sich auf dem falschen Weg befindet, sondern sprich in sein Leben hinein mit Sanftmut und in Liebe. Zeige ihm anhand der Schrift, überführe ihn anhand der Schrift und unterweise ihn auf den richtigen Weg.

Ich habe es vergangene Woche gesagt: Lasst uns eine Gemeinde sein, die sich gegenseitig Christus verkündigt. Lasst uns keine Gemeinde sein, die nur oberflächlich einfach zusammenkommt, die Routine abspielt.

Und einfach so daherlebt. Lasst uns eine Gemeinde sein, die sich gegenseitig Christus verkündigt. Lasst uns eine Gemeinde sein, wo jedes Glied seine Rolle und seinen Teil dazu beiträgt, damit wir aufgebaut werden zu Christus. Möge ihm alle Ehre zuteil werden. Amen.

Lass uns beten. Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass das Ziel des Versöhnungswerkes Christi nicht damit einfach endet, dass wir drinnen sind, dass wir erlöst sind und in unserer Stellung und Position gerecht und heilig sind. Wie schön ist es, und was für eine Gnade ist es, dass du als Ziel noch so viel mehr verfolgst, nämlich dass wir auch in unserem Wandel vollkommen sind – ohne Fehl, ohne Mangel, heilig und unsträflich und tadellos.

Vater, ich danke dir, dass du uns nicht einfach nur errettest und dann loslässt. Ich danke dir auch, dass du uns nicht einfach alleine als Gläubige in diese Welt gestellt hast, als Errettete und neuem Geborene, sondern du hast uns deiner Gemeinde hinzugefügt. In deiner Gnade and in deiner Forschung, die Gemeinde and the Geschwister zu verwenden, damit wir uns gegenseitig dienen, um gemeinsam zum vollen Maß der Reife Christi hinzuwachsen.

Wir danken dir für diesen Segen der Gemeinde. Wir danken dir für das Geschenk der Geschwister. Wir danken dir, dass wir – dass wir Unwürdige – einen Teil und einen Beitrag dazu leisten dürfen, in deinem Plan und in deinem Wirken einen Gläubigen dem Bilde deines Sohnes gleichförmig zu machen. Das ist so ein Privileg, Vater.

Und ich bitte dich darum, dass wir doch dementsprechend leben mögen. Dass wir bereit sind, uns aufzuopfern für unsere Geschwister mit dem Ziel – nicht um uns selbst zu präsentieren oder Ehre vor Menschen zu haben, sondern mit dem Ziel, dass sie Christus ähnlicher werden. Gib uns die Bereitschaft, selbst zu vergehen, völlig in Vergessenheit zu geraten, wenn dadurch unsere Geschwister der vervollkommend und einen Schritt näher kommen mögen.

Vater, ich bitte dich darum, schenke diese Haltung in unseren Herzen. Wenn wir täglich durch unser Leben gehen, unseren Tag planen, wenn wir beten, wenn wir die Schrift lesen, wenn wir auf unsere Woche blicken: Erfülle uns mit der Haltung, dass wir doch Diener der Gemeinde sind und dass es unser Ziel ist, dass unsere Geschwister in Christus vollkommen dargestellt werden.

Mach uns das deutlich, wenn wir in dieser Welt unterwegs sind, dass wir auch den Ungläubigen in dieser Welt, den Verlorenen, den Christus verkündigen. Diesen Christus, diesen Auferstandenen in Christus verkündigen, damit sie – auch sie eines Tages, nachdem sie gläubig geworden sind – auch eines Tages vollkommen in Christus dargestellt werden können.

Ich bitte dich, Vater, gib uns diese Bereitschaft. Erfülle uns mit Christus. Erfülle uns mit seinem Wort und lass uns staunen über seine Größe und seine Erhabenheit, sodass wir nicht anders können als mit Eifer und Ringen und Kampf, gekräftigt und mit der wirksamen Kraft, die von dir kommt, uns abzumühen, damit Christus vollkommen wird in unseren Geschwistern, damit sie in Christus vollkommen dargestellt werden.

Ich bitte dich darum. Ich bitte dich darum, dass du uns das vor Augen machst und dass du auch uns dafür die Bereitschaft schenkst, Belehrung und Ermahnung anzunehmen – zu geben, aber auch anzunehmen – sodass wir einander dienen, einander schleifen und einander erbauen, gegenseitig, um gemeinsam alle zu Christus hin, zu unserem Haupt zu wachsen. Ihm möge alle Ehre zuteil werden. Amen.

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