Oktober 18, 2026

Was es kostet, Jünger Jesu zu sein

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Passage: Lukas 14:25–33

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Lasst uns den Text für die heutige Predigt lesen und danach gemeinsam beten. Schlagen wir das Lukasevangelium, Kapitel 14, auf und lasst uns die Verse 25 bis 33 lesen. Lukasevangelium, Kapitel 14, die Verse 25 bis 33.

Es gingen aber große Volksmengen mit ihm. Und er wandte sich um und sprach zu ihnen: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.“

„Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung hat? Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten und sagen: ‚Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden.‘ Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht vorher hin und ratschlagt, ob er imstande ist, dem mit 10.000 entgegenzutreten, der gegen ihn mit 20.000 anrückt? Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen.“

„So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.“ Lasst uns beten. Unser Vater im Himmel, was für ein wunderbarer Tag heute ist! Was für ein feierlicher Anlass, sich heute vor deinem Angesicht zu versammeln!

Nicht nur, um dich wie jede Woche anzubeten und dessen zu gedenken, was du in Christus vollbracht hast, sondern auch zu feiern das öffentliche Bekenntnis davon, dass du einen Sünder gerettet hast. Dass du Großes getan hast, als du Dominik, der tot war in seinen Vergehungen und Sünden, lebendig gemacht hast und ihm ein neues Leben in Christus geschenkt hast.

Wir danken dir für das Symbol der Taufe, das uns vor Augen führt, dass du Dominik mit Christus eins gemacht hast, mit seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung. Wir preisen dich für das Bild und wir beten dich an für die Realität, die das Symbol der Taufe zeigt: die innere Veränderung und die neue Geburt, die du geschenkt hast. Wir preisen dich, Gott, der du Großes getan hast.

Dir sei Ehre dafür. Wir bitten dich nun, wenn wir uns deinem Wort widmen, dass du uns Aufmerksamkeit und Verständnis schenken mögest. Wir haben gelesen, dass dein Wort die Seele erquickt, dass dein Wort die Augen hell macht, den Einfältigen unterweist und weiser macht. Möge das doch auch jetzt geschehen, wenn wir uns deinem Wort widmen. Mögen Seelen erquickt werden, mögen Augen hell gemacht werden.

Mögen durch dein Wort Menschen zum Glauben an Jesus Christus finden. Wir bitten dich, Vater, segne diese Zeit der Verkündigung deines Wortes. Möge dir alle Ehre zuteilwerden. Amen. Amen. Amen. Setzt euch gerne.

Auch ich möchte euch erneut im Namen der Solideo Gloria-Gemeinde begrüßen und freue mich sehr, heute euch das Wort Gottes verkündigen zu dürfen. Was für ein schöner Anlass heute, was für ein schöner Grund, zusammenzukommen! Heute feiern wir nicht nur wie jede Woche das Werk Jesu Christi durch Anbetung und durch das Wort Gottes, durch Gesang und durch Gebet, sondern heute ist ein besonderer Anlass zur Feier, weil wir feiern, dass Jesus Christus Dominik gerettet hat.

Wir feiern das öffentliche Bekenntnis von Dominik zu Christus und das Bekenntnis davon, dass Dominik nun zu Christus gehört. Auf übernatürliche Weise hat Gott ein Wunder im Herzen von Dominik vollbracht. Und heute haben wir das äußerliche Symbol dieses Wunders gesehen. Wir haben den heutigen Tag an der Isar begonnen mit der Frage: Wieso machen wir das alles überhaupt?

Wieso gehen wir morgens, an diesem Sonntagmorgen, in dieser Kälte an die Isar? Wieso lässt sich Dominik taufen? Und wir haben die Antwort erhalten, am Morgen heute am See von William, zuallererst, weil Jesus Christus es befohlen hat. Jesus Christus hat den Befehl gegeben, Jünger zu machen und sie zu taufen und zu lehren, alles zu bewahren, was er den Jüngern gelehrt hat.

Und wir möchten uns heute genau damit beschäftigen, was es eigentlich bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein. Jesus hat den Befehl gegeben: „Macht Jünger!“ Heute hat sich Dominik öffentlich dazu bekannt, ein Jünger, ein Nachfolger Jesu zu sein. Was bedeutet das eigentlich, ein Jünger Jesu zu sein? Wenn wir heute die Menschen fragen würden, ob sie Christen sind oder welche Beziehung sie zum christlichen Glauben haben, dann können wir vielerlei Antworten bekommen. Manche würden sagen, dass sie getauft sind, vielleicht als Kind getauft worden sind.

Manche sagen, sie gehen regelmäßig zur Kirche. Andere würden vielleicht sagen, ja, sie glauben, dass Jesus ein guter Lehrer ist, auch ein gutes Vorbild war, er von Nächstenliebe gelehrt hat und deswegen halten sie von Jesus viel. Und seine Lehren sind auch heute noch wichtig. Doch die entscheidende Frage bleibt dabei meistens unbeantwortet: Was bedeutet es eigentlich, Jesus Christus nachzufolgen?

Denn es ist eine Sache, sich zu Christus zu bekennen. Es ist eine Sache, sich irgendwie mit Christus, mit Jesus, dem christlichen Glauben zu identifizieren. Es ist eine andere Sache, sich dem Anspruch von Jesus auf dein ganzes Leben zu stellen. Was bedeutet es, wenn Jesus nicht nur ein Teil unseres Lebens ist, sondern zu unserem ganzen Lebensinhalt wird? Was bedeutet das, wenn Jesus Christus nicht nur eine Sonntagmorgen-Beschäftigung, ein, zwei Stunden in der Woche ist, sondern jeden Tag der Woche erfüllt, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde? Was, wenn Jesus Christus beansprucht, den ersten und obersten Platz in deinem Leben zu haben?

Genau damit möchten wir uns heute beschäftigen. Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen, wenn seine Forderungen mit unseren eigenen Wünschen und Zielen oder unseren Beziehungen in Konflikt geraten?

In diesem Abschnitt, den wir gerade gelesen haben, fordert Jesus die Menschen heraus, sich seinem Anspruch an Jünger zu stellen und die Kosten wahrer Nachfolge zu bedenken. In diesem Abschnitt, den wir gerade gesehen haben, fordert Jesus die Menschen heraus, sich seinem Anspruch an Jünger zu stellen und die Kosten wahrer Jüngerschaft und wahrer Nachfolge zu bedenken.

Und wir möchten uns diesen Abschnitt unter drei Stichpunkten anschauen. Erstens: Die oberflächliche Nachfolge der Volksmengen. Die oberflächliche Nachfolge der Volksmengen. Und ich habe Nachfolge hier in diesem Punkt in Anführungsstriche gesetzt. Zweitens:

Und drittens: die Überlegung vor der Nachfolge.

Lasst uns mit dem Text beginnen, mit dem ersten Punkt: die oberflächliche Nachfolge der Volksmengen. Vers 25: „Es gingen aber große Volksmengen mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen.“ Wir befinden uns im Lukasevangelium Kapitel 14. Und wir befinden uns an einem Punkt, wo es üblich war, dass große Volksmengen um Jesus herum waren und bei ihm waren. Wir lesen auch in den vergangenen Kapiteln davon, dass Jesus Tausende, sogar Zehntausende Menschen um sich gehabt hat, dass so viele Menschen da waren, dass teilweise kein Platz mehr in den Räumlichkeiten war.

