August 9, 2026

Das Töten der Sünde – Teil 2

Serie:
Passage: Kolosser 3:5-11

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Lasst uns Kolosser Kapitel 3, die Verse 5 bis 11 lesen.

Kolosserbrief, Kapitel 3, die Verse 5 bis 11: „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat. Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittensein, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“

Lasst uns beten. Vater voller Kraft und Gnade, wir danken dir für diesen Tag und für deine Gnade, dass du jeden Einzelnen von uns hier versammelt hast. Du bist ein Gott, der genugsam ist für unser Leben, und dafür danken wir dir. Wir danken dir dafür, dass du uns mit dir vereint hast. Wir danken dir dafür, dass deine Worte wahr und ewig sind. Wir danken dir dafür, dass wir stets durch dein Wort verändert werden. Ich möchte dich bitten, dass du mir die Weisheit und die Kraft schenken mögest, deine Worte zu verkünden, und dass die, die zuhören, dich durch deine Worte auch mehr und mehr erkennen würden.

Amen. Ihr könnt euch gerne setzen.

In der vergangenen Woche haben wir uns mit Kolosser Kapitel 3, den Versen 5 bis 7, beschäftigt. Der Titel der Predigt lautete „Das Töten der Sünde“.

Paulus beginnt Kapitel 3 damit, dass er den Kolossern zeigt, in welche Position und Stellung sie durch das Werk Jesu Christi versetzt worden sind. Wir haben gelesen: „So sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.“ Er macht ihnen deutlich, in welche Position sie durch das Werk Jesu Christi versetzt worden sind.

Er sagt: „Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid.“ Ja, sie sind mit Christus gestorben und auferweckt worden.

Das alles haben wir auch in dem letzten Kapitel gesehen: dass sie mit Christus gestorben und auferweckt worden sind, dass sie mit ihm vereint worden sind.

Und daher, weil sie in einer solchen Position sind, sollen sie das suchen, was droben ist, dort, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Und ab Vers 5 fährt Paulus nun mit Befehlen für unseren Wandel fort.

Paulus sagt in Vers 5: „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind.“

Er beginnt damit, indem er sagt: Tötet nun eure Glieder, tötet und vernichtet sexuelle Sünde.

Sie sind mit Christus vereint worden, sie sind eine neue Schöpfung in Christus. Daher sollen sie ihre Glieder töten. Die Glieder beschreiben ihre sündhaften Gedanken und Taten. All das sagt Paulus ihnen: Sie sollen ihre Glieder töten.

Und auch in dem heutigen Vers sehen wir, wie Paulus einen weiteren Befehl gibt. Wir sehen es in Vers 8: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.“ Paulus listet uns fünf Begriffe auf und sagt dann: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.“

All diese Sünden beeinflussen oder schädigen die Beziehungen mit anderen Menschen.

Wir begehen diese Sünden, wenn wir nicht das bekommen, was wir wollen. Und daher sagt Paulus: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.“

In der deutschen Übersetzung lesen wir auch das Wort „ablegen“. Auch in Vers 9 finden wir das Wort „ausgezogen“. In Vers 10 lesen wir dann: „den neuen Menschen angezogen habt“, und auch in Vers 12: „Zieht nun an.“

Hier geht es aber um das Ablegen und um das Ausziehen.

Das Ablegen beschreibt hier das Ablegen von Kleidern. Wenn wir zum Beispiel von der Arbeit kommen und unsere Kleidung dreckig ist, dann legen wir diese Kleidung ab. In genau derselben Weise sagt Paulus hier: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.“ Es ist wie das Ablegen von Kleidung.

Einst wandelten wir in diesen Dingen, aber Paulus macht deutlich, dass wir diese Dinge ablegen sollen, weil wir mit Christus vereint worden sind.

Wir haben ein neues Leben empfangen, wir sind eine neue Schöpfung, wir sind nicht mehr in der Finsternis. Und daher sagt Paulus hier: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.“

Wir finden das Wort „ablegen“ auch bei der Steinigung des Stephanus in der Apostelgeschichte, wo wir sehen, dass die Zeugen die Kleider ablegten.