Wir sehen hier, dass Lukas das auch in dem Sinne betont, dass er nicht nur von einer Volksmenge redet, sondern er redet hier im Plural von Volksmengen. Das heißt, es gab mehrere Volksmengen sozusagen. Das waren viele Menschen, wie gesagt, wahrscheinlich Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende. Und als ob das Plural hier nicht genug ist, Volksmengen, redet er von großen Volksmengen. Es sind also viele Menschen, die hier um Jesus herum sind. Und wenn so viele Menschen um Jesus herum sind, mit ihm gehen, heißt es im Vers, dann entsteht leicht der Eindruck, dass Jesus eine große Nachfolge hat. Jesus scheint gerade sehr erfolgreich unterwegs zu sein, wenn so viele Menschen um ihn herum sind. Diese Menschen folgten Jesus, weil sie vielleicht seine Wunder und Zeichen gesehen haben. Er hat Menschen geheilt, er hat Dämonen ausgetrieben. Und sie waren interessiert und neugierig. Dieser Mensch tut solche Wunder.

Manche, und das lesen wir im Lukas-Evangelium, waren erstaunt von seiner Lehre und sagen: „So eine Lehre haben wir noch nie gehört. Er lehrt mit Vollmacht.“

Wir haben bisher im Lukasevangelium schon gesehen, dass Jesus 5000 Männer, und das heißt, das waren wahrscheinlich eher Richtung 10.000 Menschen insgesamt, mit ein wenig Brot und Fisch gespeist hat. Jesus hat allerlei Heilungen vollbracht und Dämonen ausgetrieben. Gleich im Kapitel vorher sehen wir, dass Jesus eine Frau geheilt hat, ihre Fesseln gelöst hat. Und dann heißt es in Kapitel 13, Vers 17 am Ende: „Und die ganze Volksmenge freute sich über all die herrlichen Dinge, die durch ihn geschahen.“

Ja, die Volksmengen freuten sich. Sie waren teilweise begeistert von Jesus und all den Dingen, die durch Jesus geschehen sind. Wenn wir das also alles lesen, sieht das alles super aus. Große Volksmengen folgen Jesus. Es ist wunderbar. Jesus hat eine große Nachfolge, könnte man sagen. Aber was sagt Jesus über dieses Volk? Was denkt er über diese Volksmengen? Nur wenige Abschnitte vorher, in Lukas Kapitel 13, Vers 34 und 35, spricht Jesus.

Über dieses Volk. Lukas Kapitel 13, 34 und 35: „Jerusalem, Jerusalem, das da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihm gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Brut unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch überlassen. Ich sage euch aber, ihr werdet mich nicht sehen, bis es geschieht, dass ihr sprecht: Gepriesen sei, der kommt im Namen des Herrn.“

Das ist das Urteil von Jesus über diese Volksmengen. Ja, sie waren oberflächlich von Jesus begeistert, sie waren bei ihm, gingen mit ihm, aber sie haben nicht wirklich an Jesus geglaubt. Jesus sagt: „Ich habe versucht, die Kinder Jerusalems immer wieder zu sammeln, wie eine Henne ihre Brut unter die Flügel sammelt. Aber ihr habt nicht gewollt.“ Und nicht nur das, gerade der Abschnitt vorher in Lukas 14, ab Vers 15, spricht Jesus ein Gleichnis von einem großen Gastmahl. Wo Leute eingeladen worden sind, aber alle, die ursprünglich eingeladen worden sind, haben abgelehnt.

Haben gesagt, dass sie nicht mehr kommen werden, Besseres zu tun haben. Und dann geht der Herr an die Straßen und an die Zäune und findet andere Menschen für sein Gastmahl. Die Idee hinter diesem Gleichnis ist, dass die Einladung an das Volk Israel hinausging, sie aber ihren Messias verworfen, abgelehnt haben.

Das ist es, was Jesus über diese Volksmengen sagt. Wir sehen also, oberflächlich gesehen sieht das alles so schön aus. Eine große Nachfolge von Jesus. Aber wir sehen das Urteil von Jesus, dass das keine echte Nachfolge war. Wir sehen das nicht nur im Urteil von Jesus, es ist interessant, die Sprache, die Lukas hier verwendet, dieses „Mitgehen“, steht im Kontrast zum „Nachkommen“ in Vers 27.

In Vers 27 sagt Jesus: „Wer mir nachkommt“, das ist ein anderes Wort im Vergleich zum Vers 25, wo es heißt, die Volksmengen gingen mit ihm. Dieses „Mit ihm gehen“ ist lediglich ein Mitreisen. Sie sind auf demselben Weg wie Jesus, aber sie folgen ihm nicht nach. Sie waren einfach dabei, neugierig zu sehen, was passiert ist, was passieren würde. Sie wollen dabei sein und beobachten, wenn Jesus heilt, Dämonen austreibt oder andere Wunder tut.

Vielleicht waren einige aus einer emotionalen Reaktion heraus dabei. Vielleicht wurden sie selbst oder andere ihrer Bekannten oder Angehörigen von Jesus geheilt. Und so sind sie aus einer emotionalen Reaktion heraus auch dabei. Aber es war oberflächlich. Und genau dort sehen wir, dass in Vers 25 Jesus sich umwandte und sprach zu ihnen.

Genau zu diesen großen Volksmengen dreht sich Jesus um und er spricht sie direkt an. Jesus lässt die Menschen nicht im Dunkeln darüber, was es bedeutet und was es kostet, sich auf ihn einzulassen und ihm nachzufolgen. Diese Menschenmenge dachte sich: „Wir folgen Jesus nach, wir gehen mit ihm mit, wir sind überall dabei, wo er ist, wir sehen alles, was er tut.“ Jesus dreht sich zu genau diesen Menschen um und sagt: „Ihr sollt ganz genau wissen, was es bedeutet, mir nachzufolgen, mir wahrlich nachzufolgen.“ Und es ist – ich liebe das an unserem Herrn.

Er beschönigt nichts. Er versucht nicht, alles etwas sanfter darzustellen, etwas angenehmer oder appetitlicher zu gestalten. Er konfrontiert sie knallhart mit den radikalen Anforderungen der Jüngerschaft. Wir kennen das vielleicht: Man redet oft bei Angeboten. Wenn wir irgendwas, ein gutes Angebot, einen guten Preis sehen, dann halten wir Ausschau nach dem Kleingedruckten.

Ja, da ist ein kleines Sternchen, und dann das kleine Sternchen sehen wir unten links, dann etwas ganz klein gedruckt, wo dann steht: „Ja, eigentlich ist es viel teurer.“ Oder: „Nach zwei Monaten ist es doch teurer als erwartet.“ Oder heutzutage ist es ganz häufig – ich weiß nicht, ob ihr Abonnements wie Spotify oder so habt –, wo ursprünglich ein Preis vereinbart war, alle paar Monate kommt jetzt aber eine E-Mail, dass der Preis 2 Euro oder 5 Euro erhöht wird. So läuft das heutzutage, wenn wir in die Welt schauen. Man versucht, das Schwierige ins Kleingedruckte zu packen.

Man versucht, vielleicht etwas Gutes, Günstiges vorher zu versprechen, und im Nachhinein wird es dann teurer. Aber so ist es nicht mit Jesus Christus. Bei ihm gibt es nichts Kleingedrucktes. Bei ihm gibt es keine versteckten Kosten, die plötzlich auftauchen werden. Jesus macht von Anfang an klar, was es bedeutet, ihm nachzufolgen. Jesus ist transparent. Er möchte, dass die Menschen genau wissen, worauf sie sich einlassen. Er will nicht eine große, oberflächliche Nachfolge.

Er möchte treue und wahrhaftige Nachfolge. Und bevor wir zu dem kommen, was es bedeutet, ihm wahrhaftig nachzufolgen, möchte ich die Gelegenheit nutzen und dich heute fragen: Was ist deine Nachfolge gegenüber Jesus? Vielleicht folgst du ihm gar nicht nach und kannst nichts mit Jesus anfangen. Vielleicht hast du eine gewisse Identifikation mit Jesus.