Wir finden das gleiche Wort auch in Epheser Kapitel 4, Vers 22: „dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt.“

Nun, wenn wir uns genau anschauen, was wir ablegen sollen: Als Erstes sagt Paulus „Zorn“.

Zorn beschreibt ein Gefühl von Hass im Herzen. Es beschreibt eine im Herzen tief verwurzelte Bitterkeit.

Die Wurzel des Zorns ist die Bitterkeit im Herzen. Zorn beschreibt ein Verlangen, sich zu rächen, und so führt er letztendlich zu Sünde. Wir sehen aber auch Gottes Zorn. Gottes Zorn ist gerecht.

Aber gleichzeitig macht uns das Wort Gottes in Epheser Kapitel 4, die Verse 26 und 27, deutlich: „Zürnet und sündigt dabei nicht! Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn, und gebt dem Teufel keinen Raum.“

Manchmal zürnen wir und denken, dass unser Zorn gerecht wäre.

Wir zürnen, wenn wir nicht das bekommen, was wir wollen. Wir zürnen über kleine Dinge. Und die Wurzel unseres Zorns ist unser Wesen.

Wir können Matthäus Kapitel 5, die Verse 21 und 22 lesen.

„Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein.

Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird.

Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr!, der Hölle des Feuers verfallen sein wird.“

Wenn wir zürnen, schadet es unserem Frieden und unserer Freude, die wir in der Gemeinschaft mit Gott haben.

Wir lesen auch in Prediger Kapitel 7, Vers 9 davon: „Sei nicht vorschnell in deinem Geist zum Zorn, denn der Zorn ruht im Busen der Toren.“ Es ist töricht zu zürnen.

Daher sagt Paulus, dass sie diese Dinge ablegen sollen, denn sie haben eine neue Position, eine neue Stellung in Christus. Sie können nicht mehr in diesen Dingen wandeln.

Weil ich etwas nicht bekommen habe, zürne ich. Wir sollten das ablegen.

Der Begriff Wut hängt stark mit Zorn zusammen.

Wut entsteht, wenn man die Selbstbeherrschung verliert. Man ist nicht zufrieden im Herzen. Man braust auf, man brodelt im Herzen. Und Wut hängt sehr stark mit Zorn zusammen.

Wir können Galater Kapitel 5, die Verse 19 und 20 lesen: „Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen.“ Wir lesen hier von Zornausbrüchen. Das ist das Öffentliche, das, was man sehen kann: Das ist Wut.

Als Nächstes finden wir das Wort „Bosheit“. Es beschreibt die Absicht, Böses zu tun. Bosheit ist eine Folge der Bitterkeit, die man im Herzen hat.

Man möchte, dass jemand anderes Schaden erfährt und Verlust erleidet. In der tamilischen Übersetzung lesen wir auch: Böses und Schlechtes zu tun.

Wir finden das Wort auch in Römer Kapitel 1, Vers 29 und in Titus Kapitel 3, Vers 3. Ein Ungläubiger ist gekennzeichnet von Bosheit.

Bosheit beschreibt den Gedanken und das Ziel, jemand anderem Schaden zuzufügen, sodass er Verlust erleidet.

Nun sind wir nicht mehr so. Wir sind eine neue Schöpfung.

Einst wandelten wir in diesen Dingen, aber nun sind wir nicht mehr so. Wir sehen hierfür ein Beispiel im Alten Testament, wie Kain Abel aus Neid und Bosheit ermordete.

Wir sehen hier diese Bosheit. Er möchte Abel Schaden zufügen. Er will, dass er Schaden erleidet.

All diese Dinge zerstören die Gemeinschaft und den Frieden, die wir mit Gott haben. Und daher sagt Paulus: „Jetzt aber legt all diese Dinge ab, zieht diese Dinge aus.“

Wir sehen das Wort „Lästerung“ in dem Kontext, wenn es darum geht, gegen den Heiligen Geist zu lästern. Hier geht es darum, über andere Menschen zu lästern.

Zu lästern bedeutet, im Geheimen oder in der Öffentlichkeit einen anderen zu verleumden, schlecht über einen anderen zu reden, einen anderen herabzusetzen. Es bedeutet, kein gutes Wort über einen anderen zu sagen und einen anderen zu beschuldigen.