Du bist christlich aufgewachsen, du gehst ab und zu in die Kirche. Du identifizierst dich so ein bisschen mit ihm. Er gehört so ein bisschen zu deinem Leben, zweimal im Jahr oder ein paar Mal im Jahr. Vielleicht bist du auch neugierig auf Jesus. Ja, man hört so viel von ihm. Du denkst vielleicht, er ist ein guter Lehrer. Er hat von Nächstenliebe geredet, er hat so viele gute Sachen gelehrt, wie die goldene Regel und solche Dinge, und wie „Liebe deine Feinde“. Das ist alles schön, ich halte viel von Jesus. Vielleicht denkst du so.

Dann möchte ich dich auch heute einladen, die wahre Nachfolge von Jesus zu verstehen. Du kannst mit Jesus ein bisschen was zu tun haben, ihn vielleicht sogar mit deinem Mund bekennen. Du kannst religiös sein und religiösen Aktivitäten nachgehen. Aber ich möchte dich heute einladen und auch dazu herausfordern, zu bedenken, was es wirklich bedeutet, Jesus Christus nachzufolgen. Und wenn wir uns diese Dinge anschauen, dann möchte ich dich dazu ermutigen: Prüfe dich. Folgst du Jesus wirklich nach? Bist du wahrhaftig ein Jünger Jesu Christi?

Oder bist du wie diese Volksmengen? Du bist interessiert, du bist neugierig, du bist so ein bisschen dabei, aber Jesus Christus ist nicht dein Herr und du folgst ihm nicht wirklich nach. So prüfe dich, wenn wir uns nun zu diesem zweiten Punkt kommen: die Kosten wahrer Nachfolge. Die Kosten wahrer Nachfolge. Und da möchten wir uns die Verse 26 und 27 anschauen.

Und wir möchten auch unter diesem Punkt Vers 33 anschauen. Also wir werden auch zu Vers 33 springen, bevor wir dann die Verse dazwischen anschauen. Ich lese nochmal ab Vers 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter, und die Frau und die Kinder, und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“ „Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.“

Vers 33: „So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.“

Wir sind bei zweitens: die Kosten der Nachfolge. Und Jesus formuliert diese Sätze als Bedingungssätze: „Wenn, dann“. Wir kennen Bedingungssätze: Wenn A erfüllt ist, trifft B ein. Bloß, dass Jesus es hier als Verneinung, als doppelte Verneinung formuliert: Wenn A nicht erfüllt ist, trifft B nicht zu. Das ist die Formulierung, die Jesus hier verwendet.

Es geht also darum, ob jemand gewisse Bedingungen erfüllt oder nicht, die darüber entscheiden, ob jemand ein Jünger Jesu sein kann oder nicht.

Es geht um Menschen, die zu Jesus kommen und ihm nachfolgen. Und wenn diese Menschen diese Bedingungen nicht erfüllen, können sie nicht seine Jünger sein. Und bevor wir zu diesen einzelnen Anforderungen kommen, möchten wir zuerst den Begriff „Jünger“ definieren, der hier mehrfach vorkommt. Es geht die ganze Zeit darum. Dreimal: „kann nicht mein Jünger sein“, „kann nicht mein Jünger sein“, und dann in Vers 33 nochmal: „keiner von euch kann mein Jünger sein, der nicht allem entsagt.“

Was ist ein Jünger? Das Wort „Jünger“, das hier verwendet wird, könnte man auch übersetzen als „Schüler“ oder „Lerner“. Ein Jünger ist jemand, der einen Lehrer hat, der einen Herrn oder Meister hat, und der von diesem Lehrer oder seinem Meister lernt, ein Schüler dieses Lehrers ist. Und die Idee von Jüngern, insbesondere in der damaligen Zeit, war, dass Jünger ihren Lehrer nachahmen sollten.

Wir sehen, dass es im 1. Jahrhundert und in der Zeit von Jesus viele religiöse Persönlichkeiten gab, die Jünger hatten. Wir lesen sogar in der Bibel, dass die Pharisäer, diese religiöse Gruppe unter den Juden, ihre Jünger hatten. Johannes der Täufer hatte Jünger. Davon lesen wir, und so sehen wir, dass Jesus hier gerade davon redet, von seinen Jüngern. Wenn er also von seinen Jüngern redet, redet er von Menschen, die von ihm lernen.

Und danach streben, ihn nachzuahmen.

Und das macht allein deutlich, und das ist vielleicht etwas, was heutzutage teilweise verbreitet ist. Vielleicht kennt ihr das auch, diese Unterscheidung, die manchmal gemacht wird: Es gibt Christen auf der einen Seite, also Leute, die gläubig sind, und dann gibt es Jünger auf der anderen Seite, und Jünger, das sind wirklich besondere Christen. Jünger sind Christen, die nochmal extra geistlich sind oder noch eine Schippe an Heiligkeit draufgelegt haben. Aber ich möchte euch ganz klarmachen: Zwischen einem Jünger und einem Christen gibt es keinen Unterschied. Jünger und Christen sind Synonyme.

Und ich könnte euch ganz viel beweisen, wieso das so ist, aber ich glaube, im Laufe unserer Betrachtung der Apostelgeschichte werden wir viel von Jüngern lesen, was sie getan haben und was sie ausmacht. Ich möchte einfach nur ein Beispiel lesen, das das unmissverständlich macht, nämlich Apostelgeschichte Kapitel 11, 25 und 26. Dort lesen wir etwas Interessantes, einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Begriff „Jünger“ und „Christ“. Apostelgeschichte, Kapitel 11, die Verse 25 und 26:

„Und als er ihn gefunden hatte, also es geht um Barnabas und Paulus, als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten, und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.“

Ich liebe diesen Vers, weil das uns in der Bibel bereits die Quelle und den Ursprung für den Begriff „Christ“ gibt. Wer wurde Christ genannt? Die Jünger in Antiochia. Also, Jünger zu sein, ist gleichbedeutend damit, Christ zu sein. Der Begriff „Christ“ kam sogar erst später dazu, um Jünger zu beschreiben.

Wenn wir uns also diese Anforderungen an einen Jünger anschauen, geht es nicht um irgendeinen besonderen Christen, besonders geistliche Christen, sondern es geht um jeden einzelnen Christen. Die Worte des Herrn hier treffen auf alle zu, die Christen sind. Und so kommen wir nun zu diesen Anforderungen.

Wir möchten zur ersten Anforderung kommen, und diese kostet uns sozusagen. Vers 26: Es kostet dich den Vorrang deiner Beziehungen. Es kostet dich den Vorrang deiner Beziehungen.

Vers 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.“ Wer also ein Jünger Jesu sein möchte, muss als allererstes alle seine Beziehungen und sich selbst vollständig der Herrschaft Jesu Christi unterordnen. Das ist es, was Jesus hier sagt.

Wer ein Jünger Jesu sein möchte, muss all seine Beziehungen und sich selbst der Herrschaft Jesu Christi unterordnen. Wenn Jesus hier davon spricht – und sicherlich ist es euch aufgefallen – dieses Wort „hassen“, wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht Vater, Mutter und so weiter. Wir müssen dieses Wort richtig verstehen. Wenn wir heute von „hassen“ reden, dann denken wir daran, dass wir eine feindselige Haltung gegenüber Leuten haben, dass wir ihnen böswillig sind, dass wir gegen sie sind. Ist es das, was Jesus hier sagen will, dass wir unsere Familien, unsere Verwandtschaft, dass wir sie hassen müssen, dass wir ihnen böswillig gegenüber sein müssen?