Es bedeutet, den Ruf einer anderen Person zu schädigen, und man lästert aufgrund von Hass gegenüber dieser Person.

Wir können dafür Sprüche Kapitel 17, Vers 4 lesen: „Ein Übeltäter hört auf die Lippe des Unheils, ein Lügner schenkt Gehör der Zunge des Verderbens.“ Sowohl derjenige, der lästert, als auch derjenige, der dieser Lästerung zuhört, sündigt.

Ein Mann sagte einmal: „Ein Lästerer hat einen Teufel an seiner Zunge, und der Hörer hat einen Teufel in seinem Ohr.“ Es bedeutet, jemanden zu diffamieren, schlechte Worte über jemanden zu sagen.

Im dritten Buch Mose, Kapitel 19, Vers 16, lesen wir auch über Lästerung.

Das dritte Buch Mose, Kapitel 19, Vers 16: „Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen umhergehen; du sollst nicht gegen das Blut deines Nächsten auftreten.“ Es wird verboten, unter den Volksgenossen umherzugehen, zu lästern und schlecht zu reden.

Wir lesen davon auch in Titus Kapitel 3, Vers 2: „Niemanden zu lästern.“ Wir sehen ganz klar den Befehl, nicht zu lästern.

„Schändliches Reden aus eurem Mund.“ Wir lesen hier von schändlichem Reden.

Schändliches Reden bedeutet unangemessenes, inakzeptables, unangebrachtes Reden. Es sind unangebrachte Worte, die sich nicht gehören. Auch dieses schändliche Reden sollen wir ablegen.

Auch in Epheser Kapitel 5, Vers 4 lesen wir vom schändlichen Reden: „Auch Unanständigkeit und albernes Geschwätz und Witzelei, die sich nicht gehören, stattdessen aber Danksagung.“

Dieses schändliche Reden kommt aus unserem Mund, und wir sollen es ablegen.

Auch in Epheser Kapitel 4, Vers 29 lesen wir, dass kein faules Wort aus unserem Mund hervorkommen soll, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung.

Wir können noch Matthäus Kapitel 12, Vers 34 lesen: „Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund.“

Wir sehen, dass alles schließlich aus unserem Herzen hervorkommt. Das kommt aus der Fülle des Herzens.

In Vers 5 hat Paulus gesagt, dass wir sexuelle Sünde töten sollen. Hier sagt er aber, dass wir diese Sünden ablegen sollen.

Sie sind eine neue Schöpfung in Christus. Sie sind ein neuer Mensch, vereint mit Christus. Deshalb sollen sie diese Dinge ablegen. Wir sind der Sünde gestorben, wir sind eine neue Schöpfung. Unser Leben ist mit Christus verborgen.

Da sagt auch Paulus zu Beginn des Kapitels 3, dass wir auf das sinnen sollen, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist. Denn Christus ist oben, und wir sind mit ihm vereint. Wir sollen auf das sinnen, was droben ist, nicht auf das, was hier auf dieser Erde ist. Wir sollen die Dinge dieser Welt töten und ablegen. Wir sollten stets vor Augen haben, was unsere Position, unsere Stellung in Christus ist.

Lasst uns nun zu den Versen 9 und 10 kommen: „Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat.“

Paulus sagt: „Belügt einander nicht.“ Sie sollen also Wahrheit reden. Lügen bedeutet, unehrlich zu sein. Sie sollen Wahrheit reden. Sie sollen nicht mit List reden, sie sollen das sagen, was wahr ist.

Es sollen nicht betrügerische und listige Worte sein, sondern Worte, die der Wahrheit entsprechen.

Wiederum macht Paulus deutlich: Ihr seid eins gemacht worden mit Christus. Deshalb lügt nicht, deshalb belügt einander nicht und legt diese Dinge ab. Denn wenn ihr lügen würdet, dann wäre es ein Widerspruch zu eurer Position. Denn der Teufel ist der Vater der Lügen.