Nein, auf keinen Fall. Das würde Jesu Lehre direkt widersprechen. Denn ein paar Kapitel vorher sagt Jesus sogar in Lukas 6, 27 und 35: „Aber euch, die ihr hört, sage ich, liebt eure Feinde. Tut wohl denen, die euch hassen.“ Und dann später, doch, Vers 35: „Doch liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen. Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein.“

„Denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.“ Jesu Botschaft ist also, dass wir sogar unsere Feinde lieben sollen, ihnen Gutes tun sollen, denen, die uns hassen. Dann kann er jetzt ja nicht plötzlich davon reden, dass wir unsere Familie hassen sollen, ihnen gegenüber böswillig und feindselig sein sollen. Das kann ja nicht sein. Nein, das sagt nicht, dass wir ihnen gegenüber böswillig sein sollen. Ein Vers, der uns das ein bisschen gut weiter illustriert, was es bedeutet, wenn Jesus hier von „hassen“ redet, ist Lukas Kapitel 16, Vers 13.

Dort heißt es: „Kein Haussklave kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben. Oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Mit Mammon ist Besitz, Vermögen sozusagen, gemeint. Jesus sagt hier: Ein Mensch kann nicht zwei Herren dienen.

Er wird den einen hassen und den anderen lieben. Man kann nicht Gott und Besitz, Geld, Reichtum, Vermögen dienen. Man wird den einen hassen und den anderen lieben. Was ist damit gemeint? Das Prinzip, worum es hier geht, ist, es geht um Loyalität. Es geht um Prioritäten. Du kannst nicht zwei Herren dienen, denn wenn eines Tages diese beiden Herren dir entgegengesetzte Anweisungen geben, wirst du dich für einen entscheiden müssen.

Und das wird offenbaren, wen du liebst und wen du hasst, wer wirklich dein Herr ist. Es geht darum, konkurrierende Loyalitäten. Es geht darum, dass Beziehungen, wenn wir Vater, Mutter, diese familiären Beziehungen anschauen, mit diesen Zusammenhängen sind Prioritäten, sind Loyalitäten. Vor allem im jüdischen Zusammenhang war die Familie so wichtig. Wenn diese zwei Beziehungen aufeinandertreffen: Familie und Jesus, wirst du dich für eine Beziehung entscheiden müssen. Wenn diese Beziehungen miteinander kollidieren, sich entgegenstehen, wirst du dich für eine Beziehung entscheiden müssen.

Und darum geht es. Du wirst den einen lieben und den anderen hassen. Ein Vers, der das noch deutlicher macht, ist Matthäus Kapitel 10, Vers 37, wo Jesus fast dieselben Worte sagt. Dort wird aber nicht das Wort „hassen“ verwendet, sondern dort heißt es in Matthäus Kapitel 10, Vers 37: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.“

Hier sehen wir deutlich, dass es nicht darum geht, „hassen“ im Sinne von feindselig und böswillig zu sein, sondern es geht darum, wen du mehr liebst. Wem gehört letztendlich deine Loyalität? Wer hat letztendlich Vorrang in deinem Leben? Welche Beziehung hat letztendlich die höhere Priorität für dich? Darum geht es in diesem Text. Wer Vater, Mutter und so weiter mehr liebt als Jesus, ist seiner nicht würdig. Es geht also um Liebe und Hingabe gegenüber Jesus.

Und meine Prioritäten und meine Loyalität gehören ihm und ihm allein. Und wenn irgendwie diese Beziehungen miteinander kollidieren, sich im Gegensatz befinden, dann ist Jesus derjenige, dem meine Priorität und dem meine Hingabe gehört. Das ist das, was ich meine mit: Wer ein Jünger Jesu sein möchte, muss als Erstes all seine Beziehungen dem Herrn Jesus Christus unterordnen.

Die Beziehung zu ihm ist die oberste Beziehung, die wichtigste Beziehung, die Beziehung, die meine Prioritäten bestimmt.

Das bedeutet, das bedeutet nicht, dass du deiner Familie feindselig und böse gegenüber bist. Aber das bedeutet, dass du Jesus Christus so sehr liebst, so sehr mehr liebst, dass es für Außenstehende fast so ausschauen kann, als würdest du deine Familie hassen. Dass die Liebe gegenüber Jesus so groß ist, dass alle andere Liebe verblasst. Ein Beispiel:

Mein Vater ist katholisch aufgewachsen und ist dann hier in Deutschland zum Glauben gekommen, zum rettenden Glauben an Jesus gekommen. Und als er das seinen Eltern, seiner Familie gesagt hat, dass er jetzt das wahre Evangelium verstanden und geglaubt hat, dass er nicht mehr dem katholischen Glauben und seinem katholischen, wie er aufgewachsen ist, nachgeht, wurde er von seinen Eltern, aber insbesondere von seiner Mutter, quasi verstoßen.

Sie hat ihm mehr oder weniger oder eigentlich direkt gesagt: „Du bist nicht mehr mein Sohn.“

Aber meinem Vater war der Herr Jesus Christus wichtiger, als seiner Mutter oder seinen Eltern wohlgefällig zu sein. Das bedeutet es, Vater, Mutter und so weiter zu hassen: Jesus Christus mehr zu lieben. Selbst wenn meine Familie sich gegen mich stellt, meine Freunde sich gegen mich stellen, wer sich auch zwischen mir und Jesus stellen möge. Jesus gehört meine Loyalität.

Jesus gehört meine Hingabe und mein Leben. Das bedeutet es, ein Jünger Jesu zu sein. All deine Beziehungen sind nun deinem Herrn und Meister untergeordnet. Es geht nicht nur um die Beziehungen zu Ungläubigen, sondern auch zu Gläubigen.

Und die Familienangehörigen, vielleicht auch von Dominik, die das hören und vielleicht sich denken, dass das krass klingt, dass das radikal klingt: Ich möchte euch trösten. Dominik soll nicht nur diese Beziehungen alle seinem neuen Herrn und Meister unterordnen. Er soll nicht nur seine Familie hassen. Jesus sagt am Ende dazu aber auch sein eigenes Leben. Dieser Hass sozusagen, und wir haben verstanden, das geht nicht um Böswilligkeit, Feindseligkeit. Dieser Hass gilt auch seinem eigenen Leben.

Er soll sein eigenes Leben der Herrschaft Jesu Christi unterordnen. Er soll Jesus mehr lieben, als er sein eigenes Leben liebt. Darum geht es, was Jesus, darum geht es hier. Es ist ein Leben, das der Herrschaft und dem Willen von Jesus derartig untergeordnet ist, dass der Außenstehende, der auf sein Leben guckt und vielleicht sagt: „Der wirft sein Leben weg. Der muss sich selbst doch hassen, wenn er sein Leben so wegwirft.“ Aber das kennzeichnet einen Jünger Jesu, dem es wichtiger ist, was Jesus wohlgefällig ist, dem es wichtiger ist, Jesus zu verherrlichen, als sogar sein eigenes Leben.

Hier wird es noch mal deutlich, dass es sich um jeden Gläubigen handelt. Denn wenn du überlegst: Wenn du nicht an Christus glaubst, dann sind genau das die Dinge, die dein Leben bestimmen. Andere Menschen bestimmen dein Leben: deine Freunde, deine Verwandtschaft. Die Menschen in deiner Arbeit, sie bestimmen dein Leben und sagen, und du möchtest ihnen wohlgefällig sein, du richtest dein Leben nach ihnen aus. Oder du bestimmst über dein Leben selbst.

Du bist dein eigener Gott. Du bestimmst, was deine Ziele, was deine Wünsche, was deine Lebensführung ist. Du bist dein eigener Gott. Und Jesus sagt hier ganz deutlich:

Wenn du ein Jünger von mir sein möchtest, dann musst du alles unter meine Herrschaft unterordnen. Alle Priorität, alle Hingabe gehört mir. Das bedeutet, dass der Jünger Jesu sagt: Mein ganzes Leben, und Dominik hat es heute gesagt, meine Ziele haben sich verändert. Und der Jünger Jesus sagt, mein ganzes Leben, meine Ziele, meine Vorstellungen, meine Freizeit, meine Karriere, mein ganzer Wille ist meinem Herrn untergeordnet.