Wir sehen selbst, wie Paulus nur das redete, was wahr ist. In 2. Korinther Kapitel 4, Vers 2 lesen wir: „Sondern wir haben den geheimen Dingen, deren man sich schämen muss, entsagt und wandeln nicht in Arglist noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor Gott.“

Wir sehen, dass sie nicht in Arglist redeten. Sie redeten nicht mit List oder mit Betrug. Sie sagten nur das, was Wahrheit ist. Und deshalb sagt Paulus hier, dass auch sie nur das reden sollen, was wahr ist.

Wir lesen davon auch in Epheser Kapitel 4, Vers 25: „Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder.“

Wir sollen nicht lügen, weil wir den alten Menschen abgelegt haben. Den alten Menschen mit seinen Handlungen haben wir ausgezogen, denn er wurde mit Christus gekreuzigt. Es ist etwas, das vollbracht wurde. Der alte Mensch ist gestorben.

Wir lesen auch von diesem alten Menschen in Epheser Kapitel 4, Vers 22: „dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet.“

Wir sehen, wie Paulus deutlich macht, dass sie den alten Menschen abgelegt haben, den alten Menschen, der durch die betrügerischen Begierden gekennzeichnet war. Aber nun sind wir eins gemacht worden mit Christus. Wir sind eine neue Schöpfung, daher müssen wir diese Dinge ablehnen.

„Da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen habt.“ Wir haben den alten Menschen ausgezogen und den neuen angezogen. Wir haben Christus angezogen. Wir sind eins in Christus. Wir müssen wie Christus wandeln.

Daher: „Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Wir sehen: Das Alte ist vergangen, alles ist neu. Wir haben also den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen.

Wir haben nicht nur den neuen Menschen angezogen. Dieser neue Mensch wird erneuert nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat. Wir haben den neuen Menschen angezogen, und er wird stets erneuert nach dem Bild Christi.

Wir können dafür 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18 lesen: „Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

Und Römer Kapitel 8, Vers 29: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Brüdern.“

Wir werden also verwandelt in das Bild Christi, gleichförmig gemacht dem Bild Christi. Wir haben den alten Menschen ausgezogen und den neuen angezogen. Wir sind eine neue Schöpfung, die mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet ist.

Wir haben den neuen Menschen angezogen, wir haben die Gerechtigkeit Christi angezogen. Das ist etwas, was in der Vergangenheit schon geschehen ist.

Aber nun sehen wir, dass dieser neue Mensch in der Gegenwart erneuert wird, und das ist ein kontinuierlicher Prozess.

Der neue Mensch wächst und wird größer. Und schließlich sehen wir das Ziel unserer Erneuerung. Wir werden erneuert zur Erkenntnis. Erkenntnis bedeutet, Gott zu erkennen, Jesus Christus zu erkennen.

Wir können dafür Epheser Kapitel 4, Vers 13 lesen: „Bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife der Fülle Christi.“ Wir werden erneuert, um Christus zu erkennen.

Ich kann noch 1. Johannes Kapitel 3, Vers 2 lesen: „Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“

Wir werden erneuert, wir werden sehen, wie er ist, wir werden mit ihm verherrlicht sein.

Wir lesen auch in Epheser Kapitel 3, Vers 19 von dem Wort Erkenntnis. Da geht es um das Gebet von Paulus, und er sagt: „um die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus zu erkennen.“ Wir werden also stets zu dieser Erkenntnis erneuert.

Im Gegensatz dazu lehrten die Irrlehrer, dass man etwas tun muss, um diese Erkenntnis zu erreichen. Aber Paulus macht deutlich: Ihr seid eine neue Schöpfung, ihr habt einen neuen Menschen angezogen, der bereits zur Erkenntnis erneuert wird.

Lasst uns nun zum letzten Vers kommen: „Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittensein, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“

Paulus sagt zuerst: „Da ist weder Grieche noch Jude.“ Es geht also nicht um die ethnische Herkunft. Wir wissen, dass Griechen und Juden keine Gemeinschaft hatten.

„Da ist weder Grieche noch Jude.“ Damals hatten sie keine Gemeinschaft, aber nun geht es nicht mehr um die Ethnie.

Und dann fährt er fort: „Beschneidung noch Unbeschnittensein.“ Es geht also nicht mehr um die religiösen, zeremoniellen Traditionen. Und dann geht es nicht um Barbar oder Skythe, also geht es nicht mehr um die Kultur.