Alles, was mir bisher wichtig und wertvoll war, ist Jesus Christus untergeordnet. Und im Vergleich zu Jesus Christus ist alles, was mir bisher wichtig und wertvoll war, nichts mehr wert. Genau das ist es, was der Apostel Paulus gesagt hat im Philipperbrief: Alles, worauf ich mir etwas eingebildet habe, alles, was mir wichtig war, um der Erkenntnis Christi willen, habe ich es für Dreck gehalten.

All das wird es dich kosten, ein Jünger Jesu zu sein. Und es geht auch, wenn du dein Leben der Herrschaft Christi unterordnest, wird es dich auch deinen Stolz kosten, deine Selbstgerechtigkeit kosten, deine Begierden und deine Sünden wird es dich kosten. Denn wenn sein Wille der Wille meines Lebens wird, muss ich auch auf meine Sünden verzichten, auf meine Begierden, sei es Lust und Lüge, sei es Neid. All das muss ich aufgeben. All das muss ich lernen zu hassen, weil ich Christus liebe.

Ein Jünger Jesu zu sein, es wird dich Beliebtheit kosten, es wird dich Menschen um dich herum kosten. Du musst bereit sein, alleine für Christus zu stehen. Wir haben gerade gesungen: Wenn niemand mit mir geht, doch will ich folgen. Wenn niemand von deiner Familie mit dir geht, wenn niemand von deinen Freunden mit dir geht, wirst du trotzdem Jesus Christus folgen? Das ist es, was er an seine Jünger an Forderung stellt. Wenn Jesus dieses Wort spricht, beansprucht er, der souveräne Alleinherrscher, König und Machthaber deines Lebens zu sein. Nicht weniger. Entweder ganz oder gar nicht.

Paulus spricht, und auch diese Verse hat Dominik heute zitiert, Galater 2, Vers 20: Ich bin mit Christus gekreuzigt und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Mein altes Leben ist vorbei. Mein altes Leben, was ich nach meinen eigenen Wünschen, Zielen und Vorstellungen gelebt habe, wo ich selbst oder die Menschen um mich herum bestimmt habe, wie ich lebe.

Es ist vorbei. Mein Leben gehört nun Christus. Er lebt in mir. Sein Wille ist nun mein Wille. Seine Ziele sind nun meine Ziele. Und ihm zu verherrlichen, ihm wohlzugefallen, das ist nun mein Lebensinhalt.

Jesus Christus möchte nicht Teil deines Lebens werden, er möchte zum ganzen Inhalt deines Lebens werden. Jesus möchte, dass du dein ganzes Leben samt allen Beziehungen ihm vollständig unterwirfst. Und so möchte ich auch hier diesen Moment nutzen, um innezuhalten. Liebst du Jesus, so wie er es von dir verlangt? Liebst du ihn mehr als alle anderen Menschen in deinem Leben? Gehört ihm deine oberste und

alleinige Loyalität, Hingabe und Priorität? Liebst du Jesus mehr als dich selbst? Bist du bereit, auf Komfort und Bequemlichkeit zu verzichten für Jesus? Und wir kommen gleich dazu noch mal. Bist du bereit, von deinen Sünden loszukommen für Jesus? Du wirst diese Sünden nicht in den Himmel mitnehmen können. Bist du bereit, von ihnen loszukommen? Oder möchtest du noch an ihnen festhalten?

Unterwirfst du dich Jesus voll und ganz? Jesus sagt, wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht all diese Dinge, so kann er nicht mein Jünger sein. Wir möchten zur zweiten Bedingung kommen, Vers 27. Wir haben erstens gesehen, es kostet dich den Vorrang all deiner Beziehungen. Und wir möchten nun zu zweitens kommen, in Vers 27, wo wir sehen werden: Es kostet dich die Bereitschaft, dein eigenes Leben hinzugeben. Es kostet dich die Bereitschaft, dein eigenes Leben hinzugeben.

Vers 27: „Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.“ Und wer nicht sein Kreuz trägt. Dieses Verb „tragen“ beschreibt das fortlaufende Tragen einer Last. Ja, das ist nicht etwas, was einmal getragen ist und dann erledigt ist, sondern das ist etwas, was kontinuierlich ist. Und das Kreuz ist das, was getragen wird. Das Kreuz heute, wenn wir vom Kreuz hören, dann sehen wir es als etwas Positives. Das Kreuz ist ein Symbol des christlichen Glaubens, es ist ein Symbol für die Erlösung.

Ja, es hängt in Kirchen und so weiter. Das Kreuz ist was Positives. Aber wir müssen uns in die damalige Zeit hineinversetzen. Was haben die Menschen verstanden, als sie gehört haben, dass Jesus vom Kreuz redet und davon, sein Kreuz zu tragen? Das Kreuz war damals ein Symbol für den qualvollsten und schrecklichsten und schmerzhaftesten Tod, den man sich vorstellen konnte. Für die Menschen damals, die Jesus zugehört haben, war das Kreuz das Symbol der Hinrichtung.

Es war das Hinrichtungswerkzeug oder die Hinrichtungsmethode der Römer, die sie in gewissem Sinne perfektioniert haben, um möglichst viel Qual, Schande und Schmerzen hinzuzufügen. Das ist das, was die Menschen damals gehört haben, wenn Jesus vom Kreuz gesprochen hat. Und die Frage ist: Wenn Jesus davon also redet, sein Kreuz zu tragen, wer hat damals ein Kreuz getragen? Der Kriminelle auf dem Weg zur Hinrichtung. Dieser hat das Kreuz getragen. Wir lesen später von Jesus.

Jesus selbst musste sein Kreuz tragen auf dem Weg zur Kreuzigung. Also das Bild, das Jesus vermittelt, ist: Wer sein Jünger sein möchte, muss bereit sein, wie ein Verbrecher auf dem Weg zur Hinrichtung zu sein. Wie ein Verbrecher auf dem Weg zur Hinrichtung.

Es geht also darum, dass ein Jünger Jesu sich auf dem Weg befindet, sein Leben zu verlieren. Es geht um die Bereitschaft, für Jesus zu leiden.

Und es geht darum, von dieser Welt verworfen zu werden. Der gekreuzigte Verbrecher, der auf dem Weg zur Kreuzigung, zur Hinrichtung war, ihn hat diese Welt weggeworfen, verspottet und bespuckt. Das Kreuz zu tragen bedeutet, bereit zu sein, von dieser Welt verstoßen zu werden, von ihr verfolgt zu werden und vielleicht sogar getötet zu werden. Für uns heute ist das schwer vorstellbar, für den Glauben verfolgt oder getötet zu werden, aber im Leben vieler Gläubiger damals, jeder der Jünger Jesu, dieser Apostel Jesu, fast jeder, wurde hingerichtet. Aber nicht nur damals, durch die ganze christliche Geschichte hindurch und auch heute ist der Preis für viele Gläubige.

Für die Nachfolge Jesu mit ihrem eigenen Leben zu bezahlen. Du musst bereit sein, Verfolgung zu ertragen, für Jesus zu leiden. Und wenn es der Herr dahin führt, auch für Jesus zu sterben.

Und das Schöne hier ist, wer nicht sein Kreuz trägt, damit hört es nicht auf, und mir nachkommt. Das Bild ist, du trägst dein Kreuz auf dem Weg zur Hinrichtung, aber wer geht dir voran auf diesem Weg? Jesus. Wer sein Kreuz trägt und mir nachkommt, das Bild, das Jesus vermittelt, ist, er geht dir voran, sein Kreuz tragend. Er ist dir vorangegangen, sein Kreuz tragend, du sollst dein Kreuz auf dich nehmen und ihm nachfolgen. Jesus hat es vorgemacht. Er hat sein Leben hingegeben, gelitten.

An unserer Stelle. Jesus verlangt nichts von dir, was er nicht selbst getan hat. Deswegen heißt es in 1. Petrus 2, Vers 21, 1. Petrus Kapitel 2, ab Vers 21:

„Denn hierzu seid ihr berufen worden, denn auch Christus hat vor euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt.“ Der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden, der geschmäht, nicht widerschmähte, leidend nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet. Jesus ist vorangegangen, und wir folgen seinen Fußspuren. Jesus sagt: „Nimm dein Kreuz auf dich, sei bereit, für meinen Namen zu leiden, verstoßen zu werden, verfolgt zu werden und vielleicht zu sterben. Und folge mir nach, ich gehe dir voran.“

Das ist das, wovon Paulus oft redet. Auch in 2. Korinther Kapitel 4 redet er: „Allezeit das Sterben Jesu am Leib umhertragen, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar wird. Denn ständig werden wir, die Lebenden, dem Tod überliefert, um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird.“ Wenn du für Christus leidest, verfolgt wirst, dann offenbarst du den Menschen Jesus, das Leben Jesu.

Paul Washer hat mal gesagt: „Jesus verspricht dir zwei Dinge: ein Kreuz, um daran zu hängen, und ewiges Leben.“ Jesus verspricht dir zwei Dinge: ein Kreuz, um daran zu hängen, und ewiges Leben.

Das hört sich radikal an, aber das ist es auch. Genau das ist es, was Jesus hier sagt. Genau das ist es, was Dominik heute durch seine Taufe symbolisiert hat. Als er da in dieses Wasser untergetaucht ist, hat er gesagt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Mein altes Leben ist vorbei, und mein neues Leben gehört nun Jesus.“

Jesus zu folgen, ein Jünger Jesu zu sein, wird dich Beliebtheit und Bequemlichkeit kosten. Es wird dich vielleicht Wohlstand und Vermögen kosten. Es kann dich aber auch körperliches Leiden, Gefängnis und vielleicht sogar den Tod bringen. Und Jesus versteckt das nicht im Kleingedruckten, sondern sagt es von vornherein direkt.

Und so frage ich erneut: Prüfe deine Nachfolge. Du bist interessiert an Jesus, du bist neugierig, es hört sich alles so schön an. Es ist eine schöne Wochenendaktivität. Man fühlt sich ein bisschen geistlich, mal Sonntag zu deinem Gottesdienst zu kommen. Es fühlt sich wie eine Selbstverbesserung des Lebens an, so ein bisschen religiös zu sein. Jesus, für Jesus ist das nicht genug.

Wenn du nicht bereit bist, sein Leben ihm so unterzuordnen und so zu unterwerfen, so weit, dass es sogar bis zum Tod hingeht, kannst du nicht sein Jünger sein. Kommen wir zur dritten Bedingung. Drittens, Vers 33: Es kostet dich den Anspruch auf deinen Besitz. Drittens, es kostet dich den Anspruch auf deinen Besitz. Vers 33: „So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.“

Auch wieder eine absolute Aussage. Und ihr seht die Allgemeinheit dieser Aussage: „Keiner von euch.“ Er redet gerade zu diesen Volksmengen, die begeistert sind, die mit ihm unterwegs sind, diese Tausenden, Zehntausenden Menschen. Er sagt zu jedem Einzelnen von ihnen: „Keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, kann mein Jünger sein.“ Keiner, der hierzu nicht bereit ist, kann ein Jünger Jesu sein. Es geht darum, der nicht allem entsagt, was er hat. Es geht also um die Dinge, die wir haben. Es geht um unseren Besitz. Es geht um die Dinge, die uns gehören. Das sei zum Beispiel unser Vermögen. Aber es geht allgemein um alles, was wir haben. Und das Wort für Entsagen ist ein sehr interessantes Wort.

Es kommt anderswo im Neuen Testament vor und es bedeutet immer: verabschieden, Abschied nehmen. Also man könnte auch sagen: „Keiner von euch, der nicht von allem Abschied nimmt, was er hat, kann mein Jünger sein.“ Jesus sagt: „Verabschiede dich von allem, was du hast.“ Ein Jünger Jesu verabschiedet, nimmt Abschied von allem, was er hat, allem, was er besitzt. Heißt das, dass ich jetzt alles verkaufen muss, damit ich ein Jünger Jesu sein kann? Wenn ich das verkaufe, kaufe ich mir dadurch meine Rettung oder meine Erlösung?

Nein, kein Gold und kein Silber der Welt, kein Geld der Welt kann deine Erlösung erwerben oder dich von deinen Sünden reinwaschen. Es geht hier darum, dass du dein Eigentum über alles, und zwar alles – hier steht „allem“ –

Es geht darum, dass du dein Eigentum, über alles, was du hast, an Christus abgibst und dich selbst lediglich zum Verwalter dessen machst, was du hast.

Es bedeutet: Mein Geld gehört nicht mehr mir. Mein Vermögen gehört nicht mehr mir. Mein Besitz gehört nicht mehr mir, sondern Jesus. Das heißt nicht, dass du alles verkaufst und in Armut lebst, wie ein Mönch oder in Askese. Aber du verabschiedest dich vom Anspruch auf deinen Besitz.

Das gehört nicht mehr mir, sondern es gehört Jesus. Und wenn es mich alles kostet, wenn es mich all meinen Besitz und all mein Vermögen kosten wird, Jesus zu folgen, dann ist das okay, weil es sowieso Jesus gehört.

In Lukas 18 haben wir eine ganz gute Illustration davon, wo ein reicher Jüngling, ein Oberster, zu Jesus kommt und ihn fragt: „Was muss ich tun, um ewiges Leben zu haben?“ Jesus erkennt die Not dieses Mannes in seinem Herzen und bringt ihn erstmal auf die Gebote und sagt: „Du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis legen, ehre deinen Vater und deine Mutter.“ Und der junge Mann sagt, oder der Oberste sagt: „Ich habe all das befolgt von meiner Jugend an.“ Und dann sagt Jesus, und dann trifft Jesus sein Herz.

Lukas 18, Vers 22: „Als aber Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch. Verkaufe alles, was du hast, und verteile den Erlös an die Armen. Und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm und folge mir nach.“ Als er aber dies hörte, wurde er sehr betrübt, denn er war sehr reich.

Dieser Mann hat gesagt: „Ich habe alle Gebote befolgt. Ja, ich bin gerecht. Was muss ich tun, um ewiges Leben zu haben?“ Jesus sagt: „Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen. Und komm und folge mir nach.“ Wieso? Weil das Verkaufen ihn gerettet hätte? Nein, aber es hätte gezeigt. Es hätte gezeigt, dass er die Herzenshaltung hat, die mit echtem Glauben einhergeht.

Es hätte gezeigt und offenbart, dass ihm Jesus wichtiger ist als sein Besitz und als sein Reichtum. Es hätte offenbart. Und was es aber offenbart hat, seine Reaktion, die hier zur Geltung gekommen ist, dass er betrübt worden ist und Jesus verlassen hat, zeigt, dass sein Besitz sein Götze war und er war nicht bereit, diesen Götzen aufzugeben. Er war nicht bereit, Jesus die Stelle zu geben, die Jesus gebührt.

Als aber Jesus es sah, sagte er: „Wie schwer werden die Reichen, welche Güter haben, in das Reich Gottes kommen. Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ Die Umstehenden, die es hörten, sprachen: „Wer kann dann gerettet werden?“ Und Jesus sprach: „Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.“ Menschlich ist das unmöglich. Auch von allem, was wir hier reden. Menschlich ist das unmöglich.