Barbaren und Skythen waren beide Barbaren, aber Skythen waren schlimmer als Barbaren.

Bei den Barbaren und Skythen gibt es keine Trennung mehr hinsichtlich der Kultur. Und dann fährt er fort: „weder Sklave noch Freier“. Es gibt keine Trennung bezüglich des wirtschaftlichen und sozialen Status.

Es geht da um Onesimus, der ein Sklave von Philemon war, aber von ihm weggelaufen ist. Es geht darum, dass Paulus sagt, dass Philemon Onesimus wieder aufnehmen soll, nicht mehr als einen Sklaven, sondern vielmehr als einen Bruder.

Nicht mehr wird zwischen Sklave und Freiem getrennt, sondern er soll ihn als einen Bruder aufnehmen. Diese Trennung wird nun aufgehoben.

Was Paulus hier sagen will, ist: Es geht nicht um die ethnische Herkunft, es geht nicht um die Kultur, es geht nicht darum, in welcher Gesellschaftsform wir leben, es geht nicht darum, welchen Status wir haben, es geht nicht darum, ob wir groß oder klein sind.

„Sondern Christus alles und in allen.“ All diese Dinge haben keinen Wert mehr, denn Christus ist alles, und er ist in allen. Denn wir sind alle eins, und wir sind in Christus vereint.

Paulus macht deutlich: Es geht nicht um die ethnische Herkunft, es geht nicht um unsere Kultur, es geht nicht um unseren sozialen Status. Christus ist genugsam.

Paulus hat es bereits zu Beginn des Kolosserbriefs deutlich gemacht, als sich Irrlehren in die Gemeinde eingeschlichen haben. Paulus hat deutlich gemacht: Die Person und das Werk Jesu Christi, seine Erhabenheit und seine Autorität, sind für euch genugsam.

Und auch hier macht Paulus wieder deutlich: Es geht nicht um die Ethnie, es geht nicht um die Kultur, es geht nicht um unseren Status. Christus allein.

Christus ist alles. Er ist über alles erhaben, er hat Autorität über alles, und er allein ist genugsam.

Paulus betont wiederum, dass Christus genugsam ist. Er betont, dass sie vor Augen haben mögen, in welche Position und Stellung sie versetzt worden sind.

Was kannst du als Gläubiger anhand dieser Worte lernen?

Du als Gläubiger sollst stets vor Augen haben, dass Christus genugsam ist. Dann kannst du Sünde töten und ablegen.

Denn Christus ist alles. Er ist genugsam, er reicht aus, wir benötigen nichts anderes.

Und wenn ich sündige, geht es immer um mich selbst. Das ist mein Egoismus. Es geht immer um mich selbst. Deshalb sollte man stets vor Augen haben, wer Christus ist: seine Person, sein Werk, seine Genugsamkeit, die mich in diese Position und Stellung versetzt hat. Amen.

Und wenn ich zürne, wenn ich wütend bin, wenn ich lästere und ich nach Hause komme, denke ich darüber nach, dass ich gegenüber einer anderen Person gesündigt habe? Habe ich vor Augen, was Christus für mich vollbracht hat, in welche Position er mich versetzt hat, und denke ich darüber nach, diese Sünde abzulegen und sie zu töten?

Wir sollten stets die Gesinnung Christi in uns haben. Wir sollten diese Dinge töten und sie ablegen. Denn unser Leben ist eins gemacht worden mit Christus.

Wenn du nicht an Jesus Christus glaubst, wenn du nicht mit ihm eins gemacht worden bist, dann wird der Zorn Gottes über dich kommen. Die Schrift ist da klar und deutlich. Wir wissen nicht, wann er wiederkommen wird.

Und wenn du Christus nicht angenommen hast, wird der Zorn Gottes über dich kommen. Kehre um und glaube an ihn. Amen.

Lasst uns beten. Vater, wir danken dir für die Worte, die du uns heute geschenkt hast.

Hilf uns, stets vor Augen zu haben, was du für uns vollbracht hast. Wir danken dir dafür, dass du uns stets erneuerst. Hilf uns, dass wir uns dir stets nahen.

Wir danken dir, Herr. Amen.