Aber was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Verstehen wir, was Jesus hier sagt? Wer nicht allem entsagt. Das bedeutet, ich halte nichts mehr in dieser Welt. Ich halte an nichts mehr fest, was ich habe. Nicht die Beziehungen, nicht meinen eigenen Willen, nicht meinen Besitz. Ich unterwerfe alles meinem Herrn Jesus Christus. Dein Leben ist nicht mehr dein Leben, sondern es ist sein Leben. Deine Zeit ist nicht mehr deine Zeit, sondern seine Zeit.

Deine Habe ist nicht mehr länger deine Habe, sondern seine Habe. Deine Zukunft ist nicht länger deine Zukunft, sondern seine Zukunft. Du unterwirfst alles, alles, was du bist. Und alles, was du hast, unterwirfst du dem Herrn Jesus Christus. Das bedeutet es, ein Jünger Jesu zu sein. Ein paar Verse vorher in Kapitel 13 sagt Jesus: „Ringt danach, durch die enge Pforte durchzugehen.“ Eine enge Pforte ist ein enges Tor, ein schmales Tor.

Und das Bild, was für mich hier einfach so interessant ist: Durch ein schmales Tor kannst du nicht ganz viel Gepäck mitnehmen. Und das ist es, was Jesus hier sagt: „Ringe, durch die enge Pforte durchzugehen.“

Wenn du durch diese enge Pforte hindurchgehen willst, du kannst nichts durch dieses Tor mitnehmen. Du musst loslassen. Du musst loslassen von deinen Sünden, von deinen Beziehungen, von deinem Besitz. Gehe mit leeren Händen durch diese enge Pforte. Das ist es, was Jesus sagt.

Kommen wir zum letzten Punkt, den ich kurz betrachten möchte. Drittens: die Überlegung vor der Nachfolge. Jesus gibt uns zwei Illustrationen für die Worte, die er sagt. In Vers 28 und 29, bis Vers 30, sehen wir die erste: einen Turmbau. „Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung hat? Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden.“ Die erste Illustration ist also ein Turmbau, und zwar die Planung eines Turmbaus.

Ein Turm in der damaligen Zeit wurde oft zum Schutz gebaut. Wenn man eine eigene Herde oder ein Land hatte und es vor Räubern schützen wollte, hat man einen Turm gebaut, der hoch genug war, um von diesem Turm aus sein Land und seine Herde bewachen und schützen zu können. Wenn also jemand so einen Turm bauen will, war das in der Gegend sichtbar. Das war kein kleines Häuschen oder eine kleine Hütte, sondern ein Turm.

Das sieht man.

Und wenn ein Turm angefangen, aber nur halb fertiggestellt worden ist, dann wäre das ein Zeichen der Schande und der Unfähigkeit. Ja, Jesus sagte selbst, die Menschen würden ihn verspotten: „Dieser Mann hat angefangen, aber hat nicht vollenden können.“ Vor allem in der jüdischen Kultur, wo Ehre und Scham oder Schande sehr wichtig waren, eine Kultur, wo es wichtig war, vor den Menschen geehrt zu sein, war es eine Schande, wenn du einen Turm angefangen hast zu bauen, aber nicht zu Ende führen konntest.

Und Jesus sagt das zu diesen Volksmengen. Diese Volksmengen waren gerne mit Jesus dabei, aber sie haben sich nicht hingesetzt und vorher überlegt, was es bedeutet, was es kostet, Jesus nachzufolgen. Sie wären halbherzig Jesus nachgefolgt, so wie sie es jetzt gerade tun, und hätten mittendrin aufgehört. Und es wäre eine Schande gewesen.

Die zweite Illustration, Vers 31 und 32: „Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht vorher hin und ratschlagt, ob er imstande ist, dem mit 10.000 entgegenzutreten, der gegen ihn mit 20.000 andrückt? Wenn er aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen.“ Die zweite Illustration ist ein König, der sich zum Krieg mit einem anderen König einlassen will. Und jeder König sollte – und tut es hoffentlich – sich vorher hinsetzen und überlegen, ob er mit seiner Armee und seinen Ressourcen gegen diesen König gewinnen kann. Und sobald er merkt, dass er es nicht kann, sagt Jesus, würde er versuchen, mit diesem König Friedensbedingungen auszuhandeln.

Weil er weiß, dass er nicht gewinnen kann. Wenn ein König sich trotzdem auf diesen Krieg einlassen würde, würde er verspottet werden. Er würde natürlich verlieren, und wenn er verliert, würde er gefangen genommen und wahrscheinlich sogar hingerichtet werden.

Und Jesus sagt, das ist dieselbe Botschaft, bevor du diese Nachfolge eingehst. Deswegen die Überlegung vor der Nachfolge. Überschlage die Kosten. Überlege dir, ob du dich wirklich auch darauf einlassen möchtest. Diejenigen, die nicht vollenden, vollbringen, sind Menschen, die vielleicht aus einer Emotionalität und aus Neugierde heraus eine oberflächliche Nachfolge begonnen haben.

Wir haben das Bild von den vier Böden in den Evangelien. Da gibt es dieses eine Bild und den einen Boden, nämlich den felsigen Boden. Da fällt der Same drauf, und der Same sprießt schnell, und die Pflanze wächst schnell. Aber dann, weil sie keine tiefe Wurzel hat, verbrennt sie in der Sonne. Und so kann es sein, dass ein anfänglicher Enthusiasmus da ist, eine emotionale Reaktion da ist. Oh, Jesus ist toll, ich bin neugierig, ich will dabei sein. Das ist schön. Ich möchte nicht sagen, dass das an sich schlecht ist. Aber die Frage ist: Gibt es auch eine tiefe Wurzel? Hast du dir vorher überlegt, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen? Was es kostet, Jesus nachzufolgen?

Jesus sagt in diesem Gleichnis von den vier Böden: Sobald Verfolgung oder Leid auftaucht, ist der anfängliche Eifer weg und sie nehmen Anstoß. Sobald die ersten Probleme kommen, die Konflikte in den Beziehungen, die Konflikte mit dir selbst und deinen eigenen Wünschen und Zielen. Jesus fordert die Menschen auf, Kosten zu überschlagen. Er möchte keine oberflächlichen Nachfolger. Das soll Menschen nicht vom Evangelium abhalten, aber es soll sie davor behüten, eine oberflächliche, falsche Nachfolge einzugehen. Es soll sicherstellen, dass die Bekehrung oder dass, wenn jemand zu Jesus kommt, dass das wirklich auch ein Werk des Heiligen Geistes ist.

Dominik hat gesagt, er hatte das Evangelium kopfmäßig verstanden, aber er war noch nicht von Neuem geboren. So ist oft eine oberflächliche Nachfolge. Kopfmäßig findet man alles toll, aber man ist nicht von Neuem geboren. Aber nur wenn die Rettung auch wirklich echt ist, eine neue Geburt stattgefunden hat, dann ist das ein Mensch, der dieser Nachfolge sich hingeben wird. Denn der Mensch, bei dem der Geist Gottes wirklich wirkt, der wird bereit sein, Jünger Jesu zu sein. Der wird bereit sein, sein Leben wegzuwerfen um Jesu Willen.

Und so möchten wir zum Schluss kommen und diese Frage stellen: Wer macht so was? Wer würde sich auf so eine Sache einlassen? Jesus macht hier solche Forderungen, die so streng sind, so radikal sind. Wer würde sich auf so etwas einlassen? Seine Beziehungen und seine Ziele und seine Wünsche, sein eigenes Leben unter Christus zu stellen. Bereit zu sein, für Jesus zu leiden oder vielleicht sogar zu sterben. Bereit zu sein, seinen Anspruch auf allen Besitz abzugeben. Wer lässt sich auf so etwas ein? Aus weltlicher Perspektive ist das hirnrissig. Wer würde sein Leben so wegwerfen?

Nur derjenige, der glaubt, dass Jesus es wert ist. Nur derjenige, der glaubt, dass Jesus würdig ist, wird sich darauf einlassen. In Philipper 1,21 sagt Paulus: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ Leben ist für mich Christus. Und Paulus sagt dann weiter: „Um seiner Erkenntnis willen halte ich alles für Dreck.“ Wieso? Weil Jesus so kostbar ist. Weil Jesus so würdig ist. Weil Jesus es wert ist. Und der Einzige, der denkt, dass Jesus es wert ist, ist derjenige, der das Evangelium verstanden hat und diesem Evangelium glaubt.

Der Einzige, der denkt, dass Jesus würdig ist, ist derjenige, der verstanden hat, dass er ein Sünder ist und Gottes heiligen Zorn verdient hätte in der ewigen Hölle. Der Einzige, der denkt, dass Jesus es würdig ist, derjenige, der erkannt hat, dass Jesus, der Sohn Gottes, die Herrlichkeit des Himmels verlassen hat, auf diese Erde gekommen ist als Mensch. Ein vollkommenes und fehlerloses Leben geführt hat. Und trotzdem an das Kreuz gegangen ist, wo er, obwohl er sündlos war, an meiner Stelle meine Schuld auf sich genommen hat und das gerechte Gericht Gottes, mein Gericht, auf sich genommen hat und an meiner Stelle meine Hölle getragen hat.

Als er an diesem Kreuz starb und als er auferstanden ist für mich zum neuen Leben. Nur derjenige, der das erkannt hat und glaubt, nur derjenige lässt sich auf die Nachfolge, die Jesus hier bespricht, ein. Derjenige, der erkannt hat: Jesus ist es wert. Selbst wenn ich mein ganzes Leben verliere, selbst wenn ich meine Familie verliere, selbst wenn ich meine Ziele und Wünsche verliere. All meinen Besitz und all meinen Reichtum, Jesus, ist es wert.

In Matthäus 13 werden uns Gleichnisse gegeben. Und in Vers 44 bis 46 haben wir zwei Gleichnisse. Hört gerne zu. Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jeden Acker.

Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Hier sehen wir zwei Männer, die etwas Wertvolles und Kostbares gefunden haben, und dafür waren sie bereit, alles zu verkaufen, alles zu verlieren.

Liebe Zuhörer, wenn Jesus dein Schatz ist, wenn Jesus die kostbare Perle ist, bist du bereit, für ihn alles aufzugeben, alles zu verkaufen und alles zu verlieren? Und Jesus wird nur dieser kostbare Schatz sein. Jesus wird nur diese kostbare Perle sein, wenn du erkannt hast, wie verloren du in deiner Sünde vor dem heiligen Gott bist und was er für Sünder vollbracht hat.

Lukas 9 sagt Jesus: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Aber wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.“ Nur wenn du das glaubst, nur wenn du glaubst, dass Jesus es würdig ist und um seinetwillen dein Leben zu fliehen, eigentlich bedeutet, dass du dein Leben rettest, dann lässt du dich auf diese Nachfolge ein. Oh, liebe Zuhörer, Jesus ist würdig. Jesus ist kostbar. Jesus ist es wert, alles zu verlassen, alles zu verlieren und mein ganzes Leben ihm zu unterwerfen.

Ich möchte zu euch sprechen, erneut, und fragen: Was ist deine Nachfolge und was ist deine Beziehung zu Jesus? Ist sie oberflächlich wie die Volksmengen? Du bist religiös. Du warst dein ganzes Leben religiös. Jesus ist schön und toll. Und es ist schön, christlich angehaucht zu leben. Folgst du ihm wirklich nach? Unterwirfst du ihm all deine Beziehungen und auch dein ganzes Leben? Bist du bereit, für ihn zu verlieren?

Freundschaften, Beliebtheit, Bequemlichkeit, deine eigenen Sünden und Begierden. Bist du bereit, für ihn zu leiden und vielleicht sogar dein eigenes Leben hinzugeben? Bist du bereit, von allem, was du hast, es Jesus zu übergeben und lediglich ein treuer Verwalter von dem zu sein, was er dir geschenkt hat und was ihm gehört? Du wirst das nur tun, wenn Jesus dir kostbar genug ist.

Wenn er es dir würdig ist. Und lass mich dir sagen: Er ist würdig. Er ist würdig, der Sohn Gottes, der auf diese Erde kam und meine Hölle getragen hat. Er verlangt nichts, was er nicht vorgemacht hat.

Und seine Liebe, seine Liebe ist es, die mich dazu drängt, ihn so zu lieben. Du hörst das und du denkst dir: Das ist unmöglich. Kein Mensch kann das tun, ich kann das nicht tun. Ja, genau, es ist unmöglich. Es ist unmöglich. Aber was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Das ist etwas, was ein Mensch aus sich heraus nicht vollbringen kann, sondern Gott vollbringt das. Es ist ein Werk, das er vollbringt. Und auch für diejenigen von uns, die gläubig sind, die bereits Jünger sind, möchte ich euch mit diesen Worten erinnern an die Hingabe, die ihr gemacht habt, als ihr zum Glauben gekommen seid. Ich möchte euch daran erinnern, was es bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein. Und wenn ihr merkt, dass ihr von eurem ursprünglichen Enthusiasmus, eurer Begeisterung und eurem Eifer Dinge verloren habt oder dass es reduziert worden ist, dann möchte ich euch erneut darum bitten:

Schaut auf Jesus Christus und seine Würdigkeit. Schaut auf das Kreuz, und alles andere wird dann Bedeutung verlieren. Genau das heißt es in unserem Lied, wo es heißt: „Schau ich zu deinem Kreuze hin, wo du für mich gestorben bist. Zu Schaden wird, was sonst Gewinn, was einst mein Stolz gewesen ist.“ Schaue auf das Kreuz von Jesus, wo er gestorben ist.

Alles, was du als Gewinn gesehen hast, alles, was dein Stolz gewesen ist, alles, was dein Leben bestimmt hatte, es wird an Bedeutung verlieren. In der letzten Strophe heißt es: „Was ich zum Dank auch gebe dir. Die ganze Welt ist noch zu klein. Der Dank für diese Liebe hier kann nur mein eigenes Leben sein.“ Lasst möge mein Leben und gebt euer Leben hin als Dank für diese Liebe des Herrn Jesus. Denn er ist würdig. Ihm möge alle Ehre zuteil werden. Amen. Lasst uns noch beten.

Unser Herr Jesus Christus, du bist würdig. Würdig, das Lamm, das geopfert ist. Würdig, der, der reich war, aber um unserer Willen arm geworden ist, damit wir, die wir in unserer geistlichen und seelischen Armut waren, reich werden mögen. Du hast die Herrlichkeit des Himmels verlassen, bist hinabgekommen auf diese Erde, um uns zu erlösen.

Und dafür danke ich dir, dafür bete ich dich an. Ich danke dir, Herr Jesus, für die Liebe, mit der du mich geliebt hast, mit der du uns geliebt hast.

Ich bitte dich darum, Herr Jesus: Möge das Wort, das heute gesprochen wurde, deine Anforderungen an Jünger, die heute gesprochen worden sind, mögen sie in den Herzen der Menschen wirken, die zugehört haben. Schenke du die neue Geburt und die Veränderung des Herzens, sodass die Menschen willig sind, ihr Leben deiner Herrschaft zu übergeben. Ich bitte, ich danke dir dafür, dass du das im Leben von Dominik geschenkt hast, ihm dieses neue Leben geschenkt hast und dich mit ihm eins gemacht hast.

In seiner Erlösung. Ich bitte dich für sein Leben und auch für unser Leben. Mögen wir treue Nachfolger von dir sein, deinen Fußspuren folgen, auch wenn es uns alles kosten möge. Amen.